Kategorie: Queensland

  • Australien: Unsere Auszeit in Mission Beach

    Australien: Unsere Auszeit in Mission Beach



    Zwischen dem letzten und diesem Bericht sind Wochen vergangen. Ich hatte eine größere Operation, nicht alles verlief optimal, und ich verbrachte viele Tage fast nur im Liegen.

    In dieser Zeit hatte ich viel Zeit zum Nachdenken – über sehr vieles.
    Auch über diesen Blog.

    Mache ich weiter mit dem Bloggen?
    Oder gebe ich elly-unterwegs nach über zehn Jahren auf?

    Ein Reisebericht entsteht nicht nebenbei. Fotos sichten und bearbeiten. Schreiben. Recherchieren. Strukturieren. SEO. Verlinken. Das ist keine Sache von zwei Abenden. Und ich arbeite daran nur abends – wenn Hausarbeit erledigt ist, Tiere versorgt sind und noch genug Energie bleibt.
    Dazu kommen noch die Kosten wie zB für den Server.

    Seit 2022 verloren laut Auswertungen rund 78 Prozent der untersuchten Reiseblogs deutlich an organischem Traffic. Das habe ich auch gemerkt. Weniger Sichtbarkeit. Weniger Rückmeldungen. Die Frage, ob sich all die Arbeit und auch das Geld, das ich in diesen Blog stecke, noch lohnt.

    Ich habe ernsthaft darüber nachgedacht, aufzuhören.
    Den Blog aufzugeben. Mein Baby.

    Ich habe es meiner Familie erzählt. Keiner wollte mir glauben. Jeder wusste, wie sehr ich das liebe. Und sie sagten: Starke Schmerzen und wochenlanges Liegen sind vielleicht keine Grundlage für so eine endgültige Entscheidung.

    Sie hatten recht.

    Und dann wurde mir etwas klar:

    ChatGPT und Co. können vieles.

    Aber persönliche Erfahrungen und echte Emotionen können nur wir Reiseblogger erzählen.

    Ich habe noch so viele persönliche Erfahrungsberichte. Von Australien. Von Sizilien. Von Afrika. Von Bosnien und Herzegowina. Von Montenegro. Von Deutschland.

    Vom Reisen mit Teenagern. Von all dem, was wir auf Reisen erlebt haben.

    19 Jahre Reisen mit Kindern.
    Seit 13 Jahren nur in den Ferien unterwegs.
    30 Länder. 5 Kontinente.

    So viel erlebt. So viel gelernt. So viel, was ich noch erzählen möchte.
    Und so viele Fotos, die ich noch zeigen könnte.

    Und wenn du das hier liest, dann bist genau du der Beweis:
    Ich werde noch gesehen.

    Und genau deshalb lohnt es sich, weiterzumachen.

    Einige Veränderungen habt ihr vielleicht schon bemerkt. Neues Theme. Neues Logo. Neue Struktur. Einiges ist bereits sichtbar, vieles läuft im Hintergrund.

    Aber dieser Beitrag ist mein Zeichen:

    Ich bin noch da.
    Und ich mache weiter.

    Wenn du meine Arbeit unterstützen möchtest, teile gern einen Beitrag, der dir gefallen hat. Manchmal reicht genau das.



    Reisezeit: Sommer 2025.
    Sydney – Rotes Zentrum – Ostküste
    Meine 3 Teenager und ich

    Australien Rundreise 2025 mit Teenagern



    Eine kleine Auszeit am Palmenstrand, Mission Beach

    Mission Beach. Bekannt für seinen traumhaften Palmenstrand.
    Ich hatte diesen Stopp in unsere straffe Rundreise gebaut, weil ich irgendwann beim Reise planen selbst gemerkt habe: So schön das alles geplant ist, wir bräuchten einmal einen Tag Urlaub mitten drin. Palmen, Meer, Eis, Sonnenuntergang. Einmal durchatmen und den Akku aufladen




    Passend dazu:

    Mit Greyhound durch Australien, unsere Erfahrungen ohne Auto

    Mission Beach Palmenstrand: Anreise

     

    Mittags kamen wir mit dem Greyhound in Mission Beach an

    Mission Beach – Infos kompakt

    Mission Beach liegt an der Cassowary Coast in Queensland, zwischen Cairns und Townsville. Der Ort ist klein und entspannt, bekannt für seinen langen Palmenstrand und als ruhige Pause zwischen zwei größeren Stopps. Für uns war es genau das: ein Tag ohne Programm, ohne „wir müssen“, einfach nur Strand, Meer und einmal durchatmen – auch mit Teenagern absolut machbar.

    Anreise klappt gut per Greyhound. Direkt nach Ankunft gibt es vor Ort Shuttle-Optionen, viele Unterkünfte helfen beim Transfer. Wer mit Zeitplan unterwegs ist, sollte Fahrten am Morgen nicht zu knapp planen, weil Taxi/Uber nicht in jeder Situation zuverlässig verfügbar sind.

    Beste Reisezeit ist in der Regel die Trockenzeit (ungefähr Mai bis Oktober). In der Regenzeit kann es sehr feucht werden, und je nach Saison gilt an der Küste Quallen-Schutz (Stinger Season) – dann wird häufig mit Stinger Suits oder in geschützten Bereichen gebadet.

    Mission Beach auf der Karte

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    Mittags erreichten wir nach einer entspannten Fahrt mit dem Greyhound unser Tages-Urlaubsziel: Mission Beach

    Ankunft in Mission Beach mit Greyhound

    Greyhound Station Mission Beach

    Ein Shuttle stand bereit und brachte uns für ein paar Dollar zum Castaways Resort.
    Wir hatten im Hotel angefragt, wie wir dorthin kommen und erfuhren schon vor der Reise von diesem Shuttleservice. Ansonsten hätte ich uns ein Uber bestellt.
    Apropos Uber, dazu schreibe ich später noch was.

    Angekommen im Castaway Resort direkt am Strand.
    Ihr kennt mich, ich brauche keinen Luxus. Aber dieses Hotel haben wir uns ausnahmsweise einmal gegönnt.

    Castaways Resort Mission Beach

    Das Zimmer war riesig, und dann kam der Balkonmoment

    Ein großes Viererzimmer wartete auf uns.

    Auf Instagram habe ich ein kurzes Video mit unserem persönlichen kleinen Gänsehautmoment hochgeladen.

     
     
     
     
     
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    Ein Beitrag geteilt von Elly Unterwegs (@elly_unterwegs)

    Der Balkon des Zimmers war mein persönliches Highlight.

    Balkonblick Mission Beach

    Meerblick. Palmen. Ein breiter Strand, leuchtend blaues Wasser. Ein Traum.

    Palmen machten mich einfach glücklich, das war schon immer so.

    Die Kinder schauten raus und einer sagte: „Wow. Das ist ja wie aus dem Reisemagazin.“

    Meerblick und Palmen Mission Beach

    Mission Beach: Blick aus dem Zimmer

    Blick aus meinem Schlafzimmer. Und dazu das Meeresrauschen.

    Ich war glücklich. Und sofort tiefenentspannt.

    Erst einmal auf dem Balkon sitzen und einfach nur da sein

    Statt sofort loszuziehen, saßen wir erst einmal auf dem Balkon und tranken etwas.
    Bzw, ich saß auf dem Balkon. Die Kids chillten auf ihren Betten, schrieben mit Freunden, surften durchs Internet.

    Ich hetze auf Rundreisen gerne durchs Programm. Und ich lerne es leider nicht, es anders zu machen. Im Gegenteil: vor allem nicht bei Reisezielen, von denen ich ziemlich sicher weiß: Da komme ich nicht so schnell wieder hin. Dann will ich immer alles mitnehmen, was geht.

    Aber eines habe ich inzwischen gelernt (ich werde ja auch nicht jünger): Zwischendurch braucht man auch mal eine Pause.

    Mission Beach war genau diese Pause.
    Einmal durchatmen. Einmal ohne Zeitstress. Einmal nichts planen.

    Eis und Kuchen unter Palmen, mit Meeresrauschen inklusive

    Später bekamen wir etwas Hunger und gingen ins Café im Garten. Dieser Palmengarten war ein Traum. Über uns wehten Palmenblätter, der Himmel war knallblau, und man hörte das Meer rauschen.

    Eis und Kuchen unter Palmen in Mission Beach

    Eis und Kuchen unter Palmen – wir genossen diesen Moment.
    Die Kinder schrieben Postkarten (finde ich schön, dass sie das trotz WhatsApp, Snapshat und Co noch machen) und einer meiner dreien sagte dann: „Okay, das ist wirklich schön.“ In Teenager Sprache war das ein Kompliment.

    Spaziergang unter Palmen am Strand von Mission Beach

    Danach chillten die Zwillinge im Zimmer, und meine Älteste und ich wollten einen Supermarkt suchen, um uns etwas für das Abendessen zu kaufen.
    Wir liefen noch Richtung Ort. Mission Beach war klein, und gefühlt eine Großbaustelle.
    Einen Supermarkt fanden wir nicht, zumindest nicht so, dass wir dachten: „Super, schnell noch was holen und gut.“ Also liefen wir wieder zurück. War auch okay. Einmal im Restaurant essen würde diesen perfekten Chilltag schön abrunden.
    Daher reservierten wir einen Tisch im Hotel.
    Eine Entscheidung, die auf Reisen manchmal einfach die beste ist, weil sie Stress spart und Zeit schenkt.

    Strandspaziergang Mission Beach

    Und dann gingen wir beiden zum Strand.

    Der Sand war weich, und wir fanden immer wieder Korallenstücke. Immer wieder lagen Kokosnüsse im Sand, aus manchen trieben schon kleine Minipalmen.

    Mission Beach Beach 1
    Mission Beach Beach 2
    Mission Beach Beach 3
    Mission Beach Beach 4

    Sand Bubbler Krabben filtern den feinen Strandsand nach winzigen Futterpartikeln und formen den „gereinigten“ Sand anschließend zu kleinen Kügelchen.
    So entstehen diese hübschen, oft sternförmigen Muster am Strand – wie hingezaubert.

    Sand Bubbler Muster Mission Beach

    Eine andere Krabbenart. Bzw der Panzer davon.

    Mission Beach Beach 5
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    Mission Beach Beach 13
    Mission Beach Beach 14

    Mama-Tochter-Zeit

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    Mission Beach Beach 30
    Mission Beach Beach 19

    Sonnenuntergang vom Balkon, ein Traum

    Abends kam der Moment, auf den ich mich den ganzen Tag gefreut hatte. Der Sonnenuntergang war vom Balkon aus zu sehen. Vom Balkon. 
    Ich lauschte dem lauten Gezwitscher der Lorikeets

    Das Licht wurde wärmer, das Meer dunkler, der Himmel bunter. Ein Traum war das.

    Mission Beach Sunset 8
    Mission Beach Sunset 1
    Mission Beach Sunset 2

    Vielleicht überrascht es euch nicht …. ich blieb nicht auf dem Balkon. Ich ging doch noch einmal kurz zum Strand.

    Mission Beach Sunset 3
    Mission Beach Sunset 5
    Mission Beach Sunset 6

    Auch hier flogen wieder viele Flughunde durch den Abendhimmel

    Mission Beach Abendstimmung

    Essen im Hotel und Mensch ärgere dich nicht

    Abendessen Mission Beach
    Restaurant im Hotel

    Danach aßen wir im Hotel. Das Essen war gut, irgendwie hatten wir so einen Hunger, dass ich nur den Burger meines Sohnes fotografiert habe.

    Später liehen wir uns ein Spiel aus. Mensch ärgere dich nicht. 

    Ich war so tiefenentspannt wie lange nicht mehr. Mir war es sogar egal, dass meine drei Kinder eine Allianz gegen mich gebildet hatten und es nur darum ging, mich zu schmeißen. Ich genoss es einfach. Und schmunzelte über die schadenfreudige Lache, wenn ich wieder geworfen wurde.

    Mensch ärgere dich nicht im Urlaub
    Mission Beach Nacht

    Gute Nacht aus Mission Beach

    Früh aufgestanden für den Sunrise, kaum Menschen, nur Palmen und Meer

    Früh am nächsten Morgen stand ich auf, machte mir einen Kaffee (ich liebe es, dass es in jeder Unterkunft Wasserkocher, Kaffee, Zucker und sogar Milch im Kühlschrank gab) und setzte mich auf den Balkon. Die Luft war frisch, aber herrlich klar. Das Meer rauschte so schön, und langsam begann die Morgendämmerung.

    Kaffee am Morgen Mission Beach

    Eigentlich wollte ich den Sonnenaufgang vom Balkon aus genießen. Aber – ihr ahnt es – ich ging dann doch an den Strand. Nur wenige Menschen waren dort. Ein paar Jogger, ein paar Hundebesitzer. Und auch ein paar Leute mit Kamera, die wie ich den schönen Sonnenaufgang festhalten wollten.
    Meer, Sonnenaufgang, Palmen … Ich war so glücklich.

    Mission Beach Sunrise 1
    Mission Beach Sunrise 2
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    Mission Beach Sunrise 3
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    Mission Beach Sunrise 1a
    Mission Beach Sunrise 4
    Mission Beach Morgen 7
    Mission Beach Sunrise 7
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    Mission Beach Sunrise 10
    Mission Beach 9a

    Wir frühstückten im Zimmer, ein paar Snacks hatten wir noch. Unterwegs würden wir dann eine längere Pause machen.
    Und dann hieß es auschecken.

    Abreise Mission Beach

    Bye Bye kleines Paradies….

    Noch ein letzter kurzer Walk zum Strand

    Letzter Strandwalk Mission Beach

    Und dann war es Zeit für unser Uber.

    Der Morgen, an dem Uber einfach nicht kam

    Am Vorabend hatte ich ein Uber bestellt, das uns morgens zum Greyhound bringen sollte. Bestätigung kam, alles sah gut aus. Abholung 8:15 Uhr.

    Uber Bestellung
    Warten auf Uber Mission Beach

    8:15 Uhr war kein Uber da. 8:20 Uhr auch nicht. 8:25 Uhr ebenfalls nicht.

    Und dann kam die Nachricht: Sorry, kein Fahrer, Uber kommt nicht. Genau mein Humor….

    Uber Storno

    Taxi gab es dort nur wenige.
    Und in meinem Kopf liefen sofort die Folgen durch, wie so eine Kettenreaktion, die man nicht mehr stoppen konnte. Wenn wir den Bus verpassen, kommen wir zu spät in Townsville an, und dann verpassen wir die Fähre nach Magnetic Island. Ich kann sehr viele Dinge, aber entspannt bleiben, wenn Zeitpläne kippen, gehört nicht zu meinen Top Skills.

    Ich ging zur Rezeption. Dort wurde völlig gelassen ein Shuttle bestellt. „No worries.“ Es war 8:35 Uhr. Der Greyhound fuhr um 9:00 Uhr. Ich war nicht „no worries“.

    8:40 Uhr war immer noch kein Shuttle da. Ich wieder zur Rezeption. Wieder „no worries“, er sei unterwegs. Ich fragte noch einmal nach, und die Rezeptionistin wirkte sichtbar genervt. Auch da wieder: „No worries.“ So sehr ich die Entspanntheit der Australier liebe – in dem Moment brodelte es sehr in mir …..

    Dann kam er endlich. Wir fuhren im eiligsten Tempo zum Greyhound, und als wir ankamen, war der Bus praktisch schon abfahrbereit. Der Shuttlefahrer absolut gelassen „Guck, er ist noch da. No worries“ … uff …
    Gepäck war schnell verstaut, der Fahrer wollte los. Knapp, knapper, wir…
    Aber wir hatten es geschafft. Gott sei Dank. Next stop: Magnetic Island.

    Greyhound weiter nach Magnetic Island

    Fazit, diese Pause tat uns allen gut

    Dieser Tag in Mission Beach war genau die Pause, die wir gebraucht hatten. Danach wurden die nächsten Tage wieder voll, schön, abwechslungsreich und anstrengend, weil ich eben wieder einmal nicht lernfähig war und ein strammes Programm geplant hatte. Umso besser tat diese Auszeit.

    Am Nachmittag ging es weiter nach Magnetic Island. Koalas in freier Wildbahn zu sehen stand ganz oben auf der Wunschliste.


    Praktische Infos für Mission Beach, ohne Stress, auch mit Teenagern

    Anreise

    Die Ankunft klappte gut mit dem Greyhound. Ein Shuttle stand bereit und brachte uns für ein paar Dollar zum Castaways Resort. Mit Teenagern und Gepäck war das Gold wert.


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    Hier findest du langjährig erprobte Tipps, Tools und Grundlagen, die bei der Planung wirklich helfen.

  • Port Douglas: Schnorcheln am Great Barrier Reef und Ausflug zu den Low Isles

    Port Douglas: Schnorcheln am Great Barrier Reef und Ausflug zu den Low Isles

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    Dieser Bericht hat etwas länger auf sich warten lassen. Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass die letzten Wochen nicht ganz einfach waren. Ich musste mich erst einmal sortieren.
    Jetzt geht es hier weiter – mit Australien.


    Port Douglas: Schnorcheln am Great Barrier Reef und Ausflug zu den Low Isles

    Der Morgen in Port Douglas: Wetter App und Kaffee

    Der Wecker klingelte früh an diesem Morgen in Port Douglas.

    Zum Frühstück gab es Kaffee und den obligatorischen Blick aufs Handy. In der Wetter App stand das, was man für einen Ausflug ins Great Barrier Reef nicht lesen will: Wind. Regen. Wolken. Genau das Paket, das man sich dafür wirklich nicht wünscht.

    Draußen sah es tatsächlich nicht nach Postkarten Himmel aus. Meine Laune war etwas im Keller. Gestern hatten wir nur Regen. Und auch heute sah es nicht besser aus. Der Ausflug war gebucht. Bezahlt. Fix. Das Wetter konnte man nicht planen. Wir hofften einfach, dass es nicht so wild werden würde.

    Zu Fuß zur Crystalbrook Marina

    Zu Fuß ging es von unserer Ferienwohnung rüber zum Hafen. Keine zehn Minuten, Google Maps hatte nicht gelogen. Trotzdem waren wir viel zu früh da. Bei So etwas bin ich aber generell gerne früh am Zielort, zumal wir noch die Vouchers in Tickets umtauschen mussten.

    Port Douglas war um diese Uhrzeit noch recht verschlafen. Viele Menschen sahen wir nicht, dafür aber ein paar exotische Vögel.

    Friedenstäubchen in Port Douglas am frühen Morgen
    Friedenstäubchen. Davon brauchen wir viel mehr …

    Straßenszene in Port Douglas am frühen Morgen

    Ibisse in Port Douglas
    Ibisse

    Tropische Vögel in Port Douglas

    Tickets – und die Sache mit der Sonnencreme

    Am Crystalbrook Marina gaben wir unseren Voucher ab und bekamen die Tickets für die Tour. Beim Check in kam direkt ein Hinweis: keine normale Sonnencreme, bitte rifffreundlich. …. Rifffreundlich?! Wir zeigten unsere Sonnencreme.

    Natürlich hatten wir genau die falsche dabei. Man hatte in der Marina die Möglichkeit, andere Sonnencreme zu kaufen.  

    Infobox: Great Barrier Reef und Sonnencreme
    • Das Great Barrier Reef ist ein sehr empfindliches Ökosystem.
    • Viele klassische Sonnencremes nutzen chemische UV Filter wie Oxybenzon oder Octinoxat.
    • Diese Stoffe können Korallen schaden und die Erholung nach Stress wie Korallenbleichen erschweren.
    • In sensiblen Regionen am Riff wird deshalb riff freundliche Sonnencreme ohne diese Inhaltsstoffe empfohlen.

    Wir liefen noch etwas im Hafenbereich herum, um uns die Wartezeit zu vertreiben.

    Australischer Triel am Hafen in Port Douglas
    Australischer Triel

    Boote an der Crystalbrook Marina in Port Douglas Die ersten Boote starteten schon Richtung Riff. Strand an der Crystalbrook Marina in Port Douglas bei Nieselregen Der Strand an der Marina. Im Nieselregen. Irgendwie zog ich das Regenwetter an in diesen Tagen an ….. Kakadus am Hafen von Port Douglas

    Und überall waren die Kakadus. Wie bei uns die Tauben.

    Wir beschlossen, nun doch wieder zum Hafen zu gehen, um unser Boot schon einmal zu suchen. Es war Dank guter Ausschilderung schnell gefunden.

    Beschilderung an der Crystalbrook Marina in Port Douglas Anleger an der Crystalbrook Marina in Port Douglas Katamaran Wavedancer in Port Douglas

    Flötenfisch im Hafenbecken von Port Douglas
    Flötenfisch

    Beim warten entdecken wir schon die ersten Fisch, sie schwammen im Hafenbecken direkt unter der Oberfläche. Das reichte völlig, um die Spannung hochzuschieben. Wenn das hier schon so aussah, wie würde es erst direkt am Riff sein, mit Maske auf und beim Schnorcheln mittendrin?

    Schnorchel Vorfreude: Türkei, Kroatien, Malediven

    Schnorcheln war bei uns nicht ganz neu. Mit den Kindern war ich schon zweimal schnorcheln, einmal in der Türkei und einmal in Kroatien. Dort sahen wir schon viele Meeresbewohner.

    2015 war ich mit meinem damaligen Mann auf den Malediven.
    Ich hatte damals vor der Abreise die Sorge, dass ich mit Schnorcheln eh nix sehen würde. Tauchen darf ich leider nicht. Aus dem Grund hatte ich Schnorcheln eher in die Kategorie „kann man mal machen“ einsortiert.
    Und dann war ich dort zum ersten Mal schnorcheln und es catchte mich sofort. Es fühlte sich an, als würde man in einem Aquarium schnorcheln. Nur ohne Glas dazwischen. Man war mittendrin.

    Und jetzt war da das Great Barrier Reef. Dieses riesige Riff, von dem man schon als Kind irgendwie gehört hat und bei dem man sofort Bilder im Kopf hat, auch wenn man selbst noch nie hier war.

    Wir waren so aufgeregt, was uns erwarten würde.

    Katamaran Wavedancer vor der Abfahrt in Port Douglas

    .

    .

    An Bord der Wavedancer: Boarding und Abfahrt

    Gegen 9.30 Uhr begann das Boarding auf den Wavedancer Katamaran. Pünktlich um 10 Uhr legten wir ab und Port Douglas blieb langsam hinter uns zurück.

    Gebucht haben wir direkt beim Anbieter: wavedancerlowisles.com.

    Teenager auf dem Katamaran Wavedancer mit Tour-Shirts Meine beiden Töchter waren ein paar Wochen vor der Abreise in Amsterdam bei „Stray Kids“ , einer K-Pop Band. Das sind die Tour-Shirts. Was meine Jüngste zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste: Auf der Reise würden wir noch einen sehr bekannten K-Pop Ort sehen, wo ihr „Idol“ ein Video gedreht hat.

    Die Fahrt geht los.

    Erst einmal im ruhigen Hafenbecken.
    So könnte es bleiben, dachte ich bei mir. …. blieb es aber nicht. Ausfahrt aus dem Hafen von Port Douglas mit dem Katamaran Katamaranfahrt Richtung Low Isles bei Wind Blick vom Katamaran auf die Küste bei Regen

    Nach dem Ablegen gab es an Bord ein kleines Frühstück mit Kaffee, Tee, Gebäck, Keksen und frischem Obst.

    Das Schaukeln merkte ich allerdings schneller als mir lieb war. Also blieb es bei einer Kleinigkeit, sicher ist sicher.

    Frühstück an Bord der Wavedancer

    Kurz darauf folgte die Einführung. Eine Meeresbiologin erklärte sachlich, worauf wir achten sollten, wie die Abläufe sind und was uns draußen am Riff erwartet.

    Infobox: Schiff und Tour in 30 Sekunden
    • Tour: Tagesausflug ab Port Douglas zu den Low Isles im Great Barrier Reef.
    • Schiff: Wavedancer, 30 Meter Luxus Segelkatamaran von Quicksilver Cruises.
    • Fahrtzeit: ungefähr 1 Stunde von Port Douglas bis Low Isles.
    • An Bord: Marine Biologist Präsentation, Einweisungen, klare Sicherheitsabläufe.
    • Low Isles: flache Lagune, ruhiges Wasser, ideal zum Schwimmen und Schnorcheln.

    Sicherheit an Bord: Savety first

    Während der Fahrt mussten alle Gäste einen medizinischen Fragebogen ausfüllen. Abgefragt wurden unter anderem Schnorchelerfahrung und gesundheitliche Einschränkungen. Wegen meiner chronischen Erkrankungen wurde gezielt nachgefragt und ich hatte ein Gespräch mit den Guides. Gäste mit gesundheitlichen Einschränkungen oder wenig Erfahrung erhielten einen andersfarbigen Schnorchel, damit die Lifeguards sie im Wasser schneller erkennen konnten und ein besonderes Auge auf sie hatten.
    Safety first.

    Rettungswesten waren obligatorisch. Eine zu tragen fühlte sich für uns richtig an, auch weil es entspannter war, sich aufs Schauen zu konzentrieren statt auf Technik und Körperspannung.

    Die Fahrt zu den Low Isles: Danke Wetter…

    Das Wetter war bescheiden. Wind, leichter Regen, noch mehr Wind.
    Die Überfahrt war extrem schaukelig. Sehr schnell war klar, dass das für empfindliche Mägen eine echte Herausforderung werden würde.
    Tabletten gegen Seekrankheit lagen bereit und wurden auf Wunsch an die Gäste verteilt.

    Meiner Tochter ging es nicht sehr gut. Aber die Guides waren sehr aufmerksam. Ich glaube, ihr Auge war geschult für die Gäste mit Seekrankheit. Daher kamen sie direkt zu meiner Tochter und versorgten sie. Kühle Umschläge für den Nacken halfen ein wenig, später kamen sogar Eiswürfel zum Lutschen dazu. Das brachte spürbare Erleichterung. Ein sehr toller und fürsorglicher Service

    „Mama, wir machen aber keine Bootsfahrten mehr auf dieser Reise!“ sagte sie dann irgendwann. Ich weiß nicht, wie ich geguckt habe, aber direkt danach kam „Haben wir etwa noch welche gebucht?!“ Ich schaute sie an. Mein Gesicht redet manchmal deutlicher als Worte. „Ernsthaft? Wie viele?“ Hm, ich überlegte kurz. Es waren tatsächlich noch 4. Eine Fahrt zu den Whitsundays, die Überfahrt zu Magnetic Island, die Fahrt zu K’Gari Island und noch eine ganztägige Bootsfahrt zu den Walen. Meine Tochter rollte mit den Augen. „Ganz toll…“
    Aber vorweg: Die anderen Bootsfahrten waren allesamt angenehmer.
    Und auch die Fahrt zu den Low Isles ist normalerweise weniger schaukelig. Wir hatten einfach Pech mit dem Wetter. Schaukelnde Überfahrt zu den Low Isles bei Wind und Regen Die Fahrt dauerte ca. 1 Stunde. Dann war endlich Land in Sicht!!! Low Isles in Sicht nach der Überfahrt Ankunft an Low Isles im Great Barrier Reef

    Ankunft auf Low Isles: Ein kleines Paradies

    Gegen 11.15 Uhr erreichten wir Low Isles. Zwei kleine Inseln, ein gemeinsames Riff.
    Keine Hotelanlagen, keine große Infrastruktur.
    Stattdessen Sand, Lagune und schattenspendende Strohdächer, falls die Sonne scheint und das Riff, welches man vom Strand erreichen kann.

    Ich hatte diese Tour damals gebucht, falls mein Sohn nicht schnorcheln dürfte. Denn beim Wavedancer gibt es auch die Möglichkeit, mit einem Glasbodenboot das Riff zu erkunden. Aber beim Arztbesuch kurz vorher kam die gute Nachricht: Schnorcheln ist eingeschränkt erlaubt. Wir waren so happy!

    Infobox: Low Isles, die wichtigsten Fakten
    • Lage: ca. 15 km nordöstlich von Port Douglas
    • Größe: etwa 4 Acre Koralleninsel, umgeben von großem Riffbereich
    • Besonderheit: Korallen liegen sehr nah an der Insel, dadurch tolles Schnorchelgebiet
    • Heritage: seit 2008 auf der Commonwealth Heritage List, inklusive historischer Leuchtturm
    • Indigene Bedeutung: als Wungkun wichtiger Ort im Sea Country der KuKu Yalanji und Yiragandi

     

     

    Low Isles: Geschichte, Leuchtturm und warum das mehr ist als „nur eine Insel“

    Schon vorab wurde uns erklärt, dass die Riffe hier stark unter den extremen Überschwemmungen durch Zyklon Jasper im Dezember 2023 gelitten haben. Große Mengen Sediment wurden ins Meer gespült, und gerade flache Riffbereiche können dadurch massiv beeinträchtigt werden.

    Der historische Leuchtturm auf Low Isles wurde im 19. Jahrhundert gebaut und ist bis heute ein markanter Punkt. Spannend fand ich, dass hier seit sehr langer Zeit Wetterdaten gesammelt werden und Low Isles sogar eine Rolle in der frühen Korallenriff Forschung spielte.

    Erstes Schnorcheln am Great Barrier Reef

    Der Katamaran konnte nicht direkt an den Strand fahren. Er hielt an einem gesicherten Ponton, von dort startete das Glasbodenboot und die Tenderboote zum Strand. Und dort bekam man auch die Neoprenanzüge ausgehändigt. Die sollten wir wegen der Quallen tragen. Wichtig, aber modisch echt … nunja… seit unserem Wildwasserrafting in Österreich nenne ich liebevoll „Leberwurst Anzüge“.

    Am Strand von Low Isles mit Neoprenanzug vor dem Schnorcheln

    Am Strand waren Lifeguards stationiert, und alles lief sehr organisiert ab.

    Aufgrund der Niedrigwasser Phase durften wir nicht überall schnorcheln. Teile des Riffs lagen sehr nah an der Wasseroberfläche. Es wurde genau erklärt, wo wir unbesorgt schnorcheln durften.

    Schnorchelbereich an der Lagune von Low Isles

    Die Unterwasserwelt war unglaublich schön.

    So viele bunte Fische, so viel Bewegung, ….so viele Farben?

    Irgendwie fehlte mir trotzdem was.
    Das war nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte.

    Durch das Wetter war das Wasser trüb, die Sonne schien nur ab und zu mal.

    Und man sah deutlich die gravierenden Schäden am Korallenriff.

    Vieles kaputt, vieles ohne Farben.

    Und trotzdem – es war beeindruckend. Wir haben so viele verschiedene Fische und andere Meeresbewohner entdeckt, … unbeschreiblich schön.

    Aber schaut selbst.

    Sechsbinden-Kaiserfische beim Schnorcheln an Low Isles
    Die auffällig blau-gelben Fische sind Sechsbinden-Kaiserfische

    Unterwasseraufnahme beim Schnorcheln an Low Isles mit Korallen und Fischen

    Papageienfisch
    Papageienfisch

    Unterwasseraufnahme: bunte Riff-Fische in der Lagune von Low Isles

    Unterwasseraufnahme: Korallen und Schwarmfische an Low Isles

    Unterwasseraufnahme: Korallenriff nahe der Wasseroberfläche an Low Isles

    Unterwasseraufnahme: Riff-Fische beim Schnorcheln an Low Isles

    Unterwasseraufnahme: bunte Fische zwischen Korallen an Low Isles Unterwasseraufnahme: Fischschwarm über Korallen an Low Isles Unterwasseraufnahme: Korallen und Fische an Low Isles Unterwasseraufnahme: Riff-Fische im klaren Wasser an Low Isles Unterwasseraufnahme: Korallenriff und bunte Fische an Low Isles

    Normalerweise lasse ich mich beim Schnorcheln gerne treiben. Auf den Malediven mochte ich genau dieses Gefühl. Hier ging das nicht. Die Strömung schob einen immer wieder Richtung gesperrte Bereiche. Dort liegen Korallen so nah an der Wasseroberfläche, dass man sich ernsthaft verletzen kann.

    Eine Hoffnung lief die ganze Zeit mit: eine Schildkröte sehen. Leider zeigte sie sich nicht ….

    Mittagessen an Bord und die zweite Runde

    Zurück auf dem Katamaran wartete ein kaltes Buffet. Verschiedene Salate, Fisch, Hähnchen, dazu Meeresfrüchte wie Tintenfisch und Garnelen. Sah alles gut aus, aber Essen war an diesem Tag so eine Sache. Mir war immer noch etwas flau von der Bootsfahrt .. Trotzdem tat etwas Solides gut.

    Danach wurde angeboten, entweder eine geführte Inselrunde zu machen oder noch einmal ins Wasser zu gehen. Die Zwillinge blieben auf dem Katamaran. Was wünschen sich Teenager im Urlaub? Einfach sitzen, chillen, auf den Bänken ein bisschen dösen. Schnorcheln hatte ihnen gut gefallen, aber eine zweite Tour wollten sie nicht.

    Meine Große entschied sich für die Inseltour. Diese dauerte ca. eine Stunde und habe sich sehr gelohnt, sagte sie hinterher.

    Ein paar Fotos von ihr: Low Isles: Strand und Palmen bei der Inselrunde Low Isles: Blick über die Lagune bei der Inselrunde Low Isles: historischer Leuchtturm auf der Insel Low Isles: Koralleninsel und Lagune im Great Barrier Reef Low Isles: Strand und Vegetation auf der Koralleninsel

     

     

    Low Isles und Steve Irwin: Trauriger Teil der Inselgeschichte

    Irgendwann fiel dann dieser Satz, der einem kurz einen Knoten im Bauch macht:
    In diesem Gebiet verunglückte Steve Irwin, der weltbekannte „Crocodile Hunter“, bei Unterwasseraufnahmen am 4. September 2006 tödlich. Er wurde anschließend zur Low Island gebracht und dort für tot erklärt. Puh. Das wusste ich nicht. Ich war damals beeindruckt von seiner Art, mit Tieren umzugehen. Dass ihm das zum Verhängnis wurde, hat mich damals sehr berührt.

    Infobox: Low Isles, Leuchtturm, Grab und Steve Irwin
    • Lage: Low Isles liegt rund 15 km nordöstlich von Port Douglas, ein kleiner Korallen-Cay in einer geschützten Lagune.
    • Warum viele hier so gern schnorcheln: Die Korallen liegen sehr nah an der Insel, das Wasser in der Lagune ist oft ruhig und klar. Ideal zum Schwimmen und für Einsteiger.
    • Heritage: Low Isles und der historische Leuchtturm stehen seit 2008 auf der Commonwealth Heritage List, wegen ihrer kulturellen und indigenen Bedeutung.
    • Indigene Bedeutung: Für die Aboriginal People ist der Ort als Wungkun bekannt. Er gehört zum Sea Country der KuKu Yalanji und Yirrganydji, deren Meeresgebiete sich hier überlappen.
    • Leuchtturm: Der Leuchtturm ist historisch und bis heute ein prägender Teil der Inselgeschichte.
    • Ein kleines, stilles Detail: Auf der Westseite befindet sich ein historisches Grab, das Jane Ann Owen zugeschrieben wird, der Frau des ersten Leuchtturmwärters. Das Grab liegt sehr nah an der Küste und war zeitweise durch Erosion bedroht.
    • Wissenschaft: Low Isles war schon früh ein Ort für Forschung, unter anderem als Basis für eine sehr frühe Korallenriff-Studie.
    • Steve Irwin: Der „Crocodile Hunter“ verunglückte am 4. September 2006 bei Unterwasseraufnahmen im Great Barrier Reef. In diesem Zusammenhang fällt Low Isles oft, weil er nach dem Unfall in Richtung Low Island gebracht wurde.

     

     

    Die Schildkröte und ich

    Ich gab die Hoffnung nicht auf, doch noch einmal die Schildkröte zu sehen. Also quetschte ich mich wieder in den feuchten (und kalten) Neoprenanzug. Alleine schnorcheln war an dem Tag ausnahmsweise erlaubt. Normalerweise gilt Partnerregel, aber es waren jetzt nur wenige im Wasser und die Ansage war klar: in Sichtweite bleiben. Das nahm ich auch ernst.

    Riesige Muscheln im flachen Wasser an Low Isles Von diesen riesigen Muscheln sahen wir sehr viele
    Unterwasseraufnahme: Korallen und Riff-Fische an Low Isles Unterwasseraufnahme: bunte Fische über Korallen an Low Isles Unterwasseraufnahme: Korallenformationen an Low Isles Unterwasseraufnahme: Riff-Fische in der Lagune von Low Isles

    Ein paar Flossenschläge hier, ein Blick nach unten da, und plötzlich stimmt die Richtung nicht mehr. Die Strömung schob mich Stück für Stück weiter, ohne dass ich es merkte. Erst als ich hochschaute, war klar: Ups. Hier darf ich gar nicht mehr schnorcheln. Und auch der Guide hatte es bemerkt und pfiff mich zurück. Ich machte meine Kamera aus (Fehler!) und sah zu, dass ich wieder in den erlaubten Bereich kam.

    Und dann passierte es. Da lag sie. Eine Schildkröte. Sie ruhte auf dem Riff und bemerkte mich nicht einmal. Für einen Moment war alles andere vergessen.

    Der Guide rief inzwischen sehr energisch, ich solle zurückkommen. Ich hörte es auch. Aber ich wollte noch schnell ein Foto machen.
    Und weil alles so schnell gehen musste, war die Kamera im falschen Modus. Foto ja, Farben naja.

    Egal. Ich hatte sie gesehen – und war überrascht, wie riesig sie ist.
    Auf den Fotos kommt das nie so rüber.

    Sie war so groß. Und ich so happy, sie gesehen zu haben!!!!

    Meeresschildkröte am Korallenriff bei Low Isles Meeresschildkröte unter Wasser im Great Barrier Reef bei Low Isles

    Auf dem Weg zurück begegnete ich dann noch diesem Kollegen:

    Kleiner Riffhai beim Schnorcheln an Low IslesEin kleiner Hai.

    Zum Glück kannte ich Riff-Haie bereits von den Malediven und wusste, dass sie absolut ungefährlich sind. Dennoch beeindruckte mich diese Begegnung wieder sehr.

    Rex Smeal Park in Port Douglas am Abend

    Und als hätte der Hai das gespürt, tauchte er wenig später am Boot wieder auf.

    Riffhai nahe dem Boot bei Low Isles

    Und dann kam sogar die Sonne wieder durch. Und direkt sah alles so anders aus.

    Sonne bricht durch die Wolken über dem Meer bei Port Douglas Blick vom Katamaran auf das Meer bei besserem Wetter Ausblick auf Küste und Meer bei Port Douglas

    Direkt hatte ich das Lied „Santiano“ im Kopf.

    „Die Segel aufgespannt und vor dem WindLeinen los, volle Fahrt, Santiaaaanooo“

    Sonnenuntergang am Meer in Port Douglas Elly mit Schildkrötenfoto nach dem Schnorcheln

    Happy Elly mit Schildkrötenfoto

    Rückfahrt: Snacks, Champagner und endlich ruhigeres Wasser

    Die Rückfahrt war gemütlicher. Snacks wurden angeboten, es gab Champagner, und auch die Überfahrt war viel ruhiger.

    Am Kiosk konnte man Softdrinks kaufen, stilles Wasser gab es gratis, Kaffee und Tee ebenfalls.

    Rückfahrt mit dem Katamaran Wavedancer nach Port Douglas

    Nach einer ruhigen und entspannten Überfahrt erreichten wir wieder den Hafen von Port Douglas

    Hafen von Port Douglas nach der Rückkehr Boote im Hafen von Port Douglas am Abend Blick auf Port Douglas nach der Tour

    Port Douglas danach: 4 Mile Beach, Rex Smeal Park und kurz durchatmen

    Nach dem Anlegen hatten wir noch keine Lust, direkt wieder zurück zur FeWo zu laufen. Es war unser letzter Abend in Port Douglas.
    Ok, ich korrigiere: ICH hatte keine Lust auf FeWo. Die Kids schon. Sie wollten mit Freunden telefonieren, chillen usw. Was Teenager halt so machen. Ich brachte sie zur FeWo, ging dann aber wieder zurück. Das ist der Vorteil, wenn man mit großen Kindern reist. Meine Zwillinge sind ein paar Wochen nach der Australienreise 16 geworden und meine älteste Tochter schon 19.

    Ich lief erst zum Rex Smeal Park. Dort war richtig was los. Ein Paar feierte Hochzeit, der Hochzeitsfotograf machte Fotos im Abendlicht.

    Etwas abseits unter den Palmen saßen junge Erwachsene auf Picknickdecken. Einer spielte Gitarre. Ein bisschen weiter setzte ich mich selbst unter eine Palme, nur ein paar Meter entfernt. Hörte die Musik und schaute aufs Meer. Ein Boot, das irgendwie chinesisch aussah, schipperte vorbei, ganz ruhig.
    Der Himmel verfärbte sich langsam in ein warmes Licht.

    Eine wundervolle Atmosphäre. Schade, dass sie Kids das verpassten, dachte ich.

    Dort blieb ich bestimmt eine halbe Stunde sitzen. Einfach nur so. Das passierte bei mir selten, weil ich auf Reisen sonst immer irgendwohin wollte, irgendwas noch sehen, irgendwas noch schaffen. An diesem Abend nicht. An diesem Abend genoss ich es. So richtig.

    Picknick unter Palmen im Rex Smeal Park, Port Douglas Boot auf dem Meer vor Port Douglas am Abend

    Danach lief ich den kleinen Walk über den Hügel hoch zum 4 Mile Beach Lookout. Oben wartete dann der Sonnenuntergang. Wundervoll, dieses Licht, dieser Ausblick. Schon fast versöhnlich, nachdem sich Port Douglas wettertechnisch nicht von der besten Seite gezeigt hatte.

    Sonnenuntergang am 4 Mile Beach Lookout in Port Douglas

    Dieser Weg wirkte fast surreal. Eine andere Welt. Eigentlich wollte ich nur kurz schauen, wie der Weg ist, aber dann lief ich ihn immer weiter. Durch die natürlichen Tunnel der Feigenbäume. Später durch einen Dschungelwald. Und immer sah man zwischen den Bäumen und Sträuchern das Meer.
    Das hat richtig Spaß gemacht.

    Weg durch Feigenbaum-Tunnel am 4 Mile Beach Lookout Dschungelpfad am 4 Mile Beach Lookout in Port Douglas Blick durch Vegetation aufs Meer am Lookout bei Port Douglas Küste bei Port Douglas vom Walk zum Lookout Meerblick zwischen Bäumen am 4 Mile Beach Lookout

    Selfie am 4 Mile Beach Lookout in Port Douglas

    In diesem Leben werde ich kein Selfie-Profi mehr …. Und ja, ich war müde. Der Tag war toll, aber die vielen Eindrücke, die Bootsfahrt, das Schnorcheln – und jetzt noch der Walk hoch auf den Aussichtshügel. Und ich war ohnehin nicht ganz fit.

    Und doch war ich unfassbar glücklich, dort zu sein. Ohne Regen. Mit einem so farbenfrohen Sonnenuntergang.
    Es war traumhaft.

    Ich lief den Aussichtshügel auf der anderen Seite wieder runter. Zurück zur Zivilisation.

    Ich ging dann noch schnell einkaufen. Nur ein paar Kleinigkeiten, für den Abend und für die Fahrt morgen. Denn da würde unsere Tour mit Greyhound starten.

    Die Papageien sind so unfassbar laut. Aber auch so niedlich.

    Die Kakadus sind übrigens auch echte Radau-Vögel.

     

     

     

     

    Bei Instagram habe ich ein Video zu den Geräuschen hochgeladen:

     
     
     
     
     
    Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     

    Ein Beitrag geteilt von Elly Unterwegs (@elly_unterwegs)

     

    Grüße von zu Hause und kurz Heimweh

    Zu Hause in Deutschland hatte mein Mann die ganze Familie zum Fußballgucken versammelt: Beamer auf der Terrasse, Grill an, perfektes Sommerwetter. Er schickte mir ein kurzes Video per WhatsApp. Liebe Grüße von allen.
    Ich sah meine Family, unsere Terrasse, unseren Garten, eine meiner Katzen lief durch das Video.  

    Und dann war es da. Heimweh. Kurz und heftig.
    Wir waren am anderen Ende der Welt. In Australien. So weit weg von zu Hause wie noch nie zuvor.

    Genau in diesem Moment kam der Gedanke, der mich sofort wieder ein bisschen glücklicher gemacht hat: Australien war nicht irgendeine Reise. Australien war mein großer Traum. Seit 25 Jahren. Einer von diesen Träumen, die man durch Alltag, durch „irgendwann“, durch Wochen und Jahre trägt, in denen man oft einfach nur funktioniert. Und jetzt war es wahr. Nicht nur im Kopf und nicht mit Google Maps, sondern wirklich dort. Vor Ort. In echt.

    Das größte Geschenk war, dass meine drei Kinder dabei waren. Meine drei, die irgendwie viel zu schnell groß geworden sind. Drei Kinder, mit denen ich durch viele Höhen und leider auch durch viele Tiefen gegangen bin.  All das hat uns zu einem tollen Team zusammengeschweißt, mit Vertrauen, einem offenen Austausch, das Gefühl, wirklich über alles reden zu können –  was mich sehr glücklich macht.
    Und genau diese drei waren jetzt mit mir in Australien. So weit weg von zu Hause. Gemeinsam. Wir vier waren über Jahre ein eingespieltes Reiseteam, immer wieder unterwegs, immer wieder zusammen.

    5 Kontinente. 30 Länder. So viele Erlebnisse, so viele tolle Momente. Und genauso viele Situationen, die uns kurz den letzten Nerv gekostet haben. Trotzdem haben wir es immer zusammen hingekriegt.
    Aus all diesen Reisen entstanden so viele „Weißt du noch?“-Momente.

    Aber dann wurde ich wehmütig, weil Australien vermutlich unsere letzte große Reise in dieser Form war.
    Meine Älteste ist inzwischen für ihr Studium ausgezogen, die drei gehen ihre eigenen Wege, und bei mir wartet eine große OP, nach der ich erst einmal nicht reisen darf.
    Dass sie anstehen würde, wusste ich bereits in Australien. In welcher Form ahnte ich da noch nicht…

    Genau deshalb fühlte sich diese Reise wie ein riesiges Geschenk an. Wir haben lange gespart und oft low budget gewohnt. Der Luxus war nie das perfekte Hotel. Der Luxus war die Reise selbst. Zusammen unterwegs sein, staunen, lachen, auch mal durchziehen, wenn es anstrengend wurde.

    Das ist unser Schatz.

    Erinnerungen, die für immer bleiben.

    .

    .

    Zurück in der Unterkunft machten wir uns ein schnelles Abendessen. Ich wusch noch einmal ein paar Klamotten, wir packten schon die ersten Sachen in die Koffer. 

    Morgen startete unsere Greyhound-Tour. 

    Plan für morgen: Mission Beach

    Als nächstes stand Mission Beach auf dem Zettel.
    Ein Tag Strandurlaub, ganz ohne Programm. Einfach nur Meer und Pause. Das war zumindest der Plan.

    Danke, dass ihr wieder mit dabei war. 

    Der nächste Bericht wird nicht so lange auf sich warten lassen.

    Rex Smeal Park in Port Douglas im Abendlicht


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  • Australien: Der Daintree – ein Tag im Dschungel

    Australien: Der Daintree – ein Tag im Dschungel

    Australien: Der Daintree – Ein Tag im ältesten Regenwald der Welt


    Australien: Der Daintree – Ein Tag im ältesten Regenwald der Welt

    Normalerweise erscheinen meine Reiseberichte in engerem Abstand zueinander, damit man beim Lesen noch weiß, was im vorherigen Bericht passiert ist. Dieser hier brauchte mehr Zeit. Die letzten Wochen waren gefüllt mit Geburtstagen, dem Auszug meiner Tochter, dem Einrichten ihrer ersten eigenen Wohnung, Arztterminen und Nachrichten, die erst ihren Platz finden mussten. Jetzt ist wieder Zeit zum Schreiben. Und der Kopf frei genug, um euch wieder mitzunehmen nach Australien.

    Heute sind wir im Regenwald unterwegs.

    Reisezeit: Sommer 2025.
    Sydney – Rotes Zentrum – Ostküste
    Meine 3 Teenager und ich

    Australienreise Sommer 2025: Elly unterwegs mit drei Teenagern

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    Ich habe immer im Scherz gesagt, dass ich irgendwann Influencerin werde und dann ins RTL-Dschungelcamp gehe. Meine Familie hat jedes Mal gelacht. „Du? Im Dschungel? Mit den ganzen Spinnen?“ Nun ja, was soll ich sagen: Drei von vier „Vorhersagen“ sind dann tatsächlich eingetreten: Wir, Dschungel, Spinnen. Nur das mit der Influencer-Karriere hat nicht so ganz geklappt. Vielleicht ganz gut so, denn so konnte ich die Spinnen immerhin aus sicherer Entfernung beobachten und musste keine seltsamen Dinge essen, um Sterne zu sammeln. Stattdessen ließen wir uns kulinarisch verwöhnen – das rundete den Tag ab, an dem wir so viel gesehen und erlebt haben. … und so nass wurden. Der Regenwald machte seinem Namen alle Ehre …

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    Wo liegt der Daintree-Regenwald?

    In Nordqueensland – ich habe das mal per Screenshot festgehalten:

    Karte: Lage des Daintree Rainforest in Nordqueensland an Australiens Ostküste

    Daintree Rainforest – Fakten kompakt

    Der Daintree Rainforest gilt als Teil der ältesten zusammenhängenden Regenwaldgebiete der Welt. Schätzungen gehen von rund 180 Millionen Jahren aus, also deutlich älter als der Amazonas. Er gehört zur Wet Tropics of Queensland Region, die seit 1988 UNESCO-Weltnaturerbe ist. Auf etwa 1.200 Quadratkilometern finden sich tausende Pflanzenarten und eine enorme Vielfalt an Reptilien, Vögeln, Säugetieren und Insekten, obwohl der Regenwald nur einen winzigen Bruchteil der Fläche Australiens einnimmt. Besonders spannend ist der Übergang vom Regenwald zum Great Barrier Reef rund um Cape Tribulation, wo zwei Welterbestätten direkt aufeinandertreffen.

    Unsere Tour in den Daintree

    Für unseren Tag im Regenwald haben wir die „Total Daintree Experience“ von Daintree Discovery Tours gebucht, gestartet in Port Douglas. Inklusive waren Abholung an der Unterkunft, Mossman Gorge, Morning Tea, eine Bootstour auf dem Daintree River, ein geführter Boardwalk durch den Regenwald, Mittagessen mit Schwimmstopp am Cooper Creek sowie ein Besuch in Cape Tribulation mit Aussichtspunkten und einem Stopp an einer Eisdiele im Regenwald. Die Reisegruppe war klein, gut organisiert und sehr persönlich, genau richtig dafür, wenn man nur wie wir wenig Zeit hat für diese Region.
    Link zur Tour: Total Daintree Experience ab Port Douglas

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    Morgens in der Ferienunterkunft – Wir sind bereit für den Dschungel

    Am Abend vorher gab es noch eine kleine Lagebesprechung mit den Teenagern. „Wir werden um 7:20 Uhr abgeholt“, sagte ich. „Stellt den Wecker auf spätestens 6:40 Uhr und dann wirklich sofort aufstehen. Am besten packt ihr heute Abend schon euren Rucksack.“ Die Reaktion war eine Mischung aus Nicken, Augenrollen und „jaaa, gleich“.

    Am nächsten Morgen lief es tatsächlich erstaunlich gut.
    Alle standen pünktlich auf und wir hatten noch Zeit, eine Kleinigkeit zu frühstücken.
    In der FeWo gab es (wie übrigens in jeder australischen Unterkunft auf dieser Tour) Kaffee, Wasserkocher, Zucker und sogar Milch im Kühlschrank. Brot und Aufstrich hatten wir am Vortag in Kuranda besorgt. Damit hatten wir einen guten Start in den Tag. Weniger gut war die Wetterprognose…

    Der Blick auf die Wetter-App versprach eigentlich ein klassisches Tropenwetter mit Sonne, Wolken und einzelnen Schauern. Die Realität sah dann anders aus: Dauerregen.
    Der Himmel war grau, die Straßen nass, die Luft diesig. Daintree im Komplettregen also. Nicht ganz das, wovon ich seit Jahren geträumt hatte. Entsprechend war dann meine Stimmung…

    Die Abholung war pünktlich. Der Guide checkte, ob wir alle auf der Liste standen und dann saßen wir auch schon im Bus Richtung Mossman Gorge Visitor Centre, dem offiziellen Startpunkt der Tour.

    Abholung zur Tour: im Kleinbus unterwegs Richtung Mossman Gorge Visitor Centre

    Mossman Gorge Visitor Centre, CYPAL und der erste Kontakt mit dem Regenwald

    Nach der Ankunft am Mossman Gorge Visitor Centre verteilte der Anbieter zunächst Regenschirme und ein sehr intensives Anti-Insekten-Spray. Obwohl wir selbst keine einzige Mücke gesehen haben, sprühten wir uns vorsorglich ein. Für meine Neurodermitis-Haut war das Spray unangenehm, es brannte auf Armen und Beinen, aber Sicherheit geht vor.

    Anschließend gingen wir ein kurzes Stück zu Fuß über das Gelände des Visitor Centres. Dort stiegen wir in einen kleineren Shuttlebus um.

    Mossman Gorge Visitor Centre bei Regen: Weg und Gelände
    Mossman Gorge Visitor Centre: Eingang und Infobereich
    Shuttlebus zur Mossman Gorge im Regen
    Weg zum Regenwald-Boardwalk an der Mossman Gorge
    Hinweisschild im Daintree National Park (CYPAL) bei Mossman Gorge

    Auf den Schildern stand „Daintree National Park (CYPAL)“. CYPAL steht für Cape York Peninsula Aboriginal Land. Der Daintree Nationalpark wird im Rahmen eines Aboriginal-Landrechts-Abkommens gemeinsam von den Parkbehörden des Bundesstaates Queensland und den Eastern Kuku Yalanji verwaltet, den traditionellen Eigentümern dieses Landes. Ein Hinweis darauf, dass dieser Regenwald nicht nur Naturschutzgebiet ist, sondern auch kulturell eine zentrale Bedeutung hat.

    Erster Walk an der Mossman Gorge – Regenwald im Dauerregen

    Der erste Boardwalk führte uns über befestigte Wege in den Regenwald rund um die Mossman Gorge. Alles war sattgrün, Farne, Lianen, riesige Bäume, glatte Stämme und moosbedeckte Wurzeln. Genau so hatte ich mir den Dschungel immer vorgestellt, nur deutlich trockener. Und lauter…. denn was mich wirklich traurig gemacht hat, waren die Geräusche. Oder besser gesagt, das Fehlen der Geräusche. Ich hatte mir den Regenwald immer wie ein riesiges Orchester aus Vogelstimmen, Rufen und Rascheln vorgestellt. Stattdessen war es fast unheimlich still. Die Vögel hielten sich bei diesem Wetter offensichtlich zurück, und das laute Prasseln des Regens schluckte den Rest. Regenwald ohne Regenwald-Soundtrack, das tat etwas weh.

    Und apropos Regen: Kaum waren wir auf dem Boardwald, fing es wieder ordentlich an zu regnen. Es goss so stark, dass die große Kamera im Rucksack blieb. Nur das Handy kam zum Einsatz, oft mit feinen Tropfen auf der Linse. Ich habe einen gewissen Anspruch an meine Fotos, … mit Handy im Regen ist mir das nicht wirklich gelungen …

    Boardwalk an der Mossman Gorge im Regenwald bei Starkregen
    Tropischer Regenwald an der Mossman Gorge: Farne und dichtes Grün
    Regenwald-Impressionen an der Mossman Gorge: Bäume, Wurzeln und Moos
    Mossman Gorge: Regenwaldpfad und Vegetation bei Regen
    Mossman Gorge: dichter Regenwald entlang des Weges
    Mossman Gorge: Regenwalddetails und tropische Pflanzen

    Der Weg führte uns zu einem kleinen Bachlauf und weiter zu einem Fluss mit hellem Sandstreifen und einer Plattform. Ein Abschnitt des Mossman River, der sich hier durch große Felsen und rund geschliffene Steine schlängelt. Ein traumhafter Ort, selbst im Grau. Im Sonnenschein muss es hier fast kitschig schön sein.

    Mossman River an der Mossman Gorge: Flusslauf und Felsen
    Mossman Gorge: Fluss und Regenwaldlandschaft bei grauem Wetter
    Mossman Gorge: Aussicht auf den Fluss im Regen

    Goldene Spinne, versteckte Echsen und Nerven aus Gummi

    An der Plattform blieb der Guide stehen, grinste und zeigte nach links neben den Weg. Im ersten Moment sah ich nur Tropfen und ein paar Blätter. Dann erkannte ich es. Ein riesiges Radnetz mit einer großen Spinne mittendrin. Er erklärte, dass es sich um eine Golden Orb Web Spider handelt, eine der typischen Netzspinnen hier im Daintree, oft mit Netzen von erstaunlicher Größe. Die handtellergroße Spinne saß ruhig im Zentrum. Besser so für meine Spinnenphobie. Trotzdem hielt ich das Handy hoch und machte ein Foto und ein kurzes Video, weil mir klar war, dass viele von euch dieses Tier sehen wollen würden.
    Und ich hatte auf Instagram gefragt, ob ich das Foto auch hier so posten soll:
    82 % Haben mit „Ja“ abgestimmt.
    Leider nur ein Handyfoto. Ich hätte ja so unglaublich gerne mit meiner Kamera so richtig nah rangezoomt, damit ihr die Spinne in gestochen scharfer Qualität seht – aber leider leider hat es so stark geregnet. #ironieoff

    Golden Orb Web Spider im großen Radnetz im Daintree Rainforest
    Spinnennetz im Regenwald: Golden Orb Web Spider im Zentrum

    Auf dem weiteren Weg zeigte uns der Guide noch mehrere Echsen und Insekten, die perfekt getarnt auf Blättern oder Stämmen saßen. Ohne seine Hinweise wären wir wahrscheinlich an allem vorbeigelaufen. Regenwald bedeutet nicht nur große Bäume, sondern ganz viel Leben im Kleinen, das sich erst zeigt, wenn jemand darauf hinweist.

    Der Regen blieb uns treu. Regen im Regenwald, rein sprachlich passt das sehr gut. In der Realität war es irgendwann einfach nur nass und für die Kamera frustrierend. Einen ersten Eindruck von der Mossman Gorge bekamen wir trotzdem, und der machte sofort Lust auf einen weiteren Besuch bei besserem Wetter. Wenn Australien nur nicht so weit weg wäre ….

    Regenwald an der Mossman Gorge: sattgrüne Vegetation bei Regen
    Mossman Gorge: Regenwaldszene mit nassen Blättern und Stämmen
    Mossman Gorge: Regenwald und Flusslandschaft im Grau

    Im Dschungeldickicht hätten wir die Echse niemals entdeckt.

    Getarnte Echse im Regenwald: kaum vom Blattwerk zu unterscheiden

    Getarntes Tier im Regenwald: Suchbild im Blattwerk
    Suchbild im Regenwald: verstecktes Tier zwischen Blättern

    Na, was seht ihr? Nur eine Pflanze?

    Suchbild im Regenwald: getarntes Tier im Grün
    Getarntes Tier im Regenwald: schwer zu entdecken

     

    Morning Tea im Visitor Centre – Energie tanken

    Zurück am Visitor Centre wartete der Morning Tea auf uns. Zur Auswahl standen Plunger Coffee oder Daintree Tea und dazu Damper.
    Damper ist ein traditionelles australisches Bush-Brot, ursprünglich von Stockmen und Farmern im Outback am Lagerfeuer gebacken, nur aus Mehl, Wasser, Salz und später teilweise mit etwas Butter oder Milch verfeinert. Heute wird es oft im Ofen gebacken, ist innen weich und außen leicht knusprig.

    Serviert wurde das Ganze in unserer Version eher wie ein sehr kompaktes Brötchen mit Marmelade und einem Klecks Sahne oben drauf. Dazu gab es Tee und Kaffee. Nach einer Stunde im Regen fühlte sich dieser Kaffee an wie ein kleiner Neustart. In dieser Pause lernten wir auch die anderen Mitreisenden etwas besser kennen. Eine nette Mischung aus Familien, Paaren und Alleinreisenden, alle mit Geduld für das Wetter….

    Morning Tea im Visitor Centre: Damper und Getränke als Pause von der Tour

    Das war trotz Schirm nicht so einfach umsetztbar …

    Pause beim Morning Tea: Sitzbereich im Mossman Gorge Visitor Centre
    Damper mit Marmelade und Sahne beim Morning Tea
    Kaffee und Damper: Morning Tea vor der Weiterfahrt

    Sehr lecker, aber machte auch extrem satt

    Daintree River Cruise – Krokodile, Mangroven und ein Stoffhai

    Nach der Pause ging es weiter Richtung Daintree River. Es regnete immer noch und unser Guide verteilte zusätzlich Regenponchos. Boot plus Dach plus Regenponcho ist nicht elegant, aber es hält zumindest trocken. Kalt war es übrigens nicht. Nur nass…

    Daintree River Cruise: Bootsfahrt auf dem Fluss bei Regen

    Entlang der Ufer entdeckten wir unterschiedlich dichte Mangroven. Mangroven sind Bäume und Sträucher, die im Übergangsbereich zwischen Land und Meer wachsen, regelmäßig von den Gezeiten überflutet werden und mit Salzwasser zurechtkommen. Ihre Wurzeln ragen teils aus dem Boden, um genug Sauerstoff zu bekommen, und viele Arten filtern einen Großteil des Salzes aus dem Wasser heraus. Dieser Lebensraum ist wichtig für Fische, Krebse, Vögel und als Küstenschutz.

    Der Guide erklärte, dass es in der Region mehrere Mangrovenarten gibt, darunter weit verbreitete Arten wie die Grey Mangrove und weitere, die sich je nach Salzgehalt und Lage unterscheiden. In der Praxis sah das für uns vor allem nach einem dichten Gewirr aus Wurzeln, Stämmen und Blättern aus, unter denen jederzeit ein Krokodil auftauchen konnte.

    Wir sahen verschiedene Vögel, unter anderem Eisvögel, und schließlich auch mehrere Salzwasserkrokodile, die am Ufer lagen oder knapp unter der Wasseroberfläche trieben. Vor einigen Jahren hatten wir im Everglades Nationalpark in Florida Alligatoren gesehen, die schon beeindruckend wirkten. Krokodile, besonders die großen Salzwasserkrokodile hier im Norden Australiens, sind noch einmal eine andere Kategorie. Neben der Größe gibt es ein paar einfache Unterschiede: Krokodile haben meist eine schmalere, v-förmige Schnauze, leben eher in Salzwasser- oder Brackwasserbereichen und können deutlich größer werden als Alligatoren, die eine eher breite, u-förmige Schnauze haben und vor allem im Süßwasser leben.

    Daintree River: Uferlandschaft und Vegetation während der Bootstour
    Daintree River Cruise: Flussufer und Mangroven im Regen
    Mangroven am Daintree River: dichter Bewuchs am Ufer
    Daintree River: Regenwald und Mangroven entlang des Wassers
    Daintree River Cruise: Ufer und tropische Vegetation
    Azurfischer (Azure Kingfisher) am Ufer des Daintree River
    Azurfischer (Azure Kingfisher) am Ufer des Daintree River
    Daintree River: Vogelbeobachtung und Ufervegetation
    Daintree River Cruise: Blick über den Fluss bei diesigem Wetter
    Daintree River: Regen, Nebel und tropische Stimmung
    Daintree River: Bootstour im Regen, Blick auf Ufer und Wasser
    Daintree River: Regenwaldkulisse am Fluss
    Daintree River: Flusslandschaft mit Mangroven
    Daintree River: Stimmung bei Regen und diesiger Luft

    Die diesige Luft und der Regen machten einen etwas surrealen Blick auf die Umgebung.
    Ich hätte es trotzdem lieber sonniger oder zumindest trocken gehabt ….

    Daintree River: Blick über das Wasser während der Bootsfahrt

    Wer entdeckt das Krokodil?

    Suchbild: Salzwasserkrokodil am Ufer des Daintree River
    Daintree River: Uferbereich, möglicher Lebensraum für Krokodile
    Mangroven am Daintree River: Wurzeln und dichter Bewuchs
    Mangrovenwurzeln im Schlamm am Daintree River: Atemwurzeln und Wurzelgeflecht
    Mangroven haben je nach Art unterschiedliche Wurzelstrukturen, um im sauerstoffarmen Schlick zu überleben. Da der Boden regelmäßig überflutet und kaum belüftet ist, reichen normale Wurzeln nicht aus.  

    Mangroven: stiftförmige Atemwurzeln ragen aus dem Schlamm

    Die stiftförmig aus dem Boden ragenden Atemwurzeln gehören zu Mangroven. Sie wachsen wie kleine Stalagmiten aus dem Schlamm und sorgen dafür, dass die Pflanzen im sauerstoffarmen Untergrund Luft bekommen.

    Daintree River: Mangroven und Uferlandschaft im Regen

    Daintree River: Blick vom Boot auf Wasser und Ufer

    Während wir gebannt aufs Wasser starrten, hatte meine älteste Tochter ein eigenes Projekt. Sie hatte vor der Reise von ihrem Freund einen Stoffhai geschenkt bekommen. Statt Selfies von sich machte sie Serienbilder vom Hai an allen möglichen Orten, um sie ihm später zu schicken. Auf dem Boot, am Fluss, vor Mangroven. Ich schlug aus Spaß vor, dem Hai einen eigenen Instagram-Account zu geben. Der Blick, den ich dafür bekam, war eindeutig. Idee abgelehnt.
    Btw, den Hai werdet ihr auch noch öfters auf Fotos sehen.

    Unterwegs mit „Kevin“ – Cassowary-Schilder und Filmzitate

    Nach der Bootstour fuhren wir weiter in Richtung Norden. Die Straße schlängelte sich durch den Regenwald, und am Rand tauchten immer wieder gelbe Schilder auf. Darauf zu sehen: ein großer Vogel mit Helm auf dem Kopf. Cassowary-Gebiet. Seit Jahren sammle ich in verschiedenen Ländern Fotos von Tierschildern. Ab jetzt hatte ich ein weiteres Motiv für diese Sammlung.

    Warnschild: Cassowary-Gebiet in Nordqueensland am Straßenrand

    Der Southern Cassowary ist ein großer, flugunfähiger Vogel, der im tropischen Regenwald Nordqueenslands lebt. Er gilt als Schlüsselart, weil er mit seinen Wegen und seinem Appetit auf Früchte die Samen vieler Pflanzen verbreitet und damit zur Regeneration des Regenwaldes beiträgt. Gleichzeitig hat er den Ruf, einer der eindrucksvollsten Vögel der Welt zu sein, mit kräftigen Beinen und scharfen Krallen. Genau der Kandidat, den man lieber aus sicherer Entfernung beobachtet.

    Das Problem an Regentagen: Selbst mit allen Warnschildern lässt sich nicht garantieren, dass ein Cassowary am Straßenrand vorbeikommt. Einer der anderen Gäste meinte, bei diesem Wetter würden wir wahrscheinlich keinen sehen. Die Hoffnung gab ich trotzdem nicht auf. Da niemand von uns das Wort „Cassowary“ unfallfrei aussprechen konnte, nannten wir das Tier kurzerhand „Kevin“, angelehnt an den Vogel im Pixarfilm „Oben“, der ebenfalls bunt, groß und sehr eigen ist. Vorlage für Kevin war übrigens ein bunter Paradiesvogel, der Himalayan Monal.
    Für uns blieb es an diesem Tag der sagenumwobene „Kevin“, irgendwo im Unterholz.

    Alexandra Lookout – Ausblick im Regen und ein heimlicher Stargast

    Nächster Halt war der Alexandra Lookout.
    Von hier oben blickt man bei gutem Wetter über Regenwald, Fluss und Küstenlinie bis Cairns.
    Bei uns war die Sicht eher eine graue Aquarellversion dieser Beschreibung. Der Regen zog als Schleier durch die Hügel, Wolken hingen tief und viele aus der Gruppe hatten keine Lust mehr auf Regen und blieben gleich im Bus sitzen.
    Ihr kennt mich: Ich blieb natürlich nicht im Bus.
    Zumindest einmal gucken.

    Alexandra Lookout im Regen: Aussicht über Regenwald und Küstenlinie

    Jaaa, ich weiß, es heißt „REGENwald“ … aber trotzdem ….. ich hätte heulen können ….

    Meine jüngste Tochter kam mit einem Schirm zu mir und meinte nur kurz, dass ich doch bestimmt trotzdem ein paar Fotos machen wolle. Also standen wir oben auf der Plattform, im Wind, mit tropfend-nassem Schirm. Ich kannte ja die Fotos von diesem Lookout bei Sonnenschein …. Aber ich war hier. Mit meinen Kindern! Und ich wollte nicht undankbar sein! Es ist so ein besonderer Ort. …. aber etwas traurig war ich halt doch, trotz aller Dankbarkeit …

    Alexandra Lookout: Blick über die Landschaft bei Regen und Wolken
    Alexandra Lookout: Regen, Nebel und Aussicht in Nordqueensland

    Mittagspause im Regenwald und Mangroven-Wanderung

    Das Mittagessen gab es in einer Lodge mitten im Regenwald.
    Einfach mal durch den Regenwald fahren. Unbeschreiblich beeindruckend!!

    Mittagsstopp: Lodge im Regenwald, Umgebung im Grünen
    Fahrt durch den Regenwald in Nordqueensland: Straße und Vegetation

    Und dann entdeckte unser Guide dann tatsächlich einen Cassowary, welcher über die Straße in den Regenwald lief.
    Nur eine kurze Sichtung, ein paar Sekunden, dann war das Tier wieder verschwunden. Für uns reichte es trotzdem, um den Tag mit einem neuen Haken auf der inneren Wunschliste zu versehen. Aber ich hätte ihn gerne näher und länger gesehen …
    Himmel, das hört sich schon wieder undankbar an…. Bin ich nicht!!!
    Aber es ist eine Once-in-a-lifetime-Reise gewesen. Da hat man ein paar Wünsche. Kennt ihr das?

    Regenwald in Nordqueensland: sattes Grün entlang der Tourstrecke
    Mangrovenbereich: Wurzeln und Wasserläufe im Regenwald
    Tropischer Regenwald: Pflanzen und Pfad in Nordqueensland
    Regenwald-Detail: Pflanzenwelt und Feuchtigkeit

    Vor Beginn der Tour hatten wir im Bus aus einer kleinen Karte gewählt. Zur Auswahl standen zum Beispiel Steaks, vegetarische Wraps oder Nudelgerichte. Serviert wurde in einem offenen Restaurantbereich mit Blick ins Grüne, dazu Wasser, weitere Getränke konnte man dazubestellen. Als Nachtisch gab es eine Obstplatte mit tropischen Früchten.

    Mittagessen während der Tour: gedeckter Tisch im Regenwald
    Mittagsstopp in der Lodge: Essen und Getränke im offenen Bereich

    Dessert: Obstplatte mit tropischen Früchten

    Blick ins Grüne: Regenwaldumgebung am Mittagsstopp

    Bei dem Wetter wollte niemand baden. Niemand. Daher fuhren wir nach dem Essen direkt weiter.

    Regenwaldtour bei Dauerregen: nasse Wege und tropische Vegetation

    Anschließend führte uns ein weiterer Walk durch Mangroven- und Regenwaldbereiche. Ein Mangrovenregenwald grenzt direkt an Fluss und Küste, hier können die Bäume mit Gezeiten und Salzwasser umgehen und bilden einen ganz eigenen Lebensraum, der Fischen, Krabben und Vögeln Schutz bietet. Wenige Meter weiter standen wir wieder im klassischen Regenwald mit hohen Bäumen, Farnen und einem Blätterdach, das wie eine natürliche Regenschirmdecke wirkte.

    Mangroven- und Regenwaldwalk: Übergang zwischen zwei Lebensräumen
    Regenwaldweg: dichter Bewuchs und tropische Pflanzen
    Mangrovenbereich: Wurzeln, Wasser und dichter Bewuchs
    Regenwaldwalk: Farne und Blätterdach wie ein natürlicher Schirm
    Mangrovenwalk: Pfad und Vegetation nahe Fluss und Küste
    Vom Regenwald in den Mangrovendschungel
    Übergang: Regenwald und Mangroven nahe der Küste

    Und auch hier: Überall Leben

    Regenwalddetails: Pflanzen und kleine Lebensspuren am Weg

    Regenwald- und Mangrovenimpressionen: dichtes Grün und Wasser
    Tropische Pflanzenwelt: Farne und Blätter im Regen
    Mangrovenbereich: Wurzeln und feuchter Untergrund
    Regenwaldwalk: Blick durch das Blätterdach
    Mangroven und Regenwald: zwei Welten auf engem Raum
    Regenwaldimpression: Pflanzen und nasse Wege

    Und dann wieder zurück. Zwei völlig unterschiedliche Welten, durch einen Spaziergang. Das ist so unbeschreiblich.

    Mangrovenwald: Wurzelgeflecht und Vegetation nahe Wasser
    Regenwald: dichter Bewuchs und feuchte Luft

    Regenwaldtour: Landschaft und Vegetation im nassen Wetter
    Regenwald und Mangroven: Detailaufnahme am Weg
    Daintree Rainforest: dichter Wald und tropische Pflanzen
    Daintree: Regenwaldszene mit üppigem Grün
    Daintree: tropische Vegetation und feuchter Untergrund

    Daintree: Regenwaldimpression entlang des Walks
    Regenwalddetail: Pflanzen und Struktur im Daintree

    Cape Tribulation – wo Regenwald und Riff aufeinandertreffen

    Cape Tribulation – wo zwei Welterbestätten sich treffen

    Cape Tribulation liegt nördlich von Port Douglas an der Küste von Queensland. Hier trifft der tropische Regenwald der Wet Tropics of Queensland direkt auf das Great Barrier Reef. Es ist damit einer der wenigen Orte weltweit, an dem zwei UNESCO-Weltnaturerbestätten unmittelbar aufeinandertreffen. Der Regenwald reicht bis an den Strand, hinter dem sich vorgelagerte Riffe im Meer befinden. In der Umgebung verlaufen kurze Wanderwege zu Aussichtspunkten und Stränden, die bei gutem Wetter einen eindrucksvollen Eindruck von dieser besonderen Landschaft vermitteln.

    Der letzte große Programmpunkt des Tages war Cape Tribulation. Wie sehr hatte ich mich darauf gefreut. Aber hier gab der Regen wirklich noch einmal alles!
    Egal, der Regen war nervig, aber zumindest war es nicht kalt.
    Inzwischen war es mir auch egal, wie nass ich war.
    Denn: Ich.War.Da! An diesem Ort!!! Und trotz Regen irgendwie doch so glücklich!!!!

    Trotzdem ließ sich gut erahnen, wie besonders dieser Ort ist. Hinter uns dichter Regenwald, vor uns ein schmaler Streifen Strand, dazwischen Mangroven und im Hintergrund das Meer. Szenen aus Filmen wie „Cast Away“ kommen einem da automatisch in den Sinn, auch wenn dort ganz andere Inseln gezeigt werden.

    Cape Tribulation bei Regen: Strand, Meer und Regenwald im Hintergrund

    An vielen Stränden an Australiens Ostküste stehen Flaschen mit Essig bereit. Sie dienen der Ersten Hilfe bei Quallenverletzungen. Essig wird auf die betroffene Hautstelle gegeben, um noch nicht ausgelöste Nesselzellen zu deaktivieren und zu verhindern, dass der Stich stärker wird. Er lindert nicht den Schmerz, kann aber die Reaktion begrenzen. Deshalb gehört Essig an australischen Stränden zur festen Sicherheitsausstattung.

    Cape Tribulation: Regenwald trifft auf Strand, düstere Wolken und Regen
    Cape Tribulation: Strand und Mangroven bei Regenwetter
    Glücklich, aber irgendwie doch etwas angenervt.

    Cape Tribulation: Regenwaldküste in Nordqueensland

    Die Mangrovenwälder treffen hier auf den Strand.

    Mangroven am Strand von Cape Tribulation: Übergang zwischen Wald und Meer

    Schaut euch mal an, was die Natur so baut. Es ist so beeindruckend.
    Cape Tribulation: Strand und tropische Vegetation im Regen

    Ein kurzer Weg führte noch zu einem kleinen Aussichtspunkt im Wald. Bei Sonnenschein wäre das sicher ein perfekter Fotospot gewesen. In unserem Fall war es noch einmal eine Extra-Portion Dschungelgefühl. Nasse Wege, tropische Pflanzen, feuchte Luft und das Rauschen der Wellen irgendwo hinter den Bäumen.

    Kurzer Walk bei Cape Tribulation: tropischer Waldpfad im Regen

    Auf dem folgenden Foto kann man erkennen, wie nah der Regenwald hier am Meer grenzt

    Cape Tribulation: Regenwald direkt am Meer, Küstenlinie und Vegetation

    Getarnte Insekten, zweite Spinne und sehr viele Nerven

    Zurück am Parkplatz bat uns der Guide noch kurz um einen Moment. Er führte uns zu einem Baumstamm und fragte die Kinder, was sie sehen würden. Die Antwort war knapp: „Einen Baum.“

    Baumstamm als Suchbild: perfekt getarntes Insekt auf der Rinde

    Nach ein paar Hinweisen erkannten wir ein perfekt getarntes Insekt, das in Farbe und Struktur beinahe eins mit der Rinde war. Wieder so ein Moment, in dem deutlich wurde, wie viel im Regenwald unsichtbar bleibt, wenn niemand darauf zeigt.

    Getarntes Insekt im Regenwald: kaum von der Baumrinde zu unterscheiden

    Faszinierend, oder nicht?

    Kurz darauf entdeckte ich an einer Farnpflanze etwas Grünliches und erinnerte mich an die winzigen grünen Heuschrecken, die wir auf dem ersten Walk gesehen hatten. Beim Nach-vorne-Beugen registrierte mein Auge plötzlich eine Bewegung im Randbereich des Blickfeldes. Neben dem Farn saß eine weitere große Spinne, ähnlich der, die wir schon am Morgen gesehen hatten, und das in direkter Wegnähe.

    Weil sich meine Angst vor Spinnen nicht gut steuern lässt, reagierte der Körper schneller als der Kopf. Es kam zu einem Schrei, der deutlich lauter war als beabsichtigt. Für einen Moment wurde es um uns herum sehr ruhig. Die Kinder riefen nur noch: „Mama, Spinne gesehen?“ und die gesamte Gruppe schaute in meine Richtung.

    Der Guide kam kurz darauf zu mir und fragte, ob alles in Ordnung sei. Meine Erklärung klang ungefähr so: „Spinne, habe mich nur erschrocken.“ Seine Reaktion war ein ehrliches, leicht begeistertes „Wo denn?“, und er freute sich tatsächlich über den Fund. Der Kommentar, dass dieses Exemplar „ordentlich groß“ sei, half meinem Puls nur bedingt. Zwischen der inneren Peinlichkeit und der Faszination darüber, wie ruhig die Spinne im Netz saß, pendelte die Stimmung eine ganze Weile. Können Spinnen eigentlich Tinnitus bekommen?! Und nein, es gibt dieses mal kein Foto. Ich war schon stolz genug, das eine Foto von vorhin gemacht zu haben (Und btw, die Bearbeitung des Fotos war NOCH viel schlimmer für mich….)

    Eis im Regenwald, Rückweg und eine Autofähre

    Auf der Rückfahrt legten wir noch einen Stopp an einer kleinen Eisdiele im Regenwald ein. Der Guide hatte uns bestimmte Sorten empfohlen.
    Eigentlich esse ich selten Eis, bin mehr Waffel-Fan – an diesem Tag war die Neugier aber größer. Es wurde eine ungewöhnliche Kombination aus Eis und Kaffee. Das Eis überraschte positiv, der Kaffee war wie immer Pflichtprogramm.

    Eisdiele im Regenwald: Eis und Kaffee als Pause auf der Rückfahrt

    Und:
    Ich habe doch noch ein Foto von einer Spinne für euch:

    Stachelige Radnetzspinne im Netz im Regenwald von NordqueenslandDas Foto zeigt eine stacheligen Radnetzspinne

    Später brachte uns die Fähre wieder über den Daintree River. Das Auto-Deck war kurz, die Überfahrt ruhig. Ein letzter Blick auf den Fluss, dann ging es mit dem Bus zurück nach Port Douglas, vorbei an Zuckerrohrfeldern und Palmen.

    Port Douglas: Rückfahrt nach der Tour, tropische Landschaft in der Umgebung
    Rückfahrt nach Port Douglas: Blick aus dem Fahrzeug auf die nasse Landschaft
    Unterwegs in Nordqueensland: tropische Vegetation bei Regenwetter

    Abend in Port Douglas – Dr. Oetker, Weihnachtsstimmung und Flughunde

    Zurück in der Unterkunft entschieden die Zwillinge sehr schnell, dass der Tag für sie offiziell beendet sei. Sie waren müde, hatten Hunger und wollten mit ihren Freunden schreiben. Meine älteste Tochter und ich gingen noch einmal los, um etwas zu essen zu besorgen und die Stadt im Dunkeln zu erleben.

    Ein kurzer Abstecher führte uns zum Four Mile Beach Lookout oberhalb der Bucht. Auch hier wieder Regen und ein grauer Himmel, trotzdem ein schöner Ort, um die Küstenlinie und den traumhaften Palmenstrand zu sehen.

    Four Mile Beach Lookout in Port Douglas: Blick auf Küstenlinie und Strand
    Port Douglas am Abend: Aussicht trotz Regen und grauem Himmel
    Port Douglas: Küstenblick und Palmenstrand in Nordqueensland

    Auf dem Rückweg schlenderten wir durch die beleuchtete Hauptstraße. Lichterketten, warme Schaufenster, Restaurants, die gut gefüllt waren. Die Stimmung hatte etwas leicht Weihnachtliches, obwohl es tropisch warm war

    Port Douglas: beleuchtete Hauptstraße mit Lichterketten am Abend

    In einem kleinen Convenience Store suchten wir nach Getränken und etwas für das Abendessen. Während ich noch überlegte, welche typisch australischen Snacks in den Korb wandern sollten, stand meine Tochter plötzlich mit einer tiefgekühlten Ristorante-Pizza von Dr. Oetker vor mir. Kommentar meinerseits: „Wir fliegen um die halbe Welt und essen dann Pizza, die es zu Hause auch gibt?“ Ihre Antwort war kurz und sehr klar. „Ja.“ Diskussion beendet.

    Convenience Store in Port Douglas: Einkauf am Abend
    Port Douglas: Snack- und Getränkekauf im kleinen Laden
    Ohne Worte.

    Auf dem Rückweg zur Unterkunft hörten wir wieder laute Vogelstimmen. Ein Blick nach oben zeigte einen Baum voller grüner und bunter Papageien, ich vermute Rainbow Lorikeets, die sich am Abend gerne in großen Gruppen in Bäumen sammeln und mit ihrem Gekreische jede Menge Lärm machen.

    Papageien in Port Douglas am Abend: großer Schwarm in den Bäumen
    Bunte Papageien am Abend in Port Douglas: Vögel sammeln sich in Bäumen

    Port Douglas bei Nacht: Straße und tropische Stimmung
    Port Douglas am Abend: Lichter und warme Atmosphäre

    Ein Stück weiter hing ein anderer Baum voll mit großen Flughunden, den sogenannten Flying Foxes. Die Tiere hingen in den Zweigen, streckten die Flügel oder starteten in die Nacht. Ein Anblick, den man so schnell nicht vergisst.
    Sie im schon recht dunklen Abendhimmel zu fotografieren war nicht einfach.

    Flying Foxes in Port Douglas: Flughunde hängen in den Bäumen
    Flughunde am Abend: Flying Foxes im Baum und im dunklen Himmel

    Weil wir direkt an der Unterkunft waren, holte ich noch die Zwillinge, damit sie dieses Schauspiel ebenfalls sehen konnten. Der Tag hatte ihre Energie zwar verbraucht, aber für Kakadus, Lorikeets und Flughunde reichte die Neugier dann doch noch.

    Zurück in der Ferienwohnung gab es dann Pizza, Getränke und noch eine Maschine voll Wäsche.

    Ein langer Tag lag hinter uns. Einer mit viel Regen, vielen Eindrücken und einigen persönlichen Mutproben.

     

    Fazit – ein unvergesslicher Tag im Regenwald

    Auch wenn das Wetter so ziemlich jede Sonnenerwartung unterlaufen hat, war dieser Tag im Daintree etwas Besonderes.
    Wir haben den Regenwald in seiner nassen Variante erlebt, durften Tiere sehen, die es nur hier gibt, sind durch Mangroven und dichte Wälder gelaufen,
    haben Krokodile aus sicherem Abstand beobachtet und gleich zwei große Spinnen hautnah erlebt.
    Die Mischung aus Wissen, Humor und Ruhe unseres Guides hat den Tag wirklich schön abgerundet.

    Australien hat uns an diesem Tag noch einmal gezeigt, wie vielfältig und sensibel diese Natur ist.
    Und wie gut es tut, den eigenen Radius immer wieder zu erweitern, selbst wenn das Wetter nicht mitspielt
    und die Kamera öfter im Rucksack bleibt, als einem lieb ist.

    Am nächsten Tag wartete das Great Barrier Reef auf uns, wieder mit eher bescheidener Wetterprognose.
    Aber das ist eine andere Geschichte.

    Danke, dass ihr uns auch in den Regenwald begleitet habt.

     

    Unsere Tour:  Total Daintree Experience

    Wir waren mit

    Daintree Discovery Tours

    unterwegs. Die Tour war bestens organisiert, abwechslungsreich, informativ und sehr persönlich geführt.
    Eine klare Empfehlung für alle, die an einem einzigen Tag möglichst viel vom Daintree erleben möchten.


    Man kann die Tour von Daintree Discovery Tours auch über

    GetYourGuide *

    buchen.
    Gebucht wurde direkt über die Anbieter-Seite, bezahlt per Kreditkarte bei der Abfahrt – hat alles top geklappt.



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    Weitere hilfreiche Links zur Planung

    Hier findest du langjährig erprobte Tipps, Tools und Grundlagen, die bei der Planung wirklich helfen.

  • Australien: Kuranda Scenic Railway, Rainforestation Nature Park & Skyrail

    Australien: Kuranda Scenic Railway, Rainforestation Nature Park & Skyrail

    Australien Tag 6 – Kuranda Scenic Railway, Rainforestation Nature Park & Skyrail


    Australien: Kuranda Scenic Railway, Rainforestation Nature Park & Skyrail

    Reisezeit: Sommer 2025.
    Sydney – Rotes Zentrum – Ostküste
    Meine 3 Teenager und ich

     – Tag 6 in Australien – 

    Am Abend zuvor. 23 Uhr. Vom Roten Zentrum flogen wir in den tropischen Norden von Queensland. Es ging auf Mitternacht zu, als wir den Flughafen verließen, wir waren hundemüde.

    Der Flughafen in Cairns hat sooo tolle Gepäckbänder!!! Ich liebs

    Koffer holen, mit dem Uber zur Unterkunft fahren, Sicherheitscode eingeben, duschen, etwas Klamottiges zum Schlafen aus der Tiefe des Koffers ziehen.

    Gegen 1 Uhr lagen wir endlich im Bett.
    Und der Wecker war auf 6.30 Uhr gestellt.
    Um 7.30 Uhr mussten wir auschecken und zum Treffpunkt laufen.

    In dem Moment holte mich die Erkenntnis ein, die eigentlich schon beim Buchen hätte kommen müssen: Das war nicht klug. Die gesamte Australienreise war durchgetaktet, jeder Tag, jedes Programm. Schon im Februar/ März hatte ich zu Hause vor dem Laptop gesessen und einen Tag nach dem anderen verplant. Es hat einfach so gut getan, diese Reise zu planen.
    … mir ging es gesundheitlich nicht gut zu der Zeit. Ich war nach einer ungeplanten OP und daraus resultierenden Komplikationen in einem absoluten Tief, durfte monatelang so vieles nicht machen, nicht einmal Auto fahren …. und obwohl mein Mann und meine Familie mich ganz toll unterstützt haben, fühlte sich alles schwer und dunkel an.
    Vor allem die Einschränkungen und die Nebenwirkungen der neuen Medikamente machten mir zu schaffen.
    Das Planen der Reise hat so gut getan.
    Und btw, mir geht’s inzwischen auch wieder sehr gut – nur damals, als auf einmal alles auf mich zukam, war es einfach zu viel.

    Viele hatten mir davon abgeraten, zuviel zu planen. Und schon gar nicht jeden Tag Programm. „Geh es langsam an, nimm euch eine Pause am Anfang“ – die Hinweise waren da. Gehört habe ich nicht. Die Tour war gebucht und alles war längst bezahlt.
    Da mussten wir jetzt durch. Typisch, … ich und mein Dickschädel….

    Während ich mich noch vor mich hinärgerte, fielen mir irgendwann die Augen zu…

    .

    Tag 6 in Australien

    6.30 Uhr: Der Wecker klingelte. Und ich? „Och neeee….“ -> Snoozetaste,…
    6.35 Uhr: Der Wecker klingelte. Und ich? „…noch 5 Minuten…“ -> Wieder Snoozetaste. Die Kinder schliefen auch noch tief uns fest.
    6.40 Uhr: Der Wecker klingelte. Und ich? … ratet ….
    6.45 Uhr: Der Wecker klingelte. Und ich? Wieder eingeschlafen,…. Wusstet ihr, dass sich ein Handywecker nach ein paar mal Snoozen abstellt?! …

    Tag 6 in Australien.
    7.15 Uhr: Mein „Es wird Zeit zum auschecken“-Wecker klingelte.
    Wir hatten verschlafen. Nicht ein bisschen, sondern richtig. Dieses „Warum ist es draußen schon hell?“-Verschlafen. Ab da lief alles im Turbo: anziehen, Zähne putzen, alles zurück in die Koffer werfen, auschecken. Zum Glück war die Rezeption offen, wir konnten das Gepäck dalassen und sprinteten los. Der Treffpunkt war in einem anderen Hotel. Mit zwei Eingängen. Natürlich standen wir am falschen Eingang….
    Ich – die sonst jeden Reisetag durchplant, timed, überprüft – hatte das nicht korrekt auf dem Schirm. Oh man …. 
    Normalerweise trinke ich jeden Morgen in Ruhe meinen Kaffee. Und dabei gehe ich die Unterlagen für den Tag nochmals durch, gleiche Zeiten ab, checke Treffpunkte.
    Mein kleines Ritual, das mich vor genau solchen Momenten bewahrt.
    Heute? Kein Kaffee. Kein Ritual.  Und dann kommt sowas bei raus ….

    „Wir sind am falschen Eingang!  Wir müssen auf die andere Seite!“ Meine älteste sprintete los. „Ich halte den Bus auf!“  Sie rannte so schnell, dass U.B. neidisch geworden wäre. Einmal um den Block. Und wir hinterher. Kurz darauf kam der Ruf, den wir erhofft hatten: „Der Bus steht noch da! Los!“ Wir rannten zum Bus. Tropenluft, Müdigkeit, kein Frühstück, kein Kaffee. Auf dem Rücken hing der Kamerarucksack  – auch wenn er dank neuer Panasonic-Kamera inzwischen deutlich leichter war als früher in Japan oder Namibia.

    Wir kamen am Bus an – gaaanz minimal aus der Puste. Der Fahrer grinste breit: „Where are you guys coming from?!“  „From the wrong side of the Hotel.“ japste ich.

    Beim Einsteigen bekamen wir Zettel von dem Anbieter (Tropic Wings) mit unseren Namen und farbige Armbänder. So wusste jeder sofort, welche Tour wer gebucht hatte und wohin er später musste. Alles klar strukturiert.

    Im Bus war es eiskalt. Draußen Tropen, drinnen Kühlhaus. Also: Strickjacke an und Halstuch über die Schultern.
    Immerhin brachte das sitzen die Pulsfrequenz wieder in einen halbwegs normalen Bereich. Nicht im grünen Bereich war die Stimmung bei den Kindern. … Sie waren extrem genervt. Verschlafen, das Gehetzte zum Bus und noch nicht einmal gefrühstückt. …
    „Ja, ihr habt recht! Ich habe das nicht durchdacht beim planen!“ gestand ich ein. „Und außerdem hatte ich auch noch keinen Kaffee!“  „Ja Mama, selber Schuld!“ ….. Um die Stimmung ein wenig zu retten, versprach ich den Kindern, dass sich später in Kuranda Village jeder ein kleines Goodie aussuchen durfte. Eine dieser Zusagen, die pädagogisch nicht klug sind und an die sich Kinder erstaunlich gut erinnern.

    Ok, der Tag war semigut gestartet. Wir hofften, er würde von jetzt an besser werden. Unser Programm war vielversprechend:  Classic Kuranda – Scenic Railway, Zeit im Village, Rainforestation Nature Park, Pamagirri Aboriginal Experience, Koala & Wildlife Park, Army Duck, BBQ Lunch und am Ende die Skyrail. Ein kompletter Tag, aber gut machbar.

    (Die Tour habe ich unten verlinkt) 

    Gefahren sind wir mit einem elektrischen Bus von Tropic Wings in Cairns.
    Menschen werden immer reisen. Auch wir, wenn auch erst einmal keine fernen Reisen mehr.
    Aber wenn wir schon weit fliegen, dann machen wir vor Ort das, was wir beeinflussen können: elektrische Busse, Greyhound, Schiffstouren mit dem Segelboot. Alles ist nicht immer umsetzbar, aber wenn, haben wir das gemacht.

    Und dann erreichten wir die historischen Kuranda Railway Station Freshwater.
    Beim aussteigen bekamen wir den Hinweis, dass wir noch in Ruhe was essen oder trinken könnten.
    Der historische Bahnhof wirkt wie aus einer Filmkulisse – in einem kleinen botanischen Garten: Farne, tropische Pflanzen, Holzveranden, alte Schilder.
    Ein alter Waggon war umgebaut zu einem Bistro-Kiosk, wo es Kleinigkeiten zu essen und zu trinken gab – auch Kaffee.
    Nach diesem hektischen Start tat uns dieser Moment richtig gut – und die Laune stieg bei allen wieder.

    Dazu kam noch, dass an dem Tag Jubiläum gefeiert wurde. Es gab gratis-Cupcakes für alle und tolle Live-Musik.

    .

    .

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    Und dann saßen wir da in dieser Filmkulisse mit einem Bahnhof wie aus vergangenen Zeiten am Fuße des Regenwaldes mit Kaffee, Cupcake und australischer Livemusik. Ganz entspannt, die Kinder genossen es genauso wie ich. 
    Unbeschreiblich! Ich hätte stundenlang einfach nur dasitzen können.

    Aber irgendwann kam die Info: Der Zug kommt!!!

    .

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    Unser Start des Tages:
    Die Fahrt mit dem Kuranda Panorama Scenic Railway

    Die Bahn verbindet Cairns an der Küste mit Kuranda am östlichen Rand des Atherton Tablelands. Auf der etwa 37 Kilometer langen Strecke klettert sie vom Küstentiefland durch den Barron Gorge Nationalpark, der Teil des Wet Tropics of Queensland World Heritage Area ist, hinauf in das tropische Hochland. Während der Fahrt hat man tolle Ausblicke auf Wasserfälle, Schluchten und Brücken mitten im Regenwald.

    Kuranda Scenic Railway – Fakten kompakt

    • Verbindet: Cairns ↔ Kuranda (Queensland, Australien; Rand des Atherton Tablelands)
    • Bauzeit / Eröffnung: Baubeginn 1882, Fertigstellung 1891
    • Länge der Strecke: ca. 37 km
    • Höhenunterschied: rund 327 m
    • Tunnel: 15
    • Brücken: 55

     

    Kurz darauf fuhr der Zug ein, historische Wagen mit Holzbänken, große Fenster und Kacheln an der Decke.
    Unsere Plätze waren reserviert, die Nummern für die Plätze bekamen wir schon beim einsteigen in den Bus mit den anderen Unterlagen. Gebucht hatten die einfachen Klasse, völlig ausreichend, denn eigentlich wollten wir nur aus dem Fenster schauen und fotografieren. Wir saßen auf einem 6er Platz mit einem anderen, älteren Ehepaar.

    Die Bahn arbeitet sich auf rund 37 Kilometern vom Küstenvorland etwa 327 Höhenmeter hinauf ins tropische Hochland. Auf dem Papier klingt das nüchtern, in der Realität ist es eine langsame, aber eindrucksvolle Klettertour entlang von Felswänden, Brücken und Regenwaldhängen. Insgesamt dauert die Fahrt von Cairns nach Kuranda etwa eine Stunde und fünfundfünfzig Minuten, ab Freshwater sind es ungefähr neunzig Minuten einschließlich des Aufenthalts am Barron-Falls-Aussichtspunkt.

    Das Wetter spielte leider gar nicht mit. Obwohl der Juli als Dry-Season gilt, war es wolkenverhangen, trist – und immer wieder regnete es.
    Es heißt zwar Regenwald, aber so?
    Da ahnte ich noch nicht, was uns am Folgetag erwarten würde … dazu dann aber mehr im nächsten Beitrag.

    Wir sitzen im Kuranda Scenic Railway und nähern uns langsam dem ersten Highlight.

    Erstes Highlight: Stoney Creek Wasserfall

    Nach einer Weile Fahrt kam das erste Highlight:  Der Zug rollte direkt an den Stoney Creek Falls vorbei, einem Wasserfall, der nur wenige Meter von den Gleisen entfernt in die Tiefe stürzt. Im Wagen bildete sich sofort eine Menschentraube an der Fensterseite. Alle wollten das gleiche Foto, am besten ohne andere Menschenhände und deren Handys und Kameras im Bild und mit perfekter Sicht auf das Wasser. Ein realistisches Ziel für ungefähr zehn Sekunden Zeitfenster. Querformatfoto für den Blog UND Hochformat für Insta gleichzeitig konnte ich nicht, schon gar nicht bei dem Gedrängel am Fenster.

    Tochter bekam den Auftrag, ein Video für mein Reel aufzunehmen, während ich versuchte, mit der Kamera den richtigen Moment zu erwischen.

    Das Video gibt’s später im Reel, die Fotos zeige ich euch hier:

     

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    .

    Zwischen Regenwald, Tunneln und Aussichtspunkt

    Mit jeder Kurve wurde die Landschaft grüner und dichter. Die Bahn rollte über Brücken, durch kurze Tunnel und an steilen Hängen entlang. Draußen zeigte sich bereits der erste Eindruck vom tropischen Regenwald rund um den Barron Gorge Nationalpark. Palmen, dichtes Unterholz, teils steile Felswände, immer wieder kurze Blicke hinunter ins Tal. Im Wagen wurde es ruhiger, viele lehnten sich an die offenen Fensterrahmen und schauten einfach hinaus.

    Am Aussichtspunkt mit Blick auf einen weiteren Wasserfall – den Barron Falls – konnten alle aussteigen. Der Wasserfall wirkte hier noch imposanter, unten das Tal, darüber Fels und tropische Vegetation.

    Die Kinder entdeckten am Geländer Green Tree Ants – kleine, aber sehr ’selbstbewusste‘ Baumameisen des tropischen Nordens. Ihr Biss ist recht schmerzhaft und gilt nicht ohne Grund als fester Bestandteil mancher Dschungelprüfungen bei ‚Ich bin ein Star – holt mich hier raus‘.

    Ankunft in Kuranda und erster Überblick

    Nach dem Stopp setzte sich der Zug wieder in Bewegung und arbeitete sich weiter hinauf. Die Fahrt verging schneller, als gedacht.
    Kurze Zeit später tauchte der Bahnhof von Kuranda vor den Fenstern auf. Auch hier der gleiche nostalgische Charme, Holz, Pflanzen, kleine Details, die an frühere Reisezeiten erinnerten. Am Bahnsteig wurden wir direkt in Empfang genommen und bekamen einen Lageplan von Kuranda.

    Kuranda Village – Märkte, Kapelle und Souvenirs im Regenwalddorf

    Nach unserer Ankunft liefen wir erst einmal durch Kuranda Village. Das kleine Dorf im Regenwald liegt rund 25 Kilometer nordwestlich von Cairns oben auf dem Atherton Tableland, etwa 330 Meter über dem Meeresspiegel. Der Himmel war wolkenverhangen, ab und zu fielen ein paar Tropfen. Schade, denn mit Sonnenschein hätten die vielen Farben bestimmt noch schöner geleuchtet.
    Im Hinterkopf war das Versprechen vom Morgen, dass sich jedes Kind in Kuranda ein kleines Goodie aussuchen durfte – eine Sache, an die sich alle erstaunlich gut erinnerten.

    Kuranda Heritage Markets – Kreativszene im Regenwald

    Kuranda ist seit den 1970er Jahren für seine Märkte bekannt, und diese kreative Seite spürt man im ganzen Dorf. Besonders die Kuranda Heritage Markets sind ein fester Bestandteil vieler Tagesausflüge von Cairns nach Kuranda. In der überdachten Markthalle mitten im Regenwald warten Kunsthandwerk, lokal hergestellte Produkte, Kleidung, Keramik, Schmuck und kleine Dinge, die man nicht unbedingt braucht, aber sehr schnell in die Hand nimmt. Die Atmosphäre ist eine Mischung aus Kreativszene, Tropenort und ganz viele Souvenirshops.

    Zwischen bunten Stoffen, handbemalten Schildern, Seifen, Holzfiguren, Didgeridoos und Schmuck wurde schnell klar: Wer hier mit Kindern oder Teenagern unterwegs ist, sollte vorher kurz über das Budget sprechen. Die Kinder stellten mir die ganze Zeit neue Souvenirs vor, welche sie ihren Freunden mitbringen wollten.
    Wir hatten zwar lange für diese Reise gespart, aber die Flugpreise haben stark angezogen und daher war unser Budget schon ein wenig mehr als gedacht geschmälert.
    Aber jeder fand ein Goodie für sich (hatte ich ja im Anfall totalen Leichtsinns versprochen) und ein paar Souvenirs für die Freunde durften sie auch aussuchen.

    Ganz konsequent blieb ich da übrigens auch nicht. Irgendwann wanderten auch ein paar Souvenirs für unsere Urlaubsvitrine in die Tasche. Meine Jüngste hatte es entdeckt. „Mama, das passt perfekt in die Vitrine!“ – und ja, damit hatte sie recht.
    Zu Hause stehen inzwischen in unserer Vitrine im Wohnzimmer auf drei Ebenen Erinnerungsstücke von fünf Kontinenten. Jede Muschel, jedes Holzschild und jeder Magnet erzählt eine kleine Geschichte. Und Australien hat dort nun ebenfalls seinen festen Platz bekommen.

     

    Zwischen Märkten und Souvenirshops entdeckte ich eine kleine Kapelle. Die kleine St Saviour’s Anglican Church wurde 1915 geweiht und diente den Bewohnern von Kuranda als ruhiger Gebets- und Rückzugsort mitten im Regenwald. Das Taufbecken bestand aus einer riesigen Muschel. In diesem Detail waren die Tropen und die Nähe zum Great Barrier Reef so deutlich zu spüren

    Geweihfarn

    Und dann war es Zeit, zum Treffpunkt zu gehen. 
    Mit dem E-Bus fuhren wir zur nächsten Station des Tages. 

    Das Programm im Rainforestation Nature Park

    Vor uns lag der Teil des Tages, der im Rainforestation Nature Park stattfand. Die Organisation lief über Tropic Wings, und die Busse erkannte man sofort.
    Die Armbänder wurden kontrolliert und die Gruppen nach Farben sortiert. Wer welche Tour gebucht hatte, ließ sich auf einen Blick erkennen.

    In dem Moment, als wir in den Bus stiegen, wurde mir bewusst, wie surreal das alles eigentlich war. Gestern um diese Zeit standen wir noch im Outback, am Fuß des Uluru, die rote Erde überall, trockene Luft, Hitze. Und heute fuhren wir mitten hinein in den tropischen Regenwald von Queensland.

    Gegen 11.45 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Rainforestation Nature Park.

    Fakten zum Rainforestation Nature Park

    Rainforestation umfasst etwa 40 Hektar, davon rund 30 Hektar tropischer Regenwald. Das Gebiet erhält durchschnittlich 2,5 Meter Niederschlag pro Jahr, was den üppigen Bewuchs und die vielfältige Pflanzenwelt erklärt.

    Geschichte des Areals in Kurzform: Ende des 19. Jahrhunderts entstand hier zunächst eine Plantage, später wurde das Gelände unter anderem als Kuhweide genutzt. In den 1950er Jahren kamen Orangen- und Avocadopflanzungen dazu, bevor das Anwesen 1973 in die Hände der Familie Woodward kam. 1976 öffnete ein Restaurant, kurz darauf starteten die ersten Army-Duck-Touren. In den 1990er Jahren kamen die Pamagirri Aboriginal Tanzgruppe und der Koala- und Wildlife Park hinzu. So entwickelte sich nach und nach das, was Besucher heute als Rainforestation Nature Park kennen.

    BBQ Lunch

    In der Rainforestation wartete als erstes Programmpunkt: das BBQ Lunch. Das Essen war als Buffet aufgebaut: Salate, Beilagen, Fleisch, dazu warme Speisen und ein paar typisch australische Komponenten. Für die vegetarische Tochter war erstaunlich viel dabei.
    Jeder fand etwas für sich, einfach in Ruhe sitzen und essen tat sehr gut.

    Alles vegetarisch

    Nach dem Essen blieb ein kurzer Moment ohne Programm. Klar dass die Kids wieder Souvenirs shoppen wollten. Haben wir auch schon lange nicht mehr. Mindestens seit 1 Stunde nicht mehr …

    Koala & Wildlife Park

    Um 13 Uhr stand der Koala & Wildlife Park auf dem Plan. Im Grunde ist es ein kleiner Zoo mit typischen australischen Tieren. Normalerweise gehören solche Einrichtungen nicht zu den persönlichen Favoriten, trotzdem war der Besuch hier Teil der Tour. Kängurus ließen sich füttern, Koalas dösten in ihren Bäumen, dazwischen Volieren und Gehege.
    Zumindest sahen wir hier unsere ersten ‚australischen‘ Koalas und Kängurus. Viel mehr freuten wir uns aber, sie auf dieser Reise irgendwann in freier Wildbahn zu sehen. Und das ‚irgendwann‘ würde bei einem Tier sogar noch am selben Tag sein.

    Dreamtime Walk

    Weiter ging es mit dem Dreamtime Walk. Wir liefen zu dem Areal, auf der die einzelnen Elemente der Pamagirri Aboriginal Experience gezeigt wurden.
    Zuerst das Didgeridoo: Klang, Spieltechnik, Atem, Bedeutung.
    Das haben wir schon sehr ausführlich im Didgeridoo-Workshop des Ayers Rock Resort gelernt, aber alleine den Klang wieder in Australien zu hören war toll. Didgeridoo ist Australien. Ich liebs.

    Danach folgten Speerwerfen und unterschiedliche Wurftechniken. Die Erklärungen waren interessant, nur die Zeit lief gefühlt doppelt so schnell wie nötig. Kaum hatte sich der Kopf an ein Detail gewöhnt, war schon das nächste dran.

    Zum Schluss durfte jeder einen Boomerang werfen. Leider nur einmal. Für eine volle Gruppe ist das verständlich, aber ein zweiter Versuch hätte mich gefreut. Unsere Würfe hatte jedenfalls eher experimentelle Charakter… Wobei meiner erst sehr gut flog, aber statt die Kurve komplett zurück zu bekommen landete er hinter dem Sicherheitszaun.
    Die Kinder nahmen es mit Humor, die Erwachsenen auch, und trotzdem blieb der Eindruck, dass dieses Programm mit ein wenig mehr Zeit noch intensiver wirken könnte.

    Pamagirri Aboriginal Dancers

    Um 14 Uhr begann die Tanzvorführung der Pamagirri Aboriginal Dancers. Auf der kleinen Bühne wurden traditionelle Tänze gezeigt, begleitet von Erklärungen und Musik. Das Ganze wirkte nicht überdreht, sondern wie ein kurzer Einblick in Geschichten und Lebensweise. Australiengefühl stellte sich von ganz allein ein, besonders, wenn man sich für einen Moment ganz auf Bewegung und Rhythmus konzentrierte und nicht auf die eigene Kamera.

    Amphibious Army Duck Tour

    Gegen 14.45 Uhr folgte der nächste Programmpunkt: die Army Duck Tour.

    Die historischen Amphibienfahrzeuge aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs fuhren zuerst als normale Busse über schmale Wege durch den Regenwald. Vorne erklärte der Guide mit trockener Art Pflanzen, Tiere und Besonderheiten des Gebiets und streute zwischendurch kleine Witze ein. Die Stimmung im Fahrzeug war entspannt, und die Umgebung wurde mit jedem Meter dichter.

    Richtig crazy wurde es, als das Fahrzeug dann langsam auf das Wasser zusteuerte und dann einfach hineinfuhr. Ein Fahrzeug, das erst über den Waldweg rattert und kurz darauf als Boot auf dem Wasser schwimmt, das war schon verrückt irgendwie.
    Wir hatten schon bei der Fahrt Regenwald-Feelings, aber dann auf dem Wasser war es zu 100 % da. Eigentlich wartete man nur noch darauf, dass ein Krokodil durch das Wasser schwomm.

    Die Army Duck Tour war eine richtig tolle Tour mit einem super Guide, der uns Flora und Fauna kurzweilig und mit viel Humor erklärte. 
    Vor allem verstanden wir die Australier auch inzwischen immer besser. 
    Diese Tour war für uns einer der ruhigeren, aber eindrücklichsten Momente des Tages.

    Shuttlebus zur Skyrail

    Nach der Army-Duck-Runde blieb nicht mehr viel Zeit. Gegen 15.45 Uhr stand der Shuttlebus zur Skyrail an. Wieder sorgten Armbänder und Farben dafür, dass alle im richtigen Bus landeten.

    Skyrail Rainforest Cableway

    Skyrail – kurz & knapp

    Seilbahn über den Regenwald zwischen Kuranda und Smithfield, etwa 7,5 Kilometer lang. Kleine Gondeln schweben knapp über den Baumkronen, mit Zwischenstopps und Aussicht auf die Barron Falls – ein sehr eindrucksvoller Abschluss des Kuranda-Tages.

    Oben angekommen, reihte sich unsere Gruppe in die Schlange ein. Gondel für Gondel fuhr vor, Türen auf, einsteigen, Türen zu, und schon schwebte die Kabine leise über den Bäumen. Unter uns lag der Regenwald, dicht und grün und soweit das Auge sehen konnte. Absolut unbeschreiblich.
    Unsere Natur ist so schön,

     

    Mit der Gondel über den Barron River

    Grün, soweit das Auge reicht.

    Es war nur so schade, dass das Wetter nicht mitgespielt hat

    Unterwegs legten wir einen Zwischenstopp an den Barron Falls ein.

    Achtung, Pfütze?!

    Und dann passierte etwas, was mir schon lange nicht mehr passiert ist:
    Meine Kamera hatte ich in der Eile völlig falsch eingestellt ….

    …. also habe ich AI gebeten, es zu „reparieren“, damit ihr eine Vorstellung bekommt, wie der Weg aussieht, der zur Aussichtsplattform führt: 

    Erschreckend und faszinierend zugleich. …

    Während der Regenzeit (Dezember-Februar) soll das sehr imposant sein. 

    Von der Gondel hat man dann auch noch einmal einen richtig schönen Blick auf die Barron Falls!!!! 

    Die restliche Strecke führte noch einmal über das Blätterdach des Regenwaldes, bevor die Gondel schließlich die Station am anderen Ende erreichte. 

    7,5 km einfach über den Regenwald schweben …. traumhaft. 

    … und dann sahen wir irgendwann die Küste. 

    Kurz vor der Talstation überfuhren wir eine Wiese. 

    Und was graste dort? Kängurus!!! Unsere ersten Kängurus in Australien in freier Wildbahn. 

    Soooo toll!!! 

    Gegen 17 Uhr standen wir schließlich an der Station in Smithfield, unser Bus wartete schon. Kein Gedrängel, kein Hetzen, nur dieses angenehme Gefühl, einen vollen Tag erlebt zu haben und jetzt langsam wieder Richtung Unterkunft zu fahren.

    Für uns war der Tag noch nicht ganz vorbei, denn zurück an der Unterkunft wartete ein Shuttle auf uns.
    Denn unsere Reise entlang der Ostküste ging noch an diesem Abend weiter.

    Next Stop: Port Douglas

    Australien-Feeling pur!!!

    Für die Zeit in Port Douglas hatten wir eine Ferienwohnung gebucht.
    Und auch hier bekamen wir wieder einen Sicherheitscode, um Zutritt zu der FeWo zu bekommen.

    Unser zu Hause für die kommenden Tage:

    Mittags hatten wir eine gesunde Mahlzeit mit reichlich Gemüse – jetzt gab es was schnelles, denn wir waren soooo müde. 

    Für den kommenden Tag hatten wir – ihr ahnt es sicherlich – wieder volles Programm.

    Aber dazu dann mehr im nächsten Beitrag.

    Danke, dass ihr wieder dabei ward!!!

    Gute Nacht aus Port Douglas!

    .

    .


    Unsere Tour mit Tropic Wings*

    Für unseren Kuranda-Tag haben wir uns für die Classic Kuranda Tour von

    Tropic Wings*

    entschieden. Die Organisation war bei uns durchweg zuverlässig, alles lief entspannt ineinander über und wir konnten an unserem einzigen vollen Cairns-Tag wirklich das Maximum herausholen.
    Tropic Wings bietet verschiedene Tourvarianten an – je nach Buchung mit Zugfahrt, Village-Zeit, Mittagessen, Rainforestation-Programmen und der Skyrail. Für uns war es die unkomplizierteste Möglichkeit, alles an einem Tag zu erleben.





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