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Monat: Oktober 2021

Nationalpark Plitvicer Seen

Nationalpark Plitvicer Seen

 

 

 

 

Nationalpark Plitvicer Seen

Hallo zusammen,

schön, dass ihr wieder dabei seid.

Dieser Bericht hat lange auf sich warten lassen …. das ist der Nachteil, wenn man einen Blog nicht hauptberuflich betreibt – er steht im Alltag leider oft hinten an. Und der war bei uns in den letzten Wochen sehr turbulent. Umbau zu Hause, Bau von einem neuen Pony-Stall,  privater Stress – und Urlaub!
Unter anderem waren wir mit unseren Kids wieder auf Tour, dieses mal waren Brüssel, Paris und die belgische Nordseeküste unser Ziel, davon berichte ich dann im Anschluss an meine Kroatien- Berichte.

Jetzt geht es hier im Bericht weiter:
Wir sind noch immer in Kroatien. Nach einer erholsamen Nacht in den Weinbergen im Norden (-> Nacht in den Weinbergen im Norden) des Landes geht es heute für uns Richtung Süden und Richtung Meer – mit einem Zwischenstopp – und genau darum geht es im heutigen Bericht.

 

Nationalpark Plitvicer Seen

Heute nehme ich euch mit in den Nationalpark Plitvicer Seen im Herzen von Kroatien.

Knapp 300 km² misst der Nationalpark und ist gekennzeichnet durch seine 16 kaskadenförmig angeordneten Seen, welche durch zahlreiche Wasserfälle miteinander verbunden sind.
Es gibt 12 obere und 4 unsere Seen. Im unteren Bereich befindet sich mit 78 Meter Höhe auch der höchste Wasserfall im Nationalpark (und auch der höchste Wasserfall in Kroatien) :
Der Veliki Slap

Durch das stete Eindringen von Wasser entwickelten sich die Sinterbarrieren. Das sind die Stufen entlang der Seen. Da diese noch aktiv sind, verändert sich das Aussehen auch fortlaufend.
Man geht davon aus, dass dieses Seensystem vor 12.000 bis 15.000 Jahren entstanden sein muss.

Der Teil der Seen ist auch der für Touristen erschlossene Teil. Es gibt viele Wanderrouten mit unterschiedlichen Längen, welche an den Seen entlang führen. Die längste Route davon ist knapp 19 km und mit einer Dauer von ca 6 – 8 Stunden veranschlagt.
Und trotzdem macht der Bereich mit den Seen gerade mal 1 % des gesamten Nationalparks aus.
Der Rest ist bewaldet und ein paar kleinere Flächen sind mit Gräsern bewachsen.


Der Nationalpark Plitvicer Seen ist der größte und älteste von Kroatien.
Am 8. April 1949 wurde er zum ersten Nationalpark von Kroatien erklärt.

Am 26. Oktober 1979 bekam der Nationalpark die internationale Anerkennung und den Eintrag in die UNESCO-Liste des Welterbes

 

Wo liegen die Plitvicer Seen?

Er liegt in den Bergen etwas im Hinterland der Küste in den Gespanschaften Lika-Senj und Karlovac.

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Anfahrt zu den Plitvicer Seen

https://np-plitvicka-jezera.hr/de/planen-sie-ihren-besuch/istrazite-jezera/anfahrt/

 

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Öffnungszeiten und Eintrittspreise der Plitvicer Seen

Der Park hat mehrere Eingänge und mehrere Zugänge.

Eingang 1 – Rastovača: 07:00 – 18:00
Eingang 2 – Hladovina: 07:00 – 18:00
Nebeneingang 2 – Flora: 07:00 – 18:00

 

Eintrittspreise:

Diese variieren stark, daher verweise ich euch auf die online- Ticketseite, denn es wird empfohlen, die Tickets vorab online zu reservieren.
Grob kann man sagen, dass zur Zeit (10/2021) der Eintritt umgerechnet bei ca. 24 Euro / Erw kostet. Damit habt ihr einen kleinen Richtwert. Der Eintrittspreis dient vor allem zum Schutz und Erhalt des Nationalparks.

Die Preise auf der Seite sind in der kroatischen Landeswährung: Kuna
Aktuell (Oktober 2021) ist die Umrechnung:

1 Euro = 7,52 Kuna
1 Kuna = 0,13 Euro
10 Kuna = 1,33 Euro
80 Kuna = 10,65 Euro
180 Kuna = 23,95 Euro

-> Währungsrechner

Online- Eintritts- Tickets für die Plitvicer Seen:

https://ticketing.np-plitvicka-jezera.hr/Index.aspx?l=DE

Auch der Parkplatz ist kostenpflichtig.
Man zieht eine Karte bei der Einfahrt und zahlt sie vor der Ausfahrt.
Autos kosten 8 – 10 Kuna die Stunde, das entspricht ca. 1,06 – 1,13 € / Stunde.

Preise für den Parkplatz:
https://np-plitvicka-jezera.hr/de/planen-sie-ihren-besuch/istrazite-jezera/preise/

 

Nationalpark Plitvicer Seen

Infoseite für den Besuch im Nationalpark mit allen aktuellen Infos:

https://ticketing.np-plitvicka-jezera.hr/Index.aspx?l=DE

Unterkünfte im Campingplätze im Nationalpark

Es lohnt sich, hier mehrere Tage zu verbringen. Nicht nur Naturfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten. Der Nationalpark ist eine grüne Oase und in der Hauptsaison abseits des Bereiches am Eingang auch eine Ruheoase.

Im Nationalpark gibt es mehrere Hotels und Campingplätze

 https://np-plitvicka-jezera.hr/de/planen-sie-ihren-besuch/hotels-und-campingplatze/

 

 

Unser Besuch bei den Plitvicer Seen

Am späten Vormittag kamen wir am Hauptparkplatz an.

Dieser ist in ein Waldgebiet rein sehr verzweigt.
Wir bekamen eine Ahnung, wie voll es werden würde, denn es war auch nach einer gefühlten Ewigkeit mit Kurverei über die Parkplätze keine freie Lücke zu sehen.
“Gleich sind wir wieder zurück bei der Pension” scherzte ich
Auf der anderen Seite dachte ich: Muss sich ja wohl lohnen, wenn so viele Menschen hier sind.
Der Parkplatz ist sehr weitläufig und je weiter wir ihn fuhren, desto mehr freie Parkplätze gab es

Der Hauptparkplatz am Eingang 1. Der rote Pfeil zeigt, wo wir ungefähr standen.

Parkplatz 1 auf Google Maps -> Parkplatz 1

 

Eine Brücke führt über die Straße und zum Eingang. Und auch da … Menschenmassen. …
1 Stunde Wartezeit und insgesamt 7 Eis und 4 Wasser später konnten wir in den Park hinein.

Aber keine Sorge – so voll ist es wohl nur in der Hauptsaison. Ich habe in der Facebook – Kroatiengruppe Fotos vom Park im September oder Mai gesehen und da war fast nichts los.

Kleine Orientierung. Das Gelände ist sehr weitläufig. Wer möchte, geht nur bis zum Aussichtspunkt. Und der ist auf gleicher Höhe direkt hinter dem Eingang. Von da beginnen dann die Wanderwege, dafür geht man zunächst bergab Richtung See und wählt dann seine Route. Diese sind sehr gut beschriftet. Wanderweg A ist der Kürzeste. 3,5 km, 2 – 3 Stunden. Bei Wanderweg K läuft man hingegen 18 km und ist 6 – 8 Stunden unterwegs. Bei B und C fährt man einen Teil mit dem Boot, der Preis ist im Ticket inklusive. Aus Zeitgründen – immerhin mussten wir noch weiter zur Unterkunft – wählten wir Wanderweg A

 

Hier findet man alle Wanderwege mit Beschreibung in der Übersicht

https://np-plitvicka-jezera.hr/de/planen-sie-ihren-besuch/istrazite-jezera/aktivitaten/besichtigungsprogramme-der-seen/

 

Schon wenige Meter nach dem Eingang 1 erreicht man die Aussichtsplattform.

Der Anblick ist grandios!  Kaum zu beschreiben und mit Fotos nicht wiederzugeben.

Man sieht von hier schon mehrere Seen und viele Wasserfälle stürzen laut tosend in die Tiefe

 

 

Wanderweg A führt uns automatisch auf den Weg mittig im Bild, direkt zu den höchsten Wasserfällen im Nationalpark

 

Wir starten unsere Wanderung. Der Weg geht zunächst abwärts Richtung See

 

Die Seen sind kaskadenartig angeordnet, dazwischen befinden sich kleinere oder größere Wasserfälle. Baden ist in den Seen verboten.

 

 

Und auch diesen Weg würden wir gleich noch laufen – und freuten uns schon sehr, denn schon von hier oben sah man, wie klar das Wasser ist

 

 

Wunderschön anzusehen!

 

Unser 1. Stop: Kroatiens höchster Wasserfall

 

Mittig sieht man den Weg von der Aussichtsplattform zum See runter

Foto oben, wenn man in der Hochsaison kurz auf dem Weg wartet und auch mal einen Stau hinter sich riskiert, um ein realitätsfremdes Instagram- Foto zu machen ….

Foto unten, wie es tatsächlich fast die ganze Zeit im ersten Teil zwischen Aussichtsplattform und Wasserfall war:

Noch problematischer war es Richtung Wasserfall. Ein paar mal drehte sich vor uns jemand mit großem Rucksack um und hätte damit beinahe einen von uns vom Steg runtergeworfen ….

Also: Lieber etwas aufpassen beim gehen. In Anbetracht der Tatsache, dass es auf dem Weg keinerlei Abgrenzung rechts und links zum Wasser gibt, ist das ohnehin sinnvoller.
Aber meine große Kamera packte ich weg. Mal eben stehen bleiben für ein Foto war ohnehin kaum möglich und so entstanden 99 % der Fotos an diesem Tag mit Handy. Im Laufen. Argh…

 

Der Weg zum Wasserfall ist leider eine Sackgasse, daher knubbelte es sich da.

 

 

Diese Farben!!! Es ist wirklich so blau-türkis wie auf dem Foto und mit Sonnenschein leuchtet das Wasser noch kräftiger in den verschiedensten Türkistönen

 

Wie erwartet gab es ein Getümmel auf dem engen Weg Richtung Wasserfall. …

 

Ungeschönte Wahrheit, …. aber auch nur, wenn man wie wir in der absoluten Hochsaison (und zur Mittagszeit) die Plitvicer Seen besucht. Darum: Fahrt nach Möglichkeit in der Nebensaison hin, dann habt ihr mehr davon! Oder direkt zur Parköffnung. 

 

 

Aber: Es lohnt sich! Die Ausblicke sind immer wieder wunderschön. Wie auch auf dem Weg Richtung Wasserfall. Traumhaft!

 

 

Nach kurzem Fußweg erreichten wir den Veliki slap – dem höchsten Wasserfall in Kroatien!

 

Im Sommer ist er etwas wasserarm, aber deswegen nicht weniger schön anzusehen

 

 

 

Unter meinen Lesern sind doch bestimmt Winnetou- Fans, oder?

 

Wusstet ihr, dass die Filme zum größten Teil in Kroatien gedreht wurden?

Mein Vater ist großer Winnetou – Fan und eigentlich war geplant, dass meine Eltern uns auf diese Reise begleiten und wir uns die Drehorte von Winnetou ansehen.
Leider hat dies nicht geklappt.

Der berühmte Silbersee liegt inmitten des Nationalparks Plitvicer Seen und auch die Höhle mit dem Schatz kann man hier sehen.

 

Hier gibt es eine tolle Seite mit den Drehorten von den einzelnen Winnetou – Filmen
https://www.kroati.de/kroatien-infos/drehorte-winnetou-filme.html

Vom Wasserfall aus gingen wir zurück zur Abzweigung. Von hier kann man entweder wieder zurück zur Aussichtsplattform gehen oder aber – so wie wir – die Wanderoute A weiter gehen.

 

Schattige Wege führten entlang des Sees

 

Es verwundert nicht, dass man sich für diesen Ort zum Dreh entschieden hat.
Es ist malerisch.  Nach jeder Kurve gab es neue Ausblicke auf die Seen im Nationalpark. Die oft im kühlen Schatten liegenden Wege führten entlang des Wassers, vorbei an Wasserfällen oder imposanten Felswänden und wir bereuten es, nur auf der Durchreise zu sein, denn gerne wären wir noch die weitere Route gegangen …. selbst die Kids waren begeistert!
Und je weiter wir liefen, desto mehr verteilten sich die Menschenmassen.

Ein schöner Spaziergang durch die idyllische Natur

Da Worte das ohnehin kaum beschreiben können, lasse ich Bilder sprechen.

 

 

 

 

 

Auf dem Hinweisschild sieht man die Anordnung der Seen. Wir waren leider nur im unteren Bereich (Siehe Pfeil), wenig später führte unser Weg wieder Richtung Ausgang, … die Zeit wurde knapp, wir hatten noch eine lange Fahrt vor uns.

 

 

Der Wanderweg A führte uns lange am See entlang, dann aber kam der Abzweig nach links und wir gingen wieder bergauf.

 

 

 

Wieder gab es eine tolle Aussichtsplattform – und siehe da, kaum Menschen. Wie ich bereits schrieb, verteilte es sich auf dem Weg immer mehr.
Knubbelpunkte waren die Wege vom Eingang 1 Richtung Wasserfall.

 

 

Der Weg führte am Cafe Rapajinka und von dort zurück zum Park-Eingang 1. Dort am Parkplatz stand unser Auto.

Am Cafe machten wir eine Pause mit kühlen Getränken und einem Eis zur Stärkung

 

Der Boden am Cafe Rapajinka

 

Auf dem Weg zwischen dem Cafe Rapajinka und dem Eingang 1 führte immer wieder an lohnenswerten Aussichtspunkten vorbei, welche uns wundervolle Blicke auf den Nationalpark boten.

 

 

 

Diesen Weg dort unten sind wir ‘vorhin’ noch gegangen.
Das ist der Weg Richtung Wasserfall rechts oder die Wanderwege links.

Nach einem weiteren kurzen Fußmarsch kamen wir an unserem Ausgangspunkt wieder an.
Und nochmals genossen wir die Aussicht auf die Landschaft und die Wasserfälle.

 

 

Wir hielten uns nicht mehr sehr lange auf, da wir noch einen längeren Fahrtweg zur nächsten Unterkunft vor uns hatten.

Dazu schreibe ich beim nächsten mal was und stelle euch wieder eine weitere Unterkunft in Kroatien vor, dieses mal eine Ferienwohnung mit Pool in Podstrana.

 

Übrigens: Dieses Warnschild steht am Eingang zu den Parkplätzen.
Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten:
Am Ende des Urlaubes würden wir auch noch einen in der Natur frei lebenden Bären sehen!
Dazu dann aber später im entsprechenden Bericht!

 

 

 

 

Unser persönliches Fazit

Ein Ausflug zu den Plitvicer Seen lohnt sich. 
Es ist eine kaum zu beschreibende, abwechslungsreiche und malerisch-schöne Landschaft mit einer riesigen Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Das Wasser ist glasklar, so sieht man auch die vielen verschiedenen Fischarten, welche in den Seen leben. 
Durch die Sinterbarrieren gibt es unzählige kleinere und größere Wasserfälle, welche plätschernd oder rauschend in das türkisblaue Wasser der Seen fließen. 
Ich rate euch: Nehmt euch viel Zeit, wandert die längeren Routen und nehmt das Boot, um den Nationalpark kennen zu lernen. 
Wir bekamen einen ersten Einblick und haben uns vorgenommen: 
Wenn wir mal irgendwann wieder in Kroatien sind, werden wir hier 1 – 2 Tage verbringen. 

 

 

 

 

 

Schön, dass ihr wieder dabei ward! 

Bis zum nächsten mal – und dann gehts endlich ans Meer!

 


 

 

 

 

Nationalpark Plitvicer Seen

Eine Nacht in den Weinbergen im Norden von Kroatien

Eine Nacht in den Weinbergen im Norden von Kroatien

 

Eine Nacht in den Weinbergen im Norden von Kroatien

 

 

Hallo zusammen,

 

schön, dass ihr wieder dabei seid.  Es ist der 2. Teil von meinem Kroatien – Bericht mit unseren 5 Patchwork- Kids.

Er hat etwas auf sich warten lassen, daher gibt es eine kleine Rückschau.
Corona ist Schuld. Dazu schreibe ich demnächst noch etwas mehr.

Jetzt geht es erst einmal in meinem Bericht weiter: 

 

Kleine Rückschau auf den 1. Teil:

Wir sind um 18.30 Uhr in Zagreb gelandet.

 

Begleitet von einem ordentlichen Unwetterchen …

 

Wir holten unser Gepäck und unsere Mietwagen …..

…. und machten uns auf den Weg Richtung Unterkunft.

 

Bevor wir zu unserem 1. richtigen Feriendomizil weiter südlich in Kroatien fuhren, hatten wir aufgrund der durch Lufthansa geänderten Flugpläne mit einer späteren Ankunft als ursprünglich gebucht eine Zwischenübernachtung in der Nähe von Zagreb gebucht.

Weil wir wenig Lust auf Stadt hatten, lag die Unterkunft außerhalb in den Weinbergen.

 

Das Unwetter zog in die andere Richtung …

 

 

 

 

Die Weinberge im kroatischen Norden

Die Fahrt auf der Autobahn war entspannt.

Aber dann sah ich, welche Strecke nach der Abfahrt von der Autobahn vor uns lag …  Sehr viele Kurven. Entlanggeschlängelt an den (Wein-) Bergen ….
Mein Lebensgefährte: “Wow, cool, fast wie in Österreich!” … und ich dachte nur leise bei mir … “Och neee … armes ich…”
Die Kids schliefen tief und fest. Das war auch ganz gut so … Im Flieger hat es wegen des Gewitters schon zwischendurch geschaukelt, jetzt noch diese kurvige Bergstraße könnte die Mägen doch überstrapazieren.  Selbiges befürchtete ich für mich auch. Nicht umsonst bin ich mehr der Meer- Typ. Flaches Küstenland, wo man schon 10 km vorher sehen kann, ob jemand zu Besuch kommt. 

Erst nach Sonnenuntergang erreichten wir die Weinberge. Obwohl es schon dämmerig war, erkannten wir die schöne und malerische Landschaft. Mit den Kroatien- Strand- Bildern aus der Facebook-Gruppe, in welcher ich in den letzten Wochen viel gelesen habe, hatte das wenig zu tun. Sattgrüne Weinberge, Wälder und zwischendrin kleine, verträumte Dörfer.

Das entschädigte auch den kurvigen Anfahrtsweg

Weil meine Kamera irgendwo im Gepäck lag, entstanden die folgenden Fotos mit Handy. Beim Autofahren. In der Dämmerung. Ja, ich weiß. Sowas soll man nicht machen ….. Nächstes mal kommt die Kamera direkt zu mir nach vorne ins Auto!

Auf dem Weg zur Zwischen-Unterkunft

 

Angekommen. Rechts ist das Haupthaus mit der Restaurant-Terrasse inkl. Panoramaaussicht. Das Foto wurde aus unserer Unterkunft gemacht, einem Nebenhaus mit 4 Doppelzimmern.

 

Lage:

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Unsere Unterkunft in den Weinbergen

Das Guesthouse Režekov podrum

https://goo.gl/maps/MmE6b2dFcSHrMXsS8

Wir können sie sehr empfehlen. Die Einrichtung ist rustikal – einfach gehalten, aber es war alles sauber und die Angestellten sehr freundlich und hilfsbereit. Die Aussicht über die Weinberge ist fantastisch! 
Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt..

 

Wunderschöner Ausblick über die Weinberge von der Unterkunft aus

 

Wir bekamen das komplette Nebenhaus für uns. 4 urige Doppelzimmer, jeweils mit eigenem Badezimmer, TV-Gerät und Klimaanlage.

Unser Schlafgemach

 

 

 

Schnell wurde überlegt, wer welches Bett bekommt. Die Kinder hatten Hunger – und wir auch. Im Restaurant wartete schon unser Abendessen

 

Unser Abendessen auf der Panorama- Terrasse
Gedeckt war für uns ein großer Tisch auf der Terrasse mit tollem Ausblick. Schade, dass es schon fast dunkel war. Dank des Gewitters gab es herrlich erfrischenden Wind, welcher die schwüle Gewitterluft wegpustete. Das war mehr als angenehm.

 

Als Vorspeise gab es eine wohltuende und leckere Suppe. Vor lauter Hunger habe ich das obligatorische Foto vergessen 

Und dann kam der Hauptgang.  Wir lernten an diesem Abend: Die Portionen in Kroatien sind üppig. Weil im Gegensatz zu uns die Angestellte dies wusste, hatte sie nur 6 statt der 7 bestellten Portionen vorbereitet – und nicht einmal diese 6- Portionen- Platte haben wir mit 7 hungrigen Leutchen geschafft.  

 

 

Auch ein Dessert wurde gereicht. Wir hatten die Wahl zwischen Kuchen und Crêpes. Also diejenigen, die nach dem üppigen Hauptgang noch nicht an akuter Pansenlähmung litten.
Wir haben uns des Probierens wegen die Desserts geteilt. Beide top! Hätte ich jetzt gerne, wo ich die Bilder sehe und darüber schreibe. Und soviel sei gesagt: Wird bei den noch folgenden Kroatien- Berichten noch des Öfteren vorkommen. Wir haben einiges an kroatischen Spezialitäten probiert. 

 

 

 

Das Abendessen war nicht nur sehr reichlich, sondern auch günstig. Wir zahlten inkl. Getränke grad mal um 10 Euro pro Person.
Wenn ich überlege, was wir in Deutschland bezahlen, wenn wir mit allen 5 Kinds essen gehen ….

 

Mein Lebensgefährte gönnte sich sein 1. kroatisches Bier.

 

Meine Kamera und mein Stativ waren immer noch irgendwo im Gepäck. Schade, denn im Hintergrund zuckten schon den ganzen Abend Blitze am Himmel. Ich war zu müde, um meine Ausrüstung zu holen und war froh, als wir endlich in unseren Betten lagen

 

Gute Nacht zusammen

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Guten Morgen!

Wir starteten den Tag wieder sehr früh. Nicht ganz so früh wie gestern, aber immer noch sehr früh, dafür, dass wir eigentlich im Urlaub sind.

 

 

Das ist das Nebenhaus, in welchem wir unsere Doppelzimmer hatten.

 

 

Aussicht von der Terrasse aus. Es war diesig und bewölkt, immer wieder nieselte / regnete es…, die ganze Nacht über hat es immer wieder gewittert. Die Landschaft duftete wundervoll nach Sommerregen, nach Morgenfrische  – und eine angenehme Brise umwehte uns die ganze Zeit. Von den 35 Grad waren wir noch weit entfernt. Genauer gesagt einige Stunden Fahrt. Ich atmete tief durch und inhalierte diese entspannte Morgenstimmung und diese friedliche Athmonsphäre. Endlich Urlaub. 

 

 

Der Kaffee komplettierte diesen schönen Start in den Tag

 

Die Unterkunft betreibt ein kleines Weingut.

 

Der Essenssaal mit Zugang zur Terrasse.

 

 

Das Hauptgebäude

 

 

 

 

 

Nach einem reichhaltigem Frühstück und ganz viel Kaffee verließen wir die Unterkunft.

Wenn ihr einen Ort für eine Zwischenübernachtung sucht, kann ich euch diese Unterkunft empfehlen.

 

Fahrt Richtung Karlovac

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Weil ich gestern zu müde war, meine Kameraausrüstung auszupacken und ich es heute vergessen hatte ( seufz ) gibt es wieder nur Handyfotos. Ich gelobe Besserung.

Das Wetter besserte sich leider nicht. Bewölkt und zwischendurch gab es auch mal ein paar Regentröpfchen.

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Der Weg führte wieder durch urige kleine Dörfer

 

Wir waren überrascht, wie idyllisch es hier im Norden von Kroatien ist 

 

Die Masten bestanden teilweise aus nicht großartig bearbeiteten Stämmen

 

 

 

Bevor wir zu unserem heutigen Zwischenziel fuhren, machten wir einen kleinen, spontanen Zwischenstop in einem von außen interessant aussehendem Museum.

Das Muzej Domovinskog rata in  Karlovac – Turanj
Oder auf deutsch: Das Heimatkriegsmuseum in Karlovac – Turanj

Lage:

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Für uns war das eine gute Gelegenheit, mit den Kids etwas Geschichte zu lernen.
Es ist mein Bestreben, den Kids im Urlaub neben viel gemeinsame Familienzeit auch Wissen zu vermitteln. Spielerisch, durch eigene Erfahrungen oder wie in diesem Fall: Wir fahren zu einem Ort, die Kinder sehen viele Dinge und dann kommen die Fragen von ganz alleine. Und wenn das Interesse geweckt ist, kommt auch viel mehr an als beim stupiden lernen in den Klassenzimmern.
“Mama, warum hat die Brücke so viele Löcher?” “Mama, ist das vom 2. Weltkrieg?”

Nein, das Heimatskriegsmuseum dreht sich um den Jugoslawienkrieg bzw um einen Teil davon: Dem Kroatienkrieg
Es ist eine Außenstelle des Stadtmuseums von Karlovac

Der Jugoslawienkrieg ist die Zusammenfassung der einzelnen Kriege, das waren der 10-Tage-Krieg-Krieg in Slowenien im Jahr 1991, der Kroatienkrieg von 1991 bis 1995, der Bosnienkrieg von 1992 bis 1995 und etwas später der Kosovokrieg (1998/1999) und zudem noch der Albanische Aufstand in Mazedonien (2001)

 

Kurz zur Geschichte vom Kroatienkrieg:

Nach dem 2. Weltkrieg wurde 1945 Jugoslawien als Vielvölkerstaat neu gegründet.
Schon bald darauf begannen Spannungen, nach dem Tod von Präsident Tito gab es vermehrt Konflikte zwischen den Völkergruppen. Einige Völkergruppen wollten dann eigene Staaten gründen.
Nach Titos Tod schaffte es die Regierung nicht mehr, die Konflikte friedlich zu lösen.
Probleme bestanden nicht nur durch religiöse und ethnische Unterschiede, sondern auch zunehmend aufgrund der Ungleichheit zwischen dem eher reichen Norden (Slowenien und Kroatien) und dem eher armen Südosten (Mazedonien und Kosovo).
Als erstes Land erklärte Slowenien 1991 nach einem 10-tägigen Krieg seine Unabhängigkeit. Und auch Kroatien wollte ein eigenständiger Staat sein. (Ebenso wie Bosnien-Herzegowina).
In diesen Teilen des Landes lebten jedoch viele Serben, welche dann zu einer Minderheit gehört hätten, daher haben sie sich vehement gegen die Unabhängigkeit gewehrt und es kam zum Kroatienkrieg. Ziel der Serben war es, die durch die Kämpfe eroberten Gebiete an den restlichen Teil von Jugoslawien anzuschließen, um den völkerrechtlichen Status von Serbien zu bewahren. Viele von euch werden die Nachrichten und Bilder von damals wohl noch in Erinnerung haben. Berichte über Völkermorden und schrecklichen Kriegsverbrechen. Ich selber kann mich noch gut an damals erinnern, mir hat das damals Angst gemacht.
Obwohl das Abkommen von Dayton im Jahr 1995 den Krieg  in Kroatien und in Bosnien-Herzegowina offiziell für beendet erklärte, gab es erneut heftige Kämpfe zwischen der albanisch- und serbisch-stämmiger Bevölkerung in der Provinz Kosovo. Die NATO schaltete sich in diesen Krieg ein, im welchen sich auch deutsche Flugzeuge beteiligten (Als erster Kriegseinsatz der Bundeswehr).
Bis Anfang 1999 dauerten die Kämpfe noch an, erst dann akzeptierte Serbien den Friedensplan.

Im Heimatkriegsmuseum dreht es sich wie bereits geschrieben nur um den Kroatienkrieg, welcher genau an dem Ort, an welchem wir standen, bitterlich getobt hat. Das Dorf, in welchem sich das Museum befindet – Turanj – befand sich damals genau auf der Frontlinie zur s.g. serbischen Republik Krajina und wurde daher fast vollständig zerstört. Die kroatischen Verteidiger haben mit Entschlossenheit und Furchtlosigkeit ihre Stadt verteidigt und den Feind daran gehindert, die Flüsse Korana und Mrežnica zu überqueren, um nach Karlovac zu gelangen und somit haben die Soldaten und Bürger die kroatische Seite erfolgreich verteidigt. Die Stadt blieb unbesiegt, lag jedoch zum größten Teil in Schutt und Asche.
Noch bis heute sieht man vereinzelt Fassaden, welche von Einschusslöchern übersäht sind.

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Es war Montag …. und ausgerechnet montags hat das Museum geschlossen. Schade. Die Ausstellung hätte sich auf jeden Fall gelohnt.
Zumindest die Außenausstellung konnten wir uns ansehen und die bot schon genug Anschauungsmaterial, um den Kindern zu erklären, was hier vor gar nicht langer Zeit passierte.
Ich selber war damals ungefähr in deren Alter, als ich voller Sorge die Bilder in den Nachrichten sah und große Angst hatte, dass der Krieg auch nach Deutschland kommen würde.

 

 

Für die Kids war es erschreckend und interessant zugleich, diese Brücke voller Einschusslöcher zu sehen. Zunächst dachten sie, das sei einfach nur kaputt. “Ja klar, Einschusslöcher…. ” …. aber je mehr wir erklärten, desto mehr begriffen sie, dass dies alles echt ist und was sich damals in diesem und vielen anderen Orten abgespielt hat. “War das der 2. Weltkrieg?” – “Nein, es gab auch danach noch Kriege. Ich war ungefähr so alt wie ihr, als hier Krieg war. Die Bilder davon liefen jeden Abend in den Nachrichten.” 

 

Kurzes Tagesschau – Video von damals – Der entsprechende Beitrag beginnt bei 00:43 

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.tagesschau.de zu laden.

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Das Museum selbst befindet sich in einem Gebäude, welches im Heimatkrieg schwer beschädigt wurde. Das Museumsgebäude wurde quasi drumherum gebaut, um das kaputte Gebäude zu erhalten. Deutlicher kann man die Zerstörungen von damals kaum darstellen.

 

 

 

Die Beschreibungen der Exponate sind neben kroatisch auch auf englisch

 

Im Außenbereich sieht man mehrere Panzer, militärische Ausrüstungen und die Reste eines abgeschossenen MiG-21. Zudem sieht man mehrere völlig zerstörte Gebäude und bekommt eine Ahnung, wie die kleine Stadt damals ausgesehen haben muss – dennoch unvorstellbar, es ist grad mal 30 Jahre her.

 

 

Einschusslöcher an manchen Panzern als stille Zeugen der erbitterten Kämpfe

Die am 9. November 1991 abgeschossenen MiG-21.

 

 

Wir blieben nicht lange, da das eigentliche Museum leider montags geschlossen ist.

Unser Fahrt führte weiter Richtung Süden, unser nächstes Ziel:

Die  Plitvicer Seen.

Darüber gibt es aber einen eigenen Bericht. Es sind so viele Fotos dort entstanden und ich habe auch einiges zu berichten, leider nicht nur positives. 

 

Aber einen kleinen Vorgeschmack gibt es schon an dieser Stelle 

 

Wie gesagt – mehr dann beim nächsten mal. Und dann wird es auch endlich die ersten Fotos von der kroatischen Küste geben 

 

Schön, dass ihr wieder dabei ward und mitgereist seid. 

 

Bis zum nächsten mal !!! 

 


 

 

 

Eine Nacht in den Weinbergen im Norden von Kroatien