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Bitte helft mit, damit die Kinder in Khorixas wieder warm schlafen können 🙏

 

 


Mein ganz persönlicher Weihnachtswunsch für die Kinder in Namibia

 

 

 

Es ist Weihnachtszeit.

Und ich habe einen ganz persönlichen Weihnachts – Wunsch für die Kinder einer Schule in Khorixas.

 

Aber ganz von vorne:

Bei der Planung unserer Namibia-Reise lernte ich Andreas kennen.
Wenn ihr meine anderen Berichte verfolgt habt, kennt ihr ihn schon, denn er betreibt eine Gästefarm in der Nähe von Windhoek, auf welcher wir mehrere Tage verbracht haben.
Aus der anfänglichen reinen Reiseplanung zum Aufenthalt auf der von ihm betriebenen Gästefarm wurde mehr, denn ich hatte viele Fragen und ich möchte immer gerne ein Land mit allen Facetten kennenlernen, also auch die Kultur, das Leben, die Menschen.
Andreas betreut seit mehreren Jahren diverse Projekte, unter anderem auch ein Projekt in Khorixas.

Projekt Suppenküche

Sein Projekt an einer Schule im Ort heißt „Suppenküche“. In  diesem Projekt geht es um gesunde Mittagsverpflegung für die Kinder der Schule. Der Staat übernimmt zwar die Kosten für die Mittagessen, nur bestehen die Mahlzeiten dann meistens aus günstigem und nicht sehr nahrhaftem Maisbrei. Für besseres Essen wird deshalb von der Schule selbst Obst und Gemüse angebaut. Die Kirchengemeinde hat dafür ein 8000 Quadratmeter großes Feld zur Verfügung gestellt. 50 Prozent des Ertrages geht an die Schule, die andere Hälfte wird verkauft. Aus den Erlösen wird dann zum Beispiel wieder die Anschaffung der Arbeitsgeräte finanziert.

Die Kirchengemeinde tritt auch als Projektleiter auf, ist unabhängig und arbeitet sehr transparent. Man kann Kontoauszüge einsehen und mitentscheiden, wofür Spenden eingesetzt werden sollen.

 

 

Als wir in Khorixas waren, begleitete uns eine Lehrerin einer Schule in Khorixas. Sie hat uns viel erzählt über ihr Land und ihrer Schule, in welcher sie engagiert und mit Herzblut unterrichtet. 

In Namibia besteht Schulpflicht und die Grundschule ist seit einigen Jahren kostenlos, jedoch ist es vielen Kindern nicht möglich, die komplette Schullaufbahn zu durchlaufen. Nur ca 87 % der schulpflichtigen Kinder besuchen eine Schule.  Viele Probleme stellen sich ihnen in den Weg. So bestehen bei vielen Kindern bereits im sprachlichen große Hürden. Jede Region bzw Stamm hat seine eigene Sprache, in dieser wird auch zunächst unterrichtet. Spätestens nach den ersten 2 – 3 Schuljahren wird dann aber auf die Amtssprache des Landes – englisch – gewechselt und viele Kinder verstehen dann gar nichts mehr.
Die Schule ist zwar kostenlos, von den Eltern müssen jedoch die Kosten für Schuluniform und Schulbücher getragen werden, was sich viele nicht leisten können.
Und dann ist da noch das Problem mit der Entfernung. Namibia ist ein sehr großes Land und es gibt verhältnismäßig wenig Schulen. Schulwege von vielen Kilometern sind keine Seltenheit. Und für manche Kinder wäre der tägliche Schulweg sogar noch viel länger.
Aus dem Grund haben manche Schulen Hostels, in welchen die Schüler übernachten können, wenn die Eltern sich die Gebühr dafür leisten können. Auch das können viele Eltern nicht.
Ihr seht schon, es gibt viele Gründe, woran es scheitert, dass alle Kinder wie in Deutschland jeden Tag wie selbstverständlich zur Schule gehen.
In den Schulen fehlt es an allem. Hefte, Scheren, Kreide und so vieles, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, fehlt.

Lehrer ist ein verhältnismäßig gut bezahlter Beruf in Namibia, bezahlt wird aber nicht nach Leistung –  und so sitzen manche Lehrer ihre Zeit mehr oder weniger nur ab und präsentieren ihren Schützlingen einen lieblosen und unmotivierenden Unterricht.
Auch die Ausstattung der Klassenräume obliegt dem Lehrer und daran lässt sich oft schon sehen, wer engagiert ist und wer nur zweckmäßig unterrichtet.
Sämtliche besondere Ausstattung wie zum Beispiel ein par farbige Gardinen müssen die Lehrer aus eigener Tasche finanzieren.

 

Direkt vom Schulhof draußen führen Türen ins Klassenzimmer

 

Es kommt nicht selten vor, dass Kinder in einem tristen Klassenzimmer sitzen und einen völlig unmotivierten Lehrer haben und es an allem Nötigen fehlt. Erschwerend hinzu kommen dann oft die sprachlichen Diskrepanzen.
Es wundert nicht, dass viele die Schule abbrechen und dann arbeitslos sind.

Die Hostels nehmen eine geringe Gebühr. Diese reicht nicht für eine gute Ausstattung.
Die Kinder bekommen zum Beispiel lediglich ein Bettgestell. Eine Matratze und Bettwäsche müssen sie selber mitbringen.

Der Innenhof vom Hostel

 

 

Wir haben drei Tage mit einer Lehrerin verbracht und viel erfahren. Auch die Klicksprache haben wir gelernt, meine Älteste konnte nach den drei Tagen schon mehrere Sätze sprechen.
Sehr gut hören konnten wir die Sprache mit den Klicklauten (4 verschiedene Schnalzlaute) , wenn sie mit Kollegen oder jemanden aus der Familie gesprochen hat. Das war sehr interessant.

Wir mit der Lehrerin an der Schule in Khorixas

 

Und dann durften wir uns die Schule ansehen.

Wir fragten sie, ob wir als Dankeschön etwas mitbringen könnten. Sie wünschte sich Kreide und Stifte. Es fehlt an allem in der Schule, selbst an den einfachsten Dingen.

Wir lernten ihre Klasse kennen, durften andere Klassenräume sehen, sahen den Speisesaal und auch das Hostel.

 

Auf den Dächern der Schule sind nur Blechdächer. Heizt es sich im Sommer zu sehr auf, wird draußen unterrichtet.

 


Die Mensa

 


Die Coronaregeln in der Sprache der San

 

Die Bemalung der Wand macht ein großes Problem in Namibia deutlich. 

 

Auch der Wasserturm ist leider völlig marode

 

 


Die Kinder haben mit meiner ältesten Tochter ein paar Wörter deutsch gelernt. 

 

 

Und wir sahen bei unserem Rundgang auch: Es fehlt Geld an jeder Ecke.

 

Aber eine Sache ist mir ganz besonders ans Herz gegangen und nun komme ich zu meinem ganz persönlichen Wunsch zu Weihnachten:

Die Kinder schlafen in den Hostels in kleinen Schlafräumen mit mehreren Betten. Trist und alles andere als kindgerecht.
Was ich am Schlimmsten fand: In vielen Räumen waren die Fenster kaputt.

Wir waren im Juli dort und sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwunden war, wurde es kalt. So kalt, dass wir uns unsere Wintersachen anzogen.

Die Betten der Kinder stehen teilweise direkt am Fenster. Direkt an den kaputten Scheiben – und die ganze Nacht fegt ihnen der eisige Wind um die Nase.
Es treibt mir Tränen in den Augen, wenn ich an die Kinder denke.
Wir haben viele von den Kindern kennenlernen dürfen, welche im Hostel übernachten. Sie waren so herzlich, haben uns toll aufgenommen, uns ein Lied zur Begrüßung gesungen und wollten dann sogar unbedingt ein paar Wörter deutsch mit uns üben. Es war so herzerwärmend – umso trauriger macht es mich, dass diese Kinder nachts nicht einmal warm schlafen können.
Sie sind ohnehin schon getrennt von ihren Familien, haben kein Spielzeug und die Schlafräume sind nur mit dem Nötigsten ausgestattet.
Keine Bilder an den Wänden, keine Gardinen, keine Farbe – dazu fehlt das Geld.
Und sie schlafen im kalten Wind.
Ich kann nicht aufhören, an diese Kinder zu denken.

Und deswegen ist mein Wunsch zu Weihnachten, dass die Fenster in diesem Hostel erneuert werden.

 

Die tristen Schlafräume der Kinder

… und die kaputten Fenster …

Ihr seht es auf diesem Foto – direkt am kaputten Fenster stehen die Betten der Kinder

 

 

 

Dafür habe ich schon einiges versucht, habe Bürgermeister und Zeitung kontaktiert, habe Stellen mit Spendentöpfen angeschrieben, habe sogar an RTL geschrieben, als ich den Spendenmarathon sah – aber bislang kam nichts nennenswertes zustande.
Es ist so unglaublich zäh, vor allem der Kontakt mit der Stadt, welche doch jedes Jahr einen festen Etat für Spenden haben… Immer wieder habe ich nachgehakt, aber inzwischen kommt keinerlei Reaktion mehr. Das Geld steht bereit, es müsste nur abgerufen werden. Wird es aber nicht, vielleicht mal irgendwann, ….

Im Moment ist Sommer in Namibia, aber wenn bei uns die Natur im März / April wieder Vollgas gibt, wird es dort Herbst und die Nächte wieder kalt.

Und dann schlafen die Kinder wieder nachts bei 0 Grad Außentemperatur direkt an den kaputten Fenstern ….

Darum habe ich eine Spendenkampagne gestartet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe lange überlegt, wie ich den Kindern helfen kann und mein 1. Schritt ist diese Spendenkampagne. Im 2. Schritt werde ich Leinwandbilder meiner Fotos aus Afrika anfertigen und verkaufen und auch der Erlös fließt in den Spendentopf.

Ich weiß, wie schwierig das vor allem in diesen Zeiten ist – und doch hoffe ich auf euch mit dem Versprechen, dass jeder Cent dort ankommt, wo er gebraucht wird.
Ich werde euch hier auf meinem Blog auf dem Laufenden halten und sobald es Neuigkeiten gibt, euch die Fotos zeigen.

Schon seit vielen Jahren blogge ich hier –  immer ehrlich und authentisch. Viele von euch kennen meinen Blog und mich schon seit vielen vielen Jahren und nie zuvor habe ich euch um irgendwas gebeten (ok, abgesehen vom Beiträge teilen) , aber nun bitte ich euch alle:
Helft mir, den Kindern in Khorixas zu helfen.

Ihr habt mein Wort, dass jeder Cent dort ankommt!

Die Spendenkampagne läuft schon seit ein paar Tagen auf meinen Social Media Kanälen und nun poste ich euch mal die häufigsten Fragen:

“Wie überweist Du das Geld dahin?!”

Eigentlich plane ich, das Geld dort selber hinzubringen. Falls das nicht klappen sollte, überweise ich das Geld zu Andreas bzw seinem Verein, welcher auch schon das Projekt “Suppenküche” betreut und regelmäßig bei der Schule vor Ort ist. Er genießt mein 100 %iges Vertrauen und wird mir Fotos schicken (ich habe privat auch schon was gespendet und daher weiß ich, dass das zu 100% klappt, auch mit den Fotos!

 

“Klar, Kälte in Afrika. Wen willst Du hier eigentlich vera…..”

“Nachtfrost in Afrika. Netter Versuch …. “

“Wenn du Geld brauchst, versuche es mit arbeiten”

“Afrika und Kälte. Finde den Fehler. Die einzige mir bekannte kalte Stelle ist der Gipfel vom Kilimandscharo”

…. und im weiteren Verlauf ….

“Ich muss nicht real in Afrika sein um zu wissen, dass es dort warm ist”

 

Nachrichten oder Kommentare dieser Art bekam ich etliche… Eigentlich sollte ich solche Kommentare einfach löschen. Manche habe ich auch gelöscht. Ich lasse mir sicherlich nicht unterstellen, in betrügerischer Absicht zu handeln!
Aber erschreckend finde ich, dass viele denken, in Afrika sei es immer heiß. Tag und Nacht.
Ich kann euch aus eigener Erfahrung sagen: In Afrika kann es nachts sogar Frost geben! Auch in Namibia. Und auch in Khorixas war es im Juli nachts sehr kalt.
Wer Zweifel hat, kann gerne googeln.

Und an dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an die vielen motivierenden Kommentare auf diese Beiträge.

 

Es trifft mich schon etwas, wenn mich solche Nachrichten und Kommentare erreichen – aber soetwas muss man wohl einfach aushalten, wenn man irgendwas öffentlich macht.

 

“Kann ich auch direkt auf Dein Konto überweisen?”

Ich bin grad dabei, ein Spendenkonto einzurichten, auf welchem ich die Spenden verwalten und auf Wunsch Kontoauszüge veröffentlichen kann.
Mein Konto ist bei der DKB und die stellen sich da leider etwas quer …
Ich habe nun bei meiner früheren Bank angefragt, mal sehen, ob die da flexibler sind.
Sobald das Konto eröffnet ist, schicke ich die IBAN an alle, welche schon angefragt haben.

 

 

“Kann ich Dir Sachspenden bringen?”

Nein, aus einem einfachen Grund: Wenn das Geld für die neuen Fenster nicht zusammenkommt oder aber vielleicht das Geld reichen wird und noch Geld übrig bleibt, kaufen wir vor Ort Schulsachen wie Kreide, Stifte oder auch Spielzeug wie zum Beispiel einen Fußball direkt vor Ort, um den örtlichen Einzelhandel zu stärken

 

 

Wenn ihr nicht spenden möchtet oder könnt, könnt ihr mir trotzdem helfen, indem ihr den Beitrag einfach teilt.

 

Vielen vielen Dank an alle, welche helfen, dass die Kinder nachts wieder warm schlafen können! 

 

Auch vielen Dank im Namen der Schule und von der Lehrerin, welche von dieser Kampagne natürlich weiß und hofft, dass genug Spenden zusammen kommen.

Vielen Dank an alle Helfer !!!!

 

 

 

 

Euch allen wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest, ruhige und besinnliche Feiertage und viele schöne Stunden im Kreise eurer Liebsten.

 

 

 

 

 


 

Spendenlink: https://gofund.me/27993d79

 


Namibia

 

 

 

1. April: Unser Roadtrip auf dem Inselparadies Malediven


 

Rheine, 01. April 2019

 


Unser Roadtrip auf den Malediven

Ein nicht ganz ernst zu nehmender Beitrag zum 1. April 


 

 

Update: Rheine, 01. April 2020

Eigentlich hatte ich zum heutigen Tage einen anderen Beitrag vorbereitet. Aufgrund der Situation passt er jedoch gar nicht, daher gibt es eine überarbeitete Version vom letzten Jahr. 
Lest das alles mit einem zwinkerndem Auge und vergesst einfach mal für ein paar Minuten alle Sorgen und negativen Schlagzeilen der letzten Wochen.
#StayHome
Die Fotos stammen tatsächlich alle von den Malediven (ausser das Foto mit dem Mietwagen natürlich ;) )
Im März 2015 haben wir ein paar traumhafte Tage auf dieser kleinen Insel im Paradies verbracht!  

Viel Spaß euch beim virtuellen Mitreisen.

 

 

Hallo zusammen,

mir ist grad aufgefallen, dass ich noch gar nicht über unseren Mietwagen – Roadtrip auf den Malediven geschrieben habe.

Das möchte ich nun nachholen, auch wenn die Reise schon eine Weile zurück liegt.

Die Malediven, ein Paradies bestehend aus mehr als 1000 Koralleninseln. Berühmt für die weißen Strände und die traumhafte Unterwasserwelt.

 

Ein Teil der Malediven als Satelliten – Bild von Google Maps: 

 

 

Wir beschränkten uns auf das Gebiet rund um der Insel Fihalhohi, eine 400 x 260 Meter große Insel im Süd-Male-Atoll, knapp 40 km von der Hauptinsel Male entfernt: 

 

 

Im März 2015 machten wir uns auf den Weg zu den Malediven.

Schon die Anreise ist aufregend, vor allem aber der Landeanflug auf Male!

 

Es geht nach Male! Dort werden wir mit dem Mietwagen Fihalhohi erkunden und evtl. auch ein wenig wandern!

 

 

Zwischenstop im beschaulichen Dubai. Der Flughafen war sehr klein und übersichtlich , kein Vergleich zu dem riesigen Flughafen auf Male!

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Landeanflug auf die Malediven

 

Die Haupstadtinsel Male

 

Nach der Landung auf Male ging es vom Flughafen direkt zur Autovermietung im Nachbargebäude links. Davor sieht man schon ein paar der Mietwagen

 

Die Übernahme vom Mietwagen verlief unkompliziert. Wir bekamen einen Geländegängigen Toyota, da viele Wege auf den Malediven sehr sandig sind

Unser Mietwagen. Direkt gegenüber von der Autovermietung ist ein sehr großer Sandplatz, wo man sich mit dem Fahren auf Sand vertraut machen kann. Wie die Piloten der Wasserflugzeuge auch steuert man die Autos barfuß, eben typisch maledivisch!

 

Zu den Inseln im Nord- und Südmale- Atoll führen Wasserstrassen. Diese lassen sich auch mit dem 4×4 gut und flüssig fahren.

 

Unsere Zielinsel liegt knapp 40 Kilometer von der Flughafeninsel entfernt. Nach ca 1 Stunde Fahrzeit erreichten wir Fihalhohi.
Schnell fahren darf man auf den Wasserstrassen nicht, da es häufig zum Wildwechsel mit Delphinen kommt.

 

 

Da ist sie, unsere Sehnsuchtsinsel Fihalhohi
Die Rezeption erreicht man direkt bei Ankunft auf der Insel. Davor ist ein großer Parkplatz

 

Strassenkarte der Insel. Die Strassen führen am Rand der Insel entlang.

 

 

Sehr idyllisch! Wir fühlten uns direkt wohl!

 

Fihalhohi ist ca 260 x 400 Meter groß. Es gibt keine öffentlichen Verkehrsmittel auf der Insel, daher wird ein Mietwagen unbedingt empfohlen, wenn man etwas von der Insel sehen möchte! An den Sehenswürdigkeiten gibt es überall ausreichend Parkplätze. Ausserdem gibt es an der Hauptverkehrsstrasse der Insel 2 Tankstellen.

 

 

Unser Zimmer lag ausserhalb von den zentralen Gebäuden. Mit dem Auto jedoch schnell zu erreichen. Entfernung: 250 Meter Fahrtzeit: 2 Minuten. Der Autostellplatz ist neben der Unterkunft

 

Unser Zimmer. Leider war der Balkon genau zur Hauptverkehrsstrasse gelegen und ich hatte Angst, dass wir nachts wegen des Strassenlärms kein Auge zubekommen würden. Die Angst war unbegründet, denn die Fenster sind dreifach verglast und somit nahezu schalldicht!

 

 

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen beschlossen wir, einen Ausflug zu den bekannten Wasserbungalows zu starten. Wenn man Fotos von Fihalhohi googelt, sind diese immer mit einer der ersten Treffer.
Ausserdem lag es nicht allzuweit von unserer Unterkunft entfernt, so dass wir nicht ganz so lange mit dem Auto unterwegs sein würden.

Strecke: 200 Meter  
Fahrtzeit: 6 Minuten (wir mussten unterwegs eine kurze Pipi-Pause machen)

Die Wasserbungalows von Fihalhohi!

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Man kennt die Wasserbungalows von so vielen Bildern und nun standen wir wirklich davor! Es war unbeschreiblich.
Wir trafen zufällig eine Gruppe Wanderer, sie waren schon auf dem Rückweg der Aussichtsplattform. Sie erzählten uns, dass die Wasserbungalows sogar zu mieten wären!
Wow, das muss ein wahnsinnig tolles Gefühl sein, dort seinen Urlaub zu verbringen!
Aber vermutlich ist das auch sehr teuer…..

Unser Plan: Ebenfalls eine Wanderung bis zur Aussichtsplattform!  Wege aus Holz, welche man einfach laufen kann, verbinden die einzelnen Bungalows. Am Ende gibt  die Aussichtsplattform. Achtung: Sie ist ca in 1,50 Meter Höhe, also nichts für Menschen mit Höhenangst!
Die Aussicht ist atemberaubend! Direkt vor einem das türkis-blaue, glasklare Wasser und man kann sogar bis zur nächsten Insel schauen!
Da lohnt sich die Wanderung wirklich!
Auf der Aussichtsplattform befinden sich Bänke zum ausruhen, denn der Weg bis dorthin ist weit, jedoch praktisch ohne Steigung. Will man den kompletten Weg an den Wasserbungalows bis zur Aussichtsplattform laufen, sind es um die 120 Meter!!!
Es empfiehlt sich unbedingt, ausreichend Wasser mitzunehmen, denn vor allem zur Mittagszeit hin kann es auf Fihalhohi sehr heiß werden!

 

Der Weg zu den Wasserbungslows ist aus Holz und sehr einfach zu laufen, idealer Einstieg für Wander- Anfänger!

 

Der fantastische Ausblick auf der Aussichtsplattform am Ende vom Bereich der Wasserbungalows! Da lohnt sich die Wanderung!

Auf dem Rückweg tankten wir den Mietwagen nochmals voll, da wir morgen schon früh los wollten.

Den Rest des Tages entspannten wir an einem kleinen Strand in der Nähe unserer Unterkunft, welchen wir sogar zu Fuß erreichen konnten.

 

Am nächsten Morgen waren wir schon früh auf den Beinen. Im Internet habe ich von der “Schiefen Palme” gelesen und vor allem zum Sonnenaufgang soll es dort sehr schön sein!

Leider lag die Palme auf der anderen Seite der Insel. Um rechtzeitig dort zu sein, fuhren wir schon früh los. Eine Strecke von fast 400 Metern lag vor uns! Die lange Anreise lohnt sich aber! 

Nach ca 5 Minuten waren wir da. Zu unserer Überraschung war der Parkplatz schon recht voll, wir fanden einen der letzten freien Plätze!
Ein Geheimtipp ist die Palme also nicht mehr.  Vom Parkplatz sind es auch nochmals ca 10 Meter zu laufen, also unbedingt ausreichend Zeit einplanen!

 

 

 

Schon für diesen Anblick hat sich das alles gelohnt!

 

 

Da ist sie, im Licht der aufgehenden Sonne! Die Palme, eines der berühmtesten Wahrzeichen der Insel!

 

 

 

Wir blieben noch eine ganze Weile und genossen den Ausblick.

 

Kurz vor Mittag fuhren wir wieder zurück, so würden wir in der Mittagshitze im klimatisierten Fahrzeug verbringen.

Unser nächstes Ziel war die Westseite der Insel. Dort soll der Sonnenuntergang besonders schön sein und zudem gibt es dort eine Sunset – Bar mit leckeren Cocktails.

Wir waren weit vor Sonnenuntergang da und genossen einfach die Zeit am Strand.

 

Die Sunset – Bar, als wir dort ankamen, war grad Flut

 

Wie bei der Nordsee auch gibt es auch hier Ebbe und Flut. Mit einem Unterschied: Das Watt reicht nur bis zur Riffkante.Daher darf man auf Fihalhohi nur mit geführten Gruppen Watt-Wandern.
Wer die Wege durchs maledivische Wattenmeer unterschätzt, läuft evtl. versehentlich bis zur Riffkante und kann dort abstürzen. Ausserdem führt die M-0104 – eine der meistbefahrenen Wasserstrassen der Malediven . direkt am Wattenmeer vorbei.
Eigentlich wollten wir auch an einer Wattwanderung teilnehmen, aber diese werden leider nicht täglich angeboten und wir haben es daher leider nicht mehr geschafft.

 

 

Sonnenuntergang an der Sunset- Bar. Hier sieht man auch schon unser Ziel für morgen: Die Tauchschule

 

Wunderschön, oder nicht?

 

Wow, nicht zuviel versprochen: Der Sonnenuntergang war ein Traum!

 

 

– ohne Worte –  und mit einem leckeren Cocktail in der Hand!

 

 

Schon wieder endet ein Tag im Paradies viel zu schnell …..

 

 

Am nächsten Morgen fuhren wir nach dem Frühstück zur Tauchschule.

Entfernung: Heute nur 65 Meter
Fahrtzeit: 10 Minuten, da wir unterwegs einen Tankstop einlegen mussten. Unser Mietwagen war sehr durstig und gestern haben wir sogar fast die 1000 Meter Marke geknackt!! An einem Tag!

Glücklicherweise war grad Ebbe und somit konnten wir durchs Watt zu Fuß zur Riffkante laufen. Ansonsten hätten wir mir den Schwimmflossen durch das Wasser laufen müssen, was sehr anstrengend ist.

Den Tag verbrachten wir im Wasser. Schon beim Schnorcheln sieht man die ganze Schönheit der Unterwasserwelt der Malediven.

Ein Delphin grüßt uns

 

Den Abend ließen wir an unserem “Hausstrand” ausklingen.

 

Der nächste Tag begann wieder sehr früh.

Heute wollten wir einmal versuchen, mit dem Mietwagen die ganze Insel zu umrunden.

Knapp 1500 Meter lagen also vor uns, daher starteten wir schon vor Sonnenaufgang.

Unser 1. Ziel: Die Wasserbungalows im Sonnenaufgang.
Es war nicht viel los, daher fanden wir direkt an den Wasserbungalows einen Parkplatz.

Die Wasserbungalows sind nachts wunderschön beleuchtet!

 

Als wir von den Wasserbungalows zurück zum Auto liefen, trafen wir bereits 2 Wandergruppen! Sie sagten, dass sie bis zur Mittagshitze wieder zurück sein wollten und daher schon so früh Richtung Aussichtsplattform wandern wollten. Ok, das machte in Anbetracht der für den Tag angekündigten Temperaturen durchaus Sinn.

Als zweites fuhren wir wieder zur Palme, ich wollte sie unbedingt noch einmal bei richtigem Sonnenschein am Tage sehen. Der Parkplatz war bereits fast voll, neben mehreren Mietwagen standen auch 3 Reisebusse auf dem Parkplatz, entsprechend voll war es an der Palme und es hat gedauert, bis ich ein Foto ohne Touristen machen konnte.

 

 

Wir sind dann einfach weiter gefahren und haben mehrere wunderschöne, ruhige und sehr malerische Buchten entdeckt. Je weiter wir von den Bungalows und der Palme fuhren, desto leerer wurde es auf der Strasse.

Ein kleines Stückchen weiter befindet sich der “Strand der Korallen” . Hier befinden sich bis zu 2 Meter hohe, malerisch weiße Korrallen- Felsen.
Weil ständig Touristen auf ihnen rumgeklettert sind, wurde der Bereich nun durch Zäune abgesperrt. Das Gedrängel hinter dem Zaun ist groß, jeder möchte Fotos und Selfies machen. Ähnlich wie in den USA stellt man sich aber auch hier geduldig an und wartet, bis man an der Reihe ist

Leider erkennt man durch den fehlenden Größenvergleich durch die Menschen kaum die wahre Größe der Korallenfelsen. Die Korallenfelsen direkt am Strand sind jedoch nur 1 Meter hoch, für die bis zu 2 Meter hohen Felsen muss man ein Stück ins Landesinnere wandern, da die Schmelzwasser nach der Eiszeit die Felsen teilweise weit ins Landesinnere getragen haben.

 

 

Danach fuhren wir planlos die Strasse am Inselrand entlang.
Immer wieder gab es Parkbuchten. Faustregel: Je mehr Autos irgendwo stehen, desto schöner der Ausblick oder die Bucht.

 

 

 

 

 

Tipp: Wenn ihr dort seid, haltet einfach mal an einer der Parkbuchten an und erkundet zu Fuß die Umgebung. Dann entdeckt ihr möglicherweise auch solch schöne Plätzchen!

 

Kurz nach Mittag suchten wir uns dann eine ruhige Stelle irgendwo und packten unsere Campingstühle aus dem Auto. Wir genossen es, einfach am Strand zu liegen und waren zwischendurch auch baden. Dank der Kühlbox hatten wir glücklicherweise auch immer kühle Getränke dabei.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Am späten Nachmittag erreichten wir ein Restaurant im Süden der Insel. Daneben befand sich eine Cocktailbar, wo wir unseren leider schon letzten Abend auf Fihalhohi ausklingen liessen

Bevor wir zurück zu unserer Unterkunft fuhren, machten wir nochmals einen kleinen Abstecher zu den Wasserbungalows. Sie hatten es mir angetan und ich wollte sie vor der Abreise unbedingt noch einmal sehen!

Das Foto entstand mit “Lightpainting”. Das heisst, man belichtet ca 20 Sekunden (mit Stativ!) und malt dann den Schriftzug mit einer Taschenlampe in die Luft!

 

 

Am nächsten Morgen hieß es leider Abschied nehmen vom Paradies.
Wir fuhren mit unserem Mietwagen zum Flughafen, gaben unseren Mietwagen ab und wenig später hob unser Flieger leider Richtung Heimat ab …..

 

Malediven, wir kommen wieder!

 

Nächstes mal soll es aber ein reiner Wanderurlaub auf den Malediven werden. Wir haben nicht gewusst, dass es dort so tolle Wanderwege gibt!

 

Ich wünsche euch allen noch einen schönen 1. April!     ;-)

 

 

 

 


 Lest hier: Unser Reisebericht von Fihalhohi / Malediven           

 


 

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Kein Aprilscherz:

Aus meinen Fotos entstanden ein paar Puzzle und ein Wandkalender in 3 verschiedenen Größen und sind
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