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Wer hinter Elly unterwegs steckt: Reisen mit Teenagern & 3 Generationen

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Ich bin Elly

Ich bin Elly und reise seit über 18 Jahren mit meinen Kindern durch Deutschland, Europa und die Welt.
Immer in den Schulferien.
Immer zwischen Alltag, Schule, zwei Jobs und inzwischen vier Teenagern im Haus.

Angefangen hat alles mit unserer ersten Reise mit Baby in den Schwarzwald . Ziemlich genau 18 Jahre später stand ich mit meinen drei Teenagern auf der anderen Seite der Welt in Australien.

Dazwischen liegen rund 30 Länder auf fünf Kontinenten. Reisen mit Baby, Kleinkindern und Schulkindern, später Reisen mit einer großen Patchworkfamilie – und inzwischen vor allem Reisen mit Teenagern.

Meine Kinder sind mit diesem Blog und mit unseren Reisen groß geworden. Und genauso haben sich auch unsere Reisen verändert. Kleine Kinder brauchen andere Dinge als Teenager. Teenager haben eigene Vorstellungen, eigene Interessen und manchmal auch sehr deutliche Meinungen darüber, was sie auf gar keinen Fall sehen möchten.

Deshalb geht es auf elly-unterwegs.de heute besonders um Reisen mit Teenagern, um meine Erfahrungen auf Fernreisen allein mit meinen drei Teenagern und um Reisen mit drei Generationen.

Und Reisen mit Kindern und Teenagern laufen bei uns nicht immer glatt. In meinen Reiseberichten schreibe ich deshalb nicht nur über die schönen Momente. Es geht auch um verpasste Busse, Planänderungen, Enttäuschungen, mosernde Teenager, schlechte Laune, kleinere und größere Pannen und unsere ganz persönlichen Überlebensstrategien unterwegs.

Denn eine Reise muss nicht perfekt laufen, um am Ende eine verdammt gute Reise gewesen zu sein.

Elly von elly-unterwegs.de – Reisen mit Teenagern

Wer bin ich?

Baujahr 1981 · Mutter von 3 Kindern · Bonusmama von 2 weiteren · verheiratet · Patchworkfamilie · 2 Jobs · seit über 18 Jahren Familienreisen · Reisen mit Teenagern · allein mit 3 Teenagern auf Fernreise · Reisen mit 3 Generationen · rund 30 Länder auf 5 Kontinenten · Reisen ausschließlich in den Schulferien · Fernweh seit meiner Kindheit

 

Von drei kleinen Kindern zu Reisen mit Teenagern

Ich bin Baujahr 1981 und Mutter von drei Kindern. Nach der Trennung vom Vater der Kinder war ich ein paar Jahre alleinerziehend.

In dieser Zeit war ich mit meinen Kindern zum ersten Mal alleine unterwegs. Unser Highlight war unsere Wohnmobil-Reise an der Westküste der USA .

Nur meine drei Kinder, damals 7, 7 und 10 Jahre alt, und ich – mit dem Wohnmobil durch Kalifornien, Nevada, Utah und Arizona.

Vor ein paar Jahren habe ich wieder geheiratet und bin nun Bonusmama von zwei weiteren Kindern. Ich mag das Wort Bonusmama so viel mehr als Stiefmutter. Und das Wort Stiefkinder mag ich im Übrigen auch nicht.

Mein Bonussohn lebt bei uns, meine Bonustochter bei ihrer Mutter. Meine Älteste studiert inzwischen und wird bald 20, die Zwillinge sind 16. Zusammen mit meinem Mann, meinen drei Kindern und meinem Bonussohn lebe ich im Münsterland. Meine Bonustochter ist so oft wie möglich bei uns.

Heute bin ich also nicht alleinerziehend. Einige Reisen unternehme ich trotzdem allein mit meinen drei Kindern. So war ich beispielsweise allein mit meinen drei Teenagern in Japan und später auch in Australien unterwegs.

Und genau diese Reisen haben mir noch einmal gezeigt, wie anders Reisen mit Teenagern sind. Ich muss nicht mehr drei kleine Kinder an die Hand nehmen. Dafür reise ich heute mit drei jungen Menschen, die selbst mitdenken, mitplanen, navigieren und Entscheidungen treffen – und mir gleichzeitig ziemlich deutlich sagen, wenn sie von meinem Reiseprogramm gerade überhaupt nichts halten.

Reisen mit Teenagern – ein Schwerpunkt meines Blogs

Teenager sind keine großen Kleinkinder. Und deshalb möchte ich hier auch keine klassischen Familienreisetipps einfach auf Jugendliche übertragen.

Teenager möchten mitreden. Sie haben eigene Interessen, brauchen Rückzug und finden längst nicht automatisch alles großartig, nur weil Mama seit Monaten davon träumt.

Bei uns werden die Kinder deshalb in die Reiseplanung einbezogen. Wir überlegen gemeinsam, was wir sehen möchten, was realistisch ist und worauf jeder Lust hat. Jeder hat Mitspracherecht.

Das macht nicht jede Planung einfacher. Aber meistens besser.

Ich habe dabei gelernt, dass Teenager erstaunlich viel Programm vertragen können – wenn es für sie das richtige Programm ist. Eine nächtliche Großstadt, Streetfood, ein ungewöhnlicher Supermarkt, ein spektakulärer Aussichtspunkt, Tiere, Schnorcheln, Shopping oder einfach mit Bahn und Bus durch ein fremdes Land zu fahren, kann plötzlich spannender sein als die Sehenswürdigkeit, von der ich vorher überzeugt war, dass sie DAS Highlight der Reise wird.

Und manchmal ist das Highlight eben auch ein Tag ohne großes Programm.

WLAN. Kopfhörer. Pool. Ein Supermarkt voller unbekannter Snacks. Ausschlafen. Oder einfach einmal ein paar Stunden nichts müssen.

In meinen Reiseberichten schreibe ich deshalb nicht nur darüber, was wir gesehen haben. Ich schreibe auch darüber, was meinen Teenagern gefallen hat, was nicht funktioniert hat, wo wir unsere Pläne geändert haben und wie wir mit unterschiedlichen Interessen unterwegs umgehen.

Allein mit drei Teenagern auf Fernreise

Japan und Australien habe ich allein mit meinen drei Teenagern bereist.

Das klingt für manche vermutlich anstrengender, als es sich für mich angefühlt hat. Natürlich trage ich als Erwachsene am Ende die Verantwortung. Ich habe die Buchungen im Blick, kümmere mich um Flugänderungen, Unterkünfte und darum, wie wir von A nach B kommen.

Aber ich reise inzwischen nicht mehr mit drei kleinen Kindern. Wir sind unterwegs viel mehr zu einem Team geworden.

Meine Teenager navigieren mit, suchen Verbindungen heraus, achten auf Gepäck, treffen Entscheidungen und sagen Bescheid, wenn ihnen etwas komisch vorkommt. Und manchmal bemerken sie Dinge schneller als ich.

Trotzdem heißt das nicht, dass drei Teenager plötzlich immer einer Meinung wären.

Drei Teenager können gleichzeitig drei unterschiedliche Wünsche haben. Manchmal auch vier.

Es gibt genervte Gesichter. Diskussionen. Müdigkeit. Hunger zur vollkommen falschen Zeit. Programmpunkte, die einer großartig und der nächste völlig überflüssig findet. Und manchmal möchte ich nach einem langen Reisetag auch einfach nur noch meine Ruhe.

Genau das gehört für mich inzwischen genauso zu Reisen mit Teenagern wie Sonnenuntergänge, Traumstrände und besondere Sehenswürdigkeiten.

Ich möchte mit meinen Berichten deshalb auch Eltern Mut machen, die überlegen, allein mit ihren Teenagern zu reisen. Man muss dafür nicht alles perfekt planen können. Aber man sollte damit leben können, dass Pläne sich ändern.

Unsere Patchworkfamilie auf Reisen

Bevor wir zusammengezogen sind, haben wir zwei Wochen gemeinsam in einem Ferienhaus mitten im schwedischen Wald verbracht. Danach wussten wir alle: Das passt.

Seitdem waren wir oft gemeinsam unterwegs. Mit allen fünf Kindern.

Und wer schon einmal versucht hat, für sieben Personen eine Unterkunft, einen Mietwagen oder spontan einen Tisch im Restaurant zu organisieren, weiß: Das ist manchmal eine kleine Herausforderung.

Da ist das Kochen in einer Ferienwohnung oft nicht nur günstiger, sondern auch deutlich unkomplizierter als Hotel und Restaurant.

Reisen mit fünf Kindern bedeuten auch Diskussionen darüber, welcher Ausflug heute unbedingt sein muss, warum jemand auf gar keinen Fall dorthin möchte, Kind 1 möchte dies, Kind 2 das, Kind 3 und 4 wieder etwas ganz anderes und Nr. 5 möchte einfach nur mit WLAN im Zimmer chillen.

Reisen mit fünf Kindern bringen spontane Eisdielenbesuche, bei denen man kurz überschlägt, ob man dafür nicht auch einen Kleinwagen hätte finanzieren können.

Und Reisen mit fünf Kindern erzeugen bei manchen Menschen Blicke, die mehr sagen als Worte.

Die Sprüche kommen auch.

„Fünf Kinder, in der heutigen Zeit, muss das denn sein…?!“

Reisen mit fünf Kindern ist nie leise. Es ist trubelig. Es ist nie langweilig. Oft interessant, fast immer bereichernd, aber manches Mal hat es uns einiges an Nerven gekostet.

Wusstet ihr, dass es im Disneyland Paris ein Kinderfundbüro gibt?

Wir wissen es.

Fragt nicht…

Und dann sehen wir wieder, wie unsere Kinder im Urlaub zusammen unterwegs sind. Eine große Familie.

Ich liebs.

Reisen mit Teenagern in unserer Patchworkfamilie

So harmonisch, wie das vielleicht klingt, ist es natürlich nicht immer. Und ich glaube, da ist es völlig egal, ob Patchwork oder nicht: Vier Teenager im Haushalt sorgen zuverlässig dafür, dass einem niemals langweilig wird.

Ich frage mich regelmäßig, wo unser gesamtes Geschirr geblieben ist, stehe kopfschüttelnd vor Wäschebergen, die offenbar über Nacht wachsen, warte geduldig auf freie Badezimmer und werde immer wieder mit Diskussionen konfrontiert, von denen ich bis dahin nicht einmal wusste, dass man darüber diskutieren kann.

Und ward ihr schon einmal mit drei Teenager-Mädchen in der Drogerie…?!

Ich gehe da inzwischen heimlich einkaufen. Ist besser für mein Konto.

Gleichzeitig liebe ich unsere Großfamilie genau so, wie sie ist.

Mein Lieblingsmoment? Wenn alle fünf Kinder sonntags gemeinsam mit uns am Frühstückstisch sitzen. Manchmal werden daraus mit Freund oder Freundin auch acht Teenager am Tisch. Dann werden ein paar Brötchen mehr aufgebacken und wir frühstücken ohne Zeitstress, ohne Hektik und ohne große Pläne.

Genau solche Momente liebe ich sehr.

Und ich liebe es, mit meinen Kindern unterwegs zu sein. Orte mit ihnen gemeinsam zu entdecken und zu erleben, wie unterschiedlich wir dieselbe Reise wahrnehmen.

Während ich vielleicht zuerst eine Landschaft, ein Gebäude oder die Geschichte eines Ortes sehe, entdecken sie ganz andere Dinge.

Und inzwischen sind es längst nicht mehr nur die Kinder, die von mir lernen.

Ich lerne mindestens genauso viel von ihnen.

Familienreise mit Kindern und Teenagern

Reisen mit drei Generationen – eine ganz andere Hausnummer

Ein weiterer Schwerpunkt, über den ich künftig noch viel mehr schreiben möchte, sind Reisen mit drei Generationen.

Denn gemeinsam mit Teenagern und älteren Eltern zu reisen ist noch einmal etwas völlig anderes.

Da treffen unterschiedliche Interessen und teilweise auch sehr unterschiedliche körperliche Voraussetzungen aufeinander.

Die Teenager möchten vielleicht Action, lange Tage, Shopping oder noch schnell irgendwo hin. Die mittlere Generation versucht, alle Wünsche unter einen Hut zu bekommen. Und die ältere Generation kann möglicherweise nicht mehr stundenlang laufen, braucht mehr Pausen oder schafft manche Wege einfach nicht mehr so problemlos wie früher.

Dann reicht es bei der Reiseplanung nicht, nur zu fragen:

„Was möchten wir sehen?“

Plötzlich werden ganz andere Fragen wichtig:

  • Wie weit ist der Weg vom Parkplatz wirklich?
  • Gibt es viele Treppen?
  • Gibt es unterwegs Sitzmöglichkeiten?
  • Wie lange dauert der Ausflug tatsächlich?
  • Kann jemand zwischendurch eine Pause machen?
  • Können wir uns zeitweise aufteilen?
  • Ist die Unterkunft auch praktisch, wenn jemand nicht mehr so gut zu Fuß ist?
  • Und wie schaffen wir es gleichzeitig, dass die Teenager nicht das Gefühl haben, den ganzen Urlaub nur warten zu müssen?

Genau dieser Spagat macht Reisen mit drei Generationen für mich zu einem eigenen Thema.

Es geht darum, gemeinsam etwas zu erleben, ohne dass am Abend eine Generation gelangweilt und die andere völlig erschöpft ist.

Das klappt nicht immer perfekt.

Aber genau über diese Erfahrungen möchte ich schreiben: Was hat bei uns geklappt? Wo haben wir uns verschätzt? Welche Ausflüge waren für alle geeignet? Wann war Aufteilen die bessere Lösung? Und worauf würde ich bei der nächsten Reise mit drei Generationen schon bei der Planung achten?

Ellys 11: Das bin ich

In meiner Reihe „Ellys 11“ geht es normalerweise um Reiseziele, Tipps und Erfahrungen.
Ellys 11: Reisen mit Baby, Kindern und Teenagern
Ellys 11: Reiseideen weltweit

 

Heute stelle ich mich in Ellys 11 selbst vor.

 

1. Als Kind bin ich nie so richtig gereist

Als Kind bin ich nicht klassisch verreist. Jedes Jahr war ich zur Kur im Schwarzwald, dazu kamen einmal drei Tage Mitteldeutschland und einmal fünf Tage Usedom. Usedom fand ich wunderschön, aber große Reisen gab es bei uns nicht.

Und trotzdem: Meine Neugierde auf die Welt war riesig. Ich vermisste es, sie kennenzulernen.

Wie kann man etwas vermissen, das man gar nicht kennt?

Ich weiß es nicht.

Aber Fernweh hatte ich schon als Kind.

 

2. Meine erste Flugreise

Meine erste Flugreise ging mit 19 nach Istanbul.

Endlich fliegen. Endlich hinaus in die Welt.

Drei Stunden Flug und plötzlich war da eine völlig andere Kultur, andere Gerüche, andere Geräusche, andere Farben.

Ich war zum ersten Mal wirklich weit weg von allem, was ich kannte. Und genau das wollte ich wieder erleben.

 

3. Fernweh in die Wiege gelegt

Ich habe zwei Geschwister, aber von uns dreien bin ich die einzige mit chronischem Fernweh.

Und das war schon als Kind so, obwohl ich damals kaum gereist bin.

Mein Taschengeld ging für Atlanten, Weltkarten und Bildbände unserer Erde drauf. Ich habe sie immer und immer wieder durchgeblättert und von der Welt geträumt.

Ich weiß bis heute nicht, woher diese tiefe Sehnsucht schon damals kam.

Aber sie war da.

Und sie ist geblieben.

Und inzwischen habe ich sie an meine Kinder weitergegeben.

Erste Fernreisen mit meinen Kindern

4. Warum ich blogge

Ich möchte andere Eltern ermutigen, mit ihren Kindern und Teenagern auf Reisen zu gehen. Ich möchte Ängste nehmen, inspirieren und meine eigenen Erfahrungen weitergeben.

Ausschlaggebend war unsere erste Fernreise mit den Kindern.

Florida.

Die Zwillinge waren damals drei, die Große war sechs.

Im Vorfeld gab es so viel Kritik und so viele Ängste, die uns gemacht wurden.

„Fahrt doch lieber zur Nordsee, da ist es auch schön.“

„Die Kinder haben doch nichts von der Reise.“

„So lange fliegen, das ist Quälerei.“

Wir sind trotzdem geflogen.

Und es war genau richtig.

Seitdem schreibe ich auch deshalb, weil ich Eltern Mut machen möchte, ihre Reiseträume nicht von anderen kleinreden zu lassen.

Reisen mit Kindern muss nicht perfekt sein. Reisen mit Teenagern übrigens genauso wenig.

Heute sind aus den kleinen Kindern Jugendliche und junge Erwachsene geworden. Deshalb haben sich auch die Themen auf meinem Blog verändert.

Ich schreibe heute besonders über Reisen mit Teenagern, über unsere Fernreisen, über meine Reisen allein mit meinen drei Teenagern und über Reisen mit drei Generationen.

Und ich werde euch auch weiterhin erzählen, wenn etwas schiefgeht.

Von Pannen. Von Planänderungen. Von mosernden Teenagern. Von Momenten, in denen ich mich frage, warum ich diesen Ausflug eigentlich für eine gute Idee gehalten habe.

Und natürlich von meinen Überlebensstrategien für meine Nerven beim Reisen mit mehreren Teenagern.

Denn genau das gehört für mich zu einem ehrlichen Reisebericht dazu.

Unsere ersten Reisen mit Baby und Kindern
 

5. So reisen wir

Wir reisen meistens individuell und eher Low Budget als Luxus.

Alle unsere Reisen finden ausschließlich in den Schulferien statt, also genau dann, wenn vieles teurer, voller und schwieriger zu buchen ist.

Wir sehen auf Reisen gerne viel. Natur, Kultur, Geschichte, Tierwelt, Märkte, Straßen, Städte und Landschaften.

Zehn Tage Pool und Strand kann man mal machen.

Also, ein oder zwei Tage.

Danach werden wir meistens unruhig.

Ich habe das große Glück, dass meine drei Kinder diese Art von Reisen lieben. Sie möchten unterwegs viel sehen und erleben.

Natürlich gibt es auch Chilltage. Aber selbst dann kommt bei uns irgendwann die Frage, ob wir nicht doch noch irgendetwas machen können.

Wir haben schon viele Arten zu reisen ausprobiert: Mietwagenreisen, Wohnmobilreisen, öffentliche Verkehrsmittel, Bahn, Bus und Pauschalreise.

Was uns am besten gefallen hat?

Jede einzelne Reise auf ihre Weise.

Wohnmobil an der Westküste der USA bedeutete für uns große Freiheit. Unser Wohnmobil-Roadtrip an der Westküste der USA war eine der Reisen, die mir gezeigt haben, wie viel auch alleine mit drei Kindern möglich ist.

Australien mit Greyhound bedeutete: kein Linksverkehr, kein Selberfahren, sondern Landschaft schauen und ankommen lassen.

Japan mit Bahn und Shinkansen war wieder eine völlig andere Art zu reisen.

Mit fünf Kindern ist ein Mietwagen dagegen oft die praktischste Lösung.

Und je älter meine Kinder geworden sind, desto mehr beziehen wir sie in die Planung ein.

Wir überlegen gemeinsam, was wir sehen möchten, was realistisch ist und worauf jeder Lust hat.

Jeder hat Mitspracherecht.

Das macht nicht jede Planung einfacher.

Aber meistens besser.

Allein mit drei Kindern auf Wohnmobilreise durch die USA
 

6. So finanzieren wir unsere Reisen

Wir sparen viel im Alltag.

Kino? Nein, lieber warten, bis der Film im Fernsehen oder Streaming läuft. Netflix gönnen wir uns. Dann gibt es selbst gemachtes Popcorn und Filmabend zuhause.

Essen gehen? Selten. Mit den Kindern zuhause kochen ist günstiger. Aber ab und zu Pizza gibt es auch bei uns.

Freizeitparks? Alle paar Jahre mal.

Shoppingtouren? Nein. Es wird gekauft, was gebraucht wird. Zwei Paar Schuhe, eine Handtasche, das reicht.

Neue Geräte oder Möbel? Dürfen gerne refurbed oder gebraucht sein. Gut für die Umwelt und gut für unsere Reisekasse.

Brot backe ich selbst.

Es gibt noch sehr viel mehr Möglichkeiten, im Alltag zu sparen. Und auch auf Reisen sind wir eher Low Budget unterwegs.

Oft buchen wir Unterkünfte mit Küche oder Kochnische. Morgens schnell frühstücken, abends nach einem langen Tag etwas Einfaches machen und nicht noch ein Restaurant suchen müssen, in dem alle etwas finden, ist entspannter und vor allem günstiger. Und ja, dann darf es auch mal ungesund sein. Dafür gibt es tagsüber oft Obst und zum Essen meistens noch Gurken und Tomaten, das haben meine Kinder schon als Kleinkinder gerne als Snack für Ausflüge mitgenommen. 

Unterwegs in Japan mit meinen drei Teenagern

Wir buchen manchmal unbeliebte Verbindungen, weil sie günstiger sind.

Manchmal reisen wir nur mit Handgepäck.

Und ja, wir fliegen auch Langstrecke mit günstigen Airlines.

Bereuen wir das nach den ersten Stunden Flug manchmal?

Ja.

Buchen wir es trotzdem wieder?

Auch ja.

Woran ich nicht grundsätzlich spare, sind ausgewählte geführte Touren. Nicht immer. Aber wenn sie wirklich Sinn ergeben, dann gerne.

Gerade bei besonderen Naturerlebnissen, in großen Städten oder bei kulturellen Themen sieht und versteht man mit einem guten Guide oft mehr in kurzer Zeit.

Familienreise mit Teenagern

7. Elly im Alltag

Ich habe zwei Jobs: einen im Gesundheitswesen und einen im Fotoladen. Dazu kommen Familie, Blog, Katzen, Ponys und Reiseplanung.

Mit vier Teenagern im Haus wird es selten langweilig. Mein Mann und ich sind da inzwischen ein gut eingespieltes Team. Zumindest im Alltag. 
Denn beim Reisen haben wir unterschiedliche Vorlieben. 
Mein Mann fliegt zB nicht gerne. Mir zuliebe ist er einmal auf Fernreise mitgekommen, damals nach Namibia. Leider war für ihn danach aber klar: Nie wieder Langstrecke. Und Reisen mit mir findet er auch anstrengend. Weiß auch nicht, was er damit meint,…. 
Daher bin ich oft alleine mit meinen 3 Teenagern unterwegs. 

Alltag mit 4 Teenagern. Und wenn meine Bonustochter (Stieftochter ist ein doofes Wort) da ist, sind es 5 Teenager. Und wenn die Partner dabei sind, haben wir manchmal 8 Teenager am sonntäglichen Frühstückstisch sitzen.
Ich liebs.
Auch den Alltag mit den Teenies.
Mal bin ich Mama, mal Coach, mal Kummerkasten, mal Zuhörerin, mal Taxi und gelegentlich auch Erzfeindin.

Mit dem ganzen Trubel, den zwei Jobs, den Terminen der Kinder und meinen eigenen Terminen ist ein Tag viel zu schnell vorbei und die Woche zu schnell zu Ende.

Was mir oft fehlt, ist Zeit.

Zwischendurch plane ich mir daher feste Zeit zum Bloggen ein.

Theoretisch.

Praktisch kommt dann um 21:54 Uhr ein:

„Mama, kannst du mir eben helfen, meine Präsentation zu drucken? Sind nur elf Seiten. Ach so, da müssen noch Grafiken rein.“

Oder um 22:30 Uhr:

„Mama, ich habe morgen Sport. Kannst du mir eben meine Sporthose am Bein nähen?“

Oder:

„Kannst du mich um 23 Uhr von meiner Freundin abholen?“

Bei uns fahren nachts keine Busse.

Teenager-Alltag eben.

Ich kann drüber schmunzeln und weiß jetzt schon, dass mir genau das irgendwann sehr fehlen wird.

Wenn es also mal wieder länger dauert bis zum nächsten Reisebericht: Das ist der Grund.

Warum zwei Jobs? Das ist eine sehr lange Geschichte und hat mit Umständen in meinem Leben zu tun, die unvorhersehbar waren. Es hat sich so ergeben – inzwischen bin ich damit sehr zufrieden.

Zwei Jobs, völlig unterschiedlich.

Ich liebe sie beide.

8. Fotografie und Fernweh

Fotografiert habe ich schon, als man noch Filme einlegen musste und jedes Bild Geld gekostet hat.

Heute fotografiere ich meist mit meiner Panasonic Lumix S9 und dem 28-200-mm-Reisezoom. Gelegentlich kommt auch noch meine FZ1000 zum Einsatz.

Die Fotos auf meinem Blog kommen von mir, manchmal auch von meinen Kindern.

Sie haben ebenfalls Interesse an Fotografie, aber ganz unterschiedlich. Ein Kind liebt Makro, ein Kind liebt es, Fotos zu komponieren. Und Kind 3 liebt den Moment einzufangen.

Mein großes Hobby ist alles zum Thema Reisen.

Manchmal surfe ich mit Streetview durch die unterschiedlichsten Gegenden. Ich liebe Reiseberichte in Zeitschriften und stöbere oft auf Reiseblogs.

Meine Bucketlist wird dabei nicht kürzer.

Wenn mir jemand erzählt, wohin er in den Urlaub fährt, habe ich meistens sofort Ideen, Sehenswürdigkeiten oder Routenvorschläge im Kopf.

Meine Familie macht sich manchmal einen Spaß daraus, mir Fotos zu zeigen und mich raten zu lassen, wo sie aufgenommen wurden.

Überraschend oft liege ich richtig.

Elly unterwegs mit Kamera und Fernweh
 

9. Tiere und Hobbys

Tiere gehören zu meinem Leben, solange ich denken kann.

In meiner Wohnung leben Katzen aus dem Tierschutz. Einige von ihnen kamen krank, verletzt oder sehr scheu zu mir. Manche brauchen Ruhe, Sicherheit oder aus gesundheitlichen Gründen ein Leben ohne Freigang.

Meine Ponys stehen an einer Hofstelle, auf der auch Hühner und viele Katzen zuhause sind.

Manche nennen mich scherzhaft Katzenflüsterin, weil ich schon vielen scheuen Katzen geholfen habe und aus manchem Angsthasen später eine Schmusekatze wurde.

Wenn neben Familie, Jobs und Blog noch Zeit bleibt, bin ich gerne draußen unterwegs. Geocaching, mit der Kamera durch die Natur streifen, Sonnenuntergänge am Wasser, einfach losziehen und schauen, was man findet.

Außerdem schieße ich Kleinkaliber und habe bereits mehrere Leistungsabzeichen erworben. Dart spiele ich auch gerne.

Aktuell pausiere ich krankheitsbedingt, aber irgendwann stehe ich wieder an der Scheibe.

Ärgert mich also lieber nicht, ich kann gut zielen.

 

10. Stärken und Schwächen

Schwäche: Kaffee.

Ohne Kaffee geht morgens wenig. Wirklich wenig. Und Kommunikation schon gar nicht.

Direkt danach kommt Kuchen.

Leider liebe ich Kuchen.

Eine meiner Stärken ist vielleicht, dass ich mich nicht dauerhaft an den Dingen festbeißen möchte, die nicht gehen.

Auf Reisen kann ich manches nicht machen, was ich gerne machen würde.

Früher hat mich das oft geärgert. Heute versuche ich, mich auf das zu konzentrieren, was möglich ist.

Statt mich dauerhaft über das zu ärgern, was nicht geht, freue ich mich über das, was geht.

Und dadurch durfte ich schon unglaublich viel erleben.

Abenteuer auf unseren Familienreisen

 

11. Nie aufhören zu träumen

Australien war 25 Jahre lang mein großer Traum.

Als ich 18 war, fanden die Olympischen Spiele in Sydney statt. Australien war wochenlang in den Medien.

Dieses Land war so weit weg, so faszinierend und damals für mich völlig unbezahlbar.

Ich begann zu sparen.

Jeden Monat einen kleinen Betrag.

25 Jahre lang.

Ein Vierteljahrhundert später stand ich mit meinen drei Kindern vor dem Opernhaus in Sydney.

Meine Älteste war frisch 18. Genauso alt wie ich damals, als ich angefangen hatte, von Australien zu träumen.

Diesen Moment werde ich nie vergessen.

Und natürlich ist die Liste noch lange nicht fertig.

Patagonien. Antarktis. Lofoten. China. Vietnam. Kanada. Alaska.

Die Liste ist lang.

Sehr lang.

Daintree Rainforest auf unserer Australienreise mit drei Teenagern
 

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Ich möchte mit diesem Blog zeigen, dass Reisen mit Kindern und Teenagern nicht perfekt sein müssen.

Vielleicht findest du hier Mut für eure erste Reise mit Baby. Vielleicht suchst du eine Route für eine Fernreise mit Teenagern. Vielleicht überlegst du, ob du auch allein mit deinen Teenagern losziehen kannst. Oder vielleicht planst du eine Reise mit drei Generationen und fragst dich, wie Teenager, Eltern und Großeltern unterwegs überhaupt alle auf ihre Kosten kommen sollen.

Dann bist du hier richtig.

Mit schönen Momenten, Pannen, mosernden Teenagern, Planänderungen und allem, was bei uns unterwegs eben dazugehört.

 

Schön, dass du da bist.

 

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