Magnetic Island, eine kleine Insel vor Townsville, war für mich einer dieser Orte, auf die ich mich schon vor der Reise riesig gefreut hatte. Die Insel ist vor allem für ihre Koalas in freier Wildbahn, den Forts Walk, schöne Buchten und entspannte Strände bekannt. Genau das wollte ich mit meinen drei Teenagern erleben. Dass unser Tag auf Magnetic Island dann allerdings mit Pannen, Heimweh, einer unerwarteten Unterkunftskatastrophe und am Ende sogar mit einer Nacht im 5-Sterne-Hotel enden würde, ahnte ich morgens noch nicht. Zwischen Fähre, Bus, Koalas und ganz viel Gefühlschaos wurde dieser Ausflug jedenfalls alles andere als das, was wir eigentlich geplant hatten.
Dieser Tag war eine absolute emotionale Achterbahn. Mit Höhepunkten – aber auch Tiefpunkten,…
So eine Gefühlsachterbahn hatte ich zuletzt bei unserer Anreise zum Flughafen

Seiteninhalt
- Von Mission Beach Richtung Townsville
- Pause in Cardwell direkt am Meer
- Tully, eine Figur mit Pferd und plötzlich Heimweh 110 Prozent
- Townsville, falsches Terminal und die zweite Reisepanne des Tages
- Mit der falschen Fähre, aber immerhin überhaupt rüber
- Busfahren auf Magnetic Island: überraschend einfach und ziemlich günstig
- Dann kam die Unterkunftspanne, auf die ich sehr gut hätte verzichten können
- Ein Hotel mit goldenen Kofferwagen. Also eindeutig nichts für uns.
- Zum Glück wartete danach endlich das, worauf ich mich so gefreut hatte
- Forts Walk: Palmen, Aussicht – und erst einmal keine Koalas
- Und dann der erste Koala. Wow.
- Zurück zum Hotel, Pie aus dem Supermarkt und Tiefkühl-Pizza in der Luxusunterkunft
- Am nächsten Morgen: Start mit 5****-Frühstück
- Noch einmal Koalas sehen
- Geocaching in Australien: Unser erstes Queensland-Abzeichen
- Häufige Fragen zu Magnetic Island
- Wie kommt man von Townsville nach Magnetic Island?
- Welche Fähre nach Magnetic Island ist die richtige?
- Braucht man auf Magnetic Island ein Auto?
- Wie sind die Busverbindungen auf Magnetic Island?
- Wo sieht man Koalas auf Magnetic Island?
- Gibt es außer dem Forts Walk noch andere Orte für Tiere?
- Wie viele Koalas leben auf Magnetic Island?
- Ist Magnetic Island mit Kindern geeignet?
- Wie viel Zeit sollte man für Magnetic Island einplanen?
- Reiseplanung für Australien
- Sommerurlaub: Die Anreise – Fliegen mit 5 Kids
Von Mission Beach Richtung Townsville
Der Morgen begann erst einmal mit Videotelefonie mit meinem Mann. Inzwischen unser Ritual, wenn wir gutes WLAN hatten.
Ich ärgerte ihn dann immer mit einem Satz, den der ein oder andere von euch vielleicht aus dem Fernsehen kennt – und auch evtl. in meinen Storys gesehen hat:
Guten Abend Deutschland – Guten Morgen Australien!!!!
Ich war ja nun schon öfters in anderen Zeitzonen unterwegs.
Und trotzdem ist es immer wieder faszinierend. Wir telefonieren, oft sogar Videotelefonie – aber er ging ins Bett, wir standen auf. Wir saßen in Australien, er war zu Hause, und zwischen uns lagen nicht nur ein paar Stunden Zeitverschiebung, sondern gefühlt eine ganze Welt.
Danach wollten wir mit dem Greyhound weiter nach Townsville und von dort rüber nach Magnetic Island. Die ganze Dramatik mit dem nicht auftauchenden Uber am Morgen hatte ich schon im letzten Beitrag erzählt [ ->Der Uber-Stress in Mission Beach] .
Nur so viel: Am Ende saßen wir doch noch im richtigen Bus. Viel zu knapp. Viel zu hektisch. Aber drin.
Ich war so erleichtert. Entnervt. Abgespannt. Voller Vorfreude. Mehr Emotionen passten in dem Moment ehrlich gesagt gar nicht gleichzeitig in meinen Kopf.
Pause in Cardwell direkt am Meer
In Cardwell machten wir Pause. Direkt am Meer. Ein Bistro, eine warme Mahlzeit, das tat nach dem ganzen Morgen richtig gut. Dazu noch Snacks und Getränke für unterwegs, einmal WC und dann ging es mit dem Greyhound weiter Richtung Townsville.
Die Scheine von dem Foto hatte ich übrigens in eine extra innenliegende Reißverschlusstasche meiner Jacke gesteckt, weil ich sie mit nach Hause nehmen wollte. Ich habe aus vielen Ländern Münzen und teilweise auch Scheine aufgehoben. Aber ich spoiler mal: Diese Scheine haben es nicht bis nach Deutschland geschafft. Allerdings aus einem Grund, den ihr jetzt noch nicht einmal ansatzweise erraten könnt…



Tully, eine Figur mit Pferd und plötzlich Heimweh 110 Prozent
Gut gestärkt ging die Fahrt mit dem Greyhound weiter.
Und dann sah ich diese eine Figur. Ein Bauer, der mit einem Pferd sein Land bearbeitet. Ich sah es und auf einmal kam das Heimweh durch. Es traf mich völlig unerwartet.
Diese Figur. Fast das gleiche Motiv haben meine Eltern im Esszimmer hängen. Denn genauso hat mein Vater damals das Land bearbeitet, mit einem Kaltblut vor dem Pflug und er dahinter. Und nun sah ich das. Hier. In Australien. Auf der anderen Seite der Erde.
In dem Moment brachen bei mir alle Dämme. Und selbst jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, habe ich wieder Tränen in den Augen, weil ich diesen Moment immer noch so sehr fühle. Es war nur eine Figur. Und gleichzeitig war es so viel mehr.





Townsville, falsches Terminal und die zweite Reisepanne des Tages
In Townsville hielt der Greyhound direkt am Terminal. Eigentlich praktisch. Nur leider nicht an dem Terminal, von dem unsere Fähre ablegte.
Denn nein, wir fuhren nicht mit der üblichen schnellen Passagierfähre, sondern mit Magnetic Island Ferries. Genau das hatte ich falsch recherchiert und entsprechend dann auch falsch gebucht ….. Auch eine Leistung.
Der Ableger war auf der gegenüberliegenden Hafenseite. Hinlaufen war keine Option. Also wieder Uber.
„Mama, du machst so einen Fehler?“
Ja. Offenbar machte ich so einen Fehler.
Das war Reisepanne Nummer zwei an diesem Tag. Und längst noch nicht die schlimmste. Aber das wussten wir da noch nicht.
Wo genau liegt Magnetic Island?
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Weitere InformationenMit der falschen Fähre, aber immerhin überhaupt rüber
Ja, falsche Fähre gebucht,… die Autofähre … Aber die Überfahrt war am Ende völlig okay. Hauptsache, wir kamen endlich auf die Insel, auf die wir mich so gefreut hatten.




Als wir ankamen, sah ich gleich dieses Schild mit verschiedenen Orten und Entfernungen. Auch Berlin stand darauf. Über 14.000 Kilometer. Heimwehattacke Nummer zwei. Irgendwie war ich an dem Tag sehr zart besaitet ….
Und da ahnte ich noch nicht, was mir wenig später zum dritten Mal Tränen in die Augen treiben würde. Kein Heimweh. Sondern Reisepanne Nr. 3 für diesen Tag,…. Und die war wirklich zum heulen,….

Busfahren auf Magnetic Island: überraschend einfach und ziemlich günstig
Im Vorfeld hatte ich recherchiert und wusste deshalb schon, dass es eine gute Busverbindung auf Magnetic Island gibt. Und tatsächlich: Mit dem Bus kommt man fast überall hin. Vom Hafen zu den Unterkünften, Richtung Arcadia, Horseshoe Bay und auch zum Forts Walk.
Bei uns war das damals wirklich günstig. Das fand ich sehr erstaunlich – ein Ort voller Touristen, aber trotzdem faire und humane Preise. Gerade auf Magnetic Island braucht man deshalb nicht zwingend ein Auto. Wer in den Siedlungen oder im Nomads wohnt oder die typischen Ziele sehen möchte, kommt mit dem Bus sehr gut zurecht. Vielleicht ist das auch so gewollt, um die Straßen zu entlasten.
Auf jeden Fall als Info für euch: Wenn ihr in den Orten eure Unterkunft habt, zu den bekannten Stränden oder zum „Koala“-Walk möchtet, erreicht ihr das alles günstig und bequem mit dem Bus.
Und dann sah ich unterwegs auch noch mein erstes Koala-Straßenschild. Sofort happy. Allein so ein Schild reichte schon, um die Vorfreude noch mehr zu steigern!

Dann kam die Unterkunftspanne, auf die ich sehr gut hätte verzichten können
Mit dem Bus fuhren wir erst einmal zu unserer Unterkunft. Es war das Nomads, gebucht über Hostelworld. Gebucht war also alles. Die Bestätigung hatten wir auch. Ich dachte wirklich, damit sei das Thema Unterkunft für diesen Tag erledigt.
Wir kamen an, standen an der Rezeption, alles ganz normal. Und dann kam die Frage: Wie alt sind die Zwillinge?
„16“, sagte ich.
Und dann kam dieser Satz, mit dem ich in dem Moment überhaupt nicht gerechnet hatte: „Dann dürfen sie hier nicht übernachten, weil an dem Abend eine Veranstaltung sei und Alkohol ausgeschenkt werde.“
Ich weiß noch, wie ich erst einmal nur dastand und innerlich dachte: Bitte was?
Gebucht war die Unterkunft. Die Bestätigung hatte ich schwarz auf weiß. Und trotzdem standen wir nun da und bekamen vor Ort gesagt, dass es nicht geht. Bei Hostelworld hieß es hinterher, das hätte irgendwo gestanden. Ich habe es definitiv nicht gesehen.
Sonst hätte ich das mit minderjährigen Kindern natürlich niemals gebucht. (Zu Hause habe ich gründlich geschaut, es stand ganz klein bei den Hausregeln als Nebentab der Unterkunftsbeschreibung…)
Ja. Und dann stand ich da.
Nachmittags gegen 16 Uhr.
Mit drei Teenagern.
Auf einer Insel.
Auf einer nahezu ausgebuchten Insel.
Und wir hatten keine Unterkunft…
Ich hätte in dem Moment wirklich heulen können. Vielleicht habe ich das auch ein klitzekleinwenig,…
Aber das bringt nichts. Also: Lösung suchen.

Meine Älteste telefonierte die Hotels ab, von denen wir die Nummern vom Nomads bekommen hatten. Ich suchte parallel auf Hotelplattformen. Sie bekam nur Absagen. Und ich fand genau ein freies Hotel. Direkt am Hafen. Fünf Sterne. Frei war noch ein Apartment mit zwei Schlafzimmern, Küche und Waschmaschine.
Der Preis? …. entsprechend. Um 300 Euro. Für eine Nacht …
Ich hatte keine andere Wahl und buchte es ….
Ganz toll, Elly.
Also wieder zurück mit dem Bus zum Hafen…

Mir war grad nicht zum lachen ….

Ein Hotel mit goldenen Kofferwagen. Also eindeutig nichts für uns.
Im Hotel angekommen, rollten diese goldenen Kofferwagen durchs Bild, und meine Jüngste stellte direkt fest:
„Mama, das ist ja ein Hotel mit Kofferwagen!!! Wow, in so einem Hotel waren wir doch noch nie!“
Ja. Das ist bei uns immer so ein Merksatz: Ein Hotel mit goldenen Kofferwagen ist preislich meistens eher nichts für uns.
Das Zimmer war dann allerdings wirklich top.
Zwei Schlafzimmer, Küche, Waschmaschine, viel Platz.
Statt Hostel mit zwei Etagenbetten nun eine Suite. Wohin sollte das führen? Alle anderen Unterkünfte der Reise waren wieder wie gewohnt low budget, aber dies war nach Mission Beach nun schon die 2. Luxus-Unterkunft hintereinander,…. ohweh.
Ich spoiler mal: Wir würden auf dieser Reise auch noch das absolute Gegenteil von diesem Hotel erleben …
Ohne das zu ahnen genossen wir nun den Comfort dieser Suite
Weil alles so schnell ging (wir wollten eigentlich noch vor dem Sonnenuntergang zum Fort Walk zum Koalas gucken) habe ich keine Fotos vom Zimmer und habe daher nur Screenshots aus einem WhatsApp-Video für meine Familie… War bis dahin absolut nicht mein Tag ….

Hier könnt ihr das Hotel buchen: Peppers Blue on Blue Resort Magnetic Island
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Wir stellten erst einmal Wäsche an und versuchten, nach diesem Tag wieder halbwegs in der Spur zu landen und zu unserem eigentlichen Tagesplan zurück zu kehren:
Den Fort Walks entlang spazieren in der Hoffnung, Koalas in freier Wildbahn zu sehen
Zum Glück wartete danach endlich das, worauf ich mich so gefreut hatte
Waschmaschine lief, unsere Rucksäcke waren gepackt – und wir waren nur 2 Stunden hinter unserem eigentlichen Zeitplan,…. ob wir nach diesem pannenreichen Tag überhaupt noch Koalas sehen würden bezweifelte ich ….
Mit dem Bus – der ja praktischerweise quasi direkt vor dem Hotel hält – fuhren wir zum Forts Walk. Die Haltestelle liegt direkt am Startpunkt.
Nützlich für die Planung
Der Forts Walk ist die bekannteste Wanderung auf Magnetic Island. Der Weg führt hinauf zu alten Befestigungsanlagen aus dem Zweiten Weltkrieg und ist gleichzeitig die bekannteste Strecke, wenn man auf Magnetic Island nach wilden Koalas sucht. Wer ohne Auto unterwegs ist, kommt mit dem Bus gut bis in die Nähe des Startpunkts.
Forts Walk: Palmen, Aussicht – und erst einmal keine Koalas
Kurz vor Sonnenuntergang dort aufzuschlagen war vielleicht nicht die klassische Lehrbuch-Empfehlung. Früh morgens wäre klüger gewesen. Aber nun ja. Der Tag hatte bis dahin ohnehin schon seinen ganz eigenen Stil… Wir waren froh, überhaupt dort zu sein.
Der Weg selbst gefiel uns sofort.
Kein langweiliger Spaziergang auf asphaltierter Strecke, sondern ein richtig schöner Trail, leicht bergauf, stellenweise Schotterweg, mit immer wieder tollen Blicken auf die Buchten, in denen das Meer in den verschiedensten Blautönen schimmerte. Magnetic Island war wirklich eine Perle. Viel mehr als nur dieser eine bekannte Koala-Weg.








Nur die Koalas selbst sahen wir nicht. Wir fragten Spaziergänger, welche uns entgegen kamen, aber auch sie hatten keine gesehen. Eine Familie sagte dann aber, dass weiter oben einer im Baum wäre. Vorfreude!!!!!
Apropos Baum: Man läuft dort irgendwann automatisch mit nach oben gerecktem Kopf durch die Gegend und starrt in jeden halbwegs verdächtigen Eukalyptusbaum. Zwischendurch schaut man wieder auf den Boden, weil Leute manchmal kleine Pfeile markieren, wenn irgendwo weiter vorne ein Koala sitzt.
Das erste Tier, welches wir entdeckten, war kein Koala, aber genauso faszinierend:

Schnabeligel in Australien
Der Schnabeligel, auch Ameisenigel genannt, gehört zu den wenigen eierlegenden Säugetieren der Welt. In Australien kann man ihn mit etwas Glück in freier Natur sehen, meist eher ruhig und unauffällig unterwegs auf der Suche nach Ameisen und Termiten. Für uns war die Begegnung deshalb etwas ganz Besonderes.
Und dann der erste Koala. Wow.
Und dann sahen wir ihn. Unseren ersten Koala in freier Wildbahn.
So toll. So schön. So ein Moment, in dem man einfach nur denkt: Wir sind wirklich in Australien.
Und gleichzeitig war es letztlich auch recht unspektakulär. Denn er saß in einer Astgabel und schlief. Koalas schlafen sehr viel.
Er schlief da oben in seiner Astgabel und ahnte nicht im Geringsten, wie glücklich er uns in diesem Moment machte.

Ohne Hinweis hätten wir ihn bestimmt garnicht entdeckt
Es entschädigte alles. Wirklich alles. Der Stress mit dem Uber. Die falsche Fähre. Das Hoteldesaster. Für einen Moment war alles vergessen. Wir standen nun hier, unter uns dieser Weg, um uns herum diese wunderschöne Umgebung, und direkt über uns ein Koala. In freier Wildbahn.
Nach der ersten Begeisterung standen wir einfach nur da, schauten hoch und freuten uns soooo sehr.
Es war dieser Moment:
Wir sind wirklich in Australien!

Inmitten des Dickichts hörte ich ein Geräusch. In der Hoffnung auf einen Koala lief ich etwas in das Dickicht hinein.
Einen Koala entdeckte ich nicht, das Geräusch hatte ein anderes Tier verursacht:

Wir liefen noch ein Stück weiter den Forts Walk entlang bis hoch zur Ruine der Verteidigungsanlage in der Hoffnung, noch einen Koala zu sehen. Die Sonne senkte sich immer mehr gen Horizont.
Was sind die Forts auf Magnetic Island?
Die Forts auf Magnetic Island sind keine Burg, sondern Überreste einer Küstenverteidigungsanlage aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie wurden 1943 gebaut, um den Hafen von Townsville vor möglichen Angriffen zu schützen. Heute führt der The Forts Walk an alten Beobachtungsposten, Betonruinen und Geschützstellungen vorbei und verbindet Geschichte, Aussicht und mit etwas Glück sogar Koalas am Wegesrand.




Manchmal sind es gar nicht nur die großen Tiere, die faszinieren. Mein Sohn entdeckte an einer Stufe ein kleines, aber auch sehr besonderes Tier: Eine kleine Gottesanbeterin

Wir liefen weiter und entdeckten auf dem Weg das hier:

Manche Menschen sind bei den Koala-Hinweisen sehr kreativ.
Meistens sind es einfach nur Pfeile aus Ästen
Dieses mal saß der Koala direkt über dem Weg. So nah. Unglaublich. So ein unbeschreibliches Gefühl. Wir standen ewig dort und haben ihn einfach beim Schlafen zugesehen.

Es dämmerte und wir machten uns glücklich zurück zur Bushaltestelle.

Zurück zum Hotel, Pie aus dem Supermarkt und Tiefkühl-Pizza in der Luxusunterkunft
Während wir zurück zum Bus liefen, wurde es langsam Abend. Später ging es wieder zurück zum Hotel am Hafen. Direkt daneben lag ein Supermarkt.
Die Kinder griffen sehr viel weniger experimentierfreudig wieder zu einer in Deutschland bekannten Marke… Und auch anderen Leckereien, welche sie aus Deutschland kannten … da fliegt man auf die andere Seite der Erde, und dann …. nein, mir war es eigentlich egal. Die Kinder waren happy.
Und ich freute mich nach diesem aufregenden Tag auf mein kuschelweiches Bett.





Australien. Koalas. Insel. Luxushotel.
Aber abends Tiefkühlpizza. Genau mein Humor.
Wir haben aber auch noch die typischen Australian Pies probiert.
Was soll ich sagen …. wir haben sie öfters in Australien gegessen und es gibt da große Unterschiede beim Geschmack.
Wenn sie gut zubereitet werden, schmeckten sie sehr gut. Die aus der Tiefkühlung dagegen waren gar nicht unser Fall.
Der Abend klang dann sehr ruhig aus. Dieser Tag war so eine emotionale Achterbahn … , so viele Pannen, Heimweh, … und Koalas gesehen.
Gute Nacht von Magnetic Island
Am nächsten Morgen: Start mit 5****-Frühstück
Am nächsten Morgen gab es ein grandioses 5-Sterne-Frühstück.
„Mama, du kannst dich gerne öfter so vertun!“
Sie waren wirklich sehr begeistert. Vom Hotel. Von den Zimmern. Und jetzt von dem wirklich sehr guten Frühstück mit einer großen Auswahl von Brot, Aufschnitt, Müsli, Obst usw, aber auch zB Nudeln oder Kartoffelecken.
Mein Urlaubsbudget war eher nicht so begeistert.
Es mag den ein oder anderen geben, der jetzt denkt: Wieso, ist doch ein normales Hotel.
Für uns ist es das nicht. Wir reisen gerne und auch gerne öfter mal – und da sitzen solche Unterkünfte nicht drin.
Nun, ich konnte die Situation nicht ändern.
Auch nicht, wenn ich mich ärgern würde.
Also nahm ich es so an, wie es war – und genoss es einfach.
Ich genoss den leckeren Kaffee, das gute Brot, das Obst, die Aussicht, den nächsten Kaffee – und ich genoss es sehr, nach dem Frühstück nicht aufräumen oder spülen zu müssen.
Und ich freute mich auf unseren Spaziergang später am Forts Walk.



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Noch einmal Koalas sehen
Nach dem guten Frühstück checkten wir aus. Unsere Koffer konnten wir im Hotel lassen.
Also zogen wir nur mit unseren Rucksäcken los.
Mit dem Bus fuhren wir noch einmal zum Forts Walk.



Es war sonnig und warm an diesem Vormittag im August. Kurz hatten wir überlegt, ob wir diesmal einen anderen Weg nehmen sollten. Aber der Forts Walk ist einfach schön zu laufen, bietet immer wieder tolle Ausblicke und hat nun einmal die besten Chancen auf Koalas.

An diesem Vormittag war deutlich mehr los als am Vortag.

Zwar verliefen sich die Menschen auf dem Weg erst noch ganz gut, aber das änderte sich schlagartig, sobald irgendwo ein Koala im Baum saß.
Dann standen sofort zehn, fünfzehn Leute darunter, brabbelten laut, riefen herum, und einer kam sogar auf die grandiose Idee, am Stamm zu rütteln, um den Koala zu wecken. So unmöglich. Die Kinder schüttelten auch nur den Kopf. Irgendwann sagte ich zu ihnen: „Guck mal, alle erwachsen, und trotzdem seid ihr gerade deutlich reifer als manche hier.“

In dem Baum saßen gleich zwei Koalas. Einer saß tief unten in einer Astgabel und etwas weiter oben in der Baumkrone saß ein Jungtier. So klein. So süß. Und natürlich ebenfalls schlafend.
In solchen Momenten denke ich regelmäßig: Im nächsten Leben werde ich Koala. Alle finden mich entzückend, selbst wenn ich schlafe, und offenbar darf ich das dann fast den ganzen Tag.
Koalas schlafen oft bis zu 20 Stunden täglich, weil ihre Eukalyptusnahrung so energiearm ist und die Verdauung davon viel Kraft kostet.
Wir liefen wieder den kompletten Walk entlang.
Fotos vom Forts Walk










Der Blick nach unten lohnt sich auch. Schaut mal, was ich entdeckt habe. Seht ihr es? Ziemlich mittig


Erinnerte mich von den Farben her etwas an die kleine Echse, die wir in Namibia gesehen haben
Wir sahen noch mehr Koalas


Ein Mini-Koala



Irgendwann wurde uns das Ganze mit den Menschen einfach zu anstrengend. Vor allem mit denen, die meinten, ausgerechnet ein schlafender Koala müsse jetzt bitte für sie und deren Kamera irgendwas performen. Manchmal braucht es einfach Geduld. Wir haben bei einem Koala ca 20 Minuten gewartet, bis er sich etwas gestreckt hat und sich in der Astgabel umgedreht hat. Sooo niedlich.
Wir fuhren mit dem Bus zurück und stiegen in Arcadia aus. Dort gab es einen kleinen Supermarkt. Die Kinder stöberten nach Mitbringseln für ihre Freunde, wir kauften Eis und kalte Getränke und gingen dann rüber zur Alma Bay.

Dort saßen wir mit unserem Eis im Schatten der Palmen und blickten auf dieses unglaublich blau-türkise Meer. Alma Bay ist nicht ohne Grund einer der beliebtesten Strände der Insel. Der Strand liegt geschützt, ist gut zugänglich und gerade für Familien angenehm. In dem Moment war es einfach nur schön. Eis im Palmen- Schatten, Meer und zum ersten mal das Gefühl, dass Magnetic Island so viel mehr ist als nur Koala-Walk.




Geocaching in Australien: Unser erstes Queensland-Abzeichen
Anschließend fuhren wir weiter zum Hafen. Bis unsere Fähre ablegte, hatten wir noch etwas Zeit. Also spazierten wir noch ein wenig durch die Siedlung zum Nelly Bay Public Park.
Dort lag ein Geocache, den wir natürlich noch mitnahmen. Für diesen Cache bekamen wir das Abzeichen für Queensland, worüber wir uns ziemlich freuten.


Es war unser zweiter Cache in Australien.
Den ersten haben wir beim Geocaching am Uluru gefunden
Am Heliport entdeckten wir dann mehrere Rock Wallabies. Genauer gesagt: Allied Rock-Wallabies. Das sind kleine Verwandte der Kängurus, also ebenfalls Beuteltiere aus der Familie der Känguruartigen. Sie sind deutlich kleiner als die großen Kängurus, eher kompakt gebaut, mit langem Schwanz und kräftigen Hinterbeinen.
Typisch ist, dass sie felsige Bereiche lieben und erstaunlich geschickt über Steine und Felsen springen. Auf Magnetic Island sieht man sie besonders häufig rund um Geoffrey Bay, vor allem am frühen Morgen oder gegen Abend.
Danach hatten wir noch Zeit für den Strand dort. Unzählige Korallenstücke waren angespült worden, jedes anders, jedes auf seine Art schön. Ich fand sie wundervoll anzusehen und gleichzeitig auch traurig. So viel Schönheit, einfach angespült im Sand.











Irgendwann war es dann Zeit, zurück zum Hotel zu gehen. Wir holten unsere Koffer und liefen zur Fähre. Vom Schiff aus sahen wir noch mehr Rock Wallabies. Und dann verabschiedeten wir uns von Magnetic Island.



Es ist wirklich schade, dass viele diese Insel nur für den Forts Walk und die Koalas kennen. Haben wir ja letztlich auch erst einmal so gemacht. Aber Magnetic Island bietet so viel mehr. So viele schöne Buchten, tolle Strände, gute Wanderwege, Schnorchelspots und Aussichtspunkte. Zum Beispiel Geoffrey Bay zum Schnorcheln und für Rock Wallabies, Horseshoe Bay, der Butterfly Walk im Winter, West Point zum Sonnenuntergang und Aussichtspunkte wie Hawkings Point genannt.
Mir tat es wirklich leid, dass wir nicht länger geblieben waren.
Wenn ihr plant und die Zeit habt, dann bleibt dort nicht nur eine Nacht. Diese Insel hat deutlich mehr verdient.
Häufige Fragen zu Magnetic Island
Wie kommt man von Townsville nach Magnetic Island?
Von Townsville aus fahren Fähren nach Magnetic Island. Viele nehmen die schnelle Passagierfähre, wir waren mit Magnetic Island Ferries unterwegs. Beide Verbindungen bringen dich nach Nelly Bay auf der Insel. Wenn du mit dem Greyhound oder ohne Mietwagen reist, ist die Anreise gut machbar. Wichtig ist nur, vorher wirklich genau zu prüfen, welches Terminal du gebucht hast.
Welche Fähre nach Magnetic Island ist die richtige?
Das hängt davon ab, wie du reist. Die schnelle Passagierfähre ist für viele die naheliegende Wahl. Magnetic Island Ferries ist besonders dann interessant, wenn du mit Fahrzeug unterwegs bist, nimmt aber auch Fußpassagiere mit. Wer ohne Auto reist, sollte vor allem auf das richtige Terminal achten.
Braucht man auf Magnetic Island ein Auto?
Nein, nicht zwingend. Wenn du am Hafen, in Arcadia, Horseshoe Bay oder Picnic Bay wohnst und die typischen Ziele der Insel sehen willst, reicht der Bus völlig aus. Auch der Forts Walk ist damit gut erreichbar. Ein Auto lohnt sich eher dann, wenn du ganz unabhängig sein willst oder deutlich abgelegener wohnst.
Wie sind die Busverbindungen auf Magnetic Island?
Für Urlauber sind sie wirklich praktisch. Der Linienbus verbindet den Fährhafen in Nelly Bay mit Arcadia, dem Bereich rund um den Forts Walk, Horseshoe Bay und Picnic Bay. Gerade für ein paar Tage auf der Insel ist das völlig ausreichend und deutlich entspannter, als man im ersten Moment vielleicht denkt.
Wo sieht man Koalas auf Magnetic Island?
Die bekannteste Stelle ist ganz klar der Forts Walk. Genau deshalb kommen die meisten überhaupt dorthin. Entlang des Weges stehen viele Eukalyptusbäume, und dort werden Koalas regelmäßig gesichtet. Eine Garantie gibt es natürlich nie, aber wenn du gezielt wilde Koalas auf Magnetic Island sehen möchtest, ist dieser Weg die beste Adresse.
Gibt es außer dem Forts Walk noch andere Orte für Tiere?
Ja. Geoffrey Bay ist zum Beispiel bekannt für Rock Wallabies, vor allem am späten Nachmittag und gegen Abend. Für Koalas bleibt der Forts Walk aber die stärkste und bekannteste Stelle. Gerade mit Kindern ist diese Mischung aus kurzer Wanderung, Aussicht und Tierbeobachtung ziemlich dankbar.
Wie viele Koalas leben auf Magnetic Island?
Magnetic Island ist bekannt für seine große Koala-Population. Genau das macht die Insel für viele so besonders, wenn sie wilde Koalas in Australien sehen möchten.
Ist Magnetic Island mit Kindern geeignet?
Ja, absolut. Die Insel ist überschaubar, schnell erreichbar und bietet eine gute Mischung aus Stränden, Tierbeobachtungen, einfachen Wegen und Busverbindungen. Gerade wenn Kinder Tiere mögen, ist Magnetic Island ein sehr schöner Stopp. Wer baden will, schaut sich am besten auch Alma Bay an.
Wie viel Zeit sollte man für Magnetic Island einplanen?
Ein Tagesausflug ist machbar, aber ehrlich gesagt zu schade. Eine Nacht oder besser zwei geben dir deutlich mehr Ruhe für den Forts Walk, einen Strand, den Bus über die Insel und vielleicht noch einen Sonnenuntergang. Sonst rennt man schnell nur von A nach B, und dafür ist Magnetic Island eigentlich zu schön.
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