Österreich: Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 2 – Die Edelweißspitze und die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe


Österreich: Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 2

– Die Edelweißspitze und die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

 

 

Schön, dass ihr wieder dabei seid.

Im ersten Teil habe ich euch schon einiges von der Großglockner Hochalpenstrasse gezeigt und auch erzählt
https://www.elly-unterwegs.de/2020/09/25/oesterreich-die-grossglockner-hochalpenstrasse-in-bildern/

Heute fahren wir auf den höchsten mit dem Auto erreichbaren Punkt und dann wird es ganz besonders niedlich.

Aber von Anfang an:

Mein Lebensgefährte und ich sind mit meinen drei und seinen beiden Kindern, meinen Eltern und einem guten Bekannten in Heiligenblut.
Von dort aus haben wir ein paar Ausflüge auf die Großglockner Hochalpenstrasse unternommen.

 

Was man auf dem Screenshot gut erkennt: Sie schlängelt sich über die Alpen. Die Großglockner Hochalpenstraße ist die höchste befestigte Passstraße in Österreich; eigentliche Passhöhe 2576 m ü. A. In 36 Serpentinen bzw. Kehren schlängelt sie sich bergauf und bergab und bietet einen grandiosen Panoramablick auf die auch im Sommer schneebedeckten Berggipfel. Für die 34 km benötigt man etwas mehr als eine 3/4 Stunde. Theoretisch. Denn eigentlich ist die Straße ein kompletter Tagesausflug. Mindestens. Es gibt überall kleine Parkplätze mit Picknicktischen und auch ein paar Restaurants finden sich auf der Strecke. Von der eigentlichen Verbindungsstrasse zweigen zudem noch ein paar Straßen ab, so kann man zum Beispiel zum höchsten Punkt – der Edelweißspitze – fahren oder aber auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe den Gletscher sehen und Murmeltiere beobachten (und mit etwas Glück auch füttern) oder zum Gletscher wandern. Und genau davon werde ich euch heute schreiben

 

 

Wir beginnen in dem Örtchen Heiligenblut

Heiligenblut liegt in ca.1288 m Seehöhe am Fuße des Großglockners (3798 m) und direkt an der Großglockner Hochalpenstrasse. Demnächst gibt es darüber einen separaten Beitrag.

 

Das bekannte Motiv von Pfarrkirche Heiligenblut (Hl. Vinzenz) und dem Großglockner im Hintergrund 

 

Von Heiligenblut zur Edelweißspitze

 

Entfernung: ~ 23 km
Fahrtzeit: ~ 45 Minuten 

Höhendifferenz: Heiligenblut (1.288 m) – Edelweißspitze ( 2.572 m ü. A) -> Höhendifferenz 1284 m 

Die Mautstation oberhalb von Heiligenblut

 

 

Dieses nachfolgende Schild fasst den heutigen Beitrag schön zusammen:
1. Abzweigung – Die Edelweißspitze
2. Abzweigung – Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

3. Abzweigung – Das Goldgräberdorf – nicht auf dem Schild und noch nicht in diesem Bericht. Wegen der Fotoflut. Das hätte sonst den Rahmen gesprengt. Und außerdem ist das Goldgräberdorf auch einen eigenen Beitrag wert.

 

Von der Straße aus führt eine schmale, 1,7 km lange gepflasterte Stichstrasse nach oben. Die Parkplätze oben sind rar. Die Aussicht atemberaubend.

 

Der Weg zur Edelweißspitze führt über das Hochtor und am Fuscher Törl vorbei. Direkt dahinter geht es dann von Heiligenblut aus kommend rechts ab.
Die Höhendifferent zwischen Fuscher Törl und der Edelweißspitze beträgt 177 Meter auf einer Länge von ca 2 km.

 

Die Gedenkstätte am Fuscher Törl. Im Hintergrund sieht man die Edelweißspitze

 

Die Edelweißspitze ist der höchste befahrbare Punkt der Großglockner Hochalpenstraße auf 2.571 m. Von oben hat man eine großartige Aussicht auf 37 Dreitausender und 19 Gletscher.
Außerdem befindet sich dort eine Pension und ein Berggasthof mit Sonnenterasse. Ursprünglich hatte die Edelweißspitze eine Höhe von 2.577 m, die zur heutigen Höhe fehlenden 6 Meter wurden beim Bau des Gipfelparkplatzes abgetragen. Ursprünglich hieß die Edelweißspitze Ponek, wurde aber vom Ingenieur Wallack umbenannt. Die ersten Planungen sahen eine Stichstraße zum Gipfel gar nicht vor.  Als jedoch am Ende der Bauarbeiten noch Geld vorhanden war, entschied man sich, zusätzlich noch diese Straße zu bauen, um einen weiteren Panorama-Aussichtspunkt zu haben.

Meine Eltern waren schon mehrfach auf der Großglockner Hochalpenstrasse. Aber noch nie auf der Edelweißspitze. Das sollte sich in diesem Urlaub ändern.
Wir hatten einen Tag in der Wetterprognose, welcher dazu absolut perfekt war. Blauer Himmel und Sonne! Sonst war jeden Tag Regen voraus gesagt.
Wir haben diesen schönen sonnigen Sommertag jedoch nicht für einen Besuch der Edelweißspitze genutzt, sondern sind mit den Kindern im Schnee gerodelt. (Dieser Satz klingt irgendwie lustig ^^) Im Schnee zu rodeln war der große Wunsch der Kinder und wir erfüllten ihn gerne. 

Meine Eltern aber fuhren hoch zur Edelweißspitze.
Von ihnen stammen auch die folgenden Fotos:

 

 

Bestes Wetter für einen Besuch auf der Edelweißspitze! Der Weg nach oben. Im Hintergrund (und ganz weit unten) sieht man Fuscherlacke mit See und Mankaiwirt

 

 

Vielen Dank für die Fotos!

Beim nächsten Urlaub in der Großglockner – Region besuchen wir auch die Edelweißspitze. Das haben wir uns direkt überlegt, als wir die Fotos gesehen haben. Das Wetter ließ das in dem Urlaub leider nicht mehr zu ….
Aber wir wissen ohnehin schon, dass wir wiederkommen werden. Und dann wandern wir von Heiligenblut zum Gletscher und an einem anderen Tag den kompletten Gamsgrubenweg und werden die Gegend dort noch intensiver erkunden. Und die Kinder? Sind von der Idee begeistert, nicht zuletzt wegen der Murmeltiere – und zu denen geht es nun im nächsten Abschnitt.

 

Und weiter geht’s ….

Nächstes Ziel: Die Kaiser- Franz- Josefs- Höhe

 

 

 

Und täglich grüßt das Murmeltier!

 

Soviel vorweg: Wir waren mehrfach auf der Kaiser- Franz- Josefs- Höhe. Dafür haben wir andere Ausflüge gestrichen. Die Kinder waren verliebt in die Murmeltiere.
Deswegen auch die Murmeltier- Kuscheltiere vom Mankai-Wirt / Fuscherlacke.

Aber von Anfang an, denn wir müssen ja erst einmal dort hinfahren.

Vom Kreisverkehr sind es noch ca 8 km. Von Heiligenblut aus kommend braucht man dafür nicht das Hochtor passieren.

 

 

Lohnende Zwischenstopps auf dem Weg zur Kaiser- Franz- Josefs- Höhe:

 

  1. Stopp: Energiedusche Wasserfall

Nicht zu übersehen, da er direkt an der Straße ist. Davor ist ein kleiner Parkplatz mit Picknicktischen. Der Wasserfall gilt als Kraftdusche. Die Luft wird durch das auf die Felsen plätschernde Wasser mit negativ geladenen Ionen angereichert. Dies soll reinigend für die Lunge wirken und außerdem das Nervensystem positiv beeinflussen.
Einfach mal sitzen und dem Wasser lauschen wirkt auf jeden Fall entspannend und beruhigend. Selbst dann, wenn 3 der 5 Kiddies im 10-Sekunden-Takt fragen, wann es endlich weiter geht. 

 

 

2. Stopp:  Naßfeldspeicher

Das ist ein kleiner Gletschersee ein paar hundert Meter hinter dem Glocknerhaus.

Es fühlte sich an, als sei man in eine andere Welt eingetaucht. Ein wenig surreal, aber wunderschön. Wie aus einem Bilderbuch. Und wir standen inmitten dieser grandiosen Natur. Fotos geben das gar nicht wieder, aber es lässt sich erahnen, wie malerisch es dort ist.
Wenn ihr dort seid: Macht dort unbedingt einen kleinen oder größeren Stopp und inhaliert dieses wundervolle Fleckchen Erde!

Wir haben dort auf dem Rückweg angehalten und hatten leider (leider leider) daher keine Zeit mehr zum Wandern.

 

 

 

 

Gleich sind wir bei den Murmeltieren!!!! Im Hintergrund und mit dem Gipfel in Wolken gehüllt ist der Großglockner

 

 

Oben am Hang sieht man schon die Gebäude der Kaiser-Franz- Josefs- Höhe. Und man sieht auch die Straße, welche wir gleich fahren werden

 

 

 

Wir parkten unterhalb der Kaiser- Franz- Josefs- Höhe auf dem Parkplatz neben dem Wohnmobilparkplatz -> Parkplatz

 

Etwas oberhalb von dem Parkplatz befindet sich das Panoramarestaurant Kaiser Franz-Josefs-Höhe. Ein Fahrstuhl fährt vom Parkplatz nach oben zum Restaurant und zu einem kleinen Souvenirshop.

Und von dort startet dann auch der Murmeltierweg.

Der Murmeltierweg auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe 

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Das ist die Kaiser- Franz – Josefs – Höhe. Ein riesiger Bereich mit einer Breite von 1/2 km. Es gibt mehrere Restaurants, Souvenirshops und die Möglichkeiten für außergewöhnliche Wanderungen zb zum Gletscher

 

Das ist das Panoramarestaurant Kaiser Franz-Josefs-Höhe mit dem markanten grünen Lift, welcher hoch zum Restaurant und zum Murmeltierweg führt 

 

Festes Schuhwerk ist für den Murmeltierweg empfehlenswert

 

Wir hatten gleich beim ersten Besuch richtig Glück:
Direkt am Anfang ist ein kleines Plateau und dort tummelten sich gleich mehrere Murmeltiere

 

Der Nachteil, wenn man immer hinter der Kamera ist: Es gibt kaum Fotos, auf denen man selbst auch mal zu sehen ist ….. Hier eines der wenigen. Und im Vordergrund die süßen kleinen Tierchen

 

 

 

Ein paar Informationen über die Murmeltiere vom Großglockner

Gesunde Männchen wiegen mindestens 3 Kg , die Weibchen sind etwas leichter. Damit sind sie nach dem Biber und dem Stachelschwein das drittgrößte in Europa vorkommende Nagetier. Murmeltiere leben in Gruppen mit bis zu 20 Tieren. Sie verlassen den Familienverband frühestens nach 3 Jahren, wenn sie ihre Geschlechtsreife bekommen. Sie können bis zu 12 Jahre alt werden.

Sie leben in den Hochalpen, da sie nur hier geeignete Umweltbedingungen finden. Der natürliche Lebensraum des Alpenmurmeltiers umfasst die Alpen, die Karpaten und die Hohe Tatra, wobei das Murmeltier in keinem dieser Gebiete flächendeckend vertreten ist.  Sie leben wegen der Temperaturen nicht unter 800 mÜnN und mit wenigen Ausnahmen stets oberhalb der Baumgrenze. Wichtig ist, dass sie an den Berghängen ihre unterirdischen Bauten anlegen können, diese bestehen aus einem weit verzweigten System von Kammern und Tunneln mit einer Tiefe von bis zu 7 Metern, dafür bevorzugen sie Südhänge, da sie zum einen früher schneefrei sind und zum anderen auch dort nach dem Winter die Vegetation schneller anfängt zu wachsen. Murmeltiere ernähren sich von Wurzeln, Blättern und Blüten. Interessant ist, dass sie in ihren Bauten eigene Kammern zum Absetzten der Exkremente bauen, damit die anderen Kammern sauber bleiben.
Den Winter überstehen sie mit reichlich Fettreserven und einem 6-7 monatigem Winterschlaf, welchen sie alle 3-4 Wochen unterbrechen, um Exkremente abzusetzen.

In den Sommermonaten halten sich die tagaktiven Tiere an heißen Tagen den Großteil des Tages im kühlen Bau auf, da sie schnell an Überhitzung leiden. Dadurch haben sie weniger Zeit zum fressen und können aus dem Grund weniger für den Winterschlaf so wichtige Fettreserven anlegen, was wiederum dazu führt, dass immer wieder Murmeltiere den Winter nicht überleben.
Daher ist die Klimaerwärmung auch für diese putzigen Tiere eine große Gefahr. 

Bei der Fortpflanzung gibt es feste Regeln, welche jetzt den Rahmen sprengen würden. Aber eines fand ich interessant: Die Weibchen machen nach 2 Würfen eine Pause bis zu 4 Jahren.
Außerdem zehren die Murmeltierweibchen bis in die Säugezeit von den Vorjahresfettreserven, daher können sie nur trächtig werden, wenn ihr Körper ein Mindestgewicht überschreitet!

Sie bekommen nach ca 5 Wochen Trächtigkeit zwei bis sechs nur 30 Gramm leichte nackte, zahnlose, blinde und taube Junge. Erst nach 24 Tagen öffnen sie die Augen und verlassen mit ca 6 Wochen zum ersten mal den Bau.

Trotz ihrer Größe haben sie Fressfeinde wie zB der Steinadler. Entdecken sie Gefahr, warnen sie sich mit schrillen Pfiffen. Sie sind sehr weit zu hören und somit werden auch die Nachbarfamilien mitgewarnt.
Beim Steinadler ist das Murmeltier die Hauptbeute. Während einer Brutsaison fängt er ca. 70 Murmeltiere.
Aber auch Baummarder, Rotfüchse und Kolkraben gehören zu den Fressfeinden, jedoch schlagen diese nur Jungtiere.

Schon interessant, wie sich die Murmeltiere an das hochalpine Klima angepasst haben.

In dem Souvenirshop haben wir bei unserem ersten Besuch nach Futter gefragt. Die Verkäuferin erklärte, dass sie das früher angeboten haben, aber die Touristen die Murmeltiere lieber mit Süßigkeiten und Keksen angelockt haben. Das hatte zur Folge, dass die Tiere das eigentliche Futter nicht mehr wollten.
Es ist für die Murmeltiere absolut nicht gesund, wenn man sie mit Industriekram anlockt und füttert!!

Beim zweiten Besuch waren wir vorbereitet und hatten Möhrenstifte dabei. Damit konnten wir sie bei einem Besuch so anlocken, dass sie uns aus der Hand fraßen.
Eine Garantie ist aber auch das nicht, zweimal waren wir (nachmittags) am Plateau, trafen aber kein Murmeltier an.

 

Hallo Menschenkind, hast du was Leckeres für mich?

 

Möhren schmecken den Murmeltieren und schaden ihnen nicht

 

Meine große Kamera lag zu Hause. Also nicht im Hotel, sondern tatsächlich zu Hause im Münsterland. Das sollte nicht das einzige mal sein, dass ich diese Entscheidung bereuen würde …..
Aber es ist auch immer viel zu tragen, erst recht, wenn ich noch ein anderes Objektiv dabei habe. …
Daher entschied ich mich, sie zu Hause zu lassen. Fehler, …. großer Fehler…. Nicht nur, wenn wir bei den Murmeltieren waren …..

Ein kleines, kurzes Video:

 

 

Ausblick vom Murmeltierweg. Der Felsen zwischen den beiden Seen heißt Elisabethfelsen. Er markiert das damalige Gletscher-Ende der Pasterze um 1856 herum, also zu der Zeit, als Kaiser Franz und Kaiserin Elisabeth zum ersten mal zur Pasterze wanderten.

 

Die Mädchen hatten irgendwann “genug Murmeltiere gesehen”. Und während mein Sohn gar nicht mehr dort wegwollte, beschäftigten sich die Mädchen lieber mit ihrem Spielzeug, was sie immer (wirklich immer!) dabei haben. Nein, rechts war kein Abhang, sondern es ging nur etwas schräg hinab auf eine ca 50 cm darunter liegende Ebene ….

 

Nach einer Weile auf dem Plateau gingen wir den Murmeltierweg hinauf. Klettern war an einigen Stellen angesagt, den Kindern hat das sehr gut gefallen.

 

Der Murmeltierweg ist stellenweise steil.

 

Der Weg führt rauf zum Kaiser Franz Josefs Haus, einem Restaurant mit Außenterasse. Von dort geht dann der Weg zur Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte bis hin zu dem Aussichtsplateau am Gletscher und dem Start des Gamsgrubenweges.

 

 

 

Ein riesiger Steinbock thront am Kaiser-Franz-Josefs-Haus. Im Hintergrund sieht man schon die Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte

 

Die Straße unten führt zur eigentlichen Kaiser Franz Josefs Höhe. Dort gibt es ein Parkhaus. Der Fußweg oben führt ebenfalls dorthin, vorbei an der Wilhelm- Swarovski- Beobachtungsstation.

Leider habe ich kein besseres Foto von der Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte ohne andere Menschen. Sie wurde 1998 in Form eines Bergkristalles errichtet. Innen befindet sich die Ausstellung „Tierwelt des Hochgebirges“, ein Souvenirshop sowie mehrere Ferngläser. Beobachten kann man hier mit etwas Glück Steinböcke oder aber auch Kletterer auf dem Weg zum Gipfel des Großglockners.

 

Am Wegesrand gibt es keine Abgrenzung.

Und auch auf dem Weg zur Wilhelm Swarovski Beobachtungswarte sahen wir wieder mehrere Murmeltiere

Alpendohlen – und auch ein Murmeltier ist auf dem Foto zu sehen. Wer entdeckt es?

Die Kaiser-Statue und Inschrift am Kaiserstein erinnern an den Besuch von Kaiser Franz Joseph I. am 07.09.1856. Von Heiligenblut aus wanderte er mit Gefolge von Heiligenblut aus 4 Stunden lang, um einmal die Pasterze zu sehen.

 

Auf dem Weg nach der Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe gab es ebenfalls Murmeltiere zu sehen. Und wieder kamen sie uns ganz nahe und ließen sich sogar streicheln.

 

 

 

 

….. kleine Pause …..

 

Und weiter geht’s! Der Weg weiter Richtung Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Zu sehen ist das obere Parkdeck und im Hintergrund sieht man den Gletscher. Schaut ihn euch mal ganz genau an ….

 

 

Und nun zeige ich euch ein Foto von ca 1935.

 

Seht ihr, wie weit der Gletscher bereits zurück gegangen ist? Ist das nicht erschreckend?
Wir sprechen hier von einem Zeitraum von nicht einmal 100 Jahren ……
Nach Angaben der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) verlor der Gletscher zwischen 1969 und 2012 über die gesamte Fläche im Schnitt 37 Meter an Eisdicke!!
In der Dicke verliert der Gletscher jährlich 10 Meter! Und das betrifft nahezu alle Gletscher weltweit. Eine sehr erschreckende Entwicklung….

Wer weiß, wie der Gletscher aussehen wird, wenn unsere Kinder mit ihren Kindern oder Enkelkindern den Grossglockner besuchen …..

….

 

Wir beschließen, nach einer Stärkung ein kleines Stück vom Gamsgrubenweg zu laufen.

 

Der Gamsgrubenweg am Großglockner

Der Gamsbrubenweg ist ein Naturlehr- und Sagenweg und verläuft oberhalb des Gletschers (Pasterze) genau gegenüber vom Grossglockner. Er beginnt direkt am Besucherzentrum und führt zunächst durch sechs Tunnel, welche immer wieder den Blick auf das Bergpanorama des Großglockners freigeben.
Auf einer Länge von 650 m hat die Kärntner Designerin Michaela Fink Installationen aus Stein, Licht, Ton und Malerei errichtet und an den sieben interaktiven Stationen taucht man so auf wundervolle Weise in die Welt der Sagen ein.
Namensgebend ist der Weg aufgrund des gleichnamigen Schutzgebietes, durch welches der Wanderweg verläuft. Er ist Lebensraum für einige der seltensten Pflanzen in ganz Europa. Der Weg endet am Rand des ewigen Eises, das Wasserfallwinkel Kees. Wer möchte, kann von hier noch auf andere Wanderrouten weiter wandern, das erfordert dann aber schon Kondition und Übung.

Um den Gamsgrubenweg komplett zu wandern, benötigt man für den Hin- und Rückweg insgesamt ca 3-4 Stunden. Bei der relativ leichten Wanderung spürt man die Höhendifferenz von ca 200 Metern kaum, daher ist er auch mit Familien zu wandern, jedoch möchte ich darauf hinweisen, dass es außerhalb vom Tunnel keine Gehwegbegrenzung gibt.

 

 

 

Video zum Wasser-Musik-Klangspiel in einem der Tunnel:

Eine kleine Grotte mit ruhiger, mystischer Musik

 

Meine Tochter hat ein Video zur kleinen Grotte in einem der Tunnel gemacht:

 

 

 

 

Am Ende des letzten Tunnels. Nun geht es am Hang weiter – mit traumhaften Blick auf den Gletscher und die Berggipfel

 

Seht ihr diese “unsichtbare Linie”, bei welcher nur oberhalb das Gras wächst und unterhalb nur Felsgestein ist? Genau das war der höchste Stand vom Gletscher um 1856, als Kaiser Franz Joseph I. bis zu der nach ihm benannten Kaiser-Franz-Josefs-Höhe aufgestiegen ist. 

Links mittig sieht man das Besucherzentrum der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

 

 

Der Verlauf vom Gamsgrubenweg. Ganz oben sieht man die Oberwalderhütte, eine Schutzhütte des Alpenverein Austria auf 2.973 m

Das Naturschutzgebiet am Gamsgrubenweg und Lebensraum der Steinböcke

 

 

 

 

 

Auf dem Weg zurück zum Parkplatz liegt die historische Gletscherbahn

Die Historische Gletscherbahn

Der Eingang führt ein paar Stufen vom Besucherzentrum hinab.
Die Gletscherbahn ist eine Standseilbahn. Auf einer Länge von 212 Metern überwindet sie einen Höhenunterschied von 150 Metern!
Sie wurde im September 1963 in Betrieb genommen, damals endete die Bahn am Gletscherende.
Da dieser schon so weit geschmolzen ist, muss man nun ca 1 Stunde laufen (pro Weg). Geeignet sein soll diese Wanderung für Kinder ab ca 10 Jahren.
Wir sind nicht bis zum Gletscher gewandert, da sich das Wetter zunehmend verschlechterte.
Trittsicherheit haben unsere 5 Kinder schon genug in diesem Urlaub bewiesen, da hatten wir keine Bedenken.

 

 

Ziemlich steil …

 

 

Blühende Blumen und schneebedeckte Gipfel – eine schöne Komposition

 

 

Die Kinder lieben solche “Kletterwege”

 

Die Gletscherbahn 

 

Mit Winterjacke und Pudelmütze im Sommerurlaub …. aber der Wind pfiff uns frisch um die Ohren

 

 

Das wäre eigentlich unser Wunschziel gewesen …

 

 

 

Mein Sohn liebt es, Steintürmchen zu bauen

 

Kleine Eisbrocken im Gletschersee

 

Der Gletscher im Hintergrund – und leider auch Regenwolken ….. nach einer kurzen Pause traten wir daher schweren Herzens den Rückweg an

 

Wir machten uns auf den Rückweg Richtung Parkplatz.

Auf der Suche nach Steinböcken und Murmeltieren

 

Und da sah ich dann auch endlich einen Steinbock. Auf der anderen Seite und in weiter Ferne, aber immerhin….

 

Nah, seht ihr ihn?

 

Oben mittig links

 

 

 

Die Möllnschlucht

Und hier endet nun der 2. Teil von der Großglockner Hochalpenstrasse.

 

Wobei …… Moment, ……

 

Nicht ohne einen letzten Gruß von den Murmeltieren.

Auf dem Weg zum Parkplatz sahen wir wieder welche. Unter anderem ein Muttertier mit seinem Jungtier.

 

 

 

 

Ein wirklich toller und niedlicher Abschluss für unseren letzten der Besuche der Kaiser- Franz- Josefs- Höhe und auch für diesen Bericht!

Und beim nächsten mal nehme ich euch mit ins Goldgräberdorf.
Natürlich haben wir dort auch unser Glück versucht.
Dazu dann aber mehr im nächsten Bericht .

 

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Tschüssiiiiiii, bis zum nächsten mal !!!!!

 

 

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Links

Die Website mit allen Infos rund um den Großglockner

https://www.grossglockner.at/

 

Preise & Öffnungszeiten zur Grossglockner Hochalpenstrasse

https://www.grossglockner.at

 

Ausflugstipps mit Kindern

https://www.grossglockner.at/

 

Übersicht aller Restaurants und Pensionen an der Grossglockner Hochalpenstrasse

https://www.grossglockner.at/gg/de/gastronomie-und-uebernachten/gastro1

 

 

Live-Webcams vom Grossglockner