Seiteninhalt
- Auf Pirschfahrt durch den Etoscha Nationalpark
- Weiße, staubige Schotterstraßen führen durch den Park
- Das imposante Gemeinschaftsnest von Webervögeln
- Schon bald sahen wir die ersten Tiere
- Immer wieder interessant zu sehen, wie Giraffen trinken
- Und dann kamen sie: Elefanten!!
- Und wieder Zebras! Die gibt es im Etoscha wirklich überall
- Tiere in freier Wildbahn: Warum der Etosha für uns so besonders war
- Nationalparks und Naturgebiete auf unseren Reisen
- Praktische Hinweise für eine Pirschfahrt im Etosha-Nationalpark
- FAQ: Safari im Etoscha mit Kindern
- Lohnt sich eine Pirschfahrt durch den Etosha-Nationalpark mit Kindern?
- Welche Strecke sind wir im Etosha gefahren?
- Wie viel Zeit sollte man für den Etosha-Nationalpark einplanen?
- Wann sieht man im Etosha besonders viele Tiere?
- Kann man den Etosha-Nationalpark selbst mit dem Auto erkunden?
- Was sollte man für eine Pirschfahrt im Etosha mitnehmen?
- Unsere Etosha- und Namibia-Reiseberichte
- Unterkünfte in Namibia finden
- Touren und Erlebnisse in Namibia
- Weitere Lesetipps zum Etosha-Nationalpark
Auf Pirschfahrt durch den Etoscha Nationalpark
Unsere Pirschfahrt durch den Etosha-Nationalpark führte uns vom Okaukuejo Camp Richtung Halali, vorbei an Wasserlöchern, weißen Schotterpisten und sehr vielen Tieren. In diesem Reisebericht geht es um Zebras, Giraffen, Elefanten, Nashörner, Hyänen und darum, warum eine Safari in Namibia mit Kindern und Teenagern völlig anders wirkt als jeder Zoobesuch.
Hallo zusammen,
nachdem wir im letzten Bericht nur in Okaukuejo waren, geht’s heute wieder on the Road – wir fahren etwas durch den Etoscha und sehen hoffentlich viele Tiere.
Also, einsteigen – es geht los!
Im Nachhinein habe ich es schon etwas bereut, dass wir nicht länger im Etoscha waren.
Aber wir wollten auch noch die Dünen weiter im Süden und die Küste bei Swakopmund erkunden und alles geht nicht in der kurzen Zeit. Ok, geht vielleicht wohl – aber wenn man wie wir 4 Kids dabei hat, ändert sich das Reisetempo.
Außerdem wollen wir sowieso mal irgendwann wieder nach Namibia, wir haben soviel noch nicht gesehen – und dann bleiben wir mind. 3 Tage im Etoscha, um auch den östlichen Teil zu erkunden.
So waren wir nur im Süd-Westen.
Wir sind vom Okaukuejo Camp bis zum Halali Camp gefahren, einfacher Weg theoretisch 70 km über Schotterpiste. Klingt nicht viel.
Wenn man dann aber wie wir auch mal zu den Wasserlöchern abbiegt oder irgendwo lange stehen bleibt zum Beobachten, dauern diese 70 km pro Weg auch mal mehrere Stunden.

Quelle: Google Maps
Auf der Karte gut zu erkennen: Obwohl wir stundenlang unterwegs waren, haben wir nur einen minikleinen Teil vom Etoscha erkundet.
Nächstes mal – und ich hoffe sehr, das klappt irgendwann – geht’s dann in den östlichen Teil.
Bevor wir zur Pirschfahrt aufgebrochen sind, waren wir noch am Wasserloch von Okaukuejo.
Und da war sehr viel los.
Zebras, Gnus, Kudus, Springböcke, Impalas, Oryx-Antilopen



Kleines Video (von meiner Tochter erstellt):
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Wow, wir hätten hier noch stundenlang beobachten können. So viele Tiere!
Die Kids konnten immer noch die Antilopenarten bestimmen. Vor ein paar Tagen bekamen sie auf der von Andreas betriebenen Gästefarm Antilopenkunde inkl. verschiedener Hörner zum Anfassen und einer direkten Safari-Fahrt im Anschluss, um das Gelernte zu testen – und sie wussten noch alles!
Wir hofften, auf unserer Pirschfahrt noch andere Tiere zu entdecken wie zB Elefanten, Nashörner, Giraffen – und Raubkatzen.

Vorbei am Aussichtsturm verlassen wir das Okaukuejo-Areal.
Der Name Etoscha hat seinen Ursprung in der Ovambo-Sprache und heißt so viel wie „großer weißer Platz“. Und weiß sind auch die Schotterpisten und selbst die Termitenhügel sind hier hell. Weiße staubige Schotterpisten.
Wir werden auf dieser Reise auch noch die roten Sandstraßen fahren, welche zumindest für mich immer so typisch für Afrika waren. Eben bis zu dem Tag, als ich einen ganzen Tag lang im Etoscha von den staubigen Pisten weiß-gepudert wurde.
Die Haare fühlten sich abends an, als wären sie aus genau dem trockenen Steppengras, welches wir an dem Tag im Etoscha soviel gesehen haben. In meinem Kamera-Rucksack war gefühlt ein Kilo reiner Schotterpistenstaub und meine gute Kamera habe ich gar nicht erst ausgepackt. Mein Zoom-Objektiv hatte ich ohnehin nicht. Es ist 3 Wochen vor der Reise kaputt gegangen, konnte nicht mehr repariert werden und ein neues war im Sommer nicht lieferbar. …
Die Fotos an diesem Tag entstanden mit meinem Handy und mit meiner Bridge-Kamera Panasonic Lumix FZ 1000 II *

Das ist die Straße, welche raus in den Nationalpark führt

Weiße, staubige Schotterstraßen führen durch den Park

Vorfreude!!!!!!


Kleine Betonpoller weisen die Wege zu den anderen Camps oder zu den Wasserlöchern


Das imposante Gemeinschaftsnest von Webervögeln
Die Männchen bauen Einzelnester – manche Arten aber auch wie auf dem Foto riesige Gemeinschaftsnester, um die Weibchen zu beeindrucken. Manche Männchen bauen sogar mehrere Nester, um ganz sicher ein Weibchen für eines der Nester zu gewinnen.
In Namibia sieht man oft die Gemeinschaftsnester. Es kann eine Höhe von etwa drei Metern und eine Breite von etwa 4,5 Metern erreichen und somit kommt es immer wieder mal vor, dass Äste dem Gewicht nicht standhalten.

Schon bald sahen wir die ersten Tiere
Springböcke.
Vorne links auf dem Foto sieht man ein junges Männchen, die Hörner sind noch relativ kurz.

Durch die weißen staubigen Straßen sind auch die Büsche an den Straßen weiß.
Wirkte manchmal etwas surreal, manchmal aber auch irgendwie frostig-winterlich. Bei angenehmen 20 Grad und blauem Himmel.


Ein Straßenposten kontrolliert den vorbeifahrenden Verkehr.

Eine Riesentrappe

Der Strauß wollte noch schnell vor unserem Auto die Straße überqueren

Und dann sahen wir endlich die ersten Giraffen


Immer wieder fegten Staubteufel über die trockene Landschaft


Oryx-Antilopen und Springböcke
Von den Elefanten leider keine Spur.
Wir fuhren weiter von Wasserloch zu Wasserloch.
An welchem Wasserloch man welche Tiere sieht, ändert sich jeden Tag.
Daher lässt sich da pauschal wirklich keine Aussage treffen.
Die Tiere ziehen durch den Nationalpark und manchmal hat man Glück – und manchmal eben nicht.


Immer wieder interessant zu sehen, wie Giraffen trinken
Man muss mal überlegen, wie viele Höhenmeter der Kopf beim Trinken überwinden muss. Giraffen werden bis zu 6 Meter groß.
Überhaupt ist die Giraffe ein sehr faszinierendes Tier.
Sie schlafen zB kaum. Sie dösen zwar öfter mal, aber Forscher haben herausgefunden, dass sie immer nur für ein paar Minuten fest schlafen. Dafür in mehreren Phasen jede Nacht. Dazwischen wird auch mal gefressen. Tiefschlaf ist für Giraffen lebensgefährlich.
Ebenso die Trinkpausen. Damit Giraffen nicht oft trinken müssen – denn so sind sie leichter angreifbar für Fressfeinde – nehmen sie auch aus den Akazienblättern Flüssigkeit zu sich.

Und dann kamen sie: Elefanten!!
Wir standen mit dem Auto auf dem kleinen Parkplatz am Wasserloch und konnten sie sehr gut beobachten.
Ein so toller Moment, unbeschreiblich, diese Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen.







Nach einer Weile zogen sie wieder weiter. Und wir waren wirklich geflasht, sie waren so nah und wir konnten sie ohne Probleme beobachten, wie sie tranken oder sich mit dem Wasser nass-spritzten.
Meine Tochter hat ihrer besten Freundin versprochen, Fotos und Videos von Elefanten zu machen, denn sie liebt Elefanten. Und als wir dann wieder weiter fuhren, hörte ich von hinten „Oh, mein Speicher ist voll! Aber ich hab ganz viele Fotos für ihre beste Freundin gemacht!“

Und weiter, zum nächsten Wasserloch. Die Kids packten sich wieder ihre Musikstöpsel in die Ohren und wir hielten Ausschau, vor allem nach Raubkatzen, Elefanten und Nashörnern.
Die entdeckten wir zwar nicht, dafür aber viele andere Tiere.



Ein ‚Großer Singhabicht‘

Da hinten ist die große Salzpfanne.
Und wieder Zebras!
Wir konnten uns daran nicht sattsehen.

Wir wohnen selber sehr ländlich, bei uns sind grad jetzt im Herbst in der Dämmerung Rehe, Fasane und Kaninchen / Hasen auf den Straßen zu sehen und erfordern hohe Aufmerksamkeit beim Fahren.
Und in Namibia sind es Zebras, Giraffen, Warzenschweine usw

Die kleine Elefantenherde vom Wasserloch vorhin zog weiter
Und wieder Zebras! Die gibt es im Etoscha wirklich überall
Und wir hatten zwischendurch Sorge, vielleicht keine zu sehen. ..


Ein kleiner Giraffenkampf



Etwas weiter bevölkerte eine Herde Springböcke die Straße. Wir fuhren in Schrittgeschwindigkeit und sie machten Platz.



Ein paar Impalas folgten den Springböcken

… der hat wohl irgendwie den Anschluss verpasst

Wir entdeckten eine Rote Kuh-Antilope (In Namibia Red Hartebeest genannt) , wow!
So eine hatten wir bislang noch nicht gesehen.
Und Zebras! Yeah!!!!



Ein Schakal




Und wieder Blick Richtung Salzpfanne


Wir sahen eine Menge Autos am Straßenrand. Also gab es da was zu sehen.
Und was?!
Wir suchten – und dann entdeckten wir sie sie: 3 Hyänen im Gras

… und ihre Beute!


Die Antilope fraß nichtsahnend. Hinten im Gras lauern die Hyänen
Im Auto starteten wilde Diskussionen, flüsternd natürlich.
Und dann waren die Lager gespalten.
Die einen hofften, dass die Hyänen den Springbock packen. „Endlich mal Action!“
Die anderen hofften, dass er es überlebt. „Oh nein, der arme!“
„Können wir den nicht einfach wegjagen?“
– „Nein!!! Bist du doof?!“
„Aber guck doch mal, wie süß der ist!“
– „Ja, und lecker!“

Gespanntes Beobachten.
Und dann sagte keiner mehr was. Alle schauten gespannt auf die sich vor uns gebotene Szenerie.
Lange passierte erst einmal gar nichts. Der Springbock lief immer mehr in Richtung der Hyänen.
Von der Rückbank kam ein verzweifeltes-flüsterndes „Neeeeeiiiiiiin!“ gefolgt von einem ebenfalls leiste flüsternden „Jaaaa, lauf noch weiter….“
Aber:

Normalerweise jagen sie gegen den Wind. In diesem Fall nicht – und dadurch bemerkt der Springbock die drei – und läuft davon

Die Hyäne guckt hinterher …

… und geht zu den anderen beiden.

Man beriet sich scheinbar kurz …

… hielt Ausschau nach neuer Beute ….

… und jeder ging wieder auf seinen Platz.

Lager 1 freute sich, Lager 2 war enttäuscht.
Aber überhaupt so eine Situation mal live zu erleben war schon spannend!

Auf dem Weg nach Rietfontain sahen wir wieder Elefanten.
Erst nur drei …

… und dann eine große Herde. Sie schienen auf dem Weg zum Wasserloch zu sein.

Mir fehlen die passenden Worte, um das zu beschreiben. Eine riesige Elefantenherde, darunter viele Jungtiere, läuft durch Landschaft. Zwischendurch trötet einer und alle anderen Tiere wie zB Zebras machen Platz.
Früher haben wir den Kindern immer ein Lied vorgesungen:
Das alte Kinderlied von den Elefanten fiel uns in diesem Moment sofort wieder ein. Den kompletten Text verlinke ich lieber nur, denn hier im Etosha passte dieses Lied plötzlich erschreckend gut zu der Szene vor uns.
Lied: https://www.youtube.com/watch?v=1abIH_PSWDM
Und genau dieses Lied sangen wir jetzt! Es passte perfekt. Elefanten, Bäume und gleich auch ein Gewässer.
Dieses Lied machte mir aber auch bewusst, wie groß die Kids schon sind. Meine Älteste startet bald mit ihrem Führerschein und ich frage mich sooft, wo die Zeit nur geblieben ist … Wenn ich jetzt meine kleine Nichte bei mir habe, denke ich an die Zeit, als meine Kinder so klein waren. Das ist gefühlt schon so lange her … Kinderlieder haben wir schon länger nicht mehr gesungen. Aber den Text konnten sie noch alle. Wieder so ein toller Moment, eine Situation, die man so nicht planen konnte und mich so mit Glück erfüllte, das alles mit meinem Mann und den Kids erleben zu dürfen.
Schaut euch mal diese wundervollen Tiere an. Und ihre niedlichen Jungtiere. Wir schmolzen dahin. Auch von den anderen kam nur ein „Ohhhhhhh sind die süüüüüüüß.“ „Guck mal, der ist ja noch ganz klein!“

Die Zebras dösten da bis grad noch – nun standen sie auf und machten Platz, um die Herde passieren zu lassen


Die Jungtiere waren immer nah bei den Großen, meistens sogar mitten drin in der Herde





Endlich sah man auch das Kleinste der Jungtiere.
Meine Tochter bedauerte in dem Moment, dass ihr Handyspeicher schon voll war.
„Mama, ich weiß ja, dass Du auch ein Foto machst!“
Jep, ein (!) Foto. Evtl, ganz vielleicht, auch ein paar mehr….

In den Rüssel von ausgewachsenen Elefanten passen bis zu acht Liter Wasser!
Elefanten trinken bis zu 200 Liter Wasser am Tag.
In der Schule würde jetzt eine mathematische Textaufgabe daraus werden.
Mathe stand aber an dem Tag nicht auf dem Stundenplan, sondern Biologie, und davon jede Menge!





Trinkt der große da noch Milch bei der Mutter?!


Vor lauter Glück über die Elefanten übersah ich fast, dass auf der anderen Seite eine Herde Kudus am trinken war. Ich mag diese majestätischen Tiere sehr.

Das mit den Elefanten war aber auch so toll anzusehen. In keinem Zoo der Welt bekommt man so eine Herde zu sehen mit so vielen Jungtieren.

Natürlich gehen wir auch gern in den Zoo Osnabrück oder in den NaturZoo Rheine. Gerade mit Kindern sind solche Ausflüge wertvoll. Aber eine Elefantenherde mit Jungtieren, Zebras und Giraffen im Etosha in freier Wildbahn zu sehen, war noch einmal etwas völlig anderes.
Viel zu schnell waren die Elefanten mit ihrer Trinkpause fertig und zogen weiter.
Wir hätten ihnen noch stundenlang zusehen können.




Ahhh, wieder ein Zebra. Posieren die eigentlich absichtlich immer so Richtung Kamera?


Und noch ein Kudu! Sogar ein männlicher mit seinen tollen Hörnern!!!



…. und wieder Zebras. Die sind wirklich überall.


… oha… ist aber gut gegangen!



Eine Herde Impalas

Und wieder Elefanten und wieder mit Jungtier!!!! Wahnsinn, was haben wir für ein Glück!!!

Und dann entdeckten wir noch 2 Nashörner, direkt am Straßenrand. Sie waren so nah, unbeschreiblich.






Wow, das war ein toller Tag im Etoscha, wir haben so viele Tiere gesehen.
Auch wenn wir keine Raubkatzen gesehen haben (wobei ich mir sicher bin, wir sind an vielen vorbei gefahren, sie verstecken sich immer sehr gut) – waren wir glücklich über den ereignisreichen Tag im Etoscha und den vielen Tiersichtungen.
Aber eines weiß ich jetzt schon:
Sollte ich irgendwann mal wieder nach Namibia kommen, würde ich 3 Tage im Etoscha bleiben. Einmal komplett Süden und Osten.
Bye Bye Okaukuejo.

Und zum Abschied kreuzte noch eine Giraffe den Weg zwischen Okaukuejo und dem Etoscha-Ausgang.

So, das wars jetzt erst einmal mit den Tieren Afrikas. In den kommenden Tagen steht Kultur und Erdkunde auf dem Stundenplan. Aber keine Sorge, es wird sicherlich nicht langweilig!
Bis zum nächsten mal, bye!
Tiere in freier Wildbahn: Warum der Etosha für uns so besonders war
Nach diesem Tag wusste ich noch einmal deutlicher, warum Tierbeobachtungen in freier Wildbahn mit Kindern und Teenagern so eindrücklich sind. Man kann nichts bestellen. Man fährt, wartet, schaut, hält an, fährt weiter und manchmal steht plötzlich eine Elefantenherde mit Jungtieren am Wasserloch.
Ähnliche Momente hatten wir später auch an ganz anderen Orten: bei den Koalas auf Magnetic Island, beim Whale Watching vor Monterey an der Westküste der USA und bei den Delfinen am Fort De Soto Park in Florida. Ein ganz anderes, aber vom Gefühl her verwandtes Erlebnis waren die Wildpferde bei Livno in Bosnien: wieder weite Landschaft, wieder eine Fahrt durchs Gelände, wieder Tiere, die eben nicht irgendwo bereitstehen.
Innerhalb unserer Namibia-Reise passte später auch die Tour rund um Swakopmund, Walvis Bay und die Wüste in diese Reihe, nur mit einem ganz anderen Tier- und Landschaftsbild.
Nationalparks und Naturgebiete auf unseren Reisen
Der Etosha war für uns einer der stärksten Nationalpark-Momente auf unseren Reisen. Ganz anders, aber ähnlich intensiv waren später der Daintree Rainforest in Australien und die Plitvicer Seen in Kroatien. Solche Orte zeigen Kindern und Teenagern sehr direkt, dass Natur nicht überall gleich aussieht und dass jedes Schutzgebiet seine eigenen Regeln, Geräusche, Farben und Grenzen hat.
Praktische Hinweise für eine Pirschfahrt im Etosha-Nationalpark
Stand 05/2026: Die Öffnungs- und Schließzeiten der Tore richten sich im Etosha nach Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Vor der Fahrt sollte man die aktuellen Zeiten und Gebühren noch einmal prüfen, genug Puffer einplanen und im Park rechtzeitig zurück im Camp oder am Ausgang sein.
Für Familien wichtig: Im Etosha fährt man lange Strecken langsam, oft über helle, staubige Schotterpisten. Wasser, Snacks, Fernglas, Kamera, Sonnenschutz, Geduld und ein möglichst voller Tank gehören für mich unbedingt dazu. Aussteigen sollte man nur dort, wo es erlaubt ist. Tiere haben immer Vorrang, auch wenn sie mitten auf der Straße stehen.
FAQ: Safari im Etoscha mit Kindern
Lohnt sich eine Pirschfahrt durch den Etosha-Nationalpark mit Kindern?
Ja, wenn die Kinder alt genug sind, längere Zeit im Auto zu sitzen und Tiere mit Geduld zu beobachten. Gerade mit Kindern und Teenagern ist der Etosha spannend, weil man nie genau weiß, was am nächsten Wasserloch passiert. Zebras, Giraffen, Elefanten, Antilopen, Nashörner oder Hyänen stehen eben nicht auf Bestellung bereit.
Welche Strecke sind wir im Etosha gefahren?
Wir sind vom Okaukuejo Camp Richtung Halali gefahren und haben unterwegs immer wieder an Wasserlöchern und bei Tiersichtungen angehalten. Die reine Kilometerzahl wirkt auf der Karte überschaubar, aber durch langsames Fahren, Schotterpisten und Beobachtungspausen dauert so eine Strecke schnell mehrere Stunden.
Wie viel Zeit sollte man für den Etosha-Nationalpark einplanen?
Rückblickend würde ich für den Etosha mindestens drei Tage einplanen. Wir waren nur im südwestlichen Teil unterwegs und hätten gern noch mehr Zeit gehabt, um auch weitere Wasserlöcher und den östlichen Bereich des Parks zu sehen.
Wann sieht man im Etosha besonders viele Tiere?
In der Trockenzeit sind Tierbeobachtungen oft besonders gut, weil viele Tiere zu den Wasserlöchern kommen. Trotzdem bleibt es Natur. An einem Wasserloch kann sehr viel los sein, am nächsten fast nichts. Genau das macht eine Pirschfahrt im Etosha so spannend.
Kann man den Etosha-Nationalpark selbst mit dem Auto erkunden?
Ja, der Etosha-Nationalpark lässt sich gut als Selbstfahrer erkunden. Wichtig sind genug Zeit, ein voller Tank, Wasser, Snacks, Sonnenschutz, Geduld und Respekt vor den Tieren. Aussteigen sollte man nur dort, wo es erlaubt ist.
Was sollte man für eine Pirschfahrt im Etosha mitnehmen?
Sinnvoll sind Fernglas, Kamera, ausreichend Wasser, Snacks, Sonnenschutz, eine Powerbank und etwas Warmes für den Morgen oder Abend. Die Straßen sind staubig, deshalb sollte man Kameraausrüstung gut schützen.
Unsere Etosha- und Namibia-Reiseberichte
Direkt vor diesem Bericht waren wir am Okaukuejo-Wasserloch im Etosha-Nationalpark. Den Start in den Park findest du im Bericht Auf geht’s zum Etoscha-Nationalpark. Unsere erste Safari in Namibia begann schon vorher auf der Gästefarm bei Windhoek: Unsere erste Safari in Afrika.
Alle Beiträge unserer Route findest du auf meiner Namibia-Seite. Weitere Reiseberichte vom afrikanischen Kontinent stehen auf der Afrika-Seite.
Unterkünfte in Namibia finden
Hier findest du Unterkünfte für Namibia. Auf der Karte kannst du zoomen, schwenken und auch weiter herauszoomen, wenn du andere Regionen im Land ansehen möchtest.
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Touren und Erlebnisse in Namibia
Hier findest du geführte Touren, Ausflüge und besondere Erlebnisse für Namibia.
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Weitere Lesetipps zum Etosha-Nationalpark
Zusätzliche Informationen zu Camps, Lodges, Reisezeit und Tiersichtungen findest du auch bei Sebastian von Off the Path: Etosha-Nationalpark Guide bei Off the Path.
Thomas und Melanie haben sich bei ihrer Namibia-Reise ebenfalls intensiv mit dem Etosha-Nationalpark beschäftigt: Etosha-Bericht bei Jansens Pott.




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