mein Projekt für die Grundschule in Khorixas / Namibia hat durch die vielen teils neu aufgetretenen Baumängel (u.a. großer Wasserschaden) so einen großen Umfang angenommen, dass ich es als Privatperson so nicht mehr geschafft hätte, die dafür benötigte Summe an Spenden zusammen zu bekommen.
Wir konnten einen kompletten Schlafblock sanieren, viele Kinder können Dank eurer Spenden wieder windgeschützt / warm schlafen! Gerne hätten wir alle Schlafblöcke saniert, aber durch massive Wasserschäden sind da nun erst einmal andere Arbeiten auf der Prio-Liste weit oben, deren finanziellen Umfang meine Spendenkampagne leider um ein Vielfaches übersteigt.
Das bereits gespendete Geld ist in die Sanierung des Schlafblockes geflossen.
Es ist noch ein kleiner Restbetrag übrig. Dieser wird ebenfalls der Schule bzw den Kindern dort zukommen und in Decken investiert.
Wer hier mehr zu wissen möchte, darf mich gerne kontaktieren.
Der Verein Lilli e.V.
Während mein Projekt lief, lernte ich den Verein Lilli e.V. kennen, welcher in Afrika bereits viele Projekte für Kinder erfolgreich umsetzten konnte. Auch aktuell laufen viele Projekte und diese werden alle durch Spenden finanziert.
In den letzten Monaten habe ich sehr viel mit Sylvia von dem Verein Lilli e.V. telefoniert und geschrieben. Sie hat mich mit ihrem Verein auch bei meinem Projekt unterstützt, wenn ich z.B. Spendenquittungen benötigte und haben auch einen Teil zu dem Projekt gespendet. Dafür an dieser Stelle auch noch einmal einen ganz lieben Dank!!!!
Was dieser Verein bereits aufgebaut und geleistet hat ist wirklich beachtlich, manches hat mir Tränen in die Augen getrieben. Es gibt soviel zu tun in Afrika und sooft sind es Kinder, die so dringend Hilfe benötigen. So viele Kinder, die unter schlimmsten Bedingungen aufwachsen.
Der Verein hilft direkt und ohne Umwege und sorgt persönlich dafür, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie wirklich gebraucht wird. Dabei engagieren sich alle Mitglieder ausschließlich ehrenamtlich. Es gibt keine Verwaltungskosten. Alle Beiträge und Spenden können somit zu 100 % für die Kinder in Afrika eingesetzt werden.
Aktuell ist Sylvia wieder in Namibia vor Ort und hat mir schon von mehreren Projekten Fotos geschickt.
Oft höre ich „Ich würde ja spenden, aber das Geld kommt ja nie da an, wo es hinsoll….“ oder „… man weiß ja nie genau, was mit dem Geld passiert….“
Bei Lilli e.V kommt jeder Cent da an, wo er gebraucht wird!
Wenn ihr den Kindern in Afrika helfen möchtet, kann ich euch Lilli e.V. sehr ans Herz legen. Hier kommt jeder Cent genau da an, wo er gebraucht wird.
Lilli e.V. unterstützt in Not geratene, kranke und elternlose Kinder in Afrika in ihrem Alltag, bei medizinischer Versorgung sowie ihrer Bildung und Ausbildung. Durch Spenden, Sachspenden, Veranstaltungen u.a. in Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen, Vorträge, Ausstellungen und Zusammenarbeit mit Firmen, die Geschäftsbeziehungen in afrikanische Länder haben, werden die finanziellen Mittel für die genannten Vorhaben bereitgestellt.
Woher stammt der Name Lilli e.v.?
Lilli ist ein junges Mädchen in Namibia und inzwischen schon 15 Jahre alt. Bereits ein paar Tage nach ihrer Geburt am 7. Januar 2008 verlor sie leider ihre Mama. Viele hilfsbereite und afrikabegeisterte Menschen aus Deutschland spendeten für Lilli und ermöglichten ihr so einen materiell unbeschwerten Start ins Leben. Ihre Mama wird sie aber niemals kennen lernen und kein Mensch wird sie jemals wirklich ersetzen können. Selten ist es aber so deutlich, wie oft Licht und Schatten beisammen liegen. Das Schicksal der kleinen Lilli hat viele Menschen motiviert auch anderen benachteiligten und hilfebedürftigen Kindern in Afrika zu helfen.
Ein paar Beispiele für die Projekte von Lilli e.V.
Das Behindertenzentrum CBR und die integrative Kindertagesstätte (Day Care) in Grootfontein
2017 begannen die Planungen und die Umsetzung für ein Behindertenzentrum in Grootfontein. In zwei umgebauten Containern wurde ein erstes Rehazentrum errichtet. Hier kommen Kinder, Jugendliche und Erwachsene zusammen für Therapien, Sport oder einfach gemütliches Zusammensein. Die behinderten Menschen erhalten physiotherapeutische Behandlung und es wird Sport gemacht, mit denen, die es können. 2021 kam die integrative Kindertagesstätte hinzu. Die ersten Kinder werden nach ihren Fähigkeiten und individuellen Bedürfnissen hier stundenweise betreut, gefördert und können entsprechend ihrer zum Teil schwersten Behinderungen an einem gemeinschaftlichen Leben teilhaben.
Durch selbst angefertigte Handarbeiten wird der Unterhalt für das Zentrum (Wasser, Strom usw) finanziert. Das ganze steht unter der Schirmherrschaft von Cornelia Reimann, wird aber von dem Verein Community Based Rehabilitation betrieben und bewirtschaftet.
Die inklusive Schule „TrainOccasion Primary School“ in Otjiwarongo
TrainOccasion bedeutet: “Du hast die Gelegenheit zu trainieren und dich dadurch zu entwickeln.“
Seit 2013 unterstützt Lilli e.V. die inklusive Schule „TrainOccasion Primary School“ in Otjiwarongo. Gemeinsam mit anderen Kindern können hier Schüler und Schülerinnen mit besonderen Bedürfnissen lernen. Die Klassenverbände sind extra klein gehalten. Eigentlich wird Inklusion in Namibia groß geschrieben, aufgrund des ohnehin schon desolaten Schulsystems ist dies in der Praxis leider kaum möglich. Allein schon die Klassengröße von ca 40 Schüler pro Klasse macht eine individuelle Betreuung im Unterricht nicht möglich.
Die Schule möchte besonders ein Platz für alle sein, die im „normalen Leben“ momentan nicht die geeignete Förderung bekommen können. Ziel ist es, jedem die entsprechende Förderung zu geben die er braucht, so dass im günstigsten Fall eine Wiedereingliederung in eine normale Schule erfolgen kann. Dies kann möglich werden, wenn Kinder mit Entwicklungsdefiziten lang genug individuell gefördert werden und dadurch ihre Rückstände aufholen. In den Bereichen der Behinderung, wo dies nicht möglich ist, sollen soziale und kommunikative Entwicklung sowie die grundsätzlichen Kulturtechniken im Vordergrund stehen.
2020 wurde ein zusätzliches wichtiges Programm entwickelt, durch das den Schülern jeden Tag ein selbst hergestelltes Mittagessen gemacht werden kann. Dieses wird von den größeren Schülern zubereitet. Es soll ihnen helfen, Unabhängigkeitsfähigkeiten und Lebensfähigkeiten zu entwickeln.
Für den Verein vor Ort in Grootfontein ist seit vielen vielen Jahren Cornelia Reimann. Mit der finanziellen Unterstützung durch Lilli e.V. ist sie vor Ort mit viel Elan, unermüdlich und ehrenamtlich für die Kinder in der Kleinstadt im Nordosten des Landes im Einsatz.
Es gab bei einem Besuch 2011 durch Mitglieder des Vereines in der Stadt schon einige Kindergärten, aber diese waren in einem katastrophalen baulichen und hygienischen Zustand.
Der Verein beschloss, auch hier zu helfen. Viele Höhen und Tiefen warteten in der darauffolgenden Zeit auf alle im Projekt involvierten, aber es hat sich gelohnt.
Neben umfangreichen Baumaßnahmen an den einzelnen Kindergärten hat der Verein die Einrichtungen seit 2011 immer wieder mit Möbeln, Lern- und Spielmaterial und mit Obst und Milch unterstützt. Inzwischen sind die 8 unterstützten Kindergärten auf einem sehr guten namibischen Niveau und auch weiterhin wird sich der Verein für das Wohl und die Bildung der Kinder in Grootfontein engagieren.
Was mir sehr ans Herz gegangen ist, ist das Schicksal von Johannes
Johannes ist ohne Arme und Beine geboren und lebt zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester in Namibia in einer kleinen Wellblechhütte.
Die Hütte und das Grundstück gehören seiner Mutter nicht. Er, sein Schwesterchen Sunday und Mutter Laimy sind dort nur geduldet. Sie schlafen auf Pappkartons auf unbefestigtem staubigem Boden. Mobiliar ist hier ebenso nicht vorhanden.
Es gibt kein fließendes Wasser oder gar Strom.
Im Sommer ist es in der Wellblechhütte heiß und stickig, im Winter eisig kalt. Von „behindertengerecht“ kann schon gar keine Rede sein. Zur Fortbewegung wird Johannes getragen oder in einem Kinderwagen geschoben. Das Gelände um die Hütte ist unbefestigt, der Boden nur Sand und Schotter.
Eine Wellblechsiedlung bei Windhoek
Johannes hat sich die beste Mutter ausgesucht, die man haben kann. Sie steht hinter ihrem Sohn. Für sie kommt es absolut nicht in Frage, ihr Kind in eine Einrichtung zu geben, in der er monatelang von ihr getrennt wäre und von fremden Menschen erzogen werden würde. Leider ist es in Namibia auch immer noch so, dass viele schwer behinderte Kinder versteckt werden und keine Förderung bekommen.
Johannes wird von seiner Mutter seit zwei Monaten zur Gymnastik und Förderung ins Behindertenzentrum CBR in Grootfontain gebracht, hier macht er beeindruckende Fortschritte in seiner Entwicklung!
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Gesammelt wird nun für eine behindertengerechte Unterkunft, in welcher Johannes sich frei bewegen kann, außerdem wäre es schön, wenn er irgendwann Prothesen bekäme.
Wenn ihr an Lilli e.V. spenden möchtet und das Geld direkt für Johannes sein soll, gebt im Verwendungszweck „Johannes“ ein. Das Geld kommt zu 100 % Johannes und seiner Familie zu Gute!
Auf der Website von Lilli e.V. werdet ihr zudem regelmäßig über Johannes und alle anderen Projekte auf dem aktuellen Stand gehalten.
Sylvia hat mir ganz frisch Fotos geschickt, welche ich hier verwenden darf
Schön bunt und kindgerecht
Sylvia und ihre Begleiter bekamen zur Begrüßung ein Lied vorgesungen
Wenn ihr die Arbeit von Lilli e.V. unterstützen möchtet, findet ihr hier weitere Informationen:
Wir wissen, wie schwer die Zeiten im Moment sind und unsere (…) Regierung hatte mit ihrer Ankündigung auch kein schönes Weihnachtsgeschenk für ihr Volk….
Aber wenn ihr vielleicht zu Weihnachten etwas Gutes tun wollt, dabei aber die Sicherheit haben möchtet, dass euer Geld wirklich da ankommt, wo es hinsoll, dann kann ich euch Lilli e.V. ans Herz legen.
Lilli e.V. und ich bedanken uns für jeden Cent und versprechen:
Er kommt zu 100 % da an, wo er wirklich gebraucht wird!
Es gibt auch andere Möglichkeiten, den Verein zu unterstützen
Namibiareisende
Lilli e.V. würde sich freuen, wenn sich Touristen melden, die nach Namibia reisen und die einen kleinen Teil Sachspenden mitnehmen könnten. Die Übernahme der Sachen in der Hauptstadt Windhoek ist gewährleistet.
Partnerschaften
Welche Kindereinrichtung hat Interesse eine Partnerschaft mit einen Kindergarten in Namibia abzuschließen? Lilli e.V. unterstützt euch selbstverständlich beim Aufbau und bei der Durchführung dieser Partnerschaft und hält euch mit Fotos und Videos regelmäßig auf den aktuellen Stand
Firmenkontakte
Lilli e.V. sucht Unternehmen in Deutschland, die Geschäftsbeziehungen zu Firmen in Namibia unterhalten, um Transportmöglichkeiten nach Namibia zu koordinieren.
Altkleidercontainer
Lilli e.V. stellt Altkleidercontainer in Städten und Gemeinden deutschlandweit auf. Der Erlös aus diesen Containern kommt dem Verein und damit den Hilfsprojekten in Afrika zu Gute. Wenn ihr dem Verein einen Containerstellplatz (ca. 2,5 x 2,5m) zur Verfügung stellen könnt, kontaktiert Lilli e.V. bitte überdie Website
Singapur: Sightseeing mit dem HoHo-Bus, Buddhistischer Gebetsgesang im Tempel – und viel Regen…..
Singapur: Sightseeing mit dem HoHo-Bus, Buddhistischer Gebetsgesang im Tempel – und viel Regen…..
Sorry für die längere Pause, ich hatte Corona, …zum 3. mal – und wieder hat mir dieser Mist ein paar Tage unfreiwillige Bettruhe mit Fieber, Gliederschmerzen und Kreislaufproblemen eingebrockt,…..
Guten Morgen Singapur!
Das Frühstücksbuffet im Furama
Das Frühstücksbuffet im Furama ließ absolut keine Wünsche offen. Es gab wirklich alles, so etwas haben wir vorher noch nicht gesehen …
Brot, Brötchen, Waffeln, Joghurt, Obst, Cornflakes. Bis dahin normal. Kuchen, … zum Frühstück, auch gut, kennt man auch schon. Aber es gab auch Suppen, Nudelgerichte, teils mit Hackfleischfüllung, Reis, Fisch und vieles, was wir gar nicht zuordnen konnten. Eben International. Ich blieb heute noch etwas vorsichtig und startete den Tag mit Kaffee, Waffel und ein Stück Küchlein. Die Kids waren experimentierfreudiger. Das ist ja auch eines meiner Ziele, warum ich mit den Kids in die Ferne reise: Offen werden für neue Kulturen. Und dazu gehören eben auch andere Frühstücksweisen, auch wenn ich zugegebener weise an dem Tag kein gutes Beispiel war…..
Von allem etwas dabei
Unsere Tour mit dem Amphibienboot war eigentlich um 11 Uhr geplant. Diese wurde aber gestern telefonisch abgesagt, da das Fahrzeug leider defekt ist.
Die nun so gewonnene Freizeit wollten wir nutzen, um uns Chinatown anzusehen. Von dort würde auch dann der HoppOn-HoppOff-Bus fahren, für welchen wir ebenfalls Tickets hatten.
Chinatown in Singapur
Chinatown war toll geschmückt
Schattige Wege auf den Bürgersteigen.
Costus spicatus – sieht wunderschön aus, wenn sie blühen. Leider haben wir keine blühende gesehen.
Der Sri Layan Sithi Vinayagar Tempel ist ein indischer Tempel und liegt direkt bei Chinatown. Man kann ihn besichtigen, aber wir wollten die vielen betenden nicht stören (siehe die Anzahl der Schuhe vor dem Tempel) und gingen weiter
Schon von außen ist er sehr sehenswert. Wie Buddha auch haben viele der Figuren einen dicken Bauch, was für Glück und Wohlstand steht.
Ein klein wenig Balsam für meine Seele ….#coronakilos …..
Architektonisch ist Singapur an vielen Stellen eine Stadt der Kontraste.
Wir laufen weiter, ohne konkretes Ziel, und schauen uns Chinatown an.
Wohnraum in Singapur ist eng – die Wäsche wird daher draußen (teilweise etwas abenteuerlich) getrocknet
Der BuddhaToothRelic-Tempel und meine persönliche Regenwolke
Nach einem entspannten Spaziergang kamen wir dann am prächtigen BuddhaToothRelic-Tempel an.
…. und wenig später war sie dann auch da: Meine persönliche Regenwolke ….
Wir wollten ohnehin den Tempel von Innen ansehen, also war uns der Regen egal! Ätsch Regenwolke, du ärgerst mich nicht mehr!!! Ja, das hätte ich besser nicht denken sollen, denn für den restlichen Tag gab die Regenwolke alles, um mich doch zu ärgern,…..
Während wir uns den Tempel ansahen, goss es draußen in Strömen
Kurz nachdem wir den sehenswerten Tempel mit seinen malerischen Verzierungen betreten hatten, betraten ihn auch Mönche.
Daher schauten wir uns den Tempel nicht weiter an, sondern stellten uns hinten am Ein-/ Ausgang und beobachteten die Mönche.
Und dann begannen sie ihren meditativen Gebetsgesang. Und dem hätten wir stundenlang zuhören können. Er wirkte entspannend, entschleunigend. Wir vergaßen eine Weile alles um uns herum und lauschten fasziniert den Mönchen und ihrem buddhistischem Gebets-Gesang
Kleiner Einblick:
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Es freut mich sehr, dass wir das zufällig passend im Tempel waren, vor allem für die Kids war das eine schöne Erfahrung.
Und dann hatte der Regen aufgehört.
Wir bummelten durch Chinatown.
Die Waren in den Geschäfte erinnerten uns teilweise an diverse sehr günstige Internet-Shops. Und weil die Kids diese sehr toll finden und teilweise mit ihrem Taschengeld mitfinanzieren, wurden sie natürlich auch in Chinatown fündig und hätten am liebsten die Geschäfte leergekauft. Ich bremste sie und beschränkte es auf genau ein bis zwei Teile bis 10 Euro. Mein Sohnemann, gut in Mathe, war dann der Währungsumrechner und dann wurden Teile geholt, wieder weggebracht, diskutiert, beratschlagt, versucht zu verhandeln,…. es zooooooog sich,…. Die Zeit nutzte ich, um nochmals die aktuellen Show-Zeiten für den Abend zu recherchieren.
Die Musikshow bei den Supertrees startete um 19.45 Uhr, das wussten wir von gestern, aber die Wassershow? Und schafft man es überhaupt von der einen Show pünktlich zur nächsten?! Kann man sich beide Shows an einem Abend ansehen?
Meine Recherchen wurden unterbrochen. „Wir sind fertig!“ „Ja, guck mal, was wir uns gekauft haben, ist das nicht toll?“ Ich nickte und schüttelte innerlich den Kopf. … dafür gehe ich also arbeiten,… dachte ich bei mir. Auf der anderen Seite … Taschengeld ist Taschengeld, es sollte mir egal sein, wofür sie es ausgeben. Aber neeeeeeeee, trotzdem….. doch nicht für billigen Plastikkram ….
Egal. Nicht drüber nachdenken.
Die Kids waren happy. Und das zählt doch letztendlich!
Unsere Singapur-Stadtrundfahrt mit dem HoppOn-HoppOff-Bus
Wenig später standen wir an der Bushaltestelle vom HoppOn-HoppOff-Bus. HoHo-Bus.
Der HoHo-Bus fährt den ganzen Tag eine feste Route und man kann an jeder Haltestelle ein- und aussteigen.
Wir hatten die Tickets über Get Your Guide gebucht und hatten nur einen Barcode in der App.
Diesen zeigten wir im Bus vor und bekamen ein vorläufiges Ticket, welches wir später an dem Startpunkt am Schalter in richtige Tickets umtauschen mussten.
Video: Wenn die Wellen durch den Bus plätschern
Der hintere Teil ist überdacht. Das war gut, denn es regnete in Strömen!!!
Im Bus sah das dann so aus:
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Meine liebreizenden Kinder haben von den Flutwellen im Bus auch ein Video gemacht und Dank des im HoHo-Bus vorhandenen kostenlosen WiFi direkt an meinen Mann geschickt mit den Worten: „Guck mal, soviel hat Mama schon geweint, weil sie Dich soooo sehr vermisst!“ …. Danke Kinder,… immer wieder schön, mit euch auf Reisen zu gehen….
Regen …. naja……
Wir ließen uns die gute Laune nicht verderben. Wobei das an meiner Laune schon etwas nagte,…. Die Kids fanden es lustig, bei jedem Stopp, bei jeder Kurve und bei jedem Anfahren riefen sie „Füße hoch, Welle kommt!“ und mussten lachen, wenn die Welle wieder durch den Bus schwappte.
Singapur ist eine grüne Stadt!
Singapur ist eine grüne Stadt!
Was uns bei der Stadtrundfahrt direkt positiv aufgefallen ist: Singapur ist eine grüne Stadt!
Überall, wo es möglich ist, befinden sich kleine Parks. Wenn das nicht möglich ist, wurden Fassaden begrünt oder ein paar Etagen zu Gärten umfunktioniert. Bereits jetzt gibt es rund 70.000 m² bepflanzte Hochhausflächen, die sogenannte Skyrise Greenery, bis 2030 soll es noch bedeutend mehr werden. Beim Straßenbau wird der Platz für die Bäume direkt mit eingeplant. Viele Grundstücke sind fest reserviert für Gärten und Parks. Für die Bewohner toll, für Investoren nicht. Alle neu errichteten Gebäude müssen einen gewissen Prozentsatz an ‚grün‘ erfüllen, zB durch grüne Fassaden / hängende Gärten. Bis 2030 sollen eine Million neue Bäume gepflanzt werden. Ziel von Singapur ist es, dass man von jeder Wohnung aus binnen 10 Minuten einen Park erreichen kann. Dadurch ist die Luftqualität in Singapur bedeutend besser als in vielen anderen asiatischen Metropolen.
Ein gutes Beispiel für die Begrünung der Stadt ist das Park Royal Hotel.
Die Gartenterrassen des Hotels ist so konzipiert, dass sie durch den Einsatz von Solarzellen, Bewegungssensoren, Regenwassernutzung und Wasseraufbereitung nur wenig Energie verbrauchen. Mit seinen schönen grünen Terrassen ist es wie eine grüne Oase und wurde vielfach für seine Architektur ausgezeichnet.
Bei unserer Stadtrundfahrt sahen wir noch viele weitere Gebäude mit besonderer Begrünung / Terrassen- Gärten oder vertikale Gärten.
Die HoHo-Route führt auch am Marina Bay Sands vorbei bzw hält auch dort für alle, die auf die Aussichtsplattform möchten
Die Architektur beeindruckte uns aufs Neue. Und auch hier drumherum überall Grün.
Weiter führt die Fahrt zum Garden by the Bay mit seinen Supertrees und den großen tropischen Gärten
Ein Teil der Strecke fuhren wir die Formel-1 Strecke entlang. Wir schauen seit Jahren keine Formel-1 mehr, daher wusste ich nicht einmal, dass es hier eine Strecke gibt.
Im HoHo-Bus bekommt man Kopfhörer und es lassen sich verschiedene Sprachen einstellen. Man bekommt viele Infos über die Gegend, welche man grad durchfährt.
Das Besondere an Singapur: Die Musik ist auch dem jeweiligen Gebiet angepasst, in Little India gibt es in den Sprech-Pausen indische Musik, in Chinatown chinesische usw. Die Qualität der deutschen Sprache ist allerdings sehr gewöhnungsbedürftig, der Klang war nicht gut und es war oft schwer zu verstehen.
Die alte Markthalle Lau Pa Sat, auch als Telok Ayer Market bekannt und dahinter die neuen, modernen Hochhäuser. Sollten wir noch einmal nach Singapur kommen, möchte ich die Markthalle unbedingt einmal von Innen sehen. Bei diesem Aufenthalt war dafür leider keine Zeit.
Fahrt durch die Hochhaus-Schluchten von Singapur
Der OUE Tower direkt an der Marina Bay.
Die Marina Bay
Das Parlament von Singapur, leider habe ich kein besseres Foto
Fahrt über die Elgin Bridge, welche nachts sehr schön beleuchtet ist. Die kleinen Häuser am Ufer des gehören zum Boat Quay, vor den Wolkenkratzern wirken sie wie kleine Puppenhäuschen
Dieses farbenfrohe Gebäude ist die Old Hill Street Police Station. Das im neoklassischen Stil erbaute Gebäude war in den 1930ern hochmodern, bereits 1933 fuhren dort die ersten elektrischen Aufzüge. Heute befindet sich in dem Gebäude das Ministerium für Kommunikation und Kultur. Insgesamt sind es 927 farbenfrohe Fensterläden, welche in der Gesamtheit betrachtet wie ein Regenbogen aussehen.
Wieder überfahren wir den Singapure River, dieses mal führt unsere Route über die Clemenceau Bridge
Das kleinere weiße Gebäude mit den drei Giebeln ist das Warehouse-Hotel. Auf dem Foto erkennt man es nicht so gut, aber es liegt direkt am Ufer des Singapore River und wieder einmal sieht man hier den architektonischen Kontrast von Singapur. Gebaut wurde das Gebäude 1895 als Teil der Handelsroute über die Straße von Malakka. Zu dieser Zeit war diese Gegend eine Brutstätte von Geheimgesellschaften, Untergrundaktivitäten und Spirituosenbrennereien. Obwohl heute ein Großteil dieser Geschichte verschwunden ist, wurde das Warehouse Hotel sorgfältig zu einem modernen Boutique-Hotel mit 37 Zimmern restauriert, das sich auf das Erbe und die lokale Kultur konzentriert. Vor allem die Lage direkt am Ufer ist toll. Link zu diesem Hotel(*Affiliatelink)
Schaut euch mal an, wie grün Singapur ist! Ist das nicht schön? Mit ein Grund, warum wir uns in diese Stadt direkt verliebt haben, auch wenn das Wetter es uns nicht leicht gemacht hat …. Denn es begann wieder zu tröpfeln,….
Malerische alte Road Shophouses an der Hoot Kiam Rd
Grün! So viel Grün! Mitten in dieser Millionenmetropole.
Der Wohnungsmarkt in Singapur
Der Wohnungsmarkt in Singapur
An dieser Stelle ist es mal Zeit, etwas über den Wohnungsmarkt in Singapur zu erzählen, denn der Stadt-Staat hat da sein ganz eigenes System, welcher es sehr vielen Menschen (ca 80%!), selbst Arbeitern, ermöglicht, in Eigentumswohnungen zu leben.
Das System ist simpel: Der Staat subventioniert Wohnungen und vergibt großzügige Kredite. Hierfür zuständig ist die Behörde für sozialen Wohnungsbau, die HDB (Housing and Development Board) Der Staat verkauft den Antragstellern die Sozialbau- Wohnungen deutlich unter dem Marktwert. Dafür müssen sie die Wohnung mindestens fünf Jahre behalten. Als Käufer der ersten eigenen HDB-Wohnung bekommt man verschiedene Kredite und Vergünstigungen, damit man die Wohnung finanzieren kann. Damit kann sich in der Regel jede Familie so eine Wohnung auch leisten. Nach 5 Jahren darf man die Wohnung wieder verkaufen, den Gewinn darf man behalten. Viele nutzen dieses System, um sich wohntechnisch zu vergrößern, wenn zB die Familie gewachsen ist. Um einen Antrag zu stellen, muss man 35 Jahre alt sein und Staatsangehöriger von Singapur sein. Außerdem darf man ein bestimmtes Einkommen nicht überschreiten. Bei verheirateten Paaren gibt es keine Altersbeschränkung. Lachend erzählte die deutsche Stimme im Kopfhörer, dass das eine Art Heiratsantrag sei, wenn einer der beiden sagen würde: „Wollen wir einen HDB-Antrag stellen?“
Dadurch, dass der Staat fast alle Grundstücke besitzt, kann er die Anträge auch nach Ethnik/ Religion/ Berufsgruppe vergeben, so verhindere man Ghetto-Building, wie es in vielen Großstädten vorkommt. So entstehen ganz bunt gemischte Nachbarschaften. Handwerker neben Ärzte, verschiedene Nationalitäten, Religionen… arm und reich nebeneinander usw. Um die gute Nachbarschaft noch weiter zu fördern, gibt es in diesen Wohnblöcken auch Gemeinschaftsräume wie zB Spielplätze, Fitnessräume, Schwimmbecken uvm.
Das Herz eines jeden Wohnblockes ist das sogenanntes Community-Center. Hier befinden sich zB eine Bibliothek oder meist auch eine kleine Arztpraxis. Sprachkurse oder Nachhilfe für Kinder werden hier außerdem für die Bewohner vergünstigt angeboten.
Grundgedanke war damals, einer durch das rasche Wachsen der Stadt drohenden Wohnungskrise schon zu Beginn entgegenzuwirken. Außerdem wollte man die Bewohner Singapurs am neuen, jungen Singapur teilhaben zu lassen. Des Weiteren habe man bemerkt, dass Menschen mit Wohneigentum damit sorgsamer umgehen als mit Mieteigentum. Damals, als noch viele in Mietwohnungen gewohnt haben, soll es teilweise in den Häusern unmöglich ausgesehen haben. Das habe sich durch das neue System geändert. Vererbt werden können die Wohnungen jedoch nicht, denn spätestens nach 99 Jahren gehen die Wohnungen automatisch an den Staat zurück. Vergleichbar ist das ungefähr mit der damals in Deutschland gängigen Erbpacht.
Auf dem freien Markt sind Wohnungen in Singapur sehr teuer.
Dieses Zitat an einem Bauzaun fiel uns direkt ins Auge. Zum einen, weil man denken könnte, in einer Millionenmetropole wäre das doch mehr als widersprüchlich. Wenn ich im Nachgang an Tokio oder New York denke, würde das auch so sein. Nicht aber in Singapur. Es ist die Philosophie einer Stadt, welche Singapur zu einer sehr lebenswerten Stadt macht. Zum anderen fiel mir das ins Auge, weil meine Kinder und ich 2017 die Muir Woods in Kalifornien besucht haben. John Muir war Namensgeber für diesen tollen Park mit Nackenschmerz-Garantie
Weitere Impressionen unserer Stadtrundfahrt in Singapur
Weitere Impressionen unserer Stadtrundfahrt in Singapur
Das Singapur international ist, haben wir inzwischen schon gelernt. Aber mit Fachwerkhäusern hätte ich dennoch nicht gerechnet!
Der 41-stöckige und 175 m hohe Büroturm ist achteckig angelegt, da die Zahl „8“ die Glückszahl der chinesischen Kultur ist.Eingang zum Luxus-Shopping-Center an der Orchard Road. Oben auf dem Dach befindet sich zudem der Hotelpool, ein Tennisplatz und ein Garten.
Der Regen wurde wieder stärker. Wir blieben oben im offenen Bus, saßen unter einem Dach und hoben beim Anfahren, Bremsen und Kurve fahren schon routiniert unsere Füße hoch ….
Suntec-City
Wir erreichen Suntec-City Suntec City ist ein gemischt genutztes Zentrum. Es wurde erst 1997 fertig gestellt. Das ganze Zentrum wurde nach dem chinesischen Feng Shui entworfen. Die fünf Gebäude sowie das Kongresszentrum sehen aus der Luft betrachtet aus wie eine linke Hand. Der Brunnen des Reichtums ist ein goldener Ring in der Handinnenfläche. Er besteht aus Bronze und soll, so vermutet man es, das Gleichgewicht zwischen Wasser und Metall für den Weg zum Erfolg ebnen.
So ganz verstanden habe ich es nicht, aber Feng Shui ist ohnehin eine fremde Welt für mich. In Suntex City befindet sich u.a. eine große Mall, außerdem diverse weitere Restaurants, Geschäfte, Wohnungen und mehrere Botschaften.
Und der Anbieter für unsere HoppOnHoppOff-Tour hat hier auch ihren Sitz – und zu unserer Überraschung mussten wir hier aussteigen und mit einem anderen Bus weiter fahren. Entweder mit der roten oder mit der gelben Route.
Die gelbe Route waren wir ja bereits gefahren und haben viel gesehen, daher wollten wir mit der roten weiter fahren. Direkt an der Haltestelle ist ein 7-Eleven, wo wir uns ein paar Snacks und Getränke kauften.
Und dann mussten wir noch eine Weile warten, bis unser Bus kam….
Dieses mal war er zumindest fast komplett überdacht und zu unserer Überraschung wurden auch Regenponchos verteilt, denn es hatte sich inzwischen eingeregnet ….
Ja, so langsam nervte mich der Regen,….
Die Kids kämpften mit dem hauchdünnen Regenponchos. Zwei Kids hatten den Kampf irgendwann gewonnen,…
…Kind 3 brummelte „Man, da werde ich lieber nass als diesen %$%§$&$& anzuziehen! Ist doch eh warm!“
Regen …. an unserem einzigen kompletten Tag hier ….. mennooooo……
Aber …
… Hey, wir sind in Singapur!!!!!!
Guckt euch mal diese Architektur an! Und überall zwischendrin ist es grün.
Die katholische Kirche „Church of Our Lady of Lourdes“
Durch die Musik zwischen den Infos durch die Kopfhörer wurde es angekündigt: Wir erreichten Little India. Und auch hier war alles festlich geschmückt
Wirklich sehr schön anzusehen.
Ganz viel bunt, wenn der Himmel schon so grau war
Von Little India ist es nicht weit bis zum nächsten sehenswerten Viertel:
Kampong Gelam
Eines der ältesten Viertel von Singapur
Die berühmteste Sehenswürdigkeit ist die Sultan Moschee, die Masjid Sultan
Ihre goldenen Turmspitzen überragen leuchtend das Viertel
Auf diesem Foto kann man erahnen, wie riesig sie ist.
Die Moschee wurde 1824 für den Sultan Hussein Shah, den ersten Sultan von Singapur, erbaut. Sir Stamford Raffles, der Gründer von Singapur, spendete seinerzeit 3.000 SGD für den Bau eines einstöckigen Gebäudes mit einem zweistufigen Dach. Hundert Jahre später war die Moschee renovierungsbedürftig und wurde daher 1932 neu aufgebaut.
Eine Besonderheit der Moschee sind die Zwiebeltürme, denn jede Kuppel der Zwiebeltürme ist mit Böden aus Glasflaschen dekoriert. Die Flaschen wurden während des Baus von armen Muslimen gespendet, so konnten alle Muslime einen Beitrag zum Bau der neuen Moschee leisten.
Die Moschee wurde 1975 offiziell zum nationalen Denkmal ernannt und ist der Mittelpunkt für die muslimische Gemeinde.
In diesem Gebäude befindet sich ein uriges und beliebtes Restaurant.
Wir fuhren einmal um die Moschee drumherum, so konnten alle im Bus die Moschee gut sehen
Jep, hier waren wir schon einmal. Somit waren beide Touren komplett, die gelbe und die rote.
An unserem Hotel vorbei und somit auch am gegenüberliegenden ParkRoyal fuhren wir nach Chinatown.
Der Sri Mariamman Tempel, ein weiterer Hindutempel vor den Toren von Chinatown. Ein Besuch soll sich lohnen, der Eintritt ist frei, aber Spenden sind willkommen. Steht ebenfalls auf unserer langen Bucketlist für einen hoffentlich weiteren Besuch der wundervollen Stadt.
Und wenig später waren wir wieder am Buddha Tooth Relic Temple
Und die nächste Station war für uns die Endstation.
Hier ist der Link für beide Singapur- Routen des HoHo-Bus
Hier ist der Link für beide Singapur- Routen des HoHo-Bus
Wir gingen von dort zu unserem Hotel, in der Executive Lounge gab es Brötchen, Obst, Müsli, Kaffee und kalte Getränke. Nach einer Stärkung liefen wir los zu unserem absoluten Singapur Highlight, wovon wir zu dem Zeitpunkt jedoch noch nichts ahnten…..
Im nächsten Bericht nehme ich euch mit zur Marina Bay.
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Kyoto: Sightseeing Part 1: Alleine im Bambuswald, Ginkakuji Tempel (silberner Pavillon) und der Kinkakuji Tempel (goldener Pavillon) zum Sonnenuntergang
Singapur: Freizeitparadies Sentosa, Marina Bay und die Lightshow bei den Supertrees
Singapur: Freizeitparadies Sentosa, Marina Bay und die Lightshow bei den Supertrees
Angekommen in Singapur!
…. 13 Stunden Flug … so lange saßen wir noch nie im Flieger ….
Wir = meine drei Teenie-Kids (13,13,16) und meine Wenigkeit.
Gestartet in Frankfurt am Mittag – Gelandet in Singapur in den frühen Morgenstunden.
Vom Flug waren wir müde, gejatlagt, … ich bin auch nicht mehr die Jüngste, mir tat gefühlt alles weh. Kaum geschlafen im Flieger, und wenn doch, dann in sehr unnatürlichen Schlafpositionen …. als wir die Koffer hatten, schrieb ich unserem Fahrer. Er kam wenige Minuten später zum Treffpunkt. Diesen Service habe ich zusammen mit der Hotelbuchung gebucht. Nach einem 13-Stunden-Flug hatte ich keine Lust, mit 3 müden Teenies und unserem Gepäck noch mit Bus und Bahn zum Hotel zu fahren,….
Als wir das klimatisierte Flughafengebäude verließen, bekamen wir einen kleinen Klimaschock. Es war schwül-heiß. Jetzt waren wir nicht nur müde, gejatlagt, knochenwehig – sondern binnen weniger Minuten auch nassgeschwitzt.
In dem Moment hatte ich nur einen Gedanken, die ganze Zeit kreiste er in meinem Kopf ….. Schlafen, einfach nur schlafen, in einem Bett, mit ausgestreckten Gliedmaßen … Das auf Gefriertemperatur heruntergekühlte Auto unseres Fahrer ließ uns kurz wieder etwas wacher werden. Hielt allerdings nicht lange an…. Jetzt waren wir nicht nur müde, gejatlagt, knochenwehig und nassgeschwitzt, sondern auch schockgefroren…
Aber hey, wir sind in SINGAPUR!!!!!!! ENDLICH!!!!!!!
Unser Plan: Fahrt zum Hotel, auftauen, ne Runde schlafen – und dann eine erste Erkundungstour durch Singapur.
Vom Changi-Airport zum Hotel
In Singapur herrscht Linksverkehr.
Die Sonne ging auf – und unsere Müdigkeit schwand. Statt dessen stieg die Aufregung. „Gleich sehen wir das berühmte Hotel!!“ sagte ich zu meinen Kindern. Bekam aber keine Antwort. Sie schliefen …. Ok, ich revidiere … Die Sonne ging auf – und MEINE Müdigkeit schwand. Statt dessen stieg die Aufregung.
So ein Straßenschild habe ich noch nie gesehen. Der Fahrer erklärte, dass dies ein Schild für Motorradfahrer sei, wo bei einem Regenschauer die nächste Unterstellmöglichkeit kommt.
Regen, ganz böses Wort …. den wünschte ich mir auf keinen Fall, nicht in den viel zu kurzen 1,5 Tagen Singapur, … diesen Gedanken hat meine ganz persönliche Regenwolke scheinbar mitbekommen und machte sich langsam auf den Weg ….. aber davon ahnte ich zu dem Zeitpunkt noch nichts.
Meine Gedanken waren schon wieder ganz woanders. Müde? Ich?! Nein, wer hat denn so etwas behauptet?! Ich war auf einmal sogar hellwach. Die ersten Hochhäuser tauchten auf. Kennt ihr dieses Kribbeln vor Aufregung?
Und nur wenig später sah ich DAS:
Oh mein Gott, da ist es!!!! Da ist die Marina Bay, das Marina Bay Sands, das Riesenrad, die Supertrees!!! Vor lauter Glücksgefühlen hatte ich Tränen in den Augen. Ich konnte es kaum glauben, wie oft habe ich das schon im Fernsehen gesehen oder in Reiseberichten davon gelesen. Jedes mal seufzte ich …. „…da kommst du doch eh nie hin…“
Und jetzt waren wir da!
Und unsere Fahrt zum Hotel führte schon an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei.
Unser Hotel lag in Chinatown. Ich habe es gebucht, weil ich ein bezahlbares Hotel mit Verpflegung und schönem Ausblick gesucht habe.
Einige haben mich gefragt, ob wir im Marina Bay Sands übernachten würden … Für uns vier hätte das um 1000 Euro pro Nacht gekostet. Und das überstieg unser Budget dann doch ein klein wenig….
Mit dem Furama fanden wir ein bezahlbares Hotel in guter Lage.
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Nur etwas mehr als 1 km von der Marina Bay entfernt
Wir waren sehr früh am Hotel. Unsere Zimmer waren noch nicht bezugsfertig.
Durch die Buchung von Executive-Zimmern hatten wir Zugang zur Executive Lounge. Dort bekamen wir ein kleines Frühstück, Kaffee und kalte Getränke.
Den ganzen Tag über standen hier Getränke und Snacks für uns kostenlos zur Verfügung.
Warten auf die Zimmer
So ganz lange dauerte es nicht, da konnten wir unsere Zimmer beziehen.
Sie lagen vielversprechend in der 21.Etage.
Große Zimmer, kleines Bad.
Es fehlte an nichts.
Die Zimmer waren aber schon etwas abgewohnt. Es war auch kein Luxushotel. Zumindest war alles pikobello sauber! Das ist mir wichtiger als Luxusschnickschnack.
Das Beste am Hotel: Der Blick aus dem Zimmer!
Das Beste am Zimmer:
Der Ausblick!
Wir sind zum Fenster, zogen die Gardine weg – und waren erst einmal für einen Moment sprachlos.
Eigentlich war ich hellwach, aber ich dachte mir, ein kleiner Powernapp wäre vielleicht doch ganz gut. Auch die Kids wollten sich ’ne Stunde aufs Ohr hauen.
Aber erst einmal wurden sämtliche Adapter und Ladekabel rausgekramt, um Handy, Powerbank und Spielekonsole zu laden. Als ich im Bett lag, kam doch die Müdigkeit zurück …. Wir schliefen dann tatsächlich sogar etwas mehr als eine Stunde, als ich auf einmal hochschreckte: „Welches Datum ist heute?!“ Mein Sohn, noch halb schlafend …. „… der 2. Oktober, …. was *halb schlafend* …ist… dein…. Problem?!“ … …. und dann schlief er wieder, während ich binnen Sekunden hellwach war. „Der 2. Oktober?! Ich habe Tickets für das Marina Bay Sands! … AUFSTEHEN, wir müssen los!“ Das hätte ich fast vergessen … ich sag ja, ich werde alt…..
Nur eine halbe Stunde später saßen wir in der Lounge. Eine kleine Stärkung, noch ein kühles Getränk – und dann waren wir startklar. Und wir bekamen sogar noch jeder eine gekühlte Dose Limo mit. Toller Service!
Wir waren zu müde zum laufen und gönnten uns ein Taxi.
Die Fahrt mit dem Taxi zum Marina Bay Sands dauerte nicht sehr lange. Kosten: 8,50 Sin$ , also keine 6 Euro. Taxi fahren ist in Singapur wirklich günstig.
Das Marina Bay Sands
Erbaut wurde das Resort von Las Vegas Sands und 2010 eröffnet. Am bekanntesten ist es sicherlich für seinen berühmten Infinity-Pool in 191 Meter Höhe. Auf den 3 je 55-stöckigen Hoteltürmen mit insgesamt 2561 Zimmern liegt quer der 340 Meter lange Dachgarten. Ein Teil davon ist die öffentlich zugängliche Besucher-Aussichtsplattform. Der 146 Meter lange Infinity-Pool ist jedoch nur Hotelgästen vorbehalten.
Die komplette 20 Hektar große Anlage umfasst das Hotel, das Einkaufszentrum, einen Kunst- und Wissenschaftsmuseum, zwei Theatersäle, diverse Restaurants, Bars und Nachtclubs sowie zwei schwimmende Pavillons.
Die Grundstückskosten mit eingerechnet sollen die Anlage ca 4,6 Milliarden Euro gekostet haben.
Die Aussichtsplattform heißt „Marina Bay Sands Skypark“ und befindet sich im frei überstehenden Teil des Dachgartens.
Was für eine beeindruckende Architektur!
Gebucht habe ich die Tickets über Get your Guide. Unser Zeitfenster war sehr großzügig, von 11 Uhr – 17 Uhr.
Wir waren mittags da, es war wenig los. Wir hätten zu dem Zeitpunkt auch direkt unten ein Ticket kaufen können. Erst zum Sonnenuntergang / Abend hin wird es voller. Da ich aber immer alles von zu Hause aus bereits plane, hatten wir die Tickets und konnten nach einem obligatorischen Fotoshooting direkt zur Aussichtsplattform.
Kosten pro Ticket: 21 Euro. Auf dem Handy hatten wir dann die Tickets, mit welchen wir dann nach oben auf die Plattform konnten. Hat sehr gut funktioniert!
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Es gibt auch Kombitickets mit anderen Attraktionen, ich habe euch mal drei herausgesucht: (*Affiliate)
Fotos von der Aussichtsplattform des Marina Bay Sands
Von dort oben hat man eine wundervolle Panoramaaussicht über die Bay und Singapur
Das weiße Gebäude mittig-unten ist die Mall. Wie in Venedig und Qatar auch kann man hier sogar mit einer Gondel durch einen Kanal fahren. Es beherbergt viele Luxusmarken und soll sogar eine Eisbahn haben, aber da wir nur kurz durchgelaufen sind (ich stehe nicht so auf diesen Luxus…), haben wir sie nicht gesehen.
Das ist der berühmte Pool. Ich glaube, hier werden mehr Fotos gemacht als geschwommen.
Der Singapore Flyer ist mit seinen 165 Metern das dritthöchste Riesenrad der Welt. Eine Umdrehung dauert ca 30 Minuten und kostet um 25 Euro.
Rechts am Riesenrad, dem Singapore Flyer, führt die Formel-1-Strecke vorbei.
Das Nationalstation mit ausfahrbarem Dach und 55.000 Sitzplätzen
Blick über die Marina Bay. Das Wahrzeichen von Singapur, der Merlion, ist leider eingerüstet….
Und so in etwa sieht er eigentlich aus:
(Ich experimentiere momentan öfters mit KI, merkt man das?)
Da erkennt man das Baugerüst um den Merlion. Schade ….
Das Wahrzeichen von Singapur nicht sehen zu können ist schon irgendwie doof, …
Aber egal, wir sind in SINGAPUR!!!!!!!
Die weiße Brücke wurde 1910 errichtet, dahinter sieht man die Victoria Theatre and Concert Hall. 1862 wurde das Gebäude errichtet und beherbergte das Rathaus und ein kleines Theater. 1901 folgte die Erweiterung mit der Victoria Memorial Hall, um der im gleichen Jahr verstorbenen Königin Victoria zu gedenken, außerdem wurde der Glockenturm gebaut.
Wir schauen uns die andere Seite an. Dort sieht man den bekannten Garden by the Bay. Das berühmteste Highlight sind sicherlich die riesigen Skytrees
Der Supertree Grove umfasst mehrere Skytrees , teils sogar mit mit einem Baumwipfelpfad. Auf dem ganz großen Baum in der Mitte befindet sich eine Aussichtsplattform, welche separat vom Baumwipfelpfad besucht werden kann
Jeden Abend um 19.45 und 20.45 findet hier eine Musik-Lichtershow statt.
Der Pool ist wirklich beeindruckend. Sollte ich mal zu Geld kommen, übernachten wir vielleicht doch einmal in diesem Hotel und nutzen den Pool…
Das wird sobald nicht der Fall sein, ich bin aber trotzdem überglücklich, überhaupt einmal in Singapur gewesen sein zu dürfen, das war so lange mein Traum und nun stand ich hier oben auf dem Marina Bay Sands! Immer noch irgendwie unwirklich ….
Die beiden silbernen „Schalen“ sind die Esplanade – Theaters on the Bay und bilden ein futuristisches Kulturzentrum mit Konzertsaal für 1.600 Personen, Theater für 2.000 Personen, Studios und Mall.
Das weiße Gebäude unten mittig ist das ArtScience Museum.Unten mittig im Wasser sieht man den Aufbau für die allabendliche Wasser-Lichter-Show
Der Rückweg von der Plattform führte durch die riesige Lobby des Marina Bay Sands.
Die Spaßinsel Sentosa vor Singapurs Toren
Vor Singapur liegt eine kleine Insel bzw Halbinsel, mit Bus / Bahn / Auto ist sie über einen Damm gut zu erreichen. Es ist Sentosa, eine Vergnügungsinsel mit schönen Stränden, Freizeitparks, Museen, luxuriösen Hotels, vielen Restaurants, Bars und so vieles mehr. Auf Sentosa befindet sich z.B. Universal Studios, der derzeit größte Virtual Reality Themenpark, ein Madame Tussauds, ein riesiger Wasserpark, ein altes Fort mit schönem Skywalk, ein Adventurepark mit Zipline und Co und so vieles mehr.
„Sentosa“ ist malaiisch und bedeutet „Frieden und Ruhe“ . Der Name hängt mit der militärischen Vergangenheit der Insel zusammen, daran erinnert aber heute nur noch das Fort. Sentosa ist bunt, aufregend, touristisch und alles andere als langweilig.
Wir fuhren mit dem Taxi vom Marina Bay Sands nach Sentosa. Via ZIG App riefen wir ein Taxi, knapp 9 km, knapp 10 Euro.
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Der Taxifahrer hat uns direkt in das Zentrum gebracht.
Nach einer kurzen Orientierung beschlossen wir, auf den Berg zu laufen. Aussicht und so, ihr kennt mich ja
Schöne Treppen sind nicht weniger anstrengend bei gefühlt 35 Grad und Luftfeuchtigkeit von 80 % ….
Ich zu den Kids: „Wer hatte die beknackte Idee, bei diesen Tropentemperaturen auf den Berg zu laufen?!“ Die Kids rollten mit den Augen … „…wer wohl? Sehr lustig….“
Zu Fuß zum Aussichtspunkt zu laufen haben wir dann abgebrochen, die Kids hatten schon nach der 3. Stufe keine Lust mehr und ich irgendwann auch nicht mehr …. Nach einem kalten Getränk und einem Eis machten wir uns auf dem Weg zum Siloso-Strand.
Man hätte auch mit der Seilbahn hochfahren können, aber darauf hatten wir überhaupt keine Lust, nachdem wir im Sommer in Österreich mit einer Gondel stecken geblieben waren und 2 Stunden mit 5 anderen Leuten in der Gondel ausharren mussten, ohne zu wissen, wie lange es noch dauern würde und dann noch zum einen unschön auf dem Seil auf und ab wippten, unter uns der steinige Abgrund – und zum anderen wurden wir in der Sommersonne wie im Backofen gegrillt, und das ohne Getränke zu haben…… Ne, Seilbahn ist bei uns erst einmal gestrichen……
Daher: Ab zum Strand!
Siloso-Beach
Ein sehr schöner Strand. Vor allem, wenn man wie ich Palmen liebt
Aber die zig Tankschiffe und Frachtschiffe vor der Küste sind schon etwas …. gewöhnungsbedürftig… Trotz feinem Strand und Palmen kommt so nicht wirklich das paradiesische Feeling auf
Wir hatten Hunger und suchten uns einen Platz in einer Pizzeria direkt am Strand
Interessant: Die Cola in Singapur hat weniger Zucker.
Zum Vergleich: Cola in D hat pro 100 ml 10,6g Zucker und 42 kcal.
Die Pepsi in D hat ähnliche Werte wie die Cola in Singapur und vom Geschmack her ähnelten sie sich.
Bezahlt haben wir für uns vier für Pizza und Coke knapp 50 Euro, also 12,50 € p.P. für eine Margaritha und eine Dose Cola. Für die Lage noch halbwegs angemessen, Singapur ist allgemein ein teures Pflaster, …
Wir spazierten weiter am Strand entlang Richtung Palawan Beach.
Damit man auf dem Weg von einem Strand zum nächsten nicht verdurstet oder verhungert, gibt es viele kleine Snack-Mobile. Die Kids, laut eigener Angabe unmittelbar vor dem Verdurstungstod stehend, brauchten unbedingt was kaltes zu trinken. Aber kein Wasser. So nah am Verdurstungstod, aber noch Ansprüche stellen … und was macht man da als konsequente und strenge Mutter? Richtig, mal auf alles pfeifen, man ist schließlich im Urlaub – und so gab es Eistee für alle …. Eine konsequente Erziehung ist sooooo wichtig!
Angekommen. Ist ja nicht weit, von einer Bucht zur nächsten.
Während der Siloso-Beach eher für Party und Action steht, geht es am Palawan-Beach ruhiger zu. Er ist mehr für Familien mit Kinder geeignet, wie man am Eingangsschild schon erahnen kann.
Wir haben etliche Pfaue gesehen.
Früher hatten wir selber einen Pfau. Er hieß Sebastian und hat uns jeden Morgen um 6 Uhr sehr zuverlässig mit seinem lauten Rufen geweckt. Auch sonntags. Wusste der Pfau ja nicht, dass Sonntag ist … Lange ist es her ….
Unser nächstes Ziel: Die Hängebrücke und die kleine vorgelagerte Insel Palawan Island.
Ich mag Palmen Die Hängebrücke verbindet Strand und Insel
Der kurze Spaziergang über die Hängebrücke war sehr wackelig, aber hat Spaß gemacht. Vor allem, wenn uns ebenfalls sehr wackelig laufender Gegenverkehr entgegen kam.
Der südlichste Punkt von Continental Asien
Das Besondere an Palawan Island: Hier soll der südlichste Punkt von Continental Asien sein. Also der südlichste Punkt, den man ohne Schiff erreichen kann. So sagt man. Dabei gibt es selbst auf Sentosa noch weitaus südlichere Punkte.
Natürlich gab es erst einmal eine Fotosession der Kids, Insta, Snapshat, WhatsApp-Freundesgruppen. Es war eine bedeutend kürzere Schlange als damals auf Key West in Florida beim Southernmost Point. Könnte daran liegen, dass dieser Punkt nicht ganz so easy zu erreichen ist wie die bunte Boye in Florida.
Wenige Meter weiter steht eine besondere Palme, denn ihr Knick ist genau 90°. Das hat ihr sogar einen eigenen Marker bei Google Maps beschert.
Auf Palawan Island kann man zwei Aussichtstürme besuchen. Einen grandiosen Rundumblick hat man von dort zwar nicht, aber es ist ganz nett.
Eine Weile blieben wir noch am Strand. Die Kids kühlten sich etwas die Füße ab und ich genoss einfach mal das nichts-tun. Aber den Blick auf die Uhr durften wir nicht vergessen, denn wir hatten heute Abend noch was vor!
Die Kids wären gerne ein paar Tage auf Sentosa geblieben. Unternehmen kann man hier viel. Die Strände sind ganz nett, abends findet auch auf Sentosa eine Wassershow statt, welche allerdings Eintritt kostet. Bei mir ist der Funken nicht übergesprungen, anders als bei Singapur selbst. Vielleicht geben wir Sentosa noch eine Chance, wenn wir noch einmal nach Singapur kommen. Aber auf meiner Prio-Liste weit oben wäre das nicht.
Den Sonnenuntergang hätte ich mir gerne angesehen, aber wir ‚mussten‘ zurück zum Festland. Wenn man nur zwei Abende hat und Singapur abends soviel bietet, muss man überlegen, was einem wichtiger ist – und in diesem Fall, da waren wir uns einig, war es die Musikshow an den Supertrees!
Mit der Bahn fuhren wir zurück zum Festland
Den Sonnenuntergang sahen wir aus der Bahn – und wir stellten fest, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, denn die Sonne versank nicht im Meer, sondern verschwand kurz nach dem Foto hinter einer dicken Wolke.
Unser Ziel: Gardens by the Bay
Die Musikshow der Supertrees im Supertree Grove.
Diese findet jeden Abend zweimal statt: 19.45 und 20.45 Uhr und ist kostenlos.
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Als wir ankamen, war es schon dunkel. Der Sonnenuntergang in Singapur ist schon gegen 18.30 Uhr und danach wird es relativ schnell dunkel. Singapur ist nah am Äquator.
Die Musik- und Lichtershow bei den Supertrees
Im Gardens by the Bay ist alles sehr gut ausgeschildert. Und so fanden wir die Supertrees auch recht schnell.
Wir kannten es von den Bildern, aber jetzt wirklich dort zu sein war unbeschreiblich!
Wir hatten keine Ahnung, wie die Show genau abläuft, aber sahen dann, dass sich einfach alle auf den Boden unter die Supertrees setzten und so machten wir es dann auch. Im 7-eleven hatten wir uns ein paar Snacks und Getränke gekauft. Wir snackten etwas und warteten ganz gespannt auf den Start der Show
Das Marina Bay Sands im Hintergrund, davor sieht man gut den Skywalk, welcher zwischen die Bäume entlang führt. Dazu schreibe ich im nächsten Bericht noch etwas mehr, auch zu den Skytrees.
So unwirklich, futuristisch, fast märchenhaft.
Die Show findet jeden Abend 2x statt, 19.45 Uhr und 20.45 Uhr (Stand Oktober 2023)
Alle paar Monate wechselt das Motto für die Show, im Oktober war es das Motto 80er.
Und dann startete die Show.
Musik, die Lichter wechselten im Takt zur Musik. Wir saßen mittig unter den Skytrees – es war atemberaubend! Unvergesslich!!!
Auf den Fotos und auch auf dem Video kommt es überhaupt nicht rüber …
Ein Video von der Supertree- Show
Kurzes Video:
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Die Kids kannten nur eines der Lieder. Aber es hat ihnen so gut gefallen, dass wir die Show am Folgeabend noch einmal besucht haben. Und ich werde etwas wehmütig, wenn ich die Bilder und das Video sehe …
Singapur hat mir mehr als gut gefallen, am liebsten würde ich nächstes Jahr wieder hin, aber die Ticketpreise steigen momentan ins vor allem für Familien nicht mehr bezahlbare …. Umso dankbarer bin ich, dass ich all das mit meinen Kindern erleben durfte!
Nach der Show wollte ich mir gerne die Wassershow am Marina Bay Sands anschauen, aber so langsam spürten die Kids und ich den Jetlag … Daher gingen wir an der Bay entlang Richtung Hotel zurück
Am Marina Bay Sands fand wohl grad die Wassershow statt, die Lichter wechselten ihre Farben und alles wirkte schön bunt
Ein Spaziergang entlang der beleuchteten Marina Bay
Wir gehen über die Helix-Bridge. Diese ist uns aufgrund der besonderen Form und Beleuchtung direkt aufgefallen. Eröffnet wurde sie 2010.
Die Struktur stellt einen DNS-Strang dar, eine Doppelhelix. Auf dem Boden werden die Buchstaben „C“ und „G“, sowie „a“ und „t“ (Cytosin, Guanin, Adenin und Thymin) dargestellt, die vier Nukleinbasen der DNS. Es gibt mehrere kleine Aussichtsplattformen mit einem tollen Blick über die Marina Bay.
Direkt im Jahr ihrer Eröffnung gewann die Brücke die Auszeichnung „Weltbestes Verkehrsgebäude“ bei den World Architecture Festival Awards
Sogar an Schattenspender wurde gedacht.
Unten am Kai entdeckten wir dieses Boot
Zumindest eine Abwandlung des Merlion haben wir so gesehen. Sehr niedlich.
Das ArtScience Museum
Die Wassershow vom Marina Bay Sands startete und die Farben wechselten stetig. Sah auch von der gegenüberliegenden Seite gut aus.
Gegenüber des MBS auf der anderen Seite der Marina Bay befanden sich ein paar Snack-Pavillons. Wir tranken einen wohltuend-kühlen und leckeren Eistee und schauten uns die Wassershow aus der Ferne an.
Die Show endete scheinbar mit einem imposanten Finale und wir beschlossen, uns die Show am Folgetag anzuschauen. Aus der Ferne wirkte das ganze schon sehr vielversprechend
Wir gingen weiter Richtung Hotel und freuten uns immer mehr auf unser gemütliches Bett.
Würden wir zurück zum MBS gehen wollen, würde unser Weg über die Jubilee Bridge führen. Wir gingen jedoch weiter geradeaus
Ein letzter Blick zurück über die Bay. Unbeschreiblich.
Blick zum berühmten Fullerton Hotel. Das Bauwerk aus den 1930ern ist ein architektonischer Kontrast zu der Hochhaus-Skyline.
Wir gingen eine Weile am Ufer des Singapore River entlang.
An einer Brücke entdeckten wir diese süßen Katzen-Statuen.
Die Straße hier heißt Boat Quay und man kann viele Statuen und Skulpturen sehen. Diese hier zeigt zB einen typischen Tag im Hafen. Es gibt Kaufleute im Gespräch, Händler, Arbeiter, die damals typischen Ochsenkarren. Wir waren beeindruckt von der feinen Arbeit, welche die Statuen fast lebendig wirken ließen. Jede Falte der Kleidung war präzise ausgearbeitet, ebenso die Gesichter mit ihren Mimiken. Ganz tolle Arbeit!
Der alte Stadtteil Clarke Quay erwacht erst am Abend so richtig zum Leben. Hier gibt’s viele Restaurants, Bars usw., um seinen Abend in Singapur ausklingen zu lassen. Für uns nicht, wir waren müde und so langsam spürten wir auch unsere Füße ….
Wieder entdeckten wir eine Statue. „The fat bird“ soll Lebensfreude und die Kraft des Optimismus darstellen. Verstehe einer die Kunst,….. Aber kultig ist diese Statue definitiv!
Bevor wir in das trubelige Leben vom Clarke Quay eintauchten, bogen wir links ab. Uns war nicht mehr danach und was zu Essen hatten wir ohnehin dabei …
… und dann klingelte mein Handy.
Es dauerte etwas, bis ich die Dame am Telefon verstand.
Sie rief von der DuckTour an. Wir hatten für den Folgetag eine Tour mit dem Amphibienfahrzeug gebucht. Die Kids freuten sich darauf, wenn der Bus ins Wasser fahren würde und zum Boot wurde.
Aber: Das Fahrzeug war defekt und unsere Tour musste somit storniert werden.
Och mennooooooo….. ausgerechnet …….. wie schade ….
Aber egal, hey, wir sind in SINGAPUR !!!!!!
Gegenüber von unserem Hotel war ein kleiner Park und direkt nebenan das ParkRoyal Hotel.
Die Gartenterrasse des Hotels ist so konzipiert, dass sie durch den Einsatz von Solarzellen, Bewegungssensoren, Regenwassernutzung und Wasseraufbereitung nur wenig Energie verbraucht. Mit seinen schönen grünen Terrassen ist es wie eine grüne Oase und wurde vielfach für seine Architektur ausgezeichnet. Angekommen an unserem Hotel
Wir hatten uns im 7-Eleven Instantnudeln für 3 Euro gekauft, um nicht abends spät ein Restaurant suchen zu müssen. War im Nachhinein nicht nötig, am Clarke Quay hätte es genug Möglichkeiten gegeben, aber das wussten wir vorher nicht ….. …wobei….. da hätten wir nicht so eine tolle Aussicht gehabt!
Was für ein langer Tag …. 13 Stunden Flug, ein kurzes Nickerchen, die tolle Aussicht vom Marina Bay Sands, die Spaßinsel Sentosa und abends noch die Musik- und Lichtershow an den Supertrees.
Mit vielen tollen, neuen Eindrücken schlummerten wir schnell ein …
Und ein weiterer Tag in Singapur lag noch vor uns,…
Bis zum nächsten mal, dann schauen wir uns Singapur mit dem HoHo-Bus an !!!
Singapur: Freizeitparadies Sentosa, Marina Bay und die Lightshow bei den Supertrees
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Kyoto: Sightseeing Part 1: Alleine im Bambuswald, Ginkakuji Tempel (silberner Pavillon) und der Kinkakuji Tempel (goldener Pavillon) zum Sonnenuntergang
Singapur mit Teenagern: Stopover, Highlights & unsere Berichte
Singapur mit Teenagern: Stopover, Highlights & unsere Berichte
Singapur war bei unserer Asienreise mehr als nur ein Zwischenstopp. Zwei bis drei Tage klingen erst mal nach „kurz reinschnuppern“, aber genau das hat es so besonders gemacht: erste tropische Luft, Skyline, Tempel, Regen, Supertrees und zwischendurch dieses typische Teenie-Programm aus „boah krass“ und „ich bin müde“.
Auf dieser HUB-Seite sind alle Singapur-Berichte gesammelt, in sinnvoller Reihenfolge. Weitere Artikel kommen dazu nicht mehr, deshalb steht hier alles direkt als Übersicht ohne Query Loop.
Warum Singapur überhaupt vor Japan auf dem Plan stand, wie sich der Start angefühlt hat – und wieso so ein Stopover für Familien richtig sinnvoll sein kann.
Außerdem gibt es Puzzles mit verschiedenen Motiven aus der Bretagne und von den Malediven mit 1000 Teilen. Egal ob als Geschenk oder zum Selbermachen für lange Winterabende für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 14 Jahren jeglicher Erfahrung (Anfänger, Gelegenheits-Puzzler und Fortgeschrittene)
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Die Malediven – wenn man nur den Namen hört, denkt man automatisch an die Traumstrände. Ein weißer Strand, tief-türkis-blaues Meer und viele schattenspendende Kokospalmen. Dieser Kalender bietet Monat für Monat ein traumhaftes Foto von den Malediven, welches garantiert Fernweh auslösen wird. Dieser erfolgreiche Kalender wurde dieses Jahr mit gleichen Bildern und aktualisiertem Kalendarium wieder veröffentlicht.
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Lissabon: Sightseeing – mit dem TukTuk zu den schönsten Aussichtspunkten
Lissabon: Sightseeing – mit dem TukTuk zu den schönsten Aussichtspunkten
Hallo zusammen,
unser letzter Tag in Lissabon ist angebrochen. Die Zeit verging viel zu schnell. Wie immer …. Ihr kennt es …. im Alltag dauert es gefühlt Wochen von Montag bis Freitag – und im Urlaub reicht ein Fingerschnipsen, und die Zeit ist vorbei ….
Mit Portugal, insbesondere Sintra, habe ich mir einen kleinen Reisetraum erfüllt und ich bin sehr glücklich, dass wir Sintra erkunden konnten – und auch froh, noch ein paar Tage für Lissabon eingeplant zu haben. Ich habe vorher nicht gewusst (und ehrlich gesagt auch nicht besonders viel recherchiert), wie schön Lissabon ist, umso mehr freute ich mich, dass wir noch einen vollen Tag in Lissabon verbringen würden.
Wir hatten für den Nachmittag eine Tour gebucht: Sightseeing mit dem TukTuk.
Wunsch der Kids für diesen Tag: Ausschlafen! Aber wisst ihr, wie lange Teenies schlafen, wenn sie ausschlafen möchten?! Da ist der Tag fast vorbei …. Weil wir nicht auf unser unglaublich reichhaltiges Frühstück verzichten wollten, weckte ich die Kids dann um 8.30 Uhr. Für unsere Verhältnisse ist das quasi ausschlafen, auch wenn die Kids das an diesem Morgen etwas anders sahen …. „Das Frühstück ist so schlecht, da ess ich lieber nix und schlafe länger!“ „Genau, dieses Frühstück ist so wie gar kein Frühstück!“ …. moserten sie rum, zogen sich dann aber trotzdem an und trotteten etwas morgenmuffelig zum Restaurant nebenan, wo uns jeden Morgen dieses herrliche Frühstück kredenzt wurde….
Das Miniküchlein war gut. Der Rest … Wisst ihr ja schon aus den letzten Berichten. Harte Brötchen und Plörrekaffee…
Im Urlaub brauche ich glücklicherweise sehr viel weniger Kaffee über den Tag verteilt als im Alltag. Dieser Kaffee hat weniger wach gemacht als ein Glas Wasser….
Nach dem Frühstück zogen wir los. Ohne Ziel. Unsere Tour war erst nachmittags. Ich ließ die Kids einfach mal den Weg bestimmen, nur die grobe Richtung gab ich vor.
Und so schlenderten wir wenig später unsere schon fast vertraute Avenue da Liberdade
Lissabon – die Stadt auf 7 Hügeln
Und Hügel bedeuten: Schräge Straßen. Noch etwas, was uns sehr an San Francisco erinnerte
Die Autos müssen gute Bremsen und die Fahrer ein gutes Vertrauen in Selbige haben ….
Habe mal ein Vergleichsfoto aus San Francisco rausgesucht, ich glaube, die Straßen waren dort ein µ steiler
Wie liefen vorbei an wunderschöne Fassaden
Los Angeles Vibes
Und immer wieder sieht man die schönen Straßenbahnen durch die Straßen fahren
Noch ein paar Impressionen von unserem ziellosen Spaziergang durch die Straßen von Lissabon
Wir kamen am botanischen Garten vorbei. Meine Älteste schaute kurz in ihr Handy und dann sagte sie „Mama, da müssen wir rein!“ Etwas überrascht über die botanischen Anwandlungen meiner Tochter wollte ich sie grad nach ihren Gründen hierfür fragen, als einer der Zwillinge mir zuvor kam. „Dein ernst? Da sind nur Blumen, das ist sowas von langweilig!“ „Nein, ist es nicht, da gibt es einen Bambuswald!“ entgegnete sie mit großer Begeisterung in ihrer Stimme. Ahja, Bambuswald. Deswegen also. Für meine asienbegeisterte Tochter war es immer schon ein Wunsch, einmal einen Bambuswald zu sehen. Die Zwillinge hatten keine Lust auf langweilige Blumen („Wir haben zu Hause auch einen Garten!“) und auch keine Lust auf einen öden Bambuswald („Bambus sind auch nur Bäume“) und dann noch diese Wege („Hast du mal den Plan gesehen? So viele Wege!“) – aber auch keine andere Wahl, also kamen sie mit – und kleiner Spoiler: So schlimm fanden sie es gar nicht.
Der Eintritt lag bei um 10 Euro für uns vier. Das war wirklich nicht viel.
Ab in den botanischen Garten!
Dieser war tatsächlich schön angelegt. Wie immer schnappte sich mein Sohnemann den Lageplan und meine Älteste belagerte ihn, dass wir direkt und ohne Umwege zum Bambuswald gehen sollten.
Der Weg dorthin war palmengesäumt , ich liebe so etwas. Das Wetter war perfekt – und ich träumte mich für einen Moment an einen einsamen Strand … der Moment währte kurz, denn kurz darauf vernahm ich ein „DA IST ER! DER BAMBUSWALD!“
Es war nur ein kleiner Weg zwischen vielen Bambusbäumen. Sehr schön anzusehen – meine Älteste startete eine Insta-Selfie-Session.
Irgendwann waren gute Fotos im Kasten und ihre Freunde direkt und live informiert – und wir konnten weiter gehen. Über Brücken, vorbei an bizarr-blühenden Blumen, Kakteen und sonstiger teils sehr exotischer Botanik.
Im Botanischen Garten flogen viele Papageien, aber flinke grüne Papageien im grünen Garten zu fotografieren ist nicht einfach. Einmal habe ich es geschafft.
Na, wer sieht ihn?
Unser anfangs zielloser Spaziergang hatte nun ein Ziel: Der Treffpunkt für unsere TukTuk-Tour.
Wir schlenderten daher zwar immer noch durch die Straßen, aber nun mit einem direkten Ziel und keine Zeit mehr für längere Zwischenstopps.
Außer einer Eisdiele. Das musste sein. Urlaub und so.
Solche kleinen Mini-Cafes findet man überall in Lissabon. Es gibt Kaffee, Gebäck, kühle Getränke. Ideal für eine kleine Stärkung zwischendurch.
Die braucht man auch, wenn man die vielen schrägen Straßen entlang läuft …
„Boah Mama, können wir nicht mit einem TukTuk zum TukTuk?“ seufzte eines der Kids. Meine Waden zuckten bei dem Gedanken vor Begeisterung. Aber: Nix da. Erstens waren wir eh fast da und zweitens … ach, keine Ahnung. Mir gingen die Argumente aus. Es waren wirklich nur noch ein paar Straßen bis zum Treffpunkt ….
Schöne schräge Straßen. Das Schöne: Wenn es bergauf ging, ging es auch irgendwann wieder bergab. Wie im echten Leben…..
Ich habe das erst beim Durchsehen der Fotos entdeckt, eigentlich hatte ich die Straßenbahn fotografiert. Schaut euch das Bild mal genau an ….
Wir sind inzwischen am TukTuk- Treffpunkt angekommen und unsere 2,5 Std Tour geht los!
Unsere TukTuk-Sightseeing-Tour durch Lissabon
Unser 1. Aussichtspunkt: Miradouro das Portas do Sol
„Nett hier – aber waren Sie schon einmal in Baden-Würtemberg?“
Seht ihr die Aufkleber?
„Nett hier – aber waren Sie schon einmal in Baden-Würtemberg?“ Eine Image-Kampagne, die inzwischen Kultstatus erreicht hat.
Dieser hier ist schon etwas in Mitleidenschaft gezogen, aber er ist da! Unsere Kids haben es sich zur Aufgabe gemacht, an Orten mit vielen Aufklebern genau diesen zu suchen (und manchmal auch zu posten) und zu meiner Überraschung werden sie sogar fast immer fündig. Selbst in Japan, dazu aber in ein paar Wochen hier auf dem Blog mehr dazu.
Impressionen von unterwegs zum nächsten Aussichtspunkt
In Lissabon gibt es so viele wunderschöne Fassaden
Wir sind am anderen Aussichtspunkt angekommen. Dieser hat uns noch besser gefallen als der vorherige. Man überblickt Lissabon bis zur berühmten Brücke. wirklich toll!
Der schönste Aussichtspunkt von Lissabon:
Miradouro da Senhora do Monte
Dieser Aussichtspunkt befindet sich auf dem höchsten Hügel der Stadt und man hat von hier einen wunderschönen Blick über Lissabon. Romantisch wird es hier zum Sonnenuntergang, aber ein Geheimtipp ist das inzwischen nicht mehr
Das Schloss von Sao Jorge
Der Martim Moniz – hier startet die berühmte Straßenbahn No.28. Wir wären gerne damit gefahren, aber die Schlange war uns jedes mal viel zu lang und im Waggon war es dann auch entsprechend voll/eng. Taschendiebe haben da Hochkonjunktur. Wenn ihr also damit fahrt: Passt auf eure Geldbörsen und Handys auf!
Der Flughafen ist nicht weit weg
Übersetzt bedeutet der Name von diesem Aussichtspunkt „Aussichtspunkt der Dame vom Berg“. Dieser leitet sich von der Marien-Figur hinter Glas ab, dazu gehört zudem noch eine kleine weiße Kapelle, welche dem heiligen Gens gewidmet ist. Er war ein Bischoff in der Römerzeit und erlitt den Märtyrertod.
Die ihm gewidmete und 1147 errichtete Einsiedelei wurde den Augustinermönchen übergeben und laut Überlieferung brachten sie einen ganz besonderen Stuhl mit: Gemeißelt aus Stein soll er dem Heiligen Gens gehört haben und soll Schwangeren, welche sich auf diesen Stuhl setzten, wenig Schmerzen und Gnade für die bevorstehende Entbindung gebracht haben. Man sagt, dass selbst die Frau von D. João V. , D. Maria Ana de Austria , saß dort, als sie mit dem Thronfolger schwanger war.
Nach dem schweren Erdbeben 1755 wurde die Einsiedelei 1796 wieder ungefähr an gleicher Stelle, nur etwas höher gelegen, wieder aufgebaut. Der Stuhl hatte das Erdbeben unbeschadet überstanden und steht seit dem in der Kapelle.
Auch dieser Schriftzug begegnete uns, ähnlich wie die „Nett hier…“- Aufkleber mehrmals in Lissabon und auch hier handelt es sich um eine Kampagne, dieses mal für eine in Lissabon ansässige Marke oder sowas in der Art.
Der historische Aufzug und die im Erdbeben 1755 zerstörte Kirche
Ein weiterer schöner Aussichtspunkt ist Santa Catarina
Die im Jahr 1927 aufgestellte Bronzefigur „Estatua Adamastor“ am Aussichtspunkt Santa Catarina. Sie zeigt den deformierten Kopf des Adamastor, einer monströsen Legende, welche einst Drohungen gegen die vorbeifahrenden Seefahrer ausstieß. Schon etwas gruselig…. Wir haben hier auch keinen wirklichen Stopp mehr gemacht, uns hat die vorherige Aussicht sehr viel mehr gefallen
Wir fahren wieder an der zerstörten Kirche vorbei. Wirkt jedes mal aufs Neue unwirklich,….
Die Straßen von Lissabon
Unterwegs habe ich viele Straßen und Gassen fotografiert, die schönsten Fotos zeige ich euch hier
Stadtteil Alfama; Arco Grande de Cima
Kloster São Vicente de Fora
Igreja de Santa Engrácia, Panteão Nacional
Und zum Abschluss noch meine schönsten Straßenbahnfotos aus zwei Tagen Lissabon
Unsere TukTuk-Sightseeing-Tour endete in der Nähe des Hafens.
Mit dem TukTuk durch die teils engen und holprigen Straßen zu fahren war ein kleines Abenteuer. Die Kids fanden es so cool, dass wir insgesamt 3 verschiedene Touren gemacht haben. Die Guides sind sehr bemüht und in der Tourgestaltung auch flexibel.
Wir spazierte noch etwas am Tejoufer entlang und genossen die letzten Sonnenstrahlen des Tages. … klingt doch schön, oder? Aber: …stimmt nicht ganz… Immerhin hatte ich drei Teenager dabei und die haben mir einen gehustet, als ich einen Abschluß-Spaziergang vorgeschlagen habe. Denn die drei hatten andere Pläne und auch wenn sie die TukTuk-Tour toll fanden, wollten sie jetzt mal „was normales“ machen. Und was ist das?! … shoppen …. Die drei hatten nämlich schon einen Lieblingsladen und wollten dort unbedingt noch stöbern und ihr Urlaubstaschengeld loswerden. Also war zwischen dem Ende unserer TukTuk-Tour und dem schönen Spaziergang am Tejo-Ufer erst noch Shopping angesagt. Und dafür mussten wir den Laden erst einmal finden…
Die Kids sind ihr Geld losgeworden, waren zufrieden, im Anschluss gab es dann noch für uns alle ein Eis und DANN sind wir tatsächlich zum Tejo-Ufer gelaufen und haben die letzten Sonnenstrahlen des Tages genossen.
Unser Fazit zu Lissabon
Mein Hauptziel dieser Reise war Sintra. Das war mein Traum, seit langem, von welchem ich auch die Kids überzeugen konnte. Mein Fehler: Lissabon hatte ich gar nicht so auf dem Schirm. Ich kannte zwar aus diversen Reiseberichten ein paar der Sehenswürdigkeiten, aber hatte mich damit nicht weiter befasst. Erst als wir dort waren sahen wir, wie schön diese Stadt ist und es tat mir leid, sie bei meiner Planung so vernachlässigt zu haben. Lissabon ist die Stadt auf 7 Hügeln mit vielen schönen Ecken, Straßen, Gassen, Aussichtspunkten – vor allem Alfama hat uns verzaubert und einer spannenden Geschichte. Zwei Tage sind viel zu wenig für Lissabon, aber wir haben einen kleinen Einblick bekommen und ich kann euch diese Stadt für einen Citytrip wirklich sehr empfehlen. Zieht aber bequeme Laufschuhe an, denn viele Wege führen bergauf oder bergab.
Weiter unten habe ich euch ein paar Tipps für euren Besuch in Lissabon zusammengestellt.
Wir buchen bei jedem Urlaub mindestens eine Tour über GetYourGuide, klappt immer ohne Probleme!
Lissabon: Sightseeing – mit dem TukTuk zu den schönsten Aussichtspunkten
Ich wünsche euch allen einen guten Start in die neue Woche!!
Und auch wenn der Herbst sich grad wettertechnisch von seiner nicht so positiven Seite zeigt:
Auch der Herbst hat schöne Seiten. Die Bäume färben sich leuchtend bunt, morgens gibt es oft farbenfrohe Sonnenaufgänge im Nebel, es ist endlich wieder Eintopf- und Suppenzeit und überall sprießen die Pilze, wie dieser fotogene Fliegenpilz zum Beispiel. Er leuchtete so rot und stand so perfekt am Wegesrand, dass ich ihn fotografieren musste.
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Lissabon: Belem, Bootsfahrt und die beste Pastel de Nata der Stadt
Lissabon: Belem, Bootsfahrt und die beste Pastel de Nata der Stadt
Hallo zusammen,
wir sind zurück von einer erlebnisreichen Reise in Asien, darüber schreibe ich später natürlich noch ausführlich auf meinem Blog.
Aber erst einmal stelle ich meine Reihe aus Portugal fertig.
Nach unserem spannenden Besuch im Museum QUAKE spazierten wir durch Belem, einem direkt am Tejo liegenden Stadtteil von Lissabon, in Richtung eines der berühmtesten Wahrzeichens der Stadt: Dem Torre de Belém – einem beeindruckenden ehemaligem Festungsturm in der Flussmündung
Unser Weg vom Quake Richtung Torre de Belém führte durch sattgrüne Parkanlagen.
Ein Stück Thailand mitten in Lissabon
Und dann standen wir auf einmal vor diesem so gar nicht portugiesisch aussehenden Pavillon
Ich habe etwas recherchiert und fand diesen informativen Beitrag:
Dieser 22 Fuß hohe thailändische Pavillon heißt „Sala Thai“ und war ein Geschenk Thailands an Portugal. Es wurde Ende 2011 in den Gärten von Belém aufgestellt und erinnert an den 500. Jahrestag der Ankunft der Portugiesen in diesem asiatischen Land.
Das in Bangkok erbaute Denkmal wurde 1511 auf dem gleichen Weg des portugiesischen Seefahrers und Diplomaten Duarte Fernandes nach Lissabon verschifft. Die offizielle Einweihung fand im Februar 2012 in Anwesenheit von Kronprinzessin Maha Chakri Sirindhorn statt und bekräftigte die diplomatischen Beziehungen zwischen Portugal und ihr Land, das älteste Bündnis zwischen einer europäischen Nation und Thailand. Die rot-goldene Struktur (…) folgt (…) thailändischen Traditionen wie der Montage ohne Verwendung von Metall, Nägeln oder Schrauben und einem Dach, das mit Motiven bedeckt ist, die der Haut eines Drachen ähneln.
Sehr schönes Bauwerk
Das Hieronymuskloster
Weiter führte unser Weg an einem imposanten Gebäude vorbei
Bei diesem prächtigen Bau handelt es sich um das Hieronymuskloster, welches seit 40 Jahren zusammen mit dem Torre de Belém zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Es symbolisiert die Macht und den Reichtum des Landes zur Zeit der Entdeckungen wie auch den glorreichen Stand und die Entwicklung, welche Portugal im Laufe der Jahre durchlebt hat.
Die Bauarbeiten zu diesem großen Kloster starteten 1501, kurz nachdem Vasco da Gama 1498 den Seeweg nach Indien entdeckt und so den ertragreichen Handel mit Gewürzen und Edelsteinen ermöglicht hat. Vasco da Gama hat hier übrigens auch seine letzte Ruhestätte gefunden. Obwohl die Klosterkirche Igreja de Santa Maria de Belém auf schmalen Säulen gebaut wurde, hat sie wie auch das Kloster das große Beben 1755 nahezu unbeschadet überstanden.
Um die Straße Richtung Flussufer zu überqueren, nutzen wir die Unterführung
Das Entdeckerdenkmal Padrão dos Descobrimentos
Und schon stehen wir vor der nächsten Sehenswürdigkeit. Meinem Sohn fällt direkt das riesige Schwert auf und die Mädchen fragen, wer die vielen Menschen auf dem Denkmal sind. Uah…. zum Glück gibt es Google … so habe ich bald die Antworten parat:
Bei dem Denkmal handelt es sich um das Padrão dos Descobrimentos, dem Denkmal der Entdeckungen. Es wurde 1960 zum 500. Todestag von Heinrich dem Seefahrer durch das Salazar–Regime errichtet und zeigt 33 wichtige Persönlichkeiten des Spätmittelalters von Portugal, unter anderem Ferdinand Magellan oder Vasco da Gama
Oben auf dem Denkmal befindet sich eine Aussichtsplattform
Wir laufen Richtung Torre de Belem, vorbei an einem alten Leuchtturm
Dieser bildet mit dem Entdeckerdenkmal und der berühmten Brücke ein schönes Foto mit drei Sehenswürdigkeiten Lissabons auf einmal
Torre de Belem
Und dann sehen wir endlich den Torre de Belem!
Wow, tolles Bauwerk!
…. aber die Schlange davor war weniger schön …. Es hätte mind 1 Std gedauert, bis wir Tickets für den Turm gehabt hätten …. Darauf hatten weder die Kids noch ich Lust, somit blieb es dabei, dass wir ihn uns von außen angesehen haben ….
Errichtet wurde der Torre de Belém 1515 im Auftrag des portugiesischen Königs Manuel I., welcher die Fertigstellung sechs Jahre später jedoch nicht mehr erlebte.
Portugal war in dieser Epoche eine absolute Seemacht und dominierte die Weltmeere. Der Turm diente lange Zeit als Schutz vor feindliche Schiffe, welche am Turm vorbei Richtung Lissabon fuhren. Der Turm stand früher mitten im Wasser, im Laufe der Zeit und durch bauliche und geologische Veränderungen ist er nun direkt am Ufer und somit zu Fuß problemlos zu erreichen. Auf der gegenüberliegenden Uferseite stand ein weiterer Turm. Er wurde beim großen Erdbeben 1755 zerstört. Der Torre de Belém überstand wie auch das in der Nähe erbaute Kloster das Erdbeben fast unbeschädigt. Der Turm könnte viele Geschichten erzählen. Zum Beispiel von erbitterten Kämpfen um Lissabon, über Königs-Audienzen oder seine Zeit als Leuchtturm oder Wachturm. Selbst als Gefängnis wurde der Turm schon genutzt und später dann als Zollgebäude. Ein kleiner Turm und soviel Geschichte. Seit 1910 ist er zum nationalen Denkmal erklärt worden, seit 1983 gehört dieser Turm zum UNESCO – Weltkulturerbe. Ein wenig bereuen wir es, uns damals doch nicht angestellt zu haben ….
Die beste Pastel de Nata der Stadt gibt es in Belem
Für alle Leckermäulchen habe ich nun noch einen tollen Tipp: Direkt am Turm gibt es ein kleines Café – und dort gibt es die beste Pastel de Nata der Stadt. Glaubt mir, ich liebe diese kleinen Küchlein und habe viele in Lissabon probiert, aber dort fand ich sie am leckersten!
Der Kaffee war übrigens auch sehr gut!
Mein kläglicher Versuch einer Influencer-Pose …. Nix für mich, ich bin und bleibe lieber hinter der Kamera
Wir spazierten noch etwas am Park entlang, suchten uns ein schattiges Plätzchen und relaxten einfach mal im Gras sitzend. Immerhin hatten wir Urlaub.
Wir hatten Tickets für eine Bootsfahrt am Abend und so langsam war es Zeit für die Rückfahrt in die Innenstadt und Richtung Hafen
Mit dem TukTuk zurück in die Altstadt von Lissabon
Wir entschieden uns mal wieder für eine Fahrt mit dem TukTuk
Wieder fahren wir durch die „Regenbogen“- Straße, die Av. Infante Santo
Wir fahren vorbei an vielen Wand-Mosaiken aus Fliesen. Jedes von ihnen erzählt eine für Lissabon wichtige Geschichte. Es geht um Fischer ….
…. Architektur ….
… oder dieses hier. Weiß leider nicht, was genau dieses Mosaik darstellen soll. Sieht aber toll aus!
Wir fuhren vorbei an der Basílica da Estrela
Ein Ostermarkt – mit Sangria
Der Aussichtspunkt Miradouro de São Pedro de Alcântara
… und wurden oberhalb in Lissabon abgesetzt. Der Fahrer hat uns zwei Dinge empfohlen: Den Ostermarkt am Aussichtsplattform Miradouro de São Pedro de Alcântara und den dazugehörigen schönen Aussichtspunkt.
Der Ostermarkt ist wie bei uns der Weihnachtsmarkt, nur halt alles zum Thema Ostern. Statt Glühwein wurde Sangria angeboten.
Sehr niedlich, sehr interessant.
Wir gingen weiter zur Aussichtsplattform Miradouro de São Pedro de Alcântara
Wow, was für eine Aussicht!!! Von hier aus überblickten wir das ganze historische Lissabon, toll!!!!
Im Hintergrund rechts mittig zu sehen: Das Castelo de S. Jorge Die Kathedrale von Lissabon
Kirche und Kloster Igreja da Graça
Die Aussichtsplattform oben links würden wir am Folgetag besuchen
Sehr schöner Ausblick, für uns aber hieß es nun, Richtung Hafen zu laufen. Unser Fahrer hatte uns die Kirchenruine auf dem Weg empfohlen und dann eine Fahrt mit dem historischen Fahrstuhl.
Die Ruine Kirchenruine Convento do Carmo, Erinnerung an das Erdbeben 1755
Etwas weiter fanden wir die vom Fahrer beschriebene Ruine der Kirche.
Erinnert ihr euch an mein Video aus dem letzten Beitrag zum Erdbeben in Lissabon im Jahr 1755? Die Ruine heißt Convento do Carmo und ist ein ehemaliges Kloster des Karmeliter-Ordens. Gebaut wurde es 1389-1423.
Im großen Erdbeben von Lissabon 1755 wurde das Kloster und die Kirche nahezu vollständig zerstört. Die Ruine und ein kleines dazugehöriges Museum kann man sich ansehen. Der Eintritt kostet 5 Euro. Leider war die Ruine im April 2023 mehr Baustelle als Ruine, das wurde aber vorher nicht angekündigt, daher war ich etwas enttäuscht.
Nett, aber allzu lange haben wir uns da nicht aufgehalten.
Es ist nur ein sehr kurzer Weg bis zum Aufzug.
Straßenbahn- Impressionen aus der Oberstadt von Lissabon
Straßenbahn- Impressionen aus der Oberstadt von Lissabon
Der historische Aufzug mitten in Lissabon
Angekommen am historischen Aufzug genossen wir erst einmal die Aussicht
Über die eiserne Brücke gingen wir zum Aufzug, welcher Baixa (Unterstadt) mit Chiado und Bairro Alto (Oberstadt) miteinander verbindet. Von unten nach oben sind oft lange Warteschlangen, wir hatten Glück, von oben nach unten wollten nicht so viele und schon bei der zweiten Fahrt seit unserem anstellen nach unten waren wir dabei. 45 Meter ist er hoch und erspart dem Fahrgast etliche steile Straßen und Gassen …
Gebaut wurde der kunstvoll verzierte Aufzug 1902 durch von Gustave Eiffels Schüler Raoul Mesnier de Ponsard. Eisen war DAS Baumaterial zu der Zeit. Es symbolisierte den Fortschritt, man konnte Bauwerke kunstvoll verzieren und stabil bauen. Der elektrische Antrieb kam übrigens erst später, ursprünglich wurde die Kabine mit einer Dampfmaschine angetrieben.
Die Kabine bietet Platz für 24 Personen. Die Fahrt kostet wenige Euro.
Immer wieder schön: Die Fliesen-Fassaden
Von dort liefen wir zum Hafen, dieser führt wieder über den großen Platz Praça do Comércio
Wir tauschten am Schalter im Hafengebäude unseren Get-your-Guide- Voucher gegen die Tickets und warteten noch ein paar Minuten auf unser Schiff.
Auf dem Schiff gab es Getränke und Snacks, diese waren in der Tour (Link poste ich unter diesem Beitrag) enthalten.
Unsere traumhafte Bootsfahrt bei Sonnenuntergang
Und dann fuhren wir los – Richtung Sonnenuntergang
Die Schifffahrt führte unter die Brücke des 25. April hindurch. Diese erinnert an die Golden Gate Bridge in San Francisco. Dies ist kein Zufall, denn als die Brücke damals geplant wurde, gab es eine Ausschreibung und man entschied sich für die American Bridge Company. Diese haben damals unter anderem auch die Bay Bridge in San Francisco gebaut, welcher von der Bauart der Brücke in Lissabon, der Ponte 25 de Abril, sehr ähnelt. Also fast baugleich mit der Bay Bridge, die Farbe der Golden Gate Bridge – kein Wunder, dass man an San Francisco erinnert wird.
Wir hatten einen traumhaften Sonnenuntergang Ein Aufzug führt hoch zu dem Weg zur Cristo Rei Statue. Der Aufzug ist übrigens kostenlos.
Das Entdeckerdenkmal
Torre de Belem
Dahinter drehten wir leider schon um und fuhren wieder zurück zum Hafen
Die Sonne war weg, das Licht immer noch wundervoll Erinnerte an das der älteren Generation (also auch ich) bekannte Testbild – das hatten wir früher nach Programmschluss im Fernsehen. Für meine Kids nicht vorstellbar.
Nachdem die Sonne weg war, wurde es sehr frisch, wir haben sehr gefroren und waren auch müde – und beschlossen, mit einem Taxi zurück zum Hotel zu fahren.
Im Hotel-Restaurant gab es eine heiße Portion Ramen für uns durchgefröstelten Touris, eine Wohltat.
Und danach war direkt Bettzeit, freiwillig, den ganzen Tag viel gelaufen, viel an der frischen Luft und abends ein leckeres Essen – das macht müde.
Vormittags das Quake-Museum, dann der Spaziergang durch Belem, die TukTuk-Fahrt zurück in die Innenstadt und dann die Bootsfahrt. Ein ereignisreicher Tag, wir schlummerten schon bald zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken in unseren Erinnerungen ein ….
Danke, dass ihr wieder dabei ward.
Im nächsten Bericht nehme ich euch mit auf Citytour durch Lissabon, vor allem zu vielen Aussichtspunkten
Bye!
Lissabon: Belem, Bootsfahrt und die beste Pastel de Nata der Stadt
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Quake – Mein Museums-Tipp für Lissabon (mit Teenager)
Quake – Mein Museums-Tipp für Lissabon (mit Teenager)
Hallo zusammen,
der letzte Bericht war etwas länger, der heutige wird dafür etwas kürzer.
Ich stelle euch ein neues und sehr lohnenswertes Museum in Lissabon vor.
Von dem Museum hatte ich bis dato noch nichts gelesen. Bei der Planung habe ich mich mehr auf die klassischen Sehenswürdigkeiten von Lissabon konzentriert. Unser Guide von unserer Tour nach Sintra erzählte uns davon. Auf das Thema kamen wir, als wir an dieser Statue vorbei fuhren. Die Kids hörten sehr interessiert zu, als er von dem neuen Museum erzählte – und so entstand der Plan, direkt am nächsten Tag nach dem Frühstück zu dem Museum zu fahren.
Unser Tag beginnt wie immer mit harten Aufback-Brötchen, Plörre-Kaffee – aber zumindest leckeren Küchlein.
Und dann machten wir uns auf den Weg Richtung Westen, Richtung Belem.
Vorbei an dem imposanten Aquädukt aus dem Jahr 1748. Insgesamt ist das Bauwerk 14.000 Meter lang und hat sogar dem Erdbeben 1755 getrotzt.
Wieder fahren wir unter der berühmten Brücke hindurch Richtung Belem
Die Lage vom Museum Quake
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In der direkten Nähe gibt es einen öffentlichen Parkplatz. Wenn ihr die Bahn nutzt, ist die Haltestelle „Belem“ am nächsten zu dem Museum
Erst im April 2022 hat dieses Museum eröffnet.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise für das Museum ‚QUAKE‘
Öffnungszeiten täglich von 10 – 18 Uhr
Die Eintrittspreise variieren je nach Uhrzeit, Tag und Saison. Daher gebe ich die Preis-Spanne an.
Erwachsener: 21,00 € bis 31,00 €
Kind (6-12 Jahre): 14,50 € bis 21,50 €
Senioren (+65 Jahre): 17,00 € bis 25,00 €
Kinder unter 5 Jahren können das Erlebnis kostenlos besuchen, haben jedoch keinen Zutritt zur Simulator-Plattform.
Es gibt nur begrenzt Eintrittskarten pro Stunde, daher empfiehlt es sich, die Tickets vorab online zu reservieren. Meistens sind sie dann sogar noch 10 % günstiger.
Wir wussten das mit dem online Tickets vorbestellen und Zeitfenster nicht, hatten aber Glück und bekamen Tickets für ein Zeitfenster ca 1/2 Stunde später. Die Wartezeit haben wir im Café direkt im Museum überbrückt und noch eine Kleinigkeit getrunken. Unsere Rucksäcke haben wir in Schließfächern sicher verstauen können
Zugegeben: Als ich hörte, was der Eintritt kostet, habe ich kurz geschluckt.
112 Euro. Puh. Aber: Es hat sich gelohnt. Wir besuchen oft Museen, im Ranking der Kids ist das Quake direkt auf Nr. 1 gelandet und hat die Galileo-Wissenswelt auf Fehmarn, welche seit 2017 unangefochten auf Platz 1 der Kids stand, nun auf Platz 2 zurückgedrängt.
Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten, bekamen wir jeder ein spezielles Armband. Hierfür wurde unsere Email-Adresse hinterlegt und wir konnten so mit dem Armband virtuelle Lesezeichen erstellen. Wenn wir ein Thema gerne zu Hause nochmals in Ruhe durchlesen wollten, hielten wir das Armband an den Point und bekamen den entsprechenden Bericht nach Hause. Es gibt auch im Museum verteilt ein paar Selfie-Points, auch die Fotos werden dann gespeichert und können nach dem Besuch mit Hilfe eines Zugangscodes abgerufen und gespeichert werden.
Im ersten Raum läuft ein Countdown.
Das Museum besteht aus mehreren Räumen. Es werden immer nur kleine Gruppen in die Räume gelassen (deswegen die Zeitfenster) Das hat den Vorteil, dass nichts überlaufen ist und man alles ausprobieren kann. Das hat aber auch den Nachteil, dass man nicht im eigenen Tempo gehen kann. Wir fanden die Zeiten in den Räumen aber immer ausreichend.
Insgesamt sollte man für das Museum 1,45 Std einplanen
Es geht los!!!
Im ersten Raum lernen wir die Rahmen-Geschichte und ihre Protagonisten kennen.
An jeder Station konnte man sich mit den Hörern die Informationen dazu anhören. Es gab vier Sprachen zur Auswahl:
Portugiesisch, Englisch, Spanisch und Französisch.
„Och neee, Mathe,… muss man hier jetzt rechnen oder was? Da bin ich raus, ich habe Ferien!“ protestierte eines der Kids. Aber zum einen war das nur virtuelle Deko, zum anderen Stand heute Geschichte auf unserem Ferien-Stundenplan. Und zwar mit Hilfe einer für die Kids sehr interessant gestalteten, interaktiven Storyline.
Die Lichter gingen wieder an, die nächste Tür öffnete sich und eine Museumsmitarbeiterin geleitete uns in den nächsten Raum
Ein weiterer interaktiver Raum
Im nächsten Raum konnte man durch interaktive Stationen viel über die Entstehung und Auswirkungen von Erdbeben lernen.
Erdbeben-Simulator-Plattformen, u.a. von dem Beben von San Francisco
In einem weiteren Raum gab es die ersten Plattformen, welche verschiedene große Beben der Geschichte simulierten. Schaut euch dazu gleich am besten das Video unten an.
Die Zeitmaschine bringt uns in das Jahr 1755
Der nächste Raum stellte eine Art Zeitmaschine dar. Mit ihr fuhren wir durch die Zeit zum 1.November 1755
Angekommen sind wir auf einer Straße mitten in Lissabon im Jahr 1755Es ist der 1. November 1755. Allerheiligen.
Alles ist friedlich.
Gleich beginnt die Heilige Messe zu Allerheiligen.
Niemand ahnte die bevorstehende Katastrophe.
Wobei …. so ganz stimmt das nicht …. wieder waren es die Tiere, welche sich scheinbar merkwürdig verhielten. Dem wurde aber erst im Nachhinein die entsprechende Bedeutung gegeben.
Und so waren die Menschen ahnungslos unterwegs zu den Kirchen der Stadt.
Die König und seine Familie überlebten das Erdbeben nur durch einen Zufall, denn seine Tochter wünschte sich, den Tag außerhalb der Stadt zu verbringen. Der König kam dem Wunsch nach und sie fuhren an diesem Morgen nach Santa Maria de Belem. Dieser Wunsch rette der königlichen Familie das Leben.
Wir schlenderten durch die Gassen und lauschten dem Treiben.
Zum Zeitpunkt des Erdbebens war Lissabon mit ca. 200.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Europas. Lissabon war Dank der Goldfunde in Brasilien, damals eine Kolonie von Portugal, eine sehr reiche Stadt und die Besucher waren imponiert von dem Reichtum, welches die Stadt dekadent zur Schau stellte. Von dem Geld kaufte man prächtige Möbel aus dem Osten, zündete imposante Feuerwerke, mit Gold wurden die Kirchen und Paläste pompös verziert und es wurde ein prächtiges Opernhaus errichtet, welches in seiner Luxuriösität in Europa seinesgleichen suchte.
Wir erleben das große Beben in einer Kirche in Lissabon
Dann war es Zeit für die Kirche .
Wir betraten den Raum. Es ist ein großer Simulatorraum .
Durch Bildschirme haben wir um uns herum die Kirchenwände.
Das Besondere an diesem Raum: Die Bänke in der Mitte des Raumes werden sich gleich wie bei dem Beben damals bewegen. Der Zugang zur Simulatorplattform wird deswegen schwangeren Personen, Personen mit eingeschränkter Mobilität oder Personen mit anderen gesundheitlichen Problemen, die auf die Bewegungen des Simulators reagieren, insbesondere Herzprobleme, nicht empfohlen.
Der Simulatorraum verfügt jedoch über einen Bereich mit festen Plätzen, in dem Besucher die gesamte Erdbebensimulation verfolgen können, ohne die Plattform zu betreten, und so die Umgebung dank der vielen Spezialeffekte genießen könne.
Die Messe begann ganz normal.
Ein erstes kleines Beben war um kurz nach halb zehn bereits zu spüren. Die Messe wurde nicht unterbrochen.
Aber dann, gegen 9.40 Uhr damalige Ortszeit, begann das schwere Beben.
Über mehrere Minuten bebte der Boden, das Erdbeben hatte eine Stärke von 8,5 – 9 !
Gebäude stürzten zusammen, durch die vielen Öfen brachen an vielen Stellen schlimme Brände aus. Was bei den ersten schweren Erdstößen noch nicht zerstört wurde, fiel nach mehreren Minuten starken Bebens meistens doch zusammen.
Die Bänke rütteln uns durch
Die Bänke rüttelten uns durch. Schwer zu verstehen, wie schlimm das für die Menschen damals gewesen sein muss. Die Erdstöße waren heftig, wir hielten uns an den Bänken fest, während um uns herum die Kirche einstürzte und in Flammen aufging. Obwohl uns nichts passieren konnte, war es ein beklemmendes Gefühl.
Als wir die Kirche verlassen, liegt Lissabon in Schutt und Asche
Dann verließen wir die Kirche oder das, was davon übrig geblieben war. Wir fanden uns in einer unwirklichen Szenerie wieder. Schutt, kaputte Gebäude, Brände. Über uns simulierten Rotlichtlampen die Hitze, das Licht war gedämpft.
Damals waren die Straßen voller Schutt der eingestürzten Gebäude. Menschen schrien um Hilfe oder suchten verzweifelt ihre Angehörigen. Die Straßen waren kaum noch zu erkennen, es gab kaum ein Vorankommen. Verzweiflung, Todesängste, der Verlust von geliebten Menschen und nicht zu wissen, ob noch mehr Beben kommen würden und die letzten noch stehenden Gebäude auch zum Einsturz bringen würden.
Die Menschen liefen aus Verzweiflung dahin, wo es wenig Trümmer gab:
Die größeren Plätze untem am Fluß Tejo. Ein tödlicher Fehler ….
Nach dem großen Erdbeben folgte ein verheerender Tsunami
Denn auf das schwere Beben folgte ein Tsunami.
Gegen 11 Uhr trafen die 5 Meter hohen Wellen auf die Stadt. Die Menschen am Ufer hatten keine Chance. Bis tief in die Stadt reichten die Wassermassen und zerstörten, was noch nicht vom Erdbeben oder vom Feuer zerstört wurde. Menschen in den Trümmern ertranken. Man schätz alleine durch den Tsunami gab es 900 weitere Opfer in Lissabon. Insgesamt forderte das Beben um 60.000 Menschenleben. Eine genaue Zahl ist nicht bekannt.
Der Tsunami reichte bis zu Karibik, selbst dort waren die Wellen noch 3 Meter hoch.
Zweifel an Gott, als man die Auswirkungen sah
Lissabon war fast gänzlich zerstört. Durch das Beben, durch das Feuer, durch den Tsunami. Einzig das Rotlichtviertel von Lissabon wurde fast komplett verschont. Im gläubigen Lissabon löste dies eine tiefe Glaubenskrise aus. Wie konnte Gott es zulassen, das Gotteshäuser zerstört, aber Bordelle verschont blieben? Und dann noch an Allerheiligen, ein hoher christlicher Feiertag. Und auch bekannte Literaten wie zB Goethe oder Kant beschäftigten sich mit dieser Frage. Tatsächlich scheint es aber so, dass die Sedimentschichten unter dem Rotlichtviertel von Lissabon eine andere Beschaffenheit aufwiesen als der Boden im Stadtinneren – und die Bordelle deshalb standhafter waren. Das wussten die Menschen damals natürlich nicht. Und viele begannen in dieser Zeit, an Gott zu zweifeln, angesichts der Katastrophe und der vielen vielen Opfer.
Lissabon sollte schnell wieder aufgebaut werden
Es galt, Lissabon wieder aufzubauen. Sebastião José de Carvalho e Mello, der Marquês de Pombal, war damals der Stadtplaner und plante nach dem Beben ein völlig neues Lissabon. Sein Ausspruch ist in die Bücher eingegangen: „Beerdigt die Toten und ernährt die Lebenden!“ Die Verstorbenen brachte man auf Schiffe und versenke diese im Meer – so verhinderte man den Ausbruch von Seuchen. Lissabon wurde abgeriegelt, die Armee sorgte dafür, dass Plünderer keine Chance hatten. Niemand, der diese Katastrohe überlebt hatte, durfte die Stadt verlassen. Es wurden alle zur Mithilfe am Wiederaufbau gezwungen. Und das hat funktioniert, denn schon ein Jahr nach dem Beben war der komplette Schutt der Stadt abgetragen. Angesichts der fehlenden Transportmaschinen damals eine beeindruckende Leistung.
Beim Wiederaufbau plante man die Straßenzüge und die Viertel genau, Straßen wurden breiter und nach einem geordnet wirkendem System gebaut.
Und zum ersten mal befasste man sich mit erdbebensicheren Gebäuden.
An vielen Stationen kann man interaktiv mitmachen beim Neuaufbau von Lissabon.
Ein Video vom Museumsbesuch:
Weil das auf den Fotos teilweise gar nicht so richtig rüberkommt, habe ich ein etwas längeres Video zusammengeschnitten.
Das Video aus der Kirche mit dem Hauptbeben ist ungekürzt.
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Auch wenn man einiges an Informationen sicherlich noch hätte weiter ausbauen können, ist das Museum eine ganz klare Empfehlung. Es wird viel erklärt und demonstriert zu der Entstehung und den Folgen von Erdbeben. Und der Simulatorraum ist ein sehr eindrucksstarkes Erlebnis. Die Räume sind kurzweilig und interessant gestaltet wenn man sich etwas zu Hause nochmals in Ruhe durchlesen möchte, hat man mit den Armbändern hierfür eine tolle Möglichkeit geschaffen! Der Eintritt ist etwas hoch, aber er lohnt sich. Dennoch fände ich es schöner, wenn es günstigere Familientarife gäbe.
Quake – Mein Museums-Tipp für Lissabon (mit Teenager)
nach einer kleinen Sommerpause geht es nun hier auf dem Blog weiter.
Einen Tag später als bei Facebook angekündigt, irgendwie hat das mit der automatischen Veröffentlichung nicht funktioniert.
Jetzt aber: auf geht’s.
In den Osterferien waren meine drei Kids und ich in Lissabon.
Dabei stand nicht Lissabon auf meiner Bucketlist, sondern vielmehr Sintra. Ein kleiner, bezaubernder Ort nordwestlich von Lissabon.
Seitdem ich davon auf einem Reiseblog gelesen hatte, wollte ich unbedingt dorthin, um mir Sintra und seine Paläste anzusehen.
Die Kids konnte ich im Vorfeld auch davon überzeugen. Da sie bei unseren Reisen seit einigen Jahren Mitspracherecht haben, ist das nicht ganz unwichtig. Immerhin würden wir für Sintra einen ganzen Tag unterwegs sein.
Wenn ich vor den Ferien von unseren Urlaubsplänen erzählte, kamen viele Reaktionen wie diese:
„Lissabon, das ist so eine schöne Stadt!“
„Ja, ich möchte aber hauptsächlich nach Sintra.“
„Sintra?! Wo ist das denn? Was ist daran so besonders?!“
Euch nehme ich in diesem Beitrag mit und zeige euch Sintra: das wundervolle, märchenhafte Städtchen nordwestlich von Lissabon.
Lage von Sintra
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Die Geschichte ausführlich zu erzählen, würde den Rahmen sprengen. Dieser Beitrag ist ohnehin schon recht lang geworden. Daher hier die Kurzversion:
Besiedelt war das Gebiet um Sintra bereits in der Altsteinzeit. Ungefähr ab dem Jahr 700 gewann das Gebiet zunehmend an Bedeutung, was sich anhand arabischer Aufzeichnungen feststellen lässt. Seit dem 8. Jahrhundert erlebte das Gebiet einige christliche Eroberungen und arabische Rückeroberungen.
1147 nahm Portugals erster König Alfons I. den Landstrich endgültig ein.
1154 erhielt Sintra erste Stadtrechte.
Die Böden in der Region waren ertragreich, und so siedelten sich dort im 12. und 13. Jahrhundert mehrere Klöster an.
1348 wütete die Pest auch in Sintra und forderte sehr viele Todesopfer.
Ende des 15. Jahrhunderts nahm König Manuel I. eine weitreichende Neugestaltung der Stadt vor.
Ab dem 16. Jahrhundert wurde Sintra bei der Oberschicht zunehmend beliebter. Die Luft im Sintra-Gebirge, das sich bis zur Küste zieht, ist deutlich angenehmer als in Lissabon.
Selbst im Sommer weht oft eine milde Brise, und durch den Regen im Frühjahr und Herbst ist das Umland sattgrün. Viele adelige Familien errichteten prächtige Herrenhäuser.
Auch die portugiesische Königsfamilie besaß in Sintra ihre Sommerresidenz.
Beim Erdbeben 1755 wurden viele Gebäude in Sintra zerstört, es folgten umfangreiche Wiederaufbauarbeiten.
Seit dem 19. Jahrhundert wurde Sintra zunehmend ein beliebtes Ziel für Großbürger.
Mehrere Schriftsteller, darunter auch Hans Christian Andersen, haben ihre Begeisterung für Sintra in ihren Werken festgehalten.
Was ist das Besondere an Sintra?
In Sintra steht eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Landes: der Palácio Nacional da Pena. Ein buntes Märchenschloss, malerisch auf einem Berg gelegen.
Aber auch die anderen Schlösser und Herrenhäuser sind sehenswert, zum Beispiel der Palácio de Monserrate, der direkt aus 1001 Nacht entsprungen zu sein scheint, oder das prächtige Herrenhaus Quinta da Regaleira mit seinem fast verwunschen-mystisch anmutenden Park. Lohnenswert sind außerdem die Kirche Igreja de São Martinho im Zentrum von Sintra, die Ruine des Castelo dos Mouros oder auch das Ende des Sintra-Gebirgszuges an der Küste: Cabo da Roca.
Ihr merkt es schon: Zu sehen gibt es in Sintra sehr viel, und es ist auch nicht alles fußläufig erreichbar.
Wie kommt man am besten von Lissabon nach Sintra?
Vom Rossio in Lissabon fährt zweimal pro Stunde ein Zug nach Sintra. In etwa 40 Minuten ist man dort und kann dann mit der Linie 434 von Schloss zu Schloss fahren. Das 24-Stunden-Ticket kostet ungefähr 15 Euro.
Weil ich aber gelesen hatte, dass dieser Bus oft überfüllt ist und die Osterferien eine beliebte Reisezeit sind, entschieden wir uns für etwas anderes.
Über GetYourGuide buchte ich eine private Tour.
Unser Tagesausflug nach Sintra
Am Tag nach unserer Ankunft in Lissabon war der Ausflug nach Sintra geplant.
Schon ein paar Tage vorher bekam ich von unserem Guide eine E-Mail, in der er fragte, was wir uns alles ansehen möchten.
Nach einem kurzen Mailverkehr stand unsere Route fest, und unser Guide schickte mir noch einen Link, um bereits vorab Tickets für den Pena-Palast zu kaufen. Denn die Zahl der Besucher pro Tag ist beschränkt, und zudem muss man sich ein festes Zeitfenster buchen.
Unser Guide schrieb mir, welches Zeitfenster für unsere Tour am besten passen würde, und ich bestellte online die Karten. Für meine drei Teenie-Kids und mich machte das knapp 50 Euro.
Die Teenie-Kids, ohnehin die meiste Zeit eher minimalkommunikativ, moserten leise, während sie sich anzogen und ihren Rucksack für den Tag packten. Ich hörte sie tuscheln, irgendwas mit Ferien und früh aufstehen und doof, aber das ignorierte ich heute einmal. Weil ich so voller Vorfreude war, ignorierte ich auch die Wetterprognose. Zumindest halb. Ich wies die Kids darauf hin, sich eine dünne Jacke einzupacken, weil Regen angekündigt war. „Mama, es ist Regen gemeldet und du hast trotzdem gute Laune?“ „Jep, wir fahren heute nach Sintra. Aber jetzt gehen wir erst einmal frühstücken“, trällerte ich fröhlich in die verschlafene Runde. Ich freute mich wirklich, dass es heute endlich klappen würde mit Sintra.
Das Frühstück wurde im asiatischen Restaurant nebenan serviert.
Der Kaffee schmeckte nicht, die Brötchen waren steinhart. Egal. Erstens gab es auch Küchlein, und zweitens freute ich mich sehr auf den heutigen Tag.
Küchlein zum Frühstück. Im Urlaub erlaubt.
Unser Guide Gonçalo war pünktlich auf die Minute am Hotel. Die Chemie stimmte direkt von Anfang an.
Mit dem Auto fuhren wir etwa 45 Minuten bis zum Parkplatz des Pena Palace.
Auf dem Weg erzählte uns Gonçalo ganz viel zur Geschichte von Lissabon.
Zum Beispiel über die Statue im Kreisverkehr in der Nähe unseres Hotels, am Ende der Prachtstraße Avenida da Liberdade, über die ich im letzten Beitrag schon geschrieben habe.
1755 gab es ein schreckliches Erdbeben in Lissabon. In einem späteren Beitrag thematisiere ich das genauer. Sebastião José de Carvalho e Mello, der Marquês de Pombal, war damals der Stadtplaner und plante nach dem Beben ein völlig neues Lissabon.
Auf dem Sockel sieht man seine wichtigsten Bauten sowie an das Beben erinnernde zerbrochene Steine.
Unser Guide Gonçalo erzählte dies mit so einer Begeisterung, dass auch die Kids gebannt zuhörten.
Von dem großen Beben in Lissabon hatten sie bis dahin auch noch nichts gehört.
Was lernen die Kids eigentlich in der Schule?
Sintra. Yippieh.
Ganz oben auf dem Hügel links sieht man schon, ganz klein, den Pena Palace.
Die Straßen von Sintra erinnerten mich etwas an Rothenburg ob der Tauber.
Die Straßen waren eng, und wir waren froh, nicht selbst fahren zu müssen. Wir erfuhren viel über Sintra und bekamen hilfreiche Tipps für unseren Besuch dort.
Wir erreichten den Ort von oben kommend, und direkt fielen uns die kleinen weißen Zipfelhüte auf.
Diese gehören zum Palácio Nacional de Sintra. Er wurde bereits im 10. Jahrhundert unter muslimischem Einfluss gebaut und war vom 14. bis zum 20. Jahrhundert die Sommerresidenz der königlichen Familie. Die beiden „Zipfel“ sind Schornsteine, die sich über der großen Palastküche befinden. Inzwischen gehören sie zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Sintra.
Die Fahrt führte uns weiter durch die malerisch verwinkelten Gassen der Stadt.
Links hinauf auf den Berg, auf dem der Pena Palace thront.
Für Portugal typisch sind die gekachelten Hauswände, aber auch vor allem ältere Straßenschilder sind oft gekachelt.
Wir kamen an einem großen Parkplatz an. Die Schlange am Ticketschalter war lang.
Wir hatten unsere Tickets bereits und konnten direkt zum Kontrolleur durchgehen. Das hat viel Zeit gespart.
Von dort führte ein steiler, aber malerischer Weg durch den Park hinauf zum Palast.
Nach einem kurzen Spaziergang sahen wir ihn auf einmal vor uns: den Palácio Nacional da Pena.
Schon so oft auf Bildern gesehen, ist der Anblick, wenn man davorsteht, trotzdem ein echter Wow-Moment. Einer von mehreren, die uns beim Besichtigen noch erwarten sollten.
Es wirkte fast surreal. Diese Farben. Die vielen bunten Türmchen. Dazu der blaue Himmel mit den weißen Wölkchen.
„Wow, das ist ja genauso schön wie Schloss Neuschwanstein.“
Dort waren wir vor zwei Jahren. Wir haben es damals von der Marienbrücke und bei einem Spaziergang angeschaut, und die Disney-verwöhnte Bande war verzaubert von Neuschwanstein.
Und eben jetzt auch vom Pena-Palast. „Nee, das ist noch schöner, weil das viel bunter ist“, ergänzte meine Tochter.
„Ist das wirklich alles so echt oder wurde das für einen Film gebaut?“, fragte mich mein Sohn.
Nun, dazu schreibe ich gleich noch etwas.
Kurze Zeit später kam die erste Ernüchterung: Wir waren etwas zu früh. Einlass ist tatsächlich exakt wie auf dem Ticket angegeben.
Für die verschiedenen Zeitfenster gibt es verschiedene Warteschlangen.
Wir standen trotz Zeitfenster sehr lange in der Warteschlange, bis wir endlich an der Reihe waren und das Palastgelände betreten durften.
Klar, dass ein paar Tage nach Ostern viele Menschen Urlaub haben und sich eines der schönsten und berühmtesten Bauwerke Portugals ansehen möchten. Genau wie wir.
Wir warteten geduldig und ungeduldig zugleich.
Endlich durften wir hinein. Die Aufregung war groß, der erste Anblick schon so vielversprechend.
Warum sind im Pena Palace mehrere Baustile zu finden?
Man findet viele Baustile im Pena Palace: Türme wie von mittelalterlichen Burgen, verzierte Torbögen wie aus dem Orient, gotische Fensterelemente, romantische Verzierungen und auch die für Portugal typischen Kachelfassaden. Alles in bunten, leuchtenden Farben.
Damals, im 14. Jahrhundert, stand hier ein Kloster. Der Legende nach soll hier die Jungfrau Maria erschienen sein. Es war ein schlichtes Klosteranwesen.
1755 wurde dies beim verheerenden Erdbeben nahezu völlig zerstört.
Es wurde von den Mönchen nicht mehr wieder aufgebaut und verfiel mit der Zeit.
Im 19. Jahrhundert beschloss Prinz Ferdinand, diesen Ort zum Sitz seiner Königsfamilie zu machen. Er war begeistert von der Lage und dem angenehmen Klima hier oben auf dem Berg und kaufte die Ruine und die Anlagen drumherum. Als Liebesbeweis für seine Frau wollte er hier einen prächtigen Palast errichten.
Er übergab dem Architekten Ludwig von Eschwege den Auftrag, einen Palast zu bauen, der von überall gesehen werden sollte.
Bedauerlicherweise erlebte seine Frau die Fertigstellung nicht mehr.
1854 wurde der Pena Palace fertiggestellt. Prinz Ferdinand, später König Ferdinand, heiratete erneut, und seine zweite Frau, die Gräfin von Edla, richtete den Palast später mit ein.
Bis 1910 wohnte hier die Königsfamilie.
Den Namen hat man vom damaligen Kloster übernommen, das der Nossa Senhora da Pena gewidmet war.
Auch von innen kann man den Palast besichtigen, und das lohnt sich. Die Einrichtung ist noch original aus dem 19. Jahrhundert. Pompös, elegant, bunt, farbenfroh.
Leider ist das Fotografieren im Innenbereich verboten.
Ausblick bis zum Tejo, der Brücke und der Cristo-Rei-Statue.
Kennt ihr das, wenn ihr etwas seht, aber das gar nicht so recht erfassen könnt?
So erging es uns.
Wir standen einfach nur eine Weile, schauten und staunten.
Fasziniert waren wir von den vielen Türmchen, Winkeln, Nischen, Farben und Baustilen. Einfach von allem. Aber die Zeit drängte, denn wir hatten nur zwei Stunden Zeit von unserem Guide bekommen, wenn wir die anderen Punkte auch noch sehen wollten. Wollten wir. Also starteten wir unseren Rundgang.
Die Aussicht ist fantastisch, und dann kam sogar noch die Sonne raus und ließ die Farben noch mehr leuchten.
Die Sonne blieb nicht lange, unserer Faszination für diesen prächtigen Bau tat das keinen Abbruch.
Wir beschlossen, den Wall Walk zu gehen. Dieser führt einmal komplett um das Schloss herum.
Hier entlang führt der Weg, einmal komplett drumherum.
Die Aussicht war unbeschreiblich, aber wir genossen sie nicht so ausgiebig, wie wir es gern getan hätten. Schade eigentlich, wenn man schon an diesem Ort ist. Aber zum einen hatten wir wegen unseres straffen Programms nicht ganz so viel Zeit, zum anderen sahen wir bedrohlich dunkle Wolken am Horizont aufziehen, die sicherlich nicht nur Regen bringen würden.
Pfeif auf Zeit und Wolken. Wie soll man bei dieser Aussicht nicht stehen bleiben? Auch wenn man die Zeit nicht ganz aus den Augen verlieren durfte.
Wir genossen also etwas schneller.
Auf einem Hügel unterhalb des Pena Palace thront eine alte Ruine.
Auch diese kann man mit dem Touribus besuchen und besichtigen.
Bei der Ruine handelt es sich um die Festung Castelo dos Mouros, auf Deutsch Maurenburg. Den Namen hat die militärische Festung durch ihre damaligen Erbauer: die Mauren, Muslime aus Nordafrika. Sie bauten die Anlage im 8. oder 9. Jahrhundert. Die Lage auf dem 412 Meter hohen Berg war ideal. Als Festung diente sie jedoch nicht lange, lediglich bis zur Eroberung durch Alfons I. im 12. Jahrhundert. Er ließ auf dem Berg eine christliche Kapelle bauen.
Aber auch hier dauerte die Nutzung nicht sehr lange, und die Gemäuer begannen zu verfallen.
Das große Beben von 1755 zerstörte große Teile der Festungsanlage.
Im 19. Jahrhundert fanden umfangreiche Renovierungsarbeiten statt.
Die Ruine gehört zur Kulturlandschaft Sintra, die 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.
Geschafft. Und trotz zwischenzeitlich schnellen Genießens sogar noch gut in der Zeit.
Die Kids wollten noch einmal durch das Tor zur Rückseite. Sie waren wie ich vorhin so beeindruckt und begeistert, dass wir es uns noch einmal ansehen wollten.
Wie ein Schloss aus unseren geliebten Disney-Filmen. Mit seinen leuchtend bunten Farben trotzte es dem inzwischen zunehmenden Regenwetter.
Und als wir dann zurück zum Ausgang gingen, blinzelte für einen Moment sogar die Sonne durch die Wolken.
Ist das nicht schön?
Der Pena Palace gehört zur Kulturlandschaft Sintra und damit zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Übrigens: Mit knapp einer Million Besucher pro Jahr ist der Palácio da Pena die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in ganz Portugal. Er war zudem Vorbild für Schloss Neuschwanstein und sogar für das Disney-Schloss, das wir vor ein paar Jahren leider nur teilverhüllt gesehen haben.
Meine Frage an die Kids, welches der drei Schlösser denn am schönsten sei?
Dieses hier, weil es so bunt ist.
Ja, ich war sehr glücklich, dass unser Besuch geklappt hat. Und ein weiteres Highlight wartete noch auf uns.
Unser Guide hatte uns genau erklärt, auf welchem Parkplatz er warten würde.
Dort angekommen war Chaos. So viele Autos. Gehupe, Gemotze, Beinahe-Crashs. Bäm, von der Märchenwelt zurück in die Realität.
Wenn ihr dorthin wollt: Nehmt den Bus. Tut euch das nicht an, mit dem Auto hinzufahren.
Unser Guide war die Entspannung in Person. Er fragte uns, wie es war, plauderte mit uns über unser nächstes Ziel und navigierte dabei mit stoischer Ruhe das Auto aus dem Verkehrschaos.
Abgesetzt hat er uns dann im historischen Zentrum von Sintra.
Wir hatten Hunger, und er empfahl uns eine kleine Bäckerei direkt gegenüber vom Palácio Nacional de Sintra, also diesem Gebäude mit den beiden Zipfeltürmen.
Wir fanden den Bäcker. Und bei den vielen portugiesischen Leckereien fiel uns die Auswahl schwer. Ein kleiner Snack zum Mitnehmen, zu wertvoll war unsere Zeit in Sintra.
Umso ärgerlicher, dass uns ein ordentlicher Regenschauer erwischte.
Die dicke dunkle Wolke, die wir schon vorhin vom Pena Palace aus gesehen hatten, war nun da. Wir stellten uns unter und konnten so zumindest in Ruhe unsere Snacks essen.
Nur der geplante Spaziergang durch das historische Zentrum fiel buchstäblich ins Wasser, und wir machten uns ohne Umwege direkt auf den Weg zum nächsten Ziel. Vom Zentrum aus war es nur ein kurzer Fußweg dorthin.
Quinta da Regaleira und der mystische Garten
Kleine Gasse in Sintra.
Es brauchte keine Wegweiser. Wir folgten einfach den Menschenmassen.
Das erinnerte uns ein wenig an den Walk of Fame in Los Angeles. Damals waren wir auch in den Osterferien unterwegs. Unglaublich, dass das schon sechs Jahre her ist.
Kleiner See auf dem Weg zum Eingang. Es fehlte eigentlich nur noch ein Dino in dieser Kulisse.
Links ist schon die Quinta da Regaleira.
Das ist das Hauptgebäude der Quinta da Regaleira. Sehr malerische und interessante Architektur. Aber das Gebäude war nicht unser Hauptziel.
Das Eingangstor zur Quinta da Regaleira.
Was ist die Quinta da Regaleira?
Die Quinta da Regaleira ist ein großes Anwesen in der Nähe des Ortszentrums von Sintra.
Auch dieses Anwesen gehört zur Kulturlandschaft Sintra und damit zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier ist aber nicht nur das 1910 fertiggestellte Gebäude im neugotischen Stil sehenswert, sondern vor allem der vier Hektar große Garten drumherum.
Er wirkt wie eine unwirkliche, fast mystische Welt, bestehend aus vielen kleinen Seen, Grotten, verwunschenen Türmen, romantischen Brücken, unterirdischen Tunnelsystemen und Wasserfällen, und das alles über mehrere Ebenen.
Unser Guide erzählte uns, dass der damalige Besitzer und Auftraggeber für die Gärten ein Mitglied des Templerordens gewesen sein soll. In den Gärten soll er geheime Zeremonien abgehalten haben.
Passend zum mystischen Ambiente bezog sich der Himmel, es fielen ein paar Tropfen. Uns war das tatsächlich egal. Dieser Garten war so faszinierend, so spannend, es gab so viel zu entdecken. Wen interessieren da schon ein paar Tropfen?
Es gab aber trotz der vielen interessanten Ecken ein ganz besonderes Highlight, auf das wir uns alle am meisten freuten. Es trägt den Namen Poço Iniciático. Gleich nehme ich euch mit dorthin.
Man kann Tickets online kaufen, um die Warteschlange zu umgehen.
Ich vermute, dank des kräftigen Regens vorhin war die Schlange nicht lang. Wir kauften uns die Tickets an der Kasse und bekamen einen Plan ausgehändigt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise für die Quinta da Regaleira
Januar bis April: 10 Uhr bis 18.30 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr
Mai bis September: 10 Uhr bis 19 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr
Oktober bis Dezember: 10 Uhr bis 18.30 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr
Hinweis: Es gibt keine Parkplätze vor Ort.
Preise:
Ohne Führung:
Erwachsene: 6,00 €
Kinder 6 bis 17 Jahre: 4,00 €
Mit Führung:
Erwachsene: 12,00 €
Kinder 6 bis 17 Jahre: 8,00 €
Wir wählten die Tour ohne Führung, kauften uns aber für 1 € einen Parkplan.
Poço Iniciático bei der Quinta da Regaleira – der Turm, der in die Tiefe geht
Mein Sohnemann schnappte sich den Plan, und unser erstes Ziel sollte der Poço Iniciático sein.
Unbeschreiblich. Vor lauter Staunen vergaßen wir fast unser Hauptziel.
Wir fühlten uns wie in einer anderen Welt.
Unglaublich, dass diese Gärten mal jemandem privat gehörten.
Der Garten war fast wie ein Labyrinth.
Die Wege sind teilweise steil, also falls ihr dorthin möchtet: Flip-Flops sind nicht gerade die beste Idee.
Der Erbauer dieses Bauwerks war eindeutig ein Symmetriefan.
Mit viel Zeit kann man wirklich alles erkunden. Jeden Turm, jede Brücke, jede Grotte, jeden verschlungenen Weg durch diesen zauberhaften Garten.
Unser Ziel, der Poço Iniciático, ist das Highlight in diesem Garten.
Und nun wusste ich auch, wo die ganzen Menschenmassen geblieben waren: Sie standen an, um ihn zu sehen.
Was ist der Poço Iniciático?
Eine ewig lange Schlange, also habe ich etwas Zeit, euch zu erklären, was das überhaupt ist.
Auf Deutsch nennt man den Poço Iniciático die Einweihungsbrunnen.
Aber im Grunde handelt es sich nicht um Brunnen, auch wenn es weit in die Tiefe ragt. Es sind zwei umgekehrte Türme. Über eine Wendeltreppe an der Außenseite betritt man diesen Turm und wandelt so hinab in die Tiefe, von wo aus ein unterirdisches Grottensystem nach draußen führt.
Geschafft, wir sind endlich am Eingang.
Nachteil der vielen Besucher an diesem Tag war leider, dass wir da ziemlich durchgehetzt wurden. Wir durften nicht stehen bleiben für Fotos und sollten ohne Stopp die Treppen nach unten steigen. Die Fotos entstanden daher im Gehen mit dem Handy.
Ein erster Blick nach unten. Wow. Ohne Worte.
Schon ein komisches Gefühl, diesen Turm hinabzusteigen. Es nieselte, dadurch fühlten sich die Wände nass und kalt an, und wir schraubten uns mit der Wendeltreppe immer tiefer.
Im Stern erkennt man das Kreuz der Templer. So sagte man uns das zumindest.
Kennt ihr eigentlich den Film Tribute von Panem? Da gibt es so einen Ruf, mit dem sich Katniss und Rue mithilfe der Spotttölpel verständigen.
Nun, ich dachte mir: Mal schauen, was passiert, wenn ich diese Melodie einmal pfeife.
Okay, ich habe das sogar laut gedacht, und die Kids begannen zu protestieren.
„Komm, nur einmal, mal sehen, was passiert.“
Und dann pfiff ich die Melodie und bekam eine Antwort, von weiter oben. Und kurze Zeit später von ganz unten.
Oha, damit hatte ich etwas in Gang gesetzt. Die ganze Zeit wurde nun diese kurze Melodie gepfiffen. Von oben, von unten. Und wir zwischendurch auch wieder. So ging das die ganze Zeit, selbst als wir schon unten in der Grotte waren, hörten wir von weit oben noch Menschen diese Melodie pfeifen.
Wow, das war wieder ein Gänsehautmoment. All diese Menschen, aus welchen Ländern sie auch immer kamen, hatten diesen Film gesehen. In ihrer Sprache, aber die Melodie war immer die gleiche.
Was wohl alle gedacht haben, die den Film nicht kannten.
Als wir wenige Tage später im Flieger nach Hause saßen, meinten die Kids, ob diese Melodie dort wohl noch immer gepfiffen wird.
Die Kulisse, in der wir uns befanden, wirkte auch wie ein Film. Diese alten, moosbedeckten Mauern. Surreal. Aber wir mitten drin.
Das hat sich gelohnt, auch wenn wir ohne Stopp durchgehen mussten.
Wir gingen weiter den Turm hinab.
Unten angekommen: Blick nach oben.
Und dann führte der Weg in die unterirdische Grotte.
Vorbei an Wasserfällen. Ausgang gefunden. Was für ein Erlebnis.
Wir hatten noch etwas Zeit und schauten uns noch weiter den Garten an.
Wir entdeckten die anderen Grotten und beschlossen, auch diese zu besichtigen.
Der Weg in der Grotte führt vorbei an einem unterirdischen See.
Zwischendrin war es darin wirklich stockdunkel. Gut, dass wir unsere Handytaschenlampen dabeihatten.
Ein kleines Video von den Grotten. Es war so dunkel. Mit Handytaschenlampe sah man zwar den Weg, aber ab und zu auch die kleinen niedlichen Höhlenspinnen.
#spinnenphobie
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Unbeschreibliches Erlebnis. So etwas hatten wir noch nie zuvor gesehen.
Dann war es aber doch Zeit, zum Ausgang zu gehen.
Die Löwenstatue. Mir bescherte sie etwas Fernweh nach Afrika.
Der Ausgang liegt unterhalb des Eingangs und unterhalb der Parkanlage.
Unser Guide war pünktlich am vereinbarten Treffpunkt.
Wir waren übersättigt mit Eindrücken. Was wir an diesem Tag bis dahin gesehen hatten, war unbeschreiblich: den märchenhaften Pena Palace, den verwunschen wirkenden und mystischen Garten der Quinta da Regaleira. Und noch ein weiteres Highlight wartete auf uns.
Dazu fuhren wir entlang des Sintra-Gebirgszuges Richtung Küste.
Das Meer.
Meer und dunkle Regenwolken. Wir fuhren ein Stück entlang der Küste.
Cabo da Roca – der westlichste Punkt des europäischen Festlands
Angekommen.
Am Cabo da Roca, dem westlichsten Punkt des europäischen Festlands.
Weit westlicher liegen noch die Azoren und Grönland.
Der Leuchtturm und das große Kreuz liegen auf 140 Meter Höhe. Steil fällt die Küste hier ins Meer, die Wellen brechen eindrucksvoll an den Felsen.
Das Infoschild am großen Kreuz.
Der Leuchtturm ist seit 1772 in Betrieb und ist der zweitälteste Leuchtturm Portugals.
Hier endet also das europäische Festland Richtung Westen.
Der westlichste Punkt ist sehr malerisch.
Es war so kalt. Der Wind pustete uns eisig um die Ohren, es begann zu nieseln und war richtig ungemütlich.
Wir machten unsere obligatorischen Fotos und waren ganz schnell wieder im warmen Auto.
Wir sahen, welches Glück wir am Vormittag mit dem Wetter gehabt hatten, denn inzwischen war der Pena Palace komplett in Regenwolken gehüllt und nicht mehr zu sehen.
Da oben ist eigentlich irgendwo der Pena Palace.
Und weiter geht’s, von einem Highlight zum nächsten. Auf dieser Tour lässt sich das alles prima und bequem an einem Tag kombinieren.
Unser Guide hatte sich im Vorfeld mit uns in Verbindung gesetzt und mit uns die Tour durchgesprochen. So hatten wir eine ganz individuelle Tour und bekamen zudem sehr viele Informationen zu Sintra und auch zu Lissabon.
Vom Cabo da Roca fuhren wir entlang der Küste Richtung Süden.
Boca do Inferno – imposante Wellen, die an den Felsen brechen
Nächstes Ziel: ein imposantes Naturschauspiel mit dem eindrucksvollen Namen Boca do Inferno, auf Deutsch Höllenmund.
Es gehört zur Stadt Cascais.
An den Klippen der Atlantikküste werden die Wellen bei Flut in die senkrechten Felsschlote gepresst und dabei weit nach oben an Land geschleudert.
Lage vom Boca do Inferno
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Beim Boca do Inferno gibt es einen natürlichen Felsbogen, unter dem imposant die Wellen an den Felsen brechen. Ein sehenswertes Naturschauspiel.
Ein kleines Video vom Boca do Inferno
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Cascais – das kleine Fischerdorf vor den Toren Lissabons
Im Anschluss machten wir noch einen Mini-Stopp in Cascais, einem kleinen charmanten Fischerörtchen.
Im Santa-Marta-Leuchtturm in Cascais befindet sich ein kleines Leuchtturm-Museum.
Das schöne Gebäude mit dem dunkelblauen spitzen Türmchen ist der Seixas Palace.
Wir schlenderten entlang der palmengesäumten Alameda Combatentes da Grande Guerra Richtung Strand.
Interessantes Mosaik am Boden. Stellt euch das mal vor, wenn ihr etwas getrunken habt.
Auf dem Platz direkt am Strand waren mehrere Buden mit Souvenirs und Snacks aufgebaut. Wir gönnten uns ein Gebäck auf die Hand und gingen an den Strand.
Einfach nur genießen.
Der Tag war wundervoll. Für uns alle. Die Kids, anfangs etwas moserig, als sie hörten, dass wir den ganzen Tag unterwegs sein würden und nicht nur das bunte Schloss besichtigen würden, waren inzwischen auch ganz hin und weg von Sintra und von allem, was wir heute gesehen und erlebt hatten.
Unsere Füße taten weh, aber wir waren glücklich über diesen tollen Tag, der sich nun dem Ende neigte.
Es war Zeit für die Rückfahrt zum Hotel.
Wieder pünktlich auf die Minute war der Guide am zuvor vereinbarten Treffpunkt.
Über die Küstenorte fuhren wir nun zurück nach Lissabon
Das Forte de São Julião da Barra, eine Küstenfestung aus dem 16. Jahrhundert. Eine von vielen kleineren und größeren Festungen entlang der Küstenlinie.
Der Leuchtturm in der Mündung des Tejo, das Forte de São Lourenço da Cabeça Seca, auch Farol do Bugio genannt.
Eines der Wahrzeichen von Lissabon: die Brücke des 25. April.
Wieder eine alte Festung: das Forte de São Bruno, gebaut 1647. 1649 wurde es mit einer Kanone ausgestattet.
Der rote Leuchtturm Farol da Gibalta.
Ein erster Blick auf den Torre de Belém. Ihn werden wir uns die Tage noch in Ruhe ansehen.
Vorbei am Entdeckerdenkmal Padrão dos Descobrimentos. Oben befindet sich eine mit Aufzug erreichbare Aussichtsplattform.
Unter der Brücke des 25. April hindurch.
Die für Lissabon typische Straßenbahn.
Und dann fuhr uns unser Guide durch diese tolle Straße.
Und wieder zurück am Hotel.
Unser Guide gab uns noch viele Tipps, zum Beispiel empfahl er uns ein Museum, das wir direkt am nächsten Tag besichtigten. Außerdem verriet er, wo es die besten kleinen Miniküchlein gibt.
Die Tour war jeden Euro wert. Unser Guide hat uns so viel Wissenswertes erzählt, uns viele Tipps gegeben und die Tour auch für die Kids toll zusammengestellt.
Für uns hieß es nur noch: im asiatischen Restaurant neben unserem Hotel Abendessen und dann ab ins Bett.
Ein unvergesslicher Tag geht zu Ende.
Im nächsten Bericht nehme ich euch mit in ein ganz besonderes Museum, und den Sonnenuntergang schauen wir uns auf einem Boot auf dem Tejo an.
Bis zum nächsten Mal. Danke, dass ihr dabei wart.
Hier könnt ihr eure Touren und Ausflüge für Lissabon und Sintra buchen
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Das Gepäck war schnell in dem Schrank verstaut. Es war überschaubar. Wir reisten dieses mal nur mit Handgepäck. Wechselwäsche, Jeans, Pulli, Shirts – viel war es nicht. Meine drei Teenies und ich hatten ein kleines Powernapping gemacht. Unser Tag begann früh. Nun waren wir wieder fit und munter – und bereit, Lissabon zu erkunden. „Mama, was essen wir heute Abend?“ – „Gute Frage, …. ich schlage vor, wir spazieren Richtung Tejo und….“ „Häh, wer ist Theo?! Und woher kennst du hier jemanden?!“ – „Tejo ist der Fluss, und unten am Ufer finden wir bestimmt was leckeres zum Abendessen!“
Wir starteten Google Maps und liefen los, neugierig auf die vielen Eindrücke, welche auf uns warten würden und ein klein wenig mit der Hoffnung auf einen schönen Sonnenuntergang am Fluß.
Unsere Route für diesen Nachmittag / Abend. Zusammen mit dem Rückweg waren es über 6 km. Wir sind das jedoch nicht alles zu Fuß gelaufen.
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Anfangs waren wir noch motiviert, die gesamte Strecke zu Fuß zu laufen.
Durch eine schattige Allee liefen wir immer Richtung Tejo.
Die Avenida da Liberdade – Lissabons Prachtstraße
Auf dem folgenden Satelliten-Bild sieht man die grüne Allee sehr gut: Die Avenida da Liberdade
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Wir waren schon mittendrin im Sightseeing, denn die Avenida da Liberdade ist eine ganz besondere Straße in Lissabon. Sie wurde 1886 errichtet, nach dem Vorbild der Pariser Champs-Élysées. Sie ist die Prachtstraße von Lissabon. Knapp 1,5 km lang und 90 Meter breit. Dicht bewachsene Grünstreifen in der Mitte spenden Schatten, die Botanik ist teilweise schon mehr als 100 Jahre alt. Der Gehweg ist kunstvoll verziert, es gibt immer wieder kleine Cafés, teilweise im alten, schmiedeeisernen Pavillon-Stil und entlang der Straße haben sich etliche Boutiquen und Hotels angesiedelt.
Schon am ersten Tag beim ersten Spaziergang fiel uns auf, dass es viele Denkmäler gibt. Sowie dieses hier zum Beispiel, direkt an der Avenida da Liberdade Das Denkmal für die Toten des Ersten Weltkriegs, welches von 1923 – 1931 errichtet wurde.
Wir schlenderten weiter. Bis zum Fluss Tejo war es noch ein Stück, die Sonne stand schon tief. Wir beschlossen, etwas schneller zu schlendern.
Schaut euch diese Allee an. Und wir sind mitten in Portugals Hauptstadt. Es hat Spaß gemacht, diese Straße entlang zu laufen, gab es gefühlt an jeder Ecke etwas zu sehen
Simon Bolívar war ein Unabhängigkeitskämpfer und gilt vor allem als der führende „Befreier“ Südamerikas. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts leitete er die Bewegung, die die Unabhängigkeit der Republik Kolumbien proklamierte. Die Statue wurde 1978 eingeweiht. Auch in Deutschland stehen an mehreren Orten Denkmäler ihm zu Gedenken.
Wir konnten gar nicht schneller schlendern, es gab soviel zu entdecken.
Wieder eine Statue. Es gab noch mehr auf dieser Straße, ich habe sie nicht alle fotografiert.
Treffpunkt der TukTuks: Der Praça dos Restauradores
Dann erreichten wir das Ende der Allee – ein großer Platz – mit einem Obelisken in der Mitte.
Es ist der Praça dos Restauradores, ein innerstädtischer Platz in Lissabon Der Platz und das Monument erinnern an die Wiederherstellung der Unabhängigkeit im Jahr 1640 nach 60-jähriger Herrschaft durch die Spanier.
Auch das HardRock Café ist hier zu finden. Für uns bzw für die inzwischen etwas fußmüden Kids interessanter waren aber die TukTuks, die kleinen dreirädrigen Touristenautos, welche man hier dauernd und überall sieht. „Mama, lass uns damit zum Fluss fahren…“ Die TukTuks stehen hier Reihe an Reihe. Wir entschieden uns für ein buntes Regenbogentuktuk, verhandelten einen guten Preis und dann fuhren wir los. Mini-Stadtführung gab es inklusive, unsere Fahrerin erzählte und erklärte uns viel zu Lissabon.
Wir starteten am Praça dos Restauradores, der Platz mit prächtigem Mosaik-Boden und Startpunkt vieler TukTuks
Auf geht’s Richtung Tejo. Mit einem kleinen Umweg, unsere TukTuk-Steuerfrau wollte uns noch etwas zeigen
Schon nach kurzer Fahrt erreichten wir einen weiteren großen Platz mit zwei prächtigen Brunnen, einem Monument in der Mitte und wundervollem Mosaik-Boden
Der Rossio – das Herz von Lissabon
Dieser Platz wird umgangssprachlich ‚der Rossio‘ genannt. Eigentlich heißt er Praça de Dom Pedro IV , weil der Name so lang ist, nutzt ihn nur fast niemand. Sein Wellenmuster auf dem Boden symbolisiert die Nähe zum Meer und die wichtige Bedeutung des Wassers für Lissabon. In der Mitte thront König Pedro IV Der Rossio gehört zu den drei wichtigsten Plätzen in Lissabon, bereits seit dem Mittelalter ist hier das Zentrum der Stadt. Er ist ein belebter und beliebter Treffpunkt für Touristen und Einheimische. Zwei Metrolinien laufen hier zusammen und fußläufig ist von hier sehr viel gut zu erreichen. Außerdem befindet sich hier der Bahnhof mit Anbindung nach Sintra.
Wir sind nur daran vorbei gefahren. Die Sonne stand schon tief.
Unser erster Blick auf den Tejo
Die Tram 28 – Ein weiteres Wahrzeichen von Lissabon
Mehrfach sahen wir die historische Linie 28 , aber bis zu dem Zeitpunkt bot sich keine Gelegenheit, sie in Gänze aufs Foto zu bekommen.
Die Tram 28 gilt als das Wahrzeichen der Stadt. Die historische Straßenbahnlinie verbindet viele beliebte Touristenhotspots und schlängelt sich dabei durch teilweise sehr enge Gassen in der Altstadt.
Weil sie so berühmt ist und weil sie so viele beliebte Plätze ansteuert, hat man teilweise lange Wartezeiten an den Haltestellen und in der Tram ist es sehr eng. Das wiederum nutzen dann Taschendiebe aus und nicht selten bemerken die Fahrgäste durch das Geruckel und die Enge erst viel zu spät, dass sie bestohlen wurden.
Wir hatten eigentlich auch vor, damit zu fahren, aber bei drei Anläufen hatten wir jedes mal viele viele viele Wartende vor uns und haben es dann gelassen. Die schönen Plätze haben wir dann auf eine andere, charmante Weise erkundet, dazu in einem späteren Beitrag mehr.
Die Kathedrale von Lissabon
Lissabon gehört wie viele andere Städte auf dieser Welt auch zu den Städten, welche auf 7 Hügeln gebaut wurde. Dementsprechend gibt es viele mehr oder weniger hügelige Straßen.
Auf einem Hügel steht die Kathedrale von Lissabon. Als wir sie erreichten, wurde sie wunderschön von der untergehenden Sonne angestrahlt. Leider war sie wegen Renovierungsarbeiten geschlossen, aber auch von außen sah sie beeindruckend aus.
Die Kathedrale von Lissabon (Sé Patriarcal de Lisboa) wurde 1147 erbaut. Vorher stand dort eine Moschee. Die Bauarbeiten dauerten bis ins frühe 13. Jahrhundert. 1344 entstanden durch ein Erdbeben kleinere Schäden, 1380 wurde die Westfassade repariert.
Das verheerende Beben 1755 zerstörte u.a. den gotischen Chor. Bei den Renovierungsarbeiten bekamen die Türme die barrocken Spitzen.
Beide historischen Straßenbahnen
Das Hotel und Café von Christiano Ronaldo
Das Hotel und Café von Christiano Ronaldo
Der Triumphbogen Arco da Rua Augusta
Unsere Tour mit dem TukTuk endete am Triumphbogen Arco da Rua Augusta. Zum Tejo waren es von hier nur noch ein paar Schritte über einen prächtigen Platz.
Der Praça do Comércio (Platz des Handelns) direkt am Ufer des Tejo
Dieses Tor ist der Eingang zum Praça do Comércio (Platz des Handelns) , einem großen Platz direkt am Flussufer. In den Gebäuden um den Platz herum befinden sich zahlreiche Büros für die Zoll- und Hafenverwaltung. Am südöstlichen Ende des Platzes befindet sich der Tejo-Fährenterminal ‚Terreiro do Paço‘ In der Mitte steht ein Denkmal, eine Reiterstatue von José I., welcher Lissabon als König nach dem schlimmen Erdbeben 1755 wieder mitaufgebaut hat.
Die Passagen der Praça do Comércio
Wenn man durch den Bogen hindurchgeht, lohnt sich ein Blick nach oben. Mit vielen aufwendigen Details wurde er künstlerisch verziert.
Die Reiterstatue
Die Reiterstatue und der Triumphbogen Arco da Rua Augusta. Im Triumphbogen befindet sich eine Aussichtsplattform, welche wir allerdings nicht besucht haben. Wir wollten noch weiter, direkt zum Flussufer des Tejo.
Blick zurück. Oben auf dem Hügel thront das Castelo de São Jorge.
Am Strand war ein Künstler dabei, bunte Sandskulpturen zu erschaffen.
Am Strand von Lissabon
Endlich erreichten wir das Flussufer. Ich wollte den Kids unbedingt die Brücke zeigen. Inzwischen ist es schon 6 Jahre her, dass wir in San Francisco waren. Die Kids staunten und fragten mich, ob das eine Kopie der Golden Gate Bridge sei – immerhin sieht sie der Golden Gate Bridge sehr ähnlich. Dies ist kein Zufall, denn als die Brücke damals geplant wurde, gab es eine Ausschreibung und man entschied sich für die American Bridge Company. Diese haben damals unter anderem auch die Bay Bridge in San Francisco gebaut, welcher von der Bauart der Brücke in Lissabon, der Ponte 25 de Abril, sehr ähnelt.
Am Ufer standen viele Steintürmchen, teilweise hübsch bunt angemalt.
Bei genauerem Hinsehen entdeckten wir, dass es nicht nur Steintürmchen gab
Uns bot sich ein schönes Bild. Die Sonne senkte sich farbenfroh. Die Sonne konnten wir nicht sehen, wohl aber ihr warmes Licht, welches den Tejo wunderschön umgab.
Viele Schaulustige beobachteten ebenfalls diese schon fast kitschig-romantisch anmutende Szenerie am Tejo
Afrika ist überall, und wenn es Elefanten als Sandskulpturen im portugiesischen Sand sind ….
Eine Weile blieben wir noch direkt am Flussufer. Aber irgendwann kam doch der Hunger durch und wir beschlossen, zurück zu laufen, um irgendwo was zu Essen zu suchen
ByeBye Tejo. Bis übermorgen. Für morgen hatten wir andere Pläne.
Zurück gingen wir wieder über den inzwischen schön angeleuchteten Platz.
Schräg hinter uns befand sich das Fährterminal. Eine Schifffahrt hatten wir auch gebucht, aber erst für übermorgen.
Wir schlenderten zurück durch die Gassen. Zur Freude meiner Kids und zum Jammer unserer Reisekasse hatten die Geschäfte noch auf.
Wir gönnten uns zumindest ein Eis auf die Hand.
Das Shopping verschoben wir auf zwei Tage später. Mit einem Eis in der Hand durfte man ohnehin nicht in die Geschäfte. Aber schon die Schaufenster zogen die Kids teilweise magisch an.
Der berühmte Aufzug: Der Elevador de Santa Justa
Unser Weg führte uns am Elevador de Santa Justa vorbei.
Der Elevador de Santa Justa ist ein 45 Meter hoher und sehr kunstvoll gestalteter eisener Aufzug, welcher die Unterstadt Baixa mit der Oberstadt Chiado und Bairro Alto verbindet.
Pro Fahrt können bis zu 24 Personen befördert werden. Die Fahrt kostet ein paar Euro, lohnt sich aber, wenn man die schöne Aussicht von oben genießen möchte, ohne zu Fuß in die Oberstadt hochlaufen zu wollen.
Oben führt eine eiserne Brücke zum Aufzug. Von hier kann man auch kostenlos die Aussicht über die Dächer von Lissabon genießen.
Die Brücke, welche in der Oberstadt zum Aufzug führt.
Wir hatten bei unserem Spaziergang schon wirklich viele Sehenswürdigkeiten von Lissabon gesehen.
Während ich die Architektur bewunderte, hatten die Kids einen neuen Lieblingsladen entdeckt und direkt erkundet. Das Eis war schon aufgegessen und somit stand einem ersten Rundgang durch die bunten Regale nichts mehr im Wege. Die einen bestaunen die wundervolle Stadt, die anderen durchstöbern die Geschäfte. Zumindest waren so alle bestens zufrieden. Zufrieden, aber immer noch hungrig. Wir sind zwar an ein paar Lokalen vorbei gekommen, aber entweder waren die Lokale zu voll oder aber meine Geldbörse zu leer für die teils horrenden Preise….Zum Glück sahen die Kids das trotz des größer werdenden Hungers selber ein. An einem Restaurant schauten wir auf die Menükarte im Eingangsbereich. Ich lauschte dem Dialog der Kids. „Guck mal, da gibt es Hamburger!“ – „Ja, aber hast du mal auf die Preise geguckt?! 22 Euro für einen Hamburger!“ „Ne, stimmt, das ist voll teuer, das können wir Mamas Portemonnaie nicht antun!“ „Mama, wir können weiter, das hier ist nichts für uns!“
Ahja, ok. Na denn…. Meine Kids werden selbstständig. Irgendwann machen sie das Programm und ich gehe einfach nur hinterher
In diesem Kurzurlaub habe ich ohnehin sooft gedacht, wie erwachsen meine Kids inzwischen werden.
Beim Sicherheits-Check-In am Flughafen zum Beispiel standen sie in einer anderen Reihe, haben aber alles souverän gemeistert.
Ich habe sie manchmal auch einfach machen lassen, zum Beispiel eine Route ausarbeiten, wenn wir irgendwo spazieren waren, Eintrittspreise checken oder den ersten Einkauf nebenan planen und durchführen.
Wenn Fragen aufgekommen wären, wäre ich ja da gewesen. Aber die kamen nicht.
Vor allem meine Älteste ist mit ihren inzwischen 16 Jahren ein Organisationstalent und hatte immer den Überblick. Und sie spricht inzwischen auch sehr viel besser englisch als ich.
Die Kids liefen direkt weiter. „Wieso schaltet ihr euren Fast-Food-Sensor nicht einfach ein? Der Funktioniert doch sonst immer so gut, vor allem, wenn er nicht soll…. “ „Versuchen wir ja, aber der funktioniert scheinbar nicht auf portugisisch!“ lachte meine Jüngste. Wir liefen einfach weiter Richtung Hotel. Die Route haben die Kids mit Google Maps selbst rausgesucht. Das hat bestens funktioniert! Ich schwanke dann immer zwischen Stolz und Wehmut.. Stolz, weil sie schon so groß und selbstständig sind, selbst im Ausland.
Wehmütig, weil sie schon so groß und selbstständig sind. Alle Eltern werden dieses Gefühl kennen …
Unser Weg führte vorbei am Nationaltheater am Praça d Rossio
Der Estação do Rossio, der Bahnhof am Rossio. Ein malerisches, im 19. Jahrhundert gebautes Gebäude
Das Nationaltheater von der Seite gegenüber vom Bahnhof am Rossio
Imposant ist das Gebäude des Cine-Teatro Éden, einst Lissabons prächtigstes Großkino in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Inzwischen befindet sich darin ein Hotel
Lissabon ist eine hügelige Stadt, dementsprechend gibt es viele viele Treppen.
Wir liefen Richtung Jardim Braancamp Freire, einem kleinen Park in der Nähe der Deutschen Botschaft.
Am Anfang des Parkes steht eine beeindruckende Statue, die Statue des José Tomás de Sousa Martins. Eigentlich fielen uns zunächst die vielen Dankestafeln am Fuße des Denkmals auf. Es sind Dankestafeln von Gläubigen, welche sich für ihre Heilung bedanken
José Tomás de Sousa Martins (1843-1897) war ein Arzt, welcher sich vor allem auf die Behandlung von Tuberkulose spezialisiert hatte. Er wird von vielen als Heiliger verehrt, seine Wunder werden jedoch von der katholischen Kirche nicht anerkannt.
Unser Weg führte vorbei an der deutschen Botschaft
Übrigens: An jeder Ampel war eine Zeitangabe, wie viele Sekunden die Ampel noch grün ist.
Unser erstes Fazit zu Lissabon
Unser erster Eindruck von Lissabon war sehr positiv.
Dass es so eine schöne, malerische Stadt ist, war uns nicht bewusst. Natürlich, ein paar der Sehenswürdigkeiten kennt man. Aber der Spaziergang durch die Allee oder aber auch der Rückweg durch die beleuchteten Gassen war wundervoll.
Wir freuten uns, in zwei Tagen mehr von dieser schönen Stadt entdecken zu dürfen!
Inzwischen waren wir in der Straße angekommen, in welcher unser Hotel lag. Gegessen haben wir dann bei dem Asiaten direkt neben unserem Hotel. Es gehört zum Hotel, wir bekamen in diesem Restaurant auch das Frühstück serviert. Die Kids lieben Ramen und freuten sich, dass wir einen Asiaten direkt neben dem Hotel hatten – und mir war es egal, was wir essen. Bei Abstimmungen mit den Kids werde ich ohnehin immer überstimmt, von daher fügte ich mich und bestellte mir mitten in Portugal ein asiatisches Essen, welches aber nebenbei bemerkt sehr gut schmeckte.
Wir gingen zeitig ins Bett, denn um 7 Uhr würde am Folgetag unser Wecker klingeln – für einen ganz besonderen Ausflug, auf welchen ich mich schon wie ein Kleinkind freute!
in den Osterferien haben meine drei Kids und ich was neues ausprobiert: Reisen nur mit Handgepäck
So geplant war das jedoch eigentlich nicht.
Rückblick:
Februar 2023. Unsere Reisen für dieses Jahr sind geplant und gebucht.
10 Tage im Sommer, 14 Tage im Herbst.
Für die Osterferien hatte ich nichts geplant. Grund: In den Osterferien habe ich in meinem Zweitjob vor den Osterfeiertagen Urlaubssperre. Meine Kids sind dann bei ihrem Vater. Nach Ostern habe ich mir Urlaub genommen. Dienstag – Sonntag. 6 Tage also. Großartig wegfahren würde sich nicht lohnen, dachte ich bei mir… Und trotzdem durchstöberte ich diverse Reiseportale. Einfach so, wie sooft. Wenn ich im Discounter einkaufe, nehme ich mir immer das Reiseblättchen mit. Zu Hause angekommen und die Einkäufe weggeräumt mache ich mir einen Kaffee und blättere durch die mitgebrachten Reiseangebote. Und beginne zu träumen. Das ist dann meine kleine Auszeit. Und manchmal, abends, wenn ich einen stressigen Tag hinter mir habe, lese ich die neuesten Beiträge auf den Reiseblogs befreundeter Blogger oder stöbere durch diverse Reiseportale . Ohne Absicht, was zu buchen, sondern einfach nur, um zu träumen, … für irgendwann einmal. Für dieses „irgendwann“ habe ich mir schon viele Reiserouten überlegt. Skandinavien, Süd-Europa, Australien, Neuseeland, Amerika, Afrika, Asien. Für irgendwann einmal, wenn ich mehr Zeit zum Reisen habe. Und auch das nötige Kleingeld…
Eigentlich mag ich dieses ‚irgendwann‘ nicht…. Im Moment bleiben mir in beiden Jobs zusammen 4 Wochen im Jahr zum Reisen. 4 Wochen, aufgeteilt auf Oster-, Sommer- und Herbstferien. Urlaubssperren, Ferienaufteilung mit dem Vater meiner Kinder und noch ein paar andere Faktoren lassen leider nicht mehr Zeit – das reicht nicht für einen längeren Roadtrip.
Mein großer Traum ist eine 6-Wöchige Reise nach Australien und Neuseeland. Und ratet mal – natürlich habe ich dafür schon eine Route ausgearbeitet. Sydney – Ayers Rock – Cairns – Brisbane – und von dort nach Neuseeland, Südinsel. Milford Sound, Waitomo Cave, Franz-Josef-Gletscher usw. Mein ganz großer Traum.
Auch an diesem kalten Winterabend im Februar 2023 stöberte ich nach einem anstrengenden Tag abends ziellos durch diverse Reiseportale. Und Träumte mich in die Ferne….
Portugal schwebte mir schon seit Jahren als Wunsch-Reiseziel vor. Vor allem das Örtchen Sintra hatte es mir angetan, seitdem ich bei einer befreundeten Bloggerkollegin darüber las. Aber irgendwie ergab es sich bislang nie. Und dann entdeckte ich dieses Angebot: 5 Tage Lissabon, zentrales Hotel mit Frühstück, Flug und Privattransfer Flughafen-Hotel-Flughafen. Und das ganze für 330 Euro p.P. – In den Osterferien! Am nächsten Tag besprach ich das mit meiner Familie. Mein Mann und sein Sohn wollten nicht mit, sie hatten schon andere Pläne für die Osterferien. Und meine drei Kids? Ich zeigte ihnen Bilder von Lissabon und Sintra und nur wenig später stand ihre Entscheidung fest: „Buch es, Mama, du träumst davon doch auch schon so lange und das sieht echt cool aus!“
Am nächsten Tag recherchierte ich das angebotene Hotel und buchte dann, bevor das Angebot vielleicht ausgebucht wäre.
Als ich dann die Buchungsunterlagen per Mail bekam, kamen mir die ersten Zweifel, ob das eine kluge Entscheidung war … Anbieter der Reise war BravoFly. In vielen Bewertungen schnitten sie nicht gut ab. Und dann wollte ich noch im Flieger feste Sitzplätze reservieren ….. Passierschein A38 war nix dagegen …. Anfragen landen zunächst bei einem Chatbot, über einen komplizierten Weg landet man dann doch irgendwann bei einem menschlichen Mitarbeiter, …. es dauerte gefühlt unendlich viele Chats und Telefonate, bis wir endlich unsere Sitzplätze hatten. Ein weiterer Grund dafür war sicherlich, dass wir mit verschiedenen Airlines fliegen würden. Hinflug Vueling, Rückflug Transavia. Von beiden Airlines hatte ich noch nie was gehört … Aber nun war es gebucht und ich hoffte, dass bei uns alles glatt laufen würde.
Reisen nur mit Handgepäck. Und das mit 3 Teenagern!
In den Reiseunterlagen fand ich dann den Passus, dass im Reisepreis nur Handgepäck inkludiert war. Hätte ich mal besser vor der Buchung das Kleingedruckte gelesen …. Um einen Koffer hinzuzubuchen, wäre eine zusätzliche Gebühr fällig geworden. Ich meine, es waren für einen Koffer um 80 Euro für beide Flüge. Weil unser Reisebudget für diese Reise nicht sehr groß war, saß das eigentlich nicht drin. Ich besprach das mit den Kids und wir kamen zum Entschluss: Wir probieren was neues – Reisen nur mit Handgepäck. Und das mit 3 Teenagern!
Die Kids konnten sich das erst nicht vorstellen. Und ich mir zu dem Zeitpunkt auch noch nicht so wirklich ….
Meine Tochter hatte keine passende Tasche. Für sie bestellte ich eine als Handgepäck zugelassene kleine Tasche. Sie konnte sich sogar eine Farbe auswählen und entschied sich für Flieder.
Was braucht man für 4 Nächte? Soviel ist das gar nicht. Wechselwäsche, Hose, 2 T-Shirts, Pulli. Das passte alles sehr gut in diese als Handgepäck zugelassene Tasche.
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Eine zweite Herausforderung war dann unsere Kulturtasche. Denn da wir nur Handgepäck mitnehmen durften, galten hier natürlich auch die entsprechenden Bestimmungen.
Im Drogeriemarkt gibt es vieles in Mini-Ausführung fürs Reisegepäck.
Unser Einkauf sah dann so aus:
Jeder von uns bekam zwei bis drei Zipperbeutel und wir packten alles ein.
Im Nachhinein war das viel zu viel. Shampoo und Duschgel zum Beispiel war im Hotel vorhanden.
April 2023
Unser Tag der Abreise war da. Die Reiseunterlagen waren pünktlich da und BravoFly hat für uns den CheckIn übernommen. Die Bordkarten erhielt ich am Vorabend online zum ausdrucken. Das hat alles bestens geklappt – und mich schon einmal etwas beruhigt.
Amsterdam: Parken und Fliegen
Wir flogen ab Amsterdam. Von uns aus ist das gut zu erreichen.
Unser Auto parkten wir an einem großen überwachten Sammelparkplatz, ein Shuttle brachte uns zum Flughafen. Unseren Schlüssel brauchten wir nicht abzugeben.
Gebucht haben wir wieder bei Parken und Fliegen, damit haben wir bislang immer gute Erfahrung gemacht.
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Angekommen am Flughafen Amsterdam
Keine Kofferabgabe – sehr ungewohnt
Unsere Bordkarten hatten wir schon, Gepäck aufgeben brauchten wir nicht. Angekommen am Flughafen konnten wir also direkt zum Sicherheitscheck gehen. Das war völlig ungewohnt, aber spart auch viel Zeit.
Dementsprechend früh waren wir an unserem Gate.
Das Reisegepäck der Kids. Meine Jüngste mit ihrer neuen Tasche, mein Sohn mit seiner Sporttasche und meine Älteste mit ihrem Rucksack. Immer noch ein für uns ungewohnter Gedanke, dass dies unser gesamtes Reisegepäck ist.
Wir flogen mit Vueling
Unser Flieger. Vueling. Den Kids gefiel die bunte Bemalung.
Das Boarding startete pünktlich und schon wenig später saßen wir auf unseren gebuchten Plätzen. Der Flieger war komplett ausgebucht.
Beinfreiheit war für uns ok, wir sind aber auch alle beim wachsen recht nah am Boden geblieben…
In der Ferne sahen wir die hohen Gebäude von Amsterdam
Und dann rollten wir auf die Startbahn! Portugal, wir kommen!!!
Beim Start hatten wir einen tollen Blick auf den Flughafen AMS
Nach dem Start hatten wir einen unglaublich tollen Blick auf den Flughafen von Amsterdam!
Kurz danach sahen wir den See Westeinderplassen mit seinem markanten Wasserturm
Die Nordsee im Hintergrund
Rotterdam aus der Luft
Und dann hatten wir noch das Glück, einen tollen Blick auf Rotterdam zu bekommen
Die Kreekraksluizen
Als wir Richtung Nordsee kamen, verschlechterte sich die Sicht nach unten. Schade.
Schade, den Golf von Biscaya hätte ich gerne von oben gesehen.
Erst über Land gab es wieder kleine Lücken in der Wolkendecke und wir sahen ein Gebirge irgendwo in Nord-Spanien mit schneebedeckten Gipfeln
Westlich von Lissabon flogen wir eine Schleife über den Atlantik
Landeanflug auf Lissabon Beim Landeanflug hatten wir einen tollen Blick auf Lissabon
Wir bekamen einen grandiosen ersten Blick auf Lissabon
Die Brücke Ponte 25 de Abril , welcher optisch der Golden Gate Bridge in San Francisco sehr ähnelt. Dahinter sieht man die Statue Santuário de Cristo Rei
Das dominante Gebäude mittig ist das Pavilhão Carlos Lopes
Das runde Gebäude ist das Centro Comercial do Campo Pequeno, eine Shoppingmall
Sicher und pünktlich gelandet.
Wir waren gespannt, wie das nun mit dem Privattransfer ablaufen würde.
Ohne Koffer entfällt auch das immer etwas nervenaufreibende Warten am Kofferband. Wir konnten direkt zum Ausgang gehen.
Dort befand sich eine große Tafel mit verschiedenen Transfer-Anbietern.
Auf einer der Tafel stand unser Name. Wir gingen zum entsprechenden Stand und dort wartete schon unser Fahrer.
Gut organisiert, ich war erleichtert, das alles so gut geklappt hat.
Und so saßen wir schon kurz nach der Landung im Auto Richtung Hotel.
Hallo Portugal!!!!! Hallo Lissabon!!!
Ich war so glücklich, endlich die Stadt kennen zu lernen zu dürfen.
Flug hat bestens geklappt, der Privattransfer ebenfalls. Ob das mit dem Hotel nun auch alles so toll abläuft? Wir waren gespannt.
Unser Hotel: Universo Romantico
Da ich kein Foto von unserem Hotel Universo Romântico habe (… kann ich bis bis heute nicht erklären, wie mir das durch die Lappen gehen konnte), poste ich einen Link zu Google Maps.
Gebucht habe ich ein Vierbettzimmer. Wenn ich mit meinen 3 Kindern alleine unterwegs bin, ist mir das so immer lieber.
Das Zimmer war zweckmäßig, aber sauber. Das Badezimmer, auch davon habe ich kein Foto…, jedoch schon etwas in die Jahre gekommen.
Das Beste an diesem Hotel war die Aussicht.
Ich meine, ich hatte ohnehin wenig Erwartungen …. aber dieses Hotel hat das mit der Aussicht noch untertroffen.
Am Zimmer war ein kleiner Wintergarten, also ein geschlossener Balkon.
Betrat man diesen vom Zimmer aus, hatte man diese fantastische Aussicht:
Beim Hals-verrenkenden Blick nach links sah man zumindest etwas von der Stadt.
Wir waren ohnehin nur zum Schlafen hier, denn programmmäßig hatten wir uns einiges vorgenommen.
Das Frühstück war …. sagen wir mal so: you get what you pay for ….
Die winzigen Aufbackbrötchen waren steinhart, es gab eine Sorte Aufschnitt und eine Sorte Käse, dazu Rührei, Würstchen, Nutella, Honig, Marmelade, eine Sorte Obst, Müsli – und – und das war das einzig positive an diesem Frühstück – Pastéis de Nata, die kleinen Blätterteig-Pudding-Törtchen, welche es in Lissabon wirklich an jeder Ecke gibt.
Pastéis de Nata , das typische Dessert in Lissabon
Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, es war inzwischen später Nachmittag, schliefen wir erst einmal eine Runde.
Am frühen Abend beschlossen wir, einen ersten Spaziergang durch Lissabon zu unternehmen und auch irgendwo eine Kleinigkeit zu Abend zu essen. Die Sonne stand schon tief. Zum Sonnenuntergang wollten wir am Ufer des Tejo sein. Und eine erste kleine Tour mit einem TukTuk haben wir auch direkt gebucht.
Weil dabei viele Fotos entstanden, zeige ich sie euch im nächsten Beitrag.
Angekommen in Lissabon. Ich war so happy. Und am meisten freuten wir uns auf den morgigen Tag, denn wir hatten eine besondere Tour gebucht! Aber auch dazu mehr in einem späteren Beitrag
Wir mussten erst am Nachmittag zum Flughafen, unser Rückflug war für den frühen Abend gebucht, daher konnten wir den Tag mit einem tollen Frühstück auf der Otjisazu Gästefarmbeginnen
Ein letztes mal frühstücken auf der Otjisazu-Gästefarm
Anschließend packten wir unsere Sachen und weil wir, nachdem wir fertig waren, noch etwas Zeit hatten, fuhren wir zum Holzmarkt in Okahandja
Der Okahandja Mbangura Woodcarvers Craft Market
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Holzschnitzkunst ist eine jahrhundertalte Tradition in der Region.
Wir wollten uns das einmal ansehen und noch ein paar Mitbringsel für unsere Familie kaufen.
Eine Weile haben wir fasziniert zugesehen, wie die Figuren aus Holz entstehen
Dann wollten wir etwas über den Markt bummeln und Mitbringsel kaaufen
.
Das ist der Markt. Eine kleine Gasse, rechts und links verschiedene Verkaufsstände aus Blech, Holz, Planen und Tüchern
Schon beeindruckend, wie filigran hier teilweise gearbeitet wurde
Eine von den Oryx-Antilopen von dem Foto steht nun bei uns zu Hause in unserer Vitrine
Diese Esstisch-Gruppe hat uns am meisten beeindruckt! Das ist Kunst, schaut euch mal die Details an.
Hinter den Verkaufsständen waren Blechhütten, in denen die Verkäufer wohnten.
Und dann machten wir einen Anfänger-Fehler …. wir kauften direkt am Anfang an einem Stand etwas und ab da wurden fast alle Verkäufer teilweise sehr aufdringlich. Sie kamen zu uns und wollten, dass wir als nächstes zu ihrem Verkaufsstand gehen, machten wir das nicht, riefen sie uns teilweise sehr penetrant und kamen immer wieder zu uns, zeigten uns was und sagten, als nächstes sollen wir zu ihnen und nicht woanders hingehen usw,…
Weil wir uns unwohl fühlten, so bedrängt zu werden, traten wir den Rückzug an. Wir gingen gar nicht mehr bis zu den letzten Ständen, sondern zurück zum Auto.
Schade, denn wir hätten eigentlich noch was kaufen wollen.
Die geschnitzten Figuren oder bemalten Schalen waren wirklich sehr schön und wir wussten auch, dass der Verkauf deren einzige Existenzquelle ist. Wir haben ein paar Figuren und Schüssel gekauft, zB ein Oryx und ein Zebra, welche nun in unserer Urlaubsvitrine stehen.
Wir fuhren zurück zur Gästefarm
Einmal noch diese Straßen – ich genoss es sehr
Auf der Gästefarm aßen wir noch eine Kleinigkeit, beluden das Auto – und machten uns (wehmütig…) auf dem Weg zum Flughafen
Mir fällt es immer schwer, nach einer tollen Reise zum Flughafen zu fahren. Aber auf der anderen Seite freue ich mich auch immer auf zu Hause.
Aber dieses mal fiel mir der Abschied sehr sehr schwer. Und schon zu dem Zeitpunkt überlegte ich, wie ich etwas ‚zurückgeben‘ kann als Dankeschön für die teilweise so herzliche und liebevolle Gastfreundschaft – und zeitgleich gingen mir viele Eindrücke nicht aus dem Kopf …
In Windhoek verkaufen fliegende Händler Getränke und Obst an die vor der roten Ampel wartenden Autofahrer
An diese Art des Personentransportes kann ich mich nicht gewöhnen…
Die Windhoeker Stadtmusikanten
Angekommen am Flughafen. Sehr zeitig. Aber drei Stunden vor Abflug bei Fernstrecke ist immer meine Mindestzeit. Vor allem, wenn wir die Kids dabei haben
Der Flughafen ist nicht sehr groß, nur 4 Flüge an diesem Nachmittag. Unser Flug nach Frankfurt wurde auch schon angezeigt
Wieder etwas Bürokratie … Ausreisebescheinigung oder sowas
Weil wir sehr früh am Flughafen und wir mit Sicherheitscheck und Co schnell durch waren, hatten wir noch Zeit, unsere letzten Namibischen Dollar auszugeben.
Witzigerweise trafen wir dort Gäste, welche wir ca 1 Woche vorher auf der Otjisazu Gästefarm kennen gelernt hatten. Wir waren zeitgleich eine Nacht dort und verbrachten einen tollen Grillabend mit Andreas. Dass sie auch an dem Tag zurück flogen, wussten wir gar nicht. Wir unterhielten uns über unsere Woche nach unserem Treffen auf der Gästefarm, was wir so unternommen haben und auch die Familie hat noch viel tolles gesehen und erlebt!
Sehr lecker! Aber auch in Windhoek am Flughafen sind die Preise recht hoch ….
Der Sonnenuntergang war schön, aber leider gab es nirgends eine Möglichkeit, ihn richtig zu sehen
In Windhoek führen keine ‚Finger‘ (Gangway) zum Flieger.
Die Tür öffnet sich fürs Boarding und man läuft über das Rollfeld zum Flieger. Sicherheitspersonal sorgt dafür, dass man direkt zum (richtigen) Flieger geht.
Mit Eurowings Discover nonstop von Windhoek nach Frankfurt
Wir auf dem Weg zu unserem Eurowings Discover – Flieger, welcher uns nonstop von Windhoek nach Frankfurt bringen würde
Auf den ISE-Monitoren konnten wir die aktuelle Position sehen 10 Stunden Flug lagen nun vor uns. Leider ein Nachtflug. Ursprünglich gebucht war ein Flug tagsüber… Nach dem Start durchstöberte ich die Bibliothek vom ISE und stellte mir was zusammen. Auch ein Film mit einem meiner Lieblingsschauspieler Owen Wilson war dabei. Vom Anspruch her war dieser eher was für das letzte Drittel des Fluges
Irgendwie verliere ich beim Fliegen, vor allem bei Langstrecke, regelmäßig das Gefühl für Zeit… Irgendwann vermutlich gegen 22 Uhr gab es Abendessen
Für Flugzeugessen in der Holzklasse war das Abendessen wirklich lecker Das Frühstück, irgendwann gegen 4 Uhr, dagegen nicht ….
Ein traumhafter Sonnenaufgang über Deutschland
Und dann begann er… einer der schönsten Sonnenaufgänge, welche ich je gesehen habe
Über Frankreich hatten wir wieder europäisches Festland unter uns
Der Bodensee Und da kommt sie … durch die Wolkendecke, … die Sonne! Wow
Leider gibt das Foto das kaum wieder
Der Flieger ging langsam runter, die Sonne ging auf
Die ganze Flugzeugkabine leuchtete lila-rot Wir waren im Landeanflug und zwischen zwei Wolkenschichten – wie die Sonne Landeanflug auf FrankfurtSicher gelandet. Deutschland hatte uns wieder. Hallo Deutschland. Hallo Alltag. Hallo Hamsterrad …. Ich wollte zurück, jetzt sofort,…in den nächsten Flieger steigen und zurück. Zurück auf den Aussichtsberg, um den Sonnenuntergang über die nahezu unendliche Weite zu sehen. Zurück in die Wildnis, um Zebras, Giraffen und Großkatzen entdecken. Zurück, einfach nur zurück ….
Sehr viele tolle Gespräche vor allem mit Andreas und viele wertvolle Begegnungen mit den Menschen dort haben mich sehr nachdenklich gemacht. Und mir auch vieles bewusst gemacht.
Die Kids haben fast den ganzen Flug verschlafen. Stephan übrigens auch. Nur ich konnte nicht schlafen, … dabei war ich so müde…. Aber vieles der letzten Wochen hallte in mir nach.
Die Prozedur nach dem Aussteigen lief wie immer ab. Aussteigen, Passkontrolle, hoffen, dass alle Koffer mit angekommen sind und dann zum Auto gehen bzw zum Treffpunkt, wir hatten Valet-Parking und als wir unsere Koffer hatten, riefen wir beim Parkplatz an und der Fahrer machte sich auf dem Weg.
Und so waren wir schon einige Zeit später auf der Autobahn …
Wir entdeckten dieses tolle Auto, lt. Google ein Ford Hot Rod
Ford Hot Rod auf der Autobahn
Eigentlich wollte ich die Burg fotografieren – den LKW sah ich gar nicht. Aber das Ergebnis ist irgendwie witzig..
Als wir einige Kilometer hinter uns hatten, suchten wir einen Rastplatz, um in Ruhe zu frühstücken. Das Frühstück im Flieger war den Namen nicht wert.
Zeit, die vergangenen Wochen Revue passieren zu lassen.
Wir haben so viel gesehen und erlebt. Für die Kids am beeindruckendsten waren neben den vielen Tiersichtungen der Besuch bei den Himba und der Besuch in der Schule. Die Schlafsituation der Schüler*innen beschäftigte die Kids. Und die Kids hatten einen ähnlichen Gedanken wie ich. „Können wir da nicht helfen?“ In den Wochen nach der Reise überlegten wir, was wir machen könnten. Auch von den Kindern kamen viele tolle Vorschläge. Vom privaten Garagenflohmarkt bis zum Spenden ihren Geldes, welches sie von einigen Verwandten zu Weihnachten bekommen würden. Letztendlich wurde es eine Spendenkampagne, welche inzwischen so viele Spenden eingebracht hat, dass kommende Woche die ersten Fenster in den Schlafsälen erneuert werden können.
Die Safarifahrten haben uns allen gut gefallen. Die Giraffenherde, welche vor uns über den Weg gerannt ist, die vielen Zebras am Wasserloch, die große Elefantenfamilie mit ihrem niedlichen Nachwuchs oder die Nashörner im Licht der untergehenden Sonne.
Es war eine unglaublich tolle Zeit!!
Vielen Dank Andreas für die unvergessliche Zeit auf der Gästefarm, für die vielen Tipps und Gespräche! Danke für die Möglichkeit, auch abseits der Touristenpfade Namibia kennen zu lernen. Danke, dass du den Kids und uns durch Deine lebendigen Erklärungen die Flora und Fauna von Namibia spielerisch so nah gebracht hast!
Danke für eine Reise, an welche wir uns unser Leben lang gerne zurück erinnern werden!
Schaut euch mal die Wandbemalung in dem Restaurant in der Nähe der Spielecke an.
Gibt es Zufälle?
Zufälle gibt es nicht!
Für uns stand es aber ohnehin schon längst fest:
Namibia, wir kommen wieder!
Bye Bye Namibia – wir kommen wieder
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AfriCat vs. Naankuse (N/a’an ku sê ) – Tagesausflug zu den Großkatzen Afrikas
N A M I B I A
AfriCat vs. Naankuse (N/a’an ku sê ) – Tagesausflug zu den Großkatzen Afrikas
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Unsere Reise nach Namibia war fast zu Ende.
Und nun mal eine Frage an alle, die meine Berichte hier verfolgt haben:
Was fehlt noch? Woran denkt man, wenn man von einer Safari-Reise nach Afrika hört?
Richtig: Löwen!
Und wie viele Löwen sind bislang in meinen Berichten aufgetaucht?
Richtig: Keiner!
Wir hatten nämlich noch keinen Löwen in Afrika gesehen. Und das machte uns ein klein wenig traurig.
Und in wenigen Tagen ging unser Flieger nach Hause.
Aber eine Garantie hat man eben nicht, alle Tiere seiner persönlichen Bucketlist zu sehen. Die Tiere leben in freier Wildbahn und es ist auch immer etwas Glückssache, die Tiere dann zu entdecken.
Es ist eben die Natur, kein Zoo.
Aber genau das macht es auch so aufregend.
Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen. Dieses Glücksgefühl bei jedem Tier, welches man entdeckt.
Vielleicht waren wir sogar in der Nähe eines Löwen, aber haben ihn nicht gesehen, weil er im hohen Gras lag und somit für uns nicht zu sehen war.
Dass wir manchmal den Raubkatzen sehr nah waren, das wussten wir. Wir haben zum Beispiel die Beute eines Leoparden im Baum entdeckt. Aber der Leopard war nicht zu sehen. Wir haben nachts diverse Raubkatzen hören können. Sie waren manchmal ganz nah, auf der anderen Seite des Sicherheitszaunes der Farm. Wir haben einen Geparden aus der Nähe sehen dürfen.
Aber wie gerne hätte ich einen Löwen gesehen.
Nein, das ist ganz sicher kein Jammern! Wirklich nicht! Wir haben bei unseren Safari-Fahrten soviel gesehen und erlebt, dass mir das bis heute manchmal noch unwirklich erscheint. Wir hatten das Glück, Hyänen bei der Jagd beobachten zu können, auch wenn diese nicht erfolgreich war. Und in Okaukuejo am Wasserloch trank eine Hyäne mitten zwischen einer (nervösen) Herde Zebras. Wir sahen eine große Elefantenherde mit Jungtiere am Wasserloch, eine Herde Giraffen überquerte direkt vor uns die Straße, wir sahen Spitzmaul- und Breitmaulnashörner mit Jungtiere, nahezu alle Antilopenarten – und so viele Tiere mehr. Daher möchte ich überhaupt nicht undankbar klingen, im Gegenteil: All diese Begegnungen waren atemberaubend, unbeschreiblich, faszinierend, beindruckend! Dass wir das erleben durften, erfüllt mich bis heute mit soviel Glück und Dankbarkeit. Und auch bei den Kindern waren diese Eindrücke nachhaltig beeindruckend und haben auch zum Nachdenken angeregt – das habe ich gemerkt, als wir kurz nach der Rückkehr von Afrika mit meiner Bonustochter, welche leider nicht mitkonnte nach Afrika, im Zoo waren und die anderen Kinder überhaupt keine Freude daran hatten. „Wir wissen jetzt, wie diese Tiere normalerweise leben, dass ist doch alles viel zu klein hier!“
Aber trotz aller Dankbarkeit für alles, was wir in Namibia erleben durften: So eine süße kleine Löwenmietzekatze wäre das Tüpfelchen auf dem i
Unsere letzten Tage in Namibia verbrachten wir wieder auf Otjisazu bei Andreas. Und er hatte eine Idee, wo wir vielleicht doch einen Löwen sehen könnten:
AfriCat in Okonjima. AfriCat! Das hörte sich toll an! Andreas hatte mal Gäste, welche vorher dort waren und einige Großkatzen dort sehen konnten. Er selber war noch nie dort und konnte uns daher nicht mehr dazu sagen als das, was seine Gäste ihm berichteten. Eine Übernachtung dort ist sehr teuer, aber man hat die Möglichkeit, AfriCat als Tagesgast zu besuchen.
Ungefähr 2 Stunden fährt man von der Otjisazu -Farm bis nach Okonjima / AfriCat.
185 km, welche sich hoffentlich lohnen würden.
Wir nahmen das in Kauf, denn wir wollten gerne Geparden, Leoparden und im besten Fall auch Löwen aus der Nähe und doch in ihrem natürlichen Lebensraum sehen. Laut Internet waren dort zu dem Zeitpunkt auch Löwen und wir freuten uns auf den Tag in Okonjima!
Die AfriCat Foundation
Lage der AfriCat Foundation Okonjima
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Die AfriCat Foundation befindet sich auf dem Gelände der Okonjimafarm. Der Sitz der Stiftung ist in Otjiwarongo. Gegründet wurde die Stiftung 1992 zum Schutz für Geparden und Leoparden. Bei AfriCat handelt es sich um eine nicht-profitorientierte Organisation.
Die Population von Geparden und Leoparden ist in der Vergangenheit drastisch zurückgegangen. Wilderrei, Fell-Jäger, Einengung der Lebensräume und vor allem Farmer sorgten für immer weiter sinkende Zahlen der Population.
Während Löwen in den Nationalparks wie zum Beispiel im Etoscha geschützt leben, sind Leoparden und Geparden überall in Namibia, also auch auf den oft viele Hektar großen Farmen, anzutreffen. Die Farmer sahen in den Raubkatzen eine Gefahr für ihre Wildbestände und daher wurden die Großkatzen gefangen und erschossen.
Und auch auf Jagdfarmen sind die Großkatzen sehr lukrative Ziele für Jagd-Touristen, welche diesen Farmen sehr viel Geld einbringen. Eine Großkatze zu erschießen kostet sehr viel mehr als zB ein Zebra oder eine Antilope.
AfriCat betreibt hier großflächige Aufklärungsarbeit, vor allem bei den Farmern, welche die Tiere erschossen, um ihren Tierbestand zu schützen. Verletzte Tiere werden durch die Stiftung versorgt und entweder freigelassen oder aber, wenn die Tiere nicht mehr jagen können, auf dem gesicherten Gelände freigelassen. Auch Jungtiere, deren Eltern zu früh starben, werden dort aufgenommen.
Preise für Tagesbesucher der AfriCat Foundation
Erwachsene 730 N$ Kinder 365 N$
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Kühe auf der Straße – kennen wir ja inzwischen schon
Endlose Straßen durch die weite Landschaft. Wir Erwachsenen genossen es immer wieder, die Kids daddelten oder schliefen, sie fanden die Fahrten irgendwann langweilig.
Aber kurze Strecken gibt es in Namibia nur wenige.
Unser Besuch bei AfriCat
Nach 2 Stunden Fahrt erreichten wir das Gelände der Okonjima-Farm.
Die Aufregung auch bei den Kids stieg.
Wir sind daaaaa!
Vielversprechende Straßenschilder mit Geparden
Vielversprechende Straßenschilder! Die Vorfreude stieg!!!!
Nach mehreren Kilometern zwischen Eingangstor und Hauptgebäude erreichten wir den Parkplatz.
Für die 4 Teenies und 2 Erwachsenen zahlten wir umgerechnet ca 180 Euro Eintritt.
Außerdem mussten wir einiges an Papiere, zB ein Entschädigungsformular ausfüllen.
Extra für diesen Tag das passende T-Shirt. Ich habe seit meiner Kindheit Katzen und liebe diese Tiere. Nun die großen Artverwandten hier in Afrika zu erleben würde einen langgehegten Traum von mir erfüllen
Bei einigen Aktivitäten suchen die Guides die Tiere mit Peilsendern. Die Tiere haben den Sender um den Hals.
Und dann fuhren wir endlich los!
Spuren im roten Sand
Vorfreude!!!!
Antilopen lagen in der wärmenden Winter-Sonne
Wir erreichten einen Bereich mit mehreren Gebäuden
Hier erklärte unser Guide sehr ausführlich alles über die Organisation.
Das einzig für uns Interessante war das Behandlungszimmer.
….. ausgestopfte Tiere in einer weiteren Halle, in welche wir geführt wurden. Die Kinder waren genau wie wir sehr irritiert und schauten uns fragend an …
„Ich dachte, wir sehen heute echte Geparden und so?!“
– „Ja, gleich im Anschluss!“
Da war ich noch guter Hoffnung,….
Die Kids langweilten sich…
Insgesamt dauerte der Vortrag und die Führung durch diverse Räumlichkeiten etwa eine Stunde. Die gesamte Tour war mit 1,5 Std angegeben und so langsam begann ich im Kopf zu rechnen…. Nur 1/2 Std für die Tour zu den Geparden und Co ….
Unser Guide erklärte und erklärte …. er redete in sehr schnellem englisch, welches ich teilweise nur schwer verstehen konnte.
In unserer Gruppe waren insgesamt 7 Kinder, auf diese wurde überhaupt nicht eingegangen, obwohl sich vor allem die kleineren Kinder sichtlich langweilten nach 1 Stunde Dauervortrag über die Stiftung, den Aufbau, der Geschichte, der Unter-Organisationen usw,…
Ok, das war jetzt halt sehr ausführlich – aber jetzt fahren wir raus zu den Großkatzen!
Wir fuhren in das erste Gehege hinein.
Und da schliefen 3 Geparden.
Der Wagen hielt direkt dort an, damit wir alle Fotos machen konnten.
Und dann hielt er wieder einen ca 15 Minütigen Vortrag in sehr schnellem englisch und wir standen da. ….
Da ich gedanklich abgeschaltet hatte, weil ich ohnehin vieles nicht verstand und sich einiges doppelte, fotografierte ich halt weiter …
Aber dann bekamen wir eine Ansage, denn wir sollten keinesfalls Fotos machen, auf denen die Tiere mit Zäunen zu sehen seien und diese in Social Media o.ä. veröffentlichen.
Bitte was???
Wer sich etwas mit AfriCat beschäftigt, der weiß, dass die nicht mehr auszuwildernden Katzen in großzügigen geschützten Arealen leben.
Niedlich waren sie ja, aber nach 15 Minuten wurden wir doch alle etwas ungeduldig …
Wir fuhren endlich weiter und hielten bei einem weiteren schlafenden Geparden. Aber nur kurz.
Wir hofften darauf, im nächsten Gehege endlich Leoparden oder vielleicht sogar Löwen zu sehen.
Aber:
Wir fuhren zurück zum Eingang.
Ich fragte nach, warum wir nicht zu den Leoparden fahren. Und zu den Löwen, ich konnte sie zwischendurch hören.
Antwort: Das war die Tour für die Tagestouristen!
Die Touren, bei denen zB die Geparden gefüttert werden oder auch die Leoparden-Treckings seien den Übernachtungsgästen vorbehalten.
Eine Stunde Theorie, dann keine 10 Minuten Fahrt durch das Gehege um 4 schlafende Geparden zu sehen.
In der Beschreibung der Tour klang das deutlich anders!
AfriCat war für uns eine große Enttäuschung
Wir, vor allem die Kids, waren traurig, enttäuscht und fühlten uns veräppelt…
Insgesamt 4 Stunden Hin- und Rückfahrt, 180 Euro Eintritt – nur um 4 schlafende Geparden zu sehen?!
Wir baten um ein Gespräch mit der Managerin.
Ich erklärte, wie enttäuscht wir waren und das wir gerne auch die Leoparden und die Löwen gesehen hätten. Aber auch hier die Aussage: Die besonderen Programme sind nur den Übernachtungsgästen vorbehalten. Das Tourprogramm auf der Seite sei veraltet und müsste noch überarbeitet werden. Dabei hatten wir nur daraufhin überhaupt die Tour gebucht.
Und obwohl wir grad dabei waren, das zu besprechen, dass wir sehr enttäuscht waren, zumal auf der Seite noch veraltete Informationen standen, kam dann noch die Angestellte der Kasse zu uns, wir hätten zu wenig bezahlt und sollten noch bitte nachzahlen!
…
Ich schreibe hier unsere persönlichen Erfahrungen und Meinungen. Der Bericht ist also subjektiv geschrieben.
AfriCat leistet sehr gute Arbeit rund um den Schutz der Raubkatzen. Auch die Aufklärungsarbeit ist wichtig. Viele Geparden und Leoparden hätten nicht überlebt, wenn AfriCat sie nicht medizinisch versorgt hätte.
Es wird wohl so sein, dass Übernachtungsgäste hier ganz andere Erlebnisse geboten bekommen, aber wir als Tagesgäste bekamen eine ganze Stunde ausführlichst die Foundation erklärt, sahen die Tierklinik, sehr sehr viele Schautafeln, viele ausgestopfte Tiere – und sahen dann 4 Geparden, welche irgendwo dösten und die wir nur fotografieren sollten, wenn keine Zäune im Hintergrund zu sehen sind, zumindest, wenn man die Fotos veröffentlichen möchte….
Für uns war die Tages-Tour nach AfriCat nicht das Richtige, denn wir wollten nicht nur Geparden, sondern auch andere ‚Katzen‘ sehen.
Wir fuhren zurück,….
Die Geparden waren niedlich, aber das hätten wir auch näher an Windhoek haben können. Wir hofften ja auch auf die anderen Großkatzen,…. die Enttäuschung war groß …
Landschaftlich liegt AfriCat toll
Antilopen am Wegesrand noch auf dem Gelände von Okonjima
… und etwas weiter auch Zebras. Mit Streifen bis zu den Hufen und keine Schattenstreifen zwischen den schwarzen Hauptstreifen – also waren dies Bergzebras.
Steppenzebras sind über dem Huf weiß.
Folgend ein Vergleichsfoto mit den Zebras, welche wir im Etoscha gesehen haben, denn diese waren über den Hufen weiß – also Steppenzebras.
Zebras im Etoscha- Nationalpark
Steppenzebras: Oberhalb der Hufe weiß. Bergzebras: Oberhalb der Hufe auch Streifen
Es gibt noch viele weitere Merkmale, um die Zebraarten zu unterscheiden. Aber das wäre jetzt zu viel hier an dieser Stelle.
Die Zebras in Okonjima hatten niedliche Jungtiere.
Wie schon sooft sahen wir auch an dem Tag wieder Warzenschweine am Straßenrand
AfriCat vs. Naankuse (N/a’an ku sê) – Tagesausflug zu den Großkatzen Afrikas
Das Naankuse (N/a’an ku sê) Wildlife Sanctuary
Zurück auf der Otjisazu- Farm berichteten wir von der sehr enttäuschenden Tour und Andreas begann zu recherchieren. Es gibt einige Farmen mit Löwen, aber keiner bot Touren für Tagesgäste an. Irgendwie verständlich, denn die Gäste dort zahlen sehr viel Geld für eine Übernachtung.
Dann fiel ihm eine Möglichkeit ein: Das Naankuse (N/a’an ku sê) Wildlife Sanctuary südlich von Windhoek. Er selber war noch nie dort, wir wussten also nicht genau, was uns dort erwarten würde. Wir schauten uns die Seite und die Touren an. Eine Safari wurde an dem Tag nicht angeboten. Wohl aber die Fütterungstour. Und die reservierten wir für unseren letzten Tag in Namibia. Die Full Carnivore Feeding Tour – also im wahrsten Sinne „die Fütterung der Raubtiere“.
Zwar nicht unbedingt das, was wir uns vorstellten, nämlich mit dem Safari-Wagen ins Gehege oder durch den Nationalpark, aber wir würden Leoparden, Geparden und mit Glück auch Löwen sehen.
Die Fütterung der Raubtiere
Lage von Naankuse (N/a’an ku sê)
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Auch hier dreht sich alles um den Schutz der Geparden und Leoparden. Aber auch um die San, die Ureinwohner Namibias. Heute leben nur noch ca 38.000 San in Namibia. Sie bekommen dort medizinische Versorgung und die Kinder die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen.
Vorab ein paar Infos zu Naankuse (N/a’an ku sê)
N/a’an ku sê bedeutet „Gott wird uns beschützen“
Gegründet wurde die Naankuse Stiftung 2006. Grund für die Gründung war, die Ureinwohner und Wildtiere Namibias zu unterstützen und zu schützen, vor allem auch darin, friedlich nebeneinander zu existieren.
Naankuse (N/a’an ku sê) – die einzige Charity Lodge Namibias!
Inzwischen gibt es auch eine dazugehörige Lodge, deren Gewinne zu 100 % an die Stiftung gehen. Sie ist damit die einzige Charity Lodge Namibias! Außerdem befinden sich auf dem Gelände ein Naturreservat, eine Rettungsstation für Wildtiere, eine Schhule, welche kostenlose Bildung für die San-Kinder ermöglicht und eine Klinik, welche die San kostenlos behandeln.
Die Stiftung schafft Wohnraum und Arbeitsplätze.
Angelina Jolie und ihre Tochter Shiloh sind berühmte Paten von Naankuse (N/a’an ku sê)
Seit 2011 hat Naankuse (N/a’an ku sê) prominente Unterstützung: Angelina Jolie und Brad Pitt haben Naankuse (N/a’an ku sê) in ihre Jolie-Pitt-Foundation aufgenommen und Angelina Jolie war auch schon mehrmals vor Ort. Sie haben sich für die Stiftung zu Ehren ihrer 2006 in Namibia (Swakopmund) geborenen Tochter Shiloh entschieden. In einem Interview sagte Angelina Jolie im Jahr 2011 „Wir kennen Rudie und Marlice seit vielen Jahren und sind weiterhin beeindruckt von ihrer harten Arbeit und ihrem Engagement für die Menschen und die Erhaltung des Landes und der Tierwelt Namibias. Der neue Teil des Projekts wird unter Naankuse und in Shilohs Namen geführt. Ich möchte, dass sie sehr engagiert ist und mit dem Verständnis ihres Geburtslandes aufwächst.“
Die Geparden von Angelina Jolie
Auf der Tour sagte jemand, die Geparden gehören Angelina Jolie und es gäbe zB ein berühmtes Cover einer Modezeitschrift mit ihr und „ihren“ 3 Geparden. Ob es nun tatsächlich ihre Geparden sind, kann ich nicht sicher sagen.
Auf jeden Fall lohnt sich ein Besuch, egal ob als Tagesgast oder als Übernachtungsgast.
Übrigens: Die Lodge ist gerade mal 30 Minuten vom Flughafen Windhoek entfernt.
AfriCat vs. Naankuse (N/a’an ku sê) – Tagesausflug zu den Großkatzen Afrikas
Unser Besuch in N/a’an ku sê
Um ganz sicher zu gehen, möglichst viele Tiere, vor allem Großkatzen, zu sehen, buchten wir die Fütterungstour. Wenn die afrikanischen Großkatzen bei der Fütterung auch nur ansatzweise so reagieren wie ihre kleinen artverwandten Stubentiger bei uns zu Hause beim Öffnen einer Futterdose, sollten wir heute Leoparden, Geparden und im besten Fall auch Löwen zu Gesicht bekommen.
Von der Otjisazu-Farm sind es entweder 104 oder 142 km, je nachdem, ob man asphaltierte Straße oder Schotterpiste fährt.
Für den Hinweg wählten wir die asphaltierte Straße, um auch noch in Windhoek zu tanken.
Wieder tummelten sich viele Paviane auf der Schnellstraße
Die palmengesäumte Straße am Anfang von Windhoek
Straßennamen in Windhoek
Die letzten Kilometer führten über Schotterpiste
Angekommen!
Blick über die weite Landschaft
Die Nachmittags-Fütterungstour startet um 15 Uhr.
Wir hatten noch Zeit bis dahin und beschlossen, uns im Restaurant zu stärken.
Das Restaurant in Naankuse (N/a’an ku sê)
Das Essen war lecker und auch von den Preisen her in Ordnung.
Durch die Fenster des Restaurants sahen wir viele Klippschliefer
Sie erinnerten uns an die Murmeltiere in Österreich, die Ähnlichkeit ist aber nur äußerlich.
Nach dem Essen erkundeten wir noch etwas den interessanten Außenbereich.
Der tolle Außenbereich mit Klippschliefern und Echsen
Vom Restaurant geht ein Weg zu einer Terrasse und von dort führt ein Weg zum Pool.
Am Pool entlang führte ein Weg weiter nach unten und dann standen wir plötzlich vor dieser imposanten Kulisse
Wow, das hatten wir nicht erwartet.
Na, seht ihr die farbenfrohe Eidechse?
Wir entdeckten noch weitere Echsen
Unten in dem Tal liefen immer wieder Klippschliefer
Auf diesem Foto verstecken sich ein Klippschliefer und zwei Eidechsen
Wir entdeckten einen Klippschliefer aus der Nähe
Und dann startete unsere Tour!!!! Endlich, wir freuten uns sehr
Giraffen am Straßenrand. Immer wieder schön zu sehen und absolutes Afrika-Feeling!
Der Ablauf der Feeding-Tour in Naankuse (N/a’an ku sê)
Bei der Fütterungstour fährt man von Gehege zu Gehege. Die Tiere haben riesige Ausläufe und es kann vorkommen, dass man die Tiere gar nicht zu Gesicht bekommt, weil die Anlage sehr weitläufig ist.
Mit dem Safari-Wagen fährt man nicht in die Gehege, sondern bleibt davor stehen.
Unser Guide erklärte uns jedes mal kurzweilig und humorvoll alles Wissenswerte zu den jeweiligen Tieren und obwohl sie gefüttert wurden, dauerte es manchmal, bis sie sich zeigten.
Wir starteten bei den Pavianen. Mit einer Zoomkamera kann man gut durch den Zaun fotografieren.
Paviane
Bei den Pavianen sollte man allerdings mit der Kamera Abstand vom Zaun halten, ansonsten wollen sie diese auch mal klauen
Ein Luchs auf Schmusekurs
Als nächstes fuhren wir zum Wüstenluchs, eigentlich aber Karakal genannt, mit seinen lustigen Pinselohren. Die Pinsel beim Karakal sind länger als beim Luchs.
Karakale sind Einzelgänger, nur in der Paarungszeit suchen sie sich einen Gefährten. Sie jagen hauptsächlich nachts, gelegentlich auch in der Dämmerung. Ihre Beutetiere sind mittelgroße Säuger, also Nagetiere / Hasen, aber auch Zwergantilopen und auch Vögel. Sie schleichen sich nahe an die Beute an und springen dann schnell auf das Beutetier.
Der Karakal kam angerannt, als er das Auto hörte und wartete auf sein Futter
… das mit dem Futter ging ihm wohl nicht schnell genug ….
Endlich.
Auf diesem Foto sieht man auch die langen Pinsel an den Ohren.
Wildhunde
Als nächstes waren wir bei den Wildhunden.
Auch sie warteten schon ungeduldig am Tor.
Der afrikanische Wildhund ist der größte wildlebende Hund in der afrikanischen Savanne.
Tagsüber jagen sie im Rudel ihre Beutetiere, verschiedene Antilopenarten. Und auch die Jungtiere werden gemeinsam im Rudel aufgezogen, wobei die Rudelgröße um 10 Tiere umfasst. Es sind sehr soziale Tiere, sie verhalten sich still und auch wenn es in jedem Rudel ein Alpha-Paar gibt, kommt es nur sehr selten zu Aggressionen oder Kämpfen. Auch verletzte oder kranke Hunde werden vom gesamten Rudel versorgt. Eine Besonderheit innerhalb des Rudels ist die Fortpflanzung, denn nur das Alpha-Paar darf Nachwuchs zur Welt bringen. Durch eine Besonderheit im Hormonhaushalt werden die anderen Mitglieder im Rudel unfruchtbar. Ändert sich jedoch das Sozialgefüge, können sich auch zuvor unfruchtbare Tiere wieder paaren und Nachwuchs zeugen. Schon verrückt, was die Natur sich da ausgedacht hat. Das Tiere vorübergehend unfruchtbar werden, damit sich nur die Alpha-Paare vermehren können, habe ich bis dahin noch nie gehört. Ein Rudel besteht meistens aus verwandten Männchen, geschlechtsreife Weibchen verlassen das Rudel. Noch eine Besonderheit, denn sonst sind es eher Männchen, welche ein Rudel verlassen, um ein eigenes zu gründen oder ein neues zu suchen.
Die Jagd wird durch das Rudel organisiert, das Alphatier führt es dabei an. Sie sind Hetzjäger und treiben ihre Beuute bis zu 5 km durch die Stepppe, dabei erreichen sie bis 55 km/h. Irgendwann ist das Beutetier müde und dann so durch die Wildhunde erlegt werden.
Weil viele Farmer ihre Tiere bedroht sahen, wurden Wildhunde oftmals erschossen. Dadurch gibt es nur noch ca 200 freilebende Wildhunde in Namibia. Daher sorgt man in Naankuse für Schutz und den Erhalt dieser gefährdeten Tierart.
Als nächstes fuhren wir zu den Geparden!
Wir waren sehr gespannt, sie in Action zu sehen. Schlafende Geparden hatten wir ja schon gesehen.
Dass der Gepard das schnellste Landtier der Welt ist, ist allgemein bekannt. Innerhalb von nur drei Sekunden können sie eine Geschwindigkeit von ca. 95 km/h erreichen Aber hier kommen ein paar Fakten über Geparden, die vielleicht nicht jeder weiß: Geparden sind die einzigen Katzen, die ihre Krallen nicht einziehen können. Sie sind tagaktiv, damit sie nicht zur gleichen Zeit jagen wie die anderen Raubkatzen. Und streng genommen ist der Gepard gar keine afrikanische Großkatze. Er gehört zu einer eigenen Unterart der Kleinkatzen an, was man bei einer Körperlänge von 150 cm, einer Schulterhöhe von 80 Zentimetern und einem Gewicht von maximal 75 Kilogramm kaum glauben möchte. Sein Fell ist orange/gelb mit schwarzen Tupfen und charakteristisch sind im Gesicht die beiden schwarzen Streifen Beim Jagen rennen sie ihrem Beutetier in die Beine und bringen es so zu Fall. Mit einem Biss in die Kehle wird es dann direkt getötet. Die Jagd ist aufgrund der hohen Geschwindigkeit anstrengend für Geparden und wenn sie die Beute nicht schnell genug fressen, wird sie von anderen Raubtieren geklaut, denn die wissen, dass sich die grazilen Geparden nur schwer gegen sie wehren können.
Geparden schnurren – wie unsere Hauskatzen, nur lauter.
Wir konnten es deutlich hören.
In ihren Bewegungsabläufen sind sie Hauskatzen sehr ähnlich. Auch das Spielverhalten erinnerte mich an die heimischen Artverwandten.
Bei Katzen bedeutet diese Körperhaltung absolutes Vertrauen.
Wir hätten ihnen stundenlang zusehen können – aber die Miezekatzen hatten Hunger!
Die Fütterung der Geparden
Und dann kam das Futter!
Stolz zog er mit seiner Beute davon
Hier wird nix geschenkt!
Der stärkere zog mit dem Fleisch davon – aber Nr. 4 wusste genau, dass es für jeden was gibt und wartete nach dem verlorenen Kampf um das Futter wieder am Zaun auf die nächste Portion.
Und nach kurzer Zeit waren alle versorgt und zogen sich zum Fressen zurück.
Wow, das war ein Erlebnis! Erst waren die Geparden verspielt, haben geschnurrt und sich wie unsere heimischen Wohnungskatzen verhalten. Als es ums Futter ging, zeigte sich, dass es eben doch große afrikanische Wildkatzen sind. Schnell, wendig und dann doch nicht mehr so wirklich sozial ging es einzig darum, für sich das erste Stück Fleisch zu sichern. Spannend anzusehen.
Dankbar für diese tolle Erfahrung fuhren wir direkt weiter – nächstes Ziel:
Die Leoparden
Die Fütterung war nicht so actionreich wie bei den Geparden.
An dieser Stelle möchte ich sagen, dass unser Guide fantastisch war!
Er nahm sich Zeit, alles in Ruhe zu erklären – und man spürte seine Begeisterung und seine Liebe zu den Tieren. Er ging immer wieder toll auf die Kinder ein und hat immer wieder nachgefragt, ob wir als Gruppe alles verstanden haben und ob wir noch Fragen haben. Es war kein runterrattern, sondern ein lebendiges Erklären mit viel Leidenschaft – es machte Spaß, ihm zuzuhören!
Die Leoparden sind vom Körperbau her stämmiger als die Geparden. Außerdem gehören sie zu den Großkatzen. Sie können bis zu 1,90 m groß werden, den Schwanz nicht mit einberechnet und bringen bis zu 90 kg auf die Waage.
Auf ihrem Fell sind anders als beim Geparden keine schwarzen Punkte, sondern rosettenförmige Flecken.
Anders als die Geparden ist der Leopard ein fauler Jäger. Zwar schafft er auch eine Geschwindigkeit bis 60 km/h, bevorzugt aber energisparende Arten der Jagd: Er schleicht sich an seine Beute an und packt sie dann mit einem gezielten Sprung. Oder aber er legt sich auf die Lauer und schnappt sich ein zufällig vorbeilaufendes Beutetier.
Der Leopard jagt am Abend, wenn es sich abgekühlt hat. Seine Beute, zu welcher Antilopen und andere ähnlich große Säugetiere zählen, schleppt er dann auf Bäume, um sie dort in Ruhe zu fressen.
Eines hat er dann aber doch mit dem Geparden gemeinsam: Er zählt zu den bedrohten Tieren Afrikas.
Auch hier steht man wieder am Zaun, kann aber mit etwas Zoom durch den Zaun durchfotografieren:
Tschüss Leoparden, ich würde euch sehr gerne noch länger einfach nur zusehen, aaaber unser nächstes Ziel sind die LÖWEN!
Unser Guide hatte aus mir unerfindlichen Gründen mitbekommen, dass ich unbedingt die Löwen sehen wollte und sagte zu mir, dass es sein könne, dass wir sie vielleicht nicht sehen würden. Das Gehege ist riesig und dicht bewachsen und bei der Vormittagstour haben sie sich nicht gezeigt.
Nein, jetzt war ich meinem Traum so nah – wenn auch etwas anders, als ich es mir vorgestellt hatte…. bitte liebe Löwen, zeigt euch, bitte!
Ich schickte Tausend Stoßgebete gen Himmel, ….
Leider keine Löwen zu sehen ….
Wir waren am Gehege – aber: Keine Löwen zu sehen!
Unser Guide rief die Löwen und hatte das Futter bereit. Wie gebannt starrten wir auf da riesige Areal, warteten auf irgendeine Regung, aber: Nichts… Jedes rascheln, jede Bewegung im Gebüsch weckte Hoffnung – welche dann direkt wieder zerschlagen wurde. Unser Guide gab sich wirklich sehr viel Mühe. Er rief sie immer wieder, suchte mit Fernglas… aber konnte sie nicht entdecken. Er erklärte: Kurz vor unserem Besuch starb eine der Löwinnen. Die beiden noch verbliebenen Löwen trauerten wohl und zogen sich zurück.
Ok. Soll halt nicht so sein, sagte ich mir gedanklich selber. Wir hatten eine so aufregende und tolle Zeit in Afrika. Und wir kommen definitiv wieder. Und dann würden wir Löwen sehen. Wir haben soviel erlebt, und überhaupt,… … mennooooo, das ist so schade, ich liebe Katzen,… nein Elly, sei jetzt nicht undankbar, wir haben echt viel gesehen und ….. Ein aufgeregtes, aber leises „Hey, look there!“ hinter mir riss mich aus meinem Selbst-tröst-versuch. Der Guide kam zu mir, flüsterte „There are the lions“ Mein Blick irrte ziellos umher. „Where?“ fragte ich den Guide. Und er deutete auf einen Busch. Wow, da saß er. Ein ausgewachsener Löwe. Ich sah seine Mähne. Er hatte dort wohl geschlafen / gedöst, aber nun seinen Kopf gehoben. Mit etwas Glück würde er sogar komplett aufstehen. Aber ohne den Hinweis vom Guide hätte ich ihn niemals im Leben entdeckt.
Na, seht ihr die Löwen-Mähne?
Und dann zeigten sich die Löwen doch noch!
Und dann stand der Löwe tatsächlich noch auf!
Wow wow wow!!! Ich bekam eine Gänsehaut und hatte Freudentränen im Auge.
Und dann zeigte sich auch die Löwin.
Sprachlos stand ich am Zaun und beobachtete. Der Guide freute sich mit mir.
Der Löwe schaute etwas argwöhnisch in unsere Richtung…
… ging dann aber zur Wasserstelle
So ein tolles Tier.
Vor lauter Begeisterung fast vergessen, ein paar Infos zum König der Tiere zu schreiben: Sowohl Männchen als auch Weibchen haben ein schlichtes, sandfarbenes Fell. Das Männchen hat die imposante Löwenmähne. Funfact am Rande: Löwenmähne ist auch ein in der traditionellen Medizin vielseitig eingesetzter Baumpilz (Hericium erinaceus) Für das Wachstum der Mähne spielen viele Faktoren eine Rolle, für die Löwen in Afrika gilt im Allgemeinen, dass eine lange und dunkle Mähne ein Zeichen für eine gute Verfassung des Löwen ist. Und weil die Evolution es so eingerichtet hat, dass sich bevorzugt gesunde und starke Tiere paaren, ziehen Löwinnen Löwen mit ausgeprägter Mähne vor. Löwinnen sind etwas kleiner und leichter als Löwen. Sie haben eine Körperlänge von ca 158 cm – 250 m, Löwinnen wiegen 110 – 192 kg, Löwen sogar bis 225 kg! Sehr stattliche Maße! Sie leben in Rudeln, wobei die Männchen die Anführer sind. Ihre Jungtiere werden gemeinsam im Rudel aufgezogen. Die Weibchen im Rudel sind meistens miteinander verwandt, die bis zu drei Männchen hingegen nicht. Wenn die Männchen ca zwei bis drei Jahre alt sind, werden sie vertrieben und suchen sich ein neues Rudel. Wenn sie sich stark genug fühlen, greifen sie die Männchen eines anderen Rudels an. Gewinnen sie, gehören die Weibchen dann ihnen. Ihre Beutetiere sind Säugetiere, also Antilopen, Zebras usw. Gejagt wird bevorzugt nachts.
„König der Löwen“ war damals mein 1. Kinofilm. Vielleicht hat das meinen Wunsch ein wenig geprägt, diese majestätischen Tiere einmal in Afrika zu sehen? Was auch immer diesen Wunsch geprägt hat – er wurde erfüllt und ich war / bin so glücklich. Wir waren den Löwen so nah, wie es in keinem Zoo der Welt möglich ist.
Die Löwin ließ ihn nicht aus den Augen.
So schön, so imposant, so majestätisch!
Dann kam die Löwin direkt zum Zaun. Unsere Anwesenheit schien ihr zu missfallen. Das machte sie sehr klar deutlich. Ich konnte fast ihren Atem spüren, so nah war sie. Und auch wenn ich diese Drohgebärde ähnlich von unseren Hauskatzen kenne, konnte ich meinen Blick nicht von den beiden lassen.
Und dann zogen die beiden wieder zurück ins Dickicht
Ich schaute den Löwen hinterher, bis sie nicht mehr zu sehen waren.
…. ohne Worte. Einfach nur völlig hin und weg, dankbar, geflasht, imponiert, … alles auf einmal. Eine nicht zu beschreibende Gefühlskirmes und ich ging nicht zurück zum Wagen, sondern schwebte vor Glück.
Unser letzter Tag in Namibia ging zu Ende. Und wir hatten Löwen gesehen!
Als wir zurück zur Otjisazu-Farm fuhren, senkte sich die Sonne langsam Richtung Horizont.
Naankussee liegt in Flughafennähe. Auf dem Weg zurück konnten wir ihn sehen.
Und das erinnerte uns unweigerlich daran, dass wir in nicht einmal 24 Stunden Namibia von genau dort verlassen würden……
Unser letzter Sonnenuntergang in Afrika
Ein letztes mal sahen wir die wundervollen Farben eines afrikanischen Sonnenunterganges
Zwar aus dem fahrenden Auto, aber dafür mit einem weiteren tollen Erlebnis im Reisegepäck.
Ein letztes mal ….
Ein letztes mal …
Unser letzter Abend brach an. Ich wäre gerne länger geblieben….
Auf der Otjisazu-Farm wartete bereits unser Abendessen.
Wir durften uns ein Gericht wünschen. Zum Abschied.
Sieht unscheinbar aus, war aber unser Lieblingsgericht. Gefüllte Teigtasche mit Oryx-Antilopen-Hackfleisch. Die Antilope hatte ein glückliches Leben auf 20 ha Weideland und nur natürlichem Futter. Tut mir leid an alle Vegetarier unter meinen Lesern…..
Es ist lecker und mit dem Fleisch in Deutschland nicht zu vergleichen.
Unsere letzte Nacht brach an …. eine schlaflose Nacht.
Namibia hat mich sehr nachdenklich gemacht, in vielerlei Hinsicht.
Und auch die Kinder haben viel von dieser Reise mitgenommen.
Mehr dazu im nächsten Beitrag.
Im nächsten Beitrag heißt es daher Abschied nehmen von Namibia. Aber vor allem: Abschied nehmen von neu gewonnenen Freunden!
Es gibt ein Resümee und auch den aktuellen Stand meiner Spendenkampagne, denn da gibt es gute Neuigkeiten!
Walvis Bay: Wüste & Meer, bunte Eidechsen, Wale – und ganz viel Spaß beim Dünensurfen
Walvis Bay: Wüste & Meer, bunte Eidechsen, Wale – und ganz viel Spaß beim Dünensurfen
Hallo zusammen,
Es tut mir leid, dass es hier im Moment etwas ins Stocken gerät. Privat lief es in den letzten Wochen nicht so gut. Inzwischen ist wieder Licht am Horizont.
Wir sind noch immer mitten im Namibia-Bericht. Wobei … mitten drin stimmt eigentlich nicht, denn er neigt sich dem Ende entgegen. Die Küstenstadt Swakopmund war unsere letzte Station unserer Namibia-Reise.
Kein anderer Ort in Namibia bietet eine so große Anzahl an möglichen Aktivitäten. Wir hatten auch die Qual der Wahl … Zusammen mit den Kindern entschieden wir uns für … … eine Bootsfahrt zu den Seehunden und Delphinen … eine Wüstensafari zu den“Little 5″ … Düne 7 – Dünensurfing und eine Quadtour durch die Dünen
Aufgrund des Nebels entschieden wir uns gegen eine Tour zu Sandwich Harbour. Auch wenn ich das gerne gesehen hätte, wie die Dünen im Meer enden … Walvis Bay: Wüste & Meer, bunte Eidechsen, Wale – und ganz viel Spaß beim Dünensurfen
Ich starte mit unserer Bootstour.
Das Wetter war bescheiden. Ja, im Juli ist Winter in Namibia, aber es war so nass-kalt an diesem Morgen, dass wir alle schon beim warten auf das Boot völlig durchgefroren waren.
Unsere Bootsfahrt zu den Delphinen, Robben, Flamingos und….
…. kaaaaaaalt ……
Wir waren pünktlich in Walvis Bay und unser Boot wurde bereits startklar gemacht
Unser Boot hieß „Harry“. Lustiger Zufall, denn wenige Wochen nach unserer Reise bekam ich einen Pflegekater namens „Harry“
Wir warteten noch auf ein anderes Pärchen. Die Kid vertrieben sich die Wartezeit mit Muscheln sammeln und fanden sehr schöne Exemplare.
Zum aufwärmen gab es heißen Kaffee und Kakao. Wir nahmen dankend an!
Wenig später durften wir dann auf das Boot.
Vom Gefühl her war es noch nebliger und noch kälter
Vielleicht kam uns das aber nur so vor, weil die Kälte uns schon gefühlt bis in die Knochen gezogen war ….
Egal, wir freuten uns auf die Tour und hofften auf viele tolle Tiersichtungen
An Board lernten wir unseren Captain kennen, die Chemie stimmte von Anfang an. Wir hatten sehr viel Spaß zusammen
Der Hafen ist ein wenig trostlos…
… aber wir sahen wieder Flamingos!
Ein paar Möwen folgten uns. Wir hatten Fisch an Board, das wussten sie offensichtlich
…. ab aufs Meer ….
im Nebel tauchte auf einmal dieses Wrack auf. Mystisch!
Es lagen Decken auf dem Bootbereit, die Kids mummelten sich ein.
… und dann erfuhren wir den Grund, warum wir einen Eimer Fisch dabei hatten, denn eine zahme Robbe kam vorbei, um sich einen Fisch abzuholen.
Eine Robbe im Boot
Guten Morgen! Gibt’s hier Frühstück?
Die Kids durften die Robbe streicheln und mit Fisch füttern, während uns der Captain viel Wissenswertes zu den Tieren erklärte.
Spannend, diese Tiere aus direkter Nähe sehen zu dürfen
Ein tolles Erlebnis und ein schöner Start für unsere Tour
Als es keinen Fisch mehr für die Robbe gab, verabschiedete sie sich wieder.
Eine Möwe freute sich über einen kleinen Snack
Ein Kriegsschiff im Nebel… Eine unwirkliche Szenerie, fast wie aus einem Film
DELPHINE!!!!
Wir fuhren entlang der Küste …
… und dann tauchten die ersten Delphine auf!!!!!
Und mitten in der Delphinschule schwamm eine kleine Robbe mit und sprang mit den Delphinen um die Wette. Ein tolle Bild!
Sie schwammen rechts und links vom Boot, ganz nah!
Mein Bonussohn hat zum ersten mal Delphine in freier Wildbahn erleben dürfen, mit meinen Kindern habe ich in Florida und Kalifornien schon Delphin-Touren gemacht.
Die Begeisterung war dennoch bei allen die Gleiche, geht mir nicht anders. Delphine im Meer zu sehen ist immer ein wundervoller Moment.
In Kroatien hatten wir vor zwei Jahren leider kein Glück, trotz extra gebuchter Bootstour. Und auch damals auf den Malediven sahen wir bei der ersten Delphin-Bootstour nicht einen einzigen Delphin….. Es sind eben Tiere in freier Wildbahn, welche sich nicht auf Kommando zeigen oder in kleinen Becken stets sichtbar für die Zuschauer schwimmen. Sie haben das ganze Meer, manchmal zeigen sie sich, manchmal aber auch nicht.
Umso glücklicher waren wir, dass es dieses mal geklappt hat!
Ich liebe Delphine so sehr und freue mich jedes mal über die Begegnungen!
Drei Pelikane zum anfassen nah
Und dann kamen drei Pelikane angeflogen ….
… und landeten auf unserem Boot!
Ich war für einen Moment überfordert, denn rings um uns herum sprangen die Delphine immer wieder wundervoll posierend aus dem Wasser und hinter mir hörte ich nur „Mama, guck mal, MAMA, da ist ein Pelikan direkt über dir!“
Die sind wirklich groß!
Guten Tag! Ich hätte gern ’n Fisch!
Über uns ein Pelikan, vorne auf dem Boot ein Pelikan und hinten landete auch noch einer. Eine kleine Pelikan-Invasion. Die Delphine sprangen munter um unser Boot herum immer wieder aus dem Wasser.
Das ist wieder einer dieser Momente, wo man mal kurz die Zeit anhalten möchte, um das alles zu erfassen
Wieder erfuhren wir viel über die Tiere. Vor allem über die Besonderheit mit dem Schnabel, mit welchem er wie mit einem Kescher die Fische aus dem Beer „heraussiebt“
Biologieunterricht live! Besser kann man nicht lernen!
Nachdem sie sich alle einen Fisch abgeholt haben, flogen sie wieder davon.
Wow, das war mal ein Erlebnis!
Hunderte Robben am Strand
Wir drehten um und fuhren zu den Robben
Eine riesige, also wirklich riesige Kolonie lebt hier am Strand. Seid froh, dass Fotos keine Gerüche übertragen können, denn der Duft dort war sehr speziell….
Ach guck mal, er schon wieder. Gab aber keinen Fisch mehr.
Und dann sagte der Captain auf einmal: Festhalten, wir fahren kurz ein Stück weiter!
Und dann gab er Gas.
Warum?
Das Partnerboot hatte ihn angerufen, denn vor ihnen tauchten auf einmal zwei Wale auf!
Wale! Wow wow wow!!!
Wale!!! Wow, wir konnten unser Glück kaum fassen.
Leider kommt auf den Fotos nicht rüber, wie riesig sie waren. Immer wieder tauchten sie kurz auf. Wir hofften auf einen Sprung aus dem Wasser, aber der kam leider nicht.
Imposant war es trotzdem
Ihre riesigen Schwanzflossen präsentierten sie immer wieder!
Die Wale zogen weiter. Hinterherfahren machen die Touranbieter nicht, um die Wale in Ruhe zu lassen.
Wir fuhren wieder zurück zu den Robben.
Unser Boot hatte mal wieder einen tierischen Begleiter, dieses mal eine Möwe, welche beharrlich auf dem Boot wartete, bis sie einen Fisch bekam
Eine Weile beobachteten wir die Robben. Das war ein großes Gewusel, sehr schön anzusehen. Man durfte halt nur nicht so tief einatmen…..
Als letztes fuhren wir zu den Flamingos
Ein kleines Stück weiter döste eine größere Flamingo-Kolonie.
Wir fuhren leise daran vorbei, um sie nicht zu stören.
Bye Bye Flamingos, Robben, Pelikane und Wale!
Wir hatten eine wirklich tolle Tour, erlebnisreich, lehrreich, kurzweilig, lustig. Viel gelacht, viel gesehen, viel erlebt!
Zum Abschluss gab es ein Sektfrühstück
Auf dem Weg zurück zum Hafen gab es ein Sektfrühstück mit leckeren Häppchen und Saft für die Kids.
In der Ferne sahen wir den Leuchtturm vom Pelikan Point, leider halb im Nebel.
Zurück im Hafen entdeckten wir noch mehr Flamingos.
Die Muschelfischer kamen zurück und waren sehr erfolgreich.
Viele Katzen und Möwen hofften auf einen Snack.
Nachmittags stand auf Wunsch der Kids Action auf unserem Programm. Wenn wir schon in der Wüste sind, dann auch mit Action!
Düne 7 – Ein Ort für Action-Freunde
Unser Ziel:
Dune 7 Adventures
.
Lageplan Dune 7
Lageplan Dune 7
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Angekommen an deren Basestation direkt unterhalb der imposanten ca 130 Meter hohen Düne 7 verschafften wir uns einen Überblick. Angeboten wurde vieles, die Kids entschieden sich fürs Sandboarding und eine Quad-Tour. „Und Mama, du kommst auch mit auf dem Quad!“ Okeeee. Mit etwas mulmigen Gefühl meinerseits starteten wir unseren Nachmittag in den Dünen, nicht genau wissend, was mir mehr Sorgen bereitete: Die Vorstellung, dass die Kids gleich Kopfüber auf einem Brett die Dünen runtersausen würden oder wir bzw in diesem Fall auch ich mit dem Quad durch den Sand pflügen würden. Erinnerungen wurden wach an unsere Tour durch die Wüste damals in Qatar. Auf vier Rädern durch den feinen Sand ist ein seltsames Gefühl. Dünen hoch, Dünen runter. Damals nur Beifahrer wurde mir ganz flau in der Magengegend. Zumindest hatte ich nun die Kontrolle über die 4 Räder unter mir. Ich grübelte zu viel. „Mama, komm, es geht los!“ Die Kids freuten sich, waren aufgeregt, konnten es kaum abwarten.
…. kopfüber die Dünen herunter!
Mit Quads wurden die Kids die Dünen hochgefahren
… da oben stehen sie ….
… und dann sprangen sie kopfüber auf die Bretter und sausten die Dünen herab!
Wieder hoch mit den Quads
Und wieder runter!
Die Kids hatten einen riesigen Spaß!
Angst? Nicht die Spur! Im Gegenteil, immer und immer wieder wollten sie die Sanddünen runtersausen. Und wurden jedes mal mutiger, bremsten weniger, nahmen die Kurven schärfer. Das ging auch mal schief, aber im Sand landeten die Kids sehr weich.
Nachdem unsere Kinder von oben bis unten sandgezuckert waren, fuhren wir zurück zum Basecamp.
Walvis Bay Quad Boot Wale Delphine Kinder
Mit dem Quad durch die Namib-Wüste
Nach einem kurzen Theorie-Kurs durften wir auf die Quads!
Und los geht’s!!!!
Walvis Bay Quad Boot Wale Delphine Kinder
Die Dünen hoch und runter. Erst ganz langsam wurden wir schnell mutiger.
Und wisst ihr was? Es macht echt Spaß!
Am Horizont zogen ein paar Regenwolken durch, ein paar Tröpfchen bekam wir ab.
War nicht viel, bald schien wieder die Sonne und der blaue Himmel bildeten einen tollen Kontrast zu den gelben Dünen!
Irgendwo mittendrin hielten wir an. Unser Guide stieg aus und zog – zu unserer Verwunderung – einen großen Magneten aus der Tasche. Damit ging er über den Sand und zog kleine Eisenpartikelchen aus dem Sand. Wow, das dunkle im Sand war keine Verschmutzung, sondern tausende kleine Eisenpartikelchen.
Mit dem großen Magneten demonstrierte er uns, wieviel Eisenteilchen sich im Sand befanden – erstaunlich!
Die Kids durften es auch mal ausprobieren
Und weiter auf den Quads durch die endlosen Dünen!
Ohne die Kids wäre ich nicht auf die Idee gekommen, mit dem Quad durch die Dünen zu cruisen – dabei macht das soviel Spaß! Hätte ich nicht gedacht. Danke an unsere Kids fürs Überreden!
Bei nächster Gelegenheit wiederholen wir das!
Walvis Bay Quad Boot Wale Delphine Kinder
Ab in die Wüste: Die Little – 5 – Tour
Walvis Bay Quad Boot Wale Delphine Kinder
Ab in die Wüste: Die Little – 5 – Tour
Am nächsten Morgen wurden wir früh abgeholt. Dem schlechten Wetter zum Trotz wartete ein sehr gut gelaunter Maik mit seinem Geländewagen pünktlich auf die Minute um 8 Uhr auf uns.
Unsere Tour startete an dem zu dem Zeitpunkt trockenen Flußbett der Mündung des Swakops. Wenn hier Wasser fließt, ist das ein großes Event, die Leute feiern das Wasser. Es kommt nur ganz selten in den Namibischen Sommermonaten ( Regenzeit) vor.
Walvis Bay Quad Boot Wale Delphine Kinder
Was sind die Little 5 ?
Was sind die Little 5 ?
Wir suchen heute nicht die großen Bewohner Afrikas, sondern die ganz kleinen. Käfer, Spinnen, Schlangen, Echsen und Skorpione.
Es gibt wie auch bei den klassischen Safaris hier keine Garantie, alle Tiere zu sehen. Und auch wir werden leider nicht alle zu Gesicht bekommen. Beeindruckend ist es dennoch.
Mit viel Witz und Humor erklärte Maik kurzweilig alles Wissenswerte zum Leben in der Wüste. Wir haben das damals schon im Valley of Fire in den USA bemerkt, in dem trockenen roten Sand bei unmenschlichen Temperaturen entdeckten wir damals viele blühende Blumen und Eidechsen.
Und auch hier in dieser endlosen Weite aus Dünen soll viel Leben existieren. Ermöglicht wird das durch den Nebel, welcher von der Küste zur Wüste zieht.
Die Welt ist nur ein Dorf!
Wie wir auch in Namibia wieder einmal feststellten ist die Welt nur ein Dorf.
Wir stehen hier in Afrika. In der ältesten Wüste der Welt. Umgeben von Sanddünen, welche bis zum Horizont reichen. Jenseits des Äquators. Über 8000 km von der Heimat entfernt. Und stellen fest: Maik und ich sind in der gleichen Stadt geboren. Und auf einmal plaudern wir nicht nur über die kleinsten Bewohner Afrikas, sondern auch über unsere Heimat, über die kleinen Dörfchen bei uns zu Hause. Hier, an diesem Ort. … … verrückt!
Mit viel Wissen gehen Maik und sein Kollege durch die Wüste, suchen Spuren – und entdecken viele Tiere, welche uns mit unseren ungeübten Auge verborgen geblieben wären.
So schön. So unberührt. Und voller Leben!
Überall darf man sich nicht so frei in der Wüste bewegen.
An bestimmten Stellen können wir aber ohne Gefahr die Wüste auf eigene Faust erkunden.
Spuren im Sand.
Wer genau hinsieht, entdeckt die Spuren im Sand.
Und dann werden wir gerufen.
Eine Wüstenschlange
Das erste Tier ist eine kleine sehr gut getarnte Schlange. Sie buddelt sich im Sand ein, nur der Kopf schaut raus.
Die Schlange bemerkt uns und zeigt sich. Nicht ganz freiwillig. Aber das Team der Little 5 Tour geht ganz behutsam und respektvoll mit den Tieren um.
Nach kurzer Zeit buddelt sie sich wieder in den Sand ein und war fast unsichtbar. Obwohl wir wussten, wo sie ist, mussten wir sehr genau hinsehen, um sie zu entdecken.
Die Luft war frisch und klar. Oben auf einer kleinen Düne stehend genoss ich diese Weite, schloss meine Augen – und atmete tief ein. Im Hintergrund hörte ich die Kids lachen und toben. Momente wie diese genieße ich sehr. Voller Dankbarkeit, sie erleben zu dürfen.
Noch einmal tief einatmen. Augen wieder auf – und weiter geht unsere spannende Tour!
Während unsere Guides nach weiteren Spuren suchten, tobten sich die Kids aus. Sie rannten die Dünen hoch und runter. Wenn man die Dünen runter rennt, fühlt es sich an, als sei man ein Astronaut, erklärten sie uns, wie schwerelos. Große Schritte, die im Sand versinken.
Und wir Erwachsenen probierten es auch aus.
Ein riesiger Abenteuerspielplatz – für den man nie zu alt ist.
Wie pflege ich immer zusagen, wenn ich wieder einmal kritisiert werde, weil ich zum Beispiel mit den Kindern im Sommer eine Wasserschlacht auf unserem Hof gemacht habe?
Man ist nie zu alt, um jung zu sein!
Schade, dass manche Erwachsenen das vergessen.
Dabei ist die Zeit mit unseren Kindern ein Geschenk!
Ein dazu passender Auszug aus einem meiner Lieblingslieder:
„Und ein kleiner Junge nimmt mich an die Hand Er winkt mir zu und grinst „Komm hier weg, komm hier raus Komm, ich zeig dir was Das du verlernt hast – vor lauter Verstand
Komm mit Komm mit mir ins Abenteuerland Auf deine eigene Reise Komm mit mir ins Abenteuerland Der Eintritt kostet den Verstand Komm mit mir ins Abenteuerland Und tu’s auf deine Weise Deine Phantasie schenkt dir ein Land Das Abenteuerland“
Ich mag die Farbspiele zwischen Sand, Himmel und den kleinen Schatten der Sandwellen.
Maik rief uns zu sich. Er zeigte uns die kleinen kugeligen Käfer, welche den Nebeltau geschickt als Wasser trinken können
Ein Vögelchen beobachtete uns. Vermutlich hielten wir seinen Zwischensnack in der Hand.
Im Sand waren relativ frische Spuren einer Blindschleiche, welche sich wenige mm unterhalb der Sandoberfläche fortbewegt.
Winzig klein. Entdeckt hätten wir sie ohne Guide niemals.
Der Sand schimmerte in verschiedenen rot und gelb – Tönen
Ein kleiner bunter Gecko, den es nur hier gibt
Dass wir keine Skorpione und größere Echsen zu sehen bekamen, fand ich schade. Aber ich persönlich hoffte darauf, einen Wüstengecko, auch als Namibgecko bekannt, zu sehen.
Und tatsächlich, wir fanden einen frischen Bau und für einen kurzen Moment holte unser Guide ihn nach draußen, damit wir ihn sehen konnten. Er ist Nachtaktiv und darf tagsüber nur für einen kurzen Moment aus seinem schützenden Bau.
Nur ca 14 cm klein, wovon 6 cm schon alleine auf den Schwanz fallen, wirkt er zart und zerbrechlich. Die Haut ist bunt, aber teilweise durchscheinend
Das Besondere an ihm ist, dass er keine Augenlider hat. Eine feine Haut schützt die Augen und ab und zu reinigt er die Augen mit seiner langen Zunge.
Ich war so glücklich, dass wir ihn sehen durften. Ist er nicht niedlich?
Ich erwischte mit der Kamera den Moment, als er sich mit der Zunge die Augen säubert..
Skeptisch betrachtete er uns noch kurz ….
… und verschwand dann wieder in seinem Bau.
Hier sieht man schön, wie durchscheinend er ist.
Trotz genauer Suche fanden die Guides leider keine größeren Echsen und Skorpione. Es ist eben die Natur und kein Zoo.
Wir waren dennoch sehr glücklich und zufrieden und haben viel gelernt über das Leben in der Wüste.
Zum Abschluss gab es eine kurze Picknickpause mit selbst gebackenen Müsli-Keksen. Sehr lecker!
Und damit endete unser toller Ausflug in die Wüste.
Vielen Dank Maik und das gesamte Team für die tolle, lehrreiche und unterhaltsame Tour!
So ihr Lieben, das war’s mit unser eigentlichen Namibia- Rundreise.
Swakopmund war unsere letzte Station.
Von dort fuhren wir zur Otjisazu- Farm, wo wir unsere Reise ausklingen ließen. Dort, wo alles begann, endete auch unsere eindrucksvolle und einmalige und vor allem unvergessliche Reise.
Es wird noch einen Bericht über einen Tagesausflug zu den Katzen geben und noch einen ganz Allgemeinen – aber dann startet unser Flieger zurück Richtung Heimat.
Meine Spendenaktion für Kinder in Namibia
An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf mein Spendenprojekt hinweisen. Es sind schon viele Spenden zusammen gekommen und die ersten Fenster werden in den kommenden Wochen eingebaut! Mit eurer Hilfe können wir es aber schaffen, das in allen Räumen die Fenster renoviert werden können und die Kinder jetzt im in Namibia jetzt bevorstehenden Winter warm schlafen können.
Swakopmund: Wüste & Meer, bunte Eidechsen, Wale – und ganz viel Spaß beim Dünensurfen
Aktivitäten ab Swakopmund
Hier eine kleine Auswahl an möglichen Aktivitäten ab Swakopmund *)
Wir haben drei davon auch unternommen, die stelle ich euch im nächsten Beitrag vor!
*) Affiliate-Links. Bei Buchung eurer Touren über diese Links zahlt ihr keinen Cent mehr, aber ich bekomme pro Buchung ein paar Cent gutgeschrieben, mit denen ich die Kosten für meinen Blog wie zB die Serverkosten etwas deckeln kann
Walvis Bay: Wüste & Meer, bunte Eidechsen, Wale – und ganz viel Spaß beim Dünensurfen
Swakopmund: Die Stadt zwischen Wüste und Meer – und die deutscheste Stadt außerhalb von Europa
Swakopmund:
Die Stadt zwischen Wüste und Meer – und die deutscheste Stadt außerhalb von Europa
Hallo zusammen,
schön, dass ihr wieder dabei seid.
Ich hänge etwas leider etwas hinterher. Das liegt zum einen daran, dass ich kurz vor Weihnachten einen Autounfall hatte (mir hat jemand die Vorfahrt genommen und ist mir ins Auto gefahren) und die ganze Abwicklung nicht ganz so reibungslos abläuft, wie ich es mir eigentlich gewünscht hätte …
… zum anderen habe ich seit 2 Wochen ein kleines Sorgenkind, welches viel Zeit und Aufmerksamkeit benötigt.
Aber jetzt ist es Abend und ich finde endlich mal wieder Zeit, den Bericht weiter zu schreiben.
Unsere Namibia-Reise: Swakopmund
Heute zeige ich euch das Küstenstädtchen Swakopmund, die deutscheste Stadt außerhalb von Europa
Wo genau liegt Swakopmund?
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Einwohnerzahl: Ca 50.000, da es keine Meldepflicht gibt, ist die Zahl vermutlich nicht genau
Größe: knapp 197 km²
Einwohnerdichte: 228 Einw./km²
(Zum Vergleich Berlin 4.127 Einwohner je km², Münster 1048 Einwohner je km2 )
Wir waren vom ersten Moment an fasziniert von diesem kleinen Städtchen. Ein bunter und interessanter Kolonial-Stilmix aus alten deutschen und afrikanischen Gebäuden. Ein Leuchtturm, wie er auch an der Nordsee stehen könnte.
Endlich wieder den Duft des Meeres, endlich wieder Möwen hören und die salzige Luft schmecken. Palmengesäumte Straßen, tropische Vegetation in den Gärten – und immer wieder deutsche Namen. Bismarckstraße, Hotel Deutsches Haus, Biergarten, Kaiserstraße und vieles mehr
Schon fast etwas unwirklich nach unseren Tagen in der Wüste und nach den vielen Safarifahrten mit tollen Tiersichtungen durch die Landschaften Namibias nun in diesem Städtchen zu sein. Noch immer in Afrika und doch irgendwie doch schon wieder etwas Deutschland.
Warum findet man hier, auf dem afrikanischen Kontinent, soviel Deutsch?
Swakopmund wurde 1892 von Deutschen gegründet, damals, als Namibia zwischen 1884 – 1915 noch „Deutsch-Südwest-Afrika“ hieß. In der Gründungszeit der deutschen Kolonie brauchte man noch einen guten Hafen, um die Ware aus der Heimat zu bringen, um hier die neue deutsche Kolonie aufzubauen. Es gab bereits einen guten Hafen, Walvis Bay / Walfischbucht – aber dieser war seit 1878 von den Engländern besetzt. Und diese nahmen Zoll für eingeführte Ware. Man suchte einen neuen geeigneten Ort, um einen eigenen Hafen zu bauen, um keine Zollgebühr zahlen zu müssen. Dort, wo der Fluss Tsoakhaub ins Meer mündete, schien ein guter Ort zu sein, um eine deutsche Stadt in „Deutsch-Südwest-Afrika“ zu gründen. Tsoakhaub war schwierig auszusprechen, also nannte man das kleine zunächst nur aus Bretterbuden bestehende Dörfchen Swakop-Mund. Es wuchs schnell und 1909 bekam Swakopmund das Stadtrecht. Es blieb nicht lange eine deutsche Kolonie-Stadt, denn im September 1914 wurden sie von südafrikanischen Schiffen bombardiert und die Stadt wurde komplett evakuiert.
Seitdem war Swakopmund keine Hafenstadt mehr, lebt aber jetzt vom Tourismus.
Denn Swakopmund gilt als der „Kühlschrank von Namibia“ In den heißen Sommermonaten Dezember und Januar flüchten viele in die Küstenstadt, um der Hitze im Inland zu entfliehen.
Und wieviel Deutsch ist noch geblieben?
In Namibia gibt es noch heute eine deutsche Tageszeitung mit Büro in Swakopmund, zudem kann man in Namibia mit „Hitradio Namibia“ deutsches Radio hören. In Swakopmund bestehen einige deutsche Vereine, wie zum Beispiel ein Sportverein und auch ein Karnevalsverein. Eine deutsche Schule gibt es hingegen schon seit Jahren nicht mehr.
Swakopmund und der Nebel
Der kalte Benguela Meeresstrom und der Südwester-Wind mit kühler Antarktis-Luft sorgen nicht nur dafür, dass es im Sommer rund 10 Grad kühler ist als im Inland, sie bringen auch viel Nebel mit sich bzw. er entsteht beim Zusammentreffen der kalten Atlantikluft und der heißen Wüstenluft. An rund 150 Tagen im Jahr liegt Swakopmund im Nebel. Dafür regnet es hier nur sehr selten Funfact: Ratet, wer natürlich in Swakopmund Regen hatte,…
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Sonnenuntergang zwischen Walvis Bay und Swakopmund
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Als wir von Walfischbucht bzw. Walvis Bay nach Swakopmund fuhren, führte die palmengesäumte Straße zwischen Wüste und Meer entlang und uns begleitete ein wundervoller Sonnenuntergang.
Nachdem die Sonne farbenfroh im Meer versunken war, erreichten wir Swakopmund
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Die gleiche Straße am Tag. Schon beeindruckend irgendwie. Die Dünen grenzen direkt an der Straße und bei starkem Wind wird auch die Straße zugeweht
Auch das haben wir in Namibia oft gesehen: Jesus als Schriftzeichen im Sand. 90% der Einwohner Namibias gehören einer der verschiedenen christlichen Kirchen an. Wohngebiet am Eingang von Swakopmund
Ein paar (Handy-) Fotos aus Swakopmund
Lest mal die Namen auf dem Schild
Die katholische Rosenkranzkirche
Swakopmund liegt direkt an der Wüste. Und daher ist oft Sand auf den Straßen
Deutsch Evangelisch Lutherische Kirche Swakopmund
Wie ihr aus meinen früheren Berichten vielleicht wisst, zünde ich in Urlaubsorten in Kirchen gerne eine Kerze an.
Das hätte ich in dieser Kirche auch sehr gerne getan, aber ….
…Schade
Auf den weiten Schotterpisten in der weiten Landschaft Namibias vergisst man es manchmal – aber in Namibia ist Linksverkehr!
Der alte Bahnhof von Swakopmund ist heute ein Hotel
Überall Palmen
Das Straßenschild steht nicht zu Unrecht dort – überall tummelten sich die niedlichen Perlhühner
Kriegsgedenkstätte
…und überall Perlhühner.
Museum am Strand
Die Enttäuschung bei den Kindern war groß – wie gerne wären sie auf einem Dinosaurier am Strand entlang geritten …. Aber: In Swakopmund leider verboten …
Und da ist er. Der Strand. Und der Nebel.
Das Wahrzeichen von Swakopmund: Der Leuchtturm
Der Leuchtturm von Swakopmund wurde 1902 errichtet und 1910 erhöht. Er leuchtet noch bis heute, war damals aber besonders wichtig, als Swakopmund noch eine Hafenstadt war. Daher wurde der Leuchtturm damals ergänzt durch ein Lichtsignal am Ende der Mole. 1982 wurde ein neues Leuchtfeuer installiert und sendet alle 10 Sekunden 2 Lichtblitze, welche bis zu 33 km weit zu sehen sind. Damals war die Reichweite ’nur‘ 14 km. Im Café „Zum Leuchtturm-Wärter“ direkt unterhalb des Turms gibt es eine besondere Spezialität des Hauses: Schwarzwälder Kirschtorte.
Die Brandung war enorm. In Kombination mit dem flachen Gewässer vor Swakopmund und dem vielen Nebel sind hier schon viele Schiffe gekentert.
Das Schauspiel haben wir uns lange angeschaut
Abendspaziergang vom Strand zurück zu unserem Hotel
Am nächsten Morgen: Regen!
Und dazu: Nebel und Wind.
Und wir hatten eine Bootsfahrt gebucht. … Bingo!
Zu unseren Aktivitäten in Swakopmund schreibe ich einen gesonderten Bericht, denn das war so einiges. Kein Ort in Namibia bietet so viele Ausflugsmöglichkeiten und Aktivitäten wie Swakopmund. Sogar Kamelreiten wäre möglich gewesen, aber dafür fehlte uns die Zeit.
Unser (deutsches) Hotel in Swakopmund
Wir waren im Hotel Rapmund im strandnah und im Zentrum von Swakopmund untergebracht.
Sonja und Enjo Müller betreiben seit 2008 dieses Hotel und wie der Name vermuten lässt, sind sie Deutsche. Daher findet man hier auch viele deusche (Stamm-) Gäste. Wir wurden herzlich empfangen und uns wurden die Zimmer gezeigt. Stephan und ich bekamen ein Doppelzimmer und die Kinder ein sehr großes Familienzimmer mit 4 Betten.
Lage
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Man konnte das Meer rauschen hören – das ist die Aussicht vom Balkon des Hotels
Afrikanisches Sonnenuntergangsleuchten, Palmen und Meeresrauschen – ich genoss diesen Moment so sehr.
Ich kann euch dieses Hotel für Swakopmund wirklich sehr empfehlen! Es ist einfach eingerichtet, aber alles sauber und mit Liebe eingerichtet. Die Lage ist top, zu Fuß kann man zum Strand und auch zum Pier oder zu den Geschäften und Bars in Swakopmund. Es wird familiär geführt und das spürt man. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.
Das Hotel bietet kein Abendessen an. Daher waren wir an beiden Abenden in Swakopmund essen.
Eins der beiden Restaurants hat uns sehr gut gefallen, daher gibt es das von mir als Tipp
Mein Restauranttipp für Swakopmund
The Tug
Direkt am Jetty, direkt am Strand
Das Besondere: Das Restaurant wurde rund um den originalen ölbefeuerten Schlepper Danie Hugo gebaut und Teile vom Restaurant sind quasi im alten Schiff.
Tolle Athmosphäre, leckeres Essen, gute Preise.
Vor allem oben der Bereich der Bar ist toll, denn dieser befindet sich in einem Originalen alten Schiff
Seit Beginn des Restaurants 1993 haben bereits über 3 Millionen Gäste dieses außergewöhnliche Restaurant besucht. 6 davon waren wir
Abends am Strand
Mitten im Restaurant erkennt man das alte Schiff. Hinter dieser Tür befindet sich die Bar
Und nun zeige ich euch unser Essen – ja, es war genauso lecker, wie es aussieht
Wir waren noch kurz auf dem Jetty, aber es war so windig und stürmisch, dass wir dann doch zeitig zurück zum Hotel gegangen sind.
So, Swakopmund kennt ihr jetzt, im nächsten Bericht zeige ich euch unsere Touren. Es geht aufs Meer und in die Wüste. Beides ab Swakopmund sogar an einem Tag möglich!
Bis zum nächsten mal !!!!
Swakopmund: Die Stadt zwischen Wüste und Meer – und die deutscheste Stadt außerhalb von Europa
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Aktivitäten ab Swakopmund
Hier eine kleine Auswahl an möglichen Aktivitäten ab Swakopmund *)
Wir haben drei davon auch unternommen, die stelle ich euch im nächsten Beitrag vor!
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Bereits veröffentlichte Beiträge zu unserer Reise nach Namibia
Apfelkuchen in Solitaire, der Gaub Pass und ein besonderes Schild in der Wüste: Tropic of Capricorn
Apfelkuchen in Solitaire, der Gaub Pass und ein besonderes Schild in der Wüste: Tropic of Capricorn
Hallo zusammen,
weiter geht’s in meinem Bericht von Namibia.
Mit etwas Verzögerung, aber so langsam musste ich auch mal an die Urlaubsplanung 2023 denken. Wir haben immer nur feste Termine, zu denen wir wegfahren können – und tatsächlich war vieles schon ausgebucht.
Unser erster Urlaub führt uns in die wundervolle Stadt Lissabon!
.
Hier im Bericht sind wir aber weiterhin in Namibia, unsere aufregende Reise neigt sich langsam dem Ende ….
Nun aber geht’s von den Bergen und von der Wüste zum Meer! Und da haben wir uns ordentlich was vorgenommen, das Programm war straff, aber ich hätte auf keinen einzigen Punkt verzichten wollen. Und die Kids? Hatten gleich mehrere Highlights in Swakopmund geplant, dazu aber in den späteren Berichten.
Wegen der Fotoflut nehme ich euch heute auf ein Teilstück mit zwischen Sossusvlei und Swakopmund.
Zwischen Sossusvlei und Swakopmund
Die Dünen von Sossusvlei
Grandiose Dünen. Unglaubliche Farbenspiele des Sandes. Eine unwirkliche und bizarre Landschaft, welche fasziniert und einlädt, mehr zu sehen, hochzukraxeln, durch den feinen Sand zu laufen.
Kurzum: Ein Abstecher, der sich gelohnt hat!
Fahrt durchs Sossusvlei-Eingangs- bzw für uns Ausgangs- Tor in Sesriem
Und wieder on the Road again!
Tolle Berglandschaften lagen vor uns.
„Guckt mal Kinder, die Berge, wie hoch die…. ähm… Kinder?!“
Na, ratet mal …. Kaum saßen wir im Auto, gab es Musik auf die Ohren und manchmal auch die Augen zu …. Teenager…
Wir Erwachsenen genossen die Landschaft und die holperige Schotterpiste. Naja, letzteres genossen wir eher weniger. Es ist halt so gegeben. Normal hier in Namibia. Gehört dazu.
Keine Ahnung, wie die Kids bei dem Gerappel und Geruckel schlafen können …
Vielleicht aber auch gerade deswegen?!
Bergige Landschaft auf dem Weg nach Solitaire
Schon vom Sandstaub der ‚Straße‘ fein eingepudert erreichten wir den Namib-Naukluft-Park.
Tiere entdeckten wir leider keine.
Die Berge am Horizont waren sehr imposant.
Gegenverkehr!!!! Schnell, Fenster zu!!!!
Wobei …. ob Fenster auf oder zu machte im Grunde keinen Unterschied. Der Staub zog auch durch die Lüftung und war einfach überall… Gehört dazu, wenn man in Namibia Urlaub macht.
Ich lasse mal ein paar Bilder aus dem Namib-Naukluft-Park sprechen
Die Berge hatten teilweise interessante Formen. Wie frisch aufgeschichtet
Die letzten Ausläufer der Dünenlandschaft
Eines meiner Lieblingsfotos der Fahrt
Noch 11 Kilometer bis Solitaire – endlich, so langsam bekamen wir Hunger
Solitaire
Solitaire ist ein kleiner, wirklich winzig kleiner Wüstenort mit nur rund 100 Einwohnern. Entstanden ist er auf dem Gelände der gleichnamigen Farm um 1848. Die ältesten Gebäude sind der 1849 errichtete Laden und die 1851 errichtete Kirche mit einer Orgel aus dem Jahr 1879
Der Ort lebt von seiner Abgeschiedenheit, aber dennoch verkehrsgünstigen Lage, denn er liegt an der Kreuzung der Hauptstraßen C14 (Walvis Bay–Bethanien) und an der Straße von Sossusvlei kommend Richtung Windhoek / Rehoboth, beiden vor allem von Touristen gut frequentierte Verkehrswege.
In Solitaire gibt es die einzige Tankstelle zwischen Windhoek und der Küste und auch für das leibliche Wohl wird hier sehr gut gesorgt. Vor allem der Apfelkuchen ist weit bekannt
Lage von Solitaire
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Wie ihr sehen könnt, ist das wirklich kein besonders großer Ort – aber auf jeden Fall einen Abstecher wert.
Wir näherten uns Solitaire und langsam und behutsam holte ich die Kids aus ihren fremden Sphären zurück in die Realität. „Handys aus, wir sind sofort da!“
Angekommen fielen uns direkt die alten Autowracks auf.
Meine Kinder und mich erinnerte Solitaire sehr an Hackberry an der Route 66 Ein uriger Store, alte und sehr alte Autos, teilweise als Wracks und Wüsten-Vegetation.
Die Autowracks von Solitaire
Ich glaube, das könnte noch das ursprüngliche Ortschild sein. Urig. Mir gefällt sowas sehr.
Überall auf dem Gelände befinden sich Autowracks. Interessant anzusehen.
Erinnerte uns etwas an „Cars“ Irgendwie auch etwas schade um die schönen Autos. Die alte Zapfsäule von früher.
Das Lieblingsfoto von meinem Sohn.
Wir hätten noch ewig stöbern können, aber wir hatten etwas die Zeit im Nacken, denn es war schon früher Nachmittag und wir wollten noch bis vor Sonnenuntergang nach Swakopmund.
Der Eingang zum Laden.
Ich bekam Heimatgefühle, denn wir haben auch noch sehr viele landwirtschaftliche Geräte von damals. Mir kam in Solitaire die Idee, diese auch dekorativ in irgendwelche Beete einzubauen. Kommt auf unsere ToDo – Liste für 2023.
Es war sehr voll im Laden, daher habe ich keine Fotos von der Inneneinrichtung.
Obwohl es sonnig und warm war, saßen überraschend wenig Gäste auf der schön angelegten Terrasse
Die Kinder und ihr Katzensensor…
Der legendäre Apfelkuchen aus der McGregor’s Bakery in Solitaire
Und dann bekamen wir unsere Bestellung, für Stephan und mich der legendäre Apfelkuchen und ein heißer Kakao.
Pro Tag gehen im Schnitt 200 Apfelkuchen über den Thresen.
Man sagt ihm nach, es sei der beste von Namibia.
Ja, ist er! Wirklich lecker! Aber machte auch pappsatt.
Die Kids hatten Muffins, sie sagten, die waren ebenfalls sehr gut.
Schade, dass wir nicht viel Zeit hatten.
Na, wer sieht das Auto?
Ich glaube, das steht schon etwas länger hier
Wie niedlich! Und das mitten auf dem Parkplatz!
Der Gründer der Bäckerei („Moose McGregor Desert Bakery“), Percy „Moose“ McGregor, hat Solitaire mit seinem Apfelkuchen berühmt gemacht. In Namibia kann man auch auf Farmen beerdigt werden und so befindet sich sein Grab nun mitten hier auf der ehemaligen Farm.
Es gibt eine Lodge in Solitaire. Sie bieten u.a. auch Sundowner-Fahrten und Safari-Ausfahrten und geführte Ausflüge zu den Dünen an.
Gäste der Lodge dürfen übrigens das Cheetah Sanctuary in einer geführten Tour besuchen. Diese muss vorher reserviert werden.
Wir blieben nicht über Nacht, sondern fuhren gut gestärkt weiter Richtung Küste.
Und wieder unterwegs
Und wieder unterwegs.
Dieses mal schauten sich die Kinder die Landschaft an, denn es sollten nun direkt mehrere kleine Strecken-Highlights folgen.
Ein paar Berge …
… und dann wieder Straßen bis zum flachen Horizont.
Wir fuhren auf einer Hochebene.
Berge rechts der Straße am Horizont
… und dann sahen wir das Schild!
Endlich, darauf hatte ich schon gewartet.
Tropic of Capricorn
Tropic of Capricorn!
Der südliche Wendekreis.
Der „Wendekreis des Steinbocks“ ist die südlichste Stelle der Erde, an dem die Sonne zur Sonnenwende zum Mittag im Zenit steht.
Er liegt ungefähr 2600 km südlich des Äquators und verläuft auf 36.700 Kilometer Länge durch 10 Länder: Namibia, Botswana, Südafrika, Mosambik, Madagaskar, Australien, Chile, den nördlichsten Zipfel Argentiniens, Paraguay und Brasilien
Überfahren haben wir es schon, als wir Richtung Süden führen. Zwischen Rehoboth und Kalkrand steht auch ein solches Schild. Aber bei diesem hier kann man viel besser anhalten und auch der Hintergrund ist bedeutend schöner.
Kurz nach dem Schild fängt eine malerische Strecke an:
Der Gaub-Pass
Eine aufregende Strecke, viele Kurven und immer wieder spannende Aussichten über die Landschaft
Bergab ins Tal hinein
Juli – Winterzeit in Namibia = Trockenzeit. Das Flussbett war komplett trocken.
Atemberaubende Einblicke in die Schlucht
Entlang schroffer Felsen führte die Straße wieder hoch auf die Plateauebene
Manchmal sehe ich Landschaften, aber kann sie nicht richtig begreifen. Was ich sehe, was ich erlebe – manchmal erscheint es so unwirklich. Nie zuvor habe ich eine vergleichbare Landschaft gesehen. Es überrascht mich immer wieder, was die Natur kann und wie viele unterschiedliche Landschaften es auf unser einen Erde gibt.
Es gab von der kurvigen Tal- und Bergfahrt ein wenig Erholung.
Wenn in Namibia so ein Schild aufgestellt wird, ist es absolut berechtigt.
Offizieller Eingang zum Namib-Naukluft-Nationalpark. Das andere Schild stand schon weit vor Solitaire
Der Kuiseb-Pass
Der Kuiseb-Pass
Weiche Steppengras-bewachsene Hügel, dazwischen immer wieder tiefe Schluchten
Wieder fuhren wir in ein Tal
Eine unberührte Landschaft. Eines der Kinder meinte „Wow, da fehlen ja nur noch die Dinosaurier!“ Ja, irgendwie stimmte es. Nirgendwo sonst habe ich soviel unberührte, weite Natur gesehen wie in Namibia
Die Brücke über dem Kuiseb River, dem tiefsten Punkt der Strecke.
Auch dieser Fluss war ausgetrocknet.
Die Strecke führt ein Stück am Fluss entlang ….
… dann gehts wieder bergauf.
Diese Landschaft auf dem Rücken der Pferde zu entdecken stelle ich mir toll vor. Wieder ein weiterer Punkt auf meine Never-ending-Bucket-List. (Um die „abzuarbeiten“, bräuchte ich eine Million auf dem Konto und müsste mindestens 150 Jahre alt werden.)
Nach den aufregenden Gebirgspässen folgte eine wirklich langweilige und eintönige Strecke bis zur Küste…
Nanu, was ist denn das auf unserem Auto?!
Interessant. Wie das wohl zustande kam?!
Fahrt durchs Niemandsland
Am Anfang sahen wir zumindest ab und zu mal Tiere wie zB diese Herde Springböcke
Aber dann führte die Strecke durch Niemandsland. Einfach nichts. Keine Häuser. Keine Bäume. Keine Tiere. Nichts.
Doch, ein paar Strommasten sorgten für einen kleinen Moment für Abwechslung ….
Zumindest war die Strecke irgendwann asphaltiert. Nach stundenlangem durchgerüttel und zugestaube wirklich sehr angenehm.
Vor dem Sonnenuntergang würden wir Swakopmund nicht erreichen.
Ein Zug. Auf Gleisen. In voller Fahrt. Das hatten wir bislang noch nicht gesehen.
Wohl aber einen neben den Schienen liegenden entgleisten Zug.
Wir erreichten die Küste zum Sonnenuntergang.
Die Straße führt nach Walvis Bay – und von dort zwischen Sanddünen und Meer entlang nach Swakopmund, von Palmen gesäumt. Wie schon öfters am heutigen Tage war ich sprachlos vor Schönheit, welche sich mir landschaftlich bot. Der Sonnenuntergang toppte das alles noch!
Palmen und Sonnenuntergang
So schöööön …. Meer, Palmen, Sonnenuntergang.
Kurz nachdem die Sonne im Meer versunken war, erreichten wir Swakopmund. Dort hatten wir einiges an Programm geplant. Unter anderem zwei Safarifahrten der etwas anderen Art:
Die erste auf einem kleinen Boot
und die andere in die Wüste auf der Suche nach den little 5.
Mehr dazu aber dann im nächsten Beitrag.
Es freut mich, dass ihr wieder dabei ward! Bis zum nächsten mal !!!!
Apfelkuchen in Solitaire, der Gaub Pass und ein besonderes Schild in der Wüste: Tropic of Capricorn
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Bereits veröffentlichte Beiträge zu unserer Reise nach Namibia
Sossusvlei und Deadvlei – Rote Dünen, Sand in den Schuhen – und viele tolle Fotospots
NAMIBIA
Sossusvlei und Deadvlei – Rote Dünen, Sand in den Schuhen – und viele tolle Fotospots
Hallo zusammen,
Schön, dass ihr wieder dabei seid. Wir starten direkt, denn heute steht viel auf dem Programm.
Namibia. Hammerstein-Lodge. Ein Morgen im Juli.
Unser Tag begann sehr früh…
Noch vor Sonnenaufgang saßen wir am Frühstückstisch. Um 6.30 Uhr.
Die armen Kids? Nö, die waren bestens gelaunt. Ehrlich! Sie freuten sich auf die Dünen und auf den nun vor uns liegenden Teil der Reise, der für die Kids gleich mehrere Highlights bereithielt, denn die Kids haben beim Programm fleissig mitbestimmt!
Außerdem gab es ein wirklich tolles Frühstück in der Hammerstein-Lodge.
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Heute hatten wir viel auf dem Plan: Fahrt zu den höchsten Dünen der Welt, einen Apfelkuchen essen im legendären Solitaire und dann noch die Weiterfahrt bis zur Küstenstadt Swakopmund.
500 Kilometer, 6 Stunden reine Fahrtzeit.
Direkt nach dem sehr frühen Frühstück starteten wir Richtung Dünen.
Wir verabschiedeten uns von der Lodge und von Oliver.
Und schon waren wir wieder on the Road!
Die Kids machten sich wieder Musik auf die Ohren und schliefen noch eine Runde.
Eigentlich schade, denn die Landschaft war sehenswert. „Mama, wir haben schon soviel schöne Landschaft gesehen und gleich sehen wir die Dünen, wir schlafen jetzt, Autofahren ist langweilig.“
Ok, ein Nachteil in Namibia sind die Entfernungen zwischen den vielen sehenswerten Orten.
Wir hätten noch weiter in den Süden fahren können zum Fischriver Canyon zum Beispiel, dem Grand Canyon von Namibia. Oder hätten länger in der Gegend zwischen Hammerstein und Solitaire bleiben können… Oder hätten noch mehr Zeit im Etoscha verbringen können ….. Hätte hätte …. Wir haben eine Rundreise gemacht mit vielen Highlights, aber in 18 Tagen muss man sich überlegen, was ist einem wichtig und was weniger wichtig und vor allem was auch machbar ist. Wir wollten von allem etwas – etwas Tiere im Norden, etwas Dünen im Süden, etwas Meer im Westen – und im Nachhinein betrachtet ist uns das gut gelungen. Beim nächsten mal werden wir zum Beispiel mehr Richtung Norden reisen bis zum Caprivi-Streifen und auch im Etoscha mehr Zeit einplanen.
Für den heutigen Tag stand wieder einmal ein Highlight an: Die höchsten Dünen der Welt!
Aber erst einmal mussten wir dort hinfahren.
Von der Hammerstein-Lodge bis zu den Dünen im Sossusvlei sind es 130 km.
Die Sonne war noch nicht lange aufgegangen, die vielen Wolken ließen sie kaum durch …
Der Horizont war diesig.
Dann aber entfaltete die Namibische Wintersonne ihre ganze Kraft, die Wolken wurden weniger und das Sonnenlicht kam durch.
Die Landschaften in Namibia sind unglaublich. Atemberaubende Schlucht-Landschaften, massive Berge, unendlich scheinende Weite. Manchmal, wenn man einen Tag on the Road ist, wechselt die Landschaft im stündlichen Wechsel. Immer wieder wundervoll, die Straßen entlang zu fahren und die Gegenden an sich vorbeiziehen zu lassen.
Ich genoss es jedes mal aufs Neue und auch an diesem Morgen bleib meine Handykamera im Dauer-On-Modus.
Einfach nur wow, … schade, dass die Kinder das verschliefen.
Eine Oryx-Antilope am Wegesrand
Irgendwann erkannte man schon die ersten roten Dünen am Horizont!
Eintritt zum Sossusvlei
Um zu den Dünen zu kommen, muss man in Sesriem beim Office Eintritt zahlen. Dort kann man auch direkt Getränke kaufen, was ich nur empfehlen kann.
Der Eintritt war angemessen. Pro Person waren es ca 10 Euro und für das Auto um 3 Euro.
Das ist der Eingang zum Bereich des Sossusvlei.
Bis zum Endpunkt sind es 61 km asphaltierte Straße. Man bekommt hier auch direkt die tagesaktuelle Uhrzeit genannt, bis wann man den Naturpark wieder verlassen haben muss. Generell gilt als Öffnungszeit: Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang.
Lageplan Sossusvlei und Deadvlei
Um euch das besser zu erklären, zeige ich euch das auf zwei Karten
Auf der ersten Karte seht ihr den Weg vom Ort Sesriem zum Hauptparkplatz vom Sossusvlei. Von dort starten die Shuttle zum zweiten Parkplatz am Deadvlei. Ein lohnender Zwischenstopp auf diesen 60 km von Sesriem zum Parkplatz ist die Düne 45. Düne 45 ist eine der Dünen, auf denen es erlaubt ist, hochzukraxeln.
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Auf der nächsten Karte seht ihr den Bereich um den Hauptparkplatz. Dieser ist auf der Karte ganz rechts.
Parkplatz, Shuttle und WC am Sossusvlei
Dort gibt es den großen Parkplatz und auch ein sauberes WC (Kleingeld mitnehmen) . Und von dort starten die Shuttle zum zweiten Parkplatz, von welchem man zum Deadvlei wandern kann. Man kann theoretisch auch selber mit Auto zu diesem zweiten Parkplatz fahren, aber das ist nicht zu empfehlen. Der Sand ist sehr fein und tief auf diesem Weg und nicht zu unterschätzen.
Die Fahrt mit dem Shuttle kostete im Juli knapp 12 Euro hin und zurück.
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Man fährt von Sesriem mit dem Auto 60 km zum Hauptparkplatz. Von dort nimmt man am Besten das Shuttle zum zweiten Parkplatz. Die Fahrt dauert 10 Minuten.
Wandermöglichkeiten Sossusvlei
Vom 2. Parkplatz kann man dann zum Deadvlei wandern. Die Wanderung ist durch die Dünenlandschaft und dadurch anstrengend, daher unbedingt Wasser mitnehmen und diese Wanderung nicht in der Mittagshitze machen. Obwohl im Juli in Namibia Winter ist, brannte die Sonne wie bei uns im Sommer. Die Wanderung zum Deadvlei dauert ca 20 Minuten pro Weg.
Die Wanderung auf die höchste Düne, der Big Daddy Düne, dauert ca 2 Stunden und ist sehr anstrengend.
Eine weitere kurze Wanderung vom Parkplatz aus führt zur Big Mamma Dune, dort ist auch ein kleiner See, welcher zu meiner Überraschung im Juli sogar noch etwas Wasser hatte.
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Ok, alle bereit?
Wir haben wir die Gebühr bezahlt und starten nun die 60 Kilometer Straße zwischen den roten Dünen!
Mit ihren 80 Millionen Jahren ist die Namib Wüste die älteste Wüste der Welt!
Immer wieder sahen wir rechts und links der Straße Oryx-Antilopen …
…und Strauße
Die Landschaft wechselt irgendwann von schroffen Felsen zu weichen Sanddünen.
Vom Auto aus fotografierte ich die ersten Dünen.
Die Dünen bestehen aus reinem Quarzsand und schimmern deswegen so rötlich. Je intensiver das rot schimmert, desto älter ist die Düne.
Egal wie alt, fotogen sind sie alle.
Unser Hochgekraxel auf die Düne 45
Wir machten einen Zwischenstop an der Düne 45.
Sie liegt ca 45 km nach Einfahrt in den Park auf der linken Seite.
Wir parkten und starteten den Aufstieg
Sehr fotogen, diese Düne
Und auf geht’s!
Die Kids probierten verschiedene Wege, um nach oben zu kommen.
Es sieht leicht aus, ist aber sehr anstrengend, denn bei jedem Schritt sinkt man tief in den feinen Sand ein.
Kurze Verschnaufpause.
Ich habe es tatsächlich noch gemerkt, dass ich 8 Wochen vorher Corona hatte, meine Puste war weg…..
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Kleines Video
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Der Aufstieg lohnt sich, die Aussicht ist phänomenal!
Aber seht selbst:
Der Abstieg hat riesigen Spaß gemacht, einfach riesige Schritte machen und man fühlt sich fast wie ein Astronaut auf dem Mond!
Unten am Fuß der Düne entdeckten wir viele Spuren.
Zu welchen Tieren sie gehören, würden wir später noch erfahren
Bye Bye Düne 45, es war eine tolle Erfahrung und ein einmaliges Erlebnis. Die Anstrengung vom Aufstieg lohnt sich!
Weiter geht die Fahrt Richtung Deadvlei!
Vorbei an weiteren malerischen Dünen
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… und wieder ein Oryx.
Die letzten 15 km …
…. dann erreichten wir den Parkplatz …
… und waren geflasht! Wow, unbeschreiblich! Eine völlig andere Welt, in der wir gefühlt angekommen sind. Rote Dünen, spärliche Vegetation. Eine Landschaft wie gemalt – schon jetzt hat sich die Fahrt gelohnt!
Lange brauchten wir nicht auf das Shuttle zu warten, gefühlt alle 10 Minuten fuhr eins. Bezahlt wurde in einem kleinen Containeroffice am Parkplatz. Auch das WC-Häuschen ist dort am Parkplatz.
Sehr viele Spuren im Sand!
Gut bereifte und PS – Starke Shuttle zogen die Besucher durch den Sand
Dieses Pärchen wollte auf eigene Faust zum 2. Parkplatz fahren, blieb aber im Sand stecken. Es kostet etliche Talers, wenn man sich befreien lassen muss.
Wir konnten entspannt die vorbeiziehende Landschaft genießen.
Manchmal schaue ich mir die Fotos an und kann nicht glauben, dass ich wirklich dort war ….
Unvergesslich!
Angekommen am 2. Parkplatz starteten wir direkt unseren Walk durch die Dünen. Gut ausgestattet mit Wasser. Der Weg ist nicht weit, pro Strecke ca 20 Minuten zu Fuß. Aber durch den feinen Sand zu laufen ist anstrengend, erst recht, wenn es warm ist.
Diese kleinen Käfer sahen wir überall, sie hinterließen lustige Spuren.
Die Kids brauchten zwischendurch einiges an Motivation, sie waren dann aber froh, es geschafft zu haben und das mit eigenen Augen zu sehen.
Angekommen!!!!! Puh ….
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Was ist das Deadvlei?
Das Deadvlei ist ein bizarrer Baumfriedhof.
Unzählige tote Kameldornbäume ragen aus der trockenen Tonpfanne heraus. Dank des ausgetrockneten Teil des Flusses, der Sonne und des trockenen Windes sind sie nicht vermodert, sondern stehen seit Hunderten Jahren in dieser Tonpfanne im Schutz der Dünen drumherum. Die berühmteste davon ist die Big Daddy – Düne, die höchste Düne der Welt. Mit ihren 300 – 350 Metern ist sie fast so hoch wie das Empire State Building. Man darf sie hochkraxeln, für den Aufstieg sollte man ca 2 Stunden einplanen und über körperliche Fitness verfügen.
Da wir an Düne 45 schon merkten, dass uns letzteres ohnehin fehlt, blieben wir unten und bewunderten diese unwirkliche Umgebung.
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Wir blieben ca 20 Minuten dort, bevor wir uns auf den Rückweg machten.
Wer genau hinsieht, entdeckt die kleinsten Wüstenbewohner
Mein Sohnemann auf Abwegen, Dünen hoch und danach wieder runter rennen machte den Kids riesigen Spaß.
Ich konnte mich nicht sattsehen …
Im Schatten der alten knorrigen Bäume stehen Bänke und Tische.
Zurück am 2. Parkplatz machten die anderen eine Pause.
Im Schatten der alten knorrigen Bäume stehen Bänke und Tische.
Wanderung zur Big Mamma Düne
Unser Bekannter und ich machten uns auf dem Weg zur Big Mamma Düne, in der Hoffnung, dass der See noch etwas Wasser haben würde.
Es war Winter. Und es war trotzdem heiß! Die Sonne brannte, unsere Getränke waren aufgebraucht, trotzdem wollten wir den eigentlich kurzen Spaziergang zur Big Mamma machen. Aber ich spürte an diesem Tag doch, dass ich noch nicht wieder richtig fit war,…
Als wir uns so durch den feinen Sand quälten, hielt auf einmal ein Auto neben uns an. Ein Shuttle von einem Reiseanbieter. „Kommt, steigt ein, das letzte Stück nehme ich euch mit! Hier, nehmt euch jeder ein kaltes Getränk. „ Ich dankte Gott für diesen Engel, er kam wirklich wie vom Himmel gesandt, denn den eigentlich kurzen Weg hatte ich doch etwas unterschätzt.
Nach kurzer Zeit erreichten wir den Bereich um die Big Mamma.
Etwas Wasser war noch in dem kleinen See und wir entdeckten sogar ein paar blühende Blumen
Ein kleiner See in der Wüste
Und da ist sie, die Big Mamma, auch eine der höchsten Dünen der Welt.
Ist schon surreal – Wüstendünen, die sich im Wasser spiegeln. Ein tolles Bild, welches ich so schnell nicht vergessen werde!
Zurück liefen wir dann wieder. Die Getränke haben wirklich gut getan.
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Wieder ein Oryx
Am 2. Parkplatz trafen wir uns wieder mit den anderen und nahmen das nächste Shuttle zurück zum Hauptparkplatz. Mit Kiloweise Sand in unseren Schuhen, schmerzenden Beinen, aber voller aufregender, toller, atemberaubender und unvergesslicher Eindrücke!!!!
Ein Oryx. Die sind hier wirklich überall
Ich mag diese Weichheit der Dünen.
Sonnenbrand. Im Winter. Deswegen: Unterschätzt die Sonne nicht! Auch nicht im Juli / August.
Ein paar Fotos gibt’s noch, bevor wir die Rückfahrt antreten
Gegen Mittag brachen wir auf Richtung Sesriem. Unser Ziel war ein Mittagsstopp in Solitaire
Wieder vorbei an Düne 45.
„Na Kinder, wollen wir noch einmal hoch?“ Und im Chor kam: „NEIN! Heute nicht mehr!“ Man merkt es nach einer Weile in den Waden, wenn man viel durch feinen Sand läuft.
Trotzdem würden wir es jederzeit wieder so machen, ein einmaliges Erlebnis!
60 landschaftlich kurzweilige Kilometer zurück nach Sesriem
Ein letzter Blick zurück …. Bye bye rote Dünen!!!
Und schon waren wir zurück in Sesriem …
Bye Bye Sossusvlei.
Nächstes mal bewundere ich Deine Schönheit von einem Heißluftballon. Viele Anbieter bieten Fahrten zum Sonnenaufgang an.
Unser Fazit:
Auch mit Teenagern lohnt sich ein Ausflug zu den Dünen im Sossusvlei und auch eine kleine Wanderung zum Deadvlei. Nehmt genug Getränke mit. Plant Zeit ein für die Düne 45, lauft einmal hoch und rennt dann die Dünen runter. Während ich mich beim Aufstieg fühlte wie eine Oma, wurde ich beim runter-rennen schlagartig wieder zum Kind! Ein riesiger Spaß für alle.
Wie sage ich immer: Man ist nie zu alt, um jung zu sein
Nach der Fotoflut beende ich den Beitrag hier und zeige euch die Fotos von Solitaire und die Fahrt nach Swakopmund im nächsten Beitrag.
Sossusvlei und Deadvlei – Rote Dünen, Sand in den Schuhen – und viele tolle Fotospots
Safarifahrt in der Nähe vom NamibRand Naturreservat
Safarifahrt zwischen NamibRand und Kalahari
Wie versprochen zeige ich euch hier in einem gesonderten Bericht die Fotos unserer Safari-Fahrt irgendwo zwischen NamibRand und Kalahari
Ausgangspunkt war die Hammerstein-Lodge, in welcher wir eine Nacht blieben
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Die Safarifahrt / Pirschfahrt haben wir direkt bei Oliver in der Lodge gebucht, umgerechnet kostete sie ca 22 Euro inkl. Getränke zum Sundowner
Einsteigen, es geht los!!!!
Wir fuhren eine ganze Weile, bis wir unser Ziel erreichten. Von der Straße ging es auf schmale sandige Feldwege
Wie genau das Gebiet heißt weiß ich gar nicht, aber es liegt irgendwo zwischen dem NamibRand Naturreservat und der Kalahari
Rote Sandwege
Roter Sand und schöne Landschaft. Fehlen nur noch schöne Tiersichtungen
Die ersten ließen nicht lange auf sich warten
Die ersten Tiersichtungen ließen nicht lange auf sich warten
Zwei Löffelhunde durchstreiften die Steppe
Wenig später entdeckten wir eine Herde Zebras. Durch den roten Sand wurden die weißen Stellen leicht orange
Zebras und eine einsame Giraffe
Eine einsame Giraffe genoss ihr Abendessen
Eine Weile konnten wir keine Tiere in der Nähe unseres Wegen ausmachen. Aber auch die Landschaft war lohnenswert.
Wie fühlt sich das an, auf Safari zu sein?
Ich kann das gar nicht so wirklich beschreiben. Man fährt im offenen Safari-Fahrzeug durch diese wundervolle Landschaft und die ganze Zeit halten die Kids und wir Ausschau nach Tieren. Was raschelt da im Gebüsch? Sind das Ohren im Gras? Ist dahinten eine Giraffe? Wow, guckt mal da, Zebras!!!!! Es ist so spannend und aufregend, wir haben mehrere Safarifahrten / Pirschfahrten gemacht und jede einzelne war einzigartig und hatte ihren ganz besonderen Highlights. Eine laufende Giraffenherde, Hyänen bei der Jagd, eine Gruppe Elefanten mit Jungtiere… Und das Highlight der heutigen Safarifahrt hatten wir noch vor uns. Aber das ahnten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Wir genossen die Landschaft und hielten Ausschau nach Tieren
Fast hätten wir sie nicht gesehen – 2 Löffelhunde, gut getarnt im hohen Gras Mit Windrädern wird Wasser in die Wasserlöcher gepumpt Lodgehäuser einer benachbarten Lodge
Afrika!!! Afrika!
Muss das Horn dieser Antilope so? Irgendwie sah es unnatürlich aus
Sehr lässige Antilope
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Etwas weiter zog eine Herde Gnus durch die Weite
Weite Landschaft
Wieder ein Löffelhund
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Und wieder viel malerische Landschaft
Wir trafen wieder auf eine Zebraherde und eine Antilopenherde
Zebras und Antilopen
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Etwas weiter entfernt tummelten sich jede Menge Springböcke
Weiter ging die Fahrt. Die Sonne senkte sich und die afrikanische Landschaft wurde in ein warmes Licht getaucht
Glücklich!!!!!
Einfach nur glücklich. Ich bin so dankbar, dass wir all das mit den Kindern erleben durften! Erneut treffen wir auf eine große Gnu-Herde
Wir fuhren mindestens eine halbe Stunde durch die Landschaft. Sahen immer wieder Antilopen, Zebras und Gnus.
Und dann war geplant, dass wir zum Sonnenuntergang-Point fahren. Die Sonne war schon dicht am Horizont.
Aber dann wurde unser Fahrer auf einmal schnell! Er bog in eine Seitenstraße ein und gab Gas! Irgendetwas hatte er mit seinem Fernglas entdeckt, wir sahen erst noch nichts …
… aber dann …
Unser absolutes Highlight
Nashörner!
Drei ausgewachsene Tiere und ein Jungtier.
Soooo niedlich!
Wir konnten unser Glück kaum fassen
Bei der Nashornart handelt es sich um Breitmaul-Nashörner.
Es war so schön, so lieblich, so niedlich – wir hätten fast den Sonnenuntergang verpasst!
Leuchtend Orange geht die Sonne unter
Wir fuhren zum Sonnenuntergangspunkt. Als wir ihn erreichten, war die Sonne schon untergegangen und das wundervolle namibische Abendhimmelleuchten begann
Bei einem kühlen Getränk und ausgelassener Stimmung sahen wir uns das Farbspektakel am Himmel an.
Dieses Leuchten. Dieses Licht. Es faszinierte mich jeden Abend aufs Neue. Ich genoss es, atmete tief ein und aus, versuchte, diese Stimmung aufzusaugen. Diese Freiheit um mich herum, die Sonnenuntergänge als leuchtender Abschluss unserer schönen Tage in diesem so wundervollen Land. Und auch die Kinder waren entspannter als zu Hause. Hauptthema an diesem Abend waren die Nashörner, vor allem das Jungtier.
… und dann war es Zeit für die Rückfahrt. Eine halbe Stunde im offenen Wagen. Und es war frisch. Sobald die Sonne weg war, kühlte es auf wenige Grad über Null ab. Wir kannten das schon und zogen unsere Winterjacken an.
Zurück in der Hammerstein-Lodge gab es direkt Abendessen.
Die Hammerstein-Lodge kann ich euch sehr empfehlen. Die Zimmer waren sauber, das Essen sehr gut, Oliver kümmert sich um jeden Wunsch mit Engagement und Herzblut und Spaß kann man auch mit ihm haben!
Direkt nach dem sehr frühen Frühstück starteten wir Richtung Dünen.
Wir verabschiedeten uns von der Lodge und von Oliver. Obwohl wir nur eine Nacht dort waren, fühlte es sich schon alles familiär an.
On the Road again!
Na, seht ihr die Oryx-Antilope? Wir hätten sie auch fast übersehen
Im nächsten Teil nehme ich euch mit in die Wüste! Dort, wo es die höchsten Sanddünen der Welt gibt!
Bis zum nächsten mal !!
Safarifahrt in der Nähe vom NamibRand Naturreservat
Von Windhoek Richtung Süden – unendlich scheinende Straßen und grandiose Berglandschaften
Von Windhoek Richtung Süden – unendlich scheinende Straßen und grandiose Berglandschaften
Hallo zusammen,
schön, dass ihr wieder dabei seid.
Nach unserer tollen Tour in den Norden Namibias waren wir für 2 Nächte auf der Otjisazu- Farm in der Nähe von Windhoek. Die Kids hatten sich einen Erholungstag gewünscht und wollten einfach nur chillen.
Danach aber hieß es wieder Taschen packen für unsere nächste Mehrtages-Tour, dieses mal Richtung Süden!
„Kinder, packt eure Sachen bitte schon heute Abend, morgen müssen wir um 7 Uhr losfahren.“ sagte ich wissentlich vorsichtig nach dem Abendessen auf den Weg zu unseren Zimmern.
„7 Uhr morgens?!“ Entrüstung pur. „Mama, ernsthaft, wir haben Ferien!“
Ja, manchmal haben wir diese Diskussionen. Und dann gilt es einen Kompromiss zu finden. Aber gibt es für Teenager einen Kompromiss, wenn sie um 6.30 Uhr in den Ferien aufstehen müssen? „Können wir nicht später fahren?“
„Nein, wir haben eine längere Strecke vor uns. Aber das erste Stück ist komplett asphaltiert, da könnt ihr im Auto weiter schlafen.“ – „Fahren wir dann zu den Dünen?“ „Jep!“ – „Jaaaaaaa, endlich!“
Darauf freuten sich die Kids sehr. Unser Ausflug in die Dünen zwischen Swakopmund und Walvisbay.
Vorher aber fuhren wir Richtung Maltahöhe und Sossusvlei, die Wüste mit den höchsten Sanddünen der Welt.
Ihr lest es – es lagen einige tolle Abenteuer vor uns!
Abstauben lohnte sich nicht, denn auch die Wege Richtung Süden sind wieder teilweise Schotterpisten. Staubige Schotterpisten.
Windhoek, ein Morgen im Juli 2022. 6.29 Uhr. In den Gästezimmern 5, 6 und 7 schlummern alle tief und fest. 6.30 Uhr. Aus allen drei Zimmern ertönen mindestens zwei verschiedene Handywecker. Schweigendes Gewusel beginnt. Die Koffer können wir auf der Farm lassen, da wir hier auch unsere letzten beiden Nächte verbringen werden. Wir packen unser Handgepäck fertig und gehen zum Frühstücksraum. 6:50 Uhr. Frühstück! Der Kakao steht schon bereit. Und das frisch gebackene Brot. Wieder werden wir mit süßem Gebäck verwöhnt. Joghurt, frisches Obst – obwohl wir so früh dran sind, ist schon alles vorbereitet – und lecker wie immer, ein toller Start in einen lange Tag. 7.15 Uhr. Wir sind zur Abfahrt bereit. Um 7.20 Uhr sind wir unterwegs Richtung Süden! Die Kids schnappen sich ihr Nackenhörnchen, machen sich Musik auf die Ohren und schlafen. Eine lange Fahrt liegt vor uns.
Wir nehmen einen kleinen Umweg und fahren den Pass an der Maltahöhe. Andreas hat ihn uns empfohlen.
Unsere Tages-Route
Karte:
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500 km, knapp 6 Stunden reine Fahrtzeit. So eine Strecke ist eigentlich zuviel, aber auf dieser Strecke ist ein Großteil asphaltiert, somit ist das in diesem Fall machbar. Nur auf Schotterstraßen würden wir so eine weite Strecke definitiv nicht empfehlen!
Das erste Stück von der Otjisazu-Farm Richtung Windhoek.
Paviane mitten auf der Straße!
Kurz vor Windhoek trafen wir auf eine Pavian-Herde mitten auf der Straße
Nur 781 km bis Süd-Afrika!
Nachdem wir Windhoek verließen, wurde die Landschaft hügelig und sehr malerisch.
Die Kids verschliefen das leider.
Hinter Windhoek begannen die Berge
Ist das nicht schön? Ich genoss es sehr, diesen Teil der Strecke zu fahren.
Kleiner Tankstop in Rehoboth
In Namibia gibt es übrigens nicht nur deutsches Radio, sondern auch eine deutsche Tageszeitung.
Interessante Strommasten-Konstruktion
Wir fuhren die B1 bis Kalkrand.
In Kalkrand bogen wir rechts ab – und hatten eine langweilige, eintönige Schotterpistenstrecke vor uns.
Nur geradeaus durch die weite Landschaft
Brücke über den Fluss Vis, welcher in den trockenen Wintermonaten nur wenig Wasser führt
Im Flußbett waren viele Tiere
Viele Tiere tranken an den kleinen Wasserlöchern
Die Fahrt durch die eintönige flache Landschaft dauerte um 2 Stunden, genau weiß ich es nicht mehr, es zog sich wie Kaugummi….
Eine willkommene Abwechslung: Gegenverkehr, in diesem Fall ein typischer Tiertransport
Danach wieder nichts. Nur eine Straße und weite Landschaft. Die C21 ist wahrlich nicht spektakulär…
Und dann hatten wir es endlich geschafft, die Schotterpiste endet und geht wieder in eine asphaltierte Straße über: Die C19 Richtung Maltahöhe
Wir fahren durch den Ort Maltahöhe
Kaum sind wir durch den Ort durch, wird aus der asphaltierten Straße wieder Schotterpiste Dafür gibt es ein eigenes Straßenschild
Ein kleiner Canyon mit besonderen Steinen
Wir fuhren weiter auf der C19 und erreichten einen kleinen Canyon. Das besondere hier ist die Gesteinsart.
Wir parkten das Auto für einen kleinen Spaziergang
Schaut euch mal die Steine an, so etwas habe ich nie zuvor gesehen.
Die seltsam geformten Steine sind Schwarzkalk. Hierbei handelt es sich um ein unter Sauerstoff-Ausschluss abgelagerten Sediment. Schwarz ist es, weil das Sediment aufgrund des fehlenden Sauerstoffs nicht zersetzt wurde, sondern vermoderte. Die Rillen und Vertiefungen entstehen durch Regenwasser, welche das Kalk beim abfließen ‚ablösen‘
Tolle Landschaft!
Und so sehen die kleineren Steine aus, welche dort zu Tausenden liegen.
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Etwas weiter entdeckten wir Tiere:
Felsenantilopen!
Diese Antilopenart haben wir bislang noch gar nicht gesehen.
Leider liefen sie direkt weg. Schade.
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Die Landschaft wurde immer schöner!
Und dann beginnt er endlich, unser Grund für diesen Umweg: Der Zaris-Pass!
Wow, unbeschreiblich! Als würde man durch ein Bild aus einem Reiseführer fahren, es war so schön! Andreas hat nicht zuviel versprochen – aber er versprach, dass wir auf dem Weg nach Swakopmund eine weitere ähnlich schöne Landschaft durchfahren würden. Dass dies hier zu toppen sei glaubte ich nicht!
Die Jungs „Hey, guckt mal, da hat ein Riese Minecraft gespielt!“
Irgendwie wirkte das so, als dürfte das schwerkrafttechnisch gar nicht so stehen bleiben. Tat es aber, wie auch immer. Die Natur kann sowas halt!
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Ein kleiner künstlicher Affe zeigte uns den Weg – denn hier mussten wir abbiegen, um zur nächsten Lodge zu kommen:
Die Hammerstein-Lodge
Angekommen! Gegen 14.30 Uhr erreichten wir die Hammerstein- Lodge
Lage:
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Andreas hatte uns die Lodge empfohlen. Sie lag gut auf unserem Weg, ist sauber, hat sehr gute Preise und bietet auch Pirschfahrten an.
Außenansicht der Lodge – in diesem Gebäude sind Rezeption, Restaurant, Bar, Aufenthaltsraum und einer von mehreren Zugängen zur Terrasse
Wir wurden sehr herzlich von Oliver begrüßt. Er ist ein deutscher Auswanderer und führt nun die Lodge mit sehr viel Liebe und Engagement.
Als erstes zeigte er uns die Zimmer. Wir hatten drei Doppelzimmer in einem Nachbargebäude. Die Zimmer lagen nebeneinander.
Die Zimmer waren sauber und gut eingerichtet.
Anschließend zeigte uns Oliver die Lodge.
Die Bar…
… und eine Art Wintergarten.
Direkt angrenzend zu der großzügigen Terrasse.
Es gibt einen Pool mit vielen Sonnenliegen und was wir bislang selten in Namibia gesehen haben: Einen kleinen Spielplatz im Garten
Die ganze Anlage ist sauber und gepflegt mit viel Liebe zu Details.
Wir haben einen kleinen Bauernhof, deswegen bekam ich Heimatgefühle. Wir haben auch einen Oldtimer-Trecker – und auch so einen Pflug zum Schieben.
Dieses Foto habe ich direkt in unsere Familiengruppe geschickt. Bei uns im Ort finden regelmäßig Oldtimer-Trecker-Treffen und Ausfahrten statt. Ich liebe es!
Auf dem Bereich der Terrasse gibt es sogar einen kleinen Brunnen / Teich
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Wir hatten noch kein Mittagessen und fragten Oliver, ob wir noch eine Kleinigkeit essen könnten. Die Mittagstisch-Küche war aber schon zu – aber dann sagte er zu uns: „Setzt euch mal dort hin, ich überlege mir was! Mögt ihr Schinken und Käse?“ Daumen nach oben, Nicken oder „Jaaaa!“ – einstimmig. „Ok, bin gleich zurück!“ Und schon verschwand Oliver Richtung Haupthaus. Wenig später bekamen wir dann alle Schinken-Käse-Toast und kühle Getränke. Toller Service!
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Bei einem Spaziergang über das Lodge-Gelände sahen wir ein großes verwaistes Gehege und fragten Oliver, was es damit auf sich hat.
Früher gab es in der Lodge einen zahmen Geparden. Auf vielen Postkarten und Fotos in der Lodge ist „Lisa“ noch zu sehen.
Leider ist sie inzwischen verstorben und eigentlich wollte Oliver gerne wieder Katzen in seiner Lodge halten. Das Gelände drumherum ist riesig. Leider ist dies nicht mehr erlaubt. Schade, ich hätte gerne endlich mal eine Raubkatze gesehen, denn im Etoscha hatten wir leider kein Glück.
Oliver bot uns eine Pirschfahrt an, zum Sonnenuntergang. Da würden wir zwar keine Löwen oder Geparden sehen, aber viele andere Tiere.
Wir würden, weil wir 6 Personen sind, einen eigenen Wagen bekommen, da wir in dem größeren Safari-Wagen keinen Platz mehr haben würden. Preis: Umgerechnet 22 Euro p.P. inkl. Getränke beim Sonnenuntergang.
Wir buchten die Tour, bis dahin konnten wir uns noch etwas im Zimmer ausruhen oder auf der Terrasse bei kühlen Getränken die Sonne genießen.
Weil auf der Pirschfahrt viele tolle Fotos entstanden, mache ich daraus einen eigenen Bericht.
Ein kleiner Vorgeschmack:
Weiter geht’s hier mit dem Abendessen.
Gereicht wird es im großen Restaurant als Buffett.
Rindfleisch, Gemüse, Reis, Nudeln auf Wunsch auch vorher eine Suppe. Es fehlte an nichts.
Das war besonders lecker.
Als Nachtisch gab es verschiedene Sorten Eis und Kuchen. Leider habe ich davon heute kein Foto für euch. Es war lecker, dass muss an dieser Stelle reichen. ;-)
Die Deckenkonstruktion und Beleuchtung
Dieses Bild hätte ich am liebsten auch zu Hause.
Ein ereignisreicher Tag lag hinter uns.
Eine lange Fahrt durch viele verschiedene Landschaften, eine tolle Pirschfahrt im afrikanischen Sonnenuntergang und ein reichhaltiges Essen.
Nachdem die Sonne weg war, wurde es wieder sehr frisch.
Wir suchten uns in der Bar einen Platz am kuschelig-wärmenden Kaminfeuer und ließen den Tag mit ein paar kühlen Drinks ausklingen.
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Der nächste Morgen… Wie immer begann unser Tag früh.
Guten Morgen aus der Hammerstein-Lodge! Was für ein Himmel, alleine dafür hat sich das frühe aufstehen gelohnt!
Die Kids standen trotz der Uhrzeit voller Vorfreude auf.
Denn heute würden wir in die Dünen fahren, darauf freuten sie sich sehr!
Erst einmal gab es aber Frühstück!
Auch das Frühstück gab es in Buffetform. Es gab Toast, frisches Brot, Aufschnitt, Käse, Gemüse und Obst. Auf Wunsch auch Ei und Bacon und für die Kinder Kakao. Gestern hatte ich vergessen, den Spielplatz zu fotografieren, das holte ich schnell nach.
Im nächsten Bericht nehme ich euch wieder mit auf eine Safarifahrt – afrikanischer Sonnenuntergang inklusive, wobei wir den fast verpasst hätten, aus einem sehr niedlichem Grund
Bis zum nächsten mal!
Von Windhoek Richtung Süden – unendlich scheinende Straßen und grandiose Berglandschaften
Ausflugstipp: das Monument Valley von Namibia und der Vingerklip
Ausflugstipp: das Monument Valley von Namibia und der Vingerklip
Hallo zusammen,
Bevor wir im Reisebericht weiter Richtung Süden von Namibia fahren, habe ich noch einen kleinen Ausflugstipp bei Khorixas für euch
Es ist ein lohnenswerter Zwischenstop von ca 1 Std Wer möchte, kann aber auch Wanderungen von 3 Stunden unternehmen.
Wir haben dort einen Stop gemacht, als wir von Khorixas zurück nach Windhoek fuhren.
Vingerklip – die einzig noch verbliebene Felsnadel in Namibia
Lage:
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Der Weg führt wieder einmal über staubige Schotterpisten durchs malerische Damaraland
Von der C39 sind es nach dem Abbiegen ca 24 km zur Vingerklip Lodge
Schon nach kurzer Zeit sieht man die ersten Tafelberge des Ugab-Tals.
Die Tafelberge entstanden vor über 30 Millionen Jahren. Ein paar Millionen Jahre später schufen Wind, Wetter und der Fluss Ugab dann dieses malerische Tal.
Ein paar wenige größere oder kleinere Tafelberge sind noch heute zu sehen, der bekannteste davon ist eigentlich nur noch ein kleiner Erosionsrest eines einst stolzen Tafelberges: Der Vingerklip.
Auf einem 929m über dem Meeresspiegel hohem Hügel steht die Felsnadel. Ca 35 Meter hoch, aber nur einem Umfang von gerade mal 44 Metern und schon jetzt lässt sich die Stelle erahnen, an welcher diese imposante Naturwerk irgendwann einmal zusammenbrechen wird, so wie eine weitere Felsnadel, welche bis 1988 in der Nähe von Keetmanshoop stand.
Die Tafelberge im Ugab- Tal
Uns erinnerte das sehr an unserem Besuch im Monument Valley in den USA
Möchte man zu der ‚Fingerklippe‘ wandern, muss man in der Vingerklip- Lodge eine Art Eintritt zahlen. Eine sehr geringe Gebühr, ca 1 Euro p.P.
Die Vingerklip Lodge hat eine tolle Lage inmitten der Tafelberge und rundherum nur Natur und Weite. Im Privatreservat mit eigenen Wasserlöchern sieht man regelmäßig Giraffen, Antipolen und Zebras. Vom Preisniveau ist es schon gehoben, was nicht zuletzt der Lage geschuldet ist.
Die Vingerklip-Lodge als Ausgangspunkt für Wanderungen
Das ist die Vingerklip Lodge. Von hier aus starten verschiedene Wandermöglichkeiten durch das Tal. Von hier bis zum Vingerklip wandert man ca 45 Minuten. Oben auf dem Tafelberg gibt es einen tollen Aussichtspunkt, ebenfalls ein Wanderziel von der Lodge aus.
Wir gingen zur Rezeption der Lodge und wurden auf deutsch empfangen. Die Betreiber haben die Anlage toll hergerichtet, ein Ort zum Wohlfühlen
Aussicht von der LodgeDer Vingerklip. Von dieser Perspektive aus weiß man auch, warum er so genannt wird: Vingerklip heißt übersetzt Fingerklippe – und es sieht wirklich aus wie ein Finger, der in den Himmel zeigt
Wir hatten nicht die Zeit für eine Wanderung und fuhren mit dem Auto zum Parkplatz am Fuße des Vingerklips
Dort angekommen wanderten wir hoch zum Vingerklip. Nicht alle Kids hatten darauf Lust.
Es gibt einen einfachen Weg von der Rückseite und einen steilen von der Vorderseite.
Drei der Kids hatten „Bock auf klettern“ und wählten die zweite Variante
Die Aussicht von oben ist atemberaubend! Tafelberge und weite Landschaft, ohne Worte, einfach nur wow!
Kurzes Video von der Aussicht
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Wir hielten kurz inne. Und genossen. Einfach nur schauen. In diese Weite. Selbst die Kinder nahmen sich die Zeit, um das alles auf sich wirken zu lassen. Wir waren alleine am Vingerklip. Es war eine Ruhe, welche uns alle erfasste. So laut und ausgelassen die Kinder vorhin noch waren, so ruhig waren sie jetzt – und ließen ihre Blicke über die Landschaft schweifen
Ich tat es ihnen gleich.
Diese Ruhe, diese Weite … Dinge, nach denen ich mich im stressigen Alltag jetzt oft sehne
Irgendwann aber war es Zeit für den Rückweg. Um heile unten anzukommen, wählten wir dafür den längeren, aber weniger steilen weg. Hochkraxeln ist das eine, aber bergab ist der kürzere Weg doch zu gefährlich gewesen.
Schaut euch diese Weite an!
Man erkennt deutlich, wo der Fluss damals mit seinen reißendem Wasser eine Schneise durch die Sedimentsgesteinsschichten fraß.
Und wir standen grad auf einer Insel von damals. Damals, als es noch ein stolzer Tafelberg war.
Mal sehen, wie lange es den Vingerklip in dieser Form noch gibt. Hoffentlich noch sehr lange, damit sich noch viele Menschen daran so erfreuen können wie wir.
Das ist der längere Weg, welchen man auch für den Aufstieg nutzen kann. Befestigt und teilweise mit angelegten Stufen.
Nach einer kurzen Wanderung erreichten wir das Auto.
Und da endete unsere 1. Tour in Namibia mit dem Etoscha-Nationalpark und die Region um Khorixas.
Bye Bye Vingerklip. Bye Bye Ugab- Tal.
Bye Bye Damaraland!
Es war schön hier, landschaftlich und kulturell gab es im Damara-Land viel zu sehen und erleben. Ein letzter Blick zurück.
Nun aber stand die nächste Etappe unserer Namibia-Reise an:
Die Fahrt zu den Dünen im Süden!
Himba-Stand an der Straße. Hier verkaufen sie vor allem selbstgemachten Schmuck.
Auf dem Weg zurück nach Windhoek
Wir blieben nach dem Ausflug in den Etosha und nach Khorixas für 2 Tage bei Andreas auf der Otjisazu- Farm, bevor wir dann Richtung Süden starteten.
Freut euch auf die nächsten Berichte, dann gehen wir unter anderem auch wieder auf Safari!
Ausflugstipp: das Monument Valley von Namibia und der Vingerklip
Interaktive Karte meiner bisherigen Reiseziele, über welche ich auch schon einen Bericht geschrieben habe
Die Interaktive Karte lässt sich rein- und rauszoomen und die blauen Paddles kann man anklicken. Es öffnet sich dann ein kleines Info-Fensterchen mit einem Link zu dem jeweiligen Reisebericht.
Die Karte werde ich nach und nach aktualisieren, es gibt noch nicht zu jedem Reiseziel einen Reisebericht.
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Ausflugstipp in Namibia: Zu Besuch bei den Damara und Himba
Ausflugstipp in Namibia: Zu Besuch bei den Damara und Himba
Hallo zusammen,
das Jahr neigt sich dem Ende zu. Wo es geblieben ist, weiß ich nicht. Die Zeit rennt so schnell, dass ich manchmal das Gefühl habe, nicht mehr mitzukommen.
Es ist viel passiert in diesem Jahr. Ein emotional extremes Jahr. Extreme Höhen wie zB unsere Hochzeit. Unsere Traumreise nach Afrika. Extreme Tiefen. Abschied von geliebten Menschen. Zweimal Corona, zuletzt mit Folgen. Manchmal wollte ich die Zeit einfach nur anhalten.
Zum Durchatmen. Zum Mitkommen. Zum Begreifen. Manchmal habe ich mir gewünscht, dass die Zeit nie endet.
Manchmal habe ich mir gewünscht, dass dieses Jahr endlich vorbei ist!
Nun ist es bald vorbei. Und ein neues Jahr steht uns bevor.
Eine ungewisse Zeit in unruhigen Zeiten.
Und trotz allem planen wir nun doch eine Reise im neuen Jahr.
Denn wenn 2022 mir eines wieder einmal deutlich gemacht hat, dann das hier:
Geniesse deine Zeit, denn du lebst nur jetzt und heute.
Morgen kannst du Gestern nicht mehr nachholen.
‚Später‘ kommt früher als du denkst
… und ‚Irgendwann‘ ist irgendwann zu spät.
.
.
Im heutigen Bericht stelle ich euch zwei Ausflugsziele in der Nähe von Khorixas vor.
Als ich mit Andreas unsere Reise plante, äußerte ich den Wunsch, auch mehr von der Kultur Namibias zu erfahren. Er hatte direkt mehrere Vorschläge.
Zwei tolle Möglichkeiten mehr von der Kultur in Namibia zu erfahren bieten sich im Damara Living Museum und im Dorf der Himba.
Fahrt von Khorixas durch das Damaraland
Schon alleine der Landschaft wegen lohnt sich eine Fahrt durch das Damaraland. Gefühlt irgendwo im Niergendwo fährt man durch die abwechslungsreiche Landschaft mit wenig Verkehr und kaum Anzeichen menschlicher Zivilisation, abgesehen von der Schotterstraße.
Die Kids fanden die Fahrten meistens langweilig. Sie beschäftigten sich mit ihren Handys, meistens beschränkt auf Musik hören, denn Spiele daddeln bei den ruckeligen Straßen ist eher weniger zu empfehlen.
Von der iGowati Lodge in Khorixas sind es ca 90 km bis zum Damara Living Museum, die Fahrt dauert etwas über 1 Std.
Lage vom Damara Living Museum
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Von Khorixas: ca 90 km, Fahrtzeit ca 1 1/4 Std Von Windhoek: ca 420 km, Fahrtzeit ca 5 Std Von Okaukuejo: ca 335 km, Fahrtzeit ca 4 Std
Was genau ist das Damara Living Museum?
Die Damara gelten als die Ureinwohner Namibias. Trotz dieser Tatsache drohte ihre Kultur „verlorenzugehen“ , daher entstand Anfang des Jahrtausends die Idee für dieses Museum. 2010 öffnete es und zieht seitdem viele Besucher an, welche in diesem „lebenden Museum“ viel über die ursprüngliche Kultur der Damara lernen. Wie man dem Namen entnehmen kann, handelt es sich um ein Museum. Die Damara leben dort nicht. Durch das Museum können sie Geld verdienen und ihre Kultur erhalten / weitergeben. Im Living Museum erfährt man, wie die Damara vor der Zeit der Kolonisation Namibias lebten. Es wird sehr großen Wert darauf gelegt, damit alles authentisch ist, daher findet man nichts aus dem modernen Leben. Sie tragen die damalige traditionelle Kleidung, zeigen das Handwerk, wie sie es damals praktizierten und erzählen vom Leben und Alltag früher. Übrigens auch auf Deutsch. Es ist ein Mitmach-Museum, die Menschen dort verdienen auf diese Weise ihr Geld, um den Besucher die Kultur näher zu bringen. Neben dem Eintrittspreis kann man die Damara auch durch Kauf der eigens dort hergestellten Schmuckstücke oder Werkzeuge unterstützen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise des Damara Living Museum
Öffnungszeiten: Täglich von 08:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Eintrittspreise: Es gibt 3 Kategorien:
Das traditionelle Dorfleben Hier bekommt man einen Einblick in das traditionelle Leben der Damara. Gezeigt werden zB Herstellung von Waffen, Gerben von Leder, Herstellung des Damara-Bieres, Gesänge, Schmuckherstellung, Tänze und vieles mehr) Kosten pro Person: 90 NAD
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Die Buschwanderung Hier wird einem die traditionelle Jagd gezeigt, außerdem gibt es viele Informationen zur heimischen Pflanzenwelt Kosten pro Person: 70 NAD
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Kombi Programm 1 und 2 als Kombipaket Kosten pro Person: 150 NAD
Währungsrechner NAD in Euro
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Wichtiger Hinweis: Eintritt und evtl. auch Souvenire müssen in bar bezahlt werden. Es gibt keine Möglichkeit für eine Zahlung mit EC Karte. Man erhält nach Zahlung eine Quittung.
Man kann zu den Öffnungszeiten zu jeder Zeit kommen, die Programme werden dann individuell zeitlich angepasst.
Unser Besuch im Damara Living Museum
Angekommen am Parkplatz
Wir wurden direkt sehr herzlich begrüßt.
Meine älteste Tochter hatte in der gemeinsamen Zeit mit der Lehrerin ein paar Sätze in der Klicksprache der San gelernt. Ich bat sie, dieses einmal zu zeigen – sie kam meiner Bitte nach und unser Guide für unseren Besuch dort schloss sie sofort ins Herz. Und so bekamen wir eine ganz persönliche und spannende Führung durch das Dorf.
Der Eingang zu dem Museum führt durch eine Felsspalte
Auf geht’s in ein weiteres Abenteuer in Namibia
Im Dort angekommen startete unser Besuch mit einem traditionellen Tanz und Gesang. Und obwohl wir bei den Safaris und Fahrten durch die Landschaft Namibias schon oft das „Wow, wir sind wirklich in Afrika!“ – Gefühl hatten, vermittelte uns das noch einmal dieses Gefühl auf einer ganz anderen Ebene! Wir setzten uns auf eine der Bänke und schauten fasziniert zu.
Dann begann der eigentliche Rundgang durch das Dorf, in welchem uns viel über das damalige, traditionelle Leben der Damara erklärt und gezeigt wurde.
Schmiedekunst für Werkzeug und Waffen zum Anfassen.
In dieser Hütte wird Alkohol hergestellt. Ich habe zwar noch den sauren-alkoholischen Geruch in der Nase, wenn ich die Bilder sehe, aber wie genau das hergestellt wird, weiß ich nicht mehr. In Erinnerung geblieben ist mir, dass Ameiseneier eine große Rolle spielen.
An der nächsten Station wurde Feuer gemacht. Das Werkzeug dafür kann man sich im Shop übrigens auch kaufen.
Und dann war es Zeit für den Buschwalk. So viele Eindrücke, und es folgen noch viele weitere
Als erstes erfuhren wir viel über die Pflanzen der Umgebung.
Aus unserer Gruppe wurden drei Jungs / Männer ausgewählt, um mit auf die fiktive Jagd zu gehen. Mein Bonussohn war mit dabei.
Gejagt wurde damals mit Pfeil und Bogen.
Anpirschen ….
… da ist die Beute!
Der Springbock ist ausgestopft. Es wurde gezeigt, wie man sich anschleicht und dann den Bock schießt.
Die Jungs durften es selber ausprobieren, hinterher gab es für jeden ein Erinnerungsfoto mit Beute.
Tolle Landschaft
Zurück im Dorf schauten wir uns die anderen Stationen an.
Die Mädchen interessierte besonders die Schmuckherstellung aus Steinen und Schalen der Straußeneier.
Die Kinder der Damara sind mit dabei. So lernen sie auch direkt ihre kulturelle Geschichte. Die nächste Station war wieder eine Mitmach-Station. Die Kids haben das Angebot gerne angenommen und sich selber mal daran versucht. Natürlich mit dem Werkzeug von damals – gar nicht so einfach Mit allen Sinnen erleben. Anfassen, Riechen, Fühlen, Schmecken.
So macht Museum sehr viel Spaß! Wusstet ihr, dass getrockneter Elefanten-Dung ein wahres Wundermittel für viele Krankheiten ist? Wir bekamen das alles erklärt und staunten, wie man damals Krankheiten behandelte.
Sehr viel Spaß hatten die Kids beim Owela-Spiel, dem traditionellen Spiel in Namibia. Das Spiel konnten wir nicht zu Ende spielen, es hätte viel zu lange gedauert.
Fazit Damara Living Museum
Wir verbrachten ca 2 – 3 Stunden im Damara Living Museum, welche sehr schnell vergingen. Es hat allen Spaß gemacht und wir haben viel über die Kultur der Damara gelernt. Unser Guide war mit Herzblut dabei, das spürte man. Er hatte Freude, dass wir uns für vieles interessierten und viel ausprobiert haben. Ein kurzweiliger und lehrreicher Besuch, welcher jeden Cent wert ist. Daher klare Empfehlung für einen Besuch im Living Museum!
Im Shop haben wir noch einiges gekauft. Andenken für uns, aber auch Mitbringsel für die Familie. Einige von den Stücken auf dem Foto sind jetzt bei uns in unserer Urlaubs-Vitrine. Auch damit kann man die Damara unterstützen.
Und auch zum Abschluss gab es wieder einen Tanz und Gesang.
Toller Abschluss mit 100 % Afrika-Feeling!
Video unseres Besuches:
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Die iGowati Lodge, in welcher wir in Khorixas ein paar Nächte verbrachten, unterstützt ein Himba-Dorf und bietet den Lodge-Gästen Besuche dort an.
Im Grunde hielt ich das für eine tolle Möglichkeit, auch die Kultur der Himba kennenzulernen. Und die Kids wollten auch mit. Freiwilliger Erdkundeunterricht. In der Schule undenkbar, aber in Afrika was anderes und kam schon des Öfteren auf dieser Reise vor, was mich sehr freute.
Die Himba
Die Hima sind das letzte halbnomadische Volk in Namibia. Sie leben nahezu unberührt von der modernen Welt ohne Strom und Wasser in einfachen Hütten. Viele besitzen nicht einmal einen Ausweis Ihr Reichtum sind Tiere und eine gute Ernte, sie leben bescheiden und benötigen keinen Reichtum. Dennoch heißt der Name „Himba“ übersetzt Bettler. Grund dafür ist, dass vor ca 100 Jahren der Stamm überfallen und ausgeraubt wurde. Zum Überleben mussten sie bei den Nachbarn um Almosen bitten. Seitdem nennt man sie „Himba“
Die meisten Himba leben ursprünglich im sehr dünn und nicht gut zu erreichenden Norden des Landes. Es gibt aber im Land verteilt vereinzelt Himbadörfer und auch in Windhoek sieht man ab und zu Himba, wie sie ihren Schmuck verkaufen.
Ein Himbadorf ist immer ähnlich aufgebaut. Es gibt einen meist eingezäunten Bereich, in welchem die einfachen Hütten, bestehend aus Wasser, Sand und Kuhdung, stehen. Mittig ist ein eingezäunter Bereich für die Tiere. Der Zaun besteht aus Ästen und Zweigen. Es gibt einen Stammesführer. Die Männer haben zwei Frauen. Es herrscht eine klare Hierarchie, so dürfen am Feuer zB nur Männer sitzen. Die Frauen haben dann ihr eigenes Feuer. Auffallend sind die Frisuren der Himba-Frauen. Mädchen tragen zwei nach vorne geflochtene Zöpfe mit Perlen, erst mit Eintritt der Periode bekommen sie die klassischen Zöpfe, welche mit Ocker eingerieben werden. Eine ‚vollkommene‘ Frau sind sie erst mit Geburt des 1. Kindes.
Unser Besuch im Himbadorf
Wir wussten nicht so recht, was uns erwarten wurde. Empfohlen wurde uns, ein paar Gastgeschenke in Form von Essen / Naturalien mitzubringen. Eintrittsgeld möchten die Himba dafür nicht. Wir hatten einen Dolmetscher dabei, welcher uns bei der Verständigung helfen sollte. Organisiert wurde das über die iGowati Lodge.
Anders als das Damara Living Museum ist dies ein richtiges Dorf, in welchem die Himba auch leben. Das war für uns anfangs sehr befremdlich, daher habe ich auch erst einmal keine Fotos gemacht. Es erschien mir nicht richtig, denn wir waren in ihrem ganz persönlichen Lebensbereich. Uns trennten Welten und auch wenn wir schon fast aufgefordert wurden, in eine der Hütten zu gehen, kam es uns irgendwie seltsam vor.
Abgesehen davon war es sehr interessant und wir lernten viel über das Leben der Himba.
Und auch Fotos sollten wir machen.
Erst hinterher verstand ich, was wir damals besser hätten machen können, nämlich sich auf all das einlassen. Sie wollten mit uns tanzen, haben uns soviel von ihnen gezeigt, haben gesungen für uns – sie waren bereit, uns ihr Leben und ihre Kultur zu zeigen, aber die Berührungsangst war wie eine unsichtbare Mauer stets zwischen uns. Eine Distanz, die mir im Nachhinein sehr sehr leid tut. Und auch bei den Kindern war es ähnlich. Sie suchten den Kontakt zu den Kindern der Himba, auf der anderen Seite war eine Mischung aus Angst vor dem Unbekannten und kindliche Neugierde. Einen gemeinsamen Nenner fanden sie nicht. Vielleicht hätten wir dafür einfach länger bleiben müssen.
Das Himbadorf. In der Mitte ist der eingezäunte Bereich für die Tiere Der Katzensensor der Kinder funktioniert einfach überall Hühner mit Nachwuchs Selbst die Hühner haben eine kleine Hütte bekommen Diese Hütte ist inzwischen verlassen. Es wurde einfach ein paar Meter weiter eine neue errichtet
Einladung in die Hütte
Die (erwachsenen) Himba waschen sich nicht mit Wasser. Sie zerreiben die roten Ochre-Steine und vermischen das Pulver mit Ziegenfett. Damit reiben sie sich ein, was ihnen die rote Farbe verleiht. Das ganze dient auch als Schutz vor Mücken und als Sonnenschutz. Und es riecht sehr gut. Wir bekamen auch etwas davon auf den Handrücken gerieben. Die Haut fühlte sich damit sehr weich an und die rote Farbe sah man noch nach Stunden auf unserer weißen Haut.
Die blonden Haare meines Sohnes weckten bei den Kindern großes Interesse.
Wir entdeckten ein Solarbetriebenes Radio.
Und das machte mich nachdenklich.
Wenn die Himba Gäste in ihre Dörfer einladen und vor allem die Kinder dann die Kleidung sehen, die technischen Geräte wie Handy und Kamera, wie will man die Tradition weiter aufrechterhalten? Ich stelle mir das sehr schwierig vor, zumindest in den Dörfern, welche von Gästen besichtigt werden.
(K)ein Fazit
Der Besuch war sehr interessant, trotzdem sehe ich ihn noch immer mit gemischten Gefühlen.
Wir wurden von den meisten herzlich begrüßt, manche schienen aber gar keine Lust zu haben. Was ich auch verstehen kann. Ich würde es auch nicht wollen, dass ich dauernd Besucher in meinen eigenen 4 Wänden hätte. Auf der anderen Seite können sie so den Menschen ihre Kultur zeigen und verdienen zudem Geld damit. Auch ihren Schmuck verkaufen sie im Dorf an einem Stand. Aber so ganz sicher bin ich mir bis heute nicht, wie ich diesen Besuch einordnen soll … Und wie mein Fazit dazu ist und vor allem, ob ich das empfehlen kann und möchte …. Es war auf jeden Fall eine bereichernde Erfahrung, aber schöner fände ich es, wenn es wie im Living Museum der Damara aufgezogen würde. Vielleicht hätten wir uns dann auch mehr darauf einlassen können …
Eine Schale vor den Himba, damit wir für Tanz und Gesang ein Dankeschön-Obolus hinein legen. Haben wir gerne getan.
Ein kleines Video von unserem Besuch bei den Himba:
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Ausflugstipp in Namibia: Die Felsgravuren von Twyfelfontein und die versteinerten Bäume
Ausflugstipp in Namibia:
Die Felsgravuren von Twyfelfontein und die versteinerten Bäume
Hallo zusammen,
Vielen Dank für eure Genesungswünsche!!!
Ihr habt es vielleicht bemerkt, auf meinen Social- Media- Seiten und hier auf dem Blog ist es grad etwas ruhig. Danke auch an dieser Stelle für die lieben Nachrichten und Nachfragen.
Das 2. mal Corona in diesem Jahr hat mich etwas ausgeknockt. Seit mehreren Wochen bin ich unkonzentriert, sehr müde und schlapp und habe Muskelschmerzen vor allem in den Beinen und Armen. In den vergangenen Tagen habe ich mich sehr oft an meinen PC gesetzt, um meinen Namibia-Bericht weiter zu schreiben – aber es fällt mir momentan sehr schwer, mich auf Formulierungen und Gestaltung zu konzentrieren. Auch längere Texte lesen macht mir noch immer etwas Probleme…
Und dann hatten wir ja im November unseren alljährlichen Geburtstagsmarathon. Im November haben Geburtstag: Meine Zwillinge, mein Bonussohn (klingt viel schöner als ‚Stiefsohn‘), meine Älteste und meine Wenigkeit. Also 5 der 6 Kernfamilienmitglieder. Mein Mann tanzt da ein wenig aus der Reihe, er hat im Februar Geburtstag. Anfang des Monats November ziehen wir unseren Esstisch auf 3,60 m auseinander und dekorieren das Wohnzimmer mit Girlanden und dann wird jede Woche mindestens 1 Geburtstag gefeiert. In diesem Jahr ist alles sehr klein ausgefallen. Die Gäste brachten Kuchen mit und Abendessen gab es in diesem Jahr ausnahmsweise nicht. Nur den traditionellen ganz eigenen Geburtstagskuchen für das Geburtstagskind habe ich mir nicht nehmen lassen selber zu backen. Seit nun 15 Jahren bekommt jedes Kind zum Geburtstag einen ganz eigenen und besonderen kleinen Geburtstagskuchen.
Nun geht’s hier aber weiter mit meinem Namibia- Reisebericht
Heute gibt es einen Ausflugstipp: Die Felsgravuren von Twyfelfontein und die versteinerten Bäume
Das Frühstück ist ausbaufähig. Oder sagen wir mal so: Es war nicht einmal angerichtet. Wurde irgendwie vergessen. Das, was dann in hektischer Eile angerichtet wurde, war ok. Man wurde satt und es gab auch frisches Obst. Leider keinen Kakao für die Kids.
Relativ zeitig brachen wir auf zu unserem 1. Tagesziel heute: Die Felsgravuren von Twyfelfontein
Warum so früh? Man muss einiges kraxeln dort und je wärmer es wird, desto unangenehmer wird es.
Im Juli ist zwar Winter in Namibia, aber trotzdem können am Tag um 25 Grad erreicht werden (und nachts friert es bzw gehen die Temperaturen Richtung Null)
Achtung, Elefanten kreuzen die Straße!
Leider haben wir sie nicht gesehen.
Staubige Straßen durch malerische Landschaften
Die Fahrt durch das Damaraland war für mich schon das erste Highlight des Tages Angekommen!
Wir waren durch die Fahrt wieder ordentlich zugestaubt.
Informationen zu den Felsgravuren von Twyfelfontein
Lage
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Twyfelfontain ist afrikaans und bedeutet übersetzte ‚zweifelhafte Quelle‘. 1947 siedelten die ersten weißen Farmer in dem Gebiet an, jedoch war deren Wasserquelle nicht sehr zuverlässig. Immer wieder versiegte sie.
Die Farmen wurden um 1964 wieder aufgegeben.
Den Namen behielt das Gebiet aber.
Ein guter Ausgangspunkt für den Besuch der Felsgravuren (und auch vom Damara Living Museum, dazu aber in einem späteren Bericht) ist das kleine Städtchen Khorixas.
Eintrittspreis Felsgravuren von Twyfelfontein
Besuchen kann man die Felsmalereien und Felsgravuren nur mit einem Guide. Nach einem kurzen Spaziergang vom Parkplatz zum Eingangshäuschen bezahlt man dort die umgerechnet ca 5 – 6 Euro Eintritt p.P. und wird dann einem Guide zugewiesen, welcher dann durch das Gelände führt und viel dazu erklärt und erzählt.
Auch im Namibischen Winter unbedingt Getränke mitnehmen und noch wichtiger: Gutes, festes Schuhwerk. Der Weg führt buchstäblich über Stock und Stein.
Unser Besuch der Felsgravuren von Twyfelfontein
Sich in Listen eintragen zu lassen scheint eine Art Nationalsport in Namibia zu sein
Und los geht’s!
Unser weiblicher Guide führte uns durch das Gelände. Es war Juli. Es war Winter. Und es war trotzdem extrem warm.
Die Kids: „Hey, guckt mal, da ist was von Minecraft!“
Ja, sieht so aus, hat aber die Natur so erschaffen!
Schaut euch mal die Steine links vom Weg an! Faszinierend, was die Natur so zaubert.
Kraxeln! Den Kids gefiel es!
Schon bald erreichten wir die ersten Felsgravuren
Im gesamten Gebiet entdeckte man bereits über 2500 Bilder auf 200 Felsplatten. Das Alter wird auf 1000 – 10.000 Jahre geschätzt! Die meisten wurden in den Fels geritzt, manche wurden aber auch aufgemalt. Durch Felsstürze sind noch vermutlich viele unentdeckte dabei.
Bereits 1921 entdeckte Reinhard Maack dieses Gebiet und seinen historischen Schatz. Obwohl er es in seinen Notizen vermerkte, gerieten die Felsgravuren zunächst wieder in Vergessenheit. Die ersten Farmer (Familie Levin) entdeckten auf der Suche nach einer zuverlässigeren Quelle dann die Malereien und Felsgravuren. 1950 reiste dann ein Experte an, um die Gravuren zu dokumentieren und nach weiteren zu suchen. Familie Levin führte damals bereits die ersten wenigen Besucher durch das Gebiet. Da es immer wieder (leider) zu Vandalismus kam, wurde das Gebiet 1986 zum Schutzgebiet erklärt und kann bis heute nur mit einem Guide besichtigt werden.
Viele Bilder stellen die Tiere aus der Umgebung dar, welche früher dort von den Menschen gesehen und gejagt wurden. Auch das inzwischen sehr selten gewordene Breitmaulnashorn wurde dargestellt. Und sogar eine Robbe, obwohl das Meer ca 100 km entfernt liegt. Oft sieht man Jagdszenen oder eine Art Karte mit Wasserlöchern. Man vermutet, dass einige Zeichnungen auch zum Unterricht für Kinder erstellt wurden. Und auch einige Rituale wurden hier dargestellt.
Hier sieht man eine Art Karte mit Wasserlöchern
Wir haben mehrere Echsen zwischen den Felsen gesehen
… und immer wieder schweifte mein Blick von den Felsgravuren hinüber über die wundervolle Landschaft des Damaralandes …
Man muss sich das mal vorstellen: Vor 1000 – 10.000 Jahren (!!!) standen dort Menschen und haben diese Zeichnungen erstellt – und wir können sie heute noch sehen! Weit vor Christi Geburt entstanden die ältesten Gravuren und Malereien. Menschen haben damit ihre Kinder unterrichtet – vor Tausenden Jahren! Und das ist bis heute erhalten! Es ist so schwer, sich das vorzustellen, so faszinierend, so unbeschreiblich!
Wie viele Malereien und Gravuren hier wohl noch unentdeckt sind…
Die Landschaft ist so atemberaubend! So eine kaum zu beschreibende Weite bis zu den Bergen am Horizont – und nicht eine einzige Spur menschlicher Zivilisation!
Immer wieder lagen an der Seite Felsen mit Gravuren oder Malereien.
Die „Löwenplatte“, eine der bekanntesten Gravuren-Platten
Mein Lieblingsmotiv: Der Löwe! Dazu gibt es eine ganz besondere Geschichte, welche von einem Guide spannend erzählt wird, so dass selbst die Kids neugierig lauschten.
Oryx-Antilopen und Giraffen
Die Stunde verging wie im Fluge und wir hätten noch locker eine weitere Stunde dranhängen können. Es war interessant und kurzweilig. Und so faszinierend!
Deswegen ist festes Schuhwerk so wichtig
Das Krokodil am Ausgang
Unser Fazit zu den Felsgravuren von Twyfelfontein
Lohnenswert, denn die Tour ist kurzweilig und sehr interessant. Wenn ihr in der Ecke seid, macht einen Abstecher.
Für mich ist das ein ganz wertvoller Schatz, welchen uns die Menschen vor Tausenden Jahren geschenkt haben.
Zurecht gehören die sehr gut erhaltenen Felsgravuren und Felsmalereien inzwischen zum Weltkulturerbe!
(In einen der nächsten Beiträge stelle ich euch dann ein weiteres Ausflugsziel in der Nähe von Khorixas vor: Das Damara Living Museum)
Wenn ihr schon in der Ecke seid und ihr euch für die Natur interessiert, empfehle ich euch einen weiteren kleinen Abstecher:
Ein weiteres Ausflugsziel:
Der versteinerte Wald (Petrified Forest) und die Welwitschia-Pflanzen
Ca 50 km von Twyfeltontein entfernt (also für Namibia-Verhältnisse ein Katzensprung) liegt der Petrified Forest. Mehrere versteinerte Baumstämme kann man hier aus nächster Nähe sehen und außerdem auch die Welwitschia, die Nationalpflanze Namibias, entdecken. Entdecken ist eigentlich nicht das richtige Wort, denn die Pflanzen wachsen hier teilweise mitten auf dem Weg.
Auf einer Fläche von rund 300 × 800 m sind um 60 größere versteinerte Baumstämme verstreut, die zwischen 240 und 300 Millionen Jahre alt sind.
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Der Eintritt ist in Ordnung (umgerechnet wenige Euro) , zudem kann man an einem kleinen Kiosk kühle Getränke kaufen.
Auch hier darf man das Gelände nur mit einem Guide betreten, welcher wieder viel Wissenswertes erklärt
Anfassen an dieser Stelle am Eingang erlaubt und erwünscht.
280 Millionen Jahre alte Erdgeschichte zum Anfassen!
Die Welwitschia-Pflanze – ein lebendes Fossil
Die Welwitschia-Pflanze. Nicht sehr hübsch anzusehen, dafür aber ein faszinierender Überlebenskünstler. Bis zu 1000 Jahre alt kann sie werden! 1000 Jahre!!! Daher auch ihr Name, welcher übersetzt soviel heißt wie: „Zwei-Blatt-kann-nicht-sterben“
Die Welwitschia- Pflanze ist nur in wenigen Regionen Namibias zu entdecken und ist auf dem Staatswappen von Namibia zu sehen
Sie überleben, indem das verbreitete Wurzelwerk den morgendlichen Nebeltau aufnimmt. Reicht das nicht, bilden die Pflanzen bis zu 3 Meter tiefe Pfahlwurzeln, mit welchem sie dann Grundwasser aufnehmen können.
Ein versteinerter Baumstamm. Das Alter wird auf ungefähr 280 Millionen Jahre geschätzt!!! Bei mir überstiegen schon die mehrere Tausend Jahre alten Felsgravuren ein wenig mein Vorstellungsvermögen, um das alles zu erfassen. Aber die Bäume toppten das noch.
Diese Bäume wuchsen noch vor der Zeit der Dinos!
Damals, als diese Bäume wuchsen, gab es nur einen riesigen Kontinent und es gab noch nicht einmal Dinosaurier – aber diese Bäume existierten schon. Ich konnte kaum erfassen, was ich da sah. So einen tiefen Blick in die Geschichte unserer Erde bekommt man selten.
Die Bäume wuchsen damals nicht in dem Gebiet, in welchem sie heute liegen, sondern wurden durch eine riesige Flut am Ende der Eiszeit dort hingespült. Zusammen mit den riesigen Stämmen spülte die Flut auch jede Menge Schlamm mit, welcher die Baumstämme luftdicht verschloss. Der große Druck der weiteren Schichten über den luftdicht-eingeschlossenen Stämmen bewirkte so die Versteinerung.
Die Erosionen haben viele Stämme nun wieder freigelegt, sogar zwei vollständige Bäume, sie sind bis zu 45 Meter lang.
Selbst die Rinde kann man noch sehr gut erkennen. Vor 280 Millionen Jahren gewachsen …. unfassbar.
Zwischen den Steinen tummeln sich immer wieder kleine Echsen
Die Jahresringe im versteinerten Baum
Versteinerter Baumstamm und Welwitschia. Zwei Fossile, welche schon ganz andere Zeiten erlebten.
Hier wuchs mal ein Ast aus dem Baumstamm. Erstaunlich, wie gut selbst das noch zu erkennen ist!
Zurück am Eingang gönnten wir uns erst einmal etwas zu trinken. Kalte Getränke in Dosen für umgerechnet 1 Euro.
In Dosen.
An diesem Tag machte mich das besonders nachdenklich. Wir haben soviel Geschichte gesehen. Geschichte der Menschen, welche mit der Natur gelebt haben. Voll Respekt und Ehrfurcht vor dem, was sie vorfanden. Geschichte der Entstehung der Erde. Unserer Erde. Unserer einzigen Erde.
Vielleicht sollten wir alle lernen, wieder mehr mit ihr zu leben.
.
Unser nächstes Ziel: Das Damara Living Museum.
Weil das so umfangreich ist, bekommt das einen eigenen Beitrag.
Einen kleinen Teil nehme ich euch noch mit Richtung Damara Living Museum.
Die Straßen werden regelmäßig geräumt, damit nicht Zuviel Schotter auf der Straße liegt.
Ok, Fenster schließen, gleich wird es richtig staubig!
… das macht mir schon beim bloßen Betrachten Atemprobleme …
Und so sieht die Maschine aus. Fast wie ein Schneepflug, welcher den losen Schotter einfach zur Seite schiebt.
Im nächsten Beitrag geht’s dann weiter.
Wir besuchen das Damara Living Museum und lernen viel über das Leben und die Traditionen des Damara Stammes
Danke, dass ihr wieder dabei ward!
Ich freue mich immer sehr über euer Feedback!!! Vielen Dank euch!
Ausflugstipp in Namibia: Die Felsgravuren von Twyfelfontein und die versteinerten Bäume
Weitere bereits veröffentlichte Berichte unserer Namibia-Reise
Weiter geht’s: Fahrt zur iGowati-Lodge in Khorixas
Weiter geht’s: Fahrt zur iGowati-Lodge in Khorixas
Tut mir leid, dass der Bericht nun etwas auf sich hat warten lassen … Ich hatte zum 2. mal in diesem Jahr C. … Zwar war ich schnell wieder negativ, aber dafür hänge ich seitdem ziemlich in den Seilen …. Der Husten will nicht weggehen und meine Konzentration lässt auch noch immer zu wünschen übrig.
Und dazu kommt eine anhaltende Müdigkeit, nach Feierabend bin ich komplett platt und verbringe meinen Feierabend – für mich eigentlich untypisch – auch mal einfach auf dem Sofa,…mich nervt das extrem, denn es gibt immer genug zu tun,… ich hoffe, es wird bald wieder besser ….
Wir sind seit einer Woche in Namibia. Unsere erste Tour führte uns in den Norden von Namibia- in den Etoscha Nationalpark und hier konnten wir viele Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum sehen und beobachten.
Schweren Herzens verabschiedeten wir uns vom Etoscha Nationalpark.
Gemessen an der wenigen Zeit, welche wir dort verbrachten, hatten wir viele tolle Tier-Begegnungen. Wir fuhren mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das weinende, da wir doch gerne länger im Etoscha geblieben wären. Das lachende, weil wir wussten, dass wieder eine neue spannende Erfahrung vor uns liegen würde. Oder sogar gleich mehrere. In den kommenden 3 Tagen stand Erdkunde und Völkerkunde auf dem Stundenplan. Und alle, die mir auf meinen social-media Kanälen folgen, haben schon einen kleinen Einblick bekommen, was zu dem Zeitpunkt noch vor uns lag. Kleiner Fact am Rande: Weil ich in einer Namibia-Gruppe Fotos des Himba- Stammes gepostet habe, hat Facebook mein Konto gesperrt. Ich habe Widerspruch eingelegt, Facebook hat weiterhin mein Konto gesperrt und nun liegt das ganze bei einer unabhängigen Schiedsstelle, welche für Facebook in solchen Fällen Entscheidungen trifft,… Das betrifft bislang nur meine private Seite, meine elly-unterwegs-Seite zum Glück nicht.
Es war schon nachmittags, als wir uns von Okaukuejo auf den Weg zur nächsten Lodge machten. Bis zur letzten Minute hatten wir unsere Zeit im Etoscha ausgereizt.
Von Okaukuejo zu unserer nächsten Lodge in Khorixas war es nicht weit.
Knapp 120 km geradeaus nach Outjo, in Outjo rechts abbiegen und wieder 130 km geradeaus.
Straßen, einfach nur geradeaus, hindurchführend durch die weite Landschaft Namibias. Die Kids fanden es langweilig und haben entweder geschlafen oder mit ihren Handys und Tablets gedaddelt – ich dagegen konnte mich nicht sattsehen an dieser Weite. Es löste in mir ein unbeschreibliches Gefühl der Freiheit aus, ein Gefühl, welches ich hier in D sehr vermisse.
Und auch wenn unser nächster Stop, Khorixas, gar nicht so weit entfernt vom Etoscha liegt, erwartete uns landschaftlich dort wieder eine völlig neue Umgebung mit roten Felsen und rotem Sand.
Wir freuten uns auf die vor uns liegende Zeit – aber ich spürte zu diesem Zeitpunkt zum ersten mal diese Sehnsucht und Wehmut beim Fahren der Straßen. Ein Teil von mir ist in Namibia geblieben, ein Teil davon im Etoscha.
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Unterwegs entdeckten wir ein sehr seltenes Tier. Das sieht man wirklich sehr selten in Namibia.
Einen sogenannten „Drahtesel“
Dieser hier schien eine Verletzung zu haben. Man sieht sie nicht sehr häufig, denn Drahtesel sind recht anspruchsvoll, was die Untergrundbeschaffung ihres Lebensraumes betrifft. Schotterpisten, wie sie sehr häufig in Namibia vorkommen, belasten ihre zarten Gummireifen und machen eine sichere Fortbewegung sehr schwierig. Daher sieht man sie nur in den Ballungszentren, in denen die Straßen gut ausgebaut sind. Und dann auch eher einzeln vorkommend, große Herden wie zB bei den Zebras gibt es in Namibia bei den Drahteseln nicht.
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Am späten Nachmittag erreichten wir die iGowati Lodge in Khorixas
Inmitten des Wüstenortes wirkt das iGowati-Gelände fast wie eine kleine Oase.
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In dieser kleinen Hütte vor der Rezeption arbeitet ein Holzkünstler, welcher zauberhafte Artikel aus Holz zaubert und auch zum Kauf anbietet
Ein kleiner See liegt zwischen der Rezeption und den Gebäuden mit den Zimmern im Motel-Stil
In zwei Reihen stehen die Häuser mit den Zimmern, teilweise doppelte Doppelzimmer auf 2 Ebenen in offener Bauweise
Unser Zimmer in der iGowati-Lodge
Zwei kleine Elefanten begrüßten uns und hatten kleine Gastgeschenke
Eine Treppe führte in die obere Ebene, welche wir aber eigentlich gar nicht brauchten. Gebucht waren 3 Doppelzimmer, alle drei hatten noch ein weiteres Doppelbett auf der oberen Ebene, also 12 Betten. Ganz viel Platz, großzügige Schlafräume. Die Zimmer waren allerdings recht dunkel und spartanisch eingerichtet, aber es war sauber.
Von der oberen Ebene hatte man einen netten Blick auf den palmengesäumten Weg zwischen den Gästehäusern
Das Badezimmer war altbacken und abgewohnt, aber zumindest auch sauber.
Die Kids wollten im Zimmer „chillen“, Stephan und ich beschlossen, im Garten des Restaurants was zu trinken
Kleiner Spaziergang durch den Lodge-Garten
Blick von der Eingangstür
Ging man um das Hauptgebäude herum, stand man im offenen Restaurant. Es gab innen und außen Tische
Unser Tisch war schon für das Abendessen vorbereitet
Auf dem Hotelareal wohnt übrigens ein Springbock. Im ersten Moment waren wir sehr überrascht, denn er war auch nicht scheu – aber wir gewöhnten uns daran bzw freuten uns sogar, dass im Garten und auch bei uns am Zimmer ab und an mal ein Springbock vorbei kam Einzelnester vom Webervogel. Sie bauen die Nester, um Weibchen für sich zu gewinnen. Manche bauen sogar zwei bis drei Nester, damit sich Weibchen das schönste aussuchen können.
Sonnenuntergang in Khorixas. Auch wieder wundervoll farbintensiv.
Wir haben bei der Übernachtung Halbpension mitgebucht. Das Abendessen gab es in dem offenen Restaurant. Ja, es war genauso lecker, wie es aussieht!
Im Hotel gab es nicht nur einen Springbock als Haustier, sondern auch eine Katze – und die durfte sich über sehr viele Streicheleinheiten der Kinder freuen.
Kurz nach unserer Reise nach Namibia bekam ich zwei Katzen aus einem Tierheim. Das Tierheim brauchte dringend Platz und es wurde eine Hofstelle für die beiden gesucht, da sie sehr scheu waren. Die eine Katze sah fast so aus wie die Katze in der Lodge – und weil sie auch eine schöne, der Savannah-Katze ähnliche Fellzeichnung hat (allerdings in grau-weiß) , haben wir sie „Cheetah“ ( = englisch „Gepard“) getauft. Inzwischen sind die beiden richtige Schmusetiger und es gibt noch eine ganz besondere niedliche Geschichte, welche ich in einem späteren Beitrag erzähle.
Ein neuer Tag in Namibia. Nur wenige Grad über Null. Die Luft ist herrlich klar.
Das Frühstück in der iGowati-Lodge
Das Frühstück war unorganisiert, an beiden Tagen. Es war zunächst nichts vorbereitet, dann wurde im Eiltempo aufgetischt. Eine riesige Auswahl gab es nicht, aber es war frisch und in Ordnung, allerdings gab es hier keinen Kakao, dafür Kaffee und Tee.
Im Garten des Hotels wächst ein Flammenbaum. Steht er in voller Blüte, wirken seine roten Blüten wie lodernde Flammen. Die Schoten sind getrocknet hart und braun – und eine schöne Deko. Wir haben zwei davon in unsere Urlaubs-Vitrine gelegt.
Wir waren den ganzen Tag unterwegs (dazu mehr im nächsten Beitrag), abends gab es dann wieder ein leckeres Abendessen.
… wieder ein leckeres Abendessen
Das Servicepersonal verabschiedete sich – und ließ uns alleine dort sitzen!
Und dann saßen wir noch gemütlich zusammen, tranken noch was und wollten eigentlich nachbestellen, als die Servicekraft sagte, sie mache jetzt Feierabend, wir könnten dann ja gleich durch den Garten zurück gehen. Ähm, was?! Wir wollten eigentlich noch etwas zu trinken?! Aber … die Dame war weg, unsere Gläser leer – und wir schauten uns fragend an. Ist sie wirklich gegangen?! Ne, das ist doch jetzt ein Witz, hier sind noch Gäste (und zwar 9 Gäste!) Nein. Die Tür zur Rezeption war zu, in der Küche war auch alles dunkel.
Ja, da waren wir ein wenig fassungslos …. soetwas habe ich auf meinen vielen Reisen tatsächlich noch nie erlebt. Ist man hier auf das Geld der Gäste nicht angewiesen?! Möchte man nicht, dass Gäste auch mal irgendwann wiederkommen?
…. ohne Worte ….
Dafür bekamen wir wieder einmal tierischen Besuch.
„Stephan, stell mal bitte Deine Füße daneben, man sieht gar nicht, wie riesig das Ding ist!“
Ein Hundertfüßer. Imposantes Tierchen.
Die Schilder mit den Elefanten
Rund um Khorixas leben die Wüstenelefanten. Sie sind nicht sehr beliebt, denn wo sie herziehen, hinterlassen sie ziemlich viel Chaos. Und Zäune halten sie nicht auf.
Daher findet man auch im Umland häufig entsprechende Schilder.
Gegenüber vom Hotel gibt es einen kleinen Supermarkt. Die Kinder wollten unbedingt ein Eis und entschieden sich für dieses hier. Ja, es ist mindestens so süß, wie es aussieht ….
Unser Fazit zur iGowati-Lodge
Zum Übernachten ist es ok. Es ist eine einfache Unterkunft, aber bei unserem Besuch war alles sauber. Das Abendessen ist sehr lecker, das Frühstück ist ok. Der Service hat noch sehr viel Luft nach oben, da war einiges, was nicht gut gelaufen ist.
Wir würden es wieder buchen, wenn wir in der Ecke sind. Für das Damara-Living-Museum, die Felsgravuren und das Himba-Dorf ist das ein guter Ausgangspunkt.
Weiter geht’s: Fahrt zur iGowati-Lodge in Khorixas
Bereits veröffentlichte Berichte zu unserer Namibia-Reise
nachdem wir im letzten Bericht nur in Okaukuejo waren, geht’s heute wieder on the Road – wir fahren etwas durch den Etoscha und sehen hoffentlich viele Tiere.
Also, einsteigen – es geht los!
Im Nachhinein habe ich es schon etwas bereut, dass wir nicht länger im Etoscha waren. Aber wir wollten auch noch die Dünen weiter im Süden und die Küste bei Swakopmund erkunden und alles geht nicht in der kurzen Zeit. Ok, geht vielleicht wohl – aber wenn man wie wir 4 Kids dabei hat, ändert sich das Reisetempo. Außerdem wollen wir sowieso mal irgendwann wieder nach Namibia, wir haben soviel noch nicht gesehen – und dann bleiben wir mind. 3 Tage im Etoscha, um auch den östlichen Teil zu erkunden.
So waren wir nur im Süd-Westen.
Wir sind vom Okaukuejo Camp bis zum Halali Camp gefahren, einfacher Weg theoretisch 70 km über Schotterpiste. Klingt nicht viel.
Wenn man dann aber wie wir auch mal zu den Wasserlöchern abbiegt oder irgendwo lange stehen bleibt zum Beobachten, dauern diese 70 km pro Weg auch mal mehrere Stunden
Auf der Karte gut zu erkennen: Obwohl wir stundenlang unterwegs waren, haben wir nur einen minikleinen Teil vom Etoscha erkundet. Nächstes mal – und ich hoffe sehr, das klappt irgendwann – geht’s dann in den östlichen Teil.
Bevor wir zur Pirschfahrt aufgebrochen sind, waren wir noch am Wasserloch von Okaukuejo.
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Wow, wir hätten hier noch stundenlang beobachten können. So viele Tiere!
Die Kids konnten immer noch die Antilopenarten bestimmen. Vor ein paar Tagen bekamen sie auf der von Andreas betriebenen Gästefarm Antilopenkunde inkl. verschiedener Hörner zum Anfassen und einer direkten Safari-Fahrt im Anschluss, um das Gelernte zu testen – und sie wussten noch alles!
Wir hofften, auf unserer Pirschfahrt noch andere Tiere zu entdecken wie zB Elefanten, Nashörner, Giraffen – und Raubkatzen.
Vorbei am Aussichtsturm verlassen wir das Okaukuejo-Areal
Der Name Etoscha hat seinen Ursprung in der Ovambo-Sprache und heißt so viel wie „großer weißer Platz“. Und weiß sind auch die Schotterpisten und selbst die Termitenhügel sind hier hell. Weiße staubige Schotterpisten. Wir werden auf dieser Reise auch noch die roten Sandstraßen fahren, welche zumindest für mich immer so typisch für Afrika waren. Eben bis zu dem Tag, als ich einen ganzen Tag lang im Etoscha von den staubigen Pisten weiß-gepudert wurde. Die Haare fühlten sich abends an, als wären sie aus genau dem trockenen Steppengras, welches wir an dem Tag im Etoscha soviel gesehen haben. In meinem Kamera-Rucksack war gefühlt ein Kilo reiner Schotterpistenstaub und meine gute Kamera habe ich gar nicht erst ausgepackt. Mein Zoom-Objektiv hatte ich ohnehin nicht. Es ist 3 Wochen vor der Reise kaputt gegangen, konnte nicht mehr repariert werden und ein neues war im Sommer nicht lieferbar. … Die Fotos an diesem Tag entstanden mit meinem Handy und mit meiner Bridge-Kamera Panasonic Lumix FZ 1000 II *
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Das ist die Straße, welche raus in den Nationalpark führt
Weiße, staubige Schotterstraßen führen durch den Park
Vorfreude!!!!!!
Kleine Betonpoller weisen die Wege zu den anderen Camps oder zu den Wasserlöchern
Das imposante Gemeinschaftsnest von Webervögeln.
Die Männchen bauen Einzelnester – manche Arten aber auch wie auf dem Foto riesige Gemeinschaftsnester, um die Weibchen zu beeindrucken. Manche Männchen bauen sogar mehrere Nester, um ganz sicher ein Weibchen für eines der Nester zu gewinnen. In Namibia sieht man oft die Gemeinschaftsnester. Es kann eine Höhe von etwa drei Metern und eine Breite von etwa 4,5 Metern erreichen und somit kommt es immer wieder mal vor, dass Äste dem Gewicht nicht standhalten.
Schon bald sahen wir die ersten Tiere
Springböcke. Vorne links auf dem Foto sieht man ein junges Männchen, die Hörner sind noch relativ kurz.
Durch die weißen staubigen Straßen sind auch die Büsche an den Straßen weiß. Wirkte manchmal etwas surreal, manchmal aber auch irgendwie frostig-winterlich. Bei angenehmen 20 Grad und blauem Himmel.
Ein Straßenposten kontrolliert den vorbeifahrenden Verkehr.
Auf Pirschfahrt durch den Etoscha Nationalpark
Eine Riesentrappe
Der Strauß wollte noch schnell vor unserem Auto die Straße überqueren
Und dann sahen wir endlich die ersten Giraffen
Immer wieder fegten Staubteufel über die trockene Landschaft
Oryx-Antilopen und Springböcke
Von den Elefanten leider keine Spur.
Wir fuhren weiter von Wasserloch zu Wasserloch.
An welchem Wasserloch man welche Tiere sieht, ändert sich jeden Tag. Daher lässt sich da pauschal wirklich keine Aussage treffen. Die Tiere ziehen durch den Nationalpark und manchmal hat man Glück – und manchmal eben nicht.
Immer wieder interessant zu sehen, wie Giraffen trinken
Man muss mal überlegen, wie viele Höhenmeter der Kopf beim Trinken überwinden muss. Giraffen werden bis zu 6 Meter groß. Überhaupt ist die Giraffe ein sehr faszinierendes Tier. Sie schlafen zB kaum. Sie dösen zwar öfter mal, aber Forscher haben herausgefunden, dass sie immer nur für ein paar Minuten fest schlafen. Dafür in mehreren Phasen jede Nacht. Dazwischen wird auch mal gefressen. Tiefschlaf ist für Giraffen lebensgefährlich. Ebenso die Trinkpausen. Damit Giraffen nicht oft trinken müssen – denn so sind sie leichter angreifbar für Fressfeinde – nehmen sie auch aus den Akazienblättern Flüssigkeit zu sich.
Und dann kamen sie: Elefanten!!
Wir standen mit dem Auto auf dem kleinen Parkplatz am Wasserloch und konnten sie sehr gut beobachten.
Ein so toller Moment, unbeschreiblich, diese Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen.
Nach einer Weile zogen sie wieder weiter. Und wir waren wirklich geflasht, sie waren so nah und wir konnten sie ohne Probleme beobachten, wie sie tranken oder sich mit dem Wasser nass-spritzten.
Meine Tochter hat ihrer besten Freundin versprochen, Fotos und Videos von Elefanten zu machen, denn sie liebt Elefanten. Und als wir dann wieder weiter fuhren, hörte ich von hinten „Oh, mein Speicher ist voll! Aber ich hab ganz viele Fotos für N. gemacht!“
Und weiter, zum nächsten Wasserloch. Die Kids packten sich wieder ihre Musikstöpsel in die Ohren und wir hielten Ausschau, vor allem nach Raubkatzen, Elefanten und Nashörner
Die entdeckten wir zwar nicht, dafür aber viele andere Tiere.
Ein ‚Großer Singhabicht‘
Da hinten ist die große Salzpfanne.
Und wieder Zebras! Wir konnten uns daran nicht sattsehen.
Wir wohnen selber sehr ländlich, bei uns sind grad jetzt im Herbst in der Dämmerung Rehe, Fasane und Kaninchen / Hasen auf den Straßen zu sehen und erfordern hohe Aufmerksamkeit beim Fahren. Und in Namibia sind es Zebras, Giraffen, Warzenschweine usw
Die kleine Elefantenherde vom Wasserloch vorhin zog weiter
Auf Pirschfahrt durch den Etoscha Nationalpark
Und wieder Zebras! Die gibt es im Etoscha wirklich überall
Und wir hatten zwischendurch Sorge, vielleicht keine zu sehen. ..
Ein kleiner Giraffenkampf
Etwas weiter bevölkerte eine Herde Springböcke die Straße. Wir fuhren in Schrittgeschwindigkeit und sie machten Platz. Ein paar Impalas folgten den Springböcken … der hat wohl irgendwie den Anschluss verpasst
Wir entdeckten eine Rote Kuh-Antilope (In Namibia Red Hartebeest genannt) , wow! So eine hatten wir bislang noch nicht gesehen.
Und Zebras! Yeah!!!!
Ein Schakal Und wieder Blick Richtung Salzpfanne
Wir sahen eine Menge Autos am Straßenrand. Also gab es da was zu sehen.
Und was?!
Wir suchten – und dann entdeckten wir sie sie: 3 Hyänen im Gras
… und ihre Beute!
Die Antilope fraß nichtsahnend. Hinten im Gras lauern die Hyänen
Im Auto starteten wilde Diskussionen, flüsternd natürlich. Und dann waren die Lager gespalten. Die einen hofften, dass die Hyänen den Springbock packen. „Endlich mal Action!“ Die anderen hofften, dass er es überlebt. „Oh nein, der arme!“ „Können wir den nicht einfach wegjagen?“ – „Nein!!! Bist du doof?!“ „Aber guck doch mal, wie süß der ist!“ – „Ja, und lecker!“
Gespanntes Beobachten. . . . . . . . . .
Und dann sagte keiner mehr was. Alle schauten gespannt auf die sich vor uns gebotene Szenerie.
Lange passierte erst einmal gar nichts. Der Springbock lief immer mehr in Richtung der Hyänen. Von der Rückbank kam ein verzweifeltes-flüsterndes „Neeeeeiiiiiiin!“ gefolgt von einem ebenfalls leiste flüsternden „Jaaaa, lauf noch weiter….“
Aber:
Normalerweise jagen sie gegen den Wind. In diesem Fall nicht – und dadurch bemerkt der Springbock die drei – und läuft davon Die Hyäne guckt hinterher … … und geht zu den anderen beiden. Man beriet sich scheinbar kurz …
… hielt Ausschau nach neuer Beute ….
… und jeder ging wieder auf seinen Platz.
Lager 1 freute sich, Lager 2 war enttäuscht.
Aber überhaupt so eine Situation mal live zu erleben war schon spannend!
Auf dem Weg nach Rietfontain sahen wir wieder Elefanten.
Erst nur drei …
… und dann eine große Herde. Sie schienen auf dem Weg zum Wasserloch zu sein.
Eine riesige Elefantenherde zog zum Wasserloch
Mir fehlen die passenden Worte, um das zu beschreiben. Eine riesige Elefantenherde, darunter viele Jungtiere, läuft durch Landschaft. Zwischendurch trötet einer und alle anderen Tiere wie zB Zebras machen Platz.
Früher haben wir den Kindern immer ein Lied vorgesungen:
Text
Was müssen das für Bäume sein Wo die großen Elefanten spazieren geh’n Ohne sich zu stoßen?
Links sind Bäume, rechts sind Bäume In der Mitte Zwischenräume Wo die großen Elefanten spazieren geh’n Ohne sich zu stoßen
Was müssen das für Flüsse sein Wo die großen Elefanten spazieren geh’n Ohne Badehose?
Links sind Flüsse, rechts sind Flüsse In der Mitte Regengüsse Wo die großen Elefanten spazieren geh’n Ohne Badehose
Was müssen das für Brücken sein Wo die großen Elefanten spazieren geh’n Ohne sich zu bücken?
Links sind Brücken, rechts sind Brücken Und dazwischen große Lücken Wo die großen Elefanten spazieren geh’n Ohne sich zu bücken
Was müssen das für Berge sein Wo die großen Elefanten klettern geh’n Ohne abzustürzen?
Links sind Berge, rechts sind Berge In der Mitte tanzen Zwerge Wo die großen Elefanten klettern geh’n Ohne abzustürzen
Und genau dieses Lied sangen wir jetzt! Es passte perfekt. Elefanten, Bäume und gleich auch ein Gewässer.
Dieses Lied machte mir aber auch bewusst, wie groß die Kids schon sind.
Meine Älteste startet bald mit ihrem Führerschein und ich frage mich sooft, wo die Zeit nur geblieben ist … Wenn ich jetzt meine kleine Nichte bei mir habe, denke ich an die Zeit, als meine Kinder so klein waren. Das ist gefühlt schon so lange her …
Kinderlieder haben wir schon länger nicht mehr gesungen. Aber den Text konnten sie noch alle. Wieder so ein toller Moment, eine Situation, die man so nicht planen konnte und mich so mit Glück erfüllte, das alles mit meinem Mann und den Kids erleben zu dürfen.
Schaut euch mal diese wundervollen Tiere an. Und ihre niedlichen Jungtiere. Wir schmolzen dahin. Auch von den anderen kam nur ein „Ohhhhhhh sind die süüüüüüüß.“ „Guck mal, der ist ja noch ganz klein!“
Die Zebras dösten da bis grad noch – nun standen sie auf und machten Platz, um die Herde passieren zu lassen Die Jungtiere waren immer nah bei den Großen, meistens sogar mitten drin in der Herde
Endlich sah man auch das Kleinste der Jungtiere. Meine Tochter bedauerte in dem Moment, dass ihr Handyspeicher schon voll war. „Mama, ich weiß ja, dass Du auch ein Foto machst!“
Jep, ein (!) Foto. Evtl, ganz vielleicht, auch ein paar mehr….
In den Rüssel von ausgewachsenen Elefanten passen bis zu acht Liter Wasser! Elefanten trinken bis zu 200 Liter Wasser am Tag.
In der Schule würde jetzt eine mathematische Textaufgabe daraus werden. Mathe stand aber an dem Tag nicht auf dem Stundenplan, sondern Biologie, und davon jede Menge!
Trinkt der große da noch Milch bei der Mutter?!
Vor lauter Glück über die Elefanten übersah ich fast, dass auf der anderen Seite eine Herde Kudus am trinken war. Ich mag diese majestätischen Tiere sehr.
Das mit den Elefanten war aber auch so toll anzusehen. In keinem Zoo der Welt bekommt man so eine Herde zu sehen mit so vielen Jungtieren.
Viel zu schnell waren die Elefanten mit ihrer Trinkpause fertig und zogen weiter. Wir hätten ihnen noch stundenlang zusehen können.
Ahhh, wieder ein Zebra. Posieren die eigentlich absichtlich immer so Richtung Kamera?
Und noch ein Kudu! Sogar ein männlicher mit seinen tollen Hörnern!!!
…. und wieder Zebras. Die sind wirklich überall.
… oha… ist aber gut gegangen! Eine Herde Impalas
Und wieder Elefanten und wieder mit Jungtier!!!! Wahnsinn, was haben wir für ein Glück!!!
Und dann entdeckten wir noch 2 Nashörner, direkt am Straßenrand. Sie waren so nah, unbeschreiblich.
Wow, das war ein toller Tag im Etoscha, wir haben so viele Tiere gesehen. Auch wenn wir keine Raubkatzen gesehen haben (wobei ich mir sicher bin, wir sind an vielen vorbei gefahren, sie verstecken sich immer sehr gut) – waren wir glücklich über den ereignisreichen Tag im Etoscha und den vielen Tiersichtungen.
Aber eines weiß ich jetzt schon:
Sollte ich irgendwann mal wieder nach Namibia kommen, würde ich 3 Tage im Etoscha bleiben. Einmal komplett Süden und Osten.
Bye Bye Okaukuejo.
Und zum Abschied kreuzte noch eine Giraffe den Weg zwischen Okaukuejo und dem Etoscha-Ausgang.
So, das wars jetzt erst einmal mit den Tieren Afrikas. In den kommenden Tagen steht Kultur und Erdkunde auf dem Stundenplan. Aber keine Sorge, es wird sicherlich nicht langweilig!
Bis zum nächsten mal, bye!
Linktipps zu anderen Reisebloggern mit Berichten aus dem Etoscha- Nationalpark
Einen sehr schönen und übersichtlichen Guide hat Sebastian auf seinem Blog verfasst. Hier findet ihr alle Informationen zu den Camps, Lodges, Reisezeit, Tiersichtungen und vieles mehr
Thomas und Melanie haben sich bei ihrer Namibia-Reise auf den Etoscha-Nationalpark konzentriert. Herausgekommen sind dabei jede Menge toller Fotos und viele nützliche Infos für euren ersten Besuch im Etoscha
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