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Tokyo – Shibuya: Kreuzung, Hachiko & Shibuya Sky

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Shibuya in Tokyo war für uns der Abschluss unseres ersten Japan-Tages: erst die berühmte Shibuya Scramble Crossing, dann die Hachikō-Statue, ein Abendessen mitten in Shibuya und zum Schluss Shibuya Sky bei Nacht. Wer Tokyo zum ersten Mal erlebt, bekommt hier genau diese Mischung aus Reizüberflutung, Lichtern, Menschenmengen und ganz viel modernes Japan.

Die komplette Route unserer Reise findet ihr in meiner Übersicht Japan mit Teenagern – Route, Planung und alle Reiseberichte.

Hallo zusammen,

So langsam neigt sich unser 1. Tag in Japan dem Ende entgegen.
Den Vormittag haben wir im TeamLab Planets Tokyo verbracht, nachmittags waren wir in Odaiba am Strand und haben uns die Freiheitsstatue angesehen.

So langsam kam doch etwas die Müdigkeit durch, aber wir hatten noch ein Tagesziel:
Shibuya und die Aussichtsplattform Shibuya Sky.

Gerne hätte ich Tickets zum Sonnenuntergang gehabt, aber bereits mehr als 2 Wochen vorher waren diese alle ausgebucht. So entschieden wir uns für Shibuya Sky by night.

Wir hatten noch für ein paar Tage später Tickets für den Tokyo Sky Tree am Nachmittag.
Tokyo bei Nacht haben wir uns spannend vorgestellt – und daher Tickets für abends gebucht.
Dazu aber später.

Denn bevor wir uns Shibuya von oben ansehen würden, wollten wir uns einmal in das Getümmel stürzen.

Und natürlich einmal über die berühmte Kreuzung gehen – zusammen mit hunderten anderen Menschen.

Die berühmte Alle-Gehen-Kreuzung von Tokyo: Shibuya Scramble Crossing

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Weitere Informationen

Shibuya Scramble Crossing, Hachiko Square, Shibuya Sky – alles direkt beieinander

Nach einem entspannten und ruhigen Nachmittag am Strand erschlug uns der erste Eindruck von Shibuya fast.
LKWs mit LED-Werbung auf allen Flächen, laute Musik. Unzählige Taxen, Autos, Busse.
Überall riesige Bildschirme mit lauter und bunter Werbung – und sooo viele Menschen. So viele Menschen…..

Die Mädchen hatten sich eine Liste gemacht, in welche Shops sie unbedingt stöbern wollten.
Wir suchten den ersten Shop und die Mädchen begannen voller Vorfreude ihre Shoppingtour – nach der ersten Preisernüchterung ist den Mädchen allerdings die Lust auf Shopping vergangen.
Wir standen dann eine Weile an der Alle-Gehen-Kreuzung und schauten uns das bunte Treiben an.


Starbucks Shibuya – top Ausblick auf die Kreuzung

Einen weitaus besseren Blick hat man aus der Starbucks-Filiale. Und damit hatte ich ein Dilemma. Denn bislang habe ich Starbucks erfolgreich gemieden – und das als Kaffee-Junkie…
Warum? Weil ich diesen Hype nicht mitmachen wollte und auch nicht bereit war, für Kaffee soviel Geld zu bezahlen, nur weil ich eine Auswahl von drölfzig Sorten habe. Brauche ich nicht. Milchkaffee mit etwas Zucker und ich bin glücklich. Ohne Toppinggedöns und -sirups.
Aber um die Aussicht nutzen zu können, hatte ich keine andere Wahl.
Also: „Kommt mit, wir gehen zu Starbucks…“ Die Kids schauten sich irritiert an. Sie kannten meine Meinung dazu und folgten mir verwundert zu der Filiale. Und dann war da auch noch eine ewig lange Schlange,… Die Aussicht vom Starbucks ist längst kein Geheimtipp mehr ….

„Mama, ernsthaft? 1. Starbucks und 2. voll die lange Schlange …. wieso?!“  Ich seufzte …. „…nur wegen der Aussicht,… und ich wette, alle anderen in der Schlange sind auch nicht wegen des Kaffees hier…“
Eine halbe Ewigkeit später durfte ich endlich meinen Kaffee bestellen. Einen 08/15 Kaffee … und das bei Starbucks. Für meinen Sohn gab es Kakao, die Mädchen wollten sich später lieber etwas kaltes holen.. Oben angekommen natürlich kein Platz frei, alles voll, …. und viel Gedrängel, alle wollten die Aussicht auf die Kreuzung, während sie ihren überteuerten Kaffee schlürften.
Wir auch….
Also warteten wir geduldig und keine 10 Minuten später wurde tatsächlich direkt am Tisch was frei.
Nachdem ich ein paar Fotos von der Kreuzung gemacht habe, nahm ich einen Schluck Kaffee. Und … was soll ich sagen, er schmeckte wirklich gut! Richtig lecker, mit Schaum, nicht zu bitter. Perfekter Kaffee….
Teuer, aber wirklich gut.

Milchkaffee und Kakao bei Starbucks in Shibuya in Tokyo

Ein Milchkaffee und ein Kakao für etwas mehr als 6 Euro. Für die Lage fand ich das sogar eigentlich noch ok.

Blick aus dem Starbucks auf die Shibuya Scramble Crossing in Tokyo

Kaffee trinken und Blick auf die Kreuzung – perfekt!

Shibuya Scramble Crossing mit fünf Zebrastreifen in Tokyo

Auf dieser Kreuzung gibt es 5 Zebrastreifen. Und für die Fußgänger ist gleichzeitig in alle Richtungen grün

Menschenmenge auf der Shibuya Crossing in Tokyo

… was für ein Gewusel ….

Es gibt später im Bericht noch ein 4K-Video mit Zeitrafferaufnahmen.

Menschen überqueren die berühmte Kreuzung in Shibuya

Wir beschlossen, uns auch in das Getümmel zu stürzen

Und wenig später waren wir selber ein Teil von dem Gewusel.

Wenn man wie ich gebürtig vom Lande kommt – aus einem kleinen Dorf, dann ist das schon ein interessantes Gefühl, zusammen mit so vielen Menschen kreuz und quer die Straße zu überqueren. Und überall diese Bildschirme. Werbung. Musik. Die totale Reizüberflutung. Akustisch, visuell,… alles.

Mitten im Gewusel der Shibuya Scramble Crossing

Für jemanden wie mich, der Menschenmengen eigentlich gar nicht mag, ist das schon fast eine Grenzerfahrung. Aber daran müsste ich mich in diesem Urlaub ohnehin gewöhnen, denn die Menschenmassen würden uns auch woanders noch begleiten. Kein Wunder, wenn man die typischen Touri-Touren macht,….

Volle Fußgängerampel an der Shibuya Crossing in Tokyo

Guckt euch das mal an! Und das ist wirklich jede Grünphase so!

Wobei …. vielleicht wären es nur halb so viele Menschen, wenn nicht die ganzen Touristen mehrfach über diese Kreuzung gehen würden, weil das so ein verrücktes Gefühl ist. Haben wir im Übrigen natürlich auch gemacht.
Nachdem wir dreimal über die Straße gelaufen sind, hatten wir keine Lust mehr und gingen weiter Richtung Hachikō Square.

… die Kids entdeckten ganz viele Aufkleber – und siehe da, welcher Aufkleber war natürlich auch dabei?

Aufkleber in Shibuya mit Nett hier aber waren Sie schon einmal in

Nett hier. Aber waren Sie schon einmal in ….

Und sogar gleich zweimal!

Zweiter Aufkleber Nett hier in Shibuya Tokyo

Der Starbucks hat wirklich eine gute Lage, um sich das Gewusel anzusehen

Blick vom Starbucks auf Shibuya Crossing

Auf der anderen Seite befindet sich der Hachikō Square – dort steht eine ganz besondere Statue.

Die traurige Geschichte vom treuen Hund Hachikō

Meine Älteste hat mir davon erzählt und wollte unbedingt die Statue sehen.

Hachiko Statue am Bahnhof Shibuya in Tokyo

Nahaufnahme der Hachiko Statue in Shibuya

Das ist Hachikō.  Hachikō war ein Hund, welcher von 1923 bis 1935 gelebt hat und in Japan bis heute als Inbegriff für die Treue gilt.

Ihr möchtet die ganze Geschichte von Hachikō lesen?
Dann legt euch Taschentücher bereit …..

Am 10. November 1923 wurde in der Präfektur Akita ein Hund geboren. Ein ganz besonderer Hund, welcher bald in der ganzen Welt bekannt sein würde. Ein Hund, nach welchem sogar 4 Busse mit Sonderlackierung durch Tokyo fahren. Ein Hund, der ein eigenes Denkmal bekommen hat.

Ein Professor der Kaiserlichen Universität, Hidesaburō Ueno, nahm Hachikō als sein neues Haustier mit zu sich nach Hause nach Shibuya, Tokyo.
Er war kinderlos und kümmerte sich jede freie Minute um seinen neuen Weggefährten.
Hachikō wuchs zu einem stattlichen Hund. 60 cm groß und über 40 Kg schwer mit dichten, cremefarbenen Fell.
Und von Anfang an holte Hachikō sein Herrchen jeden Tag vom Bahnhof in Shibuya ab, wenn dieser nach Feierabend von der Uni nach Hause fuhr.
Jeden Nachmittag wartete er am Westausgang des Bahnhofs auf sein Herrchen.

Historisches Foto von Hachiko
Quelle: Wikipedia.de

KI-generiertes Bild von Hachiko am Bahnhof(Das Bild habe ich mit KI generiert)

Am 21. Mai 1925 geschah ein schreckliches Unglück. Der Professor hatte während einer Vorlesung eine schwere Hirnblutung, an welcher er dann leider verstarb.
An diesem Tag wartete Hachikō vergeblich auf sein Herrchen.
Und auch an allen folgenden Tagen.
Denn Hachikō lief weiterhin jeden Tag zum Bahnhof, in der Hoffnung, sein Herrchen käme endlich wieder.
Weil man das verhindern wollte, wurde er zu Verwandten gebracht. Aber er büxte aus und lief wieder zum Bahnhof.
Hachikō wurde zum Straßenhund, hatte kein Herrchen mehr und kein gesichertes zu Hause.

KI-generiertes Bild von Hachiko auf der Straße(Das Bild habe ich mit KI generiert)

Er setzte sich jeden Tag zur gleichen Uhrzeit vor dem Ausgang und wartete (vergeblich…) auf sein Herrchen.Tag für Tag. Woche für Woche. Monat für Monat. Er saß jeden Nachmittag am Bahnhof und wartete auf sein Herrchen.

…. ganze 10 Jahre lang. Bis zu seinem Tod 1935.

Versorgt wurde er in der Zeit von dem ehemaligen Gärtner des Professors. Er wohnte in der Nähe des Bahnhofes. In den ersten Jahren empfanden die Menschen ihn als störend, versuchten ihn zu verscheuchen und zu verletzten –  aber dann schlossen sie den treuen Hund immer mehr in ihre Herzen.
1928  errichtete der damals neue Bahnhofsvorsteher eine Ruhemöglichkeit.
Hachikō war in mehrfacher Hinsicht ein besonderer Hund.
1928 erkannte ein ehemaliger Student von Professor Ueno Hachikō wieder und fand heraus, dass er einer von nur noch 30 reinrassigen Akita-Hunden war.
Er schrieb mehrere Artikel über Hachikō, 1932 erschien ein Artikel in einer großen Tageszeitung und machte Hachikō im ganzen Land bekannt und schon in dieser Zeit wurde Hachikō zum Symbol der Treue.
Zu dem Zeitpunkt wartete er immer noch jeden Tag am Bahnhof auf sein Herrchen…

Am 21. April 1934 wurde ihm zu Ehren eine Bronzestatue am Bahnhof errichtet – an genau dem Ausgang, an welchem er immer wartete. Und auch Hachikō war bei der Eröffnungszeremonie dabei.

Von dem ganzen Ruhm hatte er nichts. Zwar wurde er versorgt, aber einen neuen Halter oder ein neues zu Hause hatte er nicht.
Er war ein Straßenhund.
Und scheinbar vermisste er sein Herrchen sehr.
Und sein gesichertes Heim.
Sein neues zu Hause waren die Straßen in der Gegend um den Bahnhof von Shibuya.
…und jeden Nachmittag wartete er am Bahnhof auf sein Herrchen.

10 Jahre lang ….

KI-generiertes Bild von Hachiko beim Warten(Das Bild habe ich mit KI generiert)

Am 8. März 1935 fand man Hachikō tot in einer Straße in Shibuya.

Landesweit vermeldeten die Medien den Tod von dem inzwischen im ganzen Land so beliebten Hund.

Ein kleiner Hund hat es geschafft, so viele Herzen zu berühren.

Und ich habe beim Schreiben dieser Zeilen wirklich ein Tränchen im Auge ….
So ein treuer Hund. So eine traurige Geschichte.

Woran Hachikō gestorben ist, weiß man nicht genau.
Sein präparierter Körper steht im Nationalmuseum der Naturwissenschaften in Tokio im Bezirk Ueno.
2011 hat ein Forscherteam der Universität Tokyo herausgefunden, dass Hachikō an Filariose, Lungenkrebs und Herzkrebs gelitten hat. An einer dieser Erkrankungen wird er wahrscheinlich auch gestorben sein ….

Professor Ueno ist auf dem Aoyama-Friedhof in Tokio bestattet. Neben seinem Grab steht eine Gedenkstele für Hachikō.

Die Hachikō-Statue  ist heute ein beliebter Treffpunkt für Verabredungen.
Aber das ist nicht mehr die Original-Statue von 1934.
Im 2.WW herrschte Kupferknappheit und man musste die Statue leider einschmelzen.
Kurz nach Ende des Krieges wurde der Sohn vom inzwischen verstorbenen Schöpfer der Originalstatue beuftragt, eine neue Statue herrzustellen.
1948 wurde diese auf dem ursprünglichen Platz wieder aufgestellt.

Am Westausgang des Bahnhofes Shibuya, dem Hachikō-Exit.

Genau da, wo Hachikō über 10 Jahre jeden Tag auf sein Herrchen gewartet hat…

Tokyo: Shibuya Sky bei Nacht

Wir gingen weiter Richtung Shibuya Sky.
Ist eigentlich alles nah beieinander, aber es gibt soviel zu sehen, dass wir gefühlt Ewigkeiten selbst für kurze Strecken brauchten, weil wir dauernd stehen blieben, um uns irgendetwas anzusehen

Gegenüber vom Starbucks führt ein Durchgang des Bahnhofes Shibuya über die Straße. Von dort hat man auch einen tollen Blick auf die Kreuzung. Verglast und vergittert, aber trotzdem nice.

Blick vom Durchgang am Bahnhof Shibuya auf die Kreuzung Verglaster Durchgang mit Blick auf Shibuya Crossing

Diese Menschenmassen ….. und das alle paar Minuten ….

Menschenmassen an der Shibuya Kreuzung von oben Straßenszene in Shibuya am Abend Leuchtreklame und Straßenschlucht in Shibuya Shibuya in Tokyo bei Abendlicht Gebäude und Werbung in Shibuya Tokyo

Shibuya Scramble Square in Tokyo am Abend

Die Sonne war inzwischen untergegangen, als wir den Gebäudekomplex, in welchem sich auch die neue Aussichtsplattform Shibuya Sky befindet, erreichten.
Laut Google sollte man da auch essen können und wir hatten noch einiges an Zeit und inzwischen auch wieder Hunger – und wollten dann dort was essen.
Im Shibuya Sky gibt es einen großen Food-Court, es war recht voll an diesem Abend.
Aber wir fanden einen Platz in einem interessant aussehenden Restaurant, in welchem vor allem Einheimische zu Gast waren.

Restaurant im Shibuya Scramble Square in Tokyo

Beim Shibuya Sky fanden wir ein typisches japanisches Restaurant

Wir bekamen einen Platz zugeteilt und bekamen die Speisekarte

Japanische Speisekarte im Restaurant in Shibuya

Ähm… ja,… und Kinder, was möchtet ihr?! ….

Im Gebäude gab es wie in fast allen größeren öffentlichen Gebäude WiFi – und so half uns Google Lens

Übersetzung einer japanischen Speisekarte mit Google Lens
So ganz wussten wir zwar immer noch nicht, was wir da nun bestellen würden, aber egal.
Wir wollten traditionelle und typische Speisen probieren und daher auch in den lokalen Restaurants essen gehen – also.
Wir bestellten was, was laut Google Lens keinen Fisch enthielt, sicherten uns lieber noch einmal beim Personal ab (… allergischen Schock brauchten wir nun wirklich nicht…) und warteten gespannt, was uns serviert werden würde

In Japan bekommt man vor dem Essen immer ein feuchtes, oft sogar warmes, Tuch. Damit reinigt man sich vor dem Essen die Hände. Während des Essens dient es dann als Serviette.

Feuchtes warmes Tuch vor dem Essen in Japan

Typisches japanisches Essen im Restaurant in ShibuyaJapanisches Gericht mit Reis und Beilagen in Shibuya

Schmeckte alles sehr lecker!
Gereicht wurden übrigens Stäbchen. Zum Glück hatten wir in Deutschland schon fleissig geübt.

Von der Decke schaute uns Hachito zu.

Hachiko Dekoration im Restaurant in Shibuya

Wirklich ein gutes Restaurant mit Top-Lage in Shibuya. Können wir empfehlen!

Für uns war es langsam Zeit, uns zur Aussichtsplattform zu begeben.

Eingang zum Shibuya Sky in Tokyo

Gut, dass wir schon Tickets hatten.

Tickets für Shibuya Sky vorbestellen

Tickets für Shibuya Sky könnt ihr auf der offiziellen Seite vorbestellen: Shibuya Sky Tickets. Besonders die Zeiten rund um den Sonnenuntergang solltet ihr früh buchen.

Es dauerte eine kleine Weile und einen Sicherheitscheck gab es auch noch.

Aber dann fuhren wir endlich nach oben!

Die Aussicht von oben: U-N-B-E-S-C-H-R-E-I-B-L-I-C-H !!!

Wohin das Auge blicken konnte: Lichter Lichter Lichter. So ein Lichtermeer habe ich noch nie zuvor gesehen!

So ein Lichtermeer zu sehen, beeindruckt mich immer wieder. Ich bin auf dem Land aufgewachsen. Die einzigen größeren Städte, die ich als Kind kannte, waren Münster, Osnabrück und Freiburg im Breisgau. Ab und zu sah ich von der Autobahn aus die Skyline von Frankfurt und konnte mir damals kaum vorstellen, dass es wirklich so hohe Häuser gibt. Vielleicht stehe ich deshalb bis heute so gerne irgendwo oben und schaue auf eine Stadt hinunter, wenn unter mir tausende Lichter angehen.

Dieses Staunen hatte ich auch beim Blick über Los Angeles vom Griffith Observatory, über Manhattan bei Nacht vom Rockefeller Center, über Las Vegas vom Stratosphere Tower und – zwar nicht von oben, aber deswegen nicht weniger beeindruckend – an unserem ersten Abend in Sydney bei Nacht.

Tokyo bei Nacht vom Shibuya Sky

Das Lichtermeer von Tokyo

Lichtermeer von Tokyo bei Nacht vom Shibuya Sky Aussicht auf Tokyo bei Nacht vom Shibuya Sky Nächtliche Skyline von Tokyo vom Shibuya Sky Tokyo Lichter bei Nacht vom Shibuya Sky

Meine Kids kannten diese Rolltreppe schon aus vielen TikTok-Videos und waren aufgeregt, damit gleich zu fahren.

Rolltreppe im Shibuya Sky mit Aussicht über Tokyo

Der dunkle Fleck ist der Park des Meiji-Schrein, dahinter ist Shinjuku

Blick Richtung Meiji-Schrein und Shinjuku vom Shibuya Sky Shibuya Sky Aussicht über Tokyo bei Nacht

Da unten ist die Shibuya-Kreuzung

Shibuya Kreuzung von oben bei Nacht

Nächtlicher Blick über Shibuya vom Shibuya Sky Tokyo bei Nacht durch die Scheibe fotografiert

Es gibt oben einen Fotografen, welcher für kleines Geld Fotos von euch macht.
Die Stelle dafür ist wirklich perfekt und der Fotograf war sehr bemüht, gute Fotos zu machen. Dafür stieg er sogar extra auf eine Leiter.

Hier unser Foto:

Familienfoto vom Fotografen auf dem Shibuya Sky

In der kleinen mit gereichten Mappe sieht man die Aussichtsplattform bei Tag und bei Nacht

Mappe mit Foto vom Shibuya Sky Fotografen

Shibuya Sky Dachterrasse bei Nacht Aussichtspunkt auf dem Shibuya Sky bei Nacht Glas und Lichter auf dem Shibuya Sky Blick vom Shibuya Sky auf Tokyo bei Nacht

Es war sehr sehr windig.

Und Stative waren auch verboten.

Also habe ich versucht, meine Kamera irgendwie zu halten, um durch die Scheibe Langzeitbelichtungen zu machen.

Das Ergebnis war nicht das von mir gewünschte, aber ich glaube, ich lasse es rahmen und verkaufe es als Kunst!

Verwackelte Langzeitbelichtung vom Shibuya Sky als Kunst Das ist Kunst! Das MUSS so!
Abstrakte Nachtaufnahme von Tokyo vom Shibuya Sky

Mein kleiner Japan-Fan war überglücklich!

Japan Fan auf dem Shibuya Sky in Tokyo Sitzbereich auf dem Shibuya Sky bei Nacht

Die Bar durften wir nicht besuchen, aber die Kids fanden was viel Besseres. Chillen in luftiger Höhe.
„Mama, du brauchst ja eh noch ewig für deine Fotos, wir warten hier….“
So ewig hätte ich gar nicht gebraucht, aber an den guten Eckpunkten hatten sich tatsächlich Warteschlangen gebildet, weil jeder DAS perfekte Foto haben wollte….

Chillen in luftiger Höhe auf dem Shibuya Sky Rolltreppe im Shibuya Sky mit Stadtblick

Einmal diese Rolltreppe fahren stand tatsächlich auf der Bucketlist meiner Tochter.

Ist schon ein cooles Gefühl, eine Rolltreppe mit dieser Aussicht zu fahren.

Im Gebäude hat man an diversen Stellen ebenfalls schöne Ausblicke auf Shibuya

Ausblick im Gebäude des Shibuya Sky auf Shibuya

Es war inzwischen schon spät und wir waren müde.

In einem kleinen Shop kauften wir noch ein paar Snacks für den übernächsten Morgen, denn unser Programm startete so früh, dass wir an dem Tag kein Frühstück im Hotel bekommen würden und morgen würden wir keine Zeit haben zum einkaufen.

Ich nehme euch mal mit in den Supermarkt:

Süße Snacks im Supermarkt in Shibuya

Noch süßer, als es aussieht ….

Japanische Snacks im Supermarkt in Shibuya Getränke und Snacks im Supermarkt in Tokyo Pancake Snacks aus dem Supermarkt in Japan Frühstückseinkauf im Supermarkt in Shibuya

Und auch hier gab es wieder diese warmen Snacks an der Kasse. Und übrigens auch recht günstig.

Warme Snacks an der Kasse im japanischen Supermarkt Einkauf fürs Frühstück in Shibuya

Unsere Ausbeute fürs Frühstück. Sowas ähnliches wie Pancakes, ein paar Snacks und Getränke. Alles, was auch zwei Tage später noch schmecken würde, einen Kühlschrank hatten wir im Zimmer.

Auf dem Rückweg zum Hotel wollten wir noch schnell schauen, wo wir unsere Japan Rail Pässe umtauschen müssten. Wir hatten Voucher, welche wir mit Vorlage unserer Reisepässe in die originalen Tickets umtauschen mussten.

Da, wo das Büro hätte sein sollen, war Baustelle ….

Baustelle am Büro zum Umtausch der Japan Rail Pässe in Shibuya

Egal, kümmern wir uns in drei Tagen drum, wenn wir nach Hiroshima fahren….

Zu Fuß liefen wir zurück zum Hotel, es war ja nicht weit weg, etwas mehr als 1/2 km.

… noch einmal über die Kreuzung ….

-kein Foto, zu viele Menschen, zu dunkel, zu viele Menschen, zu müde, zu viele Menschen…..  –

… vorbei an Dreharbeiten ….

Dreharbeiten auf dem Rückweg durch Shibuya

… einem zum Bedauernd meiner Jüngsten und zur Freude meines Portemonnaies geschlossenen Disney-Store ….

Geschlossener Disney Store in Shibuya

… und vorbei an dieser großen Winkekatze …

Große Winkekatze in Shibuya Tokyo

… erreichten wir dann bald unser Hotel.

Wir wollten früh schlafen, denn unser Wecker war für 6 Uhr gestellt.

Zum Abschluss habe ich noch ein Video für euch, denn vieles geben die Fotos gar nicht wirklich rüber ….

4K-Video von Shibuya: Zeitraffer der Kreuzung & Shibuya Sky bei Nacht

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Weitere Informationen


FAQ zu Shibuya Sky und Shibuya in Tokyo

Wann sollte man Tickets für Shibuya Sky buchen?

Wenn ihr Shibuya Sky zum Sonnenuntergang besuchen möchtet, solltet ihr sehr früh buchen. Die Zeiten rund um den Sonnenuntergang sind besonders beliebt. Wir waren schon mehr als zwei Wochen vorher zu spät dran und haben deshalb Tickets für den Abend genommen. Stand Mai 2026 liegen die Online-Tickets für Erwachsene bei 2.700 Yen bis 14:59 Uhr und 3.400 Yen ab 15:00 Uhr. Prüft die Preise vor der Buchung trotzdem noch einmal auf der offiziellen Seite, weil sich solche Angaben ändern können.

Lohnt sich Shibuya Sky bei Nacht?

Für uns ja. Tokyo bei Nacht von oben war gewaltig. Wer klare Fernsicht und vielleicht sogar den Fuji sehen möchte, ist tagsüber oder zum Sonnenuntergang besser dran. Wer dieses endlose Lichtermeer erleben möchte, macht mit einem Abendticket nichts falsch.

Darf man Stativ, Tasche oder Selfiestick mit auf Shibuya Sky nehmen?

Nein, viele lose Gegenstände sind oben nicht erlaubt. Reisegepäck, Essen, Getränke, lose Hüte, Ohrhörer, Stative und Selfiesticks müssen draußen bleiben bzw. in die Schließfächer. Kameras sind erlaubt, wenn sie gesichert sind, zum Beispiel mit einem Gurt.

Wie viel Zeit sollte man für Shibuya Sky einplanen?

Plant mindestens 90 Minuten ein. Wer fotografiert, wartet, die Rolltreppe sehen möchte oder noch in Ruhe den Innenbereich anschaut, braucht eher länger. Bei uns kam noch Abendessen im Gebäude dazu, dadurch wurde Shibuya ein kompletter Abend.

Wo hat man einen guten Blick auf die Shibuya Crossing?

Klassisch ist der Blick aus dem Starbucks an der Kreuzung, auch wenn es dort sehr voll werden kann. Zusätzlich hat man aus dem Durchgang am Bahnhof Shibuya einen guten Blick auf das Gewusel. Von Shibuya Sky sieht man die Kreuzung später noch einmal aus der Höhe.

Was kann man rund um Shibuya gut kombinieren?

Shibuya Crossing, Hachikō-Statue, Shoppingstraßen, Restaurants im Shibuya Scramble Square und Shibuya Sky liegen sehr nah beieinander. Für uns war das ideal als Abendprogramm nach teamLab Planets Tokyo und Odaiba mit Freiheitsstatue und Rainbow Bridge.

Das war unser erster Tag in Japan.
Erschlagen von den vielen vielen Eindrücken schliefen wir schnell ein.

Im nächsten Bericht nehme ich euch mit zum Fuji!!!

Danke, dass ihr wieder dabei ward.

Bis zum nächsten mal!





Japan mit Teenagern: Route, Planung und alle Reiseberichte

Alle Beiträge zu unserer Japanreise, unsere Route von Tokio über Fuji, Hiroshima, Miyajima, Kyoto, Nara und Osaka sowie viele praktische Hinweise zur Planung findet ihr in meiner großen Übersicht:
Japan mit Teenagern – Route, Planung und alle Reiseberichte.

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Ein Kommentar zu „Tokyo – Shibuya: Kreuzung, Hachiko & Shibuya Sky“

  1. […] Hachikō war ein Akita-Hund, der in den 1920er-Jahren jeden Tag seinen verstorbenen Besitzer am Bahnhof Shibuya erwartete – über neun Jahre lang, bis zu seinem eigenen Tod. Wegen seiner außergewöhnlichen Treue wurde ihm an genau diesem Ort eine Statue errichtet, die heute als eines der bekanntesten Wahrzeichen Tokios gilt. Eine berührende Geschichte, bis heute – über 100 Jahre später – noch immer unvergessen. […]

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