Ausflug auf die Zugspitze – einmal hoch auf das Dach von Deutschland

 


 

Ausflug auf die Zugspitze – einmal hoch auf das Dach von Deutschland

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Die Zugspitze – der höchste Berg Deutschlands und daher auch oft das “Dach Deutschlands” genannt.

Bei gutem Wetter kann man bis zu 250 Kilometer in die Ferne sehen und genießt einen atemberaubenden Blick über die Berge der Ost-Alpen.

2.962 m.ü.NHN ist die Zugspitze hoch und liegt genau auf der Grenze von Österreich und Deutschland. Drei der fünf bayrischen Gletscher liegen an der Zugspitze, leider sind auch diese Gletscher von der Gletscherschmelze bedroht und die Eisschichten werden immer dünner.

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1820 gelang Leutnant Josef Naus die erste nachgewiesene Besteigung der Zugspitze, begleitet durch seinem Messgehilfen Maier und dem Bergführer Georg Tauschl.

Heute kommt man wesentlich komfortabler auf den Gipfel der Zugspitze, sogar ganz ohne Bergsteigerausrüstung.
Entweder mit der Tiroler Zugspitzbahn, mit der Bayrischen Zugspitzbahn oder mit der Panorama-Seilbahn.
Die Tiroler Zugspitzbahn braucht 10 Minuten bis zum Gipfel. In der 100 – Personen – fassende Panoramakabine hat man schon auf der Fahrt tolle Ausblicke auf das Bergmassiv.
Die Bayrische Zugspitzbahn startet in Garmisch Partenkirchen und fährt über mehrere Stationen zunächst bis zum Eibsee, einem kleinen See unterhalb der Zugspitze.
Am Eibsee gibt es ebenfalls einen großen Parkplatz, denn von dort fährt die Seilbahn sowie die Zahnradbahn Richtung Gipfel. 
Die Seilbahn-Kabinen sind rundherum verglast und mit beheizten Scheiben ausgestattet. 120 Personen haben darin Platz und sind nach einer 10 minütigen Seilbahnfahrt oben am Gipfelhaus, während die Zahnradbahn nur bis zum Zugspitzplatt fährt. Hier muss man umsteigen in die Gletscherbahn, welche dann bis zum Gipfel fährt.

Im Winter fahren ausserdem mehrere Skilifte auf das Zugspitzplatt, einer Hochfläche unterhalb des Gipfels auf einer Höhe zwischen 2000 und 2650 m. und eine beliebte Wintersportregion.

 

Links zur den Zugspitzbahnen mit Infos zu Fahrtzeiten, Öffnungszeiten und Preisen:

Die Zugspitze im Sommer: https://zugspitze.de/de/sommer

Die Zugspitze im Winter: https://zugspitze.de/de/winter

Die Tiroler Zugspitzbahn: https://www.zugspitze.at/de/home/

Preise für die Bayrische Zugspitzbahn und die Panorama-Seilbahn: https://zugspitze.de/de/winter/preise/zugspitze/fussgaenger

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Unser Ausflug auf die Zugspitze

Wir waren im Oktober in Bayern und schon Wochen vorher studierte ich die Wetterprognosen. Völlig unsinnig, weil man genaue Vorhersagen erst ein paar Tage vorher treffen kann
Aber ich habe so sehr gehofft, dass wir wenigstens einen (halbwegs) sonnigen Tag dabei haben würden, denn nur dann lohnt sich die sehr kostspielige Fahrt auf die Zugspitze. 

Die Anreise nach Bayern hatte ich wieder etwas aufgeteilt. Am 1. Tag von unserem Herbsturlaub fuhren wir nur bis nach Frankfurt und schauten uns die Stadt an.
Am Tag darauf fuhren wir weiter Richtung Süden nach Lenggries, wo wir die kommenden Nächte im Hotel Arabella Brauneck nächtigen würden.

Tag 3 sollte daher ein Erholungstag werden- eigentlich.


Aber die Wetterprognose war für diesen Tag vielversprechend, Sonnenschein und ein nahezu wolkenloser Himmel prognostizierte meine Wetter App und am Morgen von Tag 3 schien schon früh die Sonne ins Zimmer. 

Kurzfristig planten wir also für den Tag die Fahrt auf die Zugspitze, um das tolle Wetter auszunutzen.
Meine Mutter wollte im Hotel bleiben und sich einen ruhigen Tag gönnen, mein Vater würde uns begleiten.
Ein 3-Generationen-Ausflug auf das Dach Deutschlands! Die Vorfreude stieg!

Um zu schauen, ob man die Tickets für die Seilbahn online kaufen kann und auch die Zeiten einzusehen, schaute ich auf der Website nach, bevor wir ins Hotelrestaurant zum frühstücken gingen.
Und da stand dann in großen Buchstaben, dass aufgrund von Wartungsarbeiten die Seilbahn an dem Tag aber nicht fahren würde. Ich wurde leicht nervös …… Wie jetzt? Wir haben so ein Glück mit dem Wetter und nun fährt die Seilbahn nicht? Es wäre bestimmt klug gewesen, einfach mal auf der Seite weiter zu scrollen, aber die Kinder hatten Hunger und drängelten, dass wir endlich runter gehen würden …… Auf dem Weg zum Restaurant habe ich dann an der Rezeption nachgefragt, wie und wo wir jetzt auf die Zugspitze kommen würden. 
Dort erklärte man mir, dass es noch die Zahnradbahn gäbe. Bei dieser müsste man zwar umsteigen, aber man käme auch so auf den Gipfel! Als guter Einstiegbahnhof würde sich “Hausberg” anbieten, da es dort einen großen, kostenlosen Parkplatz gäbe.

Die Kinder freuten sich ebenso wie wir Erwachsenen und flitzen nach dem Frühstück schnell ins Zimmer, um sich ihre Wintersachen anzuziehen.
Mütze, Schal und Handschuhe – und schon kurze Zeit später standen sie wieder in der Hotellobby. “Abfahrbereit!” liessen sie es uns wissen. Ich war grad noch bei meiner 2. Tasse Kaffee. Wie hatten sie es geschafft, sich so schnell umzuziehen? Die Kinder mussten sich noch etwas gedulden, ohne meinen Kaffee am Morgen funktioniere ich nicht richtig – und das wissen sie, …. eigentlich…….
“Komm, wir packen uns Rucksäcke.” schlug mein Sohn dann vor und schon waren die Kinder wieder weg Richtung Hotelzimmer, um sich ein paar Snacks und Getränke einzupacken und ich genoss in Ruhe meinen Kaffee. Allerdings nicht lange, 3 Minuten später standen die Kinder wieder am Tisch. Endgültig abfahrbereit mit Wintersachen, welche sie aber nun erst einmal in die Rucksäcke gepackt hatten, weil es zu warm wurde.

Nach einem schneller als geplant beendeten Frühstück saßen die 4 Kinder, mein Vater und ich dann wenig später im Auto. Mein Vater hatte sich noch extra sein Fernglas eingepackt.

Wir fuhren nicht bis nach Grainau am Eibsee, sondern ein paar Haltestellen vorher zum “Hausberg”. Es ist nur eine kleine Haltestelle, die Fahrkarten kann man sich am Automaten ziehen.
Hinweis: Es gibt dort keine Toiletten!

Regelmäßig kommt die Bayrische Zugspitzbahn vorbei, lange warten mussten wir nicht.

Haltestelle “Hausberg”

 

Da kommt die Bayrische Zugspitzbahn

Zugfahrt durch die malerische Landschaft

 

Mit der Bahn fuhren wir zunächst zum Eibsee, von dort ging es als Zahnradbahn ganz steil hinauf.

 

In der Mitte erkennt man die Zahnradschiene

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Die ca 1-stündige Fahrt hinauf Richtung Zugspitze war malerisch, vor allem der Blick auf den Eibsee.

Zwischendurch passierten wir einen ca 4 kmTunnel – einmal quer durch einen Berg.
Schon nach wenigen Minuten spürte man die zunehmende Höhe mit einem Druck auf den Ohren.

Blick aus der Zahnradbahn nach hinten.

Je höher wir fuhren, desto schöner wurde die Aussicht

 

 

Die Zugspitzbahn hält auf dem Zugspitzplatt in 2600 Meter Höhe.

 

Almhütte am Zugspitzplatt. Oben sieht man die Gipfelstation auf dem Gipfel der Zugspitze

Am Zugspitzplatt mussten wir etwas warten, bis uns die Gletscherbahn weiter zum Gipfel fuhr.

Schöne Aussicht bei Temperaturen um den Gefrierpunkt

 

Während wir die Aussicht genossen, starteten die Kinder eine Schneeballschlacht.

Vom Zugspitzplatt konnten wir den Gipfel schon sehen und die Aufregung stieg! Von der Zugspitze hatte ich persönlich schon ganz lange geträumt, obwohl ich zugeben muss, dass ich mich am Meer wohler fühle als in den Bergen. Aber ich liebe – wie ihr wisst – auch Aussichtspunkte und welcher Aussichtspunkt in Deutschland ist schöner als der Ausblick von der Zugspitze? Keiner! Um die 400 Gipfel in Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien kann man sehen, bei gutem Wetter bis zu 250 km weit! Nichts, was den Ausblick stören würde, einfach nur Weite über die Berggipfel hinweg.

 

 

Wenn man mit der Gletscherbahn auf die Zugspitze ankommt, führt der Weg nach draussen auf die Aussichtsplattformen am Restaurant “Panorama 2962” vorbei. Und weil es von dort so herrlich nach Essen duftet auch manchmal – wie bei uns – hinein.
Wir waren auch schon lange unterwegs.
60 Kilometer Autofahrt zur Talstation Hausberg, die Fahrt mit der Bayrischen Zugspitzbahn, dann die Fahrt mit der Gletscherbahn.
Der Hunger meldete sich – und die Preise waren dafür, dass die Anlieferung zu dem höchsten Restaurant Deutschlands so schwierig war, absolut ok

Gut gestärkt erkundeten wir dann wenig später die Aussichtsplattformen.

Um das etwas zu verdeutlichen, zeige ich euch an dieser Stelle einen Screenshot der Livecam vom Gipfel der Zugspitze. Auf dem Foto sind wir auch irgendwo, meinen Vater konnte ich entdecken, wir waren zu dem Zeitpunkt etwas weiter hinten in der Nähe vom Gipfelkreuz. 

Link zu den Livecams:
https://zugspitze.de/de/live-info/zugspitze/webcams-zugspitze

Das Webcamfoto. Meinen Papa konnte ich entdecken, wir sind aber zu weit von der Kamera weg Richtung Gipfelkreuz

 

Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, ist das ganze sehr weitläufig,es zeigt auch nur den deutschen Teil der Plattform.
Praktisch unter der Kamera verläuft der Weg nach Österreich, man geht also zu Fuß nach Österreich rüber und genießt dann auch dort die Aussicht.
Unter den Aussichtsplattformen ist das Restaurant mit Panoramafenstern.
Bis zu 5000 Besucher besuchen den Gipfel täglich.

 

Aktuelle Live- Bilder der Webcam von der Zugspitze: 

 

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Hinten am Gipfelkreuz gibt es eine Einrichtung, bei welcher man sich automatisch fotografieren lassen kann.
Man stellt sich an eine Markierung, drückt den Selbstauslöserknopf und ein akustisches Signal informiert darüber, wann man dann in die Kamera lächeln muss
Das Foto kann man dann nach ein paar Stunden kostenlos von der Seite runterladen oder im Shop für ein kleines Entgelt als Postkarte verschicken.

Das ist unser Zugspitzfoto. Meine Kinder, mein Bonuskind und mein Papa :-)

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Jetzt gibt es ein paar Impressionen von unserem Besuch auf der Zugspitze:

Ca 2 Stunden haben wir uns oben aufgehalten.

 

Puh, die Puste wurde etwas knapp, wenn man 2 Etagen Treppe zu Fuß gelaufen ist ….. Man spürte die Höhe

 

Und wieder Schneeballschlacht – auf über 2900 Meter Höhe!

Attacke!!!!!!!!

Treffer!

 

Der Eibsee von gaanz weit oben

Wir gehen dann mal rüber nach Österreich

 

 

 

 

Das ist eine Alpendohle. Viele Touristen füttern sie und daher kommen sie auch mal auf die Menschen zugeflogen, wenn man nur so tut, als hätte man was in der Hand

 

Interessante Eiszapfenskulturen

 

Ich hatte noch einige Videos gemacht, aber kurz nach dem Urlaub ist mir mein Handy (erst wenige Monate alt…)  bei einem Update so abgestürzt, dass es eingeschickt und komplett zurück gesetzt werden musste. 
Von meinen Fotos auf dem Handy mache ich täglich Sicherungen in einer Cloud, von meinen Videos leider nicht …..

Zumindest mein WhatsApp Video, welches ich meiner Family geschickt habe, kann ich euch zeigen

 

 

 

Wir konnten uns kaum sattsehen an dieser Aussicht. Die Kinder spielten im Schnee und zwischendurch wärmten wir uns mit einem heissen Kakao auf.

Aber irgendwann hieß es dann doch Abschied nehmen von Deutschlands schönstem Aussichtspunkt.

Dabei hätte ich noch Stunden dort oben bleiben können und mit einem heissen Kakao einfach in die Ferne schauen ……

 

 

…… bye bye Zugspitze! Der Ausflug hat sich definitiv gelohnt!!!!!

Schweren Herzens gingen wir zur Zahnradbahn. Das Gedrängel war groß, ich glaube, es war die letzte Fahrt an dem Tag und dementsprechend wollten auch ganz viele Menschen mitfahren …..  Scheinbar hatten diese Menschen ebenso wie wir die Aussicht oben bis zur letzten Minute ausgenutzt.

Wir hatten noch die ganze Rückfahrt mit Gletscherbahn und Zahnradbahn vor uns und dann noch die 1-Stündige Fahrt zum Hotel  und um 19 Uhr gab es das Abendessen.

Das nenne ich mal Urlaubsstress

Die Fahrt durch den Tunnel …..

Noch einmal der Blick auf das Zugspitzmassiv

Alpenpanorama

 

Wir fuhren ohne weitere Zwischenstopps direkt zum Hotel.

Dort angekommen machten wir uns etwas frisch und trafen uns dann mit meiner Mutter im Restaurant zum Abendessen.

Das war ein erlebnisreicher Tag – und ich bin so glücklich und dankbar, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, einmal auf das Dach der Welt zu fahren!
Ein teurer Spaß – aber lohnenswert auf alle Fälle!

 

 


 

 

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