Hallo zusammen,
heute verlassen wir Kyoto für einen Tag:
Wir machen einen Tagesausflug nach Nara und Osaka.
Dieser Beitrag enthält ein paar mehr Fotos als üblich, aber ihn zu teilen hätte wenig Sinn gemacht. Der nächste wird dafür wieder um einiges kürzer
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Wenn ihr meinen Blog schon länger verfolgt, wisst ihr, dass ich eine ‚Schnellreisende‘ bin.
Unser Programm ist immer gut vollgepackt, damit wir möglichst viel sehen und erleben.
Grund dafür ist, dass ich zusammengerechnet in beiden Jobs nur 4 Wochen Jahresurlaub habe. Habe ich zum Beispiel in meinem Job 1 wegen Weihnachten und Silvester Betriebsurlaub, habe ich in Job 2 Urlaubssperre wegen des Weihnachtsgeschäftes und der Inventur. Und habe ich dann in Job 2 mal zwischendurch frei, sind keine Ferien und zudem arbeite ich dann in Job 1 …
Die Urlaube muss ich dann nicht nur mit meinen beiden Jobs koordinieren, sondern auch mit dem Job meines Mannes, dann wegen der Kinder mit meinem Ex-Mann und natürlich auch mit der Ex-Frau meines Ehemannes (anderes Bundesland = andere Ferienzeiten) … Manchmal wundert es mich, das wir es überhaupt schaffen, im Sommer 2 Wochen wegfahren zu können.
Es ist nicht einfach. Wenn wir dann unterwegs sind, möchte ich auch viel sehen, erst Recht bei einer Fernreise und aus dem Grund buche ich uns ab und an einen lokalen Guide.
Das haben wir zum Beispiel damals im Monument Valley gemacht
Auch für unserer Tagestour von Kroatien nach Montenegro hatten wir einen Guide.
Gebucht haben wir bei „Go With Guide“
Wir haben grob unsere Tour gesucht und dann wurden uns drei Guides vorgeschlagen.
Wir haben sie angeschrieben und am sympathischsten fanden die Kinder und ich einen schon etwas älteren Guide, welcher in der Region aufgewachsen ist.
Wir haben dann per Nachrichten über die Plattform geschrieben und zusammen die Tour zusammengestellt und geplant.
Er hatte auch noch ein paar Ideen und Vorschläge, welche wir eingebaut haben und dann stand unsere Tagestour fest.
Seiteninhalt
- Unsere Tagestour nach Nara und Osaka startet am Bahnhof in Kyoto
- Die Rehe von Nara
- Der Kasuga-Taisha-Schrein in Nara
- Der Tōdai-ji und der Große Buddha von Nara
- Zurück zum Bahnhof und auf nach Osaka!
- Kurzbesuch beim Osaka Castle
- Das Umeda Sky Building und die Kuchu Teien Observatory – die schönste Aussichtsplattform von Osaka
- FAQ zu Nara, Osaka Castle und Umeda Sky Building
- Kann man Nara und Osaka an einem Tag ab Kyoto besuchen?
- Was sollte man in Nara unbedingt gesehen haben, wenn man wenig Zeit hat?
- Wo ist in Nara der große Buddha?
- Ist Nara sehr überlaufen?
- Lohnt sich Nara mit Teenagern?
- Sind die Hirsche im Nara-Park gefährlich?
- Wie teuer ist der Eintritt zum Tōdai-ji?
- Wie viel Zeit sollte man für Nara einplanen?
- Wie alt ist das Osaka Castle?
- Wie teuer ist der Eintritt ins Osaka Castle?
- Was sieht man im Osaka Castle?
- Ist das Osaka Castle mit Bus oder Bahn gut erreichbar?
- Wo finde ich das Umeda Sky Building?
- Wie teuer ist das Umeda Sky Building?
- Muss man Tickets für das Umeda Sky Building vorbuchen?
- Gibt es im Umeda Sky Building Sicherheitskontrollen?
- Aussichtspunkte bei Nacht auf unseren Reisen
- Buddhas, Tempel und Schreine auf unseren Reisen
- Weitere UNESCO-Stätten, die wir besucht haben
- Reiseplanung für Japan
Unsere Tagestour nach Nara und Osaka startet am Bahnhof in Kyoto

Hier trafen wir uns mit unserem Guide Hiro.
Er hieß uns herzlich willkommen und freute sich darauf, uns ein Stück seiner Heimat zeigen zu dürfen.

Mit dabei war heute auch wieder unser mobiler Router. Obwohl wir fast immer versuchten, irgendwelche WLan-Netzte zu nutzen (und davon gibt es in Japan sehr viele), hatten wir schon fast 16 GB Daten verbraucht…. von gebuchten 7 GB. Die Folge: Tempodrosselung… Aber keine Extrakosten. Für Maps hat es gereicht…
Achja, das Ding verbraucht sehr schnell seinen Akku, deswegen – wenn ihr das nutzt – Powerbank und USB-Kabel mit Trapez-Anschluss mitnehmen
Mit der Bahn fuhren wir von Kyoto nach Nara. Die Fahrt dauerte etwas über 1 Stunde.

Angekommen in Nara …

… mussten wir nur den Wegweisern auf dem Boden des Bahnhofs folgen …

… liefen danach einmal über den Bahnhofvorplatz und waren an der Bushaltestelle mit einer Direktverbindung zu der Tempelanlage im Narapark.

Hiro hat uns für diesen Tag den Daypass empfohlen.
Mit ihm konnten wir den ganzen Tag alle Busse in Nara nutzen. 
Wir stiegen aus an der Haltestelle
Kasugataishaomotesando Bus Stop (Kasuga Taisha Honden)

Die Rehe von Nara
In Nara gibt es viele mehr oder weniger zahme Rehe. Es handelt sich hierbei um Sikahirsche. Der Grund für die vielen Sikahirsche liegt über 1000 Jahre zurück. Die Adelsfamilie Fujiwara erbaute 768 in der Kaiserstadt Nara den Shinto-Schrein Kasuga-Taisha zu Ehren ihrer Ahnengötter und damals wurde beschlossen, die niedlichen Sikahirsche zu schützen.
Diese süßen Vierbeiner gelten in der Shinto-Tradition als heilige Boten der Götter
Jetzt durchstreifen über 1.200 dieser ehrwürdigen (und sehr fotogenen) Tiere den Nara-Park und sind absolut überzeugt, dass sie die wahren Herrscher der Stadt sind.
Aktueller Hinweis, Stand 08/2026: Bei der offiziellen Zählung im Juli 2026 wurden im Nara-Park 1.687 Hirsche erfasst. Die Tiere sind wild – besonders rund um die Reiskekse sollte man ihnen trotz aller Niedlichkeit mit Respekt begegnen.
Sie haben das perfekte Leben: Sie dürfen überall herumlaufen, bekommen von Touristen leckere Reiskekse (shika senbei) , viele Streicheleinheiten und posieren für unzählige Selfies.
Und sie sind sogar sehr höflich: Wenn sie zum Menschen gehen und um ein Leckerli bitten, verbeugen sie sich. Das ist so süß und erstaunlich zugleich, wie die Tiere das über die Jahre gelernt haben.
Seit 1957 sind die „Nara no Shika“ als nationales Naturdenkmal besonders geschützt.
So niedlich sie auch sind – sie können auch gefährlich sein, immer wieder werden zu aufdringliche Besucher verletzt. Deswegen: Beobachtet die Tiere, sie signalisieren eigentlich sehr deutlich, wenn sie grad keine Lust auf Menschen haben.

Direkt am Eingang werden wir schon von ein paar Sikahirschen begrüßt. Auch bei uns auf dem Land gibt es Rehe, aber sie sind so scheu, dass sie schon davonlaufen, wenn man noch hundert Meter entfernt ist.
Diese Sikahirsche blieben einfach stehen. Ähnlich hatten wir es schon auf Miyajima erlebt, aber dort waren die Tiere teils sehr aufdringlich und frech. Deswegen waren wir erst sehr vorsichtig, als wir uns den Tieren näherten.


Wir liefen vorbei, die Tiere beobachteten uns. Sie warteten auf Leckerli, aber zu dem Zeitpunkt hatten wir noch keine.
unser Guide Hiro sagte uns, dass es etwas weiter einen Shop gäbe, wo wir spezielle Kekse für die Sikahirsche kaufen könnten.

Mein Sohn hatte einen vierbeinigen „Follower“ – als wüsste der Sikahirsch genau, was wir vorhatten, nämlich an dem Shop im Hintergrund rechts Leckerli kaufen.
Der Kasuga-Taisha-Schrein in Nara
Vor lauter Sikahirsche entdecken, streicheln und füttern vergaßen wir beinahe, an welch historischem Ort wir uns befanden.
Der Kasuga-Taisha ist ein bedeutender Shinto-Schrein, der im Jahr 768 von der mächtigen Fujiwara-Familie gegründet wurde. Der Schrein ist den vier Schutzgottheiten der Fujiwara gewidmet und bekannt für seine malerische Architektur und die Vielzahl an bronzenen und steinernen Laternen, die den Weg zum Schrein säumen.
Die tausenden von Laternen werden zweimal im Jahr während der Laternenfeste im Februar und August angezündet, was eine magische und spirituelle Atmosphäre schafft. Diese Laternen wurden im Laufe der Jahrhunderte von Gläubigen als Opfergaben gespendet.
Der Schrein ist in einem wunderschönen, uralten Wald eingebettet, dem Kasuga-Primärwald, der selbst ein UNESCO-Weltkulturerbe ist. Der Wald betont die enge Verbindung des Schreins zur Natur, die ein zentrales Element der Shinto-Religion darstellt.
Im Kasuga-Taisha finden das ganze Jahr über zahlreiche traditionelle Feste und Zeremonien statt, darunter das Setsubun Mantoro, bei dem die Laternen entzündet werden, und das Kasuga Wakamiya On-Matsuri, ein buntes Festival mit Paraden und Tänzen.
Die Infoseite zum Schrein: https://www.kasugataisha.or.jp/en/about_en/basic/

Kurz hinter dem Torii teilt sich der Weg.

Wir liefen den rechten Weg, links würden wir später wieder rauskommen
… soviel Zeit musste sein.

Die vielen Laternen waren beeindruckend. Wenn die alle brennen, sieht das bestimmt schön aus.

Der Eingang zum Schrein
Oha, so einfach kamen wir wohl nicht zum Eingangstor:

Wir zahlten einen Keks an das süße, aber sehr selbstbewusste Rehlein und „durften“ weiter zum Tor. Wir hätten auch einfach daran vorbeilaufen können, aber die Kids fanden das andere lustiger.

Passend zu den Rehen gibt es entsprechende ema-Tafeln

So viele Laternen …
Man wird ehrfürchtig, wenn man die alten Tempelanlagen sieht. So ein Besuch zeigt einen kleinen Einblick in die Kultur der Japaner. Aber wirklich nur einen sehr kleinen. Es ist so viel, so groß, so komplex. Das würden wir auch in 3 Monaten nicht erfassen können.
Und trotzdem waren die Kids auffallend still, als wir durch den Tempel liefen.

Auch der Rückweg war gesäumt von den schönen Stein-Laternen

Der Rückweg führte durch ein besonderes Tor: Ein aus Holz gewachsenes.

Zurück am Shop füllten wir unsere Keksvorräte für die Rehe wieder auf.

Guckt mal, oben an einer Baumkrone ist schon ein klitzekleinwenig Herbst
Der Tōdai-ji und der Große Buddha von Nara
Wir liefen ein Stück des Weges zurück und hielten uns dann rechts.
Denn dort ist die bekannteste Tempelanlage von Nara.
Sie ist bekannt für ihre prächtigen Tempel, Schreine und den weitläufigen Nara-Park.
Nara war im 8. Jahrhundert die erste permanente Hauptstadt Japans und beherbergt mehrere UNESCO-Weltkulturerbestätten. Damals hieß die Stadt jedoch nicht Nara, sondern Heijo-Kyo
Einer der berühmtesten Tempel ist der Todai-ji, der „Große Osttempel“. Der Tōdai-ji beherbergt den Daibutsu, den Großen Buddha von Nara. Die bronzene Statue ist knapp 15 Meter hoch.
Das Daibutsuden, die Haupthalle des Todai-ji, war lange Zeit das größte Holzgebäude der Welt.
Die Seite des Toda-ji – hier findet ihr alle aktuellen Infos und Veranstaltungen, um euren Besuch zu planen: https://www.todaiji.or.jp/de/

Der schön angelegte Nara-Park

Am Narapark ist eine kleine Souvenir- und Shoppingmeile und auch wieder mehrere Stände, um die speziellen Kekse für sie Tiere zu kaufen.


Hier waren deutlich mehr Besucher als am Kasuga-Taisha-Schrein vorhin

…. und auch deutlich mehr Rehe.
Wenn man zu der Halle mit dem großen Buddha möchte, durchschreitet man zunächst das Todaiji Nandaimon (Great South Gate)

Das Todaiji Nandaimon-Tor ist das beeindruckende Haupteingangstor zum Todai-ji-Tempel.
Es wird von zwei mächtigen, 8,5 Meter hohen Nio-Wächterskulpturen flankiert, die die Tempelanlage vor bösen Geistern schützen sollen.

Die 8,5 Meter hohen Nio-Wächterskulpturen

Da sieht man schon das Todaiji Chumon (Central Gate)

Diese Hinweisschilder haben wir öfters gesehen. Sie wurden nicht ohne Grund aufgestellt.

Vor dem Todaiji Chumon ist rechts ein kleiner See mit Fischen und Schildkröten

Das Todaiji Chumon in seiner ganzen Pracht. Eine wieder einmal beeindruckende Architektur.

… und wieder mussten wir einen Keks abdrücken, ….
Die große Buddhahalle Todai-ji Daibutsuden
Aber bei einem Keks blieb es dieses mal nicht.
Möchte man in die Tōdai-ji Daibutsuden (Great Buddha Hall), um den großen Buddha zu sehen, wird Eintritt verlangt. Aktuell kostet der Eintritt 800 Yen für Erwachsene sowie für Jugendliche von 13 bis 18 Jahren (ca. 4,30 €) und 400 Yen für Kinder von 6 bis 12 Jahren (ca. 2,20 €). Bei unserem Besuch mussten wir bar bezahlen. Und auch Buggys waren damals nicht zugelassen. Stand: 08/2026.
Tōdai-ji: Öffnungszeiten und Eintritt
Die Great Buddha Hall ist von April bis Oktober von 7:30 bis 17:30 Uhr und von November bis März von 8:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Eintritt: 800 Yen für Erwachsene und 13- bis 18-Jährige (ca. 4,30 €), 400 Yen für 6- bis 12-Jährige (ca. 2,20 €). Stand: 08/2026. Aktuelle Infos beim Tōdai-ji.

Und dann standen wir vor der großen Halle!
Die Todai-ji Daibutsuden, auch bekannt als die Große Buddha-Halle, ist das Herzstück des Todai-ji-Tempels in Nara, Japan. Die imposante Halle beherbergt den Daibutsu, den knapp 15 Meter hohen Großen Buddha von Nara.
Ursprünglich im Jahr 752 erbaut, wurde die Halle mehrfach durch Feuer zerstört und wieder aufgebaut, zuletzt im Jahr 1709. Trotz der Verkleinerung ist sie immer noch eines der größten Holzgebäude der Welt und ein bedeutendes Symbol der buddhistischen Architektur und Kultur Japans.

Schaut euch das mal an – ist das nicht ein schönes Gebäude? Schon für diesen Anblick hat sich das Eintrittsgeld gelohnt!
Es liefen Vorbereitungen für eine Feier

Wegen der Feiervorbereitungen war leider der Bereich direkt vor dem Buddha gesperrt.
Aber von der Seite gesehen war er nicht weniger imposant.

Ein Fact zur Größe der Statue: Die Ohren sind 2,54 Meter lang
Warum hebt der Buddha eine Hand?

Die Darstellungen von Buddha, bei denen eine Hand gehoben und die andere offen gehalten wird, kombinieren oft zwei symbolische Handgesten oder Mudras. Die gehobene Hand ist meist die Abhaya-Mudra, die Furchtlosigkeit, Schutz und Beruhigung symbolisiert und den Gläubigen Frieden und Sicherheit vermittelt. Die andere Hand, die offen und nach unten gerichtet ist, bildet oft die Varada-Mudra, die Wohltätigkeit, Erfüllung von Wünschen und das Geben von Segen darstellt. Zusammen verkörpern diese Gesten die duale Botschaft von Buddha: die Überwindung von Furcht und das großzügige Gewähren von Gnade und Schutz.
, nur wieder in einer ganz anderen Tempelwelt.
Der Weg führte einmal um den Buddha herum. Der Andrang war groß….

Ein Modell von der ursprünglichen Anlage mit der ursprünglich noch größeren Buddha-Halle


Es war organisatorisch nicht anders möglich, dass wir Nara und Osaka an einem Tag gemacht haben. Klug war das eigentlich nicht, das hat Hiro auch gesagt. Die Anlage ist riesig und weitläufig, selbst an zwei Tagen hätten wir bestimmt nicht alles sehen können.
Weil wir aber so reisen und unsere Bucketlist immer viel zu voll ist, und wir aus dem Grund gerne nach Osaka wollten, hieß es für uns nun:
Zurück zum Bahnhof und auf nach Osaka!
Ein Hirsch auf dem Schild und ein Reh darunter

Mit dem Bus fuhren wir zurück zum Bahnhof. Die Bushaltestelle ist direkt am Nara-Park

Essen wie die Locals
Am Bahnhof in Nara hatte Hiro einen tollen Tipp für einen Mittagssnack. Wir hatten uns im Vorfeld gewünscht, irgendwo etwas warmes zu essen, was aber nicht allzulange dauert und möglichst typisch japanisch ist.
Hiro führte uns zu einer Bäckerei, in welcher eigentlich nur Locals zu Mittag essen. Mit Hiros Erklärungen und Hilfe konnten wir das auch.
Man sucht sich aus verschiedenen Angeboten ein paar Teile aus und legt sie auf das Tragetablett.

Je mehr Teile man nimmt, desto günstiger wird es pro Teil

Wir zahlten keine 50 Cent pro Teil. Es war lecker und wir waren pappsatt.
Weiter geht’s Richtung Osaka!!!

Ein paar erste Osaka-Impressionen aus der Bahn

Seht ihr dieses tolle Gebäude?
Als ich anfing mit Hiro unseren Tag zu planen, wollte ich eigentlich mit dem bekannten Riesenrad vom Ebisu Turm im bunten Viertel Dotonbori fahren.
Aber Hiro hatte eine bessere Idee: In diesem besonderen Gebäude auf dem Foto oben gibt es auch eine Aussichtsplattform. Von hier wollten wir Osaka bei Nacht sehen, mit einem 360°-Panoramablick über die gesamte Stadt!
Das hörte sich toll an und wir planten um.
Bereut haben wir es nicht, im Gegenteil: Für diesen Tipp bin ich Hiro sehr dankbar!!!
, der Sonnenuntergang am Griffith Observatory in Los Angeles, der Abendblick über Las Vegas vom Stratosphere Tower und Manhattan bei Nacht vom Rockefeller Center.
Für Osaka by night war es noch zu hell, deswegen machten wir vorher noch einen Abstecher zum Osaka Castle.

Wir fuhren bis zur Station „Ōsakajōkōen Station“
… und schon kurze Zeit später standen wir mitten in Osaka.

Farbenfrohe Gullideckel
Tipp für alle Japan-Reisende:
Schaut auch mal auf den Boden, vor allem in den großen Städten gibt es tolle Gullideckel, teilweise wunderschön bunt

Von der Ōsakajōkōen Station bis zum Osaka Castle läuft man ca 20 Minuten

Kurzbesuch beim Osaka Castle
Das Osaka Castle, auch bekannt als Osaka-jō, ist eine der bekanntesten Burgen Japans und ein bedeutendes historisches Wahrzeichen in Osaka. Erbaut im späten 16. Jahrhundert von Toyotomi Hideyoshi spielte die Burg eine zentrale Rolle in der Geschichte des Landes während der Sengoku-Zeit.
Das Schloss zeichnet sich durch seine prächtige Architektur und seine massive, steinerne Basis aus, die von weitläufigen Wassergräben und hohen Mauern umgeben ist. Die heutige Hauptburg, die im Jahr 1931 wieder aufgebaut wurde, ist ein Betonkonstrukt, das dem Original nachempfunden ist, und beherbergt ein modernes Museum, das die Geschichte des Schlosses und die Sengoku-Zeit illustriert.
Besucher können die acht Stockwerke des Hauptturms erklimmen, von denen aus sich ein beeindruckender Panoramablick über Osaka bietet. Im Inneren des Turms sind wertvolle Artefakte und Ausstellungen über Toyotomi Hideyoshi und die Geschichte der Burg zu sehen.
Der umliegende Osaka Castle Park ist ein beliebtes Erholungsgebiet, besonders während der Kirschblütenzeit im Frühling, wenn die zahlreichen Kirschbäume in voller Blüte stehen.
Die offizielle Website mit Infos und die Möglichkeit, Tickets für die Besichtigung von Innen online zu kaufen:
https://www.osakacastle.net/
Osaka Castle: Öffnungszeiten und Eintritt
Der Hauptturm ist aktuell von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist um 17:30 Uhr. Der Eintritt kostet 1.200 Yen für Erwachsene (ca. 6,50 €), 600 Yen für Studierende und High-School-Schüler (ca. 3,20 €, Nachweis erforderlich). Bis einschließlich Junior-High-School-Alter ist der Eintritt mit Altersnachweis kostenlos. Stand: 08/2026.

In dem modernen Gebäude spiegelt sich das Osaka-Castle. Ein Sinnbild der Kontraste, wie wir sie in Japan oft erlebt haben

Oben auf der Dachterrasse befindet sich ein Café mit einer schönen Aussicht auf das Osaka Castle und die Stadt Osaka. Aus Zeitgründen waren wir nicht oben,… schade, aber wir hatten für den Abend einen anderen Aussichtspunkt für Osaka

Das prachtvolle Osaka Castle

Ach guck mal, jetzt steht das japanische Anime-Mädchen vor dem Osaka-Castle. Wir hatten mehrere Automaten gesehen, bei denen das Hauptmotiv eine bekannte Sehenswürdigkeit aus der direkten Nähe war

In der Nähe ist ein kleiner, aber sehr schön angelegter japanischer Garten


Wieder ein Mix aus traditionellem und modernen Gebäuden 

Das Umeda Sky Building und die Kuchu Teien Observatory – die schönste Aussichtsplattform von Osaka
Das Umeda Sky Building ist ein markantes Hochhaus in Osaka, Japan, und zählt zu den architektonischen Wahrzeichen der Stadt. Fertiggestellt im Jahr 1993, besteht das Gebäude aus zwei 40-stöckigen Türmen, die durch eine Plattform in den oberen Etagen verbunden sind. Diese Plattform bietet Besuchern atemberaubende 360-Grad-Blicke über Osaka und die umliegende Region.
Das einzigartige Design des Umeda Sky Buildings, entworfen von dem Architekten Hiroshi Hara, zeichnet sich durch seine futuristische Ästhetik und die freitragende Struktur der Aussichtsplattform aus. Der Gebäudekomplex beherbergt Büros, Geschäfte und Restaurants, die sich über die unteren Etagen verteilen.
Besonders eindrucksvoll ist der Aufstieg zur Aussichtsplattform Kuchu Teien Observatory, der durch verglaste Rolltreppen erfolgt, die die beiden Türme in schwindelerregender Höhe verbinden. Nach Einbruch der Dunkelheit bietet das Observatorium einen spektakulären Ausblick auf die beleuchtete Skyline von Osaka.
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Link: https://www.skybldg.co.jp/en/
Umeda Sky Building: Öffnungszeiten, Tickets und Preise
Das Kuchu Teien Observatory ist aktuell regulär von 9:30 bis 22:30 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist um 22:00 Uhr. Erwachsene zahlen 2.000 Yen (ca. 10,80 €), Kinder von 4 bis 12 Jahren 500 Yen (ca. 2,70 €). Kinder unter 4 Jahren haben freien Eintritt. Tickets gibt es online und als Tagestickets vor Ort. Für Sonnenuntergang und stark besuchte Tage würde ich trotzdem vorher online schauen. Stand: 08/2026.
Bei unserem Besuch kam man ohne Eintritt bis nach fast ganz oben. Von dort hatte man schon eine schöne Aussicht durch das Glas.
Für die offene Aussichtsplattform braucht man ein Ticket.
Aber die lohnen sich, vor allem, wenn die Sonne untergegangen ist.
Unsere Fotos vom Besuch des Umeda Sky Building mit dem Kuchu Teien Observatory
Es war genug Text für heute, jetzt zeige ich nur noch ein paar Fotos
Mit der frei schwebenden Rolltreppe fuhren wir hinauf auf die offene Aussichtsplattform

Wir sahen noch die letzten Sonnenstrahlen – wow, perfekt!

Blick Richtung Norden…

… und nach Süden

Das ist die Konstruktion für die Rolltreppen
… und dann gingen die ersten Lichter an: 


Durch Schwarzlicht leuchtete der Boden wie ein Sternenhimmel

…. es war Zeit, zurück zum Bahnhof zu gehen.
Die Plattform unter den Rolltreppen 

Der grüne Bruder vom Teddy am Flughafen in Doha / Qatar ??

Zurück in Kyoto verabschiedeten wir uns von Hiro. Er war uns an diesem Tag schon ans Herz gewachsen, seine liebevolle Art, seine akribische Planung mit allen Zugverbindungen und überhaupt, es stimmte einfach alles.
Wir hatten einen tollen Tag Dank Hiro. So eine guided Tour kann ich allen empfehlen, die wie wir auch nur wenig Zeit haben.
| 親愛なるヒロさん、この素晴らしい一日を本当にありがとうございました! おかげさまでたくさん見させていただきました。そしてあなたの素晴らしい国について多くのことを学びました。 どうもありがとうございます! 本当にありがとう |
Ein schöner Tag, aber wieder richtig viel gelaufen, über 20.000 Schritte zeigte meine Uhr an….
Wir aßen noch eine Kleinigkeit …

Mein neues japanisches Lieblingsessen.

Jeder hatte eine große Portion Ramen, ich hatte noch meine Beilage, jeder hatte ein Getränk. Günstig, reichhaltig und lecker.
Gute Nacht aus Kyoto!!!
Im nächsten Bericht nehme ich euch mit zu einer traditionellen Tee-Zeremonie in Kyoto.
Danke, dass ihr wieder dabei ward!!!

FAQ zu Nara, Osaka Castle und Umeda Sky Building
Kann man Nara und Osaka an einem Tag ab Kyoto besuchen?
Ja – wir haben genau das gemacht. Machbar ist es, aber der Tag war sehr voll und meine Uhr zeigte am Ende mehr als 20.000 Schritte. Wenn ihr Nara in Ruhe erleben möchtet, würde ich der Stadt rückblickend lieber einen eigenen Tag geben. Wenn wenig Zeit bleibt, lässt sich Osaka am Abend trotzdem gut anschließen.
Was sollte man in Nara unbedingt gesehen haben, wenn man wenig Zeit hat?
Wenn ich wenig Zeit hätte, würde ich mich auf den Nara-Park mit den Hirschen und den Tōdai-ji mit dem Großen Buddha konzentrieren. Wenn noch Zeit bleibt, würde ich den Kasuga-Taisha dazunehmen. Genau diese Mischung aus Tieren, Tempel und Schrein hat Nara für uns so abwechslungsreich gemacht.
Wo ist in Nara der große Buddha?
Der Große Buddha von Nara steht in der Daibutsuden, der Great Buddha Hall des Tōdai-ji. Der Tempel liegt am Rand des Nara-Parks. Die bronzene Buddha-Statue ist knapp 15 Meter hoch.
Ist Nara sehr überlaufen?
Rund um den Nara-Park, die Hirsche und den Tōdai-ji ist tagsüber viel los. Bei unserem Besuch war der Andrang am Großen Buddha deutlich zu merken. Nara verteilt sich aber besser als manche Hotspots in Kyoto. Wer es ruhiger möchte, sollte möglichst früh starten.
Lohnt sich Nara mit Teenagern?
Bei meinen drei Teenagern eindeutig ja. Die Hirsche sorgten schon für Abwechslung, dazu kamen der riesige Buddha, Tempelanlagen und zwischendurch genug ganz normale Stadt. Der Tag war allerdings lang. Wenn eure Teenager keine Fans von sehr vollen Sightseeing-Tagen sind, würde ich Nara und Osaka nicht so eng zusammenpacken wie wir.
Sind die Hirsche im Nara-Park gefährlich?
Die Hirsche sind an Menschen gewöhnt, bleiben aber Wildtiere. Besonders wenn Futter im Spiel ist, können sie drängeln, stoßen oder auch einmal schnappen. Wir haben deshalb darauf geachtet, ihre Körpersprache ernst zu nehmen und ihnen Abstand zu geben, wenn sie keine Lust auf Menschen hatten.
Wie teuer ist der Eintritt zum Tōdai-ji?
Für die Great Buddha Hall kostet der Eintritt aktuell 800 Yen für Erwachsene sowie 13- bis 18-Jährige (ca. 4,30 €). Kinder von 6 bis 12 Jahren zahlen 400 Yen (ca. 2,20 €). Stand: 08/2026.
Wie viel Zeit sollte man für Nara einplanen?
Für Nara allein kann man problemlos einen ganzen Tag einplanen. Wenn ihr nur die Hirsche im Nara-Park, den Tōdai-ji und den Kasuga-Taisha sehen möchtet, geht es auch kompakter. Ich würde trotzdem nicht zu knapp planen, weil die Wege, Fotostopps und die Hirsche mehr Zeit kosten, als man vorher denkt.
Wie alt ist das Osaka Castle?
Toyotomi Hideyoshi begann 1583 mit dem Bau der ursprünglichen Burg. Die Anlage wurde später zerstört und mehrfach wieder aufgebaut. Der heutige Hauptturm stammt aus dem Jahr 1931.
Wie teuer ist der Eintritt ins Osaka Castle?
Der Eintritt in den Hauptturm kostet aktuell 1.200 Yen für Erwachsene (ca. 6,50 €). Studierende und High-School-Schüler zahlen 600 Yen (ca. 3,20 €, Nachweis erforderlich). Bis einschließlich Junior-High-School-Alter ist der Eintritt mit Altersnachweis kostenlos. Stand: 08/2026.
Was sieht man im Osaka Castle?
Im heutigen Hauptturm befindet sich ein Museum zur Geschichte der Burg, zu Toyotomi Hideyoshi und zur Sengoku-Zeit. Auf mehreren Etagen gibt es historische Objekte, Modelle und Darstellungen zur Schlacht um Osaka; ganz oben liegt eine Aussichtsplattform. Wir selbst waren an diesem Tag aus Zeitgründen nicht im Inneren.
Ist das Osaka Castle mit Bus oder Bahn gut erreichbar?
Ja. Rund um den Osaka Castle Park liegen mehrere JR- und Metrostationen, unter anderem Osakajokoen, Morinomiya und Tanimachi 4-chome. Auch der Osaka City Bus fährt in die Nähe. Vom Bahnhof beziehungsweise der Haltestelle müsst ihr trotzdem noch durch den großen Park bis zum Hauptturm laufen; je nach Station sind dafür ungefähr 18 bis 20 Minuten realistisch.
Wo finde ich das Umeda Sky Building?
Das Umeda Sky Building liegt im Stadtteil Kita in der Nähe des großen Bahnhofs Osaka und des Umeda-Viertels. Vom Bereich rund um die Osaka Station ist es zu Fuß erreichbar. Die Aussichtsplattform Kuchu Teien Observatory befindet sich ganz oben zwischen den beiden Türmen.
Wie teuer ist das Umeda Sky Building?
Für das Kuchu Teien Observatory zahlen Erwachsene aktuell 2.000 Yen (ca. 10,80 €), Kinder von 4 bis 12 Jahren 500 Yen (ca. 2,70 €). Kinder unter 4 Jahren haben freien Eintritt. Stand: 08/2026.
Muss man Tickets für das Umeda Sky Building vorbuchen?
Nein. Es gibt sowohl Webtickets als auch Tagestickets vor Ort. Gerade wenn ihr wie wir zum Sonnenuntergang beziehungsweise am Abend nach oben möchtet, würde ich bei einem festen Reisetag trotzdem vorher online schauen, damit ihr nicht unnötig Zeit verliert.
Gibt es im Umeda Sky Building Sicherheitskontrollen?
In den aktuellen offiziellen Besucherinformationen wird keine reguläre Sicherheitskontrolle wie an einem Flughafen beschrieben. Der Zugang zur kostenpflichtigen Aussichtsplattform erfolgt über den Ticketbereich. Bei Sonderveranstaltungen oder besonderen Sicherheitslagen können Abläufe natürlich abweichen.
Aussichtspunkte bei Nacht auf unseren Reisen
Ich liebe ja Aussichtspunkte, vor allem auch nachts, wenn man die Millionen Lichter sieht. Das durfte ich schon mehrfach auf Reisen erleben:
Shibuya Sky bei Nacht in Tokyo
Tokyo von oben, direkt über dem Lichtermeer von Shibuya.
Griffith Observatory in Los Angeles
Sonnenuntergang und danach unzählige Lichter über Los Angeles.
Brooklyn Bridge und Manhattan-Skyline
Die beleuchtete Skyline von Manhattan beim Spaziergang über die Brooklyn Bridge.
Buddhas, Tempel und Schreine auf unseren Reisen
Der Große Buddha und die Tempel von Nara waren natürlich nicht die einzigen buddhistischen Orte auf unseren Reisen. Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir auch diese:
Buddha Tooth Relic Temple in Singapur
Ein buddhistischer Tempel mitten in Chinatown – bei uns mit Gebetsgesang.
Kiyomizu-dera und Fushimi Inari in Kyoto
Tempel und Schrein in Kyoto – zwei sehr unterschiedliche religiöse Orte unserer Japanreise.
Weitere UNESCO-Stätten, die wir besucht haben
Mit dem Tōdai-ji und dem Kasuga-Taisha haben wir in Nara gleich zwei Bestandteile der historischen Monumente des alten Nara besucht. UNESCO-Welterbe begegnet uns auf unseren Reisen erstaunlich oft – mal als Tempel oder historischer Ort, mal als gewaltige Naturlandschaft.
Friedenspark und Atomic Bomb Dome in Hiroshima
Der Atomic Bomb Dome gehört zum UNESCO-Welterbe in Hiroshima.
Uluṟu-Kata Tjuṯa National Park
UNESCO-Welterbe mit außergewöhnlicher natürlicher und kultureller Bedeutung.
Hallstatt-Dachstein / Salzkammergut
Die Kulturlandschaft rund um Hallstatt gehört seit 1997 zum UNESCO-Welterbe.
Reiseplanung für Japan
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Weitere hilfreiche Links zur Planung
Noch mehr Japan-Berichte und unsere Route findet ihr in der Übersicht Japan mit Teenagern – Route, Planung und alle Reiseberichte.
Für die Vorbereitung passt außerdem mein Beitrag Japanreise planen: Tipps, Rail Pass und Transfers.
Wenn ihr mit Kindern oder Teenagern fliegt, findet ihr hier meine gesammelten Tipps zum Fliegen mit Kindern.









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