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Von Windhoek Richtung Süden – unendlich scheinende Straßen und grandiose Berglandschaften

Von Windhoek Richtung Süden – unendlich scheinende Straßen und grandiose Berglandschaften


 

Von Windhoek Richtung Süden – unendlich scheinende Straßen und grandiose Berglandschaften

 

Hallo zusammen,

schön, dass ihr wieder dabei seid.

Nach unserer tollen Tour in den Norden Namibias waren wir für 2 Nächte auf der Otjisazu- Farm in der Nähe von Windhoek. Die Kids hatten sich einen Erholungstag gewünscht und wollten einfach nur chillen.

Danach aber hieß es wieder Taschen packen für unsere nächste Mehrtages-Tour, dieses mal Richtung Süden!

“Kinder, packt eure Sachen bitte schon heute Abend, morgen müssen wir um 7 Uhr losfahren.” sagte ich wissentlich vorsichtig nach dem Abendessen auf den Weg zu unseren Zimmern.

“7 Uhr morgens?!” Entrüstung pur. “Mama, ernsthaft, wir haben Ferien!”

Ja, manchmal haben wir diese Diskussionen. Und dann gilt es einen Kompromiss zu finden.
Aber gibt es für Teenager einen Kompromiss, wenn sie um 6.30 Uhr in den Ferien aufstehen müssen?
“Können wir nicht später fahren?”

“Nein, wir haben eine längere Strecke vor uns. Aber das erste Stück ist komplett asphaltiert, da könnt ihr im Auto weiter schlafen.”
– “Fahren wir dann zu den Dünen?”
“Jep!”
– “Jaaaaaaa, endlich!”

Darauf freuten sich die Kids sehr. Unser Ausflug in die Dünen zwischen Swakopmund und Walvisbay.

Vorher aber fuhren wir Richtung Maltahöhe und Sossusvlei, die Wüste mit den höchsten Sanddünen der Welt.

Ihr lest es – es lagen einige tolle Abenteuer vor uns!

Abstauben lohnte sich nicht, denn auch die Wege Richtung Süden sind wieder teilweise Schotterpisten. Staubige Schotterpisten.

 

Windhoek, ein Morgen im Juli 2022.
6.29 Uhr. In den Gästezimmern 5, 6 und 7 schlummern alle tief und fest.
6.30 Uhr. Aus allen drei Zimmern ertönen mindestens zwei verschiedene Handywecker.
Schweigendes Gewusel beginnt.
Die Koffer können wir auf der Farm lassen, da wir hier auch unsere letzten beiden Nächte verbringen werden.
Wir packen unser Handgepäck fertig und gehen zum Frühstücksraum.
6:50 Uhr. Frühstück! Der Kakao steht schon bereit. Und das frisch gebackene Brot. Wieder werden wir mit süßem Gebäck verwöhnt. Joghurt, frisches Obst – obwohl wir so früh dran sind, ist schon alles vorbereitet – und lecker wie immer, ein toller Start in einen lange Tag.
7.15 Uhr. Wir sind zur Abfahrt bereit.
Um 7.20 Uhr sind wir unterwegs Richtung Süden!
Die Kids schnappen sich ihr Nackenhörnchen, machen sich Musik auf die Ohren und schlafen.
Eine lange Fahrt liegt vor uns.

Wir nehmen einen kleinen Umweg und fahren den Pass an der Maltahöhe. Andreas hat ihn uns empfohlen.

Unsere Tages-Route

Karte:

500 km, knapp 6 Stunden reine Fahrtzeit. So eine Strecke ist eigentlich zuviel, aber auf dieser Strecke ist ein Großteil asphaltiert, somit ist das in diesem Fall machbar.
Nur auf Schotterstraßen würden wir so eine weite Strecke definitiv nicht empfehlen!

Das erste Stück von der Otjisazu-Farm Richtung Windhoek.

 

Paviane mitten auf der Straße!

Kurz vor Windhoek trafen wir auf eine Pavian-Herde mitten auf der Straße

 

Nur 781 km bis Süd-Afrika! 

 

Nachdem wir Windhoek verließen, wurde die Landschaft hügelig und sehr malerisch.

Die Kids verschliefen das leider.

 

Hinter Windhoek begannen die Berge

Ist das nicht schön? Ich genoss es sehr, diesen Teil der Strecke zu fahren.

Kleiner Tankstop in Rehoboth

In Namibia gibt es übrigens nicht nur deutsches Radio, sondern auch eine deutsche Tageszeitung.

Interessante Strommasten-Konstruktion

Wir fuhren die B1 bis Kalkrand.

 

In Kalkrand bogen wir rechts ab – und hatten eine langweilige, eintönige Schotterpistenstrecke vor uns.

Nur geradeaus durch die weite Landschaft


Brücke über den Fluss Vis, welcher in den trockenen Wintermonaten nur wenig Wasser führt

Im Flußbett waren viele Tiere

Viele Tiere tranken an den kleinen Wasserlöchern   

Die Fahrt durch die eintönige flache Landschaft dauerte um 2 Stunden, genau weiß ich es nicht mehr, es zog sich wie Kaugummi….

Eine willkommene Abwechslung: Gegenverkehr, in diesem Fall ein typischer Tiertransport

Danach wieder nichts. Nur eine Straße und weite Landschaft. Die C21 ist wahrlich nicht spektakulär…

Und dann hatten wir es endlich geschafft, die Schotterpiste endet und geht wieder in eine asphaltierte Straße über: Die C19 Richtung Maltahöhe


Wir fahren durch den Ort Maltahöhe

 

Kaum sind wir durch den Ort durch, wird aus der asphaltierten Straße wieder Schotterpiste
Dafür gibt es ein eigenes Straßenschild

Ein kleiner Canyon mit besonderen Steinen

Wir fuhren weiter auf der C19 und erreichten einen kleinen Canyon.
Das besondere hier ist die Gesteinsart.

Wir parkten das Auto für einen kleinen Spaziergang

Schaut euch mal die Steine an, so etwas habe ich nie zuvor gesehen.

Die seltsam geformten Steine sind Schwarzkalk.
Hierbei handelt es sich um ein unter Sauerstoff-Ausschluss abgelagerten Sediment.
Schwarz ist es, weil das Sediment aufgrund des fehlenden Sauerstoffs nicht zersetzt wurde, sondern vermoderte.
Die Rillen und Vertiefungen entstehen durch Regenwasser, welche das Kalk beim abfließen ‘ablösen’

Tolle Landschaft!

 

Und so sehen die kleineren Steine aus, welche dort zu Tausenden liegen.

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Etwas weiter entdeckten wir Tiere:
Felsenantilopen!
Diese Antilopenart haben wir bislang noch gar nicht gesehen.

Leider liefen sie direkt weg. Schade.

 

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Die Landschaft wurde immer schöner!

Und dann beginnt er endlich, unser Grund für diesen Umweg: Der Zaris-Pass!

Wow, unbeschreiblich! Als würde man durch ein Bild aus einem Reiseführer fahren, es war so schön! Andreas hat nicht zuviel versprochen – aber er versprach, dass wir auf dem Weg nach Swakopmund eine weitere ähnlich schöne Landschaft durchfahren würden.
Dass dies hier zu toppen sei glaubte ich nicht!

Die Jungs “Hey, guckt mal, da hat ein Riese Minecraft gespielt!”

Irgendwie wirkte das so, als dürfte das schwerkrafttechnisch gar nicht so stehen bleiben. Tat es aber, wie auch immer. Die Natur kann sowas halt!

 

 

 

Ein kleiner künstlicher Affe zeigte uns den Weg – denn hier mussten wir abbiegen, um zur nächsten Lodge zu kommen:

Die Hammerstein-Lodge

 

Angekommen! Gegen 14.30 Uhr erreichten wir die Hammerstein- Lodge

 

Lage:

 

Andreas hatte uns die Lodge empfohlen. Sie lag gut auf unserem Weg, ist sauber, hat sehr gute Preise und bietet auch Pirschfahrten an.

 

Außenansicht der Lodge – in diesem Gebäude sind Rezeption, Restaurant, Bar, Aufenthaltsraum und einer von mehreren Zugängen zur Terrasse

 

Wir wurden sehr herzlich von Oliver begrüßt. Er ist ein deutscher Auswanderer und führt nun die Lodge mit sehr viel Liebe und Engagement.

Als erstes zeigte er uns die Zimmer. Wir hatten drei Doppelzimmer in einem Nachbargebäude. Die Zimmer lagen nebeneinander.

 

 

Die Zimmer waren sauber und gut eingerichtet.

Anschließend zeigte uns Oliver die Lodge.

Die Bar…

… und eine Art Wintergarten.

Direkt angrenzend zu der großzügigen Terrasse.

Es gibt einen Pool mit vielen Sonnenliegen und was wir bislang selten in Namibia gesehen haben: Einen kleinen Spielplatz im Garten

Die ganze Anlage ist sauber und gepflegt mit viel Liebe zu Details. 
 

Wir haben einen kleinen Bauernhof, deswegen bekam ich Heimatgefühle. Wir haben auch einen Oldtimer-Trecker – und auch so einen Pflug zum Schieben.

Dieses Foto habe ich direkt in unsere Familiengruppe geschickt. Bei uns im Ort finden regelmäßig Oldtimer-Trecker-Treffen und Ausfahrten statt. Ich liebe es!

Auf dem Bereich der Terrasse gibt es sogar einen kleinen Brunnen / Teich

 

Wir hatten noch kein Mittagessen und fragten Oliver, ob wir noch eine Kleinigkeit essen könnten.
Die Mittagstisch-Küche war aber schon zu – aber dann sagte er zu uns: “Setzt euch mal dort hin, ich überlege mir was! Mögt ihr Schinken und Käse?”  Daumen nach oben, Nicken oder “Jaaaa!” – einstimmig. “Ok, bin gleich zurück!” Und schon verschwand Oliver Richtung Haupthaus. Wenig später bekamen wir dann alle Schinken-Käse-Toast und kühle Getränke.
Toller Service!

 

Bei einem Spaziergang über das Lodge-Gelände sahen wir ein großes verwaistes Gehege und fragten Oliver, was es damit auf sich hat.
Früher gab es in der Lodge einen zahmen Geparden.

Auf vielen Postkarten und Fotos in der Lodge ist “Lisa” noch zu sehen.

Leider ist sie inzwischen verstorben und eigentlich wollte Oliver gerne wieder Katzen in seiner Lodge halten. Das Gelände drumherum ist riesig. Leider ist dies nicht mehr erlaubt. Schade, ich hätte gerne endlich mal eine Raubkatze gesehen, denn im Etoscha hatten wir leider kein Glück.

Oliver bot uns eine Pirschfahrt an, zum Sonnenuntergang. Da würden wir zwar keine Löwen oder Geparden sehen, aber viele andere Tiere. 

Wir würden, weil wir 6 Personen sind, einen eigenen Wagen bekommen, da wir in dem größeren Safari-Wagen keinen Platz mehr haben würden.
Preis: Umgerechnet 22 Euro p.P. inkl. Getränke beim Sonnenuntergang.

Wir buchten die Tour, bis dahin konnten wir uns noch etwas im Zimmer ausruhen oder auf der Terrasse bei kühlen Getränken die Sonne genießen.

Weil auf der Pirschfahrt viele tolle Fotos entstanden, mache ich daraus einen eigenen Bericht.

Ein kleiner Vorgeschmack:  

Weiter geht’s hier mit dem Abendessen.

Gereicht wird es im großen Restaurant als Buffett.

Rindfleisch, Gemüse, Reis, Nudeln auf Wunsch auch vorher eine Suppe. Es fehlte an nichts.

Das war besonders lecker.

 

Als Nachtisch gab es verschiedene Sorten Eis und Kuchen.
Leider habe ich davon heute kein Foto für euch. Es war lecker, dass muss an dieser Stelle reichen. ;-)

Die Deckenkonstruktion und Beleuchtung

Dieses Bild hätte ich am liebsten auch zu Hause.

 

Ein ereignisreicher Tag lag hinter uns.

 

Eine lange Fahrt durch viele verschiedene Landschaften, eine tolle Pirschfahrt im afrikanischen Sonnenuntergang und ein reichhaltiges Essen.

Nachdem die Sonne weg war, wurde es wieder sehr frisch.

Wir suchten uns in der Bar einen Platz am kuschelig-wärmenden Kaminfeuer und ließen den Tag mit ein paar kühlen Drinks ausklingen.

 

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Der nächste Morgen…  Wie immer begann unser Tag früh.

 

Guten Morgen aus der Hammerstein-Lodge! Was für ein Himmel, alleine dafür hat sich das frühe aufstehen gelohnt!

 

Die Kids standen trotz der Uhrzeit voller Vorfreude auf.

Denn heute würden wir in die Dünen fahren, darauf freuten sie sich sehr!

Erst einmal gab es aber Frühstück!

Auch das Frühstück gab es in Buffetform. Es gab Toast, frisches Brot, Aufschnitt, Käse, Gemüse und Obst. Auf Wunsch auch Ei und Bacon und für die Kinder Kakao.  Gestern hatte ich vergessen, den Spielplatz zu fotografieren, das holte ich schnell nach.

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Kontakt zur Hammerstein-Lodge 

E-Mail direkt an die Hammerstein-Lodge (könnt ihr auf deutsch schreiben)

Website: https://daosa.com.na/

 

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Danke, dass ihr wieder dabei ward. 

Im nächsten Bericht nehme ich euch wieder mit auf eine Safarifahrt – afrikanischer Sonnenuntergang inklusive, wobei wir den fast verpasst hätten, aus einem sehr niedlichem Grund

 

Bis zum nächsten mal! 

 

Von Windhoek Richtung Süden – unendlich scheinende Straßen und grandiose Berglandschaften


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Namibia
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