Die Reise geht weiter!

Route:

Monterey – San Simeon (1 Nacht) – Morro Bay (1 Nacht)

Heute verlassen wir Monterey. Nachdem wir den wunderschönen 17-Mile-Drive gefahren sind, gehts los zu unserem nächsten Campingplatz bei San Simeon. Dort gibt es eine der größten See-Elefanten-Kolonien der USA und diese wollen wir uns morgen ansehen.

Leider können wir nicht an der Küste entlang fahren, ihr wisst schon, die eingestürzte Brücke und so …… Also gehts durchs Hinterland von Kalifornien.

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Route bis San Simeon:

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Gegen 16 Uhr waren wir auf der Strasse Richtung San Simeon.

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Wir fuhren durch das kalifornische Hinterland, vorbei an Mandelbaum-Plantagen, Weinanbau-Gebieten, aber auch durch Öl-Förder-Felder.

Insgesamt war die Fahrt zwischendurch zwar malerisch, aber eigentlich ziemlich langweilig …..

Zugegeben, mein Urteilsvermögen könnte etwas verfälscht sein, denn immer wieder schielte ich nach rechts zu der Bergkette und dachte, genau dahinter liegt der Pacific Highway No 1 …..

Typische Ortsdurchfahrt auf dieser Strecke.

Foto: Nina!

Im dem Münsterland benachbarten Emsland kann man diese Ölhämmer auch immer wieder mal sehen – aber so viele auf einem Haufen habe selbst ich noch nicht gesehen.

Die Kinder fanden die Fahrt auch nicht so spannend …… zum Glück saßen sie ja an einem Tisch und konnten so zwischendurch Spiele spielen, malen oder lesen.

Irgendwann sah man links das Meer und den berühmten Felsenberg von Morro Bay. Morro Bay war aber erst für morgen unser Ziel, daher fuhren wir dann wieder ein Stück Richtung Norden, direkt am Pazifik entlang.

Die Sonne ging schon langsam unter.

Wir erreichten den Campground in San Simeon erst nach 3,5 Std Fahrt ( wg einem Tankstop).

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Unser Campground:

Hearst San Simeon State Park

http://www.parks.ca.gov/?page_id=590

Lage:

Es war unser 1. Stellplatz ohne Frischwasseranschluss und ohne Strom.

Daher bedurfte es im Vorfeld ein paar Vorbereitungen:

Unsere Abwassertanks hatten wir in Monterey geleert und den Frischwassertank wieder aufgefüllt.
Meine Kameraakkus und mein Handyakku habe ich während der Fahrt am Zigarettenanzünder geladen.
Ich hatte mir einen Mehrfach-USB-Stecker für den Zigarettenanzünder aus Deutschland mitgebracht, dieser passt ohne Adapter auch in den amerikanischen Zigarettenanzünder und so konnte ich während der Fahrt immer laden.
Auch die V-Tech Geräte der Kinder habe ich nochmals aufgeladen.
Marc hatte auf seinem V-Tech Tablet *   ein neues Spiel und wollte alle paar Stunden seine Zauberbohnen ernten. Dank gutem Akku war das aber auch in der stromfreien Zeit auf dem Campingplatz kein Problem.
Ich hatte ihm schon ein paar mal gesagt, dass er doch damit auch Fotos machen könnte, aber er hatte Angst, dass ihm draussen das Tablet weg fällt und ließ es immer im Camper.
Unser altes Tablet wurde nämlich auch Opfer der bösen Schwerkraft,…..
Das Wasser aus dem Frischwassertank darf man nicht trinken und nicht zum kochen verwenden, aber zum abspülen, zum Duschen und Waschen und für die WC-Spülung wird es auch genutzt.
Zum Kochen haben wir uns im Supermarkt immer stilles Wasser geholt, das gibt es in großen Paketen oder sogar Kanistern für kleines Geld.
Unsere Vorräte hatten wir auf dem Weg hierher auch noch einmal aufgefüllt. Brot, Marmelade, Snacks, Getränke, Nudeln, Kartoffeln usw.
Im Wohnmobil waren ausreichend Schränke, um alles sicher zu verstauen.

Eines hatten wir aber vergessen, wie wir später noch bemerken sollten,……

Als wir am Campground ankamen, war direkt am Eingang eine Liste. Dort stand unser Name und der uns zugewiesene Stellplatz. Dieser war schnell gefunden, wir parkten auf dem großzügigen Stellplatz und  …. naja, sonst nichts, anschliessen konnten / brauchten wir hier ja nichts.

 

*) VTech hat mir die Geräte kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an VTech!!  Mit der Berichtgestaltung oder dem sonstigen Bericht / unserer Tour hat das jedoch nichts zu tun!

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Der Campingplatz ist so, wie man es sich vorstellt. Endlich mal nicht mehr dieser “Parkplatz-Charme”, den wir in San Francisco oder in Pacifika hatten.
Der Campground in Monterey war da schon sehr viel schöner mit seinen Grünflächen und en Bäumen.
Und auch der Campingplatz hier in San Simeon war sehr ansprechend – Viel Grün, viele Bäume. Man war inmitten der Natur und der Strand war auch nicht weit entfernt. Jeder Stellplatz hatte einen Picknicktisch und eine Feuerstelle. Um viele Feuerstellen saßen die Camper, grillten, manche spielten Musikinstrumente und in der Luft lag neben viel Rauch auch eine entspannte Ruhe, welche einen sofort mitzog.

Während ich uns etwas häuslich einrichtete und schon anfing, das Abendessen vorzubereiten, kletterten die Kinder auf den Bäumen direkt am Camper, aber dann überlegten wir uns, doch noch einmal kurz zum Strand zu gehen, bevor es zu dunkel sein würde. Das Abendessen musste also noch etwas warten.
Ein kleiner Weg führte zum Strand, unter dem Pacific HW hindurch.

Es war dann aber doch schon relativ dunkel und wir gingen zurück zum Campingplatz.

Kein Stromanschluss bedeutet, dass man zB keine Akkus / Handys laden kann, die Mikrowelle funktioniert auch nicht und man kann auch nicht die ganze Nacht Licht brennen lassen.
Es gibt im Wohnmobil eine 2. Batterie, welche bei der Fahrt aufgeladen wird.
Sie betreibt u.a. auch den Heizlüfter, allerdings kann man mit der Batterie den Heizlüfter maximal 2 Stunden laufen lassen.

Mein Handy braucht aber irgendwie alle paar Stunden Strom,…. (kennen alle, die ihr Smartphone so wie ich ebenfalls für alles mögliche benutzen, also als Wecker, Navi, Kamera, Internet und auch meine Reisenotizen habe ich mit der Diktier-App als Notizen auf mein Handy gesprochen. Daher war nicht nur mein Kameraakku dauernd leer, sondern auch meine Powerbank,….. (Meine Bekannter, mit welchem ich in New York war, hat mich damit schon immer aufgezogen. “Telefonierst du schon oder lädst du noch”  ……)  – aber ich habe mein Handy nachts am Zigarettenanzünder gelassen und so wurde es zumindest noch etwas aufgeladen.

Draussen war es inzwischen stockdunkel.

Und jetzt fiel uns auch auf, was wir vergessen hatten: Taschenlampen …..

Fürs Abendessen nutzen wir die normale Wohnmobilbeleuchtung, an meiner Kontrolltafel konnte ich immer sehen, wie voll die 2. Batterie noch ist.

Nachts ließ ich die Minimalbeleuchtung im Wohnmobil an. Diese beleuchtete den Fußbodenbereich um die Treppenstufe, in dem kleinen Badezimmer und an der Ausgangstür.

Man konnte so nachts den Weg zum WC finden, ohne Gefahr zu laufen, sich die Haxen zu brechen.

Wie immer schliefen wir sehr gut, tief und fest –  und wir wurden erst wach, als es draussen schon hell wurde.

Mein Ritual bislang jeden Morgen: Mein Fenster direkt am Bett auf und erst einmal raus schauen.

Unsere Nachbarn neben uns hatten wohl noch ordentlich gefeiert, der ganze Tisch stand noch voller Flaschen und es sah nach einer feucht-fröhlichen Nacht aus. Sie schälten sich auch grad aus ihren Schlafsäcken bzw aus ihren Zelten. Verschlafen wünschten wir uns einen guten Morgen.
Auf einem Campingplatz kennt man sich halt, man grüsst sich, wenn jemand Hilfe braucht, hilft man usw. Wie eine große Familie. Das hat uns sehr gut gefallen!

Die Kinder wurden auch langsam wach. Ist das schön, wenn einen morgens die Sonne und nicht der Wecker weckt 😉

Aber kalt war es, richtig kalt. Ich stellte für 1 Stunde unseren Heizlüfter an, dieser ist direkt am Fußboden vor dem Kochbereich und so versammelten wir uns alle vor dem kleinen Heizlüfter und ließen uns die warme Luft um die Beine pusten.

Wir frühstücken im Wohnmobil, es war wie gesagt ziemlich frisch und die Kinder wollten sich auch erst nach dem Frühstücken anziehen. Und so saßen wir alle im Schlafanzug im Wohnmobil an unserem Frühstückstisch und planten unseren Tag. Viel stand nicht auf dem Programm, denn auch vom Süden konnte man nicht hoch zum Big Sur fahren (leider…..)

Wir wollten heute zu den See-Elefanten, dann soweit den Pacific Highway hochfahren, wie wir konnten (was aber nicht sehr weit war,…..)  und dann zu unserem Campingplatz in Morro Bay.

Unsere Route:

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Grad mal um die 100 Kilometer. Und das ohne große Besichtigungstouren. Auch das muss mal sein, man kann nicht jeden Tag durchpowern und Stundenlang nur fahren,….

Angedacht hatte ich noch evtl. das Hearst Castle, aber das Wetter machte uns (wie schon sooft) leider einen Strich durch die Rechnung,……

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Unser 1. Stop: Der Elephant Seal Vista Point, dem besten Aussichtspunkt, um die Kolonie der freilebenden See-Elefanten zu sehen.

Um 9.45 Uhr waren wir dort und es war kaum etwas los.

Am Elephant Seal Vista Point kann man eine sehr große Kolonie von See-Elefanten beobachten, genauer gesagt handelt es sich um Nördliche See-Elefanten. Die etwas größeren Südlichen See-Elefanten leben in der Süd-Arktis.
See-Elefanten zählen zu den größten Arten der Robben und auch zu den größten Raubtierarten.
Die männlichen See-Elefanten (Bullen) können über 4 Meter lang werden und bringen bis zu 2500 Kg auf die Waage. Die Weibchen sind etwas kleiner. Sie werden bis zu 3 Metern groß und wiegen bis 800 kg.
Der Lebensraum der See-Elefanten ist das Wasser, nur zum Fellwechsel und für die 3-Monatige Paarungs- und Wurfzeit sieht man große Kolonien an den Küsten.
Während dieser Zeit fressen die See-Elefanten kaum etwas, sie gewinnen die Energie aus ihren eingelagerten Fettreserven.
Die nördlichen See-Elefanten ernähren sich hauptsächlich von Fisch.
Im 19. Jahrhundert wurde diese Tierart fast ausgerottet, massenhafte Abschlachtung der Tiere aufgrund des Trans, welchen man kommerziell nutzte, führte zu einem ganz massiven Rückgang des Bestandes, welcher soweit ging, dass man die See-Elefanten letztlich für ausgestorben hielt.
Glücklicherweise gab es auf einer kleinen Insel in Mexiko noch eine Kolonie, bestehend aus nur wenigen hundert Tieren, welche man aber direkt unter Artenschutz stellte.
Um 1930 waren erstmals wieder in Kalifornien Seeelefanten entdeckt worden.
Während der Paarungszeit (im Februar) kommt es oft zu heftigen Rang-Kämpfen, die u.U. auch mal tödlich enden können. Der dominantere Bulle paart sich dann mit mehreren Weibchen und bildet einem Harem, welchen er auch gegen andere Bullen verteidigt.
Jedes Weibchen wirft nach einer ca 11-monatigen Tragezeit um Januar herum ein Junges. Die Jungtiere sind ca 1,25 cm groß und wiegen maximal 40 kg und werden ca 25 Tage von dem Muttertier gesäugt.
Danach verlassen die meisten erwachsenen Tiere die Kolonie, die Jungtiere verlassen die Küste erst später, ca April / Mai.
Die Bullen können bis zu 14 Jahre alt werden, die Weibchen sogar bis 20 Jahre.

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Am Sea Elephant Vista Point siedelten sich 1990 die ersten Tiere an, inzwischen besteht die Kolonie aus mehr als 15.000 Tieren, die Zahl steigt jedes Jahr um etwa 15 %. Damit ist das die größte bekannte Festland-Kolonie. Die größte Kolonie der bislang 15 bekannten Kolonien ist zwischen San Francisco und Santa Cruz auf einer vorgelagerten Insel.

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Der Duft, welcher von diesen Tieren ausging, war teilweise schon recht “speziell”,…

Es gab nicht nur See-Elefanten zu sehen 😉

Wir konnten mehrere kleinere Kämpfe beobachten.

Wie sooft gab es auch hier die niedlichen kleinen Squirrels.

Wo wir beim Thema sind:

Bitte niemals die Hand hinstrecken, so wie ich das hier mal gemacht habe. Warum? Die kleinen süßen Tieren haben sehr scharfe Zähnchen und riechen die Finger nach etwas Essbaren, können sie auch mal zubeissen.

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Den ganzen Tag in der Sonne am Strand liegen, zwischendurch etwas Sand auf die Haut werfen und nebenbei noch die angefressenen Fettreserven schmelzen lassen …..
Was für ein Leben …… 😉 😀

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Ein kurzes Video, auf welchem man das typische Gegrunze etwas hören kann  :

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.Hier erkennt man den “Rüssel” der männlichen See-Elefanten
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Wer die See-Elefanten gerne einmal live sehen und hören will, aber dafür nicht nach Kalifornien Reisen möchte:

Live-Cam direkt aus Sam Simeon ( Bitte nicht vergessen: 9 Std Zeitunterschied ) :

http://www.elephantseal.org/view.htm

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Insgesamt haben wir uns hier knapp 1 Stunde aufgehalten.

Für die ganz eiligen: Der Parkplatz liegt wirklich direkt am Strand. Parken, aussteigen, See-Elefanten gucken, zurück zum Auto und weiter fahren könnte man theoretisch also in 5 Minuten schaffen. 😉

Auf gehts Richtung Norden. Mal sehen, wie weit wir kommen. So haben wir zumindest ein Stück von dem schönsten Teilstück des Pacific Highway No 1 gesehen

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Immer wieder sahen wir am Strand See-Elefanten.

…. und diese Aussichtspunkte ….. wow!

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Weiter ging es Richtung Norden. Sehr weit kamen wir nicht, kurz hinter dem Ragged Point war schon wieder Schluss. Keine Chance,….. 🙁

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Die Lage vom Ragged Point:

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Am Ragged Point gibt es ein Hotel, die Zimmer haben teilweise eine spektakuläre Aussicht.

Ausserdem gibt es einen kleinen Shop und einen Imbiss mit Terrasse (aber die Terrasse ist ohne schöne Aussicht)

Wer hier etwas essen möchte:
Hamburger 7 USD, kleine Portion Pommes 3,75 USD.

Die tolle Aussicht an den beiden Aussichtspunkten gibt es gratis!

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Ein sehr steiler und nicht ungefährlicher Weg führt hinunter zum Strand. Wir sind ihn ein paar Meter gelaufen, haben dann aber abgebrochen. Durch den Regen war es sehr rutschig und ich wollte nicht unseren Roadtrip wegen irgendwelcher gebrochenen Knochen vorzeitig beenden müssen….

Portal to Big Sur! ….. Salz auf meine Wunde, ….  trotzdem ein tolles Fotomotiv!

Leider begann es dann zu regnen, ziemlich stark sogar.

Wir liefen schnell zu unserem Wohnmobil und schauten uns dieses wettertechnische Trauerspiel mit einer gewissen Routine an …. Regen im Urlaub,…. kennen wir ja schon …..

Wo wir überall schon waren und Regen hatten…. Irgendwann widme ich meiner persönlichen Regenwolke mal einen eigenen Blogbeitrag,….

Wenn es sowieso regnet, fahren wir eben schon zurück Richtung Morro Bay. Hearst Castle hätte ich zwar gerne gesehen, aber ich muss ja wegen dem aktuell gesperrten Streckenabschnitt im Big Sur sowieso noch einmal wieder kommen. 😉

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Impressionen von unterwegs.

Der Weg führte uns auch wieder am Aussichtspunkt für die See-Elefanten-Kolonie vorbei. Dort war inzwischen trotz des Regens sehr viel los und wir waren froh, hier schon relativ früh gewesen zu sein.

Der See-Elefanten-Aussichtspunkt ist übrigens nicht zu verfehlen. Er wird mehrfach angekündigt und davor ist ein relativ großer Parkplatz.

Unser Nachtquartier war ein Campground in Morro Bay – direkt am Strand.

Wir kamen ca 15 Uhr dort an, unser Stellplatz war in einer Liste am Eingang vermerkt.

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Die Lage:.

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Link zur Website vom Strand-Campground:

http://www.parks.ca.gov/?page_id=593

Auf dem Campground hatten wir wieder sämtliche Anschlüsse, also Dumpinganschluss, Strom und Wasser.

Jeder Stellplatz hatte einen Picknicktisch und in der Mitte vom Campingplatz gab es ebenfalls etliche Picknicktische sowie Feuerstellen. Auch die Zeltplätze hatten eigene Feuerstellen.

Dieser Campingplatz war einer meiner Lieblingsplätze auf der ganzen Route.

Wir fuhren auf unseren Stellplatz, schlossen alles an und dann gingen wir rüber an den Strand.

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Unser Stellplatz. Rückwärts einparken war inzwischen kein Problem mehr. Meine beiden Ältesten stiegen immer aus und hatten die Aufgabe, laut STOP zu rufen, falls ich mich einem Hindernis gefährlich nähern würde. Aber ich hatte die Maße vom Wohnmobil mittlerweile schon gut im Gefühl und selbst das rückwärts einparken klappte erstaunlich gut.


Dass es wieder einmal keinen Spielplatz gab, störte die Kinder nicht, es gab auch so einiges zu entdecken und ausserdem hatten wir den Strand praktisch fast vor der Wohnmobiltür .

Im Hintergrund sieht man den Strand und das Meer. Die vordere Reihe war für Zelte reserviert.

Am Strand gab es unzählige Sanddollars. Damals in Florida haben wir erfolglos welche gesucht – hier in Morro Bay war der Strand mit Sanddollars zugepflastert.

Was sind Sanddollars?

Die Sanddollars gehören zu den Seeigeln. Ihr Lebensraum sind flache Sandküsten aller Meere. An den Oberflächen der Sandkörner kleben feine, organische Partikel, von denen sich die Sanddollars ernähren.
Einige Sanddollararten bewegen sich durch die Gezeiten und vergraben sich zeitweise auch im Sand, um so die Ebbe überstehen zu können. Andere Arten bleiben immer im Gewässer auf dem Sandboden.

Anders als bei den richtigen Seeigeln haben die Sanddollars nur mikroskopisch kleine Stachel. Das Skelett der Sanddollars ist von einer dünnen Haut mit unzähligen dünnen Flimmerhärchen überzogen. Diese führen die Nahrung zur Mundgegend auf der Unterseite.
Sie haben an der Unterseite viele kleine “Füßchen”, mit denen sie sich vorwärts bewegen und innerhalb einer Minute in den Sand eingraben können

Das schöne, blumenförmige Muster, welches man auf den Skeletten findet, sind die Atmungsorgane.

Auf dem Boden sieht man die vielen Sanddollars.

Hart wie eine Muschel und auf der Oberseite ein schönes Blütenähnliches Muster.

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Wie bislang an jedem Strand: Schuhe aus und mit den Füßen ins Wasser.

Foto: Nina

Und Sanddollars sammeln.

 

 

Ups, diese große Welle hat mich überrascht. Foto: Nina

Wir verbrachten einen herrlich entspannten Nachmittag am Strand.

Marc hat ein kleines Bild in den Sand gezeichnet – man beachte die Sanddollars, welche er eingebaut hat.

Ein Ausritt am Strand – das steht auf meiner Wunschliste ganz weit oben …..

Irgendwann meldete sich dann aber der Hunger und wir gingen zurück zum Campingplatz.

Wir haben uns draussen an den Campingtisch gesetzt und uns ein paar Brote geschmiert, im Hintergrund hörte man das Meeresrauschen und die Sonne zeigte sich auch immer wieder.

Das war wieder etwas, was ich am Reisen mit dem Wohnmobil so toll fand: Man hat immer alles dabei, aber ist der Natur so nahe. Draussen essen ist toll, da waren die Kinder und ich uns einig. In dem Fall war es zwar nur ein Zwischensnack, aber das spielte keine Rolle. Wir genossen einfach den Moment.
Nach dem Essen legten die Kinder ihre gesammelten Sanddollars auf den Tisch in die Sonne. Die Sanddollars müssen richtig durchtrocknen, sonst können sie unangenehm riechen.
Im Anschluss daran gingen wir doch in den Camper, die Kinder schrieben in ihr Reisetagebuch und ich legte mich etwas hin, einfach mal Beine hoch und relaxen.
Zum Sonnenuntergang würden wir wieder zum Strand gehen, so der Plan.


Blick aus meinen “Schlafzimmer”- Fenster, auf dem Tisch liegen die Sanddollars zum trocknen.

Als es langsam Zeit wurde, wieder zum Strand zu gehen, kam aber die Ernüchterung: Eine große Unwetterwolke bahnte sich ebenfalls den Weg Richtung Strand ….

Wir gingen trotzdem, in der Hoffnung, dass die Unwetterwolke uns nicht treffen würde – aber wir waren keine 10 Minuten am Strand, da zuckten schon die ersten Blitze am Horizont und es begann zu regnen ….

Im Wohnmobil kochte ich unser Abendessen. Das durften übrigens fast immer die Kinder bestimmen.  An diesem Abend gab es Nudeln mit Bolognese-Soße und Mais.

Den Abend ließen wir dann im Wohnmobil ausklingen, denn es regnete inzwischen ununterbrochen. Wir spielten Skibbo, später malten die Kinder noch etwas und ich sicherte meine Fotos.

Morgen sollte ein reiner Fahrtag sein, daher wollten wir morgens vor der Abfahrt noch etwas an den Strand,….

Draussen war es inzwischen dunkel. Der Regen prasselte auf das Wohnmobildach, der Wind schaukelte es leicht hin und her.

Wir mummelten uns in unsere warmen Decken ein und schliefen schon bald tief und fest ein ….

Gute Nacht zusammen!

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So gemütlich das Regenprasseln am Abend / in der Nacht auch war, als ich am nächsten Morgen wach wurde und hörte, dass er Regen immer noch fleissig am prasseln ist, war ich etwas genervt. …

Mein morgendlicher obligatorischer Blick aus dem Fenster zeigte dann das ganze wettertechnische Elend,…. strömender Regen und kalt war es auch.

So begann der Tag wie gestern: Ich weckte die Kinder und wir versammelten uns wieder für 1/2 Stunde vor dem Heizlüfter.

Danach frühstücken wir, genau wie gestern noch im Schlafanzug und dann starteten wir müde (und etwas gefrustet) in den Tag.

Heute stand eine lange Strecke auf dem Plan, welche uns erst einmal weg von der Küste weit ins Landesinnere führen sollte.

Unser Ziel für heute: Calico Ghosttown, eine alte Westernstadt mit eigenem Campground.

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Gegen 9 Uhhr brachen wir auf, bei strömendem Regen …..

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Im nächsten Bericht erzähle ich euch, wie den Kindern dieser reine Fahrtag mit ~ 450 km Strecke gefallen hat, was wir in der Westernstadt Calico alles erlebt haben und worauf man auch verzichten kann

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Alle bisherigen Berichte zu unserem USA-Westküsten-Roadtrip

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USA - Roadtrip an der Westküste

 

 

 

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