Townsville in Australien war für uns zunächst vor allem ein sinnvoller Zwischenstopp nach Magnetic Island. Die Stadt an der Küste von Queensland ist der wichtigste Ausgangspunkt für die Fähre nach Magnetic Island, aber sie verdient mehr als nur einen schnellen Blick aus dem Busfenster. Zwischen Strandpromenade, Rockpool, Kissing Point, Palmen, Sonnenuntergang und unserem sehr persönlichen Unterkunftsdrama zeigte sich Townsville als Ort, der am Wasser richtig schöne Ecken hatte, aber uns gleichzeitig leider noch einmal deutlich daran erinnerte: Low Budget kann gut gehen. Muss es aber nicht.
Seiteninhalt
- Wo liegt Townsville?
- Zurück in Townsville nach zwei turbulenten Tagen
- Unsere Unterkunft in Townsville: low budget mit Dschungelcamp-Feeling
- Sonnenuntergang am Kissing Point Boardwalk
- Abendessen per Uber Eats und ein digitaler Spieleabend
- Sonnenaufgang am Palmenstrand von Townsville
- Unfreiwillig zu Fuß Richtung Hafen
- Geocache am Hafen von Townsville
- Townsville in Australien: Lohnt sich ein Zwischenstopp?
- FAQ zu Townsville, Magnetic Island und der Reiseplanung
- Was gibt es in Townsville zu sehen?
- Wie erreicht man Townsville?
- Hat Townsville einen Flughafen?
- Macht es Sinn, in Townsville vor oder nach Magnetic Island zu übernachten?
- Wie kommt man von Townsville nach Magnetic Island?
- Lohnt sich Magnetic Island als Tagestrip?
- Wo sieht man auf Magnetic Island Koalas?
- Was kann man in Townsville mit Kindern unternehmen?
- Wie viele Tage sollte man für Townsville einplanen?
- Ist Townsville nur ein Durchreiseort?
- Braucht man in Townsville ein Auto?
- Gibt es öffentliches WLAN in Townsville?
- Welche Unterkunftslage ist in Townsville sinnvoll?
- Mein Fazit zu Townsville
- Reiseplanung für Australien
Wo liegt Townsville?
Townsville liegt an der Ostküste Australiens im Bundesstaat Queensland. Direkt vor der Küste liegt Magnetic Island, die ihr vom Fährterminal in Townsville aus erreicht. Für unsere Route ohne Mietwagen war Townsville deshalb ein notwendiger Stopp zwischen Magnetic Island und der Weiterfahrt mit dem Bus Richtung Süden.
Zurück in Townsville nach zwei turbulenten Tagen
Am späten Nachmittag waren wir zurück in Townsville. Hinter uns lagen zwei turbulente Tage mit vielen Reisepannen, aber auch wundervollen Tierbegegnungen. Magnetic Island hatte mich wirklich überrascht. Diese Insel ist eine unterschätzte Perle vor der Küste Queenslands, mit Koalas in freier Wildbahn, schönen Buchten, dem Forts Walk und einer entspannten Inselstimmung, die irgendwann einfach da war.
Viele reduzieren Magnetic Island auf die Koala-Begegnungen. Aber diese Insel ist viel mehr.
Mich erinnerte das an die Florida Keys, welche auch viel zu oft nur auf Key West reduziert werden.
Meinen ausführlichen Bericht über unseren Tag zwischen Koalas, Forts Walk und diversen kleineren und größeren Katastrophen findet ihr hier: Magnetic Island: Unser Tag zwischen Koalas, Forts Walk und vielen Reisepannen.
Mit der Fähre legten wir wieder in Townsville an. Da standen wir nun. Wieder auf dem Festland. Und ich hatte nur einen Wunsch: Bitte lass den Rest des Tages jetzt einfach normal laufen.
… btw: würde er nicht …
Leider gab es, wie schon öfter auf dieser Australien-Reise, kein öffentliches WLAN, auf das wir uns einfach verlassen konnten. Da waren wir von Japan wirklich verwöhnt. In Japan hatten wir an vielen Orten gratis Zugang zum Internet, und ich merkte in Australien immer wieder, wie sehr man unterwegs auf mobile Daten angewiesen ist.
Unsere Japan-Reiseberichte und die komplette Route findet ihr hier: Japan-Reise mit Teenagern planen.
Mein Tipp für Australien
Besorgt euch für Australien unbedingt eine SIM-Karte oder eSIM mit ausreichend Datenvolumen. Gerade ohne Mietwagen braucht ihr unterwegs ständig mobile Daten: für Navigation, Fahrzeiten, Uber, Essensbestellungen, Unterkunftskontakt und spontane Planänderungen. Auf öffentliches WLAN würde ich mich in Australien nicht verlassen.
Unsere Unterkunft in Townsville: low budget mit Dschungelcamp-Feeling
Vom Fährterminal ging es wieder mit Uber zu unserer Unterkunft. Schon der Weg hinein war speziell. Wir mussten durch eine Garage hindurch zum Eingang. Das hatte einen gewissen Charme. Allerdings eher den Charme von: Bitte sag mir, dass wir hier wirklich richtig sind.

Die Unterkunft selbst war low budget. Das wussten wir vorher. Ich erwartete dort keinen Pool mit Cocktailbar und keine Duftkerzen im Bad. Ein sauberes Bett, eine halbwegs brauchbare Küche und ein Gefühl von „hier können wir eine Nacht bleiben“ hätten völlig gereicht. Aber genau dieses Gefühl stellte sich bei den Kindern nicht mehr ein. Bei mir übrigens auch nicht.
Viele Fotos machte ich dort nicht. Die Unterkunft war nicht der Ort, an dem ich noch groß die Kamera zückte und dachte: Das muss ich unbedingt festhalten. Außerdem passierte uns direkt etwas richtig Unangenehmes.
Auf Magnetic Island waren wir noch einkaufen gewesen. Obst, Brot, Aufstrich, ein paar Snacks. Alles ganz normal gedacht für Abendessen und Frühstück in Townsville. In der Unterkunft angekommen, machten wir erst einmal einen kleinen Powernap. Nach zwei Tagen mit vielen Spaziergängen, Fähre, Gepäck, Uber-Theater, Hostel-Stimmung und kleinen Heimwehattacken war ich ziemlich durch. Die Probleme hatten mich mehr geschlaucht als die Wege.
Später wollten wir in der Küche schon etwas für das Abendessen vorbereiten. Es war erst 17 Uhr, aber wir wollten gegen 19 Uhr essen und vorher einen kleinen Nachmittagssnack machen. Soweit der Plan.
Als wir die Einkäufe wegräumen wollten, sah ich es zuerst an einer der Tüten. Kleine schwarze Punkte. Erst dachte ich noch: Bitte nicht. Dann bewegten sich die Punkte. Und dann waren sie überall. Ameisen!
Auf den Tüten, an den Verpackungen, auf der Arbeitsfläche. Sogar in meiner Kameratasche. Unsere Einkäufe hatten dort wirklich nicht lange gestanden, aber offenbar lange genug. Die Kinder verzogen angewidert das Gesicht, und ich stand da nur und dachte „Das darf doch jetzt nicht wahr sein“
Wir reisen oft low budget. Wirklich oft. Aber so etwas hatten wir bis dahin noch nie erlebt. Ameisen überall. In Lebensmitteln, an den Taschen, in der Küche. Mir war der Appetit ziemlich gründlich vergangen.
Vieles warf ich direkt weg. Ein paar komplett verschlossene Snacks konnten wir retten, aber der Rest landete im Müll. Schade ums Essen. Für den Abend mussten wir uns also etwas überlegen.
Und falls ihr jetzt denkt: Schlimmer konnte es mit Unterkünften auf dieser Reise kaum noch werden? Doch. Konnte es. Unser letztes Hotel in Sydney wurde später eine absolute Vollkatastrophe. Aber bis dahin müsst ihr euch noch etwas gedulden. Noch waren wir ja im tropischen Norden.




Sonnenuntergang am Kissing Point Boardwalk
Während die Teenies in der Unterkunft blieben und am Handy daddeln wollten, zog es mich noch einmal raus. Ich wollte einen Supermarkt suchen, neues Abendessen kaufen und mir den Sonnenuntergang anschauen. Drei Aufgaben auf einmal.
Ich ging am Strand Rockpool entlang Richtung Kissing Point Boardwalk. Allein dieser Name. Kissing Point. Sehr passend für jemanden, dessen Ehemann gerade auf der anderen Seite der Erde war. …





Der Spaziergang tat mir richtig gut. Townsville zeigte sich am Abend von seiner schönen Seite. Palmen, Meer, warmes Licht, der Blick aufs Wasser und diese ruhige Stimmung an der Promenade.


Auf einer der Tafeln wurde Castle Hill als Gutheringa bezeichnet. Dort stand auch, dass dieser Felsen für die Traditional Owners eine besondere Bedeutung hat.

Auf den Tafeln las ich, dass Kissing Point Fort schon vor dem Ersten Weltkrieg zu den nördlichen Verteidigungsanlagen Queenslands gehörte. Später spielte Townsville auch im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle. Die Stadt wurde zu einem bedeutenden alliierten Stützpunkt im Pazifik.


Auch die Schlacht im Korallenmeer wurde dort sichtbar gemacht. Im Boden waren Linien, Pfeile und Markierungen eingelassen, die Bewegungen von US-amerikanischen und japanischen Einheiten zeigten. Das war kein Museum im klassischen Sinn, eher Geschichte unter den Füßen.

Der Boardwalk war wirklich schön.



Der Sonnenuntergang war wunderschön.











Einen Supermarkt fand ich allerdings nicht. Man kann eben nicht alles haben. Sonnenuntergang ja. Abendessen nein.
Abendessen per Uber Eats und ein digitaler Spieleabend
Zurück in der Unterkunft mussten wir unser Abendessenproblem lösen. Die Lösung hieß: Uber Eats. Und das klappte erstaunlich gut. Wir hatten eine große Auswahl, entschieden uns für etwas asiatisches und bestellten direkt auch Getränke dazu.

Das Essen kam, und wir entspannten uns. Was waren das bitte für zwei Tage gewesen? So viele Aufs und Abs in so kurzer Zeit. Für unser Budget war dieses Abendessen nicht ideal, aber es war nun einmal nicht zu ändern. Und was ich nicht ändern kann, nehme ich erst einmal hin. Also saß ich dort mit meinen Kindern, aß leckeres asiatisches Essen in Australien und war einfach froh, dass für diesen Abend nichts mehr organisiert, gerettet oder improvisiert werden musste.
Danach machten wir einen Spieleabend. Brettspiele hatten wir keine dabei, also spielten wir etwas Digitales. Einfach ein ruhiger Abend. Irgendwie tat uns allen das gerade gut.
Gut, dass wir noch nicht wussten, dass die nächste Reisepanne direkt am nächsten Morgen auf uns wartete.
Dann gingen wir ins Bett und hofften, dass wir nachts nicht von Ameisen gefressen würden….
Sonnenaufgang am Palmenstrand von Townsville
Ich stand früh auf, um den Sonnenaufgang einzufangen.
Die Kinder packten in der Zeit ihre Sachen, meine Koffer hatte ich schon fertig und zog gespannt mit meiner Kamera los.




Unfreiwillig zu Fuß Richtung Hafen
Als ich zurück war, frühstückten wir und aßen zumindest die Snacks, die noch komplett unversehrt und verschlossen waren. Alles andere war im Müll gelandet. Schade ums Essen, aber nach dieser Ameisenaktion war ich da sehr konsequent.
Nachteil einer Ferienwohnung:
Nach dem Frühstück wartet noch der Abwasch.
Aber meine 3 Teenies und ich sind da inzwischen ein gut eingespieltes Team.


Danach machten wir uns auf Richtung Hafen. Unfreiwillig zu Fuß.
Wir hatten ein Uber bestellt, bekamen eine Zusage und warteten. Wenig später kam die Absage. Also liefen wir ein Stück zu Fuß, hatten irgendwann wieder WLAN und versuchten es noch einmal. Wieder kein Uber verfügbar. Hallo? Wir waren nicht irgendwo mitten in der Pampa, wir waren in Townsville.
Mit dem ganzen Gepäck war das wirklich mühselig. Koffer, Handgepäck, Taschen und dieses allgemeine Reisechaos, das man irgendwann nicht mehr elegant trägt, sondern nur noch irgendwie hinter sich herzieht. Drei Kilometer bis zum Hafen. Zu Fuß. Puh.
Immerhin liefen wir entlang von traumhaften Palmenstränden. Und ich liebe sowas sehr. Wenn ich schon mit Gepäck schwitze und innerlich mit Uber diskutiere, dann bitte wenigstens mit Palmen und Meer daneben. In Mission Beach hatte ich Palmen und Meer kurz vorher noch ziemlich entspannt gefeiert. In Townsville kam diesmal eben Gepäck dazu. Viel Gepäck.

Unterwegs entdeckten wir eine Eisdiele. Wir waren noch keinen Kilometer gelaufen, aber mit komplettem Gepäck fühlte es sich deutlich weiter an. Ein Eis hatten wir uns verdient.

Die Überraschung: Die Eisdiele wurde von einer deutschsprachigen Auswanderin betrieben. Das Eis war absolut mega lecker. Eine klare Empfehlung für Townsville. Bis dahin war meine Lieblingseisdiele an Floridas Westküste rund um Fort Myers Beach – nun war diese hier auf Platz 1.
Hier findet ihr Juliette’s: Juliette’s Gelateria & Café in Townsville.

Wir liefen weiter, vorbei an einem Wasserspielplatz. Der war sogar kostenlos und sah richtig cool aus. Unter anderen Umständen wäre das bestimmt ein toller Stopp gewesen. Für uns ging es weiter Richtung Hafen.





Geocache am Hafen von Townsville
Weil ich auf Reisen immer sehr viel Puffer einplane, hatten wir trotz Uber-Chaos noch Zeit, bis unser Bus fuhr. Und wenn schon Zeit übrig war, dann reichte es auch noch für einen schnellen Geocache am Hafen von Townsville.


Australien ohne Mietwagen – unsere Reise mit Greyhound.

Vielleicht war ich ein klein wenig müde. Aber der Sonnenaufgang war es wert!
Der Vorteil, wenn man sich die Plätze ganz vorne reserviert: Man sieht die coolen Tierschilder. Meine Tierschild-Fotosammlung bekam ordentlich Zuwachs in Australien.


Und dann war es so weit: Ab in den Bus. Die Reise ging weiter.
Next Stop: Paradies.
Townsville in Australien: Lohnt sich ein Zwischenstopp?
Ja, Townsville lohnt sich als Zwischenstopp, besonders wenn ihr nach Magnetic Island möchtet. Die Stadt ist nicht der Ort, für den man einmal um die halbe Welt fliegt. Aber sie liegt gut, hat schöne Wege am Wasser und bietet genug, um ein bis zwei Nächte sinnvoll zu füllen. Gerade The Strand, der Rockpool, der Kissing Point Boardwalk, der Blick aufs Wasser und die Möglichkeit, von hier aus zur Insel oder zum Great Barrier Reef zu starten, machen Townsville interessant.
Für Familien ist Townsville ebenfalls interessant. Es gibt Spazierwege, kostenlose Spielbereiche und Wasserspielplätze, Badebereiche, Restaurants, Cafés und kurze Wege entlang der Promenade. Wer ohnehin mit Fähre, Greyhound Bus oder Flug unterwegs ist, kann Townsville sehr gut als Puffer einbauen. Genau das würde ich auch empfehlen. Nicht zu knapp planen. Australien hat uns oft genug gezeigt, dass Puffer kein Luxus ist, sondern manchmal die Rettung des Tages.
Townsville kurz zusammengefasst
Townsville ist vor allem ein guter Ausgangspunkt für Magnetic Island, aber nicht nur ein reiner Durchreiseort. The Strand, Rockpool, Kissing Point, Castle Hill, Queensland Museum Tropics, das Museum of Underwater Art und Ausflüge zum Great Barrier Reef machen die Stadt zu einem sinnvollen Stopp an Queenslands Küste. Für uns war Townsville kein großer Höhepunkt, aber ein nützlicher und stellenweise richtig schöner Abschnitt unserer Australienreise.
FAQ zu Townsville, Magnetic Island und der Reiseplanung
Stand: Mai 2026. Bitte prüft Fahrzeiten, Öffnungszeiten und Preise vor eurer Reise noch einmal direkt bei den jeweiligen Anbietern.
Was gibt es in Townsville zu sehen?
Zu den bekanntesten Orten in Townsville gehören The Strand, der Rockpool, Kissing Point, Castle Hill, Jezzine Barracks, das Queensland Museum Tropics und die Strandpromenade mit Blick aufs Wasser. The Strand ist eine rund 2,2 Kilometer lange Promenade mit Spazierwegen, Badebereichen, Spielplätzen, Restaurants, Picknickplätzen und einem Water Park. Für uns war besonders der Abendspaziergang Richtung Kissing Point schön.
Wie erreicht man Townsville?
Townsville erreicht man mit dem Flugzeug, mit dem Auto, mit dem Fernbus oder mit dem Zug. Für Reisende ohne Mietwagen ist Townsville auch mit dem Greyhound Bus gut in eine Ostküstenroute einzubauen. Der Flughafen Townsville wird unter anderem von Qantas, Jetstar und Virgin Australia angeflogen. Von dort kommt man per Taxi, Shuttle, Mietwagen oder Rideshare weiter in die Stadt oder zum Fährterminal.
Hat Townsville einen Flughafen?
Ja, Townsville hat einen Flughafen. Townsville Airport liegt nicht weit vom Stadtzentrum entfernt und ist für Reisende interessant, die Queensland nicht komplett mit dem Auto oder Bus bereisen möchten. Für Inlandsflüge innerhalb Australiens ist der Flughafen hilfreich.
Macht es Sinn, in Townsville vor oder nach Magnetic Island zu übernachten?
Ja, vor allem wenn eure Fähre, euer Bus oder euer Flug zeitlich nicht perfekt passt. Eine Nacht in Townsville vor oder nach Magnetic Island nimmt Druck aus der Planung. Wer spät von Magnetic Island zurückkommt oder am nächsten Morgen früh weiterreist, fährt mit einer Übernachtung in Townsville entspannter. Allerdings würde ich bei der Unterkunft sehr genau auf Bewertungen, Lage und Sauberkeit achten. Unsere Unterkunft war günstig, aber wohlgefühlt haben wir uns dort nicht.
Wie kommt man von Townsville nach Magnetic Island?
Die klassische Verbindung ist die Fähre von Townsville nach Nelly Bay auf Magnetic Island. Die Passagierfähre von SeaLink fährt regelmäßig und braucht ungefähr 20 Minuten. Zusätzlich gibt es eine Fahrzeugfähre, wenn ihr mit Auto übersetzen möchtet. Für die meisten Tagesbesucher reicht die Passagierfähre völlig aus.
Lohnt sich Magnetic Island als Tagestrip?
Ja, Magnetic Island lohnt sich auch als Tagestrip, wenn ihr früh fahrt und den Tag gut plant. Für den Forts Walk, Koalas, einzelne Buchten und etwas Inselgefühl reicht ein Tag aus. Schöner sind allerdings mindestens zwei Tage, weil die Insel mehr zu bieten hat als nur einen schnellen Koala-Stopp. Wir hatten dort trotz aller Pannen sehr schöne Tierbegegnungen und würden Magnetic Island nicht aus der Route streichen.
Wo sieht man auf Magnetic Island Koalas?
Der Forts Walk gilt als einer der bekanntesten Orte auf Magnetic Island, um Koalas in freier Wildbahn zu entdecken. Eine Garantie gibt es natürlich nicht. Es ist Natur und kein Zoo. Wir haben dort tatsächlich Koalas gesehen, und genau deshalb war Magnetic Island für mich eines der schönsten Ziele unserer Australienreise.
Was kann man in Townsville mit Kindern unternehmen?
Mit Kindern sind The Strand, der kostenlose Wasserspielplatz, der Rockpool, Spaziergänge entlang der Promenade und ein Eisstopp sehr angenehm. Auch das Queensland Museum Tropics kann je nach Alter und Interesse gut passen. Für kleinere Kinder ist besonders der Bereich an der Promenade gut, weil man dort Bewegung, Wasser, Schatten, Essen und kurze Wege verbinden kann.
Wie viele Tage sollte man für Townsville einplanen?
Für Townsville selbst reicht vielen Reisenden eine Nacht oder ein voller Tag. Wenn ihr zusätzlich Magnetic Island besuchen möchtet, würde ich mindestens zwei Nächte in der Region einplanen. Wer Magnetic Island intensiver sehen, Strände genießen, wandern und nicht hetzen möchte, plant besser drei Nächte für Townsville und Magnetic Island zusammen ein.
Ist Townsville nur ein Durchreiseort?
Nein, aber Townsville wird oft als Durchreiseort genutzt. Das ist verständlich, weil viele Reisende wegen Magnetic Island, der Fähre, dem Flughafen oder dem Greyhound Bus dort landen. Trotzdem hat die Stadt genug zu bieten, um nicht sofort weiterzufahren. Gerade der Bereich am Wasser ist schön, und der Sonnenuntergang Richtung Kissing Point war für mich ein echter Pluspunkt.
Braucht man in Townsville ein Auto?
Für den Bereich rund um The Strand, Rockpool, Kissing Point und Hafen kann man vieles zu Fuß machen, wenn die Unterkunft gut liegt. Für weitere Ziele wie Castle Hill, bestimmte Strände, Supermärkte außerhalb der direkten Umgebung oder Ausflüge ist ein Auto angenehmer. Uber kann klappen, war bei uns aber nicht zuverlässig. Gerade mit Gepäck sollte man genug Zeitpuffer einplanen.
Gibt es öffentliches WLAN in Townsville?
Wir konnten uns in Townsville nicht zuverlässig auf öffentliches WLAN verlassen. Das war auf unserer Australienreise mehrfach ein Thema. Für Navigation, Uber, Essensbestellungen, Fährzeiten und Buchungen würde ich in Australien immer eine SIM-Karte oder eSIM empfehlen. Besonders wer ohne Mietwagen unterwegs ist, braucht unterwegs stabile mobile Daten.
Welche Unterkunftslage ist in Townsville sinnvoll?
Gut ist eine Unterkunft in der Nähe von The Strand, dem Hafen oder dem Fährterminal, wenn ihr nach Magnetic Island möchtet oder ohne Mietwagen reist. Achtet aber nicht nur auf den Preis. Bewertungen zur Sauberkeit, Lage und Erreichbarkeit sind wichtig. Nach unserer Ameisen-Begegnung würde ich bei extrem günstigen Unterkünften genauer hinschauen als vorher.
Mein Fazit zu Townsville
Townsville war für uns kein perfekter Stopp. Dafür war die Unterkunft zu speziell, das Ameisenproblem zu eklig und die Uber-Situation am Abreisetag zu nervig. Aber Townsville war auch nicht nur Mittel zum Zweck. Der Spaziergang am Wasser, der Sonnenuntergang am Kissing Point Boardwalk, das Eis bei Juliette’s, die kleinen Kunstwerke, die Geschichtstafeln und der Blick aufs Meer haben den Stopp gerettet.
Würde ich Townsville als großen Traumort verkaufen? Nein. Das wäre übertrieben. Würde ich dort wieder eine Nacht einplanen, wenn ich nach Magnetic Island fahre oder mit dem Bus an Queenslands Küste unterwegs bin? Ja. Aber dann mit besserer Unterkunft. Und mit fest verschlossenen Snacks. Man lernt ja dazu.

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