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Bitte helft mit, damit die Kinder in Khorixas wieder warm schlafen können 🙏

 

 


Mein ganz persönlicher Weihnachtswunsch für die Kinder in Namibia

 

 

 

Es ist Weihnachtszeit.

Und ich habe einen ganz persönlichen Weihnachts – Wunsch für die Kinder einer Schule in Khorixas.

 

Aber ganz von vorne:

Bei der Planung unserer Namibia-Reise lernte ich Andreas kennen.
Wenn ihr meine anderen Berichte verfolgt habt, kennt ihr ihn schon, denn er betreibt eine Gästefarm in der Nähe von Windhoek, auf welcher wir mehrere Tage verbracht haben.
Aus der anfänglichen reinen Reiseplanung zum Aufenthalt auf der von ihm betriebenen Gästefarm wurde mehr, denn ich hatte viele Fragen und ich möchte immer gerne ein Land mit allen Facetten kennenlernen, also auch die Kultur, das Leben, die Menschen.
Andreas betreut seit mehreren Jahren diverse Projekte, unter anderem auch ein Projekt in Khorixas.

Projekt Suppenküche

Sein Projekt an einer Schule im Ort heißt „Suppenküche“. In  diesem Projekt geht es um gesunde Mittagsverpflegung für die Kinder der Schule. Der Staat übernimmt zwar die Kosten für die Mittagessen, nur bestehen die Mahlzeiten dann meistens aus günstigem und nicht sehr nahrhaftem Maisbrei. Für besseres Essen wird deshalb von der Schule selbst Obst und Gemüse angebaut. Die Kirchengemeinde hat dafür ein 8000 Quadratmeter großes Feld zur Verfügung gestellt. 50 Prozent des Ertrages geht an die Schule, die andere Hälfte wird verkauft. Aus den Erlösen wird dann zum Beispiel wieder die Anschaffung der Arbeitsgeräte finanziert.

Die Kirchengemeinde tritt auch als Projektleiter auf, ist unabhängig und arbeitet sehr transparent. Man kann Kontoauszüge einsehen und mitentscheiden, wofür Spenden eingesetzt werden sollen.

 

 

Als wir in Khorixas waren, begleitete uns eine Lehrerin einer Schule in Khorixas. Sie hat uns viel erzählt über ihr Land und ihrer Schule, in welcher sie engagiert und mit Herzblut unterrichtet. 

In Namibia besteht Schulpflicht und die Grundschule ist seit einigen Jahren kostenlos, jedoch ist es vielen Kindern nicht möglich, die komplette Schullaufbahn zu durchlaufen. Nur ca 87 % der schulpflichtigen Kinder besuchen eine Schule.  Viele Probleme stellen sich ihnen in den Weg. So bestehen bei vielen Kindern bereits im sprachlichen große Hürden. Jede Region bzw Stamm hat seine eigene Sprache, in dieser wird auch zunächst unterrichtet. Spätestens nach den ersten 2 – 3 Schuljahren wird dann aber auf die Amtssprache des Landes – englisch – gewechselt und viele Kinder verstehen dann gar nichts mehr.
Die Schule ist zwar kostenlos, von den Eltern müssen jedoch die Kosten für Schuluniform und Schulbücher getragen werden, was sich viele nicht leisten können.
Und dann ist da noch das Problem mit der Entfernung. Namibia ist ein sehr großes Land und es gibt verhältnismäßig wenig Schulen. Schulwege von vielen Kilometern sind keine Seltenheit. Und für manche Kinder wäre der tägliche Schulweg sogar noch viel länger.
Aus dem Grund haben manche Schulen Hostels, in welchen die Schüler übernachten können, wenn die Eltern sich die Gebühr dafür leisten können. Auch das können viele Eltern nicht.
Ihr seht schon, es gibt viele Gründe, woran es scheitert, dass alle Kinder wie in Deutschland jeden Tag wie selbstverständlich zur Schule gehen.
In den Schulen fehlt es an allem. Hefte, Scheren, Kreide und so vieles, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, fehlt.

Lehrer ist ein verhältnismäßig gut bezahlter Beruf in Namibia, bezahlt wird aber nicht nach Leistung –  und so sitzen manche Lehrer ihre Zeit mehr oder weniger nur ab und präsentieren ihren Schützlingen einen lieblosen und unmotivierenden Unterricht.
Auch die Ausstattung der Klassenräume obliegt dem Lehrer und daran lässt sich oft schon sehen, wer engagiert ist und wer nur zweckmäßig unterrichtet.
Sämtliche besondere Ausstattung wie zum Beispiel ein par farbige Gardinen müssen die Lehrer aus eigener Tasche finanzieren.

 

Direkt vom Schulhof draußen führen Türen ins Klassenzimmer

 

Es kommt nicht selten vor, dass Kinder in einem tristen Klassenzimmer sitzen und einen völlig unmotivierten Lehrer haben und es an allem Nötigen fehlt. Erschwerend hinzu kommen dann oft die sprachlichen Diskrepanzen.
Es wundert nicht, dass viele die Schule abbrechen und dann arbeitslos sind.

Die Hostels nehmen eine geringe Gebühr. Diese reicht nicht für eine gute Ausstattung.
Die Kinder bekommen zum Beispiel lediglich ein Bettgestell. Eine Matratze und Bettwäsche müssen sie selber mitbringen.

Der Innenhof vom Hostel

 

 

Wir haben drei Tage mit einer Lehrerin verbracht und viel erfahren. Auch die Klicksprache haben wir gelernt, meine Älteste konnte nach den drei Tagen schon mehrere Sätze sprechen.
Sehr gut hören konnten wir die Sprache mit den Klicklauten (4 verschiedene Schnalzlaute) , wenn sie mit Kollegen oder jemanden aus der Familie gesprochen hat. Das war sehr interessant.

Wir mit der Lehrerin an der Schule in Khorixas

 

Und dann durften wir uns die Schule ansehen.

Wir fragten sie, ob wir als Dankeschön etwas mitbringen könnten. Sie wünschte sich Kreide und Stifte. Es fehlt an allem in der Schule, selbst an den einfachsten Dingen.

Wir lernten ihre Klasse kennen, durften andere Klassenräume sehen, sahen den Speisesaal und auch das Hostel.

 

Auf den Dächern der Schule sind nur Blechdächer. Heizt es sich im Sommer zu sehr auf, wird draußen unterrichtet.

 


Die Mensa

 


Die Coronaregeln in der Sprache der San

 

Die Bemalung der Wand macht ein großes Problem in Namibia deutlich. 

 

Auch der Wasserturm ist leider völlig marode

 

 


Die Kinder haben mit meiner ältesten Tochter ein paar Wörter deutsch gelernt. 

 

 

Und wir sahen bei unserem Rundgang auch: Es fehlt Geld an jeder Ecke.

 

Aber eine Sache ist mir ganz besonders ans Herz gegangen und nun komme ich zu meinem ganz persönlichen Wunsch zu Weihnachten:

Die Kinder schlafen in den Hostels in kleinen Schlafräumen mit mehreren Betten. Trist und alles andere als kindgerecht.
Was ich am Schlimmsten fand: In vielen Räumen waren die Fenster kaputt.

Wir waren im Juli dort und sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwunden war, wurde es kalt. So kalt, dass wir uns unsere Wintersachen anzogen.

Die Betten der Kinder stehen teilweise direkt am Fenster. Direkt an den kaputten Scheiben – und die ganze Nacht fegt ihnen der eisige Wind um die Nase.
Es treibt mir Tränen in den Augen, wenn ich an die Kinder denke.
Wir haben viele von den Kindern kennenlernen dürfen, welche im Hostel übernachten. Sie waren so herzlich, haben uns toll aufgenommen, uns ein Lied zur Begrüßung gesungen und wollten dann sogar unbedingt ein paar Wörter deutsch mit uns üben. Es war so herzerwärmend – umso trauriger macht es mich, dass diese Kinder nachts nicht einmal warm schlafen können.
Sie sind ohnehin schon getrennt von ihren Familien, haben kein Spielzeug und die Schlafräume sind nur mit dem Nötigsten ausgestattet.
Keine Bilder an den Wänden, keine Gardinen, keine Farbe – dazu fehlt das Geld.
Und sie schlafen im kalten Wind.
Ich kann nicht aufhören, an diese Kinder zu denken.

Und deswegen ist mein Wunsch zu Weihnachten, dass die Fenster in diesem Hostel erneuert werden.

 

Die tristen Schlafräume der Kinder

… und die kaputten Fenster …

Ihr seht es auf diesem Foto – direkt am kaputten Fenster stehen die Betten der Kinder

 

 

 

Dafür habe ich schon einiges versucht, habe Bürgermeister und Zeitung kontaktiert, habe Stellen mit Spendentöpfen angeschrieben, habe sogar an RTL geschrieben, als ich den Spendenmarathon sah – aber bislang kam nichts nennenswertes zustande.
Es ist so unglaublich zäh, vor allem der Kontakt mit der Stadt, welche doch jedes Jahr einen festen Etat für Spenden haben… Immer wieder habe ich nachgehakt, aber inzwischen kommt keinerlei Reaktion mehr. Das Geld steht bereit, es müsste nur abgerufen werden. Wird es aber nicht, vielleicht mal irgendwann, ….

Im Moment ist Sommer in Namibia, aber wenn bei uns die Natur im März / April wieder Vollgas gibt, wird es dort Herbst und die Nächte wieder kalt.

Und dann schlafen die Kinder wieder nachts bei 0 Grad Außentemperatur direkt an den kaputten Fenstern ….

Darum habe ich eine Spendenkampagne gestartet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe lange überlegt, wie ich den Kindern helfen kann und mein 1. Schritt ist diese Spendenkampagne. Im 2. Schritt werde ich Leinwandbilder meiner Fotos aus Afrika anfertigen und verkaufen und auch der Erlös fließt in den Spendentopf.

Ich weiß, wie schwierig das vor allem in diesen Zeiten ist – und doch hoffe ich auf euch mit dem Versprechen, dass jeder Cent dort ankommt, wo er gebraucht wird.
Ich werde euch hier auf meinem Blog auf dem Laufenden halten und sobald es Neuigkeiten gibt, euch die Fotos zeigen.

Schon seit vielen Jahren blogge ich hier –  immer ehrlich und authentisch. Viele von euch kennen meinen Blog und mich schon seit vielen vielen Jahren und nie zuvor habe ich euch um irgendwas gebeten (ok, abgesehen vom Beiträge teilen) , aber nun bitte ich euch alle:
Helft mir, den Kindern in Khorixas zu helfen.

Ihr habt mein Wort, dass jeder Cent dort ankommt!

Die Spendenkampagne läuft schon seit ein paar Tagen auf meinen Social Media Kanälen und nun poste ich euch mal die häufigsten Fragen:

“Wie überweist Du das Geld dahin?!”

Eigentlich plane ich, das Geld dort selber hinzubringen. Falls das nicht klappen sollte, überweise ich das Geld zu Andreas bzw seinem Verein, welcher auch schon das Projekt “Suppenküche” betreut und regelmäßig bei der Schule vor Ort ist. Er genießt mein 100 %iges Vertrauen und wird mir Fotos schicken (ich habe privat auch schon was gespendet und daher weiß ich, dass das zu 100% klappt, auch mit den Fotos!

 

“Klar, Kälte in Afrika. Wen willst Du hier eigentlich vera…..”

“Nachtfrost in Afrika. Netter Versuch …. “

“Wenn du Geld brauchst, versuche es mit arbeiten”

“Afrika und Kälte. Finde den Fehler. Die einzige mir bekannte kalte Stelle ist der Gipfel vom Kilimandscharo”

…. und im weiteren Verlauf ….

“Ich muss nicht real in Afrika sein um zu wissen, dass es dort warm ist”

 

Nachrichten oder Kommentare dieser Art bekam ich etliche… Eigentlich sollte ich solche Kommentare einfach löschen. Manche habe ich auch gelöscht. Ich lasse mir sicherlich nicht unterstellen, in betrügerischer Absicht zu handeln!
Aber erschreckend finde ich, dass viele denken, in Afrika sei es immer heiß. Tag und Nacht.
Ich kann euch aus eigener Erfahrung sagen: In Afrika kann es nachts sogar Frost geben! Auch in Namibia. Und auch in Khorixas war es im Juli nachts sehr kalt.
Wer Zweifel hat, kann gerne googeln.

Und an dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an die vielen motivierenden Kommentare auf diese Beiträge.

 

Es trifft mich schon etwas, wenn mich solche Nachrichten und Kommentare erreichen – aber soetwas muss man wohl einfach aushalten, wenn man irgendwas öffentlich macht.

 

“Kann ich auch direkt auf Dein Konto überweisen?”

Ich bin grad dabei, ein Spendenkonto einzurichten, auf welchem ich die Spenden verwalten und auf Wunsch Kontoauszüge veröffentlichen kann.
Mein Konto ist bei der DKB und die stellen sich da leider etwas quer …
Ich habe nun bei meiner früheren Bank angefragt, mal sehen, ob die da flexibler sind.
Sobald das Konto eröffnet ist, schicke ich die IBAN an alle, welche schon angefragt haben.

 

 

“Kann ich Dir Sachspenden bringen?”

Nein, aus einem einfachen Grund: Wenn das Geld für die neuen Fenster nicht zusammenkommt oder aber vielleicht das Geld reichen wird und noch Geld übrig bleibt, kaufen wir vor Ort Schulsachen wie Kreide, Stifte oder auch Spielzeug wie zum Beispiel einen Fußball direkt vor Ort, um den örtlichen Einzelhandel zu stärken

 

 

Wenn ihr nicht spenden möchtet oder könnt, könnt ihr mir trotzdem helfen, indem ihr den Beitrag einfach teilt.

 

Vielen vielen Dank an alle, welche helfen, dass die Kinder nachts wieder warm schlafen können! 

 

Auch vielen Dank im Namen der Schule und von der Lehrerin, welche von dieser Kampagne natürlich weiß und hofft, dass genug Spenden zusammen kommen.

Vielen Dank an alle Helfer !!!!

 

 

 

 

Euch allen wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest, ruhige und besinnliche Feiertage und viele schöne Stunden im Kreise eurer Liebsten.

 

 

 

 

 


 

Spendenlink: https://gofund.me/27993d79

 


Namibia

 

 

 

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