
Deutschland ist unser Heimatland – und obwohl ich mit meinen Kindern inzwischen in 30 Ländern auf 5 Kontinenten unterwegs war, war es mir immer genauso wichtig, dass sie auch das eigene Land kennenlernen.
In Deutschland waren wir inzwischen in fast allen Regionen unterwegs: In Ostfriesland sind wir durchs Watt gewandert, in Berlin durch das Brandenburger Tor gelaufen, in München haben wir den Chinesischen Turm im Englischen Garten bestaunt und in Frankfurt beim Blick auf die Hochhäuser von Mainhattan Nackenschmerzen vom Hochgucken bekommen. Wir sind im Sauerland gerodelt, mit der Brockenbahn auf den Brocken gefahren, waren mehrfach in der Sächsischen Schweiz, standen am Geysir in Andernach, haben im Spreewald bei einer Bootsfahrt Gurken und Schmalzbrot probiert, standen auf Deutschlands höchstem Berg, waren an der Müritz und haben das Schloss aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ besucht – und so vieles mehr.
Längst nicht jede unserer Reisen und jeder Ausflug ist bereits auf dem Blog gelandet. Über die Jahre ist einiges zusammengekommen, deshalb wird diese Deutschland-Übersicht nach und nach weiter wachsen.
Ich zeige, was es dort zu sehen gibt, was ich selbst erlebt habe, was mir gefallen hat, was man vorher wissen sollte und welche weiteren Ziele sich in der Umgebung lohnen.
Viele dieser Reisen und Ausflüge habe ich gemeinsam mit meinen Kindern unternommen.
Deshalb ergänze ich – wenn es passt – auch meine Erfahrungen zum Reisen mit Kindern oder Teenagern:
Was kam bei ihnen gut an? Was eher nicht? Was war unterwegs praktisch und worauf würde ich heute achten?
Reiseziele / Ausflüge in Deutschland Teil 1
(besucht mit Kindern bis 12)
Viele meiner älteren Deutschlandberichte stammen aus der Zeit, als meine drei Kinder noch klein waren. Die Berichte sind trotzdem keine reinen Familienratgeber: Im Mittelpunkt stehen die Reiseziele und Ausflüge selbst. Wer mit Kindern reist, bekommt meine damaligen Erfahrungen einfach noch dazu.
Passau
Dom, Altstadt & Veste Oberhaus
Fehmarn
Ostsee, Strände & Ausflugsziele
Dresden
Frauenkirche, Altstadt & Moritzburg
Neandertal
Neanderthal Museum & Tour de France
Saarschleife
Baumwipfelpfad & Aussicht
Emden
Otto-Haus, Ratsdelft & Ostfriesland
Köln
Dom, Rheinboulevard & Turmbesteigung
Frankfurt
Skyline, Main Tower & Mainhattan
Schloss Neuschwanstein
Marienbrücke, Schloss & Aussicht
München
Marienplatz & Englischer Garten
Partnachklamm
Klamm bei Garmisch-Partenkirchen
Dom zu Speyer
Krypta, Kaisersaal & Aussicht
Zoo Osnabrück
Tierpark & Familienausflug
Cuxhaven
Nordsee, Kugelbake & Himmelpforten
Reiseziele / Ausflüge in Deutschland Teil 2
(Besucht mit Teenagern)
Irgendwann verändert sich das Reisen. Die Kinder möchten stärker mitentscheiden, haben eigene Interessen und sagen auch ziemlich deutlich, wenn sie etwas langweilig finden. Bei uns wurden Städte, besondere Naturorte, Aussichtspunkte, Fotospots und ungewöhnliche Erlebnisse mit zunehmendem Alter immer interessanter.
Eine klare Grenze gab es dabei nicht. Meine älteste Tochter war bereits Teenager, während die Zwillinge noch jünger waren. Einige unserer Deutschlandreisen stammen genau aus dieser Übergangszeit.
Sächsische Schweiz & Prebischtor
Ausflug über die Grenze nach Tschechien
Zwillbrocker Venn
Flamingos im Münsterland
Allianz Arena & Chiemsee
Besonderer Zwischenstopp auf unserer Reise
Walhalla bei Regensburg
Ausflug mit Teenagern über der Donau
Dieser Bereich wird mit der Zeit weiter wachsen. Viele unserer Reisen mit Teenagern führten uns in den vergangenen Jahren ins Ausland. Gleichzeitig gibt es noch einige Deutschlandreisen und Ausflüge, die längst stattgefunden haben, aber noch nicht auf dem Blog gelandet sind.
Deutschland mit drei Generationen
Einige unserer Deutschlandreisen haben wir mit drei Generationen unternommen: meine Eltern, ich und meine Kinder. Bei manchen Reisen waren die Kinder noch jünger, bei anderen bereits Jugendliche oder Teenager.
Mit der Zeit wurde dabei immer wichtiger, unterschiedliche Interessen und unterschiedliche Fitness unter einen Hut zu bekommen. Während Kinder oder Teenager etwas erleben möchten, können lange Wege oder starke Steigungen für ältere Familienmitglieder schwieriger werden.
Bensersiel
Nordseeurlaub mit drei Generationen
Himmelpforten
Besuch beim Christkind
Lenggries
Gemeinsam unterwegs in Oberbayern
Zugspitze
Drei Generationen auf Deutschlands höchstem Berg
Allianz Arena & Chiemsee
Großeltern, Patchworkfamilie & Kinder
Walhalla bei Regensburg
Drei Generationen & Teenager
Weitere Reiseberichte und Ausflüge in Deutschland
Nicht jede Deutschlandreise auf meinem Blog habe ich mit meinen Kindern gemacht. Manchmal war ich mit meinem Mann unterwegs, mit meinem Vater oder ohne Kinder.
Lengericher Canyon
Naturziel im Tecklenburger Land
Papenburg & Bourtange
Meyer Werft & historische Festungsstadt
Hamburg
Winterlicher Spaziergang durch die Stadt
Ballonfestival Halverde
Ballonfahrt über meine Heimatregion
Seiteninhalt
- Reiseziele / Ausflüge in Deutschland Teil 1 (besucht mit Kindern bis 12)
- Reiseziele / Ausflüge in Deutschland Teil 2 (Besucht mit Teenagern)
- Deutschland mit drei Generationen
- Weitere Reiseberichte und Ausflüge in Deutschland
- Häufige Fragen zu Reisen und Ausflügen in Deutschland
- Ferienwohnung oder Hotel mit Kindern – was ist besser?
- Wie weit sollte man mit einem Baby oder Kleinkind in den Urlaub fahren?
- Wie oft sollte man bei langen Autofahrten mit Kindern Pause machen?
- Was muss man für einen Urlaub mit Baby oder Kindern mitnehmen?
- Was kann man mit Kindern bei schlechtem Wetter in Deutschland machen?
- Welche Museen in Deutschland sind mit Kindern besonders interessant?
- Welche Erlebnisbäder und Wasserwelten in Deutschland eignen sich mit Kindern?
- Welche Städte in Deutschland eignen sich für einen Städtetrip mit Kindern?
- Welche romantischen Städte und Altstädte gibt es in Deutschland?
- Welche Städte in Deutschland lohnen sich besonders für einen Städtetrip ohne Kinder?
- Wie kommt man auf den Brocken?
- Wie kommt man auf die Zugspitze?
- Welche Schlösser und Burgen in Deutschland lohnen sich für einen Ausflug?
- Was sollte man beim Reisen mit drei Generationen beachten?
- Unterkünfte in Deutschland finden
- Aktivitäten und Touren in Deutschland
Häufige Fragen zu Reisen und Ausflügen in Deutschland
Ferienwohnung oder Hotel mit Kindern – was ist besser?
Das hängt für mich ganz klar vom Alter der Kinder ab. Mit Baby und kleineren Kindern fand ich eine Ferienwohnung meistens einfacher. Man hat eine Küche, kann Fläschchen oder Essen zubereiten, ist nicht an Frühstücks- oder Restaurantzeiten gebunden und hat im besten Fall ein separates Schlafzimmer. Gerade wenn kleine Kinder früh schlafen, ist das wesentlich entspannter, als abends zu dritt oder zu viert leise in einem einzigen Hotelzimmer zu sitzen.
Mit größeren Kindern und Teenagern finde ich Hotels dagegen inzwischen sehr erholsam. Ich muss mich nicht um Frühstück, Abwasch und Haushalt kümmern und wir können morgens einfach los. Wenn wir mehrere Nächte bleiben, versuche ich allerdings zwei Zimmer mit Verbindungstür oder zumindest zwei getrennte Räume zu bekommen. Dann haben die Kinder ihren eigenen Bereich und wir als Paar abends ebenfalls etwas Privatsphäre. Bei der Buchung würde ich darauf achten, ob eine Verbindungstür tatsächlich bestätigt wird oder nur als unverbindlicher Wunsch angegeben werden kann.
Wie weit sollte man mit einem Baby oder Kleinkind in den Urlaub fahren?
Mit einem sehr kleinen Baby würde ich persönlich keine lange Autofahrt planen, wenn sie sich vermeiden lässt. Die Babyschale ist für die Sicherheit im Auto unverzichtbar, aber ich würde ein Baby nicht unnötig viele Stunden am Stück darin sitzen beziehungsweise liegen lassen. Gerade bei Neugeborenen würde ich lieber ein näher gelegenes Reiseziel wählen oder eine lange Strecke auf mehrere Etappen verteilen.
Auch mit größeren Kindern muss ein Urlaub meiner Meinung nach nicht mit 800 oder 1.000 Kilometern Autofahrt am ersten Tag beginnen. Als grobe Orientierung empfiehlt der ADAC bei Reisen mit Kindern ausreichend Pausen und nennt für lange Autofahrten etwa 500 Kilometer pro Tag als sinnvolle Obergrenze. Letztlich hängt es aber stark vom Kind, der Strecke, dem Verkehr und natürlich davon ab, wie gut alle Autofahrten vertragen. Fast alle Rastplätze haben inzwischen Spielplätze, wir haben unsere Kinder da immer ordentlich toben lassen.
Mehr zu unseren Erfahrungen mit der ersten Reise findet ihr in meinem Beitrag Erste Reise mit Baby – meine Erfahrungen und Tipps.
Wie oft sollte man bei langen Autofahrten mit Kindern Pause machen?
Mit Baby und Kleinkind würde ich deutlich häufiger und länger Pause machen als mit größeren Kindern. Als Orientierung werden bei längeren Familienfahrten Pausen ungefähr alle anderthalb bis zwei Stunden empfohlen. Dabei sollte man nicht nur schnell zur Toilette gehen und weiterfahren: Kleine Kinder brauchen Bewegung, Babys müssen vielleicht gewickelt oder gefüttert werden und auch für die Erwachsenen ist eine richtige Pause entspannter.
Mit größeren Kindern wird eine lange Autofahrt deutlich einfacher. Wir haben viel gespielt, geraten, gezählt oder Hörspiele gehört. Bei Teenagern sieht die Reiseunterhaltung dann noch einmal anders aus: Ein voller Handy-Akku, genügend Datenvolumen, Kopfhörer – bloß nicht zu viel Konversation mit den Eltern.
Snacks gehören für mich ebenfalls ins Auto. Wir hatten zum Beispiel oft Gurken, Tomaten und Butterkekse dabei. Und natürlich ausreichend zu trinken. Wasser finde ich für Autofahrten besonders gut – wenn etwas daneben geht, hat man nicht anschließend klebrige Saftflecken im Auto.
Was sich bei uns auf langen Autofahrten und Flügen bewährt hat, habe ich außerdem bei meinen Reisegadgets für Kinder gesammelt.
Was muss man für einen Urlaub mit Baby oder Kindern mitnehmen?
Mit Baby ist die Packliste naturgemäß länger: Windeln, Feuchttücher, ausreichend Wechselkleidung, Fläschchen beziehungsweise Babynahrung, eventuell Kinderwagen oder Buggy und alles, was für den gewohnten Schlafplatz benötigt wird. Dazu kommen natürlich Dinge wie Krankenversicherungskarte, benötigte Medikamente, Sonnenschutz (das gilt eigentlich für ALLE Altersgruppen!) und je nach Alter ein vertrautes Kuscheltier oder Spielzeug.
Siehe oben. Aber generell wird mit größeren Kindern vieles einfacher. Für längere Fahrten würde ich trotzdem Wechselkleidung, Getränke, Snacks und Beschäftigung griffbereit und nicht ganz unten im Koffer verstauen. Später wurden bei uns Kopfhörer, Ladekabel, Powerbank und Handy wichtiger als Malbücher und Spielzeug.
Ausführlicher findet ihr das bei meiner ersten Reise mit Baby und bei meinen erprobten Reisegadgets für Kinder.
Was kann man mit Kindern bei schlechtem Wetter in Deutschland machen?
Ich würde mir bei einer Deutschlandreise immer ein oder zwei Schlechtwetterziele in der Umgebung merken. Besonders gut haben meinen Kindern Mitmach-Museen und Science Center, Aquarien, Erlebnisbäder, Indoor-Spielplätze, Kletterhallen oder – mit größeren Kindern und Teenagern – zum Beispiel Escape Rooms und interaktive Ausstellungen gefallen. Dank Google & Co. lässt sich das easy herausfinden.
Bei Museen habe ich die Erfahrung gemacht, dass Kinder besonders lange dabeibleiben, wenn sie nicht nur Vitrinen anschauen müssen, sondern selbst etwas ausprobieren können. Genau deshalb finde ich Einrichtungen wie die Galileo Wissenswelt auf Fehmarn immer sehr gut. Auch das Neanderthal Museum hat den Kindern gut gefallen. Meine Tipps stehen direkt als nächster Punkt.
Wenn wirklich ein kompletter Regentag überbrückt werden soll, können größere Wasserwelten ebenfalls eine Lösung sein. In Deutschland gibt es einige Anlagen, in denen man problemlos viele Stunden verbringen kann. Siehe weiter unten.
Welche Museen in Deutschland sind mit Kindern besonders interessant?
Bei Kindern würde ich vor allem nach Mitmach-Museen, Science Centern und Museen mit eigenen Kinderbereichen suchen. Einige besonders interessante Beispiele in Deutschland sind:
- phaeno in Wolfsburg: ein großes Science Center mit über 300 Phänomenen und Experimenten aus Naturwissenschaft und Technik. Anfassen und Ausprobieren ist hier ausdrücklich erwünscht. Für Drei- bis Achtjährige gibt es zusätzlich einen eigenen Kinderbereich.
- Universum Bremen: mehr als 300 Exponate zu Mensch, Natur und Technik. Für jüngere Kinder gibt es den Kinderbereich „Milchstraße“.
- Deutsches Museum in München: Flugzeuge, Raumfahrt, Technik, Optik, Musik und viele Mitmachstationen. Das Kinderreich richtet sich speziell an Kinder von drei bis acht Jahren.
- Deutsches Technikmuseum und Science Center Spectrum in Berlin: Flugzeuge, Schiffe und Lokomotiven plus zahlreiche Experimente. Besonders für Schulkinder ist das Spectrum interessant.
- Kinder-Museum „Welt der Sinne“ im Deutschen Hygiene-Museum Dresden: Kinder können Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen an Experimentierstationen selbst erforschen.
- Miniatur Wunderland in Hamburg: kein klassisches Kindermuseum, aber für viele Familien ein sehr gutes Indoor-Ziel. Die riesige Modellwelt bietet unglaublich viele kleine Szenen, bewegte Fahrzeuge und Details zum Entdecken.
- Galileo Wissenswelt auf Fehmarn: Naturkunde, Technik und Experimente zum Ausprobieren – für uns auch ein sehr gutes Schlechtwetterziel. Hier findet ihr meinen Bericht zur Galileo Wissenswelt.
- Neanderthal Museum bei Düsseldorf: besonders interessant, wenn Kinder sich für Steinzeit, Menschen und Geschichte interessieren. Auch dort waren wir selbst mit den Kindern.
Welche Erlebnisbäder und Wasserwelten in Deutschland eignen sich mit Kindern?
Wer einen Regentag lieber im Wasser als im Museum verbringt, findet in Deutschland einige große Erlebnisbäder und Wasserwelten. Welche davon passt, hängt stark vom Alter ab – ein Kleinkind braucht etwas völlig anderes als ein Teenager, der möglichst spektakuläre Rutschen sucht.
- Therme Erding bei München: großer Familienbereich mit Wellenbad und der Galaxy-Rutschenwelt. Es gibt sowohl Angebote für kleinere Kinder als auch deutlich schnellere Rutschen für größere Kinder und Teenager.
- Rulantica in Rust: die Wasserwelt des Europa-Park mit über 50 Rutschen und Attraktionen sowie eigenen Bereichen für Kleinkinder und Familien. Ein großer Teil liegt indoor und ist deshalb ganzjährig interessant.
- Tropical Islands in Brandenburg: riesige Tropenhalle mit Südsee, Sandstrand, Lagune, Wasserrutschen und eigenen Kinderbereichen. Für kleinere Kinder gibt es flache Wasserspielbereiche, für größere Kinder deutlich mehr Action.
- AquaMagis in Plettenberg im Sauerland: besonders interessant für Kinder, die gerne rutschen. Neben zahlreichen großen Wasserrutschen gibt es auch einen eigenen Wasserbereich für kleinere Kinder.
Bei solchen großen Erlebnisbädern würde ich vor der Fahrt immer noch einmal prüfen, welche Rutschen für das Alter und die Körpergröße der Kinder freigegeben sind. Gerade bei größeren Rutschen gelten unterschiedliche Alters- und Größenbeschränkungen.
Welche Städte in Deutschland eignen sich für einen Städtetrip mit Kindern?
Eine gute Stadt mit Kindern braucht für mich nicht möglichst viele klassische Sehenswürdigkeiten. Viel wichtiger ist eine Mischung: etwas, das die Erwachsenen sehen möchten, etwas, das den Kindern Spaß macht, und zwischendurch Platz zum Bewegen.
- Berlin: sehr viel Auswahl für unterschiedliche Altersstufen. Das Deutsche Technikmuseum und das Science Center Spectrum sind besonders gut zum Ausprobieren. Direkt am Technikmuseum liegt außerdem der Park am Gleisdreieck mit mehreren Spielplätzen und einem Skaterbereich. Berlin hat insgesamt eine riesige Auswahl an Spiel- und Wasserspielplätzen.
- Hamburg: Hafen, Schiffe und Speicherstadt sind schon ohne spezielles Kinderprogramm spannend. Dazu kommt das Miniatur Wunderland. Für eine Pause eignet sich Planten un Blomen mit mehreren Spielplätzen; die Bullerberge mit Kletter-, Rutsch- und Wasserspielmöglichkeiten gehören zu den bekanntesten Spielplätzen der Stadt.
- München: Marienplatz und Innenstadt lassen sich gut mit dem Englischen Garten verbinden. Bei schlechtem Wetter ist das Deutsche Museum mit seinem Kinderreich und den vielen Technik- und Mitmachbereichen eine sehr gute Alternative.
- Dresden: die historische Innenstadt ist relativ kompakt. Für Kinder lässt sich der Stadttag zum Beispiel mit dem Kinder-Museum „Welt der Sinne“ im Deutschen Hygiene-Museum kombinieren.
- Wolfsburg: das phaeno allein kann schon einen großen Teil des Tages füllen und ist deshalb gerade für Kinder interessant, die gerne experimentieren.
- Bremen: neben der Innenstadt mit Rathaus, Roland und Schnoor ist das Universum ein gutes Ziel für Familien und auch für einen Regentag.
- Köln: Dom und Rhein lassen sich mit Zielen kombinieren, die Kinder interessieren. Der Kölner Zoo mit Aquarium hat außerdem zwei große Spielplatzbereiche, sodass man dort problemlos einen ganzen Tag verbringen kann.
Mit kleineren Kindern habe ich bei Städtereisen nie versucht, möglichst viele Sehenswürdigkeiten an einem Tag abzuhaken. Ein oder zwei größere Programmpunkte, zwischendurch etwas essen, ein Spielplatz oder einfach eine Pause waren bei uns meistens die bessere Mischung. Mit Teenagern kann der Tag voller werden – vorausgesetzt, die Ziele interessieren sie auch.
Welche romantischen Städte und Altstädte gibt es in Deutschland?
Wer Fachwerkhäuser, kleine Gassen, historische Marktplätze, Burgen und alte Stadtkerne mag, findet in Deutschland sehr viele schöne kleinere Städte. Besonders sehenswert finde ich beziehungsweise würde ich für eine solche Reise in die engere Auswahl nehmen:
- Rothenburg ob der Tauber: wahrscheinlich eine der bekanntesten mittelalterlichen Altstädte Deutschlands. Stadtmauer, Türme, Fachwerk und das berühmte Plönlein wirken tatsächlich ein bisschen wie eine Filmkulisse.
- Monschau: kleine verwinkelte Altstadt in der Eifel mit Fachwerkhäusern entlang der Rur, dem Roten Haus und der Burg über der Stadt.
- Quedlinburg: UNESCO-Welterbe mit mehr als 2.000 erhaltenen Fachwerkhäusern, engen Gassen und dem Schlossberg. Für Fachwerkfans ist die Stadt eigentlich ein Pflichtziel.
- Bamberg: UNESCO-Altstadt, Dom, Altes Rathaus mitten in der Regnitz und die ehemalige Fischersiedlung „Klein Venedig“ direkt am Wasser.
- Heidelberg: eine der klassischen romantischen Städte Deutschlands mit Altstadt, Alter Brücke, Neckar und dem Schloss oberhalb der Stadt.
- Lübeck: eine ganz andere Art von Romantik: Backsteingotik, Holstentor, historische Kaufmannshäuser und die kleinen Gänge und Höfe der UNESCO-Altstadt.
- Cochem: Mosel, Weinberge, kleine Gassen und die Reichsburg direkt über der Stadt ergeben zusammen eine fast schon kitschig schöne Kulisse.
- Bernkastel-Kues: Fachwerk, kleiner Marktplatz und die Weinberge der Moselregion passen gut zu einem romantischen Wochenendtrip.
- Wernigerode: farbenfrohes Fachwerk, historischer Marktplatz und das Schloss über der Stadt – außerdem ein guter Ausgangspunkt für den Harz und den Brocken.
Welche Städte in Deutschland lohnen sich besonders für einen Städtetrip ohne Kinder?
Das hängt davon ab, was man sehen möchte. Gerade deshalb würde ich deutsche Städte nicht einfach von Platz 1 bis 10 sortieren. Jede hat einen anderen Schwerpunkt:
- Berlin: wenn Geschichte, Museen, Politik und unterschiedliche Stadtviertel im Vordergrund stehen.
- Hamburg: für Hafen, Elbe, Speicherstadt, Landungsbrücken und maritimes Großstadtgefühl.
- Dresden: für Frauenkirche, Zwinger, Semperoper, historische Architektur und die Lage direkt an der Elbe.
- München: für Marienplatz, Frauenkirche, Viktualienmarkt, Museen und den Englischen Garten – und als Ausgangspunkt für weitere Ziele in Bayern und den Alpen.
- Köln: für den Dom, den Rhein, Museen und das sehr eigene kölsche Stadtgefühl.
- Passau: deutlich kleiner, aber besonders durch die Lage am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz, die Altstadt und den Blick von der Veste Oberhaus.
- Bamberg: für eine kompakte UNESCO-Altstadt, Fachwerk, Dom, Altes Rathaus und Klein Venedig.
- Heidelberg: für Altstadt, Schloss, Alte Brücke und die Lage am Neckar.
- Lübeck: für Hansegeschichte, Backsteingotik, Holstentor und die komplett von Wasser umgebene historische Altstadtinsel.
- Würzburg: für die UNESCO-Residenz, die Alte Mainbrücke, die Festung Marienberg und die Weinberge rund um die Stadt.
- Nürnberg: für Kaiserburg, mittelalterliche Altstadt und viel deutsche Geschichte auf relativ engem Raum.
Wie kommt man auf den Brocken?
Mit dem eigenen Auto kann man nicht bis auf den Brockengipfel fahren. Die Brockenstraße ist für den normalen öffentlichen Autoverkehr gesperrt. Wer nach oben möchte, hat deshalb im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: wandern oder mit der Brockenbahn fahren.
Die Brockenbahn gehört zu den Harzer Schmalspurbahnen und fährt mit historischen Dampflokomotiven bis auf den Brocken. Wir sind damals in Drei Annen Hohne eingestiegen – gerade mit Kindern war die Zugfahrt selbst schon ein Erlebnis. Wer lieber wandert, findet verschiedene Routen beispielsweise aus Richtung Schierke, Torfhaus oder Ilsenburg. Vor einer Wanderung würde ich immer die aktuellen Hinweise des Nationalparks prüfen, weil einzelne Wege zeitweise gesperrt sein können.
Unseren Ausflug findet ihr in meinem Bericht über den Brocken und unsere Fahrt mit der Brockenbahn.
Wie kommt man auf die Zugspitze?
Für einen normalen Tagesausflug muss man natürlich nicht auf Deutschlands höchsten Berg wandern. Es gibt zwei besonders einfache Varianten: Die Seilbahn Zugspitze fährt vom Eibsee direkt bis zum Gipfel und braucht dafür nur ungefähr zehn Minuten. Alternativ fährt die Zahnradbahn von Garmisch-Partenkirchen beziehungsweise über Grainau und Eibsee hinauf zum Zugspitzplatt. Von dort geht es mit der Gletscherbahn weiter zum Gipfel.
Man kann daraus auch eine Rundfahrt machen und für Berg- und Talfahrt unterschiedliche Bahnen nutzen. Das finde ich gerade bei einem Tagesausflug interessant, weil schon die Fahrt Teil des Erlebnisses ist. Vorher sollte man Wetter, Betriebszeiten und mögliche Revisionszeiten prüfen – auf fast 3.000 Metern kann das Wetter völlig anders aussehen als unten im Tal.
Wir waren dort mit drei Generationen unterwegs. Unsere Erfahrungen findet ihr in meinem Bericht über unseren Ausflug auf die Zugspitze.
Welche Schlösser und Burgen in Deutschland lohnen sich für einen Ausflug?
Deutschland hat eine riesige Auswahl an Burgen, Schlössern und Residenzen. Wer nur an Neuschwanstein denkt, verpasst einiges. Je nachdem, ob man Märchenschlösser, mittelalterliche Burgen, prachtvolle Residenzen oder besonders schöne Fotomotive sucht, würde ich unter anderem diese Ziele auf die Liste setzen:
- Schloss Neuschwanstein in Bayern: das berühmteste Märchenschloss Deutschlands und eines der bekanntesten Fotomotive überhaupt. Besonders schön ist der Blick von der Marienbrücke. Über unseren Besuch auf Neuschwanstein habe ich bereits ausführlich geschrieben.
- Schloss Linderhof bei Ettal: ebenfalls von König Ludwig II. erbaut, aber deutlich kleiner und intimer als Neuschwanstein. Besonders sehenswert sind die prunkvollen Innenräume und die große Gartenanlage.
- Schloss Herrenchiemsee: Ludwigs II. Schloss auf der Herreninsel im Chiemsee. Die Anlage wurde nach dem Vorbild von Versailles geplant – schon die Anreise mit dem Schiff macht daraus einen besonderen Tagesausflug.
- Königshaus am Schachen: ein ungewöhnlicher Rückzugsort Ludwigs II. hoch in den Bergen oberhalb von Garmisch-Partenkirchen. Zusammen mit Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee gehört es inzwischen zum UNESCO-Welterbe der Schlösser König Ludwigs II.
- Burg Eltz in Rheinland-Pfalz: für mich eine der Burgen, die tatsächlich aussehen, als gehörten sie in ein Märchenbuch. Sie liegt versteckt in einem bewaldeten Tal und ist seit fast 900 Jahren im Besitz derselben Familie.
- Burg Hohenzollern in Baden-Württemberg: spektakulär auf einem Bergkegel der Schwäbischen Alb gelegen. Schon die Silhouette mit Türmen und Zinnen ist ein Grund für den Besuch.
- Wartburg bei Eisenach: besonders interessant für alle, die nicht nur schöne Architektur, sondern auch deutsche Geschichte erleben möchten. Martin Luther übersetzte hier Teile der Bibel; die Wartburg gehört zum UNESCO-Welterbe.
- Schloss Heidelberg: keine vollständig erhaltene Märchenschloss-Kulisse, sondern eine riesige romantische Schlossruine oberhalb des Neckars. Zusammen mit der Altstadt und der Alten Brücke lässt sich daraus sehr gut ein kompletter Städtetag machen.
- Schloss Moritzburg bei Dresden: ein barockes Wasserschloss, das mitten in einer Teichlandschaft liegt. Vielen ist es außerdem als einer der Drehorte von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ bekannt.
- Schweriner Schloss: mit seinen zahlreichen Türmen und der Lage auf einer Insel im Schweriner See eines der auffälligsten Schlösser Norddeutschlands.
- Schloss Sanssouci in Potsdam: weniger Märchenschloss, dafür Rokoko, Terrassengärten und eine riesige Parklandschaft. Das Schloss- und Parkensemble gehört zum UNESCO-Welterbe.
- Schloss Wernigerode: hoch über der Fachwerkstadt im Harz gelegen und deshalb besonders gut mit einem Besuch der Altstadt oder einem längeren Harzurlaub kombinierbar.
- Würzburger Residenz: wenn es um barocke Pracht geht, gehört die UNESCO-Residenz in Würzburg ebenfalls auf die Liste. Sie lässt sich hervorragend mit der Altstadt und der Alten Mainbrücke verbinden.
Wer Schlösser liebt, könnte allein daraus mehrere Deutschlandreisen planen. Besonders spannend finde ich, die Gebäude nicht isoliert anzuschauen, sondern mit ihrer Umgebung zu verbinden: Neuschwanstein mit den Alpen, Herrenchiemsee mit einer Schifffahrt, Moritzburg mit Dresden, Sanssouci mit Potsdam oder Burg Eltz mit einer Wanderung.
Was sollte man beim Reisen mit drei Generationen beachten?
Bei unseren Reisen mit drei Generationen planen wir den Tag meistens morgens beim Frühstück. Jeder darf sagen, worauf er Lust hat. Mein Mann und ich sind die Fahrer und möchten eigentlich jeden Tag etwas unternehmen. Wir sagen dann, wann wir losfahren – und wer mitmöchte, kommt zu unserem „Mehrgenerationenmobil“, wie wir unseren Bulli nennen.
Ganz wichtig finde ich: Nicht jeder muss jeden Ausflug mitmachen. Unsere Teenager möchten inzwischen manchmal lieber im Hotel bleiben und chillen. Und wenn meine Eltern bei einem Ausflug nicht mitkommen möchten, gehen sie zum Beispiel in den Ortskern, trinken irgendwo einen Kaffee oder machen etwas in ihrem eigenen Tempo.
Deshalb achte ich bei solchen Reisen besonders auf eine möglichst zentrale Unterkunft. Ein Hotel mitten im Ort ist für uns oft schöner als eine Unterkunft weit außerhalb. So sind meine Eltern nicht auf ein Auto angewiesen, wenn sie einen Ausflug auslassen, und auch die Teenager können später selbst noch etwas unternehmen. Das nimmt viel Druck aus der gemeinsamen Reise: Wir verbringen viel Zeit miteinander, aber niemand muss rund um die Uhr dasselbe Programm machen.
Unterkünfte in Deutschland finden
Bei Reisen in Deutschland achte ich besonders auf die Lage. Mit Kindern war für uns oft wichtig, dass Wege kurz bleiben, Parken nicht kompliziert ist und man abends nicht noch ewig fahren muss. Je nach Reise passen Pensionen, Ferienwohnungen oder Hotels besser.
Über die Karte könnt ihr nach passenden Unterkünften in Deutschland suchen und die Lage direkt vergleichen.
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Aktivitäten und Touren in Deutschland
Ich buche nicht für jedes Ziel eine geführte Tour. Aber es gibt Orte, bei denen eine Führung oder ein fest gebuchtes Erlebnis Sinn macht – zum Beispiel, wenn man wenig Zeit hat, Tickets knapp sind oder man vor Ort nicht lange organisieren möchte.

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