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Outback: Ausflug zum Kata Tjuta inkl. Sunset – und die erste Spinne!

Zuletzt geändert:

Reisezeit: Sommer 2025.
3 Wochen
Sydney – Rotes Zentrum – Ostküste
Meine 3 Teenager und ich

Reiseroute Australien mit Teenagern

Kata Tjuṯa und der Waḻpa Gorge Walk gehörten zu unseren eindrucksvollsten Tagen im Roten Zentrum Australiens.

Ich war allein mit meinen drei Teenagern unterwegs und wir hatten bewusst keinen Mietwagen: Von Yulara fuhren wir mit Uluru Hop On Hop Off nach Kata Tjuṯa, liefen die Waḻpa Gorge und erlebten anschließend den Sonnenuntergang an den Felskuppeln.

Dazwischen blieb dieser Tag ganz unser Reisetagebuch: ein ungewöhnlich ruhiger Morgen im Ayers Rock Resort, Kaffee, Postkarten, Aboriginal Art, ein Didgeridoo-Workshop – und eine große schwarze Spinne, auf die wir sehr gern hätten verzichten können.


Seiteninhalt

Tag 3 in Australien: Auf dem Weg nach Kata Tjuṯa

Der Vorabend am Uluṟu

Der Vorabend fühlte sich an wie ein Moment außerhalb der Zeit. Wir standen am Sunset-Viewing-Area und sahen die letzten Sonnenstrahlen des Tages, welche den Uluru orange leuchten ließen.


Kurz darauf begann die Wintjiri-Wiru-Drohnenshow – eine respektvolle, künstlerische Erzählung der Aṉangu.
Licht, Klang, Geschichte. Kultur, die nicht erklärt, sondern gezeigt wird.

Zum Bericht: Wintjiri-Wiru

Später, zurück am Camp, standen wir unter einem überwältigend klaren Himmel. Die Milchstraße spannte sich wie ein Tor über uns. Und dann – das Kreuz des Südens. Zum zweiten Mal im Leben. Das erste mal haben wir das Kreuz des Südens in Namibia gesehen

Diesmal wussten wir noch bewusster, was für ein Privileg es ist, es sehen zu dürfen.

Uluru am Abend und Nachthimmel im Roten Zentrum Australiens
Uluru am Abend und Nachthimmel im Roten Zentrum Australiens

Ein chilliger Morgen im Outback

Der nächste Morgen begann nicht mit dem Wecker-klingeln, sondern ausnahmsweise mal sehr ruhig. Wir hatten uns keinen Wecker gestellt – unser Programm startete erst am frühen Nachmittag. Gegen 8 Uhr allerdings riss mich das laute Gezwitscher der Vögel aus dem Schlaf. Ich wusste diese Geräusche für einen Moment überhaupt nicht einzuordnen, es war unser erster Morgen im Outback, der Jetlag hing noch etwas nach und nach dem aufwachen musste ich erst einmal realisieren, wo wir waren. Wir sind zwar angekommen, aber irgendwie auch noch nicht angekommen.

So klingt der Morgen im Outback

Leider wird das Video in manchen Browsern nicht angezeigt. Ich schneide aber am Wochenende noch eines zusammen und poste es bei Instagram und hier im nächsten Bericht via YouTube, dann seht ihr auch die Bilder zum Ton.
Apropos Ton: Auch die Kinder schienen durch die Vögel wach geworden zu sein.
Aus dem Nebenzimmer hörte ich: „Sagt mal – haben wir verschlafen?“ – „Warum sind wir noch nicht aufgestanden?“ – „Schläft Mama auch noch?“
Dann deutlich lauter: „MAMA? Wieso schlafen wir noch?!“ – „Weil unser Programm heute erst nachmittags beginnt. Wir chillen heute etwas.“ Geflüster. Ungläubig. Irritiert. Und dann: „Chillen? Auf ernst?!“ „Das crazy!“
Für alle, die mich und meine Art des Reisens noch nicht kennen:

Mehr zu unserer Art zu reisen findet ihr hier: Reisen mit Teenagern.


Bei Fernreisen plane ich immer recht viel Programm, meist mit einem festen Ziel pro Tag. Das mache ich gemeinsam mit meinen drei Kindern – wir entscheiden zusammen, was wir sehen und erleben wollen. Oft bedeutet dass, dass unser Wecker um 6.30 klingelt. Auf dieser Reise sogar ein paar mal bereits um 5 Uhr.

Camping-Sanitärraum – ein effektiverer Wachmacher als Kaffee

Während die Kinder ihre Sachen zusammensuchten, machte ich mir in aller Ruhe einen Kaffee.
In allen Unterkünften, die wir in Australien hatten, auch in dieser Camping-Cabin, hatten wir Wasserkocher, Instant-Kaffeepulver, Tee, Zucker und im Kühlschrank ein kleines Päckchen Milch. Für mich als Kaffee-Junkie genial!

Dann zogen wir uns an, nahmen die Kulturbeutel – und gingen in den begehbaren Sanitärraum-Kühlschrank. So fühlte es sich jedenfalls an.
Bei 4 Grad zu duschen machte mich wacher als der Kaffee.

Wir packten den Tagesrucksack und machten uns auf den Weg ins Zentrum des Ayers Rock Resorts. Einmal quer durchs Resort, durch roten Sand, zuerst zu einem kleineren Aussichtspunkt, dann hinauf zum Imalung Lookout – ein kleiner Aussichtshügel mit freiem Blick auf den Uluru.
An einem der Aussichtshügel gibt es übrigens einen Geocache.

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Weitere Informationen

Imalung Lookout im Ayers Rock Resort

Vögel am Morgen im Ayers Rock Resort
Vögel am Morgen im Ayers Rock Resort

Unsere niedlichen, aber lauten Wecker

Akazienblüte im Roten Zentrum Australiens

Das sind Blüten einer Akazie (Wattle). Akazien sind für die Vegetation Australiens typisch und viele Arten kommen auch im trockenen Zentrum vor. Australiens offizielles nationales Blumensymbol ist der Golden Wattle (Acacia pycnantha).

Imalung Lookout im Ayers Rock Resort

Weg zu einem kleineren Aussichtspunkt

Imalung Lookout im Ayers Rock Resort
Akazienblüte im Roten Zentrum Australiens
Imalung Lookout im Ayers Rock Resort
Imalung Lookout im Ayers Rock Resort

Imalung-Lookout

Spoiler: Hier gibt es ein Video vom Geocache am Uluru im Ayers Rock Resort

Für den gefundenen Geocache gab es ein ‚Souvenir‘ 

Geocaching Souvenir vom Uluru im Ayers Rock Resort

Kulata Academy Café im Ayers Rock Resort

Kulata Academy Café im Ayers Rock Resort

Das Kulata Academy Café ist Teil der National Indigenous Training Academy (NITA). Im Café sammeln Auszubildende praktische Erfahrung im Gastgewerbe und Tourismus.
Hier kann man gut und einfach frühstücken.
Man bestellt an der Theke, wird aufgerufen, wenn es fertig ist und kann sich dann im Innenbereich oder draußen an die Tische setzten. 

Kleine Umrechnungshilfe, Stand Oktober 2025 (tagesaktueller Durchschnittskurs, gerundet):
1 AUD ≈ 0,56 €
5 AUD ≈ 2,80 €
10 AUD ≈ 5,60 €

Kulata Academy Café im Ayers Rock Resort
Kulata Academy Café im Ayers Rock Resort

Ich bestellte mir noch einen Kaffee.

Die Kinder wollten zum Post-Shop, um Postkarten zu kaufen. Das Ayers Rock Resort-Zentrum hat alles nah beieinander. Souvenirshops, ein kleiner Supermarkt, das Post-Office, Cafés und Restaurants. Und so konnten die Kinder alleine losziehen – und ich ganz in Ruhe meinen Kaffee genießen und das bunte Treiben auf dem Vorplatz beobachten.
Me-Time.
Allzulange währte sie nicht, denn relativ schnell kamen die Kinder zurück – mit Postkarten und einem Kugelschreiber. Sie setzten sich wieder zu mir und begannen zu schreiben. Auf einer der Karten stand: „Ich habe übrigens immer noch keine Spinne gesehen.“
Oha, jetzt hat meine Tochter es herbeibeschworen … Murphy’s Karma hört mit.

Nach dem Frühstück bummelten wir gemeinsam weiter durch den Ortskern, holten am ATM unser erstes australisches Geld und entdeckten einen kleinen Supermarkt  – und probierten australische Süßigkeiten – manche lecker, manche eindeutig nur für Menschen mit robustem Geschmackssinn gemacht. Und zu unserer Überraschung entdeckten wir viele uns sehr vertraute Marken. 

Australische Süßigkeiten und Geld im Supermarkt von Yulara
Australische Süßigkeiten und Geld im Supermarkt von Yulara
Australische Süßigkeiten und Geld im Supermarkt von Yulara
Australische Süßigkeiten und Geld im Supermarkt von Yulara
Australische Süßigkeiten und Geld im Supermarkt von Yulara

Das meiste davon schmeckte sehr gut. Meine Favoriten (und für 3 Wochen meine Begleiter): Die Pods! 

Australische Süßigkeiten und Geld im Supermarkt von Yulara

Das australische Geld hat ein durchsichtigen Sichtstreifen. 

Dann wollten die Kinder noch in einen Klamottenladen.
Ich blieb auf einer Bank sitzen, bestellte mir noch einen Kaffee und checkte auf dem Handy noch einmal unsere gebuchte Fahrt für den Nachmittag – mit Uluru Hop On Hop Off sollte es heute nach Kata Tjuta gehen.


Weil ich trotz dicker Socken schon jetzt kalte Füße hatte, schrieb ich meiner Ältesten: „Wenn ihr schon im Shop seid – bring mir bitte Socken mit.“

Wenig später kam sie zurück, hielt mir fast diabolisch-grinsend das Paar Socken hin:

Socken mit Spinnen – groß, schwarz, über den ganzen Schaft gestickt.
„… dein Ernst?!“ fragte ich meine Tochter mit sehr ernstem Unterton.
Die Zwillinge lachten.
„Quatsch, die sind für meine Freundin.

DAS hier sind deine.“ – und holte ein Paar mit Koalas hervor.

Kinder können so bezaubernd sein …

Mittagessen im Geckos Café im Ayers Rock Resort

Didgeridoo-Workshop im Ayers Rock Resort

Spontan entschieden wir uns, den Didgeridoo-Workshop vor der GOCA zu besuchen. Dies wird den Gästen des Ayers Rock Resort kostenlos angeboten.

Das Didgeridoo hat lange Traditionen in verschiedenen Aboriginal-Kulturen Australiens, besonders im Norden des Kontinents. Im Ayers Rock Resort gehört der Didgeridoo-Workshop zu den kostenlosen Gäste-Aktivitäten. Unser Workshopleiter erklärte uns den Klang und die Zirkularatmung – Luft aus den Backen ausstoßen und gleichzeitig durch die Nase einatmen, damit der Ton möglichst ohne Unterbrechung weiterläuft.

Obwohl unser Workshopleiter genau erklärte, wie das funktioniert, hat es keiner von uns hinbekommen.

Didgeridoo Workshop im Ayers Rock Resort
Didgeridoo-Workshop im Ayers Rock Resort

Didgeridoo-Klang mit uns Zuschauern als Clapsticks-Begleitung

Auch hier reiche ich die Bilder zum Ton im Zusammenschnitt-Video nach. 

Gallery of Central Australia (GoCA)

Direkt im Resort liegt GoCA – die Gallery of Central Australia.

Aboriginal und Torres Strait Islander Art ist eng mit Identität, Kultur, Spiritualität und Beziehungen zu Country verbunden. GoCA zeigt Kunst aus dem Central Australian Desert und arbeitet mit zahlreichen Art Centres der Region zusammen.

In Central Australia können Kunstwerke Beziehungen zu Country, Tjukurpa, Familie, Identität und Verantwortung ausdrücken. Bedeutungen lassen sich dabei nicht pauschal aus Punkten, Linien oder Mustern „ablesen“ – sie gehören zum jeweiligen Werk, zur Künstlerin oder zum Künstler und zum kulturellen Zusammenhang.

Der Besuch der Galerie war für mich eines der absoluten Highlights im Roten Zentrum – und das ganz bewusst. Ich hatte mich schon Wochen vorher darauf gefreut. Ich folge sogar zwei Aboriginal-Art-Künstlern auf Instagram, weil mich diese Kunst so fasziniert. Die Bilder strahlen etwas aus, das ich nicht greifen oder erklären kann – aber ich spüre es.

Bei unserem Besuch war das Fotografieren in der Galerie nicht erlaubt.

In unserem Wohnzimmer haben wir eine noch komplett leere weiße Wand, und ich versuche aktuell, meinen Mann zu überreden, dass dort ein großes Dot-Painting einziehen darf.
Drückt mir die Daumen, dass ich Erfolg habe.

Gallery of Central Australia im Ayers Rock Resort

Guckt mal, was ich im Galerie-Shop entdeckt habe. In Deutschland gibt es meinen Namen nie auf den Cola-Flaschen, in Australien zumindest eine ähnliche Version. 

Souvenir im Shop der Gallery of Central Australia

Palya ist ein Wort aus Pitjantjatjara und Yankunytjatjara. Es wird unter anderem für „Hallo“, „Auf Wiedersehen“ und „Danke“ verwendet. Im Uluṟu-Kata Tjuṯa National Park begegnet man diesem Wort immer wieder.

Mehr Infos und Fotos: https://www.ayersrockresort.com.au/experiences/goca-art-gallery

Mittagessen im Geckos Café

Wir hatten ein frühes Mittagessen im Geckos, ganz in Ruhe und ohne Zeitdruck. Danach wartete bereits die Nachmittagstour nach Kata Tjuta auf uns.

Stand Oktober 2025 (tagesaktueller Durchschnittskurs, gerundet):

1 AUD ≈ 0,56 €

5 AUD ≈ 2,80 €

10 AUD ≈ 5,60 €

15 AUD ≈ 8,40 €

20 AUD ≈ 11,20 €

Mittagessen im Geckos Café im Ayers Rock Resort
Mittagessen im Geckos Café im Ayers Rock Resort

Eine Pizza Margaritha kostete ca 15,50 Euro. Für meine Kinderportion Spaghetti zahlte ich um 10 Euro. Warum nur eine Kinderportion? Scrollt mal etwas zurück, dann wisst ihr es.

Das Essen war sehr lecker, kann ich euch empfehlen. 

Kata Tjuṯa ohne Mietwagen: Anreise mit dem Bus – und die Spinne

Hop-on-Hop-off-Bus zur Tour nach Kata Tjuta

Wir stiegen in den Hop-on-Hop-off-Bus. Es ist nicht wie der klassische HoHo-Bus, sondern es bieten sich bei Buchung der Tickets die Möglichkeiten für diverse Touren. Wir haben die Kata Tjuta und die Uluru-Tour inkl. Sunset mitgemacht. 

Die Abfahrtzeiten standen auf einem Infozettel am Campground.
Es gibt überall im Resort die Möglichkeiten, zuzusteigen.

Kata Tjuṯa ohne Mietwagen – aktuell wichtig:

Parks Australia nennt den Hop-on-Hop-off-Bus ausdrücklich als Möglichkeit, Uluṟu und Kata Tjuṯa ohne eigenes Fahrzeug zu besuchen; Taxis oder andere öffentliche Verkehrsmittel gibt es im Nationalpark nicht. Uluru Hop On Hop Off bietet aktuell einen saisonalen „Kata Tjuta Sunset Return“ ab Yulara an – mit Hotelabholung, Waḻpa Gorge Walk und Sonnenuntergang am Kata Tjuṯa Viewing Area. Fahrpläne und Preise können sich ändern, deshalb vor der Reise unbedingt den aktuellen Fahrplan prüfen.

Aktuelle Transfers und Fahrpläne bei Uluru Hop On Hop Off

Die Fahrt startete pünktlich und bevor wir zu Kata Tjuta fuhren, hielten wir an einem Aussichtspunkt.

Aussicht auf Uluru und Kata Tjuta im Roten Zentrum
Aussicht auf Uluru und Kata Tjuta im Roten Zentrum

Oben angekommen konnte ich kaum begreifen, was ich sah.
Der Uluru erhob sich vor mir in der weiten Landschaft und Kata Tjuta war links von mir, durch die Sonne mehr als Silhouette. Beides so nah, ich mittendrin.
Mein Blick ging immer wieder zum Uluru. Er war das Symbol meiner Australien-Sehnsucht geworden. 25 Jahre lang geträumt, gespart, gehofft.
Ich atmete tief ein. Ich stand wirklich dort. Es war real.

Aussicht auf Uluru und Kata Tjuta im Roten Zentrum
Aussicht auf Uluru und Kata Tjuta im Roten Zentrum
Aussicht auf Uluru und Kata Tjuta im Roten Zentrum
Aussicht auf Uluru und Kata Tjuta im Roten Zentrum
Aussicht auf Uluru und Kata Tjuta im Roten Zentrum
Aussicht auf Uluru und Kata Tjuta im Roten Zentrum


Bei dieser Tour bekamen wir zu jedem Stopp genaue Zeitangaben – und sie waren angenehm großzügig bemessen. Selbst für mich als Fototante, die alles mindestens fünfmal aus jedem Winkel fotografieren muss, war es völlig entspannt. Ich konnte jedes Mal ohne jeglichen Stress zum Bus zurückgehen.

Wisst ihr noch, was meine Tochter auf ihre Postkarte schrieb?
Den Teil mit der Spinne?!  … Sie hat es herbeigeschworen…..

Wir waren pünktlich im Bus, setzten uns auf unsere Plätze ganz vorne. Meine Tochter zog ihre Sweatjacke aus und legte sie auf ihren Schoß. Sekunden später vernahm ich ein panisches einatmen. Kein Schrei. Ein einatmen und dann Luft anhalten. Es kam von nebenan. Von meiner Jüngsten. Ich wusste sofort, dass irgendwas ist und als ich sie ansah, erblickte ich es auch und atmete genauso tief ein.

Eine große, schwarze Spinne krabbelte plötzlich über die Jacke meiner Tochter. Sie bekam sofort Panik – und ich merkte gleichzeitig, dass ich komplett einfriere, sobald so ein Tier in meiner Nähe ist. Keine Reaktion möglich.
Zum Glück reagierte der Busfahrer, wir saßen zum Glück ganz vorne im Bus, genau richtig: ruhig und blitzschnell. Er nahm die Jacke, schüttelte sie draußen aus und sagte trocken: „No worries. Just checking the tourists.“ Danach meinte er noch, sie war zwar sehr groß, aber ungiftig. Und seit einem Jahr sei keine Spinne mehr im Bus gewesen.

Meine Tochter brauchte etwas Zeit, um sich zu beruhigen – und ich stellte fest: Bei Spinnen bin ich im Ernstfall anscheinend absolut nicht handlungsfähig.
Eine unglaublich nützliche und lebenswichtige Eigenschaft für Australien. Nicht.

Die Fahrt ging weiter Richtung Kata Tjuta 

Fahrt Richtung Kata Tjuta im australischen Outback

 

Kata Tjuta Walpa Gorge Walk – Wanderung im Outback

Kata Tjuṯa: 36 Kuppeln und eine völlig andere Geologie als Uluṟu

Kata Tjuṯa ist ein Pitjantjatjara-Begriff und bedeutet „viele Köpfe“. Die Felsgruppe besteht aus 36 Kuppeln und erstreckt sich über mehr als 20 Quadratkilometer. Uluṟu und Kata Tjuṯa begannen sich vor rund 550 Millionen Jahren zu bilden, bestehen aber aus unterschiedlichen Gesteinen.

Uluṟu besteht überwiegend aus Arkose, einem feldspatreichen Sandstein. Kata Tjuṯa besteht aus Konglomerat: Kiesel und größere Gesteinsbrocken – darunter vor allem Granit und Basalt – sind durch Sand und Schlamm miteinander verbunden. Genau deshalb sehen beide Formationen trotz ihrer räumlichen Nähe so unterschiedlich aus.

Falls ihr irgendwann bei Günther Jauch sitzt und die Antwort wisst, weil ihr es hier gelesen habt – denkt kurz an mich. Die Kontonummer schicke ich euch dann selbstverständlich umgehend zu ;-) .

Kata Tjuta Felskuppeln im Uluru Kata Tjuta Nationalpark

Kata Tjuta. Ohne Worte. 

Waḻpa Gorge Walk: 2,6 km zwischen den Felskuppeln

Waḻpa Gorge Walk – offizielle Angaben
  • 2,6 km hin und zurück
  • etwa 1 Stunde
  • Grade 3
  • felsiger Weg, nicht rollstuhlgerecht
  • Wasser vorhanden, keine Toiletten direkt am Walk

Bitte auf dem markierten Weg bleiben und nicht auf Felsen oder in Rinnen klettern.

Respekt vor Aṉangu-Kultur

Kata Tjuṯa ist für Aṉangu ein heiliger Ort mit besonderer Bedeutung für Männer. Besucherinnen und Besucher sind auf den ausgewiesenen Wegen willkommen. Parks Australia bittet darum, ruhig zu gehen, auf dem Weg zu bleiben und Wasserstellen nicht zu betreten.

Wir stiegen am Parkplatz der Walpa Gorge aus. Unser Guide gab uns eine Stunde Zeit. Im Nachhinein stellte ich fest, dass das gut abgestimmt war und wir ohne Zeitdruck den Walk machen konnten. 
Der Weg führte zwischen den gewaltigen Felskuppeln von Kata Tjuta in die Schlucht hinein. Steile rote Wände links und rechts, wie ein natürlicher Korridor. In der Mitte war ein schmaler Wasserlauf, aktuell kaum mehr als ein Rinnsal, aber erkennbar geformt von früheren Regenfällen. An einigen Stellen wurde aus dem Rinnsal ein kleiner See. Dazwischen überraschend viel Grün – Pflanzen, die sich hier im geschützten Mikroklima halten.

Waḻpa Gorge Walk bei Kata Tjuṯa im Uluṟu-Kata Tjuṯa National Park
Walpa Gorge Walk zwischen den roten Felskuppeln von Kata Tjuta
Walpa Gorge Walk zwischen den roten Felskuppeln von Kata Tjuta

Die kleinen farbigen Punkte sind Menschen – daran lassen sich die Dimensionen etwas erahnen

Waḻpa Gorge: Wendepunkt mit Aussicht

Walpa Gorge Walk zwischen den roten Felskuppeln von Kata Tjuta

Am Ende des Trails erreichten wir eine kleine Aussichtsplattform – ein Deck mit Sitzbänken und Informationstafeln. Sie markiert den offiziellen Wendepunkt des Pfads und schützt damit die empfindliche Schluchtzone, die für die Aṉangu kulturell bedeutsam ist. Auf den Tafeln wird unter anderem über die Pflanzen, die Tiere und die Bedeutung der Wasserführung informiert

Walpa Gorge Walk zwischen den roten Felskuppeln von Kata Tjuta

Rückweg durch die Waḻpa Gorge

Walpa Gorge Walk zwischen den roten Felskuppeln von Kata Tjuta

Auf dem Rückweg wurde der Wind deutlich stärker. „Waḻpa“ bedeutet „Wind“. Und genau das war hier präsent, denn der Wind war vor allem zum Ende hin schon sehr stark.
Und wir nahmen den Ausblick jetzt richtig wahr. Auf dem Hinweg hatten wir die Aussicht im Rücken und der Blick war nach vorne gerichtet. Aber jetzt lagen die Felskuppeln hinter uns und vor uns die weite Ebene des Red Centre. 

Eine dieser Weiten, die man nicht begreifen kann, wenn man sie nur auf Fotos sieht.

Ankunft am Kata Tjuta Sunset Point

Zurück am Bus. Nächster Halt: Kata Tjuta Sunset Point.

Sonnenuntergang bei Kata Tjuṯa

Sonnenuntergang an den Kata Tjuta im australischen Outback

Kinder, guckt mal, der Sonnenuntergang.
Die Kinder:

Sonnenuntergang an den Kata Tjuta im australischen Outback

Aber kurze Zeit später saßen wir dann alle auf der Bank und genossen die Farben und die Natur um uns herum 

Sonnenuntergang an den Kata Tjuta im australischen Outback
Sonnenuntergang an den Kata Tjuta im australischen Outback
Sonnenuntergang an den Kata Tjuta im australischen Outback
Sonnenuntergang an den Kata Tjuta im australischen Outback
Sonnenuntergang an den Kata Tjuta im australischen Outback

Von dort hatten wir freien Blick auf die Kuppeln. Die Sonne senkte sich langsam. Erst leuchtend orange, später dunkelrot. Unbeschreiblich, dieses Schauspiel der Natur. 


Nachdem die Sonne weg war, gingen wir zurück zum Bus, welcher uns wieder zurück in Ayers Rock Resort brachte.
Auf dem Rückweg zum Campground lief plötzlich ein Dingo am Straßenrand entlang und verschwand kurz darauf im Dunkel der Nacht.

Der 2. Abend am Campground

Zurück im Camp wartete erneut dieser Nachthimmel. Die Milchstraße deutlich sichtbar, das Kreuz des Südens klar über uns.
Und ich bin noch immer so unendlich dankbar, dass ich dies schon zweimal erleben durfte: In Namibia und im Herzen von Australien. 

Weniger eindrucksvoll war der Sanitärraum – eiskalt wie ein Kühlschrank. Zähneputzen mit klammen Fingern, Abendpflege aufs nötigste reduziert, eincremen und Co machten wir dann in der Cabin. Einen Spiegel hatten wir dort auch.


Zurück in unserer kleinen Camping Cabin gab es erst einmal heiße Suppe. Endlich Wärme.


Und dann gingen wir mit den Hühnern ins Bett. Es war nicht spät, aber schon stockdunkel und wir nach einem aufregenden Tag mit vielen Eindrücken auch müde.


Eingewickelt in die Decke fühlte sich alles sofort so wohlig an.
Bevor ich das Licht ausschaltete, stellte ich den Wecker: 5 Uhr.

Der nächste Morgen würde früh beginnen – mit einem weiteren Highlight.
Dazu aber mehr im nächsten Bericht.

Es freut mich, dass ihr wieder dabei ward.

Ich wünsche euch allen einen guten Start ins Wochenende.

🇩🇪 Deutsch
Ich erkenne die Aṉangu als die traditionellen Hüter von Uluṟu-Kata Tjuṯa an und zolle ihren Ältesten – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – meinen tiefen Respekt.🇬🇧 English
I acknowledge the Aṉangu as the Traditional Owners of Uluṟu-Kata Tjuṯa and pay my respects to their Elders past, present and emerging.

Uluṟu-Kata Tjuṯa National Park: Parkpass und Öffnungszeiten

Für den Besuch des Uluṟu-Kata Tjuṯa Nationalparks ist ein gültiger Parkpass erforderlich. Parks Australia empfiehlt den Kauf vorab online; alternativ ist der Kauf an der Entry Station möglich.

Preise (Stand August 2026)

  • 3-Tages-Pass: 38 AUD pro Erwachsener (ab 18)
  • Jahrespass: 50 AUD pro Erwachsener
  • Kinder/Jugendliche bis 17 Jahre: kostenlos
Hier könnt ihr den Nationalpark-Pass online kaufen

Parks Australia – Uluṟu-Kata Tjuṯa Park Pass

Öffnungszeiten der Park-Gates

Der Park ist täglich geöffnet, schließt nachts.
Monatliche Gate-Zeiten:

MonatÖffnungSchließung
Januar05:0021:00
Februar05:0021:00
März05:3020:30
April05:3020:00
Mai06:0019:30
Juni06:3019:30
Juli06:3019:30
August06:0019:30
September05:3019:30
Oktober05:0020:00
November05:0020:30
Dezember05:0021:00

Aktuelle Gate-Zeiten:

Offizielle Monatsübersicht

Uluṟu und Kata Tjuṯa liegen im selben Nationalpark

Der Uluṟu-Kata Tjuṯa National Park steht wegen seiner natürlichen und kulturellen Werte auf der UNESCO-Welterbeliste. Das Land gehört Aṉangu und wird gemeinsam mit Parks Australia verwaltet.

Uluru (Monolith) und Kata Tjuta (36 Kuppeln) liegen im selben Nationalpark. Walpa Gorge und Valley of the Winds befinden sich in Kata Tjuta. Zufahrt Walpa Gorge nur während der offiziellen Öffnungszeiten.

Praktischer Hinweis
  • Pass vorab online kaufen und als QR-Code aufs Handy laden; Scannen am Entry-Gate geht schneller.
  • Mobilfunk im Park ist stellenweise lückenhaft (besonders bei Kata Tjuta). In Yulara gibt es gutes Netz und WLAN. Karten/Infos offline speichern.
  • Offizielle App vor der Anfahrt herunterladen, damit Inhalte offline verfügbar sind:
    UKTNP App.

Fotografieren bei Kata Tjuṯa: kulturelle Regeln beachten

Uluṟu-Kata Tjuṯa ist für Aṉangu eine lebendige Kulturlandschaft mit großer spiritueller Bedeutung. Im Nationalpark gibt es deshalb Bereiche und Felsdetails, die aus Respekt vor kulturellen Vorgaben nicht fotografiert oder veröffentlicht werden sollen. Die sensiblen Bereiche sind vor Ort ausgeschildert.

Für die Waḻpa Gorge gilt eine ganz konkrete Regel: Beim Fotografieren oder Filmen sollen immer beide Seiten der Schlucht gemeinsam im Bild bleiben. Am Kata Tjuṯa Sunset Viewing Area bittet Aṉangu darum, mindestens drei Kuppeln gemeinsam im Bild zu zeigen.

Als Reisebloggerin habe ich vor unserer Reise ein offizielles Media Permit beantragt. Parks Australia verlangt dieses Permit für Fotos oder Videos, die öffentlich oder kommerziell genutzt werden – ausdrücklich auch für Blogger, Influencer, Artists und Content Creator.

Ich gebe zu: Ganz am Anfang habe ich die Tragweite dieser Regeln nicht vollständig verstanden. Erst nach einigen Tagen vor Ort – nach Gesprächen, Erklärungen und vielen kleinen Momenten – wurde mir bewusst, wie tief diese Verbindung zum Land reicht.

Vor jeder Tour wurde behutsam erklärt, welche Bereiche nicht aufgenommen oder online gezeigt werden dürfen. Nicht als Kontrolle, sondern als Schutz dessen, was nicht uns gehört.

Drohnen und andere ferngesteuerte Geräte sind im gesamten Uluṟu-Kata Tjuṯa National Park verboten.

Offizielle Hinweise zum Fotografieren und Filmen


Palya – bis bald!


FAQ: Kata Tjuta, Waḻpa Gorge Walk und Sunset

Wie lang ist der Waḻpa Gorge Walk bei Kata Tjuṯa?

Der Waḻpa Gorge Walk ist 2,6 Kilometer lang und führt als Hin-und-zurück-Weg in die Schlucht. Parks Australia gibt dafür ungefähr eine Stunde an. Genau diese Zeit hatten wir bei unserem Ausflug zur Verfügung und kamen damit ohne Zeitdruck zurecht.

Ist der Waḻpa Gorge Walk schwierig?

Der Waḻpa Gorge Walk ist offiziell als Grade 3 eingestuft. Der Weg ist felsig und steigt innerhalb der Schlucht leicht an. Er ist nicht rollstuhlgerecht. Bei uns ließ sich der Walk mit meinen drei Teenagern gut in den Nachmittag integrieren.

Kann man Kata Tjuṯa ohne Mietwagen besuchen?

Ja, Kata Tjuṯa kann man auch ohne Mietwagen besuchen. Parks Australia nennt Bus-Touren und den Uluṟu Hop On Hop Off ausdrücklich als Möglichkeiten ohne eigenes Fahrzeug. Taxis oder regulären öffentlichen Nahverkehr gibt es im Nationalpark nicht. Wir selbst waren ohne Mietwagen unterwegs und nutzten Uluru Hop On Hop Off für unseren Ausflug zur Waḻpa Gorge und zum Sunset.

Wie weit ist Kata Tjuṯa von Yulara entfernt?

Von Yulara beziehungsweise dem Ayers Rock Resort benötigt man ungefähr 40 bis 45 Minuten nach Kata Tjuṯa. Parks Australia nennt für die Fahrt zum Kata Tjuṯa Sunset Viewing Area etwa 40 Minuten und für Kata Tjuṯa allgemein ungefähr 45 Minuten.

Wo kann man den Sonnenuntergang bei Kata Tjuṯa sehen?

Für den Sonnenuntergang gibt es im Nationalpark einen eigenen Kata Tjuṯa Sunset Viewing Area. Von dort blickt man direkt auf die Felskuppeln, die sich mit dem sinkenden Licht von Orange bis Dunkelrot verfärben können. Der Aussichtspunkt liegt etwa 40 Minuten Fahrzeit von Yulara entfernt und verfügt über Wasser und Toiletten. Genau dort haben wir unseren Sonnenuntergang erlebt.

Darf man die Waḻpa Gorge fotografieren?

Ja, aber in der Waḻpa Gorge gelten besondere kulturelle Vorgaben. Aṉangu bitten darum, beim Fotografieren oder Filmen immer beide Seiten der Schlucht gemeinsam im Bild zu behalten. Für öffentliche oder kommerzielle Veröffentlichungen – auch auf Blogs und Social Media – ist ein Media Permit erforderlich.

Darf man am Kata Tjuṯa Sunset Point fotografieren?

Ja, am Kata Tjuṯa Sunset Viewing Area darf fotografiert werden, allerdings mit einer wichtigen Vorgabe. Aṉangu bitten darum, mindestens drei Kuppeln gemeinsam im Bild zu zeigen, damit kulturell sensible Details nicht isoliert dargestellt werden.

Sind Drohnen im Uluṟu-Kata Tjuṯa National Park erlaubt?

Nein, Drohnen und andere ferngesteuerte Geräte sind im gesamten Nationalpark verboten. Parks Australia weist ausdrücklich darauf hin, dass für nicht genehmigte Nutzung Strafen gelten können.

Braucht man für Kata Tjuṯa einen Nationalpark-Pass?

Ja, für Kata Tjuṯa benötigt man einen gültigen Pass für den Uluṟu-Kata Tjuṯa National Park. Stand August 2026 kostet der 3-Tages-Pass 38 AUD pro Erwachsenem ab 18 Jahren, der Jahrespass 50 AUD. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.

Ist Kata Tjuṯa mit Teenagern gut machbar?

Für uns war der Ausflug mit drei Teenagern gut machbar. Wir hatten morgens bewusst wenig Programm, liefen am Nachmittag die Waḻpa Gorge und fuhren danach zum Sonnenuntergang. Gerade dieser Mix aus freier Zeit, kurzer Wanderung und einem besonderen Landschaftserlebnis passte für uns an diesem Tag sehr gut.

Was ist der Unterschied zwischen Uluṟu und Kata Tjuṯa?

Uluṟu ist eine einzelne große Felsformation, Kata Tjuṯa besteht aus 36 Felskuppeln. Auch geologisch unterscheiden sie sich: Uluṟu besteht überwiegend aus Arkose, Kata Tjuṯa aus Konglomerat mit Kieseln und größeren Gesteinsbrocken.

UNESCO-Welterbe auf unseren Reisen

Der Uluṟu-Kata Tjuṯa National Park gehört wegen seiner außergewöhnlichen natürlichen und kulturellen Werte zum UNESCO-Welterbe. Auch auf anderen Reisen haben wir ganz unterschiedliche UNESCO-Stätten besucht:

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Ein Kommentar zu „Outback: Ausflug zum Kata Tjuta inkl. Sunset – und die erste Spinne!“

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