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Monat: September 2020

Österreich: Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 2 – Die Edelweißspitze und die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe


Österreich: Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 2 – Die Edelweißspitze und die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe


Österreich: Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 2

– Die Edelweißspitze und die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

 

 

Schön, dass ihr wieder dabei seid.

Im ersten Teil habe ich euch schon einiges von der Großglockner Hochalpenstrasse gezeigt und auch erzählt
https://www.elly-unterwegs.de/2020/09/25/oesterreich-die-grossglockner-hochalpenstrasse-in-bildern/

Heute fahren wir auf den höchsten mit dem Auto erreichbaren Punkt und dann wird es ganz besonders niedlich.

Aber von Anfang an:

Mein Lebensgefährte und ich sind mit meinen drei und seinen beiden Kindern, meinen Eltern und einem guten Bekannten in Heiligenblut.
Von dort aus haben wir ein paar Ausflüge auf die Großglockner Hochalpenstrasse unternommen.

 

Was man auf dem Screenshot gut erkennt: Sie schlängelt sich über die Alpen. Die Großglockner Hochalpenstraße ist die höchste befestigte Passstraße in Österreich; eigentliche Passhöhe 2576 m ü. A. In 36 Serpentinen bzw. Kehren schlängelt sie sich bergauf und bergab und bietet einen grandiosen Panoramablick auf die auch im Sommer schneebedeckten Berggipfel. Für die 34 km benötigt man etwas mehr als eine 3/4 Stunde. Theoretisch. Denn eigentlich ist die Straße ein kompletter Tagesausflug. Mindestens. Es gibt überall kleine Parkplätze mit Picknicktischen und auch ein paar Restaurants finden sich auf der Strecke. Von der eigentlichen Verbindungsstrasse zweigen zudem noch ein paar Straßen ab, so kann man zum Beispiel zum höchsten Punkt – der Edelweißspitze – fahren oder aber auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe den Gletscher sehen und Murmeltiere beobachten (und mit etwas Glück auch füttern) oder zum Gletscher wandern. Und genau davon werde ich euch heute schreiben

 

 

Wir beginnen in dem Örtchen Heiligenblut

Heiligenblut liegt in ca.1288 m Seehöhe am Fuße des Großglockners (3798 m) und direkt an der Großglockner Hochalpenstrasse. Demnächst gibt es darüber einen separaten Beitrag.

 

Das bekannte Motiv von Pfarrkirche Heiligenblut (Hl. Vinzenz) und dem Großglockner im Hintergrund 

 

Von Heiligenblut zur Edelweißspitze

 

Entfernung: ~ 23 km
Fahrtzeit: ~ 45 Minuten 

Höhendifferenz: Heiligenblut (1.288 m) – Edelweißspitze ( 2.572 m ü. A) -> Höhendifferenz 1284 m 

Die Mautstation oberhalb von Heiligenblut

 

 

Dieses nachfolgende Schild fasst den heutigen Beitrag schön zusammen:
1. Abzweigung – Die Edelweißspitze
2. Abzweigung – Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

3. Abzweigung – Das Goldgräberdorf – nicht auf dem Schild und noch nicht in diesem Bericht. Wegen der Fotoflut. Das hätte sonst den Rahmen gesprengt. Und außerdem ist das Goldgräberdorf auch einen eigenen Beitrag wert.

 

Von der Straße aus führt eine schmale, 1,7 km lange gepflasterte Stichstrasse nach oben. Die Parkplätze oben sind rar. Die Aussicht atemberaubend.

 

Der Weg zur Edelweißspitze führt über das Hochtor und am Fuscher Törl vorbei. Direkt dahinter geht es dann von Heiligenblut aus kommend rechts ab.
Die Höhendifferent zwischen Fuscher Törl und der Edelweißspitze beträgt 177 Meter auf einer Länge von ca 2 km.

 

Die Gedenkstätte am Fuscher Törl. Im Hintergrund sieht man die Edelweißspitze

 

Die Edelweißspitze ist der höchste befahrbare Punkt der Großglockner Hochalpenstraße auf 2.571 m. Von oben hat man eine großartige Aussicht auf 37 Dreitausender und 19 Gletscher.
Außerdem befindet sich dort eine Pension und ein Berggasthof mit Sonnenterasse. Ursprünglich hatte die Edelweißspitze eine Höhe von 2.577 m, die zur heutigen Höhe fehlenden 6 Meter wurden beim Bau des Gipfelparkplatzes abgetragen. Ursprünglich hieß die Edelweißspitze Ponek, wurde aber vom Ingenieur Wallack umbenannt. Die ersten Planungen sahen eine Stichstraße zum Gipfel gar nicht vor.  Als jedoch am Ende der Bauarbeiten noch Geld vorhanden war, entschied man sich, zusätzlich noch diese Straße zu bauen, um einen weiteren Panorama-Aussichtspunkt zu haben.

Meine Eltern waren schon mehrfach auf der Großglockner Hochalpenstrasse. Aber noch nie auf der Edelweißspitze. Das sollte sich in diesem Urlaub ändern.
Wir hatten einen Tag in der Wetterprognose, welcher dazu absolut perfekt war. Blauer Himmel und Sonne! Sonst war jeden Tag Regen voraus gesagt.
Wir haben diesen schönen sonnigen Sommertag jedoch nicht für einen Besuch der Edelweißspitze genutzt, sondern sind mit den Kindern im Schnee gerodelt. (Dieser Satz klingt irgendwie lustig ^^) Im Schnee zu rodeln war der große Wunsch der Kinder und wir erfüllten ihn gerne. 

Meine Eltern aber fuhren hoch zur Edelweißspitze.
Von ihnen stammen auch die folgenden Fotos:

 

 

Bestes Wetter für einen Besuch auf der Edelweißspitze! Der Weg nach oben. Im Hintergrund (und ganz weit unten) sieht man Fuscherlacke mit See und Mankaiwirt

 

 

Vielen Dank für die Fotos!

Beim nächsten Urlaub in der Großglockner – Region besuchen wir auch die Edelweißspitze. Das haben wir uns direkt überlegt, als wir die Fotos gesehen haben. Das Wetter ließ das in dem Urlaub leider nicht mehr zu ….
Aber wir wissen ohnehin schon, dass wir wiederkommen werden. Und dann wandern wir von Heiligenblut zum Gletscher und an einem anderen Tag den kompletten Gamsgrubenweg und werden die Gegend dort noch intensiver erkunden. Und die Kinder? Sind von der Idee begeistert, nicht zuletzt wegen der Murmeltiere – und zu denen geht es nun im nächsten Abschnitt.

 

Und weiter geht’s ….

Nächstes Ziel: Die Kaiser- Franz- Josefs- Höhe

 

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Und täglich grüßt das Murmeltier!

 

Soviel vorweg: Wir waren mehrfach auf der Kaiser- Franz- Josefs- Höhe. Dafür haben wir andere Ausflüge gestrichen. Die Kinder waren verliebt in die Murmeltiere.
Deswegen auch die Murmeltier- Kuscheltiere vom Mankai-Wirt / Fuscherlacke.

Aber von Anfang an, denn wir müssen ja erst einmal dort hinfahren.

Vom Kreisverkehr sind es noch ca 8 km. Von Heiligenblut aus kommend braucht man dafür nicht das Hochtor passieren.

 

 

Lohnende Zwischenstopps auf dem Weg zur Kaiser- Franz- Josefs- Höhe:

 

  1. Stopp: Energiedusche Wasserfall

Nicht zu übersehen, da er direkt an der Straße ist. Davor ist ein kleiner Parkplatz mit Picknicktischen. Der Wasserfall gilt als Kraftdusche. Die Luft wird durch das auf die Felsen plätschernde Wasser mit negativ geladenen Ionen angereichert. Dies soll reinigend für die Lunge wirken und außerdem das Nervensystem positiv beeinflussen.
Einfach mal sitzen und dem Wasser lauschen wirkt auf jeden Fall entspannend und beruhigend. Selbst dann, wenn 3 der 5 Kiddies im 10-Sekunden-Takt fragen, wann es endlich weiter geht. 

 

 

2. Stopp:  Naßfeldspeicher

Das ist ein kleiner Gletschersee ein paar hundert Meter hinter dem Glocknerhaus.

Es fühlte sich an, als sei man in eine andere Welt eingetaucht. Ein wenig surreal, aber wunderschön. Wie aus einem Bilderbuch. Und wir standen inmitten dieser grandiosen Natur. Fotos geben das gar nicht wieder, aber es lässt sich erahnen, wie malerisch es dort ist.
Wenn ihr dort seid: Macht dort unbedingt einen kleinen oder größeren Stopp und inhaliert dieses wundervolle Fleckchen Erde!

Wir haben dort auf dem Rückweg angehalten und hatten leider (leider leider) daher keine Zeit mehr zum Wandern.

 

 

 

 

Gleich sind wir bei den Murmeltieren!!!! Im Hintergrund und mit dem Gipfel in Wolken gehüllt ist der Großglockner

 

 

Oben am Hang sieht man schon die Gebäude der Kaiser-Franz- Josefs- Höhe. Und man sieht auch die Straße, welche wir gleich fahren werden

 

 

 

Wir parkten unterhalb der Kaiser- Franz- Josefs- Höhe auf dem Parkplatz neben dem Wohnmobilparkplatz -> Parkplatz

 

Etwas oberhalb von dem Parkplatz befindet sich das Panoramarestaurant Kaiser Franz-Josefs-Höhe. Ein Fahrstuhl fährt vom Parkplatz nach oben zum Restaurant und zu einem kleinen Souvenirshop.

Und von dort startet dann auch der Murmeltierweg.

Der Murmeltierweg auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe 

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Das ist die Kaiser- Franz – Josefs – Höhe. Ein riesiger Bereich mit einer Breite von 1/2 km. Es gibt mehrere Restaurants, Souvenirshops und die Möglichkeiten für außergewöhnliche Wanderungen zb zum Gletscher

 

Das ist das Panoramarestaurant Kaiser Franz-Josefs-Höhe mit dem markanten grünen Lift, welcher hoch zum Restaurant und zum Murmeltierweg führt 

 

Festes Schuhwerk ist für den Murmeltierweg empfehlenswert

 

Wir hatten gleich beim ersten Besuch richtig Glück:
Direkt am Anfang ist ein kleines Plateau und dort tummelten sich gleich mehrere Murmeltiere

 

Der Nachteil, wenn man immer hinter der Kamera ist: Es gibt kaum Fotos, auf denen man selbst auch mal zu sehen ist ….. Hier eines der wenigen. Und im Vordergrund die süßen kleinen Tierchen

 

 

 

Ein paar Informationen über die Murmeltiere vom Großglockner

Gesunde Männchen wiegen mindestens 3 Kg , die Weibchen sind etwas leichter. Damit sind sie nach dem Biber und dem Stachelschwein das drittgrößte in Europa vorkommende Nagetier. Murmeltiere leben in Gruppen mit bis zu 20 Tieren. Sie verlassen den Familienverband frühestens nach 3 Jahren, wenn sie ihre Geschlechtsreife bekommen. Sie können bis zu 12 Jahre alt werden.

Sie leben in den Hochalpen, da sie nur hier geeignete Umweltbedingungen finden. Der natürliche Lebensraum des Alpenmurmeltiers umfasst die Alpen, die Karpaten und die Hohe Tatra, wobei das Murmeltier in keinem dieser Gebiete flächendeckend vertreten ist.  Sie leben wegen der Temperaturen nicht unter 800 mÜnN und mit wenigen Ausnahmen stets oberhalb der Baumgrenze. Wichtig ist, dass sie an den Berghängen ihre unterirdischen Bauten anlegen können, diese bestehen aus einem weit verzweigten System von Kammern und Tunneln mit einer Tiefe von bis zu 7 Metern, dafür bevorzugen sie Südhänge, da sie zum einen früher schneefrei sind und zum anderen auch dort nach dem Winter die Vegetation schneller anfängt zu wachsen. Murmeltiere ernähren sich von Wurzeln, Blättern und Blüten. Interessant ist, dass sie in ihren Bauten eigene Kammern zum Absetzten der Exkremente bauen, damit die anderen Kammern sauber bleiben.
Den Winter überstehen sie mit reichlich Fettreserven und einem 6-7 monatigem Winterschlaf, welchen sie alle 3-4 Wochen unterbrechen, um Exkremente abzusetzen.

In den Sommermonaten halten sich die tagaktiven Tiere an heißen Tagen den Großteil des Tages im kühlen Bau auf, da sie schnell an Überhitzung leiden. Dadurch haben sie weniger Zeit zum fressen und können aus dem Grund weniger für den Winterschlaf so wichtige Fettreserven anlegen, was wiederum dazu führt, dass immer wieder Murmeltiere den Winter nicht überleben.
Daher ist die Klimaerwärmung auch für diese putzigen Tiere eine große Gefahr. 

Bei der Fortpflanzung gibt es feste Regeln, welche jetzt den Rahmen sprengen würden. Aber eines fand ich interessant: Die Weibchen machen nach 2 Würfen eine Pause bis zu 4 Jahren.
Außerdem zehren die Murmeltierweibchen bis in die Säugezeit von den Vorjahresfettreserven, daher können sie nur trächtig werden, wenn ihr Körper ein Mindestgewicht überschreitet!

Sie bekommen nach ca 5 Wochen Trächtigkeit zwei bis sechs nur 30 Gramm leichte nackte, zahnlose, blinde und taube Junge. Erst nach 24 Tagen öffnen sie die Augen und verlassen mit ca 6 Wochen zum ersten mal den Bau.

Trotz ihrer Größe haben sie Fressfeinde wie zB der Steinadler. Entdecken sie Gefahr, warnen sie sich mit schrillen Pfiffen. Sie sind sehr weit zu hören und somit werden auch die Nachbarfamilien mitgewarnt.
Beim Steinadler ist das Murmeltier die Hauptbeute. Während einer Brutsaison fängt er ca. 70 Murmeltiere.
Aber auch Baummarder, Rotfüchse und Kolkraben gehören zu den Fressfeinden, jedoch schlagen diese nur Jungtiere.

Schon interessant, wie sich die Murmeltiere an das hochalpine Klima angepasst haben.

In dem Souvenirshop haben wir bei unserem ersten Besuch nach Futter gefragt. Die Verkäuferin erklärte, dass sie das früher angeboten haben, aber die Touristen die Murmeltiere lieber mit Süßigkeiten und Keksen angelockt haben. Das hatte zur Folge, dass die Tiere das eigentliche Futter nicht mehr wollten.
Es ist für die Murmeltiere absolut nicht gesund, wenn man sie mit Industriekram anlockt und füttert!!

Beim zweiten Besuch waren wir vorbereitet und hatten Möhrenstifte dabei. Damit konnten wir sie bei einem Besuch so anlocken, dass sie uns aus der Hand fraßen.
Eine Garantie ist aber auch das nicht, zweimal waren wir (nachmittags) am Plateau, trafen aber kein Murmeltier an.

 

Hallo Menschenkind, hast du was Leckeres für mich?

 

Möhren schmecken den Murmeltieren und schaden ihnen nicht

 

Meine große Kamera lag zu Hause. Also nicht im Hotel, sondern tatsächlich zu Hause im Münsterland. Das sollte nicht das einzige mal sein, dass ich diese Entscheidung bereuen würde …..
Aber es ist auch immer viel zu tragen, erst recht, wenn ich noch ein anderes Objektiv dabei habe. …
Daher entschied ich mich, sie zu Hause zu lassen. Fehler, …. großer Fehler…. Nicht nur, wenn wir bei den Murmeltieren waren …..

Ein kleines, kurzes Video:

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Ausblick vom Murmeltierweg. Der Felsen zwischen den beiden Seen heißt Elisabethfelsen. Er markiert das damalige Gletscher-Ende der Pasterze um 1856 herum, also zu der Zeit, als Kaiser Franz und Kaiserin Elisabeth zum ersten mal zur Pasterze wanderten.

 

Die Mädchen hatten irgendwann “genug Murmeltiere gesehen”. Und während mein Sohn gar nicht mehr dort wegwollte, beschäftigten sich die Mädchen lieber mit ihrem Spielzeug, was sie immer (wirklich immer!) dabei haben. Nein, rechts war kein Abhang, sondern es ging nur etwas schräg hinab auf eine ca 50 cm darunter liegende Ebene ….

 

Nach einer Weile auf dem Plateau gingen wir den Murmeltierweg hinauf. Klettern war an einigen Stellen angesagt, den Kindern hat das sehr gut gefallen.

 

Der Murmeltierweg ist stellenweise steil.

 

Der Weg führt rauf zum Kaiser Franz Josefs Haus, einem Restaurant mit Außenterasse. Von dort geht dann der Weg zur Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte bis hin zu dem Aussichtsplateau am Gletscher und dem Start des Gamsgrubenweges.

 

 

 

Ein riesiger Steinbock thront am Kaiser-Franz-Josefs-Haus. Im Hintergrund sieht man schon die Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte

 

Die Straße unten führt zur eigentlichen Kaiser Franz Josefs Höhe. Dort gibt es ein Parkhaus. Der Fußweg oben führt ebenfalls dorthin, vorbei an der Wilhelm- Swarovski- Beobachtungsstation.
Leider habe ich kein besseres Foto von der Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte ohne andere Menschen. Sie wurde 1998 in Form eines Bergkristalles errichtet. Innen befindet sich die Ausstellung „Tierwelt des Hochgebirges“, ein Souvenirshop sowie mehrere Ferngläser. Beobachten kann man hier mit etwas Glück Steinböcke oder aber auch Kletterer auf dem Weg zum Gipfel des Großglockners.

 

Am Wegesrand gibt es keine Abgrenzung.
Und auch auf dem Weg zur Wilhelm Swarovski Beobachtungswarte sahen wir wieder mehrere Murmeltiere
Alpendohlen – und auch ein Murmeltier ist auf dem Foto zu sehen. Wer entdeckt es?
Die Kaiser-Statue und Inschrift am Kaiserstein erinnern an den Besuch von Kaiser Franz Joseph I. am 07.09.1856. Von Heiligenblut aus wanderte er mit Gefolge von Heiligenblut aus 4 Stunden lang, um einmal die Pasterze zu sehen.

 

Auf dem Weg nach der Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe gab es ebenfalls Murmeltiere zu sehen. Und wieder kamen sie uns ganz nahe und ließen sich sogar streicheln.

 

 

 

 

….. kleine Pause …..

 

Und weiter geht’s! Der Weg weiter Richtung Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Zu sehen ist das obere Parkdeck und im Hintergrund sieht man den Gletscher. Schaut ihn euch mal ganz genau an ….

 

 

Und nun zeige ich euch ein Foto von ca 1935.

Fotoquelle:  https://www.grossglockner.at 

 

Seht ihr, wie weit der Gletscher bereits zurück gegangen ist? Ist das nicht erschreckend?
Wir sprechen hier von einem Zeitraum von nicht einmal 100 Jahren ……
Nach Angaben der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) verlor der Gletscher zwischen 1969 und 2012 über die gesamte Fläche im Schnitt 37 Meter an Eisdicke!!
In der Dicke verliert der Gletscher jährlich 10 Meter! Und das betrifft nahezu alle Gletscher weltweit. Eine sehr erschreckende Entwicklung….

Wer weiß, wie der Gletscher aussehen wird, wenn unsere Kinder mit ihren Kindern oder Enkelkindern den Grossglockner besuchen …..

….

 

Wir beschließen, nach einer Stärkung ein kleines Stück vom Gamsgrubenweg zu laufen.

 

Der Gamsgrubenweg am Großglockner

Der Gamsbrubenweg ist ein Naturlehr- und Sagenweg und verläuft oberhalb des Gletschers (Pasterze) genau gegenüber vom Grossglockner. Er beginnt direkt am Besucherzentrum und führt zunächst durch sechs Tunnel, welche immer wieder den Blick auf das Bergpanorama des Großglockners freigeben.
Auf einer Länge von 650 m hat die Kärntner Designerin Michaela Fink Installationen aus Stein, Licht, Ton und Malerei errichtet und an den sieben interaktiven Stationen taucht man so auf wundervolle Weise in die Welt der Sagen ein.
Namensgebend ist der Weg aufgrund des gleichnamigen Schutzgebietes, durch welches der Wanderweg verläuft. Er ist Lebensraum für einige der seltensten Pflanzen in ganz Europa. Der Weg endet am Rand des ewigen Eises, das Wasserfallwinkel Kees. Wer möchte, kann von hier noch auf andere Wanderrouten weiter wandern, das erfordert dann aber schon Kondition und Übung.

Um den Gamsgrubenweg komplett zu wandern, benötigt man für den Hin- und Rückweg insgesamt ca 3-4 Stunden. Bei der relativ leichten Wanderung spürt man die Höhendifferenz von ca 200 Metern kaum, daher ist er auch mit Familien zu wandern, jedoch möchte ich darauf hinweisen, dass es außerhalb vom Tunnel keine Gehwegbegrenzung gibt.

 

 

 

Video zum Wasser-Musik-Klangspiel in einem der Tunnel:

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Eine kleine Grotte mit ruhiger, mystischer Musik

 

Meine Tochter hat ein Video zur kleinen Grotte in einem der Tunnel gemacht:

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Am Ende des letzten Tunnels. Nun geht es am Hang weiter – mit traumhaften Blick auf den Gletscher und die Berggipfel

 

Seht ihr diese “unsichtbare Linie”, bei welcher nur oberhalb das Gras wächst und unterhalb nur Felsgestein ist? Genau das war der höchste Stand vom Gletscher um 1856, als Kaiser Franz Joseph I. bis zu der nach ihm benannten Kaiser-Franz-Josefs-Höhe aufgestiegen ist. 
Links mittig sieht man das Besucherzentrum der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

 

 

Der Verlauf vom Gamsgrubenweg. Ganz oben sieht man die Oberwalderhütte, eine Schutzhütte des Alpenverein Austria auf 2.973 m
Das Naturschutzgebiet am Gamsgrubenweg und Lebensraum der Steinböcke

 

 

 

 

 

Auf dem Weg zurück zum Parkplatz liegt die historische Gletscherbahn

Die Historische Gletscherbahn

Der Eingang führt ein paar Stufen vom Besucherzentrum hinab.
Die Gletscherbahn ist eine Standseilbahn. Auf einer Länge von 212 Metern überwindet sie einen Höhenunterschied von 150 Metern!
Sie wurde im September 1963 in Betrieb genommen, damals endete die Bahn am Gletscherende.
Da dieser schon so weit geschmolzen ist, muss man nun ca 1 Stunde laufen (pro Weg). Geeignet sein soll diese Wanderung für Kinder ab ca 10 Jahren.
Wir sind nicht bis zum Gletscher gewandert, da sich das Wetter zunehmend verschlechterte.
Trittsicherheit haben unsere 5 Kinder schon genug in diesem Urlaub bewiesen, da hatten wir keine Bedenken.

 

 

Ziemlich steil …

 

 

Blühende Blumen und schneebedeckte Gipfel – eine schöne Komposition

 

 

Die Kinder lieben solche “Kletterwege”

 

Die Gletscherbahn 

 

Mit Winterjacke und Pudelmütze im Sommerurlaub …. aber der Wind pfiff uns frisch um die Ohren

 

 

Das wäre eigentlich unser Wunschziel gewesen …

 

 

 

Mein Sohn liebt es, Steintürmchen zu bauen

 

Kleine Eisbrocken im Gletschersee

 

Der Gletscher im Hintergrund – und leider auch Regenwolken ….. nach einer kurzen Pause traten wir daher schweren Herzens den Rückweg an

 

Wir machten uns auf den Rückweg Richtung Parkplatz.

Auf der Suche nach Steinböcken und Murmeltieren

 

Und da sah ich dann auch endlich einen Steinbock. Auf der anderen Seite und in weiter Ferne, aber immerhin….

 

Nah, seht ihr ihn?

 

Oben mittig links

 

 

 

Die Möllnschlucht

Und hier endet nun der 2. Teil von der Großglockner Hochalpenstrasse.

 

Wobei …… Moment, ……

 

Nicht ohne einen letzten Gruß von den Murmeltieren.

Auf dem Weg zum Parkplatz sahen wir wieder welche. Unter anderem ein Muttertier mit seinem Jungtier.

 

 

 

 

Ein wirklich toller und niedlicher Abschluss für unseren letzten der Besuche der Kaiser- Franz- Josefs- Höhe und auch für diesen Bericht!

Und beim nächsten mal nehme ich euch mit ins Goldgräberdorf.
Natürlich haben wir dort auch unser Glück versucht.
Dazu dann aber mehr im nächsten Bericht .

 

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Tschüssiiiiiii, bis zum nächsten mal !!!!!

 

 

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Links

Die Website mit allen Infos rund um den Großglockner

https://www.grossglockner.at/

 

Preise & Öffnungszeiten zur Grossglockner Hochalpenstrasse

https://www.grossglockner.at

 

Ausflugstipps mit Kindern

https://www.grossglockner.at/

 

Übersicht aller Restaurants und Pensionen an der Grossglockner Hochalpenstrasse

https://www.grossglockner.at/gg/de/gastronomie-und-uebernachten/gastro1

 

 

Live-Webcams vom Grossglockner

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Österreich: Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 1 – Die Strasse von Ferleiten bis Heiligenblut

 


Österreich: Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 1 – Die Strasse von Ferleiten bis Heiligenblut


 

Österreich: Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 1 – Die Strasse von Ferleiten bis Heiligenblut

 

 

Heute nehme ich euch mit auf eine der schönsten Straßen Europas:  Die Großglockner Hochalpenstraße in Österreich

 

Eigentlich wäre in meiner Österreich-Reihe dieser Bericht noch gar nicht an der Reihe, aber mich haben nun schon mehrere Personen angesprochen, wann der Bericht endlich online geht und dass ich auch viele Fotos posten soll. Letzteres dürfte kein Problem sein. Alleine von der Großglockner Hochalpenstraße hatte ich nach unserem Urlaub mehrere Tausend Fotos ….
Und aus dem Grund habe ich mir auch überlegt, den Bericht in zwei Teile zu unterteilen.
In Teil 1 fahren wir von Ferleiten bis Heiligenblut.
In Teil 2 machen wir sehr lohnenswerte Abstecher auf die Edelweißspitze, auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und in ein echtes Goldgräberdorf

Also, einsteigen, anschnallen – auf gehts!

 

Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 1 – Die Straße von Ferleiten bis Heiligenblut

Karte:  https://goo.gl/maps/QJRLZK3RAE79Fvg97

Zusätzlich zu der Karte gibt es ausnahmsweise einen Screenshot, denn die Straße ist von November bis April/ Mai gesperrt und ich weiß nicht, ob Google Maps es dann hier noch richtig darstellt.

 

Was man auf dem Screenshot gut erkennt: Sie schlängelt sich über die Alpen. Die Großglockner Hochalpenstraße ist die höchste befestigte Passstraße in Österreich; eigentliche Passhöhe 2576 m ü. A.
In 36 Serpentinen bzw. Kehren schlängelt sie sich bergauf und bergab und bietet einen grandiosen Panoramablick auf die auch im Sommer nicht selten noch schneebedeckten Berggipfel.
Für die 34 km benötigt man etwas mehr als eine 3/4 Stunde. Theoretisch. Denn eigentlich ist die Straße ein kompletter Tagesausflug. Mindestens. Es gibt überall kleine Parkplätze mit Picknicktischen und auch ein paar Restaurants finden sich auf der Strecke. Von der eigentlichen Verbindungsstrasse zweigen zudem noch ein paar Straßen ab, so kann man zum Beispiel zum höchsten Punkt – der Edelweißspitze – fahren oder aber auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe Murmeltiere beobachten (und mit etwas Glück auch füttern) oder zum Gletscher wandern. Dazu schreibe ich dann im zweiten Teil.

Erst einmal etwas zur Geschichte der Großglockner Hochalpenstraße

Schon die Kelten und Römer nutzten vor 3500 Jahren den Weg über die Gebirgskette, um Handel zu treiben. Es war die kürzeste Nord-Süd Verbindung und gehandelt wurde u.a. mit Gewürzen aus dem Süden und Metall oder Pelze aus dem Norden. Am höchsten Punkt der eigentlichen Strecke – dem Hochtor – riefen die Menschen zu ihren Göttern, um sie gnädig zu stimmen, denn der Weg war nicht ungefährlich.

In den 1920er Jahren wurden in der Tages- und Fachpresse viele mehr oder weniger aussichtsreiche Vorhaben erörtert, die Alpen für den touristischen Verkehr zu erschließen. Die Arbeitslosigkeit war damals groß und man wollte mit dem Bau der Straße zum einen viele Arbeitsplätze schaffen und zum anderen wohlhabende Touristen ins Land locken. Ein eigenes Auto war damals ein luxuriöses Vergnügen und durch Mautgebühr und Urlaube der Wohlhabenden in der Region sollte Geld in die leeren Kassen gespült werden.

Tatsächlich umgesetzt wurde dieses riesige Mammutprojekt dann durch die Durchsetzungsfähigkeit des damaligen Salzburger Landeshauptmannes Franz Rehrl und der genialen Planung des jungen Bauingenieurs Franz Wallack und somit begannen am 30. August 1930 die Bauarbeiten. Nur 5 Jahre später, am 3. August 1935, wurde die Großglockner Hochalpenstraße von Bundespräsident Wilhelm Miklas feierlich eröffnet.
Immer wieder stießen die Arbeiter beim Bau der Straße auf Bronzestatuetten, viele römische Kupfermünzen sowie zahlreiche keltische Silbermünzen, welche Aufschlüsse über die Geschichte dieses Passweges gaben.
Begleitet wurden die Bauarbeiten durch zahlreiche Schwierigkeiten, auch finanzieller Art.
Das Bauwerk verschlang Kosten von umgerechnet 65 Mio. Euro, jedoch ca 510.000 Euro weniger als ursprünglich veranschlagt, nur befand sich das Land in schwerster Depression, so dass die Großglockner-Hochalpenstraßen Aktiengesellschaft (GROHAG) liquidiert werden musste.
Insgesamt waren 3200 Mitarbeiter am Bau beteiligt, 13 von ihnen starben leider.  Ihnen zum Gedenken gibt es am Fuscher Törl eine Gedenkstätte.

Bau der Straße bei Heiligenblut. Fotoquelle:  https://www.grossglockner.at  . Vielen Dank, dass ich die Fotos verwenden darf!

 

Ein weiteres Foto der Bauarbeiten . Fotoquelle:  https://www.grossglockner.at  . Vielen Dank, dass ich die Fotos verwenden darf!
Fotoquelle:  https://www.grossglockner.at
Fotoquelle:  https://www.grossglockner.at

 

Der Plan, Touristen ins Land zu bringen, ging voll auf! In den Wirtschaftswunderjahren stieg die Motorisierung und immer mehr Menschen konnten sich ein eigenes Auto leisten und immer mehr Menschen wollten einmal diese wunderschöne Panoramastrasse fahren. Die Straßen wurden in den Folgejahren verbreitert, es entstanden Aussichtsparkplätze und auch mehrere Gastronomiebetriebe und Pensionen siedelten sich an die Grossglockner Hochalpenstrasse an.

Heute besuchen ca. 900.000 Menschen jährlich die malerische Strecke und somit gehört sie neben Schloss Schönbrunn und der Festung Hohensalzburg zu den Top-3-Sehenswürdigkeiten Österreichs

 

 

Der heutigen Bericht startet in Ferleiten, denn dort ist die nördliche Mautstation. Die andere befindet sich am Ende der Grossglockner Hochalpenstrasse oberhalb von Heiligenblut. 

Die Mautstation in Ferleiten

 

Die Mautgebühren und die Öffnungszeiten der Großglockner Hochalpenstrasse (Stand: Sommer 2020)

Die Großglockner Hochalpenstrasse ist eine Mautstraße.
Die Mautgebühren betrugen im Sommer 2020:

Tageskarte
PKW: 37,00 €  E-PKW: 27,00 €
Für Fahrten nach 18.00 Uhr wird die Tageskarte für PKW auf 27,00 € ermäßigt.

Aufzahlung Tageskarte 2. Tag: 12,50 € (Gilt im selben Kalenderjahr bei Vorlage des Tickets der Erstfahrt und ist kennzeichengebunden).

3-Wochen-Ticket: 59,00 €

Rundfahrtkarte: 43,50 € (Rundfahrtkarten gelten für je eine Fahrt auf der Großglockner Hochalpenstraße und auf der Felbertauernstraße innerhalb von 30 Tagen).

Bezahlt werden kann mit Karte oder Bar.
Die Tickets können auch online bestellt werden:  https://www.grossglockner.at/gg/de/onlineticketing/ticketing

Die Öffnungszeiten der Großglockner Hochalpenstrasse (Stand: Sommer 2020)

Anfang Mai bis Anfang November
bis 31. Mai 6:00 bis 19:30 Uhr,
1. Juni – 31. August 5:30 bis 20:30 Uhr,
ab 1. September 6:00 bis 19:30 Uhr
Letzte Einfahrt jeweils 45 Minuten vor der Nachtsperre

 

36 Kehren gibt es insgesamt. Sie sind alle mit Name und Höhe beschriftet

 

Mich haben nach dem Urlaub mehrere Bekannte gefragt, wie das war, diese kurvenreiche Straße mit 5 Kindern zu fahren.
Wir sind ja inzwischen reiseerfahren und daher waren wir bestens vorbereitet. An der Mautstation in Ferleiten bekam jedes Kind einen Reisekaugummi und Spucktüten lagen auch in jeder Sitzreihe bereit.
Gebraucht haben wir sie nicht.
Die Kinder waren beeindruckt von der Strecke und fasziniert von den hohen Bergen, insbesondere die Tochter meines Lebensgefährten, welche noch nie vorher so hohe Berge gesehen hat, konnte sich gar nicht sattsehen und der Speicher ihrer Kamera war schon nach den ersten Kilometern voll.
Wir sind aufgrund dieser erfreulichen Tatsache in den darauffolgenden Tagen noch dreimal die Straße gefahren bzw. Teilstücke, um uns z.B. den Gletscher anzusehen oder im Goldgräberdorf nach echtem Gold zu suchen.

Es gibt mehrere tolle Spielplätze entlang der Strecke, welche auch ausgeschildert sind:

Die Grossglockner Hochalpenstrasse hat ein eigenes Masskottchen: “Murmi”, das Murmeltier

 

Weiter geht die Fahrt.

Leider geben es die Fotos überhaupt nicht wieder, es ist atemberaubend, diese Straße durch das Alpenpanorama zu fahren. Und apropos Fotos: Die Fotos in diesem Bericht entstanden fast alle mit Handy aus dem Auto heraus. 

 

Schnee auch noch im Juli. Rodeln im Sommerurlaub ist so kein Problem
Wunderschöner Ausblick vom Hochmais
Als fährt man durch ein Urlaubsposter – unbeschreiblich malerisch
Immer wieder hat man die Möglichkeit anzuhalten, um den Panoramablick in Ruhe geniessen zu können
Straßenverlauf. Wir waren unschlüssig, wie wir das finden sollten. Zwischen “Juchu, Achterbahn!” und “Och neee, mein armer Magen…” war alles dabei.
Die Grossglockner Hochalpenstrasse zeigte sich von seiner schönsten Seite

 

Ganz oben relativ mittig sieht man das Fuscher Törl (2428 m ü.M.). Hier befindet sich die Gedenkstätte für die an / auf der Großglockner-Hochalpenstrasse Verstorbenen

 

 

 

Wie fährt man eigentlich so eine kurvenreiche Strecke mit großem Höhenunterschied?

Darüber habe ich mir wirklich im Vorfeld den Kopf zerbrochen ….. Mein Auto hat grad mal 115 PS, ist groß und schwer und würde bei der ersten Fahrt nicht nur mit 7 Personen, sondern auch noch mit Reisegepäck bepackt sein ……
In Vorbereitung auf diese lange Autofahrt war ich wie immer vorher zum Urlaubscheck in der Werkstatt. Vor allem die Bremsen sollten überprüft werden und ich habe sie dann direkt erneuert, da sie doch schon relativ abgefahren waren.
Viel bremsen darf man beim bergab- fahren nicht, aber erst einmal hochkommen dachte ich die ganze Zeit ,….

Mein Lebensgefährte zeigte mir ständig Fotos von Oldtimern “Siehst du? Sogar die kommen hoch!” Meine Sorge im Vorfeld blieb.
Aber: Unberechtigt. Unser Auto hat es super gemeistert.

Man fährt langsam hoch, in einem niedrigen Gang. Drehzahlen um 3000 sind da durchaus normal, auch, wenn das sehr ungewohnt ist und man eigentlich immer direkt einen Gang höher schalten möchte …
Schaltet man zu früh hoch, belastet das den Motor und er kann überhitzen.
Wir sind dann zwar nicht sehr schnell geworden, aber sind gut bis auf den höchsten Punkt gekommen.
Dann kam die nächste Herausforderung: Über viele Kilometer die kurvenreiche Strecke bergab fahren.
Hier gilt: Die gleiche Geschwindigkeit wie beim bergauffahren sollte man auch beim bergabfahren beibehalten.
Gebremst wird mit Motorbremse. Reicht das nicht, bremst man kurz, aber heftig ab. Bremst man die ganze Zeit kontinuierlich, überhitzen die Bremsen, verklumpen bzw. verformen sich und funktionieren nicht mehr richtig.

Wir sahen mehrmals Abschleppwagen. Da wir mit unserem Auto auch einmal in die Werkstatt mussten (zum Glück nichts schlimmes), habe ich dort einmal nachgefragt: Im Schnitt sind in den Sommermonaten jeden Tag 5 Autos mit ausgebrannten Bremsen dort.

An einem Tag hatten wir ein Auto vor uns, bei welchem über 7 Kilometer lang permanent die Bremsleuchten leuchteten. Es roch dann auch schon dementsprechend….

Und noch ein Hinweis: Es gibt an der Grossglockner Hochalpenstrasse zwischen Ferleiten und Heiligenblut keine Tankstelle – aber der Benzinverbrauch ist durch die Bergauffahrt erhöht. Daher unbedingt auf ausreichend Sprit im Tank achten!

Und weiter gehts. Wir nähern uns dem Fuscher Törl.

Auch hier gibt es wieder einen Parkplatz. Am Anreisetag sind wir hier vorbei gefahren, haben uns aber ein paar Tage später die Gedenkstätte angesehen.

Die Gedenkstätte Fuscher Törl wurde für 13 Arbeiter errichtet, welche beim Bau der Straße ums Leben kamen.

 

“SAXA TERRAE LOQUUNTUR GLORIAM TUAM” – „Die Steine der Erde verkünden deinen Ruhm“

 

 

  

 

Panoramablick auf die Berggipfel und die Straße. Das Fuscher Törl liegt auf 2.428 m Höhe.

 

 

 

Blick zur Edelweißspitze, dem höchsten mit dem Auto erreichbarer Punkt der Großglockner Hochalpenstraße in 2.571 m Höhe

 

Der Gasthof Fuscher Lacke, wo sich der Mankei-Wirt mit seinem zahmen Murmeltier befindet und die Ausstellung „Bau der Straße“ in dem kleinen Häuschen am See angesiedelt ist. Eine wirklich interessante Ausstellung, welche einem verdeutlicht, was für ein unglaubliches Bauprojekt die Grossglockner Hochalpenstrasse war bzw ist. Von dort geht es wieder etwas bergauf bis zum höchsten Punkt der eigentlichen Transitstrecke Ferleiten-Heiligenblut: Dem Hochtor.

 

Nächster Stop: Der Mankai- Wirt

 

Der See beim Rastplatz Fuscherlacke beim Mankai- Wirt

 

Ausblick vom Parkplatz. Satt sehen kann man sich davon nicht! Es ist unbeschreiblich schön

 

Wir besuchten den Mankai- Wirt an einem regnerischen Tag. Vormittags haben wir mit den Kindern den Wellnessbereich in unserem Hotel in Heiligenblut genossen (Bericht folgt), zum Mittag fuhren wir hoch zum Mankai – Wirt.
Obwohl wir zu dem Zeitpunkt schon Murmeltiere an der Kaiser Franz Josefs Höhe gesehen haben (Bericht folgt), hofften wir, dass wir auch dort das Murmeltier aus nächster Nähe sehen konnten. Und auch meine Eltern sowie unser Bekannter begleiteten uns, sie hatten bis dato leider noch kein Murmeltier gesehen und waren daher ebenfalls sehr gespannt.

Der Mankai – Wirt. Am Tag unseres Besuches war es nebelig und regnerisch, aber für den Besuch dort spielte das keine Rolle, denn wir wollten so gerne einmal das Murmeltier sehen – und die Kinder den Murmeltierbecher probieren. Was das genau ist zeige ich euch gleich

 

 

Kindgerechte Darstellung vom Bau der Straße mit dem Maskottchen ” Murmi”  
Kleine Stärkung.
Und das ist es – der Murmeltierbecher. Mit einem Murmeltier aus Schokolade! Die Kinder liebten es!

 

Der Murmeltierspielplatz. Unten sieht man die Tafel, welche kindgerecht die Lebensweise der Murmeltiere erklärt
In der Hütte am See befindet sich die Ausstellung zum Bau der Straße. Der Eintritt ist kostenlos und lohnt sich, denn es wird vieles rund um die Zeit des Straßenbaus gut und anschaulich erklärt

Im Souvenirshop durften sich die Kinder jeder ein Kuschel- Murmeltier aussuchen. Von dem Tag an war das ganze Rudel Murmeltierkuscheltiere dann auch bei jedem Ausflug dabei.

 

 

Und dann war es endlich soweit: Das Murmeltier war wach und bereit, gefüttert zu werden.

Es ist bei der “Vorführung” auf den Schultern vom Mankai- Wirt Herbert Haslinger und wird dabei gefüttert.
Und wir hatten ganz besonderes Glück, denn vor ein paar Wochen gab es Nachwuchs und eines der Jungtiere durften wir auch kurz sehen. Es war sehr niedlich. Fotos gibt es davon leider keine Guten, wirklich mal still halten können Murmeltierkinder einfach nicht und wuseln die ganze Zeit.

Herbert Haslinger mit seinem Murmeltier.

 

“Guten Tag! Hast Du Leckerli für mich?”

 

Meine Älteste durfte es einmal füttern

Und auch meine Eltern und unser Bekannter durften es sich aus der Nähe ansehen. Sie waren von der Größe überrascht. Es ist nach dem Biber und dem Stachelschwein das drittgrößte in Europa vorkommende Nagetier.

Irgendwann fing das Murmeltier an, sich in der Jacke verstecken zu wollen. Das ist das Zeichen, dass er nicht mehr möchte und somit brachte der Mankai – Wirt es dann zurück zu seinem Gehege.

Ich konnte spüren, wie sehr er seine Tiere liebt. Stolz beantwortete er alle Fragen der Gäste, aber immer bedacht, dass es seinem Tier gut geht. Mit Herzblut führt er bereits seit vielen Jahren den Mankai- Wirt und kümmert sich mit viel Liebe um kranke oder schwache Murmeltiere  – und wurde so selber schon eine kleine Berühmtheit –  doch nun sucht er einen Nachfolger. In diesem Sommer feierte er gleich 2 Jubiläen: Seit 30 Jahren führt er den Gasthof Fuscherlacke (Mankai – Wirt)  und seit 50 Jahren arbeitet er in der Gastronomie.
Ich sprach ihn darauf an, was mit seinen Murmeltieren passieren würde, wenn er einen Nachfolger hat. Die Murmeltiere könne er nicht mitnehmen antwortete er spürbar traurig. Aber er hat schon einen Platz für sie gefunden und dort dürfe er sie jederzeit besuchen. Das ihm das wichtig ist, kann ich sehr gut verstehen. Wenn man sein Tier weggeben muss, ist es beruhigend, es in allerbeste Hände zu wissen, das habe ich selber schon erleben müssen.

An dieser Stelle möchten wir uns beim gesamten Team vom Mankai – Wirt für den tollen Nachmittag bedanken.

Wir wünschen Herrn Haslinger und seiner Familie alles Gute!

 

 

Wir blieben ca 3,5  Stunden beim Mankai – Wirt, es war ein sehr schöner Stopp und wir wären bestimmt noch länger geblieben, wenn es sich nicht mehr und mehr zugezogen hätte.
Aber bei Regen und Nebel wollten wir die Strecke nach Heiligenblut nicht zurück fahren.

 

Der 117m lange Mittertörltunnel befindet sich auf 2.373m und führt durch das Große Woazköpfl. Sowohl vor als auch nach dem Tunnel befinden sich Parkplätze, von denen man eine schöne Fernsicht hat.

 

 

Ein Jahr Bauzeit, Fertigstellung 1935
Wir nähern uns dem höchsten Punkt der Strecke. Die Landschaft ist karg, im Winter liegen hier mehrere Meter Schnee und auch jetzt im Juli finden sich noch an mehreren Stellen Reste vom Schnee
Hier ist er – der höchste Punkt der Strecke: Das Hochtor. 2504 m hoch. Außerdem ist der Tunnel am Hochtor gleichzeitig die Grenze zwischen Kärnten und dem Salzburger Land. Auch hier befinden sich auf beiden Seiten des Tunnels Parkplätze, ein Stopp lohnt sich auch hier wieder. Wir hatten es zweimal, dass auf der einen Seite des Tunnels anderes Wetter herrschte als auf der anderen. Wir kamen von Heiligenblut bei schönstem Wetter und fuhren in eine Nebelsuppe. Am Hochtor liegt nahezu immer Schnee und wir haben öfters Familien mit Kindern getroffen, welche dort auf den kleinen Schneebrettern gerodelt sind.

 

Eine der Schneeräummaschinen. Sie werfen den Schnee bis zu 40 Meter weit an die Seite

 

Es geht nun ca. 15 km bergab

 

Ankunft in Heiligenblut mit dem bekannten Fotomotiv

 

Bau genau dieser Straße

 

Weitere Impressionen von der Grossglockner Hochalpenstrasse von Heiligenblut aus in Richtung Kaiser Franz Josefs Höhe

 

Die Mautstelle oberhalb von Heiligenblut, von Heiligenblut aus kommend

 

Die Spitze vom Grossglockner ist in Wolken gehüllt
Ganz nebenbei angemerkt: Mittig im Bild ist eine extrem seltene Wolkenformation zu sehen -> Eine sog. Hufeisenwolke.

 

Blühende Mauern
Achtung, Murmeltiere. Und tatsächlich kann man sie mit etwas Glück auch schon auf den Wiesenhängen an der Strasse sehen. Im Hintergrund und etwas in der Wolke versteckt: Der Großglockner
Viele Wasserfälle säumen die Grossglockner Hochalpenstrasse. Es sind Energieduschen. Beim Fall über die Steilwand zerstäubt das Wasser, sodass die Luft mit negativ geladenen Ionen angereichert wird und dies hat eine extrem positive Wirkung auf den Menschen.
Am Ende dieser Strasse befindet sich die Kaiser Franz Josefs Höhe

Schön zu erkennen: Der Höhenunterschied. Strasse links und Strasse ganz rechts. Das Gebäude links mittig ist das Glocknerhaus Kärnten. Von dort starten viele lohnenswerte Wanderwege

 

Die kleine Kapelle beim Pasterzenhaus oberhalb vom Glocknerhaus

 

 

 

Ausblick auf Heiligenblut

 

Und genau dort endet mein Bericht: In Heiligenblut . Diesem schönen Örtchen widme ich demnächst einen eigenen Beitrag, denn von Heiligenblut kann man gleich mehrere schöne Tagestouren starten. Zwei davon haben wir mit den Kindern ausprobiert.

Mehr dazu dann in einem späteren Bericht.

 

Links:

Die Website mit allen Infos rund um den Großglockner

https://www.grossglockner.at/

 

Preise & Öffnungszeiten zur Grossglockner Hochalpenstrasse

https://www.grossglockner.at

 

Ausflugstipps mit Kindern

https://www.grossglockner.at/

 

Übersicht aller Restaurants und Pensionen an der Grossglockner Hochalpenstrasse

https://www.grossglockner.at/gg/de/gastronomie-und-uebernachten/gastro1

 

 

Vielen Dank fürs Mitreisen. Ich hoffe sehr, die Fotos konnten die eindrucksvolle Schönheit dieser malerischen Panoramastrasse wiedergeben.

Im nächsten Teil nehme ich euch unter anderem mit zu den Murmeltieren auf der Kaiser Franz Josefs Höhe und zum Goldschürfen im glasklaren, aber eiskalten Gebirgsbach. Ob wir Gold gefunden haben? Das verrate ich euch dann auch!

Bis zum nächsten mal !!! 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

Zwischenstopp an der Allianz – Arena, eine ganz besondere Herausforderung und Kaffeepause am Chiemsee


Zwischenstopp an der Allianz – Arena, eine ganz besondere Herausforderung und Kaffeepause am Chiemsee


Unser Urlaub in Österreich. 

Die Anreise: Münsterland – Nürnberg – Allianz-Arena – Chiemsee – Großglockner-Hochalpenstrasse – Heiligenblut am Großglockner


Zwischenstopp an der Allianz – Arena, eine ganz besondere Herausforderung und Kaffeepause am Chiemsee

 

Guten Morgen aus Nürnberg,

unsere Nacht im Novotel war sehr erholsam.
Für alle, die jetzt erst zugestiegen sind:
Wir sind mit den 5 Patchwork- Kindern auf den Weg vom Münsterland nach Österreich. In Heiligenblut in Kärnten, direkt am Großglockner, möchten wir die nächsten 10 Tage verbringen und mit den Kindern vor allem viel spazieren gehen und wandern.
Im Gepäck sind Klamotten für alle Jahreszeiten. Wir sind vorbereitet für laue Sommerabende auf der Hotelterrasse, auf nass-kalte Wanderungen direkt am höchsten Wasserfall Österreichs und auf rodeln im Schnee. Wanderschuhe, Winterstiefel und Sandalen. Mütze, Schal, Handschuhe direkt bei Sommerkleidern, T-Shirts und kurze Hosen. So ein verrücktes Gepäck hatten wir noch nie.
Auf das rodeln im Schnee freuten sich die Kinder am meisten, denn unser traditioneller Winterurlaub im Sauerland ist wegen Urlaubssperre leider ausgefallen. Die Kinder hatten Nachholbedarf!

Bevor wir nun weiter fahren, stärken wir uns am Frühstücksbuffet vom Hotel Novotel Nürnberg Messezentrum  [ Klick Hier ]

 

So, jetzt aber ab ins Auto – heute gehts nach Österreich!

Bye Bye Novotel!

 

Berlin oder München? Ganz klar, München! Dass wir die bayrische Hauptstadt so schnell wieder sehen, hätten wir auch nicht gedacht. Aber dieses mal gehts nicht ins Zentrum, sondern … na, ihr seht es gleich

 

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Die Autobahn führt direkt durch unzählige Hopfenfelder

 

Zwischenstop an der Allianz – Arena

 

Unser 1. Zwischenstopp: Die Allianz- Arena! Die Kinder freuten sich. Alle Kinder? Nein, ein schwarz-gelb angezogener Junge auf der Rückbank sitzend  atmete tief durch – hatten wir doch eine kleine Wette mit ihm abgeschlossen!

 

 

Ich persönlich hab mit Bundesliga nix am Hut. Länderspiele schaue ich zwar, aber mehr auch nicht. Zweimal war ich inzwischen schon im Dortmund- Stadion …sorry, …. Signal-Iduna-Park ….. Das ist einfach nicht meine Welt …..

 

FC Bayern Erlebniswelt: Links abbiegen. GSB Sonderabfall- Entsorgung: Ebenfalls links abbiegen.  Zitat vom kleinen BVB- Fan von der Rückbank: “Wieso, passt doch!” ….. Und auch unser FC St. Pauli Fan stimmt zu. 

 

 

Wir sind daaaaaa!

 

Hier mal ein paar Fakten zur Allianz – Arena:

Baubeginn:  21. Oktober 2002
Baukosten:  340 Mio. Euro
Eröffnung:  19. Mai 2005 (Testspiel)
Kapazität 75.021 Plätze (Und damit nach dem Signal- Iduna-Park in Dortmund Deutschlands zweitgrößtes Stadion)
Kapazität (internat.)  70.000 Plätze

 

Website:
https://allianz-arena.com/de

 

 

 

Nix los heute. Gut für uns
Wie ein Ufo! Einmal davor stehen zu können ist schon ein tolles Gefühl, auch für nicht-Fußballfans. 
Corona- bedingt ist das Bistro geschlossen. Vor dem Stadion gibt es einen Imbisswagen mit Snacks, Eis, kühlen Getränken usw. Was uns etwas fehlt sind schattenspendende Sonnenschirme, denn es ist sehr heiss am heutigen Tage. Mein Vater geht mit uns auf Erkundungstour, meine Mutter wartet auf einer Bank. 

 

 

 

Eine spektakuläre Konstruktion! Mehr als 300.000 LEDs machen es möglich, dass die Aussenfassade vom Stadion an Bayern- Spieltagen komplett rot leuchtet. Aber auch andere Farben sind möglich, wie zum Beispiel Grün am St. Patrick’s Day. Insgesamt umfasst die Beleuchtung 16 Millionen Farben.  Es ist die größte Membranhülle der Welt
Die Membranhülle ist über 35 Meter hoch und hat eine Außenfläche von 29.000 m² Der “Allianz”- Schriftzug hat eine Gesamthöhe von 4 m und eine Gesamtlänge von 39,83 m

 

Mein Vater schaut sich die Stahl- und Betonkonstruktion an. Er hat viele Jahre in einem Betonwerk gearbeitet und somit war folgende Frage fast zu erwarten:
“Wieviel Beton hier wohl verbaut wurde…..?” …. kein Problem. Handy gezückt, Frage eingetippt, Antwort erhalten.
“Papa, hier wurden ca 120.000 m³ Beton verbaut!” Überrascht über diese schnelle Antwort kommen noch mehr Fragen. Wieviel Stahl, Welche Traglast, was ist bei viel Schnee, wie funktioniert die Beleuchtung usw …… Die gesamte Stahlmenge vom Stadion beträgt ca. 22.000 t und das Fundament ist etwa 180 t schwer. Diese und alle weiteren
Antworten finde ich hier:   https://allianz-arena.com/de/die-arena/fakten/detaillierte-zahlen

Eigentlich wollten wir uns das Stadion auch von Innen besichtigen. Dies ist leider nur im Rahmen einer Stadion-Tour möglich und diese hätte uns für 5 Kinder und 4 Erwachsene 131 Euro gekostet.
Für eine Tour ein guter Preis, jedoch für einen kurzen Blick ins Innere des Stadions, denn für mehr haben wir leider keine Zeit, ist uns das doch zu teuer.

Falls ihr Lust auf eine “Blick ins Stadion”- Tour habt: Hier gibt es die Tickets -> https://allianz-arena.com/de/touren-und-fc-bayern-museum/arena-touren/kombi-ticket

Zumindest etwas vom Innenraum können wir sehen

 

Dieser Bereich ist durch Bauzäune abgesperrt. Irgendwie hätte ich doch einmal Lust, bei so einem Spiel dabei zu sein. Aber das wird wohl noch lange dauern, bis soetwas überhaupt wieder möglich ist. 
Kleiner Blick Richtung Tribünen. Irgendwie höre ich in den Ohren auf einmal die Jubelschreie von Tausenden Fans. Vielleicht werde ich ja noch einmal irgendwann herkommen. Im Signal- Iduna- Park war ich schon zweimal und auch in der Veltins-Arena auf Schalke habe ich mir schon ein Event angesehen: Stefan Raabs letzte Die TV total Stock Car Crash Challenge 2015 ( (Bericht -> https://www.elly-unterwegs.de/2015/10/16/diegrossetvtotalstockcarcrashchallenge2015/ ) . Dieses Event durften wir aus einer der Logen mit VIP- Service geniessen, das war ein doppelt besonderes Erlebnis

 

 

Beim Spaziergang durch das Stadion treffen wir einen Familienvater. Er sieht den Sohn meines Lebensgefährten im BVB- Trikot, knufft ihn an und meint “DAS ist der richtige Verein … Wer mag denn bitte die Bayern?!” Irritiert schauen wir ihn an. Er deutet unsere Blicke richtig und bevor wir nachfragen entgegnet er uns: “Mein Sohn ist Bayern- Fan, deswegen sind wir hier. Ich weiß auch nicht, was da schief gelaufen ist!”

Nach einer kurzen Unterhaltung in fussballisch trennen sich unsere Wege wieder.

Männer und Fußball ….. vermutlich werde ich das nie verstehen

Der Sohn meines LG schmunzelt noch eine ganze Weile

Apropos …. er hat ja heute noch was vor …..
Er fühlt sich ein wenig verloren, umgeben von Logos, Farben und Fans seines Erzrivalenclubs.

Aber: Wette ist Wette und er ist fest entschlossen, es durchzuziehen.

Seine Aufgabe:
Gehe im BVB- Trikot in den FC- Bayern Fanshop und kaufe einen FC Bayern Fanartikel!

Niemals hätten wir gedacht, dass er es durchzieht, aber:

Die Blicke der anderen Kunden: Unbezahlbar!

Ausgesucht hat er sich dann Kekse (welche übrigens sehr lecker sind!)

Der Blick vom Kassierer: Bühnenreif!

Wette verdient gewonnen!!!

Übrigens: Mein Sohn war damals Bayern- München Fan. Inzwischen mag er den BVB genauso. Er hat es insgesamt jedoch nicht so mit Fußball. Wir nahmen ihn vor einigen Monaten mit zu einem BVB- Spiel, gefallen hat ihm das nicht wirklich. Sein Lieblingsspieler ist Manuel Neuer! Meiner übrigens auch, seine Leistungen in den Länderspielen sind phänomenal! 
Mein Sohn wünschte sich ein Trikot von Neuer, welches ich ihm dann auch gekauft habe. Jedes Kind durfte sich etwas aussuchen. Die beiden Jüngsten wünschten sich Basecaps von Bayern und meine Älteste kaufte sich lediglich ein paar Lollis. Den Rest vom Budget wollte sie “Für was richtiges” ausgeben. 

Trotzdem beste Freunde. Oder wie die beiden selber immer sagen: Brüder!

 

So, ein letztes Erinnerungsfoto – und unsere Fahrt geht schon weiter

 

Unser nächstes Ziel:

Eine kleine Strandbar am Chiemsee.

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Die Kinder reden noch eine ganze Weile von dem Stop an der Allianz – Arena. 
Und von dem LKW- Fahrer, welcher vorhin verdutzt in unser Auto schaute, als er einen BVB- Fan und einen Bayern – Fan nebeneinander sitzen sah und dann grinsend auf sein Schalke- Wimpel im Führerhaus deutete.

Am Horizont sieht man die Berge immer deutlicher. Sie liegen im Dunst, werden aber immer deutlicher und lassen die Urlaubsfreude mit jedem weiteren Kilometer steigen. 

 

Zwischenstop und kleine Kaffee- Pause am Chiemsee 

 

Am Horizont tauchen die ersten hohen Berge auf. (Handyfoto aus dem Auto)

 

Wenn eine Region schon nach Urlaub klingt, ist man direkt entspannt. Auch mit 5 Kindern im Auto

 

 

Am Chiemsee habe ich uns ein kleines Cafe direkt am Seeufer ausgesucht.
Eine kurze Kaffepause mit einem Stückchen Kuchen für die Erwachsene und einem Eis für die Kids.

 

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Wegen Corona gibt es keinen Service am Tisch. Innen leider eine lange Schlange. Und dann kommen wir noch mit 10 Personen.
Es hat aber alles sehr gut geklappt und kurze Zeit später sitzen wir an einem Tisch draussen im Schatten mit Blick auf den See und geniessen Kaffee, Kuchen und Eis.

 

 

Anschliessend spazieren wir etwas am Ufer entlang und geniessen die Sonne und den Ausblick. Es ist herrlich. Hier am Ufer kann man die Hitze gut aushalten.

 

 

 

….. Es ist Zeit für die Weiterfahrt. Auch wenn wir gerne noch etwas bleiben würden.

Aber es liegt noch eine ganze Strecke vor uns – inklusive der Grossglockner- Hochalpenstrasse.

 

Bye Bye Chiemsee. Es war wieder einmal schön hier!

 

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Wir wählten den Weg durch Zell am See. Auch wenn unser Navi anderer Meinung war. 

 

Angekommen in Österreich. Ich bin eigentlich mehr der Strand- und Meertyp, aber dieser Anblick ist toll! 
Österreich begrüsst uns mit wunderschönem Sommerwetter.

 

An dieser Stelle endet der heutige Beitrag.

Denn die Grossglockner- Hochalpenstrasse bekommt (mindestens einen!) eigenen Beitrag! Wir sind die Grossglockner- Hochalpenstrasse mehrmals gefahren – ein Traum!

 

Vielen Dank an alle, die mitgereist sind! Es hat mich sehr gefreut, dass ihr dabei ward!

Bis zum nächsten mal!!!!

 

 


 

 

Urlaub in Corona- Zeiten …. ein kleines Vorwort

Urlaub in Corona- Zeiten …. ein kleines Vorwort


 

Urlaub in Corona- Zeiten …. ein kleines Vorwort

 

Urlaub in Corona- Zeiten …. ein kleines Vorwort, bevor ich mit meinem Bericht hier starte.

Wir sind bereits seit 4 Wochen zurück aus unserem Sommerurlaub in Österreich – aber um ehrlich zu sein ….. die Lust, darüber zu bloggen, ist mir erst doch ein wenig vergangen…

“Wie könnt ihr nur an Urlaub denken?! Es ist doch CORONA!”

Einer von vielen Vorwürfen, welche wir uns in den letzten Wochen anhören mussten. Aber mal vernünftig nachgefragt hat kaum jemand. Denn dann hätte ich erklärt, dass wir nicht ohne weiteres stornieren konnten. Österreich ist kein Risikogebiet. Wir hätten also die volle Gebühr zahlen müssen. 6000 Euro. Und ich hätte auch erklärt, dass wir nicht an den Touri- Hotspots, sondern mit den 5 Kindern viel in der Natur unterwegs waren.  Möglichst kein Risiko eingehen – das war unsere Devise. Das wollten aber nur die wenigsten wissen, lieber gab es verbale Dresche für unseren Urlaub –  der doch eigentlich so schön war.

Verstehen kann ich es aber auch, denn hinter den Vorwürfen steckt oft Unsicherheit und Angst.

Es ist für viele – für mich auch – immer noch nicht so ganz begreifbar, was die Pandemie mit uns macht. Täglich schaue ich Nachrichten, sehe die Bilder der Kranken auf der Intensivstation, sehe Bilder der Demos von den Corona- Leugnern.

Gestern hatten wir unsere Schulpflegschaftssitzung.
In NRW ist seit letzter Woche die Maskenpflicht im Unterricht abgeschafft.
Auf der Schule von zwei meiner Kinder gab es einen Corona- Fall. Also weiterhin Maskenpflicht. In der Schule von meinem Stiefsohn gibt es viele ältere Lehrer. Also weiterhin Maskenpflicht.
In der Schule von Kind Nr.4 gibt es keinen Corona- Fall und wenig ältere Lehrer. Dafür umso mehr Diskussion bei der Schulpflegschaftssitzung. Maske ja? Maske nein?
Man darf es den Kindern nicht empfehlen. Auch nicht darum bitten. Die Kinder sollen es selber entscheiden. Mein Gefühl ist eher, dass weniger die Kinder als manche Eltern damit ein großes Problem haben.
Aber im Bus auf jeden Fall Maske. Abstand scheint nicht so wichtig. Die Schulbusse aller 4 Kinder sind am Morgen so voll, dass schon teilweise Kinder an der Bushaltestelle stehen gelassen werden mussten.
Was bringt da noch die Maske. Das habe ich auch bei der Schulpflegschaftssitzung gefragt. Die Gelder für weitere Busse sind da. Was fehlt, sind die Busse und die Fahrer. Sie wieder anzumelden bzw einzustellen bedeutet viel Bürokratie…. Zu Lasten der Gesundheit unserer Kinder. Auch das ist Deutschland….
Die Kinder nehmen es hin. Sie machen es so toll! Es ist inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Sie haben ihre Maske immer dabei. Ratet, wer ständig zum Auto zurück laufen darf, weil er sie vergessen hat,…?! ….
Verunsichert werden sie durch das Anti-Masken-Gerede in den Medien und im Elternhaus. Da machste nix gegen,…..

Das Geld, was man zur Zeit nicht für Kino und Co ausgeben kann bzw möchte, investiert man in Masken. Desinfektionsmittel gibt es inzwischen wieder zu normalen Preisen.
Es wird normal. Unser Leben. Unser Alltag. Eine neue Normalität. Längst hat man sich an den Anblick der vielen Menschen mit Maske gewöhnt. Man wird vorsichtig, hält Abstand.
Überall in den Läden sind Linien und Pfeile auf den Boden gemalt – und wir halten uns dran. Muss ja. Und die Zahlen in Deutschland sprechen für sich. Es bringt also was.
Aber wer redet denn in dieser doch etwas seltsamen, aber normalen neuen Welt von Reisen? Urlaub in Corona- Zeiten….. Unnötig. Gefährlich! LEBENSMÜDE!

Aber leider war es wirklich so, dass viele Reisende das Virus im Gepäck hatten. Schaut man sich Bilder der vollen Strände oder der Strandbars an, wundert es einen nicht.
Die Leichtigkeit im Urlaub, vielleicht noch begossen mit reichlich Alkohol, lässt die Menschen unvorsichtig werden.
Die Konsequenzen spüren wir nun alle.
Wehe, man redet von Urlaub!
Man will einen weiteren Lockdown verhindern. Einen zweiten Lockdown würden viele kleine inhabergeführte Betriebe nicht überstehen. Das weiß man. 
Und auch in den Hotel- und Gastronomiebetrieben spürt man weiterhin die Auswirkungen von Corona.
Eine neue Normalität. Mit Maske. Mit Abstand. Ohne Partys. Ohne Konzerte. Ohne Stadienbesuche.
Ohne Reisen?
Und selbst ich bin schon nachdenklich geworden, was Urlaube betrifft.
Auch, was unseren Herbsturlaub betrifft.
Gleich drei europäische Hauptstädte stehen bei uns auf dem Plan.
Die Option, kostenlos zu stornieren, habe ich schon beim Umbuchen beachtet.
Eine Reisebloggerin, die darüber nachdenkt, erst einmal nicht mehr zu reisen?
Warum?
Ich selber kann aufpassen. Halte Abstand. Trage Maske. Wasche mir ganz oft die Hände und unterwegs desinfiziere ich sie immer zwischendurch. Ebenso halten es mein Lebensgefährte und die Kinder.
Sorgen machen mir die Covidioten. Die Maskengegner. Die Coronaleugner.
Diejenigen, die mit ihren dummen Ideen – wie zum Beispiel Demos veranstalten  – alle anderen gefährden.
Menschen, die trotz Symtome einkaufen gehen. “Ich hab doch ne Maske!”  Oder Menschen, die meinen, eine Maske helfe ohnehin nicht und keine tragen wollen. Menschen, die Partys veranstalten. Menschen, die nicht wissen, wieviel 1,50 m ist …. 
Kurzum: Menschen, welche die Gefahr des Virus’ verharmlosen. Und gefühlt werden es immer mehr.
Vor allem in den Städten.
Und auch an beliebten Reisezielen.
Gegen die Dummheit mancher Menschen hilft keine Maske. Kein Desinfektionsmittel. Kein Hände waschen.
Und auch keine guten Argumente. Das haben wir versucht – jedoch irgendwann resigniert ….
Menschen werden aggressiv, weil sie in der Bahn die Maske nicht tragen wollen….
In unserem Einkaufszentrum klebten vor Kurzem überall Sticker, dass Corona eine große Lüge der Regierung sei.
Dabei geht es uns in Deutschland doch sehr gut. Schaut mal in andere Länder…..
Wir dürfen uns draussen frei bewegen. Ohne Maske. Wir können einkaufen gehen und haben ein gutes Gesundheitssystem.

…… und dennoch …. es liegt eine Schwere auf unserem Land. Die Leichtigkeit und das Unbeschwerte bei vielen ist verschwunden.
Das spüre ich oft, wenn ich mich mit unseren Patienten (Job 1) oder Kunden (Job 2) unterhalte ….

Und irgendwie möchte ich auch am liebsten dieses Jahr schon abschliessen, sehne Silvester herbei in der Hoffnung, dass 2021 besser wird. Aber je mehr Monate verstreichen, desto mehr wird mir bewusst, dass wir uns daran gewöhnen müssen.
An diese Pandemie – und an ihre Covidioten.
Egal ob im Ausland oder hier bei uns in Deutschland.

Und vielleicht finden wir einen neuen Weg fürs Reisen.
Urlaub im eigenen Land und die Nachbarländer, wie es in diesem Jahr viele schon gemacht haben, ist doch ein guter Anfang. 
Oder aber Reisen mit Bedacht. Nicht mehr für ein Wochenende mit dem Flieger nach Barcelona oder London, sondern alle paar Jahre – und dafür vielleicht eine schöne Fernreise.
Bedacht reisen. Verantwortungsbewusst reisen.

Anfang der Woche waren meine Tochter und ich zum Coronatest. Unser erster.
Aber nicht, weil wir im Urlaub waren – sondern weil es einen Fall an der Schule gab. Eine Lehrerin hatte Corona, ohne irgendwelche Symptome zu haben.
Daraufhin wurden Schüler und Eltern getestet.
Und eben auch meine Tochter, ihr Papa und ich.
Nicht wegen Urlaub, sondern wegen der Schule!
Er war übrigens negativ.

Masken schützen eben doch!!!! 

Statt zur Nordsee gehts nun mit dem Rad zu einem See in der Nähe. Oder zum Teutoburger Wald. Waren wir dort sonst meistens alleine bzw trafen vielleicht mal ein paar andere Spaziergänger, ist es nun dort vor allem am Wochenende extrem voll. Selbst auf den einsamsten Waldwegen trifft man Menschen im Minutentakt.
Meine Beiträge zum Lengericher Canyon und zum Zwillbrocker Venn hatten in den letzten Monaten sehr viele Klicks. Mit Abstand sind das in diesem Jahr mit die meistgelesenen Beiträge.
Urlaub im eigenen Land. Tagestouren. Zumindest wird das akzeptiert.

Natürlich ist im Urlaub, wo viele Menschen aus verschiedenen Regionen aufeinander treffen, die Gefahr einer Ansteckung da. Aber wenn man seinen gesunden Menschenverstand nutzt, kann man die Gefahr auf ein Minimum reduzieren. Denn dann ist die Ansteckungsgefahr genauso groß/klein wie zu Hause beim einkaufen oder beim Gang zum Arzt oder in die Apotheke. Ober eben im Schulalltag …. Vor allem Abstand – großen Abstand – zu den Covidioten hilft!

Wäre Österreich ein Risikogebiet gewesen, wären wir dennoch nicht gefahren. Und wir haben wirklich wochenlang überlegt, was am sinnvollsten sei. Wir haben mit FTI gesprochen, unsere Bedenken geäußert. Und auch mit dem Hotel habe ich mehrfach geschrieben, welche Maßnahmen dort für die Gäste getroffen würden.
Kostenlos stornieren konnten wir nicht. 6000 Euro in den Wind schiessen wollten wir auch nicht. Dafür arbeite ich nicht in 2 Jobs,….
Also haben wir nach langem abwägen mit der ganzen Familie uns dazu entschlossen, doch zu fahren.

Freut euch in den kommenden Wochen auf ein paar schöne virtuelle Reisen an schöne Plätze in Österreich. Freut euch auf Bergpanoramen und ganz knuddelige (wilde) Tiere uvm.
(Und habt Nachsicht, wenn es mal ein paar Tage länger dauert, ich bin sowohl jobtechnisch als auch privat zur Zeit sehr eingebunden)

Ich hatte meine große Kamera nicht dabei, aber auch mit Handy lassen sich inzwischen sehr gute Fotos machen.
 
Wir haben es nicht bereut, gefahren zu sein und die Einschränkungen, welche wir hatten, waren spätestens dann vergessen, wenn wir inmitten der grandiosen Natur vom Grossglockner- Nationalpark standen.
Eine Bilderbuchkullisse, selbst, wenn wie bei uns, das Wetter nicht immer so mitgespielt hat.
Aber hey, die Kinder konnten im Sommerurlaub im Schnee rodeln, das ist doch auch mal lustig!

 

Als kleine Einstimmung fahre ich nun mit euch vom Münsterland aus los Richtung Nürnberg.

 

 

Bereit für die Abfahrt

 

…. noch einmal vor der Abfahrt den Tieren ‘Tschüss’ sagen ….

 

Wie eigentlich fast immer gab es keinen planmäßigen Start in den Urlaub ….. Routiniert wurde die Vorgehensweise überlegt, unser VW wurde dann von den Nachbarn überbrückt und dann ging es los. Die Überbrückungskabel nahmen wir mit. Vorweg: Einen Werkstattbesuch in Österreich ersparten sie uns leider nicht …..

 

Unsere Corona-Vorsichtsmaßnahme auf der Anreise: Komplette Selbstverpflegung. Mit frisch gebackenem Brot, guter Butter, Kaffee und Tee, Brötchen, Aufstriche und viel gesundes Gemüse. Weiterer Vorteil: Es spart mit 5 Kindern auch einiges an Geld.

 

In Bamberg waren wir letztes Jahr. Darüber blogge ich auch beizeiten.

 

Am Abend kamen wir in Nürnberg an.

 

Unser Hotel in Nürnberg:

Hotel Novotel Nürnberg Messezentrum  [ Klick Hier ]

Es liegt verkehrsgünstig und ist ein ideales Hotel für einen Zwischenstop zwischen Nord- und Süddeutschland.

Check In in Corona-Zeiten …. Im Hotel galt natürlich Maskenpflicht.
Zum ausfüllen gab es einen frisch desinfizierten Kulli. Ich musste ihn dann zurück in eine Dose mit gebrauchten Kullis stellen.

Und auch im Zimmer hatte sich durch Corona einiges verändert.
Im Zimmer fehlte jegliche Deko, die Minibar war leer, der Kaffeeautomat nicht zu benutzen, da keine Tassen oder Kaffee-Kapseln vorhanden waren, die Fernbedienung für den Fernseher war eingetütet. .

Die Zimmer waren geräumig und sauber. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und sind am nächsten Tag ausgeruht Richtung Österreich gestartet.

 

Fotos vom Hotel Novotel Nürnberg Messezentrum 

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Der Eingangsbereich

 

An der Rezeption
Unser Zimmer. Bei uns schliefen die kleine Tochter meines Lebensgefährten sowie die beiden Jungs. Meine beiden Töchter schliefen bei meinen Eltern im Zimmer, welches ebenso ausgestattet war. Mit 5 Kindern ein Hotelzimmer für nur eine Nacht zu finden ist nicht einfach …..

 

Im Hotel gibt es ein Restaurant. Dort haben wir nach dem einchecken zu Abend gegessen. Es war keine typische Küche, aber sehr lecker.

Eine der Vorspeisen
Heublumenkäse – ein 3 Monate in Heublumen gereifter Schnittkäse, welcher nur 4x im Jahr hergestellt wird
Während wir auf das Essen warteten, konnten sich die Kinder auf dem kleinen Spielplatz vom Hotel austoben

 

Sehr leckeres Essen!

 

Dips gab es im Extra- Schälchen

 

Nach einer erholsamen Nacht wartete in dem Hotelrestaurant das Frühstück auf uns.
Auch hier mit einschränkenden Maßnahmen.

Jeder Gast musste beim Gang zum Buffet Maske und Einmalhandschuhe tragen und natürlich galten die Abstandsregeln

 

Wahre Worte …..
Brötchen, Joghurt, Früchte, Müsli …..
… Pancakes, was die Kinder sehr freute, Brotaufstriche, Kuchen. Es fehlte an nichts
Die Einmalhandschuhe bekam man am Beginn des Buffets und musste sie nach einmaligen Gebrauch entsorgen
Auch der Kaffeeautomat durfte nur mit Handschuhen bedient werden

 

 

Auch auf dem Parkplatz galt Abstandspflicht – nur jeder 2. Parkplatz war nutzbar. Die Parkplatzsperren waren äusserst niedlich!

 

Kleines Fazit: Das Hotel Novotel Nürnberg Messezentrum  [ Klick Hier ] kann ich für einen Zwischenstop empfehlen. Die Zimmer sind sauber, das Frühstücksangebot sehr gut, die Angestellten freundlich (und lustig zu den Kindern)  und auch das Abendessen im Hotelrestaurant war einwandfrei! 
[Anmerkung: unbezahlte Werbung und den regulären Preis haben wir auch bezahlt]

Vom guten Frühstück gestärkt fuhren wir dann weiter Richtung Süden.

Unser 1. Ziel: München. Und da wartete auf eines der Kinder eine ganz besondere Wette!

Dazu aber mehr im nächsten Bericht.