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Meteor Crater bei Winslow und Bedrock City: Unterwegs zur Route 66

Zuletzt geändert:

Auf unserer Fahrt vom Grand Canyon Richtung Route 66 legten wir zwei ganz besondere Zwischenstopps ein: im Fred-Feuerstein-Park Bedrock City bei Valle und am gewaltigen Meteor Crater bei Winslow. Während wir in Bedrock durch die Häuser von Fred, Wilma, Barney und Betty liefen, konnten die Kinder im Museum am Meteoritenkrater später sogar ausprobieren, was bei einem Einschlag auf der Erde passiert.

Hinweis: Bedrock City wurde inzwischen weiterentwickelt und gehört heute zur Raptor Ranch. Aktuelle Eintrittspreise und Öffnungszeiten beider Attraktionen findet ihr unten im FAQ.

Rund um Flagstaff: Bedrock City und Meteor Crater

Besuch von dem weltweit am besten erhaltenen Meteoriten-Einschlagskrater
Und: Zu Besuch bei Fred Feuerstein

(Untertitel: Wie mein Sohn die Welt zerstörte)

Unsere Reise geht weiter.

Wir verlassen heute den atemberaubenden Grand Canyon.

Ich wurde nach meinem letzten Bericht gefragt, ob mir die eine Nacht am Grand Canyon ausgereicht hätte.

Klare Antwort: Nein!

Aber diese Erfahrung habe ich schon des Öfteren gemacht auf diesem Roadtrip.
Im Zion wäre ich gerne länger geblieben, oder in Las Vegas, um doch noch eine Chance zu bekommen, die Wasserspiele am Bellagio zu sehen …… oder in San Francisco. Ja, da blutet mein Herz immer noch ein wenig, dass wir in dieser tollen Stadt nur so wenig Zeit hatten (und dann auch noch so einiges schief gegangen ist…)

Ich habe zusammen mit den Usern vom Florida-Forum (Denn die User dort sind nicht nur gerne in Florida unterwegs ;) ) und vom Wohnmobil-Forum diese Tour geplant und viele haben gesagt: Bleib doch mal länger an einem Ort. Trotzdem bereue ich es nicht, die Tour so gemacht zu haben.

Warum? Wir haben viel gesehen und wenn wir vielleicht irgendwann wieder an die Westküste reisen, wissen wir, wo wir länger bleiben möchten und wo ein zweiter Besuch vielleicht nicht so lohnt. Obwohl wir jeden Tag unterwegs waren, war es zu keinem Zeitpunkt stressig, wir konnten uns alles in Ruhe ansehen und hatten auch für spontane Zwischenstops Zeit.

Unsere heutige Route:

270 km standen für heute auf unserem Plan.

Grand Canyon Village – Meteor Krater – Flagstaff.
Und für heute hatte ich eine Besonderheit: Denn für die kommende Nacht habe ich keinen Campground vorgebucht. Ich konnte nicht abschätzen, wieviel Zeit wir für alles brauchen würden und Ziel war es, heute noch so nah wie möglich Richtung Route 66 zu fahren. Falls das nicht klappen sollte, hatte ich eine Liste von Campgrounds zwischen Winslow und Flagstaff.

Bedrock City: Der Fred-Feuerstein-Park in Arizona

Unser 1. Stop:
Bedrock. Kennen jetzt vermutlich vor allem meine Leser aus meiner Generation oder älter, denn wer wohnt in Bedrock? Genau, Fred Feuerstein.

Da ich meinen Kindern oft Kindersendungen- und Filme aus meiner Kindheit zeige, kennen sie Familie Feuerstein sehr gut.

Nach nicht einmal einer Stunde waren wir da.

Wohnmobil vor dem Eingang von Bedrock City in Arizona

Um in den kleinen Park zu gelangen, muss man 5 $ Eintritt bezahlen.
Aber stop: Bevor ihr euch jetzt schon Notizen für eure eigene Reiseplanung macht: Das ganze Gelände steht zum Verkauf, daher wird auch nicht mehr in den Park investiert – und das merkt man an vielen Ecken ….

Der Park entstand im Jahr 1972, seit 2015 steht es zum Verkauf. Preis: 2 Millionen $ – Dafür bekommt man aber auch all die Figuren und Gebäude aus Bedrock. ;)

Fährt man von Grand Canyon Village nach Flagstaff, fährt man automatisch dran vorbei – und dann sieht man ja, ob der Park noch existiert oder nicht.

Aktualisierung:  Das Gelände wurde 2019 verkauft und zur Raptor Ranch weiterentwickelt. Bedrock City ist weiterhin geöffnet, viele der alten Gebäude und Figuren wurden erhalten und das Gelände wurde um weitere Angebote ergänzt.

Aktuelle Website: Bedrock City at Raptor Ranch

Steinzeit-Wohnwagen auf dem Campingplatz von Bedrock City

Zu dem Areal gehört auch ein Campingplatz – daher gibts natürlich auch einen Wohnwagen im Fred-Feuerstein-Look

Wir haben uns den Wohnwagen von innen angesehen – war nicht sehr komfortabel, da blieben wir lieber bei unserem Cruise-America-Wohnzimmerchen

Eingang zur Bedrock City in Arizona

20 $ Eintrittsgeld später betraten wir die kleine Steinzeit-Stadt.

Blick über die Gebäude und Dinosaurier in Bedrock City
Fotowand im Fred-Feuerstein-Park Bedrock City

Es war kühl und schon den ganzen Tag wehte ein starker, frischer Wind. Wir waren ganz alleine dort.

Kinder auf der Dinosaurier-Rutsche in Bedrock City

Yabbadabbaduuuuuuuuh!

Lange spielen konnten die Kinder nicht, denn die Schule rief

Steinzeit-Schule und gelber Schulbus in Bedrock City

Es gab sogar einen gelben Steinzeit-Schulbus

Kinder im Klassenzimmer der Steinzeit-Schule

Heutiges Fach: Natürlich Geologie und Geschichte. Nach 5 Minuten war die Schulstunde aber schon zu Ende

Im Anschluss an die Schule stand ein Termin beim Zahnarzt auf dem Plan

Zahnarzt in Bedrock City

Ui, das sind aber große Beisserchen
Danach gehts zum Wocheneinkauf, natürlich mit dem Auto

Kinder im Feuerstein-Auto in Bedrock City
Steinzeitladen mit großen Früchten in Bedrock City
Kinder an der Kasse im Steinzeitladen

Nachdem die Einkäufe erledigt waren, haben wir Fred und Wilma besucht

Wilma Feuerstein vor dem Haus von Fred und Wilma

Wilma freute sich über unseren Besuch und wir durften uns das Haus ansehen. Fred war leider nicht zu Hause.

Die vielen Details waren besonders toll! Man fühlte sich wie im Trickfilm

Wohnzimmer im Haus von Fred Feuerstein
Steinzeitbett im Haus von Fred Feuerstein

Mittagsschläfchen in Fred Feuersteins Steinzeitbett
Danach wollten die Kinder unbedingt das Steinzeit-Motorrad ausprobieren …..

Steinzeit-Motorrad vor dem Gefängnis von Bedrock City

„Kinder, fahrt nicht zu schnell! Auch in der Steinzeit gab es schon Polizei!!!! „

…… zu spät ……

Fotowand vor dem Gefängnis in Bedrock City
Kinder hinter Gittern im Gefängnis von Bedrock City

Gefangene, ihr dürft eine Person anrufen!

Steinzeit-Telefon in Bedrock City

„Mama, kannst du uns abholen? Wir sind im Gefängnis!“

……

Natürlich gab es einen Prozess…..

Gerichtssaal in Bedrock City

„Wir fahren nie wieder so schnell, versprochen!“

Etwas später waren die Kinder wieder auf freiem Fuß.

Wir besuchten Barney und Betty zu Hause

Kinder mit Bamm-Bamm und Pebbles in Bedrock City
Kinder mit Barney Geröllheimer in Bedrock City

„So klein ist Barney?“

Wohnzimmer im Haus von Barney und Betty
Blick durch Bedrock City mit Betty Geröllheimer
Steinzeit-Postamt in Bedrock City

Ob man hier wohl Postkarten nach Hause verschicken kann?

Kind am Luftpostschalter in Bedrock City

Nein. Alle Flugsaurier sind ausgeflogen.

Kinder im Feuerstein-Auto neben Fred Feuerstein

Weiter ging es auf Erkundungstour durch das Städtchen …. Unterwegs trafen wir dann auch endlich Fred Feuerstein. Da rechts, da steht er

Dino vor einem Gebäude in Bedrock City

Natürlich musste man auch tanken zwischendurch.

Fotografin und Kinder in Bedrock City

Ein Erinnerungsfoto darf nicht fehlen!
Meine Älteste ist die Fotografin der Zwillinge und ich die Fotografin der Fotografin und ihrem Motiv

Blick vom Friseursalon über Bedrock City

Ein Friseur gab es dort auch, aber bei dem Wind, der heute pustete, machte das keinen Sinn

Beschädigtes Gebäude in Bedrock City im Jahr 2017

Leider sah man immer wieder Stellen, wo deutlich wurde, das in den Park nichts mehr investiert wird …. Schade eigentlich, aber ich glaube, spätestens in der nächsten Generation werden die Kinder Fred Feuerstein nicht mehr kennen …. Die Trickfilme, die heutzutage im TV laufen, sind wirklich zum abgewöhnen. Laut, aggressiv, hässliche Fratzengesichter, die sich benehmen, wie die Axt im Walde oder aber meinen, die Welt retten zu müssen …..

und viele Kinder lieben diese Figuren …. Ich erspare euch jetzt ein „Früher war alles besser….“ – aber werfe mal kurz „Die Kinder vom Berghof“, „Kleine Prinzessin Sarah“ oder „Mila“ in den Raum …

Beschädigte Dinosaurierfigur in Bedrock City

Da wir alleine waren, hatte das schon was von „Lost Place“ (= Verlassene Orte), es war zwischenzeitlich schon ein seltsames Gefühl ……

Verfallener Bereich des Fred-Feuerstein-Parks im Jahr 2017
Familie Feuerstein im Kino von Bedrock City

Im Kino lief – Familie Feuerstein. In Dauerschleife. Obwohl niemand da war. Irgendwie unheimlich….. Aber schön, mal Fred Feuerstein im Original zu sehen.

Insgesamt blieben wir keine 2 Stunden in dem Park. Im Souvenirshop haben wir noch einen zugegeben etwas überteuerten Kühlschrankmagneten gekauft (8 USD !!) und dann gingen wir zurück zum Wohnmobil.

Dinosaurierskelett auf dem Parkplatz von Bedrock City

Auf dem Parkplatz gab es noch einen kleinen Imbiss, und dann ging die Fahrt weiter.

Blauer Vogel auf einer Knochenfigur in Bedrock City

Weiterfahrt zum Meteor Crater bei Winslow

Nächstes Ziel: Der große Meteoritenkrater

Flugzeug am Planes of Fame Air Museum in Arizona

Unterwegs fuhren wir am Planes of Fame Air Museum vorbei

Historisches Flugzeug am Planes of Fame Air Museum

Der Wind war schlimm an dem Tag …. immer wieder kamen starke Windböen.

Warnschild vor starkem Wind auf der Straße in Arizona

Schilder warnten vor dem starken Wind. Als hätte ich das nicht schon längst mitbekommen,….. Das Fahren mit dem windanfälligen Wohnmobil war anstrengend …..

Beschädigte Straße auf dem Weg zum Meteor Crater

… und die Strassen teilweise in einem etwas bescheidenen Zustand …..

Wildwechselschild an einer langen Straße in Arizona

Irgendetwas kreuzt die Strasse. Ein paar Kilometer nach diesem Schild sahen wir leider ein überfahrenes Exemplar am Strassenrand …..


 

Lentikulariswolken am Himmel

Straße vor den San Francisco Peaks bei Flagstaff

Sehr schöne Aussichten beim Fahren – und die Wetterexperten schauen sich mal die Wolke links im Bild etwas genauer an.
Es handelt sich um eine Lenticularis-Wolke.
Lenticularis-Wolken entstehen meist bei kräftigem Höhenwind, wenn feuchte Luft über ein Gebirge strömt. Dabei bilden sich glatte, linsenförmige Wolken, die oft wie UFOs aussehen.

Hinweisschild auf Tiere an einer Straße in Arizona

Tierschilder fotografiere ich schon seit mehr als zehn Jahren. Sobald irgendwo eines auftaucht, versuche ich ein Foto davon zu bekommen. Am Grand Canyon war es ein Wapiti-Schild. In Namibia kamen Geparden und Leoparden dazu. Bei Twyfelfontein fotografierte ich ein Schild mit Elefanten, an der Großglockner Hochalpenstraße waren es Murmeltiere, auf Magnetic Island natürlich Koalas und am Uluru kam noch ein Kamel-Schild dazu. Inzwischen, im Jahr 2026, ist daraus eine ziemlich große Sammlung geworden.

Irgendwann schaute ich in den Rückspiegel (eigentlich nur, um zu schauen, ob sich hinter mir eine Autoschlange gebildet haben könnte)
WOW! DAS ist mal eine Wolke.

Eine Lenticulariswolke, welche wie ein UFO über die Strasse schwebte

Lenticulariswolke über einer Straße in Arizona

Der Meteor Crater bei Winslow

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um einen Krater von einem Meteoriten – Einschlag.

Vor ca 50.000 Jahren schlug dort ein Eisen-Meteorit ein. Er hatte einen Durchmesser von 45 Metern (!) und wog ca 300.000 Tonnen!
Die Aufprallgeschwindigkeit betrug 55.000 – 110.000 km/h.
Vor dem Einschlag war dort eine grüne Wiesensteppe mit kleineren Wäldern. Wollhaarmammuts, Riesenfaultiere und Kamele lebten dort.
Durch den Einschlag wurde im Umkreis von 4 km alles Leben ausgelöscht. Ein Feuerball breitete sich auf 10 Kilometer aus. Die entstandene Druckwelle walzte mit einer Geschwindigkeit von 2000 km/h im Umkreis von 14-22 km alles nieder.
Um die 175 Millionen Tonnen Gestein wurden herausgeschleudert

Kurzum: Es hat dort vor 50.000 Jahren ordentlich gerumscht!

Trotz dieser enormen Zerstörung hat sich nur ein Jahrhdert später die Natur wieder vollständig erholt.

Der Krater ist 180 Meter tief und hat einen Durchmesser von ca 1200 Metern! Um den Krater kann man noch sehr gut den Wall erkennen, er ist 30-60 Meter hoch, gemessen vom Plateau drumherum.

Entdeckt wurde der Krater 1871, als die US-Army die Gegend neu kartographierte. 1896 wurde der Krater von dem Geologen Karl Gilbert genauer untersucht, jedoch vermutete er zunächst, dass es sich um eine Art Vulkankrater handelt. Er fand keinerlei Spuren von einem möglichen Einschlag eines Meteoriten. 1902 suchte der Bergbauingenieur und Geschäftsmann Daniel Moreau Barringer in der Hoffnung auf einen großen Fund von Eisen und Nickel den Krater genau ab.

27 Jahre hat Barringer vergeblich im Inneren des Kraters danach gesucht. Erfolglos. Warum? Durch den Einschlag und die enorme Hitzeentwicklung war der Meteorit im Kern vollständig verdampft. Dennoch wurde der Krater nach ihm benannt. (Barringer-Krater)
Erst 1960 konnte man eindeutig nachweisen, dass es sich um einen Meteoriten-Einschlagskrater handelt.
Man fand im Umkreis von dem Krater insgesamt 30 Tonnen meteoritisches Eisen.
Durch das Wüstenklima ist der Krater bis heute sehr gut erhalten.

Ich bin mit den Kindern öfters in Museen unterwegs und das Foto vom Meteor – Krater haben wir bereits in mehreren Museen gesehen.

Wir fuhren nun fast daran vorbei – es war mir den Umweg wert, um den Kindern diesen Krater einmal „zu zeigen“

Schon Kilometer vorher kündigen kleine Schildchen an der Strasse an, dass man auf dem richtigen Weg ist. Das gesamte Gelände ist nun in privater Hand. Man kann den Krater besichtigen, ausserdem gibt es noch ein sehr interessantes Museum. Der Eintritt war allerdings nicht günstig, 18 $ für mich und je 9 $ für meine Kinder, also 45 $. Aber wenn man schon einmal dort ist

Luftaufnahme des Meteor Crater im Besucherzentrum

Übersicht von dem Gelände. Vorne sieht man Parkplatz und die Gebäude.

Kinder an einer Apollo-Raumkapsel am Meteor Crater

Vor dem Eingang gab es schon etwas zu entdecken.

Als erstes haben wir uns dann aber den Krater angesehen. Es war ja schon den ganzen Tag über sehr windig, aber oben am Kraterrand hatte ich schon fast Sorge, dass die Kinder weggepustet werden

Blick in den Meteor Crater bei Winslow

Sieht gar nicht so riesig aus? Ok, Moment …..

Kinder auf der Aussichtsplattform am Meteor Crater

So kann man es erahnen.

Das muss wirklich mächtig gerumscht haben, damals, vor 50.000 Jahren ….
Man kann den Krater nicht umrunden, es gibt einen kleinen Weg und eine leicht in den Krater hineinragende Plattform.

Kinder am Aussichtspunkt des Meteor Crater

Es gab kostenlose Fernrohre an mehreren Stellen. Damit konnte man in die Mitte vom Krater schauen. Die Fernrohre sind fest fixiert und es steht immer beschrieben, was man denn da genau sieht.

Aussichtsplattform über dem Meteor Crater

Der Wind war echt heftig …..

Größenvergleich mit Astronaut und Flagge im Meteor Crater
Astronautenfigur und Flagge im Inneren des Meteor Crater

Das Zentrum vom Krater

Panorama des Meteor Crater in Arizona

Nachdem wir ordentlich durchgepustet waren, gingen wir in das Museum.
Dort konnte man einen Teil vom Meteoriten ansehen – und anfassen. Es ist das größte Fragment, welches am Metor-Krater gefunden wurde

Holsinger-Meteorit im Museum am Meteor Crater
Kinder berühren den Holsinger-Meteoriten
Ausstellung zur Entstehung des Meteor Crater

Eine kleine Grafik veranschaulicht, wie tief der Krater ist – und wie groß der Meteorit war, welcher dort eingeschlagen ist

Kinder an einem Experiment im Meteor-Crater-Museum

Um dem Besucher den Meteoriten in seiner Zusammensetzung und sein Gewicht besser darzustellen, gab es kleine Experimente. So musste man zum Beispiel das Gewicht mit anderen Gegenständen miteinander vergleichen / sortieren.

Experiment zu verschiedenen Meteoritenarten

Was ist von den Gegenständen / Tieren wohl am schwersten?

Animationskammer zum Meteoriteneinschlag

In einer kleinen Kammer gab es eine mit entsprechenden Tönen unterlegte Animation von dem Einschlag

Animation eines Meteoriteneinschlags im Museum
T-Shirt mit Aufschrift I survived the wind at Meteor Crater

Wohl wahr ……

Aber am allerbesten fanden die Kinder die Computer, in denen man sich selber einen Meteoriten zusammen basteln konnte.
Erst gab es durch die Kinder generiert auf der Computer-Erde nur kleine Einschläge, aber dann hat sich mein Sohn einen 100 – Kilometer – Meteoriten zusammengestellt, aus Eisen, Einschlagswinkel: 90° …… und ihn so auf die Erde gejagt. Tja, das hat die Erde nicht überstanden, sie wurde nahezu pulverisiert ….

„Mama, ich hab die Erde vernichtet ….!“
– „Ja, das hab ich gesehen…..“
„Cool, oder? Das mache ich gleich nochmal!“

Leicht an meine Erziehung zweifelnd ging ich weiter und schaute mich im Museum um – und hörte nur irgendwann meine Tochter zu meinem Sohn sagen „Lass mich mal, ich will auch mal die Erde zerstören!“

….. seufz ……

Das Museum schloss um 17 Uhr und wir mussten daher das Museum verlassen. Im angrenzenden Souvenirshop kaufte ich noch ein paar Andenken, dann aber gingen wir zurück Richtung Parkplatz.

Draussen auf dem Museumshof gibt es eine Wand als Walk-of-Fame mit allen US-Astronauten, welche schon im Weltall waren. Leider habe ich davon kein Foto mehr.

Ausserdem lagen ein paar versteinerte Baumstämme am Weg.

Gar nicht weit von hier gibt es einen ganzen Nationalpark mit versteinerten Bäumen und Fossilien (Petrified-Forest-Nationalpark), leider ließ sich ein Besuch mit meiner Route nicht vereinbaren. Aber vielleicht gibt es ja ein „nächstes mal“.

Fünf Jahre später sahen wir auf unserer Namibia-Reise 2022 noch viel größere versteinerte Baumstämme. Meinen Bericht über die Felsgravuren von Twyfelfontein und den Versteinerten Wald in Namibia findet ihr ebenfalls auf meinem Blog.

Versteinerte Baumstämme am Meteor Crater
Lenticulariswolken über Arizona

Tolle Wolkenformation

Wir wollten heute noch so weit Richtung Route 66 fahren, wie wir kommen. Bis 18.30 Uhr wollte ich fahren und dann einen der Campgrounds anfahren, welche ich mir schon notiert hatte.

Es gibt eine tolle Karte, welche die Campgrounds in den USA und Kanada anzeigt. Zu den meisten Campgrounds gibt es nützliche Erfahrungswerte der User und Fotos, um sich schon einmal ein Bild von den Stellplätzen zu machen. Link: www.womo-abenteuer.de

Tatsächlich fuhr ich aber an die Campgrounds vorbei, denn es war noch lange nicht 18.30 Uhr. So schaffte ich es, Flagstaff schon komplett hinter uns zu lassen, erste Hinweisschilder zur Route 66 tauchten schon auf.

Ich programmierte in mein Navi einfach unser Ziel für morgen ein, dann war ich zumindest schon einmal grob in der richtigen Richtung.

Ich saß am Steuer (wo auch sonst ….;) ) , die Kinder saßen hinten am Tisch und spielten ein Spiel ….. die Ampel an einer Kreuzung sprang auf rot und ich hielt an ….. Und dann schaute ich nach links, … schöner Straßenzug dachte ich noch bei mir. Mir fiel der Straßenname auf …. Huntington Drive. ….. Huntington Beach ist unsere letzte Station auf dieser Reise.

Die Ampel war immer noch rot und ich dachte darüber nach, dass wir im Grunde schon auf dem Rückweg sind, nur noch ein paar Tage und wir würden wieder im Flieger Richtung Heimat sitzen ….. völlig in Gedanken schaute ich nach rechts, … schneebedeckte Berge, oh, die Strasse heißt Ponderosa Pkwy. Ponderosa, hieß so nicht die Schönheitsfarm von Abahachis Bruder Winnetouch…? Und sonst … rote Ampel, …. der DeLorean aus Zurück in die Zukunft, …. und oh, es dämmerte schon, den nächsten Campground würde ich anfa…..

MOMENT, was steht da?!

Der DeLorean aus Zurück in die Zukunft???

Ne, oder…?! „KINDER!!!! Schaut mal, was da neben uns steht!!!!!“

Was hatte ich mich doch im nachhinein geärgert, nicht in LA in die Universal Studios gegangen zu sein, um mir den DeLorean anzusehen …. und jetzt stand neben uns eine perfekte Kopie davon! Die Kinder waren ebenso begeistert. Fast hätte ich vor lauter Freude verpasst, dass die Ampel inzwischen auf grün umgesprungen ist. Der DeLorean fuhr los. Yeah!!! Das war mal was,…. Am liebsten wäre ich ihm hinterher gefahren, um noch mehr Fotos zu machen und ihn mir auch mal aus der Nähe anzusehen, ….aber er fuhr gerade aus und wir mussten links.

DeLorean aus Zurück in die Zukunft an einer Ampel in Flagstaff

Beweisfoto

DeLorean fährt durch eine Kreuzung in Flagstaff

Die Kinder und ich lieben diesen Film bzw alle drei Teile, wobei Teil 1 unser großer Favorit ist.

Auf der historischen Route 66

Ja, und dann waren wir tatsächlich schon auf der alten Route 66.

Wir fanden einen schönen Campground, wunderbar im Wald gelegen, aber mit allen Anschlüssen – und einen freien Stellplatz für uns gab es auch.

Der Woody Mountain Campground

Website und Lage

www.woodymountaincampground.com

Wir wurden sehr herzlich und freundlich begrüßt, der Campground wurde uns erklärt, für die Kinder gab es den Hinweis auf den Spielplatz und für mich einen tollen Tipp für morgen früh, dazu aber im nächsten Bericht.

Kosten für die Übernachtung: 37 USD.

Wir parkten unser Wohnmobil, schlossen es an – und dann wollten die Kinder noch zum Spielplatz.
Wieder einmal wunderte ich mich über diese Energie. Wir waren morgens am Grand Canyon unterwegs, dann haben sie 2 Stunden in dem Fred-Feuerstein-Park gespielt und getobt. Danach waren wir am Meteor Krater und sind auch heute knapp 300 Km gefahren. Aber bei den Kindern war von Müdigkeit keine Spur. Wir gingen also noch zum Spielplatz und die Kinder tobten dort bis es zu dunkel wurde.

Im Wohnmobil kochte ich uns dann unser Abendessen – ratet mal, was es gab ……

Richtig, Nudeln mit Bolognese-Soße, Mais und dazu frisches Obst,….. Ich habe ein Déjà-vu,….

Aber unser Gas zeigte inzwischen schon die rote Lampe an. Na mal sehen, wo ich das auffüllen lassen kann…..

Übrigens: Laut den Kindern hat sich heute unser ganz persönlicher Schutzengel gezeigt (So interpretierten sie diese Wolkenformation) Er hat gute Arbeit geleistet, denn wir sind heile und gesund nach Hause gekommen, ohne Unfall, ohne Stürze, ohne Krankheiten.

Abendhimmel und besondere Wolkenformation bei Flagstaff

Das letzte Foto von diesem Bericht ist zugleich schon die Ankündigung für den kommenden Bericht, denn dann nehme ich euch mit auf die Historische Route 66

Route-66-Holzbär am Woody Mountain Campground

Gute Nacht zusammen!!!!!

Danke, dass ihr auch heute wieder mitgefahren seid :)

Und an der Stelle auch mal ein dickes Dankeschön für das viele Feedback, welches ich bekomme.
Da macht das schreiben gleich noch viel mehr Spaß !!!!!



FAQ: Bedrock City und Meteor Crater

Gibt es Bedrock City beziehungsweise den Fred-Feuerstein-Park noch?

Ja. Bedrock City ist weiterhin geöffnet, gehört heute aber zur Raptor Ranch. Der Betreiber bezeichnet die Anlage als historischen Cartoon-Park aus den 1970er-Jahren und gibt an, sie dauerhaft geöffnet zu halten. Viele Gebäude, Figuren und Fahrzeuge sind weiterhin vorhanden.

Wie sind die Öffnungszeiten von Bedrock City?

Bedrock City ist nach Angaben der Raptor Ranch täglich von 8 Uhr bis Sonnenuntergang geöffnet. Da sich Öffnungszeiten ändern können, sollte man sie vor der Anfahrt noch einmal auf der offiziellen Website prüfen.

Wie viel kostet der Eintritt in Bedrock City?

Der aktuelle Eintritt beträgt 12 US-Dollar pro Person. Kinder bis einschließlich fünf Jahre sowie Gäste des angeschlossenen Campgrounds dürfen Bedrock City kostenlos besuchen. Bei unserem Besuch kostete der Eintritt noch 5 US-Dollar pro Person.

Welche Attraktionen gibt es heute auf der Raptor Ranch?

Neben Bedrock City gehören heute unter anderem Greifvogel-Angebote, der Campingplatz und Fred’s Diner zur Raptor Ranch. Einzelne Greifvogelbegegnungen oder Veranstaltungen können eigene Termine und Preise haben.

Wie sind die Öffnungszeiten des Meteor Crater?

Das Besucherzentrum des Meteor Crater ist derzeit täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Für Feiertage, Veranstaltungen oder wetterbedingte Einschränkungen sollte man die Angaben auf der offiziellen Website prüfen.

Wie viel kostet der Eintritt zum Meteor Crater?

Der reguläre Eintritt kostet derzeit 29 US-Dollar für Erwachsene von 13 bis 59 Jahren, 25 US-Dollar für Kinder von 6 bis 12 Jahren und 27 US-Dollar für Senioren ab 60 Jahren. Kinder bis fünf Jahre sind kostenlos. Bei unserem Besuch 2017 zahlten wir 18 US-Dollar für einen Erwachsenen und jeweils 9 US-Dollar für die Kinder.

Was ist im Eintritt zum Meteor Crater enthalten?

Zum regulären Eintritt gehören die Aussichtspunkte am Krater, das Discovery Center & Space Museum, das COLLISION!-4D-Kino, der Film „IMPACT!“ und die regulären geführten Touren am Kraterrand. Die Durchführung von Touren kann vom Wetter abhängen.

Wie viel Zeit sollte man für den Meteor Crater einplanen?

Für den Krater, das Museum, die Filme und die interaktiven Stationen sollte man mindestens zwei Stunden einplanen. Wer zusätzlich an einer Führung teilnimmt oder sich alle Ausstellungen in Ruhe ansehen möchte, braucht entsprechend länger.

Kann man Bedrock City und den Grand Canyon miteinander verbinden?

Ja. Bedrock City liegt in Valle direkt an der State Route 64, über die viele Besucher zwischen Williams und dem South Rim des Grand Canyon fahren. Vom South Rim sind es ungefähr 30 bis 40 Minuten Fahrt. Die Kombination passt deshalb gut auf dem Weg zum oder vom Grand Canyon.

Kann man den Meteor Crater mit dem Grand Canyon verbinden?

Grundsätzlich ja, beide Attraktionen an einem Tag wären jedoch ein straffes Programm. Vom South Rim des Grand Canyon fährt man ungefähr zweieinhalb Stunden zum Meteor Crater. Sinnvoller ist die Verbindung als Reisetag vom Grand Canyon über Bedrock City und Flagstaff Richtung Winslow beziehungsweise Route 66 – so haben wir es gemacht und das war recht stressfrei

Liegt der Meteor Crater direkt an der Route 66?

Der Meteor Crater liegt wenige Minuten südlich der Interstate 40 bei Exit 233 und nahe der historischen Route 66. Von Flagstaff sind es nach Betreiberangaben ungefähr 35 Minuten Fahrt.

Ist der Meteor Crater für Kinder geeignet?

Ja. Neben den Aussichtspunkten gibt es ein interaktives Museum, Filme, Experimente und Angebote, bei denen Kinder die Folgen eines Meteoriteneinschlags nachvollziehen können. Unsere Kinder hatten vor allem an den Computersimulationen großen Spaß – auch wenn dabei die Erde mehrfach vernichtet wurde.

Stand der praktischen Angaben: Juli 2026.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise können sich kurzfristig ändern. Bitte prüft sie vor eurem Besuch auf den offiziellen Seiten von Bedrock City / Raptor Ranch und Meteor Crater.

Unser Roadtrip an der USA-Westküste


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Falls du selbst einen Roadtrip durch den Westen der USA planst oder mit Kindern in die USA reisen möchtest, findest du hier noch mehr hilfreiche Beiträge aus unserem Blog:

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FAQ USA mit Kindern – 11 ehrliche Antworten aus 3 Reisen
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