Startseite » Allgemein

Kategorie: Allgemein

  • Australien ohne Mietwagen – unsere Reise mit Greyhound | elly-unterwegs

    Australien ohne Mietwagen – unsere Reise mit Greyhound | elly-unterwegs


    Australien ohne Mietwagen – unsere Reise mit Greyhound

    Mich haben nach meinem Insta-Reel sehr viele Nachrichten zum Thema Greyhound erreicht.
    Deshalb bekommt dieses Thema nun einen eigenen Beitrag, in dem ich die Fragen beantworte, die mir am häufigsten gestellt wurden.

    Kleines Vorwort:

    Australien war seit über 25 Jahren mein Traum. So ein Traum, der die ganze Zeit im Hinterkopf umherschwirrt. Einer, der einen begleitet, während das Leben passiert. Mal rückt er näher, mal weiter weg. Aber immer schwebt dieses eine Wort darüber: irgendwann.

    Irgendwann, wenn es passt. Wenn meine Kinder älter sind. Wenn ich genug gespart habe.
    Irgendwann, wenn mehr Zeit da ist. Wenn ich jobtechnisch nicht mehr eingebunden bin. Wenn auf dem Hof weniger Arbeit ist.
    Irgendwann, wenn alles ruhiger wird. Wenn ich weniger Unruhen in meinem Leben habe.
    Irgendwann.

    Und dann kam der Herbst 2024. Und plötzlich wurde alles anders.

    Auf einmal wurde mir klar, wie schnell sich das Leben ändern kann.
    Wie schnell aus einem „irgendwann“ ein „nie“ werden kann.
    Arzttermine, neue Medikamente, ein Fahrverbot für unbestimmte Zeit.
    Auf einmal war nichts mehr selbstverständlich.

    Und genau in diesem Moment, an einem Zeitpunkt, an dem ich mich gesundheitlich weiter weg von Australien fühlte als je zuvor, wurde der Wunsch, diesen Traum endlich zu verwirklichen, größer als jemals zuvor.

    Denn in diesem Durcheinander wurde mir etwas schmerzhaft klar:
    Das Leben wartet nicht auf deine Träume.

    Australien wurde auf einmal konkret. Aus dem Wunsch heraus, nicht länger zu verschieben, was mich so lange begleitet hatte.

    Die Ärzte gaben grünes Licht fürs Reisen. Auto fahren durfte ich allerdings weiterhin nicht.
    Also musste diese Reise von Anfang an anders funktionieren.

    Australien ohne Auto.
    Endlose Straßen, Weite, Nationalparks, Regenwald, Küste.
    Bilder, die man automatisch mit einem Roadtrip verbindet.

    Und dann diese einfache, hartnäckige Frage:
    Wie soll das ohne Mietwagen funktionieren?

    Wie Greyhound überhaupt auf meinem Radar landete

    Also begann ich zu recherchiere. Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt?
    Japan haben wir mit dem Zug bereist und sind mit dem Shinkansen von Ort zu Ort gefahren.
    Aber gab es so etwas überhaupt in Australien?!
    Ich durchforstete das Internet. Checkte Flugrouten, Strecken, Verbindungen.
    Und irgendwo zwischen Planung, Routenüberlegungen und dieser leisen Unsicherheit („Vielleicht verschiebe ich es doch wieder …“) tauchte ein Name auf, den ich schon einmal gehört hatte: Greyhound.

    Gehört hatte ich den Namen schon einmal. Mehr aber auch nicht. Also begann ich, mich einzulesen.

    Greyhound ist ein Fernbusnetz mit festen Routen, vor allem entlang der australischen Ostküste. Genau dort lagen viele Ziele dieser Reise. Cairns, Mission Beach, Townsville, Airlie Beach, weiter Richtung Süden.
    Je länger ich mir das Streckennetz ansah, desto klarer wurde:
    Die wichtigsten Orte unserer Route waren abgedeckt. Abgelegene Abzweigungen ins Hinterland gehören nicht dazu. Für unsere Strecke passte es.

    Greyhound – Das Streckennetz

    Greyhound Australien: Streckennetz. Quelle: https://www.greyhound.com.au/


    Das Greyhound-Streckennetz deckt große Teile Australiens ab und folgt klaren Hauptverbindungen zwischen Städten und regionalen Zentren. Besonders dicht und zuverlässig ist das Netz entlang der Ostküste ausgebaut. Also genau unsere angedachte Strecke.

    Dort verbindet Greyhound viele Reiseorte in Queensland und New South Wales mit regelmäßigen Fahrten und festen Haltestellen. Die Ostküste eignet sich deshalb besonders gut für Reisen ohne eigenes Auto.

    In anderen Regionen Australiens, vor allem an der Westküste, ist das Netz deutlich weniger ausgebaut oder nicht durchgängig vorhanden.

    Der Whimit Pass und die ganz normalen Fragen im Kopf

    Beim Weiterlesen stieß ich auf einen Pass, der sich direkt sehr interessant anhörte: den 15-Day East Coast Whimit Travel Pass.
    Das Prinzip ist einfach.
    Ein festgelegter Zeitraum von 15 Tagen, innerhalb dessen beliebig viele Fahrten auf den Strecken der Ostküste möglich sind.
    Jede Fahrt wird vorab reserviert, Sitzplätze lassen sich auswählen, Umbuchungen sind auch kurzfristig möglich, sofern noch Plätze frei sind.

    Trotzdem blieben Fragen.
    Australien mit dem Bus bereisen?
    Funktioniert das wirklich zuverlässig?
    Wie bequem sind die Sitze auf langen Strecken?
    Wie fühlt sich das an, wenn der Takt vorgegeben ist und man nicht einfach losfahren kann, wann man möchte?
    Und was passiert, wenn sich ein Plan plötzlich ändert?

    Zweifel waren da. Wieder einmal.
    Aber irgendetwas in mir trieb mich immer wieder an, meinen Traum nicht schon wieder zu verschieben. Dieses Wissen, dass der richtige Zeitpunkt nicht irgendwann kommt.
    Sondern jetzt da ist.

    Also hörte ich auf mein Bauchgefühl und begann, tiefer zu recherchieren.
    Ich las Reiseberichte, klickte mich durch Foren und Gruppen und suchte nach Erfahrungen von Menschen, die genau so unterwegs gewesen waren.
    Je mehr ich las, desto mehr konnte ich mir vorstellen, so zu reisen.

    Auch die Kinder bezog ich mit ein.
    Ihre Reaktion war überraschend eindeutig.
    „Dann hast du nicht immer Stress mit dem Autofahren.“
    Die Erinnerungen an unsere (recht nervenaufreibenden) Autofahrten wenige Wochen zuvor in Palermo (Sizilien) waren noch sehr präsent.
    „Dann kannst du beim Fahren auch mal entspannen.“

    Auch aus der Familie kam Rückenwind.

    „Das ist doch ideal.“

    „Überleg mal, wie entspannt das für dich ist.“

    Und irgendwann blieb dieser schlichte Gedanke hängen:

    Anders geht es ohnehin nicht.

    Also warum nicht so?

    Erst danach begann ich, etwas konkreter zu planen.
    Welche Orte wollen wir sehen?
    Was ist mit Greyhound realistisch machbar?
    Welche Strecken passen zusammen?
    Schritt für Schritt nahm die Planung Form an.

    Whimit Pass – Buchung und Ablauf

    Der 15-Day East Coast Whimit Travel Pass wird vorab online bei Greyhound gekauft.
    Innerhalb von 15 Tagen können beliebig viele Fahrten auf den Strecken der Ostküste genutzt werden.
    Jede einzelne Fahrt muss reserviert werden, Sitzplätze lassen sich dabei direkt auswählen.
    Umbuchungen sind auch kurzfristig möglich, sofern noch Plätze verfügbar sind.
    Das Ticket wird digital genutzt, beim Einstieg reicht der Buchungsnachweis auf dem Smartphone.
    Der 15-Tage East Coast Whimit Pass kostet derzeit rund 395 AUD pro Person (ca. 240 €)

    Die maximale Strecke, die mit dem 15-Day East Coast Whimit Pass theoretisch möglich ist, ergibt sich aus der längsten zusammenhängenden Route im Greyhound-Netz an der Ostküste.

    Cairns → Melbourne ist dabei die längste klassische Ostküstenverbindung.

    • Entfernung: ca. 3.400–3.600 Kilometer
    • Reine Fahrzeit (ohne Pausen, Stopps, Umstiege): rund 48–55 Stunden Busfahrt, je nach Verbindung

    Mit dem 15-Tage-Pass könnte man diese Strecke komplett fahren – und sogar noch Teilabschnitte zurück, solange alles innerhalb der 15 Tage liegt und die Fahrten reserviert sind.

    Realistisch heißt das für euch

    z. B.:

    Cairns → Townsville → Airlie Beach → Mackay → Rockhampton → Hervey Bay → Brisbane → Byron Bay → Sydney → Canberra → Melbourne
    mit Stopps, Pausen, Übernachtungen und Abstechern – ohne Kilometerlimit.

    Aber das ist nur die Theorie, in 15 Tagen macht man so zwar viel Strecke, sieht aber nix von Australien.

    Wir sind gefahren:

    Cairns → Mission Beach

    Mission Beach → Townsville

    Townsville → Airlie Beach

    Airlie Beach → Mackay

    Mackay → Nachtfahrt → Hervey Bay

    Der Pass begrenzt nicht die Entfernung, sondern nur die Zeit.

    Buchung direkt über:
    Greyhound Australia

    Warum Planung hier besonders wichtig war

    Genaue Planung war mir immer wichtig.
    In diesem Fall mehr denn je.
    Die Etappen sollten von zu Hause aus feststehen, um die Unterkünfte und Touren zu buchen. Im Bus mit meinen Kindern zusammen sitzen war mir sehr wichtig.
    Und am liebsten möglichst weit vorne, um nach vorne auf die Straße sehen zu können.
    Schilder lesen, Ortsnamen entdecken, Landschaft beobachten.

    Und dann war er da, dieser Moment.

    Wir machen es!

    Australien. Ohne Mietwagen. Nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

    Dieser Gedanke fühlte sich im ersten Moment fast absurd an. So anders als alles, was sich über Jahre in meinem Kopf festgesetzt hatte. Kein Roadtrip, kein eigenes Lenkrad, kein spontanes Abbiegen irgendwo ins Nichts wie wir es zB damals an der Westküste der USA oder auch bei unseren vielen Touren in Europa gemacht haben.

    Nach all den Jahren, in denen Australien immer nur ein „irgendwann“ gewesen war, wurde dieser Traum endlich Wirklichkeit. Nicht so, wie ich ihn mir früher ausgemalt hatte. Aber genau so, wie er jetzt möglich war.

    Diese Art zu reisen war für uns nicht völlig neu. Auch Japan hatten wir komplett mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereist.

    Aus anderen Gründen, in einem ganz anderen Land. Aber es hat funktioniert.
    Und auch in Australien – ein Land viel größer als Japan und mit soviel mehr endloser Weite – würde es funktionieren!

    Greyhound buchen – der Buchungsprozess

    Der Buchungsprozess bei Greyhound ist überraschend übersichtlich und gut planbar.
    Zuerst wird der passende Pass online ausgewählt, in unserem Fall der 15-Day East Coast Whimit Travel Pass.
    Wir brauchten alle unseren eigenen Pass, ich konnte sie aber in einer Buchung bündeln.
    Der Pass wird direkt beim Kauf bezahlt. Kurz danach kommt eine Bestätigung per E-Mail mit der Buchungsnummer.
    Der 15-Tage East Coast Whimit Pass kostet derzeit rund 395 AUD pro Person (ca. 240 €) und beinhaltet alle Fahrten in dieser Zeit, auch die Nachtfahrten.

    Mit dieser Buchungsnummer lassen sich anschließend die einzelnen Fahrten zum Pass hinzufügen.
    Das funktioniert über den Bereich „Manage Booking“ oder über ein eigenes Greyhound-Konto.
    Dort gibt man einfach die Buchungsnummer und die E-Mail-Adresse ein.

    Für jede Strecke wird dann eine konkrete Fahrt reserviert. Start, Ziel und Datum auswählen, verfügbare Verbindungen anzeigen lassen und die gewünschte Fahrt hinzufügen.
    Wenn Sitzplätze auswählbar sind, können sie direkt reserviert werden, was besonders angenehm ist, wenn man zusammen sitzen möchte.

    Änderungen sind online möglich, solange noch Plätze verfügbar sind. Sogar bis 1 Stunde vor Abfahrt ist eine Umbuchung noch möglich.
    Fahrten lassen sich löschen, verschieben oder neu hinzufügen.
    Das gab mir viel Flexibilität, falls sich unterwegs doch etwas ändern sollte.

    Beim Einsteigen muss nichts ausgedrucktes vorgezeigt werden.
    Die Buchungsnummer auf dem Smartphone reicht aus.
    Ein Ausweis kann sinnvoll sein, falls nachgefragt wird.
    Insgesamt fühlte sich der gesamte Ablauf unkompliziert und sehr entspannt an.

    Kurz gesagt: Pass online kaufen, Buchungsnummer erhalten, Fahrten reservieren, Sitzplätze sichern, bei Bedarf anpassen und einfach einsteigen.

    So sieht das dann im Account aus:

    Und ein toller Service von Greyhound Australia:

    Vor allem in der Regenzeit gibt es oft Straßensperrungen.

    Auf der Instagram-Seite von Greyhound wird man immer direkt mit Karten (und oft sehr unterhaltsam) darüber informiert.


    „Du fährst mit Greyhound?! Da siehst du doch nur Städte!“

    „Viel Spaß, wirst nix schönes sehen von Australien“

    „Dann kannst du auch in Deutschland bleiben und mit der Bahn durchs Ruhrgebiet fahren“

    Diese und ähnliche Sprüche bekam ich vor allem in australischen Reisegruppen bei Facebook öfters zu hören.

    Und dazu habe ich dann ein Reel gemacht.

     
     
     
     
     
    Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     


    Die erste Fahrt: Ankommen am Stopp und losfahren

    Und dann kam der Tag, an dem die Reise mit Greyhound begann.

    Für jede Fahrt lag die genaue Adresse vor, an der der Bus hält. Und weil es offenbar mehr Menschen wie mich gibt, die trotz genauer Adresse erst einmal ziellos umherirren, war alles gut ausgeschildert. Pfeile, Hinweise, klare Treffpunkte.

    Die Busse waren pünktlich. Der Fahrer checkte die Namen und fragte kurz nach, wo es hingeht. Je nach Ziel wurde das Gepäck im Laderaum sortiert. Größere Taschen verschwanden unten. Rucksäcke durften mit an den Platz genommen werden.

    Alltag im Bus: Pünktlichkeit, Pausen, USB und WLAN

    Nach dem Einsteigen richteten wir uns erst einmal auf unserem Platz ein. Nackenhörnchen, eine kleine Reisedecke. Ein paar Snacks im Netz am Vordersitz. Die Sitze waren bequem, auch auf längeren Strecken. An jedem Platz gab es einen USB-Anschluss, was unterwegs wirklich hilfreich war, allerdings brauchten wir dafür etwas längere Kabel. In vielen Bussen funktionierte auch das WLAN, mal stabiler, mal weniger, aber für Nachrichten und kurze Recherchen ausreichend. Nur zum Streamen war es manchmal zu langsam.

    Etwa alle zwei Stunden haben wir eine Pause gemacht. Zeit für Toiletten, etwas Warmes zu essen oder kurz die Beine zu vertreten. Essen und Trinken waren im Bus erlaubt, auch Kaffee to go.

    Ein paar Impressionen von unterwegs

    Greyhound meets Greyhound

    Vorne mit Blick auf die Straße zu sitzen hat sich gelohnt, habe nun ein paar Fotos mehr für meine Tierschild-Sammlung

    Ein Symbolfoto. Soll zeigen, dass man mit Kissen und Nackenhörnchen gut schlafen kann, sogar besser als in der Flugzeug-Holzklasse. Ich habe tatsächlich bei jeder Fahrt eine Runde geschlafen.

    Die Nachtfahrt von Mackay nach Hervey Bay

    Eine unserer Etappen war eine Nachtfahrt. Von Mackay nach Hervey Bay. Bei der Planung gab es kurz Zweifel. Nachtfahrt im Bus klingt erst einmal nach wenig Schlaf und müdem Ankommen. Aber auf der anderen Seite hatte es auch Vorteile: Wir sparten eine Nacht in einer Unterkunft und konnten so über Nacht eine große Strecke zurück legen.

    Vor der Abfahrt hatten wir noch Zeit, in Ruhe Abendessen zu gehen. Eine Ausnahme auf dieser Reise, denn um die Kosten klein zu halten, wurde meist selbst gekocht. An diesem Abend gab es einen Burger, Süßkartoffeln und gebackenen Blumenkohl. Und genau das tat gut, einfach mal in Ruhe sitzen, lecker essen, durchatmen, bevor die Nacht beginnt.

    Wir waren zeitig am Bus, mit uns stiegen noch viele andere Gäste ein. Für die 11 Stunden Fahrt hatte ich mir ein kleines Kulturtäschchen gepackt. Zahnbürste, Cremes, Reinigungstücher & Co. Alles, um sich am Morgen frisch zu machen. Bei Langstreckenflügen mache ich es immer genauso.

    Die Fahrt ging los, das Licht wurde gedimmt. Wir hatten für die Nachtfahrt Plätze in der Mitte des Busses. Hier schaukelt es weniger. Mit Kissen, Nackenhörchen und Kuscheldecke schlummerte ich sogar relativ schnell ein. Ein Trick half dabei: ein Lieblingslied in Dauerschleife, mit Noise-Canceling-Kopfhörern. Ich hatte es vorher versucht, meine Playlist durchzuhören, bin aber dauernd bei neuen Liedern wieder wach geworden. Also gab es nur ein ruhiges Lied in Dauerschleife und das ließ mich erstaunlich gut schlummern, trotz Bus und trotz Sitzen.

    Auch nachts haben wir alle 2 Stunden eine Pause gemacht. Niemand musste aussteigen. Wer wollte, blieb einfach sitzen. Der Bus fuhr weiter, während draußen die Nacht vorbeizog. 700 km Strecke schafften wir so, halbwegs schlafend über Nacht.

    Am Morgen kamen wir in Hervey Bay an. Müde, ja. Aber nicht zerschlagen. Und da war dieser angenehme Gedanke: Strecke geschafft, über Nacht vorangekommen, eine Hotelnacht gespart.

    Wo Greyhound an Grenzen stößt und wie wir damit umgegangen sind

    Greyhound bringt einen zuverlässig von Ort zu Ort. Abgelegene Nationalparks, spontane Abstecher ins Hinterland und Ziele fernab der Hauptstrecken gehören nicht dazu. Man ist weniger Flexibel als mit einem eigenen Fahrzeug. Das war vorher klar, deshalb wurde die Route von Anfang an entlang der Greyhound-Strecke geplant. Und auch dort gibt es, wie ihr in den kommenden Wochen hier noch lesen könnt, richtig viel zu sehen und zu erleben.

    Unterkünfte buchte ich möglichst zentral. Orte, von denen aus vieles zu Fuß erreichbar war oder die gut angebunden waren. Für Ziele außerhalb dieser Reichweite wurden Uber oder geführte Touren genutzt. Gerade bei wenig Zeit sieht man so viel.

    Kosten: Greyhound, Mietwagen oder Camper

    Viele von euch haben mich gefragt, wie das mit den Kosten ist.

    Die Preise schwanken je nach Saison, Anbieter und Verfügbarkeit. Um trotzdem ein Gefühl für die Größenordnungen zu bekommen, habe ich unsere Route mit Greyhound einmal grob gegengerechnet: Cairns – Mission Beach – Townsville – Airlie Beach – Mackay – Hervey Bay. Das ist keine exakte Berechnung, sondern eine grobe Orientierung.

    Als Autofahrt liegt diese Strecke bei rund 1.500 Kilometern. Beim Sprit hängt viel vom Fahrzeug ab. Ein normaler Mietwagen liegt oft bei etwa 7 bis 9 Litern auf 100 Kilometer, ein Camper eher bei 12 Litern. Damit landet man grob bei etwa 190 bis 250 AUD Spritkosten (ca. 115–150 €) für einen Mietwagen, beim Camper eher um die 330 AUD (ca. 200 €), je nach Verbrauch und regionalem Benzinpreis. Greyhound ist am einfachsten zu kalkulieren. Der 15-Day East Coast Whimit Pass kostet 395 AUD pro Person (ca. 235 €). Für zwei Personen also etwa 790 AUD (ca. 470 €), für vier Personen rund 1.580 AUD (ca. 950 €). Dazu kommen vor Ort noch Transfers, Ubers oder geführte Touren, je nachdem, wie man unterwegs ist. Beim Mietwagen ist die Spannbreite groß. In Cairns lagen die Preise je nach Anbieter und Zeitpunkt grob zwischen etwa 35 und 70 AUD pro Tag (ca. 20–42 €). Für 15 Tage ergibt das ungefähr 525 bis 1.050 AUD (ca. 315–630 €) für den Wagen, dazu Sprit und eventuell Versicherungs-Upgrades. Zu zweit kann Greyhound preislich ähnlich liegen oder sogar günstiger sein. Zu viert wirkt der Mietwagen oft attraktiver, vorausgesetzt mehrere Personen dürfen fahren. Ein Camper kombiniert Auto und Unterkunft, ist aber selten die günstige Variante. Je nach Fahrzeug und Saison liegen die Preise grob zwischen etwa 100 und 400 AUD pro Tag (ca. 60–240 €). Für 15 Tage landet man damit schnell bei 1.500 bis deutlich über 6.000 AUD (ca. 900–3.600 €), plus Sprit und Campingplätze. Das kann sich lohnen, wenn man konsequent im Camper schläft, ist aber preislich eine andere Liga.

    Preis-Fazit für unsere Route:

    Greyhound (15-Day East Coast Whimit Pass)
    • 395 AUD pro Person (ca. 235 €)
    • 2 Personen: ca. 790 AUD (≈ 470 €)
    • 4 Personen: ca. 1.580 AUD (≈ 950 €)
    (+ ggf. Transfers/Uber/Touren vor Ort)

    Mietwagen
    • Tagespreis ca. 35–70 AUD (20–42 €)
    • 15 Tage: ca. 525–1.050 AUD (≈ 315–630 €)
    • Sprit: ca. 190–250 AUD (≈ 115–150 €)
    → Gesamt grob:
    • 2 Personen: ca. 715–1.300 AUD (≈ 430–780 €)
    • 4 Personen: gleicher Fahrzeugpreis, aber 4 Mitfahrende
    → Mietwagen pro Person günstiger, wenn mehrere Fahrer vorhanden sind

    Camper / Wohnmobil
    • Tagespreis ca. 100–400 AUD (60–240 €)
    • 15 Tage: ca. 1.500–6.000+ AUD (≈ 900–3.600 €)
    • Sprit: ca. 330 AUD (≈ 200 €)
    • ggf. Campingplätze zusätzlich
    → Gesamt: schnell deutlich über 2.000 AUD, oft erheblich mehr

    Kurz gesagt

    • Greyhound: am einfachsten zu kalkulieren, preislich lohnenswert für 1–2 Personen
    • Mietwagen: preislich günstiger bei 3–4 Personen
    • Camper: komfortabel, aber preislich eine andere Liga


    Fazit

    Greyhound war für uns eine sehr gute Lösung. Australien ließ sich erleben, ohne selbst hinter dem Steuer sitzen zu müssen.

    Ein Aspekt wurde unterwegs immer mehr bewusst: Nachhaltigkeit. Wenn man schon um die halbe Welt fliegt, kann man zumindest vor Ort versuchen, den eigenen CO₂-Abdruck kleiner zu halten. Mit dem Bus zu reisen bedeutet weniger Fahrzeuge, weniger Verkehr und weniger Emissionen pro Person. Das ändert nichts an der Flugstrecke, aber es verändert, wie man sich danach im Land bewegt.

    Greyhound ist vor allem an der Ostküste stark vertreten und verbindet dort viele Orte zuverlässig miteinander. An der Westküste ist das bislang leider nicht so. Ein vergleichbares, flächendeckendes Netz gibt es dort noch nicht, und aktuell sind auch keine konkreten Ausbaupläne bekannt. Schade, denn gerade dort würde diese Art des Reisens ebenfalls gut passen.

    Ob Greyhound für euch die richtige Wahl ist, lässt sich nicht pauschal sagen.

    Aber wenn ihr von Australien träumt – und aus welchen Gründen auch immer kein Fahrzeug mieten könnt / möchtet oder euch den Linksverkehr nicht zutraut oder ihr – wie ich – gesundheitlich eingeschränkt seid und kein Auto fahren dürft, dann ist Greyhound eine tolle Möglichkeit, Australien zu bereisen.

    Für uns hat es gepasst. Zu diesem Zeitpunkt, mit diesen Rahmenbedingungen und genau so, wie diese Reise möglich war.

    Das Leben verläuft selten nach Plan. Es stellt Dinge um, zieht Grenzen, zwingt zu neuen Wegen.

    Auch beim Reisen geht es nicht immer darum, alles so machen zu können, wie man es sich wünscht. Manchmal geht es darum, einen Weg zu finden, der unter den gegebenen Umständen funktioniert.

    Heute bin ich froh, dass ich mich vom Fahrverbot nicht habe entmutigen lassen. Dass ich meinen Traum nicht noch einmal auf „irgendwann“ verschoben habe, sondern ihn genau so gelebt habe, wie es möglich war.

    Denn das Leben wartet nicht auf deine Träume.


    Reiseplanung für Australien

    Unterkünfte in Australien finden

    Unterkünfte in Australien suchen

    Kleiner Klick nötig: „Inhalt entsperren“ (Datenschutz). Die Karte startet in Sydney – einfach rauszoomen oder zur Wunschregion verschieben.
    Danach siehst du Preise, Verfügbarkeit und Unterkünfte im ganzen Land.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    *Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung –
    so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.


    Touren & Ausflüge in Australien

    Geführte Touren, Tickets und besondere Erlebnisse für eure Australienreise.

    *Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung –
    so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.


    Weitere hilfreiche Links zur Planung

    Hier findest du langjährig erprobte Tipps, Tools und Grundlagen, die bei der Planung wirklich helfen.



  • Port Douglas: Schnorcheln am Great Barrier Reef und Ausflug zu den Low Isles

    Port Douglas: Schnorcheln am Great Barrier Reef und Ausflug zu den Low Isles

    Click here to opt-out.

    Dieser Bericht hat etwas länger auf sich warten lassen. Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass die letzten Wochen nicht ganz einfach waren. Ich musste mich erst einmal sortieren.
    Jetzt geht es hier weiter – mit Australien.


    Port Douglas: Schnorcheln am Great Barrier Reef und Ausflug zu den Low Isles

    Der Morgen in Port Douglas: Wetter App und Kaffee

    Der Wecker klingelte früh an diesem Morgen in Port Douglas.

    Zum Frühstück gab es Kaffee und den obligatorischen Blick aufs Handy. In der Wetter App stand das, was man für einen Ausflug ins Great Barrier Reef nicht lesen will: Wind. Regen. Wolken. Genau das Paket, das man sich dafür wirklich nicht wünscht.

    Draußen sah es tatsächlich nicht nach Postkarten Himmel aus. Meine Laune war etwas im Keller. Gestern hatten wir nur Regen. Und auch heute sah es nicht besser aus. Der Ausflug war gebucht. Bezahlt. Fix. Das Wetter konnte man nicht planen. Wir hofften einfach, dass es nicht so wild werden würde.

    Zu Fuß zur Crystalbrook Marina

    Zu Fuß ging es von unserer Ferienwohnung rüber zum Hafen. Keine zehn Minuten, Google Maps hatte nicht gelogen. Trotzdem waren wir viel zu früh da. Bei So etwas bin ich aber generell gerne früh am Zielort, zumal wir noch die Vouchers in Tickets umtauschen mussten.

    Port Douglas war um diese Uhrzeit noch recht verschlafen. Viele Menschen sahen wir nicht, dafür aber ein paar exotische Vögel.

    Friedenstäubchen in Port Douglas am frühen Morgen
    Friedenstäubchen. Davon brauchen wir viel mehr …

    Straßenszene in Port Douglas am frühen Morgen

    Ibisse in Port Douglas
    Ibisse

    Tropische Vögel in Port Douglas

    Tickets – und die Sache mit der Sonnencreme

    Am Crystalbrook Marina gaben wir unseren Voucher ab und bekamen die Tickets für die Tour. Beim Check in kam direkt ein Hinweis: keine normale Sonnencreme, bitte rifffreundlich. …. Rifffreundlich?! Wir zeigten unsere Sonnencreme.

    Natürlich hatten wir genau die falsche dabei. Man hatte in der Marina die Möglichkeit, andere Sonnencreme zu kaufen.  

    Infobox: Great Barrier Reef und Sonnencreme
    • Das Great Barrier Reef ist ein sehr empfindliches Ökosystem.
    • Viele klassische Sonnencremes nutzen chemische UV Filter wie Oxybenzon oder Octinoxat.
    • Diese Stoffe können Korallen schaden und die Erholung nach Stress wie Korallenbleichen erschweren.
    • In sensiblen Regionen am Riff wird deshalb riff freundliche Sonnencreme ohne diese Inhaltsstoffe empfohlen.

    Wir liefen noch etwas im Hafenbereich herum, um uns die Wartezeit zu vertreiben.

    Australischer Triel am Hafen in Port Douglas
    Australischer Triel

    Boote an der Crystalbrook Marina in Port Douglas Die ersten Boote starteten schon Richtung Riff. Strand an der Crystalbrook Marina in Port Douglas bei Nieselregen Der Strand an der Marina. Im Nieselregen. Irgendwie zog ich das Regenwetter an in diesen Tagen an ….. Kakadus am Hafen von Port Douglas

    Und überall waren die Kakadus. Wie bei uns die Tauben.

    Wir beschlossen, nun doch wieder zum Hafen zu gehen, um unser Boot schon einmal zu suchen. Es war Dank guter Ausschilderung schnell gefunden.

    Beschilderung an der Crystalbrook Marina in Port Douglas Anleger an der Crystalbrook Marina in Port Douglas Katamaran Wavedancer in Port Douglas

    Flötenfisch im Hafenbecken von Port Douglas
    Flötenfisch

    Beim warten entdecken wir schon die ersten Fisch, sie schwammen im Hafenbecken direkt unter der Oberfläche. Das reichte völlig, um die Spannung hochzuschieben. Wenn das hier schon so aussah, wie würde es erst direkt am Riff sein, mit Maske auf und beim Schnorcheln mittendrin?

    Schnorchel Vorfreude: Türkei, Kroatien, Malediven

    Schnorcheln war bei uns nicht ganz neu. Mit den Kindern war ich schon zweimal schnorcheln, einmal in der Türkei und einmal in Kroatien. Dort sahen wir schon viele Meeresbewohner.

    2015 war ich mit meinem damaligen Mann auf den Malediven.
    Ich hatte damals vor der Abreise die Sorge, dass ich mit Schnorcheln eh nix sehen würde. Tauchen darf ich leider nicht. Aus dem Grund hatte ich Schnorcheln eher in die Kategorie „kann man mal machen“ einsortiert.
    Und dann war ich dort zum ersten Mal schnorcheln und es catchte mich sofort. Es fühlte sich an, als würde man in einem Aquarium schnorcheln. Nur ohne Glas dazwischen. Man war mittendrin.

    Und jetzt war da das Great Barrier Reef. Dieses riesige Riff, von dem man schon als Kind irgendwie gehört hat und bei dem man sofort Bilder im Kopf hat, auch wenn man selbst noch nie hier war.

    Wir waren so aufgeregt, was uns erwarten würde.

    Katamaran Wavedancer vor der Abfahrt in Port Douglas

    .

    .

    An Bord der Wavedancer: Boarding und Abfahrt

    Gegen 9.30 Uhr begann das Boarding auf den Wavedancer Katamaran. Pünktlich um 10 Uhr legten wir ab und Port Douglas blieb langsam hinter uns zurück.

    Gebucht haben wir direkt beim Anbieter: wavedancerlowisles.com.

    Teenager auf dem Katamaran Wavedancer mit Tour-Shirts Meine beiden Töchter waren ein paar Wochen vor der Abreise in Amsterdam bei „Stray Kids“ , einer K-Pop Band. Das sind die Tour-Shirts. Was meine Jüngste zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste: Auf der Reise würden wir noch einen sehr bekannten K-Pop Ort sehen, wo ihr „Idol“ ein Video gedreht hat.

    Die Fahrt geht los.

    Erst einmal im ruhigen Hafenbecken.
    So könnte es bleiben, dachte ich bei mir. …. blieb es aber nicht. Ausfahrt aus dem Hafen von Port Douglas mit dem Katamaran Katamaranfahrt Richtung Low Isles bei Wind Blick vom Katamaran auf die Küste bei Regen

    Nach dem Ablegen gab es an Bord ein kleines Frühstück mit Kaffee, Tee, Gebäck, Keksen und frischem Obst.

    Das Schaukeln merkte ich allerdings schneller als mir lieb war. Also blieb es bei einer Kleinigkeit, sicher ist sicher.

    Frühstück an Bord der Wavedancer

    Kurz darauf folgte die Einführung. Eine Meeresbiologin erklärte sachlich, worauf wir achten sollten, wie die Abläufe sind und was uns draußen am Riff erwartet.

    Infobox: Schiff und Tour in 30 Sekunden
    • Tour: Tagesausflug ab Port Douglas zu den Low Isles im Great Barrier Reef.
    • Schiff: Wavedancer, 30 Meter Luxus Segelkatamaran von Quicksilver Cruises.
    • Fahrtzeit: ungefähr 1 Stunde von Port Douglas bis Low Isles.
    • An Bord: Marine Biologist Präsentation, Einweisungen, klare Sicherheitsabläufe.
    • Low Isles: flache Lagune, ruhiges Wasser, ideal zum Schwimmen und Schnorcheln.

    Sicherheit an Bord: Savety first

    Während der Fahrt mussten alle Gäste einen medizinischen Fragebogen ausfüllen. Abgefragt wurden unter anderem Schnorchelerfahrung und gesundheitliche Einschränkungen. Wegen meiner chronischen Erkrankungen wurde gezielt nachgefragt und ich hatte ein Gespräch mit den Guides. Gäste mit gesundheitlichen Einschränkungen oder wenig Erfahrung erhielten einen andersfarbigen Schnorchel, damit die Lifeguards sie im Wasser schneller erkennen konnten und ein besonderes Auge auf sie hatten.
    Safety first.

    Rettungswesten waren obligatorisch. Eine zu tragen fühlte sich für uns richtig an, auch weil es entspannter war, sich aufs Schauen zu konzentrieren statt auf Technik und Körperspannung.

    Die Fahrt zu den Low Isles: Danke Wetter…

    Das Wetter war bescheiden. Wind, leichter Regen, noch mehr Wind.
    Die Überfahrt war extrem schaukelig. Sehr schnell war klar, dass das für empfindliche Mägen eine echte Herausforderung werden würde.
    Tabletten gegen Seekrankheit lagen bereit und wurden auf Wunsch an die Gäste verteilt.

    Meiner Tochter ging es nicht sehr gut. Aber die Guides waren sehr aufmerksam. Ich glaube, ihr Auge war geschult für die Gäste mit Seekrankheit. Daher kamen sie direkt zu meiner Tochter und versorgten sie. Kühle Umschläge für den Nacken halfen ein wenig, später kamen sogar Eiswürfel zum Lutschen dazu. Das brachte spürbare Erleichterung. Ein sehr toller und fürsorglicher Service

    „Mama, wir machen aber keine Bootsfahrten mehr auf dieser Reise!“ sagte sie dann irgendwann. Ich weiß nicht, wie ich geguckt habe, aber direkt danach kam „Haben wir etwa noch welche gebucht?!“ Ich schaute sie an. Mein Gesicht redet manchmal deutlicher als Worte. „Ernsthaft? Wie viele?“ Hm, ich überlegte kurz. Es waren tatsächlich noch 4. Eine Fahrt zu den Whitsundays, die Überfahrt zu Magnetic Island, die Fahrt zu K’Gari Island und noch eine ganztägige Bootsfahrt zu den Walen. Meine Tochter rollte mit den Augen. „Ganz toll…“
    Aber vorweg: Die anderen Bootsfahrten waren allesamt angenehmer.
    Und auch die Fahrt zu den Low Isles ist normalerweise weniger schaukelig. Wir hatten einfach Pech mit dem Wetter. Schaukelnde Überfahrt zu den Low Isles bei Wind und Regen Die Fahrt dauerte ca. 1 Stunde. Dann war endlich Land in Sicht!!! Low Isles in Sicht nach der Überfahrt Ankunft an Low Isles im Great Barrier Reef

    Ankunft auf Low Isles: Ein kleines Paradies

    Gegen 11.15 Uhr erreichten wir Low Isles. Zwei kleine Inseln, ein gemeinsames Riff.
    Keine Hotelanlagen, keine große Infrastruktur.
    Stattdessen Sand, Lagune und schattenspendende Strohdächer, falls die Sonne scheint und das Riff, welches man vom Strand erreichen kann.

    Ich hatte diese Tour damals gebucht, falls mein Sohn nicht schnorcheln dürfte. Denn beim Wavedancer gibt es auch die Möglichkeit, mit einem Glasbodenboot das Riff zu erkunden. Aber beim Arztbesuch kurz vorher kam die gute Nachricht: Schnorcheln ist eingeschränkt erlaubt. Wir waren so happy!

    Infobox: Low Isles, die wichtigsten Fakten
    • Lage: ca. 15 km nordöstlich von Port Douglas
    • Größe: etwa 4 Acre Koralleninsel, umgeben von großem Riffbereich
    • Besonderheit: Korallen liegen sehr nah an der Insel, dadurch tolles Schnorchelgebiet
    • Heritage: seit 2008 auf der Commonwealth Heritage List, inklusive historischer Leuchtturm
    • Indigene Bedeutung: als Wungkun wichtiger Ort im Sea Country der KuKu Yalanji und Yiragandi

     

     

    Low Isles: Geschichte, Leuchtturm und warum das mehr ist als „nur eine Insel“

    Schon vorab wurde uns erklärt, dass die Riffe hier stark unter den extremen Überschwemmungen durch Zyklon Jasper im Dezember 2023 gelitten haben. Große Mengen Sediment wurden ins Meer gespült, und gerade flache Riffbereiche können dadurch massiv beeinträchtigt werden.

    Der historische Leuchtturm auf Low Isles wurde im 19. Jahrhundert gebaut und ist bis heute ein markanter Punkt. Spannend fand ich, dass hier seit sehr langer Zeit Wetterdaten gesammelt werden und Low Isles sogar eine Rolle in der frühen Korallenriff Forschung spielte.

    Erstes Schnorcheln am Great Barrier Reef

    Der Katamaran konnte nicht direkt an den Strand fahren. Er hielt an einem gesicherten Ponton, von dort startete das Glasbodenboot und die Tenderboote zum Strand. Und dort bekam man auch die Neoprenanzüge ausgehändigt. Die sollten wir wegen der Quallen tragen. Wichtig, aber modisch echt … nunja… seit unserem Wildwasserrafting in Österreich nenne ich liebevoll „Leberwurst Anzüge“.

    Am Strand von Low Isles mit Neoprenanzug vor dem Schnorcheln

    Am Strand waren Lifeguards stationiert, und alles lief sehr organisiert ab.

    Aufgrund der Niedrigwasser Phase durften wir nicht überall schnorcheln. Teile des Riffs lagen sehr nah an der Wasseroberfläche. Es wurde genau erklärt, wo wir unbesorgt schnorcheln durften.

    Schnorchelbereich an der Lagune von Low Isles

    Die Unterwasserwelt war unglaublich schön.

    So viele bunte Fische, so viel Bewegung, ….so viele Farben?

    Irgendwie fehlte mir trotzdem was.
    Das war nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte.

    Durch das Wetter war das Wasser trüb, die Sonne schien nur ab und zu mal.

    Und man sah deutlich die gravierenden Schäden am Korallenriff.

    Vieles kaputt, vieles ohne Farben.

    Und trotzdem – es war beeindruckend. Wir haben so viele verschiedene Fische und andere Meeresbewohner entdeckt, … unbeschreiblich schön.

    Aber schaut selbst.

    Sechsbinden-Kaiserfische beim Schnorcheln an Low Isles
    Die auffällig blau-gelben Fische sind Sechsbinden-Kaiserfische

    Unterwasseraufnahme beim Schnorcheln an Low Isles mit Korallen und Fischen

    Papageienfisch
    Papageienfisch

    Unterwasseraufnahme: bunte Riff-Fische in der Lagune von Low Isles

    Unterwasseraufnahme: Korallen und Schwarmfische an Low Isles

    Unterwasseraufnahme: Korallenriff nahe der Wasseroberfläche an Low Isles

    Unterwasseraufnahme: Riff-Fische beim Schnorcheln an Low Isles

    Unterwasseraufnahme: bunte Fische zwischen Korallen an Low Isles Unterwasseraufnahme: Fischschwarm über Korallen an Low Isles Unterwasseraufnahme: Korallen und Fische an Low Isles Unterwasseraufnahme: Riff-Fische im klaren Wasser an Low Isles Unterwasseraufnahme: Korallenriff und bunte Fische an Low Isles

    Normalerweise lasse ich mich beim Schnorcheln gerne treiben. Auf den Malediven mochte ich genau dieses Gefühl. Hier ging das nicht. Die Strömung schob einen immer wieder Richtung gesperrte Bereiche. Dort liegen Korallen so nah an der Wasseroberfläche, dass man sich ernsthaft verletzen kann.

    Eine Hoffnung lief die ganze Zeit mit: eine Schildkröte sehen. Leider zeigte sie sich nicht ….

    Mittagessen an Bord und die zweite Runde

    Zurück auf dem Katamaran wartete ein kaltes Buffet. Verschiedene Salate, Fisch, Hähnchen, dazu Meeresfrüchte wie Tintenfisch und Garnelen. Sah alles gut aus, aber Essen war an diesem Tag so eine Sache. Mir war immer noch etwas flau von der Bootsfahrt .. Trotzdem tat etwas Solides gut.

    Danach wurde angeboten, entweder eine geführte Inselrunde zu machen oder noch einmal ins Wasser zu gehen. Die Zwillinge blieben auf dem Katamaran. Was wünschen sich Teenager im Urlaub? Einfach sitzen, chillen, auf den Bänken ein bisschen dösen. Schnorcheln hatte ihnen gut gefallen, aber eine zweite Tour wollten sie nicht.

    Meine Große entschied sich für die Inseltour. Diese dauerte ca. eine Stunde und habe sich sehr gelohnt, sagte sie hinterher.

    Ein paar Fotos von ihr: Low Isles: Strand und Palmen bei der Inselrunde Low Isles: Blick über die Lagune bei der Inselrunde Low Isles: historischer Leuchtturm auf der Insel Low Isles: Koralleninsel und Lagune im Great Barrier Reef Low Isles: Strand und Vegetation auf der Koralleninsel

     

     

    Low Isles und Steve Irwin: Trauriger Teil der Inselgeschichte

    Irgendwann fiel dann dieser Satz, der einem kurz einen Knoten im Bauch macht:
    In diesem Gebiet verunglückte Steve Irwin, der weltbekannte „Crocodile Hunter“, bei Unterwasseraufnahmen am 4. September 2006 tödlich. Er wurde anschließend zur Low Island gebracht und dort für tot erklärt. Puh. Das wusste ich nicht. Ich war damals beeindruckt von seiner Art, mit Tieren umzugehen. Dass ihm das zum Verhängnis wurde, hat mich damals sehr berührt.

    Infobox: Low Isles, Leuchtturm, Grab und Steve Irwin
    • Lage: Low Isles liegt rund 15 km nordöstlich von Port Douglas, ein kleiner Korallen-Cay in einer geschützten Lagune.
    • Warum viele hier so gern schnorcheln: Die Korallen liegen sehr nah an der Insel, das Wasser in der Lagune ist oft ruhig und klar. Ideal zum Schwimmen und für Einsteiger.
    • Heritage: Low Isles und der historische Leuchtturm stehen seit 2008 auf der Commonwealth Heritage List, wegen ihrer kulturellen und indigenen Bedeutung.
    • Indigene Bedeutung: Für die Aboriginal People ist der Ort als Wungkun bekannt. Er gehört zum Sea Country der KuKu Yalanji und Yirrganydji, deren Meeresgebiete sich hier überlappen.
    • Leuchtturm: Der Leuchtturm ist historisch und bis heute ein prägender Teil der Inselgeschichte.
    • Ein kleines, stilles Detail: Auf der Westseite befindet sich ein historisches Grab, das Jane Ann Owen zugeschrieben wird, der Frau des ersten Leuchtturmwärters. Das Grab liegt sehr nah an der Küste und war zeitweise durch Erosion bedroht.
    • Wissenschaft: Low Isles war schon früh ein Ort für Forschung, unter anderem als Basis für eine sehr frühe Korallenriff-Studie.
    • Steve Irwin: Der „Crocodile Hunter“ verunglückte am 4. September 2006 bei Unterwasseraufnahmen im Great Barrier Reef. In diesem Zusammenhang fällt Low Isles oft, weil er nach dem Unfall in Richtung Low Island gebracht wurde.

     

     

    Die Schildkröte und ich

    Ich gab die Hoffnung nicht auf, doch noch einmal die Schildkröte zu sehen. Also quetschte ich mich wieder in den feuchten (und kalten) Neoprenanzug. Alleine schnorcheln war an dem Tag ausnahmsweise erlaubt. Normalerweise gilt Partnerregel, aber es waren jetzt nur wenige im Wasser und die Ansage war klar: in Sichtweite bleiben. Das nahm ich auch ernst.

    Riesige Muscheln im flachen Wasser an Low Isles Von diesen riesigen Muscheln sahen wir sehr viele
    Unterwasseraufnahme: Korallen und Riff-Fische an Low Isles Unterwasseraufnahme: bunte Fische über Korallen an Low Isles Unterwasseraufnahme: Korallenformationen an Low Isles Unterwasseraufnahme: Riff-Fische in der Lagune von Low Isles

    Ein paar Flossenschläge hier, ein Blick nach unten da, und plötzlich stimmt die Richtung nicht mehr. Die Strömung schob mich Stück für Stück weiter, ohne dass ich es merkte. Erst als ich hochschaute, war klar: Ups. Hier darf ich gar nicht mehr schnorcheln. Und auch der Guide hatte es bemerkt und pfiff mich zurück. Ich machte meine Kamera aus (Fehler!) und sah zu, dass ich wieder in den erlaubten Bereich kam.

    Und dann passierte es. Da lag sie. Eine Schildkröte. Sie ruhte auf dem Riff und bemerkte mich nicht einmal. Für einen Moment war alles andere vergessen.

    Der Guide rief inzwischen sehr energisch, ich solle zurückkommen. Ich hörte es auch. Aber ich wollte noch schnell ein Foto machen.
    Und weil alles so schnell gehen musste, war die Kamera im falschen Modus. Foto ja, Farben naja.

    Egal. Ich hatte sie gesehen – und war überrascht, wie riesig sie ist.
    Auf den Fotos kommt das nie so rüber.

    Sie war so groß. Und ich so happy, sie gesehen zu haben!!!!

    Meeresschildkröte am Korallenriff bei Low Isles Meeresschildkröte unter Wasser im Great Barrier Reef bei Low Isles

    Auf dem Weg zurück begegnete ich dann noch diesem Kollegen:

    Kleiner Riffhai beim Schnorcheln an Low IslesEin kleiner Hai.

    Zum Glück kannte ich Riff-Haie bereits von den Malediven und wusste, dass sie absolut ungefährlich sind. Dennoch beeindruckte mich diese Begegnung wieder sehr.

    Rex Smeal Park in Port Douglas am Abend

    Und als hätte der Hai das gespürt, tauchte er wenig später am Boot wieder auf.

    Riffhai nahe dem Boot bei Low Isles

    Und dann kam sogar die Sonne wieder durch. Und direkt sah alles so anders aus.

    Sonne bricht durch die Wolken über dem Meer bei Port Douglas Blick vom Katamaran auf das Meer bei besserem Wetter Ausblick auf Küste und Meer bei Port Douglas

    Direkt hatte ich das Lied „Santiano“ im Kopf.

    „Die Segel aufgespannt und vor dem WindLeinen los, volle Fahrt, Santiaaaanooo“

    Sonnenuntergang am Meer in Port Douglas Elly mit Schildkrötenfoto nach dem Schnorcheln

    Happy Elly mit Schildkrötenfoto

    Rückfahrt: Snacks, Champagner und endlich ruhigeres Wasser

    Die Rückfahrt war gemütlicher. Snacks wurden angeboten, es gab Champagner, und auch die Überfahrt war viel ruhiger.

    Am Kiosk konnte man Softdrinks kaufen, stilles Wasser gab es gratis, Kaffee und Tee ebenfalls.

    Rückfahrt mit dem Katamaran Wavedancer nach Port Douglas

    Nach einer ruhigen und entspannten Überfahrt erreichten wir wieder den Hafen von Port Douglas

    Hafen von Port Douglas nach der Rückkehr Boote im Hafen von Port Douglas am Abend Blick auf Port Douglas nach der Tour

    Port Douglas danach: 4 Mile Beach, Rex Smeal Park und kurz durchatmen

    Nach dem Anlegen hatten wir noch keine Lust, direkt wieder zurück zur FeWo zu laufen. Es war unser letzter Abend in Port Douglas.
    Ok, ich korrigiere: ICH hatte keine Lust auf FeWo. Die Kids schon. Sie wollten mit Freunden telefonieren, chillen usw. Was Teenager halt so machen. Ich brachte sie zur FeWo, ging dann aber wieder zurück. Das ist der Vorteil, wenn man mit großen Kindern reist. Meine Zwillinge sind ein paar Wochen nach der Australienreise 16 geworden und meine älteste Tochter schon 19.

    Ich lief erst zum Rex Smeal Park. Dort war richtig was los. Ein Paar feierte Hochzeit, der Hochzeitsfotograf machte Fotos im Abendlicht.

    Etwas abseits unter den Palmen saßen junge Erwachsene auf Picknickdecken. Einer spielte Gitarre. Ein bisschen weiter setzte ich mich selbst unter eine Palme, nur ein paar Meter entfernt. Hörte die Musik und schaute aufs Meer. Ein Boot, das irgendwie chinesisch aussah, schipperte vorbei, ganz ruhig.
    Der Himmel verfärbte sich langsam in ein warmes Licht.

    Eine wundervolle Atmosphäre. Schade, dass sie Kids das verpassten, dachte ich.

    Dort blieb ich bestimmt eine halbe Stunde sitzen. Einfach nur so. Das passierte bei mir selten, weil ich auf Reisen sonst immer irgendwohin wollte, irgendwas noch sehen, irgendwas noch schaffen. An diesem Abend nicht. An diesem Abend genoss ich es. So richtig.

    Picknick unter Palmen im Rex Smeal Park, Port Douglas Boot auf dem Meer vor Port Douglas am Abend

    Danach lief ich den kleinen Walk über den Hügel hoch zum 4 Mile Beach Lookout. Oben wartete dann der Sonnenuntergang. Wundervoll, dieses Licht, dieser Ausblick. Schon fast versöhnlich, nachdem sich Port Douglas wettertechnisch nicht von der besten Seite gezeigt hatte.

    Sonnenuntergang am 4 Mile Beach Lookout in Port Douglas

    Dieser Weg wirkte fast surreal. Eine andere Welt. Eigentlich wollte ich nur kurz schauen, wie der Weg ist, aber dann lief ich ihn immer weiter. Durch die natürlichen Tunnel der Feigenbäume. Später durch einen Dschungelwald. Und immer sah man zwischen den Bäumen und Sträuchern das Meer.
    Das hat richtig Spaß gemacht.

    Weg durch Feigenbaum-Tunnel am 4 Mile Beach Lookout Dschungelpfad am 4 Mile Beach Lookout in Port Douglas Blick durch Vegetation aufs Meer am Lookout bei Port Douglas Küste bei Port Douglas vom Walk zum Lookout Meerblick zwischen Bäumen am 4 Mile Beach Lookout

    Selfie am 4 Mile Beach Lookout in Port Douglas

    In diesem Leben werde ich kein Selfie-Profi mehr …. Und ja, ich war müde. Der Tag war toll, aber die vielen Eindrücke, die Bootsfahrt, das Schnorcheln – und jetzt noch der Walk hoch auf den Aussichtshügel. Und ich war ohnehin nicht ganz fit.

    Und doch war ich unfassbar glücklich, dort zu sein. Ohne Regen. Mit einem so farbenfrohen Sonnenuntergang.
    Es war traumhaft.

    Ich lief den Aussichtshügel auf der anderen Seite wieder runter. Zurück zur Zivilisation.

    Ich ging dann noch schnell einkaufen. Nur ein paar Kleinigkeiten, für den Abend und für die Fahrt morgen. Denn da würde unsere Tour mit Greyhound starten.

    Die Papageien sind so unfassbar laut. Aber auch so niedlich.

    Die Kakadus sind übrigens auch echte Radau-Vögel.

     

     

     

     

    Bei Instagram habe ich ein Video zu den Geräuschen hochgeladen:

     
     
     
     
     
    Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     

    Ein Beitrag geteilt von Elly Unterwegs (@elly_unterwegs)

     

    Grüße von zu Hause und kurz Heimweh

    Zu Hause in Deutschland hatte mein Mann die ganze Familie zum Fußballgucken versammelt: Beamer auf der Terrasse, Grill an, perfektes Sommerwetter. Er schickte mir ein kurzes Video per WhatsApp. Liebe Grüße von allen.
    Ich sah meine Family, unsere Terrasse, unseren Garten, eine meiner Katzen lief durch das Video.  

    Und dann war es da. Heimweh. Kurz und heftig.
    Wir waren am anderen Ende der Welt. In Australien. So weit weg von zu Hause wie noch nie zuvor.

    Genau in diesem Moment kam der Gedanke, der mich sofort wieder ein bisschen glücklicher gemacht hat: Australien war nicht irgendeine Reise. Australien war mein großer Traum. Seit 25 Jahren. Einer von diesen Träumen, die man durch Alltag, durch „irgendwann“, durch Wochen und Jahre trägt, in denen man oft einfach nur funktioniert. Und jetzt war es wahr. Nicht nur im Kopf und nicht mit Google Maps, sondern wirklich dort. Vor Ort. In echt.

    Das größte Geschenk war, dass meine drei Kinder dabei waren. Meine drei, die irgendwie viel zu schnell groß geworden sind. Drei Kinder, mit denen ich durch viele Höhen und leider auch durch viele Tiefen gegangen bin.  All das hat uns zu einem tollen Team zusammengeschweißt, mit Vertrauen, einem offenen Austausch, das Gefühl, wirklich über alles reden zu können –  was mich sehr glücklich macht.
    Und genau diese drei waren jetzt mit mir in Australien. So weit weg von zu Hause. Gemeinsam. Wir vier waren über Jahre ein eingespieltes Reiseteam, immer wieder unterwegs, immer wieder zusammen.

    5 Kontinente. 30 Länder. So viele Erlebnisse, so viele tolle Momente. Und genauso viele Situationen, die uns kurz den letzten Nerv gekostet haben. Trotzdem haben wir es immer zusammen hingekriegt.
    Aus all diesen Reisen entstanden so viele „Weißt du noch?“-Momente.

    Aber dann wurde ich wehmütig, weil Australien vermutlich unsere letzte große Reise in dieser Form war.
    Meine Älteste ist inzwischen für ihr Studium ausgezogen, die drei gehen ihre eigenen Wege, und bei mir wartet eine große OP, nach der ich erst einmal nicht reisen darf.
    Dass sie anstehen würde, wusste ich bereits in Australien. In welcher Form ahnte ich da noch nicht…

    Genau deshalb fühlte sich diese Reise wie ein riesiges Geschenk an. Wir haben lange gespart und oft low budget gewohnt. Der Luxus war nie das perfekte Hotel. Der Luxus war die Reise selbst. Zusammen unterwegs sein, staunen, lachen, auch mal durchziehen, wenn es anstrengend wurde.

    Das ist unser Schatz.

    Erinnerungen, die für immer bleiben.

    .

    .

    Zurück in der Unterkunft machten wir uns ein schnelles Abendessen. Ich wusch noch einmal ein paar Klamotten, wir packten schon die ersten Sachen in die Koffer. 

    Morgen startete unsere Greyhound-Tour. 

    Plan für morgen: Mission Beach

    Als nächstes stand Mission Beach auf dem Zettel.
    Ein Tag Strandurlaub, ganz ohne Programm. Einfach nur Meer und Pause. Das war zumindest der Plan.

    Danke, dass ihr wieder mit dabei war. 

    Der nächste Bericht wird nicht so lange auf sich warten lassen.

    Rex Smeal Park in Port Douglas im Abendlicht


    Wenn ihr diese Tour auch buchen wollt:

     
    Die Tour gibt es auch bei Get Your Guide*:





    Zurück zur Australien Übersicht



    Reiseplanung für Australien



    Unterkünfte in Australien finden

    Unterkünfte in Australien suchen

    Kleiner Klick nötig: „Inhalt entsperren“ (Datenschutz). Die Karte startet in Sydney – einfach rauszoomen oder zur Wunschregion verschieben.
    Danach siehst du Preise, Verfügbarkeit und Unterkünfte im ganzen Land.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    *Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung –
    so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.




     

    Touren & Ausflüge in Australien


    Touren & Erlebnisse für Australien

    Geführte Touren, Tickets und besondere Erlebnisse für eure Australienreise.

    *Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung –
    so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.




    Weitere hilfreiche Links zur Planung

    Hier findest du langjährig erprobte Tipps, Tools und Grundlagen, die bei der Planung wirklich helfen.

  • Australien: Der Daintree – ein Tag im Dschungel

    Australien: Der Daintree – ein Tag im Dschungel

    Australien: Der Daintree – Ein Tag im ältesten Regenwald der Welt


    Australien: Der Daintree – Ein Tag im ältesten Regenwald der Welt

    Normalerweise erscheinen meine Reiseberichte in engerem Abstand zueinander, damit man beim Lesen noch weiß, was im vorherigen Bericht passiert ist. Dieser hier brauchte mehr Zeit. Die letzten Wochen waren gefüllt mit Geburtstagen, dem Auszug meiner Tochter, dem Einrichten ihrer ersten eigenen Wohnung, Arztterminen und Nachrichten, die erst ihren Platz finden mussten. Jetzt ist wieder Zeit zum Schreiben. Und der Kopf frei genug, um euch wieder mitzunehmen nach Australien.

    Heute sind wir im Regenwald unterwegs.

    Reisezeit: Sommer 2025.
    Sydney – Rotes Zentrum – Ostküste
    Meine 3 Teenager und ich

    Australienreise Sommer 2025: Elly unterwegs mit drei Teenagern

    .

    .

    Ich habe immer im Scherz gesagt, dass ich irgendwann Influencerin werde und dann ins RTL-Dschungelcamp gehe. Meine Familie hat jedes Mal gelacht. „Du? Im Dschungel? Mit den ganzen Spinnen?“ Nun ja, was soll ich sagen: Drei von vier „Vorhersagen“ sind dann tatsächlich eingetreten: Wir, Dschungel, Spinnen. Nur das mit der Influencer-Karriere hat nicht so ganz geklappt. Vielleicht ganz gut so, denn so konnte ich die Spinnen immerhin aus sicherer Entfernung beobachten und musste keine seltsamen Dinge essen, um Sterne zu sammeln. Stattdessen ließen wir uns kulinarisch verwöhnen – das rundete den Tag ab, an dem wir so viel gesehen und erlebt haben. … und so nass wurden. Der Regenwald machte seinem Namen alle Ehre …

    .

    Wo liegt der Daintree-Regenwald?

    In Nordqueensland – ich habe das mal per Screenshot festgehalten:

    Karte: Lage des Daintree Rainforest in Nordqueensland an Australiens Ostküste

    Daintree Rainforest – Fakten kompakt

    Der Daintree Rainforest gilt als Teil der ältesten zusammenhängenden Regenwaldgebiete der Welt. Schätzungen gehen von rund 180 Millionen Jahren aus, also deutlich älter als der Amazonas. Er gehört zur Wet Tropics of Queensland Region, die seit 1988 UNESCO-Weltnaturerbe ist. Auf etwa 1.200 Quadratkilometern finden sich tausende Pflanzenarten und eine enorme Vielfalt an Reptilien, Vögeln, Säugetieren und Insekten, obwohl der Regenwald nur einen winzigen Bruchteil der Fläche Australiens einnimmt. Besonders spannend ist der Übergang vom Regenwald zum Great Barrier Reef rund um Cape Tribulation, wo zwei Welterbestätten direkt aufeinandertreffen.

    Unsere Tour in den Daintree

    Für unseren Tag im Regenwald haben wir die „Total Daintree Experience“ von Daintree Discovery Tours gebucht, gestartet in Port Douglas. Inklusive waren Abholung an der Unterkunft, Mossman Gorge, Morning Tea, eine Bootstour auf dem Daintree River, ein geführter Boardwalk durch den Regenwald, Mittagessen mit Schwimmstopp am Cooper Creek sowie ein Besuch in Cape Tribulation mit Aussichtspunkten und einem Stopp an einer Eisdiele im Regenwald. Die Reisegruppe war klein, gut organisiert und sehr persönlich, genau richtig dafür, wenn man nur wie wir wenig Zeit hat für diese Region.
    Link zur Tour: Total Daintree Experience ab Port Douglas

    .

    .

    Morgens in der Ferienunterkunft – Wir sind bereit für den Dschungel

    Am Abend vorher gab es noch eine kleine Lagebesprechung mit den Teenagern. „Wir werden um 7:20 Uhr abgeholt“, sagte ich. „Stellt den Wecker auf spätestens 6:40 Uhr und dann wirklich sofort aufstehen. Am besten packt ihr heute Abend schon euren Rucksack.“ Die Reaktion war eine Mischung aus Nicken, Augenrollen und „jaaa, gleich“.

    Am nächsten Morgen lief es tatsächlich erstaunlich gut.
    Alle standen pünktlich auf und wir hatten noch Zeit, eine Kleinigkeit zu frühstücken.
    In der FeWo gab es (wie übrigens in jeder australischen Unterkunft auf dieser Tour) Kaffee, Wasserkocher, Zucker und sogar Milch im Kühlschrank. Brot und Aufstrich hatten wir am Vortag in Kuranda besorgt. Damit hatten wir einen guten Start in den Tag. Weniger gut war die Wetterprognose…

    Der Blick auf die Wetter-App versprach eigentlich ein klassisches Tropenwetter mit Sonne, Wolken und einzelnen Schauern. Die Realität sah dann anders aus: Dauerregen.
    Der Himmel war grau, die Straßen nass, die Luft diesig. Daintree im Komplettregen also. Nicht ganz das, wovon ich seit Jahren geträumt hatte. Entsprechend war dann meine Stimmung…

    Die Abholung war pünktlich. Der Guide checkte, ob wir alle auf der Liste standen und dann saßen wir auch schon im Bus Richtung Mossman Gorge Visitor Centre, dem offiziellen Startpunkt der Tour.

    Abholung zur Tour: im Kleinbus unterwegs Richtung Mossman Gorge Visitor Centre

    Mossman Gorge Visitor Centre, CYPAL und der erste Kontakt mit dem Regenwald

    Nach der Ankunft am Mossman Gorge Visitor Centre verteilte der Anbieter zunächst Regenschirme und ein sehr intensives Anti-Insekten-Spray. Obwohl wir selbst keine einzige Mücke gesehen haben, sprühten wir uns vorsorglich ein. Für meine Neurodermitis-Haut war das Spray unangenehm, es brannte auf Armen und Beinen, aber Sicherheit geht vor.

    Anschließend gingen wir ein kurzes Stück zu Fuß über das Gelände des Visitor Centres. Dort stiegen wir in einen kleineren Shuttlebus um.

    Mossman Gorge Visitor Centre bei Regen: Weg und Gelände
    Mossman Gorge Visitor Centre: Eingang und Infobereich
    Shuttlebus zur Mossman Gorge im Regen
    Weg zum Regenwald-Boardwalk an der Mossman Gorge
    Hinweisschild im Daintree National Park (CYPAL) bei Mossman Gorge

    Auf den Schildern stand „Daintree National Park (CYPAL)“. CYPAL steht für Cape York Peninsula Aboriginal Land. Der Daintree Nationalpark wird im Rahmen eines Aboriginal-Landrechts-Abkommens gemeinsam von den Parkbehörden des Bundesstaates Queensland und den Eastern Kuku Yalanji verwaltet, den traditionellen Eigentümern dieses Landes. Ein Hinweis darauf, dass dieser Regenwald nicht nur Naturschutzgebiet ist, sondern auch kulturell eine zentrale Bedeutung hat.

    Erster Walk an der Mossman Gorge – Regenwald im Dauerregen

    Der erste Boardwalk führte uns über befestigte Wege in den Regenwald rund um die Mossman Gorge. Alles war sattgrün, Farne, Lianen, riesige Bäume, glatte Stämme und moosbedeckte Wurzeln. Genau so hatte ich mir den Dschungel immer vorgestellt, nur deutlich trockener. Und lauter…. denn was mich wirklich traurig gemacht hat, waren die Geräusche. Oder besser gesagt, das Fehlen der Geräusche. Ich hatte mir den Regenwald immer wie ein riesiges Orchester aus Vogelstimmen, Rufen und Rascheln vorgestellt. Stattdessen war es fast unheimlich still. Die Vögel hielten sich bei diesem Wetter offensichtlich zurück, und das laute Prasseln des Regens schluckte den Rest. Regenwald ohne Regenwald-Soundtrack, das tat etwas weh.

    Und apropos Regen: Kaum waren wir auf dem Boardwald, fing es wieder ordentlich an zu regnen. Es goss so stark, dass die große Kamera im Rucksack blieb. Nur das Handy kam zum Einsatz, oft mit feinen Tropfen auf der Linse. Ich habe einen gewissen Anspruch an meine Fotos, … mit Handy im Regen ist mir das nicht wirklich gelungen …

    Boardwalk an der Mossman Gorge im Regenwald bei Starkregen
    Tropischer Regenwald an der Mossman Gorge: Farne und dichtes Grün
    Regenwald-Impressionen an der Mossman Gorge: Bäume, Wurzeln und Moos
    Mossman Gorge: Regenwaldpfad und Vegetation bei Regen
    Mossman Gorge: dichter Regenwald entlang des Weges
    Mossman Gorge: Regenwalddetails und tropische Pflanzen

    Der Weg führte uns zu einem kleinen Bachlauf und weiter zu einem Fluss mit hellem Sandstreifen und einer Plattform. Ein Abschnitt des Mossman River, der sich hier durch große Felsen und rund geschliffene Steine schlängelt. Ein traumhafter Ort, selbst im Grau. Im Sonnenschein muss es hier fast kitschig schön sein.

    Mossman River an der Mossman Gorge: Flusslauf und Felsen
    Mossman Gorge: Fluss und Regenwaldlandschaft bei grauem Wetter
    Mossman Gorge: Aussicht auf den Fluss im Regen

    Goldene Spinne, versteckte Echsen und Nerven aus Gummi

    An der Plattform blieb der Guide stehen, grinste und zeigte nach links neben den Weg. Im ersten Moment sah ich nur Tropfen und ein paar Blätter. Dann erkannte ich es. Ein riesiges Radnetz mit einer großen Spinne mittendrin. Er erklärte, dass es sich um eine Golden Orb Web Spider handelt, eine der typischen Netzspinnen hier im Daintree, oft mit Netzen von erstaunlicher Größe. Die handtellergroße Spinne saß ruhig im Zentrum. Besser so für meine Spinnenphobie. Trotzdem hielt ich das Handy hoch und machte ein Foto und ein kurzes Video, weil mir klar war, dass viele von euch dieses Tier sehen wollen würden.
    Und ich hatte auf Instagram gefragt, ob ich das Foto auch hier so posten soll:
    82 % Haben mit „Ja“ abgestimmt.
    Leider nur ein Handyfoto. Ich hätte ja so unglaublich gerne mit meiner Kamera so richtig nah rangezoomt, damit ihr die Spinne in gestochen scharfer Qualität seht – aber leider leider hat es so stark geregnet. #ironieoff

    Golden Orb Web Spider im großen Radnetz im Daintree Rainforest
    Spinnennetz im Regenwald: Golden Orb Web Spider im Zentrum

    Auf dem weiteren Weg zeigte uns der Guide noch mehrere Echsen und Insekten, die perfekt getarnt auf Blättern oder Stämmen saßen. Ohne seine Hinweise wären wir wahrscheinlich an allem vorbeigelaufen. Regenwald bedeutet nicht nur große Bäume, sondern ganz viel Leben im Kleinen, das sich erst zeigt, wenn jemand darauf hinweist.

    Der Regen blieb uns treu. Regen im Regenwald, rein sprachlich passt das sehr gut. In der Realität war es irgendwann einfach nur nass und für die Kamera frustrierend. Einen ersten Eindruck von der Mossman Gorge bekamen wir trotzdem, und der machte sofort Lust auf einen weiteren Besuch bei besserem Wetter. Wenn Australien nur nicht so weit weg wäre ….

    Regenwald an der Mossman Gorge: sattgrüne Vegetation bei Regen
    Mossman Gorge: Regenwaldszene mit nassen Blättern und Stämmen
    Mossman Gorge: Regenwald und Flusslandschaft im Grau

    Im Dschungeldickicht hätten wir die Echse niemals entdeckt.

    Getarnte Echse im Regenwald: kaum vom Blattwerk zu unterscheiden

    Getarntes Tier im Regenwald: Suchbild im Blattwerk
    Suchbild im Regenwald: verstecktes Tier zwischen Blättern

    Na, was seht ihr? Nur eine Pflanze?

    Suchbild im Regenwald: getarntes Tier im Grün
    Getarntes Tier im Regenwald: schwer zu entdecken

     

    Morning Tea im Visitor Centre – Energie tanken

    Zurück am Visitor Centre wartete der Morning Tea auf uns. Zur Auswahl standen Plunger Coffee oder Daintree Tea und dazu Damper.
    Damper ist ein traditionelles australisches Bush-Brot, ursprünglich von Stockmen und Farmern im Outback am Lagerfeuer gebacken, nur aus Mehl, Wasser, Salz und später teilweise mit etwas Butter oder Milch verfeinert. Heute wird es oft im Ofen gebacken, ist innen weich und außen leicht knusprig.

    Serviert wurde das Ganze in unserer Version eher wie ein sehr kompaktes Brötchen mit Marmelade und einem Klecks Sahne oben drauf. Dazu gab es Tee und Kaffee. Nach einer Stunde im Regen fühlte sich dieser Kaffee an wie ein kleiner Neustart. In dieser Pause lernten wir auch die anderen Mitreisenden etwas besser kennen. Eine nette Mischung aus Familien, Paaren und Alleinreisenden, alle mit Geduld für das Wetter….

    Morning Tea im Visitor Centre: Damper und Getränke als Pause von der Tour

    Das war trotz Schirm nicht so einfach umsetztbar …

    Pause beim Morning Tea: Sitzbereich im Mossman Gorge Visitor Centre
    Damper mit Marmelade und Sahne beim Morning Tea
    Kaffee und Damper: Morning Tea vor der Weiterfahrt

    Sehr lecker, aber machte auch extrem satt

    Daintree River Cruise – Krokodile, Mangroven und ein Stoffhai

    Nach der Pause ging es weiter Richtung Daintree River. Es regnete immer noch und unser Guide verteilte zusätzlich Regenponchos. Boot plus Dach plus Regenponcho ist nicht elegant, aber es hält zumindest trocken. Kalt war es übrigens nicht. Nur nass…

    Daintree River Cruise: Bootsfahrt auf dem Fluss bei Regen

    Entlang der Ufer entdeckten wir unterschiedlich dichte Mangroven. Mangroven sind Bäume und Sträucher, die im Übergangsbereich zwischen Land und Meer wachsen, regelmäßig von den Gezeiten überflutet werden und mit Salzwasser zurechtkommen. Ihre Wurzeln ragen teils aus dem Boden, um genug Sauerstoff zu bekommen, und viele Arten filtern einen Großteil des Salzes aus dem Wasser heraus. Dieser Lebensraum ist wichtig für Fische, Krebse, Vögel und als Küstenschutz.

    Der Guide erklärte, dass es in der Region mehrere Mangrovenarten gibt, darunter weit verbreitete Arten wie die Grey Mangrove und weitere, die sich je nach Salzgehalt und Lage unterscheiden. In der Praxis sah das für uns vor allem nach einem dichten Gewirr aus Wurzeln, Stämmen und Blättern aus, unter denen jederzeit ein Krokodil auftauchen konnte.

    Wir sahen verschiedene Vögel, unter anderem Eisvögel, und schließlich auch mehrere Salzwasserkrokodile, die am Ufer lagen oder knapp unter der Wasseroberfläche trieben. Vor einigen Jahren hatten wir im Everglades Nationalpark in Florida Alligatoren gesehen, die schon beeindruckend wirkten. Krokodile, besonders die großen Salzwasserkrokodile hier im Norden Australiens, sind noch einmal eine andere Kategorie. Neben der Größe gibt es ein paar einfache Unterschiede: Krokodile haben meist eine schmalere, v-förmige Schnauze, leben eher in Salzwasser- oder Brackwasserbereichen und können deutlich größer werden als Alligatoren, die eine eher breite, u-förmige Schnauze haben und vor allem im Süßwasser leben.

    Daintree River: Uferlandschaft und Vegetation während der Bootstour
    Daintree River Cruise: Flussufer und Mangroven im Regen
    Mangroven am Daintree River: dichter Bewuchs am Ufer
    Daintree River: Regenwald und Mangroven entlang des Wassers
    Daintree River Cruise: Ufer und tropische Vegetation
    Azurfischer (Azure Kingfisher) am Ufer des Daintree River
    Azurfischer (Azure Kingfisher) am Ufer des Daintree River
    Daintree River: Vogelbeobachtung und Ufervegetation
    Daintree River Cruise: Blick über den Fluss bei diesigem Wetter
    Daintree River: Regen, Nebel und tropische Stimmung
    Daintree River: Bootstour im Regen, Blick auf Ufer und Wasser
    Daintree River: Regenwaldkulisse am Fluss
    Daintree River: Flusslandschaft mit Mangroven
    Daintree River: Stimmung bei Regen und diesiger Luft

    Die diesige Luft und der Regen machten einen etwas surrealen Blick auf die Umgebung.
    Ich hätte es trotzdem lieber sonniger oder zumindest trocken gehabt ….

    Daintree River: Blick über das Wasser während der Bootsfahrt

    Wer entdeckt das Krokodil?

    Suchbild: Salzwasserkrokodil am Ufer des Daintree River
    Daintree River: Uferbereich, möglicher Lebensraum für Krokodile
    Mangroven am Daintree River: Wurzeln und dichter Bewuchs
    Mangrovenwurzeln im Schlamm am Daintree River: Atemwurzeln und Wurzelgeflecht
    Mangroven haben je nach Art unterschiedliche Wurzelstrukturen, um im sauerstoffarmen Schlick zu überleben. Da der Boden regelmäßig überflutet und kaum belüftet ist, reichen normale Wurzeln nicht aus.  

    Mangroven: stiftförmige Atemwurzeln ragen aus dem Schlamm

    Die stiftförmig aus dem Boden ragenden Atemwurzeln gehören zu Mangroven. Sie wachsen wie kleine Stalagmiten aus dem Schlamm und sorgen dafür, dass die Pflanzen im sauerstoffarmen Untergrund Luft bekommen.

    Daintree River: Mangroven und Uferlandschaft im Regen

    Daintree River: Blick vom Boot auf Wasser und Ufer

    Während wir gebannt aufs Wasser starrten, hatte meine älteste Tochter ein eigenes Projekt. Sie hatte vor der Reise von ihrem Freund einen Stoffhai geschenkt bekommen. Statt Selfies von sich machte sie Serienbilder vom Hai an allen möglichen Orten, um sie ihm später zu schicken. Auf dem Boot, am Fluss, vor Mangroven. Ich schlug aus Spaß vor, dem Hai einen eigenen Instagram-Account zu geben. Der Blick, den ich dafür bekam, war eindeutig. Idee abgelehnt.
    Btw, den Hai werdet ihr auch noch öfters auf Fotos sehen.

    Unterwegs mit „Kevin“ – Cassowary-Schilder und Filmzitate

    Nach der Bootstour fuhren wir weiter in Richtung Norden. Die Straße schlängelte sich durch den Regenwald, und am Rand tauchten immer wieder gelbe Schilder auf. Darauf zu sehen: ein großer Vogel mit Helm auf dem Kopf. Cassowary-Gebiet. Seit Jahren sammle ich in verschiedenen Ländern Fotos von Tierschildern. Ab jetzt hatte ich ein weiteres Motiv für diese Sammlung.

    Warnschild: Cassowary-Gebiet in Nordqueensland am Straßenrand

    Der Southern Cassowary ist ein großer, flugunfähiger Vogel, der im tropischen Regenwald Nordqueenslands lebt. Er gilt als Schlüsselart, weil er mit seinen Wegen und seinem Appetit auf Früchte die Samen vieler Pflanzen verbreitet und damit zur Regeneration des Regenwaldes beiträgt. Gleichzeitig hat er den Ruf, einer der eindrucksvollsten Vögel der Welt zu sein, mit kräftigen Beinen und scharfen Krallen. Genau der Kandidat, den man lieber aus sicherer Entfernung beobachtet.

    Das Problem an Regentagen: Selbst mit allen Warnschildern lässt sich nicht garantieren, dass ein Cassowary am Straßenrand vorbeikommt. Einer der anderen Gäste meinte, bei diesem Wetter würden wir wahrscheinlich keinen sehen. Die Hoffnung gab ich trotzdem nicht auf. Da niemand von uns das Wort „Cassowary“ unfallfrei aussprechen konnte, nannten wir das Tier kurzerhand „Kevin“, angelehnt an den Vogel im Pixarfilm „Oben“, der ebenfalls bunt, groß und sehr eigen ist. Vorlage für Kevin war übrigens ein bunter Paradiesvogel, der Himalayan Monal.
    Für uns blieb es an diesem Tag der sagenumwobene „Kevin“, irgendwo im Unterholz.

    Alexandra Lookout – Ausblick im Regen und ein heimlicher Stargast

    Nächster Halt war der Alexandra Lookout.
    Von hier oben blickt man bei gutem Wetter über Regenwald, Fluss und Küstenlinie bis Cairns.
    Bei uns war die Sicht eher eine graue Aquarellversion dieser Beschreibung. Der Regen zog als Schleier durch die Hügel, Wolken hingen tief und viele aus der Gruppe hatten keine Lust mehr auf Regen und blieben gleich im Bus sitzen.
    Ihr kennt mich: Ich blieb natürlich nicht im Bus.
    Zumindest einmal gucken.

    Alexandra Lookout im Regen: Aussicht über Regenwald und Küstenlinie

    Jaaa, ich weiß, es heißt „REGENwald“ … aber trotzdem ….. ich hätte heulen können ….

    Meine jüngste Tochter kam mit einem Schirm zu mir und meinte nur kurz, dass ich doch bestimmt trotzdem ein paar Fotos machen wolle. Also standen wir oben auf der Plattform, im Wind, mit tropfend-nassem Schirm. Ich kannte ja die Fotos von diesem Lookout bei Sonnenschein …. Aber ich war hier. Mit meinen Kindern! Und ich wollte nicht undankbar sein! Es ist so ein besonderer Ort. …. aber etwas traurig war ich halt doch, trotz aller Dankbarkeit …

    Alexandra Lookout: Blick über die Landschaft bei Regen und Wolken
    Alexandra Lookout: Regen, Nebel und Aussicht in Nordqueensland

    Mittagspause im Regenwald und Mangroven-Wanderung

    Das Mittagessen gab es in einer Lodge mitten im Regenwald.
    Einfach mal durch den Regenwald fahren. Unbeschreiblich beeindruckend!!

    Mittagsstopp: Lodge im Regenwald, Umgebung im Grünen
    Fahrt durch den Regenwald in Nordqueensland: Straße und Vegetation

    Und dann entdeckte unser Guide dann tatsächlich einen Cassowary, welcher über die Straße in den Regenwald lief.
    Nur eine kurze Sichtung, ein paar Sekunden, dann war das Tier wieder verschwunden. Für uns reichte es trotzdem, um den Tag mit einem neuen Haken auf der inneren Wunschliste zu versehen. Aber ich hätte ihn gerne näher und länger gesehen …
    Himmel, das hört sich schon wieder undankbar an…. Bin ich nicht!!!
    Aber es ist eine Once-in-a-lifetime-Reise gewesen. Da hat man ein paar Wünsche. Kennt ihr das?

    Regenwald in Nordqueensland: sattes Grün entlang der Tourstrecke
    Mangrovenbereich: Wurzeln und Wasserläufe im Regenwald
    Tropischer Regenwald: Pflanzen und Pfad in Nordqueensland
    Regenwald-Detail: Pflanzenwelt und Feuchtigkeit

    Vor Beginn der Tour hatten wir im Bus aus einer kleinen Karte gewählt. Zur Auswahl standen zum Beispiel Steaks, vegetarische Wraps oder Nudelgerichte. Serviert wurde in einem offenen Restaurantbereich mit Blick ins Grüne, dazu Wasser, weitere Getränke konnte man dazubestellen. Als Nachtisch gab es eine Obstplatte mit tropischen Früchten.

    Mittagessen während der Tour: gedeckter Tisch im Regenwald
    Mittagsstopp in der Lodge: Essen und Getränke im offenen Bereich

    Dessert: Obstplatte mit tropischen Früchten

    Blick ins Grüne: Regenwaldumgebung am Mittagsstopp

    Bei dem Wetter wollte niemand baden. Niemand. Daher fuhren wir nach dem Essen direkt weiter.

    Regenwaldtour bei Dauerregen: nasse Wege und tropische Vegetation

    Anschließend führte uns ein weiterer Walk durch Mangroven- und Regenwaldbereiche. Ein Mangrovenregenwald grenzt direkt an Fluss und Küste, hier können die Bäume mit Gezeiten und Salzwasser umgehen und bilden einen ganz eigenen Lebensraum, der Fischen, Krabben und Vögeln Schutz bietet. Wenige Meter weiter standen wir wieder im klassischen Regenwald mit hohen Bäumen, Farnen und einem Blätterdach, das wie eine natürliche Regenschirmdecke wirkte.

    Mangroven- und Regenwaldwalk: Übergang zwischen zwei Lebensräumen
    Regenwaldweg: dichter Bewuchs und tropische Pflanzen
    Mangrovenbereich: Wurzeln, Wasser und dichter Bewuchs
    Regenwaldwalk: Farne und Blätterdach wie ein natürlicher Schirm
    Mangrovenwalk: Pfad und Vegetation nahe Fluss und Küste
    Vom Regenwald in den Mangrovendschungel
    Übergang: Regenwald und Mangroven nahe der Küste

    Und auch hier: Überall Leben

    Regenwalddetails: Pflanzen und kleine Lebensspuren am Weg

    Regenwald- und Mangrovenimpressionen: dichtes Grün und Wasser
    Tropische Pflanzenwelt: Farne und Blätter im Regen
    Mangrovenbereich: Wurzeln und feuchter Untergrund
    Regenwaldwalk: Blick durch das Blätterdach
    Mangroven und Regenwald: zwei Welten auf engem Raum
    Regenwaldimpression: Pflanzen und nasse Wege

    Und dann wieder zurück. Zwei völlig unterschiedliche Welten, durch einen Spaziergang. Das ist so unbeschreiblich.

    Mangrovenwald: Wurzelgeflecht und Vegetation nahe Wasser
    Regenwald: dichter Bewuchs und feuchte Luft

    Regenwaldtour: Landschaft und Vegetation im nassen Wetter
    Regenwald und Mangroven: Detailaufnahme am Weg
    Daintree Rainforest: dichter Wald und tropische Pflanzen
    Daintree: Regenwaldszene mit üppigem Grün
    Daintree: tropische Vegetation und feuchter Untergrund

    Daintree: Regenwaldimpression entlang des Walks
    Regenwalddetail: Pflanzen und Struktur im Daintree

    Cape Tribulation – wo Regenwald und Riff aufeinandertreffen

    Cape Tribulation – wo zwei Welterbestätten sich treffen

    Cape Tribulation liegt nördlich von Port Douglas an der Küste von Queensland. Hier trifft der tropische Regenwald der Wet Tropics of Queensland direkt auf das Great Barrier Reef. Es ist damit einer der wenigen Orte weltweit, an dem zwei UNESCO-Weltnaturerbestätten unmittelbar aufeinandertreffen. Der Regenwald reicht bis an den Strand, hinter dem sich vorgelagerte Riffe im Meer befinden. In der Umgebung verlaufen kurze Wanderwege zu Aussichtspunkten und Stränden, die bei gutem Wetter einen eindrucksvollen Eindruck von dieser besonderen Landschaft vermitteln.

    Der letzte große Programmpunkt des Tages war Cape Tribulation. Wie sehr hatte ich mich darauf gefreut. Aber hier gab der Regen wirklich noch einmal alles!
    Egal, der Regen war nervig, aber zumindest war es nicht kalt.
    Inzwischen war es mir auch egal, wie nass ich war.
    Denn: Ich.War.Da! An diesem Ort!!! Und trotz Regen irgendwie doch so glücklich!!!!

    Trotzdem ließ sich gut erahnen, wie besonders dieser Ort ist. Hinter uns dichter Regenwald, vor uns ein schmaler Streifen Strand, dazwischen Mangroven und im Hintergrund das Meer. Szenen aus Filmen wie „Cast Away“ kommen einem da automatisch in den Sinn, auch wenn dort ganz andere Inseln gezeigt werden.

    Cape Tribulation bei Regen: Strand, Meer und Regenwald im Hintergrund

    An vielen Stränden an Australiens Ostküste stehen Flaschen mit Essig bereit. Sie dienen der Ersten Hilfe bei Quallenverletzungen. Essig wird auf die betroffene Hautstelle gegeben, um noch nicht ausgelöste Nesselzellen zu deaktivieren und zu verhindern, dass der Stich stärker wird. Er lindert nicht den Schmerz, kann aber die Reaktion begrenzen. Deshalb gehört Essig an australischen Stränden zur festen Sicherheitsausstattung.

    Cape Tribulation: Regenwald trifft auf Strand, düstere Wolken und Regen
    Cape Tribulation: Strand und Mangroven bei Regenwetter
    Glücklich, aber irgendwie doch etwas angenervt.

    Cape Tribulation: Regenwaldküste in Nordqueensland

    Die Mangrovenwälder treffen hier auf den Strand.

    Mangroven am Strand von Cape Tribulation: Übergang zwischen Wald und Meer

    Schaut euch mal an, was die Natur so baut. Es ist so beeindruckend.
    Cape Tribulation: Strand und tropische Vegetation im Regen

    Ein kurzer Weg führte noch zu einem kleinen Aussichtspunkt im Wald. Bei Sonnenschein wäre das sicher ein perfekter Fotospot gewesen. In unserem Fall war es noch einmal eine Extra-Portion Dschungelgefühl. Nasse Wege, tropische Pflanzen, feuchte Luft und das Rauschen der Wellen irgendwo hinter den Bäumen.

    Kurzer Walk bei Cape Tribulation: tropischer Waldpfad im Regen

    Auf dem folgenden Foto kann man erkennen, wie nah der Regenwald hier am Meer grenzt

    Cape Tribulation: Regenwald direkt am Meer, Küstenlinie und Vegetation

    Getarnte Insekten, zweite Spinne und sehr viele Nerven

    Zurück am Parkplatz bat uns der Guide noch kurz um einen Moment. Er führte uns zu einem Baumstamm und fragte die Kinder, was sie sehen würden. Die Antwort war knapp: „Einen Baum.“

    Baumstamm als Suchbild: perfekt getarntes Insekt auf der Rinde

    Nach ein paar Hinweisen erkannten wir ein perfekt getarntes Insekt, das in Farbe und Struktur beinahe eins mit der Rinde war. Wieder so ein Moment, in dem deutlich wurde, wie viel im Regenwald unsichtbar bleibt, wenn niemand darauf zeigt.

    Getarntes Insekt im Regenwald: kaum von der Baumrinde zu unterscheiden

    Faszinierend, oder nicht?

    Kurz darauf entdeckte ich an einer Farnpflanze etwas Grünliches und erinnerte mich an die winzigen grünen Heuschrecken, die wir auf dem ersten Walk gesehen hatten. Beim Nach-vorne-Beugen registrierte mein Auge plötzlich eine Bewegung im Randbereich des Blickfeldes. Neben dem Farn saß eine weitere große Spinne, ähnlich der, die wir schon am Morgen gesehen hatten, und das in direkter Wegnähe.

    Weil sich meine Angst vor Spinnen nicht gut steuern lässt, reagierte der Körper schneller als der Kopf. Es kam zu einem Schrei, der deutlich lauter war als beabsichtigt. Für einen Moment wurde es um uns herum sehr ruhig. Die Kinder riefen nur noch: „Mama, Spinne gesehen?“ und die gesamte Gruppe schaute in meine Richtung.

    Der Guide kam kurz darauf zu mir und fragte, ob alles in Ordnung sei. Meine Erklärung klang ungefähr so: „Spinne, habe mich nur erschrocken.“ Seine Reaktion war ein ehrliches, leicht begeistertes „Wo denn?“, und er freute sich tatsächlich über den Fund. Der Kommentar, dass dieses Exemplar „ordentlich groß“ sei, half meinem Puls nur bedingt. Zwischen der inneren Peinlichkeit und der Faszination darüber, wie ruhig die Spinne im Netz saß, pendelte die Stimmung eine ganze Weile. Können Spinnen eigentlich Tinnitus bekommen?! Und nein, es gibt dieses mal kein Foto. Ich war schon stolz genug, das eine Foto von vorhin gemacht zu haben (Und btw, die Bearbeitung des Fotos war NOCH viel schlimmer für mich….)

    Eis im Regenwald, Rückweg und eine Autofähre

    Auf der Rückfahrt legten wir noch einen Stopp an einer kleinen Eisdiele im Regenwald ein. Der Guide hatte uns bestimmte Sorten empfohlen.
    Eigentlich esse ich selten Eis, bin mehr Waffel-Fan – an diesem Tag war die Neugier aber größer. Es wurde eine ungewöhnliche Kombination aus Eis und Kaffee. Das Eis überraschte positiv, der Kaffee war wie immer Pflichtprogramm.

    Eisdiele im Regenwald: Eis und Kaffee als Pause auf der Rückfahrt

    Und:
    Ich habe doch noch ein Foto von einer Spinne für euch:

    Stachelige Radnetzspinne im Netz im Regenwald von NordqueenslandDas Foto zeigt eine stacheligen Radnetzspinne

    Später brachte uns die Fähre wieder über den Daintree River. Das Auto-Deck war kurz, die Überfahrt ruhig. Ein letzter Blick auf den Fluss, dann ging es mit dem Bus zurück nach Port Douglas, vorbei an Zuckerrohrfeldern und Palmen.

    Port Douglas: Rückfahrt nach der Tour, tropische Landschaft in der Umgebung
    Rückfahrt nach Port Douglas: Blick aus dem Fahrzeug auf die nasse Landschaft
    Unterwegs in Nordqueensland: tropische Vegetation bei Regenwetter

    Abend in Port Douglas – Dr. Oetker, Weihnachtsstimmung und Flughunde

    Zurück in der Unterkunft entschieden die Zwillinge sehr schnell, dass der Tag für sie offiziell beendet sei. Sie waren müde, hatten Hunger und wollten mit ihren Freunden schreiben. Meine älteste Tochter und ich gingen noch einmal los, um etwas zu essen zu besorgen und die Stadt im Dunkeln zu erleben.

    Ein kurzer Abstecher führte uns zum Four Mile Beach Lookout oberhalb der Bucht. Auch hier wieder Regen und ein grauer Himmel, trotzdem ein schöner Ort, um die Küstenlinie und den traumhaften Palmenstrand zu sehen.

    Four Mile Beach Lookout in Port Douglas: Blick auf Küstenlinie und Strand
    Port Douglas am Abend: Aussicht trotz Regen und grauem Himmel
    Port Douglas: Küstenblick und Palmenstrand in Nordqueensland

    Auf dem Rückweg schlenderten wir durch die beleuchtete Hauptstraße. Lichterketten, warme Schaufenster, Restaurants, die gut gefüllt waren. Die Stimmung hatte etwas leicht Weihnachtliches, obwohl es tropisch warm war

    Port Douglas: beleuchtete Hauptstraße mit Lichterketten am Abend

    In einem kleinen Convenience Store suchten wir nach Getränken und etwas für das Abendessen. Während ich noch überlegte, welche typisch australischen Snacks in den Korb wandern sollten, stand meine Tochter plötzlich mit einer tiefgekühlten Ristorante-Pizza von Dr. Oetker vor mir. Kommentar meinerseits: „Wir fliegen um die halbe Welt und essen dann Pizza, die es zu Hause auch gibt?“ Ihre Antwort war kurz und sehr klar. „Ja.“ Diskussion beendet.

    Convenience Store in Port Douglas: Einkauf am Abend
    Port Douglas: Snack- und Getränkekauf im kleinen Laden
    Ohne Worte.

    Auf dem Rückweg zur Unterkunft hörten wir wieder laute Vogelstimmen. Ein Blick nach oben zeigte einen Baum voller grüner und bunter Papageien, ich vermute Rainbow Lorikeets, die sich am Abend gerne in großen Gruppen in Bäumen sammeln und mit ihrem Gekreische jede Menge Lärm machen.

    Papageien in Port Douglas am Abend: großer Schwarm in den Bäumen
    Bunte Papageien am Abend in Port Douglas: Vögel sammeln sich in Bäumen

    Port Douglas bei Nacht: Straße und tropische Stimmung
    Port Douglas am Abend: Lichter und warme Atmosphäre

    Ein Stück weiter hing ein anderer Baum voll mit großen Flughunden, den sogenannten Flying Foxes. Die Tiere hingen in den Zweigen, streckten die Flügel oder starteten in die Nacht. Ein Anblick, den man so schnell nicht vergisst.
    Sie im schon recht dunklen Abendhimmel zu fotografieren war nicht einfach.

    Flying Foxes in Port Douglas: Flughunde hängen in den Bäumen
    Flughunde am Abend: Flying Foxes im Baum und im dunklen Himmel

    Weil wir direkt an der Unterkunft waren, holte ich noch die Zwillinge, damit sie dieses Schauspiel ebenfalls sehen konnten. Der Tag hatte ihre Energie zwar verbraucht, aber für Kakadus, Lorikeets und Flughunde reichte die Neugier dann doch noch.

    Zurück in der Ferienwohnung gab es dann Pizza, Getränke und noch eine Maschine voll Wäsche.

    Ein langer Tag lag hinter uns. Einer mit viel Regen, vielen Eindrücken und einigen persönlichen Mutproben.

     

    Fazit – ein unvergesslicher Tag im Regenwald

    Auch wenn das Wetter so ziemlich jede Sonnenerwartung unterlaufen hat, war dieser Tag im Daintree etwas Besonderes.
    Wir haben den Regenwald in seiner nassen Variante erlebt, durften Tiere sehen, die es nur hier gibt, sind durch Mangroven und dichte Wälder gelaufen,
    haben Krokodile aus sicherem Abstand beobachtet und gleich zwei große Spinnen hautnah erlebt.
    Die Mischung aus Wissen, Humor und Ruhe unseres Guides hat den Tag wirklich schön abgerundet.

    Australien hat uns an diesem Tag noch einmal gezeigt, wie vielfältig und sensibel diese Natur ist.
    Und wie gut es tut, den eigenen Radius immer wieder zu erweitern, selbst wenn das Wetter nicht mitspielt
    und die Kamera öfter im Rucksack bleibt, als einem lieb ist.

    Am nächsten Tag wartete das Great Barrier Reef auf uns, wieder mit eher bescheidener Wetterprognose.
    Aber das ist eine andere Geschichte.

    Danke, dass ihr uns auch in den Regenwald begleitet habt.

     

    Unsere Tour:  Total Daintree Experience

    Wir waren mit

    Daintree Discovery Tours

    unterwegs. Die Tour war bestens organisiert, abwechslungsreich, informativ und sehr persönlich geführt.
    Eine klare Empfehlung für alle, die an einem einzigen Tag möglichst viel vom Daintree erleben möchten.


    Man kann die Tour von Daintree Discovery Tours auch über

    GetYourGuide *

    buchen.
    Gebucht wurde direkt über die Anbieter-Seite, bezahlt per Kreditkarte bei der Abfahrt – hat alles top geklappt.



    Zurück zur Australien Übersicht

    Reiseplanung für Australien



    Unterkünfte in Australien finden

    Unterkünfte in Australien suchen

    Kleiner Klick nötig: „Inhalt entsperren“ (Datenschutz). Die Karte startet in Sydney – einfach rauszoomen oder zur Wunschregion verschieben. Danach siehst du Preise, Verfügbarkeit und Unterkünfte im ganzen Land.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    *Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung – so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.

     



    Touren & Ausflüge in Australien


    Touren & Erlebnisse für Australien

    Geführte Touren, Tickets und besondere Erlebnisse für eure Australienreise.

    *Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung – so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.

     



    Weitere hilfreiche Links zur Planung

    Hier findest du langjährig erprobte Tipps, Tools und Grundlagen, die bei der Planung wirklich helfen.

  • Dresden mit Kindern: Frauenkirche, Moritzburg und Altstadt

    Dresden mit Kindern: Frauenkirche, Moritzburg und Altstadt

    Wichtiger Hinweis zu diesem Beitrag

    Dieser Dresden-Bericht stammt aus dem Jahr 2016. Den persönlichen Reisebericht habe ich bewusst so belassen. Die praktischen Infos zu Hotel, Sehenswürdigkeiten und Öffnungszeiten wurden aktualisiert. Und ja: Die Fotos sind ebenfalls von 2016 – aus einer Zeit, in der ich noch keine gute Kamera hatte und vom Fotografieren längst nicht so viel Ahnung wie heute. Genau deshalb gehört dieser Beitrag für mich auch ein kleines bisschen zur Bloggeschichte dazu.

    Mit Kindern in Dresden unterwegs

    In den Herbstferien 2016 bot sich mir die Gelegenheit, den Kindern die Stadt Dresden mit ihren malerischen barocken Gebäuden zu zeigen.

    Unser Hotel in Radebeul bei Dresden

    Donnerstagabend kamen wir in unserem Hotel an: im Radisson Blu Park Hotel & Conference Centre in Dresden Radebeul, nur wenige Kilometer vom Dresdner Zentrum entfernt.

    Aktuelle Infos zum Hotel

    Adresse:
    Nizzastraße 55, 01445 Radebeul

    Check-in / Check-out:
    Check-in ab 15:00 Uhr
    Check-out bis 12:00 Uhr

    Zimmer:
    Aktuell nennt das Hotel 574 Zimmer und Suiten.

    Parken:
    Tiefgarage mit mehr als 350 Stellplätzen, 24 Stunden geöffnet
    Die aktuelle Gebühr bitte direkt vor der Buchung prüfen.

    Wellness:
    Innenpool, Whirlpool, Sauna und Fitnessbereich vorhanden

    Offizielle Website:
    Radisson Blu Park Hotel Dresden Radebeul

    Damals fanden sich im Hotelzimmer-Bereich mehrere Häuser, die schön um den Hotelpark angeordnet waren. Im Zentrum stand ein großer Springbrunnen. Das hat uns wirklich sehr gefallen.

    Da das Hotel keine großen Familienzimmer hatte, bekamen wir zwei Doppelzimmer nebeneinander mit einem gemeinsamen kleinen Vorflur. So konnte ich die Türen offen lassen und trotzdem hören, was die Kinder in ihrem Zimmer veranstalteten. Meine Kinder, damals sechs, sechs und neun Jahre alt, waren natürlich begeistert. Ein eigenes Zimmer, ein eigenes Bad und sogar ein eigener Fernseher nur für sie.

    Die Ernüchterung kam dann allerdings bald, weil es keinen Disney Channel gab und meine Große ihre geliebte Serie nicht schauen konnte. Wobei wir natürlich nicht zum Fernsehen nach Dresden gefahren waren.

    Von unseren Zimmern hatten wir einen Blick auf die Lößnitzer Weinberge, das Spitzhaus und auf den Park. Sehr idyllisch. Kaum zu glauben, dass wir nur wenige Kilometer von so einer großen Stadt entfernt waren.

    Auf beiden Zimmern warteten Obstteller zur Begrüßung auf uns, außerdem Wasserflaschen, Wasserkocher sowie Tee, Kaffee und Kakao zum Aufgießen. Die Kinder wussten schon vor der Anreise, dass es im Hotel ein Hallenbad gibt. Sobald das Gepäck verstaut war, waren sie also nicht mehr zu halten.

    Ich habe außerdem gesehen, dass für Kinder einiges angeboten wurde. Es gab spezielle Kindermenüs und in dem Haus, in dem unser Zimmer lag, sogar ein Spielzimmer im Untergeschoss.

    Ja, hier konnte man sich wirklich wohlfühlen.

    Mein Hotelzimmer im Radisson Blu Park Hotel Dresden Radebeul

    Mein Zimmer. Mit Klimaanlage und Fußbodenheizung im Bad zum Selbstregulieren. Wohlfühlfaktor direkt nach dem Betreten: 10 von 10.

    Zimmer der Kinder im Hotel bei Dresden

    Das Zimmer der Kinder.

    Modernes Badezimmer im Hotelzimmer in Radebeul

    Modernes Badezimmer mit separatem WC-Raum und allem, was man braucht.

    Badezimmer im Radisson Blu Park Hotel Radebeul

    Ausblick aus dem Hotelzimmer auf die Anlage in Radebeul

    Ausblick aus meinem Zimmer. Asche auf mein Haupt, es ist nur ein Handyfoto. Die Häuser gehörten alle zum Hotel und beherbergten Hotelzimmer, Studios und Co.

    Kleine Aufmerksamkeiten im Hotelzimmer

    Kleine Aufmerksamkeiten in beiden Zimmern.

    Obstteller und Getränke im Hotelzimmer

    Obstteller im Kinderzimmer des Hotels

    … auch bei den Kindern. Der Obstteller wurde am Folgetag übrigens neu aufgefüllt. Ein toller Service.

    Frühstück im Hotel in Radebeul

    Im Zimmerpreis enthalten war an beiden Morgen auch ein Frühstück. Es wurde in Buffetform angeboten und ließ wirklich keine Wünsche offen.

    Frühstücksbuffet im Hotel bei Dresden

    Spielzimmer in der Villa Anna im Hotel

    Das Spielzimmer in der Villa Anna.

    Teddy mit medizinischen Geräten in der Hotellobby

    Wer mir damals auf Facebook gefolgt ist, hat dieses Foto schon gesehen. In der Hotellobby fand eine Messe statt. Es ging um Programme, die medizinische Notfälle simulieren. Statt einer typischen Puppe war dort ein Teddy angeschlossen, was die Kinder natürlich großartig fanden. Nach jedem Frühstück musste erst einmal geschaut werden, wie es dem Teddy ging.

    Eingang zu unserem Hotelhaus in Radebeul

    Eingang zu unserem Haus. Hier befand sich das Spielzimmer und in der zweiten Etage unser Doppel-Doppelzimmer.

    Hotelpark im Radisson Blu Park Hotel Radebeul

    Eingangsbereich vom Park zum Hotel

    Eingangsbereich vom Park zum Hotel.

    Statue im Hotelpark in Radebeul

    „Mama, der ist ja nackt!“

    Blick vom Hotel nach Radebeul

    Blick vom Hotel nach Radebeul.

    Innenpool des Hotels in Radebeul

    Der große Innenpool mit dem Kinderbecken im Vordergrund.

    Unser erster Ausflug: Schloss Moritzburg

    Unser erster Ausflug führte uns nicht direkt nach Dresden, sondern nach Schloss Moritzburg.

    Viele kennen es vielleicht nicht sofort beim Namen, aber gesehen haben es die meisten ziemlich sicher schon. Es ist das Schloss aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Für uns gehört dieser Film bis heute in die Vorweihnachtszeit wie Plätzchenkrümel und zu heißer Kakao.

    Schloss Moritzburg – aktuelle Infos

    Öffnungszeiten Schloss:
    täglich 10:00 bis 18:00 Uhr
    letzter Einlass 16:45 Uhr

    Eintritt Schloss:
    Erwachsene: 12,00 €
    Ermäßigt: 10,00 €
    Kinder 6 bis 16 Jahre: 4,50 €

    Wichtig für Familien:
    Kinderwagen und große Rucksäcke sind in den Ausstellungsräumen nicht erlaubt.

    Offizielle Website:
    Schloss Moritzburg

    Schloss Moritzburg liegt sehr idyllisch auf einer kleinen künstlichen Insel mitten in einem recht flachen See. Früher war es Jagdschloss der sächsischen Fürsten, später ging es in staatlichen Besitz über.

    Im Schloss befindet sich heute ein Museum, das wir damals aber nicht besucht haben.

    Hier geht es zur Seite rund um den Drehort Schloss Moritzburg

    Schloss Moritzburg bei Dresden

    Eingang von Schloss Moritzburg

    Der Eingang zum Schloss, den auch Aschenbrödel genutzt hat.

    Die Rampe, die sie hinaufgeritten ist, liegt auf der Rückseite. Damals war dort leider eine größere Baustelle.

    Rampe zur Dorfseite von Schloss Moritzburg

    Die Rampe zur Dorfseite.

    Treppe von Aschenbrödel in Schloss Moritzburg

    Und das ist sie: die Treppe.

    Messingschuh von Aschenbrödel in Moritzburg

    Der Schuh von Aschenbrödel. In Messing.

    Kinder bei Schloss Moritzburg

    Schloss Moritzburg und Aschenbrödel-Schuh

    Wir machten dort unzählige Fotos und mussten natürlich direkt telefonieren. Die Mädchen wollten unbedingt meinen Eltern erzählen, wo sie gerade waren und dass ihnen der Schuh fast passte. Ich habe mich danach noch mehr darauf gefreut, mit ihnen im Winter wieder „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ zu schauen.

    Gartenseite von Schloss Moritzburg

    Eingang zur Gartenseite von Schloss Moritzburg

    Der Eingang zur Gartenseite. Man beachte bitte die Hirschgeweihe direkt unter dem Dach.

    Rampe zur Gartenseite von Schloss Moritzburg

    Die Rampe zur Gartenseite. Hier ist Aschenbrödel hochgeritten.

    Uferweg am Schloss Moritzburg

    Wir liefen auf der Uferseite vom Schloss-See zurück zum Parkplatz.

    Kunst am Wegesrand bei Schloss Moritzburg

    Kunst am Wegesrand.

    See an Schloss Moritzburg

    Wasservögel am Schlosssee Moritzburg

    Unzählige Wasservögel flogen immer wieder über den See oder zogen auf dem Wasser ihre Bahnen. Leider regnete es etwas. Bei schönem Wetter wäre das dort wahrscheinlich noch viel traumhafter gewesen.

    Regenstimmung am Schloss Moritzburg

    Schloss Moritzburg bei leichtem Regen

    Damals wurden vom Parkplatz aus Rundfahrten mit der Kutsche um den See angeboten. Außerdem gibt es angrenzend ein Wildgehege, das man ebenfalls gut mit einplanen kann.

    Mit Kindern in die Dresdner Altstadt

    Nachmittags fuhren wir dann tatsächlich in die Innenstadt von Dresden und bummelten durch die Straßen, bis es dunkel wurde.

    Dresdner Innenstadt mit Kindern

    Der Goldene Reiter

    Der Goldene Reiter in der Inneren Neustadt ist leider nur als Handyfoto aus dem fahrenden Taxi gelandet, zu Fuß haben wir es damals nicht mehr bis dorthin geschafft. Die 1736 errichtete Figur zeigt August den Starken in römischer Rüstung auf dem Weg Richtung Polen. Ihm und seinem Sohn Friedrich August II. verdankt Dresden einen großen Teil seiner barocken Pracht.

    Goldener Reiter in Dresden

    Kugelhaus in Dresden

    Gegenüber vom Bahnhof steht das Kugelhaus.

    In der Innenstadt haben Clowns mit den Kindern herumgeflaxt und unzählige Seifenblasen gezaubert. Nach einer Weile Zuschauen durften die Kinder es selbst versuchen. Solche kleinen Dinge bleiben oft länger im Kopf als jede perfekt geplante Sehenswürdigkeit.

    Seifenblasen in der Dresdner Innenstadt

    Clowns und Seifenblasen in Dresden

    Kinder machen Seifenblasen in Dresden

    Bunte Seifenblasen in der Dresdner Altstadt

    Dresden von oben: Kreuzkirche und Frauenkirche

    Wer meine Reiseberichte regelmäßig liest, kennt meinen Hang zu Aussichtstürmen, Plattformen und überhaupt allem, wo man von oben hinunterschauen kann. In Dresden gibt es dafür mehrere Möglichkeiten. Wir haben uns für zwei entschieden.

    Station 1: Der Aussichtsturm der Kreuzkirche

    Kreuzkirche Dresden – aktuelle Turminfos

    Turmaufstieg:
    259 Stufen bis zur Plattform in 54 Metern Höhe

    Eintritt:
    Erwachsene: 7,00 €
    Ermäßigt: 5,00 €
    Familienticket: 15,00 €

    Wichtig:
    Letzter Aufstieg jeweils 30 Minuten vor Schließung

    Offizielle Infos:
    Aussichtsturm der Kreuzkirche

    Für ein paar Euro kann man den Turm besteigen. Früher ging ich von 365 Stufen aus, aktuell nennt die Kreuzkirche 259 Stufen bis zur Aussichtsplattform. So oder so: oben angekommen hat man einen wunderbaren Blick über Dresden.

    Aussicht von der Kreuzkirche auf Dresden

    Station 2: Die Frauenkirche

    Direkt am Neumarkt steht die wiedererbaute Frauenkirche, eines der bekanntesten Wahrzeichen von Dresden. Die ursprüngliche Frauenkirche wurde zwischen 1726 und 1743 gebaut und im Februar 1945 zerstört. Erst Jahrzehnte später begann der Wiederaufbau.

    Frauenkirche Dresden – aktuelle Besucherinfos

    Offene Kirche:
    Mo–Fr 10:00–11:30 Uhr und 13:00–17:30 Uhr
    Sa/So wechselnde Zeiten, Änderungen jederzeit möglich
    Besuch der Kirche selbst: kostenlos

    Kuppelaufstieg:
    November bis Februar: Mo–Sa 10:00–16:00 Uhr, So 13:00–16:00 Uhr
    März bis Oktober: Mo–Sa 10:00–18:00 Uhr, So 13:00–18:00 Uhr

    Eintritt Kuppel:
    Erwachsene: 12,00 €
    Ermäßigt: 7,00 €
    Familien: 24,00 €
    Schulgruppen: 4,00 € pro Person

    Offizielle Website:
    Frauenkirche Dresden

    Frauenkirche Dresden am Neumarkt

    Der Aufstieg zur Kuppel war deutlich angenehmer als der in der Kreuzkirche. Für die ersten Stockwerke gibt es einen Fahrstuhl. Danach geht man auf einem spiralförmig ansteigenden Kuppelgang weiter und nur zum Schluss wird es noch einmal richtig stufig.

    Kuppel der Dresdner Frauenkirche

    Bevor wir auf die Kuppel gingen, saßen wir erst eine Weile im Innenraum der Kirche. Es war atemberaubend. So eine imposant schöne Kirche hatte ich lange nicht gesehen.

    Innenraum der Frauenkirche Dresden

    Altar und Orgel der Frauenkirche Dresden

    Kirchenbänke in der Frauenkirche Dresden

    Leider habe ich damals die Hinweise zum Fotografieren erst spät gesehen. Ich selbst habe innen nur mit dem Handy fotografiert, weil ich das Klicken der DSLR in Kirchen immer ziemlich störend finde.

    Hier ein offizielles Bild, das die Schönheit des Innenraums noch besser zeigt:

    Offizielles Pressefoto vom Innenraum der Frauenkirche Dresden

    Fotograf: Gunter Bähr

    Nachdem wir eine ganze Weile gestaunt und natürlich auch eine Kerze angezündet hatten, ging es Richtung Kuppel.

    Weg zur Kuppel der Frauenkirche Dresden

    Treppenaufgang in der Frauenkirche Dresden

    Vom Kuppelgang hat man immer wieder schöne Einblicke in den Innenraum der Kirche.

    Blick von oben in den Innenraum der Frauenkirche

    Innenblick während des Kuppelaufstiegs

    Kuppelgang der Frauenkirche Dresden

    Aufstieg auf die Aussichtsplattform der Frauenkirche

    Blick auf die Elbe von der Frauenkirche

    Wunderschöne Aussicht auf die Elbe.

    Dresden von oben von der Frauenkirche

    Kreuzkirche von der Frauenkirche aus gesehen

    Der rechte Turm ist die Kreuzkirche. Dort waren wir kurz vorher noch.

    Panorama über Dresden von der Frauenkirche

    Kleines Panorama.

    Eisige Aussicht auf Dresden von der Kuppel

    Es war eisig kalt da oben.

    Kinder auf der Kuppel der Frauenkirche

    Trotz des eisigen Windes blieben wir lange oben. Irgendwie konnten wir uns nicht sattsehen an diesem Panorama aus barocken Gebäuden und Elbe. Aber irgendwann gingen wir dann doch weiter, denn wir hatten noch einiges vor.

    Elbe und Terrassenufer in Dresden

    Terrassenufer in Dresden bei Abendlicht

    Die Elbe und das Terrassenufer. Es wurde schon früh dunkel.

    Katholische Hofkirche und Semperoper in Dresden

    Die katholische Hofkirche und im Hintergrund die Semperoper.

    Semperoper in Dresden

    Da ist sie, die Semperoper.

    Abendspaziergang über die Augustusbrücke

    Wir überquerten die Elbe über die Augustusbrücke.

    Augustusbrücke in Dresden bei Abendlicht

    Blick von der Augustusbrücke auf Dresden

    Dresden am Abend von der Brücke aus

    Volksfest in Dresden am Abend

    Etwas weiter weg war ein Volksfest.

    Eigentlich wollte ich danach zurück, um noch die beleuchtete Semperoper zu fotografieren. Eigentlich. Aber dann standen wir plötzlich mitten in Dreharbeiten zum Dresden-Tatort. Einer der Ochsenknecht-Söhne war auch dabei. Für die Zwillinge war so ein Filmset völliges Neuland, also blieben wir natürlich eine Weile stehen und schauten zu.

    Die beleuchtete Semperoper habe ich dadurch glatt vergessen. Aber dafür hatten die Kinder ein Erlebnis, das sie sicher spannender fanden als meine Wunschaufnahme. Am Set war übrigens Fotografieren verboten, und es gab mehrere Aufpasser. Irgendwie hat bei mir außerhalb des eigentlichen Sets trotzdem einmal der Selbstauslöser ausgelöst. Sachen gibt’s.

    Tatort-Dreh in Dresden

    Von dort fuhren wir dann mit dem Taxi zurück zum Hotel.

    Noch ein Vormittag in Dresden

    Am nächsten Morgen gab es zumindest die Semperoper bei Tageslicht.

    Semperoper am Morgen in Dresden

    Trabbi-Limousine in Dresden

    Eine Trabbi-Limousine. So etwas hatte ich bis dahin auch noch nicht gesehen.

    Spaziergang durch Dresden am Morgen

    Wir spazierten noch etwas durch Dresden, bevor es zurückging.

    Dresdner Zwinger

    Der Dresdner Zwinger. Leider blieb für ihn damals keine Zeit. Also blieb automatisch genug Potenzial für einen weiteren Besuch.

    Postplatz in Dresden am Markttag

    Auf dem Postplatz war Markttag. Im Hintergrund das Motel One.

    Toller Spielplatz in Dresden

    Und jetzt noch ein Tipp für einen damals wirklich tollen Spielplatz in Dresden:

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    … und der ließ abenteuerwütige Kinderherzen sofort höher schlagen.

    Abenteuer-Spielplatz in Dresden

    Spielplatz in Dresden für Kinder

    Kletterspielplatz in Dresden

    Dann ging es aber endgültig Richtung Bahnhof. Nicht ohne noch schnell die typischen Ampelmännchen zu fotografieren.

    Ampelmännchen in Dresden

    Dresdner Ampelmännchen

    An dem Tag unserer Heimreise fand in Dresden ein großes Fußballspiel statt, und entsprechend wimmelte es in der Stadt von Polizisten. Der Taxifahrer hatte uns schon vorgewarnt.

    Polizei in Dresden am Spieltag

    Dresdner Hauptbahnhof am Heimreisetag

    Fazit zu unserem Dresden-Wochenende

    Dresden, wir kommen definitiv wieder. Die Stadt wird wirklich nicht ohne Grund Elbflorenz genannt. Für uns war dieser Besuch eine Mischung aus barocker Pracht, Aussicht von oben, Märchenschloss, Kirchenstaunen, Seifenblasen, Filmset und einem Hotel, in dem sich alle vier wohlgefühlt haben.

    Abschied von Dresden

    Hinweis: Dieser Bericht entstand in Kooperation mit dem 4**** Radisson Blu Park Hotel & Conference Centre Dresden Radebeul. Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit.

    Weitere passende Deutschland-Berichte

    Wenn euch Städtereisen in Deutschland gefallen, dann passen diese Artikel gut dazu:

    Köln Kurztrip
    Ein Spaziergang durch Frankfurt
    Ein Nachmittag in München

    FAQ zu Dresden mit Kindern

    Lohnt sich Dresden mit Kindern?

    Ja, Dresden eignet sich gut für einen Städtetrip mit Kindern. Besonders spannend sind die Frauenkirche, die Aussicht von oben, die Elbe, Schloss Moritzburg und Spielplätze in der Innenstadt.

    Welche Aussichtspunkte in Dresden sind mit Kindern schön?

    Sehr schön sind die Kuppel der Frauenkirche und der Aussichtsturm der Kreuzkirche. Beide bieten einen tollen Blick über die Altstadt.

    Ist Schloss Moritzburg mit Kindern einen Ausflug wert?

    Ja, vor allem für Familien, die „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ mögen. Allein das Schloss und die Umgebung sind schon ein Erlebnis.




    Zurück zur Deutschland Übersicht

    Unterkünfte in Deutschland finden

    Hier findest du passende Unterkünfte für deine Reise durch Deutschland – von kleinen Pensionen bis zu Hotels in den großen Städten.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    Aktivitäten und Touren in Deutschland

    Viele Städte und Regionen lassen sich besonders gut bei geführten Touren entdecken – zum Beispiel Stadtführungen, Naturerlebnisse oder besondere Ausflüge.


    Aktivitäten und Touren in Deutschland bei GetYourGuide

    Weitere Reiseberichte aus Deutschland

    Hier findest du weitere Reiseberichte, Ausflugsideen und Städte-Tipps aus Deutschland.


    Zuletzt geändert:

  • Geysir Andernach: höchster Kaltwassergeysir der Welt

    Geysir Andernach: höchster Kaltwassergeysir der Welt


    Der Geysir von Andernach – der höchste Kaltwassergeysir der Welt


    Der Geysir von Andernach – der höchste Kaltwassergeysir der Welt

    Bei Geysiren denken die meisten wahrscheinlich direkt an Island oder an den Yellowstone Nationalpark in den USA. Die wenigsten denken dann an Deutschland. Doch auch in Deutschland gibt es Geysire. Und sogar den höchsten Kaltwassergeysir der Welt.

    Genau dieser ungewöhnliche Ort liegt in Andernach am Rhein. Wer dort nur eine kleine Fontäne erwartet, unterschätzt das Ganze gewaltig. Schon die Kombination aus Ausstellung, Schifffahrt und dem eigentlichen Ausbruch macht den Besuch zu etwas Besonderem.

    Lage des Geysirs

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen
    Nützlich für die Planung: Geysir Andernach aktuell

    Saison 2026:

    22. März bis 31. Oktober 2026

    Montag bis Sonntag: 9:00 bis 17:00 Uhr

    Ablauf der Geysir-Expedition:

    1. Expedition: Start im Museum ab 9:00 Uhr, Schiffstransfer 11:15 Uhr, Ende 12:45 Uhr

    2. Expedition: Start im Museum ab 11:30 Uhr, Schiffstransfer 13:05 Uhr, Ende 14:35 Uhr

    3. Expedition: Start im Museum ab 13:30 Uhr, Schiffstransfer 15:00 Uhr, Ende 16:30 Uhr

    4. Expedition: Start im Museum ab 15:30 Uhr, Schiffstransfer 17:00 Uhr, Ende 18:25 Uhr

    Einzeltickets:

    Erwachsene: 21,50 €

    Ermäßigt: 17,50 €

    Familienpreise ab einem Erwachsenen mit Kind:

    Erwachsene: 18,00 € pro Person

    Kinder bis einschließlich 16 Jahre: 12,50 € pro Person

    Kind mit Schwerbehindertenausweis 50 GdB: 9,00 € pro Person

    Kinder unter 1 m: frei

    Wichtiger Hinweis:

    Die Expedition läuft in festen Zeitfenstern mit Museum, Schiff und Geysir. Deshalb würde ich die Tickets vorab buchen und nicht spontan hinfahren.

    Offizielle Website vom Geysir Andernach

    Aktuelle Öffnungszeiten und Preise

    Tickets buchen

    Warum der Geysir in Andernach so besonders ist

    Es gibt mehrere Geysir-Arten.

    Bei den berühmten Geysiren im Yellowstone Nationalpark, auf Island, in Russland, Neuseeland, Alaska oder Chile handelt es sich um klassische Geysire. Ihre Ausbrüche werden, kurz und vereinfacht erklärt, durch die Erhitzung von Grundwasser durch Magma ausgelöst. Das Wasser wird durch einen natürlich entstandenen Eruptionskanal nach oben herausgepresst. Dadurch ist das herausgeschleuderte Wasser kochend heiß.

    Bei dem Geysir in Andernach handelt es sich jedoch um einen Kaltwassergeysir.

    Wie funktioniert ein Kaltwassergeysir?

    Ganz simpel veranschaulicht: Stellt euch vor, ihr schüttelt eine Flasche mit kohlensäurehaltigem Wasser und öffnet sie dann. Was passiert? Das Wasser spritzt aus der Flasche. In etwa so funktioniert auch ein Kaltwassergeysir.

    Wie genau funktioniert der Kaltwassergeysir in Andernach?

    Die Eifel ist ein Vulkangebiet.

    Aus dem Magma-Vorkommen tief im Innern der Erde stammt das Kohlenstoffdioxid (CO2), das durch tiefe Risse im Gestein nach oben aufsteigt. Mehrere hundert Meter unter der Erde trifft es auf Grundwasserschichten. In diesem Wasser können sich große Mengen CO2 lösen.

    Damit es zu einem Geysir kommt, benötigt das Wasser einen Aufstiegskanal. Bei Kaltwassergeysiren entstehen diese durch Bohrbrunnen. Der Bohrbrunnen in Andernach ist 350 Meter tief.

    Im Brunnenrohr sammelt sich das kohlendioxidhaltige Wasser aus verschiedenen Schichten. Die Wassersäule steigt langsam zur Erdoberfläche auf. Erreicht das Wasser die Oberfläche, herrscht am Grund des Brunnenrohres ein hoher Druck. Das Wasser enthält bereits ein Vielfaches an gelöstem CO2.

    Von unten strömt immer weiteres mit CO2 angereichertes Wasser nach. Irgendwann ist das Wasser im Brunnenrohr gesättigt und kann kein weiteres Gas mehr lösen. Dann steigt das CO2 weiter nach oben, wo ein geringerer Druck herrscht. Die Gasbläschen dehnen sich aus, verdrängen Wasser und setzen eine Kettenreaktion in Gang. Immer mehr Wasser wird nach oben gedrückt, bis es schließlich zum eigentlichen Ausbruch kommt.

    Der Kaltwassergeysir in Andernach erreicht dabei eine Höhe von bis zu 60 Metern. Der Ausbruch dauert etwa 6 bis 8 Minuten. Danach beginnt der Vorgang von vorne, bis nach ungefähr 120 Minuten der nächste Ausbruch bevorsteht.

    Das klingt in der Theorie komplizierter, als es vor Ort ist. Im Geysir-Zentrum wird das Ganze sehr anschaulich erklärt.

    Das Geysir-Zentrum in Andernach

    Für den Besuch im Geysir-Zentrum sollte man ungefähr 1,5 Stunden einplanen. Danach geht man auf das Schiff, das die Besucher zum Geysir bringt. Dieser liegt auf einer Halbinsel im Naturschutzgebiet. Die Lösung mit dem Schiff war ein Kompromiss, um Besuchern das Erlebnis eines Geysirausbruchs zu ermöglichen.

    Manchmal wird man auch erst zum Schiff geschickt und besucht danach das Geysir-Zentrum. Das hängt davon ab, wann man dort eintrifft.

    Schiffsanlegestelle gegenüber vom Geysir-Zentrum in Andernach

    Die Schiffsanlegestelle gegenüber vom Geysir-Zentrum. Es war diesig und regnerisch.

    In der Geysir-Ausstellung gibt es spannende Mitmach-Erlebnisse für Kinder

    Wir waren zuerst im Geysir-Zentrum. Alleinerziehende Mutter mit drei Kindern bedeutete damals Familienpreis. Auftakt zu diesem informativen Rundgang ist der Gang durch einen „Steinbruch“, in dem wir viel über die vulkanischen Gesteinsarten erfahren.

    Weiter geht es in einen Aufzug, der uns symbolisch auf „4000 Meter“ Tiefe bringt. Wir sind jetzt beim Magma, dem eigentlichen Ursprung des Geysirs, denn hier hat das CO2 seinen Ursprung. Es sieht täuschend echt aus, wenn man durch den Schlot in die Tiefe schaut.

    Von hier gehen wir zusammen mit dem CO2 Richtung Erdoberfläche. Irgendwann treffen wir auf das Grundwasser. In einem dunklen Raum werden mit einem Projektor die Wassermoleküle auf den Boden projiziert. Mit spannenden Ausprobierstationen wird erläutert, wie Wasserkreislauf, Bohrung und das Lösen des CO2 im Wasser funktionieren.

    Etwas weiter sind wir im Bereich der Bohrungen. Wieder gibt es Experimentierstationen, die alles rund um den Geysirausbruch erklären und anschaulich darstellen. Die Kinder probieren alles aus und haben viel Spaß daran, auf diese Art zu lernen.

    Ausstellungsbereich im Geysir-Zentrum Andernach Mitmachstation im Geysir-Zentrum für Kinder Große Bohrer in der Ausstellung im Geysir-Zentrum

    Hier wird deutlich, wie riesig die Bohrer sind, die sich durchs Erdreich graben.

    Videostation in der Ausstellung zum Geysir Andernach

    In einem Video wird gezeigt, wie das Ganze funktioniert.

    Kinder an Experimentierstationen im Geysir-Zentrum

    Die Kinder haben sehr viel Spaß an den Experimentierstationen.

    Interaktive Ausstellung im Geysir-Zentrum Andernach

    So macht Lernen Spaß.

    Wir erreichen wieder symbolisch die Erdoberfläche, und die knapp zwei Stunden vergingen wie im Flug.

    Das Geysir-Zentrum ist kurzweilig und hat viele Aktivstationen. Meiner Meinung nach ist es geeignet für Kinder ab Grundschulalter, weil sie die teilweise komplexen Zusammenhänge dann zumindest ansatzweise verstehen können.

    Modell der Geysir-Anlage mit Anlegestelle und Weg zum Geysir

    Modell von dem, was wir gleich live sehen werden. Die Anlegestelle und der Weg zum Geysir. Nur die Schnellstraße, die über dem Weg führt, hat man weggelassen.

    Nach dem Besuch im Geysir-Zentrum, in dem man alles über den Geysir und seine Funktionsweise erfahren hat und wir uns im Café mit Kaffee, Kakao, Kuchen und Brezel gestärkt hatten, gingen wir zur Anlegestelle.

    Weg zur Schiffsanlegestelle am Geysir-Zentrum Andernach

    Mit dem Boot zum Geysir

    Bevor wir den Geysir sehen, gibt es noch eine schöne, aber kurze Schifffahrt auf dem Rhein. Anders kommt man zu dem Geysir nicht hin. Das sind Maßnahmen, die wegen der Naturschutzauflagen erfüllt werden mussten, bevor man den Geysir wieder der Öffentlichkeit zugänglich machte.

    Der Bereich um den Geysir ist umzäunt und wird zwischendurch abgeschlossen. Erst wenn wieder ein Schiff mit Besuchern anlegt, wird das Tor wieder geöffnet.

    Blick vom Schiff auf das Geysir-Zentrum Andernach

    Das Geysir-Zentrum vom Schiff aus. Ein sehr modernes Gebäude mit Dachterrasse.

    Schifffahrt auf dem Rhein zum Geysir Andernach

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    Der Weg von der Anlegestelle zum Geysir aus der Vogelperspektive.

    Ich habe keine Fotos vom Weg selbst. Es waren immer Menschen dort und deshalb habe ich darauf verzichtet.

    Der Geysir in Andernach kurz vor dem Ausbruch

    Es brodelte und blubberte.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen
    Besucher warten gespannt auf den Ausbruch des Geysirs Warten am Geysir Andernach vor dem Ausbruch

    Wir warten gespannt darauf, dass es endlich losgeht.

    Der Geysir beginnt langsam auszubrechen

    Erst nur etwas.

    Der Geysir von Andernach bricht mit hoher Fontäne aus

    Und dann geht es richtig los, über mehrere Minuten sprudelt die Fontäne zig Meter hoch in den Himmel.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen
    Ausbruch des Kaltwassergeysirs in Andernach Hohe Wasserfontäne des Geysirs in Andernach Erinnerungsfoto am Geysir Andernach

    Es ist genügend Zeit für Erinnerungsfotos. Ich war etwas angenervt vom Wetter, meine persönliche Regenwolke war wieder einmal da. Wobei man direkt am Geysir auch ohne Regen ziemlich nass wird und binnen kurzer Zeit ein kleiner Bach auf dem Gehweg entsteht. Wer nasse Füße vermeiden möchte, sollte sich auf den Platz hinter dem angedeuteten Zaun stellen. Die Sicht auf den Geysir ist auch von dort sehr imposant.

    Spritzwasser am Geysir Andernach

    Das stark mineralisierte Spritzwasser ist für Kameras nicht ideal. Deshalb würde ich dort eher mit kleinem Gerät fotografieren oder bewusst Abstand halten.

    Der Geysir wird nach einigen Minuten schwächer

    Nach einigen Minuten wird es weniger.

    Geysir Andernach kurz nach dem Höhepunkt des Ausbruchs

    Unser Guide winkt die Besucher anschließend direkt zum Geysir. Wer möchte, darf etwas Geysirwasser probieren. Mit einer großen Kelle schöpft er das inzwischen nur noch minimal sprudelnde Wasser ab. Wer mag, formt seine Hand zu einer kleinen Schale und darf einen Schluck probieren.

    Wenn das Spektakel vorbei ist, müssen alle Besucher wieder zum Schiff und das große Tor auf dem Weg zum Geysir wird wieder geschlossen, bis das nächste Schiff anlegt und neue Besucher bringt.

    Die Rückfahrt über den Rhein

    Uferbereich an der Anlegestelle beim Geysir Andernach

    Am Anleger gibt es kleinere Buchten und Strände, diese sind aber vom Steg aus nicht betretbar.

    Die Fahrt zurück zum Anleger an der Ausstellung dauert etwa 15 Minuten. Im Schiff gibt es eine kleine Bistrotheke, es gibt Getränke und kleine Snacks. Wir bestellen einen heißen Kakao und genießen die Fahrt auf dem Rhein.

    Rückfahrt auf dem Rhein nach dem Besuch des Geysirs Blick vom Schiff auf das Rheinufer bei Andernach Schifffahrt auf dem Rhein bei Andernach Malerische Ortschaften am Rhein bei Andernach

    Malerische Ortschaften direkt am Ufer und die Weinberge im Hintergrund. Deutschland hat so schöne Ecken.

    Rheinansicht bei Andernach auf der Rückfahrt Alter Krahnen in Andernach

    „Alter Krahnen“

    Andernach mit Blick auf den Runden Turm

    Andernach. Der Turm ist der Runde Turm.

    Spaziergang an der Rheinpromenade in Andernach

    Nach dem Anlegen machen wir uns direkt auf den Weg zum Auto, denn wir haben noch eine weitere Station heute. Dazu aber später in einem anderen Bericht.

    Der Weg zum Parkplatz führt ein Stück entlang am Rhein. Gerade dieser Abschluss gefiel mir sehr, weil man nach dem eigentlichen Höhepunkt nicht einfach nur zurück zum Auto läuft, sondern noch ein wenig Andernach mitnimmt.

    Rheinpromenade am Geysir-Zentrum in Andernach

    Die Rheinpromenade am Geysir-Zentrum ist schön gestaltet.

    Promenade am Rhein in Andernach Historische Uferanlage in Andernach

    Das alte Bollwerk von Andernach

    Fertiggestellt wurde es 1661, um den Schiffsverkehr auf dem Rhein zu überwachen. Heute ist es ein Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs.

    Altes Bollwerk von Andernach am Rhein

    Mein Fazit zum Geysir Andernach

    Danke, dass ihr wieder dabei wart.

    Der Geysir Andernach ist kein Ziel, das man mal eben mit einem einzelnen Foto abhakt. Gerade die Mischung aus Ausstellung, Schifffahrt und dem eigentlichen Naturschauspiel macht diesen Ausflug so besonders. Für Kinder ist das Ganze spannend, weil sie nicht nur schauen, sondern vorher im Zentrum wirklich etwas begreifen und ausprobieren können. Und auch für Erwachsene ist das erstaunlich kurzweilig.

    Wer die Eifel oder das nördliche Rheinland erkundet, sollte sich diesen Ort ruhig merken. Der Ausbruch selbst dauert nur wenige Minuten, aber das ganze Erlebnis drumherum bleibt deutlich länger im Kopf.

    Bis bald.


    Unterkünfte in Deutschland finden

    Hier findest du passende Unterkünfte für deine Reise durch Deutschland – von kleinen Pensionen bis zu Hotels in den großen Städten.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    Aktivitäten und Touren in Deutschland

    Viele Städte und Regionen lassen sich besonders gut bei geführten Touren entdecken – zum Beispiel Stadtführungen, Naturerlebnisse oder besondere Ausflüge.


    Weitere Reiseberichte aus Deutschland

    Hier findest du weitere Reiseberichte, Ausflugsideen und Städte-Tipps aus Deutschland.

    Zuletzt geändert:

  • Neanderthal Museum im Neandertal: unser Besuch während der Tour de France

    Neanderthal Museum im Neandertal: unser Besuch während der Tour de France


    Wichtiger Hinweis zu diesem Bericht

    Dieser Reisebericht stammt aus dem Jahr 2017 und schildert unseren Besuch im Neandertal während der Tour de France. Den Erlebnisbericht habe ich bewusst so belassen, die praktischen Infos zu Öffnungszeiten, Eintritt und offiziellen Websites wurden aber aktualisiert. Zusätzlich habe ich den Fokus dieses Beitrags stärker auf das Neanderthal Museum gelegt, weil genau das heute das dauerhaft spannendere Ausflugsziel ist.

    Neanderthal Museum im Neandertal bei Düsseldorf

    Das Neandertal bei Düsseldorf gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen in Nordrhein-Westfalen. Berühmt wurde die Region durch den Fund des Neandertalers, heute ist vor allem das Neanderthal Museum in Mettmann ein spannendes Ziel für Familien, Geschichtsinteressierte und Tagesausflügler. Unser Besuch fiel damals auf einen ganz besonderen Tag, denn  während unseres Ausflugs führte die Tour de France durch das Neandertal.
    Ein Ereignis, was ich mit den Kindern einmal live erleben wollte.

    Warum das Neandertal so bekannt ist

    Vor rund 170 Jahren wurden im Neandertal die fossilen Überreste eines Urmenschen gefunden. Damit wurde das Tal weltweit bekannt. Später kamen weitere bedeutende Funde hinzu, unter anderem Steinwerkzeuge und Knochenfragmente. Bis heute ist das Neandertal deshalb nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch ein Ort mit großer wissenschaftlicher und historischer Bedeutung.

    Das Neanderthal Museum greift genau diese Geschichte auf und macht sie für Besucher greifbar. Gerade mit Kindern ist das ein spannendes Ziel, weil hier Natur, Geschichte und anschauliche Vermittlung zusammenkommen. Dass an unserem Besuchstag zusätzlich noch die Tour de France direkt vorbeiführte, war natürlich ein ziemlich einmaliger Bonus.

    Das Neanderthal Museum kurz vorgestellt

    Das Neanderthal Museum gehört zu den bekanntesten Museen rund um das Thema Menschheitsgeschichte in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die eigentlich jeder sofort versteht: Woher kommen wir, wie hat sich der Mensch entwickelt und was unterscheidet uns von unseren frühesten Vorfahren? Genau das macht die Ausstellung auch für Familien so interessant, denn sie ist modern aufgebaut und nicht trocken wie ein Schulbuch kurz vor den Sommerferien.

    Für uns war der Museumsbesuch richtig spannend. Vor allem der Bereich zur Evolution war toll dargestellt und sehr stimmig aufgebaut.
    Dazu gab es mehrere Bereiche, in denen die Kinder selbst etwas ausprobieren konnten. Genau diese Mischung aus verständlich erklärter Geschichte und Mitmachstationen hat das Museum für uns so positiv gemacht.

    Wer im Raum Düsseldorf, Mettmann oder Wuppertal nach einem besonderen Ausflug sucht, findet hier also nicht einfach nur ein Museum, sondern ein Ziel, das Wissen, Familienausflug und Natur miteinander verbindet.
    Und genau deshalb passt das Neanderthal Museum auch heute noch perfekt auf jede Liste mit lohnenden Ausflügen in NRW.

    Öffnungszeiten, Eintritt und Website

    Aktuelle Infos für euren Besuch

    Adresse:
    Neanderthal Museum, Talstraße 300, 40822 Mettmann

    Öffnungszeiten:
    Dienstag bis Sonntag: 10:00 bis 18:00 Uhr
    In den NRW-Ferien und an Feiertagen: Montag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr
    Neujahr: 13:00 bis 18:00 Uhr
    Geschlossen: 24.12., 25.12. und 31.12.

    Eintritt Museum & Erlebnisturm Höhlenblick, Normaltarif:
    Erwachsene: 14,00 €
    Kinder von 6 bis 16 Jahren: 9,50 €
    Mini von 4 bis 5 Jahren: 8,00 €

    Familientarif ab 1 Erwachsenem + 1 Kind oder Mini:
    Erwachsene: 11,90 €
    Kinder von 6 bis 16 Jahren: 8,08 €
    Mini von 4 bis 5 Jahren: 6,80 €

    Offizielle Website:
    neanderthal.de/de

    Regionale Infos zum Neandertal:
    neanderland.de

    Offizielle Fotos aus dem Neanderthal Museum

    Darstellung zur Evolution des Menschen im Neanderthal Museum
    Copyright ©Neanderthal Museum

    Moderner Ausstellungsbereich im Neanderthal Museum

    Copyright ©Neanderthal Museum

    Familienfreundlicher Bereich in der Ausstellung des Neanderthal Museums
    Copyright ©Neanderthal Museum

    Karte: Neanderthal Museum

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    Karte: Lage des Neandertals

    Hier liegt das Neandertal bei Mettmann in der Nähe von Düsseldorf:

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    Unser Besuch im Neandertal während der Tour de France

    Von uns aus sind es gerade mal etwa 1,5 Stunden Fahrt. Für einen Tagesausflug ist das also absolut machbar. Das einzige Manko war der Wecker. Sonntagmorgen, 6:30 Uhr. Allein dafür hätte ich schon gern eine kleine Ehrenmedaille entgegengenommen.

    Um 8 Uhr waren wir bereits auf der Autobahn.

    Frühe Abfahrt am Sonntagmorgen auf leerer Autobahn Richtung Neandertal

    Vorteil, wenn man an einem Sonntag so früh unterwegs ist? Leere Autobahnen. Hätte ich nicht so einen PS-schwachen Clio gehabt, wäre meine innere Rennfahrerin vermutlich kurz sehr motiviert gewesen.

    Unterwegs erklärte ich meinen Kindern, was es mit der Tour de France auf sich hat. Im Radio liefen ständig Meldungen über Straßensperrungen in Düsseldorf, und die Kinder riefen jedes Mal begeistert: „Da sind wir gleich!“

    Wie erwartet kamen wir gut durch. Nur beim Parken hatten wir nicht ganz so viel Glück. In der Nähe des Museums war nichts mehr frei, also parkten wir etwas weiter entfernt an der Bahnstation Hochdahl. Von dort führt ein schöner Weg durch den Wald und entlang der Düssel direkt zum Museum.

    Anreise und Spaziergang zum Museum

    Waldweg vom Parkplatz Hochdahl Richtung Neanderthal Museum

    Fußweg durchs Grüne auf dem Weg ins Neandertal

    Naturweg im Neandertal nahe Düsseldorf

    Spazierweg durch das Neandertal zum Museum

    Direkt am Museum.

    Neanderthal Museum im Tour-de-France-Schmuck

    Die Düssel.

    Um 10 Uhr erreichten wir die Straße am Museum und waren ziemlich erstaunt, wie viele Menschen dort schon warteten. Die Radsportler sollten erst gegen 12:50 Uhr durchs Neandertal fahren. Eigentlich wollten wir vorher noch das Museum anschauen, entschieden uns dann aber lieber für einen der wenigen freien Plätze direkt an der Straße.

    Viele Zuschauer warten schon früh an der Strecke im Neandertal

    Warten an der Strecke

    Wer jetzt denkt, zwei Stunden Warten am Straßenrand mit Kindern müsse unerquicklich sein, irrt. Auf der abgesperrten Strecke war ständig etwas los. Die Stimmung war ausgesprochen ausgelassen. Ein kleiner Apfel, der auf die Fahrbahn rollte, bekam zeitweise fast mehr Aufmerksamkeit als alles andere. Die Menschen jubelten, als eine Frau ihn wieder von der Straße holte. Große Unterhaltung. Für einen Apfel.

    Zuschauer an der abgesperrten Tour-de-France-Strecke im Neandertal

    Dann tauchten auch noch zwei Neandertaler mit riesigen Keulen auf und alberten mit den Zuschauern herum. Die Kinder hörten gar nicht mehr auf zu lachen.

    Verkleidete Neandertaler sorgen an der Strecke für Stimmung

    Neandertaler-Figuren bei der Tour de France im Neandertal

    Natürlich hatten die Neandertaler auch ein Fahrrad dabei. Ist bei so einem Event schließlich Pflicht.

    Neandertaler mit Fahrrad vor dem Museum

    Publikum und Neandertaler bei der Tour de France im Neandertal

    Müdes aber gut gelauntes Kind beim Warten auf die Tour de France

    Aufgeregt, aber auch müde. Sonntagmorgen um 6:30 Uhr aufstehen ist eben kein Freizeitvergnügen. Gelohnt hat es sich trotzdem.

    Stimmung an der Strecke im Neandertal kurz vor dem Werbetross

    Der Werbetross

    Gegen 11 Uhr kam eines der Vor-Highlights: der Werbetross. Lustige Fahrzeuge, Musik, kleine Geschenke und eine Stimmung irgendwo zwischen Jahrmarkt und Karneval auf Rädern. Die Kinder waren begeistert.

    Erste Fahrzeuge des Werbetrosses der Tour de France

    Bunte Werbefahrzeuge der Tour de France im Neandertal

    Ja, dieses Ding fuhr wirklich.

    Skurriles Werbefahrzeug der Tour de France

    Werbekarawane bei der Tour de France 2017 im Neandertal

    Bunt dekoriertes Fahrzeug beim Werbetross

    Beliebter Werbewagen der Tour de France bei Kindern

    Liebling der Kinder.

    Werbefahrzeug des Tour-de-France-Trosses mit Publikum am Straßenrand

    Weitere Fahrzeuge der Tour-de-France-Werbekarawane

    Originelles Werbefahrzeug auf der Strecke im Neandertal

    Werbetross Tour de France mit Zuschauern

    Fahrzeug der Werbekarawane im Vorbeifahren

    Buntes Werbefahrzeug der Tour de France 2017

    Schnell fahrendes Werbefahrzeug auf abgesperrter Strecke

    Teilweise waren die Fahrzeuge wirklich ziemlich flott unterwegs.

    Werbetross in schneller Fahrt vor den Zuschauern

    Buntes Fahrzeug der Tour-de-France-Karawane

    Essenswerbung beim Werbetross der Tour de France

    Da bekam man Hunger.

    Weiteres Werbefahrzeug mit Publikum im Hintergrund

    Fahrendes Promotion-Fahrzeug bei der Tour de France

    Tour-de-France-Werbetross mit originellen Fahrzeugen

    Werbekarawane und Zuschauer im Neandertal

    Bunt dekoriertes Fahrzeug des Tour-de-France-Trosses

    Werbetross mit spektakulären Fahrzeugen

    Diese fahrenden Reifen fand Marc mit am besten.

    Fahrende Reifen als Werbefahrzeug der Tour de France

    Publikum jubelt dem Werbetross zu

    Werbefahrzeug mit Getränken oder Wasser bei der Tour de France

    Werbetross kurz vor einer möglichen Wasserdusche

    Schnell ein Foto und dann die Kamera lieber kurz wegpacken, bevor es eine Dusche gibt.

    Werbetross der Tour de France verteilt Geschenke an Zuschauer

    Mitarbeiter auf der Strecke sorgen für Unterhaltung vor dem Rennen

    Dieser Mann malte zwei Sicherheitsstriche auf die Verkehrsinsel und ließ sich dafür bejubeln. Die Menschenmenge machte begeistert mit. Langweilig war hier wirklich nichts.

    Warten auf die Fahrer kurz vor der Durchfahrt im Neandertal

    Die Neandertaler sicherten sich übrigens die Pole-Position auf dem Dach des Buswartehäuschens.

     

    Als die Radfahrer kamen

    Auf einer großen Leinwand direkt vor dem Museum konnten wir verfolgen, wo sich die Fahrer gerade befanden. Neben uns standen ortskundige Menschen, die sofort erkannten, dass es nun nur noch wenige Minuten dauern konnte.

    Und dann kamen sie tatsächlich. Erst eine kleine Gruppe, dann der eigentliche Tross. Genauso schnell, wie sie auftauchten, waren sie auch wieder verschwunden. Dieses Tempo live zu sehen, ist schon beeindruckend.

    Erste Radfahrergruppe der Tour de France im Neandertal

    Erst kam nur eine kleine Gruppe.

    Kameramotorrad begleitet die Tour-de-France-Fahrer

    Einer der Kameramänner fuhr auf dem Motorrad nebenher.

    Kleine Spitzengruppe der Tour de France auf der Strecke im Neandertal

    Und dann kam der eigentliche Tross.

    Hauptfeld der Tour de France 2017 im Neandertal

    Rennfahrer im Hauptfeld der Tour de France

    Die Zuschauer jubelten und feuerten die Sportler lautstark an. Diese Stimmung riss auch die Kinder sofort mit. Es wurde geklatscht, gerufen und mitgefiebert.

    Jubelnde Zuschauer bei der Tour de France im Neandertal

    Vorbeirauschende Radprofis im Neandertal

    Tour-de-France-Peloton bei Düsseldorf

    Fernsehhubschrauber über der Tour-de-France-Strecke im Neandertal

    Der Fernsehhubschrauber flog mehrfach über uns hinweg. Er filmte auch die Neandertaler auf dem Dach des Buswartehäuschens, die die Fahrer auf „Neandertalisch“ anfeuerten. O-Ton meiner Kinder. Sehr fachkundige Einordnung.

    Teamfahrzeuge mit Ersatzrädern hinter dem Peloton

    Gefolgt wurde der Radtross von den ganzen Teamwagen mit den Ersatzrädern.

    Begleitfahrzeug der Teams bei der Tour de France

    Teamwagen der Tour de France im Neandertal

    Und auch die freuten sich sichtbar über den Jubel.

    Video 1:

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    Video 2:

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    Der Abschluss vom Tross. Wir haben uns scheckig gelacht.

    Skurriler Abschluss des Tour-de-France-Trosses

    Rund ums Museum nach dem Rennen

    Kaum war der Tross vorbei, fingen die Neandertaler wieder an, die Zuschauer zu necken. Rund ums Museum war weiterhin unglaublich viel los.

    Neandertaler-Figur nach dem Durchfahren des Feldes

    Viele Besucher rund um das Neanderthal Museum

    Es waren so viele Menschen unterwegs. Wirklich Wahnsinn.

    Menschenmenge im Neandertal nach der Rennpassage

    Kinder, vielleicht können wir ein Foto von euch und den Neandertalern machen.

    Kinder posieren mit Neandertalern für ein Erinnerungsfoto

    Mein Sohn schnappte sich die Keule.

    Kind mit Keule eines verkleideten Neandertalers

    Zur Strafe sabotierte der Neandertaler dann unser Foto.

    Lustige Fotoszene mit Neandertaler und Kindern

    Ein Foto bekamen wir dann aber doch noch hin und der Neandertaler bekam seine Keule wieder.

    Erinnerungsfoto mit Neandertaler im Neandertal

    Auf der Leinwand lief weiter live die Tour de France.

    Große Leinwand mit Livebildern der Tour de France

    Rund um das Museum gab es Aktionsstände. Die Mädchen wollten sich schminken lassen, anschließend machten wir im Foto-Bulli lustige Bilder von uns.

    Aktionsstände und Schminkangebote am Museum

    Das Museum schauten wir uns im Anschluss an.

    Gegen 15:30 Uhr brachen wir langsam Richtung Heimat auf. Vor der Leinwand war es inzwischen deutlich leerer geworden.

    Leerer werdender Platz vor der Leinwand am Nachmittag

    „Mama, guck mal, die fahren ja immer noch!“

    Während wir in der Sonne noch ein Stück Kuchen aßen, wurde das Rennen weiter von einer Regenwolke begleitet. Zurück ging es dann wieder entlang der Düssel zum Parkplatz.

    Rückweg entlang der Düssel nach dem Ausflug ins Neandertal

    Gegen 18:30 Uhr trafen wir wieder zu Hause ein. Das war ein erlebnisreicher Tag im Neandertal.

    Die Kinder und ich waren uns einig, bald wieder ins Neandertal zu fahren, weil wir aus Zeitgründen längst nicht alles geschafft hatten.

    Weitere passende Ausflüge in Deutschland

    Falls ihr Lust auf weitere Städte und Ausflüge in Deutschland habt, passen diese Berichte gut dazu:

    Kurztrip nach Köln
    Frankfurt mit Kindern: Main Tower, Skyline und Spaziergang durch die Stadt
    Der Geysir von Andernach: der höchste Kaltwassergeysir der Welt

    Dieser Bericht entstand mit Unterstützung von Neanderland.de.
    Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit.

    Zurück zu den Reiseberichten aus Deutschland

    Hier geht es zurück zu meiner Deutschland-Übersicht mit weiteren Städten, Naturzielen und Ausflugstipps:

    Zurück zu den Reiseberichten aus Deutschland


    Unterkünfte in Deutschland finden

    Hier findest du passende Unterkünfte für deine Reise durch Deutschland – von kleinen Pensionen bis zu Hotels in den großen Städten.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen


    Aktivitäten und Touren in Deutschland

    Viele Städte und Regionen lassen sich besonders gut bei geführten Touren entdecken – zum Beispiel bei Stadtführungen, Naturerlebnissen oder besonderen Ausflügen.

    Aktivitäten und Touren in Deutschland finden


    Zuletzt geändert:

  • Kooperationen und Unterstützung

    Kooperationen und Unterstützung

    Kooperationen mit elly-unterwegs.de

    Familienreisen mit mehreren Generationen – authentischer Content für starke Kooperationen

    Kooperationen mit elly-unterwegs.de


    Elly unterwegs ist mein persönlicher Reiseblog über unsere Familienreisen.
    Mein Name ist Elly, ich bin Mutter von drei Teenagern in einer Patchworkfamilie mit insgesamt fünf Kindern.
    Wir leben auf einem kleinen Bauernhof im Münsterland und ich arbeite in zwei Jobs.
    Trotz normalem Alltag sind wir regelmäßig unterwegs und zeige, wie Reisen mit größeren Kindern realistisch planbar und erlebbar bleiben – und dass man sich auch als ganz normal arbeitende Familie mit Alltag, Verpflichtungen und begrenztem Budget Reiseträume erfüllen kann.

     

    Familienreise in Australien – Aussicht auf die Three Sisters in den Blue Mountains

     

    Viele unserer Reisen unternehmen wir als Drei-Generationen-Familie: aktive Teenager treffen dabei auf ältere Familienmitglieder, für die Barrierefreiheit, Ruhe und gute Erreichbarkeit wichtig sind. Dieser Blickwinkel macht unsere Erfahrungen realitätsnah und wertvoll für Anbieter, die familienfreundliche und generationenübergreifende Angebote entwickeln.

    Gleichzeitig reise ich regelmäßig in anderen Konstellationen – allein, mit meinen Kindern oder im Rahmen von Pressereisen.
    Diese Vielfalt ermöglicht es mir, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und Inhalte flexibel auf verschiedene Zielgruppen abzustimmen.

     

    Social Media: direkt, nah dran und persönlich

    Auf Instagram unter
    @elly_unterwegs
    nehme ich meine Community live mit.
    Stories entstehen direkt von unterwegs und Reels sowie Fotobeiträge zeigen echte Eindrücke von unseren Reisen.
    Instagram Reels performen bei mir konstant im fünfstelligen Bereich. Über den Monat hinweg entsteht so eine robuste und verlässliche Sichtbarkeit für Kooperationspartner.
    Ergänzend teile ich ausgewählte Inhalte auf Facebook auf meiner Seite
    facebook.com/ellyunterwegs
    sowie in passenden Reisegruppen, in denen sich viele reisefreudige Familien austauschen.

     

    Familienreise in Australien – Blick in den tropischen Norden

     

    Blog: nachhaltiger Content mit Persönlichkeit

    Auf
    elly-unterwegs.de
    erzähle ich von unseren Reisen wie in einem Reisetagebuch.
    Ich schreibe aus der Ich-Perspektive mit Szenen, Gedanken und vielen Fotos.

    Meine Beiträge verbinden persönliche Eindrücke mit konkreten Tipps zu Unterkünften, Ausflügen, Tickets, Anreise, Öffnungszeiten und empfehlenswerten Routen.

    Durch Suchmaschinenoptimierung bleiben sie langfristig sichtbar und werden auch Jahre später noch aktiv gelesen.

     

    Zielgruppe und Reichweite

    Die meisten meiner Leserinnen und Leser sind reiseinteressierte Familien – oft mit größeren Kindern –, die Wert auf authentische Einblicke, realistische Planung und fundierte Erfahrungen legen.

    Instagram: rund 13.500 Follower
    Facebook: etwa 3.750 Follower
    Blog: mehrere tausend Seitenaufrufe pro Monat
    Zielgruppe: Familien mit größeren Kindern und Teenagern
    Interessen: Reisen, Natur, Fotografie, Roadtrips, Familienalltag, Outdoor

     

    Warum die Kombination aus Blog und Social Media überzeugt

    Social Media liefert Inspiration, schnelle Reichweite und emotionale Einblicke.
    Der Blog ergänzt diese Inhalte mit ausführlichen Informationen, Fotos und konkreten Tipps für die Reiseplanung.
    Instagram und Facebook sorgen für Sichtbarkeit und Austausch, während der Blog langfristige Auffindbarkeit und tiefergehende Informationen bietet.
    Alle Blogartikel sind suchmaschinenoptimiert aufgebaut, damit sie dauerhaft gefunden werden und Reisenden echten Mehrwert bieten.
    Werbung kennzeichne ich transparent und nach geltendem Recht. Externe Links im Rahmen von Kooperationen werden als No-Follow markiert, wie es die gesetzlichen Vorgaben verlangen.

     

    Mögliche Formen der Zusammenarbeit

    Ich arbeite mit Partnern zusammen, deren Angebote zu meinen Themen passen – darunter Tourismusregionen, Unterkünfte, Familienangebote,
    Rundreiseanbieter, Camper-Vermieter, Airlines, Versicherungen sowie Marken aus Reise, Outdoor und Fotografie.

    Mögliche Leistungen sind Blogbeiträge mit zahlreichen Fotos, Instagram Story-Pakete, Reels, Feed-Posts, Fotocontent zur Nutzung durch Partner,
    Produkterprobungen sowie kombinierte Kampagnen aus Blog und Social Media.

    Gut zu wissen für Kooperationen

    Ich kennzeichne Werbung transparent und empfehle nur Angebote, die ich selbst getestet habe oder guten Gewissens weitergeben kann.
    Meine Berichte bleiben ehrlich – Vertrauen ist für meine Community entscheidend.
    Bildrechte, Veröffentlichungszeitraum und Inhalte werden vorab abgestimmt.
    Auf Wunsch erstelle ich eine Performance-Auswertung zur Zusammenarbeit.

     

    Palmenstrand auf den Malediven

    Malediven

     

    Bisherige Kooperationspartner (Auswahl)

    Unter anderem:

    Camperdays.de
    AXA Versicherungen
    Condor
    Ferienhausmiete.de
    Radisson Blu Hotel
    321linsen.de
    Elldus Family & Spa Resort
    Cruise America
    Neanderland.de
    Tourismusverband Osnabrücker Land
    My Photocollage
    Achterbahnrestaurant Schwerelos
    TT Line
    Novasol
    Cosmos Direkt

     

    Reichweite über weitere Kanäle

    Zusätzlich nutze ich Facebook und passende Reisegruppen, in denen sich viele Aktivreisende austauschen. Dort erreichen meine Beiträge weitere zehntausende Nutzer, die aktiv nach Reisetipps suchen. Auch in Reise- und Elternforen binde ich passende Beiträge ein, wenn sie thematisch gut passen.

     

    Leopard in Namibia im Naankuse-Reservat

    Leopard in Afrika

     

    Media-Kit kompakt

    Hier finden Sie die wichtigsten Informationen in komprimierter Form.

    Über mich

    Ich reise seit vielen Jahren mit meinen drei Teenagern und schreibe authentische Erfahrungsberichte.
    Mein Stil ist persönlich, ehrlich und reich an Fotos.
    Meine Community begleitet uns seit langer Zeit und vertraut auf echte Empfehlungen.

    Kanäle und Reichweite

    Instagram: rund 16.500 Follower
    Facebook: etwa 3.750 Follower
    Blog: mehrere tausend Seitenaufrufe pro Monat
    Zielgruppe: Familien mit Teenagern, Reisefreunde
    Themen: Reisen, Natur, Outdoor, Fotografie, Familienalltag

    Content-Schwerpunkte

    Reisen mit Teenagern, Mehrgenerationenreisen, Fotografie, alltagstaugliche Touren, Naturerlebnisse, Roadtrips, Unterkünfte und Reiseplanung.

    Leistungen

    Blogartikel, Fotos, Instagram Story-Pakete, Reels, Feed-Posts, kombinierte Kampagnen, Fotocontent für Partnerkanäle sowie Produkterprobungen.

    Beispiele und Referenzen

    Unter anderem: Camperdays.de, AXA, Condor, Ferienhausmiete.de, Radisson Blu, Cruise America,
    Tourismusverband Osnabrücker Land, TT Line, Novasol und weitere Partner.

    Kontakt

    Für Kooperationsanfragen erreichen Sie mich per E-Mail:
    E-Mail senden.

     


    Abendstimmung in Sydney mit Blick auf Hafen und Skyline

    .

    .

     

    Sie möchten mit elly-unterwegs.de zusammenarbeiten oder haben eine Idee, die gut zu Reisen mit Teenagern, Fotografie oder unserem Alltag auf dem Bauernhof passt.
    Ich freue mich über Ihre Anfrage und sende gern ein individuelles Angebot mit aktuellen Kennzahlen.

     

     



     

  • Japan Reise planen: Tipps, Rail Pass, Transfers & Erfahrungen

    Japan Reise planen: Tipps, Rail Pass, Transfers & Erfahrungen

    [Werbung]

    Unsere Japan-Reise kompakt: Tipps, Touren und Erlebnisse


    Unsere Japan-Reise kompakt: Tipps, Touren und Erlebnisse

    .

    .

    Konichiwa zusammen,

    weil mich immer wieder Fragen zu unserer Reise nach Japan erreichen, möchte ich in diesem Beitrag auf die häufigsten Fragen eingehen.

    Ich war anfangs selbst ziemlich überfordert mit der Planung. Japan… Wir landen dort und sind Analphabeten, die weder die Schrift lesen können noch die Sprache verstehen. Im Nachhinein waren diese Sorgen unberechtigt.
    Wenn ihr mit dem Gedanken einer Reise nach Japan spielt – aber wegen der gleichen Bedenken wie ich sie anfänglich hatte vor einer Buchung zurück schreckt – möchte ich euch diese mit diesem Beitrag nehmen.

    Japan ist ein wundervolles Land – und genauso leicht zu bereisen wie andere Länder auch

     
    In diesem Beitrag findet ihr die häufigsten Fragen, die mir in den letzten Monaten nach unserer Reise gestellt wurden.
    Wenn ihr noch weitere Fragen haben solltet, schreibt es gerne in den Kommentaren. 

    .


    .

    1. Wie buche ich eine Japan-Reise – alles selbst planen oder lieber Gruppenreise?

    Reise selbst organisieren oder lieber geführt reisen?
    Ich persönlich liebe es, meine Reisen selbst zu planen – Und auch Japan ist dafür ideal.
    Busse und Bahnen sind pünktlich, zuverlässig und sich dort zurecht zu finden ist relativ einfach, wenn man ein paar Grundlagen kennt.


    Aber: Wenn du dich sicherer fühlst, dich erstmal „an die Hand nehmen zu lassen“, dann kann eine geführte Gruppenreise oder eine Rundreise mit Guide (z. B. über Gebeco, Studiosus oder TUI) ein guter Einstieg sein.


    Für unsere Japan-Reise habe ich beides kombiniert.

    Also Flüge und Unterkünfte selbst gebucht, aber dann oft geführte Touren gebucht.

    Vor der Buchung hatte ich tausend Fragen im Kopf und musste diese erst einmal konstruktiv sortieren:
    – Zeitraum? Bei uns waren es die Herbstferien, 10 Tage im Oktober
    – Was unbedingt sehen? Auf unserer Wunschliste oben standen: Tokyo, Fuji, Kyoto und Hiroshima. Viel für 10 Tage, aber machbar.
    – Hin- und Rückflug oder Gabelflug? – Manchmal macht es Sinn, von einem anderen Flughafen zurück zu fliegen. Für unsere Route war es dann so: Landung in Tokyo, Rückflug ab Osaka
    – Reisepass noch gültig?!

    Wenn dieses Grundgerüst steht: Flüge buchen, möglichst früh, um noch etwas flexibel zu sein, zudem sind die Flüge dann oft günstiger

    Und dann beginnt das Feintuning:
    – Unterkünfte buchen
    – Mietwagen oder Railpass buchen
    – Touren buchen

    .


    .

    2. Wie finde und buche ich Unterkünfte in Japan?

    Von klassischen Hotels über Ryokans (traditionelle Gasthäuser) bis hin zu Kapselhotels und Airbnbs – in Japan gibt es viele Optionen zur Übernachtung und auch preislich ist alles dabei.
    Ich buche meistens über:

    Hotels* in Tokyo 

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen


    (Affiliate, ich nutze die kleinen Provisionen zur Abdeckung meiner Serverkosten, damit ich die Seite außer gezielter Affiliate werbefrei halten kann)

    .
    .
    Weitere Gute Anbieter: 

    • Agoda (gerade in Asien oft bessere Preise)

    • Japanican (tolle Angebote für Ryokans)

    • Airbnb (in Städten wie Tokio oder Kyoto eine gute Alternative)

    Wenn du Wert auf das „echte Japan“ legst:
    Probier auf jeden Fall mindestens eine Nacht in einem Ryokan mit Tatami-Matten und Onsen-Bad – unvergesslich!

    .


    .

    3. Wie komme ich vom Flughafen ins Hotel – Shuttle, Bahn oder Taxi?

    Die Flughäfen in Japan sind top organisiert. Hier ein kurzer Überblick:

    • Tokio Narita (NRT): Mit dem Narita Express (ca. 1 Std. bis Tokio Station), Airport Limousine Bus oder sogar günstiger mit dem Keisei Skyliner nach Ueno.

    • Tokio Haneda (HND): Super zentral. Mit der Tokyo Monorail oder Keikyu Line bist du schnell in der Innenstadt.

    • Osaka Kansai (KIX): Haruka Express Richtung Kyoto/Osaka oder der praktische Airport Bus. Wenn man Glück hat, fährt man sogar mit dem Hello Kitty-Bus

    Ich persönlich bin eigentlich großer Fan von Uber und nutze das lieber als Taxen. In Japan haben wir aber bessere Erfahrungen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem klassischen Taxi gemacht, weil diese sehr verbreitet sind und an den Hotspots auch oft schon stehen. Mit dem Japan Rail Pass konnten wir viele Züge nutzen, u.a. den Shinkansen. 

    Die wichtigste App, wenn man in Japan mit Bus und Bahn fahren möchte:

    Denn diese App zeigt genau an, wann man mit welchem Zug oder Bus fahren kann.
    Wir haben die App in Japan genutzt und sie war eine sehr große Hilfe!


    Die Beschriftungen an den größeren Bahnhöfen war neben japanisch auch immer englisch.

    .

    .

    Wenn ihr lieber einen Privat-Transfer möchtet, habe ich hier ein paar Anbieter*

    Privattransfer in Japan buchen 

    .

    4. Wie bewegt man sich in Japan fort – Japan Rail Pass oder Mietwagen oder alle Tickets einzeln buchen?

    Züge sind in Japan das Verkehrsmittel Nr. 1 –  Pünktlich, schnell, sauber, effizient.

    Wenn du mehrere Städte besuchen willst (z. B. Tokio – Kyoto – Hiroshima), lohnt sich eventuell der Japan Rail Pass. Achtung: Nur für Touristen erhältlich und muss vor der Reise (am einfachsten online) gekauft werden und in Japan an einem Schalter aktiviert werden, damit man die eigentlichen Tickets erhält.

     

    Hier* könnt ihr die Japan-Railpässe kaufen

    .

    .

    Für den Nahverkehr in Städten wie Tokio oder Osaka sind Suica- oder ICOCA-Karten (Prepaid-Karten) super praktisch – einfach aufladen, durchziehen, fertig.

    Man kann aber auch am Automaten ein Ticket kaufen.

    Die Bahnsteige kann man ohne gültiges Ticket nicht betreten. Vor jedem Bahnsteig stehen kleine „Schranken“, hier schiebt man sein Ticket ein und kann dann zum Bahnsteig gehen.
    Wenn man ein Ticket für mehrere Fahrten hat, zB den Japan Rail Pass, bekommt man sein Ticket auf der anderen Seite der „Schranke“ wieder.  


    .
    .

    Wann ein Mietwagen in Japan sinnvoll ist:

    ✅ Wenn du abgelegene Regionen erkunden möchtest – z. B. die japanischen Alpen, Hokkaido, Kyushu oder die Noto-Halbinsel
    ✅ Wenn du mit Kindern reist und flexibel Pausen machen willst
    ✅ Wenn du viel Fotografie-Equipment dabei hast
    ✅ Wenn du Onsen-Dörfer, Bergtempel oder kleine Fischerdörfer ansteuern willst, die keine gute ÖPNV-Anbindung haben
    ✅ Wenn du Japan in deinem Tempo erleben willst – mit spontanen Stopps und Aussichtspunkten abseits der Touristenpfade

    Wann du lieber auf einen Mietwagen verzichten solltest:

    ❌ In Städten – Parkplätze sind teuer, Straßen eng, Verkehr verwirrend
    ❌ Wenn du nur auf den „Klassikerrouten“ unterwegs bist (Tokio – Kyoto – Osaka – Hiroshima)
    ❌ Wenn du dich mit Linksverkehr und japanischen Verkehrszeichen unwohl fühlst
    ❌ Wenn du auf möglichst stressfreie und günstige Fortbewegung setzen willst

     

    Was du für Mietwagen in Japan brauchst:

    • Einen internationalen Führerschein (zusätzlich zum EU-Führerschein)

    • Eine Kreditkarte

    • Ein gutes Navi oder Google Maps (achte auf SIM oder Pocket-WiFi!)

    • Etwas Mut zum Linksverkehr – aber keine Sorge, nach 1–2 Stunden ist man drin

    .
    .


    .

    5. Wie bezahlt man in Japan – Bargeld oder Karte?

    Japan ist überraschend bargeldorientiert. Viele kleinere Restaurants, Tempel, Märkte oder sogar Hotels nehmen nur Bargeld.

    Du brauchst also Yen in bar, das bekommt ihr am einfachsten an den Geldautomaten.



    Kreditkarten werden in größeren Geschäften und Hotels akzeptiert, aber verlass dich nicht nur darauf. Wir hatten es mehrfach, auch an diversen Tempeln, dass wir ausschließlich mit Bargeld bezahlen konnten.

    .


    .

    6. Wie komme ich zurecht, wenn ich kein Japanisch spreche?

    Keine Sorge – du wirst dich zurechtfinden!
    Gerade in Großstädten ist viel auf Englisch beschriftet, besonders in Bahnhöfen, Flughäfen und Touristengebieten. Auch viele junge Japaner sprechen zumindest etwas Englisch.
    Wobei ich zugeben muss, dass es mich überrascht hat, dass teilweise nicht einmal die Taxifahrer in Tokyo oder Kyoto englisch gesprochen haben. Und auch in einem der Hotels klappte die Verständigung nur mit Translator.
    In den großen Städten gab es zum Glück immer Public-WiFi

    Meine Tipps:

    • Apps wie „Google Übersetzer“ mit Kamera-Funktion (Google Lens)  oder „Papago“ sind Gold wert.

    • Zeig einfach Bilder oder Karten – hilft immer!

    • Ein paar japanische Wörter wie „Arigatou“ (Danke) oder „Sumimasen“ (Entschuldigung) kommen gut an.

      .
      .


    7. Gibt man in Japan Trinkgeld?

    Nein – Trinkgeld ist in Japan nicht üblich.
    Es kann sogar als unhöflich empfunden werden. Der Service ist auch ohne Trinkgeld erstklassig – einfach höflich bedanken („Arigatou gozaimasu“) reicht völlig.

    .


    .

    8. Was sollte man in öffentlichen Verkehrsmitteln beachten?

    • In Zügen und U-Bahnen gilt: leise sein, nicht telefonieren, keine lauten Gespräche.
      Auch der Verzehr von Essen ist in der U-Bahn unüblich (außer in Shinkansen-Zügen).
    • Rucksäcke bitte vor dem Bauch tragen oder auf den Boden stellen – Japaner sind sehr rücksichtsvoll im öffentlichen Raum.
    • Müll wird immer mitgenommen
    • Kein drängeln beim Einsteigen
    • Generell rücksichtsvoll benehmen
      ..

     

    9. Brauche ich in Japan eine SIM-Karte oder Pocket-WiFi?

    Oh ja – Internet unterwegs ist sehr hilfreich, alleine schon wegen des Übersetzers oder die Navi-App.

    Du hast zwei Möglichkeiten:

    • SIM-Karte mit Datenvolumen (gibt’s am Flughafen oder vorab online)

    • Pocket-WiFi-Router zum Mitnehmen (ideal für Familien oder Gruppen)

    Wir haben Pocket-WiFi genutzt, er wurde in das Hotel geliefert, in dem wir als erstes waren und ließ sich leicht in Betrieb nehmen..
    .

    Linktipps für mobiles Internet in Japan

    -> Pocket-WiFi <-*

     

     

     

    10. Wie sicher ist Japan für Touristen?

    Japan gehört zu den sichersten Reiseländern weltweit.
    Auch nachts allein durch Tokio zu laufen fühlt sich (für mich als Frau) absolut sicher an. Kriminalität ist selten – Taschendiebstahl fast unbekannt.

    Natürlich gilt wie überall: Augen auf, gesunden Menschenverstand einschalten – aber insgesamt ist Japan ein echtes Wohlfühlland.

    .


    .

    .

    11. Typische Anfängerfehler bei Japan-Reisen – was sollte man vermeiden?


    In Japan wird gegenseitige Rücksichtnahme groß geschrieben. Keiner möchte dem Gegenüber „zur Last“ werden. Die Japaner sind zurückhaltend und sehr höflich.
    Es wird sehr viel Wert auf ein respektvolles Verhalten gelegt.
    Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, nicht nur in Japan.

    Ein paar Dinge, auf die man achten sollte: 

    • Schuhe ausziehen, wenn es erwartet wird (z. B. Ryokan, Tempel, manche Restaurants)

    • In öffentlichen Verkehrsmitteln soll nicht gegessen werden (Außnahme: Shinkansen) 
      Und apropos Essen: Snacks auf der Straße sind okay, wenn du direkt am Verkaufsstand stehen bleibst. Beim Gehen zu essen wird jedoch als unhöflich betrachtet
    • Nicht laut telefonieren in der Bahn. Generell soll man eher leise sprechen, vor allem in den öffentlichen Verkehrsmitteln, aber auch an Schreinen und in Tempelanlagen. 

    • In Japan ist Körperkontakt wie zb eine Umarmung oder Händeschütteln zur Begrüßung eher unbekannt.
    • Müll immer mitnehmen, denn es gibt nur sehr wenige öffentliche Mülltonnen in Japan
    • Seid bitte höflich, zurückhaltend und rücksichtsvoll. „Rüpelhaftes“ Benehmen wird nicht gerne gesehen.
    • Keine Essstäbchen senkrecht in den Reis stecken (das ist ein Beerdigungsritual, daher verbinden die Japaner es mit dem Tod! Benutzt einfach die Besteck-Ablage am Teller)

    • Beuch im Onsen: Vor dem Baden gründlich duschen und waschen. Badekleidung ist nicht erlaubt. Tätowierungen können problematisch sein – informiere dich vorher, ob sie erlaubt sind oder verdeckt werden müssen.
    • Lernt die wichtigsten Wörter auf japanisch, zum Beispiel auf dem Flug dorthin. Danke, Guten Tag, Entschuldigung usw. Warum? Einfach nur aus Respekt und Höflichkeit dieser Kultur gegenüber.
      Ein einfaches „Arigatou gozaimasu“ (Danke) oder eine leichte Verbeugung wird sehr geschätzt. Auch kleine Fauxpas werden verziehen, wenn die Haltung stimmt.


      .

      e.


    12. Meine Lieblingsfotos aus Japan 📸 – für eure Vorfreude


    Tokyo – die absolute Reizüberflutung


    Die wohl bekannteste Kreuzung der Welt in Shibuya / Tokyo

    Calico, die riesige 3D-Katze. Ich liebe Katzen und wollte natürlich auch Calico sehen. Es ist ein toller Effekt, wenn man davor steht. Ein Besuch lohnt sich!


    Ausblick von der Aussichtsterrasse des „Shibuya Sky“
    Schaut euch mal dieses unendliche Lichtermeer an

    Wenn ihr das auch einmal live sehen wollt: Unbedingt Tickets online vorbuchen

    Ich bin dankbar und glücklich, diese besondere Reise mit meinen drei Kindern gemacht zu haben


    Tokyo

    Tokyo

    Ja, auch das ist Tokyo

    Das wunderschöne Osaka Castle

    Die zahmen Rehe von Nara. Sie verbeugen sich, wenn sie ein Leckerchen möchten. 


    Der imposante Tōdai-ji-Tempel in Nara beherbergt eine der größten bronzenen Buddha-Statuen der Welt

    Osaka von oben. Wie in Tokyo auch hier Lichter, soweit das Auge reicht, kaum zu erfassen, wenn man hier oben steht.

    Meine drei Kinder durften sich umstylen. Dabei lernten sie viel über die Kultur der Geisha und Maiko. Das Einkleiden und Schminken der Mädchen dauerte über eine Stunde. Bei meinem Sohn ging es „etwas“ schneller.
    Es entstanden wundervolle Fotos, eines davon hängt als Leinenbild bei uns im Wohnzimmer
    .

    .

    .

    Und auch das ist Japan. Hiroshima. Ein schmerzhafter Teil der japanischen Geschichte. In diesem Ort steht alles im Zeichen des Friedens. Das Museum in Hiroshima war zuviel für meine Zwillinge, sie haben es vorzeitig verlassen. Ich verstehe nicht, wie Menschen zu so einer grausamen Tat fähig sein können. Und ebenso wenig verstehe ich es nicht, warum die Menschheit nicht lernfähig ist.
    Dieser Ort ist trotz – oder wegen –  seiner Geschichte so friedlich. 

    Hachikō war ein Akita-Hund, der in den 1920er-Jahren jeden Tag seinen verstorbenen Besitzer am Bahnhof Shibuya erwartete – über neun Jahre lang, bis zu seinem eigenen Tod. Wegen seiner außergewöhnlichen Treue wurde ihm an genau diesem Ort eine Statue errichtet, die heute als eines der bekanntesten Wahrzeichen Tokios gilt.
    Eine berührende Geschichte, bis heute – über 100 Jahre später – noch immer unvergessen.

    Kyoto


    Mijayima

    Der majestätische Fuji.
    Mit 3.776 Metern ragt der Fuji-san als heiliges Symbol Japans in den Himmel.

     
    Wir fuhren hoch bis zur 5th Station und standen auf 2300m ünN am Fuße des Fuji.
    Ein magischer Moment – wir sind glücklich und dankbar, dass das Wetter an dem Tag so toll mitgespielt hat und wir diesen besonderen Ort besuchen und erleben durften.

    Unsere Teilnahme an einer Tee-Zeremonie war sehr informativ und gab einen guten Einblick in die japanische Kultur. Ich kann jedem empfehlen, in Japan an einer solchen Zeremonie teilzunehmen, auch wenn diese für die Touristen deutlich verkürzt ist. 

    .

    .


    🎁 Geschenkideen für Japan-Fans 🎁

    Zusammen mit meiner 18-jährigen Tochter (riesiger Japan-Fan) habe ich eine Liste* mit tollen Geschenkideen für alle Japan-Fans erstelle 
    Vieles davon hat meine Tochter selber schon von mir zu Geburtstagen oder Weihnachten bekommen 

    Viel Spaß beim Stöbern und schenken
    .
    .

    🎁 Geschenkideen für Japanfreunde ⛩️: https://amzn.to/4blOV4C🎁  



    Zurück zur Japan Übersicht


    Reiseplanung für Japan



    Unterkünfte in Japan finden

    Unterkünfte in Japan suchen

    Kleiner Klick nötig: „Inhalt entsperren“ (Datenschutz). Danach kannst du die Karte verschieben und rein- oder rauszoomen und findest Unterkünfte in ganz Japan.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    *Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung –
    so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.




    Touren & Erlebnisse in Japan


    Touren und Erlebnisse in Japan buchen

    Geführte Touren, Tickets und besondere Erlebnisse für eure Japanreise.

    *Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung –
    so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.




    Weitere hilfreiche Links zur Planung

    Hier findest du langjährig erprobte Tipps, Tools und Grundlagen, die bei der Planung wirklich helfen.

    Ich freue mich, wenn ich euch mit meinen Erfahrungen und Tipps für eure Reiseplanung helfen kann.
    In diesem Blog steckt sehr viel Zeit und Herzblut.
    Danke für alle, die meine Links nutzen, um mich hier weiter zu unterstützen!!!!!

    D A N K E 

  • Baumwipfelpfad Saarschleife: Ausflug mit Kindern und Aussicht auf die Saarschleife

    Baumwipfelpfad Saarschleife: Ausflug mit Kindern und Aussicht auf die Saarschleife


    Der Baumwipfelpfad an der Saarschleife


    Der Baumwipfelpfad an der Saarschleife

    Blick vom Baumwipfelpfad auf die Saarschleife

    Während unseres Urlaubes in der Eifel haben wir mehrere Ausflüge gemacht. Manche lagen auch außerhalb der Eifel. Wie zum Beispiel die Saarschleife.

    Kleine Vorgeschichte

    Letztes Jahr war ich mit meinen Kindern in den USA. Mit dem Wohnmobil sind wir 3200 km durch Kalifornien, Nevada, Utah und Arizona gefahren und haben dabei viel gesehen und erlebt.

    Eines unserer Ziele damals war das Horseshoe Bend in Arizona. Hufeisenförmig schlängelt sich der Colorado River hier durch das rötliche Gestein und die Kinder, und ich auch, waren sehr beeindruckt von diesem schönen und atemberaubenden Anblick. Es ist manchmal erstaunlich, was die Natur so zaubert.

    Horseshoe Bend in Arizona mit Blick auf die hufeisenförmige Flussschleife
    Horseshoe Bend (Arizona / USA)

    Als ich damals meinen Blog-Bericht dazu schrieb, erfuhr ich bei meiner Internetrecherche, dass es auch in Deutschland mehrere „Hufeisen“ gibt, also Flussschleifen, die sich malerisch durch die Landschaft schlängeln.

    Noch ein Naturerlebnis, das mich sofort daran erinnert hat

    Wenn dich solche Landschaftsformen genauso faszinieren wie mich, dann passt hier auch mein Bericht aus den USA wunderbar dazu. Am Horseshoe Bend und im Antelope Canyon standen wir vor einer Naturkulisse, die uns genauso sprachlos gemacht hat. Natürlich völlig anders als die Saarschleife, aber genau deshalb ein spannender Vergleich.

    Bekannt sind zum Beispiel die Moselschleife oder eben die Saarschleife. Landschaftlich gefiel mir die Saarschleife besser, außerdem gibt es dort einen Baumwipfelpfad, und so etwas ist genau das Richtige für meine Kinder.

    Vor jedem Urlaub setzte ich mich mit meinen Kindern zusammen und gemeinsam planten wir unser Programm. Jeder, also auch die Kinder, konnte Wünsche einbringen, jedoch fragten die Kinder mich meistens direkt, was ich denn vorschlage. Die Kinder wussten inzwischen, dass mein Programm nie langweilig ist, und so erzählte ich ihnen vom „deutschen Hufeisen“, was sie direkt begeisterte. Als ich dann noch den Baumwipfelpfad erwähnte, stand sofort einstimmig fest: Wir fahren dorthin.

    Am Vorabend vor unserem geplanten Ausflug zum Baumwipfelpfad an der Saarschleife waren wir bereits in der Ferienwohnung. Die Kinder bereiteten ihre Sachen für den Folgetag vor und ich checkte den Wetterbericht. Wozu mache ich das eigentlich, ich habe im Urlaub doch fast immer das gleiche Wetter. Den Wettercheck hätte ich mir auch dieses Mal schenken können, aber ich dachte, vielleicht haben wir ja mal Glück. Aber wie zu erwarten: Regen. Als ich dann schaute, was die Kinder vorbereitet hatten, sah ich, dass sie auch ihre Regenschirme zu den Rucksäcken gelegt hatten. Meine Älteste sah meinen Blick, eine Mischung aus Erstaunen und Wetterfrust, und meinte nur ganz trocken: „Mama, wir kennen das ja schon mit dir und deiner Regenwolke.“

    Am nächsten Morgen war die erste Amtshandlung der Blick aus dem Fenster. Wetter? Na was wohl. Regen. Die Kinder waren traurig, denn sie sahen unseren geplanten Ausflug schon ins Wasser fallen. Umso erfreuter waren sie, als ich ihnen sagte, dass wir trotzdem fahren. Wozu haben wir schließlich Regenschirme? Wir kennen das ja schon, man könnte sagen, wir haben inzwischen so etwas wie eine Regen-Routine.

    Nach dem Frühstück fuhren wir los und erreichten pünktlich zur Öffnung um 9.30 Uhr den Baumwipfelpfad.

    Informationen zum Baumwipfelpfad an der Saarschleife

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    Lage vom Baumwipfelpfad an der Saarschleife

    Nützlich für die Planung: Baumwipfelpfad Saarschleife aktuell

    Baumwipfelpfad Saarschleife

    Cloef-Atrium

    66693 Mettlach-Orscholz

    Öffnungszeiten:

    Januar bis März: 9:30 – 16:00 Uhr

    April: 9:30 – 18:00 Uhr

    Mai bis September: 9:30 – 19:00 Uhr

    Oktober: 9:30 – 18:00 Uhr

    November bis Dezember: 9:30 – 16:00 Uhr

    Letzter Einlass: 1 Stunde vor Schließung

    Bei Gewitter, Hagel, Sturm oder Eis kann der Pfad geschlossen werden. Bei Regen ist er geöffnet.

    Eintrittspreise:

    Erwachsene: 13,00 €

    Ermäßigt: 12,00 €

    Kinder unter 6 Jahren: frei

    Kinder von 6 bis 14 Jahren: 11,00 €

    Familienticket: 31,00 €

    Parken:

    Bis zu 2 Stunden: 1,50 €

    Bis zu 4 Stunden: 3,00 €

    Bis zu 6 Stunden: 4,50 €

    Tageskarte: 6,00 €

    Kinder dürfen den Baumwipfelpfad nur in Begleitung Erwachsener betreten.

    Hunde sind nicht erlaubt, Ausnahme: Begleithunde.

    Der Baumwipfelpfad hat nur eine geringe Steigung und ist damit auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl gut machbar.

    Inklusive der Rampe im Aussichtsturm hat der Baumwipfelpfad eine Gesamtlänge von 1.250 Metern.

    Offizielle Website vom Baumwipfelpfad Saarschleife

    Wir parkten an dem großen Parkplatz, den man erreicht, wenn man der Beschilderung folgt.

    Tipp: Hier gibt es ein WC-Häuschen. Das sollte man nutzen, denn im gesamten Bereich des Baumwipfelpfads gibt es keine Toiletten und man verbringt dort schnell ein bis zwei Stunden.

    Der Weg führt vorbei am Cloef-Atrium

    Cloef-Atrium an der Saarschleife

    Das halbrunde Gebäude beherbergt neben einem Tagungs- und Besucherzentrum auch die Touristeninformation, ein Bistro und die Regiothek. Unser Weg wird uns auch noch hierher führen, dazu aber später.

    Comic-Rallye für Kinder auf dem Baumwipfelpfad

    Neben dem Eintritt erwarb ich zusätzlich noch für jedes Kind ein Heft für die Baumwipfelpfad-Comic-Rallye.

    Das beinhaltet ein schönes und sehr kindgerechtes Comic-Heft mit vielen Informationen rund um das Thema Wald. Vermittelt wird das Ganze durch die Geschichte eines Eichhörnchens, das sich für den Winter einen Nahrungsvorrat zulegen möchte. Dazu gibt es einige Fragen, die an entsprechenden Stationen auf dem Baumwipfelpfad gelöst werden können. Dazu gibt es auch einen Bleistift, der aber, wenn man nicht aufpasst, leicht durch die Rillen im Boden fallen kann. Also den Stift besser gut festhalten.

    Comicheft und Bleistift gibt es für 2 € an der Kasse.

    Der Baumwipfelpfad beginnt direkt hinter der Kasse.

    Die nächsten ungefähr 600 Meter bringen uns auf maximal 23 Meter Höhe, bevor es dann auf den 42 Meter hohen Aussichtsturm geht. Auf dem Weg zum Aussichtsturm gibt es zwei Erlebnisstationen und im gesamten Baumwipfelpfad vier Lernstationen.

    Start auf dem Baumwipfelpfad an der SaarschleifeAuf geht’s!

    Holzweg auf dem Baumwipfelpfad Saarschleife

    Leicht ansteigender Weg auf dem Baumwipfelpfad

    Wir steigern uns langsam, kaum spürbar.

    Eines meiner Kinder fragte mich grinsend: „Mama, gibt’s auf dem Baumwipfelpfad auch wieder so Stellen, wo wir drüber gehen können und du Herzklabastern bekommst?“

    Damit spielte sie auf den Baumwipfelpfad im tschechischen Lipno an, bei dem wir vor ein paar Jahren waren. Dort gab es in schwindelerregender Höhe Erlebnisstationen mit Kletterwegen ohne festen Boden.

    Eine solche Station gibt es im Baumwipfelpfad an der Saarschleife auch. An der anderen Erlebnisstation gibt es eine Rutsche, seht ihr gleich.

    Erste Erlebnisstation auf dem Baumwipfelpfad Saarschleife
    Die 1. Erlebnisstation am Baumwipfelpfad an der Saarschleife

    Nasser Holzweg nach dem Regen auf dem Baumwipfelpfad

    Es hatte kurz zuvor geregnet.

    Waldstimmung nach dem Regen an der Saarschleife

    Manchmal finde ich es schade, dass man keine Gerüche in einem Foto festhalten kann, denn es duftet so herrlich frisch, wenn es im Wald kurz vorher geregnet hat.

    Comic-Rallye-Heft für Kinder auf dem Baumwipfelpfad

    Das Heft für die Baumwipfelpfad-Comic-Rallye.

    Lernstation auf dem Baumwipfelpfad Saarschleife

    Wieder eine Station entdeckt, an der man eine der Fragen in dem Heft beantworten kann.

    Weiterer Abschnitt des Baumwipfelpfads an der Saarschleife

    Pfad zwischen den Baumwipfeln im Saarland

    Lernstation mit Informationen über den Wald

    Eine der Lernstationen.

    Zweite Erlebnisstation auf dem Baumwipfelpfad

    Erlebnisstation 2.

    Aussichtsturm am Baumwipfelpfad Saarschleife

    Nach einem kurzweiligen Spaziergang, bei dem man auch die Steigung kaum spürte, kamen wir am 42 Meter hohen Aussichtsturm an.

    Er spiegelt mit seiner halbrunden Form die Saarschleife wider.

    Rampe im Aussichtsturm des Baumwipfelpfads Saarschleife

    Die Steigung der 2,50 Meter breiten Rampe bis zur Aussichtsplattform beträgt durchgängig 6 %, unterbrochen wird sie nur durch waagerechte Podeste. Sitzmöglichkeiten gibt es dort allerdings nicht.

    Der schönste Moment: der Ausblick auf die Saarschleife

    Panoramablick auf die Saarschleife vom Aussichtsturm

    Regenwolken hingen in der Luft.

    Aussicht von oben auf die Saarschleife bei bedecktem Himmel

    Weitblick über die Saarschleife und den bewaldeten Hang

    Saarschleife vom Wasser aus sehen

    Wer möchte, kann sich die Saarschleife auch vom Ausflugsboot ansehen. Gerade in der Hauptsaison ist das eine schöne Ergänzung, wenn man die Landschaft noch aus einer ganz anderen Perspektive erleben möchte.

    Website vom Ausflugsboot

     

    Blick hinunter zum Aussichtspunkt Cloef an der Saarschleife

    Unten in der Bildmitte sieht man den anderen Aussichtspunkt, den Aussichtspunkt Cloef. Dieser ist kostenlos und auch von dort hat man eine schöne Aussicht auf die Saarschleife. (Zeige ich euch gleich auch noch) 

    Landschaftsblick von der Turmrampe an der Saarschleife

    Hinweisschild zum Baumwipfelpfad Lipno auf dem Turm

    Baumwipfelpfad Lipno – genau da waren wir auch schon.

    Blick auf den Aussichtsturm und die Landschaft an der Saarschleife

    Kind mit Kamera auf dem Baumwipfelpfad Saarschleife

    Nachwuchsförderung.

    Es gibt keine Fotos von der Aussichtsplattform selbst, da wir dort nie alleine waren.

    Die Aussichtsplattform ist über 70 Quadratmeter groß und bietet einen herrlichen Rundum-Panoramablick. Mittig gibt es mehrere Bänke.

    Blick vom Baumwipfelpfad zurück in die Landschaft

    Wir machten uns auf den Rückweg, weil wir auch noch kurz zum Aussichtspunkt Cloef weiter unten wollten.

    Aussicht vom Aussichtspunkt Cloef auf die Saarschleife

    Das ist die Aussicht vom Aussichtspunkt Cloef weiter unten.

    Die Kinder hatten ihre Comic-Rallye fertig ausgefüllt. Die ausgefüllten Hefte sollte man, wenn man mochte, in der Touristeninformation im Cloef-Atrium abgeben, dann gibt es eine kleine Überraschung. Was es ist, verrate ich hier nicht. Soll ja eine Überraschung bleiben. Es ist wirklich nur eine Kleinigkeit, aber ein schönes Andenken.

    Comic-Rallye-Heft mit ausgefüllten Antworten

    Liebe Grüße an J.

    Waldweg unter dem Baumwipfelpfad auf dem Rückweg

    Auf dem Weg zurück zum Parkplatz läuft man durch den Wald und unter dem Baumwipfelpfad drunterher.

    Mein Fazit zum Baumwipfelpfad an der Saarschleife

    Vom Cloef-Aussichtspunkt hat man zwar auch eine schöne Aussicht, für die man keinen Eintritt zahlen muss, aber vor allem mit Kindern empfehle ich den Baumwipfelpfad trotzdem ganz klar.

    Zum einen ist die Aussicht vom Turm die schönere. Zum anderen ist der ganze Weg dorthin schon Teil des Erlebnisses. Die Comic-Rallye, die Stationen unterwegs, die leichte Steigung und der große Aussichtsturm sorgen dafür, dass der Besuch nicht nur ein kurzer Blick auf die Saarschleife bleibt, sondern ein richtiger Ausflug wird.

    Gerade bei gutem Wetter und klarer Sicht stelle ich mir die Aussicht dort noch einmal deutlich beeindruckender vor. Aber selbst mit meiner persönlichen Regenwolke war das ein Ziel, das sich gelohnt hat.

    Linktipps

    Baumwipfelpfad Saarschleife

    Urlaub im Saarland

    Touristeninformation Mettlach

     

    Vergleich von Saarschleife und Horseshoe Bend als Flussschleifen


    Unterkünfte in Deutschland finden

    Hier findest du passende Unterkünfte für deine Reise durch Deutschland – von kleinen Pensionen bis zu Hotels in den großen Städten.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    Aktivitäten und Touren in Deutschland

    Viele Städte und Regionen lassen sich besonders gut bei geführten Touren entdecken – zum Beispiel Stadtführungen, Naturerlebnisse oder besondere Ausflüge.


    Weitere Reiseberichte aus Deutschland

    Hier findest du weitere Reiseberichte, Ausflugsideen und Städte-Tipps aus Deutschland.

    Zuletzt geändert:

  • Österreich: Wildwasser-Rafting mit 5 Kindern

    Österreich: Wildwasser-Rafting mit 5 Kindern

    Österreich: Wildwasser-Rafting mit 5 Kindern


    Österreich: Wildwasser-Rafting mit 5 Kindern 

    Unser letzter Urlaubstag in Heiligenblut am Großglockner sollte etwas ganz Besonderes werden.
    Ein echtes Highlight. Eins, an das wir alle noch lange zurückdenken würden.
    Ein Besuch in einem besonderen Freibad oder nochmals eine Tour zu den süßen Murmeltieren am Großglockner. Irgendwie sowas.

    Die Kinder hatten aber eine andere Idee …

    Wildwasserrafting? Nicht euer Ernst

    Ganz ehrlich: Von selbst wäre ich auf diese Idee niemals gekommen.
    Wildwasserrafting.
    Mit fünf Kindern.
    „Nein!“ Mein Mama-Kopfkino hatte direkt die schlimmsten Szenarien abgespielt: In einer hohen Welle werden die Kinder aus dem Boot geworfen und fallen in die tosenden Stromschnellen des wilden Flusses und dann  … zum Glück wurde mein Gedankenkino unterbrochen: „Mama, bitte, wir haben das schon sooft hier gesehen!“ „Ja, und da waren auch Kinder im Boot!“ „Das ist safe!“
    „NEIN! Wir machen das nicht! Viel zu gefährlich.“
    „Boah Mama, du bist so eine Helikopterin!“ 

    Eltern unter Beschuss

    Wer Kinder / Teenager hat, weiß, wie hartnäckig sie sein können, wenn sie etwas möchten. In den Folgetagen wurden mein Mann und ich von den Kids bearbeitet. Aber zugegeben: sie gaben sich sehr viel Mühe dabei: sie googelten Anbieter, legten uns Berichte vor, wie die Sicherheitsvorkehrungen sind, zeigten Videos von anderen Familien mit Kindern, die das gemacht haben, haben sogar Preise recherchiert usw.
    Wenn sie in der Schule auch so einen Elan und diese Ausdauer hätten…. 

    …an Tag sechs gaben wir uns geschlagen.

    „Ok Kinder, ich rufe mal bei ein paar Anbietern an und erkundige mich…“  Scheinbar haben die Kids was anderes verstanden, denn direkt danach jubelten sie „Jaaaaa, wir machen das!“
    „Moment, ich sagte, ich erkundige mich erst einmal nur!“ …

    In der Hotelrezeption von unserem Hotel bekam ich mehrere Adressen diverser Anbieter. Südlich von Heiligenblut gibt es einige Anbieter, die Wildwasserrafting anbieten.
    Ich telefonierte mehrere Anbieter ab und informierte mich über Preise und Ablauf.

    Ein Anbieter sagte mir dann besonders zu. Er hatte extra ruhigere Touren für Familien mit Kindern im Programm.
    Außerdem erklärte er mir genau den Ablauf und nahm Bezug auf meine vielen Bedenken, was mich so überzeugte, dass ich einen Termin vereinbarte. Und natürlich musste ich als Sorgeberechtigte auch mit auf Boot. Natürlich. Was auch sonst… 

    Unser letzter Urlaubstag bekam so das gewünschte Urlaubshighlight. Anders als geplant. Aber ein Highlight. Zumindest für die Kinder. Ich war immer noch skeptisch… und mein Mann? War schon seit Tag 2 auf der Seite der Kinder. …

    .

    .

    Dann war er da, unser letzter Urlaubstag.

    Und wir auf dem Weg zum Wildwasserrafting mit 5 Kindern. „Was machst du da eigentlich?“ hallte es in meinem Kopf. ..

    Die Fahrt von Heiligenblut zum Treffpunkt war sehr malerisch und auch das Wetter meinte es gut mit uns. 

    Angekommen! 

    Wenn die Stammleser und Follower von Insta und Facebook jetzt denken: Sind die Kinder nicht schon größer?! – Ja, sind sie, der Bericht stand schon länger auf meiner Agenda, aber mir fehlte einfach die Zeit und ich hatte viele aktuellere Projekte, welche ich zuerst bearbeitet habe.

    .

    .

    Am Treffpunkt, der Adventurenpark in Ainet,  wurden wir freundlich empfangen.

    Link zu unserem Anbieter: 
    https://www.ota.at/de/sport-2/rafting

    Gebucht haben wir die „First-Step-Tour“, welche uns der Anbieter beim Telefonat empfohlen hatte. 

    Wir waren noch etwas zu früh und gingen nach der Anmeldung zum Flussufer, um uns schon einmal etwas mit dem Gewässer vertraut zu machen. 
     

    Österreichische Postkartenidylle 

    Diese Gruppe war grad gestartet. Die Kindern waren aufgeregt. „Da sind wir gleich in einer halben Stunde!!!“ 

    Glasklares Wasser, aber auch sehr kalt. 8 Grad hatte die Isel an diesem Sommertag nur. 

    .

    .

    Der Leberwurst-Anzug 


    Es war Zeit, zurück zu gehen. Es gab feste Startzeiten mit einer festen Anzahl an Personen. Wir waren 7 Personen, 10 Personen passten auf ein Boot – wir waren gespannt auf die anderen drei Mitfahrer.

    Unser erster Programmpunkt: Neoprenanzüge anziehen.

    Und was soll ich sagen?
    Eng. Sehr eng. Ich fühlte mich wie … tja …
    Wie eine Leberwurst 

    Daher gab ich dem ganzen den Namen „Leberwurstanzug“
    Ein Begriff, der inzwischen in unserer Familie sowas wie ein Running-Gag geworden ist.
    Bis heute reicht ein „Weißt du noch, der Leberwurstanzug…“ – und alle lachen.

    Dazu kamen noch Helme und Rettungswesten. 

    Wir lernten die anderen drei Mitfahrer kennen: ein Vater mit seinen zwei Kindern.
    Also waren von 10 Personen 7 Kinder auf dem Boot.

    Nachdem wir uns alle in unsere Leberwurstanzüge geschraubt hatten und mit Helmen und Schwimmwesten ausgestattet waren, brachten wir das Boot zum Flussufer. 

     

    Spritzige Wellen und pures Vergnügen

    Zusammen hoben wir das Schlauchboot ins Wasser und stiegen ein. 
    Wir saßen auf dem Rand des Schlauchbootes.
    Halt hatten wir durch Schlaufen am Boden, in welche wir unsere Füße stecken konnten. Festhalten ging nicht, jeder bekam ein Ruder in die Hand.

    Wir starteten eher ruhig 

    Der Vater der anderen beiden Kinder hatte eine Helmkamera dabei – und er hat mir hinterher die Fotos geschickt! Lieber D., nochmals an dieser Stelle vielen lieben Dank!!!!!
    Die anderen Fotos kamen teils von mir, teils direkt vom Anbieter. Der Anbieter hat Fotos von einer Brücke gemacht. Nach der Fahrt hatte man die Möglichkeit, diese dann auf einem USB-Stick zu kaufen.
    Ich hatte ebenfalls meine Unterwasserkamera dabei, habe aber damals leider nur Fotos von unserer Tour gemacht, inzwischen mache ich ja auch gerne – ihr habt es bei Insta vielleicht schon gesehen – Videos oder Video-Zusammenschnitte.  

    Schon nach wenigen Minuten ging’s ordentlich zur Sache:

    Wellen hoben das Boot an, dann tauchte unser Boot vorne im Wasser wieder ab. Schon nach den ersten Minuten hatten wir alle eine Dusche vom 8 Grad kalten Wasser abbekommen.

    Mein Mann Stephan bekam direkt die erste kalte Dusche Vor allem die Kinder fanden es lustig 


    Nachfolgend bekamen wir allerdings alle mindestens einmal so eine Dusche ab

    Dank der Leberwurstanzüge spürten wir das kalte Wasser nur im Gesicht und an den Händen. 
    Die Kinder hatten riesigen Spaß.
    Und: Ich auch! Es hat wirklich riesig Spaß gemacht!
    Unser Guide sagte uns, wann und wie wir paddeln mussten, um das Boot sicher durch die Strömung zu steuern.

    Und wir freuten uns alle auf die nächsten Stromschnellen!

        

    An einer ruhigeren Stelle steuerten wir ans Ufer und konnten aussteigen – vom Ufer gingen wir mit den Rettungswesten ins Wasser und ließen uns einfach treiben.
    Es war ein tolles Gefühl. So frei.

    Ein Abenteuer für die ganze Familie

    Nach rund einer Stunde und ca 8 km war es leider schon vorbei. Ich hätte wirklich Lust gehabt, noch eine Stunde dranzuhängen.
    Hätte nicht gedacht, dass das soooviel Spaß macht.
    Ich habe mich hinterher bei den Kindern bedankt, denn ohne ihre Hartnäckigkeit hätte ich das nie gemacht. Das ist einer der vielen positiven Aspekte, warum ich so gerne mit meinen Kindern reise. Neues entdecken, was ich persönlich ohne die Kinder nicht entdeckt hätte!  

    Ein Bulli brachte uns samt Boot zurück zum Startpunkt, wo unser Auto wartete.

    Fazit:
    Ein großartiges Erlebnis, das uns alle begeistert hat.
    Auch wenn ich anfangs skeptisch war – ich würde es jederzeit wieder machen.

    Und mit einem geeigneten Anbieter, guter Vorbereitung und der passenden Tour ist Wildwasserrafting auch mit Grundschul-Kindern absolut machbar!

    Wildwasserrafting war für uns alle ein riesiger Spaß – und bleibt garantiert unvergessen.


    Tipps für euer Wildwasser-Abenteuer mit Kindern

    ✅ Familienfreundlichen Anbieter wählen: Achtet auf spezielle Familientouren mit ruhigerem Verlauf.
    ✅ Mindestalter erfragen: Bei unserer Tour lag es bei 6 Jahren (je nach Anbieter unterschiedlich).
    ✅ Wetter checken: Auch im Sommer kann’s kühl werden – aber mit Leberwurstanzug kein Problem.
    ✅ Trockene Sachen mitbringen: Nach der Tour ist man froh sich umzuziehen!
    ✅ GoPro oder wasserdichtes Handy-Case: Wenn ihr Erinnerungen festhalten wollt.
    ✅ Frühzeitig buchen: Besonders in der Hochsaison sind gute Zeiten schnell ausgebucht.


    Wenn ihr in der Region am Großglockner / Heiligenblut / Lienz seid, empfehle ich euch unseren Anbieter. Es war alles top organisiert, wir wurden vor der Tour gut informiert und die Fahrt auf der Isel war kurzweilig und lustig. Die Option, von der Tour hinterher Fotos zu kaufen, finde ich auch toll, denn so hat man eine schöne Erinnerung an dieses Erlebnis

    Link zu unserem Anbieter *: 
    https://www.ota.at/de/sport-2/rafting

    Unsere Tour war die „First-Step-Tour“, welche uns der Anbieter beim Telefonat empfohlen hatte.

    * unbezahlte Werbung  – ich empfehle es euch, weil wir gute Erfahrungen damit gemacht haben


    Linktipp: Touren und weitere Erlebnisse

     

    (Affiliatelinks; die Provision nutze ich, um die Kosten für diesen Blog (Serverkosten usw) zu decken – damit bleibt abgesehen von diesen Links der Blog hier werbefrei.)


    Österreich: Wildwasser-Rafting mit 5 Kindern

    Weitere Berichte aus Österreich

    Österreich

     

     

     

     

     

  • Österreich: Hoch hinaus mit der Rosnerköpflbahn – Ein Sommertag in Werfenweng

    Österreich: Hoch hinaus mit der Rosnerköpflbahn – Ein Sommertag in Werfenweng

    Hoch hinaus mit der Rosnerköpflbahn – Ein Sommertag in Werfenweng


    Hoch hinaus mit der Rosnerköpflbahn – Ein Sommertag in Werfenweng

    Im Sommer 2024 waren wir wieder mit meinen Eltern und unseren Kindern in Österreich.
    Unser Hotel lag zentral in Werfenweng, einem kleinen Ort in der Nähe von Bischofshofen im Pongau, nicht weit entfernt von der deutschen Grenze.

    Reisen mit drei Generationen  – also mit den eigenen Kindern und den Eltern – ist etwas ganz Besonderes. Doch gerade wenn die Eltern nicht mehr so gut zu Fuß sind, aber die Teenager-Kids auch mal Action möchten, braucht es bei der Planung ein gewisses Fingerspitzengefühl, um alles zur Zufriedenheit aller unter einem Hut zu bekommen. 

    Meine Eltern nehmen zum Beispiel nicht mehr an jeder Tour teil. Bei unseren letzten beiden Ausflügen – zur Eisriesenwelt und durch die Klamm – haben sie bewusst pausiert, weil die Wege zu anstrengend waren. Damit sie ihren Urlaub trotzdem genießen können, achte ich bei jeder Reise darauf, ein zentral gelegenes Hotel zu buchen. So haben sie die Möglichkeit, im Ort zu bummeln, sich spontan irgendwo niederzulassen und den Tag in aller Ruhe zu erleben.

    Wie meine Mutter neulich sagte:
    „Wir genießen dann unseren freien Tag!“
    Und genau das soll Urlaub doch auch sein.

    Vor allem am Tag nach der Anreise wollen meine Eltern es lieber ruhig angehen lassen – und das ist völlig verständlich. Sie möchten auch nicht mehr täglich Programm. Deshalb wechseln wir inzwischen ab: an einem Tag planen wir actionreiche Aktivitäten zu zweit oder mit den Kindern, am nächsten unternehmen wir gemütlichere Ausflüge gemeinsam mit den Großeltern.

    Denn: Reisen mit drei Generationen bedeutet Kompromisse – und zwar für alle. Jeder hat unterschiedliche Bedürfnisse und ein anderes Tempo. Doch wir haben mittlerweile einen Weg gefunden, wie der Familienurlaub für alle zum Erlebnis wird:
    ✔️ ein zentrales Hotel,
    ✔️ gemeinsame Mahlzeiten,
    ✔️ und eine offene Tagesplanung, bei der jeder mitreden darf.

    Diese Mischung aus Rücksicht, Flexibilität und gemeinsamer Zeit funktioniert für uns wunderbar – und deshalb planen wir auch schon die nächste Familienreise im Herbst!

    Wir warteten auf einen sonnigen Tag für unseren Ausflug auf den Berg

    Bei der Ankunft im Hotel wenige Tage zuvor bekamen wir die Information, dass in der Gästekarte auch eine Fahrt mit der Gondelbahn im Ort inkludiert sei.
    Diese lag direkt gegenüber vom Hotel und vor allem mein Vater liebt es, auf diesem Wege zu schönen Panoramaaussichten hinaufzufahren.
    Wir warteten aber dafür einen Tag ab, der etwas mehr Sonne versprach und nicht wie die Tage zuvor schon ab 16 Uhr Regen und Gewitter.

    Und an Tag 4 war es dann endlich soweit.

     

    Mit der Rosnerköpflbahn auf den Gipfel

    Die moderne Seilbahn bringt einen bequem auf das Rosnerköpfl – den Hausberg von Werfenweng. 

    Die Lage vom Rosnerköpfl

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    Schon die Fahrt hinauf auf den Berg mit der Bahn ist sehr schön – man schwebt den Hang hinauf und genießt dabei den Blick über das idyllische Salzachtal, blickt über grüne Wiesen mit Kühen.
    Eigentlich so das typische Bild von Österreich.

    Das Hotel in der Mitte war unser Hotel. 

    https://www.werfenweng-hotel.com/

    Postkartenidylle 

    Café Auszeit – Einkehr mit Aussicht

    Direkt an der Bergstation lädt das gemütliche Café Auszeit zum Verweilen ein.
    Meine Eltern gönnten sich eine kleine Stärkung, wir anderen wollten lieber einfach nur etwas Kühles zu trinken.


    – keine bezahlte Werbung – Ich kannte bis dato keine Tirola Kola, aber sie schmeckte sehr gut und vor allem war sie eiskalt!!!

    Der Blick von der Terrasse über das Tal war einfach traumhaft

    .

    Ein kleines Stück weiter – Natur pur

    Mein Sohn wollte etwas mehr von der Natur sehen – also sind wir vom Café aus noch ein Stück weiter den Hang hinaufgewandert.
    Die Wiesen blühten und wir hatten einen traumhaften Blick in das Tal.

    Etwas oberhalb entdeckten wir eine Schaukelbank mit Panoramablick.
    Dort saßen wir eine ganze Weile, schaukelten ganz leicht vor uns hin, ließen die Sommersonne ins Gesicht scheinen und schauten einfach nur ins Tal.
    So simpel, so schön – eine kleine Entspannungsauszeit. Die gönne ich mir im Urlaub eigentlich viel zu selten… Und auch die Kinder wollten einfach mal nichts machen. Die Hitze und die doch etwas für die Beine sehr anstrengenden Ausflüge der letzten Tage machte uns alle irgendwie träge.

     


    Urlaub

    Wunderbar entspannt machten wir uns einige Zeit später wieder auf dem Rückweg, denn im Hotel wartete um 18 Uhr wie jeden Abend ein leckeres Abendessen aus uns. 

    .

    .

    Freizeitangebote auf dem Rosnerköpfl

    Wer lieber etwas mehr Action möchte: Es wird einiges angeboten: 

    • Seilgarten & Flying X Area mit 6 verschiedenen Parcours, geeignet für Kinder
      ab 1,10 m Körpergröße

    • KöpflFlitzer – Mit dem Geländekart zurück zum Tal 

    • FunLiner – Eine 400 Meter lange Zipline

    • Puschl´s Rätselberg – ein ca 1 Std Wanderweg mit Rätselstationen für Kinder

       

    .

    Tipps für euren Besuch am Rosnerköpfl

    Gästekarte checken: In vielen Unterkünften in Werfenweng ist eine kostenlose Berg- und Talfahrt enthalten.
    Früh fahren: Gerade an heißen Tagen ist es oben angenehmer – und der Blick am Vormittag oft klar.
    Bequeme Schuhe: Auch wenn ihr nicht wandert – ein kleiner Spaziergang lohnt sich auf jeden Fall!
    Kamera oder Handy bereithalten: Es gibt viele schöne Fotomotive und einen Insta-Spot 
    Zeit mitbringen: Ob schaukeln, einkehren oder einfach nur auf einer Bank sitzen und den Ausblick genießen – oben kann man wunderbar entschleunigen.

    .

    .

    Öffnungszeiten und Eintrittspreise

    Sommer:
    Täglich von 10:00 – 16:00 Uhr
    Mittwoch & Donnerstag Ruhetag, in den Monaten Juli und August kein Ruhetag
    Bei Regen am Morgen kein Fahrbetrieb!

    Winter:
    Täglich von 08:30 – 16:00 Uhr, wetterabhängig.

    Die aktuellen Öffnungszeiten und die Eintrittspreise findet ihr hier:

    https://www.deinberg.at/tarife

     

     

    Website mit Karten, Wanderwegen und Beschreibung aller Angebote für die ganze Familie

    https://www.deinberg.at/

     

    Tourismusseite vom Ort Werfenweng:

    https://www.werfenweng.eu/

    .

    .


    Unser Fazit

    Die Rosnerköpflbahn ist nicht nur ein bequemer Weg nach oben, sondern auch ein tolles Sommer-Ausflugsziel für alle, die Natur, Aussicht und eine kleine Auszeit vom Alltag suchen – ganz ohne große Wanderung.


    Uns hat dieser Tag richtig gut getan. Einfach mal hochfahren, durchatmen, nichtstun und genießen.

     

     


    Ausflugstipps* für die Urlaubsregion rund um Salzburg

    *Affiliatelinks, das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn ihr eure Tour über den Link bucht. Die Provision fließt wieder direkt in diesen Blog (Serverkosten, Plugins usw)
    Dadurch kann ich den Blog auch freihalten von dieser teils nervigen Werbung, welche man inzwischen auf vielen Seiten habt. 

    Zudem freue ich mich immer sehr darüber, denn in diesem Blog steckt viel (Frei-) Zeit, Arbeit und Herzblut. Danke für eure Unterstützung!!!! 


    Österreich

  • Österreich: Ausflugstipp – Die Liechtensteinklamm. Wandern, Treppen – und eine sehr beeindruckende Klamm

    Österreich: Ausflugstipp – Die Liechtensteinklamm. Wandern, Treppen – und eine sehr beeindruckende Klamm


    Österreich: Ausflugstipp – Die Liechtensteinklamm. Wandern, Treppen – und eine sehr beeindruckende Klamm


    Abenteuer in der Liechtensteinklamm – Naturwunder in Österreich erleben

    Schon lange stand die Liechtensteinklamm auf unserer Wunschliste.
    Zu sehen, wie sich über hunderten von Jahren das Wasser durch das harte Gestein frisst ist immer wieder beeindruckend.
    Im vergangenen Jahr haben wir es endlich geschafft, die Liechtensteinklamm zu besuchen!

    Was uns dort erwartete: Naturgewalt, eindrucksvolle ausgespülte Felswände, tosendes Wasserrauschen – und wieder viele Stufen.
    Kannten wir ja schon von unserem Besuch der Eisriesenwelt mit schlappen 1400 Stufen + Bergauf / Bergablaufen

     

    .

    Wo liegt die Liechtensteinklamm?

    Die Liechtensteinklamm befindet sich bei St. Johann im Pongau im schönen Salzburger Land.
    Sie ist eine der tiefsten und längsten Klammen der Alpen

    Lage:

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    .

    .

    Infos zur Liechtensteinklamm

    Die Entstehungsgeschichte der Klamm reicht weit zurück: Über mehrere Jahrhunderte hat sich die Großarler Ache durch das harte Gestein gegraben und dabei eine bis zu 300 Meter tiefe Schlucht geformt.
    Erstmals begehbar gemacht wurde sie 1875, das Bauvorhaben wurde dann aber wegen Geldmangel zunächst eingestellt. Mit finanzieller Unterstützung durch Fürst Johann II. von Liechtenstein, der der Klamm auch ihren Namen gab, war es dann möglich, die Klamm für die Öffentlichkeit begehbar zu machen.

    • Länge: ca 4 km, etwa 1 Kilometer ist begehbar

    • Tiefe: bis zu 300 Meter

    • Alter: mehrere Tausend Jahre

    • Höhenunterschied: rund 100 Meter von Anfang bis Ende des Weges

    • Neuheit: Seit Mai 2020 führt eine spektakuläre Wendeltreppe – die sogenannte „Helix“ – tief in die Klamm hinab.
      .

    Warum gibt es jetzt die große Wendeltreppe?

    2017 gab es einen größeren Felssturz, bei dem Teile des alten Weges zerstört wurden. In Folge dessen wurden die Wege nicht nur neu gesichert, sondern auch teilweise komplett neu gebaut: Entstanden ist die „Helix“, eine moderne, 30 Meter hohe Wendeltreppe aus Stahl.
    2020 waren die Arbeiten abgeschlossen und die Klamm wurde wiedereröffnet.

    Sie bietet nicht nur sicheren Zugang, sondern ist selbst schon ein echter Hingucker.
    Aber so toll das alles klingt: Es sind auch viele Stufen. Und auch in der Klamm gibt es mehrere Treppen. Wer nicht gut zu Fuß ist, sollte die Klamm daher (leider) meiden. 

    .

    Öffnungszeiten und Eintrittspreise

    Öffnungszeiten (je nach Wetterlage):

    • Mitte Mai bis Ende Oktober

    • täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr (letzter Einlass um 16:30 Uhr) bzw 9:00 – 16:00 im Oktober.

    .

    Eintrittspreise (Stand 2025):

    • Erwachsene: 15 € Tageskasse, 14 € Online

    • Kinder (6–18 Jahre): 8,50 € Tageskasse, 7 € online

    • Kinder unter 6 Jahren: frei

    • Familienkarten und Gruppenrabatte sind verfügbar.

    • Mit der SalzburgerLand Card: einmalig kostenlosen Tageseintritt
      Mit der Salzburger Sportwelt Card (Gästekarte der Region) ermäßigter Eintrittspreis

     

    HIER könnt ihr Online-Tickets kaufen

     

     

    Link mit allen aktuellen Infos zur Klamm 

    https://www.josalzburg.com/de/aktivitaeten/liechtensteinklamm.html

     

    .

    .


    Unser Besuch in der Liechtensteinklamm

     

    Schon der Weg vom Parkplatz zur Klamm war für uns ein kleines Warm-up: Einige Höhenmeter und viele Stufen waren zu bewältigen, bevor wie die eigentliche Klamm erreichten. Das war schon anstrengend bei der Sommerhitze…
    Viel wichtiger war aber die Vorfreude auf das, was uns erwartete!

    Die neue Helix-Treppe sieht wirklich spektakulär aus. Aber darauf freuten wir uns trotzdem eher weniger. 

    Eine architektonische Augenweide ist sie auf jeden Fall! 

    Unten an der Klamm sind die ersten Felsen. Auch wenn es dazu verleitet: Anfassen sollte man sie nicht unbedingt – oder zumindest vorher genau hinschauen

    Na, wer sieht es?? 

    Ratet, wer vorher nicht genau hingeschaut hat….

    …. ich habe eine sehr ausgeprägte Spinnenphobie… 
    Meine Familie findet es amüsant, dass ich im Sommer ausgerechnet nach Australien fliege. 

    Sie ziehen mich dauernd damit auf, wie groß da die Spinnen sind und es laufen schon Wetten, wann uns die erste große oder giftige Spinne begegnet….

    Ich hoffe, das bleibt uns erspart …. 

    .

    .

     

    Endlich erreichten wir die Klamm. 

    Und sie brachte eine willkommene Abkühlung: kühle Temperaturen, erfrischende Gischt und das ständige Rauschen des wilden Wassers begleiteten uns.

    Der Weg ist gut zu laufen, wenn man entsprechendes Schuhwerk hat. Auch die Stufen sind selbst für Sportallergiker wie mich gut machbar.
    Zwischendurch führt der Weg durch Tunnel und auch mal über die Klamm drüberher.

    Unseren vier Teenager hat es auch gefallen.
    Anfangs waren sie vielleicht noch etwas genervt („Stufen laufen… suuuper…“), aber kurze Zeit später sah ich, dass sie ihre Handys zückten und Fotos und Videos machten. Eine gewisse Grundnöligkeit blieb aber, vielleicht ist das bei Teenagern einfach so. Oder nur bei Teenagern, die in den Ferien „unmenschlich viel wandern“  und  „dauernd dämliche Treppen“ laufen müssen und jeden Tag schon „mitten in der Nacht“ aufstehen müssen, damit sie sich um 9 Uhr an den gedeckten Frühstückstisch im Hotel setzten dürfen. Und dann muss man auch noch „stundenlang Bergstraßen rumkurven“ (Vom Hotel bis zur Klamm waren es 25 Minuten Fahrtweg) und irgendwelche Ausflüge machen wo man noch mehr wandern muss und nicht einmal WLAN hat …..

    … irgendwann wird mir das sehr fehlen ….

    Und im Grunde wissen die Kinder es schon sehr zu schätzen, wie viele Reisen wir schon gemacht haben und was sie schon gesehen haben und erleben durften.
    Erst vor ein paar Tagen hat mir meine Tochter gesagt, dass sie es toll findet, dass wir viel reisen, weil „dann weiß man, wie das wirklich irgendwo ist und reist keine blöden Sprüche wie die aus meiner Klasse“

    Genau das ist meine Intention.

     

    “Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben.“


    Ok, für Österreich trifft das vielleicht nicht so ganz zu.
    Aber die Klamm hat ihnen gut gefallen.

     

    Übrigens: Ich hatte diesmal auch nur mein Handy dabei – aus Sorge um meine Kamera, die nicht wasserfest ist. Und das war auch gut so, denn in der engen Klamm regnet es immer wieder in feinen Tropfen von oben. Für sensible Technik wirklich nicht optimal.

    .

    Ein paar Fotos von unserem Besuch in der Klamm

    Ich bin kein Freund von Hochkantfotos, aber bei der Klamm ging es oft nicht anders …

    An den guten Fotospots staute es sich immer wieder mal

                  

    .

    .

    Am Ende des Weges wartet ein kleiner, offener Picknickplatz mit Blick auf einen Wasserfall – ein schöner Ort zum Durchatmen, Staunen und natürlich auch zum Pausemachen.

    Kurzes Video aus der Liechtensteinklamm


    Dann geht es auf dem gleichen Weg wieder zurück – eine Rundtour ist in der Liechtensteinklamm aktuell nicht möglich.

    Nach etwa 1,5 bis 2 Stunden (je nachdem, wie oft man stehen bleibt, fotografiert oder sich das Naturschauspiel einfach anschaut) waren wir zurück am Ausgang. 

    .

    .

    Ein Besuch lohnt sich sehr, vor allem an heißen sonnigen Sommertagen bringt es eine schöne Abkühlung. 

    Ein Nachteil sind dann die starken Kontraste zwischen Licht und Schatten, was man an bedeckten Tagen nicht hat.


    Tipps für euren Besuch in der Liechtensteinklamm

    Damit euer Besuch perfekt wird, hier ein paar persönliche Tipps:

    Trittfeste Schuhe: Sehr wichtig! Der Weg ist teilweise nass und rutschig.
    Etwas Kondition: Der Auf- und Abstieg und die vielen Stufen sind machbar, aber fordern ein wenig.
    Getränke mitnehmen: Gerade im Sommer: denkt an ausreichend Wasser!
    Snacks für die Pause: Am Ende der Klamm gibt es einen Picknickplatz mit Tischen und Stühlen (Aber kein WC oder Gastronomie).
    Schutz für Kamera/Handy: Wenn ihr eine empfindliche Kamera habt, packt sie sicher ein oder nehmt lieber ein wasserdichtes Gerät mit.
    Zeit einplanen: Für den Weg durch die Klamm und zurück solltet ihr etwa 1,5 bis 2 Stunden einrechnen. Mit Kindern oder vielen Fotostopps entsprechend mehr.
    Früh kommen: Gerade an heißen Tagen kann es voll werden – wer früh dran ist, hat die Klamm noch fast für sich alleine.


    Ich hoffe, ich konnte euch mit unserem Besuch Lust machen, die Liechtensteinklamm selbst zu entdecken.
    Uns hat dieses Naturwunder auf jeden Fall tief beeindruckt – und ich kann euch sagen: Jeder Schritt hat sich gelohnt!


    Ausflugstipps* für die Region Pongau in Österreich

    *Affiliatelinks. Wenn ihr über diese Links bucht, erhalte ich eine kleine Provision, welche mir hilft, die Kosten für Server und Co zu zahlen


     

    Weitere Berichte aus Österreich

    Österreich

  • Österreich: Ausflugstipp – Die Eisriesenwelt Werfen – Ein imposantes Naturerlebnis zwischen Eis und Höhenmetern

    Österreich: Ausflugstipp – Die Eisriesenwelt Werfen – Ein imposantes Naturerlebnis zwischen Eis und Höhenmetern

    Österreich: Ausflugstipp – Die Eisriesenwelt Werfen – Ein imposantes Naturerlebnis zwischen Eis und Höhenmetern


     

    Österreich: Ausflugstipp – Die Eisriesenwelt Werfen – Ein imposantes Naturerlebnis zwischen Eis und Höhenmetern

    .

    Vorab erst einmal ein paar Infos: 

    Die Eisriesenwelt Werfen ist die größte Eishöhle der Welt und befindet sich etwa 40 Kilometer südlich von Salzburg in Österreich.
    Entdeckt wurde sie 1879 von Anton Posselt-Czorich, einem Salzburger Naturforscher.
    Die Höhle erstreckt sich über eine Gesamtlänge von beeindruckenden 42 Kilometern, wobei der erste Kilometer von gewaltigen Eisformationen bedeckt ist.
    .

    Die wichtigsten Infos zur Eisriesenwelt

    • Lage: Hoch über dem Salzachtal bei Werfen, 50 km südlich von Salzburg in Österreich

    • Entstehung: vor etwa 100 Millionen Jahren
    • Entdeckung: 1879, touristische Erschließung ab 1920

    • Größe: ca. 42 km, davon 1 km mit spektakulären Eisformationen

    • Temperatur: Ganzjährig ca. 0°C

    • Stufenanzahl: ca. 700 Stufen bis zum höchsten Punkt (und dann das ganze wieder hinab)

    • Führungsdauer: ca. 70 Minuten

    • Fotografieren: in der Höhle verboten


    Karte – Wo liegt die Eisriesenwelt?

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen


    Öffnungszeiten und Eintrittspreise

    Die Eisriesenwelt ist nur in der Sommerzeit geöffnet:

    • Saison: 1.Mai bis 31.Oktober

    • Tägliche Öffnungszeiten: 08:30 Uhr bis 15:00 Uhr (letzter Einlass)

    Wichtig:
    Bei schlechtem Wetter (z. B. starkem Regen, Gewitter) kann der Betrieb eingeschränkt sein.

    Eintrittspreise (Stand 2024)

    • Erwachsene: Online 38 Euro , Tageskasse 42 Euro

    • Jugendliche (15-18 Jahre): Online 27 Euro , Tageskasse 27 Euro

    • Kinder (5-14 Jahre): Online 19 Euro , Tageskasse 21 Euro

    • Preise beinhalten die Seilbahnfahrt und die Führung durch die Höhle.

    (Preise am besten vor dem Besuch nochmal auf der offiziellen Website prüfen.)


    Unser Besuch in der Eisriesenwelt

     

    Anreise und der erste Anstieg

    Unser Tagesausflug zur Eisriesenwelt begann früh.
    Nach einer kurzen Fahrt durch das wunderschöne Salzachtal parkten wir auf dem Parkplatz unten im Tal, fast am Fuße der Burg Hohenwerfen (Darüber werde ich auch noch berichten)

    Die Burg Hohenwerfen


    Von dort brachte uns ein Shuttlebus die 5 Kilometer Zufahrtstraße mit vielen Serpentinen hoch bis zum Besucherzentrum.

    Das Besucherzentrum liegt auf 1000 m Höhe.
    Merkt euch das ruhig mal für später.

    Wir hatten Online-Tickets. Das war gut, denn für den Tag waren sämtliche Tickets ausverkauft.

    Rucksäcke, Taschen und Co konnte man in einem Schließfach verstauen. 
    Da wir aber Getränke dabei hatten, nahmen wir eine Tasche mit 

    Und dann begann für uns die erste kleine Herausforderung:
    Ein steiler, etwa 20-minütiger Fußmarsch bis zur Seilbahnstation.
    Meine Familie – mein Mann und unsere vier Kinder (zwischen 11 und 17 Jahren) – waren noch sehr motiviert und freuten uns auf die Eishöhle. Aber ich merkte schon da, dass es mit meiner körperlichen Fitness nicht sehr gut aussah… und die vielen Corona-Kilos, die sich hartnäckig hielten, taten ihr übriges …

    An der Seilbahnstation fand eine Ticketkontrolle statt 

     


    Mit der Seilbahn in luftige Höhen

    Die Seilbahnfahrt war kurz, nur ein paar Minuten, aber wunderschön.
    Wir überwanden ca. 500 Höhenmeter und konnten dabei die atemberaubende Aussicht auf das Salzachtal genießen. Und einmal durchatmen … , denn danach ging es erneut bergauf: etwa 15-20 Minuten Weg mit leichter Steigung bis zum Höhleneingang. Wobei diese Zeitangabe nur für sportliche Menschen galt, wir brauchten dann doch etwas länger.

    Der Weg bot schöne Aussichten ins Tal

    .

    Weniger motivierend war dann der Blick Richtung Höhleneingang

    Zwischendurch hörte ich immer wieder:

    „Mama, warum genau tun wir uns das eigentlich an?“

    Tja… gute Frage.
    Dass sich der Besuch der Eishöhle absolut lohnt, steht außer Frage – und dass meine körperliche Verfassung eher suboptimal war, war meine eigene Schuld.
    Aber nun, da musste ich jetzt durch. Ich war konditionell und motivationsmäßig inzwischen auf dem Niveau eines Faultieres angekommen. Eines sehr alten Faultieres. Mit Arthrose. …
    Und die Kinder? Denen war einfach nur heiß und sie wollten eigentlich den ganzen Tag im Hotelzimmer chillen… Aber ich Rabenmutter zwinge meine Kinder zu einem so besonderen Erlebnis. Schlimm…..

    Fast geschafft


    Aber: ich war nicht die Einzige: Auch andere Besucher schienen spätestens jetzt etwas aus der Puste zu geraten.


    Die Führung durch die Eisriesenwelt

    Schließlich erreichten wir den großen Eingang zur Höhle. Sie liegt auf 1641 Meter.


    …. ohne viele Worte …. Fitnesslevel liegt bei mir bei  minus10 …. egal ob chronisch krank oder nicht, dass habe ich mir selber eingebrockt durch meine coronabedingte Trägheit –  und daran werde ich auch arbeiten.
    BtW: Der Urlaub in Österreich liegt ja schon eine Weile zurück, 20 Kilo sind schon runter! 

    Ok,…. 1400 Stufen. …. 

    Am Eingang warteten unsere Guides bereits auf uns – ausgestattet mit traditionellen Karbidlampen, die in der Höhle ein magisches Licht verbreiteten.


    Die Tour selbst war sowohl informativ als auch sehr unterhaltsam.
    Unser Guide führte uns mit viel Humor durch die eisige Welt und erklärte anschaulich, wie sich die Eisformationen über Jahrtausende gebildet hatten.

    Gigantische Dimensionen, die man kaum erfassen kann

    Bereits beim Betreten der Höhle wird klar: Hier ist alles größer, als man es von Fotos kennt.


    Einige Highlights der Tour:

    • Großes Eisportal: Das beeindruckende Eingangsportal.

    • Posselthalle und der Posselt-Turm: Eine riesige, freistehende Eisformation.
      Hier sieht man auch das schwarze Kreuz, mit welchem Posselt damals markierte, bis wohin er die Höhle erkundete. Er scheiterte damals an der riesigen Eiswand
    • Hymirhalle: Eine riesige Kammer mit gewaltigen Eisgebilden.

    • Alexander-von-Mörk-Dom: Eine große Halle, 60 Meter lang, 30 Meter breit und 35 Meter hoch! Hier befindet sich auch die Urne von Mörk, welcher im 1. WW gefallen ist.
    • Eispalast: Majestätische Eisskulpturen in einer kühlen Kathedrale.

    Die Luft war kalt, aber klar, und trotz der körperlichen Anstrengung fühlte es sich unglaublich an, durch diese Naturwelt zu laufen.


    Durchhalten war angesagt

    Ja, die 1400 Stufen waren anstrengend. Ich schwitzte und fror gleichzeitig.
    Aber die Anstrengung war es wert –  diese imposante Höhle in natura zu sehen war mehr als beeindruckend. Als wir die ersten Eissäulen und -formationen entdeckten, staunten wir nicht nur über ihre Größe, sondern auch über die teils bizarren Formen, die sich über die Jahrhunderte gebildet hatten. Eissäulen, Eiswände, … Gebilde, die an eine Theaterbühne oder Elefanten erinnerten. Die Natur erstaunt mich immer wieder.
    Die Größe der Höhle war einfach gigantisch – man konnte kaum fassen, dass diese eisigen Riesen und Felsen hier seit Tausenden von Jahren existieren.
    Wie müssen sich die Menschen damals gefühlt haben, die diese Höhle entdeckten und erkundeten?  

    In der Höhle ist fotografieren verboten, aber manchmal gibt es eine Ausnahme, allerdings verbunden mit ein paar Auflagen. 

    Ja, es sind viele viele Stufen …. insgesamt um 1400.

            
    Ein Wasserfall aus Eis

    Hier sieht man eindrucksvoll die einzelnen Schichten – sie sind wie Baumringe und erzählen viel über die Entstehung

    Wir waren total fasziniert von der Vielfalt der Eisstrukturen, die uns fast überall entgegenkamen – jedes Detail schien anders, jede Ecke hatte etwas Neues zu bieten. 

    Tut mir leid für die Qualität, es war teilweise ziemlich dunkel. Nicht umsonst hatte jede Gruppe etliche Lampen bekommen

    Jede Stufe war es wert, dieses Naturwunder zu erleben.

    Eis und Geröll aus längst vergangenen Zeiten …

    Der Ausgang hatte es noch einmal in sich, denn durch den natürlichen Kamineffekt wurde man wortwörtlich aus der Höhle gepustet. Für unsere Jüngste war das das beste Highlight der Tour und sie redet noch heute oft davon

    Nach der Höhle ging es den gleichen Weg wieder zurück. 


    Gut gelaunte, aber etwas müde Teenager 

    Auf ungefähr halber Höhe, vor der Seilbahn,  gibt es ein Bistro. Wir machten dort einen Stopp zur Stärkung

    Nach soviel Eis, Steine, Dunkelheit und Kälte wirkten die Blumen und der Schmetterling noch viel bunter und lebendiger 


    Tipps für euren Besuch in der Eisriesenwelt


    Was ihr unbedingt beachten solltet:


    Vorbereitung

    • Tickets am besten rechtzeitig vorher online kaufen. Wir hätten an der Tageskasse keine Tickets mehr bekommen, der Tag war komplett ausgebucht
    • Frühzeitig anreisen – Parkplatzsituation kann schwierig werden.

    • Ausreichend Getränke und kleine Snacks für den Aufstieg mitnehmen (in der Höhle selbst ist Essen verboten).

    • Kinder ab ca. 6 Jahren schaffen die Tour gut, solange sie trittsicher sind.

    Kleidung und Ausrüstung

    • Warme Kleidung (Jacke, Mütze) – trotz Sommer draußen!

    • Bequeme Wanderschuhe mit gutem Profil.

    • Handschuhe sind angenehm, besonders für Kinder.

    Sonstiges

    • Fotografieren ist in der Höhle verboten – ihr braucht eure schwere Kamera nicht mitnehmen 

    • Den Shuttlebus nutzen, der euch vom Tal hochfährt. Der Parkplatz unten ist weitaus größer als der Parkplatz oben

    • Insgesamt sollte man für den Besuch ca 3 – 4 Std einplanen

    .

    .

    Link zur Website der Eisriesenwelt mit wichtigen Infos und die Möglichkeit, die Tickets online zu kaufen

    https://www.eisriesenwelt.at/de/

     


    Mein persönliches Fazit

    Die Eisriesenwelt ist nicht nur ein beeindruckendes Naturwunder, sondern auch ein Ort, an dem man seine eigenen Grenzen spüren und überwinden kann – egal ob jung oder alt, sportlich oder eher „couch-affin“ wie ich.
    Trotz aller Höhenmeter, schmerzender Oberschenkel und keuchender Lungen:
    Es lohnt sich.

    Wir sind froh, diese Tour gemacht zu haben 

    Wer noch überlegt, ob er die Eisriesenwelt besuchen soll – tut es unbedingt! Dieser Ort nimmt einem definitiv den Atem – aber auf die schönste Art und Weise. (mehr …)

  • Emden: Otto-Haus, Hafen, Kunsthalle und Tipps für einen Ausflug nach OstfrieslandEmden

    Emden: Otto-Haus, Hafen, Kunsthalle und Tipps für einen Ausflug nach OstfrieslandEmden

    Emden liegt im Nordwesten von Niedersachsen an der Emsmündung und am Nordufer des Dollart. Mit rund 50.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt in Ostfriesland.

    Berühmte Söhne der Stadt sind unter anderem Wolfgang Petersen, Otto Waalkes und Karl Dall. Vor allem Otto hat seine Spuren in Emden hinterlassen. Er eröffnete 1986 das „Otto-Haus“, offiziell heißt es heute „Dat Otto Huus“. Dort findet sich ein kleiner Fanshop, ein Museum und ein Kino mit seinen Filmen. Das Otto-Haus befindet sich direkt am Hafenbecken, dem Ratsdelft.

    Ich hatte einen Termin in Emden, und da ich solche Termine gerne mit Kurzausflügen verbinde, fuhr ich schon früh mit den Kindern los, um mit ihnen noch etwas in Emden zu unternehmen.

    Meine älteste Tochter lag mir ohnehin schon ewig in den Ohren, einmal zum Otto-Haus zu fahren.
    Otto Waalkes begeistert mehrere Generationen, das muss man auch erst einmal schaffen.

    Keine 200 Kilometer sind es von uns bis nach Emden, daher fuhren wir erst gegen 8 Uhr los.

    Wie weckt man Kinder sonntags morgens um 7 Uhr? Indem man voll guter Laune in die Kinderzimmer springt und lauthals fröhlich ruft: „Kinder, aufstehen, wir fahren zum Otto-Haus!“

    Keine zwei Minuten später saßen die Kinder am Tisch zum Frühstücken.

    Wenn sie in der Woche doch nur auch so motiviert aus ihren Betten springen würden … seufz

    Wir fuhren relativ pünktlich los.

    Eine Besonderheit auf der Fahrt nach Emden ist der Emstunnel bei Leer. Knapp 1 Kilometer ist er lang und führt, wie der Name es vermuten lässt, unter die Ems hindurch. Eine Brücke war hier keine Alternative, da die Schiffe, die von der Meyerwerft zur Nordsee überführt werden, einfach zu hoch gebaut sind.

    Man darf bei der Durchfahrt durch den Tunnel nur nicht daran denken, unter was man gerade herfährt …

    Fahrt durch den Emstunnel bei Leer auf dem Weg nach Emden

    Meine älteste Tochter hat mit dem Handy schnell Fotos davon gemacht.

    Blick in den Emstunnel Richtung Emden

    Die Kinder finden Tunnel immer spannend …

    Wenn ich Tunnel sehe, denke ich immer an den Oslofjord-Tunnel … wie ich da durchfahren musste und … ach, das ist eine andere Geschichte.

    In meiner Familie ein Insider, der mir regelmäßig aufs Brot geschmiert wird.

    Gegen 11 Uhr waren wir in Emden.



    Ankunft in Emden

    Blick auf den Ratsdelft in Emden

    Promenade am Ratsdelft in Emden

    Der Ratsdelft in Emden.

    Im Ratsdelft liegen dauerhaft mehrere Museumsschiffe. Dazu später mehr.

    Meine ganz persönliche Regenwolke kam dann auch relativ schnell nach. Mein treuer, nerviger Begleiter. Seufz.

    Wir starteten mit einer Hafenrundfahrt. Im Boot saß man warm und trocken.

    Bevor die eigentliche Fahrt losging, war allein das Schiff schon ein kleiner Hingucker.

    Hafenrundfahrt in Emden: warm und trocken durchs Hafenbecken

    Ausflugsschiff für die Hafenrundfahrt in Emden

    Da kommt unser Schiffchen  

    Seht ihr es? Ihr wisst, welches Schiffchen ich meine, oder?

    Nahaufnahme des Ausflugsschiffs in Emden

    Jep, genau das.

    Warum das so flach ist?

    Damit es unter die Brücken durchfahren kann. Wenn man an Deck war, musste man die Köpfe einziehen.


    Zeiten Hafenrundfahrt Emden – Stand 2026

    Dauer
    ca. 75 Minuten

    Preise
    Erwachsene: 16,50 €
    Kinder von 4 bis 11 Jahren: 8,25 €
    Hunde: 2,00 €

    Fahrzeiten Saison 2026
    10.03. bis 13.03.2026: 12:00 Uhr und 14:00 Uhr
    17.03. bis 22.03.2026: 12:00 Uhr und 14:00 Uhr
    24.03. bis 01.11.2026, Dienstag bis Sonntag: 10:30 Uhr, 12:00 Uhr, 14:00 Uhr, 15:30 Uhr

    Offizielle Website
    Hafenfahrten Emden

    Die Fahrt mit dem Schiff dauerte eine knappe Stunde, und der Hafen in Emden wurde gezeigt und erklärt.


    Hier mal ein paar Infos zum Hafen:

    Der Hafen ist ein Seehafen. Er liegt an der Mündung der Ems in die Nordsee. Er hat eine Gesamtfläche von 730 Hektar, davon entfallen 210 Hektar auf die Wasserflächen. Hauptumschlagprodukte sind Fahrzeuge, Forstprodukte und immer mehr auch Windenergieanlagen. Es gibt mehrere RoRo-Rampen, eine Container-Verladebrücke sowie mehrere Kräne. Der Hafen hat einen eigenen Bahnhof. Von Emden fahren außerdem die Fähren nach Borkum. Zwei Schleusen trennen den Hafen von der Anbindung zur Nordsee.

    Blick vom Schiff auf das Alte Rathaus in Emden

    Blick vom Schiff auf das Alte Rathaus von Emden. Seit 2005 ist das Ostfriesische Landesmuseum in das Gebäude eingezogen.

    Der Ratsdelft mit Museumsschiffen in Emden

    Der Ratsdelft mit seinen Museumsschiffen.

    Ganz vorne links die Georg Breusing (SAR), ein ehemaliger Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Gebaut wurde sie 1963 in der Werft Abeking & Rasmussen. Bis 1988 war sie auf der Insel Borkum stationiert und rettete 1672 Menschen aus Seenot. Seit 1988 liegt sie im Ratsdelft als Museumsschiff, verlässt aber zu ganz besonderen Anlässen ihren Ankerplatz.

    Museumsschiff Georg Breusing in Emden

    Museumsschiffe im Ratsdelft in Emden

    Rechts im Bild sieht man die „Stadt Emden“, einen hölzernen Segellogger. 1908 wurde sie gebaut und bis 1931 als Fischereischiff eingesetzt, später diente sie als Zementfrachter.

    1950 bekam das Schiff einen Dieselhilfsmotor. 1977 kam das Schiff nach Bremerhaven, dort sollte es zu einer Gaststätte umgebaut werden. Da dies nicht umgesetzt werden konnte, kam das Schiff 1987 nach Emden und wurde dort restauriert. Seit 1995 liegt es an seinem jetzigen Platz. Gegenwärtig finden immer wieder Ausbesserungsarbeiten statt, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt sich an den Kosten.

    Niedrige Brücken in Emden bei der Hafenrundfahrt

    Man kann auf dem Foto nur erahnen, wie niedrig die Brücken sind …

    Sehr niedrige Brücke über dem Wasserweg in Emden

    Die Frau auf der Brücke ist ein netter Größenvergleich. Köpfe einziehen! Es kommen nun drei niedrige Brücken!

    Brückenpassage in Emden

    Boot unter einer Brücke in Emden

    Weitere Brückenpassage während der Hafenrundfahrt

    Hafenansicht in Emden

    Hafen und Industrieanlagen in Emden

    Die Dimensionen kommen auf dem Foto gar nicht rüber …

    Schiffe und Hafenanlagen in Emden

    Blick auf Hafenanlagen in Emden

    Als wir zurück zum Anlegeplatz fuhren, kam das Highlight für die Kinder:

    Highlight für die Kinder bei der Hafenrundfahrt in Emden

    Weiteres Motiv während der Hafenrundfahrt in Emden

    Rückkehr zum Anleger in Emden

    Zurück im Hafen ging es zum Otto-Haus. Darauf hatten wir uns vorher schon besonders gefreut.

    Otto-Haus in Emden: endlich zum Ziel meiner Tochter

    Blick Richtung Otto-Haus und Altes Rathaus in Emden

    Geradeaus das Alte Rathaus, rechts der Ratsdelft. Von dort starteten wir vorhin mit dem Schiff.

    Und hinter uns?

    Szene in Emden nahe dem Otto-Haus

    Eingang am Otto-Haus in Emden

    Man beachte bitte den Türknauf  

    Nachdem wir fleißig eingekauft haben, stärkten wir uns …

    Pause nach dem Besuch im Otto-Haus in Emden

    Stärkung in Emden nach dem Otto-Haus-Besuch


    Öffnungszeiten Otto-Haus Emden – Stand 2026

    Offiziell heißt die Sehenswürdigkeit „Dat Otto Huus“.  

    Adresse
    Große Straße 1
    26721 Emden

    Öffnungszeiten 2026
    Bis 29.03.2026: Winterschlaf, geschlossen
    30.03. bis 31.12.2026: Montag bis Freitag 9:30 bis 18:00 Uhr
    Samstag 9:30 bis 14:00 Uhr
    30.03. bis 31.10.2026 zusätzlich sonn- und feiertags 10:00 bis 16:00 Uhr

    Eintritt
    Erwachsene: 4,00 €
    Kinder: 2,00 €
    Gruppen ab 10 Personen: 3,00 € pro Person

    Hinweis
    Hunde müssen draußen bleiben

    Offizielle Website
    Dat Otto Huus

    Nach dem Otto-Haus ging es weiter Richtung Landesmuseum. Schon der Weg dorthin war eine kleine Station für sich.


    Landesmuseum Emden und der Aussichtsturm

    Weg durch das Alte Rathaus zum Landesmuseum in Emden

    Dafür geht es durch den kleinen Tunnel im Alten Rathaus.

    Fußgängerzone hinter dem Alten Rathaus in Emden

    Hinter dem Tunnel geht die Fußgängerzone weiter.

    Fußgängerzone in Emden

    Das Besondere an dem Museum:

    Es hat einen Aussichtsturm 

    Blick vom Turm des Landesmuseums auf den Ratsdelft in Emden

    Links im Bild: der Ratsdelft mit der Delfttreppe mittig im Bild.

    Blick vom Turm auf den Marktplatz in Emden

    Der Marktplatz mit dem Wappen von Emden, „Engelke up de Muer“ („Engelchen auf der Mauer“), im Hintergrund der Wasserturm.

    Blick vom Turm auf das Feuerschiff Amrumbank in Emden

    Das rote Schiff ist das „Feuerschiff Amrumbank“. Es wurde 1914/1915 von der Meyerwerft in Papenburg gebaut. Es wurde an verschiedenen Positionen eingesetzt, den Namen trägt es aufgrund seiner letzten Liegeposition von 1969 in der Deutschen Bucht.

    1983 wurde das Schiff außer Dienst gestellt und in Emden zu einem Museumsschiff umgebaut. Es beinhaltet ein Schifffahrtmuseum, man kann auch den alten Maschinenraum besichtigen. Das Schiff verlässt regelmäßig seinen Platz im Ratsdelft. Zudem gibt es auf dem Schiff ein Restaurant und wer möchte, kann dort sogar heiraten. Die Trauungen finden im Kapitänssalon oder auf der Brücke statt.

    Mittig sieht man das Otto-Haus.


    Panorama über Emden vom Aussichtsturm

    Panorama – das Panorama wird durch Anklicken etwas vergrößert.

    Blick auf Emden vom Aussichtsturm aus

    Weitere Stadtansicht von Emden

    Blick auf die Rote Mühle und die Neue Kirche in Emden

    Mittig im Bild sieht man Reste einer Windmühle. Hierbei handelt es sich um die Reste der „Roten Mühle“.

    Die Rote Mühle wurde 1573 auf dem Valdern Wall gebaut, wurde aber mehrfach Opfer von Feuern. Nach dem letzten großen Brand wurde sie nicht mehr wieder aufgebaut, sondern bekam auf dem Stumpen ein neues Dach. Seit 1972 ist in der Roten Mühle ein Kindergarten.

    Links daneben sieht man die Neue Kirche Emden.

    Auffällig schön ist der Glockenturm. Er stellt eine Nachbildung der Habsburger Kaiserkrone dar, die Rudolph II. um 1600 neu schaffen ließ. Sie steht symbolisch dafür, dass sich Emden selbst verwaltete und den Status der Reichsunmittelbarkeit für sich in Anspruch nahm, sich also lediglich dem Kaiser, nicht aber dem ostfriesischen Landesherrn unterstellen wollte.

    Wasserturm in Emden

    Weitere Ansicht des Wasserturms in Emden

    Der Wasserturm von Emden ist mit 42 Metern eines der höchsten Bauwerke der Stadt.

    Gebaut wurde er von 1910 bis 1912 und gehört den Stadtwerken Emden. Er fasst 1000 m³ Wasser. Seit 1999 steht er unter Denkmalschutz.

    Windmühle De Vrouw Johanna in Emden

    Die Windmühle „De Vrouw Johanna“, erbaut 1804/1805.

    Nach sehr aufwändiger Restaurierung ist sie wieder voll funktionstüchtig.


    Öffnungszeiten und Preise Ostfriesisches Landesmuseum Emden – Stand 2026

    Öffnungszeiten
    Dienstag bis Sonntag: 10:00 bis 17:00 Uhr
    Montag geschlossen

    Eintritt
    Erwachsene: 8,00 €
    Ermäßigt: 4,00 €
    Familien: 14,00 €
    Kinder bis 15 Jahre: frei

    Rathausturm
    Turmbesteigung möglich
    Einzelticket Turm: 2,00 €
    Aufstieg zur vollen Stunde bis 16:00 Uhr

    Offizielle Website
    Ostfriesisches Landesmuseum Emden

    Ein paar Straßen vom Zentrum entfernt fanden wir noch eine weitere Ecke, die in Emden einfach dazugehört.


    Noch ein Otto-Moment in Emden

    Straßenszene in Emden

    Historische Ansicht in Emden

    Otto-Figur in Emden

    Ein paar Straßen vom Zentrum entfernt findet man noch diese Figur. Otto Waalkes hat sie 1987 gestiftet, in diesem Stadtteil wuchs er auf.

    Familienfoto an der Otto-Figur in Emden

    Herzchenfoto meiner Tochter in Emden

    So, das Herzchenfoto entstand auf Wunsch meiner ältesten Tochter, ebenfalls großer Otto Waalkes – Fan.

    Es wurde Zeit für unseren Termin. Tschüss Emden-City! Bis bald 

    Abschied aus Emden vor der Weiterfahrt zur Knock

    Zum Abschluss noch Strand:  An der Knock bei Emden

    Nach unserem Termin hatten wir noch etwas Zeit. Wir beschlossen, noch kurz einen Abstecher zum Strand bei Knock zu machen.

    Die Mädchen wollten Muscheln suchen  

    Typische Landschaft an der Nordseeküste bei Emden

    Auf dem Weg dorthin ein typisches Bild für die Nordseeküste.

    Angekommen 

    Naturstrand an der Knock bei Emden

    Strand an der Knock bei Emden

    Kinder an der Knock bei Emden

    Blick über Strand und Wasser an der Knock

    Strand:  Knock bei Emden 

    Lage
    etwa 15 Kilometer nordwestlich von Emden

    Wichtig zu wissen
    Der Strand bei der Seebrücke eignet sich aufgrund starker Unterströmung nicht zum Baden
    Und es gilt Anleinpflicht für Hunde

    Ansonsten ist es ein kleiner Strand, viele Muscheln und die Kinder können dort etwas im Sand buddeln. 

    Es gibt direkt an dem kleinen Ministrand einen Parkplatz und daneben ist das Restaurant Strandlust

    Etwas weiter im Norden (ca 1 km asphaltierter Radweg)  ist noch ein etwas größerer Naturstrand und noch etwas weiter ein FKK Strand. 

    Offizielle Website
    Infos zur Knock


    Wir mussten dann bald schon los, Richtung Heimat.
    Die Kinder mussten zeitig ins Bett, am nächsten Tag würde der Wecker um 6:00 Uhr klingeln …

    Abendstimmung auf dem Heimweg aus Ostfriesland

    Landschaft in Ostfriesland auf dem Rückweg

    Abschied von Ostfriesland

    … Tschüss Ostfriesland, wir kommen bald wieder!

    Wenn ihr nach Emden noch weiter durch den hohen Norden stöbern möchtet, passen diese beiden Beiträge sehr gut dazu.




     
     
    Was kann man in Emden machen?
    Emden bietet überraschend viele Sehenswürdigkeiten auf engem Raum. Rund um den historischen Hafen am Ratsdelft liegen mehrere Highlights direkt nebeneinander: das Otto-Haus („Dat Otto Huus“), das Ostfriesische Landesmuseum im Alten Rathaus, Museumsschiffe sowie das bekannte Feuerschiff „Amrumbank“.

    Ein Spaziergang entlang des Ratsdelft gehört für viele Besucher zum Pflichtprogramm. Von hier starten auch Hafenrundfahrten durch den Emder Hafen.

    Weitere wichtige Sehenswürdigkeiten sind:
    die Kunsthalle Emden
    mehrere historische Kirchen
    der Wasserturm
    die Windmühle „De Vrouw Johanna“

    Emden eignet sich außerdem sehr gut für Fahrradtouren entlang der Kanäle und der Ems.

    Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in Emden unbedingt sehen?
    Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören:

    Ratsdelft mit Museumsschiffen und Feuerschiff „Amrumbank“
    Otto-Haus („Dat Otto Huus“)
    Ostfriesisches Landesmuseum im Alten Rathaus
    Kunsthalle Emden
    Große Kirche
    Neue Kirche
    Wasserturm
    Windmühle „De Vrouw Johanna“

    Viele dieser Orte liegen relativ nah beieinander und lassen sich gut bei einem Rundgang durch die Innenstadt entdecken.

    Welche Museen gibt es in Emden?
    Emden besitzt mehrere interessante Museen.

    Ostfriesisches Landesmuseum
    Das Museum im historischen Rathaus zeigt die Geschichte Ostfrieslands, archäologische Funde, maritime Themen sowie Waffen und Rüstungen aus mehreren Jahrhunderten.

    Kunsthalle Emden
    Die Kunsthalle gehört zu den wichtigsten Kunstmuseen in Norddeutschland. Sie wurde 1986 vom „Stern“-Gründer Henri Nannen gegründet. Die Sammlung konzentriert sich vor allem auf Kunst der klassischen Moderne und den deutschen Expressionismus. Werke von Künstlern wie Emil Nolde, Max Beckmann oder Ernst Ludwig Kirchner sind hier zu sehen. Neben der Dauerausstellung zeigt die Kunsthalle regelmäßig große Sonderausstellungen.

    Feuerschiff „Amrumbank“
    Das historische Feuerschiff liegt am Ratsdelft und ist heute ein Museumsschiff. Besucher können hier viel über die Geschichte der Leuchtschiffe und der Seefahrt erfahren.

    Welche Kirchen kann man in Emden besichtigen?
    Zu den bekanntesten Kirchen der Stadt gehören:

    Große Kirche
    Eine reformierte Kirche aus dem 17. Jahrhundert und ein wichtiges religiöses Zentrum Ostfrieslands.

    Neue Kirche
    Die Kirche am Neuen Markt stammt ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert und besitzt einen markanten freistehenden Glockenturm.

    Beide Kirchen liegen relativ zentral und lassen sich gut bei einem Spaziergang durch Emden besichtigen.

    Kann man den Wasserturm in Emden besichtigen?
    Der Emder Wasserturm wurde 1912 gebaut und gehörte früher zur städtischen Wasserversorgung. Heute wird das Gebäude überwiegend anderweitig genutzt und ist normalerweise nicht regelmäßig für Besucher geöffnet.

    Von außen ist der Turm jedoch ein interessantes Fotomotiv und ein typisches Beispiel norddeutscher Industriearchitektur.

    Gibt es eine Windmühle in Emden?
    Ja. Die historische Windmühle „De Vrouw Johanna“ ist eine Galerieholländer-Mühle aus dem 19. Jahrhundert. Sie gehört zu den letzten erhaltenen Mühlen der Stadt und erinnert an die Zeit, in der Mühlen ein wichtiger Bestandteil der regionalen Landwirtschaft und Wirtschaft waren.
    Kann man von Emden zu den Nordseeinseln fahren?
    Vom Emder Außenhafen fährt regelmäßig eine Fähre zur Nordseeinsel Borkum.

    Die Überfahrt dauert etwa zwei Stunden. Zusätzlich gibt es eine schnellere Katamaran-Verbindung, die deutlich weniger Zeit benötigt. Viele Besucher verbinden deshalb einen Stadtbesuch in Emden mit einem Tagesausflug nach Borkum.

    Lohnt sich Emden für einen Tagesausflug?
    Ja. Viele Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander, sodass man Emden gut an einem Tag erkunden kann.

    Mit Hafenrundfahrt, Museumsbesuchen, Spaziergängen entlang der Kanäle oder einer Fahrradtour kann man jedoch problemlos auch zwei Tage in der Stadt verbringen.

    Wie viel Zeit sollte man für Emden einplanen?
    Für Hafen, Otto-Haus, Kunsthalle, Landesmuseum und einen Stadtbummel sollte man mindestens einen ganzen Tag einplanen.

    Wer zusätzlich Museen besuchen, eine Hafenrundfahrt machen oder Fahrradtouren entlang der Ems unternehmen möchte, kann gut ein Wochenende in Emden verbringen.


    Unterkünfte in Deutschland finden

    Hier findest du passende Unterkünfte für deine Reise durch Deutschland – von kleinen Pensionen bis zu Hotels in den großen Städten.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    Aktivitäten und Touren in Deutschland

    Viele Städte und Regionen lassen sich besonders gut bei geführten Touren entdecken – zum Beispiel Stadtführungen, Naturerlebnisse oder besondere Ausflüge.


    Weitere Reiseberichte aus Deutschland

    Hier findest du weitere Reiseberichte, Ausflugsideen und Städte-Tipps aus Deutschland.


    Zuletzt geändert:


    Die mit * markierten Links sind Affiliatelinks. Klickt ihr darauf und kauft oder bucht etwas, bekomme ich eine kleine Provision. Damit kann ich einen Teil der Blog- und Serverkosten decken – und elly-unterwegs.de bleibt frei von nerviger Werbung, die Bilder oder Texte verdeckt oder mitten zwischen den Zeilen auftaucht.
    Für euch entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.
    Ein riesiges Dankeschön an alle, die die Links nutzen – ihr macht es möglich, dass der Blog weiterhin werbefrei bleibt.


  • Abenteuer Australien und mehr: Unsere Reisepläne für 2025

    Abenteuer Australien und mehr: Unsere Reisepläne für 2025

    Abenteuer Australien und mehr: Unsere Reisepläne für 2025
    ______________________________________

     

    Abenteuer Australien und mehr: Unsere Reisepläne für 2025

    Die Reiseplanung für 2025 steht – zumindest bis September.
    Ein paar Highlights haben wir schon erlebt:

    Im Januar waren wir in Hamburg, im März in Koblenz.

    Die Insta-Bilder werden euch angezeigt, nachdem ihr angeklickt habt, dass ihr das auch sehen möchtet. Datenschutz und so.

     

    Hamburg

    Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

    Ein Beitrag geteilt von Elly Unterwegs (@elly_unterwegs)

     

    Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

    Ein Beitrag geteilt von Elly Unterwegs (@elly_unterwegs)

     

    Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

    Ein Beitrag geteilt von Elly Unterwegs (@elly_unterwegs)

     

    Koblenz

    (Seit langem mal wieder ein Foto meines Mannes und mir)

    Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

    Ein Beitrag geteilt von Elly Unterwegs (@elly_unterwegs)

     

     

    Unsere nächsten Ziele

    🏝️ April: Eine Woche Nordsee – dieses Mal wieder mit meinen Eltern.
    👘 Mai: Ein Wochenende in Düsseldorf – wer meinen Blog, meine Tochter und mich kennt, kann sich denken, wann und warum wir in Düsseldorf sein werden.
    🎡 Juni: Ein Trip nach Köln, meiner Lieblingsstadt.
    🎶 Juli: Amsterdam! Wir kombinieren Sightseeing mit einem Konzert.

    Das wahre Highlight für 2025 ist in den Sommerferien:

    Im August heißt es für uns: 🐨 G’day, Australia! 🦘  

    Im August heißt es für uns: G’day, Australia!
    Ja, ihr habt richtig gelesen – wir fliegen tatsächlich nach Down Under! Ich kann es selbst kaum glauben. Australien war für mich immer das große Traumziel. Wer mir folgt, wird immer wieder mal in meinen Texten oder Bildern kleine Australien-Andeutungen entdeckt haben.

    Alles begann im Jahr 2000. Sydney war Gastgeber der Olympischen Spiele, ich war 18 und plötzlich absolut fasziniert von diesem fernen Land. Im Fernsehen lief eine Australien-Doku nach der anderen, und als ich mir damals einen Reiseatlas kaufte, prangte darin ein riesiges Foto vom Ayers Rock (der inzwischen wieder Uluru heißt). Ich war hin und weg!

    Ich sog alles auf: Reportagen, Reisebücher, Musik mit Didgeridoo-Klängen – und war mir sicher, dass ich irgendwann dort sein würde. Irgendwann.

     … dass es dann nur 25 Jahre dauern würde, hatte ich nicht gedacht. Ein Vierteljahrhundert! Wenn ich das laut ausspreche, fühle ich mich plötzlich ein kleines bisschen alt. Aber:

    Träume haben kein Verfallsdatum.

    Und jetzt wird dieser Traum endlich wahr! 🎉

    Letzte Woche stellte mir eine Freundin eine einfache, aber berechtigte Frage:

    “Elly, du hast doch schon so viele Reisen gemacht. Warum eigentlich nie Australien, wenn du schon so lange davon träumst?”

     

     

    Warum eigentlich nie Australien? Eine kleine Zeitreise durch mein (Reise-) Leben

    📍 Mit 18 – Kein Geld. Damals hatte ich andere Prioritäten in meinem Leben. Vor allem Marken- und Designerklamotten. Im Nachhinein kann ich mein damals-ich nicht mehr verstehen ….

    📍 Mit 21 – Kurz vor Ende meiner Ausbildung bin ich mit meinem damaligen Mann zusammengezogen. Wohnung einrichten, Möbel kaufen, Konto leer.

    📍 Mit 22 – Hochzeit! Mit einer wunderschönen, großen Feier, aber auch wunderschön teuer. Ergebnis? Kein Geld für Australien. Aber dafür eine Hochzeitsreise nach Barcelona – wirklich eine mehr als lohnenswerte Stadt! 

    📍 Mit 24 – Schwangerschaft! Unser Leben wurde im positivsten Sinne einmal durchgeschüttelt. Reisen mit Baby? Klar, aber die weiteste Tour führte uns nach Südengland. Es war alles so neu für uns. Reisen mit Baby ist ganz anders als Reisen als Paar. Wir waren an der Ostsee, im Schwarzwald und Südengland. Es waren sehr schöne Urlaube.
    Sie war schon fast 2 Jahre alt, als sie zum ersten mal geflogen ist. Italien war unser Ziel und schon damals fand sie fliegen toll und war ganz entspannt. Das hat sich bis heute nicht geändert.

    📍 Mit 28 – Zwillinge! Und wer jetzt denkt, wir hätten mit drei kleinen Kindern locker eine Fernreise gewagt … nun ja, …nein. Wir waren wenig unterwegs zu der Zeit. Ein Wochenende im Schwarzwald, einmal an der Nordsee. Der Alltag war anstrengend mit 3 kleinen Kindern. Ich sehnte mich nach einem All-Inkl-Urlaub in einem Familienhotel, um mal etwas entspannen zu können. Wir entschieden uns für Mallorca, eine Destination, bei der man notfalls wieder schnell daheim ist, falls irgendwas sein sollte. Und das reichte dann auch erst einmal. Fliegen mochten die Zwillinge (damals 1 1/2 Jahre alt)  nicht so sehr, um es gelinde auszudrücken. Mir tun unsere Mitpassagiere im Flugzeug heute noch leid …
    Im Folgejahr waren wir mit den Kindern für eine Woche auf Baltrum. Auf dieser kleinen autofreien Insel ist nix los – ich liebe es!

    📍 Die ersten Jahre als Mama von drei kleinen Kindern
    Unsere erste Fernreise mit 3 kleinen Kindern wagten wir daher erst ein paar Jahre später. Damals waren die Zwillinge 3 und die Große 6 Jahre alt.
    3 Wochen waren wir in Florida. Drei Tage die Region Miami, dann eine ganze Woche auf den Florida Keys und zum Abschluss 10 Tage in Cape Coral in einem Ferienhaus.  Meiner Meinung nach ein ideales Reiseziel für Kinder in diesem Alter.
    Alles ganz entspannt, oft Tage dazwischen ohne Programm mit chillen am Pool oder am Strand.
    Eine Australien-Reise sollte aber mehr sein als eine Reise mit kleinen Kindern.
    Ich wollte, dass meine Kinder sich später daran erinnern können. Und etwas älter sollten sie auch sein, weil ich in Australien einiges an Programm haben würde.
    Mein Plan war also, zu warten, bis die Zwillinge mindestens im Grundschulalter sind.

    📍 Dann kam das Leben dazwischen – Leider mit einer Scheidung. Und ich war mit 3 Kindern alleinerziehend. Wir waren trotzdem oft unterwegs. Viele kleinere Touren zB nach Ostdeutschland in ein tolles Familienresort, in die Schweiz ins Heidiland und an die Ostsee. Dafür haben wir im Alltag viel gespart. Meine Prioritäten hatten sich längst geändert.
    Highlight in dieser Zeit: Unser großer Wohnmobil-Roadtrip durch die USA. Los Angeles, San Francisco, Las Vegas. Der Grand Canyon, Bryce Canyon, Zion Nationalpark. Mit einem Navajo durchs Monument Valley und die große Freiheit auf der Route 66 spüren.  Ein großes Abenteuer für die Kinder und mich. Unvergesslich!
    Australien stand durchaus auf meiner Wunschliste, aber allein mit drei Kindern – damals 7, 7 und 10 Jahre alt – war mir das dann doch etwas zu weit weg.

    📍 Ein Jahr später – Meine Oma zog zu uns. Zusammen mit meiner Mutter kümmerte ich mich um sie. Als sie – leider viel zu früh – verstarb, hatte ich wieder mehr Zeit und suchte mir einen Nebenjob. Mehr Einkommen? Ja. Mehr Urlaubstage? Nein. Zwei Wochen Urlaub am Stück – mehr war einfach nicht drin. Reisen mit maximal zwei Wochen Urlaub – Namibia ? Ging gerade noch so mit „nur“ elf Stunden Flugzeit. Singapur und Japan? Hart an der Grenze, hat geklappt, weil ich wirklich gute Flugverbindungen buchen konnte.
    Australien? Nein. Zwei Wochen reichen einfach nicht. Der lange Flug, der hohe Preis – es hätte sich nicht gelohnt.

    Und so wanderte der Traum von Australien immer weiter nach hinten auf meiner Bucket List …

    Was ist mit mir und meinen Träumen?

    Im Herbst 2024 kam ich unverhofft nachts um 3 Uhr ins Krankenhaus. OP, Komplikationen – wach wurde ich auf der Intensivstation. Und auch danach hatte ich lange mit den Folgen der eigentlich harmlosen OP zu kämpfen. Und hatte viel Zeit zum nachdenken.
    Das Leben ist endlich.
    Was ist eigentlich mit meinen Träumen?

    Dabei ist doch genau das mein Lebensmotto:

    Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

    Ein Beitrag geteilt von Elly Unterwegs (@elly_unterwegs)

    Träume habe ich viele. Nicht nur Reiseträume.
    Aber neben den anderen Träumen: ein paar bestimmte Orte / Länder möchte ich gerne noch bereisen. Einer meiner Reiseträume nach wie vor: Australien.
    Vielleicht war das ein Zeichen: Mehr auf mich selber zu achten.

    Und auch an meine eigenen Träume zu denken.

    Preise für die Flüge gecheckt.
    Australienpläne wieder verworfen.
    Und unglücklich damit gewesen.

     

    Das Universum mischt sich ein

    Vielleicht hätte ich auch diesmal wieder gezögert, aber das Universum schickte mir Zeichen. Lassen wir das mit dem „Selektive Wahrnehmung“ einfach mal weg. Wobei: Selektive Wahrnehmung entsteht u.a durch verborgene Wünsche und Interessen.
    Auf einmal sah und hörte ich überall „Australien“. Meine Familie lachte immer schon, vor allem über meinen Blick jedes mal …

    Hier mal die drei deutlichsten Zeichen:  

    🍫 Zeichen Nr. 1: Ich esse eigentlich keinen Süßkram mehr. Aber an einem Tag Anfang Februar überkam mich die Lust auf ein Überraschungsei. An der Kasse. Quengelware. Funktioniert auch bei Erwachsenen.  Ich öffnete es, als wir zu Hause waren – und was war drin?

    Siehe Foto:

     

    Ich dachte mir etwas angenervt: Okay, lustig. Danke Universum …. 

     

    🎶 Zeichen Nr. 2: Anfang März 2025. Ich fahre Auto, um meine Tochter abzuholen, meine Playlist läuft. Manchmal bekommt man ja Lieder vorgespielt, die „einem gefallen könnten“. Hatte ich auch aktiviert – und dann spielt meine Playlist ein Lied, beginnend mit Didgeridoo-Klängen – ein Lied, welches ich damals, vor 25 Jahren schon immer gerne gehört habe – ich höre zu, bekomme Gänsehaut … und heule. Einfach so. Da kamen so viele Emotionen in mir hoch. All meine Träume von damals. Und die Sehnsucht.
    Meine Tochter stieg ins Auto und schaute mich an. Das Lied lief noch. „Warum buchst du nicht endlich? Es ist doch dein Traum.“

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    (Höre ich jetzt beim Schreiben übrigens auch)

     

    Nein, ich kann das nicht machen. Es fühlt sich für mich irgendwie nicht richtig an, meine eigenen Träume zu verwirklichen. Aber dann erinnere ich mich daran, dass ich mehr auf mich achten wollte.

    Das Universum lässt nicht locker mit seinen Zeichen.

    Denn: 🚗 Zeichen Nr. 3: Meine Tochter hat inzwischen frisch den Führerschein und fährt nun gerne einfach durch die Gegend. Daher schicke ich sie auch schon öfter einkaufen.
    Und dann kam sie irgendwann mit ganz vielen Überraschungseiern wieder.
    3x 3er Pack Originale, vier einzelne No-Name (wegen Budget).
    „Mama, dass ist für heute Abend unser Nachtisch. Und wenn da jetzt wieder was mit Australien drin ist, ist das doch wohl eindeutig, oder?!“

    Tja. Ich zeige euch einfach mal ein Foto:

    Es ist so verrückt, in beiden Serien gibt es so viele andere Tiere. Wir hatten noch 1x ein Krokodil.
    Aber so viele Koalas, das ist doch eigentlich so unwahrscheinlich. ….

     

    Ok, jetzt mal wieder etwas ernster: 

    Natürlich buche ich nicht so eine teure Reise wegen irgendwelcher Figuren in Überraschungseiern oder Liedern, die mich emotional werden lassen.

    Viel mehr war es die Sehnsucht, welche wieder geweckt war. 

    Nach vielen Gesprächen mit meiner Familie (Tenor: Mach es, du träumst schon so lange davon), vielem zögern, durchrechnen,  wieder alles verwerfen, nochmal durchrechnen und wieder gutem Zureden von meiner ganzen Familie passierte folgendes:

    Mitten in der Woche. Mitten in der Nacht. Als ich wieder (aus anderen Gründen) schlaflos war.
    Ich setzte mich an den PC – und buchte Flüge nach Sydney!
    Hinflug mit Thai. Rückflug mit einer Billigairline. Wir sind schon so oft mit Billigairlines geflogen, sogar bis nach Los Angeles. Wenn man wie wir beim wachsen eher nah am Boden geblieben ist und somit  Economy-Größe hat, geht das eigentlich. Snacks und Getränke mitnehmen und eine Mahlzeit an Board kaufen.
    Und direkt nach dem Buchen dachte ich: Elly, was hast du da getan?! Bist du übergeschnappt?!
    Den Rest dieser Nacht war weiter schlaflos. Aber aus anderen Gründen.
    Ich habe es getan. Ich habe
    FLÜGE GEBUCHT!

    Australien! Mein Traum wird wahr!! Nach 25 Jahren!!!

    Es wird wohl ein letztes großes Abenteuer in dieser Konstellation

    Und zwar in der euch wohlbekannten Zusammensetzung: Meine drei Teenager und ich.
    Meine älteste Tochter ist inzwischen volljährig, meine Zwillinge werden dieses Jahr 16.
    Wo ist die Zeit geblieben?!

    Aber es gibt noch einen anderen Grund, warum diese Reise so besonders ist:
    👩‍🎓 Meine Älteste macht ihr Abitur und geht ab September ins Ausland. Danach startet ihr Studium.
    Diese Australien-Reise wird daher wohl unser letztes großes Abenteuer in dieser Konstellation sein. Ein bisschen Wehmut ist trotz riesiger Vorfreude somit auch dabei.

    Nun geht es an die Planung, einen groben Plan haben wir uns schon überlegt. 

     

    Wir freuen uns auf das Reisejahr 2025 – und hoffen, ihr begleitet mich wieder auf Insta, Facebook und hier auf dem Blog!

     


     

     

     

  • Österreich: Ein Tagesausflug nach Hallstatt am Hallstädter See

    Österreich: Ein Tagesausflug nach Hallstatt am Hallstädter See

    Österreich: Ein Tagesausflug nach Hallstatt am Hallstädter See


    Österreich: Ein Tagesausflug nach Hallstatt am Hallstädter See

    … ist das in der Hochsaison eine gute Idee?

     

     

    Wir saßen gemeinsam beim Frühstück in unserem Hotel in Werfenweng.
    Wir – das sind mein Mann und ich, meine Eltern und vier unserer Patchwork-Kinder. Nummer 5 hatte einen Ferienjob und wohnte in der Zeit bei der Freundin.

    Bereits im Winter schmieden wir die Pläne für unsere nächste gemeinsame Reise. In der Vergangenheit haben wir mit meinen Eltern und unseren Kindern bereits zahlreiche Urlaube erlebt – von entspannten Tagen in Deutschland über drei Aufenthalte in Österreich bis hin zu Reisen nach Frankreich, in die Schweiz, nach Italien, Schweden und Dänemark. Besonders in Dänemark wurde die Reise zu einem echten Familienurlaub: Neben meinen Eltern reisten auch die Eltern meines Mannes sowie meine Schwägerin und mein Schwager mit – wir hatten sehr entspannte Tage mit unserer großen Truppe und planen schon, wann wir wieder in dieser Konstellation fahren können.
    .

    Wie funktioniert ein Urlaub mit 3 Generationen?

    Winter 2023: Wir planen unseren Sommerurlaub. Wieder sollte es nach Österreich gehen.
    Bis auf eine Person waren immer alle sofort von Österreich begeistert. Die eine Person, die dagegen war, war ich. Nicht falsch verstehen: Österreich ist ein sehr schönes Land. Ich mag die Postkartenmotive von Österreich mit den hohen Bergen, den saftigen Wiesen und den malerischen Häusern. Und ich mag auch das Essen in Österreich. Aber wisst ihr, was die Berge auch mit sich bringen? Bergstraßen. Kurvige Bergstraßen. Mit vielen Serpentinen. Mit viel Berg-Hoch-Berg-runter-Gegurke,… Das ist absolut nichts für mich.
    Aber mit meiner einsamen Dagegen-Stimme konnte ich eh nichts bestimmen.
    Wobei dieses mal tatsächlich auch zwei der Teenager meuterten, aber sich dann doch ihre Dafür-Stimme kaufen ließen – mit einem Versprechen, nicht jede Wanderung und jeden Ausflug mitmachen zu müssen. Na toll.
    Ok, also wieder Österreich…
    (Ich spoiler mal: Für 2025 konnte ich mich tatsächlich mal durchsetzen und wir fahren mit unserem 3-Generationen-Mobil tatsächlich an die Nordsee!!!)

    Im Urlaub haben wir inzwischen einen gut eingespielten Ablauf:
    Wir starten den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück. Dabei wird überlegt, wie man den Tag gestalten könnte. Jeder darf Vorschläge machen und dann entscheiden wir zusammen, wohin es geht.
    Im Anschluss wird ein Abfahrtzeitpunkt festgelegt. Wer mitmöchte, kommt zum Abfahrtzeitpunkt zum Auto und steigt ein.
    Die Kinder sind inzwischen in einem Alter, wo sie auch mal alleine im Hotel bleiben können.
    So sind wir immer mit verschiedenen Konstellationen unterwegs.
    Mal nur wir Erwachsenen, manchmal kommen ein paar der Kinder mit.
    Es kam auch schon vor, dass nur mein Mann und ich unterwegs waren. Wir sind gerne unterwegs, schauen uns die Gegend an, gehen spazieren.
    So klappt das sehr gut und beim gemeinsamen Abendessen erzählt jeder von seinem Tag.

    Ziel des Tages: Hallstatt

    Wir ließen uns Zeit beim Frühstücken. Wie jeden Morgen. Etwas Urlaub im Urlaub musste sein.
    Wir überlegten gemeinsam, wie wir den Tag gestalten könnten.
    Ich persönlich wollte immer schon einmal nach Hallstatt am Hallstätter See. Schon öfter hatte ich davon gelesen und die Bilder waren vielversprechend.
    Es gab ein Detail, was ich (leider) bis dahin nicht wusste, dazu aber später mehr.

     

    Was ist das Besondere an Hallstatt?

    Hallstatt liegt sehr malerisch am Hallstätter See, eingebettet zwischen den hohen Bergen des Dachsteinmassivs. Er gilt bei vielen als schönster Ort von Österreich.
    Viele alte Häuser mit Holzbalkonen liegen am Berghang und viele weitere zieren das Ortszentrum.
    Das Motiv mit der Kirche von Hallstatt, der Altstadt und der Anlegestelle vor der imposanten Kulisse des Dachsteinmassivs ist inzwischen weltberühmt und gehört zu den am häufigsten fotografierten Orten von Österreich.

    Im Jahr 1997 wurde Hallstatt zusammen mit der umliegenden Region von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

     

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

     

     

    Das Parkplatzproblem von Hallstatt in der Hochsaison 

    Unser Navi führte uns auf direktem Weg nach Hallstatt – und direkt in den Kampf um einen Parkplatz.

    Hallstatt mag ein Juwel der österreichischen Alpen sein, aber zum parken ist es das nicht. Zumindest nicht in der Hochsaison.
    Aber tatsächlich ist das gewollt.
    Durch Instagram und einer koreanische Netflix-Serie ist Hallstatt schon lange kein Geheimtipp mehr und wird von Reisenden überrannt. Besonders beliebt: der Selfie-Spot mit Blick auf die beiden Kirchtürme und dem malerischen See.

    Den 750 Bewohnern von Hallstatt stehen bis zu 10.000 Besuchern täglich gegenüber, der Massentourismus ist Fluch und Segen gleichzeitig. Er spült gutes Geld in die Kassen – aber die Touristen verhalten sich teilweise alles andere als respektvoll den Bewohnern gegenüber. Viele Gäste sind sehr laut, gehen in private Gärten, um Fotos zu machen, lassen Müll liegen oder Drohnen fliegen. Daher sieht man in Hallstatt viele Schilder der Bewohner, auf welchem sie um etwas eigentlich selbstverständliches bitten: Rücksichtsvolles Verhalten.
    Der Protest vieler der Bewohner gegen den Massentourismus wurde immer lauter und man hat reagiert:
    Seit 2020 gibt es ein Verkehrsleitsystem mit Einfuhrregeln für Busse.
    Früher fuhren teils 80 bis 90 Busse pro Tag nach Hallstatt, heute sind es 30 bis 35 täglich.
    Diese müssen einen festen Slot buchen und eine Gebühr bezahlen.
    Für Privatfahrzeuge gibt es keine Begrenzung. Ordner versuchen, das Parkplatzchaos zu händeln. Ist der Parkplatz voll, parken viele irgendwo illegal.
    Der Ort ist immer noch überlaufen.
    Und das spürten wir schon, als wir in Hallstatt reinfuhren.
    Es war nirgendwo ein Parkplatz mehr frei. Keine Chance. An den Parkplätzen standen Ordner – wir wurden direkt weiter gewunken. Das gab unserer Vorfreude auf den malerischen Ort einen kleinen Dämpfer.
    Dass Hallstatt vor allem bei den Asiaten sehr beliebt ist, wusste ich. Aber das hier inzwischen auch dieser absolute Overtourismus angekommen ist, war mir neu.
    Ok, es war Hochsaison. Und wir auch ein Teil davon. Wir wollten es eigentlich auch ganz gerne sehen ….

    Während mein Mann die Straße weiter fuhr, entdeckte ich auf Maps den Bootsanleger Obertraun gegenüber von Hallstatt. Schnell gegoogelt, wann die Schiffe fahren – und siehe da, sie fahren regelmäßig im Linienverkehr.
    Kurz im Auto abgestimmt – alle waren für die Fahrt mit dem Schiff. Meine Eltern fanden das sogar noch schöner, denn Hallstatt vom See aus ist auch sehr sehenswert.

    Wenn ihr das auch plant: Zielstation für euer Navi ist Obertraun Schiffstation, an den Parkplätzen kommt ihr automatisch vorbei.
    Und Apropos Planung: Wenn ihr könnt, meidet die Hochsaison. Oder fahrt früh morgens hin.

    Achtung: Die Schiff-Tickets kann man nur gegen Barzahlung am Schiff kaufen.

     

    Aktuelle Informationen zu den Schiff-Fahrten auf dem Hallstädter See findet ihr hier:https://hallstattschifffahrt.at/

     

    Wir fanden direkt einen Parkplatz. Dieser kostet etwas Gebühr, bezahlt wird am Automaten.
    Wir packten alles, was wir für den Ausflug benötigten, in unsere Rucksäcke / Taschen und liefen zum Anleger.

     

     

    Der Weg führte vorbei an den Bootshäusern

     

    Der Bootsanleger Obertraun

     

    Unser Schiff – meine Aufregung stieg: Hallstatt stand schon lange auf meiner Bucketlist
    Ich habe meine Familie lange bequatschen müssen, damit wir diesen Ausflug machen und ich hoffte sehr, es würde allen gut gefallen.

     

    Mit dem Schiff über den Hallstätter See nach Hallstatt

     

    Schloss Grub

    Zwischen den Waldflächen konnte man gut die Gesteinsschichten erkennen. Sehr imposant, was die Natur da gezaubert hat

    Sehr malerisch

     

    Hallstatt – da ist es. Endlich!!

    Ich sage mir immer, dass alles, was passiert, einen Grund hat.
    Dass wir keinen Parkplatz fanden und uns für die Anreise mit dem Schiff entschieden, war ein absoluter Glücksfall.

    Uns boten sich so wundervolle Postkartenmotive, wie wir sie so sonst nicht gesehen hätten.


     

    Angelegt – wir sind in Hallstatt angekommen.  

     

    Hallstatt begrüßte uns mit Kopfsteinpflaster, charmanten Holzhäusern und… Menschen. Vielen, vielen Menschen. Selfiesticks reckten sich wie Antennen in die Luft, und die kleinen Gassen waren überfüllt mit Menschen. Und trotzdem: Die Schönheit dieses Ortes konnte man sofort sehen. Wir waren direkt verzaubert. Entzaubert wurden wir dann durchs anrempeln durch einen rückwärts fotografierenden Touristen.

    Womit ich fotografiere

    Apropos Fotos: Mich fragen immer wieder Leser, womit ich fotografiere.

    Deswegen schreibe ich es mal direkt dabei:

    Einen kleinen Teil habe ich mit Handy (Samsung Galaxy S24 ultra) fotografiert. Es ist manchmal schneller zur Hand bzw einsatzbereit als meine Kamera. Ich hatte mir damals sehr viel von der Kamera in diesem Handy versprochen – wurde aber etwas enttäuscht. Bei schönem Wetter ohne große Kontraste macht das Handy sehr gute Fotos, auch der Zoom ist beeindruckend gut – aber leider werden die Fotos mit KI aufgearbeitet. Man kann die KI-Auto-Korrektur abschwächen, aber nicht ausstellen. Und das nervt schon sehr.
    Wenn man etwas Zeit für das Foto hat, kann man komplett manuell fotografieren, die Qualität ist dann tatsächlich einiges besser.
    Es ist ein sehr gutes Handy, nicht falsch verstehen.
    Ich bin sehr zufrieden damit und die Alltagsfotos sind auch top damit.

    Link zum Handy*  https://amzn.to/407FlhF

     

    Die meisten Fotos habe ich mit meiner Vollformatkamera gemacht, einer Panasonic Lumix S5

    Ich bin von Canon zu Panasonic gewechselt. Mir gefiel das System und die Bedienbarkeit – und natürlich auch der Preis. 
    Als sogut-wie-immer-drauf-Objektiv nutze ich ein 28-200 mm. Damit habe ich eine gute Brennweite mit einem schon ganz netten Zoom. Für das Brennweitenspektrum ist es auch sehr leicht. Und daher für Städtetouren oder Reisen, bei denen man nicht alle Objektive mitnehmen möchte, ideal.
    Abstriche hat man bei der Lichtempfindlichkeit (F4-7,1), aber bei der S5 hat man ein relativ gutes Rauschverhalten, von daher kein Problem, das mit dem Iso auszugleichen.

    Nachfolger der Panasonic Lumix S5 *   https://amzn.to/407FlhF

    Panasonic Lumix 28-200 *   https://amzn.to/407FlhF

    .

     

     

    Wir spazierten etwas durch die Gassen. Diese waren nicht überall so überfüllt. Teilweise waren wir sogar auch mal alleine. Für einen kurzen Moment.

    Ich persönlich hatte das Gefühl, dass ein Großteil der Gäste zu den bekanntesten Selfiespots geht und sich den Rest von Hallstatt gar nicht anschaut. Dazu aber später noch mehr.

    Erst einmal unsere ersten Impressionen von Hallstatt

     

    Übrigens:
    Die Chinesen haben Hallstatt in China nachgebaut, spiegelverkehrt, aber ansonsten 1:1. Sogar eine Mini-Ausgabe vom Hallstätter See haben sie gebaut.
    Es ist eine Wohnsiedlung für Reiche, ein Prestige-Objekt. Ein Klon von Hallstadt. Nur mit Palmen. Und ohne Berge.

    Wenn ihr Google Maps habt, schaut euch die Kopie hier einmal an: -> Google Maps

    Ansonsten gibt es bei Spiegel.de eine kleine Bildergalerie -> Spiegel.de

     

    Meine Eltern brauchten eine Pause. Die Hitze machte ihnen etwas zu schaffen und wir suchten einen freien Platz in einem Café. Das war nicht leicht. In keinem Café gab es freie Plätze und wir mussten ein ganzes Stück laufen. Dann aber sahen wir, dass in einem Café direkt am Seeufer eine Gruppe dabei war, aufzubrechen und wir gingen direkt hin, um uns die Plätze zu sichern. Fühlt sich fast so an wie Handtücher auf eine Liege am Pool zu werfen, aber ging nun mal nicht anders.

    Meinen Eltern gefiel der Platz so gut, dass sie dort auch eine Kleinigkeit essen wollten.
    Und die Kinder hatten bei der Hitze auch keine Motivation mehr zum laufen. Oma und Opa luden ihre Enkel spontan auf ein Eis ein, die Kids waren happy und blieben bei ihren Großeltern.
    Mein Mann und ich tranken nur etwas und schauten uns dann weiter das schöne Städtchen an.

     

    Der romanische Durchgang

     

    Wir erreichten den Friedhof.
    Und am Friedhof gibt es eine Besonderheit: Das Beinhaus.

    Außen am Beinhaus steht geschrieben:
    „Wir waren, was ihr seid. Wir sind, was ihr sein werdet“

    Was ist das Beinhaus?

    Der Friedhof von Hallstatt bietet nicht sehr viel Platz. Daher war es früher üblich nach 10 – 20 Jahren die Gebeine zu exhumieren. Die Schädel wurden gereinigt, einige Wochen im Sonnen- und Mondlicht gebleicht und dann wurden durch Künstler die Schädel verziert.
    Diese Tradition begann 1720 in Hallstadt. Heute wird nur noch jemand in das Beinhaus gebracht, wenn er dies testamentarisch festgehalten hat. Die Liegezeit im Grab beträgt 15 Jahre, bevor exhumiert und sofern gewünscht in das Beinhaus umgebettet wird. Notwendig ist es nicht mehr, da die Urnenbestattung stark zugenommen hat.
    Diese Art von Beinhäusern gibt es häufiger im Alpenraum.
    Das Besondere an dem Beinhaus von Hallstatt ist jedoch, dass viele Generationen hier lückenlos „aufgebahrt“ werden.
    Nicht alle Schädel sind bemalt, von den ca 1200 Schädeln sind 610 bemalt.

    Es kostet etwas Eintritt (um 2 Euro). Dafür bekommt man einen Infozettel, welcher weitere Informationen wie zum Beispiel die Bedeutung der Bemalungen enthält.

    Aus verschiedenen Gründen möchte ich die Fotos nicht in groß darstellen. Wer sie größer sehen möchte, kann auf das Bild tippen / klicken und es öffnet sich in groß.

     

     

    .

    .

    .

    Wir sind später nochmals mit den drei älteren Kindern u.a. auch zum Beinhaus gegangen.
    Pietätvoll schauten sie sich das Beinhaus an.
    Sie lasen sich den Info-Zettel durch, aber so ganz verstanden sie diese morbide Kunst dennoch nicht.
    „Mama, stell dir mal vor, du bist tot und 15 Jahre später lassen wir deinen Schädel bemalen, das ist doch weird!“ (Weird = Jugendsprache = ’seltsam‘, ’sonderbar‘, ‚merkwürdig‘)
    Ja, so betrachtet hört es sich wirklich seltsam an. Mein Opa ist vor 15 Jahren gestorben. Also wäre es jetzt … nein, ich möchte diesen Gedanken nicht zu Ende denken.
    Für die Menschen damals war das jedoch ganz normal und mit der Bemalung konnte man seinen Angehörigen nochmals ein Denkmal setzen.

    Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Maria am Berg) von Hallstatt

    Mein Mann und ich schauten uns im Anschluss die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Maria am Berg) an.
    Das ist die Kirche, welche majestätisch am Berghang liegt.

    Moment, ich habe doch ein Foto davon:

     

    Die erste katholische Kirche wurde um 1150 errichtet. Von dieser Kirche ist jedoch noch der Turm erhalten. 1320 wurde die zweite, vergrößerte Kirche als Maria-Hilf Kirche geweiht.
    In der Spätgotik wurde mit dem Bau der heute zu sehenden Kirche auf dem Felsen begonnen.

    Der Bau von dem heute noch vorhandene Kirchenraum wurde 1505 beendet. Nach einem großen Brand im Jahre 1750 erhielt der Kirchturm einen neuen, barocken Helm

    Und diese Kirche schauten wir uns nun von Innen an.

     

    Schon der Eingang ist beeindruckend.

     

    Die Kirche hat einen Doppelchor, jeder hat einen eigenen Flügelaltar.

    Der imposante Kreuzaltar.

    Und der nicht weniger beeindruckende Marienaltar

    Hier erkennt man etwas besser den Doppelchor, im linken ist der Kreuzaltar, im rechten ist der Marienaltar.
    Anders fotografieren konnte ich aus Respekt vor den dort anwesenden Menschen nicht.

    Der wohl berühmteste Fotospot von Österreich

    Wir gehen über den Friedhof in die andere Richtung.

    Und stehen dann auf einmal an DEM Selfiespot an der Gosaumühlstraße. Wahrscheinlich für viele das einzige Ziel von Hallstatt.
    Eigentlich relativ unscheinbar an einer normalen Straße.

    Es war wirklich viel los hier

     

    Was leider viele vergessen:
    Hier wohnen Menschen. Und die haben diese Menschenmassen den ganzen Tag vor ihrem Haus.

    Schilder weisen in verschiedenen Sprachen darauf hin.
    Rücksichtnahme sollte eigentlich selbstverständlich sein.
    Leider halten sich einige trotz der Hinweisschilder nicht daran.

    Alles Dinge, die man mit etwas normalem Menschenverstand ohnehin einhält.
    Manche lassen den aber scheinbar zu Hause, wenn sie in Urlaub fahren.

    .

     

    Und das ist er, der wohl meistfotografierte Ort von Österreich:

    Gesehen habt ihr das doch bestimmt auch schon mal irgendwo, oder?

     

    Ein Pärchen spricht mich an. Ich hätte eine gute Kamera, also könne ich doch bestimmt ein Foto machen. Das ganze auf englisch. Ok, mache ich gerne. Das Pärchen besteht darauf, auch von uns ein Foto zu machen. Als Dankeschön. Wir möchten nicht unhöflich sein und wenn ich das mal so betrachte: So viele Fotos von mir gibt es auf meinem Blog nicht – und schon gar nicht von meinem Mann und mir.
    So ganz wohl fühlen wir uns nicht. Sind wir damit nicht auch ein Teil von dem, was viele in Hallstatt als Problem ansehen?!

    Hatte ich schon erwähnt, wie heiß es an dem Tag war?  Und es wurde trotzdem schon wieder leicht diesig.

     

    Zugegeben, die Aussicht ist wirklich schön.

     

    Wir liefen zurück zu dem Café, wo meine Eltern die Aussicht über den See genossen. Das Café lag auf der anderen Seite, also einmal quer durch die Altstadt

    Man hat sich mit den Informationsschildern auch an die asiatischen Gäste angepasst.
    Wie in Rothenburg o.d.T. auch

     

    Wir erreichten das Café. Meine Eltern wollten nicht mehr soviel durch Hallstatt laufen, es war ihnen zu warm.
    Wir starteten eine 2. Runde mit meinen drei Kindern. Das war die Runde, bei welcher wir auch das Beinhaus besuchten.
    Wieder zurück meldete sich bei uns auch der Hunger.

    Meine Eltern schwärmten von dem Topfenstrudel und wir bestellten ihn daraufhin auch für uns – ja, er war genauso lecker, wie er aussieht!

    Mein Vater schüttelt immer lachend den Kopf, wenn ich unser Essen fotografiere. Er hat nicht einmal ein Handy und für ihn sind Instagram und Facebook böhmische Dörfer.
    Aber er kennt meinen Reiseblog und manchmal sagt er mir sogar „Das musst du mal im Internet schreiben.“
    Meine Mutter hingegen fotografiert ab und an auch ihr Essen und verschickt das Foto per WhatsApp an ihre Freundin.

    Für uns war es Zeit, zum Hafen zurück zu laufen. Wir liefen mit meinen Eltern einen anderen Weg als auf dem Hinweg. So sahen sie noch etwas mehr von Hallstatt und es hat ihnen sehr gefallen. Sie nannten es „das Rothenburg von Österreich“ und den Vergleich finde ich ganz treffend.

    .

    .

    Zurück am Hafen warteten wir auf unser Schiff. Zum Glück gab es dort am Ticketschalter auch kühle Getränke. Und es gab Plätze im Schatten. Sehr angenehm.

    Bye bye Hallstatt.

    Bye Bye Menschenmassen….

     

    Zurück in Obertraun

     

    Der Rückweg führte uns zunächst durch Obertraun …

    … und dann durch Hallstatt.

     

    Wir fanden einen Parkplatz und wollten mit der Schrägbahn hoch zum Aussichtspunkt. Aber dort angekommen gab es eine Tickets mehr. Es waren inzwischen so viele Menschen oben, dass es für die Rückfahrten mit der Bahn keinerlei Kapazitäten mehr gab.

    Wenn ihr das vorhabt und auch in der Hochsaison dorthin müsst, reserviert euch rechtzeitig die Tickets.
    Hallstatt ist wirklich sehr malerisch, wir hatten trotz vieler anderer Touristen einen schönen, entspannten Tag dort – und die Anreise mit dem Boot war ein weiteres Highlight 

     

    Ich habe das Gefühl, dieses Straßenschild ist schon etwas älter

    .

    .

     

    Wir fuhren weiter – auf direkten weg zum Hotel in Werfenweng.

    Ein Stück des Wegen führte noch am See entlang.

     

    Das Restaurant in unserem Hotel hatte an dem Abend geschlossen. Da wir aber Halbpension gebucht hatten, bekamen wir einen Gutschein für eines der drei Partnerrestaurants. Wir entschieden uns für ein Partnerrestaurant quasi nebenan.

     

    Eispalatschinken. Ich liebe es.

     

     

     

    Und so endet ein weiterer Tag in Österreich …..

     

    Die Zeit im Urlaub vergeht einfach zu schnell …

     

     

    Danke, dass ihr wieder dabei ward.

    Bye bye, bis zum nächsten mal

     


    An dieser Stelle ein paar Empfehlungen* für Hallstatt, es gibt auch Touren ab Wien oder Salzburg 
    Powered by GetYourGuide

    Bereits veröffentlichte Beiträge unseres Sommerurlaubes


    *Die Links sind Affiliatelinks. Ihr zahlt nix mehr, aber ich bekomm ein paar Cent Provision, welche ich für die Kosten dieses Blogs nutze (Serverkosten usw)



     

  • Unser 3-Generationen-Ausflug von Bratislava nach Wien – Sightseeingtour und Stephansdom

    Unser 3-Generationen-Ausflug von Bratislava nach Wien – Sightseeingtour und Stephansdom

    Unser 3-Generationen-Ausflug von Bratislava nach Wien – Sightseeingtour und Stephansdom


     

    Unser 3-Generationen-Ausflug von Bratislava nach Wien – Sightseeingtour und Stephansdom

     

    Hallo zusammen,

    schön, dass ihr wieder dabei seid

     

    Unser letzter Tag in Bratislava ist angebrochen. Und den verbringen wir in …
    …. Wien!

    Von Bratislava aus ist Wien in weniger als 1 Std zu erreichen.

    Sie sind (wenn man Rom und Vatikanstadt mal ausschließt) Europas am nächsten zusammenliegende Hauptstädte.

    An dieser Stelle gibt es kurz etwas Geschichte.
    Wer da keine Lust drauf hat, einfach weiterscrollen bis zum 1. Foto, da startet der eigentliche Bericht

     

    Die frühen Anfänge von Wien

    Die Geschichte der Stadt reicht zurück bis in die Antike. Ursprünglich war das Gebiet von keltischen Stämmen besiedelt, bevor die Römer hier im 1. Jahrhundert n. Chr. das strategisch wichtige Militärlager Vindobona errichteten. Dieses Lager schützte die Grenze des Römischen Reichs entlang der Donau.  

     

    Die Habsburger Dynastie und Sisi

    Im Mittelalter wurde Wien durch seine Lage an der Donau und an den Handelswegen zu einer bedeutenden Stadt. Ab dem 13. Jahrhundert regierte hier die Habsburger Dynastie, die Wien zu ihrer Residenzstadt machte. Die Stadt wuchs, wurde ein politisches und kulturelles Zentrum Europas und war über Jahrhunderte hinweg das Zentrum der Monarchie im Habsburgerreich. Wien war Schauplatz zahlreicher prägender Ereignisse. Besonders eng verbunden mit der Stadt wird Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als „Sisi“. Ihre Tragödie und Schönheit faszinierten die Welt (und mich) und machen sie zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten der österreichischen Geschichte. Ihr Leben und ihre Rolle im Habsburgerreich sind in Wien noch immer allgegenwärtig, sei es im Sisi-Museum oder im Schloss Schönbrunn.

    Der Wiener Hof, mit seinen prunkvollen Bällen und kulturellen Höhepunkten, zog Künstler, Musiker und Denker an. Hier schrieb beispielsweise Mozart viele seiner Werke und auch Beethoven komponierte in der Stadt.

    Im 20. Jahrhundert änderte sich jedoch sehr viel in Wien.

    Am Anfang des 20. Jahrhunderts war Wien noch die Hauptstadt von Österreich-Ungarn.
    Das änderte sich nach dem 1. Weltkrieg.

    Wien im 1. Weltkrieg

    Der Erste Weltkrieg begann 1914, nachdem der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo ermordet wurde. Dieses Ereignis löste eine Kette von Bündnissystemen und Konflikten aus. Österreich-Ungarn erklärte Serbien den Krieg, wissentlich von einer möglichen Stärkung Serbiens von russischer Seite.
    Es brodelte schon lange unter den Großmächten, jeder wollte seine Macht und seinen wirtschaftlichen Einfluss auf den Weltmärkten stärken. Daher verbündeten sich viele Staaten entweder für Österreich-Ungarn oder dagegen.
    40 Staaten waren letztendlich am 1. Weltkrieg beteiligt. 70 Millionen Menschen kämpften mit Waffengewalt, 10 Millionen Menschen verloren ihr Leben.

    Für Wien hatte der 1. Weltkrieg weitreichende Folgen:
    Der Krieg endete 1918 mit der Niederlage Österreich-Ungarns.
    Das Reich Österreich-Ungarn zerfiel. Wien war fortan „nur noch“ die Hauptstadt von Österreich.
    Und lag in Schutt und Asche. Von dem einstigen Prunk der Monarchie war nichts mehr übrig.
    Viele Menschen waren arbeitslos, es herrschte eine große Hungersnot, viele Familien hatten Menschen im Krieg verloren.
    Wenig später grassierte die spanische Grippe in Europa, auch in Wien forderte die Pandemie zwischen 1918 und 1920 mehrere Tausend Todesopfer.

    In den 1920er Jahren begann ein Wandel: Die Stadt wurde zu einem Zentrum sozialer Reformen. Es entstanden viele neue Wohnbauten, wie die berühmten Gemeindebauten, die bis heute das Stadtbild prägen. Man nannte diese Zeit sogar die Ära des „Roten Wien“, weil die sozialdemokratische Regierung große Fortschritte für die Arbeiterklasse brachte.

    Wien im 2. Weltkrieg

    Nach der Errichtung der Ersten Republik Österreich und den turbulenten Jahren der Ersten Republik, die von politischen Spannungen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten geprägt waren, wurde Österreich 1938 im sogenannten „Anschluss“ von Nazi-Deutschland übernommen. Österreich und somit auch Wien gehörten somit ab 1939 zum Deutschen Reich. 

    Während des Zweiten Weltkriegs war Wien schwer von den Auswirkungen des Krieges betroffen. Die Stadt war Schauplatz von Naziterror und Verfolgung, insbesondere gegen die jüdische Bevölkerung.  Österreicher, die sich gegen das Regime auflehnten, wurden ermordet.
    1942 wurde die „Juden-Aktion“ in Wien organisiert, bei der Tausende jüdische Bürger in Konzentrationslager deportiert wurden. Insgesamt wird von einer Zahl um 65.000 österreichischen Jüdinnen und Juden gesprochen, welche im 2. WK ermordet wurden. Der Großteil davon lebte in Wien.

    Die Aufteilung von Wien in die 4 Besatzungszonen

    1945, am Ende des Krieges, war Wien von den Alliierten besetzt.
    Auch nach dem Kriegsende war Wien unter alliierter Besatzung und blieb bis 1955 in 4 Besatzungszonen (Sowjetisch, US-amerikanisch, britische und französische Truppen) geteilt, bevor es seine politische Unabhängigkeit wiedererlangte. Zudem gab es eine internationale Zone im Stadtzentrum.
    Die oberste Gewalt hatten die Alliierten inne.
    Die Menschen benötigten einen viersprachigen Ausweis und eine Reiseerlaubnis, wenn sie durch eine oder mehrere Zonen reisen wollten / mussten.
    Die Bewohner von Wien hassten und liebten die Besatzungstruppen. Auf der einen Seite herrschte viel Kontrolle und Gewalt, auf der anderen Seite halfen sie beim Wiederaufbau der Stadt.
    Im Jahr 1955 endete die Aufteilung von Wien mit dem Österreichischen Staatsvertrag, welches Österreich zu einem unabhängigen und demokratischen Land erklärte. Als Gegenleistung musste Österreich volle und dauerhafte Neutralität versichern.

    1955: Das neue Wien wird geboren

    In beiden Weltkriegen erlebte Wien dramatische Umbrüche, die die Stadt und ihre Bevölkerung nachhaltig prägten. Der Erste Weltkrieg beendete die Ära der Monarchie, während der Zweite Weltkrieg das Land in die Hände des Nationalsozialismus führte und die Stadt bis zur Nachkriegszeit unter Besatzung hielt. Heute zeugt die Stadt von dieser Geschichte in zahlreichen Denkmälern und Museen, die an die Leiden und den Widerstand der Bevölkerung erinnern.

    Im Ballungsraum Wien leben heute knapp 3 Millionen Menschen, jährlich besuchen 7,5 Millionen Menschen die malerische Stadt an der Donau.

     

    Unser Tagesausflug nach Wien

     

    Ein Tag in Wien – das ist natürlich viel zu wenig. Gerade genug für einen ersten Eindruck, aber kaum Zeit für Ausstellungen, Museen oder ausführliche Besichtigungen. Mein persönlicher Wunsch war: einmal den Stephansdom besichtigen und auf den Aussichtsturm des Stephandomes – um den Ausblick über Wien zu genießen. 

    Mein Vater hatte ebenfalls einen Wunsch: Er wollte die barocken Gebäude im Zentrum Wiens bewundern. Vor allem die Hofburg wollte er sich anschauen.
    Glücklicherweise ließ sich das perfekt miteinander verbinden, denn auch der Stephansdom liegt mitten im Herzen der Stadt.

    Uns war von Anfang an bewusst, dass mehr an einem einzigen Tag auch nicht möglich sein würde.

    Unser Tag begann mit einem gemütlichen Frühstück im Hotel, bei dem wir die letzten Details für den Tagesplan besprachen. Allerdings war eines schon sicher: Es würde heiß werden. Temperaturen jenseits der 30 Grad waren vorhergesagt.

    Meine Mutter entschied sich daher, im Hotel zu bleiben. Sie hatte Wien vor einigen Jahren bereits in aller Ruhe erkundet und wollte die Zeit lieber entspannt verbringen. Mein Vater wollte uns sehr gerne begleiten – und zu meiner Freude beschlossen auch alle Kinder, mitzukommen.

    Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg. Die Fahrt von unserem Hotel in Bratislava nach Wien dauerte knapp eine Stunde.

    Da wir befürchteten, mit unserem großen Familien-Bulli Schwierigkeiten beim Parken zu bekommen, hatte ich im Vorfeld den Parkplatz am Ernst-Happel-Stadion ausgewählt. Zwar fiel dort eine Gebühr an, doch der Parkplatz war fast leer, sodass wir problemlos einen passenden Parkplatz fanden.
    Vom Stadion aus machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum nahegelegenen Bahnhof, um mit der Bahn ins Zentrum von Wien zu fahren. 

    Abfahrt nach Wien

     

    Direkt am Stephansplatz gibt es eine U-Bahn-Station.

    Es war heiß und mein Vater ist nicht mehr so gut zu Fuß.
    Während der Fahrt habe ich gelesen, dass es am Stephansdom mehrere Anbieter für Stadtrundfahrten gibt. Unter anderem mit Kutsche, aber das wollten wir den Tieren nicht antun.

    Wir entdeckten E-Fahrrad-Tuk-tuks und mein Vater fand die Idee direkt sehr gut, sich damit Wien anzusehen. Wir handelten einen guten Preis aus, immerhin benötigten wir aufgrund unserer Personenzahl mehr als ein Tuk-tuk. Nicht alle der Kinder waren davon begeistert, aber ihrem Opa zuliebe fuhren sie dann mit. Bereut haben sie es nicht, denn auch sie erkannten schon bald, wie schön Wien ist. 

    Endlich starteten wir unsere Sightseeing-Tour durch Wien im Tuk-tuk.

    So sah das aus:

    Und ein Foto von meinem Vater und mir, sozusagen ein Selfie.

     

    Es würde hier den Rahmen sprengen, wenn ich zu allem nun ausführlich etwas schreibe.
    Dabei gäbe es soviel über diese schöne Stadt und ihre beeindruckenden Bauwerke zu schreiben.

     

    Reformierte Stadtkirche
    Gebaut: 1783 bis 1784, bei einem Umbau 1887 bekam die Kirche die neobarocke Einturm-Fassade

     

    Blick auf die Wiener Staatsoper vom Helmut-Zilk-Platz

     

    Am Helmut-Zilk-Platz befindet sich auch das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus

     

    Nochmals die Wiener Staatsoper

    Das Albertina-Kunstmuseum

     

    Die Wiener Hofburg

     

    Kurze Zeit später erreichten wir den Burggarten der Wiener Hofburg. Mein Vater freute sich, sie endlich einmal ‚live‘ zu sehen, dauernd sagte er zu mir „Mach davon mal ein Foto.“ „Und hast du das schon fotografiert?“  „Papa, ich fotografiere sowieso alles.“ sagte ich ihm irgendwann lachend. Eigentlich weiß er das, immerhin waren es meine Eltern, die mir damals immer die Filmentwicklungen nach dem Urlaub bezahlen ‚durften‘
    Damals gab es noch keine Digital-Fotografie, man musste einen Film einlegen und nach spätestens 36 Fotos war der Film voll und musste entwickelt werden, was mehrere Tage gedauert hat.
    Deswegen fragt er mich auch immer wieder lachend, ob ich auch an den Film gedacht hätte.
    Meine Jüngste – von mir erst jüngst mit dem Sisi-Virus infiziert, als sie mit mir die Serie geschaut hat – war ebenfalls ganz fasziniert von dem prächtigen Bauwerk.

     

    Die Wiener Hofburg, eines der bedeutendsten historischen Bauwerke Österreichs, wurde ab dem 13. Jahrhundert erbaut und über die Jahrhunderte erweitert. Sie war die Residenz der Habsburger und diente Kaisern, Königen und Erzherzögen als Wohn- und Regierungssitz. Kaiserin Elisabeth, bekannt als Sisi, lebte dort nach ihrer Hochzeit mit Kaiser Franz Joseph I. im Jahr 1854.
    Heute beherbergt die Hofburg mehrere Museen, darunter die Kaiserappartements, die Sisi-Museen und die Schatzkammer, sowie den Amtssitz des Bundespräsidenten von Österreich.

    Auch wenn die neue Sisi-Serie von vielen Kritikern zerrissen wurde – ich fand sie sehr gut. Auf vergangenen Reisen sind mir Baudenkmäler und Erinnerungsplätze von Kaiser Franz und Kaiserin Elisabeth zwar schön öfter begegnet (vor Jahren war ich mit meinen Eltern z.B. bei Sisis Schloss auf Korfu / Griechenland) , aber das Interesse an ihrer Geschichte war bei mir nie so da. Nach der Serie habe ich mich doch mehr damit befasst und hätte mir daher das Sisi-Museum gerne angeschaut.
    Aber irgendwann möchte ich ohnehin noch einmal nach Wien.
    Steht auf meiner Bucketlist. Meiner so langen Bucketlist….

     

    Der Doppelkopfadler auf der Hofburg. Im Spätmittelalter eingeführt diente er als Unterscheidung zwischen königlicher und kaiserlicher Würde. Nur Könige, welche die Krönung und Segnung vom Papst in Rom erhielten, durften den Doppelkopfadler als Symbol führen.
    Später haben die Habsburger den Doppeladler mit einem Herzschild mit dem Wappen ihrer Länder ergänzt.
    1806 verlor der Doppeladler mit der Auflösung des römischen Reiches den Heiligenschein und bekam stattdessen eine über den Köpfen schwebende Kaiserkrone sowie das Wappen derer von Habsburg-Lothringen.
    Als 1867 Österreich-Ungarn gegründet wurde, sagte man, die doppelten Köpfe stünden für diese beiden nun zusammengehörigen Länder

     

    Majestätischen Eleganz mit vielen prachtvollen Details. Wir waren beeindruckt!

    Das Mozart-Denkmal in Wien wurde 1896 im Burggarten enthüllt. Es steht dort, um das musikalische Genie von Wolfgang Amadeus Mozart zu ehren, der einen Großteil seines Lebens in Wien verbrachte und auch in Wien verstorben ist. 

    Ein Notenschlüssel aus Blumen.

    Noch einmal fast komplett. Unbeschreiblich!

     

    Wir fuhren zu dem vorderen Bereich der Wiener Hofburg

    Mir war gar nicht bewusst, dass hier ein großer Parkplatz ist

    Dem Prunk der Hofburg tat dies keinen Abbruch

    Und auch hier entdeckten wir wieder den Doppeladler

     

    Davor steht das Prinz-Eugen-Reiterdenkmal, enthüllt 1865 auf dem Heldenplatz.
    Dieser wurden quasi erschaffen durch Napoleon, denn dieser Platz selbst entstand erst, als Napoleon 1809 die Sprengung der Burgbastei befohlen hatte, welche einst an der Stelle stand.

    Am 15. März 1938 verkündete Adolf Hitler sozusagen als Geste seines Triumphes über die Vorgängerregierung vom Balkon der Neuen Burg aus den versammelten Massen auf dem Heldenplatz den „Anschluss Österreichs“ an das Deutsche Reich.

    .

    .

    Der Brunnen hat einen Namen! Originelle Idee

     

    Und weiter ging die Fahrt mit unserem Fahrrad-Tuk-tuk durch Wien

     

    Hoch über den Baumkronen ragt das Rathaus von Wien empor

    Wir fuhren aber erst einmal zur Inneren Burgplatz der Hofburg

     

    Das Kaiser-Franz-Denkmal (1846 errichtet)

    In der Kuppel befindet sich der Eingang zum Sisi Museum

     

    Wieder zurück auf dem Heldenplatz

    Das Bundeskanzleramt

    Wäre das Auto nicht dagewesen, hätte man sich in eine andere Zeit hineinversetzt gefühlt.

    Die Kirche ist die Minoritenkirche aus dem 13. Jahrhundert

     

    Das prächtige Parlamentsgebäude.

    Es wurde von 1874 bis 1883 gebaut und von Juli 2017 bis Januar 2023 generalsaniert

    Mein Talent mal wieder. Ich möchte was fotografieren und zack, irgendwas davor. Dieses mal war es halt eine Straßenbahn.
    Das Problem war, dass unser Tuk-tuk eigentlich nicht auf dem Weg stehen bleiben konnte. Und es kamen direkt mehrere Straßenbahnen.

    Einen Versuch bekam ich dann aber doch noch. Und: Geklappt!

    So, jetzt könnt ihr es in voller Pracht sehen:

    .

    .

    Das Rathaus von Wien

    Kurz danach fuhren wir dann direkt am Rathaus vorbei und da sahen wir erst einmal die ganze Pracht des Bauwerks.

    Gebaut wurde das Rathaus im neogotischen Stil von 1872 bis 1883.
    Mit der Statue und deren Sockel ist der Turm 103,3 m hoch und gehört damit zu den höchsten Bauwerken von Wien.

    Auf der Spitze des 98 m hohen Hauptturms steht der Rathausmann in Form eines Standartenträgers in Rüstung.
    Dieser ist das Symbol für Wien, daher trifft man in Wien öfters auf die Figur des Rathausmannes in seiner Rüstung. Auf den Feuerwehrautos kann man ihn auch sehen (ich weiß allerdings nicht, ob das er auf allen Fahrzeugen abgebildet ist) 

    Liebenberg-Denkmal

    Johann A. von Liebenberg war 1680 – 1683 Bürgermeister von Wien.
    1679 bekämpfte er die Pestepidemie.
    Das Denkmal ist aber seiner anderen großen Leistung gewidmet: Die Verteidigung gegen die zweite Wiener Türkenbelagerung 1683, als er u.a. eine Bürgerwehr organisierte.
    Er förderte das Durchhaltevermögen der Bürger.
    Zwei Tage vor der entscheidenden Schlacht des Entsatzheeres starb er und erlebte den Sieg leider nicht mehr mit.
    Das Denkmal ist ihm als Sieger über die Türken gewidmet.

     

     

    Die im neogotischen Stil gehaltene Votivkirche wurde als Dank für ein fehlgeschlagenes Attentat (18.02.1853) auf Kaiser Franz Joseph gebaut und am 24.04.1879, dem Tag von der Silberhochzeit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth, geweiht

    Die Universität von Wien

    Die Schottenkirche

    Was mir an Wien – abgesehen von den wunderschönen Bauwerken, noch gefallen hat: An jedem besonderen Bauwerk waren 2 österreichische Fahnen und darunter ein Schild mit Erklärungen zu dem jeweiligen Gebäude. Dadurch wirkte es – wie die Gebäude an sich auch – irgendwie festlich.

     

    Gegenüber der Schottenkirche liegt der Palais Daun-Kinsky

    Hier kann man u.a. heiraten und sich einen Tag wirklich wie eine Prinzessin fühlen, wenn die Gäste im Prunksaal empfangen werden
    Ein Besuch, um die Innenräume mit den wundervollen Deckenmalereien und die prächtigen Dekorativen Elemente zu sehen, lohnt sich.

    Das Eingangsportal des 1713 bis 1719 erbauten Gebäude ist sehr imposant.

    Ich entdeckte über dem Eingang ein kleines Detail, konnte aber leider im Netz nichts dazu finden

     

    Die Kirche am Hof

    Die Kirche am Hof, ursprünglich im 14. Jahrhundert als gotische Kirche der Karmeliter erbaut, wurde später barock umgestaltet und ist bekannt für ihre beeindruckende Fassade und ihre Bedeutung als geistliches Zentrum.

    Am Hof – hier befindet sich auch ein Parkhaus

    Mariensäule und die Kirche am Hof im Hintergrund

    Die Mariensäule am Hof in Wien wurde 1667 von Kaiser Ferdinand III. errichtet, um der Jungfrau Maria für die Rettung Wiens vor der schwedischen Belagerung im Dreißigjährigen Krieg zu danken.

     

    Direkt an diesem Platz ist auch die Feuerwehr – und zur Freude meines Mannes (ebenfalls Feuerwehrmann) fuhren sie grad aus. Natürlich hoffen wir trotzdem, dass der Grund nichts Schlimmes war, vielleicht sogar nur ein Fehlalarm einer BMA

    Wir konnten sogar einen kleinen Blick ins Feuerwehrgebäude erhaschen

     

     

    Eingang zur katholischen Kirche Maria am Gestade

     

    Die Ankeruhr   

    Die Ankeruhr ist angebracht an einer Brücke, welche 2 Gebäude verbindet.
    Gebaut wurde die Ankeruhr von 1911 – 1914. Das Besondere an der Uhr ist, dass während der 12 Stunden 12 Figuren oder Figurenpaare aus der Wiener Geschichte an der Uhr entlang laufen.
    Um 12 Uhr mittags kann man alle Figuren mit Musikbegleitung sehen.
    In der Adventszeit werden jeden Tag um 17 Uhr Weihnachtslieder gespielt.
    Den Namen hat sie von dem Auftraggeber für diesen außergewöhnlichen Hingucker: Damals hatte die Versicherungsgesellschaft „Der Anker“ in den Räumen ihre Büros.

    Unsere Tour näherte sich dem Ende.

    Neue und moderne Gebäude vor dem Regensburger Hof – Gebäude

    Die imposante Kuppel von der katholischen Kirche St. Peter

     

    In der Milchgasse befindet sich dieses Haus, das Mozartmuseum ist an anderer Stelle

    Unsere Tour endete, wo sie gestartet ist: Am Stephansdom.

    Wir haben die wichtigsten Highlights sehen dürfen und wissen so, was wir uns beim nächsten mal genauer ansehen möchten. Auf meiner Liste steht zum Beispiel das „Sisi-Museum“. Kommentar meines Mannes dazu „Aber bestimmt nicht mit mir!“ … Männer…..

    Wir hatten Hunger und die vier Kids wünschten sich …. asiatisch. Sie hatten ein Restaurant namens „Japanika“ entdeckt. 

    Das war das „richtige“  für meinen Vater, aber er ergab sich dem Bitteln und Betteln seiner Enkelkinder.
    „Opa, du findest da bestimmt auch was!“ „Genau, da gibt es auch was anderes als Sushi“ Seufzend betrat mein Vater mit uns das Asia-Restaurant. Und auch mein Mann ist (leider) kein Fan vom asiatischen Essen. Ich habe es in Japan lieben gelernt, außer Sushi. Trotz unserer Japanreise kann ich mich damit einfach nicht anfreunden. 

    Für meinen Vater (und für mich) wählte ich dann Fleischspieße und Gyoza, welche zu meiner Überraschung frittiert, aber trotzdem lecker, waren.

    Mehr (die Kids und ich) oder weniger (Mein Mann und mein Vater) gut gestärkt liefen wir zurück zum Stephansdom.

     

    Der Stephansdom in Wien

    Von außen schon mehr als beeindruckend waren wir gespannt, wie er von innen aussehen würde – und natürlich wollten wir auch hoch auf den Turm.
    Mein Vater war etwas geknickt, dass er nicht auch nach oben mit konnte. Die Treppen würde er nicht schaffen.
    Wir suchten ein Café in der Nähe, wo er dann zusammen mit meinem Sohn, welcher nicht hochwollte, warten konnte. Der Rest von unserer kleinen Reisetruppe suchte die Kasse, um Karten für den Turmaufstieg zu kaufen.

    Der Stephansdom in Wien, auch „Steffl“ genannt, ist ein Meisterwerk der Gotik, eines der bekanntesten Bauwerke Österreichs und das Wahrzeichen von Wien.
    Sein Bau begann 1137 im romanischen Stil, wurde im 14. Jahrhundert erweitert und ab 1359 im gotischen Stil umgestaltet.
    Der Stephansdom bietet Platz für etwa 8.000 Menschen.

    Wenn ich vor solchen Sakralbauten stehe, bin ich immer wieder fasziniert davon, wie die Menschen soetwas früher gebaut haben. Berechnungen ohne Computer und die Bauarbeiten ohne Maschinen.
    Schaut es euch mal an. Ist das nicht unglaublich, was die Menschen damals erschaffen haben?
    Wenn man das vergleicht … heute haben wir so viele Hilfsmittel. Computer, die uns alles berechnen und 3D-Modelle erstellen lassen können, moderne Maschinen, die uns die kraftaufwendigen Arbeiten erleichtern.
    Und trotzdem bekommen wir manche Bauwerke nicht hin oder es dauert Ewigkeiten, bis sie endlich fertiggestellt werden, alleine in Deutschland fallen mir da spontan grad drei Großprojekte ein,…
    Ich glaube, man hat damals „einfach gemacht“. Jeder wusste, was er zu tun hat und alle haben an einem Strang gezogen. Heute verköcheln oft zu viele Köche den Brei ….

    Der Stephansdom von Innen

    Von Innen ist der Dom nicht weniger imposant. Und auch hier ging mein Blick erst einmal zur Deckenkonstruktion. Wie konnten die Menschen das damals alles so bauen?! Ich bin immer wieder aufs neue tief beeindruckt.

    Die Kasse für die Turmbesteigung befindet sich im Dom auf der linken Seite.
    Achtung: Hier ist nur Barzahlung möglich!

    Zu meiner Überraschung führte auf den Nordturm ein Lift! Nur beim Südturm muss man Treppen laufen, 343 Stufen führen nach oben.

    Ich bat die anderen, dort zu warten, damit ich meinen Vater holen konnte. 

    Im Café angekommen, blickte mich mein Vater überrascht an. „Seid ihr etwa schon fertig?“ fragte er, während sein Kaffee noch halbvoll vor ihm stand. „Nein, Papa, du kannst mit nach oben – es gibt einen Fahrstuhl.“
    Mein Vater freute sich und leerte mit einem großen Schluck seine Kaffeetasse. 
    Nur kurze Zeit später später machten wir uns gemeinsam auf den Weg zurück zum Dom.

    Auch mein Vater war imponiert vom Kircheninnern.

     

    Aktuelle Preise und Infos zur Besichtigung des Stephandomes und zur Turmbesteigung findet ihr hier:
    https://www.stephanskirche.at/info.php

     

    Wir schauten uns erst noch einmal etwas den Dom von Innen an.

    Schaut euch mal die vielen bunten Fenster an!
    Davor steht der Barocke Hochaltar, 1647 geweiht

    Wiener Neustädter Altar  (1447) Er ist ein typisch gotischer Flügelaltar, welcher Szenen aus dem Leben der heiligen Jungfrau Maria zeigt.

    Uns war es zu voll im Dom, wir beschlossen, nun den Turm hinauf zu fahren.

    Der Nordturm ist mit 68,3 Metern etwas niedriger als der Südturm, eine schöne Aussicht hat man von oben trotzdem.
    Und es gibt noch eine Besonderheit im Nordturm:
    Die Pummerin – eine der größten, freischwingenden Glocken Europas!
    Die Glocke hat einen Durchmesser von 314 cm wiegt 21110 kg!
    Da wir in unserer Familiengeschichte einen bekannten Glockenbauer haben (Wir haben auch in Japan eines seiner Werke sehen dürfen), hat mich das Thema Glockengießerei schon immer interessiert. Und auch die Architektur drumherum. Überlegt mal, 21.000 Kilogram schwingen – und sind nur an einem Holzbalken befestigt. Unglaublich.

    Der Fahrstuhl zum Nordturm ist innerhalb vom Stephansdom.
    Nach dem Eingang muss man sich links halten, dann erreicht man die Tür zum Eingang.

    Wien von oben

    Oben angekommen!
    68 Meter hören sich gar nicht so hoch an, wie sie tatsächlich sind!

    Die Votivkirche überragt die Dächer

    Der Hundertwasserturm

    Die Wappen der Republik Österreich und der Stadt Wien (Wieder ein Doppeladler)  am Albertinischen Chordach des Stephansdoms
    1950 steht für die Fertigstellung des Daches nach der Renovierung/ Restaurierung der Kriegsschäden

    Kranparade

     

    Jesuitenkirche – Universitätskirche

     

    Meine Wenigkeit.

     

    Ca. 230.000 Dachziegel bilden in insgesamt 10 verschiedenen Farbtönen das bekannte Zickzack-Muster.
    Jeder einzelne Ziegel wiegt ca 2,5 kg und ist nicht nur mit 2 Nägeln an den Sparren befestigt, sondern liegt zusätzlich noch in Mörtel.

    Auch den Wiener Prater konnte man von oben gut erkennen

     

    Anhand von Panoramatafeln wurde erklärt, was man sah

       

     

    Wir blieben eine ganze Weile oben und genossen die Aussicht.

    Aber dann wurde es doch langsam Zeit, zurück zum Auto zu fahren.

    Uhr am Stephansdom

    .

    Auf dem Weg zur Bahnstation haben wir noch ein paar schöne Ecken von Wien gesehen, wie zB diesen Straßenzug

     

     

    Und zurück am Stadion …

     

    … in unsere fahrende Sauna.

     

    Wir sind rechtzeitig wieder im Auto, denn am späten Nachmittag gab es wieder starke Gewitter

    Am Hotel holten wir meine Mutter ab und fuhren in ein uriges Restaurant in der Nähe vom Hotel in Bratislava. 
    Das Gewitter zog ebenfalls von Wien Richtung Bratislava. 

    Ich schaue da immer gerne auf https://www.lightningmaps.org 
    Jeder rot-gelbe Punkt ist ein „frischer“ Blitz, je dunkler der Punkt wird, desto länger ist der Blitz her. So kann man auch die Zugrichtung gut erkennen. 

    Und ebenfalls gut zu erkennen: Das war ein sehr blitz-intensives Gewitter.

    Abschluss mit Gewitter und Grillplatte

    Von außen sah das Restaurant nicht sehr vielversprechend aus – der erste Eindruck täuschte aber, wie wir kurze Zeit später feststellten. 

    Da dieses Restaurant wohl eher für Einheimische gedacht ist, gibt es keine englische Karte. 

    Aber zum Glück gibt es ja Google Lens! 

    Google Lens funktioniert auch nicht immer perfekt …. Zahnpasta mit Soße Hollandaise oder gebratene Zahnstocher. 
    Auf gut Glück bestellten wir etwas, bei dem wir uns sicher waren, dass die Übersetzung stimmte. 

    Und siehe da: Eine große Grillplatte, leckeres Gemüse, Pommes, 3 Soßen, Brot. Absolut top! 

    Auch der Außenbereich ist sehr gemütlich, wenn nicht grad ein Gewitter über einen tobt…

    Das war ein schöner Abschluss unserer kleinen Reise nach Bratislava, ab morgen startet der Urlaubsmodus! 

    .

    .

     

     

    Am Abend packten wir unsere Koffer, denn am nächsten Morgen nach dem Frühstück fuhren wir in den Pongau im Salzburger Land.

    .

    .

    Danke, dass ihr wieder dabei ward, auch wenn es nur einen kleinen Einblick in die schöne Stadt Wien gab.
    Uns hat sie sehr gefallen und hat 100 % Lust auf mehr gemacht!!

     

    Im nächsten Bericht nehme ich euch mit nach Hallstatt. Sagt euch nichts?
    Ich bin mir sicher, ihr kennt es, vor allem ein bestimmtes Bild davon.
    Mehr dazu dann im nächsten Bericht! 

     

    Bis zum nächsten mal !!!

    Unser 3-Generationen-Ausflug von Bratislava nach Wien – Sightseeing mit Hindernissen

     


    HIER könnt ihr besondere Erlebnisse für Wien buchen

    Alle bereits veröffentlichten Berichte unseres Sommerurlaubes in der Slowakei, in Ungarn und in Österreich

     

     

     


    Bei den mit * gekennzeichneten Link handelt es sich um Affiliate-Links.
    Ihr zahlt dadurch keinen Cent mehr, aber ich bekomme ein paar Cent Provision, ein kleiner Zuschuss für die Kosten dieses Blogs wie zB Serverkosten.
    Danke an alle, die diese Links nutzen. Ich blogge sehr gerne, auch wenn dafür viel Freizeit drauf geht, es macht mir Freude, euch mitzunehmen auf Reisen, euch vielleicht sogar zu inspirieren oder mit euch Erinnerungen wiederaufleben zu lassen – aber die Kosten steigen leider auch hier immer weiter ….

    Danke für eure Unterstützung, euer Feedback, eure lieben Nachrichten

     

     

     

    Unser 3-Generationen-Ausflug von Bratislava nach Wien – Sightseeingtour und Stephansdom

  • Spenden- Projekt „Gesundes Essen“ an einer Grundschule in Namibia

    Spenden- Projekt „Gesundes Essen“ an einer Grundschule in Namibia



    Projekt „Gesundes Essen“ an einer Grundschule in Namibia

    Im April 2024 startete Andreas Tomek ein neues Projekt an einer Grundschule in Namibia. 

    Wie in Khorixas auch geht es auch hier um gesunde Mittagsverpflegung sowie dem Erlernen von Obst- und Gemüse-Anbau im schuleigenen Garten.
    Die standardmäßige Mittagsverpflegung besteht aus wenig nahrhaftem Maisbrei – jeden Tag!
    Ein großer Teil von der Ernte wird für die Schüler für die gesunde Mittagsverpflegung verwendet. Ein kleiner Teil wird verkauft, um neues Saatgut zu kaufen oder Arbeitsmaterialien anzuschaffen.
    Die Schüler helfen tatkräftig mit und erlernen so den Gemüseanbau, um sich später, wenn sie erwachsen sind, selber zu Hause für die Familie Gemüse anzubauen.

    Ich unterstütze ihn dabei mit gesammelten Spenden aus Deutschland.  

    Andreas ist regelmäßig vor Ort und informiert mich über den aktuellen Stand. 



    Wie ihr spenden könnt:

    Ihr könnt auch diesen QR-Code nutzen : 

     


    Update vom 10.01.2025

    In Namibia gibt es die langen Ferien um Weihnachten und Silvester, vergleichbar wie unsere Sommerferien.

    Vorher waren die Helfer und auch die Schüler der Schule aber sehr fleissig und haben weiter am Gartenprojekt gearbeitet

    Hier ein paar neue Fotos, damit ihr sehen könnt, wie es dort voran geht und was mit euren Spenden ermöglicht wird

    Alle packen mit an 

    .

    .

    .

    Danke an alle, die das Projekt mit Spenden unterstützen.
    Ich halte euch hier weiter auf dem Laufenden 


    Update vom 04.09.2024

    Der Bau des Gemüsegartens geht weiter. Dank vieler Spenden konnten weitere Geräte und Materialien angeschafft werden und der Gemüsegarten vergrößert werden 

    Danke an alle Spender, jeder Cent kommt diesem Projekt zu Gute !!!

    Hier werden Bäume angepflanzt 


    Update vom 14.05.2024 – neue Fotos 

    Wieder habe ich neue Fotos von dem Projekt bekommen. Alle helfen fleissig mit, es fehlt nur noch Erde und Wasser (das Wasser kommt aus der Stadt von der namwater https://namwater.com.na/ )

    Aktuell fehlen noch knapp 1000 Euro, unter anderem für die Beschaffung der Pflanzen und des Saatgutes 


    Update 28.04.2024 – neue Fotos

    Andreas hat mir neue Fotos geschickt. Wie ihr sehen könnt, geht das Projekt gut voran, alle packen mit an, auch die Schüler!


    Update 16.04.2024 – (mit Fotos) – die Arbeiten haben begonnen

    Die Arbeiten an dem Schulgarten haben begonnen. Von dem gespendeten Geld wurden u.a. die Arbeitsmaterialien angeschafft. 
    In den kommenden Wochen / Monaten entsteht hier ein großer Garten, in welchem die Schüler gemeinsam mit den Lehrern Obst und Gemüse anbauen. So lernen sie, wie man einen Gemüsegarten bewirtschaftet. Ein Teil der Ernte wird für die gesunde Mittagsverpflegung verwendet. Seitens der Schule gibt es aus Kostengründen sonst nur Maisbrei, jeden Tag… 
    Ein kleiner Teil wird aber auch verkauft, von dem Erlös wird neues Saatgut und ggfls. neue Arbeitsmaterialien angeschafft. 
    In Namibia ist jetzt Herbst, im Sommer (wenn bei uns Winter ist) regnet es viel und Namibia ist satt-grün – auch dem Schulgarten hat das Sommerwetter viel (ungewolltes) Grün beschert. 

     


    Update 18.03.2024 – Danke für die Spenden!!!!!

    Am 16. März durfte ich Andreas Projekt bei der Katholischen Frauengemeinschaft bei uns im Ort vorstellen.  

    Es wurden während meines Vortrages Spenden gesammelt und eine Summe von 300 Euro ist dabei zusammen gekommen!!

    Dafür an dieser Stelle nochmals vielen vielen Dank,  auch im Namen von Andreas und von der Schule in Otavi. 

    Anfang April geht’s los mit dem Projekt Gemüse-Anbau im schuleigenen Garten,  ich halte euch hier auf dem Laufenden


    Update 01.03.2024 – (mit Fotos) – Das Projekt steht in den Startlöchern

    Das Projekt steht in den Startlöchern, es werden noch Spenden zur Anschaffung der Arbeitsmaterialien gesammelt 

    So sieht es aktuell vor Ort aus: 



    Namibia

  • Köln Kurztrip: ein Wochenende zwischen Dom, Rheinboulevard und Turmbesteigung

    Köln Kurztrip: ein Wochenende zwischen Dom, Rheinboulevard und Turmbesteigung


    Wichtiger Hinweis zu diesem Bericht

    Dieser Reisebericht stammt aus dem Jahr 2017. Den persönlichen Erlebnisbericht habe ich bewusst so belassen, die praktischen Infos zum Kölner Dom und zu Nightfever wurden aber aktualisiert. So bleibt der Text persönlich und ist trotzdem für die Planung noch nützlich.

    Köln mit Tochter: Kölner Dom, Rheinboulevard, Nightfever und ein chaotisch-schöner Kurztrip

    Köln gehört für mich seit Jahren zu den Städten, in die ich immer wieder gerne zurückkehre. Nach meinem winterlichen Besuch Anfang 2015 ging es diesmal für ein Mama-Tochter-Wochenende wieder an den Rhein. Der Anlass war eigentlich ein Termin. Daraus wurde dann ein kurzer Köln-Trip mit Abendstimmung am Rhein, einem Hotel direkt am Bahnhof, 533 Stufen auf den Dom, einer verlorenen und wiedergefundenen Glubschi-Katze und natürlich ein bisschen Bahnchaos. Also im Grunde ein ziemlich typisches Wochenende mit Erinnerungswert.

    Schon einmal in Köln gewesen

    Köln im Schnee habe ich schon einmal erlebt. Den älteren Bericht findet ihr hier:
    Köln im Winter: mein früherer Besuch in der Domstadt

    Köln ist zwar eine meiner Lieblingsstädte, aber leider war ich seit Januar beziehungsweise Februar 2015 nicht mehr dort.

    Nun war ein Termin in Köln Grund für meinen Kurzbesuch. Meine älteste Tochter begleitete mich dieses Mal. Ein Mama-Tochter-Wochenende also, worüber sie sich sehr freute.

    Leider konnten wir erst am Samstagabend anreisen, ebenfalls wegen eines Termins. Angereist sind wir wieder mit der Bahn. Eigentlich wollte ich nach unserem Erlebnis auf der Heimfahrt von Dresden die Bahn boykottieren. Damals ließ man mich mit den drei Kindern nach einem Zugausfall ohne Informationen im Regen stehen. Der einzige Vorschlag seitens der Bahn hätte bedeutet, dass ich am späten Abend vermutlich an einem anderen Bahnhof strandete. Erst nachdem ich meinen Standpunkt sehr deutlich gemacht hatte, wurde uns geholfen. Und zwar wirklich gut geholfen.

    Das erste Stück durften wir damals in einem Zug fahren, der eigentlich ausgebucht war, sogar in der ersten Klasse. Weil die Umsteigezeit extrem knapp war, wartete am Umsteigebahnhof schon ein Mitarbeiter der Bahn, nahm mir Gepäck ab und sorgte dafür, dass wir den Anschlusszug inklusive vier zusammenhängender Plätze bekamen. Nach dem Ärger vorher fand ich das wirklich gut organisiert. Es lief alles reibungslos, wir waren am Ende glücklich und zufrieden. Es geht also doch.

    Also gab ich der Bahn noch einmal eine Chance. Ob ich das noch bereuen würde, war zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht abzusehen.

    Anreise nach Köln und erster Abend am Rhein

    Wir kamen mit zehn Minuten Verspätung in Köln an. Das konnte man verschmerzen. Alles gut. Unser erster Weg führte uns direkt ans Rheinufer beziehungsweise an den Rheinboulevard am Kennedy-Ufer. Als wir dort ankamen, war die Sonne leider gerade untergegangen, die Lichtstimmung war trotzdem wunderschön. Es war ein lauer Frühlingsabend und am Rheinufer waren viele Menschen unterwegs.

    Auch meine Älteste genoss den Abend am Ufer. Bis zum Eintritt der Dunkelheit blieben wir dort, beobachteten das bunte Treiben und machten natürlich Fotos. Ich glaube, meine Tochter hat an diesem Abend sogar mehr fotografiert als ich. Wer mich kennt, weiß, dass das schon etwas heißt. Scheint sich also irgendwie vererbt zu haben.

    Der Dom wird nachts wunderschön ausgeleuchtet.

    Kölner Dom am Abend vom Rheinboulevard aus fotografiert

    Abendstimmung am Rhein mit Blick auf den Kölner Dom

    Blaue Stunde in Köln mit Dom und Hohenzollernbrücke

    Kölner Skyline am Abend vom Kennedy-Ufer aus

    Rheinufer in Köln am Frühlingsabend

    Kölner Dom und Hohenzollernbrücke kurz nach Sonnenuntergang

    Die Sonne war komplett verschwunden, die Nacht brach herein. Noch waren Dom und Brücke unbeleuchtet.

    Kölner Dom bei einsetzender Dunkelheit

    So ein Foto von Dom und Hohenzollernbrücke macht wahrscheinlich fast jeder Köln-Besucher.

    Dom und Hohenzollernbrücke am Abend in Köln

    Nächtlicher Blick auf die Kölner Altstadt und den Rhein

    Kölner Dom und Uferpromenade am Abend

    Abendlicher Blick über den Rhein auf Köln

    Rheinpromenade, Hohenzollernbrücke und Nightfever im Dom

    Die Rheinpromenade ist wirklich toll geworden. Über die Hohenzollernbrücke mit ihren unzähligen Liebesschlössern gingen wir anschließend zu unserem Hotel, das in direkter Nähe zum Bahnhof lag.

    Hohenzollernbrücke in Köln mit Liebesschlössern

    Diese Brücke bringt mich jedes Mal auf denselben Gedanken: Wie viele von diesen Beziehungen bestehen wohl noch?

    Auf dem Weg zum Hotel kamen wir am Dom vorbei und sahen, dass ausgerechnet an diesem Abend Nightfever im Kölner Dom stattfand. Obwohl wir schon ziemlich müde waren, schauten wir kurz hinein.

    Nightfever im Kölner Dom

    Nightfever ist ein Gebetsabend junger Christinnen und Christen. Im Kölner Dom finden diese Abende regelmäßig statt. Wer Köln besucht und zufällig an einem solchen Abend dort ist, erlebt den Dom in einer besonders ruhigen und stimmungsvollen Atmosphäre. Aktuelle Termine und Infos gibt es hier:

    Offizielle Nightfever-Website

    Einmal im Monat findet diese Jugendgebetsnacht in Köln statt, meistens im Kölner Dom. Die Wege im Dom waren nur mit zahlreichen Kerzen ausgeleuchtet, was für eine besondere Atmosphäre sorgte. Jeder Besucher bekam eine Kerze geschenkt, konnte verweilen, Musik hören, beten oder einfach still dort sitzen.

    Auch wenn das für manche vielleicht erst einmal unspektakulär klingt: Es war wirklich sehr schön organisiert und die Stimmung war ruhig und friedlich. Es lohnt sich, so etwas wenigstens einmal erlebt zu haben.

    Fotografieren war verboten, daher gibt es nur die Bilder, die ich geschossen hatte, bevor ich das Schild entdeckte. Es sind Handyfotos. Meine Spiegelreflex wäre dort ohnehin zu laut gewesen.

    Kerzenlicht im Kölner Dom während Nightfever

    Stimmungsvolle Innenansicht des Kölner Doms bei Nightfever

    Leider blieben wir nicht lange. Vor allem meine Tochter war einfach zu müde.

    Unser Hotel in Köln

    Übernachtet haben wir im Hotel Merian in direkter Nähe zum Bahnhof.

    Offizielle Website vom Hotel Merian Köln

    Leider war trotz der späten Ankunft unser Zimmer noch nicht ganz fertig. Im Waschbecken lag eine leere Toilettenrolle, das Putzmittel stand noch im Bad und als wir duschen wollten, stellten wir fest, dass die Handtücher fehlten. Zum Glück ist die Rezeption 24 Stunden besetzt, dadurch war das alles schnell geklärt. Der Service war freundlich.

    Wir hatten noch Brötchen von der Anreise übrig, holten uns an der Rezeption einen heißen Kakao und ließen den Abend ruhig ausklingen. Diese Nacht wurde wegen der Zeitumstellung ohnehin eine Stunde kürzer, also gingen wir zeitig schlafen.

    Zimmer im Hotel Merian Köln

    Die Zimmer waren etwas altbacken, aber alles war sauber.

    Hotelzimmer im Hotel Merian nahe Kölner Hauptbahnhof

    Es gab einen Kühlschrank und einen kleinen Flachbildfernseher.

    Modernisiertes Badezimmer im Hotel Merian Köln

    Das Badezimmer schien modernisiert.

    Das Zimmer hatte übrigens eine sehr merkwürdige Doppelverglasung. Der Straßenlärm wurde dadurch immerhin gut abgehalten. Nur das Lüften am nächsten Morgen war etwas komplizierter.

    Fensterkonstruktion mit Doppelverglasung im Hotelzimmer

    Der nächste Morgen begann sehr früh und durch die Zeitumstellung sogar noch früher. Im Zimmerpreis enthalten war auch ein Frühstück. Alles war frisch und wurde immer wieder nachgefüllt.

    Frühstücksbuffet im Hotel Merian Köln

    Frühstück im Hotel Merian nahe Kölner Dom

    Auswahl am Frühstücksbuffet im Hotel

    Frühstücksraum im Hotel Merian Köln

    Frühstück am Morgen in Köln

    Termin, Flohmarkt und Frühlingsgefühle in Köln

    Zeitig brachen wir zum Termin auf. Der Weg führte am Rhein entlang und dort war Flohmarkt. Ich liebe es, auf Flohmärkten zu stöbern, aber leider fehlte uns dafür die Zeit. Schade.

    Flohmarkt am Rheinufer in Köln

    Spaziergang am Rhein in Köln bei Frühlingswetter

    Rheinpromenade in Köln am Sonntagvormittag

    Der Termin ging bis kurz vor Mittag. Unser Zug fuhr gegen 16 Uhr, also hatten wir eigentlich noch vier Stunden Zeit, etwas durch Köln zu bummeln. Dachte ich. Es sollte doch noch etwas anders kommen.

    Wir gingen wieder am Rhein entlang Richtung Dom. Der Flohmarkt war mittlerweile sehr gut besucht, ganze Menschenmassen schoben sich an den Ständen entlang. Das war mir persönlich dann schon zu viel und wir gingen lieber oberhalb vom Rheinufer Richtung Dom. Für meinen Termin trug ich hochhackige Schuhe. Für einen kleinen Stadtbummel war das natürlich eine brillante Idee. Das bemerkte ich sehr deutlich nach den ersten anderthalb Kilometern.

    Das Wetter verwöhnte uns. Die Sonne schien und für Ende März war es ungewöhnlich warm.

    Frühling in Köln mit blauem Himmel

    Frühling in Köln.

    Sonniger Tag in Köln Ende März

    Gebäude der European Aviation Safety Agency in Köln

    Das Gebäude der European Aviation Safety Agency.

    Spaziergang durch Köln bei sonnigem Wetter

    Die Geschichte mit der Glubschi-Katze

    Endlich am Bahnhof angekommen wollten wir erst einmal irgendwo zu Mittag essen. Eigentlich. Dann sah ich meine Tochter in ihrem Rucksack kramen und kurz darauf hörte ich ein verzweifeltes „Nein, das darf nicht wahr sein“. Ich ahnte sofort, was jetzt kommen würde.

    In irgendeinem Urlaub hatte ich ihr einmal eine Glubschi-Katze gekauft. Ein kleines Kuscheltier mit riesigen Augen. Meine beiden Töchter lieben diese Kuscheltierchen und wir haben inzwischen schon mehrere davon. Diese Katze war nun aus dem Außenfach ihres Rucksacks gefallen. Irgendwo auf dem letzten Kilometer, vermutete meine Tochter. Auf dem Flohmarkt hatte sie die Katze noch.

    Ich versuchte, sie damit zu trösten, dass ich ihr eine neue kaufen würde. Aber das ließ sie nicht gelten. „Mama, das geht nicht. Die hat doch gar nicht die ganzen Erinnerungen. Ich MUSS sie wiederfinden.“ Also wurde das Essen verschoben und wir liefen den ganzen Weg zurück. Durch Menschenmassen, an jedem Busch, jedem Baum und jedem Fleckchen Grün vorbei. Ergebnislos.

    Meine Tochter war verzweifelt, meine Füße taten weh und die Glubschi-Katze blieb verschwunden. Irgendwann gaben wir die Suche auf und gingen zurück zum Bahnhof. Dort wollte meine Tochter am liebsten direkt nach Hause. Nichts konnte sie trösten, nicht einmal der Gedanke, dass sich nun vielleicht ein anderes Kind über das Kuscheltier freuen würde.

    Wir liefen durch den Bahnhof und suchten nun zumindest etwas zu essen. Sitzen wollte ich vor allem. Dann fiel mir ein Pärchen mit einem Hund auf. Oder genauer gesagt: das Spielzeug des Hundes. Klein, kuschelig, gelb. Ich sagte zu meiner Tochter: „Im ersten Moment dachte ich, das wäre deine Glubschi-Katze. Moment. Das IST sie. Der Hund hat deine Glubschi-Katze.“

    Der Hund kaute genüsslich darauf herum. Meine Tochter war sprachlos. Ihr Blick war eine Mischung aus Freude und noch mehr Verzweiflung. Ich sprach das Pärchen an und sagte, dass dies die Katze meiner Tochter sei, die sie vor etwa einer Stunde verloren hatte. Die Reaktion der Frau war freundlich formuliert eher überschaubar. Nach etwas Nachdruck bekam meine Tochter die Katze schließlich zurück. Völlig eingespeichelt, aber immerhin gerettet. Der Hund war wenig begeistert.

    Wir gingen weiter, meine Tochter grinste einmal im Kreis und alles war wieder gut. Die Glückskatze hatte wirklich Glück. Nach unserer Heimkehr wuschen wir sie zu Hause und stellten fest, dass sie das Durchkauen durch den Hund ohne eine einzige Macke überstanden hatte. Für die Zukunft stand der Plan fest: Die Katze bekommt ein Halsband und wird am Rucksack festgebunden. Denn sie sollte auch auf unsere große Reise mitkommen. Was uns mit dieser Katze später am Nachmittag noch passieren würde, ahnten wir zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht.

    Kölner Dom: Öffnungszeiten, Turmbesteigung und Eintritt

    Danach gingen wir zum Dom. Auf dem Bahnhofsvorplatz war viel Polizei präsent.

    Polizeipräsenz auf dem Bahnhofsvorplatz in Köln

    Kölner Dom vom Bahnhofsvorplatz aus

    Dieses Mal wollte ich endlich wieder hinauf auf den Dom, also in die Turmspitze. Das war bestimmt schon zehn Jahre her.

    Kölner Dom: aktuelle Besucherinfos

    Offizielle Website:
    www.koelner-dom.de

    Touristische Besichtigung des Doms:
    Montag bis Samstag in der Regel: 10:00 bis 17:00 Uhr
    Sonntag in der Regel: 13:00 bis 16:00 Uhr
    Änderungen sind wegen Gottesdiensten jederzeit möglich.

    Turmbesteigung:
    März bis Oktober: täglich 9:00 bis 18:00 Uhr
    November bis Februar: täglich 9:00 bis 16:00 Uhr
    Letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schließung

    Wichtiger Hinweis:
    Der eigentliche Dom ist derzeit für Gottesdienstbesucher und Betende weiterhin kostenfrei zugänglich. Eine Besichtigungsgebühr für touristische Besucher ist laut Domkapitel erst ab der zweiten Jahreshälfte 2026 angekündigt.

    Wenn man den Kirchturm vom Kölner Dom hochkraxeln möchte, muss man dafür erst einmal in den Keller. Dort gibt es einen kleinen Souvenirladen und außerdem die Eintrittskarten für die Turmbesteigung.

    Eintrittskarte für die Turmbesteigung des Kölner Doms

    Eintrittskarte hatten wir, also ging es los. Wisst ihr, wie viele Stufen es bis nach oben sind? 533. Zwischendurch fast nur Wendeltreppe, ohne vernünftige Möglichkeit, mal kurz anzuhalten. Zumindest nicht, wenn sich wie an diesem Sonntag ganze Menschenmassen gleichzeitig hoch und runter schieben. 533 Stufen, mit meinem Schuhwerk. Okeeeeee.

    Notiz an mich: Beim nächsten Mal Sneaker in den Rucksack packen.

    Irgendwann hörte ich von weiter unten eine Frau rufen: „Hey, wartet mal.“ Dann: „Hey, kleines Mädchen, warte doch mal.“ Wir blieben stehen und drehten uns um. „Du hast etwas verloren.“ Ich ahnte sofort, was das sein könnte. Japsend winkte die Frau mit einer mir allzu bekannt vorkommenden gelben Kuschelkatze. Mein Blick Richtung Tochter sprach wohl Bände, denn noch bevor ich etwas sagen konnte, meinte sie schon: „Jaaaa, ich packe sie jetzt IN meinen Rucksack, statt in die Außentasche.“

    Wir bedankten uns herzlich bei der Frau und dann ging es weiter. Stufe für Stufe für Stufe.

    Ob ich in der kommenden Nacht wohl von gelben Glubschi-Katzen träumen würde? Vermutlich ja.

    Oben angekommen japsten alle erst einmal nach Luft. Jung, alt, völlig egal. Wir auch. Aber die Plackerei lohnt sich, denn die Aussicht ist wirklich schön.

    Blick aus dem Kölner Domturm über die Stadt

    Kleine Zwischenetage vor dem Endspurt. Wer will, kann sich hier oben eine Münze prägen lassen. Natürlich haben wir das gemacht und sie später sehr stolz herumgezeigt.

    Wenn man den Sauerstoffmangel nach den vielen Stufen halbwegs wieder ausgeglichen hat, kann man die Aussicht genießen.

    Aussicht vom Kölner Domturm auf Rhein und Hohenzollernbrücke

    Was man auf diesem Foto schön erkennt: Würde man das Schiff, das zur Rheinseite zeigt, verlängern, würde es fast eine Linie mit der Hohenzollernbrücke bilden.

    Panoramablick über Köln vom Domturm

    Blick auf Köln vom Turm des Kölner Doms

    Domturm-Aussicht auf Dächer und Straßen in Köln

    Pulse of Europe auf dem Roncalliplatz

    Auf dem Platz am Dom, dem Roncalliplatz, fand an diesem Sonntag die wöchentliche Demonstration „Pulse of Europe“ statt. An diesem Tag kamen besonders viele Teilnehmer. Von oben wirkte das wie ein einziges großes, bewegtes Menschenfeld.

    Menschenmenge auf dem Roncalliplatz in Köln

    Im Hintergrund sieht man die rechtwinkligen Kranhäuser. Ihren Namen verdanken sie ihrer Form.

    Blick auf Köln mit Kranhäusern vom Domturm

    Viele Menschen auf dem Roncalliplatz vor dem Kölner Dom

    So viele Menschen.

    Blick durch Sicherung am Kölner Domturm

    Zwischen diese Sicherung hindurch zu fotografieren war mit großer Kamera gar nicht so einfach. Mit dem Handy ging das tatsächlich besser.

    Glocken des Kölner Doms

    Die Glocken vom Kölner Dom.

    Dann war es Zeit für den Abstieg. Hatte ich schon erwähnt, dass ich absolut ideales Schuhwerk trug? Meine Beine zitterten beim Runtergehen. Wessen Idee war das eigentlich gewesen, den Dom hochzukraxeln? Ach ja. Meine eigene.

    Treppenaufgang im Kölner Domturm

    Meine Tochter wollte sich den Dom danach gerne noch von innen ansehen.

    Innenraum des Kölner Doms

    Der Eingangsbereich beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue.

    Blick in den Kölner Dom von innen

    Architekturdetail im Kölner Dom

    Kaffee, Kuchen und ein Tyrannosaurus Rex

    Nach der Plackerei brauchten wir dringend eine Stärkung und gingen über den Roncalliplatz zu einem Café. Wir waren genau zur richtigen Zeit dort, denn über tausend Menschen sangen gemeinsam die „Ode an die Freude“. Das war schon ein echter Gänsehautmoment.

    Menschenmenge auf dem Roncalliplatz mit Blick zum Dom

    Durch meinen Kamerasucher dachte ich kurz, noch an Spätfolgen des Sauerstoffmangels vom Domaufstieg zu leiden, also fragte ich meine Tochter: „Ähm, läuft mir da gerade ein Tyrannosaurus Rex ins Bild?“ Ihre Antwort kam mit beeindruckender Selbstverständlichkeit: „Jepp.“ Warum da nun ausgerechnet ein Tyrannosaurus Rex für Europa demonstrierte, erschloss sich mir nicht. Aber nun gut. Köln eben.

    Wir fanden schließlich einen Platz in einem Café in direkter Domnähe.

    Café nahe dem Kölner Dom

    Das hatten wir uns aber nun wirklich verdient.

    Kaffee und Kuchen in Köln nach der Turmbesteigung

    Blaue Ballons über dem Roncalliplatz in Köln

    Die ganze Zeit stiegen blaue Ballons in den Himmel. Das sah wirklich schön aus.

    Blaue Ballons vor dem Himmel über Köln

    Dann wurde es aber langsam Zeit, zurück zum Bahnhof zu gehen. Leider. Ich hätte noch Stunden in der Sonne sitzen und dem bunten Treiben rund um den Dom zusehen können.

    Abschiedsfoto von Köln.

    Abschiedsfoto aus Köln mit Blick auf den Dom

    Heimfahrt mit Bahnchaos

    Meine Füße freuten sich schon darauf, gleich endlich entspannt im Zug sitzen zu können. Am Bahnsteig angekommen kam die erste Ernüchterung: Alle Bänke waren besetzt. Aber der Zug würde ja bald kommen. Dachte ich. Falsch gedacht. Erst waren es zehn Minuten Verspätung, dann zwanzig.

    Verspätungsanzeige am Bahnhof in Köln

    Kein Problem, dafür sollte der Zug bis zu meinem Heimatbahnhof durchfahren. Dachte ich da zumindest noch. Wie naiv. Der Zug kam schließlich, wir fanden einen schönen Fensterplatz und erhaschten einen allerletzten Blick auf den Dom.

    Letzter Blick auf den Kölner Dom aus dem Zug

    Tschüss Köln. Wir kommen auf jeden Fall wieder.

    Nach kurzer Zeit wollte meine Tochter auf die Toilette. Zum Glück gibt es im Zug ja welche. Nur leider waren alle defekt. Im ganzen Zug gab es keine funktionierende Toilette und vor uns lagen noch zwei Stunden Fahrt. Immerhin war in Münster dann Schluss mit der Fahrt. Wir wussten zunächst gar nichts. Die Informationspolitik der Deutschen Bahn war damals, sagen wir es vorsichtig, deutlich ausbaufähig.

    Zusammen mit ein paar anderen Fahrgästen versuchten wir herauszufinden, wie es weitergeht. Ergebnis: Zugwechsel. Also raus aus dem Zug, Treppe runter, kurz orientieren, zum richtigen Gleis und in den nächsten Zug. Wenigstens gab es dort eine funktionierende Toilette. Mit einer knappen Stunde Verspätung kamen wir schließlich am Zielbahnhof an.

    Fazit zu unserem Kurztrip nach Köln

    Köln lohnt sich immer. Erst recht, wenn einen das Wetter so verwöhnt. Der Rheinboulevard am Abend, der Blick auf den Dom, eine spontane Begegnung mit Nightfever, ein Frühlingssonntag in der Stadt und dazu diese wunderbar absurde Geschichte mit der Glubschi-Katze. Viel mehr Köln in 24 Stunden geht eigentlich kaum.

    Irgendwann werde ich auch noch mit den Zwillingen hinfahren und ihnen die schöne Stadt am Rhein zeigen.

    Weitere passende Deutschland-Berichte

    Wenn ihr Städte in Deutschland mögt, dann passen diese Berichte thematisch gut dazu:

    Ein Spaziergang durch Frankfurt
    Dresden mit Kindern
    Ein Nachmittag in München


    Unterkünfte in Deutschland finden

    Hier findest du passende Unterkünfte für deine Reise durch Deutschland – von kleinen Pensionen bis zu Hotels in den großen Städten.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    Aktivitäten und Touren in Deutschland

    Viele Städte und Regionen lassen sich besonders gut bei geführten Touren entdecken – zum Beispiel Stadtführungen, Naturerlebnisse oder besondere Ausflüge.


    Weitere Reiseberichte aus Deutschland

    Hier findest du weitere Reiseberichte, Ausflugsideen und Städte-Tipps aus Deutschland.

    • Dresden mit Kindern: Frauenkirche, Moritzburg und Altstadt

      Dresden mit Kindern: Frauenkirche, Moritzburg und Altstadt

      Wichtiger Hinweis zu diesem Beitrag Dieser Dresden-Bericht stammt aus dem Jahr 2016. Den persönlichen Reisebericht habe ich bewusst so belassen. Die praktischen Infos zu Hotel, Sehenswürdigkeiten und Öffnungszeiten wurden aktualisiert. Und ja: Die Fotos sind ebenfalls von 2016 – aus einer Zeit, in der ich noch keine gute Kamera hatte und vom Fotografieren längst nicht

      Weiterlesen

    • Geysir Andernach: höchster Kaltwassergeysir der Welt

      Geysir Andernach: höchster Kaltwassergeysir der Welt

      Der Geysir von Andernach – der höchste Kaltwassergeysir der Welt Der Geysir von Andernach – der höchste Kaltwassergeysir der Welt Bei Geysiren denken die meisten wahrscheinlich direkt an Island oder an den Yellowstone Nationalpark in den USA. Die wenigsten denken dann an Deutschland. Doch auch in Deutschland gibt es Geysire. Und sogar den höchsten Kaltwassergeysir

      Weiterlesen

    • Neanderthal Museum im Neandertal: unser Besuch während der Tour de France

      Neanderthal Museum im Neandertal: unser Besuch während der Tour de France

      Wichtiger Hinweis zu diesem Bericht Dieser Reisebericht stammt aus dem Jahr 2017 und schildert unseren Besuch im Neandertal während der Tour de France. Den Erlebnisbericht habe ich bewusst so belassen, die praktischen Infos zu Öffnungszeiten, Eintritt und offiziellen Websites wurden aber aktualisiert. Zusätzlich habe ich den Fokus dieses Beitrags stärker auf das Neanderthal Museum gelegt,

      Weiterlesen

    Zuletzt geändert:

  • Mit dem Shinkansen von Hiroshima nach Kyoto

    Mit dem Shinkansen von Hiroshima nach Kyoto

    Mit dem Shinkansen von Hiroshima nach Kyoto
     

    Reiseziel: Japan Reisezeit: Oktober 2023 (10 Tage) Reisende: Elly und ihre 3 Teenie-Kids  Route: Tokyo – Fuji – Hiroshima – Kyoto – Nara – Osaka  

     

    Mit dem Shinkansen von Hiroshima nach Kyoto

          Guten Morgen aus Hiroshima!  Und jaaaa, die Sonne scheint!!!!   Zum Frühstück holten wir uns die Getränke und die Suppe. Den Wrap mochten wir alle nicht, statt dessen gab es die gestern Abend gekauften Snacks. Wir packten die letzten Sachen zusammen und checkten aus.   Weil wir sehr viele Koffer hatten und einer davon leider inzwischen kaputt und mit fehlender Rolle war…,  und wir auch viele Taschen hatten, fuhren wir mit dem Taxi zum Bahnhof von Hiroshima. Ganz Hiroshima steht im Zeichen des Friedens Angekommen am Hauptbahnhof Hiroshima checkten wir erst einmal mit unserer Navitime-App, mit welchem Zug wir von welchem Gleis abfahren würden. Auch in Hiroshima sind die Shinkansen-Gleise gut ausgeschildert Um zu den Gleisen zu kommen, liest man seinen JR-Pass ein und geht durch die Schranke. Es wird immer angezeigt, in welchem Wagen sich die Plätze für Reisende ohne Reservierung befinden. Alles easy, also habt davor wirklich keine Sorge!    

    Disziplin und Ordnung beim Einsteigen in den Zug 

      Es ist alles so diszipliniert in Japan. Beim Einsteigen in den Zug stehen vorher alle in einer Reihe und steigen einer nach dem anderen ein. Jedes mal, wenn die Kids das sahen, erinnerten sie sich an den morgendlichen Bus, mit welchem viele Schüler zur Schule fahren. Und das Einsteigen beim Schulbus ist das absolute Gegenteil von dem, was sie hier in Japan erlebten.   

    Schneckchen ist immer dabei!

    Wenig später saßen wir im Shinkansen. Nicht reservierte Plätze. Wir haben es gewagt und hatten halbwegs Glück. Zusammensitzen konnten wir, Platz für die Koffer gab es aber keinen und so saßen wir wieder etwas eng. Das blaue Ding ist übrigens Schneckchen 1.0. Aufmerksame Leser werden dieses blaue Ding schon des Öfteren in meinen Reiseberichten gesehen haben. Ihr habt keine Ahnung, wer oder was ein Schneckchen ist? Hatte ich auch nicht… Dank vieler Erklärungen und gezeigten Videos wusste ich dann aber bald Bescheid. Meine Tochter hat dazu einen kleinen Text geschrieben: 
    Maudado ist eine deutsche YouTuberin und Content Creatorin, die für ihre Gaming-Inhalte und ihr Engagement in der deutschen YouTube-Community bekannt ist. Sie hat sich einen Ruf als humorvolle und unterhaltsame Gamerin aufgebaut, die eine Vielzahl von Spielen auf ihrem Kanal präsentiert, darunter Minecraft, Grand Theft Auto (GTA) und viele andere. Maudado ist für ihren charmanten und oft tollpatschigen Stil bekannt, der es ihr ermöglicht, eine große Fangemeinde anzusprechen. Ihr Kanal bietet eine Mischung aus Let’s Plays, Tutorials, Vlogs und anderen Gaming-bezogenen Inhalten. Darüber hinaus hat Maudado auch an verschiedenen Kollaborationen mit anderen deutschen YouTuber*innen teilgenommen und sich als wichtiger Bestandteil der deutschen YouTube-Gaming-Szene etabliert. Maudado ist nicht nur für ihre Gaming-Inhalte bekannt, sondern auch für ihre Persönlichkeit, die sie in ihren Videos zum Ausdruck bringt. Sie hat eine lebhafte und enthusiastische Art, die es ihr ermöglicht, eine starke Bindung zu ihrer Fangemeinde aufzubauen. Insgesamt ist Maudado eine prominente Figur in der deutschen YouTube-Gaming-Community und genießt eine beträchtliche Anhängerschaft, die ihre Videos regelmäßig verfolgt und unterstützt. In dem Video sieht man ganz am Anfang ganz rechts Schneckchen 1.0 und dann links die neuen Schneckchen 2.0

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen
    Schneckchen 2.0 musste zu Hause bleiben, es reist nicht so gerne. Schneckchen 1.0 dagegen ist ein richtiges Reise-Schneckchen und war schon in Österreich, Kroatien, Italien, Frankreich, Portugal, Namibia und Singapur – und nun auch in Japan – Das Lieblingsland von Schneckchen. Danke, dass ihr das gelesen habt!    
      Wir hatten ein paar Snacks dabei.  Diese hier waren die Favorits der Kids:  Kleine Pilze mit Keks-Stil und Schokoschirm Damit man keine Schokofinger bekommt, gibt es eine Ess-Anleitung

    Rothenburg ob de Tauber in einem Bahnhof in Osaka

    In Osaka mussten wir umsteigen. Die Station heißt Shin-Osaka. Wir mussten das Shinkansen-Gleis verlassen und mit einer anderen Bahn die kurze Strecke nach Kyoto fahren. Und dann entdeckte ich das hier:
    Ein großes (altes) Foto von Rothenburg ob der Tauber
    Meine Kids und ich waren schon öfters in Rothenburg, wir lieben es sehr. Letztes Jahr haben wir sogar die Nachtwächter-Tour mitgemacht (… da fällt mir ein: darüber könnte ich auch mal bloggen) und haben daher Rothenburg sofort erkannt.
    So fern der Heimat und doch ein Stück Heimat so nah
    Andersherum sind in Rothenburg odT auch immer sehr viele Japaner, viele Schilder in der Gastronomie sind sogar auf die japanischen Besucher eingestellt
    Rothenburg ob der Tauber ist für viele Japaner der Inbegriff von einem traditionellen deutschen Dorf.
    Allein 2018 besuchten 40.900 Japaner Rothenburg.
    Und auch in Japan hat Rothenburg odT eine Partnerstadt: Uchiko
    Ein Blick aus dem Fenster riss uns dann aus der heimatlichen Träumerei.

    Willkommen in Osaka!

    Auch wenn man den Gleisbereich verlässt, muss man das Ticket durch die Schranke ziehen. Das Ticket reinschieben und die Schranke öffnet sich ….. … und danach das Ticket wieder rausnehmen und gut einpacken. Denn es gilt: Ist das Ticket weg, ist es weg. Und man muss sich ein neues kaufen. Das gilt auch beim teuren Japan-Rail-Pass-Ticket. Daher habe ich immer ganz genau aufgepasst, ob die Kids ihr Ticket nach dem Verlassen des Bereiches gut weggesteckt haben.  Auch in Japan hat die Bahn Verspätung. Der Shinkansen nicht, die „normale“ Bahn schon. Damit keiner vom anfahrenden Zug überfahren wird, schließen erst Sicherheitsschranken und dann die Türen vom Zug. Beim Stop ist es dann genau andersherum.

    Jeder Bahnhof in Japan hat seine eigene Erkennungsmelodie. 

    Übrigens hat in Japan jeder Bahnhof seine eigene Erkennungsmelodie. Sie ertönt, sobald der Zug in den Bahnhof einfährt. Ich habe ein interessantes Video über den Komponisten dieser kurzen 7-Sekunden-Melodien im Netz gefunden. Hier erzählt er zum Beispiel, wie es zu der Melodie der Verbindung von Osaka nach Kyoto kam, also genau unsere Verbindung. Leider kann ich es nicht einbetten. Hier der Link: https://youtu.be/uennzGzftRY?si=2kyVdf8st_90klcZ  

    Ein paar Impressionen unserer Fahrt von Hiroshima nach Kyoto

     

    Ein Hello-Kitty-Zug!

    Angekommen in Kyoto entdeckten die Mädchen einen Hello-Kitty-Zug. Leider war es nicht der Hello-Kitty-Shinkansen, sondern ein ’normaler‘ Zug im süßen Hello Kitty Design. Die Mädchen waren ganz aus dem Häuschen und wollten unbedingt einmal mit diesem Zug fahren. Aber wir hatten keine Zugfahrten mehr auf unserem Plan, abgesehen von der Fahrt zum Flughafen. Und auch im Bahnhof von Kyoto fanden wir ganz viel Hello Kitty!  Ticket rein – Schranke öffnet sich.    

    Willkommen in Kyoto!

       

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen
        Das Bahnhofgebäude wurde 1997 eingeweiht. Zum 1200sten Jahrestag der Stadt Kyoto! Es wirkt sehr futuristisch, ein Kontrast zu dem, was man sonst mit Kyoto verbindet, nämlich viele traditionelle Tempel und Stadtviertel.   Verlässt man den Bahnhof, sieht man direkt den Kyoto Tower. Er ist 131 Meter hoch, auf 100 Meter befindet sich eine Aussichtsplattform mit Panoramarundblick auf Kyoto.

    Eine besondere Hilfe am Bahnhof in Kyoto für Touristen am Taxistand

    Vor dem Bahnhof in Kyoto ist wie bei allen Bahnhöfen ein Taxistand. Hier gibt es aber eine kleine Besonderheit: Es gibt einen Taxistand für Menschen, die japanisch sprechen und einen für diejenigen, die kein japanisch sprechen. Also meistens Touristen. Grund: Was uns in Tokyo schon aufgefallen ist: In Taxen kam man mit englisch meistens nicht sehr weit. Google Translater und Google Maps waren oft die einzige Möglichkeiten zur Kommunikation. Mich hat das überrascht, denn vor allem in Tokyo sind so viele Touristen unterwegs. In Kyoto – zu den Peakzeiten hoffnungslos überlaufen – hat man eine Lösung gefunden: Man stellt sich in die Reihe für die Touristen. Ein Servicearbeiter kommt dann zu einem, fragt, wo man hinmöchte. Man sagt es ihm und er schreibt es in japanisch auf einem Zettel auf, welches man dann dem Taxifahrer gibt. Er half dann auch, dass wir unser Taxi bekamen und half beim Koffer einladen. Unglaublich, wie groß in Japan Service und Hilfsbereitschaft geschrieben wird. Die armen Japaner, wenn sie nach Deutschland kommen ……   Nach kurzer Zeit saßen wir im sehr schön verzierten Taxi. Meine Mutter hätte ihre Freude an diesem Design gehabt. Der Weg zum Hotel führte vorbei am Higashi Hongan-ji , einem alten und sehr großem buddhistischem Tempel. Das Hauptgebäude zählt zu den größten Holzgebäuden der Welt.   Unser Hotel lag zentral in Kyoto  

    Unser Hotel in Kyoto

    Smile Hotel Kyoto Shijo (Affiliatelink)   . . . Wieder hatten wir ein Vierbettzimmer.   Mein Sohn hatte direkt nach dem einchecken schon entdeckt, dass es einen Getränkeautomaten in der Lobby gab. Er hatte inzwischen schon ein Lieblingsgetränk und suchte regelmäßig gezielt die Automaten, welche sein Getränk anboten. Und nun stand so ein Ding direkt im Hotel. Er war happy und ich in den Folgetagen immer mein Kleingeld los…  

    Das Frühstück im Smile-Hotel

    Es war nach dem Hotel in Tokyo und Hiroshima unser drittes Hotel in Japan – und unser erstes Hotel, welches zum Frühstück Buffet anbot. Und dazu noch ein recht üppiges. Neben Brot und Brötchen gab es Ei, Bacon, Kartoffeln, Fisch, Würstchen, Gemüse, Reis, Suppe, Tofu und viele typische japanische Speisen mehr. Die Teller der Kinder sahen mehr nach Abendessen aus als nach Frühstück. Egal, es ist Urlaub und außerdem gibt es nun einmal in anderen Ländern auch andere Sitten –  und in diesem Hotel hatten wir auch die Möglichkeit, wieder typisch japanische Speisen zu probieren.   In der Lobby stand eine Mikrowelle, um sich Speisen oder Babynahrung zu erwärmen Und ein großer Tisch mit allen Dingen des täglichen Bedarfs. In Japan im Hotel bekommt man wirklich viel angeboten: Seifen, Shampoo, Cremes, Rasierer, Zahnbürste, Kamm, Pantoffeln,… oft hatten wir auch Gesichtsmasken und weitere Pflegeprodukte.   Nach dem einchecken und frisch machen mussten wir los, wir hatten einen Termin, auf den sich vor allem meine Töchter sehr freuten! 

    Die Kids hatten vorher noch einen anderen Wunsch: Einmal in einen japanischen McDonalds gehen. 

    Ich googelte kurz und entdeckte einen McD auf dem Weg zu unserem Treffpunkt.  Wir aßen eine Kleinigkeit – und dann entdeckten wir dieses Dessert! Yammi!!!      Und dann gingen wir zu einem großen Highlight – für meine Töchter eines der größten!  Aber dazu mehr im nächsten Bericht!         



    Reiseplanung für Japan



    Unterkünfte in Japan finden

    Unterkünfte in Japan suchen

    Kleiner Klick nötig: „Inhalt entsperren“ (Datenschutz). Die Karte startet in Tokio – einfach rauszoomen oder zur Wunschregion verschieben.
    Danach siehst du Preise, Verfügbarkeit und Unterkünfte im ganzen Land.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    *Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung –
    so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.




    Touren & Ausflüge in Japan

    Geführte Touren, Tickets und besondere Erlebnisse für eure Japanreise.

    *Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung –
    so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.



    Weitere hilfreiche Links zur Planung

    Hier findest du langjährig erprobte Tipps, Tools und Grundlagen, die bei der Planung wirklich helfen.

  • Der Friedenspark von Hiroshima

    Der Friedenspark von Hiroshima

    Der Friedenspark von Hiroshima

    Reiseziel: Japan Reisezeit: Oktober 2023 (10 Tage) Reisende: Elly und ihre 3 Teenie-Kids  Route: Tokyo – Fuji – Hiroshima – Kyoto – Nara – Osaka

     

    Der Friedenspark von Hiroshima

      Guten Morgen aus Hiroshima Unser Wecker klingelte wieder sehr früh. Wir hatten viel auf dem Programm an unserem einzigen Tag in Hiroshima. Morgens wollten wir den Friedenspark und das Museum besuchen. Nachmittags dann zu der Insel Miyajima. Zumindest die Anlage und den im Wasser stehenden Shinto-Schrein von Itsukushima wollten wir sehen. Vielleicht sogar mit einem schönen Sonnenuntergang? Die Ernüchterung kam beim wegziehen der Gardinen …. Das Wetter war leider nicht besser. Bewölkt und immer wieder regnete es …     Wir zogen uns an und gingen zur Lobby, um zu frühstücken. Das Frühstück war …. überschaubar. Ein Salatwrap, eine Suppe und ein Getränk. Das Ganze zum abholen und auf dem Zimmer essen. Oder an dem thekenhohen Tisch in der Lobby, zwischen ankommenden und abreisenden Gästen. Wir entschieden uns für die Zimmer-Variante.   Wir nahmen unser Päckchen und gingen zurück aufs Zimmer. So hatten wir zumindest eine schöne Aussicht. Auf Hiroshima. Und auf die Regenwolken… Am Horizont, hinter und direkt unter den Wolken zeigten sich die Berge Irgendwann fiel unser Blick auf die Uhr. Trotz des kleinen Frühstücks hatten wir viel zu lange dafür gebraucht. Wir waren doch mit Ulla verabredet! Also, schnell Rucksäcke gepackt, Schuhe angezogen und auf zum Treffpunkt. Wir liefen schnellen Schrittes durch die Straßen von Hiroshima.   Dieses Stromkabelwirrwarr ließ uns immer wieder staunen   Stolpersteine am Straßenrand. A-bombed Stones from the Previous Hiroshima City Hall Unser Treffpunkt mit Ulla war die Haltestelle Genbaku Dome-Mae Station , dass ist die Bahn-Haltestelle direkt am Friedensdom, dem Gebäude, welches noch erstaunlich gut erhalten geblieben ist, obwohl es praktisch unter dem Zentrum der Atombombenexplosion war.  Alte und neue Straßenbahnen . . . .

    Die schreckliche Geschichte von Hiroshima

    Um das alles etwas besser zu verstehen, reisen wir etwas weiter in die Geschichte zurück. Noch vor dem Beginn des 2. Weltkrieges war Japan eine große Macht im asiatischen Raum. Dies war das Ergebnis einer sehr aggressiven Außenpolitik. 1931/32 hatten japanische Truppen die Mandschurei, einen Teil von China, besetzt. 1937 drangen sie weiter in das Land vor, ohne Rücksicht auf Verluste. Häuser wurden niedergebrannt, Frauen und Kinder getötet. Das ganze weitete sich bis in die Gebiete von Indochina aus. Immer mit dem Ziel, die stärkste Macht zu werden. Die USA hatte auch einen großen Einfluss in diesen Gebieten und Japan hatte es sich zum Ziel gesetzt, diese zu schwächen. Die USA ließ sich das nicht gefallen und kündigte wichtige Handelsverträge mit Japan. Im Juli 1941 sperrten sie alle japanischen Gelder, welche bei US Banken lagerten, um so einen Abzug der japanischen Soldaten aus den besetzten Ländern zu erzwingen. Japan war auf die Einfuhr von Rohstoffen, insbesondere Erdöl, angewiesen. Die politische und wirtschaftliche Lage verschlechterte sich zunehmend. Japan verlangte daraufhin von den USA das Ende der Wirtschaftsblockaden, aber forderte ebenso auch das Recht, die Vormachtstellung in Asien zu behalten. Die USA lehnte dies jedoch ab. Die USA war bis dahin noch neutral im 2. Weltkrieg. Japan sah keinen anderen Ausweg, als die USA anzugreifen. Aufgrund der Größe der US-Armee ein Kampf wie David gegen Goliath. Also entschloss sich Japan dazu, den USA nicht offiziell den Krieg zu erklären, sondern planten einen geheim gehaltenen Überfall, mit welchem man vor allem die US-Marine im Pazifik schwächen wollte. Das Ziel für diesen Angriff: Pearl Harbor. Der Angriff auf Pearl Harbor begann am 7. Dezember 1941 um 7:48 Uhr. In den folgenden 2 Stunden wurden 2.400 US-Amerikaner direkt getötet,  1.200 wurden verletzt. Die Pazifikflotte erlitt wie von Japan geplant schwere Schäden. Damit war nun auch die USA (gezwungenermaßen)  in den 2. Weltkrieg eingetreten.  Nach dem Überfall auf Pearl Harbor erklärten die USA mit dem zu dem Zeitpunkt amtierenden US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt am 8. Dezember Japan den Krieg.  Rückblickend muss man sagen, dass der Angriff auf Pearl Harbor ein großer Fehler von Japan war.  Japan und seine Verbündeten, nämlich Deutschland und Italien, hatten nun eines der militärisch stärksten Länder der Welt zum Gegner… Und zu was die USA in der Lage war, sollte sich nur wenige Jahre später zeigen.  Im August 1945 gab der US-Präsident Harry S. Truman  (Roosevelt starb am 12. April 1945) den Befehl, zwei Atombomben auf Japan zu werfen. 
       

    Hiroshima, 06. August 1945. 08:00 Uhr. Es war ein sonniger Montag Morgen.

    In der Stadt lebten zu dem Zeitpunkt ca 350.000 Menschen. Niemand ahnte, welches Unglück sich näherte.  Der US-Bomber „Enola Gay“ war bereits auf dem Weg nach Hiroshima.  An Bord hatte er die Atombombe „Little Boy“. Ein scheinheiliger Name für eine drei Meter lange Bombe mit 60 Kilogramm Uran im Kern.  Um 8:16 Uhr wurde die Bombe abgeworfen. Das Ziel war eine Brücke mitten im Zentrum von Hiroshima.  In ca 500 Metern Höhe detonierte die Bombe über der Innenstadt. Der Atompilz stieg bis in 13 Kilometer Höhe auf. Nur 43 Sekunden später hatte die Druckwelle 80 Prozent der Innenstadtfläche zerstört. Die Bombe explodierte mit einer kaum vorstellbaren Hitze. Es entstand ein Feuerball mit einer Temperatur von fast 4000 Grad Celsius, das ist mehr als die Hälfte der Temperatur von der Sonnenoberfläche. Und dieses Inferno fegte über die Stadt hinweg. Die Menschen, welche davon in direkter Nähe getroffen wurden, verschwanden im Bruchteil einer Sekunde. Die Druckwelle zerfetzte die Lunge und das Gewebe, bevor sie im Feuerball verglühten. Nichts blieb von ihnen übrig. Einzig ein Schatten, eingebrannt in die Steine an der Stelle, an welcher bis kurz zuvor noch ein Mensch gestanden oder gesessen hat. Noch in mehr als zehn Kilometern Entfernung fingen Bäume Feuer. Fast alle Häuser von Hiroshima  wurden zerstört. Mehr als 70.000 Menschen waren sofort tot.  80 % der Innenstadt war dem Erdboden gleichgemacht.  . . Wer sich nicht direkt unter dem Zentrum der Explosion aufhielt, sah den grellen Lichtblitz. Bei der darauffolgenden Druckwelle der Explosion verloren viele ihr Bewusstsein. Die Hitze verbrannte die Haut. Menschen flohen aus dem Innenstadtgebiet, die Haut hing wie Fetzen an ihrem Körper.  Diese Menschen durchlitten unvorstellbare Schmerzen und Qualen.  20 Minuten später prasselte radioaktiver Niederschlag auf das Gelände. Die Menschen wussten nicht, welche Gefahr sich hinter dem Niederschlag verbarg. Die nukleare Strahlung führte zu Haarausfall und roten Flecken am ganzen Körper. Die radioaktiv verseuchten Menschen starben qualvoll noch Wochen nach dem Bombenabwurf an inneren Blutungen. Bis zum Ende des Jahres 1945 starben weitere 70.000 Menschen an den direkten Folgen des Atombombenabwurfes. Nach 5 Jahren stieg die Zahl auf 200.000 ! .

    Nach Hiroshima folgte Nagasaki

    Es gab noch einen zweiten Abwurf einer Atombombe von den USA:  Am 9. August 1945 um 11:02 Uhr traf Nagasaki die Atombombe „Fat Man“, welche mit Plutonium gefüllt war. Es starben ca 65.000 Menschen durch die Atombombe. . Wenige Tage nach dem zweiten Abwurf beugte sich Japan mit der Kapitulation gegenüber den USA. Damit endete der zweite Weltkrieg auch im Pazifikraum. . . Nach dem Krieg setzte Hiroshima beeindruckende Anstrengungen zum Wiederaufbau ein. Die Stadt wurde zum Symbol des Friedens und der atomaren Abrüstung. Der Hiroshima Peace Memorial Park, der an der Stelle des Bombenabwurfs liegt, beherbergt das weltbekannte Hiroshima Friedensdenkmal, das den „A-Bomb Dome“ einschließt. Dieses erhaltene Gebäude, einst das Industrie- und Handelszentrum der Stadt, wurde bewusst nicht restauriert und steht als stilles Zeugnis für die schmerzhaften Ereignisse. Hiroshima hat sich zu einer Stadt des Friedens gewandelt, die aktiv für nukleare Abrüstung und den Erhalt der Menschlichkeit eintritt. Jedes Jahr gedenken Menschen aus aller Welt am 6. August den Opfern der Atombombe, und die Stadt vermittelt eine wichtige Botschaft über die Notwendigkeit der globalen Zusammenarbeit für eine friedliche Zukunft. Die Geschichte von Hiroshima ist somit eine Mahnung an die Menschheit, die Schrecken des Krieges zu überwinden und gemeinsam für eine Welt ohne nukleare Bedrohungen einzutreten. Aber die Menschheit ist leider unbelehrbar und so brennt die kleine Flamme im Friedenspark wohl leider ewig weiter… Der Frieden auf der Welt entfernt sich gefühlt mit jedem Tag weiter weg…   Ich möchte im Folgenden versuchen, unsere Emotionen bei dem Besuch zu schildern und auch das Gesehene im Museum, und auch wenn ich euch viele Fotos erspare, wird es emotional.  . .  

    Unser Besuch im Friedenspark von Hiroshima

    Ulla wartete schon an der Haltestelle und gemeinsam starteten wir unseren Spaziergang durch den Friedenspark. Die Kinder kannten die Geschichte der Stadt und starteten mit einem mulmigen Gefühl zu dieser Tour, wie sie mir sagten. Aber sehen wollten sie es. Das hatten wir im Vorfeld gemeinsam beschlossen. Dieser Park hat nur ein Thema: Frieden!  

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen
     

    Direkt an der Brücke befindet sich schon das erste Denkmal. Es ist das „Red Bird“ Story Literary Monument Miekichi Suzuki (1882-1936), ein bedeutender Schriftsteller, wurde hier in der Stadt Hiroshima geboren. Zu seinen Hauptwerken gehören Chidori  und Kuwanomi. 1918 gründete er die Kinderliteraturzeitschrift Akai Tori („Der rote Vogel“) Dieses Denkmal, ein Werk von Katsuzo Entsuba, wurde 1964 erbaut und dient als Symbol für Hiroshimas Erholung von der Zerstörung der Atombombe und die Hoffnung auf Weltfrieden. Die Inschrift auf dem Denkmal lautet: „Ich werde für immer träumen, so wie ich es in meiner Kindheit getan habe, und daher nur wenig leiden.“ Miekichi.“

        Wenig weiter steht das Das Aioi Bridge Memorial. Es erinnert an den Tag der Katastrophe. Durch ihre markante T-förmige Konstruktion war diese Brücke im Zentrum von Hiroshima das Ziel für die Piloten der Enola Gay.   Und dann standen wir vor dem Symbol für die Katastrophe:

    Dem Atomic Bomb Dome – Hiroshimas Friedensdenkmal

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen
    1915 wurde dieses markante Gebäude als „Produktausstellungshalle der Präfektur Hiroshima“ fertiggestellt. 1921 wurde es in „Ausstellungsort für Handelswaren der Präfektur Hiroshima“ umbenannt. 1933 wurde es dann zur „Halle zur Förderung der Industrie der Präfektur Hiroshima“ Das Gebäude war unmittelbar unter dem Zentrum der Explosion. Durch die unvorstellbare Hitze brannte es vollständig aus. Die darin arbeitenden Menschen hatten keine Überlebenschance. Es ist erstaunlich, dass trotzdem soviel von den Gebäudestrukturen erhalten geblieben ist. Es ist immer noch in dem Zustand, wie es damals nach dem Abwurf der Atombombe geblieben ist. Im Dezember 1996 erklärte sie die UNESCO zum Weltkulturerbe. Es sei ein starkes Symbol der zerstörerischsten Kraft, welche von Menschen erschaffen wurde. Und zeitgleich ist es auch ein Symbol für Hoffnung auf Frieden und vor allem für die endgültigen Beseitigung aller Kernwaffen aus.   Das am 06. August 1954 fertig gestellte Chugoku-Shikoku Area Memorial Monument neben dem Atomic Bomb Dome. „Der Verlust der Opfer des Atombombenabwurfs ist die Grundlage einer friedlichen Welt.“ Die Steinsäule rechts neben dem Stein mit der Aufschrift „An dieser Stelle starben Mitarbeiter des Bauministeriums (Innenministerium) im Dienst“ wurde 1980 von der Chugoku Construction Kosei Association errichtet. Es fühlte sich beklemmend an. Das Gebäude steht da noch genau wie damals, direkt nach der Katastrophe. Wir stehen an dem Punkt, der genau unterhalb der Explosion lag. Eine unvorstellbare Hitze breitete sich von hier aus und verbrannte Zehntausende Häuser. Die meisten der 70.000 Menschen starben in diesen Sekunden. Sie hatten nicht die geringste Chance, diesem Inferno zu entkommen. Der Atomic Bomb Dome steht hier wie ein stummer Zeitzeuge. Wir schauten uns ihn an, liefen einmal herum. Schweigend.   Die Beschriftungen sind alle auch auf englisch.   Wir liefen über die Brücke. Auf der anderen Seite befindet sich das Children’s Peace Monument. Zu diesem Ort gibt es eine traurige Geschichte

    Die Geschichte von dem Mädchen Sadako Sasaki

    Sadako war 2 Jahre alt, als die A-Bombe über Hiroshima abgeworfen wurde. Sie lebte mit ihrer Familie im Innenstadtbereich und bekam dadurch eine hohe Strahlung ab. Dennoch wuchs sie als scheinbar gesundes, sportliches Mädchen heran. Doch dann, 10 Jahre später, wurde sie krank. Am 10. Januar 1955 wurde bei ihr Leukämie diagnostiziert, eine bei Überlebenden des Atombombenabwurfes häufig auftretende Krebserkrankung. Sadako ging es immer schlechter. Viele Kinder in Hiroshima erkrankten in den Folgejahren am Leukämie und starben daran. Sadako hatte große Angst, auch zu sterben. Ihre beste Freundin erzählte ihr von einer alten japanischen Legende: Wenn man 1000 Origami Kraniche faltet, bekommt man von den Göttern ein Wunsch erfüllt. Sadako begann daraufhin, während ihres mehrmonatigen Krankenhausaufenthaltes Papierkraniche zu falten. Nachdem sie innerhalb von weniger als einem Monat 1000 Kraniche fertiggestellt hatte, setzte sie ihre Arbeit in der Hoffnung auf Heilung fort. Leider wurde ihr Wunsch nicht erfüllt. Im Herbst 1955 starb Sadako im Alter von 12 Jahren. Ihr Bruder Masahiro Sasaki hat gesagt, dass Sadako 1600 Kraniche bis zu ihrem Tod faltete. 1600 Kraniche, gefaltet voller Hoffnung eines jungen Mädchens, welches viel zu jung aus dem Leben gerissen wurde und zum Symbol für die vielen Kinder wurde, welche ebenso erkrankten und an den Folgen der radioaktiven Strahlung noch Jahre nach dem Abwurf starben. Aufgrund der weltweiten Verbreitung und Anteilnahme der traurigen Geschichte von Sadako wurden Origami-Kraniche zu einem Symbol der internationalen Friedensbewegung und des Widerstands gegen den Atomkrieg. Die Mitschüler und Freunde von Sadako waren erschüttert, dass so viele ihrer Mitschüler und nun auch ihre Freundin so jung an den Folgen starben. Sie sammelten Spenden, um allen verstorbenen Kindern ein Denkmal zu errichten. Am 5. Mai 1958, fast drei Jahre nach Sadakos Tod, konnte das Denkmal errichtet werden. Es steht im Friedenspark mitten in Hiroshima und wird als „Kinder-Friedens-Denkmal“ bezeichnet. Im Herzen des Denkmals hängt eine Glocke. Jeder Besucher soll sie einmal läuten, für den Frieden in der Welt. Oben auf dem Denkmal steht Sadako, in ihren Händen hält sie einen großen Kranich. Um das Denkmal herum stehen viele Schaukästen mit Papierkranichen, welche aus der ganzen Welt als Zeichen des Friedens nach Hiroshima geschickt werden. Eine Weile sind sie ausgestellt, dann werden daraus Postkarten für die Besucher erstellt.    
    Bei Youtube habe ich ein Video dazu gefunden. https://www.youtube.com/watch?v=fPlAzO0mGT4&t

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen
        Auch die Glocke hat die Form eines Kranichs. Meine Kinder, tief berührt von der Geschichte von Sadako, läuteten die Glocke. „Eigentlich muss man die so laut machen, dass es die richtigen Menschen auch hören. Jedes mal, jeden Tag, immer und immer wieder, bis alle Kriege zu ende sind!“ sagte meine Tochter. Und meine andere Tochter fügte hinzu „… genau. Guck mal, so viele Menschen wollen Frieden, aber nur ein paar Menschen den Krieg. Warum kommen die damit durch?“ Ja, warum. … eine gute Frage. Warum gibt es immer noch Krieg …. Das will doch eigentlich niemand. … Auf dem Stein unter dem Sockel steht die Inschrift: „Dies ist unser Schrei. Dies ist unser Gebet. Für den Aufbau des Friedens in dieser Welt.“ Es gibt eine weitere große Friedensglocke im Park. Im Teich rund um den Glockenturm wurden Lotussamen gepflanzt und jedes Jahr rund um den Friedensgedenktag am 6. August blühen die wunderschöne Blumen. Nach dem Bombenangriff wurden Lotusblätter auf die Wunden der Menschen gelegt, um die Schmerzen bei Verbrennungen zu lindern und ihre Seele zu trösten. Wir laufen Richtung Museum.

    Eine Flamme für die Vernichtung aller atomaren Waffen auf dieser Welt

    Das ist die Friedensflamme. Der Sockel ist so gestaltet, dass er zwei am Handgelenk zusammengepresste und nach hinten gebogene Hände suggeriert, sodass die Handflächen zum Himmel zeigen. Es drückt sein Mitgefühl für die Opfer aus, die ihren Durst nach Wasser nicht stillen können, sowie den Wunsch nach der Abschaffung der Atomkraft und einem dauerhaften Weltfrieden. Die Flamme brennt ununterbrochen, seit sie am 1. August 1964 angezündet wurde. Sie symbolisiert die Anti-Atomkraft-Entschlossenheit, die Flamme „bis zu dem Tag zu brennen, an dem alle diese Waffen von der Erde verschwunden sein werden“. Sie wird wohl ewig brennen …. Beim jährlich stattfindenden „Flamme des Friedens“-Staffellaufs laufen Vertreter jeder Gemeinde durch die Städte und Dörfer der Präfektur Hiroshima, um für die Abschaffung von Atomwaffen und eine Verbesserung der Überlebenshilfe zu appellieren. Es wird bei verschiedenen Veranstaltungen zum Anzünden anderer Flammen als Symbol des Friedens verwendet.  Im Jahr 1994 entzündete es die Flamme der Asienspiele in Hiroshima. An diesem Tag im Oktober war sehr viel los. Überall waren lange Warteschlangen 

    Das Kenotaph für die Opfer der Atombombe

    Dieses Denkmal wurde mit dem Wunsch errichtet, Hiroshima als Stadt des Friedens wieder aufzubauen. Es ähnelt einem alten bogenförmigen Haus, was teilweise auf den Wunsch zurückzuführen ist, die Seelen der Opfer vor den Elementen zu schützen. Auf dem Denkmal steht die Inschrift: „Lasst alle Seelen hier in Frieden ruhen, denn wir werden das Böse nicht wiederholen.“ In der Steintruhe in der Mitte sind die Namen der bei den Bombenangriffen ums Leben gekommenen Personen gespeichert, unabhängig von ihrer Nationalität. Namen werden hinzugefügt, wenn Personen, die mit einem Todesfall in Verbindung mit der Katastrophe stehen, einen Antrag stellen. Mit Stand vom 6. August 2015 umfasst das Register 108 Bände mit 297.684 Namen und einen Band mit vielen nicht identifizierten Opfern. Über 300.000 Menschen, die ihr Leben so sinnlos lassen mussten, teils sehr qualvoll, wie die kleine Sadako    Steht man genau mittig vor dem Denkmal, bildet das Kenotaph , die Flamme des Friedens und das Friedensdenkmal eine Linie.   

    Das Friedensmuseum von Hiroshima

    Das Friedensmuseum Hiroshima (japanisch 平和記念資料館, englisch Hiroshima Peace Memorial Museum) ist ein 1955 eröffnetes Museum zum Gedenken und zur Dokumentation des Atombombenabwurfs auf Hiroshima. Auch hier warteten wir lange. So lange, dass ich in der Zeit für uns alle Getränke kaufen und wir diese sogar austrinken konnten.  Meine Kinder wollten mit in das Museum. Ich habe mit ihnen gesprochen, was sie erwarten würde, aber sie wollten mehr über diesen schicksalhaften Tag wissen.  Man betritt das Museum. Und begibt sich auf Zeitreise in das Hiroshima vor der Katastrophe.  Auf dem Bild sieht man das Gebäude mit der Kuppel. Das Friedensdenkmal und das traurige Wahrzeichen für Hiroshima   An diesem Tag waren sehr viele Besucher im Museum.  …. und dann geschah das für alle Unfassbare …. 

    Hibakusha – so werden die betroffenen Überlebenden genannt. 

    Das Wort Hibakusha setzt sich aus den Silben „Hi“ für „Leiden“, „baku“ für „Bombe“ und „sha“ für „Mensch“ zusammen. Viele der Überlebenden hatten Verbrennungen und alle waren verstrahlt. Viele waren durch den Abwurf stigmatisiert, niemand kannte die Strahlenkrankheit. Man vermutete, dass die Strahlenkrankheit ansteckend sei und die Hibakusha wurden in den ersten Jahren ausgegrenzt und mit ihrem Leid alleine gelassen.  Die Ausstellung ist nichts für zarte Seelen. Es gibt viele Zeitzeugenberichte, viele Bilder und Fotos. Fotos der Zerstörung, Fotos der schweren Verletzungen. Fotos von Menschen mit leeren Augen. Fotos von Menschen, die den Abwurf nicht überlebt haben. Zeichnungen von Augenzeugen. Zeichnungen davon, was als Foto nicht zu ertragen gewesen wäre.   Ein paar harmlose Fotos zeige ich euch: Um die Hitze zu verdeutlichen, befinden sich mehrere Exponate in den Vitrinen.  Glas, welches einfach geschmolzen ist, wie Kerzenwachs. … Die Ausstellung war voller Besucher.  Und doch war es leise.  Man hörte einige Menschen schluchzen.  Und auch uns gingen die Berichte und die Fotos sehr nahe.  Meiner jüngsten Tochter wurde das alles zu viel. Sie verließ die Ausstellung vorzeitig und wartete am Ausgang auf uns.  Es war so traurig, all diese Schicksale. Jedes Exponat hatte so eine traurige Geschichte.  Soviel Leid.  Die Fotos und Zeichnungen von Zeitzeugen…. so unfassbar, welche Schmerzen und welches Leid diese Menschen ertragen mussten.   Noch Jahre später litten viele der Opfer.  Es tat weh, diese Fotos anzusehen.  Soviel Leid. 
    Die traurige Geschichte von Shinichi Tetsuya
    Eine von vielen traurigen und tragischen Geschichten ist die Geschichte vom kleinen Shinichi Tetsutani.  Er war 3 Jahre alt und liebte es, mit seinem Dreirad zu fahren.  Auch am Morgen des 6. August fuhr er mit seinem Dreirädchen am Haus der Familie, nur 1500 Meter vom Hypozentrum entfernt.  Als die Bombe explodierte, war er völlig schutzlos.  Die Feuerwalze verbrannte einen Großteil seiner Haut.  Er starb qualvoll mit den schlimmsten Schmerzen, die ein Mensch haben kann, am Abend des 6. August … Dabei hätte er sein ganzes Leben noch vor sich gehabt…  3 Jahre alt …. einen Monat vor seinem 4. Geburtstag. Sein Vater verlor an dem Tag nicht nur ihn, sondern noch zwei weitere Kinder: Michiko war 11 Jahre alt und die kleine Yoko erst 1. …  Es ist so sinnlos, so unfassbar sinnlos ….      Es war so leise. So viele Menschen waren mit uns in diesem Museum, aber keiner sagte auch nur ein Wort.  Ich hatte auch Tränen in den Augen, …. Diese Bilder und persönlichen Ausstellungsstücke zu sehen ist schwer zu ertragen.  Die Geschichten dazu zu lesen schmerzt.  Es waren aber auch Tränen der Wut!  Es ist menschengemachtes Leid! Und die Menschheit hat nichts gelernt, die kleine Flamme brennt noch immer ….   …. wozu sind Menschen in der Lage? Will man so etwas wirklich wiederholen?   . . . Am Ende der Ausstellung sind ein paar der Original-Kraniche von Sadako.  Gefaltet voller Hoffnung – und doch endete auch dieses Leben viel zu früh. Mit nur 12 Jahren…            Noch immer gibt es Atomwaffen auf der Welt, welche sogar noch modernisiert werden. Die Flamme in Hiroshima wird wohl niemals erlöschen. „Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte den Menschen nichts lehrt“, sagte Mahatma Gandhi einst. Und diese Aussage ist leider aktueller denn je ….   Wir verließen das Museum und den Friedenspark nachdenklich. Warum ist das einfache so schwer? Einfach nur Frieden ….    . . . . . .   Der Nach diesen Eindrücken brauchten wir etwas Lebens-Bejahendes.  Ulla fuhr mit uns zur kleinen Insel Mijayima.  Darüber erzähle ich euch dann im nächsten Bericht. 



    Reiseplanung für Japan



    Unterkünfte in Japan finden

    Unterkünfte in Japan suchen

    Kleiner Klick nötig: „Inhalt entsperren“ (Datenschutz). Die Karte startet in Tokio – einfach rauszoomen oder zur Wunschregion verschieben.
    Danach siehst du Preise, Verfügbarkeit und Unterkünfte im ganzen Land.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    *Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung –
    so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.




    Touren & Ausflüge in Japan

    Geführte Touren, Tickets und besondere Erlebnisse für eure Japanreise.

    *Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung –
    so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.



    Weitere hilfreiche Links zur Planung

    Hier findest du langjährig erprobte Tipps, Tools und Grundlagen, die bei der Planung wirklich helfen.

  • Von Tokyo mit dem Shinkansen nach Hiroshima und unser tolles Hotel mit Familienzimmer

    Von Tokyo mit dem Shinkansen nach Hiroshima und unser tolles Hotel mit Familienzimmer

    Von Tokyo mit dem Shinkansen nach Hiroshima und unser tolles Hotel mit Familienzimmer

    Von Tokyo mit dem Shinkansen nach Hiroshima und unser tolles Hotel mit Familienzimmer

        Soooooo, jetzt geht’s endlich mit den Japan-Berichten weiter. In den letzten Tagen war ich ziemlich viel mit Urlaubsplanung für die Sommerferien beschäftigt. Und das war nicht so ganz einfach …. – Fixer Zeitraum von 12 Tagen – 3 Generationen – und die Wünsche von Mitreisenden zwischen 11 und 75 Jahren irgendwie unter einen Hut zu bekommen. Darunter Wünsche wie – „…unbedingt ans Meer!“ und  „… auf keinen Fall ans Meer, das ist doch langweilig…“ oder auch „Bitte nicht zu weit weg, maximal 4 Stunden Fahrt oder 2 Stunden Flug!“ und „…. aber nicht wieder irgendwas in der Nähe, warum nicht mal Lofoten oder wieder Kroatien…“ „…. ich könnte mir auch mal eine Schiffsreise vorstellen…“  –   „Nein, auf keinen Fall eine Schifffahrt!“ Und dann kam leider noch ein Punkt hinzu, den ich dann unerwartet in unserer Planung berücksichtigen musste. Kurzum: Fliegen ist für das kommende 1/2 Jahr nicht möglich und eine Reise mit viel Baden und schnorcheln auch nicht. Und wir hoffen sehr, dass wir vielleicht wenigstens im Herbst wieder fliegen dürfen.   Ja, es war etwas kompliziert.  Wir sind in der finalen Phase. Wohin es im Sommer geht verrate ich euch in einem späteren Bericht. Soviel vorweg: Tatsächlich konnte ich auch einen großen Wunsch von mir mit einbauen und darauf freue ich mich riesig!   Jetzt habe ich endlich wieder Zeit, meinen Bericht weiter zu schreiben.  

    Japan 

    Wir verlassen Tokyo. Heute stand ein Reisetag auf dem Plan. Mit dem Shinkansen fuhren wir von Tokyo nach Hiroshima. Knapp 5 Stunden dauerte die Fahrt – inkl. einmal umsteigen.  

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen
    . . Wir mussten von Shibuya erst einmal zu einem anderen Stadtteil von Tokyo: Shinagawa. Von dort startete der Shinkansen. Von Shinagawa aus fuhren wir bis Shin-Osaka, dort mussten wir umsteigen und fuhren von da weiter nach Hiroshima.   Mit der Navitime-App konnten wir uns ganz genau anzeigen lassen, mit welchem Zug wir mit dem Japan Rail Pass fahren konnten. Diese App hat uns sehr oft sehr zuverlässig geholfen, mit der richtigen Bahn zu fahren. Wir hatten inzwischen überhaupt keine Bedenken mehr, die ÖPVs zu nehmen. Von Shibuya aus fuhren wir nach Shinagawa. Wir starteten erst mittags, denn an diesem Vormittag habe ich etwas ganz Besonderes gemacht, aber für den Bericht über meinen Ausflug an diesen Vormittag muss ich noch etwas recherchieren, daher folgt er in den kommenden Wochen irgendwann. Selbst die Baustellen wirken in Japan sehr clean.

    Wie findet man den Shinkansen-Bahnsteig?

    In Shinagawa mussten wir uns erst einmal kurz orientieren. Aber im Grunde ist der Shinkansen gut ausgeschildert. Er hat seine eigenen Bereich im Bahnhof und man muss nur den Wegweisern folgen. Wenn man in Japan mit der Bahn fährt, löst man die Tickets immer vor dem Betreten des Bahnsteiges. Erst dann öffnen sich die Schranken und man kann zum Bahnsteig gehen.  Das ist bei allen Tickets so, egal ob Einmalticket oder JR-Pass oder sonstige Bahntickets.  Wir wussten, dass wir den Shinkansen Richtung Shin-Osaka nehmen mussten. Und fanden es dann auch relativ schnell. Die App sagt aber auch genau, zu welchem Gleis man muss. Wir hatten für diese Fahrt feste Plätze reserviert. Das haben wir gemacht, als wir in Tokyo unseren Voucher gegen den echten Rail-Pass eingetauscht haben. Das ist nur an bestimmten Stationen oder am Flughafen möglich. Zum umtauschen muss man die Voucher, welche man per Post zugestellt bekommen hat, und die Reisepässe vorlegen. Wir waren viel zu früh am Bahnsteig. So konnten wir aber zumindest schon einmal einen Shinkansen mit seiner typischen langen Nase aus der Nähe sehen   Meine älteste Tochter ist großer Japan-Fan und probiert auch gerne viele japanische Speisen und Süßigkeiten. Nicht alles schmeckte ihr …. Viele vermeidlich japanische Speisen, welche wir aus Deutschland kannten, schmeckten in Japan übrigens ganz anders, zB Matcha-Eis.   Und dann kam unser Shinkansen. Absolut pünktlich auf die Minute.  Ich hatte mich gefreut auf die Fahrt, denn bei gutem Wetter kann man den Fuji sehen. Wie gesagt … bei gutem Wetter …. Da ich in den letzten Beiträgen immer meine kunstvollen Fehlfotografieren eingebunden habe, führe ich diese neue Tradition hier fort … 

    Darf man im Shinkansen essen?

    Man darf im Shinkansen essen und trinken, es gibt sogar Tische, die man runterklappen kann, wie im Flugzeug. Und während wir diese zuckersüßen Bärchen gegessen haben (Australien-Vibes in Japan) …. …. hat unser Sitznachbar auf der anderen Gangseite dieses hier gegessen,ich vermute, es war ein Onigiri, in Japan ein beliebter (und gesunder) Fast-Food-Snack. Vom Geruch her erinnerte es an Sushi, es gibt aber sehr viele verschiedene Variationen. Wir hatten das absolut perfekte Wetter für einen Nachmittag im Zug ….

    … es regnete fast ununterbrochen ….

    Irgendwo da hätte der Fuji sein sollen ….. Sun Marine Bridge

    Umsteigen in Shin-Osaka

    Nach einer kurzweiligen Fahrt erreichten wir die Station Shin-Osaka, an welcher wir umsteigen mussten. Und der Regen hörte nicht auf ….. Man kann im Shinkansen spezielle Plätze reservieren, wenn man viel Gepäck hat. Wir haben das nicht getan und hatten Glück, dass wir nicht so groß sind, denn da alle Gepäckablagen voll waren, mussten wir die Koffer zwischen unseren Sitzen parken. Das war sehr eng. Insgesamt ist das Reisen mit dem Shinkansen sehr angenehm. Pünktlich, schnell und man sitzt sehr komfortabel.     Als wir in Hiroshima ankamen, war es schon dunkel. Vom Sonnenuntergang haben wir kaum was mitbekommen, es war die ganze Zeit wolkenverhangen und am regnen Mit der S-Bahn fuhren wir vom Bahnhof in Richtung unseres Hotels, welches relativ zentral in Hiroshima lag

    Die schönen Gullideckel in Japan

    In Japan wussten wir oft nicht, wohin wir zuerst schauen sollten. Vor allem Tokyo ist eine permanente Reizüberflutung.
    Deswegen ist es uns wahrscheinlich auch entgangen, dass es in Japan wunderschöne Kanaldeckel gibt.
    Den ersten haben wir in Hiroshima entdeckt und seitdem auch mehr darauf geachtet.
    Schaut mal, ist der nicht schön? 
    Achtet mal darauf, wenn ihr in Japan seid, so schön verzierte Gullydeckel sind in Japan häufiger zu sehen

    Hiroshima mit deutschem/ deutschsprachigen Guide.

    Wir hatten für unseren Tag in Hiroshima einen Guide. Ulla, eine deutsche Auswanderin, welche seit vielen Jahren in Hiroshima lebt und seit einiger Zeit Touren in Hiroshima und auch nach Miyajima, einer kleinen wunderschönen Insel vor Hiroshima, anbietet. Kennengelernt habe ich sie bei Facebook. 
    Warum ein privater Guide? – Wir hatten wenig Zeit, nämlich nur einen einzigen Tag, deswegen erschien uns das sehr sinnvoll. Hiroshima hatte ich ursprünglich gar nicht eingeplant. Es war der Wunsch meiner ältesten Tochter, das noch irgendwie in unser Programm reinzupacken, weil sie unbedingt in das Museum und zu der Friedensglocke wollte. Also habe ich von Tokyo und Kyoto jeweils einen Tag abgezwackt und Hiroshima in unseren ohnehin schon straffen Tourplan reingebastelt.
    Und im Nachhinein kann ich sagen: Es hat sich gelohnt, auch, wenn es ein sehr emotionaler Vormittag werden sollte…. An unser Ausstiegs-Haltestelle trafen wir uns mit Ulla, ein erstes Kennenlernen. Die Chemie passte direkt von Anfang an und schon auf dem Weg zum Hotel hat sie uns viel über Hiroshima erzählt. Ulla hatte noch Zeit und wir beschlossen, nach dem einchecken im Hotel zusammen irgendwo essen zu gehen. Sie kannte ein uriges Restaurant, welches wir zu Fuß erreichen konnten. Aber erst einmal wollten wir unsere schweren Koffer abgeben und einchecken.

    Unser zentral gelegenes Hotel in Hiroshima

    FAV Hotel Hiroshima Heiwa Odori
    Das einchecken ging schnell. Am Automaten mit etwas Hilfe der Angestellten war das nach wenigen Minuten erledigt.
    Gebucht habe ich wieder ein Vierbettzimmer. Die Bilder auf der Hotelseite sahen toll aus und ich war gespannt auf unser Zimmer Wie immer in Japan gilt es, die Schuhe am Eingang auszuziehen. Direkt an der Eingangstür zum Zimmer standen schon die Pantoffel bereit.
    Ganz ehrlich: So ein tolles Hotelzimmer hatte ich schon lange nicht mehr. Schaut selbst:
    Für jeden von uns ein riesiges Bett. Das Licht war von jedem Bett aus steuerbar, in dem Regal waren USB-Ladestationen eingebaut.
    Außerdem gab es eine kleine Küchenzeile
    Das Badezimmer war mehr eine Nasszelle. Quasi eine riesige begehbare Dusche mit eingebauter Badewanne. Geduscht wurde in dem Bereich vor der Badewanne.
    Und: Es gab eine Waschmaschine! Wir waren inzwischen schon eine Woche unterwegs und hatten einiges an Wäsche zum waschen. Damit würden wir uns dann aber später beschäftigen, denn Ulla wartete unten auf uns.
    Während die Kids noch alle einmal das WC nutzten, nutzte ich die Zeit zum Aussicht fotografieren. Endlich hatten wir wieder eine, in Tokyo waren unsere Fenster mit schwarzer Folie verklebt gewesen….Dabei liebe ich es so sehr, in Städten aus dem Hotel-Fenster über die Dächer der Stadt zu schauen 

    Essen gehen in Hiroshima: Empfehlung 1

    Link zu unserem Hotel in Hiroshima
    .
    .
    .
    Wir liefen durch die gut beleuchteten Straßen von Hiroshima. Zum Glück hatte es aufgehört zu regnen. Es war früher Abend, viele Menschen waren unterwegs. Es wurde geredet, gelacht, irgendwo hat jemand gesungen. Eine schöne Abendstimmung. Kaum zu glauben, was hier damals passiert ist.
    Das hätte ich gerne mal ausprobiert. Ich spiele e-Dart, mit meiner Mannschaft nehmen wir regelmäßig an Turnieren teil und ich hätte mir die japanische Variante gerne mal angesehen. Aber mit Kindern in eine Spielehalle ist schon in Las Vegas schief gegangen, ….Daher habe ich das in Japan gar nicht erst versucht.
    Nach ca 15 Minuten erreichten wir diese Mall. Die Hiroshima Hondori Shotengai Mall.
    Mitten in der Mall entdeckten wir diesen Schrein. Na, was ist es? Shinto oder Buddhistisch? Wisst ihr noch, wie man das unterscheiden kann?
    Strohseil (Shimenawa) und Zickzack-Anhänger, das sind eindeutige Zeichen für einen Shinto-Schrein   Wenn ihr das noch einmal nachlesen möchtet:

    Unterschied zwischen Shinto-Schrein und Buddhistischen Tempel

    https://www.elly-unterwegs.de/2024/02/14/auf-sightseeingtour-in-tokyo/#Wie_kann_man_einen_Shinto-Schrein_von_einem_buddhistischen_Tempel_unterscheiden
    .
    Wir sind inzwischen angekommen am Restaurant Es ist das Chamonix Mont Blanc, seit vielen vielen Jahren in Familienbesitz und ebenso familiär betrieben.
    Wie in Japan üblich sind die Speisen als Modell am Eingang ausgestellt.
    Und wenig später saßen wir alle am Tisch und bekamen unsere Gerichte. Essen gehen ist in Japan übrigens etwas günstiger als in Deutschland.  Standardmäßig werden Stäbchen gereicht, auf Nachfrage bekommt man aber auch europäisches Besteck. 
    Nach dem Essen passierte der Kellnerin leider ein kleines Missgeschick. Ein leeres Glas mit Eiswürfeln und etwas Wasser kippte auf dem Tablett um und mein Sohn bekam den ganzen Segen ab. Sie hat sich mindestens tausendmal entschuldigt, brachte Tücher, hat sich nochmal entschuldigt, ein Getränk gab es dann gratis und beim Abschied bekam mein Sohn dann noch eine Tüte mit japanischen Süßigkeiten.

    Wie funktioniert eigentlich eine japanische Waschmaschine?

    Zurück im Hotel wollten wir waschen.  Puh, eine Anleitung auf englisch gab es nicht. Aber Waschmittelpods lagen zumindest bereit. Und die rochen sooooo gut, aber auch sehr intensiv, wie eine Blumenwiese und ein Rosengarten und die Waschmittelabteilung in der Drogerie zusammen. 
    Ja, die Waschmaschine … hm….. 
    …. zum Glück gibt es Google Lens! 
    Das half uns dann tatsächlich weiter. Und zack, startete die Maschine! Yes! 
    Die Maschine war Waschmaschine und Trockner zusammen. Das hatten wir damals in Quatar auch.  Problematisch ist es, weil eigentlich nicht alles in den Trockner darf. Zu Hause kommen nur Jeans, Wäsche, Bettwäsche und Handtücher in den Trockner, alles andere wird luftgetrocknet.  Ich hatte aber überhaupt keine Ahnung, wie man das Ding unterbrechen könnte, bevor der Trocknervorgang startet…  Ich fasse kurz zusammen: Meine Jüngste hatte ab diesem Abend eine Strickjacke mehr im Reisegepäck…
    Während die Waschmaschine lief, schauten wir uns die Unterlagen von Ulla an.  Wir bekamen von ihr einen kleinen Reiseführer und alles an Gelder für Museum und Schifffahrt passend in jeweils einem Umschlag. 
    .
    .
    .
    Unser Tag morgen war gut durchgeplant:  Vormittags das Zentrum von Hiroshima mit dem Friedensdom, Museum usw und nachmittags mit dem Schiff zur Insel Miyajima. Ich hoffte so sehr, dass wir dann wieder besseres Wetter haben würden. Laut Wetterbericht sah es gar nicht so schlecht aus …  
              Wir gingen früh schlafen. Unser Wecker war für 6.30 Uhr gestellt.  Gute Nacht aus Hiroshima     Von Tokyo mit dem Shinkansen nach Hiroshima und unser tolles Hotel mit Familienzimmer  



    Reiseplanung für Japan



    Unterkünfte in Japan finden

    Unterkünfte in Japan suchen

    Kleiner Klick nötig: „Inhalt entsperren“ (Datenschutz). Die Karte startet in Tokio – einfach rauszoomen oder zur Wunschregion verschieben.
    Danach siehst du Preise, Verfügbarkeit und Unterkünfte im ganzen Land.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    *Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung –
    so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.




    Touren & Ausflüge in Japan

    Geführte Touren, Tickets und besondere Erlebnisse für eure Japanreise.

    *Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung –
    so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.



    Weitere hilfreiche Links zur Planung

    Hier findest du langjährig erprobte Tipps, Tools und Grundlagen, die bei der Planung wirklich helfen.

  • Vorbereitung auf unsere Japan-Reise: Hotels, Apps, Japan-Rail-Pass und Co

    Vorbereitung auf unsere Japan-Reise: Hotels, Apps, Japan-Rail-Pass und Co

    Vorbereitung auf unsere Japan-Reise: Hotels, Apps, Japan-Rail-Pass und Co

    Vorbereitung auf unsere Japan-Reise: Hotels, Apps, Japan-Rail-Pass und Co

      Nach ca 6,5 Std Flug von Singapur nach Tokyo landeten wir am späten Abend in Tokyo. Es regnete während des gesamten Landeanflugs, wir mussten eine dicke Wolkendecke durchfliegen und daher sahen wir auch erst sehr spät beim Landeanflug die Lichter von Tokyo. Schade, aber nicht zu ändern…. Die Einreise mit der Seite und den QR-Codes hat nach anfänglichen Startschwierigkeiten und der Hilfe von einem sehr freundlichen und hilfsbereiten Officer dann auch ohne Probleme geklappt.

    Änderung QR-Code zur Einreise nach Japan

    HINWEIS: Zum 25. Januar 2024 gibt es eine Änderung bei den Einreise-QR-Codes, welche ihr nach der Landung zur Einreise benötigt: https://vjw-lp.digital.go.jp/en/notice240112/index.html?fbclid=IwAR1ENFNVRc08TrsmpUkm5eK_qF7B9dkyQ-js8M-_sAxJBCbWCpplDCOV6CQ
      Unsere Koffer waren auch alle angekommen, Müde, aber glücklich gingen wir zum Ausgang des Airports.   Wir sind angekommen in Tokyo!       Mit dem Shuttletaxi fuhren wir vom Airport Haneda zu unserem Hotel in Shibuya Da hinten ist die alle-gehen-Kreuzung und wir waren schon sooo gespannt, wie das alles in reallife aussehen würde –  und wie es sich anfühlen würde, einmal mitten drin zu sein in diesem Gewusel Und … Moment, IKEA?! Ich nahm mir an diesem Abend vor, unbedingt in diesem Ikea zu stöbern … Ich spoiler mal jetzt: Unser Programm war so straff, dass wir das nicht geschafft haben …. Ja, ich plane immer alles vor, von zu Hause aus, damit wir die Zeit möglichst gut nutzen. Aber manchmal denke ich mir, das eine gewisse Spontanität dieser akuraten Planung leider zum Opfer fällt. Und sei es nur ein Bummel beim IKEA …..    

    Unser Hotel in Shibuya

    Shibuya Tobu Hotel
    Ich habe nach Absprache mit den Kids ein Vierbettzimmer gebucht. Auch unsere noch folgenden Hotels waren allesamt Vierbettzimmer. So waren wir immer zusammen, alleine schon für das morgendliche Wecken nicht ganz unpraktisch. Und ich persönlich fühlte mich damit auch beruhigter bei der Buchung. Im Nachhinein hätten wir auch zwei Doppelzimmer buchen können, wir haben uns in Japan zu jeder Sekunde sehr sicher gefühlt. Und auch das morgendliche Wecken hätte per WLAN-Anruf ohne Probleme funktioniert. Wobei …. eigentlich war ich ganz froh, meine Kids immer bei mir zu haben, denn vor allem, wenn wir schon im Bett waren, kamen noch viele interessante Gespräche und auch das gemeinsame Revue passieren lassen des Tages abends auf dem Zimmer fand ich immer sehr schön. In Japan zieht man die Schuhe aus, wenn man ein Haus betritt. Dies gilt auch für Hotelzimmer. Pantoffeln und Morgenmantel lagen bereit.   Hightech-Toilette mit beheizter WC-Brille. Es war im Bad alles vorhanden und wurde auch täglich nachgefüllt. Cremes, Lotions, Waschöl, Zahnbürste, Zahnpasta, Mundwasser, Bürste usw. Es fehlte wirklich an nichts. Als ich das sah, dachte ich an die vielen Japaner, die in Deutschland Urlaub machen. In manchen Hotels hat man grad mal Shampoo und Seife, mehr nicht….

    Meine Vorbereitung für Japan

    Apropos: Für keine andere Reise habe ich mich so akribisch vorbereitet und fühlte mich trotzdem null vorbereitet wie für Japan. Warum? Ich hatte vor allem sehr viel Sorge, was die Sprachbarriere betrifft. Denn – so meine Vorstellung – wir landen in Japan, stehen am Bahnhof – und verstehen auch nur Bahnhof, bzw: Nicht einmal das, weil alles nur auf japanisch ist. Und ich hatte Sorge, irgendwas doofes zu machen und damit die Japaner zu verärgern oder unbewusst zu beleidigen. Überhaupt …. für keine andere Reise habe ich mich so viel vorbereitet. Im Nachhinein war das gar nicht nötig. Im Gegenteil: Nach ein paar Tagen Japan waren wir überrascht, wie leicht sich dieses Land bereisen lässt. Und wie hilfsbereit alle sind, wenn man mal doch etwas nicht versteht. Von daher kann ich meiner Tochter nur danken, denn Japan war ihr großer Wunsch. Ich selber wäre wohl nie auf die Idee gekommen, obwohl meine Familie seit über 100 Jahren etwas mit Japan verbindet, aber dazu schreibe ich einen eigenen Bericht. Also: Wenn ihr gerne mal nach Japan möchtet, habt keine Angst – es ist ein wundervolles Land und nicht schwerer zu bereisen als andere Länder. Etwas Vorbereitung bedarf es dann aber doch, aber das gilt ohnehin für jede Reise. Die wichtigsten Punkte erkläre ich euch an dieser Stelle:  

    Internet in Japan

    Für die Zeit in Japan habe ich mir eine mobile WiFi-Box gemietet. Bestellt habe ich es ca 3 Wochen vorher von zu Hause. Ich habe unser Hotel für die erste Übernachtung angegeben, also das Shibuya Tobu und unsere Ankunftszeit. Als wir dann eingecheckt haben, bekamen wir den Brief mit der WiFi-Box. Diese haben wir erst einmal geladen (Trapezkabel war dabei, USB-Stecker nicht) Anbei war eine Beschreibung, mit welcher wir die Box dann eingerichtet haben. In den Settings hat man dann die WiFi-Einstellungen und findet da das Netzwerk und den Key, um die Handys damit zu verbinden. Es können mehrere gleichzeitig die Box nutzen. Der Vorteil war, wenn wir mal unterwegs waren und kein WiFi hatten, konnten wir die Box nutzen. Gebraucht haben wir das vor allem für unsere Routenapp bzw die Zugfahr-App, wenn wir unterwegs waren. Wir hatten uns einmal etwas verfranzt und auch da war die Box sehr praktisch für Google-Maps. Außerdem haben wir das öfters mal benutzt, um uns irgendwelche Dinge zu übersetzten, denn wir haben den Google Translator und die Google-Bildersuche-Übersetzung genutzt, Man scannt das zu Übersetzende ein und Google zeigt einem das Foto dann mit übersetzter Schrift an. Klappt nicht immer, aber hilfreich war es zum Beispiel, als wir Deo kaufen wollten oder wissen wollten, was wir im Restaurant bestellen, wenn es keine englische Karte gab. Telefongebühren in Japan An den Ballungszentren und am Bahnhof hatten wir so gut wie immer öffentliches WiFi. Kleiner Hinweis: Wichtig ist, das man nach dem Anmelden im öffentlichen WiFi-Netz die Emailadresse bestätigt, ansonsten fliegt man nach 10 Minuten wieder aus dem Netz raus. Der Nachteil ist, dass damit zwar WLAN-Telefonie funktioniert, aber telefonieren übers Mobilnetzt ist sehr teuer.    
    Buchen könnt ihr euer Pocket-Wifi hier*: 
    *Affiliatelink

    Unsere wichtigste App für Japan

    Eine App habe ich in Japan sehr häufig genutzt: Japan NAVITIME Diese App ist ein Allrounder für Japan-Reisende. Besonders praktisch bei dieser App: Man konnte sich Bus- und Bahnverbindungen genau anzeigen lassen. In den Optionen habe ich eingegeben, dass wir den Japan Rail Pass hatten – in den Ergebnissen wurde dann immer genau angezeigt, mit welchem Zug wir mit dem JR-Pass mitfahren konnten, ohne ein extra Ticket kaufen zu müssen. Es wurden die Gleise angezeigt, die Haltestellen usw, und das ganze absolut zuverlässig, wir haben das fast jeden Tag genutzt .       Mit dem Hikari und dem Sakura konnten wir mit dem JR-Pass mitfahren. Anders zB bei dem Nozomi, bei dem gilt der JR-Pass nicht – in der App ist das sehr gut zu erkennen.    

    Der Japan Rail-Pass

    Ob der Japan Rail Pass sich lohnt oder nicht, muss man sich durchrechnen. Fährt man während seiner Reise viele Strecken mit der Bahn, kann es sich lohnen. Tessa hat auf ihrer Seite einen ganz tollen Japan-Rail-Pass-Rechner: https://wanderweib.de/mein-japan-rail-pass-rechner/ Wir hatten Glück und konnten den Japan Rail Pass noch zum alten Preis vor dem 01.10.2023 buchen. Unsere Strecken waren Tokyo – Hiroshima – Kyoto – Osaka und da hat sich der Pass gerechnet.  
    Link* zum JR-Pass:
    (*Affiliate)    
    Noch ein Tipp für euch für Japan: Steckdosenadapter Wir haben diesen Adapter hier bestellt -> ADAPTER FÜR JAPAN UND ANDERE LÄNDER *Affiliatelink Er hatte mehrere USB-Ports, praktisch für die Handys, und auch eine Steckdose, welche ich nur meine Kamera genutzt habe. Je nachdem, in welchem Land man ist, kann man sich diese Steckdoselpinüpsel einstellen. Das hat in Singapur und in Japan sehr gut funktioniert!              

    Wie bucht man eine Reise nach Japan?

    Da gibt es keinen Unterschied zu anderen Reisebuchungen. Erst habe ich die Flüge gebucht, knapp 10 Monate vorher schon. Warum so früh? Weil wir ganz fixe Daten hatten und die Ferien vom ersten bis zum letzten Tag ausnutzen wollten. Ansonsten hätte man sicherlich die Flüge ein halbes Jahr vorher buchen können, vom Preis her hat sich in den ersten Monaten nach Flugplanveröffentlichung nicht so gravierend viel getan. Was man aber bei der Flugbuchung wissen sollte: Welche Route man nehmen möchte und ob sich da Gabelflüge anbieten, also zB landen in Tokyo, Abflug von Hiroshima oder Osaka. Ich empfehle euch einen Direktflug, auch wenn das teurer ist. Wir wollten auf dem Hinflug einen Stopp in Singapur. Leider habe ich bei der Reisebuchung nicht bedacht, dass wir dann auf dem Rückflug auch über das Drehkreuz Singapur fliegen und somit hatten wir auf dem Rückflug erst 6,5 Std Flug von Osaka nach Singapur, 4 Stunden Aufenthalt in Singapur, dann noch einmal 13 Stunden Flug von Singapur nach Frankfurt und von da 3,5 Std Fahrt nach Hause. Da ist man wirklich platt, …..  Da sich die Flugzeiten zudem noch etwas verschoben hatten, kamen wir erst gegen Mitternacht zu Hause an – und 8 Stunden später saß ich schon wieder im Büro, Feierabend, nach Hause gefahren, die Ponys für den Hufschmied vorbereitet, …. Macht sowas nicht, …. Nehmt einen Direktflug und nehmt euch nach dem Rückflug mind 2 Tage Zeit, sich zu akklimatisieren. So ganz im Nachhinein betrachtet bereue ich es nicht, es so gemacht zu haben, denn wir haben wirklich jede Stunde für Singapur und Japan ausgenutzt. Aber an jenem Montag Morgen, nach der strapaziösen Rückreise, nur 6 Stunden Schlaf und mit Jetlag stand ich kurz vor einer Koffeinvergiftung, denn ich brauchte sehr sehr sehr viel Kaffee, um meine Arbeit zu schaffen …. Zurück zu unserer Reiseplanung: Im Januar sah unsere Route noch etwas entspannter aus: Tokyo – Kyoto – Osaka. Daher buchte ich Hinflug nach Tokyo, Rückflug ab Osaka. Die Hotels buchte ich über diverse Portale, aber alle mit der Option einer kostenlosen Stornierung bis 2 Wochen vorher. Und es war gut, dass ich das so gemacht hatte, denn …. Als ich meine Tochter dann mit der Reise überraschte, bat sie mich, ob wir nicht noch Hiroshima mit reinnehmen könnten. Sie hatte darüber viel gelesen und wollte den Ort sehr gerne sehen. Also knapste ich von Tokyo und Kyoto jeweils eine Nacht ab und bastelte Hiroshima dazwischen. Und wenn wir schon da wären, auch noch die kleine Insel Miyajima.   Wenn man nicht länger als 90 Tage in Japan bleibt, benötigt man kein Visum.

    Der Reisepass muss aber für die gesamte Dauer der Reise gültig sein und sollte noch eine freie Seite für die Stempel haben.

     

    Das Feintuning

    Als dann das Flug-Hotel-Gerüst stand, ging es ans Feintuning. Die Kids hatten sehr viele Wünsche. Meine älteste meinte sogar, für Japan würde sie nachts aufs Schlafen verzichten, Hauptsache, sie würde alles sehen! Uff…. Das denn ich mal Vorgaben …. Auf dem Wunschzettel der Kids standen dann noch sowas wie Freizeitparks, diverse Tempel, Mediation, Geisha-Makeover, Teezeremonien, noch mehr Tempel, Bambuswald (aber bloß keine Affen!), der Fuji, Katzencafes, Shoppingtouren, private Touren mit Einheimischen, Tokyo mit der Kreuzung, mit dem ganz bunten Shoppingviertel, mit diesesjeneshastenichtgesehen und noch sooooo viel mehr, dass ich, ja, tatsächlich dachte selbst ich: Das wird zuviel…. Und dann begann ich mit der Wunschliste der Kids das Finetuning der Reise. Ich selber bin großer Fan von GetYourGuide geworden (habt ihr vielleicht schon bemerkt) Die Buchung darüber ist einfach, in der App hat man dann alle Touren sehr übersichtlich und man kann bis 24 Stunden vorher sogar stornieren, wenn was dazwischen kommt. Zudem muss man nicht immer alles direkt bezahlen, denn in Summe kommt da bei 4 Personen einiges zusammen. Und FunFact: Ich habe gestern Tickets für meine Family fürs Wochenende gebucht (Wir werden am Wochenende in den Niederlanden eine Ausstellung besuchen) und über GetYourGuide waren die Tickets tatsächlich insgesamt 10 Euro günstiger. In Japan wurde ich GetYourGuide nur ein einziges mal untreu, weil GYG unsere gewünschte Tour nicht angeboten hat. Dazu schreibe ich dann aber später im entsprechenden Bericht mehr.   Wenn ihr noch keine haben solltet: Ich empfehle euch eine VISA-Kreditkarte. Ich habe auch eine und konnte damit an den Automaten Geld direkt in der Landeswährung abheben und in jedem Laden ohne Probleme bezahlen.
    Japan ist leichter zu bereisen, als viele denken
    Ansonsten: Macht euch keine Gedanken, ob ihr in Japan klar kommt…. Im Vorfeld habe ich mir nämlich genau diese gemacht und die Vorfreude war daher schon fast etwas getrübt Japan ist – wie ich jetzt selber erfahren durfte – wirklich leicht zu bereisen und die Menschen dort sehr freundlich und hilfsbereit.  Es ist alles top organisiert, drängeln an den Zügen gibt es zB nicht.  Einkaufen ist einfach, Snacks gibt es an so gut wie jedem Supermarkt an der Kasse, oft sogar warme Snacks.  Alle paarhundert Meter findet man einen Getränkeautomaten, für einen knappen Euro bekommt man kühle Getränke wie zB Wasser, Cola, Limo, Eistee usw. Der Grund ist die enorme Hitze in Japan im Sommer.  In den Restaurants befinden sich am Eingang immer Modelle der Speisen.  Das einzige, was ich euch empfehlen möchte, ist ein offline-Translator, denn entgegen meiner Vermutung ist selbst in Tokyo englisch oft nicht so geläufig.  Vor allem in Taxen hatten wir das immer wieder. Ich habe dann unser Ziel mit Google Maps angerufen und entweder haben die Fahrer dann mein Handy als Navi genommen oder sie erkannten das Ziel, weil das Ziel bei Maps auch oft auf japanisch stand.  Daher noch ein Tipp 2: Ladet euch bei Google Maps offline Kartenmaterial herunter.     
    € in ¥ – Euro in Yen , Währungsumrechnung
    Und noch eine kleine Hilfe haben wir immer dabei gehabt, um eine grobe Preisvorstellung zu haben Währungsrechner:

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen
    www.umrechner-euro.de
      Wir haben uns damals zwei Tabellen erstellt, ausgedruckt und immer dabei gehabt.               In den kommenden Wochen nehme ich euch mit auf unsere Japan-Reise und schreibe auch immer einiges an Infos dazu, falls ihr auch eine Reise nach Japan plant – und vielleicht kann ich euch damit sogar ein paar Bedenken nehmen, solltet ihr welche wegen einer Reise nach Japan haben.  



    Reiseplanung für Japan



    Unterkünfte in Japan finden

    Unterkünfte in Japan suchen

    Kleiner Klick nötig: „Inhalt entsperren“ (Datenschutz). Die Karte startet in Tokio – einfach rauszoomen oder zur Wunschregion verschieben.
    Danach siehst du Preise, Verfügbarkeit und Unterkünfte im ganzen Land.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    *Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung –
    so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.




    Touren & Ausflüge in Japan

    Geführte Touren, Tickets und besondere Erlebnisse für eure Japanreise.

    *Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung –
    so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.



    Weitere hilfreiche Links zur Planung

    Hier findest du langjährig erprobte Tipps, Tools und Grundlagen, die bei der Planung wirklich helfen.

  • Von Singapur nach Tokyo: Der Jewel Changi Airport in Singapur

    Von Singapur nach Tokyo: Der Jewel Changi Airport in Singapur

    Von Singapur nach Tokyo: Der Jewel Changi Airport in Singapur

    Von Singapur nach Tokyo: Der Jewel Changi Airport in Singapur

     

     

    Unser letzter Abend in Singapur ging viel zu schnell zu Ende ….

     

    Ein letztes mal genossen wir den tollen Ausblick von unserem Hotelzimmer vom Hotel Furama City Centre (Singapur) über Singapur und gingen zeitig schlafen.

     

    Guten Morgen aus Singapur.

    Abreisetag ……

    Abreisetag in Singapur

     

    Meine Teenies mischten wie am Vortag auch schon alles mögliche vom Frühstücksbuffett  zusammen. Ich wunderte mich, dass es tatsächlich ein „langweiliges, normales“ Croissant auf den Teller geschafft hat.

    Nach dem Frühstück holten wir unsere schon gepackten und vorbereiteten Koffer und checkten aus.

    Mein Sohn war nicht gut zufrieden ….

    Bei der HoHo-Tour gestern ist Wasser in sein schon vorher etwas eingerissenes Display eingedrungen und am Morgen sah sein Handy dann so aus:

    … und das im Urlaub,….

    Ändern  konnten wir es nicht, zu Hause würde er ein neues Handy bekommen, also nach der Reise, also in 12 Tagen…. Begeisterung pur. Zumindest seine Duolingopunkte konnten wir retten, indem er sich dafür die App auf meinem Handy installierte und nutzte.
    Ärgerlich war es trotzdem, denn er hatte alle notwendigen Apps inkl QR-Codes für die Einreise usw auf dem Handy  …

     

    Wir checkten aus unserem Hotel  (Hotel Furama City Centre (Singapur)) aus und das Shuttle wartete bereits am Hoteleingang

    Durch den Berufsverkehr quälten wir uns langsam Richtung Airport.

    Ein letzter Blick zurück.
    Wer zurückblickt, kommt wieder. So sagt man. Ich hoffe es so sehr. Singapur ist eine unglaublich tolle Stadt, die uns direkt in ihren Bann gezogen hat.

    Die Winkekatze winkte uns permanent. Sie ist golden und soll Glück bei Finanzgeschäften bringen.
    Könnte ich auch gut gebrauchen, meine Aktien haben in den letzten Monaten/ Jahren eine Achterbahnfahrt hingelegt und mir einiges an Geduld abverlangt,….

    Angekommen am Changi Airport. Wir wollten nicht weg. Aber auf Japan freuten wir uns.
    Wie sagt man es so schön … ein lachendes und ein weinendes Auge …

    Der Changi Airport in Singapur

    Wir waren extra etliche Stunden vor dem Abflug am Airport. Changi in Singapur ist nicht nur einfach ein Flughafen. Es ist eine kleine Erlebniswelt und es gibt soviel zu sehen und zu entdecken, dass man einen ganzen Tag hier verbringen könnte. Wir hatten nicht einmal einen halben, aber den bekannten Indoor-Wasserfall wollten wir uns unbedingt ansehen.

    Für jeden wäre ein Traumziel dabei. Meine Älteste Tokyo. Für sie würde heute ein langgehegter Traum in Erfüllung gehen. Schon so viele Jahre lag sie mir mit Japan in den Ohren. Sie lernt japanisch, hat sich mit der japanischen Kultur beschäftigt und dann habe ich ihr erzählt, dass sie nicht die erste Person aus der Familie ist, für die Japan … wobei, nein, dass erzähle ich euch in einem eigenen Bericht.
    Meine Jüngste, riesiger K-Pop-Fan, träumt von Seoul. Wir hätten es einbinden können, immerhin ist Südkorea ein Nachbarland von Japan. Aber die Schulpflicht und die strengen Regularien der Schule haben uns einen Strich durch die Planung gemacht. Für Urlaub gibt es keine Verlängerung der Ferien.
    Urlaub … meine Älteste meinte nur trocken, die Lehrer sollen mal mit mir auf Reise gehen, das sei kein Urlaub, sondern eine Bildungsreise. Aber nix zu machen, Südkorea verschieben wir auf später.
    Ein ewiger Traum wird wohl mein Wunschreiseziel bleiben. Sydney würde auch an diesem Tag noch angeflogen werden, auch von Singapore Airlines. Australien (in Kombi mit Neuseeland) ist mein großer Traum. Aber es ist mit Familie nicht bezahlbar. ….
    Mein Sohn würde auch gerne nach Australien, einmal Schnorcheln am Great Barrier Reef. Wir sind in Kroatien und in der Türkei geschnorchelt und er fand das richtig toll, die Fische so sehen zu können.

    Unser Koffer ging schon einmal auf Reisen. Tschüss Kitty, wir sehen uns hoffentlich in Tokyo wieder!

     

    Die sperrigen Koffer waren weg – und wir erkundeten den Airport.,

    1. Ziel: Jewel Changi. Das Herz vom Airport. Dort befindet sich auch der Wasserfall.

    Wir nutzen die Skytrains, welche alle paar Minuten zwischen den Terminals pendelten.

    Wir hätten auch direkt über eine Glasbrücke zum Jewel gehen können, aber das haben wir erst hinterher gesehen. Gute Vorbereitung ist eben alles.

    Wir fuhren zum Terminal 1 – von dort war es nur noch ein kurzer Weg zum Jewel.

    Das ist die Brücke.

     

    Angekommen in Terminal 1 mussten wir das Gebäude verlassen, direkt gegenüber ist das Jewel

    Gegen 9.30 Uhr kamen wir am Jewel an.

     

    Und dann standen wir endlich vor dem Wasserfa… ähm…. also vor dem Gebilde, was eigentlich der Wasserfall ist. Aber es kam kein Wasser.

    Meine liebreizenden Kids lachten schon „Wenn Mama auf Reisen geht, geht halt immer alles schief!“
    Nachdem die erste Schadenfreude abgeklungen ist, wurden sie aber auch etwas nachdenklicher …. denn eigentlich hätten sie den Wasserfall auch gerne gesehen ….

    Das wäre er, der Wasserfall ….

     

    Wir liefen etwas durch das Jewel. Es beeeindruckte uns, wie tropisch-grün es dort war.
    Das grüne Konzept der Stadt Singapur wird auch im Airport fortgeführt.
    Ich war schon auf einigen Flughäfen auf dieser Welt, aber keiner war so toll wie der Changi Singapur.
    Eine grüne Oase, wo man wirklich entspannt einen Tag verbringen kann.

    „Mama, guck mal, dein Lieblingsdino!“ riss meine Tochter mich aus meinen Gedanken. Dino?!

    Aber es stimmte, ein kleiner Triceratops versteckte sich im Dschungelgrün vom Jewel.

    Sogar einen kleinen Bambuswald entdeckten wir.

    Der Dschungel im Changi Airport

    Der Anblick des kaskadenartigen Wassers, das über grüne Pflanzenwände stürzte, ließ uns staunen. Die tropische Atmosphäre und das Rauschen des Wassers schufen eine entspannte Stimmung. Wir vergaßen fast, dass wir am Flughafen waren und heute Mittag noch einen knapp 7-stündigen Flug vor uns hatten.

    Wir sind wirklich an einem der größten Flughäfen der Welt.

    Der tropische Innengarten ist eine Zusammenarbeit von Shiseido und dem Kunstkollektiv teamLab aus Japan. Das teamLab Tokyo stand auch auf unserem Reiseplan für Japan.

    Der berühmte Wasserfall „Rain Vortex“ vom Changi Airport Singapur 

    Aber was machte eigentlich unser Wasserfall?

    Immer noch trocken …. Aber wieso?!

    Wir suchten einen kleinen Café-Stand, kauften ein paar kalte Getränke (in den Terminals ist es eisig-kühl, im Jewel aber sehr tropisch-warm)  und frugen nach, was mit dem Wasserfall los ist.
    Die Antwort:
    Nachts ist er aus und wird jeden Tag entweder um 10 Uhr oder um 11 Uhr angestellt.
    Jippieh!!!! Wir würden ihn also doch noch sehen, auch wenn es knapp werden würde mit unserem Flug, sofern er um 11 Uhr startet. Aber 10 Uhr war schon durch, also musste er um 11 Uhr starten. Egal, das würden wir uns auf jeden Fall ansehen.
    Und das Ding heißt nicht Wasserfall, sondern HSBC Rain Vortex und wurde erst am 17. April 2019 eröffnet.
    Er ist mit seiner Höhe von 40 Metern der größte und höchste Indoor-Wasserfall der Welt.

    Regenwasser aus dem direkten Umfeld des Jewels wird auf das Dach gepumpt, um durch das runde Loch mit einer Durchflussmenge von bis zu 37.850 Litern pro Minute in einen Acrylglas-Trichter im Untergeschoss zu fallen. Durch den Acrylglas-Trichter wird Spritzwasser und die sonst für Wasserfälle typische „Gischt“ verhindert.

    Wir suchten uns ein gemütliches Plätzchen, tranken unsere soeben gekauften Getränke und warteten ganz gespannt auf den Start vom Wasserfall.

    Und dann, kurz nach 11 Uhr, ging es wirklich los.
    Und hey, wir sind in Singapur, da wird das Wasser nicht einfach angestellt, sondern es startet pompös mit Musik und Ansage!

    Aber schaut selbst, ich habe ein 4K-Video davon gemacht

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

     

    Und dann plätscherte er los. Wie man es von den vielen Bildern kennt, nun standen wir direkt davor und staunten.
    Der 40 Meter hohe Wasserfall  und die gesamte Konstruktion sind sehr beeindruckend und sehenswert.

    Mitten im Airport, eine tropische Oase, mittendrin der Wasserfall. Unbeschreiblich. Und unwirklich, wie so viele andere Orte in Singapur.

    Schaut euch diese Konstruktion an.
    Im toroidförmige Dach wurden mehr als 9000 Glasstücke verbaut, die sich über 200 mal 150 Meter erstrecken.

    Wenn ihr das Video oben komplett gesehen habt, habt ihr es schon gesehen.
    Wenn nicht:
    Habt ihr euch mal gefragt, wie es „unter“ dem Wasserfall aussieht?
    Unten ist der Food-Court und der Wasserfall ein absoluter Hingucker.

    Durch den Bambuswald gingen wir zu den Rolltreppen und fuhren nach unten.

    Und da ist er, der Wasserfall. Er plätschert entlang einer Glasscheibe. Steht man direkt davor und schaut nach oben, wird einem schwindelig.

     

    Im Video habe ich an die passende Stelle gespult:

     

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

     

     

     

     

    Im Foodcourt gab es so viele lecker aussehende Kuchen … ich liebe Kuchen, aber wir hatten keine Zeit mehr, uns hier in Ruhe einen Platz zu suchen und von den leckeren Köstlichkeiten zu probieren…
    Menno,… aber alles geht nicht. …

    Wir bekamen nicht genug von diesem Wasserfall und wollten ihn noch einmal von oben und noch einmal aus der Bahn sehen.

    Wir fuhren mit dem Fahrstuhl nach oben und liefen die Dschungel-Kaskaden hinab.
    Der Blick auf den Wasserfall

    Wir mussten ins Terminal 3.
    Um den Wasserfall von der Bahn aus zu sehen, mussten wir aber vom Terminal 2 zum Terminal 3 fahren, also nahmen wir zunächst den Skytrain von Terminal 1 zum Terminal 2.

     

    Und so sieht der Wasserfall von der Bahn aus gesehen aus:

     

    Auch das kann man im Video sehen, wie immer habe ich an die passende Stelle gespult:

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    Zeitlich war das schon knapp, aber hat sich gelohnt!

    Der Jewel von außen

    Für uns war es Zeit, zum Gate zu gehen.

     

     

    Der Butterfly Garden vom Airport Singapur

    Während wir zum Gate gehen, zeige ich euch ein weiteres Highlight vom Changi Airport:
    Den Butterfly Garden.
    Den haben wir zwar erst auf dem Rückflug von Tokyo nach Frankfurt besucht, aber thematisch passt es besser hier hin.

    Der Butterfly-Garden befindet sich im Terminal 3 im Transit – Bereich Level 2 und 3

     

    Er ist nicht sehr groß, aber sehr schön angelegt und der Zutritt ist kostenlos.
    Er ist 24 Std geöffnet.

    Ein Hingucker ist der 6 Meter hohe Wasserfall mit tropischen Pflanzen.

     

    Im Butterfly Garden leben um 1000 Schmetterlinge aus bis zu 40 Arten.

    Es gibt einen Brutgasten in der unteren Ebene. Mit etwas Glück und Geduld kann man einem Schmetterling beim Schlüpfen zusehen.

    Übrigens war das eines unserer Corona-Projekte beim Lock-Down. Zusammen mit meinen Kindern haben wir Schmetterlinge aufgezogen.
    Bekommen haben wir sie als Larven, so konnten wir alle Stadien vom verpuppen bis zum Schlüpfen beobachten.
    Am Ende von diesem Projekt haben wir sie im Garten fliegen lassen.

    Bestellt habe ich dafür übrigens dieses Set: https://amzn.to/3TFGrPV *
    (*Affiliate)

    Das mit den Projekten haben wir beibehalten, mal größer, mal kleiner.
    Als nächstes steht bei uns „Projekt Pantoffeltierchen“ an.

     

    Bei uns in der Nähe gibt es auch einen sehr großen Schmetterlingsgarten, welchen wir regelmäßig besuchen.

    Aus dem Grund hatten auch nicht alle drei Kids Lust auf den Schmetterlingsgarten im Changi, da sie „Schmetterlinge kennen“ und nach dem Flug von Tokyo nach Singapur müde (und daher etwas unzufrieden) waren.

    Sehenswert ist er definitiv! Und macht nicht den Fehler wie ich und lasst die Kamera in der Tasche,…
    Der Schlüpfkasten

     

    So, wir sind inzwischen am Gate angekommen.

     

    Der Changi Airport von Singapur hat ein großes Manko ….

    Und so toll wie wir den Airport finden, jetzt kommt ein ganz großes Manko….

     

     

    Der Sicherheitscheck ist erst direkt am Gate.
    Wir hatten einiges an Getränken für den Flug gekauft, aber diese mussten wir alle abgeben und man hat hinterher keine Möglichkeit mehr, sich neue Getränke zu kaufen.

    Aber ich habe einen Tipp für euch:
    Nehmt euch eine leere Flasche mit, denn direkt vor dem Einsteigen in den Flieger könnt ihr am Automaten stilles Wasser in die Flasche füllen.

     



     

    Lust auf ganz besondere Touren und Erlebnisse in Singapur? *

    Hotels und Ferienwohnungen in Singapur *

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

     

    * = Affiliatelinks zur Blog-Finanzierung


     


     

     

     

    TOKYO !!!! Wir kommen!!!!

     

    Unser Flieger.

     

    Meine älteste Tochter war so hibbelig und aufgeregt. „Mama, jetzt weiß ich, wie du dich vor dem Flug nach Singapur gefühlt hast!“ meinte sie, als wir auf das Boarding warteten.
    „Ich fliege wirklich nach Japan, ich kanns nicht glauben!!“

    Und dann war Boarding-Time!!!!!

    Und dann war Boarding-Time!!!!!

     

    Wir konnten wieder unsere Geräte am USB Port laden. Internet in der Holzklasse ist für KrisflyMembers kostenlos, ansonsten kostet es für den gesamten Flug um 15 Euro.

     

    Mein kleiner K-Pop-Fan war glücklich. BTS als eigener Film in der Board-Mediathek.
    Vor ein paar Monaten war eine BTS-Ausstellung in Frankfurt und sie hat ihr ganzes Taschengeld ausgegeben, damit wir da hinfahren konnten. In ihrem Zimmer hat sie ein Vitrinenschrank voll Merch.
    Und ich bin mir sicher, ihr kennt auch mindestens ein Lied von BTS

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    Kind 1: glücklich, weil BTS in der Mediathek
    Kind 2: glücklich, weil bald in Japan
    Kind 3: glücklich, weil Marvel in der Mediathek und Kind 3 dieses mal nicht neben mir sitzen „musste“,….

    Und ich: auch glücklich. Glücklich über die Erlebnisse in Singapur. Glücklich, diese Reise mit meinen Kindern machen zu können. Glücklich, weil im Flieger.

    Ich lehnte mich zurück, während wir zur Startbahn rollten.

    Und wir rollten sehr lange mit dem Flieger…..

    Zu dem Kind, welches diesen Flug neben mir langweiliger und nur schlafender Mutter sitzen „musste“, sagte ich, dass wir scheinbar nach Tokyo rollen, statt fliegen…. Ja, dass wir offensichtlich mit dem rollenden Flugzeug das gesamte Flughafengelände bereits abgefahren sind, war besagtem Kind auch schon aufgefallen.
    Aufgefallen waren uns auch die vielen Flieger hinter uns in der Warteschleife.

    Wir sind vermutlich von den Startbahnen ganz hinten abgeflogen.

     

    Und dann gab der Pilot endlich Gas!  Endlich!!!

    Auf geht’s!  Japan, wir kommen!!

     

    Bordverpflegung von Singapore Airlines auf dem Flug von Singapur nach Tokyo

    Kurz nach dem Start gab es die ersten Snacks. Richtig lecker!

    Ich sah schon beim Start einige Gewitterwolken in der Ferne und nun sogar einen Sonnenhalo.

     

    Unser Mittag bzw Abendessen (Langstreckenflüge sind immer zeitenlos)

    Es schmeckte besser, als es aussieht, aber das Essen auf dem Flug nach Singapur hat uns allen mehr gefallen.

    Der Sonnenuntergang hinter der dicken Wolkendecke …

     

    Der Flug dauerte um 6 1/2  Stunden.

     

    Tokyo empfing uns mit Regen. Na toll…. nicht schon wieder Regen ….. wir waren vom Regen in Singapur schon ganz rostig und ein Handy hat es auch nicht überstanden,…..

    Egal. Wir machen wie immer das beste draus! 

    Willkommen in Tokyo!

    Meine Älteste weinte vor Freude.
    Und witziger Zufall: unsere Lande-Uhrzeit war genau ihr Geburtstag.

     

    Die Einreise-Formulare für Japan

    Wir haben das WLAN aktiviert und es kam direkt diese Meldung:

     

     

    Das Einreise-Prozedere in Tokyo wirkte für uns etwas kompliziert, denn das Ganze läuft über die Seite „Visit Japan“ und man erstellt sich hier durch Ausfüllen der Formulare QR-Codes für die Einreise

    Das Ganze wird auf der Seite sehr gut erklärt:
    Einreise-Seite für Japan
    https://vjw-lp.digital.go.jp/en/howto/

     

    Änderung QR-Code zur Einreise nach Japan

    HINWEIS:
    Zum 25. Januar 2024 gibt es eine Änderung bei den Einreise-QR-Codes, welche ihr nach der Landung zur Einreise benötigt:
    https://vjw-lp.digital.go.jp/en/notice240112/index.html?fbclid=IwAR1ENFNVRc08TrsmpUkm5eK_qF7B9dkyQ-js8M-_sAxJBCbWCpplDCOV6CQ

     

    Mit dem ersten QR-Code geht man durch die erste Kontrolle, gibt Fingerabdrücke ab, es wird ein Foto erstellt.
    Dann erstellt man einen 2. QR Code für den Zoll. Den benötigt man, wenn man mit den Koffern zum Ausgang geht. 

    Im Nachhinein war das eigentlich gar nicht so kompliziert, man muss es nur alles erst einmal wissen und verstehen und uns war das mit dem 2. QR-Code nicht so ganz klar.

    Wenn man Hilfe braucht, wird aber geduldig und freundlich geholfen.
    Japan, wir sind angekommen!

    Erste Foto-Session!!!

     

    Alles nur japanisch in Japan? Keineswegs! 

    So habe ich mir das vorgestellt. Wir landen in Japan und sind direkt Analphabeten. Alles nur auf japanisch und wir müssen uns mit Händen und Füßen durchfragen.

    ABER: In den Ballungszentren steht alles neben japanisch auch auf englisch auf den Schildern.
    Auch die U-Bahn / S-Bahn Karte hing daneben auch auf englisch.

     

    Ok, manche Schilder bedürfen keiner englischen „Übersetzung“

     

    Wie in Singapur auch hatten wir auch in Tokyo einen Transfer vom Flughafen zum Hotel.
    Es war inzwischen um 23 Uhr und ich war froh, mit dem ganzen Gepäck nicht gleich die ÖVPs nutzen zu müssen.

    Wie ihr seht: Alles auf japanisch und englisch

     

    Meine Tochter schwärmte ständig vom Stadtteil Shibuya. Das ist da, wo sich auch diese berühmte alle-gehen-Kreuzung befindet.
    Und fußläufig in der Nähe dieser Kreuzung befand sich unser Hotel.

    Unser Hotel in Shibuya

    Unser Hotel in Shibuya

    Shibuya Tobu Hotel

    Hotels in Tokyo sind teuer.
    Und wenn man dann noch ein Vierbett-Zimmer-möchte und das in einer bestimmten Ecke von Tokyo und dann auch nicht das gesamte Reisebudget dafür zahlen möchte, hat man nicht mehr so ganz viel Auswahl.
    Der Ausblick in diesem Hotel war der absolut schlechteste, den wir jemals hatten.
    Denn die Fenster waren mit Folie geschwärzt. …

    Ansonsten war das Zimmer ganz ok.
    Es war geräumig und es fehlte an nichts.

    Auch im Bad war alles da, wirklich alles. Zahnbürste, Cremes, Masken, Duschgels, Haarbürste usw

    Und es gab diese typisch japanischen Toiletten mit sehr viel Technik – und beheizten Klobrillen.

    In japanischen Hotels zieht man die Schuhe direkt am Eingang aus und trägt die bereitgestellten Pantoletten.

     

    Unser Hotel in Shibuya

    Shibuya Tobu Hotel

    Meine Hotel-Empfehlung für Hotels mit Ausblick in Tokyo

    Hätte ich mehr Reisebudget zur Verfügung gehabt, wäre es ein anderes Hotel geworden.

    Wir sind angekommen in Tokyo!

    Und ab morgen hatten wir ein recht straffes Programm.

    Liebe Lehrer meiner Kinder, falls ihr das lesen solltet, dürft ihr hinterher gerne darüber nachdenken, ob das wirklich noch als „Urlaub“ zählt.

     

    Gute Nacht Tokyo!

    Müde, aber glücklich (edit meiner ältesten Tochter: sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr glücklich) schliefen wir bald ein.

    Wecker war auf 6 Uhr gestellt, Frühstück um 7 Uhr geplant – und dann: Hello Tokyo!

    Aber dazu im nächsten Beitrag mehr.

     



     

    Meine Empfehlung* für Guided Touren in Tokyo


    Hotels* in Tokyo 

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

     

    *  = Affiliatelinks; die Provision nutze ich, um die Kosten für diesen Blog (Serverkosten usw) zu decken – damit bleibt abgesehen von diesen Links der Blog hier werbefrei.

     

    Von Singapur nach Tokyo: Der Jewel Changi Airport in Singapur


    Alle Berichte über unsere Reise nach Singapur und Japan
    Japan Reise planen: Tipps, Rail Pass, Transfers & ErfahrungenJapan Reise planen: Tipps, Rail Pass, Transfers & Erfahrungen
    Ein letzter Shoppingbummel in Kyoto mit Katzencafé  – und dann … Abschied von Japan …. Rückreise via Singapur nach DeutschlandEin letzter Shoppingbummel in Kyoto mit Katzencafé – und dann … Abschied von Japan …. Rückreise via Singapur nach Deutschland
    Kyoto: Teilnahme an einer traditionellen TeezeremonieKyoto: Teilnahme an einer traditionellen Teezeremonie
    Kyoto: Tagesausflug nach Nara und OsakaKyoto: Tagesausflug nach Nara und Osaka
    Kyoto: Sightseeing Part 2: Der Fushimi Inari-Taisha-Schrein (Berg der Tausend Torii)  und der Kiyomizu-dera-TempelKyoto: Sightseeing Part 2: Der Fushimi Inari-Taisha-Schrein (Berg der Tausend Torii) und der Kiyomizu-dera-Tempel
    Kyoto: Sightseeing Part 1: Alleine im Bambuswald, Ginkakuji Tempel (silberner Pavillon) und der Kinkakuji Tempel (goldener Pavillon) zum SonnenuntergangKyoto: Sightseeing Part 1: Alleine im Bambuswald, Ginkakuji Tempel (silberner Pavillon) und der Kinkakuji Tempel (goldener Pavillon) zum Sonnenuntergang
    Umstyling zur Geisha / Maiko und Samurai in KyotoUmstyling zur Geisha / Maiko und Samurai in Kyoto
    Mit dem Shinkansen von Hiroshima nach KyotoMit dem Shinkansen von Hiroshima nach Kyoto
    Ein Nachmittag auf MiyajimaEin Nachmittag auf Miyajima
    Der Friedenspark von HiroshimaDer Friedenspark von Hiroshima
    Von Tokyo mit dem Shinkansen nach Hiroshima und unser tolles Hotel mit FamilienzimmerVon Tokyo mit dem Shinkansen nach Hiroshima und unser tolles Hotel mit Familienzimmer
    Japan: Ein Tag am FujiyamaJapan: Ein Tag am Fujiyama
    Tokyo: Die große 3D-Katze und das 2D-Café in ShinjukuTokyo: Die große 3D-Katze und das 2D-Café in Shinjuku
    Auf Sightseeingtour in TokyoAuf Sightseeingtour in Tokyo
    Tokyo: Shibuya inkl. Zeitraffer der Kreuzung & Shibuya Sky bei NachtTokyo: Shibuya inkl. Zeitraffer der Kreuzung & Shibuya Sky bei Nacht
    Die Freiheitsstatue und der Eiffelturm… von TokyoDie Freiheitsstatue und der Eiffelturm… von Tokyo
    Tokyo: Das teamLab Planets TokyoTokyo: Das teamLab Planets Tokyo
    Vorbereitung auf unsere Japan-Reise: Hotels, Apps, Japan-Rail-Pass und CoVorbereitung auf unsere Japan-Reise: Hotels, Apps, Japan-Rail-Pass und Co
    Von Singapur nach Tokyo: Der Jewel Changi Airport in SingapurVon Singapur nach Tokyo: Der Jewel Changi Airport in Singapur
    Singapur: Die Musik-Lightshow der Supertrees und Spectra, die Wasser-Laser-Musik-Show des MBSSingapur: Die Musik-Lightshow der Supertrees und Spectra, die Wasser-Laser-Musik-Show des MBS
    Singapur: Sightseeing mit dem HoHo-Bus, Buddhistischer Gebetsgesang im Tempel –  und viel Regen…..Singapur: Sightseeing mit dem HoHo-Bus, Buddhistischer Gebetsgesang im Tempel – und viel Regen…..
    Singapur: Freizeitparadies Sentosa, Marina Bay und die Lightshow bei den SupertreesSingapur: Freizeitparadies Sentosa, Marina Bay und die Lightshow bei den Supertrees
    Vorbereitung zu unserer Japan-Reise. Stopover in Singapur? – Unbedingt!Vorbereitung zu unserer Japan-Reise. Stopover in Singapur? – Unbedingt!

     


     

  • Singapur: Die Musik-Lightshow der Supertrees und Spectra, die Wasser-Laser-Musik-Show des MBS

    Singapur: Die Musik-Lightshow der Supertrees und Spectra, die Wasser-Laser-Musik-Show des MBS

    Singapur: Die Musik-Lightshow der Supertrees und Spectra, die Wasser-Laser-Musik-Show des MBS


    Singapur: Die Musik-Lightshow der Supertrees und Spectra, die Wasser-Laser-Musik-Show des MBS

     

     

    Weiter geht’s mit meinem Singapur Bericht.
    Es tut mir sehr leid, dass sich das Ganze etwas in die Länge zieht, aber der Dezember ist für mich immer sehr stressig und Corona habe ich noch immer nicht aus den Knochen…

    In Singapur haben meine Kids (13,13,16) und ich uns die Stadt mit dem HoppOn-HoppOff-Bus angeschaut. Im Regen. (-> Bericht: HoHo-Tour im offenen Bus bei Regen)

    In Chinatown stiegen wir aus und gingen zurück zu unserem Hotel. In der Lounge stärkten wir uns mit Snacks und Getränken, bevor wir uns wieder auf den Weg machten.

    Spaziergang zur Marina Bay

    Unser Ziel: Marina Bay!

    Der Weg führte direkt am grünen Hotel Park Royal vorbei. Schattige Wege, kleine Wasserbecken entlang des Weges und viel viel Grün

    …. und ein automatischer Fege-Butler …. Den hätte ich für unseren Hof auch gerne.

     

     

    Im Gebäude vom CapitaSpring kann man wochentags die Gärten in der Mitte des Gebäudes besichtigen.
    Laut Internet braucht man dafür keinen Termin.

    Als wir gegen 15 Uhr ankamen, wurden wir jedoch enttäuscht: Für den Tag waren keine Terminslots mehr frei.
    Schade, dieses tolle Konzept hätten wir uns sehr gerne angesehen

    Die Gärten in der Mitte des Gebäudes kann man besichtigen.

     

    Ich empfehle euch, einen Tag vorher dort einen Terminslot zu buchen, denn ein Geheimtipp ist das wohl längst nicht mehr

    Wir bummelten entspannt Richtung Marina Bay. Dort mussten wir ja erst am Abend sein, passend zur Musik-Lightshow

     

     

    Obwohl wir entspannt und zur Freude der Teenies sehr trödelig gegangen sind, waren wir viel zu früh im Garden by the Bay. So hatten wir Zeit, uns das Areal mal in Ruhe anzusehen.

    Spaziergang durch Garden by the Bay

    Spaziergang durch Garden by the Bay


    Ich weiß nicht, wofür das aufgebaut war, aber die Kids starteten direkt mit Fotos machen. Bzw sie stellten sich hin und ich fotografierte.

    „Los Mama, stell dich da mal hin, wir machen ein Foto von dir!“
    – „Och neee, lasst mal….“
    „Doch, du hast sogar das passende T-Shirt an!“

    Naguuuuut.

    Und hier das Ergebnis. Bei den Kindern sah das irgendwie graziler aus. Ich bin dann wohl eher die Hummel unter den Schmetterlingen. 

    Schmetterling Elly.  Oder wie die Kids mich nannten: Schmettelly

     

    Wir liefen weiter und ich entdeckte in den grünen Baumkronen mehrere Spechte:

    Es waren sehr viele und einer bunter als der andere. Optisch erinnerten sie mich an Grünspechte, die haben wir bei uns auch öfters in den Eichen am Haus sitzen.

     

    Meine Älteste, riesiger Japan-Fan, war ganz fasziniert von den künstlichen blühenden Bäumen, welche sie an die japanischen Sakura erinnerte, den Kirschblüten.

     

    Unser Weg führte weiter hinter dem Cloud Forest am Ufer der Bay-Mündung.

    Und schaut mal, was wir dort entdeckten:  einen kleinen Palmenwald. Ich liebe Palmen!

    Die Kids und ich fotografierten erst einmal eine Weile. Die Kids machten mehr Selfies mit lustigen Filtern und Spring-Fotos für Snapchat und Insta, ich fotografierte mehr die Umgebung.
    Durch die schwüle Wärme und den Spaziergang war ich schon wieder am schwitzen, so wollte ich nicht aufs Foto.

    Ein Palmenwald mitten in Singapur

    Palmen im Vordergrund und rechts im Hintergrund davonziehende Regenwolken!!!
    Happy x2 !

     

    Die Palmen und Skyline ergaben interessante Motive

     

     

    Großstadt-Dschungel anders interpretiert

    Der Singapore-Flyer. Ein wenig bereue ich es, damit nicht gefahren zu sein … Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen, denn in Las Vegas steht auch so ein Riesenrad, wir sind aber damals nicht damit gefahren und auch das bereue ich ein klein wenig. Was das betrifft, siegt der Geiz dann über meine Lernfähigkeit, denn so ganz günstig ist das nicht. Eine Runde mit dem Singapore Flyer hätte uns ca 115 Euro gekostet. Für ca 30 Minuten ist das schon ’ne Stange Geld…

    Die Otter haben wir leider nicht gesehen. Ist das nicht erstaunlich, dass mitten in so einer riesigen Stadt Otter leben? Das grüne Konzept von Singapur macht das möglich.

    Dafür entdeckten die Kinder ein Dromedar. Seht ihr es auch?
    Da hinten, dieser Felsen. Sieht wirklich so aus. Manchmal beneide ich die kindliche Phantasie und frage mich, wo auf dem Weg zum Erwachsen werden sie bei mir verloren gegangen ist …..

    Die Außenanlagen vom Garden by the Bay

    Die Außenanlagen vom Garden by the Bay sind sehr sehenswert

    Mein Sohn hat ein kleines Blättchen gefunden

    Der Weg zum Supertree Grove (Zu den riesigen künstlichen Bäumen) führte durch den Palmenwald

     

    Angekommen bei den Supertrees machten wir erst einmal eine Pause. Wir waren gestern schon hier und trotzdem überraschte uns die Größe der Supertrees aufs neue.
    Im Seven Eleven hatten wir uns ein paar Snacks und Getränke gekauft.

    Der OCBC Skyway – Spaziergang zwischen den Supertrees in Singapur

    Direkt unter dem OCBC Skyway fanden wir ein schönes Plätzchen, setzten uns auf dem Boden und snackten inmitten dieser für uns immer noch so surrealen Kulisse. 

     

    Unser nächstes Ziel:
    Der OCBC Skyway – dieser Weg bzw diese Brücke zwischen den Supertrees.

    Wir haben uns in die Schlange am Ticketschalter angestellt, nach ca 1/4 Std hatten wir die Tickets.
    Aber wir warteten noch etwas, bevor wir uns in die Schlange für die Fahrt nach oben einreihten.
    Denn wir wollten zum Sonnenuntergang oben sein.

    Oben angekommen hat man nur ein kleines Zeitfenster und mehrere „Aufpasser“ schauen, dass man nicht zu lange an einer Stelle steht, sondern weiter zum anderen Ende geht.
    Unser Plan, Sonnenuntergang UND die Musikshow zu schauen scheiterte daher leider.

    Die Schlange am Skyway war lang. Alle paar Minuten darf eine kleine Gruppe mit dem Fahrstuhl nach oben fahren.

     

    Wir standen ca. 1/2 Stunde an, die Schlange führte um einen der Supertrees und auf mehreren Schildern bekam man mehr dazu erklärt

     

    Die Supertrees von Singapur kurz erklärt

    Und weil wir noch nicht an der Reihe sind und Zeit haben, erzähle ich euch an dieser Stelle etwas zu den Supertrees:

     

    Im Garden by the Bay gibt es insgesamt 18 Supertrees. Sie sind zwischen 25 und 50 Meter hoch.

    Die Supertrees sind vertikale Gärten. Über 160.000 Pflanzen von mehr als 200 Arten wachsen hier vertikal am Gerüst der Skytrees.

    11 Supertrees sind mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Zudem fungieren die Bäume als Belüftungsschächte für die Gewächshäuser vom Garden by the Bay.
    Eine weitere Funktion ist ein Regenwasserspeicher. Die Biomasse aus den entstehenden Gartenabfällen des Areals treibt derweil eine Dampfturbine an.

    Insgesamt wird so genügend Öko-Strom produziert, um mit ihr den gesamte Bedarf des Areals zu decken

    In dem Bereich, in welchem die Musik-Show stattfindet, stehen 12 Supertrees.

    Die Aussichtsplattform Supertree Observatory und der OCBC Skyway 

    Es gibt einen Skyway, welcher ein paar der Bäume verbindet.
    In der Mitte der 12 Supertrees steht der höchste Supertree.  Oben auf diesem Supertree ist eine Aussichtsplattform. Er ist nicht mit dem Skyway verbunden.

    Es sind also zwei verschiedene Möglichkeiten, sich das Areal von oben anzusehen:
    Der Skyway, also die Brücke zwischen den Supertrees = OCBC Skyway
    Die Aussichtsplattform auf dem 50 m hohen Supertree = Supertree Observatory

    Der Bereich unter den Bäumen gehört zum kostenlosen Teil vom Park. Auch die Musikshow, welche jeden Abend 2x stattfindet, kann man sich kostenlos ansehen.

    Der Skyway und die Aussichtsplattform auf dem höchsten der Bäume kosten Eintritt.

    Der OCBC Skyway ist 22 Meter hoch, 128 Meter lang und eine Einbahnstraße. Man fährt bei einem Baum hoch und bei einem anderen wieder runter.
    Bei schlechtem Wetter kann er auch mal geschlossen sein.

    Eintrittspreise und Öffnungszeiten vom OCBC Skyway und vom Supertree Observatory

    Eintrittspreise und Öffnungszeiten vom OCBC Skyway und vom Supertree Observatory

    Der Skyway, also die Brücke zwischen den Supertrees = OCBC Skyway

    Eintritt pro Erw. ~ 13 S$, Kinder ~ 8 S$

    Öffnungszeiten  Täglich: 9.00 – 21.00 Uhr (Letzter Einlass um 20:30 Uhr)
    Empfohlene Besuchsdauer: 15 Minuten


    Die Aussichtsplattform auf dem 50 m hohen Supertree = Supertree Observatory

    Eintritt pro Erw. ~ 14 S$, Kinder ca 10 S$

    Öffnungszeiten  Täglich: 9.00 – 21.00 Uhr (letzter Einlass um 20.30 Uhr)
    Empfohlene Besuchsdauer: 45 Minuten

     

     

    Wichtiger Hinweis: 

    Es gibt immer wieder Wartungstage, an denen das Observatory oder der Skyway geschlossen sind. 
    Wann diese Tage sind, wird immer ein paar Wochen im vorraus auf der Website vom Garden by the Bay angekündigt: 

    Website Garden bei the Bay mit allen aktuellen Infos

    https://www.gardensbythebay.com.sg/

     

     

    So, gutes Timing, denn wir durften nun endlich zum Fahrstuhl.

    Ihr wolltet doch bestimmt immer schon einmal wissen, wie die Supertrees von innen aussehen?

    Bitteschön: 

    Ein Betonklotz und ein Stahlgerüst.
    Von außen deutlich schöner.

    Der Aufzug brachte uns nach oben, genau passend zum Sonnenuntergang waren wir auf dem Skyway.

    Oben angekommen genossen wir die tolle Aussicht über das gesamte Areal.

    Das Licht war malerisch, zusammen mit den Supertrees uns dem Marina Bay Sands wirkt das ganze schon irgendwie futuristsch-surreal. Wir sind immer noch an den gleichen Supertrees, und dennoch sehen sie von hier oben ganz anders aus.
    Die Kids waren ebenso begeistert wie ich und wir blieben länger oben, als wir „durften“, denn immer, wenn wir länger an einer Stelle standen, kamen die Aufpasser mit ihren roten Lichtschwertern und baten uns höflich, weiter zu gehen.

    Fotos von unserem Walk auf dem Supertree-Skyway 

    Fotos von unserem Walk auf dem Skyway

     

     

     

    Wir trafen andere Deutsche und machten gegenseitig von uns Fotos.
    Habe ich schon erwähnt, wie schwül-warm es selbst zum Sonnenuntergang noch in Singapur ist?
    Aber ein paar Fotos wollten wir dann auch von uns, egal, was die Witterung mit unseren Gesichtern und Frisuren veranstaltet hatte


    Größentechnisch haben mich meine Kinder bald eingeholt – Was mich nicht stört, ganz im Gegenteil – als Mensch, der beim wachsen nah am Boden geblieben ist, hat man es nicht immer einfach,….
    Außer in der Holzklasse im Flugzeug – da ist es praktisch, nicht allzu lange Beine zu haben. 

     

    Die Sonne war weg und die Lichter gingen an. Ich liebe die Zeit direkt nach Sonnenuntergang, die blaue Stunde – zum Skyline-Lichter fotografieren ist sie perfekt!

     

    Es war sooo schön, als die Bäume zu leuchten anfingen 

     

    Wir wären so gerne länger oben geblieben, es sah so schön aus, wie alles beleuchtet wurde – aber nach dem wir dreimal wirklich freundlich (also, jetzt nicht ironisch, sondern wirklich sehr nett) gebeten wurden, nach unten zu fahren, haben wir das auch gemacht.

     

    Fazit der Kids und ich: Lohnt sich!  Wir hatten Glück und konnten den Garden by the Bay bei Tageslicht und mit seiner nächtlichen Beleuchtung gesehen.

    Wir liefen noch etwas durch den Park, suchten uns dann aber bald unsere Plätze für die Garden Rhapsody, der Musik- und Lichtshow an den Supertrees.

    Wie am Vortag auch setzten sich die Besucher überall verteilt hin, viele einfach auf dem Boden, wie wir auch.

    … und dann warteten wir gespannt auf den Start der Show.

    Die Musikshow Garden Rhapsody bei den Supertrees – die Showzeiten 

     

     

    Die Garden Rhapsody findet jeden Abend um 19.45 Uhr und 20.45 Uhr statt. Es gibt regelmäßig wechselnde Themen, bei uns war es „Musik der 80er“

     

    Es war so toll, auch ein 2. mal war es nicht langweilig.

    Ich habe an dieser Stelle für euch einen interaktiven Lageplan mit allen Things-to-Do und Sehenswürdigkeiten im Garden by the Bay

    https://www.gardensbythebay.com.sg/en/plan-your-visit/gardens-map.html

     

    Aber für uns hieß es jetzt beeilen, denn wir wollten unbedingt die Wassershow am Marina Bay Sands ansehen!

    Zeitlich machbar, wenn man nicht extrem rumtrödelt.

    Von den Supertrees zur Wassershow am MBS

    Man könnte zwar einfach den Menschenmassen folgen, aber ich habe trotzdem eine Weg- Beschreibung für euch

    Quelle: https://www.google.de/maps

     

     

    Der Weg führt über eine kleine Brücke und diese führt sogar einmal durch das Marina Bay Sands.
    Man landet dann in der Luxus Shopping-Mall. Wie in Venedig und Qatar auch kann man hier sogar mit einer Gondel durch einen Kanal fahren. Es beherbergt viele Luxusmarken und soll sogar eine Eisbahn haben, aber da wir nur kurz durchgelaufen sind (ich stehe nicht so auf diesen Luxus…), haben wir sie nicht gesehen.

    Von der Brücke hat man einen schönen Blick auf die Supertrees

     

    Ich glaube, vom kleinen Stray-Kids bzw SKZ00 Wolfchan meiner Jüngsten gibt es mehr Fotos aus Singapur als von mir. Ständig wurde er von meiner Tochter irgendwo hingehalten und fotografiert.
    Vielleicht sollte er mit Influencern anfangen

    Der Weg führt durch das Marina Bay Sands durch

    Und kurze Zeit später direkt in die Shopping-Mall

    Da unten sieht man die Boote, mit denen man ganz Las Vegas oder Doha-Like durch die Mall gondeln kann

    Wenn man dann einmal durchgelaufen ist, landet man automatisch an dem Platz, an welchem Spectra, die grandiose Musik-Wasser-Lasershow dann zweimal am Abend läuft.
    Im Oktober 2023 lief Spectra um 20 Uhr und um 21 Uhr.

    Die Mall und das Marina Bay Sands. Hinter uns startet gleich die Wasser-Show

    Wenn man die Musikshow an den Supertrees um 19.45 Uhr anschaut, schafft man die Wassershow um 21 Uhr. Wir sind nicht sehr schnell gelaufen, haben auch mal ein paar kurze Fotostopps gemacht und bekamen noch relativ gute Plätze weit vorne. Nur die Plätze in der Mitte waren leider alle schon weg.

    Die Spectra- Wassershow vom Marina Bay Sands

    Spectra – die Wasser-Laser-Lichter-Show am Marina Bay Sands.

    Die Show stellt in 4 Akten die Geschichte der Stadt Singapur dar.

    Akt 1: Der Ursprung – Der 12 Meter hohe Glasprisma erwacht zum Leben

    Akt 2: Das Aufblühen von Ideen

    Akt 3: Das Kaleidoskop – die Verschmelzung von Kulturen, Technologie und Leidenschaft

    Akt 4: Den Traum verwirklichen

     

    Jetzt werde ich wehmütig,….denn diese Show war das Beste, was wir jemals an Shows auf unseren Reisen gesehen haben. Vor allem das Finale ließ uns staunen und ich – ohnehin nah am Wasser gebaut – hatte vor Begeisterung an mehreren Stellen Gänsehaut und Tränen in den Augen.
    Die Kids möchten noch einmal nach Singapur und sich diese Show ansehen – und ich am liebsten auch …
    Ach mensch, warum sind die Flüge nur so teuer,….

     

    Als wir auf dem Platz standen und auf den Start der Show warteten, erinnerten wir uns an unsere Reise in die USA. Wir hatten genau einen Abend in Las Vegas, im Nachhinein selbst mit Kindern für diese Stadt viel zu wenig, aber unser Fokus lag damals vor allem auf Natur und Route 66.
    Und eines unserer Highlights damals sollte die Wassershow am Bellagio sein.
    Nach unserem Sightseeing in Las Vegas hatten wir einen schönen Platz direkt am Wasserbecken gefunden und warteten gespannt auf den Start der Show – bis dann eine Durchsage kam, dass die Wasserspiele an dem Tag aufgrund der starken Windböen ausfallen würde… Unsere Enttäuschung damals war riesengroß,…

     

    2017: Warten auf die Wassershow am Bellagio in Las Vegas


    Bericht von damals:
    https://www.elly-unterwegs.de/2017/06/23/viva-las-vegas-mit-3-kindern-in-der-verruecktesten-stadt-der-welt/

     

     

    2023: Warten auf die Wassershow am Marina Bay Sands in Singapur. Dieses mal saßen die Kids am Geländer und daddelten mit ihren Handys, daher kein Foto mit Kids.

    Meine Tochter hat mit KI eins generiert:

     

     

    Ungeduldiges Warten. Der Platz füllte sich mehr und mehr.  Es kribbelte vor Aufregung und die Zeit bis 21 Uhr schien nicht vergehen zu wollen.

    …und dann startete die Wassershow!!! Einfach nur WOW!!!

    Und dann …

    ENDLICH!!!!!!

    ES GEHT LOS!!!!! Wir konnten unser Glück kaum fassen ….

    Las Vegas hat nicht geklappt, weil es zu windig war, Dubai hat nicht geklappt, weil unser Stopover im falschen Zeitfenster lag – aber jetzt klappte es endlich!!! 
    Ich liebe alles, was mit Wasser oder Lichtern zu tun hat.

    Und was uns dann in den darauffolgenden 15 Minuten geboten wurde, ist nicht in Worte zu fassen.
    So ein fulminantes aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel von Musik, Licht und Wasser haben wir noch nie gesehen, überhaupt ist das in unserer Reise-Erlebnis-Rangliste direkt in die Top 5 gelandet. Bei den Kids sogar tatsächlich auf Platz 1!

    Auf meinem Platz 1 steht der Weihnachtsbaum am Rockefeller-Center in New York. 
    Platz 2 sind die Safari-Fahrten in Namibia, Platz 3 das Schnorcheln auf den Malediven. 
    Aber Platz 4 ist diese Wassershow, sie ist unbeschreiblich!

     

    Ich habe mal versucht, das irgendwie fotografisch festzuhalten ….

    4K-Video: Ausschnitte von der Wassershow vom MBS und das komplette Finale

    Das mit den Fotos funktionierte nicht, es kommt überhaupt nicht rüber, wie phänomenal diese Show war –  also gibt es jetzt ein Video, da lässt es sich zumindest erahnen, wie Spektakulär Spectra ist

    4K-Video: Ausschnitte von der Wassershow vom MBS

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    .

    .


    Und für die Ungeduldigen: Denn h
    ier startet das 4K- Video direkt beim Finale:

     

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

     

    Als die Show vorbei war, standen wir noch eine ganze Weile am Becken.
    Unglaublich, was für eine grandiose Show!
    Wir mussten uns erst einmal etwas sortieren. Was war das für eine tolle Show?!  Erstklassig! 

    Das Wasser hatte sich schon wieder beruhigt, als wir den Rückweg zum Hotel antraten.

     

    Am Ende dieser schönen Palmen-Allee, welche parallel zur Mall am Ufer entlang führt, war ein kleiner Platz. Dort gönnten wir uns zum Tagesabschluss einen kalten Eistee und beschlossen einstimmig, mit dem Taxi  zurück zum Hotel zu fahren.
    Mit der ZIG-App rief ich uns ein Taxi und wenig später waren wir zurück im Hotel

     

    Wir schliefen an diesem Abend mit gemischten Gefühlen ein.
    Glücklich und dankbar für das, was wir erleben durften und alles gesehen haben.
    Traurig, dass wir schon weiterreisen würden.
    Voller Vorfreude und Aufregung auf Japan.
    Sorge, dass wir dort wegen der Sprachbarriere nicht klar kommen würden.
    Glückliches Chaos im Kopf. 

    Singapur ist viel zu schade, um nur am Flughafen umzusteigen.

    Nehmt euch ein paar Tage Zeit bei eurem Stopover und schaut euch die Stadt an – oder plant direkt eine ganze Woche ein, zu sehen und zu erleben gibt es genug.

     


    Lust auf ganz besondere Touren und Erlebnisse in Singapur? *

    Hotels und Ferienwohnungen in Singapur *

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen


    Me

    Singapur: Die Musik-Lightshow der Supertrees und Spectra, die Wasser-Laser-Musik-Show des MBS

     


     

    Alle Berichte über unsere Reise nach Singapur und Japan
    Japan Reise planen: Tipps, Rail Pass, Transfers & ErfahrungenJapan Reise planen: Tipps, Rail Pass, Transfers & Erfahrungen
    Ein letzter Shoppingbummel in Kyoto mit Katzencafé  – und dann … Abschied von Japan …. Rückreise via Singapur nach DeutschlandEin letzter Shoppingbummel in Kyoto mit Katzencafé – und dann … Abschied von Japan …. Rückreise via Singapur nach Deutschland
    Kyoto: Teilnahme an einer traditionellen TeezeremonieKyoto: Teilnahme an einer traditionellen Teezeremonie
    Kyoto: Tagesausflug nach Nara und OsakaKyoto: Tagesausflug nach Nara und Osaka
    Kyoto: Sightseeing Part 2: Der Fushimi Inari-Taisha-Schrein (Berg der Tausend Torii)  und der Kiyomizu-dera-TempelKyoto: Sightseeing Part 2: Der Fushimi Inari-Taisha-Schrein (Berg der Tausend Torii) und der Kiyomizu-dera-Tempel
    Kyoto: Sightseeing Part 1: Alleine im Bambuswald, Ginkakuji Tempel (silberner Pavillon) und der Kinkakuji Tempel (goldener Pavillon) zum SonnenuntergangKyoto: Sightseeing Part 1: Alleine im Bambuswald, Ginkakuji Tempel (silberner Pavillon) und der Kinkakuji Tempel (goldener Pavillon) zum Sonnenuntergang
    Umstyling zur Geisha / Maiko und Samurai in KyotoUmstyling zur Geisha / Maiko und Samurai in Kyoto
    Mit dem Shinkansen von Hiroshima nach KyotoMit dem Shinkansen von Hiroshima nach Kyoto
    Ein Nachmittag auf MiyajimaEin Nachmittag auf Miyajima
    Der Friedenspark von HiroshimaDer Friedenspark von Hiroshima
    Von Tokyo mit dem Shinkansen nach Hiroshima und unser tolles Hotel mit FamilienzimmerVon Tokyo mit dem Shinkansen nach Hiroshima und unser tolles Hotel mit Familienzimmer
    Japan: Ein Tag am FujiyamaJapan: Ein Tag am Fujiyama
    Tokyo: Die große 3D-Katze und das 2D-Café in ShinjukuTokyo: Die große 3D-Katze und das 2D-Café in Shinjuku
    Auf Sightseeingtour in TokyoAuf Sightseeingtour in Tokyo
    Tokyo: Shibuya inkl. Zeitraffer der Kreuzung & Shibuya Sky bei NachtTokyo: Shibuya inkl. Zeitraffer der Kreuzung & Shibuya Sky bei Nacht
    Die Freiheitsstatue und der Eiffelturm… von TokyoDie Freiheitsstatue und der Eiffelturm… von Tokyo
    Tokyo: Das teamLab Planets TokyoTokyo: Das teamLab Planets Tokyo
    Vorbereitung auf unsere Japan-Reise: Hotels, Apps, Japan-Rail-Pass und CoVorbereitung auf unsere Japan-Reise: Hotels, Apps, Japan-Rail-Pass und Co
    Von Singapur nach Tokyo: Der Jewel Changi Airport in SingapurVon Singapur nach Tokyo: Der Jewel Changi Airport in Singapur
    Singapur: Die Musik-Lightshow der Supertrees und Spectra, die Wasser-Laser-Musik-Show des MBSSingapur: Die Musik-Lightshow der Supertrees und Spectra, die Wasser-Laser-Musik-Show des MBS
    Singapur: Sightseeing mit dem HoHo-Bus, Buddhistischer Gebetsgesang im Tempel –  und viel Regen…..Singapur: Sightseeing mit dem HoHo-Bus, Buddhistischer Gebetsgesang im Tempel – und viel Regen…..
    Singapur: Freizeitparadies Sentosa, Marina Bay und die Lightshow bei den SupertreesSingapur: Freizeitparadies Sentosa, Marina Bay und die Lightshow bei den Supertrees
    Vorbereitung zu unserer Japan-Reise. Stopover in Singapur? – Unbedingt!Vorbereitung zu unserer Japan-Reise. Stopover in Singapur? – Unbedingt!