Und weiter geht die Reise!

Wir verabschieden uns heute von Los Angeles.

 

 

 

Aber etwas noch vorab:

Auf meinen Beitrag habe ich vor allem zu dem Thema “Obdachlose” sehr viel Feedback bekommen.
Wir haben am Walk of Fame sehr viele Obdachlose gesehen, möglicherweise lag das daran, dass wir schon relativ früh am Morgen dort waren.
Anders als beim Mc Donalds in Flughafennähe bzw in der Nähe zu unserem Motel waren sie in Hollywood aber überhaupt nicht aufdringlich.
Sie haben uns nie angesprochen oder uns angebettelt, wie man es ja manchmal auch kennt (so wie wir an dem einen Morgen bei Mc Donalds)
Sie haben sich gefreut, wenn man sie grüßte oder ihnen einen Dollar zusteckte.
Und das ich ganz Los Angeles völlig negativ darstelle,….. ähm …… da kann ich nur den Kopf schütteln. Nur weil ich das mit den Obdachlosen geschrieben habe?!  ….. Ihr kennt meine Berichte und ich schreibe es so, wie ich persönlich es empfinde und erlebe.
Zugegeben, vom Walk of Fame hatte ich mir etwas mehr versprochen, aber der Sonnenuntergang vom Griffith Observatory, der Tag am Santa Monica Beach / Pier  oder der Sonnenuntergang am Venice Beach waren einmalig-schöne Erlebnisse, welche ich nicht missen möchte!
Meine Berichte sind keine allgemeinen Reiseführer (auch wenn es immer wieder Infos und Tipps gibt) , sondern spiegeln das wieder, was wir erlebt haben.

 

Zurück zum Bericht.

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Wie bereits geschrieben heisst es heute Abschied nehmen von Los Angeles.

Unser Morgen beginnt extrem früh, es ist noch nicht einmal hell …..

Wir räumen unser Motelzimmer und checken aus.

Auf dem kurzen Weg zu Alamo, wo wir unseren Wagen zurück geben, sehen wir den Sonnenaufgang.

Foto: Nina

Foto: Nina

Die Autoabgabe verlief absolut reibungslos. Wir fuhren auf den Hof, reihten uns in die “Return” – Reihe ein. Ein Mitarbeiter kam nach ein paar Minuten, schaute sich das Auto an, kontrollierte den Tank und das wars auch schon. Er fuhr das Auto dann auch ins Parkhaus.
Tschüss Ford! Warst ein tolles Wägelchen!

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Die Rückgabestation liegt ein paar Kilometer vom Flughafen Los Angeles entfernt, es fahren aber regelmäßig kostenlose Shuttle.

Wir gaben beim Fahrer an, mit welcher Airline wir fliegen würden und er brachte uns direkt zum richtigen Terminal.

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Dort angekommen, staunte ich etwas  – denn es gab keine Check-In-Schalter, sondern Automaten, an welchen man sich seine Boardkarte selber druckt und auch das Gepäck ettikettiert.

Da stand ich nun mit meinem Gepäck, 3 müden Kindern und dachte nur, das würde jetzt bestimmt “lustig” werden. Ich hatte so etwas noch nie gemacht!

Irgendwie hätte ich jetzt dringendst einen Kaffee gebraucht, …..

Wir mussten warten, denn es waren alle Automaten besetzt.
Die Kinder fanden warten doof und wollten den Flughafen erkunden. Vor allem die Dreharbeiten direkt im Terminal fanden sie spannend!

Irgendwie kommt mir diese Dame bekannt vor ……

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Die Kinder mussten bei mir stehen bleiben.
Das löste allerdings einen ganz kleinen Unmut bei den Kindern aus.
Ausserdem hatten sie Hunger, mussten auf Klo, warten ist sowieso doof, das Gepäck war auch doof und das frühe Aufstehen auch.

“Wenn wir hier fertig sind, gehen wir irgendwo frühstücken, ok?”

“Jaaaaaa, aber nur Pancakes!!!” 

….. und Kaffee …..

 Schon der Gedanke daran lies meine Lebensgeister wieder etwas aufblühen,….

Bald war ein Automat frei.

Die Kinder bekamen aber dann die Aufforderung, am Gepäck stehen zu bleiben, damit ich in Ruhe unsere Boardkarten drucken kann und einchecken kann und überhaupt, …..

Ok, so kompliziert kann das mit dem Automaten doch nicht sein, dachte ich mir.

Es gibt verschiedene Sprachen – auch deutsch?!

Glück gehabt. Deutsch ist auch dabei.

Man begann den Vorgang mit dem Einlesen vom Reisepass.
Alles weitere wurde am Monitor Schritt für Schritt erklärt.
Das war wirklich einfach!

Die Boardkarten wurden gedruckt, ebenso die Koffer-Aufkleber.

Damit ging man dann zum Schalter, wo die Koffer aufs Fließband kamen.

Ich konnte im Vorfeld keine Plätze reservieren und so bekam ich nur noch 2×2 Plätze, auf verschiedenen Seiten.

Klar war: Ein Zwilling neben mir, der andere neben Nina.

Die Zwillinge stritten sich, wer neben mir sitzen würde.

Aber bevor ihr jetzt denkt, es ginge darum, wer neben mir sitzen DARF,….. pfffffff……..

“Ne, du sitzt neben Mama!”

“Nein, ich will neben Nina sitzen, du musst neben Mama sitzen!”

“Nein, ich sitze neben Nina und du gehst zu Mama!”

Ähm….. Kinder, streitet ihr euch grad, wer neben mir sitzen MUSS???

Das sind dann so Momente, wo man als Mama doch etwas an der Erziehung zweifelt,….. * seufz *

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Nachdem wir diese ganze Prozedur doch erfreulich schnell und gut hinter und gebracht haben, wollten wir in Ruhe frühstücken.

Wir hatten noch sehr viel Zeit, ich plane meistens viel zu viel Zeitpuffer ein. Aber man weiß nie, ob immer alles so klappt, wie man plant.

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Pancakes fanden wir nicht, aber Waffeln. Ein gesundes und nahrhaftes Frühstück,  ….. aber im Urlaub sehe ich das nicht so eng. Die Kinder freuten sich jedenfalls!

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Wir hatten noch sehr viel Zeit bis zum boarden …
…  die Kinder bauten irgendwelche Bauwerke, um sich die Zeit zu vertreiben …..


FOTO: Nina

…. sehr viel Zeit …..


FOTO: Nina

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Aber irgendwann hieß es: Ab zum Gate!

Da steht er – unser kleiner Flieger

Weniger Beinfreiheit als beim Billigflieger WOW

Die Kinder freuten sich riesig über die Monitore

Auf diesen lief da sehr amüsante Sicherheitsvideo! Es hat Spaß gemacht, sich das anzuhören / anzusehen, was man eigentlich alles schon kennt, wenn man häufiger fliegt.

Leider gab es für die Kinder dann eine Ernüchterung …… denn :

Direkt neben dem Monitor war der Schlitz für die Kreditkarte, um das zu bezahlen.  Mir war das aber zu teuer für den kurzen Flug.

Unsere Kinder packten ihre V-Tech Geräte aus.

Diese haben sich wirklich schon mehr als bezahlt gemacht!

Ok, Anschnallen, Ready for Take off

Ich war unglücklich, nicht mit Nina und Jana zusammen zu sitzen, aber Nina rief mir auf meine Nachfrage zu, dass alles bestens sei und sie alles im Griff habe.


Eine riesige Maschine

Farbenfrohe Flugzeugparade

Das Erkennungsmerkmal vom LAX

Ich habe Nina gefragt bzw zugerufen, ob alles ok sei – und sie bejahte es. “Mama, wir kennen das doch schon mit dem starten und so!” Sie kümmerte sich darum, dass Jana beim Start ein Kaugummi bekam und machte nebenbei auch noch viele Fotos von sich und Jana, ihr Kiddy-Secret hat eine Selfie-Funktion mit witzigen Zusatzfunktionen –  und ich hörte sie immer wieder kichern.

Ok, sie hat wirklich alles im Griff. Stolz auf meine schon so große Tochter lehnte ich mich zurück.

Wir hoben ab – und die Kinder sangen (leise) die erste Zeile von einem bekannten Lied: “Ich heb ab, nichts hält mich am Boooooooden, alles blass und grau, bin schon lange nicht geflogen, wie ein Astronaut!” – Na, Lied erkannt? Die anderen Fluggäste schmunzelten.

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Foto: Nina

Der vordere Pier ist der Venice Beach Pier, der hintere ist der Pier von Santa Monica mit dem Freizeitpark Pacific Parc

Da sieht man es etwas besser

LA ist eine riesige Stadt, wie man beim Blick aus dem Flieger wieder einmal deutlich sehen konnte

Die Küste – hier fährt man entlang, wenn man den Pacific Highway entlang fährt.

Ich wurde traurig, denn genau das war seit vielen vielen Jahren mein Traum gewesen, den Pacific Highway von San Francisco bis Los Angeles durchzufahren ….. aber die eingestürzten Brücken / Strassen sperrten den schönsten Teil vom PHW leider ab,….

Point Dume

Karte: https://www.google.de/maps/place/Point+Dume/

Zwischendurch liessen Wolkenlücken einen atemberaubenden Blick auf die Bilderbuchlandschaft zu

Im Flieger gab es Getränke und einen kleinen Snack. Foto: Nina

Das ist der Santa Margarita Lake – er erinnert mich irgendwie an einen kleinen, chinesischen Drachen

Karte: https://www.google.de/maps/place/Santa+Margarita+Lake

Ein Regenbogen! Nina konnte ihn auf der anderen Seite auch sehen.

Kurz vor San Francisco sah man das – sah interessant aus mit den verschiedenen Farben.

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Der Landeanflug war übel. Richtig übel. Starke Winde schaukelten den Flieger hin und her. Den Kindern wurde flau im Magen und auch mir ging es nicht gut.

Wir waren heilfroh, als wir endlich gelandet waren und langsam zum Gate rollten.

So ein Inlandflug ist schon was feines. Er kostet nicht viel (wir haben um die 30 € pro Flug bezahlt) und nach der Landung geht man direkt zum Kofferband und dann ist man schon fertig. Die Imigration entfällt ja,

Am Kofferband bin ich immer etwas nervös und hoffe, dass keiner meiner Koffer verloren geht. Das kennt wohl jeder Fluggast …..

Unsere Koffer kamen aber und dann ging es zu dem Taxi-Stand.

Es ist etwas unglücklich, dass in San Francisco die Anmietstation von Cruise America so weit vom Flughafen weg ist.

Wir entschieden uns für ein Sammeltaxi.
Dieser fuhr erst ein älteres Pärchen nach Hause (schnuckeliges typisches amerikanisches Häuschen in einer ebenso schönen Wohnsiedlung) und danach noch einen Alleinreisenden.

Die nächste Station war dann unsere – Cruise America!

Bezahlt haben wir für die Fahrt knapp 70 USD.

Ich liebe den Anblick dieser Strassen-Spaghetti-Knoten

…. zum Glück musste ich nicht selber fahren …..

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Als wir auf den Hof von Cruise America fuhren und die vielen vielen Camper sahen, spürten wir alle dieses nervöse-kribbeln in der Magengegend, wir freuten uns und waren so aufgeregt, wie es wohl ist, mit einem Wohnmobil so eine Tour zu fahren.

Es war mein 1. mal mit dem Camper, aber die Mitarbeiter von Camperdays.de haben mir vorher  bereits sehr viel erklärt und mir so meine Sorgen nehmen können.

Ich war sehr gespannt, was uns erwarten würde.

Und soviel vorweg: Inzwischen bin ich ein großer Fan von dieser Art zu reisen!

Mit meinen Reservierungsunterlagen ging ich zum Anmeldebereich.

Mein Name und mein Wohnmobil standen schon auf dem Monitor

Der Mitarbeiter war sehr überrascht, dass ich wirklich alleine mit 3 Kindern unterwegs sein würde. Ich sei  “… a brave mother!” sagte er zu mir und dass meine Kinder glücklich sein können, so eine Mama zu haben.  Ui 🙂

Bevor man zum Wohnmobil geht, bekommt man ein Einführungs-Video gezeigt. Hier werden die Funktionen vom Wohnmobil erklärt, man bekommt wichtige Tipps und Hinweise.

Und die sollte ich mir jetzt alle alleine merken???

Nein, das muss etwas aufgeteilt werden:
Nina, Du merkst Dir auch den Part mit dem Abwasser und so.
Marc, Du bist für die Elektrik zuständig und Jana, du hörst besonders gut zu, wenn es um das Frischwasser geht.

Ja, das waren wirklich meine Sorgen. Dass ich auf dem Campingplatz stehe und diese ganzen Anschlüsse nicht hinbekomme.

Aber schon direkt am ersten Tag sollte ich merken, dass das völligst unbegründet war.

Aber das wusste ich zu dem Zeitpunkt, als wir das Video sahen, ja noch nicht.

Es war auf deutsch und wir waren die einzigen in dem Raum.

Die Kinder hörten sehr aufmerksam zu und ich versuchte, mir alles zu merken.

 

Im Anschluss an das Video ging es zum Wohnmobil.

Dort wurde auch noch einmal genau erklärt, wo welche Anschlüsse sind, wie die Technik- Überprüfung funktioniert, wie man schaltet usw.

Der Camper schien noch sehr neu, 8875 Meilen hatte er erst auf den Tacho.

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Und dann, dann ging es los!

Unser Roadtrip sollte nun also wirklich starten.

Das ist er. Unser Fahrbares zu Hause für die kommende Zeit.

Oben über der Fahrerkabine gab es eine “Höhle” – hier schliefen die Kinder. Darauf haben sie sich schon die ganze Zeit gefreut,  ich schlief auf dem Bett im Heck des Wagens. Es gab zudem eine Küche mit Gasherd und Mikrowelle, einen Kühlschrank, eine kleine Dusche und ein WC.

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Ich setzte mich auf den Fahrersitz, die Kinder saßen hinten am Tisch und schnallten sich an.

Auf Gehts!!!!!

Das Foto entstand ein paar Tage nach der Übernahme 😉

Es gibt im Camper auch ein Bedienungshandbuch, auch in Deutscher Sprache.

Die Automatik-Schaltung am Lenkrad, die Handbremse im Fußraum…… okeeee

Bevor ich losfuhr, las ich mir aber noch einmal Handbuch das wichtigste durch. Ich bin jemand, der lieber auf Nummer sicher geht und so ein großes Gefährt habe ich noch nie gefahren.

Die Kinder saßen praktischerweise am Tisch und konnten so etwas malen, um sich die Wartezeit zu vertreiben.

Ich startete den Motor und lenkte das Wohnmobil aus der Parklücke.

Mein 1. Gedanke: Ich fahre einen Schwertransporter, einen riesigen Laster, …. und den soll ich jetzt 2500 Meilen durch 4 Bundesstaaten lenken?! Ich bekomme den nicht einmal heile vom Parkplatz ….

 Zugegeben, die ersten Meilen waren noch etwas ungewohnt, aber dann hatte man es raus. Das mit dem Schalten, anfahren, das mit der Handbremse, die Maße vom Wohnmobil beim abbiegen.

Es war einfacher, als ich es mir vorgestellt habe und ja, es machte Spaß! Es machte sogar riesigen Spaß, den Camper zu fahren  –  mit einer Ausnahme: Die Strassen von Los Angeles,….

Aber die Fahrten über die Strassen zwischen den Naturparks, durch die unendlich scheinende Weite mit den immer wieder wechselnden Landschaften, …. es war traumhaft!

Man hielt dort an, wo es einem gefiel, hatte immer Herd, Kühlschrank – und ganz wichtig, vor allem, wenn man mit mehreren Kindern reist: eine Toilette dabei. Wenn wir zwischendurch Hunger bekamen, hielten wir irgendwo an, bereiteten uns das Essen oder ein paar Snacks, wer wollte, konnte noch eben schnell auf die Toilette, aus dem Kühlschrank nahm ich mir ein kühles Getränk in meine Fahrerkabine und dann fuhren wir weiter.

Das ist so ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit.

Und genau dieses Gefühl bekam ich schon direkt am ersten Tag.

Und fragte mich schon da: Warum haben wir das nicht schon viel früher so gemacht?!

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Wir hatten unser Gepäck erst einmal in der Ablage unterhalb bzw im Heck des Campers verstaut.

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Unser 1. Weg führte uns zum Walmart, Kühlschrank und Vorräte auffüllen.

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Ok, einparken musste ich noch üben,….. aber so ging es erst einmal. Der Parkplatz war nicht voll und ich stand ganz hinten.

Walmart. Das erinnerte mich an unsere Zeit in Florida. Ob es immer noch diese leckeren Orangensäfte gab?

Wir haben Wasser gekauft, denn das Wasser aus dem Frischwassertank vom Wohnmobil darf man nicht trinken oder zum kochen verwenden.
Wasser gibt es dort kanisterweise, allerdings ohne Kohlensäure.
Ausserdem kauften wir natürlich Essen und Getränke, ein paar Snacks, Spülmittel, Waschmittel und was man halt so braucht  – aber auch (und deswegen waren wir extra beim Walmart, denn dort gibt es auch eine große Campingabteilung) spezielle Tabs, welche man nach jedem dumpen in die Campingtoilette wirft. (Dumpen ist der Vorgang, wenn man die Abwasserbehälter leert.)
Diese chemische Keule ist wichtig, denn sie hilft beim zersetzten des Inhaltes.
Man wirft sie eingepackt in die Campingtoilette, die Verpackung löst sich dann auf und das Zeug kann wirken.
Man hat im Wohnmobil übrigens NIE irgendetwas von der Toilette gerochen (Da hat mich die Tage jemand für angeschrieben, um sich das nachzufragen)
Für das Päckchen mit den chemischen Zeugs habe ich um die 14 USD bezahlt.

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Thomas und Melanie haben auf ihrem Blog einen tolle Einkaufsliste für den ersten Camping-Urlaub-Einkauf geschrieben:

https://www.reisen-fotografie.de/einkaufsliste-wohnmobil-urlaub/

Seine Liste könnte man noch um einen Besen ergänzen, denn man trägt aus den Naturparks doch einiges an Sand ins Wohnmobil.

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Und dann ging es Richtung Campground in San Francisco.

Ich hatte mir auf Empfehlung eines Freundes die App “Maps.me” runter geladen, das ist eine Offline-Karte, wo man sich die jeweiligen Karten auch noch dazu runterladen muss.

Diese App war …… ok, ich formuliere es anders.

In Deutschland oder im europäischen Ausland nutze ich immer als Navi ganz simple Google Maps. Die Kinder haben der “Dame”, welche die ansagen macht, einen Namen gegeben. Sie heisst “Navinia” und lotst uns immer wieder zuverlässig durch die unbekannten Strassen.
Das Problem: Navinia braucht Internet, aber das hatte ich in den USA nicht überall.
Also gab es die neue App.

Aber sie machte keinen guten Job. ….. Beispiel: Wir mussten eine Ausfahrt vom Highway / Freeway nehmen. Das zeigte sie auch an,  sagte aber immer “Fahren sie geradeaus” . Sie zeigte also an, dass ich die Ausfahrt nach rechts nehmen muss, sagte aber “Fahren sie geradeaus” …. Hallo??? Das war IMMER so, irgendwann wusste ich : Sagt sie “Fahren sie geradeaus”  muss ich die Ausfahrt nehmen.

Ganz besonders toll war es, wenn sich die Strasse in 3 Strassen aufteilte. Einmal geradeaus etwas nach rechts, einmal geradeaus, etwas nach links und einmal die Abfahrt. Und was sagt sie?! Fahren sie geradeaus. Sie zeigte das dann auch nicht richtig an, diese Verkehrsknoten sind kniffelig und es wurde auch nicht angezeigt, auf welche Strasse ich muss oder wenigstens in welche Richtung.

Sie bekam direkt am 1. Tag auch einen Namen von den Kindern: Doofie ! Seitdem nannten wir sie so und wenn immer es ging, nutzten wir unsere vertraute Navinia.

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Dank Doofie haben wir uns jedesfalls oft verfahren, und das war nicht das einzige. Sie liebte auch Umwege und hat uns manchmal Strecken angezeigt, die soviel weiter waren und auch länger dauerten,….. in irgendeinem der Berichte werde ich das zur Verdeutlichung auch noch posten.

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Trotz Doofie kamen wir dann aber irgendwann am Campground an.

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Unser Campground lag südlich von San Francisco.

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http://www.sanfranciscorvpark.com/

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Lage:

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Zentraler an San Francisco gibt es keine Campgrounds.

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Es gibt einen Shuttleservice, welcher die Gäste direkt nach San Francisco bringt, dieser kostet pro Person 12 USD für Hin- und Rückweg.

Im Grunde ist der Campground einfach nur ein (enger) Parkplatz mit Strom- und Wasseranschlüssen.

Es gibt einen Waschsalon und einen Aufenthaltsraum mit Fernseher, einen Internet-PC und einem Kicker.

Ausserdem gehört zum Campingplatz ein kleiner Supermarkt. Hier bekommt man zwar das nötigste, aber die Preise sind hoch

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Wir haben dann unser Wohnmobil angeschlossen.

Strom: Kabel aus dem Fach an der Aussenseite ziehen, in die Steckdose, fertig.
Wasser: Schlauch aus dem Gepäckraum, die eine Seite an den Wasserhahn, die andere an den Anschluss an der Aussenseite, Wasserhahn aufdrehen, fertig.
Abwasser: Abwasserschlauch aus dem Fach an der Aussenseite ziehen, das eine Ende am Camper am Abfluss anbringen, das andere Ende in den Bodenabfluss legen, fertig.
Gedumpt wird dann in 2 Schritten: Erst wird das Ventil vom Blackwater aufgezogen. Das ist das Wasser aus der Toilette. Das Ventil wird geschlossen und dann wird das Greywasser abgelassen, das ist das Wasser aus den Waschbecken, Dusche und der Spüle. Weil hier meistens Spüli oder Shampoo mit bei ist, reinigt es den Schlauch auch direkt etwas. Trotzdem haben wir ihn immer noch mit Wasser nachgespült.
Und das wars auch schon.
Es ist wirklich einfach, ich habe mir ganz umsonst Sorgen gemacht ….
Mein 7-jähriger Sohn hat das nach ein paar Tagen schon ganz alleine hinbekommen. Er war dann immer stolz wie Oskar, immerhin ist er doch der Mann im Haus und Männer kümmern sich um soetwas. Ich habe ihm dabei zwar über die Schulter geschaut, aber ihn machen lassen.
Die ganzen Anschlüsse und das dumpen ist also –  wie ihr lesen könnt –  wirklich kinderleicht!

So sieht es aus, wenn alles angeschlossen ist. Der weiße Schlauch ganz rechts ist das Frischwasser (was man aber trotz des Namens nicht zum Kochen / trinken verwenden darf.
Unten der dicke graue Schlauch ist der Abwasserschlauch und das Schwarze Kabel ist für Strom.
Das ist alles. Wirklich kinderleicht anzuschließen!
HINWEIS: Das Foto entstand NICHT auf dem Campground in San Francisco!!!!! (Sondern zwischen dem Zion NP und dem Bryce Canyon!)

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Im Wohnmobil gibt es die Kontrolltafel. Hier kann man immer kontrollieren, wie voll die Tanks sind (Frischwater / Greywater / Blackwater), wie voll die Zusatzbatterie, welche man zB für den Heizlüfter nutzen kann, noch ist und wieviel Gas noch vorhanden ist. Das ganze ist im einfachen Ampelsystem aufgebaut. Grün: Alles ok. Gelb: Ok, geht noch. Rot: Abwassertank voll oder Frischwassertank leer, beides doof, also Handlungsbedarf.

Bei Cruise America sagte man mir, ich solle immer schon die Abwassertanks leeren, wenn es gelb würde.

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Irgendwie habe ich es versäumt, ein Foto vom Stellplatz zu machen. Das war soviel an Input an diesem Tag, dass ich abends völlig k.o. war….

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Ein paar Fotos aus dem Camper, entstanden sind sie irgendwann zwischendurch, aber dann könnt ihr unser fahrbares Hotelzimmer schon einmal von innen sehen 🙂


Die Kinder in ihrer Schlaf- “Höhle”

Mein Schlafbereich

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Herd und Mikrowelle sowie Spüle, dahinter ist mein Schlafbereich. Die Tür rechts führt zur Dusche / WC

Das wars fürs erste. .

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Für morgen hatten wir eine Stadtrundfahrt in San Francisco gebucht und wir haben uns sehr auf den Tag gefreut.

Unsere erste Nacht im Camper begann relativ früh, wir waren alle müde und schlummerten bald ein, nichtsahnend, was uns am Folgetag doofes erwarten sollte,……

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USA - Roadtrip an der Westküste

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