Der Harz mit Kindern war für uns so ein typischer Kurztrip, bei dem Pflicht und kleine Auszeit zusammenkamen. Ein Termin führte uns in die Region, also reisten wir einfach einen Tag früher an, übernachteten vor Ort und planten für den nächsten Vormittag die Fahrt auf den Brocken. Dazu kam später noch die Baumannshöhle, also gleich noch ein zweites Ziel, das im Harz mit Kindern richtig gut funktioniert. Wer Natur liebt, Dampfloks mag und mit Kindern unterwegs ist, findet hier gleich mehrere starke Ausflugsziele an einem Tag.
Seiteninhalt
- Mini-Urlaub im Harz
- Die Geschichte von Ele
- In der Hotellobby
- Die Fahrt zum Brocken
- Baumannshöhle mit Kindern
- Unser Fazit zum Harz mit Kindern
- Weitere passende Reiseberichte
- Baumwipfelpfad Saarschleife: Ausflug mit Kindern und Aussicht auf die Saarschleife
- Lengericher Canyon: Aussichtspunkt und Wanderung im Tecklenburger Land
- Ausflugstipp: Ein Besuch bei der Walhalla bei Regensburg und die Burgruine Donaustauf
- Ein Nachmittag im verschneiten Hamburg
- Ein Nachmittag in München
- Dom zu Speyer besuchen: Öffnungszeiten, Krypta & Kaisersaal
- Fehmarn – Die familienfreundliche Insel in der Ostsee
- Zoo Osnabrück mit Kindern: Unser Besuch, Preise und Öffnungszeiten
Mini-Urlaub im Harz
Wir hatten einen Termin im Harz und haben beschlossen, die Pflicht mit dem Angenehmen zu verbinden. Wir wollten bereits einen Tag früher anreisen, in einem Hotel übernachten und am Vormittag auf den Brocken fahren.
Wir = in diesem Fall meine Mutter, die Kinder und ich. Der Vater der Kinder war zu einer Messe nach Kassel gefahren.
Wir haben nach einem geeigneten Hotelzimmer gesucht und wurden fündig in einem Apartmenthotel. In diesem Hotel gibt es sehr viele kleine Apartments, diese sind aber vor etlichen Jahren an Privatleute verkauft worden und werden dementsprechend von unterschiedlichen Vermietern angeboten.
Unsere Unterkunft war nicht so schön. Zum Schlafen war es ok.
Pluspunkt: Die Aussicht.
Ganz schön hoch … 11. Etage
Die Geschichte von Ele
Auf ganz vielen Fotos taucht in diesem Reisebericht der kleine Stoffelefant „Ele“ auf.
Dieser gehört aber nicht etwa meiner Ältesten, sondern ihrer Schulklasse.
Jedes Wochenende wird ein Kind ausgelost, welches dann Ele mit nach Hause nimmt und in einem Tagebuch aufschreibt, was Ele an diesem Wochenende alles erlebt hat.
Es war Zufall, dass Ele genau an diesem Wochenende bei meiner Ältesten war.
Wir haben viele Fotos gemacht und sie dann in Eles Tagebuch eingeklebt.
In der Hotellobby
Viel haben wir vom Hotel nicht gesehen, aber es gibt einen Bowlingbereich, ein Hallenbad, Billard, Bars und Co. Wenn man ein schönes Zimmer hat, kann man sich hier wohlfühlen.
Zusätzlich bietet das Hotel Frühstück an. 8,50 € p. P., auch für Kinder. Wem das, so wie uns, zu teuer ist, kann sich einfach Brötchen für den Folgemorgen vorbestellen. Wir haben das gemacht, die Preise waren in Ordnung und die Brötchen lecker. Wenigstens etwas.
Im Hotel kann man Nippes kaufen, Schönes und weniger Schönes.
Die Fahrt zum Brocken
Der Brocken ist der höchste Berg im Harz und eines der bekanntesten Ausflugsziele der Region.
Wir fuhren mit dem Auto bis zum Ort Drei Annen Hohne.
Hier gab es einen Bahnhof für die Schmalspurbahn, welche auf den Brocken fährt. Es gibt zwar auch schon einige Orte vorher Bahnhöfe, aber sie führen alle ohnehin zu diesem Ort und es lag auf unserem Weg.
Wichtig für die Planung
Die Tickets für die Fahrt mit der Schmalspur-Dampflokbahn auf den Brocken kosten für Hin- und Rückweg 37,00 € für Erwachsene, Kinder von 6 bis 11 Jahre zahlen 18,50 €, Kinder bis 6 Jahre sind frei. Man kann natürlich auch nur entweder hoch oder hinunter fahren. Dann liegen die Preise bei 24 € für Erwachsene und 12 € für Kinder von 6 bis 11 Jahre.
Die Fahrt dauert ca. 1 Stunde. Die meiste Zeit fährt man durch Waldgebiet, zwischendurch hat man aber schöne Ausblicke auf die Umgebung.
Wir hatten leider Pech mit dem Wetter … Regen …
Der Weg vom Parkplatz zum Bahnhof
Dann kam die Dampflok bzw. die Brockenbahn und unsere Kinder staunten begeistert.
Schierke
Kleiner Zwischenstopp in Schierke
Die Kinderfahrkarte war auch kindgerecht bedruckt. Unsere Kinder hat es gefreut, die Lok hatte einen Namen und der war nicht Thomas.
Meine Jüngste hielt ihre Karte die ganze Zeit fest und durfte sie dann beim sehr kinderlieben Schaffner sogar selber entwerten. Das hat sie hinterher auch jedem voller Stolz erzählt.
Dicke Felsbrocken direkt an der Schiene
Der Wanderweg hoch zum Brocken
Schneereste und der Turm in einer dichten Wolke …
Angekommen, ausgestiegen. Die ersten Gäste warteten schon, um wieder hinab zu fahren.
Toni dockt gleich rückwärts an den Zug an und dann geht es wieder bergab.
Anfangs hatten wir einigermaßen gute Sicht, wenig später waren wir in einer dicken Regenwolke.
Nach ein paar Fotos kehrten wir beim Brockenwirt ein. Dort gab es eine Stärkung und zugleich auch etwas zum Aufwärmen.
Der Wind war stark und eisig.
Zitat eines meiner Kinder zu dem starken Wind: „Man, mich nervt das Gewinde!“
Aufstieg zum Gipfel
Dicke Regenwolken …
Geschafft, ganz oben am Gipfel, mit Ele :) An dem Stein war eine lange Schlange, trotz des Wetters. Jeder wollte natürlich ein Foto von sich und dem Stein.
Erinnert mich an den bunten Betonklotz in Süd-Florida.
Hätten wir doch nur jetzt auch so ein Wetter wie damals dort …
bibber
Zur Aussichtsplattform gingen wir gar nicht mehr. Was sollte man denn auch sehen, außer Wolken und Regenwolken.
Außerdem froren die Kinder und der nächste Schauer rückte an.
Schade …
Also fuhren wir mit der Schmalspurbahn wieder zurück zu unserem Ausgangsort.
Ausblicke aus dem Zug:
Auf dem Rückweg hielten wir auf dem Abstellgleis, um die hinauffahrende Bahn passieren zu lassen.
Baumannshöhle mit Kindern
Anschließend hatten wir noch etwas Zeit bis zu unserem Termin und fuhren in die nahegelegene Baumannshöhle.
Die Baumannshöhle ist die älteste Schau-Tropfsteinhöhle Deutschlands.
Früher war sie verbunden mit der direkt daneben liegenden Hermannshöhle, heute sind beide Höhlen getrennt, können aber beide besichtigt werden.
Meine Mutter wollte nicht „schon wieder“ in eine Tropfsteinhöhle, also ging ich mit den Kindern alleine. Ich zahlte den Familieneintrittspreis von 29 € und wartete auf die nächste Führung. Alleine darf man die Höhle nicht betreten.
Und noch ein Verbot gab es leider: Filmen und Fotografieren. In der Vergangenheit kam es im Zusammenhang mit fotografierenden Touristen wohl zu Unfällen, denn die Wege sind rutschig, die Decken hängen teilweise tief, da muss man sehr aufpassen. Daher hat man es verboten. Leider … Es gibt so viele schöne Motive in der Höhle …
Im Eingangsbereich befindet sich u. a. ein Wunschbrunnen. Ich schreibe das an erster Stelle, weil meine Älteste den am allerbesten fand und sagte: „Mama, das war das Beste, das musst du als erstes in deinen Bericht schreiben, da kann man sich was wünschen und sich was wünschen können ist wichtig!“ Von uns liegt nun auch Klimpergeld im Wunschbrunnen.
Dem Wunsch meiner Ältesten, das als erstes zu erwähnen, komme ich gerne nach :)
Weiter geht’s:
Der Eingangsbereich
Im Eingangsbereich gibt es nicht nur einen Wunschbrunnen, sondern auch einen umfangreichen Informationsbereich, der den geschichtlichen und geologischen Hintergrund der Höhle erläutert.
So vergeht die Wartezeit schnell.
Meine Älteste hat sich noch als Andenken eine Schatzkiste gekauft, eine kleine Holztruhe mit vielen kleinen Edelsteinen. Wer möchte, kann auch größere Edelsteine kaufen. Oder sonstigen Tourikram.
Nur Stalaktiten und Stalagmiten, so heißen die Dinger, die in Tropfsteinhöhlen von der Decke hängen oder aus dem Boden wachsen, kann man nicht kaufen.
Sie entstehen, wenn Regenwasser durch das Bergmassiv sickert und dabei die aufgelösten Minerale mitnimmt, welche sich dann in der Höhle an den Tropfen wieder ablagern. Von der Decke hängen dann die Stalaktiten und dort, wo der Tropfen auf den Boden tropft, wachsen die Stalagmiten. Wenn sich beide Säulen berühren, nennt man sie Stalagnat.
Würde man sich jedenfalls so ein Ding abbrechen und mitnehmen, und das war früher als Souvenir sehr beliebt, würden sie austrocknen und irgendwann zu einem Häufchen Kalk zerbröseln.
Die Führungen finden ca. alle 30 Minuten statt.
In der Höhle war es recht kühl. Im Sommer wie im Winter sind es hier konstant 8 °C bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit.
600 Meter gingen wir durch die Gänge, 300 Stufen, bergauf und bergab, oft mit eingezogenem Kopf.
Die Fotos stammen von der Website.
Nach einem kurzen Lauf kamen wir in eine große Höhle mit vielen Stühlen, Platz für 300 Besucher. Ok, ich habe es nicht nachgezählt, sondern nachgeschlagen ;)
Es ist der Göthesaal, ca. 2500 qm groß. Hier finden Theateraufführungen statt, wer möchte, kann sich hier auch trauen lassen. Der Name kommt nicht von ungefähr, denn Goethe persönlich war seinerzeit zweimal in dieser großen Höhle.
Weiter ging es, informativ, sehr kindgerecht.
Meine Jüngste hatte etwas Angst, mein Sohn und meine Älteste waren begeistert und gingen immer vorne voran und lauschten den Worten der Gruppenführerin.
Die anfängliche Angst meiner Jüngsten wandelte sich mehr und mehr in Staunen und Begeisterung und sie ließ sich von ihren beiden Geschwistern anstecken, die immer neue Formen in den Gebilden aus Stalaktiten, Stalagmiten, Vorhängen etc. erkannten.
Mittig gab es eine Treppe, hier wartete eine Fotografin und es wurde ein Gruppenfoto gemacht. Am Ausgang konnte man dies käuflich erwerben, Kosten um die 3 €, auf jeden Fall nicht teuer.
Der Ausgang befand sich sehr weit oberhalb im Berg und wir gingen ein paar Hundert Stufen bergab Richtung Parkplatz.
Tropfsteinhöhle mit Kindern?
Ja. Aber: festes Schuhwerk. Jacken. Eventuell dünne Mützchen, unsere haben ihre aber direkt wieder ausgezogen, war doch zu warm. Kinder immer an die Hand nehmen. Und ich fand unsere 5-Jährigen vom Alter her schon so gerade noch ok. Sehr viel jünger wäre es weder für die Kinder noch für die Eltern schön gewesen, denn man muss bei der Führung mithalten, zuhören und bei den Wegen auch teilweise sehr aufpassen.
Die große Lok von Rübeland
Auf dem Rückweg haben wir voll und ganz unserem Navi vertraut …
… und landeten mitten im Steinbruch.
Kilometerlange Förderbänder
Endlich wieder auf dem richtigen Weg. Danke Navi für diese Exkursion …
Unser Fazit zum Harz mit Kindern
Wir haben gesehen, dass es dort auch Besucherbergwerke, Erlebnispfade, Waldpfade, malerische Städte, Schlösser, Kletterparks, Papiermuseum, Köhlereien, Reiterhöfe, Glasbläsereien, Tierparks, Kuranlagen, Talsperren, Badeseen, Mühlen, Türme, Märchenpfade und vieles mehr gibt.
Harz, wir kommen definitiv wieder. Und dann mit etwas mehr Zeit und hoffentlich besserem Wetter.
Mit einem letzten Blick auf den Brocken verabschiedete sich der Harz von uns und ich mich von euch.
Ich hoffe, die Reise hat euch Spaß gemacht.
Bis zum nächsten Mal :)
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