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Japan: Ein Tag am Fujiyama

Japan: Ein Tag am Fujiyama


Japan: Ein Tag am Fujiyama

 

Tagesausflug: 
Von Tokyo für einen Tag zum Fuji

 

Hallo zusammen,

auf diesen Tag habe ich persönlich richtig hingefiebert.

Denn für heute stand eine Tour zum Fujiyama an, zum größten Berg von Japan.

Und obwohl Japan als Land auf meiner Bucketlist nicht sehr weit oben stand und ich nur durch meine Tochter mehr und mehr Japan als eventuelles Reiseziel im Fokus hatte – zum Fuji wollte ich schon immer irgendwie … 
Schon seit damals, vor 30 Jahren (… schon so lange her, … jetzt fühle ich mich alt…) …. damals, als ich jeden Tag ein japanisches Anime aus den 70ern im Fernsehen geschaut habe. Ein Anime von einer kleinen Volleyballspielerin. Und ich weiß, dass alle älteren Leser nun ganz genau wissen, wen ich meine. Fühlen wir uns halt zusammen für einen Moment alt …

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Wie habe ich unsere Tour zum Fuji geplant? 

Ich bin ja inzwischen ein Fan von Get Your Guide geworden und weil wir nur sehr wenig Zeit hatten, nämlich nur einen Tag, und ich keinen Mietwagen nehmen wollte (Linksverkehr in einer Millionenmetropole,… neeee, …. Ich traue mir zwar viel zu, aber auch das hat Grenzen) habe ich geschaut, ob GYG Touren ab Tokyo zum Fuji anbietet.
Und zu meiner Überraschung gab es da sogar sehr viele Angebote.
Zusammen mit den Kids haben wir uns verschiedene Touren angeschaut und festgestellt, dass es für uns mit 4 Personen nur minimal teurer war, eine private Tour zu buchen als eine Gruppentour.

Wir buchten eine private Tour mit einem Guide inklusive Hotelabholung.

Am Ende dieses Beitrages habe ich mehrere Tour-Empfehlungen für eure ganz persönliche Tour zum Fuji! 

Schon kurz nach der Buchung bekam ich eine Mail, wie die Tour aussehen könnte und ob wir noch Änderungswünsche hätten.
Die Tour, welche unser Guide für uns zusammen gestellt hat, klang aber so gut, dass wir seiner Erfahrung vertrauten und die Tour so belassen haben.
Die Kids freuten sich auf eine Tour mit dem Speedboot und als meine älteste Tochter in der Tour-Beschreibung las, dass wir auch zu diesem bekannten Aussichtspunkt mit Ausblick auf den Fuji und der malerischen Pagode im Vordergrund fahren würden, war sie ganz happy. “Mama, da wollte ich immer schon einmal hin, genau an diesem Punkt!” 

Es ist schon ein großer Unterschied, ob man mit kleineren Kindern reist oder wie ich mit Teenagern. 
Die Ansprüche verändern sich, aber auch die Möglichkeiten. 
Mit Kindern unter 10 Jahren wäre so eine Reise mit jedem Tag Programm nicht in dem Umfang möglich gewesen.
Meine drei Teenies waren zu dem Zeitpunkt 13,13 und 16 Jahre alt. 

Sie hatten eigene Wünsche, was sie unbedingt sehen wollten. Dafür haben sie sich im Vorfeld selbst etwas mit Japan beschäftigt bzw meine Älteste sogar recht intensiv und äußerten ganz konkrete Wünsche wie zB der Goldene Pavillon in Kyoto, Teilnahme an einer traditionellen Tee-Zeremonie oder ein Geisha-Umstyling. 
Als die Kinder noch jünger waren, war das alles noch recht allgemein. “Ein Nachmittag auf einem Spielplatz!” zB. 
Und es gibt noch einen Unterschied, denn ich lasse meine Kids am Reiseort schon sehr viel selber machen. Zum Beispiel Routen raussuchen, Wege planen, Busfahrzeiten herausfinden usw. 
Insgesamt ist das Reisen mit Teenagern viel unkomplizierter, es ist mehr ein Reisen auf Augenhöhe als ein Reisen als Mama-mit-Kinder. Sie sind selbstständig, organisieren sich selber, kümmern sich um ihr Gepäck, ihre Klamotten. Im Restaurant bestellen sie ihr Essen selbstständig auf englisch und wenn ich mal eine Pause machen möchte, trinke ich irgendwo in Ruhe einen Kaffee und die Kids stöbern im Shop nebenan. 
Ich wünsche mir sehr, dass wir noch viele Reisen in dieser Konstellation erleben werden. 

Unser Traum für eine (letzte) große, gemeinsame Reise wären Australien und Neuseeland, … aber manchmal bleiben Träume auch Träume, aus den unterschiedlichsten Gründen…
Umso glücklicher und dankbarer bin ich für die vielen Momente, die wir als Familie auf Reisen schon gemeinsam schon erleben durften.
Diese glücklichen Erinnerungen kann uns niemand mehr nehmen…

 

Zurück zum Reisebericht:

Wir sind noch immer bei den Vorbereitungen für unsere Tour zum Fuji. 

Ab genau dem Zeitpunkt der Bestätigung für unsere Tour an diesem einen Tag im Oktober habe ich ungelogen fast jeden Tag den Wetterbericht von der Fuji-Region angeschaut.
Macht Monate vorher natürlich sehr viel Sinn…. Also habe ich mir Statistiken gegoogelt. Der Fuji ist laut einer solchen Statistik im Oktober nur an 13 Tagen ganz oder teilweise sichtbar. Eigentlich total irrsinnig, denn die Statistiken haben mich mehr verrückt gemacht als beruhigt.
Vor meinem geistigen Auge sah ich es schon vor mir: Wir sind am Fuji und er zeigt sich nicht. In Wolken verhüllt… 
Es soll Menschen geben, die in Japan waren und den Fuji nicht einmal gesehen haben.
Genau so verrückt habe ich mich damals bei San Francisco mit der Golden Gate Bridge oder für New York und die Aussichtsplattformen auch gemacht …. Wozu?! Ich kann es eh nicht ändern….
In San Francisco hatten wir Glück und durften die Golden Gate Bridge bei schönstem Frühlingswetter sehen und auch in New York war Petrus uns wohlgesonnen und hat uns 5 Tage Sonnenschein pur geschenkt, und das im Dezember.

Und ich hoffte einfach, dass wir auch in Japan so ein Glück haben würden.Ohne mich im Vorfeld schon verrückt zu machen. Es ließe sich eh nicht ändern. Nein, ich beschloss es so zu nehmen, wie es kommen sollte …. so zumindest mein Plan ca 1 Monat vor der Abreise. 

…. ratet, was ich ungefähr ab drei Wochen vor der Abreise jeden Tag gemacht habe ….
Und bei der Prognose war alles dabei. Regen, Wolken, Sonnenschein,….

Am Vorabend unserer Fuji-Tour sah es gut aus: Ganz viel Sonne, nur wenig Wolken.
Das wäre großartig… aber so ganz konnte ich es nicht glauben.

Meine langjährigen Leser werden sich vielleicht noch an meine persönlichen Regenwolke erinnern?

 

Unser Tag am Fuji beginnt mit dem Frühstück in Tokyo

Weil ich morgens nicht so experimentierfreudig bin und mir eigentlich ein Kaffee reichen würde, bestellte ich das gleiche Frühstück wie gestern. Der Toast einfach mit Butter  war sehr lecker und alles andere verteilte ich an meine drei hungrigen Teenie-Kids.

 

Um 8.30 Uhr holte uns unser Guide Alan ab. Und sagte, wir hätten das absolut perfekte Wetter für unseren Tag am Fuji.
Ich war sooooo happy, wir würden ihn definitiv sehen, den Fuji!!!

In Japan gibt es das ETC – das japanischen Mautsystem. In Japan sind fast alle Autobahnen mautpflichtig, egal für wen. Das System nennt sich „ETC“ – Die Abkürzung für „Electronic Toll Collect“.

 

 

Und dann sahen wir ihn!!! Den Fuji!  Ein unbeschreibliches Gefühl!!!

Zwischen Tokyo und dem Fuji ist es malerisch grün und hügelig.

 

Oha, Bären gibt es in den Bergen um den Fuji also auch. Beruhigend,….

 

 

… und mit jedem Kilometer wurde der Fuji größer und größer

 

Unser 1. Stopp:

Der Kitaguchi Hongū Fuji Sengen Schrein – Der Mount Fuji Schrein

 

 

Die Lage des Kitaguchi Hongū Fuji Sengen Schrein

 

 


Der Kitaguchi Hongū Fuji Sengen Schrein blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück.

Ungefähr im Jahr 100 n.Chr. wurde hier ein kleiner Schrein errichtet, um den Besuch des Kaiser Yamato Takeru-no Mikoto an diesem Platz zu feiern.
Im Jahr 788 wurde an der Stelle ein Altar errichtet, um für das Stoppen der häufigen Ausbrüche des Fuji zu bitten.
Seit 781 n. Chr. ist der Fujiyama 16x ausgebrochen, wobei die meisten Eruptionen eher harmlos verliefen. Der letzte Ausbruch war am 16. Dezember 1707 aus einem Nebenkrater im Südwesten des Hauptkraters. Seitdem hat der Fuji einen kleinen weiteren Krater.

In der Antike wurde der Fuji verehrt und galt als heiliger Berg, erst 663 n.Chr. wurde er zum ersten mal bestiegen.
Seitdem wollten immer mehr Menschen den Fuji hinaufkraxeln. Nur 2 Monate im Jahr ist das überhaupt möglich und entsprechend ist dann der Run auf die Touren.

Der Kitaguchi Hongū Fuji Sengen Schrein galt damals als Startpunkt für die Wanderung auf den Fuji und in der Edo-Zeit erlang dieser Ort explosionsartig Popularität.
Inzwischen gibt es einen besseren Startpunkt, näher am Gipfel. 

Seit 2013 gehört dieser Schrein zum Weltkulturerbe

Wenn man von hier den Fuji erklimmen möchte, dauert der Aufstieg ohne Pause 11 – 12 Stunden.

Die meisten starten aber an der 5. Station am Fuße des Fuji. Das verkürzt die Zeit um 5 Stunden, es wird jedoch empfohlen, eine Übernachtung auf dem Weg zum Gipfel zu buchen, denn dann startet man nachts um 2 Uhr zum letzten Stück Richtung Gipfel. Es gibt keinen Schatten auf dem Weg und die Sommer in Japan sind heiß. Nachts ist es bedeutend kühler und daher angenehmer für den auch ohne Sonne schweißstreibenden Aufstieg.  Außerdem sieht man dann den Sonnenaufgang vom Gipfel und wenn man Glück hat, auch den Schatten des Fuji, welcher sich weit über das Land legt. 

Der Kitaguchi Hongū Fuji Sengen Schrein ist umgeben von vielen, sehr alten Bäumen, meistens Zedern. 

 

Der Eingang zum Schrein.

Für uns wieder so ein “Wow, wir sind wirklich in Japan-Moment”

Eine kleine Brücke führt über einen glasklaren Bach mit erfrischenden Wasser.

Traditionelle Reinigung

Das ist das Hauptgebäude der Schrein-Anlage

Ein Friedenspfahl “Möge Frieden auf Erden sein”.
Die Friedenspfähle haben ihren Ursprung in Japan.
Der japanische Philosoph und Friedenskämpfer Masahisa Goi begann 1969 damit, an verschiedenen Orten Aufkleber mit dem Friedensgebet zu verteilen oder Friedenspfähle aufzustellen.
Von diesen Pfählen gibt es inzwischen über 250.000 auf der ganzen Welt verteilt, in jedem Land dieser Erde steht ein Pfahl. In Deutschland steht zB einer in Berlin und selbst in Moskau wurde ein Friedenspfahl aufgestellt.

Vom Gefühl her entfernen wir uns mit jedem Tag mehr von diesem Wunsch nach Frieden auf der Welt….

 

Wir waren fast alleine dort und sahen uns die alten Gebäude in Ruhe an.

Wer in Japan Schreine besucht, dem fallen sicherlich die Bänder und Schleifen um die alten Bäume auf.
Diese Bänder nennen sich Shimenawa und sind aus Reisstroh geschlagene Taue.
Im Shintō trennen die Shimenawa die Welt der Götter von der diesseitigen Welt.
Außerdem markieren Shimenawa abgegrenzte Wohnorte der Kami und sollen die Anwesenheit eines Gottes oder einer göttlichen Kraft symbolisieren:
An religiösen Stätten stehen die Shimenawa an den Bäumen i.d.R. als Symbole der Anwesenheit göttlicher Präsenz.

Die alten und riesigen Zedernbäume an diesem Schrein waren sehr imposant.

 

 

 

 

Unser 2. Ziel an diesem Tag brachte uns dem Fuji richtig nah: Die “5. Station” am Fuße des Fujiyama

 

Der Fuji, oft auch Fuji-san genannt, ist mit 3.776 Metern der höchste Berg Japans.
Kleiner Vergleich: Unsere Zugspitze ist “nur” 2.962 Meter hoch.
Durch die fast symmetrische Form und seiner fast ganzjährig schneebedeckten Spitze ist er auch eines der beliebtesten Fotomotive und für viele sogar wie ein Symbol für Japan.

 

Unser Ziel:

 

 

 

Und was bringen Straßen auf hohe Berge so mit sich?
Kurven und Serpentinen ….

Dieses Foto schickte ich meinem Mann nach Deutschland. Als wir im Sommer in Österreich waren, war ich … sagen wir mal so: auf den Serpentinenstraßen vielleicht ein nicht so ganz entspannter Beifahrer ….  Sein Kommentar bestand nur aus Lach-Smilies…. Kein Wort des Mitgefühls…. Ts….

Immer höher gen Fuji

Wir kurvten uns immer höher und zwischendurch konnte man schon einen kleinen (vielversprechenden) Ausblick nach unten erhaschen

Die 5th Station ist die höchste mit PKW oder Bus zu erreichende Station. Sie liegt auf 2300 m Höhe.
Von hier starten fast alle Wanderungen hoch auf den Gipfel des Fuji.

Die mautpflichtige Panorama-Straße zur 5th Station ist zur Wander-Hauptsaison (vom 1. Juli bis zum 10. September) für private Fahrzeuge gesperrt. Dann kann man mit öffentlichen Verkehrsmitteln hochfahren.
Die 5th Station ist ganzjährig geöffnet, im Winter kann es wegen Schnee jedoch zu Einschränkungen kommen.

Auf der 5th Station gibt es mehrere Aussichtspunkte, Restaurants und auch Shops, in welchen man Zubehör wie zB Sauerstoff oder Wanderausrüstung für die Fuji-Besteigung kaufen kann.

 

Wir sind auch inzwischen oben angekommen. Unser Guide parkte auf dem großen Parkplatz und wir genossen einen ersten Ausblick über die weite Landschaft um den Fuji

Das große Hauptgebäude

Und da ist er in seiner ganzen Pracht – direkt vor uns und strahlend blauer Himmel
Wir konnten unser Glück kaum fassen.
Wir vermissten allerdings etwas den schneebedeckten Gipfel, denn viel Schnee lag da offensichtlich nicht mehr. 

Von einem kleinen Aussichtshügel hat man wundervolle Ausblicke auf die Umgebung und auf die Seen

 

Aber mein Blick wanderte immer wieder zum Fuji. Immer und immer wieder schaute ich ihn mir an. 

Wusstet ihr, dass der Fuji eigentlich aus 3 Vulkanen besteht, die übereinander liegen? Die unterste Schicht ist der Vulkan Komitake, die zweite Schicht ist Kofuji, während Fuji der jüngste aller drei ist.

Am Fuße des Fujiyama

Der kleine, aber sehenswerte Fujisankomitake Shrine. Daneben eine weitere Aussichtsplattform

So langsam füllte es sich hier oben. Alle wollten wie wir auch das gute Wetter nutzen.
Am Tag danach war der Fuji zumindest vom Tokyo Sky Tree nicht zu sehen und zwei Tage später sind wir mit dem Shinkansen von Tokyo nach Hiroshima gefahren und eigentlich kann man auf dieser Fahrt auch den Fuji sehen. Aber er war den ganzen Tag in Wolken gehüllt. Wir hatten so ein großes Glück!!!

Noch einmal schaute ich zum Fuji  – ich konnte mich nicht stattsehen. 

Aber dann mussten wir zurück, wir hatten noch einiges auf dem Programm.
Wir kauften am Automaten noch ein paar kühle Getränke und gingen mit unserem Guide Alan zurück zum Auto

In der Fuji-Region sieht man fast überall diese Fuji-Ampeln

 

 

Unser 3. Ziel an diesem Tag: Das malerische Dorf Oshino Hakkai

Oshino Hakkai ist bekannt für seine acht klaren Quellen, welche aus dem Berg Fuji entstehen.
Das Schmelzwasser des Fuji wird durch viele Lavagesteinsschichten hindurch gefiltert und gelangt nach etwa 80 Jahren hierher, wo die acht Teiche daraus gebildet werden 
Daher stammt auch der Name für diesen Ort, Oshino Hakkai (忍野八海) beutetet in etwa die „acht Teiche von Oshino“
Das Wasser ist glasklar. 
Außerdem gibt es hier mehrere traditionelle japanische Häuser, Restaurants mit lokalen Spezialitäten, Souvenirgeschäfte usw. Es wird touristisch schon sehr ausgeschlachtet, aber schön anzusehen ist es dennoch.

Der Ort gehört zum Weltkulturerbe. 

 

 

Lage von Oshino Hakkai

 

 

Das Dorf liegt malerisch vor grünen Hügeln auf der einen Seite und dem majestätischen Fuji auf der anderen Seite

Wir waren mittags in diesem Dorf und es war gut besucht

 

Es gibt mehrere Souvenirshops und kleine Restaurants

 

Wer möchte, darf probieren

 

Die Beschriftungen der einzelnen kleinen Seen waren auf japanisch und englisch. Jeder kleine See hat eine Geschichte. Sehr schön gemacht. 

Google Lens hat uns hier weiter geholfen. Kein Angeln, kein Müll wegwerfen usw.

Na, wer sieht die Katze?

Das Wasser war unglaublich klar. So konnte man auch das I-Phone am Grund des Bodens sehr gut sehen … Auf Reisen bekommt mein Handy immer eine lange Kette zum Umhängen, damit mir genau sowas nicht passiert. 

 

Ein Liebesperlenstrauch, wie er nur in Ostasien vorkommt. 

 

In Japan lohnt es sich übrigens, auch mal auf die Gullideckel zu achten. Wir haben sehr viele schöne entdeckt, zeige ich euch dann in den Berichten.

Der große Hauptteich 

Das sieht im Frühjahr bestimmt besonders schön aus

 

Tipp für euren Besuch des Dorfes:
Innerhalb vom Dorf gibt es ein kleines Heimatmuseum: Das Hannokibayashi Folklore Museum.
Besucht dies morgens und ihr bekommt den schönsten Blick auf den Fuji mit See im Vordergrund, traditionellen Gebäuden mit Mühle in der Mitte und dahinter der Fuji.
Leider fehlte uns dafür die Zeit. Aber wir wollen ohnehin wieder kommen und dann holen wir das nach – hoffentlich auch wieder mit so einem schönen Blick auf den Fuji.

 

 

Das nenne ich mal Vertrauen. Das Geld fürs Parken wird einfach in eine Schale geworfen.

 

Und auf ging’s zum nächsten Ziel:

Der Kawaguchi-See

 

 

Alan hatte eine Fahrt mit dem Speedboot für uns organisiert.

Am Steg sahen wir viele große Fische. Alan hatte Futter für die Fische dabei und die Kids durften die Fische füttern.

Und dann startete unsere Tour mit dem Speedboot.

Das Wasser auf dem See glitzerte in der Sonne und der Captain gab immer mehr Gas.

 

Vom See hatten wir wieder einen unbeschreiblich tollen Blick auf den Fuji!

So majestätisch. So schön. So imposant. Ja, ich konnte meine Blicke kaum abwenden.

Kleiner Insider für die Leser aus meiner Generation:
Sonne über den Fujiyama hatten wir. Es fehlten nur noch die Schwalben.

 

Der Fuji und ein kleiner japanischer Pavillon. Und alles vor der Kulisse des strahlend blauen Himmels.

Die Kids lachten, weil der Captain wieder rasant eine Kurve fuhr, das Foto hatte ich aber schon im Kasten!

In dem Moment fühlte ich mich so glücklich, so frei.

Die Fahrt war viel zu schnell vorbei.  Unser Programm war etwas straff für heute.

Glücklich und zerstrubbelt stiegen wir aus dem Boot aus. Alan brauchte gar nicht zu fragen, ob es uns gefallen hat, denn das Strahlen in den Gesichtern der Kids sprach Bände.

So langsam hatten wir Hunger. Wir hatten zwischendurch zwar Snacks, aber noch kein Mittagessen.
Alan kannte ein gutes Restaurant direkt am See.

Als ich es sah, musste ich lachen, denn nur wenige Hundert Meter weiter war das Hotel, wo ich ursprünglich übernachten wollte. Ich hatte es dann gecancelt, weil wir auch als Tagestour zum Fuji konnten. Mit Google Maps war ich diese Straße schon zigmal auf und abgefahren.

Im Nachhinein habe ich es bereut, nicht doch eine Nacht geblieben zu sein, denn die Vorstellung, von dort den Sonnenuntergang mit See und Fuji… neee, ich schreibe nicht weiter. …. Nächstes mal bleiben wir etwas länger in der Fuji-Seen-Umgebung.

Wir waren im Restaurant Tsujiya und ließen uns etwas von Alan empfehlen:
Eine Platte mit verschiedenen japanischen Speisen.

Oben unser Ausblick, unten unser Essen.

Das Fleisch ist Hähnchen, in kleinen, stäbchengerechten Portionen.

 

Es gibt zwei schöne Aussichtsplattformen am Kawaguchi-See.
Beide bieten einen schönen Blick auf den Fuji.

Wir durften uns eine aussuchen und unsere Wahl fiel auf die Aussichtsplattform mit der Pagode.
Ein sehr beliebtes Fotomotiv und wir wollten es auch gerne einmal sehen und fotografieren.

 

Unsere letzte Station:
Der Arakurayama Sengen Park mit der bekannten Chureito Pagode

 

Irgendwo unterwegs

 

 

 

Lage vom Der Arakurayama Sengen Park mit der bekannten Chureito Pagode

 

Angekommen am Parkplatz am Fuße des Parkes ahnten wir noch nicht, welches Sportprogramm nun auf uns warten würde:
Mehrere hundert Stufen führen hoch zur Pagode.
Aber wir wussten ja: Es lohnt sich. Das haben wir uns bei jeder einzelnen Stufe gesagt.
Alan hüpfte die Treppen hoch wie eine Gazelle. Vielleicht sollten wir doch wieder etwas mehr Sport machen….

Und dann kam noch dieses schöne Hinweisschild…
Wobei: Es waren so viele Menschen unterwegs und die redeten auch teils sehr laut, da würde sich kein Bär zu den Aussichtsplattformen trauen …..

Und dann erreichten wir endlich DIE Aussichtsplattform

Dieses Motiv so in der Art kennt bestimmt jeder, der sich etwas mit Japan beschäftigt hat 

Spielerei mit Farbe und einmal gespiegelt

Der Weg hinunter führt direkt an der Pagode vorbei 

Es war Zeit für den Abstieg. Der Tag verging so schnell ….. 

Auch hier gibt es wieder einen kleinen Schrein auf dem Weg 

 

Wieder gab es ein paar kühle Getränke aus dem Automaten.

Sogar die WC Schilder waren ganz im Zeichen des Fuji 

 

Es war Zeit für unsere Rückfahrt …. Leider. Den Sonnenuntergang hier am See hätte ich mir gerne angeschaut. 
Aber ich möchte nicht jammern, im Gegenteil. Wir hatten so viel Glück mit dem Wetter, den ganzen Tag lang. Und darüber waren die Kids und ich so happy!!! 

Im Auto schaute ich zurück. Ein letzter Blick auf den Fuji. 

ByeBye Fuji! 

Vielleicht sehen wir uns irgendwann wieder !!! 

 

 

Der Feierabendverkehr von Tokyo ist wie wohl in jeder Metropole … Nervig …. 

Alan kannte es und fuhr mit einer bewundernswerten Ruhe durch den Dauerstau…. 

 

 

 

 

Wir aßen im Hotel noch eine Kleinigkeit, gingen dann aber bald schlafen. Unser Wecker stand wieder auf 6 Uhr. 
Morgen wollten wir uns noch einmal Tokyo ansehen, bevor es am Tag danach für uns Richtung Süden ging. 

Immer wieder werde ich gefragt, wie die Kids das frühe Aufstehen und das Powerprogramm auf unseren Reisen finden. 
Wir planen die Reisen immer gemeinsam und gestalten die Touren und Ausflüge immer zusammen.
Meistens erstelle ich, nachdem wir uns für ein Zielland entschieden haben, einen groben Plan zusammen. Das überlässt meine Familie seltsamerweise immer mir.
Diesen groben Plan mit diversen Möglichkeiten für Ausflüge oder Touren drucke ich aus und hänge es an unsere Pinnwand. Manchmal sind alle mit meinen Vorschlägen einverstanden, manchmal kommen zig Wünsche für Änderungen oder andere Ausflüge. 

Die Japanreise habe ich nach der eigentlich fertigen Planung auch wieder umgeschmissen, da meine Älteste unbedingt noch nach Hiroshima wollte.

Bislang mögen meine Kids diese Art vom Reisen. Mein Stiefsohn dagegen gar nicht. Deswegen war er auch nicht mit nach Singapur und Japan, was ich sehr schade fand und finde. Er möchte im Urlaub den ganzen Tag chillen. Also das Gegenteil von dem, was ich immer so plane…. Wir sehen und erleben immer viel, unternehmen auch immer etwas, um die Kultur des Landes näher kennen zu lernen und sind oft auch mindestens einen Tag mit einem Einheimischen unterwegs, um auch einen Blick “hinter” die Touristen-Kulissen zu bekommen. Natürlich reichen 2 oder 3 Wochen in einem Land nicht aus, um Land und Kultur kennen zu lernen, aber wir bekommen so zumindest kleine Einblicke und auch die sind immer sehr interessant. Meine jüngste Tochter (14)  sagte kürzlich noch zu mir “Ich finde das gut so, wenn man in einem anderen Land ist, will man ja auch was sehen!”
Und bei dieser Japan-Reise war es sogar so, dass ich meine älteste Tochter ausbremsen musste. Was sie alles an Programm wünschte, war nicht einmal zu schaffen, wenn wir nachts nicht geschlafen hätten. 

Dabei ist genau das mein ganz persönlicher Must-Do bei unseren Programmen: Ausreichend Nachtruhe. 
Bis Mitternacht auf Tour und dann am nächsten Tag wieder 6 Uhr raus würde auch bei uns nicht funktionieren. 

Und um jetzt alle Eltern zu beruhigen: Natürlich mosern auch bei uns manchmal die Kids, wenn im Urlaub um 6 Uhr der Wecker klingelt.
Und manchmal frage ich mich selber auch, wieso ich das so mache, …. aber wenn wir dann auf Tour sind, ist das vergessen.
Auch im Nachhinein dieser Reise sagen die Kids, das Programm war super, nicht zu stressig und sie würden es genauso wieder machen.  

Obwohl meine Kids gerne reisen, gerne neue Länder und Kulturen kennen lernen, haben sie die Tage beim Abendessen den Wunsch geäußert, ob wir im Sommer mal einen einfachen und normalen Urlaub machen können.
Aber 2025 möchten sie dann wieder eine “richtige Reise” machen. 

Wir werden sehen, geplant oder gebucht ist noch nichts, dieses Jahr ist alles etwas anders…

 

Danke, dass ihr wieder dabei ward. 

Bis zum nächsten mal !! Dann sehen wir uns die Highlights von Tokyo an und besuchen am Abend den berühmten Stadtteil Shinjuku, dort, wo die berühmte Katze Calico wohnt.
Dazu aber dann mehr im nächsten Bericht.

Euch allen einen schönen Sonntag! 

 

 

Japan: Ein Tag am Fujiyama


 

Meine Empfehlungen für eure Tour zum Fuji

(Affiliatelinks)

Unsere Tour war die individuelle Ganztags-Privat-Tour

 

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Alle bereits veröffentlichte Berichte unserer Reise nach Singapur und Japan

 

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