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Österreich: Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 1 – Die Strasse von Ferleiten bis Heiligenblut

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Heute nehme ich euch mit auf eine der schönsten Straßen Europas:  Die Großglockner Hochalpenstraße in Österreich

Die Großglockner Hochalpenstraße ist nicht nur wegen der eigentlichen Panoramastraße ein Erlebnis. Entlang der Strecke gibt es mehrere sehr lohnenswerte Abstecher und Aussichtspunkte, sodass mir schnell klar war, dass ein einziger Bericht dafür viel zu lang werden würde.

In Teil 1 fahren wir von Ferleiten bis Heiligenblut. In Teil 2 geht es unter anderem auf die Edelweißspitze, zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und in ein echtes Goldgräberdorf.

Also, einsteigen, anschnallen – auf gehts!

Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 1 – Die Straße von Ferleiten bis Heiligenblut

Karte:  https://goo.gl/maps/QJRLZK3RAE79Fvg97

Zusätzlich zu der Karte gibt es ausnahmsweise einen Screenshot, denn die Straße ist von November bis April/ Mai gesperrt und ich weiß nicht, ob Google Maps es dann hier noch richtig darstellt.

Karte der Großglockner Hochalpenstraße von Ferleiten bis Heiligenblut

Was man auf dem Screenshot gut erkennt: Sie schlängelt sich über die Alpen. Die gesamte Großglockner Hochalpenstraße ist 48 Kilometer lang und führt durch 36 Kehren. Die Passhöhe am Hochtor liegt auf 2.504 Metern, der höchste mit dem Auto erreichbare Punkt ist die 2.571 Meter hohe Edelweißspitze, zu der eine Stichstraße hinaufführt. Für die reine Fahrt braucht man deutlich weniger als einen Tag – aber eigentlich ist die Straße selbst ein Ausflugsziel. Es gibt zahlreiche Aussichtspunkte, Parkplätze, Ausstellungen, Wanderwege, Spielplätze und Einkehrmöglichkeiten. Von der eigentlichen Strecke zweigen außerdem Straßen zur Edelweißspitze und zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ab. Dazu schreibe ich im zweiten Teil.
Der heutige Bericht startet in Ferleiten, denn dort ist die nördliche Mautstation. Die andere befindet sich am Ende der Grossglockner Hochalpenstrasse oberhalb von Heiligenblut.

Die Mautstation in Ferleiten
Die Mautstation in Ferleiten
36 Kehren gibt es insgesamt. Sie sind alle mit Name und Höhe beschriftet
36 Kehren gibt es insgesamt. Sie sind alle mit Name und Höhe beschriftet

Großglockner Hochalpenstraße mit 5 Kindern und drei Generationen

Auf dieser Österreich-Reise waren wir mit fünf Kindern unterwegs – und meine Eltern waren ebenfalls dabei. Damit waren wir auf vielen Ausflügen mit drei Generationen unterwegs.

Mich haben nach dem Urlaub mehrere Bekannte gefragt, wie das war, diese kurvenreiche Straße mit 5 Kindern zu fahren.
Wir sind ja inzwischen reiseerfahren und daher waren wir bestens vorbereitet. An der Mautstation in Ferleiten bekam jedes Kind einen Reisekaugummi und Spucktüten lagen auch in jeder Sitzreihe bereit.
Gebraucht haben wir sie nicht.
Die Kinder waren beeindruckt von der Strecke und fasziniert von den hohen Bergen, insbesondere die Tochter meines Lebensgefährten, welche noch nie vorher so hohe Berge gesehen hat, konnte sich gar nicht sattsehen und der Speicher ihrer Kamera war schon nach den ersten Kilometern voll.
Wir sind aufgrund dieser erfreulichen Tatsache in den darauffolgenden Tagen noch dreimal die Straße gefahren bzw. Teilstücke, um uns z.B. den Gletscher anzusehen oder im Goldgräberdorf nach echtem Gold zu suchen.

Es gibt mehrere tolle Spielplätze entlang der Strecke, welche auch ausgeschildert sind:

Die Grossglockner Hochalpenstrasse hat ein eigenes Masskottchen: "Murmi", das Murmeltier
Die Grossglockner Hochalpenstrasse hat ein eigenes Masskottchen: „Murmi“, das Murmeltier

Weiter geht die Fahrt.

Leider geben es die Fotos überhaupt nicht wieder, es ist atemberaubend, diese Straße durch das Alpenpanorama zu fahren. Und apropos Fotos: Die Fotos in diesem Bericht entstanden fast alle mit Handy aus dem Auto heraus.

Schnee auch noch im Juli. Rodeln im Sommerurlaub ist so kein Problem
Schnee auch noch im Juli. Rodeln im Sommerurlaub ist so kein Problem
Als fährt man durch ein Urlaubsposter - unbeschreiblich malerisch
Als fährt man durch ein Urlaubsposter – unbeschreiblich malerisch
Immer wieder hat man die Möglichkeit anzuhalten, um den Panoramablick in Ruhe geniessen zu können
Immer wieder hat man die Möglichkeit anzuhalten, um den Panoramablick in Ruhe geniessen zu können
Straßenverlauf. Wir waren unschlüssig, wie wir das finden sollten. Zwischen "Juchu, Achterbahn!" und "Och neee, mein armer Magen..." war alles dabei.
Straßenverlauf. Wir waren unschlüssig, wie wir das finden sollten. Zwischen „Juchu, Achterbahn!“ und „Och neee, mein armer Magen…“ war alles dabei.
Ganz oben relativ mittig sieht man das Fuscher Törl (2428 m ü.M.). Hier befindet sich die Gedenkstätte für die an / auf der Großglockner-Hochalpenstrasse Verstorbenen
Ganz oben relativ mittig sieht man das Fuscher Törl (2428 m ü.M.). Hier befindet sich die Gedenkstätte für die an / auf der Großglockner-Hochalpenstrasse Verstorbenen

Mit dem Auto über die Großglockner Hochalpenstraße

Darüber habe ich mir wirklich im Vorfeld den Kopf zerbrochen ….. Mein Auto hat grad mal 115 PS, ist groß und schwer und würde bei der ersten Fahrt nicht nur mit 7 Personen, sondern auch noch mit Reisegepäck bepackt sein ……
In Vorbereitung auf diese lange Autofahrt war ich wie immer vorher zum Urlaubscheck in der Werkstatt. Vor allem die Bremsen sollten überprüft werden und ich habe sie dann direkt erneuert, da sie doch schon relativ abgefahren waren.
Viel bremsen darf man beim bergab- fahren nicht, aber erst einmal hochkommen dachte ich die ganze Zeit ,….

Mein Lebensgefährte zeigte mir ständig Fotos von Oldtimern „Siehst du? Sogar die kommen hoch!“ Meine Sorge im Vorfeld blieb.
Aber: Unberechtigt. Unser Auto hat es super gemeistert.

Bergauf war unsere Sorge unbegründet: Unser Auto hat die Strecke gut gemeistert.
Bergab ist vor allem wichtig, die Geschwindigkeit niedrig zu halten und die Motorbremse zu nutzen.
Die Großglockner Hochalpenstraßen AG empfiehlt bei starkem Gefälle einen niedrigen Gang – je nach Fahrzeug auch den zweiten oder ersten Gang. Bei Automatikfahrzeugen kann dafür der manuelle Modus beziehungsweise eine niedrige Fahrstufe genutzt werden.
Vor einer Passfahrt sollten Bremsen und Bremsflüssigkeit in gutem Zustand sein.

Wir sahen mehrmals Abschleppwagen. Da wir mit unserem Auto auch einmal in die Werkstatt mussten (zum Glück nichts schlimmes), habe ich dort einmal nachgefragt: Ein Mitarbeiter erzählte mir damals, dass in den Sommermonaten regelmäßig Fahrzeuge mit überhitzten Bremsen in der Werkstatt landeten.

An einem Tag hatten wir ein Auto vor uns, bei welchem über 7 Kilometer lang permanent die Bremsleuchten leuchteten. Es roch dann auch schon dementsprechend….

Und noch ein Hinweis: Es gibt an der Grossglockner Hochalpenstrasse zwischen Ferleiten und Heiligenblut keine Tankstelle – aber der Benzinverbrauch ist durch die Bergauffahrt erhöht. Daher unbedingt auf ausreichend Sprit im Tank achten!

Und weiter gehts. Wir nähern uns dem Fuscher Törl.

Fahrt auf der Großglockner Hochalpenstraße Richtung Fuscher Törl

Auch hier gibt es wieder einen Parkplatz. Am Anreisetag sind wir hier vorbei gefahren, haben uns aber ein paar Tage später die Gedenkstätte angesehen.

Die Gedenkstätte Fuscher Törl wurde für 13 Arbeiter errichtet, welche beim Bau der Straße ums Leben kamen.
Die Gedenkstätte Fuscher Törl wurde für 13 Arbeiter errichtet, welche beim Bau der Straße ums Leben kamen.
"SAXA TERRAE LOQUUNTUR GLORIAM TUAM" - „Die Steine der Erde verkünden deinen Ruhm“
„SAXA TERRAE LOQUUNTUR GLORIAM TUAM“ – „Die Steine der Erde verkünden deinen Ruhm“

Großglockner Hochalpenstraße in Österreich

Panoramablick auf die Berggipfel und die Straße. Das Fuscher Törl liegt auf 2.428 m Höhe.
Panoramablick auf die Berggipfel und die Straße. Das Fuscher Törl liegt auf 2.428 m Höhe.

Panorama an der Großglockner Hochalpenstraße

Bergpanorama entlang der Großglockner Hochalpenstraße

Blick zur Edelweißspitze, dem höchsten mit dem Auto erreichbarer Punkt der Großglockner Hochalpenstraße in 2.571 m Höhe
Blick zur Edelweißspitze, dem höchsten mit dem Auto erreichbarer Punkt der Großglockner Hochalpenstraße in 2.571 m Höhe

Unser Stopp beim damaligen Mankei-Wirt an der Fuscher Lacke

Update September 2026: Unser Besuch bei Herbert Haslinger und dem damaligen Mankei-Wirt war im Sommer 2020. Heute befindet sich an der Fuscher Lacke das F.A.T. Mankei, das nach der Übernahme umgebaut wurde.

Die Ausstellung „Bau der Straße“ im historischen Wegmacherhaus an der Fuscher Lacke gibt es weiterhin und sie ist sehr sehenswert. Hier wird anschaulich gezeigt, welch gewaltiges Projekt der Bau der Großglockner Hochalpenstraße damals war und mit welchen schwierigen Bedingungen die Arbeiter in dieser hochalpinen Landschaft zurechtkommen mussten.

Der See beim Rastplatz Fuscherlacke beim Mankai- Wirt
Der See beim Rastplatz Fuscherlacke beim Mankai- Wirt
Ausblick vom Parkplatz. Satt sehen kann man sich davon nicht! Es ist unbeschreiblich schön
Ausblick vom Parkplatz. Satt sehen kann man sich davon nicht! Es ist unbeschreiblich schön

Wir besuchten den Mankai- Wirt an einem regnerischen Tag. Vormittags haben wir mit den Kindern den Wellnessbereich in unserem Hotel in Heiligenblut genossen (Bericht folgt), zum Mittag fuhren wir hoch zum Mankai – Wirt.
Obwohl wir zu dem Zeitpunkt schon Murmeltiere an der Kaiser Franz Josefs Höhe gesehen haben (Bericht folgt), hofften wir, dass wir auch dort das Murmeltier aus nächster Nähe sehen konnten.
Und auch meine Eltern sowie unser Bekannter begleiteten uns, sie hatten bis dato leider noch kein Murmeltier gesehen und waren daher ebenfalls sehr gespannt.

Der Mankai - Wirt. Am Tag unseres Besuches war es nebelig und regnerisch, aber für den Besuch dort spielte das keine Rolle, denn wir wollten so gerne einmal das Murmeltier sehen -
Der Mankai – Wirt. Am Tag unseres Besuches war es nebelig und regnerisch, aber für den Besuch dort spielte das keine Rolle, denn wir wollten so gerne einmal das Murmeltier sehen – und die Kinder den Murmeltierbecher probieren. Was das genau ist zeige ich euch gleich

2021 hat der Mankai Wirt Herbert Haslinger seinen Gasthof an Ferdinand Porsche verkauft.

Ich habe mal geschaut, ob es bei Google Maps ein aktuelleres Bild gibt.
So sah es dort im Juni 2024 aus, wie es ganz aktuell ist, weiß ich nicht.

Finde es sehr schade, dass die schönen Holzmurmeltiere einer modernen Skulptur weichen mussten.

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Man kann dort übernachten. Der Ausblick von dort wäre es sicherlich wert:

-> Zum Hotel FAT Mankei *


Zurück ins Jahr 2020:

Kindgerechte Darstellung vom Bau der Straße mit dem Maskottchen " Murmi"
Kindgerechte Darstellung vom Bau der Straße mit dem Maskottchen Murmi
Kleine Stärkung.
Kleine Stärkung.
Und das ist es - der Murmeltierbecher. Mit einem Murmeltier aus Schokolade! Die Kinder liebten es!
Und das ist es – der Murmeltierbecher. Mit einem Murmeltier aus Schokolade! Die Kinder liebten es!
Der Murmeltierspielplatz. Unten sieht man die Tafel, welche kindgerecht die Lebensweise der Murmeltiere erklärt
Der Murmeltierspielplatz. Unten sieht man die Tafel, welche kindgerecht die Lebensweise der Murmeltiere erklärt. Sehr schön und kindgerecht gemacht.

Update: Statt Spielplatz sieht es nun dort so aus:

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Statt Spielplatz eine Garage mit einem Rennauto … schade.

In der Hütte am See befindet sich die Ausstellung zum Bau der Straße. Der Eintritt ist kostenlos und lohnt sich, denn es wird vieles rund um die Zeit des Straßenbaus gut und anscha
In der Hütte am See befindet sich die Ausstellung zum Bau der Straße. Der Eintritt ist kostenlos und lohnt sich, denn es wird vieles rund um die Zeit des Straßenbaus gut und anschaulich erklärt

Im Souvenirshop durften sich die Kinder jeder ein Kuschel- Murmeltier aussuchen. Von dem Tag an war das ganze Rudel Murmeltierkuscheltiere dann auch bei jedem Ausflug dabei.

Murmeltier beim damaligen Mankei-Wirt an der Fuscher Lacke

Und dann war es endlich soweit: Das Murmeltier war wach und bereit, gefüttert zu werden.

Es ist bei der „Vorführung“ auf den Schultern vom Mankai- Wirt Herbert Haslinger und wird dabei gefüttert.
Und wir hatten ganz besonderes Glück, denn vor ein paar Wochen gab es Nachwuchs und eines der Jungtiere durften wir auch kurz sehen. Es war sehr niedlich. Fotos gibt es davon leider keine Guten, wirklich mal still halten können Murmeltierkinder einfach nicht und wuseln die ganze Zeit.

Herbert Haslinger mit seinem Murmeltier.
Mankaiwirt Herbert Haslinger mit seinem Murmeltier.
"Guten Tag! Hast Du Leckerli für mich?"
„Guten Tag! Hast Du Leckerli für mich?“
Meine Älteste durfte es einmal füttern
Meine Älteste durfte es einmal füttern.

Und auch meine Eltern und unser Bekannter durften es sich aus der Nähe ansehen. Sie waren von der Größe überrascht. Es ist nach dem Biber und dem Stachelschwein das drittgrößte in Europa vorkommende Nagetier.

Irgendwann fing das Murmeltier an, sich in der Jacke verstecken zu wollen. Das ist das Zeichen, dass er nicht mehr möchte und somit brachte der Mankai – Wirt es dann zurück zu seinem Gehege.

Ich konnte spüren, wie sehr er seine Tiere liebt. Stolz beantwortete er alle Fragen der Gäste, aber immer bedacht, dass es seinem Tier gut geht. Mit Herzblut führt er bereits seit vielen Jahren den Mankai- Wirt und kümmert sich mit viel Liebe um kranke oder schwache Murmeltiere  – und wurde so selber schon eine kleine Berühmtheit –  doch nun sucht er einen Nachfolger.
In diesem Sommer feierte er gleich 2 Jubiläen: Seit 30 Jahren führt er den Gasthof Fuscherlacke (Mankai – Wirt)  und seit 50 Jahren arbeitet er in der Gastronomie.

Ich sprach ihn darauf an, was mit seinen Murmeltieren passieren würde, wenn er einen Nachfolger hat. Die Murmeltiere könne er nicht mitnehmen antwortete er spürbar traurig.
Aber er hat schon einen Platz für sie gefunden und dort dürfe er sie jederzeit besuchen. Das ihm das wichtig ist, kann ich sehr gut verstehen. Wenn man sein Tier weggeben muss, ist es beruhigend, es in allerbeste Hände zu wissen, das habe ich selber schon erleben müssen.

An dieser Stelle möchten wir uns beim gesamten Team vom Mankai – Wirt für den tollen Nachmittag bedanken.Wir wünschen Herrn Haslinger und seiner Familie alles Gute!

Wir blieben ca 3,5  Stunden beim Mankai – Wirt, es war ein sehr schöner Stopp und wir wären bestimmt noch länger geblieben, wenn es sich nicht mehr und mehr zugezogen hätte.
Aber bei Regen und Nebel wollten wir die Strecke nach Heiligenblut nicht zurück fahren.

Der 117m lange Mittertörltunnel befindet sich auf 2.373m und führt durch das Große Woazköpfl. Sowohl vor als auch nach dem Tunnel befinden sich Parkplätze, von denen man eine schön
Der 117m lange Mittertörltunnel befindet sich auf 2.373m und führt durch das Große Woazköpfl. Sowohl vor als auch nach dem Tunnel befinden sich Parkplätze, von denen man eine schöne Fernsicht hat.
Ein Jahr Bauzeit, Fertigstellung 1935
Ein Jahr Bauzeit, Fertigstellung 1935
Wir nähern uns dem höchsten Punkt der Strecke. Die Landschaft ist karg, im Winter liegen hier mehrere Meter Schnee und auch jetzt im Juli finden sich noch an mehreren Stellen Reste
Wir nähern uns dem höchsten Punkt der Strecke. Die Landschaft ist karg, im Winter liegen hier mehrere Meter Schnee und auch jetzt im Juli finden sich noch an mehreren Stellen Reste vom Schnee
Hier ist er - der höchste Punkt der Strecke: Das Hochtor. 2504 m hoch. Außerdem ist der Tunnel am Hochtor gleichzeitig die Grenze zwischen Kärnten und dem Salzburger Land. Auch hie
Hier ist er – der höchste Punkt der Strecke: Das Hochtor. 2504 m hoch. Außerdem ist der Tunnel am Hochtor gleichzeitig die Grenze zwischen Kärnten und dem Salzburger Land. Auch hier befinden sich auf beiden Seiten des Tunnels Parkplätze, ein Stopp lohnt sich auch hier wieder. Wir hatten es zweimal, dass auf der einen Seite des Tunnels anderes Wetter herrschte als auf der anderen. Wir kamen von Heiligenblut bei schönstem Wetter und fuhren in eine Nebelsuppe. Am Hochtor liegt nahezu immer Schnee und wir haben öfters Familien mit Kindern getroffen, welche dort auf den kleinen Schneebrettern gerodelt sind.
Eine der Schneeräummaschinen. Sie werfen den Schnee bis zu 40 Meter weit an die Seite
Eine der Schneeräummaschinen. Sie werfen den Schnee bis zu 40 Meter weit an die Seite
Es geht nun ca. 15 km bergab
Es geht nun ca. 15 km bergab

Abfahrt Richtung Heiligenblut auf der Großglockner Hochalpenstraße

Ankunft in Heiligenblut mit dem bekannten Fotomotiv
Ankunft in Heiligenblut mit dem bekannten Fotomotiv
Bau genau dieser Straße
Bau genau dieser Straße

Weitere Impressionen Richtung Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Die Mautstelle oberhalb von Heiligenblut, von Heiligenblut aus kommend
Die Mautstelle oberhalb von Heiligenblut, von Heiligenblut aus kommend
Die Spitze vom Grossglockner ist in Wolken gehüllt
Die Spitze vom Grossglockner ist in Wolken gehüllt
Hufeisenwolke über der Großglockner Hochalpenstraße
Ganz nebenbei angemerkt: Mittig im Bild ist eine extrem seltene Wolkenformation zu sehen -> Eine sog. Hufeisenwolke.

Großglockner Hochalpenstraße in Österreich

Blühende Mauern
Blühende Mauern
Achtung, Murmeltiere. Und tatsächlich kann man sie mit etwas Glück auch schon auf den Wiesenhängen an der Strasse sehen. Im Hintergrund und etwas in der Wolke versteckt: Der Großgl
Achtung, Murmeltiere. Und tatsächlich kann man sie mit etwas Glück auch schon auf den Wiesenhängen an der Strasse sehen. Im Hintergrund und etwas in der Wolke versteckt: Der Großglockner
Viele Wasserfälle säumen die Großglockner Hochalpenstraße. Beim Fall über die Steilwand zerstäubt das Wasser fein in der Luft – wir fanden diese Stopps zwischen den Bergen besonder
Viele Wasserfälle säumen die Großglockner Hochalpenstraße. Beim Fall über die Steilwand zerstäubt das Wasser fein in der Luft – wir fanden diese Stopps zwischen den Bergen besonders schön.
Am Ende dieser Strasse befindet sich die Kaiser Franz Josefs Höhe
Am Ende dieser Strasse befindet sich die Kaiser Franz Josefs Höhe

Berglandschaft auf dem Weg zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Schön zu erkennen: Der Höhenunterschied. Strasse links und Strasse ganz rechts. Das Gebäude links mittig ist das Glocknerhaus Kärnten. Von dort starten viele lohnenswerte Wanderweg
Schön zu erkennen: Der Höhenunterschied. Strasse links und Strasse ganz rechts. Das Gebäude links mittig ist das Glocknerhaus Kärnten. Von dort starten viele lohnenswerte Wanderwege
Die kleine Kapelle beim Pasterzenhaus oberhalb vom Glocknerhaus
Die kleine Kapelle beim Pasterzenhaus oberhalb vom Glocknerhaus

Panorama nahe Glocknerhaus an der Großglockner Hochalpenstraße

Ausblick auf Heiligenblut
Ausblick auf Heiligenblut

Und genau dort endet mein Bericht: in Heiligenblut. Von dort aus kann man gleich mehrere schöne Tagestouren starten. Zwei davon haben wir mit den Kindern ausprobiert.

Hier findet ihr meinen Bericht über Heiligenblut und unsere Ausflüge mit 5 Kindern.

Vielen Dank fürs Mitreisen. Ich hoffe sehr, die Fotos konnten die eindrucksvolle Schönheit dieser malerischen Panoramastrasse wiedergeben.

Im nächsten Teil nehme ich euch unter anderem mit zu den Murmeltieren auf der Kaiser Franz Josefs Höhe und zum Goldschürfen im glasklaren, aber eiskalten Gebirgsbach. Ob wir Gold gefunden haben? Das verrate ich euch dann auch!

Bis zum nächsten mal !!!

Heiligenblut mit Kirche und Großglockner im Hintergrund

Panorama von Heiligenblut am Großglockner

Mautpreise und Öffnungszeiten der Großglockner Hochalpenstraße 2026

Stand: September 2026

Die Großglockner Hochalpenstraße ist von Anfang Mai bis Anfang November geöffnet.

Öffnungszeiten 2026

  • bis 31. Mai: 6:00 bis 20:00 Uhr, letzte Einfahrt 19:15 Uhr
  • 1. Juni bis 31. August: 5:30 bis 21:00 Uhr, letzte Einfahrt 20:15 Uhr
  • ab 1. September: 6:00 bis 19:30 Uhr, letzte Einfahrt 18:45 Uhr

Preise 2026 für PKW

  • Tageskarte PKW: 46,50 €
  • Tageskarte E-PKW: 40,00 €
  • PKW nach 18:00 Uhr: 36,50 €
  • Aufzahlung für einen 2. Tag im selben Kalenderjahr: 17,50 €
  • Rundfahrtkarte Großglockner Hochalpenstraße + Felbertauernstraße: 56,00 €

Mit einer Tageskarte kann die Straße am selben Tag mehrfach befahren werden.

Preise und Öffnungszeiten der Großglockner Hochalpenstraße

Die Geschichte der Großglockner Hochalpenstraße

Schon die Kelten und Römer nutzten vor 3500 Jahren den Weg über die Gebirgskette, um Handel zu treiben. Es war die kürzeste Nord-Süd Verbindung und gehandelt wurde u.a. mit Gewürzen aus dem Süden und Metall oder Pelze aus dem Norden. Am höchsten Punkt der eigentlichen Strecke – dem Hochtor – riefen die Menschen zu ihren Göttern, um sie gnädig zu stimmen, denn der Weg war nicht ungefährlich.

In den 1920er Jahren wurden in der Tages- und Fachpresse viele mehr oder weniger aussichtsreiche Vorhaben erörtert, die Alpen für den touristischen Verkehr zu erschließen. Die Arbeitslosigkeit war damals groß und man wollte mit dem Bau der Straße zum einen viele Arbeitsplätze schaffen und zum anderen wohlhabende Touristen ins Land locken. Ein eigenes Auto war damals ein luxuriöses Vergnügen und durch Mautgebühr und Urlaube der Wohlhabenden in der Region sollte Geld in die leeren Kassen gespült werden.

Tatsächlich umgesetzt wurde dieses riesige Mammutprojekt dann durch die Durchsetzungsfähigkeit des damaligen Salzburger Landeshauptmannes Franz Rehrl und der genialen Planung des jungen Bauingenieurs Franz Wallack und somit begannen am 30. August 1930 die Bauarbeiten. Nur 5 Jahre später, am 3. August 1935, wurde die Großglockner Hochalpenstraße von Bundespräsident Wilhelm Miklas feierlich eröffnet.
Immer wieder stießen die Arbeiter beim Bau der Straße auf Bronzestatuetten, viele römische Kupfermünzen sowie zahlreiche keltische Silbermünzen, welche Aufschlüsse über die Geschichte dieses Passweges gaben.
Begleitet wurden die Bauarbeiten durch zahlreiche Schwierigkeiten, auch finanzieller Art.
Das Bauwerk verschlang Kosten von umgerechnet 65 Mio. Euro, jedoch ca 510.000 Euro weniger als ursprünglich veranschlagt, nur befand sich das Land in schwerster Depression, so dass die Großglockner-Hochalpenstraßen Aktiengesellschaft (GROHAG) liquidiert werden musste.
Insgesamt waren 3200 Mitarbeiter am Bau beteiligt, 13 von ihnen starben leider.  Ihnen zum Gedenken gibt es am Fuscher Törl eine Gedenkstätte.

Bau genau dieser Straße
Bau der Straße bei Heiligenblut. Fotoquelle:  https://www.grossglockner.at  . Vielen Dank, dass ich die Fotos verwenden darf!
Ein weiteres Foto der Bauarbeiten . Fotoquelle: https://www.grossglockner.at . Vielen Dank, dass ich die Fotos verwenden darf!
Ein weiteres Foto der Bauarbeiten . Fotoquelle:  https://www.grossglockner.at  . Vielen Dank, dass ich die Fotos verwenden darf!
Fotoquelle: https://www.grossglockner.at
Fotoquelle:  https://www.grossglockner.at
Fotoquelle: https://www.grossglockner.at
Fotoquelle:  https://www.grossglockner.at

Der Plan, Touristen ins Land zu bringen, ging voll auf! In den Wirtschaftswunderjahren stieg die Motorisierung und immer mehr Menschen konnten sich ein eigenes Auto leisten und immer mehr Menschen wollten einmal diese wunderschöne Panoramastrasse fahren. Die Straßen wurden in den Folgejahren verbreitert, es entstanden Aussichtsparkplätze und auch mehrere Gastronomiebetriebe und Pensionen siedelten sich an die Grossglockner Hochalpenstrasse an.

Heute besuchen rund eine Million Menschen jährlich die Großglockner Hochalpenstraße. Sie zählt gemeinsam mit Schloss Schönbrunn und der Festung Hohensalzburg zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Österreichs.

Mehr von unserem Österreich-Urlaub mit 5 Kindern und drei Generationen

Besondere Straßen und Panoramarouten auf unseren Reisen

Direkt in der Nachbarschaft: die Felbertauernstraße

Wenn ihr ohnehin rund um den Großglockner unterwegs seid, lohnt sich auch die
Felbertauernstraße – eine weitere Panoramastraße am Großglockner .

Sie lässt sich sehr schön mit der Großglockner Hochalpenstraße zu einer Rundfahrt verbinden.

Ich mag Straßen, bei denen schon die Fahrt selbst zum Reiseerlebnis wird. Ihr auch? Dann habe ich hier noch ein paar andere Reiseberichte über wunderschöne Panoramastraßen und besondere Strecken für euch:

Unterkünfte in der Großglocknerregion

Ihr sucht noch eine Unterkunft rund um Heiligenblut und den Großglockner? Hier könnt ihr direkt nach passenden Unterkünften in der Region suchen:

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6 Kommentare zu „Österreich: Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 1 – Die Strasse von Ferleiten bis Heiligenblut“

  1. […] Die Großglockner Hochalpenstraße in Bildern […]

  2. […] daher eine etwas weitere Anreise – aber die Fahrt am Großglockner entlang (entweder die Großglockner Hochalpenstrasse oder aber die Felberntauernstrasse) lohnt sich und so wird selbst der Weg schon irgendwie zum […]

  3. […] bekannt als die Großglockner Hochalpenstrasse, über welche ich auch bereits geschrieben habe: Bericht 1: Die Großglocknerstrasse und der Mankai-Wirt mit seinem zahmen Murmeltier Bericht 2: Die Edelweißspitze und die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit dem Gletscher und den […]

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