Urlaub in Corona- Zeiten …. ein kleines Vorwort


 

Urlaub in Corona- Zeiten …. ein kleines Vorwort

 

Urlaub in Corona- Zeiten …. ein kleines Vorwort, bevor ich mit meinem Bericht hier starte.

Wir sind bereits seit 4 Wochen zurück aus unserem Sommerurlaub in Österreich – aber um ehrlich zu sein ….. die Lust, darüber zu bloggen, ist mir erst doch ein wenig vergangen…

“Wie könnt ihr nur an Urlaub denken?! Es ist doch CORONA!”

Einer von vielen Vorwürfen, welche wir uns in den letzten Wochen anhören mussten. Aber mal vernünftig nachgefragt hat kaum jemand. Denn dann hätte ich erklärt, dass wir nicht ohne weiteres stornieren konnten. Österreich ist kein Risikogebiet. Wir hätten also die volle Gebühr zahlen müssen. 6000 Euro. Und ich hätte auch erklärt, dass wir nicht an den Touri- Hotspots, sondern mit den 5 Kindern viel in der Natur unterwegs waren.  Möglichst kein Risiko eingehen – das war unsere Devise. Das wollten aber nur die wenigsten wissen, lieber gab es verbale Dresche für unseren Urlaub –  der doch eigentlich so schön war.

Verstehen kann ich es aber auch, denn hinter den Vorwürfen steckt oft Unsicherheit und Angst.

Es ist für viele – für mich auch – immer noch nicht so ganz begreifbar, was die Pandemie mit uns macht. Täglich schaue ich Nachrichten, sehe die Bilder der Kranken auf der Intensivstation, sehe Bilder der Demos von den Corona- Leugnern.

Gestern hatten wir unsere Schulpflegschaftssitzung.
In NRW ist seit letzter Woche die Maskenpflicht im Unterricht abgeschafft.
Auf der Schule von zwei meiner Kinder gab es einen Corona- Fall. Also weiterhin Maskenpflicht. In der Schule von meinem Stiefsohn gibt es viele ältere Lehrer. Also weiterhin Maskenpflicht.
In der Schule von Kind Nr.4 gibt es keinen Corona- Fall und wenig ältere Lehrer. Dafür umso mehr Diskussion bei der Schulpflegschaftssitzung. Maske ja? Maske nein?
Man darf es den Kindern nicht empfehlen. Auch nicht darum bitten. Die Kinder sollen es selber entscheiden. Mein Gefühl ist eher, dass weniger die Kinder als manche Eltern damit ein großes Problem haben.
Aber im Bus auf jeden Fall Maske. Abstand scheint nicht so wichtig. Die Schulbusse aller 4 Kinder sind am Morgen so voll, dass schon teilweise Kinder an der Bushaltestelle stehen gelassen werden mussten.
Was bringt da noch die Maske. Das habe ich auch bei der Schulpflegschaftssitzung gefragt. Die Gelder für weitere Busse sind da. Was fehlt, sind die Busse und die Fahrer. Sie wieder anzumelden bzw einzustellen bedeutet viel Bürokratie…. Zu Lasten der Gesundheit unserer Kinder. Auch das ist Deutschland….
Die Kinder nehmen es hin. Sie machen es so toll! Es ist inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Sie haben ihre Maske immer dabei. Ratet, wer ständig zum Auto zurück laufen darf, weil er sie vergessen hat,…?! ….
Verunsichert werden sie durch das Anti-Masken-Gerede in den Medien und im Elternhaus. Da machste nix gegen,…..

Das Geld, was man zur Zeit nicht für Kino und Co ausgeben kann bzw möchte, investiert man in Masken. Desinfektionsmittel gibt es inzwischen wieder zu normalen Preisen.
Es wird normal. Unser Leben. Unser Alltag. Eine neue Normalität. Längst hat man sich an den Anblick der vielen Menschen mit Maske gewöhnt. Man wird vorsichtig, hält Abstand.
Überall in den Läden sind Linien und Pfeile auf den Boden gemalt – und wir halten uns dran. Muss ja. Und die Zahlen in Deutschland sprechen für sich. Es bringt also was.
Aber wer redet denn in dieser doch etwas seltsamen, aber normalen neuen Welt von Reisen? Urlaub in Corona- Zeiten….. Unnötig. Gefährlich! LEBENSMÜDE!

Aber leider war es wirklich so, dass viele Reisende das Virus im Gepäck hatten. Schaut man sich Bilder der vollen Strände oder der Strandbars an, wundert es einen nicht.
Die Leichtigkeit im Urlaub, vielleicht noch begossen mit reichlich Alkohol, lässt die Menschen unvorsichtig werden.
Die Konsequenzen spüren wir nun alle.
Wehe, man redet von Urlaub!
Man will einen weiteren Lockdown verhindern. Einen zweiten Lockdown würden viele kleine inhabergeführte Betriebe nicht überstehen. Das weiß man. 
Und auch in den Hotel- und Gastronomiebetrieben spürt man weiterhin die Auswirkungen von Corona.
Eine neue Normalität. Mit Maske. Mit Abstand. Ohne Partys. Ohne Konzerte. Ohne Stadienbesuche.
Ohne Reisen?
Und selbst ich bin schon nachdenklich geworden, was Urlaube betrifft.
Auch, was unseren Herbsturlaub betrifft.
Gleich drei europäische Hauptstädte stehen bei uns auf dem Plan.
Die Option, kostenlos zu stornieren, habe ich schon beim Umbuchen beachtet.
Eine Reisebloggerin, die darüber nachdenkt, erst einmal nicht mehr zu reisen?
Warum?
Ich selber kann aufpassen. Halte Abstand. Trage Maske. Wasche mir ganz oft die Hände und unterwegs desinfiziere ich sie immer zwischendurch. Ebenso halten es mein Lebensgefährte und die Kinder.
Sorgen machen mir die Covidioten. Die Maskengegner. Die Coronaleugner.
Diejenigen, die mit ihren dummen Ideen – wie zum Beispiel Demos veranstalten  – alle anderen gefährden.
Menschen, die trotz Symtome einkaufen gehen. “Ich hab doch ne Maske!”  Oder Menschen, die meinen, eine Maske helfe ohnehin nicht und keine tragen wollen. Menschen, die Partys veranstalten. Menschen, die nicht wissen, wieviel 1,50 m ist …. 
Kurzum: Menschen, welche die Gefahr des Virus’ verharmlosen. Und gefühlt werden es immer mehr.
Vor allem in den Städten.
Und auch an beliebten Reisezielen.
Gegen die Dummheit mancher Menschen hilft keine Maske. Kein Desinfektionsmittel. Kein Hände waschen.
Und auch keine guten Argumente. Das haben wir versucht – jedoch irgendwann resigniert ….
Menschen werden aggressiv, weil sie in der Bahn die Maske nicht tragen wollen….
In unserem Einkaufszentrum klebten vor Kurzem überall Sticker, dass Corona eine große Lüge der Regierung sei.
Dabei geht es uns in Deutschland doch sehr gut. Schaut mal in andere Länder…..
Wir dürfen uns draussen frei bewegen. Ohne Maske. Wir können einkaufen gehen und haben ein gutes Gesundheitssystem.

…… und dennoch …. es liegt eine Schwere auf unserem Land. Die Leichtigkeit und das Unbeschwerte bei vielen ist verschwunden.
Das spüre ich oft, wenn ich mich mit unseren Patienten (Job 1) oder Kunden (Job 2) unterhalte ….

Und irgendwie möchte ich auch am liebsten dieses Jahr schon abschliessen, sehne Silvester herbei in der Hoffnung, dass 2021 besser wird. Aber je mehr Monate verstreichen, desto mehr wird mir bewusst, dass wir uns daran gewöhnen müssen.
An diese Pandemie – und an ihre Covidioten.
Egal ob im Ausland oder hier bei uns in Deutschland.

Und vielleicht finden wir einen neuen Weg fürs Reisen.
Urlaub im eigenen Land und die Nachbarländer, wie es in diesem Jahr viele schon gemacht haben, ist doch ein guter Anfang. 
Oder aber Reisen mit Bedacht. Nicht mehr für ein Wochenende mit dem Flieger nach Barcelona oder London, sondern alle paar Jahre – und dafür vielleicht eine schöne Fernreise.
Bedacht reisen. Verantwortungsbewusst reisen.

Anfang der Woche waren meine Tochter und ich zum Coronatest. Unser erster.
Aber nicht, weil wir im Urlaub waren – sondern weil es einen Fall an der Schule gab. Eine Lehrerin hatte Corona, ohne irgendwelche Symptome zu haben.
Daraufhin wurden Schüler und Eltern getestet.
Und eben auch meine Tochter, ihr Papa und ich.
Nicht wegen Urlaub, sondern wegen der Schule!
Er war übrigens negativ.

Masken schützen eben doch!!!! 

Statt zur Nordsee gehts nun mit dem Rad zu einem See in der Nähe. Oder zum Teutoburger Wald. Waren wir dort sonst meistens alleine bzw trafen vielleicht mal ein paar andere Spaziergänger, ist es nun dort vor allem am Wochenende extrem voll. Selbst auf den einsamsten Waldwegen trifft man Menschen im Minutentakt.
Meine Beiträge zum Lengericher Canyon und zum Zwillbrocker Venn hatten in den letzten Monaten sehr viele Klicks. Mit Abstand sind das in diesem Jahr mit die meistgelesenen Beiträge.
Urlaub im eigenen Land. Tagestouren. Zumindest wird das akzeptiert.

Natürlich ist im Urlaub, wo viele Menschen aus verschiedenen Regionen aufeinander treffen, die Gefahr einer Ansteckung da. Aber wenn man seinen gesunden Menschenverstand nutzt, kann man die Gefahr auf ein Minimum reduzieren. Denn dann ist die Ansteckungsgefahr genauso groß/klein wie zu Hause beim einkaufen oder beim Gang zum Arzt oder in die Apotheke. Ober eben im Schulalltag …. Vor allem Abstand – großen Abstand – zu den Covidioten hilft!

Wäre Österreich ein Risikogebiet gewesen, wären wir dennoch nicht gefahren. Und wir haben wirklich wochenlang überlegt, was am sinnvollsten sei. Wir haben mit FTI gesprochen, unsere Bedenken geäußert. Und auch mit dem Hotel habe ich mehrfach geschrieben, welche Maßnahmen dort für die Gäste getroffen würden.
Kostenlos stornieren konnten wir nicht. 6000 Euro in den Wind schiessen wollten wir auch nicht. Dafür arbeite ich nicht in 2 Jobs,….
Also haben wir nach langem abwägen mit der ganzen Familie uns dazu entschlossen, doch zu fahren.

Freut euch in den kommenden Wochen auf ein paar schöne virtuelle Reisen an schöne Plätze in Österreich. Freut euch auf Bergpanoramen und ganz knuddelige (wilde) Tiere uvm.
(Und habt Nachsicht, wenn es mal ein paar Tage länger dauert, ich bin sowohl jobtechnisch als auch privat zur Zeit sehr eingebunden)

Ich hatte meine große Kamera nicht dabei, aber auch mit Handy lassen sich inzwischen sehr gute Fotos machen.
 
Wir haben es nicht bereut, gefahren zu sein und die Einschränkungen, welche wir hatten, waren spätestens dann vergessen, wenn wir inmitten der grandiosen Natur vom Grossglockner- Nationalpark standen.
Eine Bilderbuchkullisse, selbst, wenn wie bei uns, das Wetter nicht immer so mitgespielt hat.
Aber hey, die Kinder konnten im Sommerurlaub im Schnee rodeln, das ist doch auch mal lustig!

 

Als kleine Einstimmung fahre ich nun mit euch vom Münsterland aus los Richtung Nürnberg.

 

 

Bereit für die Abfahrt

 

…. noch einmal vor der Abfahrt den Tieren ‘Tschüss’ sagen ….

 

Wie eigentlich fast immer gab es keinen planmäßigen Start in den Urlaub ….. Routiniert wurde die Vorgehensweise überlegt, unser VW wurde dann von den Nachbarn überbrückt und dann ging es los. Die Überbrückungskabel nahmen wir mit. Vorweg: Einen Werkstattbesuch in Österreich ersparten sie uns leider nicht …..

 

Unsere Corona-Vorsichtsmaßnahme auf der Anreise: Komplette Selbstverpflegung. Mit frisch gebackenem Brot, guter Butter, Kaffee und Tee, Brötchen, Aufstriche und viel gesundes Gemüse. Weiterer Vorteil: Es spart mit 5 Kindern auch einiges an Geld.

 

In Bamberg waren wir letztes Jahr. Darüber blogge ich auch beizeiten.

 

Am Abend kamen wir in Nürnberg an.

 

Unser Hotel in Nürnberg:

Hotel Novotel Nürnberg Messezentrum  [ Klick Hier ]

Es liegt verkehrsgünstig und ist ein ideales Hotel für einen Zwischenstop zwischen Nord- und Süddeutschland.

Check In in Corona-Zeiten …. Im Hotel galt natürlich Maskenpflicht.
Zum ausfüllen gab es einen frisch desinfizierten Kulli. Ich musste ihn dann zurück in eine Dose mit gebrauchten Kullis stellen.

Und auch im Zimmer hatte sich durch Corona einiges verändert.
Im Zimmer fehlte jegliche Deko, die Minibar war leer, der Kaffeeautomat nicht zu benutzen, da keine Tassen oder Kaffee-Kapseln vorhanden waren, die Fernbedienung für den Fernseher war eingetütet. .

Die Zimmer waren geräumig und sauber. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und sind am nächsten Tag ausgeruht Richtung Österreich gestartet.

 

Fotos vom Hotel Novotel Nürnberg Messezentrum 

.

Der Eingangsbereich

 

An der Rezeption

Unser Zimmer. Bei uns schliefen die kleine Tochter meines Lebensgefährten sowie die beiden Jungs. Meine beiden Töchter schliefen bei meinen Eltern im Zimmer, welches ebenso ausgestattet war. Mit 5 Kindern ein Hotelzimmer für nur eine Nacht zu finden ist nicht einfach …..

 

Im Hotel gibt es ein Restaurant. Dort haben wir nach dem einchecken zu Abend gegessen. Es war keine typische Küche, aber sehr lecker.

Eine der Vorspeisen

Heublumenkäse – ein 3 Monate in Heublumen gereifter Schnittkäse, welcher nur 4x im Jahr hergestellt wird

Während wir auf das Essen warteten, konnten sich die Kinder auf dem kleinen Spielplatz vom Hotel austoben

 

Sehr leckeres Essen!

 

Dips gab es im Extra- Schälchen

 

Nach einer erholsamen Nacht wartete in dem Hotelrestaurant das Frühstück auf uns.
Auch hier mit einschränkenden Maßnahmen.

Jeder Gast musste beim Gang zum Buffet Maske und Einmalhandschuhe tragen und natürlich galten die Abstandsregeln

 

Wahre Worte …..

Brötchen, Joghurt, Früchte, Müsli …..

… Pancakes, was die Kinder sehr freute, Brotaufstriche, Kuchen. Es fehlte an nichts

Die Einmalhandschuhe bekam man am Beginn des Buffets und musste sie nach einmaligen Gebrauch entsorgen

Auch der Kaffeeautomat durfte nur mit Handschuhen bedient werden

 

 

Auch auf dem Parkplatz galt Abstandspflicht – nur jeder 2. Parkplatz war nutzbar. Die Parkplatzsperren waren äusserst niedlich!

 

Kleines Fazit: Das Hotel Novotel Nürnberg Messezentrum  [ Klick Hier ] kann ich für einen Zwischenstop empfehlen. Die Zimmer sind sauber, das Frühstücksangebot sehr gut, die Angestellten freundlich (und lustig zu den Kindern)  und auch das Abendessen im Hotelrestaurant war einwandfrei! 
[Anmerkung: unbezahlte Werbung und den regulären Preis haben wir auch bezahlt]

Vom guten Frühstück gestärkt fuhren wir dann weiter Richtung Süden.

Unser 1. Ziel: München. Und da wartete auf eines der Kinder eine ganz besondere Wette!

Dazu aber mehr im nächsten Bericht.