Unsere Anreise in die Türkei: Germania-Pleite und zittern um Condor


 

Unsere Anreise in die Türkei: Germania-Pleite und zittern um Condor

 

Sommerurlaub 2019.

Die Überlegungen:

4 schulpflichtige Kinder und der Wunsch der Kinder nach einem Hotel-Urlaub mit All-inklusive, mit Pools, Wasserrutschen ….
…. und direkt am Strand (so wie es “… alle aus der Klasse machen, wirklich ALLE! Nur wir nicht”  ; Aussage eines der Kinder)  …. . 

Das alles natürlich in den Sommerferien.

Ich bin mehr der Typ “Rundreise” – unser Kompromiss war dann, dass wir so einen Urlaub machen, wenn wir 2 Tagesausflüge machen.   Die Kinder waren einverstanden. Zwar widerwillig. Aber einverstanden.
Unsere Anreise in die Türkei: Germania-Pleite und zittern um Condor
Unser Reisebüro hat sich wirklich ins Zeug gelegt, was Bezahlbares zu finden, aber mit den ‘Vorgaben’ lagen wir bei einer Pauschalreise nach Mallorca oder Griechenland preislich um 5000 – 6000 Euro.

Aber dann fand sie doch etwas, was in unserer Preisklasse lag: Ein Familienhotel in der Türkei, am Strand, mit vielen Wasserrutschen, Pools und All Inklusive. Das ganze aufgebaut wie ein eigenständiges Dörfchen mit Supermarkt, Friseurladen usw – und ohne Armbändchen kam niemand in dieses Feriendorf rein. In der Anlage gab es mehrere Häuser mit kleinen Apartments. Wir buchten ein Apartment mit 3 Zimmern. Ein Zimmer für die Jungs, eins für die Mädchen und eins für uns

Die Vorfreude war groß! Ständig schauten sich die Kinder die Fotos vom Hotel und für den Sohn meines Lebensgefährten war es sogar der 1. Flug!

Von Bremen aus sollte Germania uns in die Nähe von Alanya fliegen, von dort wären es ca 40 Minuten Transfer zum Hotel gewesen …..

Was dann mit Germania passiert ist, wissen wir ja alle …..

Hier zu Hause kullerten direkt die ersten Tränen, als die Nachricht von der Germania-Insolvenz bekannt wurde. “Fällt unser Urlaub jetzt aus?”

In unserem Fall nicht. Wir haben bei TUI gebucht und somit war es nun die Pflicht von TUI, uns eine Ersatzbeförderung zu organisieren.
Das dauerte ein paar Wochen, denn TUI ging hier chronologisch vor und unsere Reise war erst ein paar Monate später.

Unsere ersten Ersatzflüge wurden dann auch wieder geändert. Es war etwas bangen, vor allem, was die Flugzeiten betrifft. Nachts um 1 Uhr im Hotel ankommen fände ich zB suboptimal. ….

Die endgültigen Flüge sahen dann so aus:
Hinflug ab Hamburg, 6 Uhr morgens, ab Hamburg, mit Condor
Zurück dann allerdings nach Bremen um 16.20 Uhr, mit Corendon

Mein Reisebüro sagte, wir hatten Glück im Unglück. Flugzeiten waren ok und effektiv haben wir keine Zeit am Urlaubsort verloren.
Andere Gäste hätten da mehr Pech gehabt, teilweise gab es die Ersatzflüge erst am Folgetag oder aber einen Tag früher zurück …

Corendon kannte ich gar nicht, Condor dagegen sehr gut.
Erst vor wenigen Wochen durfte ich für den Condor – Blog einen Beitrag schreiben
https://www.condor.com/de/blog/mit-3-kindern-im-wohnmobil-durch-die-usa/

Wir mussten wegen der verschiedenen Flughäfen etwas umorganisieren.

Unser Plan sah dann aus wie folgt:

Abfahrt bereits am Samstag nach Bremen. Am Flughafen dort unser Auto abstellen.
Ich war mir nicht sicher, wie abends die Züge nach Rheine (Münsterland)  fuhren, so waren wir aber auf der sicheren Seite, nach der Landung gut nach Hause zu kommen

Weiterfahrt mit der Bahn von Bremen nach Hamburg. Zuerst zum Flughafen, Koffer abgeben. Dann zum Hotel. Zwischenübernachtung.
Am Sonntag um 3.30 Uhr zum Flughafen.

Der Plan stand, ich buchte den Parkplatz am Flughafen in Bremen und das Hotel in Hamburg.

Und dann – wenige Wochen  vor der Abreise – gab es die ersten Schlagzeilen von Condor bzw dem Mutterkonzern Thomas Cook …
Innerhalb weniger Monate musste Thomas Cook dreimal seine Gewinnziele eindämpfen. Als Gründe dafür nannte der Vorstand Brexit, Preiskampf und die steigenden Kosten.

Eine Insolvenz drohte.

Wieder zittern, … jeden Morgen nach dem Aufstehen ein Kaffee und direkt die Nachrichten checken.
Wobei das ohnehin schon lange mein Ritual war.
Denn auch die politische Situation in der Welt behielt ich genau im Auge.
Was ich bezüglich der politischen Situation befürchtete, blieb aus und somit gab es keine Reisewarnungen für die Region im Antalya / Alanya

Thema Thomas Cook: Im August hieß es, Thomas Cook habe Investoren gefunden.

Wie wir heute wissen gab Thomas Cook am 23.09.2019 die Insolvenz bekannt. Condor konnte man zunächst mit einem Kredit retten.

Im August schien alles noch positiv zu verlaufen und auch bei uns Erwachsenen kam endlich Vorfreude auf.

Und ehe wir uns versahen, war Abreisetag!

Samstags mittags fuhren wir bei uns im Münsterland  los Richtung Norden, um in den Süden zu fliegen 

Unsere Anreise in die Türkei: Germania-Pleite und zittern um Condor

Ich beginne den Beitrag mit dem Rastplatz “Dammer Berge” auf der A1 zwischen den Abfahrten Holdorf und NeuenkirchenVörden. Er ist einer von den beiden Autobahn überspannenden Rastplätzen in Deutschland. Der andere ist auf der A9 “Rastanlage Frankenwald”

Da wir oft die A1 Richtung Norden fahren, wenn wir in den Urlaub starten, ist das für uns “Das Tor in den Urlaub” und auch, wenn der Rastplatz auf dem Weg in den Norden liegt, ist er der Auftakt zu meinem Bericht über unseren Urlaub in der Türkei

 

In Bremen angekommen parkten wir unser Auto auf dem reservierten Parkplatz am “Airpark”. Kurz vor der Ankunft mussten wir eine Nummer anrufen, der Besitzer kam dann zum Parkplatz, wies uns einen Parkplatz zu, auf welchem wir das Auto abstellten und das wars dann auch schon. Sehr unkompliziert! 

https://www.airparks.de/bremen-flughafen-parken.htmlhttps://www.airparks.de/bremen-flughafen-parken.html

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Vollgepackt liefen wir dann im Regen zur nächsten S-Bahn Station. Mit dieser fuhren wir in die Innenstadt von Bremen und dann hieß es wieder durch den Regen zum Hauptbahnhof laufen.

 

Der Hauptbahnhof in Bremen. Das Gebäude wurde von 1885 bis 1889 errichtet

 

 

In der Empfangshalle befindet sich das große, 1957 errichtete Wandmosaik. Zunächst war es Werbung für die Bremer Zigarettenfabrik Brinkmann, weil diese einen Teil der Renovierungen finanzierte. Später kam eine andere Werbung darüber. Bei Renovierungsarbeiten wurden Teile der ursprünglichen Werbung wieder freigelegt und seitdem wird man mit im Bahnhof mit bildlicher Kunst aus diversen Zeiten der Geschichte von Bremen empfangen

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Wer meinen Blog regelmäßig liest, der weiß, dass Bahnfahren bei uns so gut wie nie normal und ohne Probleme verläuft.
Und auch die heutige Bahnfahrt sollte keine Ausnahme sein …
Die Verspätung ließ es uns schon vermuten. Was uns dann aber erwartete, übertraf unsere Befürchtungen.
Ein Zug war wohl defekt, der Ersatzzug stammte aus der Zeit von Anno Tuk, … er war völligst überfüllt und selbst in den Gängen stehend war es mehr als eng, erst recht mit Reisegepäck für 6 Personen…
Wenn dann jemand vorbei gehen musste, um zum WC zu gelangen, bedeutete es für uns, erst einmal das Gepäck provisorisch gestapelt an die Wand zu stellen und uns selber dagegen zu drücken.
Sitzplatzreservierungen verfielen durch den Ersatzzug und somit hatten wir eine mehr als unangenehme Fahrt von Bremen nach Hamburg. Die Kinder waren nörgelig und auch wir Erwachsenen waren genervt von dieser Situation …. Wir kamen ins Gespräch mit den Mitreisenden, mit denen wir nun eine Bahnfahrt lang unfreiwillig Gruppenkuscheln machen mussten. Der Tenor war gleich: Doofe Bahn. Da waren wir uns einig. Und verstanden uns direkt alle gut. Galgenhumor nennt man es wohl …. ich spendierte allen in meiner Umgebung eine Runde Kekse und wir erzählten uns von unseren bislang schlimmsten Bahnerlebnissen. Die Kinder nahmen es einfach hin und versuchten, wenigstens mal kurz auf dem Gepäck zu sitzen 
Ein Schaffner hat es gar nicht erst bis zu uns geschafft …. Auf ihn hätte auch ein Keks, aber auch viel Frust gewartet ….
Zumindest aus dem Fenster gucken war ganz nett, erst Recht, als wir in Hamburg einfuhren.

Auch Hamburg begrüsste uns mit Regen. ….. In der Mitte erkennt man die Elbphilharmonie

In der Hafencity wird noch immer viel gebaut

 

Geschafft!

Angekommen in Hamburg.

Unsere Anreise in die Türkei: Germania-Pleite und zittern um Condor

 

 

Am Hauptbahnhof stiegen wir wieder um, um zum Flughafen zu kommen. Zeit, uns umzusehen hatten wir nicht. Denn wir wollten den Vorabend-Checkin bei Condor nutzen, damit es morgen früh etwas entspannter wird.

 

 

Jedes Kind hatte einen eigenen Koffer. Ich habe ihnen 1 Woche vor der Abreise eine Packliste gegeben und sie haben nahezu selbstständig ihre Koffer gepackt – und nichts vergessen.
Darauf war ich schon etwas stolz.
Sie waren für ihr Gepäck bei der Reise auch selber zuständig und durften es am Flughafen sogar selber aufgeben – darauf freuten sie sich am meisten!

Der Flughafen in Hamburg. Wir waren passend zum Vorabend –  Checkin da

 

Ich hätte nicht geglaubt, dass Thomas Cook nur wenige Wochen später Insolvenz anmeldet …

 

Die Kinder durften ihr Gepäck dann aufgeben, bekamen die Bordkarten und die Vorfreude stieg immer mehr!

Nachdem wir unsere Koffer auf Reisen geschickt haben, aßen wir am Flughafen noch eine Kleinigkeit und schauten uns auf der Besucherterrasse den Trubel auf dem Rollfeld an!

 

 

 

Am Horizont sah man die Wahrzeichen Hamburgs

 

 

Das müsste das Volksparkstadion sein

 

 

 

Der Flughafen von der Etage der Besucherterrasse gesehen

 

 

Wir waren müde und so beschlossen wir, mit dem Taxi zum Hotel zu fahren.

35 Euro, die aber gut investiert waren, denn so wurden wir direkt bis vor die Hoteltür gebracht.

 

Unser Hotel “Marco Polo”

Rechtzeitig bekam ich eine SMS von der Rezeption, wie und wo wir den Schlüssen finden würden.
Er war direkt neben der Eingangstür in einem Safe hinterlegt, die Nummerncombi bekamen wir per SMS mitgeteilt.

 

Sehr gemütliche Zimmer und genug Platz für uns 6

 

Link zum Hotel:

http://www.marco-polo-hamburg.de/

 

Um 3 Uhr war unsere Nacht zu Ende.
Die Kinder waren erst sehr müde und motzig, aber als sie dann realisierten, dass wir nun zum Flughafen fahren und von dort in den Urlaub fliegen würden, waren sie fit und munter und vor allem extrem aufgeregt.
Vor allem der Sohn von meinem Lebensgefährten – es war sein allererster Flug!

 

Wow, so viele Flüge zu so früher Stunde

 

 

Unser Flieger!

Das ist schon lustig, denn meine Kinder sind bei ihrem 1. Flug auch mit Condor geflogen und nun flog der Sohn von Stephan zum ersten mal und ebenfalls mit Condor

Das war unser Condor-Flieger 2011

2011 – Lang ist es her ……

 

 

Zurück ins Jahr 2019

Endlich gehts in den Flieger!!!!

 

 

 

 

Schade, dass man auf dem Foto nicht das aufgeregte und fröhliche Grinsen von meinem Stiefsohn (in spe) sehen kann – er war so hibbelig und aufgeregt !!!

 

Ein letzter Whats App Gruß an meine Familie, bevor das Handy offline ging

 

 

Ein Flieger nach dem anderen machte sich auf dem Weg zum Rollfeld

 

Wie habe ich die Kinder auf den Flug vorbereitet?

Ich habe dazu vor einiger Zeit einen Beitrag geschrieben

-> 11 Tipps fürs fliegen mit Kindern 

 

Und auch dieses mal bekamen die Kinder, kurz bevor es zur Startbahn ging,  wieder was zum kauen und ihre Ohrenstöpsel zum Druckausgleich.

Meinen zukünftigen Stiefsohn habe ich noch besonders auf den Flug vorbereitet:
An einem Nachmittag ca 2 Wochen vor der Abreise fuhren wir zu unserem Heimat-Flughafen, dem FMO.
Dort haben wir so getan, als hätten wir Koffer dabei und ein Handgepäckstück.
Wir gingen dann zu einem geschlossenen Check-In Schalter und taten so, als würden wir das Gepäck aufgeben.
Manche Menschen haben etwas seltsam geguckt, aber egal. Den Kindern hat es gefallen!
Danach nahmen wir unser Handgepäck und gingen eine Etage höher zum Sicherheitscheck.
Den Bereich kann man zwar nicht ohne Bordkarte betreten, aber durchs Glas sehr gut sehen, was da passiert.
Im Anschluss daran gingen wir auf die Besucherplattform. Dort stiegen grad Passagiere durch die Gangway ins Flugzeug.
Wir taten so, als ob wir das wären, mit unserer Bordkarte in unserer Hand suchten wir gedanklich dann unseren Platz.

Wir sahen mehreren Flugzeugen dann beim starten zu.

Meinem Stiefsohn (in spe) hat das sehr gut geholfen, seine Nervosität abzulegen und seine Angst wich dann ab dem Zeitpunkt vollständig und endgültig der Vorfreude

Unsere gute Laune damals am FMO war dann erst einmal auf dem Höhepunkt, bis ich am Kassenautomaten stand und realisierte, dass ich für die 3 Stunden Parkzeit ernsthaft 12 Euro bezahlen musste ….

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Zurück zum Flughafen Hamburg, denn in der Zwischenzeit rollte auch unsere Maschine aufs Rollfeld.
Die beiden Jungs saßen nebeneinander und mein Sohn erklärte alles, was nun folgen würde.

Und dann ging es los: Wir starteten! ENDLICH !!!!!!

 

Unsere Flugroute

Start in Hamburg

Zwischen den Wolken ….

Eine Glorie – leider ohne Flugzeugschatten in der Mitte

 

Es gibt kein Inseat – Entertainment

 

Die Donau in Serbien

 

 

Berge in Bulgarien

 

 

Der Flug mit Condor war sehr gut. Vor allem auch, was die Kinderfreundlichkeit betrifft! 

Wir hoffen sehr, dass Condor bleibt und der Kredit der Airline hilft, auch ohne dem Mutterkonzern weiter am Markt bestehen zu bleiben!!

 

Unsere Anreise in die Türkei: Germania-Pleite und zittern um Condor

 

Insel in Griechenland

 

Türkei!!! Endlich 

Kurz vor der Landung in Antalya

 

 

Landeanflug vom Meer aus

 

Landung in Antalya:

 

Am Flughafen in Antalya

 

Draussen vor dem Flughafen gab es viele Stände von den Reiseanbietern. Wir gingen zum TUI- Stand, welcher uns dann den Transferbus zuwies. 
Insgesamt fuhren wir 3 Hotels an, unser war das erste. 

Der Transfer von Antalya war ca 1 Stunde länger, als er es von unserem ursprünglichen Zielflughafen war. 
Zudem musste der Bus zwischendurch noch eine 15- Minütige Pause einlegen, welche wir an einem Bistro einlegten. 

90 Kilometer Fahrt lagen nun vor uns 

Der Turkcell Expo Tower. 2016 war die EXPO in Antalya

 

 

 

 

 

Der Ort Türkler – Endlich da !!!!

 

 

Unser Hotel: Eftalia Village

Das Hotel liegt nur 18 km von Alanya entfernt. 

 

 

Das Hotel besteht aus 12 je 3-stöckigen Villen, in denen sich die Appartments befinden. 
Insgesamt gibt es 473 Zimmer, welche im Winter 2016 komplett neu renoviert wurden. 
Die Anlage ist 48.000 m2 groß. Es gibt Restaurants, Eiscafes, einen Supermarkt, ein paar Geschäfte zum stöbern, einen Friseursalon, ein Erwachsenen-Pool, einen großen Familienpool, ein Pool mit mehreren Wasserrutschen für Kinder aller Altersklassen, Poolrestaurants, einen Entertainmentbereich mit Spielezimmer, Trampolinen usw

 

Der überdachte Innenhof einer der Villen, in dieser befand sich auch unser Apartment mit den 3 Schlafzimmern

Im Flur steht der riesige Einbau-Kleiderschrank und der Safe

 

Das Zimmer der Jungs (mit eigenem Balkon!)

Auch das Mädchen-Zimmer hatte einen Balkon, wir teilten ihn mit den Mädchen.

Unser Schlafzimmer mit der Minibar links unten im Bild

 

Den Nachmittag verbrachten wir mit einer Erkundungstour und liessen den 1. Abend an der Poolbar ausklingen 

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Der 1. Abend. Ich liebe ihn. Die Anreise ist geschafft und der ganze Urlaub liegt noch vor uns!

 

Im nächsten Bericht zeige ich euch das Hotel und erzähle euch auch, warum wir trotz Urlaub einen vollen Terminkalender hatten 

 

Danke, dass ihr dabei ward!!! 

 

Bis bald !!!