Seiteninhalt
- Sintra Tagesausflug ab Lissabon – alleine mit drei Teenagern
- Unsere private Sintra-Tour ab Lissabon mit drei Teenagern
- Der Tag begann recht früh.
- Quinta da Regaleira und der mystische Garten
- Poço Iniciático bei der Quinta da Regaleira – der Turm, der in die Tiefe geht
- Cabo da Roca – der westlichste Punkt des europäischen Festlands
- Boca do Inferno – imposante Wellen, die an den Felsen brechen
- Cascais – unser letzter Stopp an der Küste
- Über die Küstenorte fuhren wir nun zurück nach Lissabon
- Sintra mit Teenagern – unser Fazit
- Infos für eure Planung: Sintra Tagesausflug ab Lissabon
- Lage von Sintra
- Die Geschichte von Sintra
- Was ist das Besondere an Sintra?
- Wie kommt man von Lissabon nach Sintra?
- Warum sind im Pena Palace mehrere Baustile zu finden?
- Was ist die Quinta da Regaleira?
- Was ist der Poço Iniciático?
- Häufige Fragen zum Sintra-Tagesausflug ab Lissabon
- Lohnt sich Sintra mit Teenagern?
- Kann man Sintra an einem Tag schaffen?
- Wie kommt man von Lissabon nach Sintra?
- Muss man Tickets für den Pena Palace vorher buchen?
- Wie viel Zeit braucht man für den Pena Palace?
- Wie viel Zeit braucht man für die Quinta da Regaleira?
- Braucht man in Sintra ein Auto?
- Gibt es an der Quinta da Regaleira Parkplätze?
- Welche Stopps hatten wir auf unserer Sintra-Tour?
- Mehr von unserer Portugal-Reise mit Teenagern
- Touren, Tickets und Unterkünfte für Lissabon & Sintra
- Touren und Tickets für Sintra ab Lissabon
- Unterkünfte in Lissabon – praktisch als Ausgangspunkt für Sintra
Sintra Tagesausflug ab Lissabon – alleine mit drei Teenagern
In den Osterferien war ich alleine mit meinen drei Teenagern in Lissabon unterwegs. Für einen Tag haben wir von Lissabon aus eine private Tour nach Sintra gemacht. Seitdem ich davon auf einem Reiseblog gelesen hatte, wollte ich unbedingt dorthin, um mir Sintra und seine Paläste anzusehen.
Die Kids konnte ich im Vorfeld auch davon überzeugen. Da sie bei unseren Reisen seit einigen Jahren Mitspracherecht haben, ist das nicht ganz unwichtig. Immerhin würden wir für Sintra einen ganzen Tag unterwegs sein.
Wenn ich vor den Ferien von unseren Urlaubsplänen erzählte, kamen viele Reaktionen wie diese:
„Lissabon, das ist so eine schöne Stadt!“
„Ja, ich möchte aber hauptsächlich nach Sintra.“
„Sintra?! Wo ist das denn? Was ist daran so besonders?!“
Euch nehme ich in diesem Beitrag mit und zeige euch Sintra: das wundervolle, märchenhafte Städtchen nordwestlich von Lissabon.
Unsere private Sintra-Tour ab Lissabon mit drei Teenagern
Am Tag nach unserer Ankunft in Lissabon war der Ausflug nach Sintra geplant.
Schon ein paar Tage vorher bekam ich von unserem Guide eine E-Mail, in der er fragte, was wir uns alles ansehen möchten.
Nach einem kurzen Mailverkehr stand unsere Route fest, und unser Guide schickte mir noch einen Link, um bereits vorab Tickets für den Pena-Palast zu kaufen. Denn die Zahl der Besucher pro Tag ist beschränkt, und zudem muss man sich ein festes Zeitfenster buchen.
Unser Guide schrieb mir, welches Zeitfenster für unsere Tour am besten passen würde, und ich bestellte online die Karten. Für meine drei Teenie-Kids und mich machte das damals knapp 50 Euro.
Der Tag begann recht früh.
Die Teenie-Kids, ohnehin die meiste Zeit eher minimalkommunikativ, moserten leise, während sie sich anzogen und ihren Rucksack für den Tag packten. Ich hörte sie tuscheln, irgendwas mit Ferien und früh aufstehen und doof, aber das ignorierte ich heute einmal. Weil ich so voller Vorfreude war, ignorierte ich auch die Wetterprognose. Zumindest halb. Ich wies die Kids darauf hin, sich eine dünne Jacke einzupacken, weil Regen angekündigt war. „Mama, es ist Regen gemeldet und du hast trotzdem gute Laune?“ „Jep, wir fahren heute nach Sintra. Aber jetzt gehen wir erst einmal frühstücken“, trällerte ich fröhlich in die verschlafene Runde. Ich freute mich wirklich, dass es heute endlich klappen würde mit Sintra.
Das Frühstück wurde im asiatischen Restaurant nebenan serviert.
Der Kaffee schmeckte nicht, die Brötchen waren steinhart. Egal. Erstens gab es auch Küchlein, und zweitens freute ich mich sehr auf den heutigen Tag.

Unser Guide Gonçalo war pünktlich auf die Minute am Hotel. Die Chemie stimmte direkt von Anfang an.
Mit dem Auto fuhren wir damals etwa 45 Minuten in Richtung Pena Palace.
Auf dem Weg erzählte uns Gonçalo ganz viel zur Geschichte von Lissabon.
Zum Beispiel über die Statue im Kreisverkehr in der Nähe unseres Hotels, am Ende der Prachtstraße Avenida da Liberdade, über die ich im letzten Beitrag schon geschrieben habe.
Bericht: Lissabon – mit dem TukTuk zum Tejo
Sie zeigt das Denkmal des Marquês de Pombal.
1755 gab es ein schreckliches Erdbeben in Lissabon. In einem späteren Beitrag thematisiere ich das genauer. Sebastião José de Carvalho e Mello, der Marquês de Pombal, war damals der Stadtplaner und plante nach dem Beben ein völlig neues Lissabon. Mehr dazu erzähle ich auch in meinem Beitrag über das Quake Museum in Lissabon.
Auf dem Sockel sieht man seine wichtigsten Bauten sowie an das Beben erinnernde zerbrochene Steine.
Unser Guide Gonçalo erzählte dies mit so einer Begeisterung, dass auch die Kids gebannt zuhörten.
Von dem großen Beben in Lissabon hatten sie bis dahin auch noch nichts gehört.
Was lernen die Kids eigentlich in der Schule?
Sintra. Yippieh.
Ganz oben auf dem Hügel links sieht man schon, ganz klein, den Pena Palace.
Die Straßen von Sintra erinnerten mich etwas an Rothenburg ob der Tauber.
Die Straßen waren eng, und wir waren froh, nicht selbst fahren zu müssen. Wir erfuhren viel über Sintra und bekamen hilfreiche Tipps für unseren Besuch dort.


Wir erreichten den Ort von oben kommend, und direkt fielen uns die kleinen weißen Zipfelhüte auf.
Diese gehören zum Palácio Nacional de Sintra. Er wurde bereits im 10. Jahrhundert unter muslimischem Einfluss gebaut und war vom 14. bis zum 20. Jahrhundert die Sommerresidenz der königlichen Familie. Die beiden „Zipfel“ sind Schornsteine, die sich über der großen Palastküche befinden. Inzwischen gehören sie zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Sintra.
Die Fahrt führte uns weiter durch die malerisch verwinkelten Gassen der Stadt.
Links hinauf auf den Berg, auf dem der Pena Palace thront.
Für Portugal typisch sind die gekachelten Hauswände, aber auch vor allem ältere Straßenschilder sind oft gekachelt.
Bei unserem Besuch 2023 kamen wir an einem großen Parkplatz an. Die Schlange am Ticketschalter war lang.
Wir hatten unsere Tickets bereits und konnten direkt zum Kontrolleur durchgehen. Das hat viel Zeit gespart.
Von dort führte ein steiler, aber malerischer Weg durch den Park hinauf zum Palast.
Nach einem kurzen Spaziergang sahen wir ihn auf einmal vor uns: den Palácio Nacional da Pena.
Schon so oft auf Bildern gesehen, ist der Anblick, wenn man davorsteht, trotzdem ein echter Wow-Moment. Einer von mehreren, die uns beim Besichtigen noch erwarten sollten.
Es wirkte fast surreal. Diese Farben. Die vielen bunten Türmchen. Dazu der blaue Himmel mit den weißen Wölkchen.
„Wow, das ist ja genauso schön wie Schloss Neuschwanstein.“
Dort waren wir vor zwei Jahren. Wir haben es damals von der Marienbrücke und bei einem Spaziergang angeschaut, und die Disney-verwöhnte Bande war verzaubert von Neuschwanstein.
Und eben jetzt auch vom Pena-Palast. „Nee, das ist noch schöner, weil das viel bunter ist“, ergänzte meine Tochter.
„Ist das wirklich alles so echt oder wurde das für einen Film gebaut?“, fragte mich mein Sohn.
Nun, dazu schreibe ich gleich noch etwas.
Kurze Zeit später kam die erste Ernüchterung: Wir waren etwas zu früh. Einlass ist tatsächlich exakt wie auf dem Ticket angegeben.
Für die verschiedenen Zeitfenster gibt es verschiedene Warteschlangen.
Wir standen trotz Zeitfenster sehr lange in der Warteschlange, bis wir endlich an der Reihe waren und das Palastgelände betreten durften.
Klar, dass ein paar Tage nach Ostern viele Menschen Urlaub haben und sich eines der schönsten und berühmtesten Bauwerke Portugals ansehen möchten. Genau wie wir.
Wir warteten geduldig und ungeduldig zugleich.


Endlich durften wir hinein. Die Aufregung war groß, der erste Anblick schon so vielversprechend.
Ausblick bis zum Tejo, der Brücke und der Cristo-Rei-Statue.
Kennt ihr das, wenn ihr etwas seht, aber das gar nicht so recht erfassen könnt?
So erging es uns.
Wir standen einfach nur eine Weile, schauten und staunten.
Fasziniert waren wir von den vielen Türmchen, Winkeln, Nischen, Farben und Baustilen. Einfach von allem. Aber die Zeit drängte, denn wir hatten nur zwei Stunden Zeit von unserem Guide bekommen, wenn wir die anderen Punkte auch noch sehen wollten. Wollten wir. Also starteten wir unseren Rundgang.
Die Aussicht ist fantastisch, und dann kam sogar noch die Sonne raus und ließ die Farben noch mehr leuchten.
Die Sonne blieb nicht lange, unserer Faszination für diesen prächtigen Bau tat das keinen Abbruch.

Wir beschlossen, den Wall Walk zu gehen. Dieser führt einmal komplett um das Schloss herum.
Hier entlang führt der Weg, einmal komplett drumherum.
Die Aussicht war unbeschreiblich, aber wir genossen sie nicht so ausgiebig, wie wir es gern getan hätten. Schade eigentlich, wenn man schon an diesem Ort ist. Aber zum einen hatten wir wegen unseres straffen Programms nicht ganz so viel Zeit, zum anderen sahen wir bedrohlich dunkle Wolken am Horizont aufziehen, die sicherlich nicht nur Regen bringen würden.
Pfeif auf Zeit und Wolken. Wie soll man bei dieser Aussicht nicht stehen bleiben? Auch wenn man die Zeit nicht ganz aus den Augen verlieren durfte.
Wir genossen also etwas schneller.
Auf einem Hügel unterhalb des Pena Palace thront eine alte Ruine.
Auch diese kann man mit dem Touribus besuchen und besichtigen.
Bei der Ruine handelt es sich um die Festung Castelo dos Mouros, auf Deutsch Maurenburg. Den Namen hat die militärische Festung durch ihre damaligen Erbauer: die Mauren, Muslime aus Nordafrika. Sie bauten die Anlage im 8. oder 9. Jahrhundert. Die Lage auf dem 412 Meter hohen Berg war ideal. Als Festung diente sie jedoch nicht lange, lediglich bis zur Eroberung durch Alfons I. im 12. Jahrhundert. Er ließ auf dem Berg eine christliche Kapelle bauen.
Aber auch hier dauerte die Nutzung nicht sehr lange, und die Gemäuer begannen zu verfallen.
Das große Beben von 1755 zerstörte große Teile der Festungsanlage.
Im 19. Jahrhundert fanden umfangreiche Renovierungsarbeiten statt.
Die Ruine gehört zur Kulturlandschaft Sintra, die 1995 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde.
Geschafft. Und trotz zwischenzeitlich schnellen Genießens sogar noch gut in der Zeit.
Die Kids wollten noch einmal durch das Tor zur Rückseite. Sie waren wie ich vorhin so beeindruckt und begeistert, dass wir es uns noch einmal ansehen wollten.
Wie ein Schloss aus unseren geliebten Disney-Filmen. Mit seinen leuchtend bunten Farben trotzte es dem inzwischen zunehmenden Regenwetter.
Und als wir dann zurück zum Ausgang gingen, blinzelte für einen Moment sogar die Sonne durch die Wolken.

Ist das nicht schön?
Meine Frage an die Kids, welches der drei Schlösser denn am schönsten sei?
Dieses hier, weil es so bunt ist.

Ja, ich war sehr glücklich, dass unser Besuch geklappt hat. Und ein weiteres Highlight wartete noch auf uns.
Pena Palace auf Google Maps in 3D
Wir machten uns schweren Herzens auf den Rückweg.
Unser Guide hatte uns genau erklärt, auf welchem Parkplatz er warten würde.
Dort angekommen war Chaos. So viele Autos. Gehupe, Gemotze, Beinahe-Crashs. Bäm, von der Märchenwelt zurück in die Realität.
Unser Guide war die Entspannung in Person. Er fragte uns, wie es war, plauderte mit uns über unser nächstes Ziel und navigierte dabei mit stoischer Ruhe das Auto aus dem Verkehrschaos.
Abgesetzt hat er uns dann im historischen Zentrum von Sintra.
Wir hatten Hunger, und er empfahl uns eine kleine Bäckerei direkt gegenüber vom Palácio Nacional de Sintra, also diesem Gebäude mit den beiden Zipfeltürmen.
Wir fanden den Bäcker. Und bei den vielen portugiesischen Leckereien fiel uns die Auswahl schwer. Ein kleiner Snack zum Mitnehmen, zu wertvoll war unsere Zeit in Sintra.
Umso ärgerlicher, dass uns ein ordentlicher Regenschauer erwischte.
Die dicke dunkle Wolke, die wir schon vorhin vom Pena Palace aus gesehen hatten, war nun da. Wir stellten uns unter und konnten so zumindest in Ruhe unsere Snacks essen.
Nur der geplante Spaziergang durch das historische Zentrum fiel buchstäblich ins Wasser, und wir machten uns ohne Umwege direkt auf den Weg zum nächsten Ziel. Vom Zentrum aus war es nur ein kurzer Fußweg dorthin.
Quinta da Regaleira und der mystische Garten
Kleine Gasse in Sintra.
Es brauchte keine Wegweiser. Wir folgten einfach den Menschenmassen.
Das erinnerte uns ein wenig an den Walk of Fame in Los Angeles. Damals waren wir auch in den Osterferien unterwegs. Unglaublich, dass das schon sechs Jahre her ist.
Kleiner See auf dem Weg zum Eingang. Es fehlte eigentlich nur noch ein Dino in dieser Kulisse.
(Ein klein wenig sieht das aus wie im Daintree Rainforest in Australien.)
Links ist schon die Quinta da Regaleira.
Das ist das Hauptgebäude der Quinta da Regaleira. Sehr malerische und interessante Architektur. Aber das Gebäude war nicht unser Hauptziel.
Das Eingangstor zur Quinta da Regaleira.
Unser Guide erzählte uns, dass der damalige Besitzer und Auftraggeber für die Gärten ein Mitglied des Templerordens gewesen sein soll. In den Gärten soll er geheime Zeremonien abgehalten haben.
Passend zum mystischen Ambiente bezog sich der Himmel, es fielen ein paar Tropfen. Uns war das tatsächlich egal. Dieser Garten war so faszinierend, so spannend, es gab so viel zu entdecken. Wen interessieren da schon ein paar Tropfen?
Es gab aber trotz der vielen interessanten Ecken ein ganz besonderes Highlight, auf das wir uns alle am meisten freuten. Es trägt den Namen Poço Iniciático. Gleich nehme ich euch mit dorthin.
Man kann Tickets online kaufen, um die Warteschlange zu umgehen.
Ich vermute, dank des kräftigen Regens vorhin war die Schlange nicht lang. Wir kauften uns die Tickets an der Kasse und bekamen einen Plan ausgehändigt.
Wir wählten die Tour ohne Führung und kauften uns damals für 1 € einen Parkplan. Heute kann man den Lageplan auch online herunterladen.
Poço Iniciático bei der Quinta da Regaleira – der Turm, der in die Tiefe geht
Mein Sohnemann schnappte sich den Plan, und unser erstes Ziel sollte der Poço Iniciático sein.
Unbeschreiblich. Vor lauter Staunen vergaßen wir fast unser Hauptziel.
Wir fühlten uns wie in einer anderen Welt.
Unglaublich, dass diese Gärten mal jemandem privat gehörten.
Der Garten war fast wie ein Labyrinth.
Die Wege sind teilweise steil, also falls ihr dorthin möchtet: Flip-Flops sind nicht gerade die beste Idee.
Solche Wege durch Felsen und enge Durchgänge erinnerten mich später ein wenig an die Liechtensteinklamm in Österreich, auch wenn die Stimmung dort natürlich eine ganz andere ist.
Der Erbauer dieses Bauwerks war eindeutig ein Symmetriefan.
Mit viel Zeit kann man wirklich alles erkunden. Jeden Turm, jede Brücke, jede Grotte, jeden verschlungenen Weg durch diesen zauberhaften Garten.
Unser Ziel, der Poço Iniciático, ist das Highlight in diesem Garten.
Und nun wusste ich auch, wo die ganzen Menschenmassen geblieben waren: Sie standen an, um ihn zu sehen.
Geschafft, wir sind endlich am Eingang.
Nachteil der vielen Besucher an diesem Tag war leider, dass wir da ziemlich durchgehetzt wurden. Wir durften nicht stehen bleiben für Fotos und sollten ohne Stopp die Treppen nach unten steigen. Die Fotos entstanden daher im Gehen mit dem Handy.
Ein erster Blick nach unten. Wow. Ohne Worte.
Schon ein komisches Gefühl, diesen Turm hinabzusteigen. Es nieselte, dadurch fühlten sich die Wände nass und kalt an, und wir schraubten uns mit der Wendeltreppe immer tiefer.
Im Stern erkennt man das Kreuz der Templer. So sagte man uns das zumindest.
Ein Moment, der mir bis heute Gänsehaut macht
Kennt ihr eigentlich den Film Tribute von Panem? Da gibt es so einen Ruf, mit dem sich Katniss und Rue mithilfe der Spotttölpel verständigen.
Nun, ich dachte mir: Mal schauen, was passiert, wenn ich diese Melodie einmal pfeife.
Okay, ich habe das sogar laut gedacht, und die Kids begannen zu protestieren.
„Komm, nur einmal, mal sehen, was passiert.“
Und dann pfiff ich die Melodie und bekam eine Antwort, von weiter oben. Und kurze Zeit später von ganz unten.
Oha, damit hatte ich etwas in Gang gesetzt. Die ganze Zeit wurde nun diese kurze Melodie gepfiffen. Von oben, von unten. Und wir zwischendurch auch wieder. So ging das die ganze Zeit, selbst als wir schon unten in der Grotte waren, hörten wir von weit oben noch Menschen diese Melodie pfeifen.
Wow, das war wieder ein Gänsehautmoment. All diese Menschen, aus welchen Ländern sie auch immer kamen, hatten diesen Film gesehen. In ihrer Sprache, aber die Melodie war immer die gleiche.
Was wohl alle gedacht haben, die den Film nicht kannten.
Als wir wenige Tage später im Flieger nach Hause saßen, meinten die Kids, ob diese Melodie dort wohl noch immer gepfiffen wird.
Die Kulisse, in der wir uns befanden, wirkte auch wie ein Film. Diese alten, moosbedeckten Mauern. Surreal. Aber wir mitten drin.
Das hat sich gelohnt, auch wenn wir ohne Stopp durchgehen mussten.
Wir gingen weiter den Turm hinab.
Unten angekommen: Blick nach oben.
Und dann führte der Weg in die unterirdische Grotte.

Vorbei an Wasserfällen. Ausgang gefunden. Was für ein Erlebnis.
Wir hatten noch etwas Zeit und schauten uns noch weiter den Garten an.
Wir entdeckten die anderen Grotten und beschlossen, auch diese zu besichtigen.
Der Weg in der Grotte führt vorbei an einem unterirdischen See.
Zwischendrin war es darin wirklich stockdunkel. Gut, dass wir unsere Handytaschenlampen dabeihatten.
Ein kleines Video von den Grotten. Es war so dunkel. Mit Handytaschenlampe sah man zwar den Weg, aber ab und zu auch die kleinen niedlichen Höhlenspinnen.
#spinnenphobie
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Weitere InformationenUnbeschreibliches Erlebnis. So etwas hatten wir noch nie zuvor gesehen.
Dann war es aber doch Zeit, zum Ausgang zu gehen.
Die Löwenstatue. Mir bescherte sie etwas Fernweh nach Namibia.
Der Ausgang liegt unterhalb des Eingangs und unterhalb der Parkanlage.
Unser Guide war pünktlich am vereinbarten Treffpunkt.
Wir waren übersättigt mit Eindrücken. Was wir an diesem Tag bis dahin gesehen hatten, war unbeschreiblich: den märchenhaften Pena Palace, den verwunschen wirkenden und mystischen Garten der Quinta da Regaleira. Und noch ein weiteres Highlight wartete auf uns.
Dazu fuhren wir entlang des Sintra-Gebirgszuges Richtung Küste.
Das Meer.

Meer und dunkle Regenwolken. Wir fuhren ein Stück entlang der Küste.
Cabo da Roca – der westlichste Punkt des europäischen Festlands
Hier endet also das europäische Festland Richtung Westen.
Der westlichste Punkt ist sehr malerisch.
Es war so kalt. Der Wind pustete uns eisig um die Ohren, es begann zu nieseln und war richtig ungemütlich.
Wir machten unsere obligatorischen Fotos und waren ganz schnell wieder im warmen Auto.
Wir sahen, welches Glück wir am Vormittag mit dem Wetter gehabt hatten, denn inzwischen war der Pena Palace komplett in Regenwolken gehüllt und nicht mehr zu sehen.
Da oben ist eigentlich irgendwo der Pena Palace.
Und weiter geht’s, von einem Highlight zum nächsten. Auf dieser Tour lässt sich das alles prima und bequem an einem Tag kombinieren.
Unser Guide hatte sich im Vorfeld mit uns in Verbindung gesetzt und mit uns die Tour durchgesprochen. So hatten wir eine ganz individuelle Tour und bekamen zudem sehr viele Informationen zu Sintra und auch zu Lissabon.
Vom Cabo da Roca fuhren wir entlang der Küste Richtung Süden.
Boca do Inferno – imposante Wellen, die an den Felsen brechen
Nächstes Ziel: ein imposantes Naturschauspiel mit dem eindrucksvollen Namen Boca do Inferno, auf Deutsch Höllenmund.
Es gehört zur Stadt Cascais.
An den Klippen der Atlantikküste werden die Wellen bei Flut in die senkrechten Felsschlote gepresst und dabei weit nach oben an Land geschleudert.
Beim Boca do Inferno gibt es einen natürlichen Felsbogen, unter dem imposant die Wellen an den Felsen brechen. Ein sehenswertes Naturschauspiel.
Ein kleines Video vom Boca do Inferno
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Weitere InformationenCascais – unser letzter Stopp an der Küste
Im Anschluss machten wir noch einen Mini-Stopp in Cascais. Der Ort hat eine lange Fischereitradition, ist heute aber eine lebhafte Küstenstadt und ein bekanntes Ausflugsziel westlich von Lissabon.
Im Santa-Marta-Leuchtturm in Cascais befindet sich ein kleines Leuchtturm-Museum.
Das schöne Gebäude mit dem dunkelblauen spitzen Türmchen ist der Seixas Palace.
Wir schlenderten entlang der palmengesäumten Alameda Combatentes da Grande Guerra Richtung Strand.


Interessantes Mosaik am Boden. Stellt euch das mal vor, wenn ihr etwas getrunken habt.
Auf dem Platz direkt am Strand waren mehrere Buden mit Souvenirs und Snacks aufgebaut. Wir gönnten uns ein Gebäck auf die Hand und gingen an den Strand.
Einfach nur genießen.
Der Tag war wundervoll. Für uns alle. Die Kids, anfangs etwas moserig, als sie hörten, dass wir den ganzen Tag unterwegs sein würden und nicht nur das bunte Schloss besichtigen würden, waren inzwischen auch ganz hin und weg von Sintra und von allem, was wir heute gesehen und erlebt hatten.
Unsere Füße taten weh, aber wir waren glücklich über diesen tollen Tag, der sich nun dem Ende neigte.
Es war Zeit für die Rückfahrt zum Hotel.
Wieder pünktlich auf die Minute war der Guide am zuvor vereinbarten Treffpunkt.
Über die Küstenorte fuhren wir nun zurück nach Lissabon
Das Forte de São Julião da Barra, eine Küstenfestung aus dem 16. Jahrhundert. Eine von vielen kleineren und größeren Festungen entlang der Küstenlinie.
Der Leuchtturm in der Mündung des Tejo, das Forte de São Lourenço da Cabeça Seca, auch Farol do Bugio genannt.
Eines der Wahrzeichen von Lissabon: die Brücke des 25. April.
Wieder eine alte Festung: das Forte de São Bruno, gebaut 1647. 1649 wurde es mit einer Kanone ausgestattet.
Der rote Leuchtturm Farol da Gibalta.

Ein erster Blick auf den Torre de Belém. Ihn werden wir uns die Tage noch in Ruhe ansehen.

Vorbei am Entdeckerdenkmal Padrão dos Descobrimentos. Oben befindet sich eine mit Aufzug erreichbare Aussichtsplattform.
Unter der Brücke des 25. April hindurch.
Die für Lissabon typische Straßenbahn.
Und dann fuhr uns unser Guide durch diese tolle Straße.



Und wieder zurück am Hotel.
Unser Guide gab uns noch viele Tipps, zum Beispiel empfahl er uns das Quake Museum in Lissabon, das wir direkt am nächsten Tag besichtigten. Außerdem verriet er, wo es die besten kleinen Miniküchlein gibt.
Die Tour war jeden Euro wert. Unser Guide hat uns so viel Wissenswertes erzählt, uns viele Tipps gegeben und die Tour auch für die Kids toll zusammengestellt.
Für uns hieß es nur noch: im asiatischen Restaurant neben unserem Hotel Abendessen und dann ab ins Bett.
Ein unvergesslicher Tag geht zu Ende.
Im nächsten Bericht nehme ich euch mit in ein ganz besonderes Museum, und den Sonnenuntergang schauen wir uns auf einem Boot auf dem Tejo an.
Bis zum nächsten Mal. Danke, dass ihr dabei wart.
Sintra mit Teenagern – unser Fazit
Für uns hat sich der Tagesausflug nach Sintra mit Teenagern ganz klar gelohnt. Morgens fanden meine drei Teenager das frühe Aufstehen eher mäßig. Beim Pena Palace war das schnell vergessen, und die Quinta da Regaleira mit ihren Tunneln, Grotten und dem Poço Iniciático war für uns eines der spannendsten Erlebnisse des Tages.
Gerade weil ich alleine mit drei Teenagern unterwegs war, fand ich unsere private Tour praktisch: Ich musste mich an diesem Tag nicht zusätzlich um Fahrpläne, Umstiege oder die Weiterfahrt zur Küste kümmern. Wer nur Pena Palace und Quinta da Regaleira sehen möchte, kann Sintra aber auch gut individuell mit Zug und Bus planen.
Infos für eure Planung: Sintra Tagesausflug ab Lissabon
Unsere Route an einem Tag
Lissabon → Pena Palace → historisches Zentrum von Sintra → Quinta da Regaleira → Cabo da Roca → Boca do Inferno → Cascais → Lissabon
Für Pena Palace und Quinta da Regaleira allein braucht ihr keine geführte Tour. Unsere längere Route bis zur Küste war für uns mit Guide allerdings deutlich entspannter.
Lage von Sintra
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Weitere InformationenSintra – kurz erklärt
Sintra liegt nordwestlich von Lissabon. Die Kulturlandschaft Sintra gehört seit 1995 zum UNESCO-Welterbe. Bekannt ist die Region für ihre Paläste, historischen Anwesen und Gärten – allen voran den Pena Palace und die Quinta da Regaleira. Durch die Lage in der Serra de Sintra ist es hier oft kühler und feuchter als in Lissabon.
Die Geschichte von Sintra
Die Geschichte ausführlich zu erzählen, würde den Rahmen sprengen. Dieser Beitrag ist ohnehin schon recht lang geworden. Daher hier die Kurzversion:
Besiedelt war das Gebiet um Sintra bereits in der Altsteinzeit. Ungefähr ab dem Jahr 700 gewann das Gebiet zunehmend an Bedeutung, was sich anhand arabischer Aufzeichnungen feststellen lässt. Seit dem 8. Jahrhundert erlebte das Gebiet einige christliche Eroberungen und arabische Rückeroberungen.
1147 nahm Portugals erster König Alfons I. den Landstrich endgültig ein.
1154 erhielt Sintra erste Stadtrechte.
Die Böden in der Region waren ertragreich, und so siedelten sich dort im 12. und 13. Jahrhundert mehrere Klöster an.
1348 wütete die Pest auch in Sintra und forderte sehr viele Todesopfer.
Ende des 15. Jahrhunderts nahm König Manuel I. eine weitreichende Neugestaltung der Stadt vor.
Ab dem 16. Jahrhundert wurde Sintra bei der Oberschicht zunehmend beliebter. Die Luft im Sintra-Gebirge, das sich bis zur Küste zieht, ist deutlich angenehmer als in Lissabon.
Selbst im Sommer weht oft eine milde Brise, und durch den Regen im Frühjahr und Herbst ist das Umland sattgrün. Viele adelige Familien errichteten prächtige Herrenhäuser.
Auch die portugiesische Königsfamilie besaß in Sintra ihre Sommerresidenz.
Beim Erdbeben 1755 wurden viele Gebäude in Sintra zerstört, es folgten umfangreiche Wiederaufbauarbeiten.
Seit dem 19. Jahrhundert wurde Sintra zunehmend ein beliebtes Ziel für Großbürger.
Mehrere Schriftsteller, darunter auch Hans Christian Andersen, haben ihre Begeisterung für Sintra in ihren Werken festgehalten.
Was ist das Besondere an Sintra?
In Sintra steht eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Landes: der Palácio Nacional da Pena. Ein buntes Märchenschloss, malerisch auf einem Berg gelegen.
Aber auch die anderen Schlösser und Herrenhäuser sind sehenswert, zum Beispiel der Palácio de Monserrate, der direkt aus 1001 Nacht entsprungen zu sein scheint, oder das prächtige Herrenhaus Quinta da Regaleira mit seinem fast verwunschen-mystisch anmutenden Park. Lohnenswert sind außerdem die Kirche Igreja de São Martinho im Zentrum von Sintra, die Ruine des Castelo dos Mouros oder auch das Ende des Sintra-Gebirgszuges an der Küste: Cabo da Roca.
Ihr merkt es schon: Zu sehen gibt es in Sintra sehr viel, und es ist auch nicht alles fußläufig erreichbar.
Wie kommt man von Lissabon nach Sintra?
Sintra erreicht ihr von Lissabon mit der CP-Sintra-Linie, unter anderem ab Rossio, Oriente oder Entrecampos. Vom Bahnhof Sintra fährt der Bus 434 weiter zum Pena Palace.
Wichtig für die aktuelle Planung: Private Fahrzeuge dürfen die Zufahrtsstraßen zum Pena Palace und zum Castelo dos Mouros nicht befahren. Auch im historischen Zentrum ist der Autoverkehr stark eingeschränkt. Wer individuell anreist, sollte Zug, Bus, Taxi/TVDE oder die ausgeschilderten Fußwege einplanen.
Wir hatten uns damals bewusst für etwas anderes entschieden: Über GetYourGuide buchte ich für uns vier eine private Tour. Gerade weil ich alleine mit drei Teenagern unterwegs war und wir zusätzlich noch bis zur Küste fahren wollten, war das für unseren Tag sehr entspannt.
Online-Tickets für den Palácio Nacional da Pena
Link für die Online-Tickets für den Pena Palace: Hier geht es zur offiziellen Ticketseite.
Pena Palace – praktische Infos, Stand Oktober 2026
Öffnungszeiten: Park 9–19 Uhr, letzter Einlass 18 Uhr. Palast 9.30–18.30 Uhr.
Tickets: Die „Visita Essencial“ kostet 20 € für Erwachsene und 18 € für Jugendliche von 6 bis 17 Jahren. Die „Visita Total“ kostet 45 € für Erwachsene und 20 € für Jugendliche. Nur der Park kostet 12 € für Erwachsene und 10 € für Jugendliche. Der Transfer zwischen Parkeingang und Palast kostet 4,50 €.
Zeitfenster: Für den Innenbereich des Palastes gilt eine feste Einlasszeit ohne Verspätungstoleranz. Vom Parkeingang bis zum Palast solltet ihr ungefähr 30 Minuten einplanen.
Offizielle Infos und Tickets: Parques de Sintra – Pena Palace. Preise und Zeiten können sich ändern; vor der Reise bitte noch einmal prüfen.
Warum sind im Pena Palace mehrere Baustile zu finden?
Man findet viele Baustile im Pena Palace: Türme wie von mittelalterlichen Burgen, verzierte Torbögen wie aus dem Orient, gotische Fensterelemente, romantische Verzierungen und auch die für Portugal typischen Kachelfassaden. Alles in bunten, leuchtenden Farben.
An dieser Stelle stand zunächst eine Kapelle. 1503 ließ König Manuel I. hier das Real Mosteiro de Nossa Senhora da Pena errichten, ein Hieronymitenkloster.
Das Erdbeben von 1755 beschädigte das Kloster, zerstörte es aber nicht vollständig. Nach der Auflösung der religiösen Orden wurde es 1834 aufgegeben.
1838 kaufte Ferdinand II. das ehemalige Kloster und das umliegende Gelände. Aus einer geplanten Restaurierung als Sommerresidenz entwickelte sich der Bau des heutigen Palastes. Verantwortlich für die Umsetzung war unter anderem Wilhelm Ludwig von Eschwege.
Der heutige Pena Palace verbindet deshalb zwei Epochen: Teile des Klosters aus dem 16. Jahrhundert und den romantischen Palastbau des 19. Jahrhunderts. Manuelinische, maurische und mittelalterlich wirkende Elemente wurden ganz bewusst miteinander kombiniert.
Nach dem Tod von Königin Maria II. lebte Ferdinand II. zunächst allein und später mit seiner zweiten Frau, der Gräfin von Edla, in Pena. Bis zum Ende der portugiesischen Monarchie 1910 wurde der Palast von der Königsfamilie genutzt.
Den Namen hat man vom damaligen Kloster übernommen, das Nossa Senhora da Pena gewidmet war.
Auch von innen kann man den Palast besichtigen, und das lohnt sich. Bei unserem Besuch durften wir im Innenbereich nicht fotografieren.
Damit ihr es euch etwas besser vorstellen könnt: Bild bei Wikipedia: Das königliche Esszimmer
Der Pena Palace gehört zur Kulturlandschaft Sintra und damit zum UNESCO-Welterbe.
Der Pena Palace entstand Jahrzehnte vor Schloss Neuschwanstein. Beide gehören zu den außergewöhnlichen Schlossbauten der europäischen Romantik. Eine direkte Vorbildfunktion des Pena Palace für Neuschwanstein oder das Disney-Schloss ist allerdings nicht belegt.
Unser Parkplatz-Chaos gehört zu unserer Reise von 2023. Heute ist die Zufahrt zum Pena Palace für private Fahrzeuge ohnehin nicht erlaubt. Plant für einen aktuellen Besuch besser Bus, Taxi/TVDE oder einen der Fußwege ein.
Quinta da Regaleira – kurz erklärt
Die Quinta da Regaleira ist vor allem wegen ihres verwunschen wirkenden Gartens berühmt. Zu sehen sind unter anderem Türme, Grotten, Brücken, Tunnel, Wasserfälle und der bekannte Poço Iniciático. Gerade mit Kindern oder Teenagern ist dieser Ort oft deutlich spannender, als man vorab denkt.
Was ist die Quinta da Regaleira?
Die Quinta da Regaleira ist ein großes Anwesen in der Nähe des Ortszentrums von Sintra.
Auch dieses Anwesen gehört zur Kulturlandschaft Sintra und damit zum UNESCO-Welterbe. Hier ist aber nicht nur das 1910 fertiggestellte Gebäude im neugotischen Stil sehenswert, sondern vor allem der vier Hektar große Garten drumherum.
Er wirkt wie eine unwirkliche, fast mystische Welt, bestehend aus vielen kleinen Seen, Grotten, verwunschenen Türmen, romantischen Brücken, unterirdischen Tunnelsystemen und Wasserfällen, und das alles über mehrere Ebenen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise für die Quinta da Regaleira
Quinta da Regaleira – praktische Infos, Stand Oktober 2026
Öffnungszeiten: Januar–März sowie Oktober–Dezember 10–18.30 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr. April–September öffnen die Gärten ab 9 Uhr und schließen um 19.30 Uhr; Palast, Kapelle und Ausstellungsräume schließen früher.
Eintritt: Erwachsene 20 €, Jugendliche von 6 bis 17 Jahren 15 €, Kinder bis 5 Jahre kostenlos. Familienticket für 2 Erwachsene + 2 Jugendliche: 60 €. Audioguide: 5 €.
Tickets: Sie gelten für Datum und Zeitfenster. Laut offizieller Seite gibt es maximal eine Stunde Toleranz nach der gebuchten Eintrittszeit.
Parken: Direkt an der Quinta da Regaleira gibt es keine Parkplätze.
Offizielle Infos: Quinta da Regaleira – Besuchsinfos. Preise und Zeiten können sich ändern; vor der Reise bitte noch einmal prüfen.
Was ist der Poço Iniciático?
Eine ewig lange Schlange, also habe ich etwas Zeit, euch zu erklären, was das überhaupt ist.
Auf Deutsch wird der Poço Iniciático meist als Einweihungsbrunnen bezeichnet.
Es ist kein klassischer Brunnen: Über eine Wendeltreppe steigt man tief nach unten. Von dort führt ein unterirdisches System aus Gängen und Grotten wieder hinaus in den Garten.
Cabo da Roca – kurz erklärt
Cabo da Roca ist der westlichste Punkt des europäischen Festlands. Die Klippen fallen hier steil in den Atlantik ab. Es ist dort oft deutlich windiger und kühler als in Lissabon oder Sintra. Eine Jacke ist also fast immer eine vernünftige Idee.
Lage vom Boca do Inferno
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Weitere InformationenBoca do Inferno – kurz erklärt
Der Boca do Inferno gehört zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten bei Cascais. Besonders eindrucksvoll ist der Felsbogen, an dem die Atlantikwellen mit Wucht gegen die Küste schlagen. Je nach Wetterlage wirkt der Ort friedlich oder ziemlich dramatisch.
Häufige Fragen zum Sintra-Tagesausflug ab Lissabon
Lohnt sich Sintra mit Teenagern?
Ja – jedenfalls war es bei uns so. Meine drei Teenager mochten besonders den bunten Pena Palace und die Quinta da Regaleira mit ihren Tunneln und Grotten. Der Tag war lang, aber abwechslungsreich genug, dass bei uns niemand nach dem ersten Schloss schon genug hatte.
Kann man Sintra an einem Tag schaffen?
Ja, wenn die Route klar ist. Pena Palace und Quinta da Regaleira lassen sich gut an einem Tag kombinieren. Mit Cabo da Roca, Boca do Inferno und Cascais wird der Tag deutlich voller – wir haben diese Strecke mit einer privaten Tour gemacht.
Wie kommt man von Lissabon nach Sintra?
Mit der CP-Sintra-Linie kommt ihr von Lissabon nach Sintra, unter anderem ab Rossio, Oriente oder Entrecampos. Vom Bahnhof Sintra fährt der Bus 434 zum Pena Palace. Wir selbst sind mit einem privaten Guide ab Lissabon gefahren.
Muss man Tickets für den Pena Palace vorher buchen?
Für den Innenbereich des Pena Palace wird ein festes Zeitfenster gebucht. Gerade an stark besuchten Tagen würde ich das Ticket vorab kaufen. Wichtig: Die Uhrzeit gilt für den Eintritt in den Palast; vom Parkeingang bis dorthin sollte man ungefähr 30 Minuten einplanen.
Wie viel Zeit braucht man für den Pena Palace?
Wir hatten etwa zwei Stunden eingeplant und hätten durchaus länger bleiben können. Rechnet zusätzlich Zeit für den Weg durch den Park und für mögliche Wartezeiten ein.
Wie viel Zeit braucht man für die Quinta da Regaleira?
Für Garten, Poço Iniciático, Grotten und Wege würde ich mindestens zwei Stunden einplanen. Wer gern fotografiert oder viele Nebenwege erkunden möchte, kann dort deutlich länger bleiben.
Braucht man in Sintra ein Auto?
Nein. Zum Pena Palace dürfen private Fahrzeuge aktuell nicht hinauffahren, und auch im historischen Zentrum ist der Verkehr eingeschränkt. Zug, Bus, Taxi/TVDE, Fußwege oder eine organisierte Tour sind für einen Besuch sinnvoller.
Gibt es an der Quinta da Regaleira Parkplätze?
Nein. Die Quinta da Regaleira weist ausdrücklich darauf hin, dass es direkt dort keine Parkplätze gibt. Wer mit dem Auto nach Sintra kommt, sollte einen der ausgewiesenen Parkplätze der Stadt nutzen und von dort weiterfahren oder laufen.
Welche Stopps hatten wir auf unserer Sintra-Tour?
Unsere Route führte von Lissabon zuerst zum Pena Palace, danach ins historische Zentrum von Sintra und zur Quinta da Regaleira. Anschließend ging es an die Küste zum Cabo da Roca, zum Boca do Inferno und nach Cascais, bevor wir nach Lissabon zurückfuhren.
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Touren, Tickets und Unterkünfte für Lissabon & Sintra
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