Wie plant man einen Roadtrip?

 

Der fertige Roadtrip. In ein paar Schritten erkläre ich euch heute, wie man einen Roadtrip komplett plant

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In 11 Schritten zum perfekt geplanten Roadtrip – los gehts!

Ob man alleine auf Roadtrip geht oder bereits Kinder dabei hat, macht bei der groben allgemeinen Planung erst einmal keinen Unterschied.
Diese kommen erst später im Detail.
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  1. Ziel festlegen
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    Bevor es an die Planung geht, muss erst einmal das Ziel feststehen. Bei dem Stichwort “Roadtrip” denken die meisten gleich an die USA, aber einen Roadtrip kann man nahezu überall durchführen. Island, Frankreich, Australien …..
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  2. Wann und wie lange?
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    Je nachdem, wohin man möchte, ist nicht jede Reisezeit ideal. Es gibt zum Beispiel Monate, in denen es viel regnet oder besonders heiß ist usw. Eine Garantie hat man nie. Wir waren in einem der trockensten Monate in einem der trockensten Länder dieser Erde (Qatar) und hatten 2 Tage in Folge Regen – das gab es da so schon seit Jahren nicht mehr ….

    Linktipp: http://www.beste-reisezeit.org/
    …….
    Auch über die Reisedauer muss man sich Gedanken machen. Möglich ist alles. Ich habe vor kurzem einen Reisebericht gelesen, in welchem ein junges Päärchen in 12 Tagen Teile der US-Westküste bereist haben. Mir persönlich wäre das schon wegen der langen Anreise zu kurz. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Sehr gerne gelesen habe ich auch vor einiger Zeit den Reisebericht von einem älteren Ehepaar, welche sich 5 Monate Zeit genommen haben, um nahezu die gesamte USA zu bereisen. Sie haben sich einen Camper gekauft und vor der Abreise wieder verkauft.
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  3. Flüge buchen
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    Wenn man Ziel und Zeit kennt, sollte man nicht zu lange warten, um die Flüge zu buchen. Ich nutze dafür gerne diverse Flugsuchmaschinen oder kombiniere zB bei Expedia oder Kayak Flug mit Hotel, was auch oft gute Angebote bringt.
    Statistisch gesehen sollen Flüge übrigens in der Woche nachts am günstigsten sein, das habe ich zwar mal beobachtet, konnte aber keine großen Unterschiede feststellen
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  4. Ordner anlegen
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    Direkt nach der Flugbuchung legen wir uns immer 2 Ordner an.

    Ordner 1: Ein Email-Ordner, in dem die Emails mit Buchungs- bzw Reservierungsbestätigungen die Reise betreffend verschoben wird. Bei einem Roadtrip kommt da viel zusammen….. Für unseren USA-Roadtrip sind es aktuell 57 Emails.

    Ordner 2: Ein richtiger Ordner. Buchungsbestätigungen drucke ich auch und hefte sie ab. Einreiseformalitäten kommen auch hinein. Und die Liste aus Punkt 5 kommt auch mit hinein.
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  5. Word-Dokument oder Exel-Tabelle
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    Als nächstes erstellen wir eine Tabelle. Die Profis mit Exel. Die anderen mit Word.
    Die Tabelle hat mehrere Spalten, in Word hat sie idealerweise Querformat.
    Spalte 1: Datum
    Spalte 2: Reisetag
    Spalte 3: Ort, in dem man sich morgens befindet
    Spalte 4: Plan für den Tag / Reservierte Touren / Zwischenstops
    Spalte 5: Ort, zu dem man für die nächste Übernachtung fährt
    Spalte 6: Name vom Hotel / Campground
    Spalte 7: In etwa zu fahrende Kilometer
    Spalte 8: Randbemerkungen.
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  6. Womit unterwegs?
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    Nachdem wir unsere Ordner und die Übersichtstabelle angelegt haben, geht es an die Planung des eigentlichen Roadtrips.

    Da muss man sich als erstes fragen: Womit bin ich überhaupt unterwegs?

    Im Auto mit Übernachtungen im Hotel oder im Wohnmobil mit Übernachtungen auf den Campgrounds?
    Oft ist es preislich gar nicht so ein riesiger Unterschied, aber es gibt Länder, welche sich besser mit dem Auto und andere Länder, die sich wiederum besser mit dem Wohnmobil erkunden lassen.

    Besucht man viele Städte, ist ein Auto sicherlich sinnvoller. Steht die Natur im Vordergrund, kann man sie im Camper viel intensiver erleben.

    Auch die Reisezeit spielt eine große Rolle. Ist man mit dem Camper unterwegs, darf man auf vielen Campgrounds nachts den Generator nicht nutzen. Kühlt es nachts stark ab, braucht man u.U. schon dicke Schlafsäcke, um nicht zu frieren.

    Ausserdem muss man beachten: Möchte man zB in den USA ein Wohnmobil mieten, kann man dieses erst am Folgetag nach der Anreise übernehmen, man braucht also zwingend 1 Nacht im Hotel nach der Anreise.
    Den Mietwagen kann man direkt nach der Landung übernehmen

    Man kann beides aber auch kombinieren, zum Beispiel bei einem Roadtrip im Süd-Westen der USA:
    Landung in San Francisco, 2-3 Tage in SF bleiben. Dann mit dem Mietwagen den Highway No1 runtercruisen bis nach Los Angeles. In LA ist es empfehlenswert, ein Auto zu nutzen, da viele Sehenswürdigkeiten weit auseinander liegt. Nach weiteren 2-3 Tagen gibt man das Auto ab (Bedeutet allerdings Einweggebühr, da Anmietung und Abgabe nicht in der selben Stadt erfolgen),  übernimmt den Camper und startet dann zu den Nationalparks. Danach gibt man den Camper wieder in LA ab und fliegt von dort zurück.

    Daher sollte man zumindest grob die Route schon kennen, bevor man den fahrbaren Untersatz bucht.Linktipps für die Buchung vom Mietwagen:

    https://www.kayak.de/cars (Kayak ist meine wichtigste Seite bei meinen Reisevorbereitungen)

    https://mietwagen.check24.de/

    https://www.billiger-mietwagen.de/
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    Linktipps für die Buchung von einem Wohnmobil
    (Da habe ich nur einen Tipp, da ich das erste mal einen Camper gemietet habe, mit dem Ablauf bislang aber sehr zufrieden war)

    https://www.camperdays.de/:
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  7. Das Feintuning der Route
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    Die Flüge sind gebucht, möglicherweise auch schon die erste Nacht oder die ersten Nächte nach der Ankunft.

    Nun geht es ans Feintuning der Route und man kann sich überlegen: Was möchte ich unbedingt sehen? Kann ich das mit meiner Route kombinieren? Welcher Ort passt nicht so gut in die Route etc
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    ToDo:
    Tip 1: Ein weiteres Word-Dokument öffnen und offen lassen
    Tip 2: Ganz viel in Reiseforen und Reiseführern lesen.

    Ich bevorzuge das Lesen von Reiseberichten und durchforste dafür schon Monate vorher die Reiseforen des jeweiligen Reiseziels nach aktuelleren Reiseberichten. Oft geben die Autoren noch Tipps oder beschreiben, was sich lohnt und was eher eine Enttäuschung war. Natürlich ist das immer sehr subjektiv, aber wenn man in 7 Reiseberichten liest, dass sich eine Sehenswürdigkeit nicht so lohnt, weil sie überteuert und überlaufen ist, wird da schon was dran sein.
    Entdeckt man in den Reiseberichten oder Reiseforen tolle Tipps oder bekommt wertvolle HInweise, kann man sie sich direkt im Word Dokument notieren. Damit man nicht den Überblick verliert, kann man Oberpunkte für jedes Ziel beim Roadtrip erstellen.

    Auch bei der Suche nach Unterkünften sind Foren bzw Reiseblogs ebenfalls immer sehr nützlich

    Damit man eine ungefähre Ahnung von den Tagesstrecken bekommt, gibt man Start- und Zielpunkt bei Google Maps ein und bekommt die Kilometer angezeigt.
    Erfahrungsgemäß kann man auf die von GoogleMaps berechnete Fahrtzeit immer 20 – 30 % draufrechnen.
    In Reiseforen kann man sich auch über die Strecken informieren. Es gibt fast immer User, die eine ähnliche Tour schon gefahren sind und wichtige Infos zu den Strassen und zu den Strecken liefern können!
    Für einen entspannten Roadtrip sollte man pro Tag nicht mehr als 300 km fahren und auch mal 2 Nächte an einem Ort bleiben. Es gibt aber auch viele Reisende, welche sich pro Tag eine Strecke von 500 km einplanen. Dadurch sieht man mehr – und doch nicht, weil man viel auf der Strasse unterwegs ist und für die eigentlichen Ziele dann u.U. nicht mehr viel Zeit hat.
    Manche schwören auch auf folgendes Modell: Ein paar Tage an einem Ort bleiben, dann an einem Tag 600-700 km fahren und dann wieder ein paar Tage am nächsten Ort bleiben.
    Das muss jeder für sich entscheiden, eine Faustregel gibt es hier nicht, lediglich Empfehlungen.

    Beachten sollte man aber unbedingt, dass auch Zeiten zum einkaufen oder Wäsche waschen bleiben.
    Wenn es an einem Ort evtl. Sightseeing-Touren gibt, an welchen man teilnehmen möchte, sollte man die Zeiten checken, damit auch dafür genug Zeit bleibt.
    Wer mit Kind(ern) unterwegs ist, sollte nicht allzuviele Kilometer pro Tag einplanen, ausserdem möchten Kinder jeden Tag rennen / spielen / toben und nicht nur im Mietwagen / Camper sitzen und sich irgendwas ansehen.
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    Eine tolle Seite um sich seine gesamte Route mit allen Zwischenstopps anzeigen zu lassen ist  https://roadtrippers.com/
    Bei Google Maps kann man nur bis zu 10 Stops einplanen.:
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  8. Buchung der Unterkünfte / der Campgrounds
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    Die Route steht, man weiß ungefähr, wo man wann ist.

    Zeit, um die Unterkünfte und/ oder Campgrounds zu buchen / reservieren.
    Das wird vermutlich den Mammutanteil einnehmen, erst Recht, wenn man jede Nacht woanders nächtigen möchte.

    Man muss nicht unbedingt immer alles vorher reservieren, denn dann nimmt man sich die ganze Spontanität, auch mal an einem Ort länger zu bleiben.

    Bei beliebten Unterkünften / Campgrounds oder zu gewissen Reisezeiten ist es jedoch empfehlenswert, vorzubuchen.
    Dafür muss man checken, wann im Reiseland Feiertage und Ferien sind. In den USA wäre da zum Beispiel das Memorialday-Wochenende, an dem viele Unterkünfte schon frühzeitig ausgebucht sind.
    Aber auch Ostern und Weihnachten sind immer beliebste Reisezeiten, ebenso wie in vielen Ländern die Monate Juli / August.
    Selbst wenn im Reiseland selber kein Ostern / Weihnachten gefeiert wird: Es gibt genug Länder, die das tun und aus welchem dann Touristen anreisen.
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    Die gebuchten Unterkünfte notieren wir natürlich in unserer Word/ Exel Tabelle, wir drucken die Emailbestätigung aus und heften sie im Ordner ab.
    Die Originale Email wird in den Roadtrip-Ordner verschoben.


    Es gibt inzwischen unzählige Seiten, die einen Hotelpreisvergleich anbieten. Booking, Trivago, Holidaycheck, Kayak uvm.

    Empfehlen kann ich da speziell nichts, ich durchforste immer alle Seiten, manchmal schreibe ich mein Wunschhotel auch direkt an.
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    Empfehlen kann ich aber eine sehr gute, deutschsprachige Seite mit einer Übersicht von den Campgrounds in USA und Kanada:
    https://www.womo-abenteuer.de/map
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    Und für Europa gibt es dieses Such-Tool vom ADAC:
    https://campingfuehrer.adac.de/campingfuehrer/suche.php ..
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  9. Die Route steht – Nun kann  man noch Ausflüge buchen
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    Damit steht die Route!
    Die Flüge sind gebucht, Mietwagen / Camper auch. Die Campgrounds / Hotels sind reserviert und die Routenplanung ist komplett.
    In unserer Word / Exel Tabelle sind die einzelnen Tage alle notiert, lückenlos. Perfekt!
    Die Reservierungs- und Buchungsbestätigungen haben wir auch alle in unseren Ordner abgeheftet.
    Weiter gehts:
    Wer auf Nummer sicher gehen möchte, bucht schon bestimmte Ausflüge von zu Hause aus. In San Francisco ist zum Beispiel die Tour zu der Gefängnisinsel Alcatraz oft schon Tage / Wochen vorher ausgebucht. Manchmal ist es auch günstiger, wenn man von zu Hause aus bucht.
    In entsprechenden Reiseforen oder bei Google bekommt man die Informationen.

    Preisvergleich lohnt sich übrigens auch hier, oft werden ähnliche Touren von verschiedenen Anbietern Angebote

    Die Reservierungsbestätigungen kommen in den Ordner und die Bestätigungs-Email wandert in unseren Roadtrip-Email-Ordner.
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  10. Einreiseformalitäten
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    Für manche Länder muss man vor der Anreise eine Art Einreiseantrag stellen.
    Informationen bekommt man hier:
    http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laender_Uebersicht_node.html

    Dieser Einreiseantrag sollte schon rechtzeitig gestellt werden, um im Problemfall noch genug Zeit zum reagieren zu haben
    Auch kann man sich informieren, ob es Rabattpässe für das Reiseziel gibt, diese kann man auch oft schon in Deutschland bestellen.
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  11. Weitere wichtige Links
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    Über ein ganz wichtiges Thema habe ich vor einiger Zeit schon in einem Blog-Beitrag geschrieben:
    Sicher auf Reisen – die richtige Reisevorbereitung
    Hier geht es u.a. auch um die Reiseversicherungen, um die Dokumente usw.
    Die Seite schließt sich nahezu nahtlos an diese Seite an, daher empfehle ich, sie auch einmal durchzusehen, ob man an alles gedacht hat.
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    Link zu der Seite:  Sicher auf Reisen – Die richtige Reisevorbereitung
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    Eine weitere Seite, welche für den ein oder anderen nützlich sein könnte:
    11 Tipps – Fliegen mit Kindern .
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