Twyfelfontein gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen im Damaraland in Namibia. In diesem Reisebericht nehme ich euch mit zu den Felsgravuren von Twyfelfontein, zum Petrified Forest und zu den Welwitschia-Pflanzen – mit meinen persönlichen Eindrücken, vielen Fotos und praktischen Hinweisen für euch, vor allem, wenn ihr Namibia mit Kindern oder Teenagern bereisen möchtet
Seiteninhalt
- Ausflugstipp in Namibia: Die Felsgravuren von Twyfelfontein und die versteinerten Bäume
- Die Fahrt durch das Damaraland war für mich schon das erste Highlight des Tages
- Informationen zu den Felsgravuren von Twyfelfontein
- Unser Besuch der Felsgravuren von Twyfelfontein
- Die Kids: „Hey, guckt mal, da ist was von Minecraft!“
- Die „Löwenplatte“, eine der bekanntesten Gravuren-Platten
- Unser Fazit zu den Felsgravuren von Twyfelfontein
- Der versteinerte Wald (Petrified Forest) und die Welwitschia-Pflanzen
- Die Welwitschia-Pflanze – ein lebendes Fossil
- Diese Bäume wuchsen noch vor der Zeit der Dinos!
- FAQ: Twyfelfontein und Petrified Forest in Namibia
- Lohnt sich Twyfelfontein in Namibia?
- Wie lange dauert der Besuch von Twyfelfontein?
- Wie anstrengend ist die Tour durch Twyfelfontein?
- Kann man Twyfelfontein mit Kindern oder Teenagern besuchen?
- Muss man Twyfelfontein mit einem Guide besichtigen?
- Wann ist die beste Tageszeit für Twyfelfontein?
- Was kostet der Eintritt in Twyfelfontein?
- Welche Öffnungszeiten hat Twyfelfontein?
- Kann man Twyfelfontein und den Petrified Forest an einem Tag besuchen?
- Wie weit ist der Petrified Forest von Twyfelfontein entfernt?
- Muss man den Petrified Forest mit einem Guide besuchen?
- Lohnt sich der Petrified Forest in Namibia?
- Was sollte man für Twyfelfontein und den Petrified Forest mitnehmen?
- Weitere Ziele im Damaraland und auf unserer Namibia-Route
- Felsgravuren, Felsmalereien und indigene Kultur auf unseren Reisen
- Unterkünfte und Flüge für Namibia
- Erlebnisse und Touren in Namibia
Ausflugstipp in Namibia: Die Felsgravuren von Twyfelfontein und die versteinerten Bäume
Heute gibt es einen Ausflugstipp: Die Felsgravuren von Twyfelfontein und die versteinerten Bäume
Wir starten unseren Tag in der iGowati Lodge in Khorixas
Das Frühstück ist ausbaufähig. Oder sagen wir mal so: Es war nicht einmal angerichtet. Wurde irgendwie vergessen. Das, was dann in hektischer Eile angerichtet wurde, war ok.
Man wurde satt und es gab auch frisches Obst. Leider keinen Kakao für die Kids.
Relativ zeitig brachen wir auf zu unserem 1. Tagesziel heute: Die Felsgravuren von Twyfelfontein
Warum so früh?
Man muss einiges kraxeln dort und je wärmer es wird, desto unangenehmer wird es.
Im Juli ist zwar Winter in Namibia, aber trotzdem können am Tag um 25 Grad erreicht werden (und nachts friert es bzw gehen die Temperaturen Richtung Null)

Achtung, Elefanten kreuzen die Straße!
Leider haben wir sie nicht gesehen. 
Staubige Straßen durch malerische Landschaften

Die Fahrt durch das Damaraland war für mich schon das erste Highlight des Tages
Angekommen! 
Wir waren durch die Fahrt wieder ordentlich zugestaubt. 
Informationen zu den Felsgravuren von Twyfelfontein
Twyfelfontein ist Afrikaans und bedeutet übersetzt ‚zweifelhafte Quelle‘. 1947 siedelten die ersten weißen Farmer in dem Gebiet an, jedoch war deren Wasserquelle nicht sehr zuverlässig. Immer wieder versiegte sie.
Die Farmen wurden um 1964 wieder aufgegeben.
Den Namen behielt das Gebiet aber.
Ein guter Ausgangspunkt für den Besuch der Felsgravuren (und auch vom Damara Living Museum, dazu aber in einem späteren Bericht) ist das kleine Städtchen Khorixas.
Preise und Eintritt Felsgravuren von Twyfelfontein
Besuchen kann man die Felsmalereien und Felsgravuren nur mit einem Guide.
Nach einem kurzen Spaziergang vom Parkplatz zum Eingangshäuschen bezahlten wir bei unserem Besuch im Juli 2022 umgerechnet ca. 5–6 Euro Eintritt pro Person und wurden dann einem Guide zugewiesen, welcher durch das Gelände führte und viel dazu erklärte und erzählte. Da sich Eintrittspreise ändern können, solltet ihr den aktuellen Preis vor eurer Reise noch einmal prüfen.
Auch im Namibischen Winter unbedingt Getränke mitnehmen und noch wichtiger: Gutes, festes Schuhwerk. Der Weg führt buchstäblich über Stock und Stein.
Unser Besuch der Felsgravuren von Twyfelfontein


Sich in Listen eintragen zu lassen scheint eine Art Nationalsport in Namibia zu sein
Und los geht’s!
Unser weiblicher Guide führte uns durch das Gelände. Es war Juli. Es war Winter. Und es war trotzdem extrem warm.

Die Kids: „Hey, guckt mal, da ist was von Minecraft!“
Ja, sieht so aus, hat aber die Natur so erschaffen!

Schaut euch mal die Steine links vom Weg an! Faszinierend, was die Natur so zaubert.
Die Landschaft erinnerte uns ein wenig an das Valley of Fire in der Nähe von Las Vegas / USA. Auch beim Monument Valley in den USA hatten wir dieses Gefühl, plötzlich mitten in einer Filmkulisse zu stehen. Dort hatten wir während einer geführten Tour ebenfalls alte Felsgravuren und Petroglyphen gesehen. Deshalb musste ich bei den Gravuren von Twyfelfontein sofort wieder daran denken.


Kraxeln! Den Kids gefiel es!
Schon bald erreichten wir die ersten Felsgravuren

Im gesamten Gebiet entdeckte man bereits über 2500 Bilder auf 200 Felsplatten.
Das Alter wird auf 1000 – 10.000 Jahre geschätzt!
Die meisten wurden in den Fels geritzt, manche wurden aber auch aufgemalt. Durch Felsstürze sind noch vermutlich viele unentdeckte dabei.

Bereits 1921 entdeckte Reinhard Maack dieses Gebiet und seinen historischen Schatz.
Obwohl er es in seinen Notizen vermerkte, gerieten die Felsgravuren zunächst wieder in Vergessenheit.
Die ersten Farmer (Familie Levin) entdeckten auf der Suche nach einer zuverlässigeren Quelle dann die Malereien und Felsgravuren.
1950 reiste dann ein Experte an, um die Gravuren zu dokumentieren und nach weiteren zu suchen.
Familie Levin führte damals bereits die ersten wenigen Besucher durch das Gebiet.
Da es immer wieder (leider) zu Vandalismus kam, wurde das Gebiet 1986 zum Schutzgebiet erklärt und kann bis heute nur mit einem Guide besichtigt werden.

Viele Bilder stellen die Tiere aus der Umgebung dar, welche früher dort von den Menschen gesehen und gejagt wurden. Auch das inzwischen sehr selten gewordene Breitmaulnashorn wurde dargestellt. Und sogar eine Robbe, obwohl das Meer ca 100 km entfernt liegt.
Oft sieht man Jagdszenen oder eine Art Karte mit Wasserlöchern.
Man vermutet, dass einige Zeichnungen auch zum Unterricht für Kinder erstellt wurden.
Und auch einige Rituale wurden hier dargestellt.
Hier sieht man eine Art Karte mit Wasserlöchern

Wir haben mehrere Echsen zwischen den Felsen gesehen 
… und immer wieder schweifte mein Blick von den Felsgravuren hinüber über die wundervolle Landschaft des Damaralandes …

Man muss sich das mal vorstellen: Vor 1000 – 10.000 Jahren (!!!) standen dort Menschen und haben diese Zeichnungen erstellt – und wir können sie heute noch sehen! Ähnlich ehrfürchtig stand ich später auch am Uluru in Australien. Auch dort sahen wir alte Felsmalereien und erfuhren viel über ihre Bedeutung für die Aṉangu. Fotografieren durften wir diese heiligen Stellen jedoch nicht. Deshalb gibt es davon auch keine Fotos in meinem Reisebericht.
Weit vor Christi Geburt entstanden die ältesten Gravuren und Malereien. Menschen haben damit ihre Kinder unterrichtet – vor Tausenden Jahren! Und das ist bis heute erhalten!
Es fällt mir so schwer, sich das vorzustellen, so faszinierend, so unbeschreiblich! 
Wie viele Malereien und Gravuren hier wohl noch unentdeckt sind…

Die Landschaft ist so atemberaubend! So eine kaum zu beschreibende Weite bis zu den Bergen am Horizont – und nicht eine einzige Spur menschlicher Zivilisation!

Immer wieder lagen an der Seite Felsen mit Gravuren oder Malereien. 
Die „Löwenplatte“, eine der bekanntesten Gravuren-Platten

Mein Lieblingsmotiv: Der Löwe! Dazu gibt es eine ganz besondere Geschichte, welche von einem Guide spannend erzählt wird, so dass selbst die Kids neugierig lauschten.

Oryx-Antilopen und Giraffen

Die Stunde verging wie im Fluge und wir hätten noch locker eine weitere Stunde dranhängen können. Es war interessant und kurzweilig. Und so faszinierend!

Deswegen ist festes Schuhwerk so wichtig 

Das Krokodil am Ausgang

Unser Fazit zu den Felsgravuren von Twyfelfontein
Lohnenswert, denn die Tour ist kurzweilig und sehr interessant. Wenn ihr in der Ecke seid, macht einen Abstecher.
Für mich ist das ein ganz wertvoller Schatz, welchen uns die Menschen vor Tausenden Jahren geschenkt haben.
Zurecht gehören die sehr gut erhaltenen Felsgravuren und Felsmalereien inzwischen zum Weltkulturerbe!
(In einen der nächsten Beiträge stelle ich euch dann ein weiteres Ausflugsziel in der Nähe von Khorixas vor: Das Damara Living Museum)
Wenn ihr schon in der Ecke seid und ihr euch für die Natur interessiert, empfehle ich euch einen weiteren kleinen Abstecher:
Der versteinerte Wald (Petrified Forest) und die Welwitschia-Pflanzen
Ca. 50 km von Twyfelfontein entfernt (also für Namibia-Verhältnisse ein Katzensprung) liegt der Petrified Forest.
Mehrere versteinerte Baumstämme kann man hier aus nächster Nähe sehen und außerdem auch die Welwitschia, die Nationalpflanze Namibias, entdecken. Entdecken ist eigentlich nicht das richtige Wort, denn die Pflanzen wachsen hier teilweise mitten auf dem Weg.
Auf einer Fläche von rund 300 × 800 m sind um 60 größere versteinerte Baumstämme verstreut, die zwischen 240 und 300 Millionen Jahre alt sind.
Übrigens:
Auch an der Westküste der USA gibt es einen Petrified Forest.
Wir waren damals nicht dort, konnten aber am Meteor-Crater viele versteinerte Baumreste sehen.
Preise und Eintritt Petrified Forest
Bei unserem Besuch im Juli 2022 kostete der Eintritt umgerechnet wenige Euro, zudem konnte man an einem kleinen Kiosk kühle Getränke kaufen. Die aktuellen Preise solltet ihr vor eurer Reise noch einmal prüfen.
Auch hier durfte man das Gelände nur mit einem Guide betreten, welcher wieder viel Wissenswertes erklärte

Anfassen an dieser Stelle am Eingang erlaubt und erwünscht.
280 Millionen Jahre alte Erdgeschichte zum Anfassen!

Die Welwitschia-Pflanze – ein lebendes Fossil

Die Welwitschia-Pflanze. Nicht sehr hübsch anzusehen, dafür aber ein faszinierender Überlebenskünstler. Bis zu 1000 Jahre alt kann sie werden! 1000 Jahre!!! Daher auch ihr Name, welcher übersetzt soviel heißt wie: „Zwei-Blatt-kann-nicht-sterben“

Die Welwitschia- Pflanze ist nur in wenigen Regionen Namibias zu entdecken und ist auf dem Staatswappen von Namibia zu sehen
Sie überleben, indem das verbreitete Wurzelwerk den morgendlichen Nebeltau aufnimmt.
Reicht das nicht, bilden die Pflanzen bis zu 3 Meter tiefe Pfahlwurzeln, mit welchem sie dann Grundwasser aufnehmen können.



Ein versteinerter Baumstamm. Das Alter wird auf ungefähr 280 Millionen Jahre geschätzt!!!
Bei mir überstiegen schon die mehrere Tausend Jahre alten Felsgravuren ein wenig mein Vorstellungsvermögen, um das alles zu erfassen. Aber die Bäume toppten das noch.
Diese Bäume wuchsen noch vor der Zeit der Dinos!
Damals, als diese Bäume wuchsen, gab es nur einen riesigen Kontinent und es gab noch nicht einmal Dinosaurier – aber diese Bäume existierten schon. Ich konnte kaum erfassen, was ich da sah.
So einen tiefen Blick in die Geschichte unserer Erde bekamen wir zuletzt am Grand Canyon, und selbst da war es für mich nicht zu erfassen. Das hier in Namibia toppte es noch!
Die Bäume wuchsen damals nicht in dem Gebiet, in welchem sie heute liegen, sondern wurden vermutlich durch eine gewaltige Flut hierher gespült.
Zusammen mit den riesigen Stämmen spülte die Flut auch jede Menge Schlamm mit, welcher die Baumstämme luftdicht verschloss. Der große Druck der weiteren Schichten über den luftdicht-eingeschlossenen Stämmen bewirkte so die Versteinerung.
Die Erosionen haben viele Stämme nun wieder freigelegt, sogar zwei vollständige Bäume, sie sind bis zu 45 Meter lang.

Selbst die Rinde kann man noch sehr gut erkennen. Vor 280 Millionen Jahren gewachsen …. unfassbar.

Zwischen den Steinen tummeln sich immer wieder kleine Echsen

Die Jahresringe im versteinerten Baum

Versteinerter Baumstamm und Welwitschia. Zwei Fossile, welche schon ganz andere Zeiten erlebten.

Hier wuchs mal ein Ast aus dem Baumstamm. Erstaunlich, wie gut selbst das noch zu erkennen ist!
Zurück am Eingang gönnten wir uns erst einmal etwas zu trinken. Kalte Getränke in Dosen für umgerechnet 1 Euro.
In Dosen.
An diesem Tag machte mich das besonders nachdenklich. Wir haben soviel Geschichte gesehen.
Geschichte der Menschen, welche mit der Natur gelebt haben. Voll Respekt und Ehrfurcht vor dem, was sie vorfanden.
Geschichte der Entstehung der Erde. Unserer Erde. Unserer einzigen Erde.
Vielleicht sollten wir alle lernen, wieder mehr mit ihr zu leben.
.
Unser nächstes Ziel:
Das Damara Living Museum.
Weil das so umfangreich ist, bekommt das einen eigenen Beitrag.
Einen kleinen Teil nehme ich euch noch mit Richtung Damara Living Museum.
Die Straßen werden regelmäßig geräumt, damit nicht zu viel Schotter auf der Straße liegt.
Ok, Fenster schließen, gleich wird es richtig staubig!

… das macht mir schon beim bloßen Betrachten Atemprobleme … 
Und so sieht die Maschine aus. Fast wie ein Schneepflug, welcher den losen Schotter einfach zur Seite schiebt.

Im nächsten Beitrag geht’s dann weiter.
Wir besuchen das Damara Living Museum und lernen viel über das Leben und die Traditionen des Damara Stammes
Danke, dass ihr wieder dabei ward!
Ich freue mich immer sehr über euer Feedback!!! Vielen Dank euch!

FAQ: Twyfelfontein und Petrified Forest in Namibia
Lohnt sich Twyfelfontein in Namibia?
Für uns hat sich Twyfelfontein eindeutig gelohnt. Die geführte Tour war kurzweilig, die Gravuren waren viel besser erhalten, als ich erwartet hatte, und die Landschaft des Damaralandes gehörte für mich bereits auf der Fahrt dorthin zu den Höhepunkten des Tages. Wer sich für Geschichte, Felskunst und besondere Landschaften interessiert, sollte den Abstecher einplanen.
Wie lange dauert der Besuch von Twyfelfontein?
Unsere geführte Tour dauerte ungefähr eine Stunde. Mit dem Weg vom Parkplatz, Anmeldung, Warten, Fotos und einer kleinen Pause solltet ihr eher etwa eineinhalb bis zwei Stunden einplanen. Wir hätten problemlos noch länger bleiben können.
Wie anstrengend ist die Tour durch Twyfelfontein?
Der Weg führt über unebene Steine und stellenweise muss man etwas kraxeln. Eine lange Wanderung ist es nicht, aber Hitze und felsiger Untergrund machen die Tour anstrengender. Feste Schuhe, ausreichend Wasser und ein möglichst früher Start sind wichtig. Barrierefrei ist der Rundgang nach unserer Erfahrung nicht.
Kann man Twyfelfontein mit Kindern oder Teenagern besuchen?
Ja, wenn die Kinder sicher über unebene Felsen laufen können. Unsere Kids fanden vor allem das Kraxeln, die Tiergravuren und die Geschichten unseres Guides spannend. Für kleine Kinder würde ich die Tour nicht empfehlen. Einen Kinderwagen kann man auf diesem Gelände rund um die Felsgravuren nicht nutzen.
Muss man Twyfelfontein mit einem Guide besichtigen?
Ja, das eigentliche Gelände mit den Felsgravuren wird geführt besichtigt. Das schützt die empfindlichen Gravuren und ist gleichzeitig sinnvoll, weil man viele Darstellungen ohne Erklärung kaum erkennen oder richtig einordnen würde. Wir bekamen den Guide nach der Anmeldung am Eingang zugeteilt.
Wann ist die beste Tageszeit für Twyfelfontein?
Wir sind bewusst morgens gestartet. Selbst im namibischen Winter wurde es im Laufe des Tages sehr warm, und auf den Felsen gibt es kaum Schatten. Ein früher Besuch ist deshalb angenehmer als die Mittagshitze. Außerdem bleibt danach noch genügend Zeit für weitere Ziele im Damaraland.
Was kostet der Eintritt in Twyfelfontein?
Bei unserem Besuch im Juli 2022 zahlten wir umgerechnet ungefähr 5–6 Euro pro Person einschließlich der Führung. Inzwischen werden deutlich höhere Beträge genannt. Da sich Preise und Bedingungen ändern können, solltet ihr die aktuellen Angaben kurz vor eurer Reise direkt beim Besucherzentrum oder über eine verlässliche Namibia-Quelle prüfen.
Welche Öffnungszeiten hat Twyfelfontein?
Aktuell werden für das Besucherzentrum häufig tägliche Öffnungszeiten von ungefähr 8 bis 17 Uhr genannt. Verlasst euch bei einer längeren Anfahrt trotzdem nicht ausschließlich darauf, sondern prüft die Zeiten vorab. In Namibia können sich Öffnungszeiten und letzte Startzeiten der Führungen ändern.
Kann man Twyfelfontein und den Petrified Forest an einem Tag besuchen?
Ja. Wir haben Twyfelfontein, den Petrified Forest mit den Welwitschia-Pflanzen und anschließend noch das Damara Living Museum an einem Tag besucht. Das ist machbar, wenn ihr früh startet.
Wie weit ist der Petrified Forest von Twyfelfontein entfernt?
Von Twyfelfontein bis zum Petrified Forest waren es für uns ungefähr 50 Kilometer. Für Namibia-Verhältnisse ist das kein großer Umweg, dennoch solltet ihr auf den Schotterstraßen genügend Fahrzeit einplanen.
Muss man den Petrified Forest mit einem Guide besuchen?
Bei unserem Besuch durfte auch der Petrified Forest nur gemeinsam mit einem Guide betreten werden. Das war sinnvoll, denn zwischen den vielen Steinen hätten wir einige versteinerte Baumstücke und Details vermutlich übersehen. Außerdem erklärte uns der Guide, wie die Stämme hierher gelangten und versteinerten.
Lohnt sich der Petrified Forest in Namibia?
Für mich ja. Die Felsgravuren waren bereits mehrere Tausend Jahre alt, aber bei ungefähr 280 Millionen Jahre alten Baumstämmen stieß mein Vorstellungsvermögen endgültig an seine Grenzen. Erwartet allerdings keinen Wald mit stehenden Bäumen, sondern versteinerte Stämme und Baumteile, die zwischen Steinen und Welwitschia-Pflanzen liegen.
Was sollte man für Twyfelfontein und den Petrified Forest mitnehmen?
Wasser, feste Schuhe, Sonnenschutz, eine Kopfbedeckung und natürlich die Kamera. Selbst im namibischen Winter kann es tagsüber sehr warm werden. Für die langen Fahrten durch das Damaraland sind außerdem genügend Getränke, Snacks und ein gut gefüllter Tank wichtig.
Weitere Ziele im Damaraland und auf unserer Namibia-Route
Twyfelfontein war ein Teil unserer Rundreise durch Namibia. Direkt davor kamen wir aus Richtung Etosha nach Khorixas, anschließend besuchten wir das Damara Living Museum. Auch der Vingerklip gehört zu den besonderen Landschaften im Damaraland.
- Unsere Fahrt von Etosha nach Khorixas
- Unser Besuch im Damara Living Museum
- Vingerklip und Ugab-Terrassen im Damaraland
- Unsere komplette Namibia-Reise mit Kindern und Teenagern
Felsgravuren, Felsmalereien und indigene Kultur auf unseren Reisen
Nicht nur in Namibia haben wir alte Felskunst gesehen. Im Monument Valley entdeckten wir während einer geführten Tour Petroglyphen. Am Uluru sahen wir Felsmalereien an heiligen Stellen der Aṉangu. Dort war das Fotografieren ausdrücklich nicht erlaubt, weshalb es davon in meinem Reisebericht keine Fotos gibt.
- Felsgravuren und Petroglyphen im Monument Valley
- Unser Tag am Uluru mit den heiligen Stätten der Aṉangu
Weiter geht’s: Fahrt zur iGowati-Lodge in Khorixas
Ausflugstipp in Namibia: Zu Besuch bei den Damara und Himba
Unterkünfte und Flüge für Namibia
Auf der Karte könnt ihr nach passenden Unterkünften in Namibia suchen und euch gleichzeitig einen Überblick über mögliche Flugverbindungen verschaffen.

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