
Reiseziel: Japan
Reisende: Meine 3 Teenager und ich
Route: Tokyo – Fuji – Hiroshima – Miyajima – Kyoto – Nara – Osaka
Seiteninhalt
- Ein Nachmittag auf Miyajima
- Wo genau liegt Miyajima?
- Was ist das Besondere an Miyajima?
- Am Strand entlang zurück Richtung Schrein
- Impressionen vom Itsukushima-Torii von Miyajima
- Sonnenuntergang am Itsukushima-Torii von Miyajima
- Ghibli-Shop: Ein ganzes Schaufenster mit Totoro
- Nachts sind der Schrein, die Pagode und das Torii wunderschön beleuchtet
- Ramen essen in Hiroshima
- Reiseplanung für Japan
Ein Nachmittag auf Miyajima
Miyajima war für uns ein Ausflug zwischen UNESCO-Weltkulturerbe, freilaufenden Rehen, Ebbe und Flut am berühmten Torii und einem Sonnenuntergang, der trotz dunkler Wolken noch richtig schön wurde. Die ganze Route und alle Japan-Berichte findet ihr in meiner Japan-Übersicht mit Route, Planung und allen Reiseberichten.
Nach einem bewegenden Vormittag im Friedenspark und im Friedensmuseum von Hiroshima hatten wir für den Nachmittag einen Ausflug auf die Insel Miyajima geplant.
Wo genau liegt Miyajima?
Miyajima, auch bekannt als die „Insel Gottes“, ist eine malerische Insel in der Seto-Binnensee in der Nähe von Hiroshima.
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Weitere InformationenWas ist das Besondere an Miyajima?
Miyajima ist berühmt für ihr ikonisches Shinto-Torii, das bei Flut im Wasser zu schweben scheint, sowie für ihren beeindruckenden Schrein, der als Itsukushima-Schrein bekannt ist. Die Insel ist ein wichtiges kulturelles und religiöses Zentrum und zieht jährlich Tausende von Besuchern aus der ganzen Welt an.
Der Itsukushima-Schrein gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, er ist das Herzstück der Insel. Er wurde im 12. Jahrhundert errichtet und ist für seine einzigartige Architektur bekannt.
Das bei Flut im Wasser stehende Shinto-Torii vor dem Schrein ist eines der am meisten fotografierten Wahrzeichen Japans und ein Symbol für die Schönheit und Spiritualität von Miyajima.
Abgesehen von den historischen und religiösen Stätten bietet Miyajima auch eine atemberaubende natürliche Umgebung. Die üppigen Wälder, malerischen Wanderwege und spektakulären Aussichtspunkte machen die Insel zu einem Paradies für Naturliebhaber und Wanderer.
Darüber hinaus ist Miyajima für seine zahmen und manchmal aufdringlichen Rehe bekannt, die frei auf der Insel herumlaufen. Diese freundlichen Tiere sind eine beliebte Attraktion für Besucher, besonders für Kinder und Tierliebhaber.
Unser Nachmittag auf Miyajima
Soviel vorweg: Ein Nachmittag ist viel zu wenig … Aber wir hatten nicht soviel Zeit und unsere Begleitung sagte uns im Vorfeld, dass man sich dann zumindest den Schrein ansehen kann.
Hiroshima habe ich nachträglich noch in unseren Reiseplan reingebastelt und hatte daher nur einen Vollen Tag.
Wer Zeit hat, sollte mindestens einen vollen Tag für die Insel einplanen.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, nach Miyajima zu kommen. Die bequemste und schönste Art ist die Fahrt mit dem Schiff vom Friedenspark aus.

Der Anleger befindet sich an der Brücke an der Kinder-Friedensglocke (Sadako) auf der anderen Flussseite
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Weitere InformationenDie Karten haben wir direkt am Schiff gekauft.

Während der Fahrt innerhalb von Hiroshima darf man an Deck gehen, wobei das eigentlich nicht vorgesehen ist. Ich habe freundlich gefragt und wir durften. Aber als es dann auf das Binnenmeer ging, wurden wir in das Schiff hinein gebeten. Sehen kann man auch von da alles, nur nicht so gut fotografieren durch das Glas.
Die Fahrt dauert ca 45 Minuten. Unsere Begleitung kannte sich auf Miyajima aus und wir freuten uns sehr darüber, sie dabei zu haben
Solche Fahrten direkt aus einer Stadt heraus mag ich sehr.
Ganz anders, aber ebenfalls mit Wasser, Stadtgeschichte und vielen Fotomotiven, war später unsere Bootsfahrt in Lissabon nach Belém.

Meine Hoffnung auf einen schönen Sonnenuntergang wollte ich nicht aufgeben, aber als ich mir die Wolken ansah, zweifelte ich immer mehr daran ….

Wir passierten bei der Fahrt viele kleine grüne Inselchen. Auch Miyajima ist eine sehr hügelige Insel.
Durch das Schifffenster sehen die Fotos alle etwas grünlich aus.

Das markante Gebäude ist das Umi-Mori Art Museum
Nach dem Anlegen führt der Weg Richtung Schrein automatisch an einem kleinen Modell vorbei.
Wir haben uns einen kleinen Überblick verschafft und gemeinsam beschlossen, direkt Richtung Schrein zu gehen.

Von der Anlegestelle ist es ein kleiner Spaziergang, entweder am Ufer entlang oder durch die belebte Einkaufsstraße.
Wir wählten letzteres, was vielleicht keine so kluge Entscheidung war.
Wie am Vormittag in Hiroshima auch waren so viele Menschen unterwegs, dass es mehr ein Durchschieben als ein entspanntes bummeln war…
Eigentlich wollten wir hier irgendwo einen Kaffee trinken, aber keine Chance auf einen freien Platz für uns 5
Direkt begrüßten uns die Rehe von Miyajima

Es ließ sich erst sogar streicheln, bemerkte aber dann bald, dass wir kein Leckerchen hatten … Das fand das Reh nicht so gut und zog von dannen…..

Auf ins Getümmel!


Es verteilte sich aber dann zum Glück etwas

Kaffeelos standen wir wenig später vor diesem imposanten Tori

Von da sind es nur noch wenige Meter bis zum Schrein

Der Itsukushima-Schrein, ein UNESCO-Weltkulturerbe
Die ursprüngliche Anlage wurde bereits im 6. Jahrhundert errichtet, in der heutigen Form steht es seit 1168.
Die Anlage wurde auf dem Wasser errichtet, etwas vorgelagert zur Schrein-Anlage steht das 16 Meter hohe Torii.
Gebaut wurde es damals, weil die Insel der Götter von einfachen Bürgern nicht betreten werden sollte.
Einziger überhaupt möglicher Zugang zu der Insel war mit dem Boot durch das Torii.
Das Torii scheint bei Normalwasser im Wasser zu schweben.
Es gehört zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Japan.
Das ursprüngliche Torii wurde 1168 gebaut, das nun aktuelle im Jahr 1875
Miyajima erinnerte mich später beim Sortieren der Fotos auch ein wenig an andere besondere Orte am Wasser, die stark über ihre Lage wirken. Hallstatt am Hallstätter See war so ein Ort: wunderschön, berühmt, voll und eigentlich viel zu schade für nur ein paar Stunden.

Leider war bei unserer Ankunft Ebbe

Durch die Ebbe sahen wir dann aber viele Meeresbewohner, vor allem viele kleinen Krabben und Einsiedlerkrebse

Die große Schreinanlage bei Ebbe

Auch hier finden sich wieder viele Sake-Fässer

Der Weg durch die Anlage war eine Einbahnstraße. Ich hatte gehofft, auf dem Rückweg Fotos bei Normalwasser machen zu können, aber durch diese Regelung war das leider nicht möglich.



Auch ohne Wasser war das ein imposanter Anblick. Aber trotz aller Freude, … das hätte mit Wasser bestimmt noch toller ausgesehen… #jammernaufhohemniveau
Moment, ich habe doch KI …. Mal sehen, ob sie das hinbekommt:

Naja… ausbaufähig. Ich bin aber auch kein Profi und nutze dafür keine teuren Programme.
Ok, noch ein Versuch:


Ganz ok, aber man darf auch nicht so genau hinschauen …
Ach egal, lassen wir das lieber ….
Wir entschieden uns für den Weg Richtung Wasser zu dem kleinen Schrein.
Von dort liefen wir am Strand entlang zurück Richtung Schrein


Wenn man den Schrein verlässt, liegt links eine belebte Souvenir – und Café – Gasse.
Wir gingen aber erst einmal rechts entlang
Eine weitere Tempelanlage. Aus Zeitgründen haben wir sie uns nicht näher angesehen. Schade eigentlich, aber man sieht sowieso so vieles nicht beim ersten Besuch ….

Der kleine Kiyomori Schrein am Strand

Überall auf der Insel sah man die zahmen Rehe
Die Kids spielten etwas am Strand.
Meine Jüngste verewigte auch hier wieder BTS und StrayKids. Bzw … es war nur bis zur nächsten größeren Welle verewigt, aber zumindest blieb ihr die Zeit für ein ausgiebiges Fotoshooting.
Nein, nicht mit dem Torii im Hintergrund, sondern mit dem, was sie in den Sand geschrieben hat …
Teenager,….
Am Strand entlang zurück Richtung Schrein
Ca 100 Fotos später gingen wir am Strand entlang zurück Richtung Schrein

Impressionen vom Itsukushima-Torii von Miyajima
Vom Strand hatte man einen schönen Blick auf das große im Wasser stehende Torii

In den Steinen wimmelte es von kleinen und größeren Krebsen 
Eigentlich stehe ich nicht so auf diese typischen Touri-Fotos.
Aber das musste jetzt einfach mal sein 
Meine kleine Powerbank ist auf Tagesausflügen mein treuer Begleiter…. Handyakkus mögen es nicht so, wenn man mit dem Handy viele Fotos macht. Und nein, ich hatte ja meine Kamera dabei, die Kids haben sich dauernd mein Handy geliehen, weil es (offiziell) ‚die bessere Kamera hat‘, (inoffiziell: Noch freien Speicherplatz; bei einem der an dieser Stelle nicht näher genannten Kids war der Speicher und die Cloud schon an Tag 3 unserer Reise voll…) und mein Sohn war ja seit Singapur leider komplett handylos und auch er wollte zwischendurch Fotos machen.
Genau für solche Tage habe ich inzwischen ein paar Dinge, die bei uns fast immer mitkommen. Meine kleine Liste dazu findet ihr hier: Reisegadgets, die bei uns regelmäßig mitkommen.
Die Kids bauten Steintürmchen. Ein Must-Do in jedem Urlaub: Irgendwo ein Steintürmchen bauen.
Der Strand auf Miyajima war dafür ideal.
Ich nutzte die Zeit für ein paar Fotos vom Torii und von der Schrein-Anlage.

Das Ergebnis: 
Das Wasser kam zurück, schon nach kurzer Zeit stand das Torii wieder komplett im Wasser

Irgendwie hatten wir alle Lust auf eine kleine Pause.
Wir liefen zurück zu der Straße von vorhin mit den vielen kleinen Shops
Die Rehe sind teilweise sehr aufdringlich.
Dieser Kandidat kam sogar zum Tisch, um zu betteln. ..
Als es nichts gab, zog er friedlich davon

Kaffee-Pause für unsere Begleitung und mich!! Und für die Kids gab es Slushy-Eis. 
Die Wege sind sehr malerisch


Sonnenuntergang am Itsukushima-Torii von Miyajima
Wir spazierten zurück zur anderen Seite der Schrein-Anlage. Von dort wollten wir uns den hoffentlich schön aussehenden Sonnenuntergang ansehen

…. Regenwolken zogen vorbei …

… und dann bildeten sich auch noch ein paar kleine Mammatus-Wolken. Diese entstehen auf der „Rückseite“ eines Gewitters

Wir suchten uns einen schönen Platz für den Sonnenuntergang


Als ich die Fotos vom Torii machte, bemerkte ich gar nicht, dass sich da jemand anschlich….

…..und dann wollte er mein Handy anknabbern …..

Und als ich das Handy wegzog, stellte er sich auf die Hinterbeine und wollte mich anspringen.
Uah, das war mir jetzt aber zu viel. Die Kids lachten laut los, wahrscheinlich weil ich so erschrocken-verdattert geschaut habe.

Ok, Faustregel: Je mehr Menschen an einem Ort waren, desto mehr Rehe waren dort. Das Problem:
Manche Touristen sind so saudämlich und lassen ihren Müll liegen. Das ist ohnehin schon nicht in Ordnung, aber hier wird es gefährlich für die Tiere, denn die fressen das Zeug!

Er war dabei, einen Pappteller zu fressen. Ich habe ihm das Ding weggenommen, danach wurde ich etwas argwöhnisch angesehen …
Aber das war ein nettes Fotomotiv.
Trotz Gewitterwolken und Regenschauer hatten wir einen farbenfrohen Sonnenuntergang

Die Unwetterwolken verzogen sich. Das sah beeindruckend aus.
Ich schien aber die einzige zu sein, die sich dafür interessierte, …

Und dann bekamen wir ganz zum Schluss von dem Sonnenuntergang sogar noch ein paar Sonnenstrahlen geschenkt. Wie schön, ich war so happy!
Solche Lichtmomente an so besonderen Orten sind für mich oft die schönsten Reisemomente.
Ganz anders und doch ähnlich war später der Sonnenuntergang am Uluru im australischen Outback. Ebenfalls ein ganz besonderer Ort einer bemerkenswerten Kultur.

Dankbar gingen wir zurück Richtung Anleger. Dieses mal wollten wir die kürzere Fährverbindung nehmen und mit der Bahn zurück nach Hiroshima fahren.

Kurz nach diesem Foto entdeckte der kleine Hirsch den Plastikbecher und wollte ihn fressen …
Ich verstehe die Menschen nicht, wie kann man seinen Müll so achtlos wegwerfen?!

Wir wählten wieder den Weg durch die Shopping-Passage, um noch ein paar kleine Andenken zu kaufen.

Umgerechnet ca 3,40 Euro. Gar nicht mal so teuer für diese Lage.
Ist das Kitschig? Ja.
Habe ich es mir gekauft? Ja klar!
Steht jetzt in unserer Souvenir-Vitrine im Wohnzimmer.
Ghibli-Shop: Ein ganzes Schaufenster mit Totoro

Während ich im Souvenir-Laden stöberte, klebten meine Töchter an diesem Schaufenster. Ghibli. Und dann noch Totoro! Vor allem meine Älteste liebt es und trägt seit dem Urlaub sogar eine Kette mit Totoro. Und weil ich, nachdem ich den halben Souvenirladen leer gekauft hatte, zu ihr ging und mit 3 Fragezeichen vor dem Schaufenster stand („Was genau ist das?!“ – „MAMA, das ist TOTORO! Den muss man doch kennen!!!“
„…. ehm….ne…?“ …. ) haben wir nach der Reise einen Ghibli-Fernsehabend gemacht und „Totoro“ und „Das wandelnde Schloss“ angeschaut. Schon teilweise sehr crazy, die Filme, aber schön gemacht.
Vom Schiff aus hatten wir noch einmal einen schönen Blick auf Miyajima.
Sollte ich noch einmal irgendwann nach Japan kommen, würde ich hier eine Nacht bleiben.
Und dann alles in Ruhe anschauen, wenn die Tagestouristen alle weg sind und der Schrein, die Pagode und das Torii so wundervoll beleuchtet werden …

Bye Bye Miyajima, die schöne und malerische Insel mit vielen kleinen, versteckten Schätzen, von denen wir so viele nicht gesehen haben.
Wir sehen uns hoffentlich wieder.
Nachts sind der Schrein, die Pagode und das Torii wunderschön beleuchtet
Direkt am Hafen ist eine S-Bahn-Station.
Alles gut ausgeschildert. Aber unsere Begleitung wusste ohnehin, welche Bahn wir nehmen mussten.

Ramen essen in Hiroshima
Zurück in Hiroshima wollten wir zu Abend essen, die Kids wünschten sich Ramen und unsere Begleitung kannte dafür genau das richtige Restaurant.

Und auch hier wieder Modelle der Speisen

Mein Lieblingsessen in Japan: Gyōza !

Schaut euch mal die Wanddeko an!

Gyōza sind gefüllte und angebratene Teigtaschen. Sehr lecker!
Dazu gab es Hähnchen, wieder einmal in typischer Bällchenform. Denn Messer zum Schneiden gibt es nicht. Stäbchen oder auf Nachfrage Gabel und für Ramen noch einen Löffel. Mehr wird nicht gereicht.

Essen gehen war während unserer Reise einiges günstiger als in Deutschland.
Wir machten uns auf dem Weg zurück zum Hotel. 
Mit einem kleinen Abstecher in einem kleinen Einkaufsladen.
Hier mal ein paar Einblicke:

Perfekt für einen Kaffee zwischendurch!
Wir kauften ein paar Snacks für die Fahrt am nächsten Tag und noch Getränke.
Dies ist eine ganz neue Straßenbahn.

Zurück im Hotel packten wir unsere Koffer und Taschen. Und gingen früh schlafen.
Das war ein ereignisreicher Tag. Vormittags der Friedenspark, nachmittags Miyajima.
Und viele viele Schritte….
Guten Morgen aus Hiroshima! Und jaaaa, die Sonne scheint!!!!
Zum Frühstück holten wir uns die Getränke und die Suppe. Den Wrap mochten wir alle nicht, statt dessen gab es die gestern Abend gekauften Snacks.

Wir packten die letzten Sachen zusammen und checkten aus.
Wir haben bei uns im Laden fast das gleiche EC-Gerät und ich bediene es an jedem Arbeitstag dort – schon witzig, das gleiche Gerät nun komplett auf japanisch zu bedienen.
Uns half dabei die freundliche Dame an der Rezeption.


Mit dem Shinkansen fuhren wir zur letzten Station dieser Reise: Kyoto!
Und da wartete vor allem auf die Mädchen ein riesiges Highlight!
Dazu aber mehr im nächsten Bericht!
Danke, dass ihr wieder dabei ward!
Bis zum nächsten mal!!
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