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Monument Valley – Urlaub in einer richtigen Filmkulisse!

Zuletzt geändert:

Das Monument Valley war ein absolutes MUSS in meiner Westküsten-Rundreise-Reiseroute, auch wenn das kilometertechnisch ein echter One-Way-Umweg war.

Warum? Die Landschaft kennt man aus so vielen Filmen und sie fasziniert mich.

Aus dem Grund wird dieser Beitrag auch wieder ein klein wenig foto-lastig 

Das Monument Valley liegt auf Navajo-Land an der Grenze von Arizona und Utah und gehört zu den bekanntesten Landschaften im Südwesten der USA. Wir kamen auf unserem Wohnmobil-Roadtrip durch den Westen der USA von Page, Horseshoe Bend und Antelope Canyon aus hierher und fuhren danach weiter zum Grand Canyon South Rim

 

 

Kurzinfos zum Monument Valley

Stand 06/2026: Das Monument Valley ist kein US-Nationalpark, sondern der Monument Valley Navajo Tribal Park. Der America the Beautiful Nationalparkpass gilt hier nicht. Eintritt, Öffnungszeiten und Zufahrtsbedingungen bitte vor der Reise direkt bei Navajo Nation Parks prüfen, weil sich Preise und Regeln ändern können. Der Scenic Drive ist eine unbefestigte Rundstraße mit teils rauem Untergrund, Sand und Schlaglöchern. Je nach Wetter, Mietwagenbedingungen und Fahrzeug kann eine geführte Tour die bessere Wahl sein.

 

Wo liegt das Monument Valley?

 

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Weitere Informationen

200 Kilometer ein Weg ….. 400 km hin und zurück. Alles nur wegen ein paar Felsen und Steintürme?! JA !!!!!

Ein Foto vorweg, denn auch wenn euch der Name vielleicht nichts sagt: Ich bin mir sicher, ihr kennt es:

Straße Richtung Monument Valley mit den bekannten Felsformationen im Hintergrund

 

Das Monument Valley ist eine Ebene auf dem Colorado-Plateau. Das Colorado-Plateau oder auch Colorado-Hochebene genannt ist eine Fläche westlich von den Rocky Mountains. Der Colorado River und seine Nebenflüsse entwässern das Gebiet – daher hat das Colorado-Plateau seinen Namen.

Das Colorado – Plateau besteht aus mehreren Hochebenen und erstreckt sich über 4 Bundesstaaten – dem Südosten von Utah, dem Norden von Arizona sowie Teile von Colorado und New Mexiko.

Mit einer Fläche von über 335.000 qkm ist es fast so groß wie Deutschland!

Auch der Grand Canyon, der Bryce Canyon und der Antelope Canyon gehören zum Colorado Plateau, insgesamt beheimatet es acht Nationalparks sowie mehrere Orte (zB Flagstaff)

Die Ebene vom Monument Valley liegt auf ca 1900 Meter genau an der Grenze von Arizona und Utah.

Verwaltet wird das Monument Valley von den Navajos. Mit fast 300.000 Stammesangehörigen gehört der Stamm der Navajos zu den bevölkerungsreichsten Stamm in Nordamerika. Im Monument Valley leben ca 300 Navajos und pflegen dort die Traditionen. Dazu gehört zum Beispiel das Verwenden von einheimischen Pflanzen für sehr viele Dinge, u.a. auch als Medizin oder aber als Rohmaterial für Schuhe, Kleidung, Seife und Körbe.

Bekannt ist das Monument Valley für seine Tafelberge, welche bis zu 300 Meter hoch ragen. Niederschläge, Wind und die Temperaturunterschiede haben diese Landschaft geformt. Aufgrund des Eisenoxids, welches in den Gesteinsschichten enthalten ist, schimmern die Felsen rötlich. Die Tafelberge werden auch Buttes genannt.

Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht vermutet: Es gibt sehr viele verschiedene Pflanzen im Tal, im Frühjahr blühen viele davon in vielen verschiedenen Farben leuchtend bunt.

Die Landschaft vom Monument Valley gehört zu den bekanntesten Wild-West-Kulissen.

Der Regisseur John Ford hat schon vor dem 2. Weltkrieg viele seiner Filme hier gedreht, u.a. Stage Coach mit John Wayne. Weitere bekannte Filme sind Easy Rider, Forrest Gump, Spiel mir das Lied vom Tod uvm.

Ebenfalls wurden viele Werbespots dort gedreht, zB für Zigaretten und Autos.

Auch ein Teil von „Zurück in die Zukunft“ wurde hier gedreht. Teil 3, als Doc durch eine Fehlfunktion seiner Zeitmaschine aus Versehen im Wilden Westen landet.

Habe ich schon geschrieben, dass wir – also die Kinder und ich – riesige Fans von „Zurück in die Zukunft“ sind?

Und wieder einmal bedauerte ich es, dass wir nicht in Los Angeles in den Universal Studios waren, um uns den DeLorean und den Fluxkompensator anzusehen ……

So, nun wisst ihr schon einiges über das Monument Valley. Aber noch sind wir nicht da. Also ab ins Wohnmobil und los gehts.

Wir waren in Page im Antelope Canyon und sind gegen Mittag von dort Richtung Monument Valley gestartet. 200 km liegen nun vor uns.

200 km durch eine faszinierende Landschaft, deren Höhepunkt aber die Einfahrt ins Monument Valley ist.

 

Hier ein paar Fotos von der Fahrt von Page ins Monument Valley

Straße durch die weite Landschaft von Arizona auf dem Weg zum Monument Valley

 

Ich liebe solche Straßen. Diese endlosen Geraden, bei denen der Blick einfach immer weiter nach vorne gezogen wird und man das Gefühl hat, die Landschaft nimmt kein Ende.

Ein paar Jahre später sind wir in
Namibia wieder über solche unendlich scheinenden Straßen gefahren – nur mit rotem Staub, noch mehr Weite und diesem ganz eigenen Gefühl von Afrika. Ich liebe das so sehr.

 

Gerade Straße im Südwesten der USA auf dem Weg zum Monument Valley

 

Landschaft zwischen Page und Monument Valley

 

Roadtrip-Landschaft im Südwesten der USA

 

Straße und Felslandschaft auf der Fahrt zum Monument Valley

 

Weite Landschaft vor dem Monument Valley

 

Wie eine Filmkulisse – ein tolles Gefühl, durch diese Landschaft zu fahren!

Schild Monument Valley am Straßenrand

 

MV – Monument Valley

Blick auf die Felsen des Monument Valley aus der Entfernung

 

Straße Richtung Monument Valley mit roter Felslandschaft

 

Und dann hatte ich genau das Motiv vor meinen Augen, was ich mir mit Google Maps vorher schon überlegt hatte:

Die Buttes vom Monument Valley lagen direkt vor mir.

Wow! Das sah so toll aus, unbeschreiblich. Die Kinder waren auch ganz aufgeregt – sie hielten nach dem Kojote und dem Roadrunner Ausschau. „Meep Meep“ hörte ich von hinten und ausgelassenes Lachen.

Ich verrate euch mal ein kleines Geheimnis: Mich hat dieser Anblick so gefesselt, dass ich die Straße zweimal auf- und abgefahren bin – aber nicht weitersagen ^^

Klassischer Blick auf das Monument Valley von der Straße aus

 

Übernachten im Monument Valley: The View Campground

Wenn man direkt im Monument Valley übernachten möchte, hat man nicht ganz soviel Auswahl.

Am „The View“ oder am „Goulding’s Lodge“kommt man kaum vorbei – aber die Aussicht, welche man von den beiden Unterkünften hat, ist absolut lohnenswert! Es gibt mehrere Campingplätze, beim The View Campground kann man vorab reservieren, bei den anderen beiden kann ich es nicht sicher sagen. Sie heissen Cottonwood Campground und Goulding’s Campground

Für ca 40 USD habe ich uns einen Stellplatz auf dem „The View“ Campground reserviert.

Website: http://monumentvalleyview.com/campground/

Lage:

Noch mehr mitten drin ist man nur auf dem Zeltplatz.

Der Campground vom The View ist eigentlich mehr ein einfacher Parkplatz. Es gibt keinen Strom- und keinen Wasseranschluss.

Die Wohnmobile stehen recht nah beieinander.

Neben jedem Stellplatz steht ein Picknicktisch.

Aber die Aussicht vom Campground ins Monument Valley ist fantastisch!

Aussicht vom The View Campground ins Monument Valley

 

Ist das nicht toll?

Die Dame im Office hat meine Kamera gesehen und gefragt, welchen Stellplatz ich denn haben möchte, denn bei manchen ist die Sicht zu den Buttes etwas verdeckt. Ich solle doch mal eben gucken gehen und mir einen Stellplatz aussuchen.

Gesagt getan. Ich entschied mich für Stellplatz 20 oder 22, leider hab ich mir das nirgendwo notiert ……

Stellplatz auf dem The View Campground im Monument Valley

 

Wir hatten nix anzuschließen – nur parken und dann konnten wir schon losgehen.

Unser Weg führte uns vom Campground zum Hotel, dort gibt es eine Aussichts- Terrasse und ein Restaurant.

Direkt am Campingplatz im Office gibt es übrigens einen Getränkeautomaten.

Aussichtsterrasse beim The View Hotel im Monument Valley

 

Panoramablick vom The View Hotel ins Monument Valley

 

Wir konnten uns nicht satt sehen an diesem Panorama!

Links sieht man den West-Mitten Butt, mittig liegt etwas weiter hinten der East Mitten Butt und rechts ist der Merrick Butt. Sie sind ca 300 Meter hoch und liegen je 1-2 km auseinander.

Magisch ist dieser Anblick vor allem am Abend, wenn die untergehende Sonne die Buttes in ein leuchtendes rot-orange taucht oder am Morgen, wenn die Sonne zwischen den Buttes aufgeht.

Zum fotografieren ist es am Nachmittag am besten, denn dann hat man die Sonne im Rücken und die Vorderseiten von den Buttes liegen nicht im Schatten.

Im The View Hotel gibt es auch einen Souvenirshop. Wir hatten bis dato wirklich sehr sparsam gelebt und kaum Geld ausgegeben, daher durften sich die Kinder hier etwas aussuchen – und während die Kinder durch den Laden stöberten und sich einfach nicht entscheiden konnten, suchte ich mir den obligatorischen Kühlschrankmagneten und einen kleinen Traumfänger aus.

Die Kinder hatten sich immer noch nichts ausgesucht, aber zumindest etwas in die engere Auswahl genommen. Inspiriert von dieser Wild-West-Umgebung sollten es entweder Cowboyhüte oder Cowboysterne sein, für meinen Sohn gab es sogar einen mit seinem Namen. Die Augen strahlten, als ich ihnen sagte, dass sie sich nicht entscheiden müssten, weil sie beides bekommen. „Dann sind wir richtige Cowgirls“ rief meine Jüngste und mein Sohn fügte sofort ergänzend hinzu „Und ein Cowboy“.

Draussen gab es dann auch direkt auf den Wunsch der Kinder ein Foto-Shooting und es entstanden von jedem der Kinder schöne Einzel- Erinnerungsfotos.

Souvenirladen im The View Hotel im Monument Valley

 

Im Souvenirladen

Erinnerungsfoto mit Cowboyhut im Monument Valley

 

Und draußen direkt ein Erinnerungsfoto

Kinder mit Cowboyhüten im Monument Valley

 

Erinnerungsfoto im Monument Valley

 

Der Hunger meldete sich und wir gingen in das Restaurant.

Dort wurden uns (die wie ich finde besten Plätze) zugewiesen, ein Tisch direkt am Fenster mit fantastischem Panoramablick ins Monument Valley.

Da wurde das Essen schon fast zur Nebensache

Essen im Restaurant vom The View Hotel im Monument Valley

 

Restaurantbesuch mit Blick ins Monument Valley

 

Die Preise waren wirklich ok – dafür, dass das Restaurant hier sozusagen Monopolstellung genießt.

Und lecker war es auch.

Wir schlenderten langsam zurück zum Wohnmobil und genossen von dort den Sonnenuntergang

Sonnenuntergang im Monument Valley vom Campground aus

 

Die Pferde der Navajos leben im ganzen MV – es war ein Gänsehautmoment, als sie vor dem Sonnenuntergang durch diese Landschaft galoppierten – leider hatte ich nicht schnell genug eine Kamera zur Hand

Abendstimmung im Monument Valley

 

Sonnenuntergang über den Buttes im Monument Valley

 

Die Kinder machten sich fertig ins Bett und erzählten sich gegenseitig ganz viele Gute Nacht Geschichten – und ich setzte mich mit einem heißen Kakao einfach in die Fahrerkabine und genoss diesen Anblick, bis es zu dunkel wurde, um die Buttes richtig zu sehen…

Gute Nacht zusammen! Morgen geht ganz früh der Wecker, denn der Sonnenaufgang im Monument Valley soll sehr schön sein

Guten Morgääääähn …..

Ein Vorteil an diesem Stellplatz: Die Kinder konnten noch etwas schlafen, während ich mich warm anzog und direkt vor dem Wohnmobil Fotos vom Sonnenaufgang machte.

Es war kalt, richtig kalt ….. meine 3 Lagen aus Pullover – Jacke 1 und Jacke 2 wärmten kaum. Tagsüber Hitze und nachts Kälte, Wüstenklima ……

Aber das frieren wurde belohnt, hier mal ein paar der zahlreichen Fotos, die an diesem Morgen entstanden

Sonnenaufgang im Monument Valley

Sonnenaufgang im Monument Valley

 

Früher Morgen im Monument Valley mit Blick auf die Buttes

 

Sonnenaufgang hinter den Felsen im Monument Valley

 

Morgenstimmung im Monument Valley

 

Durchgefroren ging ich dann zurück ins Wohnmobil und stellte den Heizlüfter an. Davon wachten die Kinder auf und kurze Zeit später kuschelten wir wieder alle vor der Heizung. Das war inzwischen an vielen Morgen unser Standard-Ritual, nicht, weil es immer so kalt war, sondern weil das einfach mega gemütlich war

Geführte Tour mit einem Navajo durch das Monument Valley

Auf den heutigen Tag haben sich die Kinder und ich uns sehr gefreut:

Ich habe eine private Tour bei einem Navajo gebucht, er würde uns ’sein‘ Monument Valley zeigen.

Gebucht habe ich die Tour hier:

http://www.monumentvalleytours.net/

Der Treffpunkt war direkt vor dem View-Hotel.

Weil ich beim Campground auschecken musste, parkte ich den Camper auf dem Parkplatz vom The View Hotel.

Dort fanden wir auch direkt die Tour-Jeeps und ich sprach einen der Guides an.

Ich sagte meinen Namen, er schaute auf die Liste und dann zeigte er uns, zu welchem Jeep wir gehen sollten

Unser Wägelchen:

(Die Safari-Autos in Namibia sahen fast genauso aus) 

Offener Tour-Jeep für die geführte Tour durchs Monument Valley

 

Da wir alleine waren, hatten wir freie Platzwahl und wir entschieden uns für die hintere Bank.

Und dann ging es endlich los!!! Nach allem, was bislang in diesem Urlaub schief lief, war ich so glücklich, dass wir diese Tour ohne Probleme antreten konnten. Unser Guide – ein echter Navajo – war sehr nett, er hat die ganze Zeit erklärt und die Tour war sehr kurzweilig und auch für die Kinder absolut lohnenswert, da der Guide mit vielen Bilder-Tafeln gearbeitet hat und Bilder sind Bilder, die versteht auch jemand, der noch nicht so gut englisch kann

Impressionen von unserer Tour

Felsformationen im Monument Valley während der Navajo-Tour

Viele Buttes erinnern an Gegenstände oder Formen – Unser Guide hielt an den entsprechenden Buttes an, erklärte einiges dazu und zeigte den Kindern die Bilder und deutete auf die jeweiligen Buttes

 

Felsformation König auf dem Thron im Monument Valley

Da in der Mitte sitzt zum Beispiel der König auf dem Thron

 

Fahrt im offenen Jeep durchs Monument Valley

 

Die Fahrt im offenen Wagen machte Spaß – und die Hüte konnte man zum Glück festschnüren

Freilaufende Pferde im Monument Valley

Immer wieder sahen wir die im Monument Valley frei lebenden Pferde der Navajos

Landschaft und Pferde im Monument Valley

 

The Three Sisters im Monument Valley

The Three Sisters

Felslandschaft im Monument Valley während der geführten Tour

 

Es gibt einen großen Vorteil einer geführten Tour gegenüber einer Tour auf eigene Faust: Man bekommt auch Gegenden zu sehen, die mal als ’normaler Tourist‘ nicht zu sehen bekommt, zum Beispiel ein Dorf mit den traditionellen Häusern der Navajos, was vor allem für die Kinder sehr interessant war.

Traditioneller Hogan im Monument Valley

 

Die traditionellen Häuser heißen Hogans.

Sie bestehen aus Lehm, Holz und Reisig und werden fensterlos gebaut. Der Eingang wird nach der aufgehenden Sonne ausgerichtet. Mittig im Hogan gibt es eine Vertiefung, hier befindet sich die Feuerstelle. Im Dach darüber ist ein Loch, wo der Rauch abziehen kann. Durch die Baumaterialien ist es im Hogan im Sommer angenehm kühl und im Winter mollig warm.

Geschlafen wurde rings um die Feuerstelle.

Starb ein Navajo, wurde auf der Rückseite vom Hogan ein Loch geschlagen, durch das der Verstorbene herausgetragen wurde. Das Haus wurde anschliessend samt Hab und Gut verbrannt und der Ort aus Furcht vor den Geistern des Toten gemieden.

Die modernen Häuser der Navajos sind achteckige Blockhütten mit einem Kuppeldach, aus welchem der Schornstein herausragt. Sie sind geräumiger, aber dennoch nach dem alten Stil der Hogans gebaut.

Unser Guide Benny erzählte uns, dass er damals mit seinen 5 Brüdern, seinen 5 Schwestern und seinen Eltern in so einem Hogan gelebt hat, also insgesamt 13 Personen. Ein Hogan war Wohnzimmer, Küche und Schlafzimmer in einem. Und das Badezimmer? – Das Badezimmer war die freie Natur!

Hogans im Monument Valley

 

Wir hatten etwas Zeit und konnten die verschiedenen Hogans erkunden

 

Blick in das Innere eines Hogans im Monument Valley

Blick ins innere

Guide Benny während der Tour durchs Monument Valley

Das ist unser Guide Benny. Ich habe ihn gefragt, ob ich ihn fotografieren und das Foto für meinen Blog nutzen darf.

Er hat die Tour sehr toll gestaltet und man spürte immer wieder, wie sehr er das Monument Valley liebte.

Nur die Kinder waren anfangs irritiert, erwarteten sie doch einen „Indianer“ Native Americans mit Feder-Kopfschmuck und Gesichtsbemalung – aber Benny trug Jeans, ein Basecap und nutze sogar ein Smartphone.

Er freute sich, dass die Kinder sich für die Geschichte und die Landschaft des Monument Valleys interessierten und immer wieder Fragen stellten.

Navajo-Frau zeigt traditionelle Arbeiten im Hogan

In einem anderen Hogan zeigte uns eine Navajo-Frau einige der traditionellen Arbeiten. Auch sie habe ich selbstverständlich vor dem fotografieren gefragt und ihr auch ein kleines Trinkgeld als Dankeschön dagelassen.

 

Hund in einer Navajo-Siedlung im Monument Valley

 

In der kleinen Navajo-Siedlung gab es einige Tiere, dieser kleine Hund hatte es meinem Sohn besonders angetan und sie spielten eine Weile über den Platz. Am liebsten hätte er ihn mitgenommen, wenigstens für die Tour. Die Navajos sind sehr tierlieb, unser Guide hat 20 Pferde, welche sich frei im MV bewegen, Reiten kann er leider nicht mehr, aber die Liebe zu Pferden ist trotzdem geblieben.

Weiter ging unsere Tour

Eye of the Sun im Monument Valley

Eye of the Sun

Felsgravuren und Petroglyphen im Monument Valley

Petroglyphen im Monument Valley

 

Ein weiteres kleines Highlight, welche man nur im Rahmen einer geführten Tour besichtigen kann: Alte Höhlenmalereien …. oder besser gesagt: Petroglyphen.

Die indianischen Steinritzungen stellen Dickhornschafe dar.

Der Unterschied zwischen Höhlenmalereien und Petroglyphen ist, dass Höhlenmalereien aufgemalt sind, während Petroglyphen in den Stein graviert, geschabt oder gepickt werden und damit in den Untergrund eingetieft sind.

Solche Felsgravuren faszinierten mich Jahre später auch in Namibia wieder.   Felsgravuren von Twyfelfontein und den versteinerten Bäumen. Ganz anderes Land, andere Geschichte, aber wieder dieses Gefühl, vor Spuren zu stehen, die vor teilweise tausenden Jahren in die Steine geritzt wurden. 

Genau da haben Menschen gestanden zu einer Zeit, über die wir noch so wenig wissen. Es ist so bewegend. Jedes mal. 


Historische Petroglyphen im Monument Valley

Es ist beeindruckend, wenn man bedenkt, dass diese Kunstwerke vor über 1000 Jahren angefertigt wurden.

Ear of the Wind im Monument Valley

 

Ear of the Wind.

Sieht gar nicht so riesig aus?! …..

Um die Dimensionen besser darzustellen, habe ich mal meine Tochter etwas die Düne hochlaufen lassen

Kind vor Ear of the Wind im Monument Valley als Größenvergleich

Da erkennt man gut, wie riesig das ist!

 

Big Hogan Felsöffnung im Monument Valley

Big Hogan. Wir haben uns ganz am Ende auf den Boden gelegt und nach oben geschaut. Benny erklärte uns alles und wir hörten gespannt zu.

Blick nach oben im Big Hogan im Monument Valley

 

Felsformationen im Monument Valley

 

The Three Sisters im Monument Valley aus anderer Perspektive

Manche sagen, ‚The Three Sisters‘ seien eigentlich ein ‚W‘ wie welcome!

Viele Jahre später waren wir in den Blue Mountains in Australien – als ich dort war, musste ich genau an diese Tour im Monument Valley denken – vor allem bei den ‚The Three Sisters‘ – denn genau das gibt es in den Blue Mountains auch 

 

Totempfahl-Felsformation im Monument Valley

Der lange schmale ist der Totempfahl, daneben tanzen 3 Navajos einen traditionellen Tanz. Der Totempfahl ist 600 Ft hoch, aber nur 30 Ft breit und der ein oder andere kennt ihn vielleicht aus den Filmen mit Clint Eastwood.

 

Felsen und Sandpiste im Monument Valley

 

Weite Landschaft im Monument Valley

 

Rote Felslandschaft im Monument Valley

 

Wasserstand im Monument Valley nach Regen

So hoch stand im Winter das Wasser im Monument Valley

 

The Submarine Felsformation im Monument Valley

The Submurine – Das auftauchende U-Boot

 

Pferde im Monument Valley

Freilebende Pferde im Monument Valley

Freilaufende Pferde im Monument Valley

Sie haben das ganze Areal als ihre Wiese

 

Pferde und Felsen im Monument Valley

 

The Chief Felsformation im Monument Valley

Oben erkennt man ‚The Chief‘ – Der Häuptling

 

Felsformation im Monument Valley, die an Fuchur erinnert

Und hier schläft der Drache Fuchur

 

Rote Felsen und Weite im Monument Valley

 

Blick durch das Monument Valley

 

John Ford's Point im Monument Valley

 

Das ist am John Fords – Point

Fehlt nur noch ein Cowboy mit seinem Pferd ….

….. wir hatten Glück, es fand grad ein Fotoshooting statt und als dies fertig war, stellte sich ein Navajo mit seinem Pferd auf dem Vorsprung und für ein paar Dollar konnte man Fotos machen, auf Wunsch auch von sich auf dem Pferd.

 

Navajo mit Pferd am John Ford's Point im Monument Valley

 

Wild West – Live. Um uns herum, überall, als befänden wir uns mitten in einem der bekannten Filme, welche hier gedreht wurden.

Pferd und Reiter am John Ford's Point im Monument Valley

 

Meine Kamera glühte fast. Die Kinder durften sich jeder einmal mit ihren Cowboy-Outfits auf das Pferdchen setzten und es entstanden tolle Fotos inmitten der Wild-West-Landschaft

The North Window im Monument Valley

The North Window

 

The Thumb im Monument Valley

The Thumb

Das war die letzte Station unserer 2 1/2 Stündigen Tour. Von dort ging es zurück zum Parkplatz des Hotels

Rückfahrt durch das Monument Valley zum The View Hotel

 

Zum Schluss von der Tour sang unser Guide ein traditionelles Lied seines Stammes.

Es war sehr ergreifend, mit dem vielen Hintergrundwissen, welches wir durch ihn bekommen haben und begleitet durch den traditionellen Gesang von unserem Guide durch das Monument Valley zu fahren.

Ein toller Abschluss von einer unvergesslichen Tour!

The View Hotel oberhalb des Monument Valley

Das Gebäude dort oben ist das The View – Hotel.

Fazit: Die Tour hat sich mehr als gelohnt, auch wenn sie doch einige Dollars kostet. Man bekommt so etliches gezeigt, was man vielleicht übersehen hätte, bekommt Wissenswertes der Geschichte der Navajos erzählt und vor allem sieht man auch viele Orte, welche man ohne Tour nicht zu Gesicht bekommen würde.

Diese Mischung aus weiter Landschaft, Felsformationen, Geschichte und geführter Tour erinnerte mich später in Namibia wieder an diese Gegend: an die Felsgravuren von Twyfelfontein und an den Vingerklip, der oft als Monument Valley von Namibia bezeichnet wird.
Und auch in Europa gibt es Landschaften, die sehr beeindruckend sind, zum Beispiel das Prebischtor in der Böhmischen Schweiz.

 

Für uns gehts es nun zur nächsten Etappe:

Dem Grand Canyon!!!

Häufige Fragen zum Monument Valley

Ist das Monument Valley ein Nationalpark?

Nein. Das Monument Valley ist kein US-Nationalpark, sondern der Monument Valley Navajo Tribal Park auf dem Gebiet der Navajo Nation. Deshalb gilt dort auch nicht der America the Beautiful Nationalparkpass. Eintritt, Regeln, Öffnungszeiten und Zufahrten werden von Navajo Nation Parks geregelt.

Wo liegt das Monument Valley genau?

Das Monument Valley liegt im Südwesten der USA an der Grenze von Arizona und Utah. Der bekannteste Bereich mit Visitor Center, The View Hotel und Scenic Drive liegt im Monument Valley Navajo Tribal Park. Viele klassische Straßenfotos entstehen auf der Zufahrt aus Richtung Norden, bevor man den Parkbereich erreicht.

Was kostet der Eintritt ins Monument Valley?

Stand 06/2026 zeigt die offizielle Gebührenseite der Navajo Nation Parks unterschiedliche Angaben. Deshalb würde ich den Preis vor der Reise direkt auf der offiziellen Seite prüfen. Wichtig ist: Der Nationalparkpass gilt hier nicht.

Kann man den Scenic Drive im Monument Valley selbst fahren?

Grundsätzlich ja, aber man sollte den Zustand der Straße ernst nehmen. Der Loop Drive ist eine unbefestigte Strecke mit Sand, Schlaglöchern und rauem Untergrund. Zusätzlich sollte man prüfen, ob der eigene Mietwagenvertrag solche Dirt Roads erlaubt. Bei Wohnmobilen oder normalen Mietwagen kann eine geführte Tour die entspanntere Lösung sein.

Lohnt sich eine geführte Tour im Monument Valley?

Für uns eindeutig ja. Mit einem Navajo-Guide kamen wir in Bereiche, die man alleine nicht sieht, und wir bekamen viele Erklärungen zur Landschaft, zu den Hogans, zu Petroglyphen und zu den Geschichten hinter den Felsformationen. Gerade mit Kindern war das besser als nur selbst durch die Landschaft zu fahren, weil die Tour lebendig erklärt wurde.

Wie viel Zeit sollte man für das Monument Valley einplanen?

Für einen kurzen Blick vom Visitor Center reichen ein bis zwei Stunden. Wer den Scenic Drive fahren möchte, sollte eher zwei bis drei Stunden einplanen. Mit geführter Tour, Sonnenuntergang und Sonnenaufgang lohnt sich eine Übernachtung direkt im oder am Monument Valley. Für uns war genau diese Übernachtung der Grund, warum der Ort so stark gewirkt hat.

Wann ist die beste Tageszeit für Fotos im Monument Valley?

Vom Visitor Center und vom The View aus ist der späte Nachmittag oft gut, weil die Vorderseiten der bekannten Buttes dann besser beleuchtet sind. Sonnenuntergang und Sonnenaufgang sind natürlich besonders eindrucksvoll. Morgens kann es allerdings, je nach Jahreszeit, richtig kalt sein. Bei uns war es trotz Wüstenlandschaft früh am Morgen ziemlich frisch.

Ist das Monument Valley mit Kindern geeignet?

Ja, aber man sollte realistisch planen. Die Anfahrt ist lang, im Sommer kann es heiß werden, auf den Pisten staubt es und die Distanzen sind nicht zu unterschätzen. Für unsere Kinder war die Mischung aus Wild-West-Kulisse, Jeep-Tour, Pferden, Felsformen und Geschichten sehr spannend. Wichtig sind Wasser, Sonnenschutz, warme Kleidung für den Morgen und genügend Pausen.


Mehr zur USA-Westküste mit dem Wohnmobil

Unsere Reise an der USA-Westküste war eine dieser Routen, die man nicht mal eben nebenbei plant. Los Angeles, San Francisco, Las Vegas, Nationalparks, lange Fahrstrecken, Wohnmobilübernahme, Einkaufen, Stellplätze, Kinderlaune und diese Landschaften, die man vorher nur aus Filmen kannte. Wenn du weitere Berichte zu unserer Route lesen möchtest, findest du hier die passende Übersicht.

Wohnmobil-Roadtrip an der USA-Westküste mit Kindern
 

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10 Kommentare zu „Monument Valley – Urlaub in einer richtigen Filmkulisse!“

  1. […] haben wir zum Beispiel damals im Monument Valley gemacht Auch für unserer Tagestour von Kroatien nach Montenegro hatten wir einen […]

  2. Carola

    Hi Elly,
    die Tour haben wir jetzt auch für diesen Sommer dank deiner Empfehlung gebucht.
    Liebe Grüsse aus der Normandie,
    Carola

    1. Elly unterwegs

      Es wird euch gefallen!
      Wünsche euch viel Spaß !!!

  3. […] Monument Valley: Urlaub bei den Indianern auf elly-unterwegs […]

  4. Edith

    Hallo Elly,
    das ist wirklich insgesamt ein toller Trip, den Du mit Deinen Kindern unternommen hast, gratuliere! Das Ganze hat mich so sehr beeindruckt, dass ich diesen Juli fast die selbe Tour mit meinem 10-jährigen Sohn unternehmen werde: San Fancisco (4 Nächte), Monterey (2 Nächte), Morro Bay (1 Nacht), Calico (1 Nacht), Las Vegas (2 Nächte), Zion (1 Nacht), Bryce (2 Nächte), Page (2 Nächte), Monument Valley (2 Nächte), Grand Canyon (1 Nacht), Flagstaff (1 Nacht), Kingman (1 Nacht), Joshua Tree (1 Nacht), LA bzw. Santa Monica (4 Nächte).
    Ich reise sehr gerne, immer alleine mit meinem Sohn: etliche Male waren wir in Südfrankreich, Italien, Deutschland und natürlich in der Schweiz mit dem VW California unterwegs, aber auch Portugal, Südafrika, Kuba bereisten wir schon.
    Da ich auch immer ganz genau im Voraus plane und Alles was möglich ist, buche, hätte ich noch eine Frage betreffend Ausflug im Monument Valley: wo hast Du die „private“ Tour beim Navajo Indianer Beni gebucht? Auf der angegebenen Homepage habe ich diese Tour nicht gefunden.
    Liebe Grüsse
    Edith aus der Schweiz

    1. Elly unterwegs

      Hallo Edith!
      Danke für Deinen Kommentar :) Ich freue mich, dass Du nun eine ähnliche Tour planst. Ich würde am liebsten auch wieder bald wieder auf Tour gehen. :)
      Die angegebene Tour im Monument Valley habe ich direkt beim Anbieter (Link steht im Bericht) gebucht. Ich habe ihn direkt angeschrieben und er hat mir dann ein Angebot für diese private Tour gemacht. Das kostete zwar ein paar Dollars mehr, aber wir haben das damals schon in Florida ähnlich gemacht und gemerkt, dass das grad mit Kindern immer die beste Variante ist, da man mit Kindern doch ein etwas anderes Tempo hat und zudem der Guide auch richtig auf die Kinder eingehen kann.
      Ich wünsche euch eine tolle Reise mit ganz vielen unvergesslich- schönen Momenten!!!!!
      Lg in die Schweiz
      Elly

  5. Melanie Bindemann

    Hallo Elly…wiedereinmal super toll geschrieben und die Fotos einfach toll…sind auf keinem Fall zuviel ;-)…
    bin so gespannt auf deinen nächsten Bericht…der Grand Canyon war für mich das tollste bei unserer Rundtour …
    War den ganzen Tag so überwältigt von dieser Landschaft, dass ich immer wieder heulen musste vor Glücksgefühl ;-)))
    bis bald hoffentlich LG Mel.

    1. Elly unterwegs

      Hallo Mel! Danke!!!! :) Zur Zeit schreibe ich den Bericht vom Grand Canyon, aber so viele Fotos wie beim Monument Valley werden es nicht. Wir waren aber auch nicht so lange dort, geht leider nicht immer alles, unsere Tour war ohnehin schon arg straff geplant……

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