Ein Besuch bei der Walhalla bei Regensburg und die Burgruine Donaustauf
Hallo zusammen,
endlich finde ich Zeit, ein paar Beiträge zu unserem Sommerurlaub zu verbloggen.
Im Sommer 2024 waren wir wieder mit 3 Generationen unterwegs. Unsere Ziele: Bratislava, Budapest, Wien – und im Anschluss noch 1 Woche Relax-Urlaub in Österreich.
Na, denkt ihr grad: Relaxurlaub? Elly?! Wer mich kennt, ahnt schon, wieviel wir tatsächlich relaxt haben. Nun, …ich sage mal so: Unsere Bademäntel für den Wellnessbereich im Hotel kamen nicht zum Einsatz. Obwohl ich es mir eigentlich fest vorgenommen habe, ehrlich!!!! Einfach mal Urlaub machen, nichts-tun, relaxen. …. Ich sollte mir das vielleicht bei meinen Kids abgucken. Denn unsere Kids waren längst nicht mehr bei jedem Ausflug dabei. „Ne, wir bleiben im Hotel und chillen!“ „Eben, wir haben Ferien!“
Wie funktioniert ein Urlaub mit 3 Generationen?
Und so haben wir morgens beim gemeinsamem Frühstück im Hotel zusammen überlegt, was wir unternehmen könnten, wer worauf Lust hatte, wer sich was ansehen wollte – und dann haben wir zusammen den Tag geplant und jeder konnte für sich entscheiden, ob er mitmöchte oder nicht.
So hatte sich mein Vater zum Beispiel einmal gewünscht, mit der Seilbahn auf den Berg zu fahren oder unser Nachbar wollte sich gerne die Burganlage in unserem Ferienort in Österreich ansehen – wir haben dann geschaut, wie es mit Barrierefreiheit, Öffnungszeiten und Co aussieht und den Ausflug gemeinsam geplant und daraufhin eine Zeit festgelegt, wann der ‚Ausflugsbus‘ ( = unser Bulli) wohin abfährt – und wer uns begleiten wollte, ist dann zur Abfahrtzeit zum ‚Ausflugsbus‘ gekommen. Das hat sehr gut funktioniert. Die Kids hatten relativ wenig Wünsche, sie haben sich beim frühstücken angehört, wo es hingehen könnte und dann spontan entschieden, mitzukommen oder nicht. Vielleicht hätte ich Reiseleiterin werden sollen, denn mir macht so etwas richtig Spaß!
Eines war uns allen aber wichtig: Wir haben jeden Morgen zusammen gefrühstückt und auch jeden Abend gemeinsam Abend gegessen. Familienzeit. Gemeinsam zusammensitzen. Den Tag gemeinsam starten und gemeinsam ausklingen lassen. Und dazwischen so gestalten, wie man es möchte.
So haben mein Mann und ich viele Ausflüge unternommen, immer mit unterschiedlicher Begleitung. Mal nur die Kids, mal nur meine Eltern, mal gemischt.
Jeder, wie er wollte – und am Ende vom Urlaub waren alle zufrieden.
Aber wir sind noch ganz am Anfang von unserem Urlaub:
Einmal quer durch Deutschland
Der Weg vom Münsterland nach Bratislava ist lang, über 1000 km, reine Fahrtzeit um 10 Stunden.
Also planten wir eine Zwischenübernachtung ein und dies verband ich mit einer Sehenswürdigkeit, welche nicht nur seit langem auf meiner Bucketlist stand:
Die Walhalla – Ein Monument deutscher Geschichte über der Donau
Hoch über der Donau, etwa zehn Kilometer östlich von Regensburg, thront majestätisch die Walhalla – ein beeindruckendes klassizistisches Bauwerk, das an einen griechischen Tempel erinnert. Schon bei der Anfahrt über die gewundenen Straßen, die sich durch die grünen Hügel der Oberpfalz schlängeln, erhascht man einen ersten Blick auf die imposante Fassade aus strahlend weißem Marmor. Seitdem ich sie vor Jahren eher zufällig von der Autobahn aus gesehen habe, stand sie auf meiner Bucket-List. Knapp 650 km liegt sie von uns entfernt, um 7 Stunden Autofahrt. Daher dauerte es einige Jahre, bis ich endlich mal Gelegenheit bekam, sie aus der Nähe zu sehen: Im Sommer 2024 war es dann endlich soweit, denn sie liegt von uns aus gesehen verkehrsgünstig ohne großen Umweg auf dem Weg nach Bratislava, und das war eines unserer Ziele im Sommerurlaub 2024.
Ein Traum von König Ludwig I.
Die Walhalla geht auf die Vision von König Ludwig I. von Bayern zurück. Er wollte ein Ehrenmal schaffen, das die bedeutendsten Persönlichkeiten des deutschsprachigen Raums würdigt. Von Herrschern und Wissenschaftlern über Dichter bis hin zu Komponisten – in der Walhalla sind Büsten und Gedenktafeln von 131 berühmten Persönlichkeiten aufgestellt. Die Idee des Königs war es, die „Großen“ der Geschichte zu ehren und gleichzeitig den deutschen Nationalstolz zu fördern. Die Bauarbeiten begannen 1830 unter der Leitung des Architekten Leo von Klenze und dauerten bis 1842.
Woher hat die Walhalla ihren Namen?
Der Name „Walhalla“ stammt aus der nordischen Mythologie und bezeichnet die Halle der gefallenen Krieger, die in Odin’s Reich Einzug halten. Doch König Ludwig I. hatte andere Pläne: Seine Walhalla sollte eine Ruhmeshalle werden, die bedeutende Persönlichkeiten der „deutschen Zunge“ ehrt. Der Monarch, der eine tiefe Bewunderung für Kunst und Kultur hegte, wollte damit ein nationales Bewusstsein schaffen und die historischen Wurzeln der deutschen Identität feiern.
Architektur und Atmosphäre
Schon damals, beim vorbeifahren auf der A3 Richtung Passau, beeindruckte mich die Walhalla mit ihrer Ähnlichkeit zu einem antiken Tempel. Das Bauwerk wurde im Stil eines dorischen Peripteros, eines von Säulen umgebenen Tempels, errichtet und erinnert stark an den Parthenon in Athen. Über 50 Marmorsäulen stützen das mächtige Dach. Der Anblick wird von der erhöhten Lage noch verstärkt – der Blick über die Donau und die umliegenden Landschaften ist spektakulär und an klaren Tagen kann man kilometerweit in die Weite blicken.
Im Inneren der Walhalla herrscht eine prunkvolle Atmosphäre. Die kühlen Marmorböden und -wände sowie die beeindruckenden Büsten der Persönlichkeiten verleihen dem Raum eine gewisse Erhabenheit. Unter den Geehrten finden sich Namen wie Goethe, Schiller, Beethoven oder Martin Luther. Aber es handelt sich nicht nur um Männer, welche hier verewigt sind. Auch Frauen wie die Komponistin Clara Schumann und die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff finden hier ihren Platz. Trotz des eher altertümlich wirkenden Ambientes bleibt die Walhalla ein lebendiger Ort: Die Auswahl der Geehrten wird regelmäßig erweitert.
Ein Ausflug mit Geschichte und Natur
Ein Besuch der Walhalla ist nicht nur eine Reise in die deutsche Geschichte, sondern auch ein Ausflug in die Natur. Die steilen Treppen hinauf zur Walhalla führen durch dichte Wälder und bieten zwischendurch immer wieder atemberaubende Ausblicke auf das Donautal. Wer den Besuch sportlicher gestalten möchte, kann auch von Regensburg aus mit dem Fahrrad an der Donau entlang zur Walhalla radeln. Alternativ bietet sich auch eine gemütliche Schifffahrt auf der Donau an, die unterhalb der Walhalla einen Zwischenstopp einlegt.
Die Anfahrt zur Walhalla
Die Walhalla ist von Regensburg aus leicht zu erreichen – entweder mit dem Auto oder, besonders idyllisch, per Schiff von der Donau aus. Die Anlage ist täglich geöffnet, und für den Eintritt in die Ruhmeshalle wird eine kleine Gebühr erhoben. Wer nicht nur die Architektur bestaunen, sondern auch mehr über die geehrten Persönlichkeiten erfahren möchte, kann an Führungen teilnehmen, die spannende Einblicke in das Leben und Wirken der historischen Figuren geben.
Wir entschieden uns wegen der vielen Stufen vom Donauufer aus (von der Anlegestelle bis zur Walhalla sind es knapp 360 Stufen!) für die Anfahrt mit dem Auto. Wir hatten u.a. meine Eltern dabei, beide sind nicht mehr allzu gut zu Fuß unterwegs. Der Parkplatz liegt schon relativ weit oben am Berg.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Vom Parkplatz aus führt eine kleine Treppe mit flachen Stufen hinauf zur Walhalla.
Auch für meine Eltern waren die Stufen mit Handlauf gut zu bewältigen.
Der erste Blick auf das imposante Gebäude
Schaut euch mal an, wie detailgetreu an den Giebeln gearbeitet wurde
Der Blick über die Donau
Der Weg zum Eingang führt einmal durch den Säulengang
Eintrittspreise Walhalla (Stand: Sommer 2024)
Erwachsene: 4,50 Euro Ermäßigt: 4,00 Euro Kinder bis zum 18. Lebensjahr: kostenlos
Beim ersten Betreten der Halle staunten wir. So edel und pompös hatten wir es gar nicht erwartet
Die Halle ist riesig. Fast 50 Meter lang und über 15 Meter hoch.
Jedes kleinste Detail ist fein und edel ausgearbeitet, selbst die Decke ist ein Hingucker
Die Kids und ich nahmen uns Zeit, alle Büsten und Gedenktafeln anzuschauen. Viele der Namen waren uns bekannt, einige aber auch nicht und wir googelten, wer diese Person war. Geschichtsunterricht, aber ungezwungen und freiwillig. So, wie ich es bei unseren Reisen immer gerne mache: Interessen wecken und gemeinsam neues sehen, erleben, lernen.
Wir blieben eine ganze Weile in der Halle, wie lange genau, kann ich nicht mehr sagen. Letztendlich sind in dieser Halle Büsten und Gedenktafeln mit Namen, mehr gibt es da nicht zu sehen. Ich schätze, es war eine halbe Stunde, vielleicht etwas mehr.
Griechenland-Vibes in Bayern
Von der Donau aus fehlen Handläufe und es sind sehr (sehr) viele Stufen.
Ausblick auf die Donau
Etwas hinter der Walhalla entdeckten wir einen kleinen Sommer-Biergarten. Nach einem wohltuenden Kaffee und kühlen Getränken für die Kids machten wir uns auf dem Weg zur unserer Zwischenetappe, einer kleinen Pension fast in Sichtweite der Walhalla
Unser Fazit zur Walhalla
Wer die Region um Regensburg besucht, sollte sich dieses Highlight nicht entgehen lassen. Die gesamte Anlage ist kostenlos zu betreten, lediglich die Halle kostet Eintritt. Ob sich das lohnt oder nicht ist wohl abhängig von den eigenen Interessen. Für uns hat es sich definitiv gelohnt, selbst die Kids hielten sich lange in der Halle auf.
Es erwartet einen beim Besuch der Walhalla aber nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein atemberaubender Panoramablick über die Donau und die umliegende Landschaft der Oberpfalz. Die Verbindung von Natur, Kunst und Geschichte schafft eine einzigartige Atmosphäre.
Obwohl die Walhalla eine Hommage an vergangene Heldentaten darstellt, regt sie auch zur kritischen Reflexion an. Die Auswahl der Geehrten spiegelt nicht nur Glanzpunkte, sondern auch den Wandel in der Interpretation von Geschichte und Heldentum wider.
Restauranttipp für euren Besuch der Walhalla
Das Restaurant „Historisches Armen Spital“
Rustikale Gaststätte in mittelalterlichem Gebäude mit gutbürgerlicher und bayerischer Küche und Biergarten.
Das Historische Armen-Spital in der Nähe der Walhalla bei Regensburg war ursprünglich eine Wohlfahrtsinstitution für bedürftige und kranke Menschen. Es wurde im Jahre 1826 vom Fürstenhaus derer von Thurn und Taxis gestiftet. Heute beherbergt es ein Restaurant, das die lange Geschichte und Atmosphäre des Gebäudes bewahrt und Gästen eine kulinarische Reise in historischem Ambiente bietet.
Ich bestellte mir eine Spargelcremesuppe, welche sehr gut geschmeckt hat. Preis-Leistungs-Niveau: Ok bis gehoben. Insgesamt ein sehr schönes Ambiente und aufmerksames Personal. Leider habe ich vergessen, die Essen der anderen zu fotografieren, mein Hunger war zu groß ^^
Unser Blick vom Biergarten aus:
Die Burgruine Donaustauf
Meine Eltern, die Kids und unser Nachbar wollten noch etwas im Biergarten sitzen bleiben. Meinem Mann und mir war nach einem Spaziergang.
Als Ziel wählten wir die Burgruine Donaustauf.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Die Burgruine Donaustauf liegt malerisch auf einem Hügel oberhalb der Donau in der Nähe von Regensburg. Sie wurde im 10. Jahrhundert erbaut und diente einst als bedeutende Festung. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg mehrfach zerstört, zuletzt während des Dreißigjährigen Krieges. Heute sind nur noch die Ruinen erhalten, die ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Geschichtsinteressierte sind. Von der Burgruine bietet sich ein beeindruckender Panoramablick über das Donautal und die Walhalla, die in der Nähe liegt.
Wie oft wünsche ich mir, dass man einfach sein Ohr an so alte Gemäuer halten kann und dann den Geschichten lauschen könnte, welche diese Steine erzählen würden.
Ein Bewohner der Burgruine
Auch von der Burgruine hat man einen traumhaften Blick über die Donau
Da ist die Walhalla
Oben die Walhalla, unten die Kirche gegenüber von dem Biergarten, wo die anderen noch mit einem kühlen Getränk den Abend ausklingen ließen
Das war früher bestimmt eine prächtige Burg
Blick Richtung Regensburg
Manchmal habe ich das Gefühl, das Hufgeklapper von damals noch hören zu können ….
Wir liefen zurück zum Restaurant, sammelten die anderen ein und fuhren zu unserem Hotel für eine Nacht.
Danke, dass ihr wieder dabei ward, bis zum nächsten mal!
Unterkünfte in Deutschland finden
Hier findest du passende Unterkünfte für deine Reise durch Deutschland – von kleinen Pensionen bis zu Hotels in den großen Städten.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Viele Städte und Regionen lassen sich besonders gut bei geführten Touren entdecken – zum Beispiel Stadtführungen, Naturerlebnisse oder besondere Ausflüge.
Weitere Reiseberichte aus Deutschland
Hier findest du weitere Reiseberichte, Ausflugsideen und Städte-Tipps aus Deutschland.
Eine Nacht in den Weinbergen im Norden von Kroatien
Eine Nacht in den Weinbergen im Norden von Kroatien
Hallo zusammen,
schön, dass ihr wieder dabei seid. Es ist der 2. Teil von meinem Kroatien – Bericht mit unseren 5 Patchwork- Kids.
Er hat etwas auf sich warten lassen, daher gibt es eine kleine Rückschau. Corona ist Schuld. Dazu schreibe ich demnächst noch etwas mehr. Jetzt geht es erst einmal in meinem Bericht weiter:
Kleine Rückschau auf den 1. Teil
Wir sind um 18.30 Uhr in Zagreb gelandet.
Begleitet von einem ordentlichen Unwetterchen …
Wir holten unser Gepäck und unsere Mietwagen …..
…. und machten uns auf den Weg Richtung Unterkunft.
Bevor wir zu unserem 1. richtigen Feriendomizil weiter südlich in Kroatien fuhren, hatten wir aufgrund der durch Lufthansa geänderten Flugpläne mit einer späteren Ankunft als ursprünglich gebucht eine Zwischenübernachtung in der Nähe von Zagreb gebucht.
Weil wir wenig Lust auf Stadt hatten, lag die Unterkunft außerhalb in den Weinbergen.
Das Unwetter zog in die andere Richtung …
Die Weinberge im kroatischen Norden
Die Fahrt auf der Autobahn war entspannt. Aber dann sah ich, welche Strecke nach der Abfahrt von der Autobahn vor uns lag … Sehr viele Kurven. Entlanggeschlängelt an den (Wein-) Bergen …. Mein Lebensgefährte: „Wow, cool, fast wie in Österreich!“ … und ich dachte nur leise bei mir … „Och neee … armes ich…“ Die Kids schliefen tief und fest. Das war auch ganz gut so … Im Flieger hat es wegen des Gewitters schon zwischendurch geschaukelt, jetzt noch diese kurvige Bergstraße könnte die Mägen doch überstrapazieren. Selbiges befürchtete ich für mich auch. Nicht umsonst bin ich mehr der Meer- Typ. Flaches Küstenland, wo man schon 10 km vorher sehen kann, ob jemand zu Besuch kommt.
Erst nach Sonnenuntergang erreichten wir die Weinberge. Obwohl es schon dämmerig war, erkannten wir die schöne und malerische Landschaft. Mit den Kroatien- Strand- Bildern aus der Facebook-Gruppe, in welcher ich in den letzten Wochen viel gelesen habe, hatte das wenig zu tun. Sattgrüne Weinberge, Wälder und zwischendrin kleine, verträumte Dörfer.
Das entschädigte auch den kurvigen Anfahrtsweg
Weil meine Kamera irgendwo im Gepäck lag, entstanden die folgenden Fotos mit Handy. Beim Autofahren. In der Dämmerung. Ja, ich weiß. Sowas soll man nicht machen ….. Nächstes mal kommt die Kamera direkt zu mir nach vorne ins Auto!
Auf dem Weg zur Zwischen-Unterkunft
Angekommen. Rechts ist das Haupthaus mit der Restaurant-Terrasse inkl. Panoramaaussicht. Das Foto wurde aus unserer Unterkunft gemacht, einem Nebenhaus mit 4 Doppelzimmern.
Lage:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Wir können sie sehr empfehlen. Die Einrichtung ist rustikal – einfach gehalten, aber es war alles sauber und die Angestellten sehr freundlich und hilfsbereit. Die Aussicht über die Weinberge ist fantastisch! Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt.
Wunderschöner Ausblick über die Weinberge von der Unterkunft aus
Wir bekamen das komplette Nebenhaus für uns. 4 urige Doppelzimmer, jeweils mit eigenem Badezimmer, TV-Gerät und Klimaanlage.
Unser Schlafgemach
Schnell wurde überlegt, wer welches Bett bekommt. Die Kinder hatten Hunger – und wir auch. Im Restaurant wartete schon unser Abendessen
Unser Abendessen auf der Panorama-Terrasse
Gedeckt war für uns ein großer Tisch auf der Terrasse mit tollem Ausblick. Schade, dass es schon fast dunkel war. Dank des Gewitters gab es herrlich erfrischenden Wind, welcher die schwüle Gewitterluft wegpustete. Das war mehr als angenehm.
Als Vorspeise gab es eine wohltuende und leckere Suppe. Vor lauter Hunger habe ich das obligatorische Foto vergessen
Und dann kam der Hauptgang. Wir lernten an diesem Abend: Die Portionen in Kroatien sind üppig. Weil im Gegensatz zu uns die Angestellte dies wusste, hatte sie nur 6 statt der 7 bestellten Portionen vorbereitet – und nicht einmal diese 6- Portionen- Platte haben wir mit 7 hungrigen Leutchen geschafft.
Auch ein Dessert wurde gereicht. Wir hatten die Wahl zwischen Kuchen und Crêpes. Also diejenigen, die nach dem üppigen Hauptgang noch nicht an akuter Pansenlähmung litten. Wir haben uns des Probierens wegen die Desserts geteilt. Beide top! Hätte ich jetzt gerne, wo ich die Bilder sehe und darüber schreibe. Und soviel sei gesagt: Wird bei den noch folgenden Kroatien- Berichten noch des Öfteren vorkommen. Wir haben einiges an kroatischen Spezialitäten probiert.
Das Abendessen war nicht nur sehr reichlich, sondern auch günstig. Wir zahlten inkl. Getränke grad mal um 10 Euro pro Person. Wenn ich überlege, was wir in Deutschland bezahlen, wenn wir mit allen 5 Kinds essen gehen ….
Mein Lebensgefährte gönnte sich sein 1. kroatisches Bier.
Meine Kamera und mein Stativ waren immer noch irgendwo im Gepäck. Schade, denn im Hintergrund zuckten schon den ganzen Abend Blitze am Himmel. Ich war zu müde, um meine Ausrüstung zu holen und war froh, als wir endlich in unseren Betten lagen
Gute Nacht zusammen
Guten Morgen in den Weinbergen
Guten Morgen!
Wir starteten den Tag wieder sehr früh. Nicht ganz so früh wie gestern, aber immer noch sehr früh, dafür, dass wir eigentlich im Urlaub sind.
Das ist das Nebenhaus, in welchem wir unsere Doppelzimmer hatten.
Aussicht von der Terrasse aus. Es war diesig und bewölkt, immer wieder nieselte / regnete es…, die ganze Nacht über hat es immer wieder gewittert. Die Landschaft duftete wundervoll nach Sommerregen, nach Morgenfrische – und eine angenehme Brise umwehte uns die ganze Zeit. Von den 35 Grad waren wir noch weit entfernt. Genauer gesagt einige Stunden Fahrt. Ich atmete tief durch und inhalierte diese entspannte Morgenstimmung und diese friedliche Athmonsphäre. Endlich Urlaub.
Der Kaffee komplettierte diesen schönen Start in den Tag
Die Unterkunft betreibt ein kleines Weingut.
Der Essenssaal mit Zugang zur Terrasse.
Das Hauptgebäude
Nach einem reichhaltigem Frühstück und ganz viel Kaffee verließen wir die Unterkunft.
Wenn ihr einen Ort für eine Zwischenübernachtung sucht, kann ich euch diese Unterkunft empfehlen.
Fahrt Richtung Karlovac
Weil ich gestern zu müde war, meine Kameraausrüstung auszupacken und ich es heute vergessen hatte ( seufz ) gibt es wieder nur Handyfotos. Ich gelobe Besserung.
Das Wetter besserte sich leider nicht. Bewölkt und zwischendurch gab es auch mal ein paar Regentröpfchen.
Der Weg führte wieder durch urige kleine Dörfer
Wir waren überrascht, wie idyllisch es hier im Norden von Kroatien ist
Die Masten bestanden teilweise aus nicht großartig bearbeiteten Stämmen
Bevor wir zu unserem heutigen Zwischenziel fuhren, machten wir einen kleinen, spontanen Zwischenstop in einem von außen interessant aussehendem Museum.
Das Muzej Domovinskog rata in Karlovac – Turanj
Oder auf deutsch: Das Heimatkriegsmuseum in Karlovac – Turanj
Lage:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Für uns war das eine gute Gelegenheit, mit den Kids etwas Geschichte zu lernen. Es ist mein Bestreben, den Kids im Urlaub neben viel gemeinsame Familienzeit auch Wissen zu vermitteln. Spielerisch, durch eigene Erfahrungen oder wie in diesem Fall: Wir fahren zu einem Ort, die Kinder sehen viele Dinge und dann kommen die Fragen von ganz alleine. Und wenn das Interesse geweckt ist, kommt auch viel mehr an als beim stupiden lernen in den Klassenzimmern. „Mama, warum hat die Brücke so viele Löcher?“ „Mama, ist das vom 2. Weltkrieg?“
Nein, das Heimatskriegsmuseum dreht sich um den Jugoslawienkrieg bzw um einen Teil davon: Dem Kroatienkrieg Es ist eine Außenstelle des Stadtmuseums von Karlovac
Der Jugoslawienkrieg ist die Zusammenfassung der einzelnen Kriege, das waren der 10-Tage-Krieg-Krieg in Slowenien im Jahr 1991, der Kroatienkrieg von 1991 bis 1995, der Bosnienkrieg von 1992 bis 1995 und etwas später der Kosovokrieg (1998/1999) und zudem noch der Albanische Aufstand in Mazedonien (2001)
Kurz zur Geschichte vom Kroatienkrieg
Nach dem 2. Weltkrieg wurde 1945 Jugoslawien als Vielvölkerstaat neu gegründet. Schon bald darauf begannen Spannungen, nach dem Tod von Präsident Tito gab es vermehrt Konflikte zwischen den Völkergruppen. Einige Völkergruppen wollten dann eigene Staaten gründen. Nach Titos Tod schaffte es die Regierung nicht mehr, die Konflikte friedlich zu lösen. Probleme bestanden nicht nur durch religiöse und ethnische Unterschiede, sondern auch zunehmend aufgrund der Ungleichheit zwischen dem eher reichen Norden (Slowenien und Kroatien) und dem eher armen Südosten (Mazedonien und Kosovo). Als erstes Land erklärte Slowenien 1991 nach einem 10-tägigen Krieg seine Unabhängigkeit. Und auch Kroatien wollte ein eigenständiger Staat sein. (Ebenso wie Bosnien-Herzegowina). In diesen Teilen des Landes lebten jedoch viele Serben, welche dann zu einer Minderheit gehört hätten, daher haben sie sich vehement gegen die Unabhängigkeit gewehrt und es kam zum Kroatienkrieg. Ziel der Serben war es, die durch die Kämpfe eroberten Gebiete an den restlichen Teil von Jugoslawien anzuschließen, um den völkerrechtlichen Status von Serbien zu bewahren. Viele von euch werden die Nachrichten und Bilder von damals wohl noch in Erinnerung haben. Berichte über Völkermorden und schrecklichen Kriegsverbrechen. Ich selber kann mich noch gut an damals erinnern, mir hat das damals Angst gemacht. Obwohl das Abkommen von Dayton im Jahr 1995 den Krieg in Kroatien und in Bosnien-Herzegowina offiziell für beendet erklärte, gab es erneut heftige Kämpfe zwischen der albanisch- und serbisch-stämmiger Bevölkerung in der Provinz Kosovo. Die NATO schaltete sich in diesen Krieg ein, im welchen sich auch deutsche Flugzeuge beteiligten (Als erster Kriegseinsatz der Bundeswehr). Bis Anfang 1999 dauerten die Kämpfe noch an, erst dann akzeptierte Serbien den Friedensplan.
Im Heimatkriegsmuseum dreht es sich wie bereits geschrieben nur um den Kroatienkrieg, welcher genau an dem Ort, an welchem wir standen, bitterlich getobt hat. Das Dorf, in welchem sich das Museum befindet – Turanj – befand sich damals genau auf der Frontlinie zur s.g. serbischen Republik Krajina und wurde daher fast vollständig zerstört. Die kroatischen Verteidiger haben mit Entschlossenheit und Furchtlosigkeit ihre Stadt verteidigt und den Feind daran gehindert, die Flüsse Korana und Mrežnica zu überqueren, um nach Karlovac zu gelangen und somit haben die Soldaten und Bürger die kroatische Seite erfolgreich verteidigt. Die Stadt blieb unbesiegt, lag jedoch zum größten Teil in Schutt und Asche. Noch bis heute sieht man vereinzelt Fassaden, welche von Einschusslöchern übersäht sind.
Es war Montag …. und ausgerechnet montags hat das Museum geschlossen. Schade. Die Ausstellung hätte sich auf jeden Fall gelohnt. Zumindest die Außenausstellung konnten wir uns ansehen und die bot schon genug Anschauungsmaterial, um den Kindern zu erklären, was hier vor gar nicht langer Zeit passierte. Ich selber war damals ungefähr in deren Alter, als ich voller Sorge die Bilder in den Nachrichten sah und große Angst hatte, dass der Krieg auch nach Deutschland kommen würde.
Für die Kids war es erschreckend und interessant zugleich, diese Brücke voller Einschusslöcher zu sehen. Zunächst dachten sie, das sei einfach nur kaputt. „Ja klar, Einschusslöcher…. “ …. aber je mehr wir erklärten, desto mehr begriffen sie, dass dies alles echt ist und was sich damals in diesem und vielen anderen Orten abgespielt hat. „War das der 2. Weltkrieg?“ – „Nein, es gab auch danach noch Kriege. Ich war ungefähr so alt wie ihr, als hier Krieg war. Die Bilder davon liefen jeden Abend in den Nachrichten.“
Kurzes Tagesschau – Video von damals
Der entsprechende Beitrag beginnt bei 00:43
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Das Museum selbst befindet sich in einem Gebäude, welches im Heimatkrieg schwer beschädigt wurde. Das Museumsgebäude wurde quasi drumherum gebaut, um das kaputte Gebäude zu erhalten. Deutlicher kann man die Zerstörungen von damals kaum darstellen.
Die Beschreibungen der Exponate sind neben kroatisch auch auf englisch
Im Außenbereich sieht man mehrere Panzer, militärische Ausrüstungen und die Reste eines abgeschossenen MiG-21. Zudem sieht man mehrere völlig zerstörte Gebäude und bekommt eine Ahnung, wie die kleine Stadt damals ausgesehen haben muss – dennoch unvorstellbar, es ist grad mal 30 Jahre her.
Einschusslöcher an manchen Panzern als stille Zeugen der erbitterten Kämpfe
Die am 9. November 1991 abgeschossenen MiG-21.
Wir blieben nicht lange, da das eigentliche Museum leider montags geschlossen ist.
Unser Fahrt führte weiter Richtung Süden, unser nächstes Ziel:
Die Plitvicer Seen.
Darüber gibt es aber einen eigenen Bericht. Es sind so viele Fotos dort entstanden und ich habe auch einiges zu berichten, leider nicht nur positives.
Aber einen kleinen Vorgeschmack gibt es schon an dieser Stelle
Wie gesagt – mehr dann beim nächsten mal. Und dann wird es auch endlich die ersten Fotos von der kroatischen Küste geben
Schön, dass ihr wieder dabei ward und mitgereist seid.
Hier findest du die Übersicht meiner Kroatien-Reiseberichte: Zur Kroatien-Seite
Zurück nach Europa
Noch mehr Reiseberichte aus Europa findest du hier: Zur Europa-Seite
Erlebnisse und Touren rund um Krk
Die mit * markierten Links sind Affiliatelinks. Klickt ihr darauf und kauft oder bucht etwas, bekomme ich eine kleine Provision. Damit kann ich einen Teil der Blog- und Serverkosten decken – und elly-unterwegs.de bleibt frei von nerviger Werbung, die Bilder oder Texte verdeckt oder mitten zwischen den Zeilen auftaucht. Für euch entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Ein riesiges Dankeschön an alle, die die Links nutzen – ihr macht es möglich, dass der Blog weiterhin werbefrei bleibt.
Eine Nacht in den Weinbergen im Norden von Kroatien
Denkt man an Flamingos, denkt man an warme Gefielde, an türkis-blaues Meer und Sonnenschein.
Viele wissen gar nicht, dass es auch bei uns im Münsterland einen Brutplatz von Flamingos gibt.
Wir haben das sonnige Wochenende genutzt, um mit den Kindern wieder einen Teil unserer Heimat kennen zu lernen:
Das Zwillbrocker Venn: Der nördlichste Flamingo-Brutplatz der Welt
Praktische Infos für die Planung
Das Zwillbrocker Venn liegt direkt an der Grenze zu den Niederlanden und ist ein besonderes Ziel für alle, die Natur, Vogelbeobachtung und ruhige Spaziergänge mögen. Der Rundweg ist 5,8 Kilometer lang und teilweise barrierefrei. Vom Parkplatz aus erreicht man die Remise und die erste Aussichtskanzel nach einem kurzen, gut machbaren Weg. Ideal ist ein Besuch mit Fernglas oder Zoom-Objektiv, denn die Flamingos stehen oft weit draußen auf der Insel oder am flachen Ufer. Für Familien praktisch: An der Remise gibt es Toiletten, ein Behinderten-WC und einen Wickeltisch. Aktuelle Hinweise zu Öffnungszeiten, Führungen und Flamingo-Beobachtungen findet ihr auf der offiziellen Seite der Biologischen Station Zwillbrock. Stand 2026.
Zu finden ist das 76 Hektar große Wald-, Moor-, Feuchtwiesen- und Gewässergebiet im westlichen Münsterland direkt an der Grenze zu den Niederlanden.
Inmitten des Venn befindet sich das 23,24 km² großes Vogelschutzgebiet mit einem See und der Flamingoinsel. Der See ist kein natürlicher See, sondern ist nach dem Ende des Torfabbaus entstanden und somit nicht sehr tief. Beheimatet ist hier nicht nur die weltweit nördlichste Brutstätte von Flamingos, sondern auch die größte binnenländische Lachmöwenkolonie sowie viele weitere Pflanzen und Tiere, u.a. z.B. um die 60 Vogelarten.
Durch den Kot der mehreren tausend dort brütenden Lachmöwen bildet sich in dem Gewässer viel Plankton, welches den Flamingos als Nahrung dient.
Woher die Flamingos kommen, ist bis heute nicht ganz geklärt. Man vermutet, dass ein paar Flamingos um 1970 aus Gefangenschaft geflohen sind und sich dort angesiedelt haben.
Karte, Parkplatz und Startpunkt
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Es gibt einen kostenlosen Parkplatz bzw die Möglichkeit, am Seitenstreifen der Strasse zu parken, zudem befinden sich dort auch 3 Rollstuhl – Parkplätze
Von dem Parkplatz aus kann man einen 5,8 km langen Rundweg wandern. Er führt vorbei an zwei barrierefreien Aussichtskanzeln sowie einem Aussichtsturm, welcher zur Zeit aufgrund der Corona-Situation leider geschlossen ist (Stand 17.05.2020)
Der Rundweg ist ebenfalls teilweise barrierefrei und somit mit Rollstuhl oder Kinderwagen nutzbar.
Wenn man an dem oben genannten Parkplatz startet, sind es ca 0,5 km bis zur Info-Remise und der 1. Aussichtskanzel.
Dort befindet sich eine WC- Anlage mit Behinderten-WC und ein Wickeltisch (zur Zeit leider geschlossen)
Von dieser Aussichtskanzel hat man einen sehr schönen Blick auf die Flamingo- Insel.
Unbedingt Fernglas oder ein Zoom- Objektiv mitnehmen.
Im direkten Umfeld der Aussichtskanzel und der Info-Remise befinden sich zahlreiche Bänke und Picknicktische.
Aktuelle Infos, geplante Sonderführungen, Veranstaltungen, Radtouren-Karten und natürlich alles über die aktuelle Situation zu Corona vor Ort findet ihr hier:
Morgens um 6.30 Uhr weckte ich die Kids, fröhlich singend das Lied aus „Madagaskar“ „Es ist Freitag, Klassenfaaaahrt, badampadapadam!“
Warum so früh? Wenn ich schon mit 4 Schulkindern dort hinfahre, möchte ich den im Tagesverlauf zunehmenden Besucheranstrom umgehen.
Die Kinder fanden es eher semigut, so früh aufstehen zu müssen.
„Es sind Corona-Ferien!“ meinte eines der Kids. „Falsch, ihr habt aktuell zwar keine Schule, aber der Unterricht läuft weiter.“ Und heute war es sozusagen eine Homeschooling- Klassenfahrt. Immerhin gibt es auch einiges zu lernen dort.
Es ist im Moment nicht leicht, für uns alle nicht. Die Kinder vermissen ihre Freunde, ihre Vereine, selbst die Schule. Und ich bin im Dauerspagat zwischen Job und Homeschooling mit 4 bzw zwischendurch waren es sogar 5 Schulkinder. Nach Feierabend Kind 1 Mathe erklären, schnell die nächste Maschine Wäsche anstellen und Wäsche falten und sich nebenbei mit Kind 3 dem Dativ und Akkusativ widmen, während man eigentlich schon das Abendessen vorbereitet und Kind 2 die schriftliche Multiplikation erklärt. Kind 4 hat so gar keine Lust und braucht permanente Motivation. Mein Lebensgefährte arbeitet auswärts und ist erst abends zu Hause….
Dieser ganze neue Alltag, diese Normalität, die immer noch keine ist, ist anstrengend, …für alle.
Aus dem Grund bauen wir uns immer wieder kleine Erholungsinseln in unseren Alltag. Ein Waldspaziergang mit Waldbingo (das erkläre ich demnächst in einem seperatem Beitrag) , Fahrradtour mit einem Picknick an einem Gewässer, Spaziergang zur Eisdiele und ein Eis auf die Hand, Sportspiele wie zB Völkerball oder Basketballkegeln bei uns auf dem Hof und vieles mehr.
Wir haben viel Abwechslung – und auch unsere Homeschooling- Klassenfahrt in den Zwillbrocker Venn war eine dieser Alltags- Erholungsinseln.
Und entsprechend gelöst war die Stimmung nach dem Frühstück, das frühe Aufstehen war schon so gut wie vergessen – wir freuten uns alle auf diesen Ausflug.
Bereits am Vorabend haben wir die Rucksäcke vorgepackt und brauchten so an diesem Morgen nur noch die frischen Sachen schnibbeln.
Dank der frühen Abfahrt waren wir entsprechend früh am Zwillbrocker Venn. Nur 2 Autos standen auf dem Parkplatz.
Wir trafen auf ein paar Jogger und Fotografen mit beneidenswert tollen Zoom- Objektiven. Mit soetwas konnten wir nicht aufwarten. Nicht einmal ein Fernglas. Das lag zu Hause …. vergessen…. Nächstes mal packen wir es im Rahmen der Vorbereitung schon am Abend ins Auto….
Zumindest an die Kameras hatten wir gedacht und hofften, dass wir auch ein paar Flamingos vor die Linse bekommen würden.
So ganz selbstverständlich ist das nicht, denn im letzten Jahr gab es kein einziges Flamingo- Küken.
Die anhaltende Dürre hat den See ausgetrocknet und so konnten Füchse bis zur Flamingo- Insel laufen und die Nester leerräubern.
Insgesamt fehlt in dem 30 ha großem See 150.000 Kubikmeter Wasser.
Um die Brut in diesem Jahr zu schützen, wurde direkt um die Insel ein Graben gezogen, welcher auch bei einem leeren See immer Wasser führen soll, um die Insel vor Füchsen zu schützen.
Im März kehrten glücklicherweise die ersten Flamingos aus ihrem Winterquartier in den etwas milderen Regionen Südhollands zurück ins Zwillbrocker Venn und inzwischen sind mehrere Brutkegel zu sehen. Ca 40 – 50 Flamingos konnten gezählt werden.
Hoffentlich wird es in diesem Jahr wieder Nachwuchs geben.
Am Parkplatz gibt es Informationsschilder. Hier kann man auch direkt auf den Rundweg starten, welcher sehr gut ausgeschildert istEin breiter, ebenerdiger Weg führt vorbei an Wiesen und einem urigen Wald zur 1. Station. Wir hörten viele verschiedene Vögel wie zB einen Kuckuck, rechts und links blühten Wildblumen, welche viele verschiedene Insekten anlockten. Eine Ruheoase zum Entschleunigen. Ich wusste schon nach den ersten Metern, dass wir definitiv wieder kommen würden!Die Kinder hatten ihr eigenes Tempo. Sie entdeckten viel am Wegesrand, wie zB Raupen, Schmetterlinge und lauschten dem Konzert der vielen Vögel.Ursprünglicher WaldWir wohnen selber ländlich, vielleicht zieht es uns deshalb lieber in die Natur als in die großen Städte. In diesen Zeiten sowieso ….Meine älteste Tochter hatte ihre Kamera dabei. Dieses Foto ist von ihr. Es freut mich sehr zu sehen, mit wie viel Begeisterung sie mit der Fotografie experimentiert und schon oft ein tolles Auge für Motive beweistDas ist die Nordkanzel – die 1. Aussichtskanzel mit einem sehr gutem Blick auf die Flamingoinsel. Hinter mir liegt die Remise mit dden vielen Infotafeln, ein Cafe, die vielen Picknicktische und Bänke und das WC GebäudeSie war ein paar Wochen geschlossen, ist nun mit Auflagen wieder für die Besucher geöffnet.Eine Übersicht des gesamten Venns mit Radwegen, Wanderwege und die Umgebung
Die ersten Flamingos an der Aussichtskanzel
Schon vom Weg aus erspähten wir die ersten rosa Punkte. Man musste schon genau hinsehen, aber dann waren wir uns sicher: Da sind sie, die Flamingos!
Mittig rechts sind sie
Es war wenig los an der Aussichtskanzel und so konnten wir dort in Ruhe die Flamingos und die anderen Vögel beobachten.
Für 1 Euro kann man mit dem Super-Zoom-Fernglas zu den Flamingos schauen, die Kinder durften alle einmal schauen, das Ding ist wirklich toll.
Aber unbedingt passendes Geld mitnehmen, also 1 Euro Stücke
Das Fernglas ist sehr gut und man kann in Ruhe schauen. Die genaue Zeit habe ich leider nicht gestopptJaaaaa! Da sind sie!!!!!!!! Flamingos, nicht im Zoo, sondern in freier Wildbahn!Hier erkennt man, wie niedrig der Wasserstand istEs war nicht zu überhören, dass tausende Möwen anwesend waren – ich liebe es! Augen zu – und man ist am MeerEin Gewimmel von Möwen, Gänsen, Enten und auch ein paar Flamingos
Kurzes Video aus dem Zwillbrocker Venn
Kurzes HD- Video:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Das ist der Blick von der Aussichtskanzel ohne Fernglas und Zoom-Kamera
Ich weiß nicht genau, wie lange wir an der 1. Station waren. Zeit war egal. Es war toll, die Tiere zu beobachten. Auf den Infotafeln erfuhren wir viel Wissenswertes über die Flora und Fauna im Zwillbrocker Venn.
Die Infotafeln an der Ausssichtskanzel und der RemiseUnd weiter gehts, der Rundweg ist sehr gut ausgeschildert. Unser nächstes Ziel: Die andere Aussichtskanzel, ca 1 km weiter
Weiter auf dem Rundweg
Diese kleine „Hütte“ entdeckten die Kinder unterwegs – wer die wohl dorthin gebaut hat?Blauer Himmel und Sonnenschein! Ein paar Stunden KurzurlaubAuch meine Jüngste fotografiert gerne – liegt wohl in der FamilieAn jeder Weggabelung stehen Schilder mit Richtungsangaben und auch Entfernungen
Unterwegs stehen an mehreren Stellen Informationstafeln, welche dem Besucher die Flora und Fauna erklären.
Aufgrund der Nähe zu den Niederlanden sind alle Infotafeln auf deutsch und niederländisch.
Angekommen an Station 2In der Aussichtskanzel kann man auf Bildern sehen, welche Vogelart man grad beobachtet hatVon hier sahen wir keine Flamingos, dafür viele Enten und GänseWir sahen viele große Libellen.
Der Aussichtsturm ist zur Zeit leider gesperrt, daher liefen wir zurück zur 1. Aussichtskanzel, um noch einmal die Flamingos zu sehen.
Wie ich vermutet hatte, war dort inzwischen schon viel los. Mehrere Fotografen standen rund um die Aussichtskanzel und davor warteten mehrere Besucher, um eintreten zu dürfen, denn es gilt ja eine Personenanzahlbegrenzung.
Wir schauten nur einmal kurz, machten dann schnell Platz für die anderen Besucher.
Wir beobachten gerne Tiere, gehen auch öfters in den Zoo – aber tausendmal lieber beobachten wir sie in freier Wildbahn.
Bei uns zu Hause sehen wir oft Rehe, Fasane, Bussarde, Hasen, Spechte. Eichhörchen springen in den Bäumen an unserer Strasse zwischen den Ästen entlang und im Herbst besucht uns regelmäßig ein Igelpäärchen. Jeden Abend fliegen bei uns die Fledermäuse ihre Runden, begleitet vom Gesang einer Nachtigall.
Und auch einige exotische Tiere durften wir schon in natura sehen.
So begleiteten uns in Florida im Schnellbooot zum Beispiel zahlreiche Delphine, die Pelikane klauten uns die Fische, welche wir eigentlich für die Tarpune gekauft hatten und an einem Seeufer konnten wir rosa Löffler und Manatees beobachten. In Kalifornien haben wir bei einem Bootsausflug auf dem Pazifik Wale gesehen, welche dort ihre Kreise zogen und uns immer wieder ihre imposante Schwanzflosse zeigten.
Und nun haben wir freilebende Flamingos gesehen und dafür mussten wir nicht einmal in den Flieger steigen, sondern nur eine halbe Stunde mit dem Auto fahren, und das ganze inmitten einer wundervollen Natur Kulisse, welche einen schon direkt beim Betreten entschleunigt, wie ein kleiner Mini- Urlaub.
FAQ zum Zwillbrocker Venn
1. Kann man am Zwillbrocker Venn parken?
Ja, es gibt einen Parkplatz am Rundwanderweg. Von dort aus erreicht man die Remise und die Nord-Aussichtskanzel nach einem kurzen Weg.
2. Ist das Zwillbrocker Venn mit Kinderwagen machbar?
Teilweise ja. Der Rundweg ist laut offizieller Seite teilweise barrierefrei. Der Zuweg zur Remise ist barrierefrei ausgewiesen. Für Kinderwagen ist der Bereich bis zur Remise und zur ersten Aussichtskanzel daher gut machbar.
3. Gibt es einen Imbiss oder etwas zu essen?
Direkt am Besucherzentrum bzw. im Shop der Biologischen Station gibt es Getränke und Snacks. Für einen größeren Hunger würde ich mich trotzdem nicht blind darauf verlassen, sondern sicherheitshalber Proviant mitnehmen oder zusätzlich die gastronomischen Angebote in Zwillbrock einplanen.
4. Gibt es Toiletten vor Ort?
Ja. An der Remise gibt es Toiletten, ein Behinderten-WC und einen Wickeltisch.
5. Wie weit ist es bis zur ersten Aussichtskanzel?
Die Remise liegt offiziell etwa 400 Meter vom Parkplatz entfernt. Von dort befindet sich direkt die Nord-Aussichtskanzel. Im Alltag ist das also nur ein kurzer Weg und auch mit Kindern gut zu schaffen.
6. Welche Vögel kann man außer Flamingos noch sehen?
Sehr typisch sind vor allem die vielen Lachmöwen. Offiziell werden außerdem Schwarzkopfmöwen genannt. Dazu kommen je nach Jahreszeit weitere Wasservögel und insgesamt rund 60 Vogelarten im Gebiet. Genau das macht den Ausflug auch dann spannend, wenn die Flamingos gerade weiter draußen stehen.
7. Was ist der beste Monat für Flamingos im Zwillbrocker Venn?
Am stärksten würde ich auf April oder Mai setzen. Dann ist Brutzeit, oft sind besonders viele Flamingos da und ab Mitte Mai können mit etwas Glück schon die ersten Küken zu sehen sein. Generell sind Flamingos meist von Februar oder März bis August gut beobachtbar.
Deutschland / Europa / Heimat / MünsterlandLengericher Canyon: Aussichtspunkt, Wanderung und türkisblaues Wasser im Tecklenburger Land
Der Lengericher Canyon im Tecklenburger Land gehört zu den ungewöhnlichsten Naturzielen in Nordrhein-Westfalen. Das ehemalige Kalkabbaugebiet überrascht mit steilen weißen Hängen, türkisblauem Wasser und mehreren Aussichtspunkten entlang schöner Wanderwege. In diesem Bericht nehme ich euch mit zu unserem kleinen Herbstausflug nach Lengerich und erzähle, ob sich der Spaziergang wirklich lohnt.
Heute gibt es einen kleinen Ausflugstipp aus meiner Heimat: den Lengericher Canyon im Tecklenburger Land.
Es war ein sonniger Herbsttag. Die Kinder waren beim jeweils anderen Elternteil. Mein Partner und ich beschlossen, etwas rauszufahren, um das schöne Wetter für einen kleinen Spaziergang zu nutzen. Nicht weit von uns liegt die Stadt Lengerich und schon mehrere Freunde hatten uns den Lengericher Canyon empfohlen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen
Lengericher Canyon – praktische Infos
Ort: Steinbruch im Kleefeld, 49525 LengerichEintritt: kostenlosParken: kostenlos an der Friedhofskapelle / Am Kleeberg, alternativ an der SchulstraßeKurzer Spaziergang: Aussichtspunkt ab Am Kleeberg in wenigen Minuten erreichbarWanderwege: Teutoschleifchen Canyon Tour ca. 5 km, Teutoschleife Canyon Blick ca. 11 kmBesonderheit: türkisblaues Wasser in ehemaligem KalksteinbruchWichtig: Naturschutzgebiet – Betreten, Baden und Grillen sind nicht erlaubtOffizielle Infos: Teutoschleifen | Stadt Lengerich
Wie entstand der Canyon in Lengerich?
Bei dem Wort Canyon denke ich immer sofort an unseren Besuch im Grand Canyon. Natürlich ist der Canyon in Lengerich damit nicht vergleichbar. Es handelt sich nicht einmal um einen Canyon im eigentlichen Sinne, sondern um ein ehemaliges Kalkabbaugebiet.
Der eigentliche Name lautet Steinbruch im Kleefeld. Durch seine schmale, längliche Form wird er jedoch oft Lengericher Canyon genannt. Knapp 600 Meter ist er lang, aber nur etwa 40 Meter breit. Nachdem der Kalkabbau eingestellt wurde, sammelte sich Wasser in der Grube. Durch den Kalkgehalt schimmert es heute in besonders schönen Blau- und Türkistönen.
Inzwischen ist das Gebiet ein empfindlicher Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen und steht als Naturschutzgebiet unter Schutz. Gerade das macht den Ort so besonders. Es ist kein klassischer Badesee und kein Freizeitpark, sondern ein Stück Landschaft, in dem die Natur klar Vorrang hat.
Wir wanderten an dem Tag nicht besonders weit. Mitten in Umbauarbeiten im Alltag war uns eher nach frischer Luft als nach sportlichem Ehrgeiz. Genau dafür war dieser kleine Ausflug ideal.
Der Aussichtspunkt Canyonblick
Der Aussichtspunkt ist gut ausgeschildert. Wer den Schildern zur Teutoschleife Canyonblick folgt, landet automatisch am Highlight des Weges. Von der Straße Am Kleeberg ist es kein weiter Weg. Genau das mochte ich an diesem Ziel so: ein bisschen laufen, ein bisschen Natur und ein schöner Blick, ohne dass man dafür gleich eine halbe Tagesplanung braucht.
Der Wanderweg Richtung Canyonblick
Blauer Himmel, bestes Wetter, um den Canyon in seinen schönen Farben zu sehen
Die Aussichtsterrasse Canyonblick befindet sich am Ende eines kleinen Stichweges
Groß war die Spannung auf den Ausblick. Bei solchen kleinen Ausflügen ist das ja immer so eine Sache. Mal steht man nach ein paar Minuten vor etwas, das im Internet dramatischer wirkte als in echt. Und mal kommt genau dieser Moment, in dem man denkt: Ach, das ist wirklich schön.
Wow, sehr schön!
Selfie muss sein
Ich hatte nur mein Handy dabei. Aber die Farben erkennt man auch auf einem Handyfoto gut. Durch die hellen Hänge leuchtete das Wasser noch intensiver türkisblau.
Genau diese Farbe macht den Lengericher Canyon so besonders. Wäre das Wasser einfach nur dunkel oder grau, würde wohl kaum jemand extra dafür losfahren. Aber dieses Türkis mitten im Tecklenburger Land hat schon etwas. Es wirkt fast ein bisschen unwirklich, gerade an einem klaren Tag mit Sonne.
Wir liefen noch ein Stück den Wanderweg entlang, der oberhalb vom Canyon verläuft
Einmal ganz tief durchatmen
… wie ein kleiner Mini-Urlaub
Weitblick ins Tecklenburger Land
… und Blick in den Canyon
Hier erkennt man den Wanderweg. Auch weiter oben gibt es noch einen schönen Aussichtspunkt.
Die Aussichtspunkte gehören zum Natur- und Geopark TERRA.vita. Mehr dazu findet ihr auf der offiziellen Seite des Geoparks.
Leben am Abhang – für Ziegen kein Problem
Ausblick auf Lengerich
Waldreben, auch Klematis genannt
Impressionen aus meiner Heimat
Blick Richtung Tecklenburg
Unser Fazit zum Lengericher Canyon
Wer in der Region wohnt oder ohnehin im Tecklenburger Land unterwegs ist, sollte sich den Lengericher Canyon ruhig ansehen. Für eine sehr weite Anreise würde ich ehrlich gesagt keine riesigen Erwartungen aufbauen. Es ist kein Ausflugsziel, das stundenlang Programm bietet. Aber für einen kleinen Spaziergang, einen schönen Aussichtspunkt und etwas frische Luft ist es wirklich nett.
Gerade die Kombination macht es für mich interessant: ein kurzer Weg, ein besonderer Blick, dazu Natur und anschließend vielleicht noch ein Abstecher in die Altstadt von Lengerich oder nach Tecklenburg. Genau so haben wir es gemacht. Nach der Wanderung sind wir noch nach Lengerich gefahren und haben den Nachmittag gemütlich im Café ausklingen lassen. Das passte perfekt.
Mit Kindern finde ich den Weg ebenfalls gut machbar, solange man nicht mit der Erwartung anreist, dort einen ganzen Abenteuertag zu verbringen. Es ist eher ein schöner kleiner Natur-Ausflug als ein großes Spektakel. Und genau darin liegt auch sein Reiz.
FAQ zum Lengericher Canyon
Wo liegt der Lengericher Canyon?Der Lengericher Canyon liegt in Lengerich im Tecklenburger Land in Nordrhein-Westfalen. Gemeint ist das ehemalige Kalkabbaugebiet Steinbruch im Kleefeld.
Wie kommt man zum Aussichtspunkt Canyonblick?Ein typischer Startpunkt liegt an der Friedhofskapelle am Kleeberg. Von dort folgt man den Schildern zur Teutoschleife Canyonblick. Der Aussichtspunkt ist von dort in kurzer Zeit erreichbar.
Kann man am Lengericher Canyon wandern?Ja. Rund um den Canyon gibt es mehrere Wege. Besonders bekannt sind die kurze Canyon Tour mit etwa 5 Kilometern und die längere Teutoschleife Canyon Blick mit rund 11 Kilometern.
Darf man im Lengericher Canyon baden?Nein. Der Canyon liegt in einem Naturschutzgebiet. Betreten, Baden und Grillen sind dort nicht erlaubt.
Lohnt sich der Lengericher Canyon mit Kindern?Für einen kleinen Spaziergang und den Aussichtspunkt finde ich das Ziel auch mit Kindern gut geeignet. Besonders sinnvoll ist der Ausflug, wenn ihr aus der Region kommt oder ihn mit weiteren Zielen im Tecklenburger Land kombiniert.
Wie viel Zeit sollte man einplanen?Für den kurzen Weg zum Aussichtspunkt reicht schon wenig Zeit. Wer noch die Umgebung genießen, fotografieren oder eine der Wanderungen laufen möchte, sollte entsprechend mehr Zeit einplanen.
Noch mehr Naturziele
Natürlich ist der Lengericher Canyon nur ein schmaler Streifen mit herrlich türkisblauem Wasser und schönem Spazierweg. Der große Bruder dazu ist mein Bericht vomGrand Canyon.
Ebenfalls aus meiner Heimatregion stammtdie schöne Aussicht in Riesenbeckmit weitem Blick über das Tecklenburger Land.
Noch mehr persönliche Reiseberichte und Ausflüge aus Deutschland findet ihr auf meinerDeutschland-Übersichtsseite.
Offizielle Infos zum Lengericher Canyon
Offizielle Infos zum Canyon, zur Anfahrt und zum Einstieg findet ihr hier:Teutoschleifen – Canyon Lengerich
Mehr zum Wanderweg Canyon Blick und zur längeren Rundtour:Teutoschleife Canyon Blick
Infos zum Natur- und Geopark TERRA.vita:TERRA.vita
Unterkünfte in Deutschland finden
Hier findest du passende Unterkünfte für deine Reise durch Deutschland – von kleinen Pensionen bis zu Hotels in den großen Städten.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen
Aktivitäten und Touren in Deutschland
Viele Städte und Regionen lassen sich besonders gut bei geführten Touren entdecken – zum Beispiel Stadtführungen, Naturerlebnisse oder besondere Ausflüge.
Weitere Reiseberichte aus Deutschland
Hier findest du weitere Reiseberichte, Ausflugsideen und Städte-Tipps aus Deutschland.
Ausflugstipp: Ein Besuch bei der Walhalla bei Regensburg und die Burgruine Donaustauf
Die Weinberge im Norden von Kroatien
Das Zwillbrocker Venn: Der nördlichste Flamingo-Brutplatz der Welt
Köln Kurztrip: ein Wochenende zwischen Dom, Rheinboulevard und Turmbesteigung
Ein Nachmittag im verschneiten Hamburg
Kalender , Puzzle und weitere Fotogeschenke
Lissabon: Sightseeing – mit dem TukTuk zu den schönsten Aussichtspunkten
Lissabon: Belem, Bootsfahrt und die beste Pastel de Nata der Stadt
Portugal
Quake – Mein Museums-Tipp für Lissabon (mit Teenager)
Portugal: Sintra – Ausflug in eine Märchenwelt
Angekommen in Lissabon – Mit dem TukTuk zum Tejo
Lissabon – Reisen nur mit Handgepäck
Bosnien und Herzegowina: Livno – zu Besuch bei den Wildpferden
Bootsfahrt in Omiš: entspannter Ausflug auf der Cetina in Kroatien
Tagesausflug von Split nach Makarska mit Hindernissen
Unser Urlaubsort Podstrana und Split
Kroatien mit Kindern: Reiseberichte von Nordkroatien bis Dubrovnik
Sommerurlaub: Die Anreise – Fliegen mit 5 Kids
Ausflugstipp: Die Krimmler Wasserfälle – Der höchste Wasserfall Europas (Österreich)
Österreich: Das Kitzsteinhorn – Rodeln im Schnee mitten im Sommer
Österreich: Die Felbertauernstraße – Eine weitere Panoramastrasse am Großglockner
Ausflugstipp: Die Sigmund-Thun-Klamm in Kaprun (Österreich)
Unser Sommerurlaub in Heiligenblut am Großglockner – Und: Kleine Wanderausflüge mit 5 Kids!
Schweiz
Zuletzt geändert:
16. März 2026 […]
Heimat / Nordrhein-WestfalenHallo zusammen,
Denkt man an Flamingos, denkt man an warme Gefielde, an türkis-blaues Meer und Sonnenschein.
Viele wissen gar nicht, dass es auch bei uns im Münsterland einen Brutplatz von Flamingos gibt.
Wir haben das sonnige Wochenende genutzt, um mit den Kindern wieder einen Teil unserer Heimat kennen zu lernen:
Das Zwillbrocker Venn: Der nördlichste Flamingo-Brutplatz der Welt
Praktische Infos für die Planung
Das Zwillbrocker Venn liegt direkt an der Grenze zu den Niederlanden und ist ein besonderes Ziel für alle, die Natur, Vogelbeobachtung und ruhige Spaziergänge mögen. Der Rundweg ist 5,8 Kilometer lang und teilweise barrierefrei. Vom Parkplatz aus erreicht man die Remise und die erste Aussichtskanzel nach einem kurzen, gut machbaren Weg. Ideal ist ein Besuch mit Fernglas oder Zoom-Objektiv, denn die Flamingos stehen oft weit draußen auf der Insel oder am flachen Ufer. Für Familien praktisch: An der Remise gibt es Toiletten, ein Behinderten-WC und einen Wickeltisch. Aktuelle Hinweise zu Öffnungszeiten, Führungen und Flamingo-Beobachtungen findet ihr auf der offiziellen Seite der Biologischen Station Zwillbrock. Stand 2026.
Offizielle Infos der Biologischen Station Zwillbrock
Das Zwillbrocker Venn auf einen Blick
Zu finden ist das 76 Hektar große Wald-, Moor-, Feuchtwiesen- und Gewässergebiet im westlichen Münsterland direkt an der Grenze zu den Niederlanden.
Inmitten des Venn befindet sich das 23,24 km² großes Vogelschutzgebiet mit einem See und der Flamingoinsel. Der See ist kein natürlicher See, sondern ist nach dem Ende des Torfabbaus entstanden und somit nicht sehr tief. Beheimatet ist hier nicht nur die weltweit nördlichste Brutstätte von Flamingos, sondern auch die größte binnenländische Lachmöwenkolonie sowie viele weitere Pflanzen und Tiere, u.a. z.B. um die 60 Vogelarten.
Durch den Kot der mehreren tausend dort brütenden Lachmöwen bildet sich in dem Gewässer viel Plankton, welches den Flamingos als Nahrung dient.
Woher die Flamingos kommen, ist bis heute nicht ganz geklärt. Man vermutet, dass ein paar Flamingos um 1970 aus Gefangenschaft geflohen sind und sich dort angesiedelt haben.
Karte, Parkplatz und Startpunkt
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen
Es gibt einen kostenlosen Parkplatz bzw die Möglichkeit, am Seitenstreifen der Strasse zu parken, zudem befinden sich dort auch 3 Rollstuhl – Parkplätze
Klickt hier: > Parkplatz am Zwillbrocker Venn <
Rundweg, Aussichtskanzeln und Remise
Von dem Parkplatz aus kann man einen 5,8 km langen Rundweg wandern. Er führt vorbei an zwei barrierefreien Aussichtskanzeln sowie einem Aussichtsturm, welcher zur Zeit aufgrund der Corona-Situation leider geschlossen ist (Stand 17.05.2020)
Der Rundweg ist ebenfalls teilweise barrierefrei und somit mit Rollstuhl oder Kinderwagen nutzbar.
Wenn man an dem oben genannten Parkplatz startet, sind es ca 0,5 km bis zur Info-Remise und der 1. Aussichtskanzel.
Dort befindet sich eine WC- Anlage mit Behinderten-WC und ein Wickeltisch (zur Zeit leider geschlossen)
Von dieser Aussichtskanzel hat man einen sehr schönen Blick auf die Flamingo- Insel.
Unbedingt Fernglas oder ein Zoom- Objektiv mitnehmen.
Im direkten Umfeld der Aussichtskanzel und der Info-Remise befinden sich zahlreiche Bänke und Picknicktische.
Aktuelle Infos, geplante Sonderführungen, Veranstaltungen, Radtouren-Karten und natürlich alles über die aktuelle Situation zu Corona vor Ort findet ihr hier:
Zur offiziellen Infoseite der Biologischen Station Zwillbrock
Unser Besuch im Zwillbrocker Venn
Morgens um 6.30 Uhr weckte ich die Kids, fröhlich singend das Lied aus „Madagaskar“ „Es ist Freitag, Klassenfaaaahrt, badampadapadam!“
Warum so früh? Wenn ich schon mit 4 Schulkindern dort hinfahre, möchte ich den im Tagesverlauf zunehmenden Besucheranstrom umgehen.
Die Kinder fanden es eher semigut, so früh aufstehen zu müssen.
„Es sind Corona-Ferien!“ meinte eines der Kids. „Falsch, ihr habt aktuell zwar keine Schule, aber der Unterricht läuft weiter.“ Und heute war es sozusagen eine Homeschooling- Klassenfahrt. Immerhin gibt es auch einiges zu lernen dort.
Es ist im Moment nicht leicht, für uns alle nicht. Die Kinder vermissen ihre Freunde, ihre Vereine, selbst die Schule. Und ich bin im Dauerspagat zwischen Job und Homeschooling mit 4 bzw zwischendurch waren es sogar 5 Schulkinder. Nach Feierabend Kind 1 Mathe erklären, schnell die nächste Maschine Wäsche anstellen und Wäsche falten und sich nebenbei mit Kind 3 dem Dativ und Akkusativ widmen, während man eigentlich schon das Abendessen vorbereitet und Kind 2 die schriftliche Multiplikation erklärt. Kind 4 hat so gar keine Lust und braucht permanente Motivation. Mein Lebensgefährte arbeitet auswärts und ist erst abends zu Hause….
Dieser ganze neue Alltag, diese Normalität, die immer noch keine ist, ist anstrengend, …für alle.
Aus dem Grund bauen wir uns immer wieder kleine Erholungsinseln in unseren Alltag. Ein Waldspaziergang mit Waldbingo (das erkläre ich demnächst in einem seperatem Beitrag) , Fahrradtour mit einem Picknick an einem Gewässer, Spaziergang zur Eisdiele und ein Eis auf die Hand, Sportspiele wie zB Völkerball oder Basketballkegeln bei uns auf dem Hof und vieles mehr.
Wir haben viel Abwechslung – und auch unsere Homeschooling- Klassenfahrt in den Zwillbrocker Venn war eine dieser Alltags- Erholungsinseln.
Und entsprechend gelöst war die Stimmung nach dem Frühstück, das frühe Aufstehen war schon so gut wie vergessen – wir freuten uns alle auf diesen Ausflug.
Bereits am Vorabend haben wir die Rucksäcke vorgepackt und brauchten so an diesem Morgen nur noch die frischen Sachen schnibbeln.
Dank der frühen Abfahrt waren wir entsprechend früh am Zwillbrocker Venn. Nur 2 Autos standen auf dem Parkplatz.
Wir trafen auf ein paar Jogger und Fotografen mit beneidenswert tollen Zoom- Objektiven. Mit soetwas konnten wir nicht aufwarten. Nicht einmal ein Fernglas. Das lag zu Hause …. vergessen…. Nächstes mal packen wir es im Rahmen der Vorbereitung schon am Abend ins Auto….
Zumindest an die Kameras hatten wir gedacht und hofften, dass wir auch ein paar Flamingos vor die Linse bekommen würden.
So ganz selbstverständlich ist das nicht, denn im letzten Jahr gab es kein einziges Flamingo- Küken.
Die anhaltende Dürre hat den See ausgetrocknet und so konnten Füchse bis zur Flamingo- Insel laufen und die Nester leerräubern.
Insgesamt fehlt in dem 30 ha großem See 150.000 Kubikmeter Wasser.
Um die Brut in diesem Jahr zu schützen, wurde direkt um die Insel ein Graben gezogen, welcher auch bei einem leeren See immer Wasser führen soll, um die Insel vor Füchsen zu schützen.
Im März kehrten glücklicherweise die ersten Flamingos aus ihrem Winterquartier in den etwas milderen Regionen Südhollands zurück ins Zwillbrocker Venn und inzwischen sind mehrere Brutkegel zu sehen. Ca 40 – 50 Flamingos konnten gezählt werden.
Hoffentlich wird es in diesem Jahr wieder Nachwuchs geben.
Die ersten Flamingos an der Aussichtskanzel
Schon vom Weg aus erspähten wir die ersten rosa Punkte. Man musste schon genau hinsehen, aber dann waren wir uns sicher: Da sind sie, die Flamingos!
Es war wenig los an der Aussichtskanzel und so konnten wir dort in Ruhe die Flamingos und die anderen Vögel beobachten.
Für 1 Euro kann man mit dem Super-Zoom-Fernglas zu den Flamingos schauen, die Kinder durften alle einmal schauen, das Ding ist wirklich toll.
Aber unbedingt passendes Geld mitnehmen, also 1 Euro Stücke
Kurzes Video aus dem Zwillbrocker Venn
Kurzes HD- Video:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen
Ich weiß nicht genau, wie lange wir an der 1. Station waren. Zeit war egal. Es war toll, die Tiere zu beobachten. Auf den Infotafeln erfuhren wir viel Wissenswertes über die Flora und Fauna im Zwillbrocker Venn.
Weiter auf dem Rundweg
Unterwegs stehen an mehreren Stellen Informationstafeln, welche dem Besucher die Flora und Fauna erklären.
Aufgrund der Nähe zu den Niederlanden sind alle Infotafeln auf deutsch und niederländisch.
Der Aussichtsturm ist zur Zeit leider gesperrt, daher liefen wir zurück zur 1. Aussichtskanzel, um noch einmal die Flamingos zu sehen.
Wie ich vermutet hatte, war dort inzwischen schon viel los. Mehrere Fotografen standen rund um die Aussichtskanzel und davor warteten mehrere Besucher, um eintreten zu dürfen, denn es gilt ja eine Personenanzahlbegrenzung.
Wir schauten nur einmal kurz, machten dann schnell Platz für die anderen Besucher.
Nützliche Links zum Zwillbrocker Venn
Biologische Station Zwillbrock
Offizielle Infos zum Rundwanderweg
Offizielle Infos zur Remise
Zwillbrocker Venn auf Münsterland.com
Weitere Reiseberichte und Ausflüge in Deutschland auf Elly unterwegs
Unser Fazit
Es lohnt sich.
Wir beobachten gerne Tiere, gehen auch öfters in den Zoo – aber tausendmal lieber beobachten wir sie in freier Wildbahn.
Bei uns zu Hause sehen wir oft Rehe, Fasane, Bussarde, Hasen, Spechte. Eichhörchen springen in den Bäumen an unserer Strasse zwischen den Ästen entlang und im Herbst besucht uns regelmäßig ein Igelpäärchen. Jeden Abend fliegen bei uns die Fledermäuse ihre Runden, begleitet vom Gesang einer Nachtigall.
Und auch einige exotische Tiere durften wir schon in natura sehen.
So begleiteten uns in Florida im Schnellbooot zum Beispiel zahlreiche Delphine, die Pelikane klauten uns die Fische, welche wir eigentlich für die Tarpune gekauft hatten und an einem Seeufer konnten wir rosa Löffler und Manatees beobachten. In Kalifornien haben wir bei einem Bootsausflug auf dem Pazifik Wale gesehen, welche dort ihre Kreise zogen und uns immer wieder ihre imposante Schwanzflosse zeigten.
Flamingos haben wir übrigens auch schon in Namibia gesehen. Falls du den Bericht dazu verlinken möchtest: Swakopmund: Wüste, Meer, bunte Eidechsen, Wale und ganz viel Spaß beim Dünensurfen
Und nun haben wir freilebende Flamingos gesehen und dafür mussten wir nicht einmal in den Flieger steigen, sondern nur eine halbe Stunde mit dem Auto fahren, und das ganze inmitten einer wundervollen Natur Kulisse, welche einen schon direkt beim Betreten entschleunigt, wie ein kleiner Mini- Urlaub.
FAQ zum Zwillbrocker Venn
1. Kann man am Zwillbrocker Venn parken?
Ja, es gibt einen Parkplatz am Rundwanderweg. Von dort aus erreicht man die Remise und die Nord-Aussichtskanzel nach einem kurzen Weg.
2. Ist das Zwillbrocker Venn mit Kinderwagen machbar?
Teilweise ja. Der Rundweg ist laut offizieller Seite teilweise barrierefrei. Der Zuweg zur Remise ist barrierefrei ausgewiesen. Für Kinderwagen ist der Bereich bis zur Remise und zur ersten Aussichtskanzel daher gut machbar.
3. Gibt es einen Imbiss oder etwas zu essen?
Direkt am Besucherzentrum bzw. im Shop der Biologischen Station gibt es Getränke und Snacks. Für einen größeren Hunger würde ich mich trotzdem nicht blind darauf verlassen, sondern sicherheitshalber Proviant mitnehmen oder zusätzlich die gastronomischen Angebote in Zwillbrock einplanen.
4. Gibt es Toiletten vor Ort?
Ja. An der Remise gibt es Toiletten, ein Behinderten-WC und einen Wickeltisch.
5. Wie weit ist es bis zur ersten Aussichtskanzel?
Die Remise liegt offiziell etwa 400 Meter vom Parkplatz entfernt. Von dort befindet sich direkt die Nord-Aussichtskanzel. Im Alltag ist das also nur ein kurzer Weg und auch mit Kindern gut zu schaffen.
6. Welche Vögel kann man außer Flamingos noch sehen?
Sehr typisch sind vor allem die vielen Lachmöwen. Offiziell werden außerdem Schwarzkopfmöwen genannt. Dazu kommen je nach Jahreszeit weitere Wasservögel und insgesamt rund 60 Vogelarten im Gebiet. Genau das macht den Ausflug auch dann spannend, wenn die Flamingos gerade weiter draußen stehen.
7. Was ist der beste Monat für Flamingos im Zwillbrocker Venn?
Am stärksten würde ich auf April oder Mai setzen. Dann ist Brutzeit, oft sind besonders viele Flamingos da und ab Mitte Mai können mit etwas Glück schon die ersten Küken zu sehen sein. Generell sind Flamingos meist von Februar oder März bis August gut beobachtbar.
Unterkünfte in Deutschland finden
Hier findest du passende Unterkünfte für deine Reise durch Deutschland – von kleinen Pensionen bis zu Hotels in den großen Städten.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen
Aktivitäten und Touren in Deutschland
Viele Städte und Regionen lassen sich besonders gut bei geführten Touren entdecken – zum Beispiel Stadtführungen, Naturerlebnisse oder besondere Ausflüge.
Weitere Reiseberichte aus Deutschland
Hier findest du weitere Reiseberichte, Ausflugsideen und Städte-Tipps aus Deutschland.
Ausflugstipp: Ein Besuch bei der Walhalla bei Regensburg und die Burgruine Donaustauf
Die Weinberge im Norden von Kroatien
Das Zwillbrocker Venn: Der nördlichste Flamingo-Brutplatz der Welt
Köln Kurztrip: ein Wochenende zwischen Dom, Rheinboulevard und Turmbesteigung
Ein Nachmittag im verschneiten Hamburg
Kalender , Puzzle und weitere Fotogeschenke
Lissabon: Sightseeing – mit dem TukTuk zu den schönsten Aussichtspunkten
Lissabon: Belem, Bootsfahrt und die beste Pastel de Nata der Stadt
Portugal
Quake – Mein Museums-Tipp für Lissabon (mit Teenager)
Portugal: Sintra – Ausflug in eine Märchenwelt
Angekommen in Lissabon – Mit dem TukTuk zum Tejo
Lissabon – Reisen nur mit Handgepäck
Bosnien und Herzegowina: Livno – zu Besuch bei den Wildpferden
Bootsfahrt in Omiš: entspannter Ausflug auf der Cetina in Kroatien
Tagesausflug von Split nach Makarska mit Hindernissen
Unser Urlaubsort Podstrana und Split
Kroatien mit Kindern: Reiseberichte von Nordkroatien bis Dubrovnik
Sommerurlaub: Die Anreise – Fliegen mit 5 Kids
Ausflugstipp: Die Krimmler Wasserfälle – Der höchste Wasserfall Europas (Österreich)
Österreich: Das Kitzsteinhorn – Rodeln im Schnee mitten im Sommer
Österreich: Die Felbertauernstraße – Eine weitere Panoramastrasse am Großglockner
Ausflugstipp: Die Sigmund-Thun-Klamm in Kaprun (Österreich)
Unser Sommerurlaub in Heiligenblut am Großglockner – Und: Kleine Wanderausflüge mit 5 Kids!
Schweiz
Zuletzt geändert: 16. März 2026 […]
Allgemein / Blog-Blog / Heimat
Die Geschichte von den Schwalben im Kartoffelkorb
Hallo zusammen,
heute gibt es mal keinen Reisebericht – sondern einen Blog-Eintrag mit einer kleinen Geschichte, welche sich bei uns zu Hause abgespielt hat.
Zu dem Haus, in welchem ich meine Wohnung habe, gehört eine Garage. Diese wird aber nur in den Wintermonaten für ein Auto genutzt, ab Frühjahr stehen darin nur Fahrräder und was man sonst noch in einer Garage vorfinden kann …. An einer Wand gibt es Klipp-Befestigungen, hier kann man Gartengeräte und co einfach „hineinklipsen“, damit sie ordentlich an der Wand hängen.
Irgendwann im späten Frühling fiel mir auf, dass es in einer Ecke in der Garage seltsam dreckig war – ein Blick nach oben brachte dann die Lösung:
Ein Vogel schien auf eine Harke zu nisten. Ja genau, richtig gelesen …. eine Harke, welche an der Wand hing ….. Nach einiger Beobachtung sah ich auch, welche Vogelart es war:
Schwalben! Direkt über einer schweren Brandschutztür, welche zum Wohnhaus führt und mehrfach täglich schwer und laut ins Schloss fällt.
Genau da bauten zwei Schwalben nun geschäftig ihr neues Domizil.
Bei den Bauern hieß es früher, dass es dem Bauern viel Glück bringen würde, wenn an seinem Haus oder im Stall Schwalben nisten.
Damit die Harke nicht bewegt werden konnte, haben wir sie fest an die Wand geschraubt und bestaunten in den Folgetagen, wie sie das Nest halb auf der Harke, halb an die Wand bauten.
Ich habe mal versucht, dass grafisch darzustellen …… meine Stärken liegen eindeutig woanders, aber so habt ihr zumindest eine kleine Ahnung, wie das ganze aussah …
Da oben auf der Harke entstand das Schwalbennest. Darunter ist die schwere Brandschutztür, auf der anderen Seite geht’s zum Garten. Also ein ruhiges Plätzchen ist das wahrlich nicht, aber nun ….
Nach kurzer Zeit brüteten die Schwalben bereits und wir wartete gespannt, wann die kleinen Schwalben denn schlüpfen würden.
Mitte April bis Juni legt das Weibchen 3-6 Eier und brütet es 12 bis 18 Tage. Nach 20 bis 24 Tagen sind die Kleinen flügge und fliegen aus.
Etwa 60 bis 90 % der mitteleuropäischen Vögel brüten auch ein zweites Mal im Jahr.
–
Und dann war es endlich soweit: Die kleine Küken schlüpften und hielten ihre Eltern nun 24 Std am Tag auf Trab!
Kommt mir als dreifach-Mama bekannt vor.
Erst sah man nur die Spitzen ihrer Schnäbel, je größer sie wurden, desto mehr konnte man von ihnen sehen.
Die folgenden Fotos entstanden allesamt mit Zoom, meistens nur mit dem Handy (… weil lautlos) , um die Vögel nicht zu stören. Wobei das Klicken meiner DSLR wie ein leiser Windhauch ist, wenn man das Geräusch der zufallenden Brandschutztür oder meine spielend-tobenden Kinder entgegen setzt …..
„HUNGER!!“
Irgendwie hatte man das Gefühl, der Kopf der Kleinen besteht eigentlich nur aus einem riesigen Schnabel
Die Schwalben teilten sich die Aufzucht.
–
–
Bei den Schwalben in unserer Garage handelte es sich um Rauchschwalben.
Den Namen verdankt sie ihren dunklen Schwanzspießen.
Meine Kinder haben immer gesagt, das Schwalben ganz vornehme Vögel seien, denn ihre Federschwanzspitze sieht aus wie ein Frack.
Der Bestand an Rauchschwalben in Deutschland geht leider jährlich leicht zurück.
Das liegt u.a. daran, dass sie gerne – wie bei uns -in Gebäuden brüten. Wie wir aber auch erlebt haben, entsteht dadurch viel Dreck, es gibt Menschen, die dies nicht tolerieren.
Außerdem gibt es auf dem Land immer weniger „typische“ Bauernhöfe mit offenen Stallungen und Scheunen und somit weniger geeignete Brutplätze für die Rauchschwalben.
Immer mehr landwirtschaftliche Flächen werden versiegelt, so werden zB Feldwege asphaltiert und die für den Nestbau wichtigen lehmigen Pfützen fehlen so.
In Deutschland wurde die Rauchschwalbe aufgrund dieser Entwicklung in die Vorwarnliste der Roten Liste gefährdeter Brutvögel aufgenommen.
Rauchschwalben ernähren sich von Fluginsekten, also zB Mücken und Fliegen. Bei der Jagd erreichen sie Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h und können schnell und sehr präzise ihre Richtung ändern.
Sie jagen vor allem auf offenen Feldern und Wiesen, daher sieht man sie nur äußerst selten bis nie in Stadtgebieten.
Verbreitet sind sie in ganz Europa, Nordafrika, Nordamerika und Teilen von Asien.
Zum überwintern fliegen sie nach Afrika, ca im März / April kommen sie zurück, um ihre Nester zu bauen und sich fortzupflanzen.
Die Nester bauen sie offen gehalten an senkrechten Wänden auf Gebäudevorsprüngen oder Balken.
Für den Nestbau durchsetzen sie lehmige Erdmasse in Verbindung mit Grashalmen und „kleben“ das Nest so an die Wand.
Nun wisst ihr einiges über unsere Garagengäste, welche sich von uns Menschen inzwischen gar nicht mehr stören ließen und die Kinder so bei den täglichen Fütterungen oft zugesehen haben.
Aber …. je größer sie wurden, desto agiler wurden sie und beunruhigt stellte ich eines Tages fest, dass sich das Nest bereits von der Wand löste. Wir hatten die Harke zwar festgeschraubt, aber scheinbar hatte sie trotzdem noch bei jeder Bewegung der Nestbewohner leichtes Spiel.
Ich hoffte, dass das Nest halten würde ….
…. aber …..
… einen Tag später lag das halbe Nest auf dem Boden und auch leider eines der Küken,…. es hat nicht überlebt.
Ohne groß nachzudenken griff ich das Nächstbeste, was ich in der Garage fand, um es provisorisch vor dem drohenden kompletten Absturz zu sichern.
Es war ein alter Kartoffelkorb aus grünem Plastik. Ich steckte ihn direkt unter die Harke und friemelte ihn irgendwie fest, damit ich etwas Zeit gewann für eine Fahrt zum Baumarkt, um Winkel und ein Brett zu kaufen.
Kurz danach, noch bevor ich losgefahren bin, fiel ein weiterer Teil von dem Nest in den Kartoffelkorb und auch der Rest war kaum noch mit der Wand fest verbunden. Ich hoffte sehr, dass es noch solange hielt, bis ich wieder zu Hause bin, um das Brett unter dem Nest festzuschrauben
Als ich nach Hause kam, stellte ich geschockt fest, dass es dafür nun zu spät war ….. Das Nest war komplett von der Harke runtergefallen, zum Glück in den Kartoffelkorb. Aber die Küken lagen völlig regungslos in den Resten von dem Nest im Kartoffelkorb …..
Das wars dann also, dachte ich traurig und überlegte, wie ich den Kindern das nun beibringen soll….. Sie liebten die Schwalbenfamilie und sahen jeden Tag mehrmals nach ihnen, natürlich immer in sicherer Entfernung.
Deprimiert ging ich ins Haus….
…. es tat mir so leid um die Küken, sie waren so niedlich und wir haben uns so daran erfreut. So ein Ende hatte sich gewiss niemand gewünscht.
…. aber dann … wenig später hörte ich sehr vertraute Geräusche aus der Garage. Das konnte doch nicht etwa ….. oder doch?
Ich ging zurück in die Garage, da waren die beiden Schwalbeneltern – und sie fütterten ihren Nachwuchs tatsächlich im Kartoffelkorb!
Wie selbstverständlich saßen sie oben auf dem Rand und die kleinen hatten einen Bärenhunger!
Sie lebten doch noch!!!
Aber was sollte ich denn jetzt machen?! Die Schwalben können ihre Jungen doch nicht im Kartoffelkorb großziehen …..
Doch, konnten sie! Ich habe mich erkundigt und mir wurde empfohlen, solange sich die Eltern kümmern, sich keinesfalls einzumischen, da es dann zur Ablehnung der Eltern gegenüber der Küken kommen könne.
Also ließ ich sie in Ruhe. Und wir konnten in den Folgetagen erstaunt feststellen, dass das Elternpärchen sich tatsächlich weiterhin fürsorglich um die Kleinen kümmerten! Im Kartoffelkorb!
Die Kleinen saßen immer auf den Resten von dem Nest und die Schwalbeneltern wechselten sich mit der Fütterung ab.
Manchmal saßen auch beide auf dem Rand von dem Korb, ein skurriles Bild.
Leider leider habe ich davon kein Foto ….. Ich hatte welche, aber nach meinem Festplattencrash meiner externen Festplatte sind leider viele Fotos verschwunden….
Bald schon kam der Tag, an dem die Kleinen das Nest verließen und wir dachten alle, dass die Schwalben nun wohl davonziehen. Entgegen unserer Erwartungen blieben das Elternpärchen und der inzwischen große Nachwuchs aber.
Im Internet habe ich gelesen, dass manche Schwalbenpaare zweimal im Jahr brüten. Wir beobachteten, dass die Schwalben anfingen, ein neues Nest zu bauen. Damit es nicht wieder zu einem Komplettabsturz vom Nest kommt, bat ich noch am gleichen Tag einen Bekannten, mir zu helfen. Zusammen schraubten wir eine kleine Gipsplatte direkt über die Harke und legten Teile des bereits gebauten Nestes auf diese Gipsplatte.
Und liessen die Schwalben dann in Ruhe in der Hoffnung, dass sie ihr Nest auf der Gipsplatte weiterbauen würden.
Und genau das taten sie!!!
Und alles wiederholte sich, außer, dass nun auch der Nachwuchs vom 1. mal brüten dauernd in die Garage geflogen kam.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren
Weitere Informationen
Noch sah man kaum etwas, aber zu hören waren die Kleinen schon.
Das war sie also – die Geschichte von den Schwalbenküken, welche in einem Kartoffelkorb aufgezogen wurden!
Wir warten nun darauf, ob sie vielleicht wiederkommen. Die Gipsplatte haben wir extra an der Wand gelassen. Mal sehen, ob wir das in diesem Jahr auch wieder beobachten dürfen. Die Kinder (und ich mich auch) würden uns sehr freuen.
[…]
Deutschland / Heimat / NiedersachsenHeute stelle ich euch wieder einmal ein Ausflugsziel aus meiner Heimatregion vor.
Zugegeben, der Zoo in Osnabrück liegt nicht mehr im Münsterland, sondern im benachbarten Osnabrücker Land, aber ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn man dafür, so wie wir, etwa eine halbe Stunde fahren muss.
Er liegt verkehrsgünstig an der A30 / A33, südlich von Osnabrück an der Abfahrt Osnabrück-Nahne.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen
Kurzinfos für die Planung
Adresse
Zoo Osnabrück
Klaus-Strick-Weg 12
49082 Osnabrück
Anfahrt
Verkehrsgünstig an der A30 / A33, Abfahrt Osnabrück-Nahne.
Mit dem Bus ist der Zoo unter anderem ab Neumarkt oder Hauptbahnhof Osnabrück erreichbar.
Parken
Direkt vor dem Zoo gibt es einen großen Besucherparkplatz.
Weitere Parkmöglichkeiten liegen nur wenige Gehminuten entfernt.
Öffnungszeiten
Die Zeiten können sich saisonal ändern. Die aktuellen Öffnungszeiten prüft ihr am besten zusätzlich auf der offiziellen Website des Zoos.
Eintrittspreise
Auch die Preise ändern sich je nach Saison und Ticketart. Die jeweils aktuellen Preise findet ihr direkt auf der Website des Zoos.
Lageplan
Den digitalen Wegeplan findet ihr auf der offiziellen Website. Vor Ort gibt es zusätzlich mehrere große Übersichtspläne.
Gut zu wissen
Drei große Spielplätze, Gastronomie, Wickelmöglichkeiten und das Aquarium machen den Zoo besonders familienfreundlich.
Offizielle Website
www.zoo-osnabrueck.de
Der Zoo liegt südlich von Osnabrück am Hang vom Schölerberg idyllisch in einem großen Buchenwald, daher wird er auch oft „Waldzoo“ genannt.
Der Zoo ist in mehrere Themenlandschaften gegliedert, in denen die Tiere nach Lebensräumen zusammenleben. Der Schwerpunkt liegt auf Afrika, dazu kommen ein Aquarium, ein Südamerika-Bereich, eine asiatische Tempelanlage, ein unterirdischer Zoo und eine nordische Taigalandschaft. Wie in vielen Zoos gibt es auch im Zoo Osnabrück einen Streichelzoo.
In den letzten Jahren wurde im Zoo viel umgestaltet. Die früher deutlich einfacheren Gehege wichen nach und nach großzügiger gestalteten Themenwelten, die man heute oft von mehreren Stellen gut einsehen kann.
Unser Tag im Zoo Osnabrück
In diesem Zoo war ich selber mehrmals als Kind und freute mich, dass ich nun meinen eigenen Kindern den Zoo Osnabrück zeigen durfte.
Schon vor dem Zoo entdeckten wir die ersten Tiere, denn es gibt einen großen Teich vor dem großzügigen Eingangsbereich zum Zoo und dem daneben liegenden Museum am Schölerberg.
Es waren mehrere Kassen geöffnet und so dauerte es gar nicht lange, bis wir unsere Eintrittskarten in der Hand hatten und in den Zoo gehen konnten.
Unser erster Weg führte zum kleinen Kiosk direkt am Eingang. Es war sehr heiß und die Kinder brauchten unbedingt ein Eis, um überhaupt noch laufen zu können, so haben sie es uns zumindest erklärt. Es gab für alle ein Eis auf die Hand und wir studierten den Lageplan. Es gibt einen gut gekennzeichneten Rundgang, welcher an alle Gehege und alle Spielplätze vorbei führt.
Und dann ging es los.
Flamingos im Zoo Osnabrück
Die ersten Tiere, die wir sahen, waren die Lieblingstiere meiner jüngsten Tochter: Flamingos.
Ein paar Jahre später haben wir Flamingos sogar in freier Wildbahn in Namibia gesehen.
Zum Bericht aus Swakopmund in Namibia
Und auch im Münsterland gibt es Flamingos, nämlich im Zwillbrocker Venn.
Zum Beitrag über das Zwillbrocker Venn
Besonders aktiv waren sie nicht, kein Wunder bei der Mittagshitze.
Etwas weiter sahen wir diese Affenart.
Ein vor dem Gehege stehender Hund faszinierte diesen Affen sehr.
Tiere und Themenwelten im Zoo Osnabrück
Weiter gingen wir direkt in die erste Themenwelt: den unterirdischen Zoo.
Der unterirdische Zoo
Der ca. 500 qm große Bereich war spärlich mit ein paar Laternen beleuchtet, dadurch konnte man aber die Gänge der Erdbewohner umso besser erkennen. Nacktmulle, Hamster, Präriehunde, Mäuse, Erdhummeln und weitere Tiere, welche unter der Erde leben, konnte man hier beobachten und bekam durch die Verglasung auch tolle Einblicke, wie die Tierbauten unter der Erde aufgebaut sind.
Samburu mit Giraffen, Zebras und Straußen
Weiter ging es Richtung Samburu, einer der afrikanischen Themenwelten.
Etwa 2 Hektar ist dieser Bereich groß und wurde nach einem Nationalpark in Kenia benannt. Hier kann man zum Beispiel Antilopen, Strauße, Giraffen und Zebras beobachten. Außerdem gibt es eine höher gelegene Aussichtsterrasse inklusive Imbiss und Picknicktischen.
Ich finde Giraffen sehr faszinierende Tiere. Die Männchen, also die Bullen, können bis 6 Meter groß werden, Weibchen schaffen es auf 4,5 Meter.
Auf festem Untergrund können sie bis zu 55 km/h schnell rennen, und das ohne die Beine dabei zu verknoten.
Und nun mal etwas Hintergrundwissen: Wisst ihr, warum die Giraffen braune Flecken auf ihrem Fell haben? Das Ganze hat 2 Gründe.
Grund 1: Tarnung.
Grund 2: Regulierung der Körpertemperatur.
Wie funktioniert Punkt 2? Im Unterhautgewebe gibt es um jeden der braunen Flecken eine ringförmige Arterie. Aus dieser Arterie verästeln sich viele kleinere Blutgefäße unter dem Flecken. Die Giraffe kann die Durchblutung steuern. Ist es zu heiß, wird das Gewebe unter den braunen Flecken mehr durchblutet und so wird Wärme abgegeben. Durch dieses System ist die Giraffe nicht auf Schatten angewiesen.
Und apropos Durchblutung: Damit das Blut auch bis zu dem 2 Meter höher liegenden Kopf der Giraffe ankommt, ist das Herz besonders leistungsstark und der Blutdruck liegt bei 280/180. Ein Mensch hat im Idealfall 120/80.
Soooooo groß werden die Giraffen!
Eine afrikanische Lehm-Hütte brachte dank Glasfenstern die Tiere ganz nah, die typischen Stühle luden zu einer kleinen Pause ein.
An vielen Stellen gab es interaktive Info-Tafeln.
Die Giraffen und die Strauße teilen sich ein Gehege.
Impalas.
Takamanda und der Spielplatz Makatanda
Und dann kamen wir auch schon zum nächsten Themenbereich: Takamanda, und dort gibt es Makatanda. Ok, ich erkläre es mal.
Takamanda ist wieder ein afrikanischer Themenpark, welcher einer Savannenlandschaft nachempfunden ist. Namensgeber war dieses Mal ein Nationalpark in Kamerun.
In der 5,5 ha großen Themenwelt leben 80 Tiere, unter anderem Kudus, Schakale, Pinselohrschweine, Rappenantilopen, Warzenschweine und Esel.
Makatanda ist ein toller Abenteuerspielplatz mit integriertem afrikanischen Streichelzoo.
Dieses Wägelchen steht im Eingangsbereich zu der Themenwelt.
Rußköpfchen heißen diese bunten Vögel.
Genau gegenüber der Vögel wohnte sie hier: eine Warzenschweinmama.
… mit ihrem süßen Nachwuchs.
Spielplätze im Zoo Osnabrück
Das ist der Spielplatz. Mein Bekannter und ich suchten uns einen Platz an einem der Picknicktische und die Kinder tobten begeistert durch die Baumhäuser.
Da möchte man selber noch einmal Kind sein.
Auch bei den Servalen gab es Nachwuchs. Dieser hier chillte ganz entspannt wenige Meter von der Mutter entfernt im Schatten.
Habe ich schon geschrieben, dass viele Tiere Junge hatten? Das ist immer wieder sooo niedlich. Auch bei den Schimpansen gab es Nachwuchs.
… das war schon fast ein kleiner Kindergarten. Es hat Spaß gemacht, den Jungtieren beim Toben zuzusehen.
Und auch hier wieder gab es viele Informationstafeln.
Kinder haben immer eine bemerkenswerte Energie. Sie liefen durch die Wege, tobten auf dem Spielplatz, aber konnten es gar nicht erwarten, zum nächsten Spielplatz zu gehen.
Der Giraffen-Spielplatz. Namensgeber für diesen Spielplatz ist ein riesiger Rutschenturm.
Mein Bekannter und ich nutzten die Zeit für einen Snack am anliegenden Imbiss, während die Kinder wieder einmal auf dem Spielplatz tobten.
Hier können die Kinder ausprobieren, wie weit sie springen können.
Dass Tiger 7 Meter weit springen können, beeindruckte sie sehr.
Essen und Pause im Zoo Osnabrück
Zwischendurch kamen uns die Imbisse und Picknickplätze gerade mit Kindern sehr gelegen. Zwischen all den Eindrücken tat eine kleine Pause wirklich gut, und genau das macht einen Zoobesuch oft entspannter, als man vorher denkt.
Angkor Wat und das Südamerika-Areal
Wir liefen den Rundweg weiter und kamen langsam in den Bereich vom Angkor-Wat-Tempel.
Hier gibt es einen begehbaren Affentempel und ein Menschenaffenhaus. Hier wohnt auch der malende Oran-Utan Buschi. Seine Bilder werden regelmäßig verkauft und mit dem Erlös unterstützt der Zoo die Aktion „Wir für Buschi“ für den Umbau seines Zuhauses.
Auch die Tiger und die Elefanten leben im Bereich der Tempelanlage.
Außerdem liegt das Südamerika-Areal in der Nähe der Tempelanlage.
Auch hier gibt es Nachwuchs: Ein Totenkopfäffchen hat sein Junges auf dem Rücken getragen, wir waren alle ganz verzückt von diesem niedlichen Anblick.
Ist das nicht süß?
Gegenüber von diesem Themenbereich wohnen die Erdmännchen.
Der kleine Kerl konnte an diesem sommerlichen Sonntag besonders viele Menschen beobachten.
Dieser Kollege macht es richtig: Ab in den Schatten und alle viere von sich strecken.
Das Aquarium im Zoo Osnabrück
Das Aquarium ist gerade für Familien auch spannend. Dort gibt es neben Meeresbewohnern in Süßwasser- und Meerwasserbecken auch Schlangen, Riesenschildkröten und einen Kaiman.
Aquarium im Zoo Osnabrück mit Kindern
Gerade mit Kindern war das Aquarium ein Bereich, in dem man automatisch länger stehen blieb. Durch die Becken, die Tiere und die vielen kleinen Entdeckungen hatte dieser Teil des Zoos noch einmal einen ganz eigenen Reiz.
Außerdem gibt es ein tolles Röhrensystem, in welchem man Blattschneideameisen beobachten kann.
Das Fischstreichelbecken gab es schon, als ich als Kind in dem Zoo war.
Meine Kinder schauen gerne die Serie „Drachen zähmen leicht gemacht“ und dachten erst, Hicks‘ Nachtschattendrachen „Ohnezahn“ zu sehen. Zugegeben, im ersten Moment ist da wirklich eine gewisse Ähnlichkeit.
>> HIER gibts ein Bild von „Ohnezahn“ <<
Das Sternzeichen von meinen Kindern und von mir.
Dorie haben wir nebenbei auch gefunden.
Als ich vor dem Aquarium stand, dachte ich an unsere Schnorcheltouren auf den Malediven. Dort setzte man die Schnorchelbrille auf, hielt den Kopf unter Wasser und hatte das Gefühl, inmitten von einem riesigen Aquarium zu schnorcheln. Es ist ein Traum und ich versank in meinen Gedanken bei dem Anblick.
Erst das „Mama, guck dir das mal an!“ holte mich zurück in die Realität.
Die Kinder hatten die Blattschneideameisen entdeckt.
Meine Kamera wurde sehr skeptisch betrachtet.
Diese winzig kleinen und farbenfrohen Pfeilgiftfrösche sind in der freien Natur, wie der Name es schon vermuten lässt, sehr giftig. Das ist jedoch abhängig von dem, was sie fressen. Im Zoo bekommen sie andere Nahrung, wodurch die Frösche im Zoo nicht mehr giftig sind.
Vor dem Aquarium steht ein Kunstwerk.
In Florida haben wir täglich die großen Pelikane gesehen, wieder wurden Erinnerungen an eine tolle Reise geweckt.
Kajanaland
Im Kajanaland leben die Bären, Luchse, Waschbären, Rentiere, Polarfüchse, Vielfraße, Wisente und die Silberfüchse.
Es ist einer nordeuropäischen Taigalandschaft nachempfunden.
Einzigartig in ganz Deutschland ist die Besucherführung in diesem Bereich, denn teilweise führen die Wege auf bis zu 6 Metern Höhe über einen Baumhöhenpfad.
Schattige Wege durch den Buchenwald.
Als letztes statteten wir den Löwen einen Besuch ab. Sie lagen faul in der Abendsonne und ließen sich von den vielen Besuchern nicht aus der Ruhe bringen.
Familienfreundliche Infrastruktur im Zoo Osnabrück
Mit Kindern merkt man schnell, wie angenehm ein Zoo-Besuch wird, wenn nicht nur die Tiere spannend sind, sondern auch die Infrastruktur mitspielt. Spielplätze, Wickelmöglichkeiten, Gastronomie und die übersichtlichen Wege machen den Tag deutlich entspannter.
Wie viel Zeit man für den Zoo Osnabrück einplanen sollte
Dann war es aber leider schon Zeit zu gehen, denn der Zoo würde gleich schließen.
Es war ein toller und erlebnisreicher Tag. Am besten hat den Kindern der Baumhöhlen-Spielplatz gefallen und natürlich die vielen Tiere mit ihrem niedlichen Nachwuchs.
Wer mit Kindern wirklich ganz entspannt durch den Zoo bummeln möchte, sollte am besten einen ganzen Tag einplanen. Zwischen Tiergehegen, Spielplätzen, Pausen und Aquarium vergeht die Zeit schneller, als man denkt.
Hinweis: Der Bericht entstand in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Osnabrücker Land e.V. Meine Berichtsgestaltung hat das jedoch in keinster Weise beeinflusst.
Häufige Fragen zum Zoo Osnabrück
Gibt es Parkplätze am Zoo Osnabrück?
Direkt vor dem Zoo liegt ein großer Besucherparkplatz. Zusätzlich gibt es in der Nähe weitere Parkmöglichkeiten, die man in wenigen Minuten zu Fuß erreicht.
Ist der Zoo Osnabrück barrierefrei?
Der Rundweg ist grundsätzlich so angelegt, dass man den Zoo auch mit Rollstuhl oder Kinderwagen gut besuchen kann. Durch die Lage am Hang sind manche Wege allerdings etwas hügelig.
Kann man Rollstühle oder E-Mobile ausleihen?
Für Besucher mit eingeschränkter Mobilität gibt es vor Ort Hilfsmittel zum Ausleihen. Sinnvoll ist es, diese vorher anzufragen, damit beim Besuch alles bereitsteht.
Gibt es Wickelmöglichkeiten für Babys?
Ja, auf dem Gelände gibt es mehrere Wickelmöglichkeiten. Das ist für Familien praktisch, weil man dafür nicht jedes Mal bis zum Eingang zurücklaufen muss.
Wie viele Spielplätze gibt es im Zoo Osnabrück?
Der Zoo ist gerade für Familien attraktiv, weil es mehrere große Spielbereiche gibt. Besonders bekannt ist Makatanda
Gibt es auch Spielbereiche für kleinere Kinder?
Ja, der Zoo richtet sich nicht nur an größere Kinder. Neben Kletterelementen gibt es auch Bereiche, die für jüngere Kinder gut geeignet sind.
Gibt es im Zoo Osnabrück Restaurants oder Imbisse?
Über das Gelände verteilt findet man Gastronomie, kleinere Imbisse und Kioske. Für eine Familienpause ist also gut gesorgt.
Wo finde ich den Lageplan vom Zoo Osnabrück?
Den Wegeplan kann man digital vor dem Besuch auf der offiziellen Website anschauen. Im Zoo selbst helfen außerdem große Übersichtspläne bei der Orientierung.
Dürfen Hunde mit in den Zoo Osnabrück?
Hunde dürfen grundsätzlich mitgebracht werden, müssen aber angeleint bleiben. In einzelne Tierhäuser dürfen sie nicht hinein.
Kann man im Zoo Osnabrück Bollerwagen ausleihen?
Eigene Bollerwagen kann man mitbringen. Eine Ausleihe direkt im Zoo gibt es nach aktuellem Stand nicht.
Welche Tiere gibt es im Zoo Osnabrück?
Zu den bekanntesten Tieren gehören unter anderem Giraffen, Zebras, Flamingos, Elefanten, Tiger, Schimpansen, Erdmännchen und viele weitere Arten in den verschiedenen Themenwelten. Dazu kommt das Aquarium mit Fischen, Reptilien und Amphibien.
Ist der Zoo Osnabrück gut für Familien mit Kindern geeignet?
Ja, gerade deshalb ist er so beliebt. Spielplätze, Tierwelten, Wickelmöglichkeiten, Pausenbereiche und das Aquarium sorgen dafür, dass ein Zoobesuch auch mit Kindern gut funktioniert.
Unterkünfte in Deutschland finden
Hier findest du passende Unterkünfte für deine Reise durch Deutschland, von kleinen Pensionen bis zu Hotels in den großen Städten.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen
Aktivitäten und Touren in Deutschland
Viele Städte und Regionen lassen sich besonders gut bei geführten Touren entdecken, zum Beispiel bei Stadtführungen, Naturerlebnissen oder besonderen Ausflügen.
Weitere Reiseberichte aus Deutschland
Hier findest du weitere Reiseberichte, Ausflugsideen und Städte-Tipps aus Deutschland.
Ausflugstipp: Ein Besuch bei der Walhalla bei Regensburg und die Burgruine Donaustauf
Die Weinberge im Norden von Kroatien
Das Zwillbrocker Venn: Der nördlichste Flamingo-Brutplatz der Welt
Köln Kurztrip: ein Wochenende zwischen Dom, Rheinboulevard und Turmbesteigung
Ein Nachmittag im verschneiten Hamburg
Kalender , Puzzle und weitere Fotogeschenke
Lissabon: Sightseeing – mit dem TukTuk zu den schönsten Aussichtspunkten
Lissabon: Belem, Bootsfahrt und die beste Pastel de Nata der Stadt
Portugal
Quake – Mein Museums-Tipp für Lissabon (mit Teenager)
Portugal: Sintra – Ausflug in eine Märchenwelt
Angekommen in Lissabon – Mit dem TukTuk zum Tejo
Lissabon – Reisen nur mit Handgepäck
Bosnien und Herzegowina: Livno – zu Besuch bei den Wildpferden
Bootsfahrt in Omiš: entspannter Ausflug auf der Cetina in Kroatien
Tagesausflug von Split nach Makarska mit Hindernissen
Unser Urlaubsort Podstrana und Split
Kroatien mit Kindern: Reiseberichte von Nordkroatien bis Dubrovnik
Sommerurlaub: Die Anreise – Fliegen mit 5 Kids
Ausflugstipp: Die Krimmler Wasserfälle – Der höchste Wasserfall Europas (Österreich)
Österreich: Das Kitzsteinhorn – Rodeln im Schnee mitten im Sommer
Österreich: Die Felbertauernstraße – Eine weitere Panoramastrasse am Großglockner
Ausflugstipp: Die Sigmund-Thun-Klamm in Kaprun (Österreich)
Unser Sommerurlaub in Heiligenblut am Großglockner – Und: Kleine Wanderausflüge mit 5 Kids!
Schweiz
Zuletzt geändert: 16. März 2026 […]
HeimatMünsterland, Januar 2017
Hallo zusammen,
.
dem Winter scheint es im Münsterland zu gefallen ….. es liegt immer noch Schnee und die Temperaturen sind gefühlt arktisch.
Überall sieht man Schneemänner oder Schutzmauern, welche als Deckung bei wilden Schneeballschlachten dienen.
Die größeren Strassen sind alle frei, nur auf den kleineren Nebenstrassen ist stellenweise festgefahrener Schnee / Eis auf der Fahrbahn.
.
Vor ein paar Tagen hatte ich zwischen zwei Terminen endlich etwas Zeit, ein paar neue Winterfotos zu machen.
.
Wie ein gemaltes Winterbild sah die Landschaft aus
.
..
.
.
Wie ein Tunnel aus Schnee und Eis – nach dem ich dieses Foto gemacht habe, bin ich diese Strasse entlang gefahren – das wirkte fast etwas unwirklich. Ein Winter-Wonder-Land, wohin man schaut, sogar die Zweige der Bäume waren mit einer Eisschicht umhüllt.
.
.
Da spürt man die Kälte …. brrrrr
.
.
.
Na, ist euch jetzt etwas kühl geworden? ;)
Bitteschön, eine heisse Schokolade für euch – zum aufwärmen!
.
Tschüssi, bis zum nächsten mal!
[…]
Allgemein / Blog-Blog / HeimatKloster Gravenhorst im Tecklenburger Land
Heute stelle ich wieder ein Ausflugsziel aus meiner Heimat vor: das Kloster Gravenhorst im Tecklenburger Land bei Hörstel.
Die historische Klosteranlage liegt mitten im Münsterland und ist heute ein spannender Ort für Kunst, Geschichte und Spaziergänge in der Natur.
Lage
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren
Weitere Informationen
Geschichte des Klosters Gravenhorst
Das Kloster Gravenhorst war ursprünglich ein Zisterzienserinnenkloster und entstand im 13. Jahrhundert. Das genaue Gründungsjahr wird auf 1256 datiert. Die Gründer waren Ritter Konrad von Brochterbeck und seine Frau Amalgarde von Budde.
Neben dem Kloster Gravenhorst entstanden im Tecklenburger Land zwei weitere Zisterzienserinnenklöster in Leeden und Schale.
Heute befindet sich die gesamte Klosteranlage in staatlicher Hand. Um ihren Erhalt kümmert sich seit vielen Jahren der Förderverein Kloster Gravenhorst e.V.
2004 wurde das Kloster neu eröffnet und als DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst zu einem Ort für zeitgenössische Kunst, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen.
Besuch im Kloster Gravenhorst
Adresse:
Klosterstraße 10
48477 Hörstel
Öffnungszeiten Kunsthaus:
Dienstag – Samstag: 14:00 – 18:00 Uhr
Sonntag und Feiertage: 11:00 – 18:00 Uhr
Montag geschlossen
Außenanlagen:
Die Park- und Gartenanlage rund um das Kloster kann jederzeit besucht werden und eignet sich besonders gut für Spaziergänge.
Café:
Im Kloster befindet sich das Café Clara. Die Öffnungszeiten können saisonal variieren.
Website:
www.da-kunsthaus.de
Die Gebäude der Klosteranlage
Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Anlage mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Bereits 1317 zerstörte ein großer Brand Teile des Klosters.
Während des Dreißigjährigen Krieges kam es zwischen 1618 und 1623 zu insgesamt 13 Überfällen und Plünderungen.
Trotz dieser Ereignisse ist die Anlage heute weitgehend erhalten und zählt zu den wenigen nahezu vollständig erhaltenen Klosteranlagen in Norddeutschland.
Der älteste erhaltene Teil ist die Klosterkirche St. Bernhard. Die gotische Kirche wurde um 1300 fertiggestellt und ist typisch für die Zisterzienser: schlicht, klar und ohne prunkvolle Verzierungen.
Außenanlagen und Labyrinth
Rund um das Kloster befindet sich eine große Gartenanlage, die zu Spaziergängen einlädt.
Labyrinth und Nonnenpättken
In den Außenanlagen befindet sich ein besonderes Kunstprojekt: ein Labyrinth aus Sicherheitszäunen und Stacheldraht.
Der südafrikanische Künstler Kendell Geers sorgte mit dieser Installation im Jahr 2001 für viel Aufmerksamkeit.
Das Labyrinth soll an die bewegte Geschichte des Klosters erinnern und symbolisiert die Schutzversuche der Nonnen während der Kriegszeiten.
Heute ist es vor allem ein spannender Ort für Besucher – viele Familien mit Kindern suchen sich hier mit viel Spaß ihren Weg durch das Labyrinth.
Spaziergang rund um das Kloster
Die folgenden Fotos sind ganz aktuell entstanden – bei einem kurzen Spaziergang rund um das Kloster Gravenhorst.
Es war wirklich eisig kalt. Im Frühling möchte ich mit den Kindern noch einmal herkommen – dann gibt es sicher noch mehr Fotos.
FAQ zum Kloster Gravenhorst
Wo liegt das Kloster Gravenhorst?
Das Kloster Gravenhorst liegt in Hörstel im Tecklenburger Land im Münsterland in Nordrhein-Westfalen.
Kann man das Kloster Gravenhorst besuchen?
Ja. Das Kunsthaus im Kloster kann zu den Öffnungszeiten besucht werden. Die Außenanlagen sind frei zugänglich und eignen sich gut für Spaziergänge.
Gibt es dort etwas für Kinder?
Ja. Besonders spannend für Kinder ist das Labyrinth im Klosterpark. Außerdem gibt es regelmäßig Kunstprojekte und Veranstaltungen für Familien.
Tschüssi! Bis zum nächsten Mal.
Weitere Ausflugsziele aus meiner Region
Wenn ihr im Münsterland oder im Tecklenburger Land unterwegs seid, könnten euch auch diese Orte interessieren:
→ Der Lengericher Canyon – ein türkisblauer Aussichtspunkt im Tecklenburger Land
→ Das Zwillbrocker Venn – Flamingos im Münsterland beobachten
Unterkünfte in Deutschland finden
Hier findest du passende Unterkünfte für deine Reise durch Deutschland.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren
Weitere Informationen
Aktivitäten und Touren in Deutschland
Zuletzt geändert: […]
Allgemein / Blog-Blog / Heimat / Rheine..
.
Hallo zusammen!
.
.
Ich wünsche euch allen ein gesundes und glückliches neues Jahr!
.
.
Eigentlich wollte ich in diesem Jahr die Kamera im Schrank lassen und einfach mal feiern …. aber 1 Stunde vor Mitternacht habe ich es mir doch anders überlegt. Nach feiern war mir ohnehin nicht, also habe ich die Kinder und meine Kamera eingepackt und bin in die Innenstadt gefahren – genauer gesagt auf die Emsbrücke in Rheine.
Erstaunlicherweise war gar nicht viel los. Ein paar Erwachsene haben auf der Brücke ihr kleines persönliches Feuerwerk gemacht, ein paar Jugendliche hatten auch Spaß am böllern, eine Gruppe mit einer Akkordeon spielenden Frau zog über die Brücke, ein paar Pärchen und ein paar Familien ebenfalls mit kleineren Kindern waren auch noch dort. Und das wars dann auch schon
Aber ich persönlich hatte den Eindruck, dass in diesem Jahr weniger Feuerwerke gab als in den vergangenen Jahren. Zumindest im Innenstadtbereich.
Nach nicht einmal 15 Minuten flaute es deutlich ab und die Brücke war fast leer, nach 20 Minuten waren wir fast alleine auf der Brücke.
Als wir später nach Hause fuhren, sahen wir, dass in den Siedlungen noch ordentlich gefeiert und geböllert wurde.
Ein paar Fotos von vorhin:
….
….
….
….
Die Rakete flog ziemlich in unsere Richtung
….
Die Emsgalerie – das neue Einkaufszentrum von Rheine direkt an der Ems
….
….
.
.
.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren
Weitere Informationen
.
.
.
….
….
Nachtrag:
Das tolle Feuerwerk kam vom Hotel Lücke in Rheine.
.
.
.
.
.
Merken
Merken
Merken
Merken
Merken […]
Allgemein / Blog-Blog / Heimat____________________________________________
Riesenbecker Weihnachtsbäume
Riesenbeck, Dezember 2016
Hallo zusammen,
.
heute gibt es wieder einmal einen Tipp aus meiner Heimatregion.
Gestern habe ich zusammen mit meinen Kindern unseren Weihnachtsbaum gekauft.
Seit einigen Jahren fahren wir dafür immer nach Riesenbeck – und da dort auch etwas für einen guten Zweck getan wird, habe ich mir überlegt, dazu einen kleinen Blogbeitrag zu schreiben.
Seit über 30 Jahren produziert und verkauft Familie Everwand aus 48477 Riesenbeck inzwischen Weihnachtsbäume. Neben den klassischen Sorten wie die Normanntanne gibt es hier auch besondere Sorten wie zum Beispiel die leicht nach Orange duftende Coloradotanne.
Auf rund 30 000 Quadratmeter Fläche stehen ca 15 000 Bäume in den verschiedensten Größen.
Wer möchte, kann schon im September / Oktober zur Familie Everwand fahren, um sich einen Weihnachtsbaum auszusuchen, welcher dann aber natürlich noch bis kurz vor Weihnachten weiterwachsen darf und erst dann von den Besitzern abgeholt wird.
Lage:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren
Weitere Informationen
.
.
Website der Familie: http://riesenbecker-weihnachtsbaeume.de/
Und auch bei Facebook sind sie vertreten: https://www.facebook.com/RiesenbeckerWeihnachtsbaeume/
.
Als wir gestern dort ankamen, begann es leider zu regnen, aus dem Grund habe ich nur mit meiner kleinen Kamera Fotos machen können, daher ist die Quali leider nicht ganz so gut.
.
.
Erste Aufgabe: Welchen Baum nehmen wir überhaupt?
Er sollte nicht pieksen, damit die Kinder beim Baum schmücken helfen können – und nicht allzu groß sein, denn so ein riesiges Wohnzimmer habe ich leider nicht.
Die Auswahl ist riesig – und so dauerte es eine Weile, bis wir einen passenden Baum gefunden hatten.
Als er endlich gefunden wurde, kam ein Helfer der Familie Everwand mit der Säge und unser Marc durfte beim sägen mithelfen. Mit Eifer war er dabei und hinterher ganz stolz, dass er unseren Weihnachtsbaum „alleine“ abgesägt hat
Nina machte mit ihrem Handy fleissig Erinnerungsfotos
Marc ganz stolz!
Jana durfte dann die untersten Zweige abknipsen
Und dann wurde der Baum zum einnetzten getragen – die Kinder wollten ihn unbedingt selber tragen, vor allem Marc war ganz glücklich, schließlich war er jetzt ein richtiger Baum-Absäger !
Und auch beim einnetzten halfen die Kinder begeistert mit
…. und ab ins Auto!
Hinweis:
Wer seinen Baum nicht selber sägen möchte – es stehen am Eingangsbereich immer frisch gesägte Bäume zur Auswahl bereit, bis zu 2,50 m hoch, aber es gibt auch viele kleinere Bäume, die Auswahl ist wirklich groß.
Es gibt direkt am Eingang einen kleinen Stand, hier bekommt man heißen Glühwein oder alkoholfreien Weihnachtspunsch, ausserdem Nüsse aus dem Garten der Familie und Spekulatius, welche man dann am kleinen Lagerfeuer essen kann.
.
.
Was ich besonders toll finde:
Für Glühwein und Co nimmt die Familie kein Geld – aber es stehen zwei Sparschweine am Stand – es werden Spenden für das Haus Hannah gesammelt.
.
.
.
Haus Hannah ist ein Hospiz in Emsdetten.
Aus dem eigenen Bekanntenkreis weiß ich, wie menschlich,familiär und liebevoll dort mit den Patienten und auch den Angehörigen umgegangen wird, ausserdem wird das Personal dort sehr gut ausgebildet – daher spenden wir immer gerne für diesen guten Zweck.
.
.
.
Alkoholfreier Kinder-Weihnachtspunsch, schön heiß – und am besten schmeckt er direkt am knisternden Lagerfeuer
Uns gefällt die familiäre Athmosphäre bei Familie Everwand – man bekommt immer eine kompetente Beratung und die Bäume halten sich sehr lange.
Für die Kinder war es wieder ein Highlight, unseren Baum selber sägen zu dürfen.
.
.
Und nach einem erfolgreichen Weihnachtsbaumkauf noch ganz in Ruhe einen Becher Glühwein zu trinken ist jedes Jahr eine schöne Einstimmung auf die bevorstehende Weihnachtszeit.
Edit: Am 2. Dezember 2017 haben wir (bei -2°C) unseren diesjährigen Weihnachtsbaum reserviert. Nächste Woche holen wir ihn ab :D
Merken
Merken
Merken
Merken
Merken […]
HeimatDie schöne Aussicht in Riesenbeck – 256 Stufen mit Blick über das Tecklenburger Land
Den Teutoburger Wald haben wir fast direkt vor der Haustür. Entsprechend oft zieht es uns dorthin zum Spazierengehen. Einer unserer Lieblingsplätze ist die Schöne Aussicht in Riesenbeck, grad mal eine halbe Stunde Autofahrt von uns entfernt.
256 niedrige Stufen führen hinauf zu einem Aussichtspunkt, von dem man weit über das Tecklenburger Land schauen kann. Zu erreichen ist die Treppe über die Straße Am Teutohang an der Ecke Teutostraße.
Nützlich für die Planung
Die Schöne Aussicht in Riesenbeck ist ein kostenloser Aussichtspunkt im Teutoburger Wald. Der Weg nach oben führt über 256 Stufen. Besonders schön ist es dort im Herbst, wenn sich der Wald bunt färbt. Festes Schuhwerk ist sinnvoll, im Winter können die Stufen rutschig sein.
Hier befindet sich die Schöne Aussicht in Riesenbeck
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen
Informationen zur Schönen Aussicht
Wie ich bereits schrieb, führen 256 Stufen nach oben. Auf einer Länge von etwa 200 Metern überwindet man rund 40 Höhenmeter.
Markanter Wegpunkt etwa in der Mitte ist die vierte Leidensstation Christi, ein Teil des Prozessionsweges. Jedes Jahr an Karfreitag zieht die traditionelle Prozession entlang der insgesamt fünf Stationen und führt dabei auch über die Treppe zur Schönen Aussicht.
1926 wurde die Schöne Aussicht vom Heimatverein Riesenbeck gebaut, aber leider nur 19 Jahre später im Zweiten Weltkrieg zerstört.
Der Heimatverein hat sie wieder aufgebaut und heute ist sie ganzjährig zu jeder Zeit zugänglich. Im Winter gibt es dort allerdings keinen Streudienst, und dann können die Stufen sehr rutschig sein. Das haben wir leider selbst schon erleben dürfen.
Von der Schönen Aussicht aus kann man wunderbar zu ausgedehnten Waldspaziergängen starten. Im Sommer ist es dort meistens herrlich schattig.
Am schönsten ist es im Teutoburger Wald für mich aber im Herbst. Dann leuchten die Bäume in den unterschiedlichsten Orange- und Rottönen, und der Weg ist gesäumt von einem Teppich aus bunten Blättern. Wenn dann das Licht durch die Bäume scheint, vergisst man für einen Moment alles um sich herum.
Kurze Fakten zur Schönen Aussicht
Ort: Riesenbeck im Tecklenburger LandStufen: 256Länge der Treppe: ca. 200 MeterHöhenunterschied: ca. 40 MeterEintritt: kostenlosZugang: ganzjährig freiHinweis: Im Winter kein Streudienst
Die Kirche von Riesenbeck
Man sieht sogar die Basilika von Rheine.
Zeugen aus dem Zweiten Weltkrieg ….. :-(
Das ist ein halber Hexenring, oder auch Feenring. So nennt man es, wenn Pilze kreisförmig wachsen. Im Teutoburger Wald sieht man das häufiger.
Sie entstehen, weil bei einem Pilz das unterirdische Wurzelgeflecht gleichmäßig in alle Richtungen wächst. An den Rändern wachsen dann neue Pilze. Hexenringe können einen Durchmesser von etwa 20 Zentimetern bis zu mehreren Metern haben.
Woher stammt der Name? Früher glaubte man, dass sich in diesen Ringen Hexen oder Feen trafen. Das Betreten galt dann entweder als magisch oder als verboten.
Es ist gar nicht weit, dann ist man am Nassen Dreieck. Das ist ein Wasserstraßendreieck, an dem der Mittellandkanal und der Dortmund-Ems-Kanal aufeinandertreffen. Der Mittellandkanal quert von hier aus den Teutoburger Wald.
Weitere passende Ausflüge aus meiner Region
Wenn du gern Ziele aus dem Münsterland und dem Tecklenburger Land liest, passt dazu auch mein Bericht über Rheine an der Ems.
Zurück zu meinen Reiseberichten aus Deutschland
Hier geht es zurück zur Übersicht meiner Reiseberichte aus Deutschland
Unterkünfte in Deutschland finden
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen
Aktivitäten und Touren in Deutschland
Weitere Reiseberichte aus Deutschland
Ausflugstipp: Ein Besuch bei der Walhalla bei Regensburg und die Burgruine Donaustauf
Die Weinberge im Norden von Kroatien
Das Zwillbrocker Venn: Der nördlichste Flamingo-Brutplatz der Welt
Köln Kurztrip: ein Wochenende zwischen Dom, Rheinboulevard und Turmbesteigung
Ein Nachmittag im verschneiten Hamburg
Kalender , Puzzle und weitere Fotogeschenke
Lissabon: Sightseeing – mit dem TukTuk zu den schönsten Aussichtspunkten
Lissabon: Belem, Bootsfahrt und die beste Pastel de Nata der Stadt
Portugal
Quake – Mein Museums-Tipp für Lissabon (mit Teenager)
Portugal: Sintra – Ausflug in eine Märchenwelt
Angekommen in Lissabon – Mit dem TukTuk zum Tejo
Lissabon – Reisen nur mit Handgepäck
Bosnien und Herzegowina: Livno – zu Besuch bei den Wildpferden
Bootsfahrt in Omiš: entspannter Ausflug auf der Cetina in Kroatien
Tagesausflug von Split nach Makarska mit Hindernissen
Unser Urlaubsort Podstrana und Split
Kroatien mit Kindern: Reiseberichte von Nordkroatien bis Dubrovnik
Sommerurlaub: Die Anreise – Fliegen mit 5 Kids
Ausflugstipp: Die Krimmler Wasserfälle – Der höchste Wasserfall Europas (Österreich)
Österreich: Das Kitzsteinhorn – Rodeln im Schnee mitten im Sommer
Österreich: Die Felbertauernstraße – Eine weitere Panoramastrasse am Großglockner
Ausflugstipp: Die Sigmund-Thun-Klamm in Kaprun (Österreich)
Unser Sommerurlaub in Heiligenblut am Großglockner – Und: Kleine Wanderausflüge mit 5 Kids!
Schweiz
Zuletzt geändert:
16.03.2026
Die mit * markierten Links sind Affiliatelinks. Klickt ihr darauf und kauft oder bucht etwas, bekomme ich eine kleine Provision. Damit kann ich einen Teil der Blog- und Serverkosten decken – und elly-unterwegs.de bleibt frei von nerviger Werbung, die Bilder oder Texte verdeckt oder mitten zwischen den Zeilen auftaucht.Für euch entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.Ein riesiges Dankeschön an alle, die die Links nutzen – ihr macht es möglich, dass der Blog weiterhin werbefrei bleibt. […]
HeimatDer Salinenpark in Rheine
Lage:
.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren
Weitere Informationen
.
.
Information zum Salinenpark:
Der Salinenpark in Rheine- Bentlage wurde 2004 eröffnet und lädt seitdem die Besucher zu ruhigen und entspannten Spaziergängen rund um die Saline „Gottesgabe“ ein.
Bänke findet man hier sehr viele und seit kurzem auch eine „Baumelbank“, eine extra hohe Bank, auf welcher Erwachsene auch einfach mal die Beine baumeln können.
Anfang des 20. Jh. befand sich hier der Kurpark zum Kurhaus, 1946 wurden jedoch viele Gebäude und auch der Park aufgrund von extremen Hochwasser der Ems schwer geschädigt.
Der angrenzende Naturzoo Rheine und das Kloster Bentlage bilden nun mit der Saline „Gottesgabe“ den weit über die Grenzen hinaus bekannten Bentlager Dreiklang.
Er grenzt an der Ems und ist somit auch über den EmsRadweg zu erreichen.
Meine Kinder haben im Salinenpark in der Salzwerkstatt in Rahmen von Klassenausflügen schon selber ihr eigenes Salz „hergestellt“
.
Link zur Salzwerkstatt:
https://www.kloster-bentlage.de/de/kunst-kultur-de/salzwerkstatt-de
.
Website für weitere Informationen rund um den Salinenpark:
https://www.kloster-bentlage.de/de/wissenswertes-de/salinenpark-de
.
Herbstimpressionen aus dem Salinenpark
Der Parkplatz an der Saline – im Herbst scheinen die Bäume richtig zu leuchten
.
.
Der Salinenpark in Rheine
Bänke findet man hier sehr viele und seit kurzem auch eine „Baumelbank“, eine extra hohe Bank, auf welcher Erwachsene auch einfach mal die Beine baumeln können.
Anfang des 20. Jh. befand sich hier der Kurpark zum Kurhaus, 1946 wurden jedoch viele Gebäude und auch der Park aufgrund von extremen Hochwasser der Ems schwer geschädigt.
Der angrenzende Naturzoo Rheine und das Kloster Bentlage bilden nun mit der Saline „Gottesgabe“ den weit über die Grenzen hinaus bekannten Bentlager Dreiklang.
Er grenzt an der Ems und ist somit auch über den EmsRadweg zu erreichen.
Meine Kinder haben im Salinenpark in der Salzwerkstatt in Rahmen von Klassenausflügen schon selber ihr eigenes Salz „hergestellt“
Der Salinenpark in Rheine
Link zur Salzwerkstatt: Bänke findet man hier sehr viele und seit kurzem auch eine „Baumelbank“, eine extra hohe Bank, auf welcher Erwachsene auch einfach mal die Beine baumeln können.
Anfang des 20. Jh. befand sich hier der Kurpark zum Kurhaus, 1946 wurden jedoch viele Gebäude und auch der Park aufgrund von extremen Hochwasser der Ems schwer geschädigt.
Der angrenzende Naturzoo Rheine und das Kloster Bentlage bilden nun mit der Saline „Gottesgabe“ den weit über die Grenzen hinaus bekannten Bentlager Dreiklang.
Er grenzt an der Ems und ist somit auch über den EmsRadweg zu erreichen.
Meine Kinder haben im Salinenpark in der Salzwerkstatt in Rahmen von Klassenausflügen schon selber ihr eigenes Salz „hergestellt“
Link zur Salzwerkstatt: Bänke findet man hier sehr viele und seit kurzem auch eine „Baumelbank“, eine extra hohe Bank, auf welcher Erwachsene auch einfach mal die Beine baumeln können.
Anfang des 20. Jh. befand sich hier der Kurpark zum Kurhaus, 1946 wurden jedoch viele Gebäude und auch der Park aufgrund von extremen Hochwasser der Ems schwer geschädigt.
Der angrenzende Naturzoo Rheine und das Kloster Bentlage bilden nun mit der Saline „Gottesgabe“ den weit über die Grenzen hinaus bekannten Bentlager Dreiklang.
Er grenzt an der Ems und ist somit auch über den EmsRadweg zu erreichen.
[…]
HeimatRheine an der Ems: Sehenswürdigkeiten, Stadtansichten und Fotos aus meiner Heimat
Rheine an der Ems ist mit rund 73.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Münsterland. Die Stadt liegt im Norden von Nordrhein-Westfalen direkt an der Ems. Bis nach Niedersachsen ist es nur ein Katzensprung, und auch die Niederlande sind über die A30 schnell erreicht. Diese Seite ist keine klassische Stadtführung, sondern eine wachsende Sammlung aus Eindrücken, Erinnerungen und Fotos aus Rheine.
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Rheine gehören die Basilika, der Falkenhof, die Saline Gottesgabe, das Hünenborg-Denkmal, der Naturzoo, das Emswehr und die Innenstadt rund um Marktplatz, Ems und Stadtkirche.
Weitere Ausflugsziele in Rheine
Mehr zu zwei bekannten Zielen in Rheine findet ihr auch hier:
Salinenpark Rheine
Naturzoo Rheine
Marktplatz und Innenstadt
Der Marktplatz am frühen Morgen
Der Marktplatz in Rheine am frühen Sonntagmorgen. Leider nur ein spontanes Handyfoto, weil ich keine Kamera dabei hatte. Im Rahmen von Dreharbeiten zu dem Dokumentarfilm über die Bombenexplosion in Rheine im Jahr 1978 hatte die Filmcrew im gegenüberliegenden Gebäude eine Wohnung angemietet. Dort waren Kostüme und Requisiten untergebracht, und die Darsteller wurden zeitgemäß frisiert und geschminkt. Fenster auf, Foto gemacht, Fenster wieder zu. Manchmal entstehen die Erinnerungsbilder eben genau so.
Dreharbeiten in Rheine
Teaser zum Film „Unter uns die Stille“, der die Bombenexplosion 1978 in Rheine thematisiert.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen
Meine Älteste in ihrem Film-Outfit.
Die Ems, das Emswehr und die Stadtkirche
Blicke entlang der Ems
Die Ems, im Hintergrund die Stadtkirche.
Sonnenuntergang über Rheine, links im Bild die Stadtkirche.
Die Ems in Rheine, Blick Richtung Emswehr.
Stadtansichten rund um die Ems
Basilika und Stadtbild
Die Basilika als Wahrzeichen
Riesenrad auf dem alljährlichen Wein- und Braufest, links im Bild die Basilika.
Sonnenuntergang über Rheine, links die Basilika.
Handyfoto: Links das hohe Gebäude ist das Rathaus von Rheine, im Hintergrund mittig erkennt man die Basilika.
Hünenborg-Denkmal
Denkmal und Aussichtspunkt
Das Hünenborg-Denkmal.
Verkehr, Innenstadt und Alltag in Rheine
Unterwegs in der Stadt
Eine der großen Kreuzungen in Rheine. Bei dem Foto rauschte ein Blaulichtfahrzeug durchs Bild.
Kreuzungsbereich mit einem der Stadtbusse, die die Stadtteile von Rheine tagsüber im Halbstundentakt anfahren.
Abfahrt der Stadtbusse am Bustreff in der Innenstadt.
Kirmes und Veranstaltungen in Rheine
Kirmes auf zwei Plätzen
Die Kirmes in Rheine findet auf zwei großen Plätzen statt. Für kleines Geld kann man die Shuttlebusse nutzen, die während der gesamten Kirmeszeit beide Plätze sowie die Innenstadt anfahren.
Winter in Rheine
Schnee, Frost und Wintermorgen
Sonnenaufgang über dem eingeschneiten Rheine, rechts die Basilika.
Es muss schon über mehrere Tage sehr kalt sein, damit die Ems zufriert.
Weihnachtsmarkt und Silvester
Weihnachtsmarkt in Rheine auf dem Marktplatz.
Silvester in Rheine, Blick vom Köpi-Parkhaus.
Silvester vom Waldhügel aus.
Sonnenaufgang über Rheine, links die Basilika, rechts die Stadtkirche.
Die Emsgalerie und der Wandel der Innenstadt
Abriss und Veränderung
Seit dem Spätsommer 2016 gibt es in Rheine ein großes Einkaufszentrum, die Emsgalerie. Dafür wurden im Vorfeld zahlreiche Gebäude abgerissen. Auch der Ort, an dem ich damals gearbeitet habe, wurde dem Erdboden gleichgemacht. Ich habe diesen Wandel immer wieder mit der Kamera begleitet.
An der Münsterstraße.
Tja, das war mal mein Arbeitsplatz.
Das zu sehen tat schon irgendwie weh.
Das Ergebnis: die Emsgalerie
Hier das Ergebnis: die Emsgalerie in Rheine.
Der Ausblick vom Parkdeck.
Rheine von oben
Rundflug-Aufnahmen aus dem Jahr 2010
Zurück zu weiteren Berichten aus Deutschland
Hier findet ihr weitere Reiseberichte, Ausflüge und Städtereisen aus Deutschland.
Zuletzt geändert
16. März 2026 […]
Allgemein / HeimatDie Ems
Die Ems entspringt in Westfalen in der Senne. Sie fliesst durch die westfälische Bucht in nordwestlicher Richtung ungefähr parallel zum Teutoburger Wald und ungefähr ab Rheine dann Richtung Norden bis zur Nordsee. Zwischen Pilsum und Eemshaven mündet sie in die Nordsee, in dem davor liegenden Dollart bildet sie die Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden.
Die Ems ist 371 Kilometer lang. 206 Kilometer davon sind mit dem Schiff befahrbar. Der berühmteste Teil davon wird wohl der Transportweg der Meyerwerft in Papenburg sein, welche u.a. ihre neuesten Kreuzfahrtriesen über die Ems Richtung Nordsee fahren lässt.
Bei Leer wird die A31 in einem knapp 1 km langen Tunnel unter die Ems hindurchgeführt (Emstunnel)
Bekannte Städte an dem Fluss sind neben Rheine auch unter anderem Emsdetten, Rheda-Wiedenbrück, Gütersloh, Warendorf, Telgte, Greven, Lingen, Meppen, Dörpen, Leer, Papenburg, Emden, Eemshaven (NL)
Klick hier: Die Ems bei Wikipedia
Herbstimpressionen
Sommer 2016
In der Innenstadt von Rheine
Winterfotos
Im Winter steigt die Ems an einigen Stellen im Umland von Rheine oft über ihre Ufer. Als ich an diesem letzten WE im Februar an den Emsauen von Rheine war, war das Wasser schon wieder rückläufig.
Die Emsauen von Rheine (Naturschutzgebiet)
An den Emsauen in Rheine
Emshochwasser in Rheine
Winterimpressionen
Am Emswehr
Die Kirche im Hintergrund ist die Stadtkirche
Es braucht viele sehr kalte Tage, damit sie zufriert.
Blick Richtung Emswehr
(Kommentar von einem Foto-Freund: ….. rechts noch Sommer, links schon Herbst ;) )
….. und hier der Winter – gleiche Stelle,nur etwas mehr Zoom
Merken
Merken
Merken
Merken […]
Allgemein / HeimatDer Naturzoo Rheine
Der ca 13 ha große Naturzoo Rheine bildet mit dem Kloster Bentlage und dem Salinenpark sowie dem angrenzenden Bentlager Wald ein Naherholungsgebiet.
Im Zoo gibt es zur Zeit ca 100 verschiedene Tierarten und insgesamt ca 1000 Tiere. U.a. Pinguine, Zebras, Tiger, verschiedene Affenarten, Känguruhs, Seehunde und die vielen frei lebenden Weißstörche, welche aber im Zoo in einem offenen Freibereich täglich gefüttert werden. Im Zoo sieht man in fast jedem Baum Storchennester, teilweise auch mehrere pro Baum. Elefanten, Löwen und Giraffen gibt es nicht.
Der Naturzoo wurde 1937 eröffnet.
Die Eintrittspreise sind im Vergleich zu anderen Tierparks sehr human. Ich habe jedes Jahr eine Jahreskarte, in diesem Jahr zum ersten mal eine Jahreskarte für Alleinerziehende, diese kostet 40 € / Jahr. Für Familien liegt sie um 75 € / Jahr.
Link zur Website:
http://www.naturzoo.de/
Eintrittspreise ohne Jahreskarte:
Erwachsene
ab 18 Jahren
9,00 €
Kinder und Schüler
von 3 bis 17 Jahren
4,00 €
Kinder
unter 3 Jahren
frei
Fütterungszeiten:
Störche: 09.30 Uhr und 15.30 Uhr
Pinguine: 15.45 Uhr
Seehunde (mit spielerischer Dressurvorführung): 11 Uhr und 16 Uhr
Wir sind sehr oft im Zoo und leider muss ich sagen, dass ich auch nicht mehr immer Fotos mache.
Im Sommer fahren wir auch öfters dorthin, nur um auf den tollen Spielplatz zu gehen, denn dieser ist der unangefochtene Lieblingsspielplatz der Kinder im ganzen Umland!
Nachfolgend gibts eine Sammlung von Fotos aus den letzten Jahren
Der Weg zum Zoo – durch den Salinenpark ( -> Salinenpark )
Der Lieblingsplatz meiner Kinder – der Spielplatz im Zoo
Der Affenwald
… und überall in den Bäumen Storchennester
Weitere Fotos von unseren Zoobesuchen
Geburtstagskinder dürfen nach vorheriger Anmeldung im Zoo bei der Seehundfütterung helfen.
Nina durfte schon dabei sein, die Zwillinge sind in 2 Jahren an der Reihe (und freuen sich jetzt schon darauf !!)
Nina bei der Seehundfütterung
Kleine Panorama- Aufnahme vom Affenwald
Rosa Löffler. In Florida haben wir sie sogar in natura sehen dürfen
Das ist der neue Streichelzoo. In dem Stall sind u.a. auch die Ziegen, angrenzend ist das Freigehege
Um Mai herum gibt es oft viele, niedliche Tierkinder
Die Entenmama macht auch einen Spaziergang durch den Zoo mit ihrem Nachwuchs
Jana liebt die Flamingos, die sind bei jedem Zoobesuch Pflicht!
Tierisches Wellnessprogramm
Jeden Nachmittag um 16 Uhr werden die Seehunde gefüttert und zeigen den Zoobesuchern, was sie können
Vor einiger Zeit bekam im Streichelzoo eine Ziege gleich zwei Junge – und liess sich von den Zuschauern nicht stören
Ebenfalls im Naturzoo
Überall gibt es Infotafeln zum spielerischen lernen und entdecken
Im Affenwald kommt man den Affen sehr nah – leider sind manche Affen aber auch sehr frech, daher empfehle ich immer wieder, nicht mit Buggy / Kinderwagen / Taschen hineinzugehen. Die Empfehlung seitens des Zoos, auch keine Mützen und Brillen zu tragen, sollte auch befolgt werden!
Nachwuchs
Nina schaut gespannt auf den Tiger
Die Storchennester
Merken
Merken
Merken
Merken
Merken
Merken
Merken
Merken
Merken […]
HeimatDer Torfmoorsee
in Hörstel / Kreis Steinfurt / Tecklenburger Land
Der Torfmoorsee ist ein 800 m langer und 600 m breiter ehemaliger Bagger-See, welcher Ende der 70er / Anfang der 80er bei den Ausbauarbeiten der A30 entstand.
Im Sommer kann man hier baden, es gibt einen kleineren See mit Strand und einen größeren See mit Tiefen bis zu 20 Meter, was ihn auch bei Tauchern beliebt macht.
Er liegt in Hörstel im Tecklenburger Land – also in der Nachbarschaft zum Münsterland und für uns ein sehr beliebtes Ausflugsziel zu jeder Jahreszeit
.
.
Winterfotos – 18. Januar 2017
Der Winter hat das Münsterland zur Zeit fest im Griff. Schon seit 1 Woche sind die Temeraturen unter 0 Grad. Auf dem Torfmoorsee haben sich bereits kleine Eisflächen gebildet.
.
.
.
.
.
.
.
.
Frühlingsimpressionen
Herbst
Der Torfmoorsee im Winter
Es braucht schon sehr viele sehr kalte Tage, damit der See zufriert – vor ein paar Jahren war es sogar so kalt, dass der See für Eishockey und Schlittschuhläufer freigegeben wurde
Merken
Merken
Merken
Merken
Merken […]
Allgemein / HeimatMein Münsterland – Fotosammlung
Herbst im Münsterland
Spät-Sommer 2016
.
Sommer 2016 im Münsterland
Im Januar 2016 gab es Eisregen, die Strassen waren spiegelglatt und über große Teile vom Münsterland und Tecklenburger Land zog sich eine Eisschicht.
Morgens das Auto mühselig freigekratzt konnte man mittags gleich wieder damit loslegen, der Eisregen legte sich über die Strassen, gestreute Wege wurden wieder zu einer Eisfläche. In manchen Teilen fuhren die Menschen auf der Strasse Schlittschuh.
Es gab viele schöne Fotomotive, aber ich beschränkte mich auf alles, was in 50 Meter Umkreis vom Haus war, es war einfach zu glatt und man muss es nicht provozieren, sich die Knochen zu brechen – nicht einmal für schöne Fotos ;)
… irgendwann, als in einem Dezember mal Schnee lag …. Das war mein Weihnachtsbild 2015 im Blog
Bei der Einweihung des neuen Feuerwehrhauses habe ich die gesamte Truppe fotografiert – und dieses Foto entstand auch in diesen Tagen
Auch im Münsterland gibt es ab und zu Polarlichter zu sehen – und in diesem Fall sogar mit Kometen
Mit dem Rolinck-Ballon bin ich 2012 gefahren, leider nicht über das Münsterland, aber es war trotzdem richtig super!
Lese hier: Eine Ballonfahrt – ein unvergessliches Erlebnis
Winter im Münsterland – Rodde an der Schleuse
Besonderer Besuch im Münsterland – dieses Foto hat es damals auch in die Zeitung geschafft
Merken
Merken
Merken
Merken
Merken
Merken
Merken […]
Allgemein / Deutschland / HeimatBallonfahrt Ballonfestival Halverde
Mein Vater und ich haben im September 2012 beim Ballonfestival Halverde eine Ballonfahrt gemacht.
Ein ganz besonderes Erlebnis.
Man schwebt lautlos über die Landschaft. Nur der Brenner unterbricht immer wieder mal diese friedliche Stimmung.
Das Wetter war ….. naja, sagen wir mal so: Zum starten reichte es, für eine super Sicht leider nicht.
Wir haben bei den Startvorbereitungen mitgeholfen (so gut es ging), das war wirklich sehr interessant.
Die große Ballonhülle wurde an dem Korb befestigt und wurde zunächst im Liegen mit Luft befüllt, diese wurde später erhitzt, so dass sich der Ballon aufrichtete. Seile hinderten ihn daran, vorzeitig aufzusteigen.
Wir starteten nicht alleine, mehrere andere Ballons stiegen ungefähr zeitgleich mit uns in die Luft.
Die Ballonfahrt dauerte ca 1 Stunde, wir sind 10 km gefahren (es heisst gefahren, nicht geflogen ^^)
Nach der Landung wurde alles wieder abgebaut und in den Hänger verstaut (auch hier haben wir wieder geholfen, wo wir als Laien helfen konnten) – im Anschluss wurden wir noch getauft, mit Feuer und Bier (Letzteres liegt an dem Ballon, mit dem wir gefahren sind, da war das natürlich Ehrensache)
Anschliessend fuhren wir zurück zum Startplatz, wo es noch einen kleinen Umtrunk gab.
Fazit: Jederzeit wieder!!!!!!!
Ich hoffe sehr, irgendwann wieder so etwas erleben zu dürfen
Ich lasse mal ein paar Fotos sprechen ;-)
Ab gehts!
Danke an meine Mutter für dieses Foto vom Boden aus. Sie ist zusammen mit meiner Oma und der Kamera dem Ballon hinterhergefahren und war so auch bei der Landung dabei!
Die Taufe. Einen Ballönernamen bekamen mein Vater und ich natürlich auch inkl. Urkunde
Mit dem Ballönerteam fuhren wir zurück nach Halverde, dort war das Festival noch im vollen Gange und viele andere Ballon-Gäste berichteten von ihren Erlebnissen bei ihrer Ballonfahrt.
Dort ließen dann auch wir den Abend ausklingen, bevor es voller unvergesslicher Eindrücke zurück nach Hause ging
Merken […]
Allgemein / HeimatRundflug über Rheine Rundflug ueber Rheine
In unserer Nähe war im Sommer 2010 ein Flugfest und ich fuhr mit unserer Nina, damals knapp 4 Jahre alt, dorthin. Alex blieb mit den Zwillingen zu Hause. Rundflug ueber Rheine
Ich weiß nicht, was mich da geritten hat – aber auf einmal sah ich mich mit Nina in eine kleine Propellermaschine einsteigen. Im Nachhinein betrachtet vermute ich akuter Sonnenstich …. Ich mag solche kleinen Maschinen nämlich eigentlich nicht so besonders, da sie doch meistens sehr wackelig fliegen – und dieser Flug hat das wieder einmal bestätigt.
Nina hatte Spaß und die Aussicht war toll – und ich habe schöne Luftbildaufnahmen von meinem Elternhaus machen können.
Allerdings leider nur mit meiner kleinen Kamera, ich hatte das ja ursprünglich gar nicht geplant, sonst hätte ich meine gute Kamera mitgenommen.
Rundflug ueber Rheine
Website von unserem kleinen Flugplatz in Rheine, welcher regelmäßig tolle Events veranstaltet:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
.
.
Das ist der Flugplatz von oben
Rundflug über Rheine Rundflug ueber Rheine
Freibad Rheine – voll, wie man es an einem heissen Sommer-Sonntag erwartet
Die Ems
.
.
Anschliessend drehten wir noch ein paar Runden über mein Elternhaus und ich konnte ein paar schöne Luftaufnahmen davon machen.
Das war mal eine schöne Erfahrung, aber die großen Flugzeuge sind mir eindeutig lieber.
Merken […]
Unterkünfte in Deutschland finden
Hier findest du passende Unterkünfte für deine Reise durch Deutschland – von kleinen Pensionen bis zu Hotels in den großen Städten.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Viele Städte und Regionen lassen sich besonders gut bei geführten Touren entdecken – zum Beispiel Stadtführungen, Naturerlebnisse oder besondere Ausflüge.
Weitere Reiseberichte aus Deutschland
Hier findest du weitere Reiseberichte, Ausflugsideen und Städte-Tipps aus Deutschland.
Dieser Reisebericht stammt aus dem Jahr 2017. Den persönlichen Erlebnisbericht habe ich bewusst so belassen, die praktischen Infos zum Kölner Dom und zu Nightfever wurden aber aktualisiert. So bleibt der Text persönlich und ist trotzdem für die Planung noch nützlich.
Köln mit Tochter: Kölner Dom, Rheinboulevard, Nightfever und ein chaotisch-schöner Kurztrip
Köln gehört für mich seit Jahren zu den Städten, in die ich immer wieder gerne zurückkehre. Nach meinem winterlichen Besuch Anfang 2015 ging es diesmal für ein Mama-Tochter-Wochenende wieder an den Rhein. Der Anlass war eigentlich ein Termin. Daraus wurde dann ein kurzer Köln-Trip mit Abendstimmung am Rhein, einem Hotel direkt am Bahnhof, 533 Stufen auf den Dom, einer verlorenen und wiedergefundenen Glubschi-Katze und natürlich ein bisschen Bahnchaos. Also im Grunde ein ziemlich typisches Wochenende mit Erinnerungswert.
Köln ist zwar eine meiner Lieblingsstädte, aber leider war ich seit Januar beziehungsweise Februar 2015 nicht mehr dort.
Nun war ein Termin in Köln Grund für meinen Kurzbesuch. Meine älteste Tochter begleitete mich dieses Mal. Ein Mama-Tochter-Wochenende also, worüber sie sich sehr freute.
Leider konnten wir erst am Samstagabend anreisen, ebenfalls wegen eines Termins. Angereist sind wir wieder mit der Bahn. Eigentlich wollte ich nach unserem Erlebnis auf der Heimfahrt von Dresden die Bahn boykottieren. Damals ließ man mich mit den drei Kindern nach einem Zugausfall ohne Informationen im Regen stehen. Der einzige Vorschlag seitens der Bahn hätte bedeutet, dass ich am späten Abend vermutlich an einem anderen Bahnhof strandete. Erst nachdem ich meinen Standpunkt sehr deutlich gemacht hatte, wurde uns geholfen. Und zwar wirklich gut geholfen.
Das erste Stück durften wir damals in einem Zug fahren, der eigentlich ausgebucht war, sogar in der ersten Klasse. Weil die Umsteigezeit extrem knapp war, wartete am Umsteigebahnhof schon ein Mitarbeiter der Bahn, nahm mir Gepäck ab und sorgte dafür, dass wir den Anschlusszug inklusive vier zusammenhängender Plätze bekamen. Nach dem Ärger vorher fand ich das wirklich gut organisiert. Es lief alles reibungslos, wir waren am Ende glücklich und zufrieden. Es geht also doch.
Also gab ich der Bahn noch einmal eine Chance. Ob ich das noch bereuen würde, war zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht abzusehen.
Anreise nach Köln und erster Abend am Rhein
Wir kamen mit zehn Minuten Verspätung in Köln an. Das konnte man verschmerzen. Alles gut. Unser erster Weg führte uns direkt ans Rheinufer beziehungsweise an den Rheinboulevard am Kennedy-Ufer. Als wir dort ankamen, war die Sonne leider gerade untergegangen, die Lichtstimmung war trotzdem wunderschön. Es war ein lauer Frühlingsabend und am Rheinufer waren viele Menschen unterwegs.
Auch meine Älteste genoss den Abend am Ufer. Bis zum Eintritt der Dunkelheit blieben wir dort, beobachteten das bunte Treiben und machten natürlich Fotos. Ich glaube, meine Tochter hat an diesem Abend sogar mehr fotografiert als ich. Wer mich kennt, weiß, dass das schon etwas heißt. Scheint sich also irgendwie vererbt zu haben.
Der Dom wird nachts wunderschön ausgeleuchtet.
Die Sonne war komplett verschwunden, die Nacht brach herein. Noch waren Dom und Brücke unbeleuchtet.
So ein Foto von Dom und Hohenzollernbrücke macht wahrscheinlich fast jeder Köln-Besucher.
Rheinpromenade, Hohenzollernbrücke und Nightfever im Dom
Die Rheinpromenade ist wirklich toll geworden. Über die Hohenzollernbrücke mit ihren unzähligen Liebesschlössern gingen wir anschließend zu unserem Hotel, das in direkter Nähe zum Bahnhof lag.
Diese Brücke bringt mich jedes Mal auf denselben Gedanken: Wie viele von diesen Beziehungen bestehen wohl noch?
Auf dem Weg zum Hotel kamen wir am Dom vorbei und sahen, dass ausgerechnet an diesem Abend Nightfever im Kölner Dom stattfand. Obwohl wir schon ziemlich müde waren, schauten wir kurz hinein.
Nightfever im Kölner Dom
Nightfever ist ein Gebetsabend junger Christinnen und Christen. Im Kölner Dom finden diese Abende regelmäßig statt. Wer Köln besucht und zufällig an einem solchen Abend dort ist, erlebt den Dom in einer besonders ruhigen und stimmungsvollen Atmosphäre. Aktuelle Termine und Infos gibt es hier:
Einmal im Monat findet diese Jugendgebetsnacht in Köln statt, meistens im Kölner Dom. Die Wege im Dom waren nur mit zahlreichen Kerzen ausgeleuchtet, was für eine besondere Atmosphäre sorgte. Jeder Besucher bekam eine Kerze geschenkt, konnte verweilen, Musik hören, beten oder einfach still dort sitzen.
Auch wenn das für manche vielleicht erst einmal unspektakulär klingt: Es war wirklich sehr schön organisiert und die Stimmung war ruhig und friedlich. Es lohnt sich, so etwas wenigstens einmal erlebt zu haben.
Fotografieren war verboten, daher gibt es nur die Bilder, die ich geschossen hatte, bevor ich das Schild entdeckte. Es sind Handyfotos. Meine Spiegelreflex wäre dort ohnehin zu laut gewesen.
Leider blieben wir nicht lange. Vor allem meine Tochter war einfach zu müde.
Unser Hotel in Köln
Übernachtet haben wir im Hotel Merian in direkter Nähe zum Bahnhof.
Leider war trotz der späten Ankunft unser Zimmer noch nicht ganz fertig. Im Waschbecken lag eine leere Toilettenrolle, das Putzmittel stand noch im Bad und als wir duschen wollten, stellten wir fest, dass die Handtücher fehlten. Zum Glück ist die Rezeption 24 Stunden besetzt, dadurch war das alles schnell geklärt. Der Service war freundlich.
Wir hatten noch Brötchen von der Anreise übrig, holten uns an der Rezeption einen heißen Kakao und ließen den Abend ruhig ausklingen. Diese Nacht wurde wegen der Zeitumstellung ohnehin eine Stunde kürzer, also gingen wir zeitig schlafen.
Die Zimmer waren etwas altbacken, aber alles war sauber.
Es gab einen Kühlschrank und einen kleinen Flachbildfernseher.
Das Badezimmer schien modernisiert.
Das Zimmer hatte übrigens eine sehr merkwürdige Doppelverglasung. Der Straßenlärm wurde dadurch immerhin gut abgehalten. Nur das Lüften am nächsten Morgen war etwas komplizierter.
Der nächste Morgen begann sehr früh und durch die Zeitumstellung sogar noch früher. Im Zimmerpreis enthalten war auch ein Frühstück. Alles war frisch und wurde immer wieder nachgefüllt.
Termin, Flohmarkt und Frühlingsgefühle in Köln
Zeitig brachen wir zum Termin auf. Der Weg führte am Rhein entlang und dort war Flohmarkt. Ich liebe es, auf Flohmärkten zu stöbern, aber leider fehlte uns dafür die Zeit. Schade.
Der Termin ging bis kurz vor Mittag. Unser Zug fuhr gegen 16 Uhr, also hatten wir eigentlich noch vier Stunden Zeit, etwas durch Köln zu bummeln. Dachte ich. Es sollte doch noch etwas anders kommen.
Wir gingen wieder am Rhein entlang Richtung Dom. Der Flohmarkt war mittlerweile sehr gut besucht, ganze Menschenmassen schoben sich an den Ständen entlang. Das war mir persönlich dann schon zu viel und wir gingen lieber oberhalb vom Rheinufer Richtung Dom. Für meinen Termin trug ich hochhackige Schuhe. Für einen kleinen Stadtbummel war das natürlich eine brillante Idee. Das bemerkte ich sehr deutlich nach den ersten anderthalb Kilometern.
Das Wetter verwöhnte uns. Die Sonne schien und für Ende März war es ungewöhnlich warm.
Frühling in Köln.
Das Gebäude der European Aviation Safety Agency.
Die Geschichte mit der Glubschi-Katze
Endlich am Bahnhof angekommen wollten wir erst einmal irgendwo zu Mittag essen. Eigentlich. Dann sah ich meine Tochter in ihrem Rucksack kramen und kurz darauf hörte ich ein verzweifeltes „Nein, das darf nicht wahr sein“. Ich ahnte sofort, was jetzt kommen würde.
In irgendeinem Urlaub hatte ich ihr einmal eine Glubschi-Katze gekauft. Ein kleines Kuscheltier mit riesigen Augen. Meine beiden Töchter lieben diese Kuscheltierchen und wir haben inzwischen schon mehrere davon. Diese Katze war nun aus dem Außenfach ihres Rucksacks gefallen. Irgendwo auf dem letzten Kilometer, vermutete meine Tochter. Auf dem Flohmarkt hatte sie die Katze noch.
Ich versuchte, sie damit zu trösten, dass ich ihr eine neue kaufen würde. Aber das ließ sie nicht gelten. „Mama, das geht nicht. Die hat doch gar nicht die ganzen Erinnerungen. Ich MUSS sie wiederfinden.“ Also wurde das Essen verschoben und wir liefen den ganzen Weg zurück. Durch Menschenmassen, an jedem Busch, jedem Baum und jedem Fleckchen Grün vorbei. Ergebnislos.
Meine Tochter war verzweifelt, meine Füße taten weh und die Glubschi-Katze blieb verschwunden. Irgendwann gaben wir die Suche auf und gingen zurück zum Bahnhof. Dort wollte meine Tochter am liebsten direkt nach Hause. Nichts konnte sie trösten, nicht einmal der Gedanke, dass sich nun vielleicht ein anderes Kind über das Kuscheltier freuen würde.
Wir liefen durch den Bahnhof und suchten nun zumindest etwas zu essen. Sitzen wollte ich vor allem. Dann fiel mir ein Pärchen mit einem Hund auf. Oder genauer gesagt: das Spielzeug des Hundes. Klein, kuschelig, gelb. Ich sagte zu meiner Tochter: „Im ersten Moment dachte ich, das wäre deine Glubschi-Katze. Moment. Das IST sie. Der Hund hat deine Glubschi-Katze.“
Der Hund kaute genüsslich darauf herum. Meine Tochter war sprachlos. Ihr Blick war eine Mischung aus Freude und noch mehr Verzweiflung. Ich sprach das Pärchen an und sagte, dass dies die Katze meiner Tochter sei, die sie vor etwa einer Stunde verloren hatte. Die Reaktion der Frau war freundlich formuliert eher überschaubar. Nach etwas Nachdruck bekam meine Tochter die Katze schließlich zurück. Völlig eingespeichelt, aber immerhin gerettet. Der Hund war wenig begeistert.
Wir gingen weiter, meine Tochter grinste einmal im Kreis und alles war wieder gut. Die Glückskatze hatte wirklich Glück. Nach unserer Heimkehr wuschen wir sie zu Hause und stellten fest, dass sie das Durchkauen durch den Hund ohne eine einzige Macke überstanden hatte. Für die Zukunft stand der Plan fest: Die Katze bekommt ein Halsband und wird am Rucksack festgebunden. Denn sie sollte auch auf unsere große Reise mitkommen. Was uns mit dieser Katze später am Nachmittag noch passieren würde, ahnten wir zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht.
Kölner Dom: Öffnungszeiten, Turmbesteigung und Eintritt
Danach gingen wir zum Dom. Auf dem Bahnhofsvorplatz war viel Polizei präsent.
Dieses Mal wollte ich endlich wieder hinauf auf den Dom, also in die Turmspitze. Das war bestimmt schon zehn Jahre her.
Touristische Besichtigung des Doms:
Montag bis Samstag in der Regel: 10:00 bis 17:00 Uhr
Sonntag in der Regel: 13:00 bis 16:00 Uhr
Änderungen sind wegen Gottesdiensten jederzeit möglich.
Turmbesteigung:
März bis Oktober: täglich 9:00 bis 18:00 Uhr
November bis Februar: täglich 9:00 bis 16:00 Uhr
Letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schließung
Wichtiger Hinweis:
Der eigentliche Dom ist derzeit für Gottesdienstbesucher und Betende weiterhin kostenfrei zugänglich. Eine Besichtigungsgebühr für touristische Besucher ist laut Domkapitel erst ab der zweiten Jahreshälfte 2026 angekündigt.
Wenn man den Kirchturm vom Kölner Dom hochkraxeln möchte, muss man dafür erst einmal in den Keller. Dort gibt es einen kleinen Souvenirladen und außerdem die Eintrittskarten für die Turmbesteigung.
Eintrittskarte hatten wir, also ging es los. Wisst ihr, wie viele Stufen es bis nach oben sind? 533. Zwischendurch fast nur Wendeltreppe, ohne vernünftige Möglichkeit, mal kurz anzuhalten. Zumindest nicht, wenn sich wie an diesem Sonntag ganze Menschenmassen gleichzeitig hoch und runter schieben. 533 Stufen, mit meinem Schuhwerk. Okeeeeee.
Notiz an mich: Beim nächsten Mal Sneaker in den Rucksack packen.
Irgendwann hörte ich von weiter unten eine Frau rufen: „Hey, wartet mal.“ Dann: „Hey, kleines Mädchen, warte doch mal.“ Wir blieben stehen und drehten uns um. „Du hast etwas verloren.“ Ich ahnte sofort, was das sein könnte. Japsend winkte die Frau mit einer mir allzu bekannt vorkommenden gelben Kuschelkatze. Mein Blick Richtung Tochter sprach wohl Bände, denn noch bevor ich etwas sagen konnte, meinte sie schon: „Jaaaa, ich packe sie jetzt IN meinen Rucksack, statt in die Außentasche.“
Wir bedankten uns herzlich bei der Frau und dann ging es weiter. Stufe für Stufe für Stufe.
Ob ich in der kommenden Nacht wohl von gelben Glubschi-Katzen träumen würde? Vermutlich ja.
Oben angekommen japsten alle erst einmal nach Luft. Jung, alt, völlig egal. Wir auch. Aber die Plackerei lohnt sich, denn die Aussicht ist wirklich schön.
Kleine Zwischenetage vor dem Endspurt. Wer will, kann sich hier oben eine Münze prägen lassen. Natürlich haben wir das gemacht und sie später sehr stolz herumgezeigt.
Wenn man den Sauerstoffmangel nach den vielen Stufen halbwegs wieder ausgeglichen hat, kann man die Aussicht genießen.
Was man auf diesem Foto schön erkennt: Würde man das Schiff, das zur Rheinseite zeigt, verlängern, würde es fast eine Linie mit der Hohenzollernbrücke bilden.
Pulse of Europe auf dem Roncalliplatz
Auf dem Platz am Dom, dem Roncalliplatz, fand an diesem Sonntag die wöchentliche Demonstration „Pulse of Europe“ statt. An diesem Tag kamen besonders viele Teilnehmer. Von oben wirkte das wie ein einziges großes, bewegtes Menschenfeld.
Im Hintergrund sieht man die rechtwinkligen Kranhäuser. Ihren Namen verdanken sie ihrer Form.
So viele Menschen.
Zwischen diese Sicherung hindurch zu fotografieren war mit großer Kamera gar nicht so einfach. Mit dem Handy ging das tatsächlich besser.
Die Glocken vom Kölner Dom.
Dann war es Zeit für den Abstieg. Hatte ich schon erwähnt, dass ich absolut ideales Schuhwerk trug? Meine Beine zitterten beim Runtergehen. Wessen Idee war das eigentlich gewesen, den Dom hochzukraxeln? Ach ja. Meine eigene.
Meine Tochter wollte sich den Dom danach gerne noch von innen ansehen.
Der Eingangsbereich beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue.
Kaffee, Kuchen und ein Tyrannosaurus Rex
Nach der Plackerei brauchten wir dringend eine Stärkung und gingen über den Roncalliplatz zu einem Café. Wir waren genau zur richtigen Zeit dort, denn über tausend Menschen sangen gemeinsam die „Ode an die Freude“. Das war schon ein echter Gänsehautmoment.
Durch meinen Kamerasucher dachte ich kurz, noch an Spätfolgen des Sauerstoffmangels vom Domaufstieg zu leiden, also fragte ich meine Tochter: „Ähm, läuft mir da gerade ein Tyrannosaurus Rex ins Bild?“ Ihre Antwort kam mit beeindruckender Selbstverständlichkeit: „Jepp.“ Warum da nun ausgerechnet ein Tyrannosaurus Rex für Europa demonstrierte, erschloss sich mir nicht. Aber nun gut. Köln eben.
Wir fanden schließlich einen Platz in einem Café in direkter Domnähe.
Das hatten wir uns aber nun wirklich verdient.
Die ganze Zeit stiegen blaue Ballons in den Himmel. Das sah wirklich schön aus.
Dann wurde es aber langsam Zeit, zurück zum Bahnhof zu gehen. Leider. Ich hätte noch Stunden in der Sonne sitzen und dem bunten Treiben rund um den Dom zusehen können.
Abschiedsfoto von Köln.
Heimfahrt mit Bahnchaos
Meine Füße freuten sich schon darauf, gleich endlich entspannt im Zug sitzen zu können. Am Bahnsteig angekommen kam die erste Ernüchterung: Alle Bänke waren besetzt. Aber der Zug würde ja bald kommen. Dachte ich. Falsch gedacht. Erst waren es zehn Minuten Verspätung, dann zwanzig.
Kein Problem, dafür sollte der Zug bis zu meinem Heimatbahnhof durchfahren. Dachte ich da zumindest noch. Wie naiv. Der Zug kam schließlich, wir fanden einen schönen Fensterplatz und erhaschten einen allerletzten Blick auf den Dom.
Tschüss Köln. Wir kommen auf jeden Fall wieder.
Nach kurzer Zeit wollte meine Tochter auf die Toilette. Zum Glück gibt es im Zug ja welche. Nur leider waren alle defekt. Im ganzen Zug gab es keine funktionierende Toilette und vor uns lagen noch zwei Stunden Fahrt. Immerhin war in Münster dann Schluss mit der Fahrt. Wir wussten zunächst gar nichts. Die Informationspolitik der Deutschen Bahn war damals, sagen wir es vorsichtig, deutlich ausbaufähig.
Zusammen mit ein paar anderen Fahrgästen versuchten wir herauszufinden, wie es weitergeht. Ergebnis: Zugwechsel. Also raus aus dem Zug, Treppe runter, kurz orientieren, zum richtigen Gleis und in den nächsten Zug. Wenigstens gab es dort eine funktionierende Toilette. Mit einer knappen Stunde Verspätung kamen wir schließlich am Zielbahnhof an.
Fazit zu unserem Kurztrip nach Köln
Köln lohnt sich immer. Erst recht, wenn einen das Wetter so verwöhnt. Der Rheinboulevard am Abend, der Blick auf den Dom, eine spontane Begegnung mit Nightfever, ein Frühlingssonntag in der Stadt und dazu diese wunderbar absurde Geschichte mit der Glubschi-Katze. Viel mehr Köln in 24 Stunden geht eigentlich kaum.
Irgendwann werde ich auch noch mit den Zwillingen hinfahren und ihnen die schöne Stadt am Rhein zeigen.
Weitere passende Deutschland-Berichte
Wenn ihr Städte in Deutschland mögt, dann passen diese Berichte thematisch gut dazu:
Hier findest du passende Unterkünfte für deine Reise durch Deutschland – von kleinen Pensionen bis zu Hotels in den großen Städten.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Viele Städte und Regionen lassen sich besonders gut bei geführten Touren entdecken – zum Beispiel Stadtführungen, Naturerlebnisse oder besondere Ausflüge.
Weitere Reiseberichte aus Deutschland
Hier findest du weitere Reiseberichte, Ausflugsideen und Städte-Tipps aus Deutschland.
Mein zweitliebster Strand auf Fehmarn ist der Strand am Niobe-Denkmal ganz im Norden der Insel. Genau diese Mischung aus Geschichte, Wind, Naturstrand und weitem Blick mag ich dort sehr. Der Strand ist ursprünglicher als der Südstrand, rauer auch, und genau das macht für mich seinen Reiz aus. Wer einen klassischen Komfortstrand mit Strandkörben, Promenade und
Der Baumwipfelpfad an der Saarschleife Der Baumwipfelpfad an der Saarschleife Während unseres Urlaubes in der Eifel haben wir mehrere Ausflüge gemacht. Manche lagen auch außerhalb der Eifel. Wie zum Beispiel die Saarschleife. Kleine Vorgeschichte Letztes Jahr war ich mit meinen Kindern in den USA. Mit dem Wohnmobil sind wir 3200 km durch Kalifornien, Nevada, Utah
Emden liegt im Nordwesten von Niedersachsen an der Emsmündung und am Nordufer des Dollart. Mit rund 50.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt in Ostfriesland. Berühmte Söhne der Stadt sind unter anderem Wolfgang Petersen, Otto Waalkes und Karl Dall. Vor allem Otto hat seine Spuren in Emden hinterlassen. Er eröffnete 1986 das „Otto-Haus“, offiziell heißt
Hamburg im Schnee ist ein besonderer Anblick. Nach einem Termin in Schleswig-Holstein nutzte ich spontan die Gelegenheit für einen winterlichen Spaziergang durch die Speicherstadt, zur Elbphilharmonie und später zu den Landungsbrücken und auf den Michel.
Ich war schon öfters für einen halben Tag in Hamburg, aber diese Woche zum ersten Mal mit Schnee. Es ist nur ein ganz kurzer Foto-Bericht. Nur Fotos, ohne großartige Erklärungen oder sonstwas. Über Hamburg werde ich ohnehin noch berichten, steht auf meiner Agenda, aber ich sammle noch.
Mehr Deutschland auf dem Blog
Noch mehr Reiseberichte, Städte und Ausflugsideen aus Deutschland findest du auf meiner Deutschland-HUB.
Fahrt vom Münsterland nach Hamburg
Wir starten in meiner Heimat, dem Münsterland.
Die Fahrt vom Münsterland über die A1 Richtung Norden wurde immer mehr eine Fahrt in ein Winterwonderland.
Ankunft in Hamburg
Um ca 13 Uhr war ich fertig und beschloss, nicht direkt wieder zurück nach Hause, sondern noch nach Hamburg zu fahren. Schon seit einer halben Ewigkeit steht ein Besuch der Aussichtsterrasse der Elbphilharmonie auf meiner Wunschliste. Und heute hatte ich endlich mal Zeit dafür.
Ungefähr eine halbe Stunde dauerte die Fahrt nach Hamburg. Dank Google Maps wusste ich, wo ein größerer Parkplatz war, auf welchem ich auch mit dem großen Bulli Platz finden würde.
Direkt in der Speicherstadt konnte ich parken, zahlte etwas zähneknirschend die horrende Parkgebühr für meine zuvor veranschlagten 2 Stunden (3,50 pro Stunde = 7 Euro) und startete meinen Spaziergang durch die winterliche Speicherstadt zur Elbphilharmonie.
Winter in Hamburg
„… alle meine Entchen…“
Die neue Brücke des Miniatur-Wunderlandes. Steht auch auf meiner Liste, aber dann mit meinem Mann, den Kids – und selbst meine Eltern möchten das gerne einmal sehen.
Elbphilharmonie Aussichtsterrasse
Angekommen!
Der Eintritt zu der Panorama-Aussichtsterrasse ist kostenlos. Man muss sich zwar ein Ticket holen, aber nichts bezahlen. Notwendig ist das Ticket, um die Besucheranzahl auf der Plattform zu steuern, damit nicht zu viele auf einmal dort oben sind. Sehr angenehm.
Ich genoss die Wintersonne! Wochenlang hat es bei uns nur geregnet, das schlug einem schon etwas aufs Gemüt. Und auch unser Start in das neue Jahr begann nicht so schön. Aber all das war jetzt für einen Moment ganz weit weg.
Ich stand hier oben, hatte diesen wundervollen Panoramablick, die Sonne schien. Dankbar für diesen schönen Moment atmete ich tief ein und vergaß einfach mal für ein paar Minuten alle Sorgen.
Landungsbrücken und Michel
Ganz spontan überlegte ich mir, noch etwas länger in Hamburg zu bleiben. Ich löste nochmals ein Ticket für 2 Stunden und fuhr mit der U-Bahn zu den Landungsbrücken. Die Sonne stand tief und das Licht war wundervoll. So schön habe ich die Landungsbrücken noch nie gesehen.
Ein Fischbrötchen später machte ich mich auf den Weg Richtung Hamburger Michel.
Ein paar Treppen führen hoch zum Astra Sudpfannen-Brunnen, von dort hat man eine tolle Aussicht über den Bereich der Landungsbrücken.
Sonnenuntergang auf dem Michel
Die Tickets gibt es in dem kleinen Büro neben der Kirche. 8 Euro kostet ein Ticket für den Turm.
Die ersten 50 Stufen muss man laufen, den Rest kann man bequem mit Fahrstuhl fahren. Damit spart man Puste und 450 Stufen.
Ich war noch grad rechtzeitig oben, die Sonne zeigte sich zum letzten Mal an diesem Tag, bevor sie am Horizont glühend orange versank.
Abschied von Hamburg
Als die Sonne weg war, fuhr ich wieder nach unten.
Schade, eigentlich wäre ich gerne länger geblieben. Aber am nächsten Tag musste ich früh wieder arbeiten.
Bye bye Hamburg. Bis bald! Wenn alles klappt, sogar schon sehr bald. Ich freue mich schon – auch, wenn der Schnee dann wieder weg sein wird.
Unterkünfte in Deutschland finden
Hier findest du passende Unterkünfte für deine Reise durch Deutschland – von kleinen Pensionen bis zu Hotels in den großen Städten.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Viele Städte und Regionen lassen sich besonders gut bei geführten Touren entdecken – zum Beispiel Stadtführungen, Naturerlebnisse oder besondere Ausflüge.
Weitere Reiseberichte aus Deutschland
Hier findest du weitere Reiseberichte, Ausflugsideen und Städte-Tipps aus Deutschland.
Außerdem gibt es Puzzles mit verschiedenen Motiven aus der Bretagne und von den Malediven mit 1000 Teilen. Egal ob als Geschenk oder zum Selbermachen für lange Winterabende für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 14 Jahren jeglicher Erfahrung (Anfänger, Gelegenheits-Puzzler und Fortgeschrittene)
Hinweis:
Leider kann man aktuell bei Amazon nicht mit Bild verlinken, daher einfach auf euer Wunschprodukt klicken und ihr kommt auf die Amazon-Seite mit den verschiedenen Auswahlmöglichkeiten
Die Malediven – wenn man nur den Namen hört, denkt man automatisch an die Traumstrände. Ein weißer Strand, tief-türkis-blaues Meer und viele schattenspendende Kokospalmen. Dieser Kalender bietet Monat für Monat ein traumhaftes Foto von den Malediven, welches garantiert Fernweh auslösen wird. Dieser erfolgreiche Kalender wurde dieses Jahr mit gleichen Bildern und aktualisiertem Kalendarium wieder veröffentlicht.
.
.
Den Kalender gibt es als Tischkalender in DinA5 sowie als Wandkalender in DinA4 und DinA3
Wenn ihr einen Artikel kaufen möchtet, welcher via Amazon nicht mehr verfügbar ist, schreibt mich direkt an, dann bestelle ich das direkt über den Verlag.
.
*) [➚Amazon] : Affiliate – Link. Das bedeutet, wenn ihr meinem Blog etwas helfen wollt (Serverkosten etc), könnt ihr die Kalender und Leinwandbilder direkt von dieser Seite hier aus bestellen. Für jeden verkauften Artikel bekomme ich dann ein paar Cents – euch kostet es aber keinen einzigen Cent mehr – versprochen!!!!
–
Die Preisgestaltung liegt nicht bei mir, sondern beim Verlag.
Hinweis zur Preisgestaltung:
Für jeden verkauften Artikel bekomme ich max.2,50 € , der Rest geht drauf für den Verlag, für die Mehrwertsteuer, für die Handelsmarge usw.
Lissabon: Sightseeing – mit dem TukTuk zu den schönsten Aussichtspunkten
Lissabon: Sightseeing – mit dem TukTuk zu den schönsten Aussichtspunkten
Hallo zusammen,
unser letzter Tag in Lissabon ist angebrochen. Die Zeit verging viel zu schnell. Wie immer …. Ihr kennt es …. im Alltag dauert es gefühlt Wochen von Montag bis Freitag – und im Urlaub reicht ein Fingerschnipsen, und die Zeit ist vorbei ….
Mit Portugal, insbesondere Sintra, habe ich mir einen kleinen Reisetraum erfüllt und ich bin sehr glücklich, dass wir Sintra erkunden konnten – und auch froh, noch ein paar Tage für Lissabon eingeplant zu haben. Ich habe vorher nicht gewusst (und ehrlich gesagt auch nicht besonders viel recherchiert), wie schön Lissabon ist, umso mehr freute ich mich, dass wir noch einen vollen Tag in Lissabon verbringen würden.
Wir hatten für den Nachmittag eine Tour gebucht: Sightseeing mit dem TukTuk.
Wunsch der Kids für diesen Tag: Ausschlafen! Aber wisst ihr, wie lange Teenies schlafen, wenn sie ausschlafen möchten?! Da ist der Tag fast vorbei …. Weil wir nicht auf unser unglaublich reichhaltiges Frühstück verzichten wollten, weckte ich die Kids dann um 8.30 Uhr. Für unsere Verhältnisse ist das quasi ausschlafen, auch wenn die Kids das an diesem Morgen etwas anders sahen …. „Das Frühstück ist so schlecht, da ess ich lieber nix und schlafe länger!“ „Genau, dieses Frühstück ist so wie gar kein Frühstück!“ …. moserten sie rum, zogen sich dann aber trotzdem an und trotteten etwas morgenmuffelig zum Restaurant nebenan, wo uns jeden Morgen dieses herrliche Frühstück kredenzt wurde….
Das Miniküchlein war gut. Der Rest … Wisst ihr ja schon aus den letzten Berichten. Harte Brötchen und Plörrekaffee…
Im Urlaub brauche ich glücklicherweise sehr viel weniger Kaffee über den Tag verteilt als im Alltag. Dieser Kaffee hat weniger wach gemacht als ein Glas Wasser….
Nach dem Frühstück zogen wir los. Ohne Ziel. Unsere Tour war erst nachmittags. Ich ließ die Kids einfach mal den Weg bestimmen, nur die grobe Richtung gab ich vor.
Und so schlenderten wir wenig später unsere schon fast vertraute Avenue da Liberdade
Lissabon – die Stadt auf 7 Hügeln
Und Hügel bedeuten: Schräge Straßen. Noch etwas, was uns sehr an San Francisco erinnerte
Die Autos müssen gute Bremsen und die Fahrer ein gutes Vertrauen in Selbige haben ….
Habe mal ein Vergleichsfoto aus San Francisco rausgesucht, ich glaube, die Straßen waren dort ein µ steiler
Wie liefen vorbei an wunderschöne Fassaden
Los Angeles Vibes
Und immer wieder sieht man die schönen Straßenbahnen durch die Straßen fahren
Noch ein paar Impressionen von unserem ziellosen Spaziergang durch die Straßen von Lissabon
Wir kamen am botanischen Garten vorbei. Meine Älteste schaute kurz in ihr Handy und dann sagte sie „Mama, da müssen wir rein!“ Etwas überrascht über die botanischen Anwandlungen meiner Tochter wollte ich sie grad nach ihren Gründen hierfür fragen, als einer der Zwillinge mir zuvor kam. „Dein ernst? Da sind nur Blumen, das ist sowas von langweilig!“ „Nein, ist es nicht, da gibt es einen Bambuswald!“ entgegnete sie mit großer Begeisterung in ihrer Stimme. Ahja, Bambuswald. Deswegen also. Für meine asienbegeisterte Tochter war es immer schon ein Wunsch, einmal einen Bambuswald zu sehen. Die Zwillinge hatten keine Lust auf langweilige Blumen („Wir haben zu Hause auch einen Garten!“) und auch keine Lust auf einen öden Bambuswald („Bambus sind auch nur Bäume“) und dann noch diese Wege („Hast du mal den Plan gesehen? So viele Wege!“) – aber auch keine andere Wahl, also kamen sie mit – und kleiner Spoiler: So schlimm fanden sie es gar nicht.
Der Eintritt lag bei um 10 Euro für uns vier. Das war wirklich nicht viel.
Ab in den botanischen Garten!
Dieser war tatsächlich schön angelegt. Wie immer schnappte sich mein Sohnemann den Lageplan und meine Älteste belagerte ihn, dass wir direkt und ohne Umwege zum Bambuswald gehen sollten.
Der Weg dorthin war palmengesäumt , ich liebe so etwas. Das Wetter war perfekt – und ich träumte mich für einen Moment an einen einsamen Strand … der Moment währte kurz, denn kurz darauf vernahm ich ein „DA IST ER! DER BAMBUSWALD!“
Es war nur ein kleiner Weg zwischen vielen Bambusbäumen. Sehr schön anzusehen – meine Älteste startete eine Insta-Selfie-Session.
Irgendwann waren gute Fotos im Kasten und ihre Freunde direkt und live informiert – und wir konnten weiter gehen. Über Brücken, vorbei an bizarr-blühenden Blumen, Kakteen und sonstiger teils sehr exotischer Botanik.
Im Botanischen Garten flogen viele Papageien, aber flinke grüne Papageien im grünen Garten zu fotografieren ist nicht einfach. Einmal habe ich es geschafft.
Na, wer sieht ihn?
Unser anfangs zielloser Spaziergang hatte nun ein Ziel: Der Treffpunkt für unsere TukTuk-Tour.
Wir schlenderten daher zwar immer noch durch die Straßen, aber nun mit einem direkten Ziel und keine Zeit mehr für längere Zwischenstopps.
Außer einer Eisdiele. Das musste sein. Urlaub und so.
Solche kleinen Mini-Cafes findet man überall in Lissabon. Es gibt Kaffee, Gebäck, kühle Getränke. Ideal für eine kleine Stärkung zwischendurch.
Die braucht man auch, wenn man die vielen schrägen Straßen entlang läuft …
„Boah Mama, können wir nicht mit einem TukTuk zum TukTuk?“ seufzte eines der Kids. Meine Waden zuckten bei dem Gedanken vor Begeisterung. Aber: Nix da. Erstens waren wir eh fast da und zweitens … ach, keine Ahnung. Mir gingen die Argumente aus. Es waren wirklich nur noch ein paar Straßen bis zum Treffpunkt ….
Schöne schräge Straßen. Das Schöne: Wenn es bergauf ging, ging es auch irgendwann wieder bergab. Wie im echten Leben…..
Ich habe das erst beim Durchsehen der Fotos entdeckt, eigentlich hatte ich die Straßenbahn fotografiert. Schaut euch das Bild mal genau an ….
Wir sind inzwischen am TukTuk- Treffpunkt angekommen und unsere 2,5 Std Tour geht los!
Unsere TukTuk-Sightseeing-Tour durch Lissabon
Unser 1. Aussichtspunkt: Miradouro das Portas do Sol
„Nett hier – aber waren Sie schon einmal in Baden-Würtemberg?“
Seht ihr die Aufkleber?
„Nett hier – aber waren Sie schon einmal in Baden-Würtemberg?“ Eine Image-Kampagne, die inzwischen Kultstatus erreicht hat.
Dieser hier ist schon etwas in Mitleidenschaft gezogen, aber er ist da! Unsere Kids haben es sich zur Aufgabe gemacht, an Orten mit vielen Aufklebern genau diesen zu suchen (und manchmal auch zu posten) und zu meiner Überraschung werden sie sogar fast immer fündig. Selbst in Japan, dazu aber in ein paar Wochen hier auf dem Blog mehr dazu.
Impressionen von unterwegs zum nächsten Aussichtspunkt
In Lissabon gibt es so viele wunderschöne Fassaden
Wir sind am anderen Aussichtspunkt angekommen. Dieser hat uns noch besser gefallen als der vorherige. Man überblickt Lissabon bis zur berühmten Brücke. wirklich toll!
Der schönste Aussichtspunkt von Lissabon:
Miradouro da Senhora do Monte
Dieser Aussichtspunkt befindet sich auf dem höchsten Hügel der Stadt und man hat von hier einen wunderschönen Blick über Lissabon. Romantisch wird es hier zum Sonnenuntergang, aber ein Geheimtipp ist das inzwischen nicht mehr
Das Schloss von Sao Jorge
Der Martim Moniz – hier startet die berühmte Straßenbahn No.28. Wir wären gerne damit gefahren, aber die Schlange war uns jedes mal viel zu lang und im Waggon war es dann auch entsprechend voll/eng. Taschendiebe haben da Hochkonjunktur. Wenn ihr also damit fahrt: Passt auf eure Geldbörsen und Handys auf!
Der Flughafen ist nicht weit weg
Übersetzt bedeutet der Name von diesem Aussichtspunkt „Aussichtspunkt der Dame vom Berg“. Dieser leitet sich von der Marien-Figur hinter Glas ab, dazu gehört zudem noch eine kleine weiße Kapelle, welche dem heiligen Gens gewidmet ist. Er war ein Bischoff in der Römerzeit und erlitt den Märtyrertod.
Die ihm gewidmete und 1147 errichtete Einsiedelei wurde den Augustinermönchen übergeben und laut Überlieferung brachten sie einen ganz besonderen Stuhl mit: Gemeißelt aus Stein soll er dem Heiligen Gens gehört haben und soll Schwangeren, welche sich auf diesen Stuhl setzten, wenig Schmerzen und Gnade für die bevorstehende Entbindung gebracht haben. Man sagt, dass selbst die Frau von D. João V. , D. Maria Ana de Austria , saß dort, als sie mit dem Thronfolger schwanger war.
Nach dem schweren Erdbeben 1755 wurde die Einsiedelei 1796 wieder ungefähr an gleicher Stelle, nur etwas höher gelegen, wieder aufgebaut. Der Stuhl hatte das Erdbeben unbeschadet überstanden und steht seit dem in der Kapelle.
Auch dieser Schriftzug begegnete uns, ähnlich wie die „Nett hier…“- Aufkleber mehrmals in Lissabon und auch hier handelt es sich um eine Kampagne, dieses mal für eine in Lissabon ansässige Marke oder sowas in der Art.
Der historische Aufzug und die im Erdbeben 1755 zerstörte Kirche
Ein weiterer schöner Aussichtspunkt ist Santa Catarina
Die im Jahr 1927 aufgestellte Bronzefigur „Estatua Adamastor“ am Aussichtspunkt Santa Catarina. Sie zeigt den deformierten Kopf des Adamastor, einer monströsen Legende, welche einst Drohungen gegen die vorbeifahrenden Seefahrer ausstieß. Schon etwas gruselig…. Wir haben hier auch keinen wirklichen Stopp mehr gemacht, uns hat die vorherige Aussicht sehr viel mehr gefallen
Wir fahren wieder an der zerstörten Kirche vorbei. Wirkt jedes mal aufs Neue unwirklich,….
Die Straßen von Lissabon
Unterwegs habe ich viele Straßen und Gassen fotografiert, die schönsten Fotos zeige ich euch hier
Stadtteil Alfama; Arco Grande de Cima
Kloster São Vicente de Fora
Igreja de Santa Engrácia, Panteão Nacional
Und zum Abschluss noch meine schönsten Straßenbahnfotos aus zwei Tagen Lissabon
Unsere TukTuk-Sightseeing-Tour endete in der Nähe des Hafens.
Mit dem TukTuk durch die teils engen und holprigen Straßen zu fahren war ein kleines Abenteuer. Die Kids fanden es so cool, dass wir insgesamt 3 verschiedene Touren gemacht haben. Die Guides sind sehr bemüht und in der Tourgestaltung auch flexibel.
Wir spazierte noch etwas am Tejoufer entlang und genossen die letzten Sonnenstrahlen des Tages. … klingt doch schön, oder? Aber: …stimmt nicht ganz… Immerhin hatte ich drei Teenager dabei und die haben mir einen gehustet, als ich einen Abschluß-Spaziergang vorgeschlagen habe. Denn die drei hatten andere Pläne und auch wenn sie die TukTuk-Tour toll fanden, wollten sie jetzt mal „was normales“ machen. Und was ist das?! … shoppen …. Die drei hatten nämlich schon einen Lieblingsladen und wollten dort unbedingt noch stöbern und ihr Urlaubstaschengeld loswerden. Also war zwischen dem Ende unserer TukTuk-Tour und dem schönen Spaziergang am Tejo-Ufer erst noch Shopping angesagt. Und dafür mussten wir den Laden erst einmal finden…
Die Kids sind ihr Geld losgeworden, waren zufrieden, im Anschluss gab es dann noch für uns alle ein Eis und DANN sind wir tatsächlich zum Tejo-Ufer gelaufen und haben die letzten Sonnenstrahlen des Tages genossen.
Unser Fazit zu Lissabon
Mein Hauptziel dieser Reise war Sintra. Das war mein Traum, seit langem, von welchem ich auch die Kids überzeugen konnte. Mein Fehler: Lissabon hatte ich gar nicht so auf dem Schirm. Ich kannte zwar aus diversen Reiseberichten ein paar der Sehenswürdigkeiten, aber hatte mich damit nicht weiter befasst. Erst als wir dort waren sahen wir, wie schön diese Stadt ist und es tat mir leid, sie bei meiner Planung so vernachlässigt zu haben. Lissabon ist die Stadt auf 7 Hügeln mit vielen schönen Ecken, Straßen, Gassen, Aussichtspunkten – vor allem Alfama hat uns verzaubert und einer spannenden Geschichte. Zwei Tage sind viel zu wenig für Lissabon, aber wir haben einen kleinen Einblick bekommen und ich kann euch diese Stadt für einen Citytrip wirklich sehr empfehlen. Zieht aber bequeme Laufschuhe an, denn viele Wege führen bergauf oder bergab.
Weiter unten habe ich euch ein paar Tipps für euren Besuch in Lissabon zusammengestellt.
Wir buchen bei jedem Urlaub mindestens eine Tour über GetYourGuide, klappt immer ohne Probleme!
Lissabon: Sightseeing – mit dem TukTuk zu den schönsten Aussichtspunkten
Ich wünsche euch allen einen guten Start in die neue Woche!!
Und auch wenn der Herbst sich grad wettertechnisch von seiner nicht so positiven Seite zeigt:
Auch der Herbst hat schöne Seiten. Die Bäume färben sich leuchtend bunt, morgens gibt es oft farbenfrohe Sonnenaufgänge im Nebel, es ist endlich wieder Eintopf- und Suppenzeit und überall sprießen die Pilze, wie dieser fotogene Fliegenpilz zum Beispiel. Er leuchtete so rot und stand so perfekt am Wegesrand, dass ich ihn fotografieren musste.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Lissabon: Belem, Bootsfahrt und die beste Pastel de Nata der Stadt
Lissabon: Belem, Bootsfahrt und die beste Pastel de Nata der Stadt
Hallo zusammen,
wir sind zurück von einer erlebnisreichen Reise in Asien, darüber schreibe ich später natürlich noch ausführlich auf meinem Blog.
Aber erst einmal stelle ich meine Reihe aus Portugal fertig.
Nach unserem spannenden Besuch im Museum QUAKE spazierten wir durch Belem, einem direkt am Tejo liegenden Stadtteil von Lissabon, in Richtung eines der berühmtesten Wahrzeichens der Stadt: Dem Torre de Belém – einem beeindruckenden ehemaligem Festungsturm in der Flussmündung
Unser Weg vom Quake Richtung Torre de Belém führte durch sattgrüne Parkanlagen.
Ein Stück Thailand mitten in Lissabon
Und dann standen wir auf einmal vor diesem so gar nicht portugiesisch aussehenden Pavillon
Ich habe etwas recherchiert und fand diesen informativen Beitrag:
Dieser 22 Fuß hohe thailändische Pavillon heißt „Sala Thai“ und war ein Geschenk Thailands an Portugal. Es wurde Ende 2011 in den Gärten von Belém aufgestellt und erinnert an den 500. Jahrestag der Ankunft der Portugiesen in diesem asiatischen Land.
Das in Bangkok erbaute Denkmal wurde 1511 auf dem gleichen Weg des portugiesischen Seefahrers und Diplomaten Duarte Fernandes nach Lissabon verschifft. Die offizielle Einweihung fand im Februar 2012 in Anwesenheit von Kronprinzessin Maha Chakri Sirindhorn statt und bekräftigte die diplomatischen Beziehungen zwischen Portugal und ihr Land, das älteste Bündnis zwischen einer europäischen Nation und Thailand. Die rot-goldene Struktur (…) folgt (…) thailändischen Traditionen wie der Montage ohne Verwendung von Metall, Nägeln oder Schrauben und einem Dach, das mit Motiven bedeckt ist, die der Haut eines Drachen ähneln.
Sehr schönes Bauwerk
Das Hieronymuskloster
Weiter führte unser Weg an einem imposanten Gebäude vorbei
Bei diesem prächtigen Bau handelt es sich um das Hieronymuskloster, welches seit 40 Jahren zusammen mit dem Torre de Belém zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Es symbolisiert die Macht und den Reichtum des Landes zur Zeit der Entdeckungen wie auch den glorreichen Stand und die Entwicklung, welche Portugal im Laufe der Jahre durchlebt hat.
Die Bauarbeiten zu diesem großen Kloster starteten 1501, kurz nachdem Vasco da Gama 1498 den Seeweg nach Indien entdeckt und so den ertragreichen Handel mit Gewürzen und Edelsteinen ermöglicht hat. Vasco da Gama hat hier übrigens auch seine letzte Ruhestätte gefunden. Obwohl die Klosterkirche Igreja de Santa Maria de Belém auf schmalen Säulen gebaut wurde, hat sie wie auch das Kloster das große Beben 1755 nahezu unbeschadet überstanden.
Um die Straße Richtung Flussufer zu überqueren, nutzen wir die Unterführung
Das Entdeckerdenkmal Padrão dos Descobrimentos
Und schon stehen wir vor der nächsten Sehenswürdigkeit. Meinem Sohn fällt direkt das riesige Schwert auf und die Mädchen fragen, wer die vielen Menschen auf dem Denkmal sind. Uah…. zum Glück gibt es Google … so habe ich bald die Antworten parat:
Bei dem Denkmal handelt es sich um das Padrão dos Descobrimentos, dem Denkmal der Entdeckungen. Es wurde 1960 zum 500. Todestag von Heinrich dem Seefahrer durch das Salazar–Regime errichtet und zeigt 33 wichtige Persönlichkeiten des Spätmittelalters von Portugal, unter anderem Ferdinand Magellan oder Vasco da Gama
Oben auf dem Denkmal befindet sich eine Aussichtsplattform
Wir laufen Richtung Torre de Belem, vorbei an einem alten Leuchtturm
Dieser bildet mit dem Entdeckerdenkmal und der berühmten Brücke ein schönes Foto mit drei Sehenswürdigkeiten Lissabons auf einmal
Torre de Belem
Und dann sehen wir endlich den Torre de Belem!
Wow, tolles Bauwerk!
…. aber die Schlange davor war weniger schön …. Es hätte mind 1 Std gedauert, bis wir Tickets für den Turm gehabt hätten …. Darauf hatten weder die Kids noch ich Lust, somit blieb es dabei, dass wir ihn uns von außen angesehen haben ….
Errichtet wurde der Torre de Belém 1515 im Auftrag des portugiesischen Königs Manuel I., welcher die Fertigstellung sechs Jahre später jedoch nicht mehr erlebte.
Portugal war in dieser Epoche eine absolute Seemacht und dominierte die Weltmeere. Der Turm diente lange Zeit als Schutz vor feindliche Schiffe, welche am Turm vorbei Richtung Lissabon fuhren. Der Turm stand früher mitten im Wasser, im Laufe der Zeit und durch bauliche und geologische Veränderungen ist er nun direkt am Ufer und somit zu Fuß problemlos zu erreichen. Auf der gegenüberliegenden Uferseite stand ein weiterer Turm. Er wurde beim großen Erdbeben 1755 zerstört. Der Torre de Belém überstand wie auch das in der Nähe erbaute Kloster das Erdbeben fast unbeschädigt. Der Turm könnte viele Geschichten erzählen. Zum Beispiel von erbitterten Kämpfen um Lissabon, über Königs-Audienzen oder seine Zeit als Leuchtturm oder Wachturm. Selbst als Gefängnis wurde der Turm schon genutzt und später dann als Zollgebäude. Ein kleiner Turm und soviel Geschichte. Seit 1910 ist er zum nationalen Denkmal erklärt worden, seit 1983 gehört dieser Turm zum UNESCO – Weltkulturerbe. Ein wenig bereuen wir es, uns damals doch nicht angestellt zu haben ….
Die beste Pastel de Nata der Stadt gibt es in Belem
Für alle Leckermäulchen habe ich nun noch einen tollen Tipp: Direkt am Turm gibt es ein kleines Café – und dort gibt es die beste Pastel de Nata der Stadt. Glaubt mir, ich liebe diese kleinen Küchlein und habe viele in Lissabon probiert, aber dort fand ich sie am leckersten!
Der Kaffee war übrigens auch sehr gut!
Mein kläglicher Versuch einer Influencer-Pose …. Nix für mich, ich bin und bleibe lieber hinter der Kamera
Wir spazierten noch etwas am Park entlang, suchten uns ein schattiges Plätzchen und relaxten einfach mal im Gras sitzend. Immerhin hatten wir Urlaub.
Wir hatten Tickets für eine Bootsfahrt am Abend und so langsam war es Zeit für die Rückfahrt in die Innenstadt und Richtung Hafen
Mit dem TukTuk zurück in die Altstadt von Lissabon
Wir entschieden uns mal wieder für eine Fahrt mit dem TukTuk
Wieder fahren wir durch die „Regenbogen“- Straße, die Av. Infante Santo
Wir fahren vorbei an vielen Wand-Mosaiken aus Fliesen. Jedes von ihnen erzählt eine für Lissabon wichtige Geschichte. Es geht um Fischer ….
…. Architektur ….
… oder dieses hier. Weiß leider nicht, was genau dieses Mosaik darstellen soll. Sieht aber toll aus!
Wir fuhren vorbei an der Basílica da Estrela
Ein Ostermarkt – mit Sangria
Der Aussichtspunkt Miradouro de São Pedro de Alcântara
… und wurden oberhalb in Lissabon abgesetzt. Der Fahrer hat uns zwei Dinge empfohlen: Den Ostermarkt am Aussichtsplattform Miradouro de São Pedro de Alcântara und den dazugehörigen schönen Aussichtspunkt.
Der Ostermarkt ist wie bei uns der Weihnachtsmarkt, nur halt alles zum Thema Ostern. Statt Glühwein wurde Sangria angeboten.
Sehr niedlich, sehr interessant.
Wir gingen weiter zur Aussichtsplattform Miradouro de São Pedro de Alcântara
Wow, was für eine Aussicht!!! Von hier aus überblickten wir das ganze historische Lissabon, toll!!!!
Im Hintergrund rechts mittig zu sehen: Das Castelo de S. Jorge Die Kathedrale von Lissabon
Kirche und Kloster Igreja da Graça
Die Aussichtsplattform oben links würden wir am Folgetag besuchen
Sehr schöner Ausblick, für uns aber hieß es nun, Richtung Hafen zu laufen. Unser Fahrer hatte uns die Kirchenruine auf dem Weg empfohlen und dann eine Fahrt mit dem historischen Fahrstuhl.
Die Ruine Kirchenruine Convento do Carmo, Erinnerung an das Erdbeben 1755
Etwas weiter fanden wir die vom Fahrer beschriebene Ruine der Kirche.
Erinnert ihr euch an mein Video aus dem letzten Beitrag zum Erdbeben in Lissabon im Jahr 1755? Die Ruine heißt Convento do Carmo und ist ein ehemaliges Kloster des Karmeliter-Ordens. Gebaut wurde es 1389-1423.
Im großen Erdbeben von Lissabon 1755 wurde das Kloster und die Kirche nahezu vollständig zerstört. Die Ruine und ein kleines dazugehöriges Museum kann man sich ansehen. Der Eintritt kostet 5 Euro. Leider war die Ruine im April 2023 mehr Baustelle als Ruine, das wurde aber vorher nicht angekündigt, daher war ich etwas enttäuscht.
Nett, aber allzu lange haben wir uns da nicht aufgehalten.
Es ist nur ein sehr kurzer Weg bis zum Aufzug.
Straßenbahn- Impressionen aus der Oberstadt von Lissabon
Straßenbahn- Impressionen aus der Oberstadt von Lissabon
Der historische Aufzug mitten in Lissabon
Angekommen am historischen Aufzug genossen wir erst einmal die Aussicht
Über die eiserne Brücke gingen wir zum Aufzug, welcher Baixa (Unterstadt) mit Chiado und Bairro Alto (Oberstadt) miteinander verbindet. Von unten nach oben sind oft lange Warteschlangen, wir hatten Glück, von oben nach unten wollten nicht so viele und schon bei der zweiten Fahrt seit unserem anstellen nach unten waren wir dabei. 45 Meter ist er hoch und erspart dem Fahrgast etliche steile Straßen und Gassen …
Gebaut wurde der kunstvoll verzierte Aufzug 1902 durch von Gustave Eiffels Schüler Raoul Mesnier de Ponsard. Eisen war DAS Baumaterial zu der Zeit. Es symbolisierte den Fortschritt, man konnte Bauwerke kunstvoll verzieren und stabil bauen. Der elektrische Antrieb kam übrigens erst später, ursprünglich wurde die Kabine mit einer Dampfmaschine angetrieben.
Die Kabine bietet Platz für 24 Personen. Die Fahrt kostet wenige Euro.
Immer wieder schön: Die Fliesen-Fassaden
Von dort liefen wir zum Hafen, dieser führt wieder über den großen Platz Praça do Comércio
Wir tauschten am Schalter im Hafengebäude unseren Get-your-Guide- Voucher gegen die Tickets und warteten noch ein paar Minuten auf unser Schiff.
Auf dem Schiff gab es Getränke und Snacks, diese waren in der Tour (Link poste ich unter diesem Beitrag) enthalten.
Unsere traumhafte Bootsfahrt bei Sonnenuntergang
Und dann fuhren wir los – Richtung Sonnenuntergang
Die Schifffahrt führte unter die Brücke des 25. April hindurch. Diese erinnert an die Golden Gate Bridge in San Francisco. Dies ist kein Zufall, denn als die Brücke damals geplant wurde, gab es eine Ausschreibung und man entschied sich für die American Bridge Company. Diese haben damals unter anderem auch die Bay Bridge in San Francisco gebaut, welcher von der Bauart der Brücke in Lissabon, der Ponte 25 de Abril, sehr ähnelt. Also fast baugleich mit der Bay Bridge, die Farbe der Golden Gate Bridge – kein Wunder, dass man an San Francisco erinnert wird.
Wir hatten einen traumhaften Sonnenuntergang Ein Aufzug führt hoch zu dem Weg zur Cristo Rei Statue. Der Aufzug ist übrigens kostenlos.
Das Entdeckerdenkmal
Torre de Belem
Dahinter drehten wir leider schon um und fuhren wieder zurück zum Hafen
Die Sonne war weg, das Licht immer noch wundervoll Erinnerte an das der älteren Generation (also auch ich) bekannte Testbild – das hatten wir früher nach Programmschluss im Fernsehen. Für meine Kids nicht vorstellbar.
Nachdem die Sonne weg war, wurde es sehr frisch, wir haben sehr gefroren und waren auch müde – und beschlossen, mit einem Taxi zurück zum Hotel zu fahren.
Im Hotel-Restaurant gab es eine heiße Portion Ramen für uns durchgefröstelten Touris, eine Wohltat.
Und danach war direkt Bettzeit, freiwillig, den ganzen Tag viel gelaufen, viel an der frischen Luft und abends ein leckeres Essen – das macht müde.
Vormittags das Quake-Museum, dann der Spaziergang durch Belem, die TukTuk-Fahrt zurück in die Innenstadt und dann die Bootsfahrt. Ein ereignisreicher Tag, wir schlummerten schon bald zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken in unseren Erinnerungen ein ….
Danke, dass ihr wieder dabei ward.
Im nächsten Bericht nehme ich euch mit auf Citytour durch Lissabon, vor allem zu vielen Aussichtspunkten
Bye!
Lissabon: Belem, Bootsfahrt und die beste Pastel de Nata der Stadt
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Portugal war für mich lange ein Wunschziel, vor allem Lissabon und Sintra. In den Osterferien wurde aus der Idee endlich Realität: Fünf Tage unterwegs mit meinen drei Teenagern, zwischen Aussichtspunkten, Altstadtgassen, Belém und einem Ausflug in die Märchenwelt von Sintra. Auf dieser Seite sammle ich alle meine Portugal-Berichte, persönlichen Eindrücke und praktischen Tipps.
Quake – Mein Museums-Tipp für Lissabon (mit Teenager)
Quake – Mein Museums-Tipp für Lissabon (mit Teenager)
Hallo zusammen,
der letzte Bericht war etwas länger, der heutige wird dafür etwas kürzer.
Ich stelle euch ein neues und sehr lohnenswertes Museum in Lissabon vor.
Von dem Museum hatte ich bis dato noch nichts gelesen. Bei der Planung habe ich mich mehr auf die klassischen Sehenswürdigkeiten von Lissabon konzentriert. Unser Guide von unserer Tour nach Sintra erzählte uns davon. Auf das Thema kamen wir, als wir an dieser Statue vorbei fuhren. Die Kids hörten sehr interessiert zu, als er von dem neuen Museum erzählte – und so entstand der Plan, direkt am nächsten Tag nach dem Frühstück zu dem Museum zu fahren.
Unser Tag beginnt wie immer mit harten Aufback-Brötchen, Plörre-Kaffee – aber zumindest leckeren Küchlein.
Und dann machten wir uns auf den Weg Richtung Westen, Richtung Belem.
Vorbei an dem imposanten Aquädukt aus dem Jahr 1748. Insgesamt ist das Bauwerk 14.000 Meter lang und hat sogar dem Erdbeben 1755 getrotzt.
Wieder fahren wir unter der berühmten Brücke hindurch Richtung Belem
Die Lage vom Museum Quake
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
In der direkten Nähe gibt es einen öffentlichen Parkplatz. Wenn ihr die Bahn nutzt, ist die Haltestelle „Belem“ am nächsten zu dem Museum
Erst im April 2022 hat dieses Museum eröffnet.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise für das Museum ‚QUAKE‘
Öffnungszeiten täglich von 10 – 18 Uhr
Die Eintrittspreise variieren je nach Uhrzeit, Tag und Saison. Daher gebe ich die Preis-Spanne an.
Erwachsener: 21,00 € bis 31,00 €
Kind (6-12 Jahre): 14,50 € bis 21,50 €
Senioren (+65 Jahre): 17,00 € bis 25,00 €
Kinder unter 5 Jahren können das Erlebnis kostenlos besuchen, haben jedoch keinen Zutritt zur Simulator-Plattform.
Es gibt nur begrenzt Eintrittskarten pro Stunde, daher empfiehlt es sich, die Tickets vorab online zu reservieren. Meistens sind sie dann sogar noch 10 % günstiger.
Wir wussten das mit dem online Tickets vorbestellen und Zeitfenster nicht, hatten aber Glück und bekamen Tickets für ein Zeitfenster ca 1/2 Stunde später. Die Wartezeit haben wir im Café direkt im Museum überbrückt und noch eine Kleinigkeit getrunken. Unsere Rucksäcke haben wir in Schließfächern sicher verstauen können
Zugegeben: Als ich hörte, was der Eintritt kostet, habe ich kurz geschluckt.
112 Euro. Puh. Aber: Es hat sich gelohnt. Wir besuchen oft Museen, im Ranking der Kids ist das Quake direkt auf Nr. 1 gelandet und hat die Galileo-Wissenswelt auf Fehmarn, welche seit 2017 unangefochten auf Platz 1 der Kids stand, nun auf Platz 2 zurückgedrängt.
Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten, bekamen wir jeder ein spezielles Armband. Hierfür wurde unsere Email-Adresse hinterlegt und wir konnten so mit dem Armband virtuelle Lesezeichen erstellen. Wenn wir ein Thema gerne zu Hause nochmals in Ruhe durchlesen wollten, hielten wir das Armband an den Point und bekamen den entsprechenden Bericht nach Hause. Es gibt auch im Museum verteilt ein paar Selfie-Points, auch die Fotos werden dann gespeichert und können nach dem Besuch mit Hilfe eines Zugangscodes abgerufen und gespeichert werden.
Im ersten Raum läuft ein Countdown.
Das Museum besteht aus mehreren Räumen. Es werden immer nur kleine Gruppen in die Räume gelassen (deswegen die Zeitfenster) Das hat den Vorteil, dass nichts überlaufen ist und man alles ausprobieren kann. Das hat aber auch den Nachteil, dass man nicht im eigenen Tempo gehen kann. Wir fanden die Zeiten in den Räumen aber immer ausreichend.
Insgesamt sollte man für das Museum 1,45 Std einplanen
Es geht los!!!
Im ersten Raum lernen wir die Rahmen-Geschichte und ihre Protagonisten kennen.
An jeder Station konnte man sich mit den Hörern die Informationen dazu anhören. Es gab vier Sprachen zur Auswahl:
Portugiesisch, Englisch, Spanisch und Französisch.
„Och neee, Mathe,… muss man hier jetzt rechnen oder was? Da bin ich raus, ich habe Ferien!“ protestierte eines der Kids. Aber zum einen war das nur virtuelle Deko, zum anderen Stand heute Geschichte auf unserem Ferien-Stundenplan. Und zwar mit Hilfe einer für die Kids sehr interessant gestalteten, interaktiven Storyline.
Die Lichter gingen wieder an, die nächste Tür öffnete sich und eine Museumsmitarbeiterin geleitete uns in den nächsten Raum
Ein weiterer interaktiver Raum
Im nächsten Raum konnte man durch interaktive Stationen viel über die Entstehung und Auswirkungen von Erdbeben lernen.
Erdbeben-Simulator-Plattformen, u.a. von dem Beben von San Francisco
In einem weiteren Raum gab es die ersten Plattformen, welche verschiedene große Beben der Geschichte simulierten. Schaut euch dazu gleich am besten das Video unten an.
Die Zeitmaschine bringt uns in das Jahr 1755
Der nächste Raum stellte eine Art Zeitmaschine dar. Mit ihr fuhren wir durch die Zeit zum 1.November 1755
Angekommen sind wir auf einer Straße mitten in Lissabon im Jahr 1755Es ist der 1. November 1755. Allerheiligen.
Alles ist friedlich.
Gleich beginnt die Heilige Messe zu Allerheiligen.
Niemand ahnte die bevorstehende Katastrophe.
Wobei …. so ganz stimmt das nicht …. wieder waren es die Tiere, welche sich scheinbar merkwürdig verhielten. Dem wurde aber erst im Nachhinein die entsprechende Bedeutung gegeben.
Und so waren die Menschen ahnungslos unterwegs zu den Kirchen der Stadt.
Die König und seine Familie überlebten das Erdbeben nur durch einen Zufall, denn seine Tochter wünschte sich, den Tag außerhalb der Stadt zu verbringen. Der König kam dem Wunsch nach und sie fuhren an diesem Morgen nach Santa Maria de Belem. Dieser Wunsch rette der königlichen Familie das Leben.
Wir schlenderten durch die Gassen und lauschten dem Treiben.
Zum Zeitpunkt des Erdbebens war Lissabon mit ca. 200.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Europas. Lissabon war Dank der Goldfunde in Brasilien, damals eine Kolonie von Portugal, eine sehr reiche Stadt und die Besucher waren imponiert von dem Reichtum, welches die Stadt dekadent zur Schau stellte. Von dem Geld kaufte man prächtige Möbel aus dem Osten, zündete imposante Feuerwerke, mit Gold wurden die Kirchen und Paläste pompös verziert und es wurde ein prächtiges Opernhaus errichtet, welches in seiner Luxuriösität in Europa seinesgleichen suchte.
Wir erleben das große Beben in einer Kirche in Lissabon
Dann war es Zeit für die Kirche .
Wir betraten den Raum. Es ist ein großer Simulatorraum .
Durch Bildschirme haben wir um uns herum die Kirchenwände.
Das Besondere an diesem Raum: Die Bänke in der Mitte des Raumes werden sich gleich wie bei dem Beben damals bewegen. Der Zugang zur Simulatorplattform wird deswegen schwangeren Personen, Personen mit eingeschränkter Mobilität oder Personen mit anderen gesundheitlichen Problemen, die auf die Bewegungen des Simulators reagieren, insbesondere Herzprobleme, nicht empfohlen.
Der Simulatorraum verfügt jedoch über einen Bereich mit festen Plätzen, in dem Besucher die gesamte Erdbebensimulation verfolgen können, ohne die Plattform zu betreten, und so die Umgebung dank der vielen Spezialeffekte genießen könne.
Die Messe begann ganz normal.
Ein erstes kleines Beben war um kurz nach halb zehn bereits zu spüren. Die Messe wurde nicht unterbrochen.
Aber dann, gegen 9.40 Uhr damalige Ortszeit, begann das schwere Beben.
Über mehrere Minuten bebte der Boden, das Erdbeben hatte eine Stärke von 8,5 – 9 !
Gebäude stürzten zusammen, durch die vielen Öfen brachen an vielen Stellen schlimme Brände aus. Was bei den ersten schweren Erdstößen noch nicht zerstört wurde, fiel nach mehreren Minuten starken Bebens meistens doch zusammen.
Die Bänke rütteln uns durch
Die Bänke rüttelten uns durch. Schwer zu verstehen, wie schlimm das für die Menschen damals gewesen sein muss. Die Erdstöße waren heftig, wir hielten uns an den Bänken fest, während um uns herum die Kirche einstürzte und in Flammen aufging. Obwohl uns nichts passieren konnte, war es ein beklemmendes Gefühl.
Als wir die Kirche verlassen, liegt Lissabon in Schutt und Asche
Dann verließen wir die Kirche oder das, was davon übrig geblieben war. Wir fanden uns in einer unwirklichen Szenerie wieder. Schutt, kaputte Gebäude, Brände. Über uns simulierten Rotlichtlampen die Hitze, das Licht war gedämpft.
Damals waren die Straßen voller Schutt der eingestürzten Gebäude. Menschen schrien um Hilfe oder suchten verzweifelt ihre Angehörigen. Die Straßen waren kaum noch zu erkennen, es gab kaum ein Vorankommen. Verzweiflung, Todesängste, der Verlust von geliebten Menschen und nicht zu wissen, ob noch mehr Beben kommen würden und die letzten noch stehenden Gebäude auch zum Einsturz bringen würden.
Die Menschen liefen aus Verzweiflung dahin, wo es wenig Trümmer gab:
Die größeren Plätze untem am Fluß Tejo. Ein tödlicher Fehler ….
Nach dem großen Erdbeben folgte ein verheerender Tsunami
Denn auf das schwere Beben folgte ein Tsunami.
Gegen 11 Uhr trafen die 5 Meter hohen Wellen auf die Stadt. Die Menschen am Ufer hatten keine Chance. Bis tief in die Stadt reichten die Wassermassen und zerstörten, was noch nicht vom Erdbeben oder vom Feuer zerstört wurde. Menschen in den Trümmern ertranken. Man schätz alleine durch den Tsunami gab es 900 weitere Opfer in Lissabon. Insgesamt forderte das Beben um 60.000 Menschenleben. Eine genaue Zahl ist nicht bekannt.
Der Tsunami reichte bis zu Karibik, selbst dort waren die Wellen noch 3 Meter hoch.
Zweifel an Gott, als man die Auswirkungen sah
Lissabon war fast gänzlich zerstört. Durch das Beben, durch das Feuer, durch den Tsunami. Einzig das Rotlichtviertel von Lissabon wurde fast komplett verschont. Im gläubigen Lissabon löste dies eine tiefe Glaubenskrise aus. Wie konnte Gott es zulassen, das Gotteshäuser zerstört, aber Bordelle verschont blieben? Und dann noch an Allerheiligen, ein hoher christlicher Feiertag. Und auch bekannte Literaten wie zB Goethe oder Kant beschäftigten sich mit dieser Frage. Tatsächlich scheint es aber so, dass die Sedimentschichten unter dem Rotlichtviertel von Lissabon eine andere Beschaffenheit aufwiesen als der Boden im Stadtinneren – und die Bordelle deshalb standhafter waren. Das wussten die Menschen damals natürlich nicht. Und viele begannen in dieser Zeit, an Gott zu zweifeln, angesichts der Katastrophe und der vielen vielen Opfer.
Lissabon sollte schnell wieder aufgebaut werden
Es galt, Lissabon wieder aufzubauen. Sebastião José de Carvalho e Mello, der Marquês de Pombal, war damals der Stadtplaner und plante nach dem Beben ein völlig neues Lissabon. Sein Ausspruch ist in die Bücher eingegangen: „Beerdigt die Toten und ernährt die Lebenden!“ Die Verstorbenen brachte man auf Schiffe und versenke diese im Meer – so verhinderte man den Ausbruch von Seuchen. Lissabon wurde abgeriegelt, die Armee sorgte dafür, dass Plünderer keine Chance hatten. Niemand, der diese Katastrohe überlebt hatte, durfte die Stadt verlassen. Es wurden alle zur Mithilfe am Wiederaufbau gezwungen. Und das hat funktioniert, denn schon ein Jahr nach dem Beben war der komplette Schutt der Stadt abgetragen. Angesichts der fehlenden Transportmaschinen damals eine beeindruckende Leistung.
Beim Wiederaufbau plante man die Straßenzüge und die Viertel genau, Straßen wurden breiter und nach einem geordnet wirkendem System gebaut.
Und zum ersten mal befasste man sich mit erdbebensicheren Gebäuden.
An vielen Stationen kann man interaktiv mitmachen beim Neuaufbau von Lissabon.
Ein Video vom Museumsbesuch:
Weil das auf den Fotos teilweise gar nicht so richtig rüberkommt, habe ich ein etwas längeres Video zusammengeschnitten.
Das Video aus der Kirche mit dem Hauptbeben ist ungekürzt.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Auch wenn man einiges an Informationen sicherlich noch hätte weiter ausbauen können, ist das Museum eine ganz klare Empfehlung. Es wird viel erklärt und demonstriert zu der Entstehung und den Folgen von Erdbeben. Und der Simulatorraum ist ein sehr eindrucksstarkes Erlebnis. Die Räume sind kurzweilig und interessant gestaltet wenn man sich etwas zu Hause nochmals in Ruhe durchlesen möchte, hat man mit den Armbändern hierfür eine tolle Möglichkeit geschaffen! Der Eintritt ist etwas hoch, aber er lohnt sich. Dennoch fände ich es schöner, wenn es günstigere Familientarife gäbe.
Quake – Mein Museums-Tipp für Lissabon (mit Teenager)
nach einer kleinen Sommerpause geht es nun hier auf dem Blog weiter.
Einen Tag später als bei Facebook angekündigt, irgendwie hat das mit der automatischen Veröffentlichung nicht funktioniert.
Jetzt aber: auf geht’s.
In den Osterferien waren meine drei Kids und ich in Lissabon.
Dabei stand nicht Lissabon auf meiner Bucketlist, sondern vielmehr Sintra. Ein kleiner, bezaubernder Ort nordwestlich von Lissabon.
Seitdem ich davon auf einem Reiseblog gelesen hatte, wollte ich unbedingt dorthin, um mir Sintra und seine Paläste anzusehen.
Die Kids konnte ich im Vorfeld auch davon überzeugen. Da sie bei unseren Reisen seit einigen Jahren Mitspracherecht haben, ist das nicht ganz unwichtig. Immerhin würden wir für Sintra einen ganzen Tag unterwegs sein.
Wenn ich vor den Ferien von unseren Urlaubsplänen erzählte, kamen viele Reaktionen wie diese:
„Lissabon, das ist so eine schöne Stadt!“
„Ja, ich möchte aber hauptsächlich nach Sintra.“
„Sintra?! Wo ist das denn? Was ist daran so besonders?!“
Euch nehme ich in diesem Beitrag mit und zeige euch Sintra: das wundervolle, märchenhafte Städtchen nordwestlich von Lissabon.
Lage von Sintra
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Die Geschichte ausführlich zu erzählen, würde den Rahmen sprengen. Dieser Beitrag ist ohnehin schon recht lang geworden. Daher hier die Kurzversion:
Besiedelt war das Gebiet um Sintra bereits in der Altsteinzeit. Ungefähr ab dem Jahr 700 gewann das Gebiet zunehmend an Bedeutung, was sich anhand arabischer Aufzeichnungen feststellen lässt. Seit dem 8. Jahrhundert erlebte das Gebiet einige christliche Eroberungen und arabische Rückeroberungen.
1147 nahm Portugals erster König Alfons I. den Landstrich endgültig ein.
1154 erhielt Sintra erste Stadtrechte.
Die Böden in der Region waren ertragreich, und so siedelten sich dort im 12. und 13. Jahrhundert mehrere Klöster an.
1348 wütete die Pest auch in Sintra und forderte sehr viele Todesopfer.
Ende des 15. Jahrhunderts nahm König Manuel I. eine weitreichende Neugestaltung der Stadt vor.
Ab dem 16. Jahrhundert wurde Sintra bei der Oberschicht zunehmend beliebter. Die Luft im Sintra-Gebirge, das sich bis zur Küste zieht, ist deutlich angenehmer als in Lissabon.
Selbst im Sommer weht oft eine milde Brise, und durch den Regen im Frühjahr und Herbst ist das Umland sattgrün. Viele adelige Familien errichteten prächtige Herrenhäuser.
Auch die portugiesische Königsfamilie besaß in Sintra ihre Sommerresidenz.
Beim Erdbeben 1755 wurden viele Gebäude in Sintra zerstört, es folgten umfangreiche Wiederaufbauarbeiten.
Seit dem 19. Jahrhundert wurde Sintra zunehmend ein beliebtes Ziel für Großbürger.
Mehrere Schriftsteller, darunter auch Hans Christian Andersen, haben ihre Begeisterung für Sintra in ihren Werken festgehalten.
Was ist das Besondere an Sintra?
In Sintra steht eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Landes: der Palácio Nacional da Pena. Ein buntes Märchenschloss, malerisch auf einem Berg gelegen.
Aber auch die anderen Schlösser und Herrenhäuser sind sehenswert, zum Beispiel der Palácio de Monserrate, der direkt aus 1001 Nacht entsprungen zu sein scheint, oder das prächtige Herrenhaus Quinta da Regaleira mit seinem fast verwunschen-mystisch anmutenden Park. Lohnenswert sind außerdem die Kirche Igreja de São Martinho im Zentrum von Sintra, die Ruine des Castelo dos Mouros oder auch das Ende des Sintra-Gebirgszuges an der Küste: Cabo da Roca.
Ihr merkt es schon: Zu sehen gibt es in Sintra sehr viel, und es ist auch nicht alles fußläufig erreichbar.
Wie kommt man am besten von Lissabon nach Sintra?
Vom Rossio in Lissabon fährt zweimal pro Stunde ein Zug nach Sintra. In etwa 40 Minuten ist man dort und kann dann mit der Linie 434 von Schloss zu Schloss fahren. Das 24-Stunden-Ticket kostet ungefähr 15 Euro.
Weil ich aber gelesen hatte, dass dieser Bus oft überfüllt ist und die Osterferien eine beliebte Reisezeit sind, entschieden wir uns für etwas anderes.
Über GetYourGuide buchte ich eine private Tour.
Unser Tagesausflug nach Sintra
Am Tag nach unserer Ankunft in Lissabon war der Ausflug nach Sintra geplant.
Schon ein paar Tage vorher bekam ich von unserem Guide eine E-Mail, in der er fragte, was wir uns alles ansehen möchten.
Nach einem kurzen Mailverkehr stand unsere Route fest, und unser Guide schickte mir noch einen Link, um bereits vorab Tickets für den Pena-Palast zu kaufen. Denn die Zahl der Besucher pro Tag ist beschränkt, und zudem muss man sich ein festes Zeitfenster buchen.
Unser Guide schrieb mir, welches Zeitfenster für unsere Tour am besten passen würde, und ich bestellte online die Karten. Für meine drei Teenie-Kids und mich machte das knapp 50 Euro.
Die Teenie-Kids, ohnehin die meiste Zeit eher minimalkommunikativ, moserten leise, während sie sich anzogen und ihren Rucksack für den Tag packten. Ich hörte sie tuscheln, irgendwas mit Ferien und früh aufstehen und doof, aber das ignorierte ich heute einmal. Weil ich so voller Vorfreude war, ignorierte ich auch die Wetterprognose. Zumindest halb. Ich wies die Kids darauf hin, sich eine dünne Jacke einzupacken, weil Regen angekündigt war. „Mama, es ist Regen gemeldet und du hast trotzdem gute Laune?“ „Jep, wir fahren heute nach Sintra. Aber jetzt gehen wir erst einmal frühstücken“, trällerte ich fröhlich in die verschlafene Runde. Ich freute mich wirklich, dass es heute endlich klappen würde mit Sintra.
Das Frühstück wurde im asiatischen Restaurant nebenan serviert.
Der Kaffee schmeckte nicht, die Brötchen waren steinhart. Egal. Erstens gab es auch Küchlein, und zweitens freute ich mich sehr auf den heutigen Tag.
Küchlein zum Frühstück. Im Urlaub erlaubt.
Unser Guide Gonçalo war pünktlich auf die Minute am Hotel. Die Chemie stimmte direkt von Anfang an.
Mit dem Auto fuhren wir etwa 45 Minuten bis zum Parkplatz des Pena Palace.
Auf dem Weg erzählte uns Gonçalo ganz viel zur Geschichte von Lissabon.
Zum Beispiel über die Statue im Kreisverkehr in der Nähe unseres Hotels, am Ende der Prachtstraße Avenida da Liberdade, über die ich im letzten Beitrag schon geschrieben habe.
1755 gab es ein schreckliches Erdbeben in Lissabon. In einem späteren Beitrag thematisiere ich das genauer. Sebastião José de Carvalho e Mello, der Marquês de Pombal, war damals der Stadtplaner und plante nach dem Beben ein völlig neues Lissabon.
Auf dem Sockel sieht man seine wichtigsten Bauten sowie an das Beben erinnernde zerbrochene Steine.
Unser Guide Gonçalo erzählte dies mit so einer Begeisterung, dass auch die Kids gebannt zuhörten.
Von dem großen Beben in Lissabon hatten sie bis dahin auch noch nichts gehört.
Was lernen die Kids eigentlich in der Schule?
Sintra. Yippieh.
Ganz oben auf dem Hügel links sieht man schon, ganz klein, den Pena Palace.
Die Straßen von Sintra erinnerten mich etwas an Rothenburg ob der Tauber.
Die Straßen waren eng, und wir waren froh, nicht selbst fahren zu müssen. Wir erfuhren viel über Sintra und bekamen hilfreiche Tipps für unseren Besuch dort.
Wir erreichten den Ort von oben kommend, und direkt fielen uns die kleinen weißen Zipfelhüte auf.
Diese gehören zum Palácio Nacional de Sintra. Er wurde bereits im 10. Jahrhundert unter muslimischem Einfluss gebaut und war vom 14. bis zum 20. Jahrhundert die Sommerresidenz der königlichen Familie. Die beiden „Zipfel“ sind Schornsteine, die sich über der großen Palastküche befinden. Inzwischen gehören sie zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Sintra.
Die Fahrt führte uns weiter durch die malerisch verwinkelten Gassen der Stadt.
Links hinauf auf den Berg, auf dem der Pena Palace thront.
Für Portugal typisch sind die gekachelten Hauswände, aber auch vor allem ältere Straßenschilder sind oft gekachelt.
Wir kamen an einem großen Parkplatz an. Die Schlange am Ticketschalter war lang.
Wir hatten unsere Tickets bereits und konnten direkt zum Kontrolleur durchgehen. Das hat viel Zeit gespart.
Von dort führte ein steiler, aber malerischer Weg durch den Park hinauf zum Palast.
Nach einem kurzen Spaziergang sahen wir ihn auf einmal vor uns: den Palácio Nacional da Pena.
Schon so oft auf Bildern gesehen, ist der Anblick, wenn man davorsteht, trotzdem ein echter Wow-Moment. Einer von mehreren, die uns beim Besichtigen noch erwarten sollten.
Es wirkte fast surreal. Diese Farben. Die vielen bunten Türmchen. Dazu der blaue Himmel mit den weißen Wölkchen.
„Wow, das ist ja genauso schön wie Schloss Neuschwanstein.“
Dort waren wir vor zwei Jahren. Wir haben es damals von der Marienbrücke und bei einem Spaziergang angeschaut, und die Disney-verwöhnte Bande war verzaubert von Neuschwanstein.
Und eben jetzt auch vom Pena-Palast. „Nee, das ist noch schöner, weil das viel bunter ist“, ergänzte meine Tochter.
„Ist das wirklich alles so echt oder wurde das für einen Film gebaut?“, fragte mich mein Sohn.
Nun, dazu schreibe ich gleich noch etwas.
Kurze Zeit später kam die erste Ernüchterung: Wir waren etwas zu früh. Einlass ist tatsächlich exakt wie auf dem Ticket angegeben.
Für die verschiedenen Zeitfenster gibt es verschiedene Warteschlangen.
Wir standen trotz Zeitfenster sehr lange in der Warteschlange, bis wir endlich an der Reihe waren und das Palastgelände betreten durften.
Klar, dass ein paar Tage nach Ostern viele Menschen Urlaub haben und sich eines der schönsten und berühmtesten Bauwerke Portugals ansehen möchten. Genau wie wir.
Wir warteten geduldig und ungeduldig zugleich.
Endlich durften wir hinein. Die Aufregung war groß, der erste Anblick schon so vielversprechend.
Warum sind im Pena Palace mehrere Baustile zu finden?
Man findet viele Baustile im Pena Palace: Türme wie von mittelalterlichen Burgen, verzierte Torbögen wie aus dem Orient, gotische Fensterelemente, romantische Verzierungen und auch die für Portugal typischen Kachelfassaden. Alles in bunten, leuchtenden Farben.
Damals, im 14. Jahrhundert, stand hier ein Kloster. Der Legende nach soll hier die Jungfrau Maria erschienen sein. Es war ein schlichtes Klosteranwesen.
1755 wurde dies beim verheerenden Erdbeben nahezu völlig zerstört.
Es wurde von den Mönchen nicht mehr wieder aufgebaut und verfiel mit der Zeit.
Im 19. Jahrhundert beschloss Prinz Ferdinand, diesen Ort zum Sitz seiner Königsfamilie zu machen. Er war begeistert von der Lage und dem angenehmen Klima hier oben auf dem Berg und kaufte die Ruine und die Anlagen drumherum. Als Liebesbeweis für seine Frau wollte er hier einen prächtigen Palast errichten.
Er übergab dem Architekten Ludwig von Eschwege den Auftrag, einen Palast zu bauen, der von überall gesehen werden sollte.
Bedauerlicherweise erlebte seine Frau die Fertigstellung nicht mehr.
1854 wurde der Pena Palace fertiggestellt. Prinz Ferdinand, später König Ferdinand, heiratete erneut, und seine zweite Frau, die Gräfin von Edla, richtete den Palast später mit ein.
Bis 1910 wohnte hier die Königsfamilie.
Den Namen hat man vom damaligen Kloster übernommen, das der Nossa Senhora da Pena gewidmet war.
Auch von innen kann man den Palast besichtigen, und das lohnt sich. Die Einrichtung ist noch original aus dem 19. Jahrhundert. Pompös, elegant, bunt, farbenfroh.
Leider ist das Fotografieren im Innenbereich verboten.
Ausblick bis zum Tejo, der Brücke und der Cristo-Rei-Statue.
Kennt ihr das, wenn ihr etwas seht, aber das gar nicht so recht erfassen könnt?
So erging es uns.
Wir standen einfach nur eine Weile, schauten und staunten.
Fasziniert waren wir von den vielen Türmchen, Winkeln, Nischen, Farben und Baustilen. Einfach von allem. Aber die Zeit drängte, denn wir hatten nur zwei Stunden Zeit von unserem Guide bekommen, wenn wir die anderen Punkte auch noch sehen wollten. Wollten wir. Also starteten wir unseren Rundgang.
Die Aussicht ist fantastisch, und dann kam sogar noch die Sonne raus und ließ die Farben noch mehr leuchten.
Die Sonne blieb nicht lange, unserer Faszination für diesen prächtigen Bau tat das keinen Abbruch.
Wir beschlossen, den Wall Walk zu gehen. Dieser führt einmal komplett um das Schloss herum.
Hier entlang führt der Weg, einmal komplett drumherum.
Die Aussicht war unbeschreiblich, aber wir genossen sie nicht so ausgiebig, wie wir es gern getan hätten. Schade eigentlich, wenn man schon an diesem Ort ist. Aber zum einen hatten wir wegen unseres straffen Programms nicht ganz so viel Zeit, zum anderen sahen wir bedrohlich dunkle Wolken am Horizont aufziehen, die sicherlich nicht nur Regen bringen würden.
Pfeif auf Zeit und Wolken. Wie soll man bei dieser Aussicht nicht stehen bleiben? Auch wenn man die Zeit nicht ganz aus den Augen verlieren durfte.
Wir genossen also etwas schneller.
Auf einem Hügel unterhalb des Pena Palace thront eine alte Ruine.
Auch diese kann man mit dem Touribus besuchen und besichtigen.
Bei der Ruine handelt es sich um die Festung Castelo dos Mouros, auf Deutsch Maurenburg. Den Namen hat die militärische Festung durch ihre damaligen Erbauer: die Mauren, Muslime aus Nordafrika. Sie bauten die Anlage im 8. oder 9. Jahrhundert. Die Lage auf dem 412 Meter hohen Berg war ideal. Als Festung diente sie jedoch nicht lange, lediglich bis zur Eroberung durch Alfons I. im 12. Jahrhundert. Er ließ auf dem Berg eine christliche Kapelle bauen.
Aber auch hier dauerte die Nutzung nicht sehr lange, und die Gemäuer begannen zu verfallen.
Das große Beben von 1755 zerstörte große Teile der Festungsanlage.
Im 19. Jahrhundert fanden umfangreiche Renovierungsarbeiten statt.
Die Ruine gehört zur Kulturlandschaft Sintra, die 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.
Geschafft. Und trotz zwischenzeitlich schnellen Genießens sogar noch gut in der Zeit.
Die Kids wollten noch einmal durch das Tor zur Rückseite. Sie waren wie ich vorhin so beeindruckt und begeistert, dass wir es uns noch einmal ansehen wollten.
Wie ein Schloss aus unseren geliebten Disney-Filmen. Mit seinen leuchtend bunten Farben trotzte es dem inzwischen zunehmenden Regenwetter.
Und als wir dann zurück zum Ausgang gingen, blinzelte für einen Moment sogar die Sonne durch die Wolken.
Ist das nicht schön?
Der Pena Palace gehört zur Kulturlandschaft Sintra und damit zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Übrigens: Mit knapp einer Million Besucher pro Jahr ist der Palácio da Pena die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in ganz Portugal. Er war zudem Vorbild für Schloss Neuschwanstein und sogar für das Disney-Schloss, das wir vor ein paar Jahren leider nur teilverhüllt gesehen haben.
Meine Frage an die Kids, welches der drei Schlösser denn am schönsten sei?
Dieses hier, weil es so bunt ist.
Ja, ich war sehr glücklich, dass unser Besuch geklappt hat. Und ein weiteres Highlight wartete noch auf uns.
Unser Guide hatte uns genau erklärt, auf welchem Parkplatz er warten würde.
Dort angekommen war Chaos. So viele Autos. Gehupe, Gemotze, Beinahe-Crashs. Bäm, von der Märchenwelt zurück in die Realität.
Wenn ihr dorthin wollt: Nehmt den Bus. Tut euch das nicht an, mit dem Auto hinzufahren.
Unser Guide war die Entspannung in Person. Er fragte uns, wie es war, plauderte mit uns über unser nächstes Ziel und navigierte dabei mit stoischer Ruhe das Auto aus dem Verkehrschaos.
Abgesetzt hat er uns dann im historischen Zentrum von Sintra.
Wir hatten Hunger, und er empfahl uns eine kleine Bäckerei direkt gegenüber vom Palácio Nacional de Sintra, also diesem Gebäude mit den beiden Zipfeltürmen.
Wir fanden den Bäcker. Und bei den vielen portugiesischen Leckereien fiel uns die Auswahl schwer. Ein kleiner Snack zum Mitnehmen, zu wertvoll war unsere Zeit in Sintra.
Umso ärgerlicher, dass uns ein ordentlicher Regenschauer erwischte.
Die dicke dunkle Wolke, die wir schon vorhin vom Pena Palace aus gesehen hatten, war nun da. Wir stellten uns unter und konnten so zumindest in Ruhe unsere Snacks essen.
Nur der geplante Spaziergang durch das historische Zentrum fiel buchstäblich ins Wasser, und wir machten uns ohne Umwege direkt auf den Weg zum nächsten Ziel. Vom Zentrum aus war es nur ein kurzer Fußweg dorthin.
Quinta da Regaleira und der mystische Garten
Kleine Gasse in Sintra.
Es brauchte keine Wegweiser. Wir folgten einfach den Menschenmassen.
Das erinnerte uns ein wenig an den Walk of Fame in Los Angeles. Damals waren wir auch in den Osterferien unterwegs. Unglaublich, dass das schon sechs Jahre her ist.
Kleiner See auf dem Weg zum Eingang. Es fehlte eigentlich nur noch ein Dino in dieser Kulisse.
Links ist schon die Quinta da Regaleira.
Das ist das Hauptgebäude der Quinta da Regaleira. Sehr malerische und interessante Architektur. Aber das Gebäude war nicht unser Hauptziel.
Das Eingangstor zur Quinta da Regaleira.
Was ist die Quinta da Regaleira?
Die Quinta da Regaleira ist ein großes Anwesen in der Nähe des Ortszentrums von Sintra.
Auch dieses Anwesen gehört zur Kulturlandschaft Sintra und damit zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier ist aber nicht nur das 1910 fertiggestellte Gebäude im neugotischen Stil sehenswert, sondern vor allem der vier Hektar große Garten drumherum.
Er wirkt wie eine unwirkliche, fast mystische Welt, bestehend aus vielen kleinen Seen, Grotten, verwunschenen Türmen, romantischen Brücken, unterirdischen Tunnelsystemen und Wasserfällen, und das alles über mehrere Ebenen.
Unser Guide erzählte uns, dass der damalige Besitzer und Auftraggeber für die Gärten ein Mitglied des Templerordens gewesen sein soll. In den Gärten soll er geheime Zeremonien abgehalten haben.
Passend zum mystischen Ambiente bezog sich der Himmel, es fielen ein paar Tropfen. Uns war das tatsächlich egal. Dieser Garten war so faszinierend, so spannend, es gab so viel zu entdecken. Wen interessieren da schon ein paar Tropfen?
Es gab aber trotz der vielen interessanten Ecken ein ganz besonderes Highlight, auf das wir uns alle am meisten freuten. Es trägt den Namen Poço Iniciático. Gleich nehme ich euch mit dorthin.
Man kann Tickets online kaufen, um die Warteschlange zu umgehen.
Ich vermute, dank des kräftigen Regens vorhin war die Schlange nicht lang. Wir kauften uns die Tickets an der Kasse und bekamen einen Plan ausgehändigt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise für die Quinta da Regaleira
Januar bis April: 10 Uhr bis 18.30 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr
Mai bis September: 10 Uhr bis 19 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr
Oktober bis Dezember: 10 Uhr bis 18.30 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr
Hinweis: Es gibt keine Parkplätze vor Ort.
Preise:
Ohne Führung:
Erwachsene: 6,00 €
Kinder 6 bis 17 Jahre: 4,00 €
Mit Führung:
Erwachsene: 12,00 €
Kinder 6 bis 17 Jahre: 8,00 €
Wir wählten die Tour ohne Führung, kauften uns aber für 1 € einen Parkplan.
Poço Iniciático bei der Quinta da Regaleira – der Turm, der in die Tiefe geht
Mein Sohnemann schnappte sich den Plan, und unser erstes Ziel sollte der Poço Iniciático sein.
Unbeschreiblich. Vor lauter Staunen vergaßen wir fast unser Hauptziel.
Wir fühlten uns wie in einer anderen Welt.
Unglaublich, dass diese Gärten mal jemandem privat gehörten.
Der Garten war fast wie ein Labyrinth.
Die Wege sind teilweise steil, also falls ihr dorthin möchtet: Flip-Flops sind nicht gerade die beste Idee.
Der Erbauer dieses Bauwerks war eindeutig ein Symmetriefan.
Mit viel Zeit kann man wirklich alles erkunden. Jeden Turm, jede Brücke, jede Grotte, jeden verschlungenen Weg durch diesen zauberhaften Garten.
Unser Ziel, der Poço Iniciático, ist das Highlight in diesem Garten.
Und nun wusste ich auch, wo die ganzen Menschenmassen geblieben waren: Sie standen an, um ihn zu sehen.
Was ist der Poço Iniciático?
Eine ewig lange Schlange, also habe ich etwas Zeit, euch zu erklären, was das überhaupt ist.
Auf Deutsch nennt man den Poço Iniciático die Einweihungsbrunnen.
Aber im Grunde handelt es sich nicht um Brunnen, auch wenn es weit in die Tiefe ragt. Es sind zwei umgekehrte Türme. Über eine Wendeltreppe an der Außenseite betritt man diesen Turm und wandelt so hinab in die Tiefe, von wo aus ein unterirdisches Grottensystem nach draußen führt.
Geschafft, wir sind endlich am Eingang.
Nachteil der vielen Besucher an diesem Tag war leider, dass wir da ziemlich durchgehetzt wurden. Wir durften nicht stehen bleiben für Fotos und sollten ohne Stopp die Treppen nach unten steigen. Die Fotos entstanden daher im Gehen mit dem Handy.
Ein erster Blick nach unten. Wow. Ohne Worte.
Schon ein komisches Gefühl, diesen Turm hinabzusteigen. Es nieselte, dadurch fühlten sich die Wände nass und kalt an, und wir schraubten uns mit der Wendeltreppe immer tiefer.
Im Stern erkennt man das Kreuz der Templer. So sagte man uns das zumindest.
Kennt ihr eigentlich den Film Tribute von Panem? Da gibt es so einen Ruf, mit dem sich Katniss und Rue mithilfe der Spotttölpel verständigen.
Nun, ich dachte mir: Mal schauen, was passiert, wenn ich diese Melodie einmal pfeife.
Okay, ich habe das sogar laut gedacht, und die Kids begannen zu protestieren.
„Komm, nur einmal, mal sehen, was passiert.“
Und dann pfiff ich die Melodie und bekam eine Antwort, von weiter oben. Und kurze Zeit später von ganz unten.
Oha, damit hatte ich etwas in Gang gesetzt. Die ganze Zeit wurde nun diese kurze Melodie gepfiffen. Von oben, von unten. Und wir zwischendurch auch wieder. So ging das die ganze Zeit, selbst als wir schon unten in der Grotte waren, hörten wir von weit oben noch Menschen diese Melodie pfeifen.
Wow, das war wieder ein Gänsehautmoment. All diese Menschen, aus welchen Ländern sie auch immer kamen, hatten diesen Film gesehen. In ihrer Sprache, aber die Melodie war immer die gleiche.
Was wohl alle gedacht haben, die den Film nicht kannten.
Als wir wenige Tage später im Flieger nach Hause saßen, meinten die Kids, ob diese Melodie dort wohl noch immer gepfiffen wird.
Die Kulisse, in der wir uns befanden, wirkte auch wie ein Film. Diese alten, moosbedeckten Mauern. Surreal. Aber wir mitten drin.
Das hat sich gelohnt, auch wenn wir ohne Stopp durchgehen mussten.
Wir gingen weiter den Turm hinab.
Unten angekommen: Blick nach oben.
Und dann führte der Weg in die unterirdische Grotte.
Vorbei an Wasserfällen. Ausgang gefunden. Was für ein Erlebnis.
Wir hatten noch etwas Zeit und schauten uns noch weiter den Garten an.
Wir entdeckten die anderen Grotten und beschlossen, auch diese zu besichtigen.
Der Weg in der Grotte führt vorbei an einem unterirdischen See.
Zwischendrin war es darin wirklich stockdunkel. Gut, dass wir unsere Handytaschenlampen dabeihatten.
Ein kleines Video von den Grotten. Es war so dunkel. Mit Handytaschenlampe sah man zwar den Weg, aber ab und zu auch die kleinen niedlichen Höhlenspinnen.
#spinnenphobie
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Unbeschreibliches Erlebnis. So etwas hatten wir noch nie zuvor gesehen.
Dann war es aber doch Zeit, zum Ausgang zu gehen.
Die Löwenstatue. Mir bescherte sie etwas Fernweh nach Afrika.
Der Ausgang liegt unterhalb des Eingangs und unterhalb der Parkanlage.
Unser Guide war pünktlich am vereinbarten Treffpunkt.
Wir waren übersättigt mit Eindrücken. Was wir an diesem Tag bis dahin gesehen hatten, war unbeschreiblich: den märchenhaften Pena Palace, den verwunschen wirkenden und mystischen Garten der Quinta da Regaleira. Und noch ein weiteres Highlight wartete auf uns.
Dazu fuhren wir entlang des Sintra-Gebirgszuges Richtung Küste.
Das Meer.
Meer und dunkle Regenwolken. Wir fuhren ein Stück entlang der Küste.
Cabo da Roca – der westlichste Punkt des europäischen Festlands
Angekommen.
Am Cabo da Roca, dem westlichsten Punkt des europäischen Festlands.
Weit westlicher liegen noch die Azoren und Grönland.
Der Leuchtturm und das große Kreuz liegen auf 140 Meter Höhe. Steil fällt die Küste hier ins Meer, die Wellen brechen eindrucksvoll an den Felsen.
Das Infoschild am großen Kreuz.
Der Leuchtturm ist seit 1772 in Betrieb und ist der zweitälteste Leuchtturm Portugals.
Hier endet also das europäische Festland Richtung Westen.
Der westlichste Punkt ist sehr malerisch.
Es war so kalt. Der Wind pustete uns eisig um die Ohren, es begann zu nieseln und war richtig ungemütlich.
Wir machten unsere obligatorischen Fotos und waren ganz schnell wieder im warmen Auto.
Wir sahen, welches Glück wir am Vormittag mit dem Wetter gehabt hatten, denn inzwischen war der Pena Palace komplett in Regenwolken gehüllt und nicht mehr zu sehen.
Da oben ist eigentlich irgendwo der Pena Palace.
Und weiter geht’s, von einem Highlight zum nächsten. Auf dieser Tour lässt sich das alles prima und bequem an einem Tag kombinieren.
Unser Guide hatte sich im Vorfeld mit uns in Verbindung gesetzt und mit uns die Tour durchgesprochen. So hatten wir eine ganz individuelle Tour und bekamen zudem sehr viele Informationen zu Sintra und auch zu Lissabon.
Vom Cabo da Roca fuhren wir entlang der Küste Richtung Süden.
Boca do Inferno – imposante Wellen, die an den Felsen brechen
Nächstes Ziel: ein imposantes Naturschauspiel mit dem eindrucksvollen Namen Boca do Inferno, auf Deutsch Höllenmund.
Es gehört zur Stadt Cascais.
An den Klippen der Atlantikküste werden die Wellen bei Flut in die senkrechten Felsschlote gepresst und dabei weit nach oben an Land geschleudert.
Lage vom Boca do Inferno
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Beim Boca do Inferno gibt es einen natürlichen Felsbogen, unter dem imposant die Wellen an den Felsen brechen. Ein sehenswertes Naturschauspiel.
Ein kleines Video vom Boca do Inferno
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Cascais – das kleine Fischerdorf vor den Toren Lissabons
Im Anschluss machten wir noch einen Mini-Stopp in Cascais, einem kleinen charmanten Fischerörtchen.
Im Santa-Marta-Leuchtturm in Cascais befindet sich ein kleines Leuchtturm-Museum.
Das schöne Gebäude mit dem dunkelblauen spitzen Türmchen ist der Seixas Palace.
Wir schlenderten entlang der palmengesäumten Alameda Combatentes da Grande Guerra Richtung Strand.
Interessantes Mosaik am Boden. Stellt euch das mal vor, wenn ihr etwas getrunken habt.
Auf dem Platz direkt am Strand waren mehrere Buden mit Souvenirs und Snacks aufgebaut. Wir gönnten uns ein Gebäck auf die Hand und gingen an den Strand.
Einfach nur genießen.
Der Tag war wundervoll. Für uns alle. Die Kids, anfangs etwas moserig, als sie hörten, dass wir den ganzen Tag unterwegs sein würden und nicht nur das bunte Schloss besichtigen würden, waren inzwischen auch ganz hin und weg von Sintra und von allem, was wir heute gesehen und erlebt hatten.
Unsere Füße taten weh, aber wir waren glücklich über diesen tollen Tag, der sich nun dem Ende neigte.
Es war Zeit für die Rückfahrt zum Hotel.
Wieder pünktlich auf die Minute war der Guide am zuvor vereinbarten Treffpunkt.
Über die Küstenorte fuhren wir nun zurück nach Lissabon
Das Forte de São Julião da Barra, eine Küstenfestung aus dem 16. Jahrhundert. Eine von vielen kleineren und größeren Festungen entlang der Küstenlinie.
Der Leuchtturm in der Mündung des Tejo, das Forte de São Lourenço da Cabeça Seca, auch Farol do Bugio genannt.
Eines der Wahrzeichen von Lissabon: die Brücke des 25. April.
Wieder eine alte Festung: das Forte de São Bruno, gebaut 1647. 1649 wurde es mit einer Kanone ausgestattet.
Der rote Leuchtturm Farol da Gibalta.
Ein erster Blick auf den Torre de Belém. Ihn werden wir uns die Tage noch in Ruhe ansehen.
Vorbei am Entdeckerdenkmal Padrão dos Descobrimentos. Oben befindet sich eine mit Aufzug erreichbare Aussichtsplattform.
Unter der Brücke des 25. April hindurch.
Die für Lissabon typische Straßenbahn.
Und dann fuhr uns unser Guide durch diese tolle Straße.
Und wieder zurück am Hotel.
Unser Guide gab uns noch viele Tipps, zum Beispiel empfahl er uns ein Museum, das wir direkt am nächsten Tag besichtigten. Außerdem verriet er, wo es die besten kleinen Miniküchlein gibt.
Die Tour war jeden Euro wert. Unser Guide hat uns so viel Wissenswertes erzählt, uns viele Tipps gegeben und die Tour auch für die Kids toll zusammengestellt.
Für uns hieß es nur noch: im asiatischen Restaurant neben unserem Hotel Abendessen und dann ab ins Bett.
Ein unvergesslicher Tag geht zu Ende.
Im nächsten Bericht nehme ich euch mit in ein ganz besonderes Museum, und den Sonnenuntergang schauen wir uns auf einem Boot auf dem Tejo an.
Bis zum nächsten Mal. Danke, dass ihr dabei wart.
Hier könnt ihr eure Touren und Ausflüge für Lissabon und Sintra buchen
* = Affiliatelinks; die Provision nutze ich, um die Kosten für diesen Blog zu decken. So bleibt der Blog abgesehen von diesen Links werbefrei.
Das Gepäck war schnell in dem Schrank verstaut. Es war überschaubar. Wir reisten dieses mal nur mit Handgepäck.
Wechselwäsche, Jeans, Pulli, Shirts – viel war es nicht.
Meine drei Teenies und ich hatten ein kleines Powernapping gemacht. Unser Tag begann früh. Nun waren wir wieder fit und munter – und bereit, Lissabon zu erkunden.
„Mama, was essen wir heute Abend?“
– „Gute Frage, …. ich schlage vor, wir spazieren Richtung Tejo und….“
„Häh, wer ist Theo?! Und woher kennst du hier jemanden?!“
– „Tejo ist der Fluss, und unten am Ufer finden wir bestimmt was leckeres zum Abendessen!“
Wir starteten Google Maps und liefen los, neugierig auf die vielen Eindrücke, welche auf uns warten würden und ein klein wenig mit der Hoffnung auf einen schönen Sonnenuntergang am Fluß.
Unsere Route für diesen Nachmittag / Abend. Zusammen mit dem Rückweg waren es über 6 km. Wir sind das jedoch nicht alles zu Fuß gelaufen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Praktisch für diesen ersten Nachmittag in Lissabon
Die Strecke führte uns vom Hotel durch die Avenida da Liberdade, weiter über zentrale Plätze und schließlich bis zum Tejo. Zusammen mit dem Rückweg kamen einige Kilometer zusammen. Gerade mit Kindern oder Teenagern ist es deshalb gar nicht verkehrt, einen Teil der Strecke spontan mit dem TukTuk zu fahren. So spart man Kräfte, sieht trotzdem viel und kommt rechtzeitig zum Flussufer, bevor das Licht verschwindet.
Anfangs waren wir noch motiviert, die gesamte Strecke zu Fuß zu laufen.
Durch eine schattige Allee liefen wir immer Richtung Tejo.
Die Avenida da Liberdade – Lissabons Prachtstraße
Auf dem folgenden Satelliten-Bild sieht man die grüne Allee sehr gut:
Die Avenida da Liberdade
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Wir waren schon mittendrin im Sightseeing, denn die Avenida da Liberdade ist eine ganz besondere Straße in Lissabon. Sie wurde 1886 errichtet, nach dem Vorbild der Pariser Champs-Élysées.
Sie ist die Prachtstraße von Lissabon. Knapp 1,5 km lang und 90 Meter breit. Dicht bewachsene Grünstreifen in der Mitte spenden Schatten, die Botanik ist teilweise schon mehr als 100 Jahre alt.
Der Gehweg ist kunstvoll verziert, es gibt immer wieder kleine Cafés, teilweise im alten, schmiedeeisernen Pavillon-Stil und entlang der Straße haben sich etliche Boutiquen und Hotels angesiedelt.
Schon am ersten Tag beim ersten Spaziergang fiel uns auf, dass es viele Denkmäler gibt.
Sowie dieses hier zum Beispiel, direkt an der Avenida da Liberdade
Das Denkmal für die Toten des Ersten Weltkriegs, welches von 1923 – 1931 errichtet wurde.
Wir schlenderten weiter. Bis zum Fluss Tejo war es noch ein Stück, die Sonne stand schon tief. Wir beschlossen, etwas schneller zu schlendern.
Schaut euch diese Allee an. Und wir sind mitten in Portugals Hauptstadt. Es hat Spaß gemacht, diese Straße entlang zu laufen, gab es gefühlt an jeder Ecke etwas zu sehen
Simon Bolívar war ein Unabhängigkeitskämpfer und gilt vor allem als der führende „Befreier“ Südamerikas. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts leitete er die Bewegung, die die Unabhängigkeit der Republik Kolumbien proklamierte. Die Statue wurde 1978 eingeweiht.
Auch in Deutschland stehen an mehreren Orten Denkmäler ihm zu Gedenken.
Wir konnten gar nicht schneller schlendern, es gab soviel zu entdecken.
Wieder eine Statue. Es gab noch mehr auf dieser Straße, ich habe sie nicht alle fotografiert.
Treffpunkt der TukTuks: Der Praça dos Restauradores
Dann erreichten wir das Ende der Allee – ein großer Platz – mit einem Obelisken in der Mitte.
Es ist der Praça dos Restauradores, ein innerstädtischer Platz in Lissabon
Der Platz und das Monument erinnern an die Wiederherstellung der Unabhängigkeit im Jahr 1640 nach 60-jähriger Herrschaft durch die Spanier.
Auch das HardRock Café ist hier zu finden. Für uns bzw für die inzwischen etwas fußmüden Kids interessanter waren aber die TukTuks, die kleinen dreirädrigen Touristenautos, welche man hier dauernd und überall sieht. „Mama, lass uns damit zum Fluss fahren…“
Die TukTuks stehen hier Reihe an Reihe. Wir entschieden uns für ein buntes Regenbogentuktuk, verhandelten einen guten Preis und dann fuhren wir los. Mini-Stadtführung gab es inklusive, unsere Fahrerin erzählte und erklärte uns viel zu Lissabon.
Wir starteten am Praça dos Restauradores, der Platz mit prächtigem Mosaik-Boden und Startpunkt vieler TukTuks
Auf geht’s Richtung Tejo. Mit einem kleinen Umweg, unsere TukTuk-Steuerfrau wollte uns noch etwas zeigen
Schon nach kurzer Fahrt erreichten wir einen weiteren großen Platz mit zwei prächtigen Brunnen, einem Monument in der Mitte und wundervollem Mosaik-Boden
Der Rossio – das Herz von Lissabon
Dieser Platz wird umgangssprachlich ‚der Rossio‘ genannt. Eigentlich heißt er Praça de Dom Pedro IV , weil der Name so lang ist, nutzt ihn nur fast niemand.
Sein Wellenmuster auf dem Boden symbolisiert die Nähe zum Meer und die wichtige Bedeutung des Wassers für Lissabon.
In der Mitte thront König Pedro IV
Der Rossio gehört zu den drei wichtigsten Plätzen in Lissabon, bereits seit dem Mittelalter ist hier das Zentrum der Stadt.
Er ist ein belebter und beliebter Treffpunkt für Touristen und Einheimische.
Zwei Metrolinien laufen hier zusammen und fußläufig ist von hier sehr viel gut zu erreichen.
Außerdem befindet sich hier der Bahnhof mit Anbindung nach Sintra.
Wir sind nur daran vorbei gefahren. Die Sonne stand schon tief.
Unser erster Blick auf den Tejo
Die Tram 28 – Ein weiteres Wahrzeichen von Lissabon
Mehrfach sahen wir die historische Linie 28 , aber bis zu dem Zeitpunkt bot sich keine Gelegenheit, sie in Gänze aufs Foto zu bekommen.
Die Tram 28 gilt als das Wahrzeichen der Stadt. Die historische Straßenbahnlinie verbindet viele beliebte Touristenhotspots und schlängelt sich dabei durch teilweise sehr enge Gassen in der Altstadt.
Weil sie so berühmt ist und weil sie so viele beliebte Plätze ansteuert, hat man teilweise lange Wartezeiten an den Haltestellen und in der Tram ist es sehr eng.
Das wiederum nutzen dann Taschendiebe aus und nicht selten bemerken die Fahrgäste durch das Geruckel und die Enge erst viel zu spät, dass sie bestohlen wurden.
Wir hatten eigentlich auch vor, damit zu fahren, aber bei drei Anläufen hatten wir jedes mal viele viele viele Wartende vor uns und haben es dann gelassen.
Die schönen Plätze haben wir dann auf eine andere, charmante Weise erkundet, dazu in einem späteren Beitrag mehr.
Die Kathedrale von Lissabon
Lissabon gehört wie viele andere Städte auf dieser Welt auch zu den Städten, welche auf 7 Hügeln gebaut wurde. Dementsprechend gibt es viele mehr oder weniger hügelige Straßen.
Auf einem Hügel steht die Kathedrale von Lissabon. Als wir sie erreichten, wurde sie wunderschön von der untergehenden Sonne angestrahlt. Leider war sie wegen Renovierungsarbeiten geschlossen, aber auch von außen sah sie beeindruckend aus.
Die Kathedrale von Lissabon (Sé Patriarcal de Lisboa) wurde 1147 erbaut. Vorher stand dort eine Moschee.
Die Bauarbeiten dauerten bis ins frühe 13. Jahrhundert. 1344 entstanden durch ein Erdbeben kleinere Schäden, 1380 wurde die Westfassade repariert.
Das verheerende Beben 1755 zerstörte u.a. den gotischen Chor.
Bei den Renovierungsarbeiten bekamen die Türme die barrocken Spitzen.
Beide historischen Straßenbahnen
Das Hotel und Café von Cristiano Ronaldo
Das Hotel und Café von Christiano Ronaldo
Der Triumphbogen Arco da Rua Augusta
Unsere Tour mit dem TukTuk endete am Triumphbogen Arco da Rua Augusta. Zum Tejo waren es von hier nur noch ein paar Schritte über einen prächtigen Platz.
Der Praça do Comércio direkt am Ufer des Tejo
Dieses Tor ist der Eingang zum Praça do Comércio (Platz des Handelns) , einem großen Platz direkt am Flussufer. In den Gebäuden um den Platz herum befinden sich zahlreiche Büros für die Zoll- und Hafenverwaltung.
Am südöstlichen Ende des Platzes befindet sich der Tejo-Fährenterminal ‚Terreiro do Paço‘
In der Mitte steht ein Denkmal, eine Reiterstatue von José I., welcher Lissabon als König nach dem schlimmen Erdbeben 1755 wieder mitaufgebaut hat.
Die Passagen der Praça do Comércio
Wenn man durch den Bogen hindurchgeht, lohnt sich ein Blick nach oben.
Mit vielen aufwendigen Details wurde er künstlerisch verziert.
Die Reiterstatue
Die Reiterstatue und der Triumphbogen Arco da Rua Augusta.
Im Triumphbogen befindet sich eine Aussichtsplattform, welche wir allerdings nicht besucht haben. Wir wollten noch weiter, direkt zum Flussufer des Tejo.
Blick zurück. Oben auf dem Hügel thront das Castelo de São Jorge.
Am Strand war ein Künstler dabei, bunte Sandskulpturen zu erschaffen.
Am Ufer des Tejo
Endlich erreichten wir das Flussufer.
Ich wollte den Kids unbedingt die Brücke zeigen.
Inzwischen ist es schon 6 Jahre her, dass wir in San Francisco waren. Die Kids staunten und fragten mich, ob das eine Kopie der Golden Gate Bridge sei – immerhin sieht sie der Golden Gate Bridge sehr ähnlich.
Dies ist kein Zufall, denn als die Brücke damals geplant wurde, gab es eine Ausschreibung und man entschied sich für die American Bridge Company. Diese haben damals unter anderem auch die Bay Bridge in San Francisco gebaut, welcher von der Bauart der Brücke in Lissabon, der Ponte 25 de Abril, sehr ähnelt.
Am Ufer standen viele Steintürmchen, teilweise hübsch bunt angemalt.
Bei genauerem Hinsehen entdeckten wir, dass es nicht nur Steintürmchen gab
Uns bot sich ein schönes Bild. Die Sonne senkte sich farbenfroh. Die Sonne konnten wir nicht sehen, wohl aber ihr warmes Licht, welches den Tejo wunderschön umgab.
Viele Schaulustige beobachteten ebenfalls diese schon fast kitschig-romantisch anmutende Szenerie am Tejo
Afrika ist überall, und wenn es Elefanten als Sandskulpturen im portugiesischen Sand sind ….
Eine Weile blieben wir noch direkt am Flussufer. Aber irgendwann kam doch der Hunger durch und wir beschlossen, zurück zu laufen, um irgendwo was zu Essen zu suchen
ByeBye Tejo. Bis übermorgen. Für morgen hatten wir andere Pläne.
Zurück gingen wir wieder über den inzwischen schön angeleuchteten Platz.
Schräg hinter uns befand sich das Fährterminal.
Eine Schifffahrt hatten wir auch gebucht, aber erst für übermorgen.
Wir schlenderten zurück durch die Gassen. Zur Freude meiner Kids und zum Jammer unserer Reisekasse hatten die Geschäfte noch auf. Wir gönnten uns zumindest ein Eis auf die Hand.
Das Shopping verschoben wir auf zwei Tage später. Mit einem Eis in der Hand durfte man ohnehin nicht in die Geschäfte.
Aber schon die Schaufenster zogen die Kids teilweise magisch an.
Der berühmte Aufzug: Der Elevador de Santa Justa
Unser Weg führte uns am Elevador de Santa Justa vorbei.
Der Elevador de Santa Justa ist ein 45 Meter hoher und sehr kunstvoll gestalteter eiserner Aufzug, welcher die Unterstadt Baixa mit der Oberstadt Chiado und Bairro Alto verbindet.
Pro Fahrt können bis zu 24 Personen befördert werden. Die Fahrt kostet ein paar Euro, lohnt sich aber, wenn man die schöne Aussicht von oben genießen möchte, ohne zu Fuß in die Oberstadt hochlaufen zu wollen.
Oben führt eine eiserne Brücke zum Aufzug. Von hier kann man auch kostenlos die Aussicht über die Dächer von Lissabon genießen.
Die Brücke, welche in der Oberstadt zum Aufzug führt.
Wir hatten bei unserem Spaziergang schon wirklich viele Sehenswürdigkeiten von Lissabon gesehen.
Während ich die Architektur bewunderte, hatten die Kids einen neuen Lieblingsladen entdeckt und direkt erkundet. Das Eis war schon aufgegessen und somit stand einem ersten Rundgang durch die bunten Regale nichts mehr im Wege. Die einen bestaunen die wundervolle Stadt, die anderen durchstöbern die Geschäfte.
Zumindest waren so alle bestens zufrieden. Zufrieden, aber immer noch hungrig.
Wir sind zwar an ein paar Lokalen vorbei gekommen, aber entweder waren die Lokale zu voll oder aber meine Geldbörse zu leer für die teils horrenden Preise….Zum Glück sahen die Kids das trotz des größer werdenden Hungers selber ein. An einem Restaurant schauten wir auf die Menükarte im Eingangsbereich. Ich lauschte dem Dialog der Kids. „Guck mal, da gibt es Hamburger!“ – „Ja, aber hast du mal auf die Preise geguckt?! 22 Euro für einen Hamburger!“ „Ne, stimmt, das ist voll teuer, das können wir Mamas Portemonnaie nicht antun!“ „Mama, wir können weiter, das hier ist nichts für uns!“ Ahja, ok. Na denn…. Meine Kids werden selbstständig. Irgendwann machen sie das Programm und ich gehe einfach nur hinterher
In diesem Kurzurlaub habe ich ohnehin sooft gedacht, wie erwachsen meine Kids inzwischen werden.
Beim Sicherheits-Check-In am Flughafen zum Beispiel standen sie in einer anderen Reihe, haben aber alles souverän gemeistert.
Ich habe sie manchmal auch einfach machen lassen, zum Beispiel eine Route ausarbeiten, wenn wir irgendwo spazieren waren, Eintrittspreise checken oder den ersten Einkauf nebenan planen und durchführen.
Wenn Fragen aufgekommen wären, wäre ich ja da gewesen. Aber die kamen nicht.
Vor allem meine Älteste ist mit ihren inzwischen 16 Jahren ein Organisationstalent und hatte immer den Überblick. Und sie spricht inzwischen auch sehr viel besser englisch als ich.
Die Kids liefen direkt weiter. „Wieso schaltet ihr euren Fast-Food-Sensor nicht einfach ein? Der Funktioniert doch sonst immer so gut, vor allem, wenn er nicht soll…. “ „Versuchen wir ja, aber der funktioniert scheinbar nicht auf portugisisch!“ lachte meine Jüngste.
Wir liefen einfach weiter Richtung Hotel. Die Route haben die Kids mit Google Maps selbst rausgesucht. Das hat bestens funktioniert!
Ich schwanke dann immer zwischen Stolz und Wehmut..
Stolz, weil sie schon so groß und selbstständig sind, selbst im Ausland.
Wehmütig, weil sie schon so groß und selbstständig sind.
Alle Eltern werden dieses Gefühl kennen …
Unser Weg führte vorbei am Nationaltheater am Praça d Rossio
Der Estação do Rossio, der Bahnhof am Rossio. Ein malerisches, im 19. Jahrhundert gebautes Gebäude
Das Nationaltheater von der Seite gegenüber vom Bahnhof am Rossio
Imposant ist das Gebäude des Cine-Teatro Éden, einst Lissabons prächtigstes Großkino in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Inzwischen befindet sich darin ein Hotel
Lissabon ist eine hügelige Stadt, dementsprechend gibt es viele viele Treppen.
Wir liefen Richtung Jardim Braancamp Freire, einem kleinen Park in der Nähe der Deutschen Botschaft.
Am Anfang des Parkes steht eine beeindruckende Statue, die Statue des José Tomás de Sousa Martins.
Eigentlich fielen uns zunächst die vielen Dankestafeln am Fuße des Denkmals auf.
Es sind Dankestafeln von Gläubigen, welche sich für ihre Heilung bedanken
José Tomás de Sousa Martins (1843-1897) war ein Arzt, welcher sich vor allem auf die Behandlung von Tuberkulose spezialisiert hatte.
Er wird von vielen als Heiliger verehrt, seine Wunder werden jedoch von der katholischen Kirche nicht anerkannt.
Unser Weg führte vorbei an der deutschen Botschaft
Übrigens: An jeder Ampel war eine Zeitangabe, wie viele Sekunden die Ampel noch grün ist.
Unser erstes Fazit zu Lissabon
Unser erster Eindruck von Lissabon war sehr positiv. Dass es so eine schöne, malerische Stadt ist, war uns nicht bewusst. Natürlich, ein paar der Sehenswürdigkeiten kennt man. Aber der Spaziergang durch die Allee oder aber auch der Rückweg durch die beleuchteten Gassen war wundervoll. Wir freuten uns, in zwei Tagen mehr von dieser schönen Stadt entdecken zu dürfen!
Inzwischen waren wir in der Straße angekommen, in welcher unser Hotel lag. Gegessen haben wir dann bei dem Asiaten direkt neben unserem Hotel. Es gehört zum Hotel, wir bekamen in diesem Restaurant auch das Frühstück serviert.
Die Kids lieben Ramen und freuten sich, dass wir einen Asiaten direkt neben dem Hotel hatten – und mir war es egal, was wir essen. Bei Abstimmungen mit den Kids werde ich ohnehin immer überstimmt, von daher fügte ich mich und bestellte mir mitten in Portugal ein asiatisches Essen, welches aber nebenbei bemerkt sehr gut schmeckte.
Wir gingen zeitig ins Bett, denn um 7 Uhr würde am Folgetag unser Wecker klingeln – für einen ganz besonderen Ausflug, auf welchen ich mich schon wie ein Kleinkind freute!
Hotels & Unterkünfte finden in Lissabon
Für die Hotelsuche lohnt es sich, auf der Karte etwas herauszuzoomen und den Ausschnitt zu verschieben. So seht ihr nicht nur Unterkünfte direkt im Zentrum von Lissabon, sondern auch passende Optionen in anderen Stadtteilen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Passende Touren, Ausflüge und Tickets für Lissabon
Die mit * markierten Links sind Affiliatelinks. Klickt ihr darauf und kauft oder bucht etwas, bekomme ich eine kleine Provision. Damit kann ich einen Teil der Blog- und Serverkosten decken – und elly-unterwegs.de bleibt frei von nerviger Werbung, die Bilder oder Texte verdeckt oder mitten zwischen den Zeilen auftaucht. Für euch entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Ein riesiges Dankeschön an alle, die die Links nutzen – ihr macht es möglich, dass der Blog weiterhin werbefrei bleibt.
Mehr Portugal auf dem Blog
Weitere Reiseberichte und Ziele findet ihr auf meiner Portugal-Seite.
in den Osterferien haben meine drei Kids und ich was neues ausprobiert: Reisen nur mit Handgepäck
So geplant war das jedoch eigentlich nicht.
Kurz zur Reise
Gebucht waren fünf Tage Lissabon in den Osterferien mit Flug, Hotel, Frühstück und Privattransfer. Im Preis enthalten war allerdings nur Handgepäck. Genau deshalb wurde aus dieser Städtereise ganz nebenbei auch ein kleiner Selbstversuch: vier Nächte Portugal nur mit Handgepäck und drei Teenagern.
Rückblick: Wie diese Reise überhaupt zustande kam
Rückblick:
Februar 2023. Unsere Reisen für dieses Jahr sind geplant und gebucht. 10 Tage im Sommer, 14 Tage im Herbst.
Für die Osterferien hatte ich nichts geplant. Grund: In den Osterferien habe ich in meinem Zweitjob vor den Osterfeiertagen Urlaubssperre. Meine Kids sind dann bei ihrem Vater. Nach Ostern habe ich mir Urlaub genommen. Dienstag – Sonntag. 6 Tage also. Großartig wegfahren würde sich nicht lohnen, dachte ich bei mir… Und trotzdem durchstöberte ich diverse Reiseportale. Einfach so, wie sooft. Wenn ich im Discounter einkaufe, nehme ich mir immer das Reiseblättchen mit. Zu Hause angekommen und die Einkäufe weggeräumt mache ich mir einen Kaffee und blättere durch die mitgebrachten Reiseangebote. Und beginne zu träumen. Das ist dann meine kleine Auszeit. Und manchmal, abends, wenn ich einen stressigen Tag hinter mir habe, lese ich die neuesten Beiträge auf den Reiseblogs befreundeter Blogger oder stöbere durch diverse Reiseportale . Ohne Absicht, was zu buchen, sondern einfach nur, um zu träumen, … für irgendwann einmal. Für dieses „irgendwann“ habe ich mir schon viele Reiserouten überlegt. Skandinavien, Süd-Europa, Australien, Neuseeland, Amerika, Afrika, Asien. Für irgendwann einmal, wenn ich mehr Zeit zum Reisen habe. Und auch das nötige Kleingeld… Eigentlich mag ich dieses ‚irgendwann‘ nicht…. Im Moment bleiben mir in beiden Jobs zusammen 4 Wochen im Jahr zum Reisen. 4 Wochen, aufgeteilt auf Oster-, Sommer- und Herbstferien. Urlaubssperren, Ferienaufteilung mit dem Vater meiner Kinder und noch ein paar andere Faktoren lassen leider nicht mehr Zeit – das reicht nicht für einen längeren Roadtrip. Mein großer Traum ist eine 6-Wöchige Reise nach Australien und Neuseeland. Und ratet mal – natürlich habe ich dafür schon eine Route ausgearbeitet. Sydney – Ayers Rock – Cairns – Brisbane – und von dort nach Neuseeland, Südinsel. Milford Sound, Waitomo Cave, Franz-Josef-Gletscher usw. Mein ganz großer Traum.
Auch an diesem kalten Winterabend im Februar 2023 stöberte ich nach einem anstrengenden Tag abends ziellos durch diverse Reiseportale. Und Träumte mich in die Ferne….
Portugal schwebte mir schon seit Jahren als Wunsch-Reiseziel vor. Vor allem das Örtchen Sintra hatte es mir angetan, seitdem ich bei einer befreundeten Bloggerkollegin darüber las. Aber irgendwie ergab es sich bislang nie. Und dann entdeckte ich dieses Angebot: 5 Tage Lissabon, zentrales Hotel mit Frühstück, Flug und Privattransfer Flughafen-Hotel-Flughafen. Und das ganze für 330 Euro p.P. – In den Osterferien! Am nächsten Tag besprach ich das mit meiner Familie. Mein Mann und sein Sohn wollten nicht mit, sie hatten schon andere Pläne für die Osterferien. Und meine drei Kids? Ich zeigte ihnen Bilder von Lissabon und Sintra und nur wenig später stand ihre Entscheidung fest: „Buch es, Mama, du träumst davon doch auch schon so lange und das sieht echt cool aus!“
Am nächsten Tag recherchierte ich das angebotene Hotel und buchte dann, bevor das Angebot vielleicht ausgebucht wäre.
Als ich dann die Buchungsunterlagen per Mail bekam, kamen mir die ersten Zweifel, ob das eine kluge Entscheidung war … Anbieter der Reise war BravoFly. In vielen Bewertungen schnitten sie nicht gut ab. Und dann wollte ich noch im Flieger feste Sitzplätze reservieren ….. Passierschein A38 war nix dagegen …. Anfragen landen zunächst bei einem Chatbot, über einen komplizierten Weg landet man dann doch irgendwann bei einem menschlichen Mitarbeiter, …. es dauerte gefühlt unendlich viele Chats und Telefonate, bis wir endlich unsere Sitzplätze hatten. Ein weiterer Grund dafür war sicherlich, dass wir mit verschiedenen Airlines fliegen würden. Hinflug Vueling, Rückflug Transavia. Von beiden Airlines hatte ich noch nie was gehört … Aber nun war es gebucht und ich hoffte, dass bei uns alles glatt laufen würde.
Reisen nur mit Handgepäck. Und das mit 3 Teenagern!
In den Reiseunterlagen fand ich dann den Passus, dass im Reisepreis nur Handgepäck inkludiert war. Hätte ich mal besser vor der Buchung das Kleingedruckte gelesen …. Um einen Koffer hinzuzubuchen, wäre eine zusätzliche Gebühr fällig geworden. Ich meine, es waren für einen Koffer um 80 Euro für beide Flüge. Weil unser Reisebudget für diese Reise nicht sehr groß war, saß das eigentlich nicht drin. Ich besprach das mit den Kids und wir kamen zum Entschluss: Wir probieren was neues – Reisen nur mit Handgepäck. Und das mit 3 Teenagern!
Die Kids konnten sich das erst nicht vorstellen. Und ich mir zu dem Zeitpunkt auch noch nicht so wirklich ….
Meine Tochter hatte keine passende Tasche. Für sie bestellte ich eine als Handgepäck zugelassene kleine Tasche. Sie konnte sich sogar eine Farbe auswählen und entschied sich für Flieder.
Was braucht man für 4 Nächte? Soviel ist das gar nicht. Wechselwäsche, Hose, 2 T-Shirts, Pulli. Das passte alles sehr gut in diese als Handgepäck zugelassene Tasche.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Eine zweite Herausforderung war dann unsere Kulturtasche. Denn da wir nur Handgepäck mitnehmen durften, galten hier natürlich auch die entsprechenden Bestimmungen.
Im Drogeriemarkt gibt es vieles in Mini-Ausführung fürs Reisegepäck.
Unser Einkauf sah dann so aus:
Jeder von uns bekam zwei bis drei Zipperbeutel und wir packten alles ein.
Im Nachhinein war das viel zu viel. Shampoo und Duschgel zum Beispiel war im Hotel vorhanden.
April 2023: Unser Abreisetag
April 2023
Unser Tag der Abreise war da. Die Reiseunterlagen waren pünktlich da und BravoFly hat für uns den CheckIn übernommen. Die Bordkarten erhielt ich am Vorabend online zum ausdrucken. Das hat alles bestens geklappt – und mich schon einmal etwas beruhigt.
Amsterdam: Parken und Fliegen
Wir flogen ab Amsterdam. Von uns aus ist das gut zu erreichen.
Unser Auto parkten wir an einem großen überwachten Sammelparkplatz, ein Shuttle brachte uns zum Flughafen. Unseren Schlüssel brauchten wir nicht abzugeben.
Gebucht haben wir wieder bei Parken und Fliegen, damit haben wir bislang immer gute Erfahrung gemacht.
Einmalig mitten im Beitrag etwas Werbung, weil ich es wirklich empfehlen kann:*Affiliate
Angekommen am Flughafen Amsterdam
Keine Kofferabgabe – sehr ungewohnt
Unsere Bordkarten hatten wir schon, Gepäck aufgeben brauchten wir nicht. Angekommen am Flughafen konnten wir also direkt zum Sicherheitscheck gehen. Das war völlig ungewohnt, aber spart auch viel Zeit.
Dementsprechend früh waren wir an unserem Gate.
Das Reisegepäck der Kids. Meine Jüngste mit ihrer neuen Tasche, mein Sohn mit seiner Sporttasche und meine Älteste mit ihrem Rucksack. Immer noch ein für uns ungewohnter Gedanke, dass dies unser gesamtes Reisegepäck ist.
Unser Flug mit Vueling
Unser Flieger. Vueling. Den Kids gefiel die bunte Bemalung.
Das Boarding startete pünktlich und schon wenig später saßen wir auf unseren gebuchten Plätzen. Der Flieger war komplett ausgebucht.
Beinfreiheit war für uns ok, wir sind aber auch alle beim wachsen recht nah am Boden geblieben…
In der Ferne sahen wir die hohen Gebäude von Amsterdam
Und dann rollten wir auf die Startbahn! Portugal, wir kommen!!!
Nach dem Start hatten wir einen unglaublich tollen Blick auf den Flughafen von Amsterdam!
Kurz danach sahen wir den See Westeinderplassen mit seinem markanten Wasserturm
Die Nordsee im Hintergrund
Und dann hatten wir noch das Glück, einen tollen Blick auf Rotterdam zu bekommen
Die Kreekraksluizen
Als wir Richtung Nordsee kamen, verschlechterte sich die Sicht nach unten. Schade.
Schade, den Golf von Biscaya hätte ich gerne von oben gesehen.
Erst über Land gab es wieder kleine Lücken in der Wolkendecke und wir sahen ein Gebirge irgendwo in Nord-Spanien mit schneebedeckten Gipfeln
Landeanflug auf Lissabon
Westlich von Lissabon flogen wir eine Schleife über den Atlantik
Landeanflug auf Lissabon
Wir bekamen einen grandiosen ersten Blick auf Lissabon
Die Brücke Ponte 25 de Abril , welcher optisch der Golden Gate Bridge in San Francisco sehr ähnelt. Dahinter sieht man die Statue Santuário de Cristo Rei
Das dominante Gebäude mittig ist das Pavilhão Carlos Lopes
Das runde Gebäude ist das Centro Comercial do Campo Pequeno, eine Shoppingmall
Sicher und pünktlich gelandet.
Wir waren gespannt, wie das nun mit dem Privattransfer ablaufen würde.
Ankunft in Lissabon und Privattransfer zum Hotel
Ohne Koffer entfällt auch das immer etwas nervenaufreibende Warten am Kofferband. Wir konnten direkt zum Ausgang gehen.
Dort befand sich eine große Tafel mit verschiedenen Transfer-Anbietern.
Auf einer der Tafel stand unser Name. Wir gingen zum entsprechenden Stand und dort wartete schon unser Fahrer.
Gut organisiert, ich war erleichtert, das alles so gut geklappt hat.
Und so saßen wir schon kurz nach der Landung im Auto Richtung Hotel.
Hallo Portugal!!!!! Hallo Lissabon!!!
Ich war so glücklich, endlich die Stadt kennen zu lernen zu dürfen.
Flug hat bestens geklappt, der Privattransfer ebenfalls. Ob das mit dem Hotel nun auch alles so toll abläuft? Wir waren gespannt.
Unser Hotel in Lissabon: Universo Romântico
Da ich kein Foto von unserem Hotel Universo Romântico habe (… kann ich bis bis heute nicht erklären, wie mir das durch die Lappen gehen konnte), poste ich einen Link zu Google Maps.
Gebucht habe ich ein Vierbettzimmer. Wenn ich mit meinen 3 Kindern alleine unterwegs bin, ist mir das so immer lieber.
Das Zimmer war zweckmäßig, aber sauber. Das Badezimmer, auch davon habe ich kein Foto…, jedoch schon etwas in die Jahre gekommen.
Das Beste an diesem Hotel war die Aussicht.
Ich meine, ich hatte ohnehin wenig Erwartungen …. aber dieses Hotel hat das mit der Aussicht noch untertroffen.
Am Zimmer war ein kleiner Wintergarten, also ein geschlossener Balkon.
Betrat man diesen vom Zimmer aus, hatte man diese fantastische Aussicht:
Beim Hals-verrenkenden Blick nach links sah man zumindest etwas von der Stadt.
Wir waren ohnehin nur zum Schlafen hier, denn programmmäßig hatten wir uns einiges vorgenommen.
Frühstück im Hotel und erste Pastéis de Nata
Das Frühstück war …. sagen wir mal so: you get what you pay for ….
Die winzigen Aufbackbrötchen waren steinhart, es gab eine Sorte Aufschnitt und eine Sorte Käse, dazu Rührei, Würstchen, Nutella, Honig, Marmelade, eine Sorte Obst, Müsli – und – und das war das einzig positive an diesem Frühstück – Pastéis de Nata, die kleinen Blätterteig-Pudding-Törtchen, welche es in Lissabon wirklich an jeder Ecke gibt.
Pastéis de Nata , das typische Dessert in Lissabon
Erster Abend in Lissabon
Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, es war inzwischen später Nachmittag, schliefen wir erst einmal eine Runde.
Am frühen Abend beschlossen wir, einen ersten Spaziergang durch Lissabon zu unternehmen und auch irgendwo eine Kleinigkeit zu Abend zu essen. Die Sonne stand schon tief. Zum Sonnenuntergang wollten wir am Ufer des Tejo sein. Und eine erste kleine Tour mit einem TukTuk haben wir auch direkt gebucht.
Weil dabei viele Fotos entstanden, zeige ich sie euch im nächsten Beitrag.
Angekommen in Lissabon. Ich war so happy. Und am meisten freuten wir uns auf den morgigen Tag, denn wir hatten eine besondere Tour gebucht! Aber auch dazu mehr in einem späteren Beitrag
Hier findet ihr unvergessliche Erlebnisse und Touren in Lissabon
Hier findest du Touren, Tickets und besondere Ausflüge für Portugal, vor allem für Lissabon und Sintra.*
*Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung – so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.
Unterkünfte in Lissabon. Vom B&B bis zum Sterne-Hotel – findet hier eure passende Unterkunft
Kleiner Klick nötig: „Inhalt entsperren“ wegen Datenschutz. Danach kannst du die Karte verschieben oder herauszoomen und Unterkünfte in Portugal ansehen.*
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Bosnien und Herzegowina: Livno – zu Besuch bei den Wildpferden
Hallo zusammen,
schön, dass ihr wieder dabei seid.
In meinem Kroatien-Bericht geht es heute um einen wirklich lohnenswerten Tagesausflug.
Und im Grunde geht es in diesem Bericht auch nicht über einen Teil von Kroatien, denn wir verlassen das Land für den Ausflug.
Weil die Grenze aber so nah ist und sich das als Tagesausflug mehr als anbietet, bekommt auch dieser Beitrag nun in meiner Kroatien-Reihe seinen Platz.
Eigentlich stand der Tagesplan. Frühstück, Pool, Ausflug. Also wie die letzten Tage auch.
Als die Kinder an diesem Morgen aber aufstanden, war die Vorfreude auf den Pool direkt gedämpft: Es grummelte, dicke Wolken zogen über uns hinweg, Blitze zuckten am Himmel.
Während wir frühstückten, prasselten dann auch noch dicke Hagelkörner auf unseren Balkon. Wir konnten zwischendurch kaum noch die Insel Brač sehen, welche vor Split in der Adria liegt.
„Na toll, Sommerurlaub und Gewitter…“ brummelten die Kids.
Und während die Kids den ausfallenden Poolspaß bedauerten, waren meine Gedanken bei unserem heutigen Tagesausflug, denn wir wollten in die Berge…. Möglichst weit weg von den Küstenorten.
Denn: In Kroatien ist der 5. August ein Nationalfeiertag.
Es ist der Tag des Sieges und der heimatlichen Dankbarkeit und Tag der kroatischen Verteidiger (auf kroatisch: Dan pobjede i domovinske zahvalnosti i Dan hrvatskih branitelja).
Seit 1996 ist der 5. August in Kroatien ein nationaler Feiertag.
Eigentlich finde ich es immer spannend, in anderen Ländern an solchen Feiertagen teilzunehmen.
Zu gerne denke ich zum Beispiel noch an unseren unvergesslichen Tag in Vaduz in Liechtenstein zurück.
Aber in Pandemiezeiten sieht das anders aus.
An einem Feiertag würden die Strände und Strandpromenaden sicherlich noch voller werden und darauf hatten wir wenig Lust.
Daher hatten wir für den Nachmittag einen Ausflug ins Nachbarland Bosnien und Herzegowina gebucht.
In den Bergen von Livno lebt eine riesige Wildpferde-Herde und diese wollten wir besuchen. Und auf diesen Ausflug freuten wir uns alle, am allermeisten mein Sohn und ich.
Wir wohnen auf dem Lande und haben 2 Ponys, auf einem der beiden sind die Kinder früher geritten. Inzwischen stünden sie wohl mit den Füßen auf dem Boden, säßen sie auf dem Pony.
Mein Pferd musste ich leider damals verkaufen und auch wenn ich ihn in gute Hände weiß, er fehlt mir so sehr… Zum Glück habe ich noch meine Minis.
Ich schweife ab … Kurzfassung: Ich freute mich wie Bolle auf diesen Ausflug!
Zurück zum Bericht …. Als wir gegen Mittag losfuhren, klarte es zwischenzeitlich etwas auf. Obwohl der Regen und Hagel bereits aufgehört hatte, lief noch viel Wasser die Straßen hinunter.
In Split staute es sich schon …
Wir fuhren vorbei an der Klis Fortress
…. und dann führte uns die Straße raus aus Kroatien und immer näher zu den Pferden!
Vorfreude pur!!!!
Nützlich für die Planung
Anbieter:
Livno Wild Horses Adventure Tours
Preis Erwachsene:
50 € / 97 BAM
Preis Kinder von 2 bis 12 Jahren:
35 € / 69 BAM
Tourdauer:
3 bis 3,5 Stunden
Teilnehmerzahl:
mindestens 2 Personen
maximal 25 Personen
Buchung:
nur mit Voranmeldung per E-Mail oder Telefon
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Von Split aus sind es knapp 100 km bis nach Livno, von Makarska knapp 90.
Ein paar allgemeine Informationen über Livno
Das kleine Örtchen Livno liegt an der Hochebene Livanjsko polje (Deutsch: Livnoer Ebene) auf einer Höhe von 700 bis 720 Meter.
Die Livnoer Ebene ist 65 km lang und umfasst 380 km².
Das Besondere an der Hochebene ist die Artenvielfalt an Tieren, denn die Natur ist an vielen Stellen noch komplett unberührt.
Neben den Pferden leben in dem gesamten Areal auch Füchse, Luchse, Wölfe, Bären sowie einige Schlangenarten und kleinere Skorpione.
Die Wildpferde in Livno
Wenn man die Wildpferde sehen möchte, empfehle ich einen Guide. Alleine schon wegen der Straßen, welche dort hinführen. Nicht umsonst fahren die Guides zum größten Teil Geländewagen.
Kurz etwas zur Geschichte der Wildpferde:
Vor vielen vielen Jahren waren Pferde für die Bauern unverzichtbar. Sie halfen in der landwirtschaftlichen Produktion und erleichterten dem Menschen viele Arbeitsvorgänge wie z. B. das Pflügen.
Auch mein Vater hat damals noch so sein Land bestellt. Er hatte ein schweres Kaltblut. Das mächtige Geschirr von seinem Pferd hängt noch immer bei uns.
Er freut sich, dass wir zumindest nun kleine Minipferdchen bei uns haben, welche er mit versorgt.
Nach und nach wurden die Pferde bei uns und auch in Bosnien und Herzegowina durch immer besser werdende Maschinen ersetzt.
Viele Bauern verkauften ihre Pferde nicht, sondern ließen sie in Freiheit und so lebten immer mehr ehemalige Arbeitspferde nun in Freiheit auf der Hochebene.
Nach dem Krieg ging die Zahl der Pferde stark zurück. Ungefähr 50 Pferde zählte man damals nur und somit wurden sie ein paar Jahre später per Gesetz geschützt. Das half, die Population stand im Jahr 2010 auf ca. 200 und inzwischen sind es laut Anbieter über 800 Wildpferde. Sie leben auf einem riesigen Gebiet und ziehen je nach Wetter und Jahreszeit weiter.
Wir haben unsere Tour bei Livno Wildhorses gebucht.
Wenn man wie wir von Split nach Livno fährt, führt der Weg vorbei am Buško jezero, dem größten künstlichen Stausee in Europa. Er hat eine Fläche von 55,8 km2 bei einem Volumen von 782 Millionen m3. Er ist 4,1 km lang und 11,5 m tief.
Trotz dieser Größe und der grandiosen Natur ist er kaum bekannt und so kann man hier auch im Sommer eine Vielzahl an Vögeln beobachten und auch Angler kommen hier auf ihre Kosten, denn regelmäßig werden hier Fische mit mehr als 40 kg geangelt.
Für uns Grund genug für einen zumindest kleinen Zwischenstopp.
Ankunft in Bosnien und Herzegowina. An der Grenze mussten wir nicht warten. Kontrolliert wurden neben den Pässen auch unsere Impfdokumente. Wir hatten die CovApp, jedoch konnten die Beamten an der Grenze den QR-Code nicht lesen. Glücklicherweise hatten wir unsere Impfausweise auch dabei und so fuhren wir nach wenigen Minuten an der Grenze auf den Straßen von Bosnien und Herzegowina.
…. und schon bald sahen wir den See!
Wow! Unbeschreiblich
Leider kein Teleobjektiv zur Hand….. schade, denn es gab sehr viele unterschiedliche Vögel zu sehen. Sowieso wäre ein Teleobjektiv heute toll gewesen, denn auch bei den Wildpferden hätte ich es gut gebrauchen können. Aber aktuell habe ich nicht einmal mehr eines.
Zum Glück hat mir das Christkind u. a. einen Gutschein für einen Fotoladen unter den Weihnachtsbaum gelegt.
Nach einem kurzen Stopp mit Picknick fuhren wir weiter Richtung Livno. Die Landschaft ist sehr malerisch.
Der Lipsko Lake
Die Sturba vor Livno
Geplant war ein Mittagessen direkt in Livno, bevor wir zu unserem Treffpunkt gehen würden.
Wir fuhren zum von unserem Guide genannten Parkplatz, stellten unser Auto ab und liefen dann zu Fuß in das Zentrum von Livno.
Eine sehr moderne Kirche unweit des Stadtzentrums
Direkt am Marktplatz fanden wir ein kleines Restaurant mit Plätzen draußen. Sonnenschirme spendeten uns Schatten, obwohl es ein eher regnerischer Tag war, brannte die Sonne immer wieder zwischendurch vom Himmel.
Es sind die kleinen Cafes und Restaurants, welche der zur Zeit am stärksten wachsende Wirtschaftszweig der Stadt ist, denn insgesamt ist die Wirtschaftskraft der Region Livno sehr labil. Inzwischen gibt es in dem 33.000-Einwohner-Örtchen über 180 registrierte Straßencafes und zahlreiche Diskotheken.
Theoretisch gäbe es in Livno einige Fabriken, welche den Krieg unbeschadet überstanden haben, jedoch sind die Maschinen veraltet und es fehlt bisher an Investoren für eine umfassende Modernisierung.
Inzwischen ist unser Essen gekommen.
Reichlich und lecker!
Zusammen mit unseren 5 Patchwork-Kids sind wir 7 Personen. Jeder bestellte sich ein Gericht und 1 bis 2 Getränke.
Die Preise in Livno liegen deutlich unter dem Niveau von Kroatien und erst recht deutlichst unter dem von Deutschland.
In Bosnien und Herzegowina gilt seit dem 22. Juni 1998 die Konvertible Mark (in den Landessprachen konvertibilna marka / конвертибилна марка). Wir nannten es einfach Mark und mein Freund und ich schwelgten in Erinnerungen … Mark … Das ist lange her.
Als ich vor einiger Zeit zu einem der Kids sagte „Du hörst für keine 5 Pfennig!“ kam ein fragender Blick. „Was ist Pfennig?“ … seufz ….
Ein paar Preisbeispiele (Stand August 2021)
Pizza Margaritha – 2,51 €
Lasagne – 4,60 €
Spaghetti Bolognese – 3,84 €
Cola / Fanta – 1,28 €
Wir bezahlten somit für 7 Personen grad mal um die 30 Euro inkl. jeder mind. 1 Getränk. Und die Portionen waren üppig. Bei den Preisen macht es Spaß, mit den Kids essen zu gehen. In Deutschland zahlen wir, wenn wir mit den Kids essen gehen, immer um 120 Euro und selbst der einfache Stopp unterwegs beim goldenen M kostet schon um 50 bis 60 Euro.
Nach dem opulenten Essen machten wir uns alsbald auf den Weg Richtung Treffpunkt.
Ich bekam vorab die Telefonnummer von unserem Guide und rief ihn vor unserem Mittagessen an, um den genauen Treffpunkt zu erfragen.
Wir sahen direkt sein Auto. Ein 4×4. Wie dringend man so ein Auto dort oben benötigt, wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Unser Fahrer Jakov stellte sich uns vor und die Chemie passte von Anfang an.
Und dann fuhren wir los! Endlich!!!
Auf zu den Wildpferden!!!
Schon die Fahrt zu den Wildpferden war ein kleines Erlebnis. Nicht nur der staubigen und holprigen Straße wegen.
Wir hielten an einem Aussichtspunkt mit einer schönen Aussicht über Livno. Das Wetter spielte leider nicht mit. Die Aussicht genossen wir, während uns Jakov viel über die Geschichte seiner Stadt erzählte.
Neben den christlichen Kirchen entstanden in der osmanischen Zeit in Livno 17 Moscheen, von welchen heute noch 5 stehen.
Kirche und Moschee nebeneinander
Franziskanerkloster St. Peter und Paul
Wir fuhren höher und höher und erreichten bald die Hochebene.
Das sah auch schon ohne die Wildpferde toll aus!
Absolutes Niemandsland. Traumhaft!
Schon in Amerika haben mich diese fast unendlich wirkenden weiten Landschaften fasziniert.
Zunächst sahen wir ein paar Kühe, welche sich auch frei auf dem Areal bewegten.
Unbeschreiblich, diese noch so unberührte Natur
Und dann sahen wir sie! Die ersten Pferde. Eine kleine Herde graste nicht weit entfernt von uns.
Und auch etwas weiter entfernt in den Hügeln sahen wir eine Herde.
Machtkämpfe unter den Hengsten. Bei Pferden herrscht eine klare Hierarchie.
Wir näherten uns mit dem Auto der Herde, hielten an, stiegen aus und dann gingen wir zu Fuß zu der kleineren Herde. Wir haben uns inzwischen viel mit Jakov unterhalten und er sagte, wir könnten uns der Herde zu Fuß ohne Gefahr nähern. Er blieb die ganze Zeit bei uns und behielt die Herde genau im Auge.
Wir verhielten uns ruhig und die Herde kam zu uns.
Wir waren den Pferden schon bald sehr nah, damit hatte ich gar nicht gerechnet und freute mich wie ein Schneekönig.
So wundervolle und hübsche Tiere!
Mehrere Fohlen waren dabei.
Mein Sohn ist sehr tierlieb. Er setzte sich ins Gras. Ganz ruhig und beobachtete die Pferde. Und dann kamen sie zu ihm.
Jakov und ich standen direkt hinter ihm.
Ein Gänsehautmoment! Die Pferde waren neugierig und freundlich.
Die beiden Jüngsten verliebten sich in die Fohlen. Konnte ich verstehen, mir ging es ähnlich.
Bald hatten die Pferde scheinbar genug von uns Menschen und trotteten langsam weiter.
Wir gingen zurück zum Auto und fuhren noch zu einer weiteren Herde.
Man weiß nie genau, wo sie sich aufhalten, es ist auch immer etwas Glückssache, die Herden so nah zu sehen.
Die Fahrt war holperig, die Kids fanden es toll!
Die Ruinen der alten Schäferhütten
Dann erreichten wir eine weitere Herde
Auch die andere Herde ließ uns wieder nah heran. Und auch hier konnten wir wieder mehrere Fohlen entdecken.
Wir nutzten die Chance für eine kleine Picknickpause. Jakov reichte uns kühle Getränke und für die Kids ein großes Highlight: Sie durften auf dem Dach vom Auto sitzen!
Auch wenn die Pferde hier größtenteils sich selbst überlassen sind, was auch gewollt ist, bekommen sie vor allem was die Wasserlöcher betrifft inzwischen Unterstützung.
Ein ungewollt seltsames, aber auch lt. den Kids lustiges Foto …
Dieses Foto hängt als Original und in groß nun auf Leinwand gezogen in unserer Wohnung.
Die Fahrt ging weiter, nun zu einem imposanten Aussichtspunkt.
Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Tiefebene des Flusses Kriva jaruga, wobei ich nicht weiß, ob das schon eine Tiefebene im klassischen Sinne ist.
Flusstal wäre dann wohl ein ebenso passendes Wort für diese malerische Gegend.
Blick in die andere Richtung
Jakov machte wieder ein tolles Erinnerungsfoto von uns.
Dieser Platz sei einer seiner Lieblingsplätze.
Als wir dort saßen und unsere Blicke so weit in die Ferne schweifen ließen, konnten wir es nachvollziehen. Es war eine nicht zu beschreibende Ruhe dort. Wir entspannten und sahen, wie die untergehende Sonne das Tal des Kriva jaruga mehr und mehr im Schatten verschwinden ließ und das Licht die Landschaft in ein warmes Gelb-Orange tauchte.
Ja, das war wirklich ein schöner Ort. Zum ersten Mal in diesem Urlaub machte sich auch bei mir tiefe Entspannung bemerkbar.
Und dann zeigte er uns eine Besonderheit, von welcher ich bislang noch auf keinem Reisebericht gelesen habe.
Unten im Tal grasten die Schafe ….
… und ein Schäfer war es auch, welcher ein bemerkenswertes Bauwerk erschaffen hat.
Wir standen oben auf einer Anhöhe zwischen vielen kleineren und größeren Steinen.
Jakov schaute uns an und fragte uns „Na, seht ihr die große Spinne?“ …. Himmel, eine große Spinne??? …. ich mit meiner Spinnenphobie schreckte direkt zurück. Jakov lachte „Nein, keine echte Spinne. Schaut mal da unten.“
Weil wir es trotzdem zunächst nicht sahen, gab er uns sein mitgebrachtes Fernglas. Und dann sahen wir sie:
Eine riesige Spinne aus Steinen.
Wir staunten alle gleichermaßen über diese Arbeit. Ein Schäfer hat sie erschaffen. Eine riesige Spinne aus Felssteinen.
Na, könnt ihr die große Steinspinne sehen?
Oben an dem Berg oberhalb der Siedlung.
Das ist eine Spinne, welche selbst mir gefiel. Eine bemerkenswert schöne Arbeit und so gleichmäßig ausgearbeitet, wenn man sich vorstellt, wie das Verhältnis von der Größe der Spinne und die des Schäfers war. Wir staunten und jeder wollte ein zweites und drittes Mal durch das Fernglas sehen, um die Spinne noch einmal näher zu sehen!
Die Sonne senkte sich weiter und wir mussten wieder aufbrechen. Leider ….
Hätte man mir hier ein Zimmer in einer Unterkunft angeboten, wäre ich geblieben.
Diese Ruhe hier oben, die grandiose Natur und die Pferde! Das ist so ein Kontrast zu dem Trubel, welchen wir in den letzten Tagen erlebten.
Auf dem Rückweg zurück zur Zivilisation entdeckten wir eine weitere Herde.
Livno im Sonnenuntergang
… und wie schon auf dem Hinweg standen wir kurze Zeit später wieder in einer Ziegenherde.
Die Sonne verschwand hinter den Bergen ….
… aber wir hatten noch ein kleines Highlight zum Abschluss vor uns:
Duman – die Flußquelle des Flusses Bistrica direkt in Livno
Es ist schon was Besonderes, denn die Quelle befindet sich in einem Karsthügel und fließt in einem Wasserfall aus dem Hügel heraus und wird erst dann zum Fluß.
Der Fluß, die alte steinerne Brücke und dieses wundervolle Licht ließen diesen Ort fast ein wenig magisch erscheinen.
Links mittig erkennt man die Höhle, in welcher sich die Quelle befindet.
Bis zur Quelle kamen wir nicht, da hätte man etwas durch den Fluß laufen müssen. Aber zumindest zu einem der kleineren Neben-Wasserfälle konnten wir kraxeln. Zur Belohnung gab es kaltes, reines und frisches Wasser direkt aus der Quelle.
Jeder bekam einen Becher zum Probieren. Es war sehr lecker. Weich, frisch und eiskalt!
Der kleinere Wasserfall etwas seitlich des eigentlichen großen Wasserfalles.
Zum Abschluss spazierten wir noch einmal über die alte Brücke.
Ist das nicht schön? Ich konnte es kaum noch erfassen. Dieser Ort, die Eindrücke des Tages.
Dieser Ort gefiel mir immer mehr.
Malerisch, nicht überlaufen, sehr freundliche und herzliche Menschen und auch mit 5 Kids bezahlbar.
Wir kommen definitiv irgendwann wieder!
Jakov brachte uns zu unserem Auto. Wir verabschiedeten uns mit dem Versprechen, irgendwann wiederzukommen.
Er überreichte uns noch ein kleines Gastgeschenk: Honig, von seinem Bruder aus der Region Livno.
Dieser Tag ist so schnell vergangen. Irgendwie konnten wir es alle kaum glauben, dass wir schon wieder an unserem Auto waren …
Jakov hat die Tour wirklich gut und kurzweilig gestaltet.
Wenn ihr in der Region seid und die Natur liebt: Macht diese Tour, sie lohnt sich!
Vielen Dank Jakov für den tollen Tag und die kurzweilige Tour!
Es hat uns mehr als gut gefallen, die Kids sprechen noch heute oft von dieser Tour, von den Wildpferden und dem Picknick auf dem Autodach!
Vielen Dank !!!!!
Bye Bye Livno, wir kommen wieder!!!
Danke, dass ihr wieder dabei ward. Auch beim nächsten Bericht bleiben wir noch in Bosnien und Herzegowina, dann geht es u. a. nach Mostar.
FAQ: Wildpferde bei Livno
Kann man die Wildpferde in Livno auf eigene Faust sehen?
Möglich ist das theoretisch, sinnvoller ist aber eine Tour mit Guide. Die Hochebene ist weit, die Straßen sind oft holprig und man weiß nie genau, wo sich die Herden gerade aufhalten.
Lohnt sich der Ausflug zu den Wildpferden von Kroatien aus?
Ja, absolut. Gerade von der Region rund um Split, Podstrana oder Makarska ist Livno als Tagesausflug gut machbar.
Wie nah kommt man an die Wildpferde heran?
Das ist Glückssache und hängt von Wetter, Tageszeit und Verhalten der Herden ab. Bei uns waren die Pferde erstaunlich nah und sehr ruhig.
Ist die Tour zu den Wildpferden für Kinder geeignet?
Ja, wenn Kinder Tiere und Natur mögen. Die Offroad-Fahrt, die weite Landschaft und die Pferde waren für unsere Kinder ein echtes Highlight.
Was ist die Duman-Quelle in Livno?
Duman ist die Karstquelle der Bistrica direkt in Livno. Das Wasser tritt aus einer Höhle im Fels heraus und macht den Ort gerade im Abendlicht besonders schön.
Bei den Links handelt es sich um Affiliatelinks; d.h., die Provision nutze ich, um die Kosten für diesen Blog (Serverkosten usw.) zu decken – damit bleibt abgesehen von diesen Links der Blog hier werbefrei und euch kostet es keinen Cent mehr. Danke an alle, die darüber buchen!!!
Heute gibt es einen kleinen Zwischenbericht, bevor es beim nächsten Mal einen Bericht über eines unserer persönliches Highlights aus unserem Kroatienurlaub gibt!
Nach einem doch noch schönen Tag in Makarska fuhren wir abends zurück nach Omiš.
Bereits vormittags hätten wir eine Bootsfahrt machen wollen. Da wir jedoch in Omiš keinen Parkplatz fanden, auch nach viel Kurverei durch Omiš nicht, verpassten wir unser Boot und fuhren spontan weiter bis nach Makarska. Wir hatten den Verkehr in der Hauptsaison völlig unterschätzt, sonst wären wir früher losgefahren…
Am späten Nachmittag wollten wir einen 2. Versuch starten und fuhren von Makarska zurück nach Omiš. Zu unserer Freude fanden wir direkt einen Parkplatz und weil wir auf der Erfahrung vom Vormittag beruhend dieses Mal viel Pufferzeit eingeplant hatten, reichte die Zeit somit noch für einen Besuch in der Eisdiele.
Im Anschluss starteten wir die Tour. An diesem Tage war es somit unsere 3. Bootstour, dazu dann aber später.
Nützlich für die Planung
Festung Mirabela: Eintritt 3 € In der Hauptsaison 5 €
Mirabela Öffnungszeiten / Kassierung: 15. Mai bis 15. September täglich 09:00 bis 22:00 Uhr
Festung Fortica: Eintritt 3,50 €
Fortica Öffnungszeiten: saisonabhängig, bitte vor Ort im Tourist Information Centre prüfen
Zipline Croatia: 80 € pro Person Dauer ca. 2,5 Stunden 8 Stahlseile
Ca. 25 km westlich von Split liegt die Stadt an der Mündung der Cetina.
Die 15.000 Einwohner leben inzwischen hauptsächlich vom Tourismus.
Omiš liegt malerisch eingebettet zwischen den Bergen Dalmatiens, den imposanten Felskamm vom Omiška Dinara und der Schlucht des Flusses Cetina, welche im Laufe vieler Jahrhunderte entstanden ist. Auf der anderen Seite warten dann viele schöne Strände der Adria.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Auf dem folgenden Foto sieht man die einmalige Lage des Ortes zwischen Fluss, Schlucht, Felsen und Meer.
Zu Beginn ein paar Infos zu Omiš
Landschaftlich dominierend sind die schroffen Gebirgszüge und die durch den Süßwasserfluss Cetina in hunderten Jahren entstandene Schlucht, welche sich bis zur Küste zieht.
Daher bietet das kleine Küstenörtchen auch eine große Palette an Freizeitaktivitäten.
Der Ort selber ist relativ klein, dennoch ist er der Hauptort der 20 km langen Omiš-Riviera.
Bereits im 15. Jahrhundert wurde die Landschaft besiedelt. Die Landschaft bot nicht viel Platz, sich auszuweiten, daher findet man bis heute viele bauliche Erinnerungen an vergangene Zeiten auf relativ kleinem Platz, wenn man gemütlich durch die schmalen Gassen spaziert. Überreste der alten Stadtmauer, alte Steinhäuser, Kirchen uvw können besichtigt werden.
Oben auf den Bergkamm thronen alte Festungen bzw. die Reste davon, welche teilweise noch besichtigt werden können und schöne Ausblicke auf den Ort und die Küste bieten.
Ausgeschilderte Wege führen hoch zur Festung Mirabele oder zur noch höher gelegenen Festung Starigrad Fortica. Der Eintritt in die alten Festungen beträgt heute nicht mehr umgerechnet rund 30 Kuna, sondern wird inzwischen in Euro berechnet.
Die schönste Aussicht auf das Cetina Tal und Omiš hat man vom Aussichtspunkt der Statue Mila Gojsalić. Hinter bzw. vor der Brücke führt eine gut ausgebaute Straße hoch in die Berge und führt auch an diesem Aussichtspunkt vorbei.
Für unsere Kids war es spannend, dass Omiš zwischen dem 12. und dem 14. Jahrhundert eine berühmt-berüchtigte Piratenhochburg war. Grund dafür war die Lage, denn die von den Piraten gekaperten Handelsschiffe wurden in die Cetina-Schlucht entführt und waren somit vom Meer aus nicht mehr sichtbar. Jedes Jahr findet in Omiš im August die bekannte Piratenschlacht statt.
Was kann man in Omiš unternehmen?
Omiš lebt inzwischen vom Tourismus und bietet seinen Gästen sehr viel. Wanderungen, Zipline, Wildwasserrafting und vieles mehr.
Rafting und Canyoning (Affiliatelinks):
Zipline:
Aktuell kostet die Zipline laut Anbieter 80 Euro pro Person.
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Strecke: 8 Stahlseile über der Cetina-Schlucht
Kontakt: Zipline Croatia Josipa Pupacica 4 in Omis
Omis ist auch eine gute Ausgangslage für Tagestouren in die Umgebung
Fahrt mit dem Auto durch Omiš
Fahrt entlang der Straße oberhalb von Omiš
Von dort hat man einen fantastischen Ausblick auf Omiš und dem Fluss Cetina
Fahrt von Split kommend Richtung Omiš
Fahrt von Makarska Richtung Omiš
Der Hafen an der Mündung der Cetina
Der Strand direkt im Ort gehört zu den schönsten der Riviera
Der eigentliche Strand ist etwas weiter hinten, siehe hier: Google Maps
Von der Fußgängerzone habe ich keine Fotos machen können, es waren viele Menschen unterwegs
In der Nähe der Brücke Richtung Strand gibt es eine tolle Eisdiele
Unsere Bootsfahrt in Omiš
Geht man in der Hauptsaison in Omis über die Brücke über den Fluß Cetina, sieht man schon mehrere Anbieter für Bootstouren auf dem Cetina.
Mit Schildern und Flyern stehen sie dort und sprechen vorbeigehende Touristen an.
Es gibt mehrere Anbieter und mehrere Touren am Tag.
Manche machen einen Stop in einem kleinen Restaurant am Flussufer.
Wir haben eine einfache Tour gebucht.
Bezahlt haben wir um 12 Euro pro Erw und für die Kids ein paar Euro weniger.
Die Fahrt ist gemächlich, die Landschaft ein Traum.
Steil abfallende Felsen direkt am Ufer, dicht bewachsene Uferböschungen mit vielen verschiedenen Wasservögeln, kleine bunte Fischerhütten und glasklares Wasser machten diese Bootstour zu einem schönen Erlebnis.
Ich lasse nun einfach mal ein paar Bilder sprechen
Die Anlegestelle
Die Festung Tvrđava Mirabela
Wir freuten uns, gleich in die Schlucht hineinzufahren!!!
Mittig links sieht man schon den Tunnel für eine geplante Umgehungsstraße, um den Ortskern zu entlasten
Imposant ragen die Felsen aus dem Fluss in die Höhe
Eine von mehreren Ziplines überquert hier oben den Fluss. Die Aussicht von dort oben muss atemberaubend sein! Man muss es allerdings schnell genießen, die Zipliner flogen nahezu über unsere Köpfe hinweg
Sehr beeindruckend!
In den Pflanzen am Ufer tummelten sich viele Wasservögel
…. next Generation ….
Das Ergebnis kann sich sehen lassen!
Das Wasser ist glasklar
Was für ein Kontrast zu den völlig überfüllten Stränden am Nachmittag.
Ruhe und Entspannung pur, wenn man mit dem Boot über den Fluss fährt
Die kurzweilige Fahrt endete wieder mit der Fahrt durch die Schlucht
… und dann waren wir schon wieder am Anleger. Die Bootsfahrt war die schönste von den dreien des heutigen Tages, da waren die Kids und wir uns einig!
Unser Fazit
Uns hat die Bootsfahrt gut gefallen.
Obwohl wir in der Hauptsaison dort waren, verlief die Fahrt entspannt und ruhig.
Die Landschaft ist abwechslungsreich und malerisch und wir konnten sehr viele Tiere, vor allem Wasservögel, beobachten. Generell ist es ein toller Ort zum Urlaub machen. Es gibt zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten auch in das Umland, die Landschaft ist hier besonders abwechslungsreich und es gibt ein sehr großes Angebot an Unterkünfte, Restaurant, Cafés und Möglichkeiten, seine Urlaubstage mit den verschiedensten Aktivitäten zu gestalten
Bye bye, bis zum nächsten Mal.
Dann verlassen wir Kroatien für einen unvergesslichen Ausflug in die wundervolle Natur von Bosnien und Herzegowina
FAQ: Bootsfahrt in Omiš
Lohnt sich eine Bootsfahrt in Omiš?
Ja, vor allem wenn ihr die Landschaft rund um die Cetina entspannt vom Wasser aus erleben möchtet. Die Fahrt ist ruhig, familiengeeignet und eine schöne Abwechslung zu den oft vollen Stränden.
Wo starten die Bootstouren in Omiš?
Viele Anbieter stehen in der Hauptsaison rund um die Brücke über die Cetina und am Uferbereich in Omiš. Tickets bekommt man oft direkt vor Ort.
Ist Omiš für Familien geeignet?
Ja. Neben Bootstouren gibt es in Omiš auch Strände, Eisdielen, Festungen, Spaziergänge und viele weitere Ausflugsmöglichkeiten in der Umgebung.
Was kann man in Omiš außer einer Bootsfahrt machen?
Beliebt sind die Festungen Mirabela und Fortica, die Zipline über der Cetina-Schlucht, Rafting, Wanderungen und ein Bummel durch die Altstadt.
Ihr könnt über Get Your Guide tolle Erlebnisse und Touren in Kroatien buchen *
Wenn ihr Omis in der Suche eingebt, findet ihr auch die Ziplines und Bootstouren
*Affiliate. Damit helft ihr, dass der Blog (abgesehen von diesen Links am Ende der Beiträge) werbefrei bleibt. Vielen lieben Dank an alle, die mich so unterstützen!
Tagesausflug von Split nach Makarska mit Hindernissen
Hallo zusammen,
schön, dass ihr wieder dabei seid. Draußen wird es langsam ungemütlich. Heute hat es bei uns im Münsterland den ganzen Tag genieselt, es war windig und nur wenige Grad über 0.
Da erinnere ich mich gerne an unsere schönen sonnigen Tage im Sommerurlaub.
Und deswegen geht’s hier direkt weiter mit meinem Kroatien – Bericht.
Rückblick der bisherigen Berichte: Wir sind vor ein paar Tagen in Zagreb gelandet und sind nach einer Nacht in den Weinbergen mit Zwischenstopp an den Plitvicer Seen zu unserer 1. richtigen Unterkunft nach Podstrana, etwas südlich von Split, gefahren.
Der Pool wurde direkt am Tag der Ankunft mehr als ausgiebig getestet und auch am nächsten Vormittag hatten wir beim Frühstück vier der fünf Kids ungeduldig am Tisch sitzen.
Nach dem morgendlichen Spaß im Pool war es dann an der Zeit, uns etwas die Gegend anzusehen.
Wir hatten einiges auf dem Plan.
Zum Beispiel wollten wir uns den Stein von Brela ansehen (https://kroatien-nachrichten.de/das-kroatische-dorf-brela-an-der-makarska-riviera/) , dort am Strand mit den Kids zu einer Wasserburg gehen, damit sie da spielen können, zu einem Aussichtspunkt fahren und dann wollten wir noch am Makarska Beach schwimmen und schnorcheln. Außerdem hatten wir eine Bootsfahrt in Omiš reserviert und in Makarska Beach wollten wir Stand Up Padling ausprobieren … typische Urlaubstagsplanung bei uns.
Es wurde daher alles entsprechend eingepackt. Ein paar Snacks, Badeklamotten, Schnorchelausrüstung, reichlich Sonnencreme und sehr viel gute Laune. Die wehrte jedoch nicht lange, bei keinem von uns ….
Unsere geplante Route für den Tag:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Tagesausflug von Split nach Makarska mit Hindernissen
Omiš, das Nadelöhr in der Hauptsaison ….
Mitten in Omiš, wie sooft in Kroatien: Ein Obststand mit frischem und sehr leckerem Obst (Wir haben es sehr oft getestet, vor allem mit Melonen)
Omiš ist ein Nadelöhr. Zwei große Straßen führen nach Omiš rein, aber nur eine Brücke führt über den Fluss.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Stau …. wir standen eine Ewigkeit und kamen kaum vom Fleck. Das Nadelöhr war bzw ist die Brücke. Doch auch sonst schien der Ort völligst überlaufen. Es war eben Hochsaison und Omiš ist ein schöner und touristisch sehr gut erschlossener Ort, welcher neben Strand auch vieles andere, wie zB Rafting, Kajak oder Zipline – Touren bietet.
Die Brücke mitten in Omiš führt über den Fluss Cetina
Als wir die Brücke endlich hinter uns hatten, fanden wir keinen Parkplatz. Es waren kleinere Lücken frei, aber mit unserem Van hatten wir keine Chance, in so einer Lücke zu parken. Wir kurvten durch die engen Straßen, immer und immer wieder, aber es war zwecklos … Unsere Bootstour war nun ohnehin schon ohne uns gestartet … So schade….
…. mit dem ersten Dämpfer des Tages fuhren wir dann weiter Richtung Brela. Dort freuten sich die Kids auf Strand und schnorcheln. Noch waren sie halbwegs gut gelaunt,… Während der Fahrt buchte ich die Bootsfahrt in Omiš auf abends um. Ganz sausen lassen wollte ich sie nicht, dafür sah die Gegend im Hinterland von Omiš auf Maps schon zu vielversprechend aus.
Der Aussichtspunkt bei Stella Maris
Kurz vor dem Aussichtspunkt „Stella Maris“ gibt es einen weitere, ebenfalls lohnenswerten Aussichtspunkt. Es ist ein kleiner Rastplatz mit Picknickbänken.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Ein Weg führt hinunter zum Strand. Es führt zudem ein Weg entlang der Küste bis nach Brela. Hätte ich geahnt, was uns erwartet, hätte ich in Erwägung gezogen, die 7 km zu laufen …. Wobei … bei der Hitze,…doofe Idee
Warum genau da eine Marienstatue steht, konnte ich nicht recherchieren. Wenn jemand diesbezüglich Infos hat: Bitte Nachricht an mich – Danke!
Nach einer malerisch schönen Fahrt auf der Küstenstrasse sagte unser Navi, dass wir abbiegen müssten, um nach Brela zu kommen. Ich hatte schon im Vorfeld mehrere Parkplätze markiert und wir hatten geplant, diese systematisch abzufahren, da uns schon in den Tagen zuvor aufgefallen ist, wie voll es in der Gegend zu dem Zeitpunkt war.
Die Kinder riefen „Jaaaa, noch 10 Minuten“ und die Jüngste setzte schon voller Vorfreude ihre Taucherbrille auf.
Die Ernüchterung kam nur wenige Minuten später.
Stau, Stau, Stau. Parkplätze überfüllt, Autoschlangen, welche auf einen freien Parkplatz warteten. Bei jedem der ausgesuchten Parkplätze das gleiche Spiel …. Das kann doch nicht wahr sein …..
„Boah Mama, wir hätten jetzt im Pool sein können!“ kam von hinten gemotzt. Ich konnte die Kids verstehen. Meine Laune war auch auf dem Tiefpunkt. „Zurück zur Ferienwohnung?“ frug mein Lebensgefährte?
Von hinten kam ein mauliges „Ja!“ „Nein, ich habe noch ein paar Punkte auf meiner Liste.“
– „Och ne, Elly und ihre Punkte auf der Karte, das hat doch in Schweden schon nicht geklappt…“ kam ein seufzender Ausruf von hinten. „Lass sie doch, sie hat auch Urlaub und hat ganz bestimmt auch was schönes für uns ausgesucht!“ beschwichtigte ein anderes Kind.
Na das konnte ja noch heiter werden ….
–
Impressionen von der Strecke zwischen Omiš und Makarska
Omiš
Berge bis zum Meer
Landschaftlich ist die Strecke ein Traum! Berghänge, immer wieder Buchten, kleine Dörfer direkt an der Küste. Kleine Häfen, umgeben von Bergen und Wäldern – und das Meer schimmert in den schönsten Blau- und Türkistönen.
Schon alleine für diese Ausblicke hat sich die Fahrt gelohnt.
Die Laune aller im Keller, die Straßen voll, die Schnorchelbrille noch immer unbenutzt …. konnte ja nur noch toll werden dieser Nachmittag ….
Wir fuhren weiter nach Makarska. Aber auch dort am Strand – keine Chance auf einen Parkplatz. Entnervt fuhren wir noch ein Stück weiter, zur eigentlichen Stadt Makarska. Und zu unserer Überraschung fanden wir einen freien Parkplatz, direkt an der Promenade. Scheinbar waren alle Menschen an irgendwelchen Stränden, denn an der Promenade war nicht sehr viel los und so bummelten wir erst einmal im Schatten der vielen Palmen direkt am Wasser entlang.
Informationen zu Makarska
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Makarska ist eine der ältesten Städte im kroatischen Teil der Adria. Sie liegt am Fuße vom Biokovo-Massivs mit dem höchsten Berg, der Sveti Jure (1762 m) mit seinem Biokovo- Naturpark, in welchem im Juni 2020 eine spektakuläre Glasboden- Aussichtsplattform eröffnet wurde. Die Straße dorthin ist kurvig und sehr schmal, daher vor allem in der Hauptsaison am besten früh morgens zu befahren oder im Rahmen einer geführten Tour.
Von Makarska aus kann man zu vielen wirklich schönen Touren starten. Entweder zu Wanderungen oder Klettertouren im Biokovo – Nationalpark oder z.B. mit dem Boot zur Insel Brač mit seinem berühmten Strand „Goldenes Horn“ oder aber auch mit dem Auto, zB nach Dubrovnik (150 km) oder zur berühmten Stadt Mostar in Bosnien und Herzegowina (knapp 100 km) Um 14.000 Einwohner leben in dem kleinen Hafenstädtchen mit seiner jahrhundertalten Geschichte.
Für diese hatten wir allerdings heute keine Zeit, denn auf einmal entdeckten die Kinder ein kleines U-Boot. Ein knallrotes Mini- Uboot.
Ein knallrotes Mini-U-Boot
Leider waren die Preise für eine Fahrt damit nicht mini, aber in Anbetracht der Tatsache, dass die Kinder wirklich schon sehr viel Geduld bewiesen hatten, ließen mein Freund und ich uns breitschlagen und kauften 7 Tickets für das knallrote Mini-Uboot. 7 überteuerte Tickets,… Aber die strahlenden Augen der Kids,… ja, alle Eltern kennen das …. Im U-Boot saß man unter Wasser, aber der Ausstieg blieb die ganze Fahrt oberhalb der Wasseroberfläche. Ich kannte diese Art von Boot, vor vielen Jahren bin ich mit so einem Tauchboot schon einmal gefahren. In Ste.Maxime an der Cote D’Azure. Damals haben wir tatsächlich auch viele Fische gesehen und selbiges erhoffte ich mir für diese Fahrt auch. Nur aus dem Grund habe ich mich überhaupt dazu überreden lassen. Na gut, der Grund zum einen und zum anderen 5 Kids mit Kulleraugenmodus….
Aufgeregt kletterten die Kids in die kleine Unterwasserkapsel. Maximal 10 Leute hätten hier Platz, es war wirklich eng.
Wir verließen den Hafen und fuhren entlang der Küste. Die Kinder klebten fast an der Scheibe und hofften, die ersten Fische zu sehen. Aber: Fehlanzeige. Außer ein paar kleine Minifische bekamen wir leider nichts Interessantes vor die Scheibe ….
Die Ausfahrt vom Hafen
Ein paar kleine Fische
Vor Makarska vorgelagert ist eine Halbinsel mit pittoresk bewachsener Steilküste
Zurück am Anleger war die Stimmung immer noch nicht viel besser. „Wow, ganz viele Fische gesehen, echt…“ motzte eines der Kids. „Aber echt, das hätte man sich sparen können!“
Ok, Zeit für einen neuen Plan. Wir hatten noch etwas Zeit, bis wir zurück zu Omis aufbrechen müssten. Die Kids wollten schwimmen und schnorcheln, aber wir wollten nicht an einen der überfüllten Strände. Also gab es nur eine Möglichkeit: Mit dem Boot raus aufs Meer. Es gab direkt am Hafen einen Anbieter, welchen man anrufen konnte. Wir riefen ihn an und keine 10 Minuten später war er da. Für 80 Euro würde er mit uns rausfahren, wo man schwimmen und schnorcheln konnten. Wir kamen gar nicht zum überlegen, denn direkt riefen die Kids begeistert „Jaaaaa, schnorcheln!“ Der Bootsführer lächelte und wir kauften heute zum 2. mal Tickets für eine Bootstour, welche dieses mal aber wesentlich vielversprechender und länger war.
Bootstour in Makarska, die 2.
Hafenausfahrt die 2.
Makarska und das mächtige Bergmassiv vom Boot aus
Die Kids waren begeistert. Mit dem Boot auf dem Meer, die Küste entlang, das türkis-blaue und glasklare Wasser unter uns.
Die schlechte Stimmung war wie vom Fahrtwind weggepustet!
Sieht aus wie ein alter Bunker für ein Torpedoboot. Weiß da jemand von euch Genaueres?
„Jaaaaaa, gleich können wir endlich schwimmen und schnorcheln!“ Die Kids konnten es kaum abwarten und auch wir freuten uns bei der Sommerhitze auf den Sprung ins erfrischende Nass.
So nahm der Tag, der bislang viele nervige Momente hatte, doch noch eine tolle Wendung!
Der Leuchtturm am Plaža Sveti Petar auf der kleinen Makarska vorgelagerten Halbinsel
Die Bergkulisse ist vom Boot aus noch imposanter
Der Berg der drei Kreuze oberhalb von Makarska ist durch eine Wanderung gut zu erreichen
Das wäre eigentlich „unser“ Strand gewesen. Mit Wasserburg und Wasserrutsche … Sehnsüchtige Blicke von den Kindern – aber sie sahen auch, wie voll es dort war
So ein voller Strand ist auch ohne C… nicht schön ….
Wir ankerten etwas nördlich von Makarska
Und dann konnten wir endlich ins Wasser. Schwimmen, Tauchen, Schnorcheln!
Wir haben mehrere größere, kleinere und bunte Fische gesehen, aber auch einige Seeigel
Ob das da oben ein Wohnhaus ist?
Was für ein schönes Farbenspiel
Ich weiß nicht, wie lange wir im Wasser waren. Den Kindern nach war es ohnehin zu kurz, aber wir hatten ja noch was vor. Zurück auf dem Boot gab es kühle Getränke und Snacks und wir fuhren zurück zum Hafen
Nach dem Anlegen kauften wir uns bei einem Bäcker an der Promenade noch ein paar Getränke und Brötchen
Wenn man mit 5 Kids unterwegs ist, 3 davon um die 12 Jahre alt, dann darf man nicht an so einer Statue vorbei gehen. Mein Freund und ich mussten überhaupt nichts sagen, als die ersten beiden schon kicherten. Nur die Jüngste stand da etwas ratlos vor. „Warum ist die eine Seite so hell?“ Drei der Kids lachten laut los „Das verstehst du halt noch nicht!“ „Hey Kinder, habt ihr gesehen, ganz viele haben ihr die Finger und die Nasenspitze gerieben.“ Lautes Lachen „Jaja, die Naaaaaseeeeee…“ Das Lachen hielt noch etwas länger an. Und die Älteste rollte mit den Augen. „…..hilfe……. war ich auch so?“ … oh man, interessantes Alter – und das ganze haben wir jetzt im Dreierpack.
Wir verabschiedeten uns von dem schnuckeligen Örtchen.
Und dann fuhren wir los Richtung Omiš . Wir hatten Sorge, wieder keinen Parkplatz zu finden … Das Boot würde auch dieses mal nicht warten …
Aber darüber berichte ich euch dann in meinem nächsten Bericht.
Bye Bye!
Bis zum nächsten mal, dann geht’s weiter in Omiš
Tagesausflug von Split nach Makarska mit Hindernissen
Heute fuhren wir nach unserem Zwischenstop bei den Plitvicer Seen zu unserer 1. Urlaubs-Unterkunft. Gebucht hatten wir eine Ferienwohnung mit Pool in Podstrana bei Split.
Ca. 2,5 Stunden Fahrt lagen nun noch vor uns.
Immer noch begeistert von den Eindrücken der Plitvicer Seen machten wir uns nachmittags auf den Weg Richtung Süden.
Sonne, Strand, Pool – endlich Urlaub!
Die Kinder verplanten auf der Fahrt schon einmal die Betten in der Ferienwohnung und die Poolzeiten. Außerdem wurden Tagespläne erstellt, wann im Meer und wann im Pool geplanscht wird und überhaupt. Ein Bestandteil der neuen Tagesplanung von den Kids war auch ausschlafen und Frühstück erst um 12 Uhr, denn immerhin sind ja Ferien. Oha, das deckte sich so garnicht mit meinen Plänen … das war dann wohl der richtige Zeitpunkt, um den Kids davon zu erzählen… Aus den anfänglichen „Och ne Mama, ernsthaft?!“ wurde schnell „Echt? Das machen wir? Megacool!!“
Meine Tagesplanung beinhaltete natürlich auch Zeit für Pool und Meer – und sie würde uns sogar zweimal über die Landesgrenze von Kroatien führen.
Dazu dann aber später.
–
Unsere Route auf der Karte
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Wir waren etwas wehmütig, denn die Route führte ausgerechnet an unserer ursprünglich gebuchten Unterkunft vorbei. Diese lag am Berghang mit wundervollen Blick auf die Meeresbucht nördlich von Zadar. Aber Zadar war Risikogebiet und somit mussten wir diese stornieren. Und weil das ganze so kurzfristig war, fand ich keine geeignete Unterkunft für 2 Wochen und dadurch hatten wir dann insgesamt 5 Unterkünfte in 2 Wochen… So sahen wir zumindest auch viel von Kroatien und wissen schon, in welche Region uns es beim nächsten mal hinziehen wird.
Impressionen von unterwegs zwischen Plitvicer Seen und Podstrana
Die Plitvicer Seen haben uns sehr gut gefallen.
Vom Landesinneren führte uns der Weg Richtung Süden und Richtung Küste
Immer wieder sieht man Käse-Stände am Strassenrand. Auch Honig kann man in Kroatien oft an kleinen Strassenständen kaufen
Berge am Horizont.
Der höchste Berg in Kroatien ist der Dinara mit 1.831 m Höhe in Dalmatien an der Grenze zu Bosnien und Herzegowina.
Das Gebirgsgebiet im Nationalpark Paklenica nördlich von Zadar. Auch hier wurden viele Winnetou- Szenen gedreht. Die Drehorte sind beschildert und zudem befindet sich das Winnetou-Museum in Starigrad Paklenica
Und da ist er … das wäre eigentlich unser Urlaubsort gewesen …. eines der Häuser oben am Berghang. Sieht schön aus. Etwas Wehmut machte sich breit, aber auch nur etwas. Denn unsere neu gebuchte Unterkunft hatte etwas, was die ursprüngliche nicht gehabt hätte: Einen Pool! Und auf den freuten sich die Kids schon die ganze Zeit am meisten!
Ein Wohnmobil vor uns. Irgendwann möchten wir mit unserem eigenen Wohnmob ganz Europa bereisen, vom Nordkap bis Gibraltar – und ganz bestimmt auch wieder Kroatien.
Vor ein paar Jahren bin ich mit meinen 3 Kindern 3 Wochen mit einem Wohnmobil an der Westküste der USA unterwegs gewesen und bekam bereits einen kleinen Einblick in das Reisen mit dem Wohnmobil (-> Bericht: 3 Wochen im Wohnmobil an der Westküste der USA)
Die Sonne senkte sich schon, als wir die Autobahn verließen und die Mautstation passierten. Knapp 12 Euro für die knapp 180 km Autobahn- Strecke zwischen den Plitvicer Seen und Split.
Der erste Blick auf Split und das Meer
Auf dem vorderen Berg erkennt man das Fortress Klis, eine jahrhundertealte Hügelfestung mit Panoramablick über die Landschaft rund um Split bis zum Meer
Sonnenuntergang über Split
Wir fuhren durch Split, Podstrana liegt südlich von Split
Wir sind da! Das ist der Strand von Podstrana! Endlich da!!!
Unser zu Hause für die kommenden 5 Tage
Dank der guten Wegbeschreibung unserer deutschsprachigen Vermieterin Dijana erreichten wir direkt und ohne uns zu verfahren unsere Unterkunft „Apartments Marjan“ in Podstrana. Dort angekommen wurden wir von Dijana und ihrer Mutter sehr herzlich empfangen.
Die Ferienwohnung war exakt wie auf den Fotos, wir haben uns von der ersten Sekunde an sehr wohl gefühlt und freuten uns auf die vor uns liegenden Tage!
Die Ferienwohnung hat ein Wohnzimmer mit offener Küche und Balkon mit Meerblick, 3 Schlafzimmer, 2 Badezimmer mit WC und die Terrasse mit Sonnenliegen und Pool
Eines der Schlafzimmer sowie das Wohnzimmer haben einen Zugang zum Balkon
Balkon mit Blick zum Meer
Der Pool! Das Einhorn durften die Kids mitbenutzen
Die Katze wollte auch auf das Foto
Olivenbäume im Garten
Der Ausblick von der Pool- Terrasse
Der Eingangs-Bereich
Jeden Morgen kommt in der Früh ein Bäckerwagen und hält direkt vor der Ferienwohnung an. Es gibt Brot und Gebäck, alles sehr lecker!
Ich kann euch die Ferienwohnung sehr empfehlen!
Dijana hat uns herzlich empfangen und uns auch geholfen, wenn wir ein Problem hatten. So mussten wir zB an einem Tag mit den Kindern zum Corona-Test. Sie hat sich erkundigt, wo das für uns am besten erreichbar ist, dort angerufen, um sich die Testzeiten zu erfragen und uns die Wegbeschreibung gegeben. Und auch sonst war es sofort ein Gefühl, als würde man sich schon ewig kennen. Und auch ihre Mutter haben wir direkt ins Herz geschlossen.
Dijana vermietet zur Zeit zwei Wohnungen. Die große, in welcher wir waren und noch eine kleinere für 2 Personen.
Kontakt zur Vermieterin der Ferienwohnung
Der Urlaubsort Podstrana
Obwohl die Sonne schon untergegangen ist, wollten die Kids unbedingt ans Meer. Und zudem hatten wir noch kein Abendessen. Dijana gab uns mehrere Tipps, wo wir gutes Essen bekommen würden und so gingen wir los. Es war nicht weit zum Meer, nur ein paar Strassen mussten wir hinunter gehen und waren schon am Strand.
Die Strandrestaurants waren leider alle voll, auch mit Wartezeit war keine Aussicht auf 7 freie Plätze …. Daher liefen wir den Strand entlang Richtung Yachthafen und von dort zum Restaurant im Hotel Eden.
Im Hotel Eden bekamen wir einen Tisch auf der Dachterrasse am Pool mit schönem Blick Richtung Meer und die Bucht von Split. Das Essen war sehr gut, ich kann es euch empfehlen!
–
An einem anderen Abend waren wir in dem Restaurant „Olive Garden“direkt am Strand essen. Wir hatten keine Reservierung, aber nach ca 30 Minuten Wartezeit, welche wir mit Cocktails auf den Liegen am Strand verbringen konnten, bekamen wir einen Tisch. Die Preise sind niedriger als in Deutschland, auch wenn es hier schon etwas teurer ist als zB in den Weinbergen im Norden.
So lässt es sich aushalten
Auch hier wieder üppige Portionen. Und sehr sehr lecker!
Den Abend ausklingen lassen
Podstrana ist ein schöner Ort, um Urlaub zu machen.
Der Kieselstrand fällt flach ab, er erstreckt sich über eine Länge von mehr als 6 km.
Fotos gibt es davon leider keine, es waren zu viele Menschen am Strand.
Split liegt in direkter Nähe, der Flughafen von Split ist nur 28 km, der Bahnhof Split sogar nur 10 km entfernt. In Podstrana gibt es mehrere Supermärkte und viele Restaurants in allen Preisklassen. Im Sommer ist es ratsam, sich einen Platz vorab zu reservieren.
Waldbrände in der Nähe von Split
Im Sommer 2021 gab es unzählige Waldbrände im kompletten Mittelmeer- und Adriaraum. Auch in Kroatien brannten kleinere Waldstücke. Als wir an einem Vormittag in Podstrana am Strand waren, sahen wir in der Nähe dicke Rauchwolken. Unser geplanter Nachmittags- Ausflug in die malerische Stadt Trogir fiel somit leider aus.
Wir fuhren trotzdem in die Richtung von Trogir, fuhren dann aber zu einem Strand. Schon von weitem sahen wir die Löschflugzeuge – und wenn man zwei Feuerwehrmänner dabei hat, steht es außer Frage, dass wir uns die Löschflugzeuge einmal aus der Nähe ansahen
Die Waldbrände waren nach wenigen Tagen unter Kontrolle.
Es bestand für die Menschen zu keiner Zeit eine Gefahr. Die Brände waren allesamt schnell gelöscht.
Insgesamt waren drei Löschflugzeuge im Einsatz
Über den Köpfen der Strandbesucher flogen sie kontinuierlich zum Meer, um ihre Tanks mit Wasser zu füllen
Aufsetzten, im Vorbeiflug die Tanks laden und direkt wieder zu den Wäldern, um zu löschen
Neben den beiden großen Löschflugzeugen war noch ein drittes, kleineres im Einsatz
Das kleinere Löschflugzeug, im Hintergrund das Stadion von Hajduk Split
Das Hajduk – Stadion in Split
Das letzte Foto ist eine gute Überleitung zu einem weiteren Ausflug: Das Hajduk- Stadion von Split. Denn wir haben auch einen kleinen Fußballfan unter den Kids und so schauen wir uns in unseren Urlauben nicht nur regelmäßig Feuerwehrstationen an, ….
…. sondern auch die lokalen Stadien.
In Split war es das Hajduk- Stadion, welches wir uns allerdings nur von außen angesehen haben.
Der Fußballverein Hajduk Split (vollständig Hrvatski nogometni klub Hajduk Split) ist ein traditionsreicher Fußballverein, welcher 1911 gegründet wurde. In dieser Zeit existierte er in vier verschiedenen Staaten: Österreich-Ungarn, den „beiden“ Jugoslawien und dem heutigen Kroatien. Er ist hinter Dinamo Zagreb der zweiterfolgreichste Verein Kroatiens.
Der 1950 gegründete Fanklub Torcida Split sagt über sich, er gelte als die älteste Fanorganisation in Europa. Der Wahlspruch des Vereins lautet Hajduk živi vječno („Hajduk lebt ewig“).
Das Heimatstadion ist Stadion Poljud. Es wurde 1979 mit einer außergewöhnlichen Dachkonstruktion in Form einer geöffneten Muschel erbaut.
Das Gebäude der OTP banka auf dem Weg Richtung Stadion
Und da ist es! Das Stadion von Hajduk Split! Man beachte unseren Parkplatz. Schatten! Es waren über 30 Grad
Das 1979 erbaute Stadion hatte in der ursprünglichen Version Platz für 55.000 Zuschauer, später verzichtete man jedoch auf die Stehplätze, dadurch wurde die Anzahl der Zuschauerplätze auf 34.448 reduziert .
„Mama, wieso stehen hier so komische Säulen?“ – „Ihr müsst euch auf einen bestimmten Punkt stellen, dann erkennt ihr, was das ist.“
„Häh…..?“
– „Ne, noch etwas weiter, dort, wo der Punkt auf den Boden gezeichnet ist“
…
…
„Aaaaaah, das ist ja cool!!!“
Hier erkennt man die Bauform der offenen Muschel.
Mich interessierte die Kirche neben dem Stadion mehr als das Stadion. Es ist das Franjevački samostan sv. Ante, eine Klosteranlage des Franziskaner- Kirchenorden. Die Mariä-Himmelfahrt-Kirche Poljud wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts als einfache, einschiffige Hallenkirche errichtet, welche in den Folge-Jahrhunderten immer weiter erweitert / umgebaut wurde. Leider fand ich keinen Eingang, gerne hätte ich mir die Kirche von innen angesehen.
Sonnenuntergang in Split
Ursprünglich wollten wir uns Split natürlich gerne ansehen. Die Altstadt ist berühmt für ihre antiken Plätze.
Aber es war uns einfach zu voll. Dieses böse C… – Wort war nun einmal noch präsent und macht keinen Urlaub. Und somit waren wir vorsichtig und verzichteten auf den Stadtrundgang (und das wird noch öfters in diesem Urlaub vorkommen) Aber zumindest zum Sonnenuntergang wollten wir uns die Stadt ansehen, vom Aussichtsberg Marjan.
Etwas außerhalb in der Nähe vom Yachthafen fanden wir einen Parkplatz und liefen dann direkt Richtung dem Aussichtspunkt Prva vidilica na Marjanu
Den Kindern fiel direkt dieses Schiff auf – Die Moby Corse ist ein Fährschiff der italienischen Moby Lines, welches 1978 in Dienst gestellt wurde. Das Schiff fährt zurzeit zwischen Ancona und Split.
Alte traditionelle Steinhäuser, welche direkt auf dem Felsen gebaut wurden
Weil ein Aussichtspunkt naturgemäß immer etwas erhöht ist, bedeutete das erst einmal viele Treppen laufen, bei Temperaturen um 28 Grad.
So ähnlich hatten wir das vor 2 Jahren schon auf der Festungsanlage in Alanya
Aber es hat sich gelohnt. Es waren nur wenige Menschen unterwegs und wir hatten einen traumhaften Blick auf Split. Die Altstadt wurde durch die untergehende Sonne in ein wundervolles Licht getaucht.
Obligatorisches Selfie. Ich weiß, warum ich keine Influencerin werde, hinter der Kamera fühle ich mich eindeutig wohler als davor ^^
Oben am Aussichtspunkt gibt es einen alten jüdischen Friedhof und auch weitere Wanderwege mit lohnenswerten Zielen wie zB der kleinen Kapelle. Aber irgendwie war uns an dem Tag nicht nach wandern.
Der alte jüdische Friedhof.
In diesem Bereich befinden sich ca. 700 Gräber, die meisten aus dem 16. Jahrhundert Die letzte Beerdigung fand hier im Jahr 1945 statt. Seit 1945 gilt der Friedhof als geschütztes Denkmal
Wir blieben noch eine Weile oben und genossen die Aussicht auf Split
Riva, die palmengesäumte Promenade in der Altstadt direkt am Hafen
Wie ich bereits schrieb, hätte man von dort zu kleineren Wanderungen aufbrechen können, aber die Kinder hatten nach dem Treppenlaufen nicht mehr wirklich Lust und wir beschlossen daher gemeinsam, den Weg zurück nach unten zum Hafen anzutreten. Dort wollten wir schauen, ob wir irgendwo einen Kiosk mit Getränken finden, denn unsere sind nach dem Besuch am Stadion und dem Aufstieg zum Viewpoint entweder bereits aufgetrunken oder warm geworden.
Die Promenade
Die Altstadt von Split
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Split ist nach der Hauptstadt Zagreb Kroatiens zweitgrößte Stadt. Knapp 210.000 Einwohner wohnen in der Stadt direkt am Meer, umgeben von mehreren Gebirgen.
Die 1700 Jahre alte historische Altstadt von Split hat sehr viele Sehenswürdigkeiten, viele aus der römischen Epoche von Split. Die bekannteste ist sicherlich der Diokletianpalast. Nicht ohne Grund gehört er zum UNESCO Weltkulturerbe. Der bemerkenswerte Palast diente als Altersresidenz des Kaisers Diokletian ( 295 n.Chr.).
Weitere Sehenswürdigkeiten sind z.B. das eiserne Tor, Tempel des Jupiter, das Vestibul und vieles mehr. Die Aussicht vom Saint Domnius Glockenturm soll sich lohnen. Alles viele schöne historische Plätze. Aber es war uns zu voll. Zu viele Menschen an einem Ort, daher blieben wir nur am Hafen und schauten uns Split zumindest von dort aus an.
Link zu einer Info-Seite über die Sehenswürdigkeiten von Split
Wir blieben im Bereich des Matejuška, das ist der der Promenade vorgelagerte alte Hafen, von welchem damals die Fischer jeden Tag aufs Meer fuhren. Ihnen zu Ehren wurde mit dem großen Fischhaken ein Denkmal gesetzt.
Schön anzusehen war es, wie die Promenade immer mehr in goldenes Licht der untergehenden Sonne gehüllt wurde. Direkt am Hafen war eine Art Flohmarkt, wenig besucht, daher stöberten wir dort ein wenig. Die Kinder bekamen Armbänder und Ketten als Erinnerung und zum Schluss noch eine riesige Zuckerwatte, bevor wir uns dann langsam wieder zurück Richtung Auto begaben.
Zwischen den beiden hellen Gebäuden ist der Trg Republike, ein schöner Platz, welchen ich mir auch gerne angesehen hätte. Aber man sieht die Menschenmassen… Das war uns zuviel.
Auch von der Hafenmole sah das schon sehr schön aus, ein wenig erinnerte mich das an Venedig.
Die Moby Corse lief aus und machte sich auf den Weg Richtung Italien.
Es lagen viele luxuriöse Yachten in Split, teilweise streng bewacht und wir wissen inzwischen, dass einige bekannte Menschen zur der Zeit in Kroatien Urlaub gemacht haben. Imposant ist es anzusehen, vor allem wenn es dunkel wird und die Beleuchtung angeht. Es muss toll sein, mit seinem eigenen Boot dieses schöne küstenreiche Land bereisen zu können.
Von der Hitze und der vielen Lauferei müde, aber glücklich!
Bye bye Split – wir kommen definitv wieder!
Noch ein paar Worte
Mehrere Tage waren wir in der Region Split und es hat uns gut gefallen. Von hier aus kann man sehr schöne Tagestouren machen, zum Beispiel in die bekannte Stadt Mostar in Bosnien und Herzegowina. Auch die Strände sind sehr schön, wir haben an vielen Stränden Wasserburgen gesehen, welche man für ein kleines Eintrittsgeld erobern kann. Insgesamt waren uns die Strände dort aber zu voll. (Reisezeit absolute Hochsaison) Wenn man länger bleibt, entdeckt man bestimmt einsamere Buchten, aber wir waren nur ein paar Tage in der Region Split. Das Wasser ist wunderbar klar und auch schnorcheln konnten wir an mehreren Stellen. Wegen der Kieselstrände trugen die Kinder Badeschuhe mit fester Sohle. Die Ferienwohnung hat uns von den fünf Unterkünften am besten gefallen. Die Ausstattung ließ keine Wünsche offen und der Pool war das Highlight.
Über unsere Ausflüge und Touren berichte ich in den nächsten Berichten!
Im Sommer 2021 waren wir mit unseren 5 Patchwork-Kids in Kroatien unterwegs. Eigentlich war der Plan ein ganz anderer: eine wunderschöne Ferienwohnung mit Pool und Meerblick für zwei Wochen im Raum Zadar. Doch dann kam Corona dazwischen. Die Region um Zadar wurde zum Risikogebiet erklärt und plötzlich war klar, dass unser Urlaub so nicht stattfinden konnte wie geplant.
Weil unsere Flüge nicht direkt nach Zadar gingen, fanden sie trotzdem statt. Also begann zwei Wochen vor Reiseantritt das, worauf man in der Hauptsaison wirklich verzichten kann: eine komplett neue Reiseplanung. Zwei Wochen. Hauptsaison. Teile von Kroatien waren gesperrt oder schwierig planbar. Eine neue Unterkunft für den ganzen Zeitraum für 2 Erw. + 5 Kinder zu finden, klappte natürlich nicht.
Also mussten wir unseren Urlaub stückeln. Was zunächst nach einer ziemlichen Notlösung klang, hatte am Ende auch etwas Gutes: Vom Norden in den Weinbergen bis Dubrovnik im Süden haben wir Kroatien auf diese Weise sehr intensiv kennengelernt. Fünf Unterkünfte in 15 Tagen. Viel Fahrerei, ja. Aber eben auch viele verschiedene Landschaften, Stimmungen und Regionen.
Am meisten überrascht hat mich der Norden von Kroatien. Die Weinberge, die kleinen Dörfer, diese ursprüngliche, ruhige Landschaft – damit hatte ich vor der Reise überhaupt nicht gerechnet. Und im Süden rund um Dubrovnik wurde es dann landschaftlich spektakulär. Dazu kamen noch zwei Ausflüge nach Bosnien-Herzegowina, einmal nach Mostar und einmal nach Livno zu den Wildpferden, sowie eine Tour nach Montenegro an die Bucht von Kotor.
Auf dieser Seite findet ihr nach und nach alle Reiseberichte dieser Reise gesammelt. Von der ersten Nacht in den Weinbergen im Norden über Karlovac und die Plitvicer Seen bis zur Küste und weiter Richtung Dubrovnik.
Unsere Kroatien-Route 2021
15 Tage, 5 Unterkünfte, viele Eindrücke: Nordkroatien, Weinberge, Karlovac, Plitvicer Seen, Adriaküste, Dubrovnik und Ausflüge nach Bosnien-Herzegowina und Montenegro. Genau diese Mischung macht diese Reise im Rückblick so besonders.
Sommerurlaub 2021 – los geht’s: Die Anreise – Fliegen mit 5 Kids
Sommerurlaub 2021 – los geht’s: Die Anreise – Fliegen mit 5 Kids
Hallo zusammen,
wir sind seit drei Wochen zurück aus unserem Sommerurlaub. Und direkt in den Alltag hineinkatapultiert. Schon unsere Rückreise ließ die Urlaubserholung binnen weniger Stunden komplett verpuffen. Dazu dann aber im entsprechenden Bericht,…. Die Kids gehen seit knapp 3 Wochen wieder zur Schule. Ganz normaler Unterricht, in der Klasse mit knapp 30 Mitschülern. Es wird fleißig getestet und gelüftet. Und ich kann zur Zeit ganz regulär in beiden Jobs arbeiten. Ohne Kurzarbeit, ohne Lockdown. Also wieder ein fast ganz normaler Alltag.
Aber um den Alltag geht es nicht, sondern um unseren
U R L A U B
Gebucht war: Kroatien. Und weil es in diesem Jahr mit den Ferien passte, konnten alle 5 Kids mitkommen.
Warum ich Kids und nicht Kinder schreibe?
Meine Kids lesen meinen Blog und es kam die Bitte, nicht mehr „Kinder“ zu schreiben, weil sie schon groß sind. Also einigten wir uns auf „Kids“.
Kroatien war eine gute Entscheidung, denn im Gegensatz zu anderen beliebten Urlaubszielen blieben die Inzidenzwerte von Kroatien im Juli unter 50. Wir begannen, uns zu freuen. Vorfreude. Aber nur ganz vorsichtig.
Wir haben wochenlang gehofft und gebangt, ob der Urlaub stattfinden wird.
Haben Inzidenzwerte beobachtet, die Seite des auswärtigen Amtes und die des ADAC täglich im Auge gehabt.
Gebucht hatten wir bereits Anfang des Jahres eine traumhafte Ferienwohnung im Raum Zadar.
4 Schlafzimmer, große überdachte Terrasse. Blick aufs Meer. Und zwar so, dass wir vom Balkon aus den Sonnenuntergang über dem Meer hätten sehen können. Hätten? Ja, hätten …. denn 2 Wochen vor Abreise kam das, wovor wir Bammel hatten: Zwei Regionen in Kroatien wurden zum Hochrisikogebiet und brachten somit eine mind. 5-tägige Quarantäne nach der Heimreise mit sich. Und ausgerechnet Zadar war eine davon. In ganz Kroatien waren niedrige Inzidenzwerte, nur in eben zwei Regionen nicht. Zadar und noch eine andere,… Quarantäne nach dem Urlaub? … ein absolutes NoGo für uns. Die Kinder mussten 3 Tage nach unserer Heimreise wieder zur Schule und wir bereits am Folgetag zur Arbeit.
Die Ferienwohnung konnte ich kostenlos stornieren (… trotzdem schweren Herzens…).
Aber: Weil unser Zielflughafen nicht Zadar war, konnte ich die Flüge nicht kostenlos stornieren.
.
Apropos Flüge …. Die Lufthansa hat uns die Flüge umgebucht. Ankunft war dann nicht mehr am frühen Nachmittag, sondern am Abend… Daher brauchten wir ohnehin noch eine Unterkunft in Flughafennähe für die erste Nacht. Und für die restlichen 13 Tage musste ich umbuchen. Für 7 Personen. Mitten in der absoluten Hochsaison. 2 Wochen vor Reiseantritt. Überhaupt kein Problem. Nein, absolut nicht. …
Weil das Umbuchen so ‚gut‘ geklappt hat, hatten wir am Ende meiner Umbuchungsaktion nicht mehr eine Unterkunft, sondern fünf. Also eigentlich 4 plus die erste Nacht in Flughafennähe. Und weil ich grad so gut im Buchungsmodus war, habe ich direkt noch zwei Ausflüge für uns gebucht. Erholung im Urlaub? … überbewertet ….
.
Wir sind inzwischen seit 3 Wochen wieder zurück.
Und viele Freunde und Bekannte haben uns gefragt, wie der Urlaub denn war. Er war toll, mit einigen Abstrichen (welche nicht mit Corona im Zusammenhang standen) , wir haben viel erlebt und ….
…. und an dem Punkt kam dann ganz oft direkt Frage 2:
Wie war es, mit 5 Kids zu fliegen und in den Urlaub zu fahren?
Es war nicht unser 1. gemeinsamer Patchwork- Urlaub. Vor 3 Jahren waren wir alle zusammen in Schweden und im vergangenen Jahr in Österreich.
Aber es war tatsächlich unsere 1. gemeinsame Flugreise.
Auch da kamen einige Nachfragen. „Ihr seid geflogen? Wieso seid ihr nicht mit Auto gefahren?“
Wären wir mit Auto gefahren, hätten wir über 1500 km Strecke gehabt. Mit Grenz-Stau, Baustellen- Stau, Sommerferiengewohnheits-Stau und so weiter … und das mit 5 Kids im Auto? Nein, Danke. Vom Kostenfaktor war fliegen gar nicht soviel teurer. Aber dafür um ein vielfaches entspannter. Dachten wir zumindest. Auf dem Hinflug war das auch so. Also, zumindest entspannter als mit 5 Kids 1500 km Auto zu fahren …
Und wie ist es jetzt, Fliegen mit 5 Kids?
Sehr viel stressfreier, als man es vielleicht zunächst denkt.
Es ist eine Hilfe, wenn zumindest drei der fünf Kids die Abläufe am Flughafen kennen. Und klein sind die Kids auch nicht mehr, also alles absolut machbar. Witzig waren nur die Blicke von eigen Mitreisenden. Ihr müsst euch das so vorstellen: Ganz vorne lief ich. Schalter suchen, Gate suchen, Pässe rauskramen usw ist irgendwie zu meiner festen Stammaufgabe geworden. (In einem späteren Bericht verrate ich euch, welchen Spitznamen mir das in Bosnien und Herzegowina einbrachte). Dann dahinter die 5 Kids. Und als Abschluss mein Lebensgefährte, welcher aufpasste, dass keines der Kids verloren geht und aus Versehen in eine andere Richtung fliegt (Kevin lässt grüßen) und diversen Kram aufsammelt, den die Kids unterwegs verlieren. Teddy, Kissen, Koffer, …. ihr kennt es vielleicht … Die Blicke von so manchen waren äußerst amüsant.
Sommerurlaub 2021 – los geht’s: Die Anreise – Fliegen mit 5 Kids
Genug geschrieben. Auf gehts.
Sonntag, 5 Uhr. Der Wecker bimmelte. Und er klingelte nochmals um 5.02 Uhr und um 5.04 Uhr und um 5:06 Uhr.
… 5.08 Uhr. „….. der Wecker klingelt,… wir müssen aufstehen …..“ Ok, es geht in den Urlaub. Aber 5 Uhr ist trotzdem echt früh. …Kaffee wird es richten….
Mein Lebensgefährte und ich standen auf. Er mit super guter Laune. So gute Laune habe ich nicht einmal an wir-fahren-in-den-Urlaub-Tagen. Früh ist früh. Da darf man mich nicht ansprechen. … ich brauche erst einen Kaffee. Und zischte meinen Lebensgefährten nur kurz an. „Erst. Kaffee. „
… 5.19 Uhr Kaffee wirkte. Mein Lebensgefährte durfte mich nun wieder ansprechen.
… 5.20 Uhr. Schlachtruf durch die Wohnung „AUFSTEHEN! Wir fahren in den URLAUB“
… 5.22: Uhr Immer noch ruhig. Von den Kids nix zu hören oder sehen.
Ein Auge blinzelte unter der Bettdecke hervor und ich vernahm ein nuscheliges „Oh neeee, bitte nicht, wir stehen ja auf …..“
Und dann begann es. Dieses Gewusel. Dieses Durcheinander. Dieses Chaos. Egal, wie gut man sich vorbereitet. Es ist echt immer dasselbe,….
Jeder packte noch was ins Handgepäck, überprüfte alles. Es wurde ausgepackt, umgepackt, neuer Kram dazu gepackt. Gepäck gewogen. Kurz gemotzt. Wieder umgepackt.
Ich stand immer noch müde mit meiner inzwischen 2. Tasse Kaffee im Wohnzimmer und schaute mir das bunte Treiben an. Wir hatten am Vorabend alles fertig gepackt. Koffer, Handgepäck. Selbst die Kuscheltiere saßen zur Abfahrt bereit auf den Koffern. Und nun?! Ich sah offene Koffer, Kuscheltierberge, Schnorchelausrüstungen, leere Handgepäckrucksäcke, laufende Klamottenstapel, … …. seufzend trank ich einen weiteren Schluck Kaffee.
Zu meiner Verwunderung waren wir aber dennoch super im Zeitplan. Abfahrt war geplant um 7 Uhr. Damit wir tatsächlich um 7.30 Uhr abfahren. Aber dann so richtig erst um 8 Uhr vom Hof fahren. Ist sonst immer so. Dieses mal aber nicht. Um 7 Uhr saßen wir allesamt fertig im Auto. Es waren sogar alle vorher zum WC. Wir waren tatsächlich abfahrbereit. Alle. Wir Erwachsenen und die 5 Kids. Pünktlich! … Panik machte sich in mir breit. Das kann nicht sein. Irgendwas haben wir vergessen. Bestimmt! Ich überprüfte die Pässe, die Dokumente, die Kreditkarten, die Medikamente, Kameras, Handys, Ladekabel … das hatte ich an dem Morgen auch erst ca. 9x gemacht. Egal. Alles dabei, nichts vergessen. Und Abfahrt!!! Pünktlich. (… was mich immer noch wunderte…)
Die Fahrt nutzte die Tochter meines Lebensgefährten, uns Löcher in den Bauch zu fragen. „Wie kommen wir in das Flugzeug?“ „Woher wissen die Leute, wohin unsere Koffer müssen?“ „Steigen unterwegs noch mehr Leute ein?“ „Wieso kann ein Flugzeug eigentlich fliegen?“ „Woher wissen wir, was unser Flugzeug ist?“ „Darf ich mein Kuscheltier beim Flug in den Arm nehmen?“ „Wie kann man durch die Wolken fliegen?“ … und noch viele viele Fragen mehr, welche wir ihr alle geduldig beantworteten. Meine Älteste hatte darauf keine Lust. Sie stieg ein, Kopfhörer in die Ohren, Musik an, Augen zu. Dieser Zustand blieb bis Düsseldorf. Teenie halt.
Tristes, regnerisches Wetter in Düsseldorf. Wetterprognose für Kroatien für die kommenden Tage: Sonne und um 35 Grad.
In diesem Urlaub haben wir dank eines guten Tipps etwas neues ausprobiert: Valet Parking.
Wir fuhren mit dem Auto bis zum Terminal. ca 1/2 Stunde vor Ankunft rief ich dort an und bekam gesagt, wo wir uns treffen würden. Wir sollten zwischen Terminal B und C parken.
Dort angekommen wartete bereits ein Mitarbeiter. Telefonisch gab ich unser Automodell samt Farbe und Kennzeichen durch, daher kam er schon direkt auf uns zu. Wir packten Kids, Koffer und Gepäck aus,… er sah mein Kreuz am Rückspiegel (Seinerzeit im belgischen Wallfahrtsort Banneux gekauft) und zählte die Kinder. Und schmunzelte. „Gläubige Familien haben alle viele Kinder, ist schön, und selten!“
Wir bekommen oft Kommentare von wildfremden Menschen, wenn wir mit allen 5 Kids unterwegs sind. Von „Sonst keine Hobbys“ bis „Ich finde das toll, so viele Kinder“ wie in diesem Fall ist alles dabei. Bei dummen Kommentaren scheue ich allerdings keine dumme Rückantwort, wie zum Beispiel den harmlosen Spruch „Die Kinder 7 – 11 sind im Bulli dahinten“ oder ähnlich, manchmal auch nicht so nett …. je nach Laune, Situation und aktuellem Kaffeestand.
Wir checkten gemeinsam mit dem Mitarbeiter das Auto, dokumentierten die Macken und den Tachostand und dann bekam er den Schlüssel in die Hand, um unser Auto zu parken. Und wir konnten direkt in unser Terminal gehen.
Eingecheckt hatte ich bereits online, sodass wir nur noch unser Gepäck abgeben brauchten.
Bequemer kann man nicht in den Urlaub starten!
Nein, die Kamera ist nicht kaputt, es ist absichtlich so unscharf.
Die Tochter meines Lebensgefährten war aufgeregt. Meine Tochter nahm sie an die Hand und erklärte ihr alles im Flughafen und was als nächstes kommt. Nach diesem Foto gaben wir unsere Koffer ab. Und sie schaute ganz genau zu. Wie die Koffer ihre Aufkleber bekamen und wie sie dann auf dem Kofferband verschwanden.
Dank der Flugplanänderung flogen wir nicht wie ursprünglich geplant nach München (Schade, den Flughafen kenne ich bislang nur aus diversen Reiseberichten), sondern nach Frankfurt. Von Düsseldorf nach Frankfurt fliegen…. In meinen Augen Irrsinn.
–
Spannend wurde es dann, als genau dieser Flug auch noch Verspätung hatte.
Für unseren Anschlussflug nach Zagreb würde es dann knapp werden ….
Wir warteten am Gate. Die Kinder schauten sich Filme auf den Tablets an, ich googelte sicherheitshalber nach weiteren Flügen nach Zagreb ab Frankfurt, für den Fall der Fälle … Nervös waren auch viele andere Reisende, welche in Frankfurt Anschlussflüge gebucht hatten. Die Servicekraft am Schalter hatte viel zu tun. Immer wieder schaute ich auf die Anzeigetafel und kam mit anderen Gästen ins Gespräch, erst über die Verspätung, dann über unsere Reiseziele und dann Small Talk über alles mögliche. Wären die Masken nicht, wäre es fast wieder wie früher.
Mit Verspätung durften wir dann endlich in den kleinen Cityhopper. Vor uns lag ein sehr kurzer Flug, mein persönlich kürzester, wenn man die Rundflüge mit den kleinen Propellermaschinen ausklammert.
Kleiner Gruß an unsere Familie. Dass wir in diesem Jahr überhaupt noch einen Flieger betreten würden, hatte ich schon fast nicht mehr erwartet ….
–
Beim Flug mussten wir die ganze Zeit unsere Masken tragen. Nur zum Essen und Trinken durfte man sie abnehmen. Oder im Falle eines Druckabfalles, wenn man die Sauerstoffmasken aufziehen muss. Ahja
Schokoladengruß von der Lufthansa
Endlich wieder fliegen !!!!
Regen über Düsseldorf ….
…. ströhmender Regen ….
Regenvorhang
…. und in genau diese Regenwolke flogen wir hinein …
Airport Frankfurt. Ich war hier schon, bin aber noch nie hier gelandet oder gestartet. Gleich würden wir uns beeilen müssen, um den Anschlussflug zu bekommen
Wir kamen nicht mit allzu viel Verspätung in Frankfurt an. Trotzdem mussten wir zum anderen Gate rennen. Mit 7 Leuten durch einen Flughafen rennen – na, an welchen Film erinnerte uns das wohl?
Geschafft! Als eine der letzten Passagiere betraten wir den Flieger Richtung Kroatien! JAAAAA!!!!!
„Mein“ Wasser. Zumindest fast. Schmeckte sehr gut!
Es bezog sich wieder und in der Ferne sah ich sich auftürmende Wolken ….
Kaffee und Apfelkuchen als kleiner Snack. Allerdings bezahlt, kostenlos gab es jedoch das Wasser. Eindeutig ein aufkommendes Gewitter. Dadurch, dass das Flugzeug drehte, saß ich danach leider nicht ganz passend am Fenster. Schade
Gewitter und Wolkenbruch Wir umflogen das Unwetter
Schönes Sonne – Wolkenspiel
Ikea und das neue Outletcenter in der Nähe von Zagreb Die Save. Der 940 km Fluss verbindet die Hauptstädte dreier Nachfolgestaaten des ehem. Jugoslawiens: Ljubljana (Slowenien), Zagreb (Kroatien) und Belgrad (Serbien). Im mittleren Lauf bildet sie die Grenze zwischen Kroatien und Bosnien und Herzegowina.
Gelandet in Zagreb mit seinem futuristischem Flughafengebäude
Das Gewitter, welches wir umflogen haben, zog direkt in unsere Richtung … es kam sogar sehr schnell zu uns ….
Sehr übersichtlich und nur wenig Passagiere Unser Mietwagencounter war nicht besetzt, wir mussten direkt zu den Mietwagenbüros am großen Parkplatz. Dort waren die Mietwagenanbieter in Containerbüros untergebracht
Ich kann mich nicht entsinnen, schon einmal so einen leeren Flughafen erlebt zu haben ….
Die Mietwagenbüros links. Und das aufziehende Gewitter rechts
Als wir bei dem Mietwagenbüro von ‚Last Minute Rent a Car‘ ( https://www.rentacarlastminute.hr/en/rent-a-car-zagreb.aspx ) ankamen, donnerte es und Blitze zuckten in direkter Nähe ….. Obwohl das Büro sehr klein war, versammelten wir uns darin und erledigten die notwendigen Formalitäten.
Wir bekamen ein Upgrade. Statt des neuen Opel Zafira gab es für uns einen Mercedes Vito. Mit 8 Plätzen und großem Kofferraum. Und unzähligen Extras. Ein tolles und geräumiges Auto, für das Upgrade waren wir sehr dankbar!
Am Mietwagen zur Übergabe angekommen öffnete der Himmel sämtliche Schleusen. Die Kinder und die Koffer konnten wir noch gerade rechtzeitig ins Auto bringen, der Mitarbeiter, mein Lebensgefährte und ich nutzten die offene Kofferraumklappe als Unterstand.
Unser Mietwagen für die nächsten 2 Wochen
Es schüttete wie aus Eimern ….
Kroatien, das nenne ich mal eine Begrüßung ….
So schnell, wie es kam, zog es auch wieder weiter …
Weil wir durch die Flugplanänderung nun erst abends in Kroatien landeten, hatte ich für die erste Nacht eine Unterkunft in Flughafennähe gebucht. Außerhalb von Zagreb, in den Weinbergen. Ca 30 Minuten Fahrt lagen vor uns
Die jüngeren Kids schliefen bei der Fahrt ein. Der Tag hatte früh begonnen und wirklich schlafen konnte man auf den Flügen nicht.
Die Sonne ging farbenfroh unter.
In Kroatien gibt es Mautstraßen. Damit finanziert das Land den guten Ausbau des Autobahnstreckennetztes, welche es den Autofahrern ermöglicht, schnell und bequem von A nach B zu gelangen. Berechnet wird zum einen die gefahrene Strecke, zum anderen die Fahrzeugkategorie. Bei der Auffahrt auf eine Autobahn zieht man eine Karte. Verlässt man die Autobahn, führt der Weg automatisch durch die Mautstation. Die Karte wird ausgelesen (Entweder durch einen Mitarbeiter oder am Automaten) und die Maut berechnet. Bezahlen kann man mit Euro (bekommt aber Kroatische Kuna als Wechselgeld zurück), direkt mit Kuna, mit EC – Karte oder mit KK.
Es gibt auch die Möglichkeit des automatischen Auslesens oder aber auch via Funksender mit automatischer Abbuchung, hierzu gibt es HIERweitere Infos.
Ganz grob kann man sagen, dass man mit dem einfachen PKW pro 100 km Autobahn mit ca 8 Euro rechnen muss.
Schaut euch mal die Anzeigen an.
Beim Verlassen der Autobahn passiert man die Mautstation
Während der Fahrt rief ich bei der Unterkunft an, um unsere Ankunftszeit durchzugeben. Denn in der Pension wartete dann bereits unser Abendessen. Und das Gewitter blieb uns leider auch noch eine Weile erhalten …
Davon berichte ich euch dann beim nächsten mal – und zeige euch ein paar Fotos vom schönen Norden Kroatiens und einem ganz besonderen Museum.
Angekommen in Kroatien.
Bis zum nächsten mal, dann gibt es auch andere Fotos als Autobahn und Unwetter, versprochen !!!
Ausflugstipp Österreich: Die Krimmler Wasserfälle – Der höchste Wasserfall Europas
–
–
Ausflugstipp Österreich: Die Krimmler Wasserfälle – Der höchste Wasserfall Europas
Hallo zusammen,
heute gibt es einen Ausflugstipp für alle, die in Österreich im Nationalpark Hohe Tauern Urlaub machen.
Unseren Sommerurlaub verbrachten wir in Heiligenblut und hatten daher eine etwas weitere Anreise – aber die Fahrt am Großglockner entlang
(entweder die Großglockner Hochalpenstrasse oder aber die Felberntauernstrasse) lohnt sich und so wird selbst der Weg schon irgendwie zum Ziel
Jeden Morgen genoss ich den Sonnenaufgang vom Balkon unseres Zimmers aus. Die 5 Kids und mein Lebensgefährte schliefen dann meistens noch und ich genoss die Ruhe. Wenn man mit 5 Kindern / Teenies unterwegs ist, hat man tagsüber nicht so viele Möglichkeiten für kleine Ruheinseln. Aber der Morgen und der Sonnenaufgang gehörten mir ganz alleine!
–
An diesem Morgen war das zunächst ein zwar irgendwie faszinierender, aber auch recht trister Anblick… Wolkenschwaden hingen bis tief ins Tal hinein.
Mit einem Kaffee in der Hand genoss ich morgens die ersten Sonnenstrahlen des Tages
Die Sonne wollte sich an diesem Morgen jedoch irgendwie nicht so recht zeigen…
Beim ausgedehnten Frühstück in unserem wunderbaren Hotel Großglockner Lodge in Heiligenblut überlegten wir, was wir an diesem Tage unternehmen könnten. Das Interessante bei einem Urlaub am Großglockner ist ja, dass Vorschläge wie „Rodeln im Schnee“ direkt gleichzeitig kommen wie „Zum Freibad fahren“ – und tatsächlich wäre beides möglich.
Nach einigem Hin- und Herüberlegen und mit Blick auf die nicht so sommerliche Wetterprognose beschlossen wir, zu dem Krimmler Wasserfällen zu fahren, denn da wird man ohnehin nass. Wenn dann die Gischt vom Wasserfall von der Seite kommt, stören ein paar Regentropfen von oben auch nicht.
Der Plan stand, wir frühstückten – und machten uns dann auch bald auf dem Weg.
–
An dieser Stelle gibt es ein paar Infos zu den Krimmler Wasserfällen
.
Die Krimmler Wasserfälle sind mit einer Fallhöhe von insgesamt 380 Metern die höchsten von Europa.
5,6 m3 Wasser pro Sekunde rauschen hier in einem eindrucksvollen Naturschauspiel durch das Gestein und lassen den Besucher auf mehreren Ebenen mit Aussichtsplattformen die unbändige Kraft des Wassers spüren. Im Schnitt besuchen jedes Jahr 400.000 Touristen die Krimmler Wasserfälle, damit gehören sie zu den Top 10 Sehenswürdigkeiten in Österreich.
Vor 30 Millionen Jahren kollidierten die afrikanische und die eurasische Platte. Es entstanden die Aufwölbungen der zentralen Alpenteile, zurück blieb u.a. das obere Salzachtal. Dieser Höhenunterschied wurde während der Eiszeit durch einen mächtigen Eisstrom, der die Haupttäler tief ausschürfte, noch verstärkt. Weil sich hier besonders hartes Gestein (Granit) befindet, sind die Wasserfallstufen trotz der rauschenden Wassermassen erhalten geblieben.
Die Krimmler Ache bildet den Ursprung der Krimmler Wasserfälle. Zunächst fließt die ca 20 km durch die ebene Almgegend, erreicht dann als wilder Gletscherbach den Talausgang und stürzt von dort tosend über 3 Stufen die Krimmler Wasserfälle hinab. Typisch für einen Gletscherbach führt die Krimmler Ache im Juni und Juli das 30- bis 40- fache der Wassermenge im Februar. Für den Weg von den Gletschern bis zu den Wasserfällen braucht das Wasser 9 – 12 Stunden.
Wo liegen die Krimmler Wasserfälle?
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Es gibt mehrere gut ausgeschilderte und große Parkplätze, die Parkplätze für Gehbehinderte befinden sich nahe am Fußweg Richtung Wasserfall. Vom den Parkplätzen aus führt ein Fußweg in ca 10 bis 15 Minuten zum Startpunkt des Krimmler Wasserfallweges. Meine Eltern konnten aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mit uns wandern, aber am Fußweg kurz hinter der Unterführung gibt es ein Restaurant mit tollem Blick auf den Wasserfall. Sie wollten dort in Ruhe zu Mittag essen und die Aussicht genießen. Der Weg zum untersten Wasserfall ist behindertengerecht angelegt, es gibt zudem auch behindertengerechte Toilettenanlagen.
Der Sprühnebel der Wasserfälle enthält Millionen von negativen Ionen. Das Einatmen stärkt das Immunsystem und lindert erwiesenermaßen Asthma sowie Allergien, daher kann man auch Dauerkarten für den Bereich der Gesundheitsarena bekommen, um hier regelmäßig den Sprühnebel zu inhalieren.
Vom Fuß des Wasserfalls führt serpentinenartig ein Fußweg am Wasserfall entlang nach oben. Immer wieder hat man von den Aussichtskanzeln einen tollen Blick auf das tosende Wasser. An manchen wird man durch die Gischt auch etwas nass. Der Weg ist steil, aber gut zu laufen.
Nach einer Fahrt durchs Bilderbuchpanorama der Felbertauernstrasse mit dem Antipanorama-Regenwetter erreichten wir am späten Vormittag die Parkplätze der Krimmler Wasserfälle.
Aufgrund des Wetters und auch der Gischt vom Wasserfall entstanden die Fotos lediglich mit meinem Handy.
Aber für unseren nächsten Urlaub habe ich mir endlich mal eine wasserfeste Kamera zugelegt.
Ankunft in Krimml
Tief hängende Wolkendecke, aber der Regen hatte aufgehört
Im August 2020 waren die Preise noch etwas günstiger. Aber wenn man sieht, wieviel Arbeit in der Instandhaltung der Wege und sanitären Anlagen steckt, ist der Preis absolut angemessen
Der untere Wasserfall
Kurzes Handyvideo:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mit den 5 Kindern bzw. 4 Kindern und unserem Teenie machten wir uns auf den Krimmler Wasserfallweg los Richtung oben.
Panoramablick auf den Wasserfall. Als würde er direkt aus den Wolken entspringen.
Kleines Handyvideo dazu:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Durch das stets feuchte Klima in Wasserfallnähe kann man zwischen den Farnen oder den nassen Steinen, welche die Wege säumen, mit etwas Glück auch kleine Salamander entdecken. Obwohl wir genau hinschauten, haben wir leider keinen gesehen.
Der 1. Ausblick auf den Wasserfall auf dem Krimmler Wasserfallweg. Und zu unserem Glück verzogen sich die Wolken und die Sonne kam heraus.
Der Sprühnebel vom Wasserfall zauberte im Sonnenlicht einen Regenbogen. Im Hintergrund sahen wir noch die Regenwolken.
Ausblick von der ersten Aussichtskanzel:
Schwer zu begreifen, welche Wassermassen hier jede Stunde so laut tosend in den Fluss stürzen.
Kurzes Handyvideo (etwas verwackelt,… hat seinen Grund, warum ich einen Foto-Blog betreibe und keinen Video-Chanel … )
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Wir überquerten einen weiteren, jedoch sehr kleinen Wasserfall
Schaut mal, wie der Baum gewachsen ist. Die Natur erstaunt uns immer wieder
Ich lasse nun einfach mal ein paar Fotos sprechen.
Die Aussichtskanzel heisst „Regenkanzel“ – nicht ohne Grund, wie wir bald merkten.
Da unten am Fluss haben wir vorhin noch gestanden und uns den Wasserfall von unten angesehen. Der Höhenunterschied ist beachtlich.
Noch ein Mini – Video (Einfach nur der Geräuschkulisse wegen):
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Der feine Sprühnebel vom Wasserfall wehte direkt zu uns
Und einmal noch als Panorama
Nach einer Weile waren wir ziemlich nass …
Wir brachen den Aufstieg des Wasserfallweges bald nach der Regenkanzel ab. Ich war nicht fit und für mich war der Spaziergang bis dort oben schon recht anstrengend. Und auch die Kinder waren nicht böse drum, als wir sagten, dass wir uns auf dem Rückweg machten. Vorher gab es noch eine kleine Picknickpause auf einer der vielen Bänke, stets mit dem lauten Tosen des Wasserfalles im Hintergrund. Ich liebe es!
Der Bronzesteinbock am Krimmler Wasserfall
Wir hatten uns eine kleine Pause verdient und gesellten uns zu meinen Eltern in das Restaurant mit Blick auf den Wasserfall.
Nach der kleinen Stärkung machten wir uns auf dem Rückweg zum Hotel, wo wieder ein leckeres Abendessen auf uns wartete.
Wieder war ein Tag vorüber. Im Urlaub geht das immer so schnell…
Ein großes Highlight hatten wir uns zum Abschluss für unseren Urlaub aufgespart:
Wildwasserrafting.
Und ich weiß nicht, wer sich mehr darauf freute – unsere 5 Kids oder wir.
Dazu aber mehr im nächsten Bericht.
Schön, dass ihr wieder dabei ward. Bis zum nächsten mal !!!
Und denkt dran: Haltet die Ohren steif, ihr seid nicht alleine!!!
Ausflugstipp Österreich: Die Krimmler Wasserfälle – Der höchste Wasserfall Europas
Österreich: Das Kitzsteinhorn – Rodeln im Schnee mitten im Sommer
Österreich: Das Kitzsteinhorn – Rodeln im Schnee mitten im Sommer
Hinweis: Warum hat dieser Bericht so lange auf sich warten lassen? -> Der Bericht war längst fertig. Aber natürlich verfolge ich die Nachrichten und habe mitbekommen, dass viele Touristen trotz Corona- Einschränkungen die Wintergebiete gestürmt haben, u.a. auch das Kitzsteinhorn. Daher fand ich es nicht richtig, in diesen Zeiten über diese Region zu schreiben. Es ist schon schlimm genug, dass so viele Menschen offensichtlich vergessen haben, dass Corona aktueller ist denn je und so dennoch ihren eigenen Interessen nachgehen… Wir sind normalerweise auch immer im Januar in Winterberg und natürlich vermissen wir es sehr in diesem Jahr – aber wenn wir nicht endlich alle vernünftig werden, wird uns Corona noch sehr lange begleiten…. Daher habe ich mit diesem Bericht gewartet, bis sich die Situation in den Ski- und Rodelgebieten etwas beruhigt hat…
Und noch etwas: Wie ihr lesen könnt, ist hier selbst im Sommer im Schnee rodeln möglich, also verschiebt euern Rodelurlaub um ein paar Monate in den Sommer und bleibt jetzt einfach mal zu Hause …. So wie wir auch (… auch, wenn es uns schwer fällt).
Gemeinsam schaffen wir diese Krise!!!
Österreich, Juli 2020.
Es ist ein warmer Sommertag in Heiligenblut. Von den Bäumen trällern Vögel fröhlich ihre Lieder. Sonnenstrahlen glitzern im Wasser des kleinen Baches. Touristen schlendern in kurzen Hosen und T-Shirts durch die Gassen, trinken Kaffee auf der Sonnenterasse unseres Hotels oder genießen ein Eis in der Sonne.
Vor unserem Hotel in Heiligenblut stehen 5 Kinder mit Mütze, Schal, Handschuhe und Winterschuhe.
Ok, von Anfang an…
Bereits Anfang 2020 ist unser traditioneller Rodelurlaub in Winterberg ausgefallen. Urlaubssperre und samstags arbeiten verhinderten es leider. Und für einen Tag ins Sauerland fahren lohnte auch nicht wirklich…. Die Kinder waren traurig, denn für sie ist es immer das erste Highlight im neuen Jahr: Auf dem Schlitten die Schneepisten runterrodeln. Immer und immer wieder, von morgens bis abends.
„Wir holen das nach! Im Sommerurlaub!“ versprach ich seinerzeit den Kindern. Diese antworteten nur mit lauten Lachen. „Klar Mama, Schnee im Sommer. Sehr witzig….“
Als es dann an die Reiseplanung für Österreich ging, haben wir uns mit den Kids durch diverse Reiseberichte geklickt. Und dann sahen sie es: Ice Arena auf dem Kitzsteinhorn. Rodeln im Schnee das ganze Jahr über möglich. Begeisterung pur!
Beim Packen vor der Reise wanderten also wie selbstverständlich neben Sandalen, kurze Hosen und T-Shirts die Thermoleggins, Mütze, Schal und Handschuhe ins Sommerurlaub-Reisegepäck.
Ich möchte nun nicht schreiben, dass die Kinder was unseren Schneeausflug betraf ungeduldig waren, aber sie haben jeden Tag mehrmals nachgefragt, ob wir „endlich in den Schnee fahren“ Nun, theoretisch hätten wir das schon direkt am Anfang machen können, aber das Wetter hat uns da etwas in die Planung hineingepfuscht (….. kennen wir ja inzwischen…. ) – aber in der 2. Woche gab es endlich einen Tag, welcher Sonne bis zum späten Nachmittag vorhersagte.
Und genau für diesen Tag planten wir unseren Ausflug auf das Kitzsteinhorn.
Österreich: Das Kitzsteinhorn – Rodeln im Schnee mitten im Sommer
Wie immer gibt es erst einmal ein paar Infos zum Kitzsteinhorn
Lage:
Das Kitzsteinhorn liegt nördlich vom Großglockner im Gemeindegebiet von Kaprun im österreichischen Bundesland Salzburg. Er ist 3203 m ü. A. hoch. Die Zufahrt zu den Liften erfolgt über Kaprun.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Lifte bis auf den Gipfel am Kitzsteinhorn und zum „Top Of Salzburg“
Es gibt mehrere Möglichkeiten um auf den Gipfel und zur Aussichtsplattform vom Kitzsteinhorn zu gelangen. Eine Möglichkeit sind die Lifte im Zentrum von Kaprun. Von dort fährt man zunächst hoch auf den Maiskogel. Eine Panoramaseilbahn führt dann vom Maiskogel weiter bis zum Gipfel.
Auch von der Talstation Gletscherjet, außerhalb von Kaprun, fährt man in mehreren Etappen zum Gipfel. Die schräge Bahn, welche viele vielleicht aus früheren Besuchen kennen, ist zur Zeit leider geschlossen.
Die Adressen zu den Talstationen findet ihr weiter unten.
Hier gibt es eine Übersicht der Lifte auf den Gipfel des Kitzsteinhorns:
In der Gipfelstation des Kitzsteinhorns auf 3.029 Metern liegt die Aussichtsplattform „Top of Salzburg“. Er ist der höchste für jedermann einfach erreichbare Aussichtspunkt im Salzburger Land und der gesamten Nationalpark-Hohe-Tauern-Region. Von dort hat man einen grandiosen Ausblick auf die umliegenden 3000er einschließlich dem Großglockner.
Für die Fahrt bis zum Top Of Salzburg ist eine weitere Fahrt mit einer Seilbahn notwendig – die Aussicht und die Gipfelwelt 3000 lohnt aber das Anstehen und die weitere Fahrt
Die Ice Arena
Für Schneehungrige gibt es auf 3000 m Höhe sommertags die Ice Arena. Hier kann man auch im Sommer im Schnee rodeln oder Schneeballschlachten machen. Und während die Kids noch weiter auf den gratis auszuleihenden Rodelschalen immer wieder den Abhang hinuntersausen, können es sich die Eltern in den bequemen Sonnenstühlen mit einem Kaffee oder Tee aus der Snackbar gemütlich machen.
Kosten für die Auffahrt bis zum Top Of Salzburg auf 3.029 m, Berg & Talfahrt
(Stand Sommer 2020)
Erwachsene: 47 € Jugendliche: 42,50 € Kinder: 35 € Kleinkinder: In Begleitung eines Erwachsenen kostenfrei
Wer nicht bis nach ganz oben fahren möchte, kann auch günstigere Tickets bekommen.
Unser Tag auf dem Kitzsteinhorn
Die Kinder wussten, dass es heute in den Schnee ging. Schon am Vorabend haben sie alles bereit gelegt und ihre Rucksäcke gepackt. Gepackt für eine mehrtägige Expedition am Nordpol. Inklusive Verpflegung. Zumindest war auch Obst dabei, nicht nur Freggeleien. Dennoch mussten wir das ganze etwas aussortieren. Oder aber wir wünschten eine plausible Erklärung, warum in einem der Rucksäcke zum Beispiel 5 Barbies inkl. 10 Wechseloutfits und 2 Teddys waren. Und auch über die Konsole samt 6 Spielen wunderten wir uns …. „Falls uns langweilig wird!“ …. Die Sorge konnte ich dann schnell nehmen und zugleich die Vorfreude steigern, als ich aktuelle Fotos aus der Ice Arena zeigte. Eine Barbie musste dann aber doch mit. „Die hat noch nie Schnee gesehen!“
Am nächsten Morgen funktionierte der in Kindern serienmäßig eingebaute Früh- Wecker wie schon sooft gut. Viel zu gut. 5.40 Uhr. „Wann fahren wir endlich los?“ „Nerv Mama nicht, sie braucht doch erst einen Kaffee!“ hörte ich Kind 2 im Hintergrund flüstern. „Komm, wir spielen noch eine Runde!“ …. Ein Auge halb öffnend nahm ich wahr, das 3 der Kids schon bereit waren für die Abfahrt. …. Die anderen 2 Kinder wurden ebenfalls geweckt und irgendwann ergaben mein Lebensgefährte und ich uns und machten uns auch bereit fürs Frühstück. Ausschlafen ist im Urlaub sowieso völlig überbewertet, da verpasst man viel zu viel vom Tag ….
Nach einem sehr schnellen Frühstück starteten wir.
Die Kinder warteten abfahrbereit vor dem Hotel, während wir noch schnell unsere Rucksäcke holten.
Und das war er, eben jener Moment, …. die Kinder in Winterbekleidung inmitten von Sommerurlaubern. Etwas verdutzt schauenden Sommerurlaubern. Aber auch nur für den ersten Moment. Denn wenn man ständig die schneebedeckten Gipfel der Alpen vor Augen hat, wundert es dann eben doch nicht mehr so sehr, wenn man mitten im Sommer Kinder mit Mütze, Schal und Winterschuhen antrifft.
Neben gutem Schuhwerk und einer warmen Jacke empfehle ich unbedingt eine Sonnenbrille, denn der Schnee ist im Sonnenlicht recht grell.
Unsere Route führte uns zunächst einmal auf die andere Seite vom Großglockner.
Dieser Ort hat in der Geschichte von Kaprun leider einen traurigen Hintergrund. Dazu schreibe ich aber später was.
An der Talstation konnten wir sämtliche Tickets für die Fahrt nach oben kaufen. Bis zum Top Of Salzburg, also der Aussichtsplattform, waren das immerhin 4 Bahnen. Für uns mit 5 Kids war das kein günstiger Spaß,… Über 200 Euro waren wir los. Aber es würde sich lohnen. Wir waren uns davor schon sicher und im Laufe des Tages bestätigte sich das auch.
Die Maiskogelbahn von Kaprun mit dem Großglockner im Hintergrund
Die Maiskogelbahn von Kaprun mit dem Großglockner im Hintergrund
Sonne im Tal, alles grün ….. das wird sich für uns in ca 1 Stunde ändern
Die Talstation vom „Gletscherjet 1“ Direkt nebenan gibt es reichlich Parkplätze.
Und schon geht es für uns Richtung Gipfel. Wir genießen die Aussicht von der Panoramabahn
Imposant-schöner Anblick – selbst für mich als „Meer-Typ“. Leider schien es doch etwas diesig zu sein.
Es geht steil nach oben
In den Gondeln war Maskenpflicht. Auch dann, wenn man wie wir, alle aus einem Haushalt kommen.
Oben angekommen gäbe es die Möglichkeit für einen Snack. Es gibt einen Spielplatz, Shoppingmöglichkeiten für Wanderkleidung, es starten mehrere Panoramawanderwege von der „Gletscherjet 1 Bergstation“ Entgegen meiner Vermutung blieb keines der Kinder irgendwo stehen, sondern es gingen alle direkt zur nächsten Gondelbahn. „Ja, gleich können wir rodeln!“
Mit runden und knallroten Gondeln fuhren wir nun die nächste Etappe nach oben. Die Landschaft wurde karger und der Schnee mehr.
Und auch in der nächsten Station steigen wir direkt um in die Bahn Nr. 3
Fast im ewigen Schnee angekommen
So. Da wären wir. Im Schnee. Mitten im Sommer.
Bevor wir zur Ice Arena gingen, war der Aussichtspunkt unser Ziel.
Von der Bergstation aus ging man durch einen Stollen, welcher dann zur nächsten Bahn führte
Die Bahn zur Gipfelwelt
Oben sieht man schon die Aussichtsplattform
Top of Salzburg – Salzburgs höchstgelegener Aussichtspunkt direkt am Kitzsteinhorn auf 3029 Meter Höhe. Von hier hat man einen traumhaften Blick zum Zeller See, zum Großglockner und zum Watzmann. Selbst die Zugspitze kann man von hier oben sehen – und außerdem die vielen umliegenden Gipfel im Nationalpark Hohe Tauern
Zum Vergleich: Die Zugspitze ist 2962 m ü. NHN hoch.
Das kostenlose Guckrohr zeigt an, welchen Berg man da grad vor sich hat
Traum-Panorama über die malerische Berglandschaft
Im Tal eingebettet von den Bergen: Zell am See
Da unten ist die Rodelpiste der Ice- Arena
Erinnerungsfoto
Kurz nach diesem Foto passierte etwas, was mir seit der Maskenpflicht ständig passiert: Die Maske verhäddert sich in einem meiner Hängeohrringe und ich reiße ihn beim Maske abziehen raus. Normalerweise kein Problem. Problematisch wird es erst, wenn man oben auf einem Berg steht und es keinen festen Boden unter den Füßen gibt, sondern nur Gitterrost …
„Da unten ist er, glaube ich. Da, im Schnee!“ Mit anderen Worten: Weg, für immer. Im ewigen Eis. Oh man ….
Oben an der Spitze gibt es einen Foto-Point. Wie wir es schon an der Zugspitze und am Großglockner kennengelernt haben.
Video vom Top Of Salzburg
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mit der Bahn fuhren wir dann wieder eine Station runter, um zur Ice- Arena zu gehen. Eigentlich gäbe es noch eine zweite Aussichtsplattform. Ein 360 Meter langer Stollen verbindet die Gipfelstation mit der anderen Aussichtsplattform. An 6 Infostationen gibt es lohnenswerte Einblick in den Nationalpark Hohe Tauern. Die Ausstellung erzählt von der Entstehung des Nationalparks, von den Schätzen und der Technik am Kitzsteinhorn. Aber die Kinder wollten gerne rodeln und weil sich entgegen der Wetterprognose doch am Horizont eine Unwetterwolke aufbäumte, verzichteten wir auf Aussichtsplattform Nr. 2 und gingen mit den Kindern zur Ice- Arena.
Oben sieht man die Aussichtsplattform
Beide Aussichtsplattformen. Zu erreichen mit der Bahn zum „Top Of Salzburg“
Schneeeeballschlaaaacht!!!!!! Absolut egal, dass wir mitten im Juli sind.
Kleine Ruhe-Oase direkt bei der Snackbar
Die Rodelteller und Schlitten kann man sich kostenlos ausleihen
Die Rodelteller drehten sich während der Abfahrt, machte den Kids doppelt Spaß!
Dieses Foto hatte ich in meinem Whats-App Status: „Schöne Grüße aus unserem Sommerurlaub und aus dem Schnee“
Aussicht von der oberen Kante der Ice – Arena. Es war alles mit Zäunen abgesichert
Die Kinder hatten richtig viel Spaß und im Grunde war es auch gar nicht so kalt, wie wir dachten. Die Jacken wurden uns schnell zu warm.
Ein Rodel-Wettrennen durfte natürlich nicht fehlen!
Unsere Kinder sind etwas verwöhnt, denn im Sauerland haben wir an den Bahnen immer Lifte, welche einen nach oben zum Start der Rodelpiste bringen. Hier war Beinarbeit angesagt
Zufallsfoto. Schaut es euch genau an.
Irgendwann mussten wir zurück zu den Liften, wenn wir nicht zu Fuß hinab laufen wollten.
Eine letzte Runde noch:
Müde, glücklich, …. und auch nass vom Schnee saßen wir dann bald wieder in den Gondeln auf den Weg zurück ins Tal.
Bahn 1, Bahn 2 …. und zu guter Letzt Bahn Nr. 3, die letzte der Bahnen, welche uns zurück zur Talstation brachte.
Auf dem Weg dorthin passierten wir eine Stelle mit sehr trauriger Geschichte ….
Am 11. November 2000 geschah genau dort eine der schlimmsten Katastrophen in der österreichischen Nachkriegsgeschichte, bei welcher 155 Menschen ihr Leben verloren.
Der Zug der Gletscherbahn Kaprun 2 geriet im Tunnel in Brand. Bereits kurz nach der Abfahrt bemerkten Augenzeugen Rauch aus dem talseitigen Führerstand. Nach 1.132 Metern Fahrt blieb der Zug stehen. Durch ein Leck in der Bremshydraulik wurde die automatische Bremsung aktiviert. Der Zug geriet vollständig in Brand. Die Türen ließen sich nur durch den Zugführer öffnen, außerdem gab es in dem Zug weder Feuerlöscher noch Nothämmer, daher starben die meisten noch im Zug. Ein paar Passagiere schafften es dennoch, die Scheiben einzuschlagen, leider liefen sie in Panik in dem Tunnel nach oben, direkt in die tödliche Rauchgaswolke. Nur 12 Menschen überlebten, weil sie im Tunnel entgegen der Kaminwirkung nach unten liefen.
Mein Lebensgefährte verbrachte in seiner Kindheit seinen Urlaub jeden Sommer in Kaprun, ist oft mit der Bahn gefahren. Er selber kannte Menschen, welche eine Bahn vorher genommen hatten oder eine Bahn später nehmen wollten- und somit diesem Unglück knapp entkamen. Bei der Fahrt zurück zur Talstation spürte ich, dass ihn die Erinnerung noch immer sehr berührte. Auch bei den Menschen in Kaprun ist dieses schreckliche Unglück immer noch eine große Wunde, wie ich wenig später bei einem Besuch bei Bekannten meines Lebensgefährten spürte. Mit Tränen in den Augen erzählten sie, wie sie das ganze damals erlebten.
Auch nach 20 Jahren kann man den Verlauf der alten Bahnstrecke noch gut erkennen
Vor der Rückfahrt besuchen wir die Gedenkstätte direkt an der Talstation am Parkplatz
Die bunten Farben überraschten uns beim Eintreten. Jede Farbe steht für ein Opfer. In den kleinen Nischen ist Platz für Fotos, Andenken, Blumen
Teilweise starben mehrere Kinder einer Familie, teilweise auch mit einem Elternteil… wie schrecklich ist das für die Hinterbliebenen …. Wir hatten alle einen Kloß im Hals und selbst die Kinder gingen schweigend durch den Raum.
Hilfreiche Links für euren Besuch vom Kitzsteinhorn
Adresse Talstation Maiskogel / Maisi Flitzer direkt in Kaprun:
KAPRUN CENTER Kitzsteinhornplatz 1a 5710 Kaprun
GPS: N47 16 26.128, E12 45 25.288
Nicht weit von der Gedenkstätte entfernt stand unser Auto.
Unser Fazit vom Kitzsteinhorn:
Auch wenn es nicht ganz günstig ist, bis zum Top Of Salzburg zu kommen – es lohnt sich! Die Aussicht ist fantastisch und für die Kinder war das Rodeln im Schnee eines der besten Highlights im Österreich- Urlaub.
Auf dem Rückweg besuchten wir noch die damalige Vermieterin meines Lebensgefährten. Er war in seiner Kindheit jeden Sommer mit seinen Eltern dort und die Vermieterin freute sich, nun seine Kinder kennen zu lernen.
Nach einem kleinen Plausch im Garten fuhren wir bald weiter Richtung Hotel, denn wir wollten unbedingt den Rückweg über die Großglockner Hochalpenstrasse fahren, es zogen jedoch bedrohliche Wolken auf.
Fahrt über die Großglockner Hochalpenstrasse. Von rechts kommend sieht man schon die dunklen Wolken. Wir hatten glücklicherweise nur noch auf den letzten Kilometern heftigen Regenfall
Abendstimmung von unserem Hotel- Balkon mit Blick auf den Großglockner. Auf der anderen Seite ist das Kitzsteinhorn.
Passend zum üppigen Abendessen bestehend aus einem 5-Gänge-Menü waren wir wieder im Hotel.
Nach dem Abendessen saßen wir noch mit den Kindern auf dem Balkon. Sie schickten ihren Freunden Fotos vom Schnee und waren auf die Reaktionen gespannt. Ganz im Gegensatz zu den Schneefotos meiner ältesten Tochter kamen dann zum Beispiel Fotos von Sonne, Strand und Palmen. Das machen wir 2021 vielleicht auch wieder, wenn wir dürfen.
Es freut mich, dass ihr wieder mit dabei ward.
Haltet die Ohren steif, wir sitzen alle im gleichen Boot!
Bleibt gesund (oder werdet es ganz schnell wieder)
Bis zum nächsten mal. Dann wird es nicht so kalt wie heute, aber es könnte etwas nass werden.
Österreich: Die Felbertauernstraße – Eine weitere Panoramastrasse am Großglockner
Österreich: Die Felbertauernstraße – Eine weitere Panoramastrasse am Großglockner
Hallo zusammen,
Es tut mir leid, dass ihr etwas länger auf die Fortsetzung meiner Österreich- Reiseberichte warten musstet, ich bin im Moment etwas angeschlagen und komme daher nicht sooft zum Schreiben, wie ich eigentlich gerne würde ….. Einige haben mich bereits angeschrieben, ob noch weitere Österreich- Berichte kommen. Geplant sind noch einige, zum Beispiel von einem unserer Highlights: Im Schnee rodeln mitten im Sommerurlaub.
.
Heute berichte ich euch von einer weiteren malerischen Panoramastrasse am Großglockner in Österreich: Der Felbertauernstraße / Felbertauern Strasse
Sie liegt ebenfalls am Großglockner, ist jedoch weniger bekannt als die Großglockner Hochalpenstrasse, über welche ich auch bereits geschrieben habe:
Auch an den beliebtesten Reisetagen ist es hier nicht überfüllt. Viele kennen die Felbertauernstrasse schlichtweg gar nicht, wenn es um das Thema Alpenüberquerung geht. Dabei führt sie sehr idyllisch durch den Nationalpark Hohe Tauern, eingerahmt von mehreren Dreitausendern. Wasserfälle plätschern von den Felsen, Almhütten komplettieren das wunderbare Bild einer typischen Österreich-Landschaft.
Die Lage der Felbertauernstraße:
Quelle: https://www.google.de/maps
Wie ihr auf der Karte sehen könnt, eignet sich die Felbertauernstrasse in Kombination mit der Großglockner Hochalpenstrasse sehr gut für eine Runde um den Großglockner. Wir haben das auch einmal gemacht und das mit dem Ausflug auf das 3.029 m Hohe Kitzsteinhorn verbunden, Rodeln im Schnee inklusive. (Bericht folgt!) –
Zahlen und Fakten zur Felbertauernstrasse:
Eröffnung: 25. Juni 1967 Strecke: Lienz – Mittersill Länge: knapp 70 km Höchster Punkt: 1650 m ü. A.
Die Felbertauernstrasse ist ganzjährig geöffnet, jedoch kann es im Winter auch dort zu kurzfristigen Schließungen der Strasse kommen (Wie zum Beispiel aktuell Anfang Dezember 2020 nach massiven Schneefällen) Sie hat eine maximale Steigung von 9% und ist an vielen Stellen mehrspurig ausgebaut. Dadurch ist sie vor allem für Wohnmobile und Wohnwagengespanne eine gute Alternative zur Großglockner Hochalpenstrasse.
Mautgebühr der Felbertauernstrasse
Von Mittersill bis vor den Tunnel ist die Felbertauernstrasse eine Privatstraße in Besitz der Felbertauernstrasse AG, für die eine Maut erhoben wird.
–
Stand: Sommer 2020
PKW: – – 11 € / 1 Weg – 16,50 € / Mehrfachnutzung an einem Tag (zB Hin- und zurück) – Kombiticket Felbertauerntunnel und Großglockner- Hochalpenstrasse: 43,50 €
Gestartet sind wir in Heiligenblut (Bericht von Heiligenblut -> https://www.elly-unterwegs.de/2020/11/10/unser-sommerurlaub-in-heiligenblut-am-grossglockner-unsere-wanderausfluege-mit-5-kids/ ) Unsere Fahrt führte dann erst Richtung Süden durch Großkirchheim nach Lienz. Es ist imposant, wenn auf dieser Strecke nach einer Weile die hohen Berge der “Lienzer Dolomiten” (eigentlich Gailtaler Alpen) auftauchen. Es macht eigentlich nicht viel Sinn, wenn man von Heiligenblut nach Kaprun fährt, den Umweg über die Felberntauernstrasse zu nehmen, aber so bekamen wir noch etwas mehr von der Region zu sehen und lohnenswert ist diese Strecke auf jeden Fall. Da waren sich auch die Kinder einig. „Wir können hier gerne noch einmal herfahren!“ „Ja, unbedingt!“ …. sie haben in Lienz einen McD… entdeckt und hinter Lienz entdeckten sie mehrere Schilder mit „Rafting“. Möglicherweise (!) hat das die Entscheidung geringfügig (!) beeinflusst. Letzteres haben wir sogar noch ausprobiert, am letzten Urlaubstag waren wir mit den 5 Kids beim Wildwasserrafting. Dazu schreibe ich beizeiten auch noch was. Den Fluss dazu haben wir auf der Fahrt der Felbertauernstrasse hinter Lienz schon gesehen, denn der Fluss Isel läuft über mehrere Kilometer an der Strasse entlang und bildet mit den “Lienzer Dolomiten” an mehreren Stellen ein tolles Fotomotiv.
Kleiner Hinweis: Wir sind die Strecke zweimal gefahren. Einmal bei Sonnenschein, einmal bei Regen/ Sonne- Mix.
Kirche bei Sagritz zwischen Heiligenblut und Lienz
Bei Iselberg beginnt die Region „Osttirol“. Im Hintergrund ragen die “Lienzer Dolomiten” in den Himmel
Blick über die Region Lienz
Die “Lienzer Dolomiten”. Der höchste Berg ist 2770 m
Kreisverkehr in Lienz. ….. Palmen = glückliche Elly :) Zitat meiner Familie „Egal wo du bist, du findest jede Palme! Sogar in Schweden!“ Ja, stimmt. Ich liebe Palmen und habe selbst in meinem Wohnzimmer mehrere stehen.
Die Isel
Als dieses Foto entstand, ahnte ich noch nichts von unserem Abenteuer „Wildwasserrafting“, welches uns mit dem Schlauchboot genau unter dieser Brücke hindurch führen sollte.
Sonne auf der einen Seite, Regenwolken auf der anderen Seite. Nichts ungewöhnliches in den Bergregionen.
Bei St. Johann im Walde
Kurz vor Matrei
Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Alban in Matrei ist mit ihrem 86 Meter hohen Turm die größte Landkirche Tirols. Mit dem Auto fährt man fast in Kirchturmuhrhöhe an der Kirche vorbei
Hinter Matrei beginnt der bergige Teil. Die Steigung ist max 9 % , die Kurven langgezogen und oft mehrspurig.
Landschaftlich hat mir persönlich die Landschaft zwischen Lienz und dem Felbertauern besser gefallen. Meinem Lebensgefährten hingegen die Strecke nach dem Tunnel Richtung Mittersill. Einig waren wir uns, dass im Grunde die gesamte Strecke malerisch und sehenswert ist.
Wir nähern uns dem Felbertauerntunnel
Seht ihr die Strasse rechts oben? Die fahren wir gleich. Etwas Steigung und ein paar Serpentinen / Kehren gibt es auch auf der Felbertauernstrasse
Der Felbertauerntunnel
Vor dem Südportal ist die Mautstation. Das heisst, von Norden kommend zahlt man erst nach der Tunnelpassage
Das Südportal vom Felbertauerntunnel liegt auf liegt auf einer Seehöhe von 1632 m
Der Tunnel ist 5282 m lang
Apropos Tunnel. …..
Die Kinder hatten ein tolles Spiel, wenn wir durch eine Unterführung oder eben durch einen Tunnel fahren. Sie riefen ganz laut „Uuuuluuuuuluuuuuuuluuuuu…..luuuuluuuuu“ oder irgendwie so etwas, auf jeden Fall laut und auf der gesamten Länge des Tunnels. Auch beim Felbertauerntunnel,… und auch sonst bei jedem, wirklich JEDEM Tunnel….. Die Felbertauernstrasse hat übrigens ungefähr 15 kurze oder etwas längere oder / und teilweise halboffene Tunnel…
Nordportal vom Tunnel
Etwas nach dem Felbertauerntunnel Fahrtrichtung Mittersill kommt ein ganz besonderer See. Der Elisabeth-See. Also quasi „mein“ See. Logisch, dass wir dort einen kleinen Zwischenstopp eingelegt haben. Leider erst bei unserer 2. Fahrt, bei welcher wir nicht so gutes Wetter hatten ….
Der Elisabethsee
Theoretisch kann man von dort zu schönen Wanderungen aufbrechen. Dafür fehlte uns die Zeit und den Kindern die Lust. Am Parkplatz gibt es ein WC- Häuschen und da es eine Weile dauert, bis 5 Kinder fertig sind, nutzte ich die Zeit für einen kleinen Spaziergang zum See. Nur ich ganz alleine. Ungewohnt, aber auch mal ganz schön.
Ein paar schnelle Handyfotos aus Zeitmangel. Soll man ja eigentlich nicht machen, aber manchmal gehts nicht anders.
Ruhe. Idylle. Einmal ganz tief durchatmen
Links im Bild sieht man die Strasse. Und dennoch ist es dort am See erstaunlich ruhig. Ich schloss die Augen und atmete tief ein ….
„Maaaaamaaaaaaa, wo bleibst du?“ unterbrach die Stille.
„Bin sofort bei euch. Geht schon einmal zum Auto!“ (Dort wartete mein Lebensgefährte und nutze die Pause zum schmöken. Jedem das seine)
…
Lieber See mit dem wundervollen Namen, ich komme irgendwann mal wieder und bringe mehr Zeit mit (und auch vielleicht etwas besseres Wetter)
Es dauert immer eine Weile, bis alle 5 Kinder wieder angeschnallt im Auto sind und sämtliches Spielzeug wieder beim richtigen Besitzer ist. Teddy da, Barbie dort,… „Ey, das ist mein Kissen!“ „Du sitzt auf meinem Anschnaller!“ „Mach den Sitz weiter nach vorne, ich hab hier kaum Platz!“ . Eltern kennen es…
Das Schöne ist aber, dass die Kinder die ganze Zeit aus dem Fenster sehen und einiges entdecken, was ich, obwohl ich vorne sitze, nicht gesehen hätte. Wie zum Beispiel die vielen Wasserfälle, welche aus den Bergen ins Tal plätschern
Nach dem Tunnel geht es langsam wieder bergab. Anders als auf der Großglockner Hochalpenstrasse gab es hier keinen Schnee rechts und links der Strasse. Wohl aber auf den Gipfeln zu sehen und bei einer unserer Fahrten auf der Felbertauernstrasse war ja auch genau so ein schneebedeckter Gipfel unser Ziel.
„Wow, dass die Kühe gar nicht umfallen, wenn die dauernd so schräg stehen!“ staunte die Tochter meines Lebensgefährten. Für sie war es der erste Urlaub in den Bergen und sie konnte sich nicht satt sehen an den schönen Bergpanoramen
„Schatz, halt die die Ohren zu, da kommt der nächste Tunnel….“ Keine 2 Sekunden später kam von den beiden Rückbänken wieder ein 5-faches lautes „Huuuluuuluuuluuuluuuluuuluuuuullluuuuuuuuluuuuu“ , unterbrochen von Gekichere. Ich schmunzelte. Irgendwann wird mir das fehlen. Wenn die Kinder nicht mehr mit uns auf Reisen gehen, sondern ihre eigenen Wegen gehen werden.
–
Fast in Mittersill
Österreich- Idylle. Vor uns liegt Mittersill.
Angekommen in Mittersill. Nach soviel Natur und Panoramaaussichten auf den ersten Metern ungewohnt. …..
Gewöhnungsbedürftig ist auch die Begrüßung im Kreisverkehr …..
Zwar Oide Prunzer (Die zwei Steh- Pinkler)
Unser Fazit zur Felberntauernstrasse
Wir sind die Felberntauernstrasse zweimal gefahren und finden sie sehr malerisch und durch die weniger steilen Serpentinen (Kehren) und die geringere Steigung auch einfacher zu fahren als die Großglockner- Hochalpenstrasse. Während bei der Großglockner- Hochalpenstrasse die schneebedeckten Gipfel dominieren, ist es bei der Felberntauernstrasse mehr die Natur mit den grünen Tälern und den Flüssen, welche sich malerisch durch die Landschaft schlängeln.
Zwei unterschiedliche Panoramastrassen um den Großglockner, welche sich aber wunderbar kombinieren lassen. Fährt man beide Strassen als Rundfahrt, sollte man ohne Zwischenstopps für die ca 185 km lange Strecke eine reine Fahrtzeit von ca 4 Stunden einplanen.
Linktipp zur Felbertauernstrasse
Die offizielle Website mit aktuellen Infos zu eventuellen Strassensperren und den aktuellen Mautgebühren: http://www.felbertauernstrasse.at/
Zum Schluss noch ein paar Wetterimpressionen auf unserer Fahrt zwischen Mittersill – Lienz – Heiligenblut. Denn wir hatten eine Unwetterwolke im Schlepptau
Kurz vor Lienz aus Matrei kommend
Bei Winklern südlich von Heiligenblut
Kurze Zeit später, der Regenbogen ist ungefähr auf unserer Höhe
Heiligenblut
Heiligenblut
Heiligenblut
Österreich: Die Felbertauernstraße – Eine weitere Panoramastrasse am Großglockner
Und genau hier in Heiligenblut endet auch mein heutiger Bericht.
Danke, dass ihr wieder mit dabei ward! Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr. Vielen Dank dafür !!!
Bis zum nächsten mal. Dann bitte besonders warm anziehen, denn wir fahren auf über 3000 Meter Höhe in den Schnee zum Rodeln.
Ausflugstipp: Die Sigmund-Thun-Klamm in Kaprun (Österreich)
Ausflugstipp: Die Sigmund-Thun-Klamm in Kaprun (Österreich)
Hallo zusammen,
nachdem mein letzter Bericht von Heiligenblut etwas länger geworden ist, gibt es heute dafür einen etwas kürzeren:
Ich nehme euch mit auf einen Spaziergang durch die Sigmund-Thun-Klamm bei Kaprun.
Was ihr dafür braucht?
Rutschfeste Schuhe und regenfeste Kleidung, denn es wird zwischendurch auch mal etwas nass.
Da meine große Kamera ja (wie ihr aus den vorherigen Berichten inzwischen wisst) zu Hause geblieben ist und die kleine Kamera nicht wasserfest ist, entstanden die Fotos heute mit meinem Handy.
Was ist die Sigmund-Thun-Klamm?
Seit der Eiszeit hat sich das Schmelzwasser mehrerer Gletscher durch das Gestein gearbeitet und hat dabei an den Felswänden markante Glättungen und Strudeltöpfe hinterlassen. Inzwischen ist die Klamm bis 32 Meter tief und ca. 300 Meter lang, jedoch wenige Meter breit. Ein Weg aus hölzernen Stegen und Brücken führt durch die Klamm. Begleitet vom tosenden Wassergeräusch der Kapruner Ache erkundet man so die Klamm, beeindruckend ist so etwas immer wieder. Letztes Jahr im Herbst waren wir in der Partnach- Klamm ( -> Bericht Partnach- Klamm) und 2017 war ich mit meinen 3 Kindern im Antelope Canyon ( -> Bericht Antelope Canyon) in Arizona, einer meist trockenen Klamm.
Namensgeber für die Klamm ist der Statthalter von Salzburg, Sigmund von Thun-Hohenstein.
Am Ende der Klamm liegt etwas erhöht der zur Energiegewinnung genutzte Speichersee Klammsee. Inzwischen ist die Seeregion auch ein Naherholungsgebiet.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise der Sigmund-Thun-Klamm:
Erwachsene 4,50 € Erwachsene mit Gästekarte 4,00 €
Kinder (6 – 15 Jahre) 3,10 € Kinder (6 – 15 Jahre) mit Gästekarte 2,80 €
Familien 10,70 € Familien mit Gästekarte 9,60 € (2 Erwachsene & Kinder bis 15 Jahre)
Die Lage der Klamm
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Von Heiligenblut aus fuhren wir dieses mal nicht über die Großglockner Hochalpenstrasse, sondern über die ebenso schöne Felbertauernstraße. Hierrüber berichte ich in einem späteren Bericht Kleiner Fußmarsch vom Parkplatz zum Eingang der Klamm.
Dort angekommen gingen wir zu dem neu errichteten und sehr modernen Kassenhäuschen. Es standen alle vorbildlich mit Abstand an, Hände desinfizieren war Pflicht.
Und dann waren wir an der Reihe.
„Eine Familienkarte bitte“
– „Ja, ….. wie viele der Kinder gehören denn zu ihnen?“
„Alle 5.“
– „… …. Ja?! Äh, okeee. ….. Alsooo,….. eine Familienkarte, bitteschön. Viel Spaß!“
Eine Reaktion, die wir inzwischen schon kennen und schmunzeln. Ebenso wie die Blicke mancher Menschen, wenn wir z.B. irgendwo geparkt haben und dann 5 Kinder aus dem Auto steigen. Einmal hat eine Frau etwas lauter mitgezählt, als sie es vermutlich wollte. Ich habe ihr dann gesagt „Danke fürs durchzählen, dann brauche ich das nicht mehr machen!“ Ihr Blick war unbezahlbar. Aber dann fing sie an zu lachen und ich lachte mit.
Es gibt immer mehr Familien mit mehr als 3 Kindern. Sei es wie bei uns durch Patchwork oder aber, weil es zumindest mir persönlich so scheint, als ginge der Trend doch langsam wieder zu mehr als 2 Kinder.
Es gibt nur ein kurzes Video, denn die Klamm war an dem Tag gut besucht und mir sind ständig sehr viele Leute ins Bild gelaufen. Ist an sich nicht schlimm, aber aus datenschutzrechtlichen Gründen verboten, ein Video mit fremden Menschen hier hochzuladen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Das Dach schützt nicht komplett vor einer kleinen Gischt- Dusche
Es erinnerte uns sehr an den Antelope Canyon und an die Partnach- Klamm
Der Holzweg besteht aus vielen kleinen Treppchen – daher nicht mit dem Kinderwagen begehbar.
Mit lautem Getöse sucht sich das Wasser seit Jahrtausenden seinen Weg durch das Gestein
An vielen Stellen hat das Wasser den Felsen ausgehöhlt
Oben im Bild ist die Brücke, welche die Klamm überquert. Sie ist gleich für den Rückweg unser Ziel.
Aufgrund der zunehmenden Schlechtwetterlage entschieden wir uns gegen einen Besuch des Klammsees und liefen den Weg oberhalb der Klamm direkt zurück Richtung Parkplatz. Nicht mehr lange, und ein Unwetter würde Kaprun treffen und bis dahin wollten wir gerne zurück im Auto sein.
Das Wasser vom Klammsee stürzt am Ende der Sigmund-Thun- Klamm tosend in die Klamm
Von dort führt eigentlich links ein Weg nach oben zum Klammsee, den wir eigentlich auch angedacht hatten. Jedoch kamen die ersten Vorwarnungen meiner Wetterapp rein und wir sahen zu, dass wir zurück zum Auto kamen und nahmen den Weg rechts, welcher auch über die Brücke über die Klamm führt
Ausblick von der Brücke in die Klamm
Der Blick von der Brücke hinunter in die Klamm Richtung Eingang Der Blick von der Brücke hinunter in die Klamm Richtung Ausgang und Klammsee
Kleines Unwetter in Kaprun …. daher leider keine Sommerrodelbahn …
Auch das war für heute noch etwas auf unserem Ausflugsplan: Eine Fahrt hoch auf den Maiskogel und von dort mit der Sommerrodelbahn wieder zurück. Wegen Schlechtwetter fiel das auch leider aus.
Das Unwetter war fast da. Wir waren froh, dass wir schon wieder im Auto saßen ….
Im strömenden Regen fuhren wir zurück nach Heiligenblut.
Und auch dort gab es am Abend noch Unwetter.
Heiligenblut. So sieht ein Regenbogen aus, wenn die Sonne schon hinter einem Berg steht und der Regenbogen bereits etwas im Schatten liegt
Gewitter in Heiligenblut.
Und am nächsten Morgen Sonnenschein und blauer Himmel. Als wäre nichts gewesen
Im Moment komme ich leider nicht so regelmäßig zum Schreiben, wie ich es eigentlich gerne würde.
Daher bitte ich um eure Geduld und euer Verständnis, wenn es ein paar Tage länger bis zum nächsten Bericht dauert.
Danke
Es hat mich gefreut, dass ihr wieder mit dabei ward.
Bis zum nächsten mal !!!!!
Website der Sigmund-Thun-Klamm
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Unser Sommerurlaub in Heiligenblut am Großglockner – Und: Kleine Wanderausflüge mit 5 Kids!
Unser Sommerurlaub in Heiligenblut am Großglockner – Und: Kleine Wanderausflüge mit 5 Kids!
Weiter geht es mit meiner Österreich – Reihe
Heute stelle ich euch den Ort Heiligenblut vor.
Lage von Heiligenblut:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Das Bergsteigerdorf Heiligenblut liegt an der Großglockner-Hochalpenstrasse und gehört zu Kärnten. Der Ort liegt mitten im Nationalpark Hohe Tauern auf knapp 1300 m Seehöhe und ist umgeben von einer malerischen Berglandschaft am Fuße des Großglockners. Es wird als das schönste Bergdorf im Alpenraum bezeichnet.
Der Ort mit der gotischen Kirche und dem Großglockner im Hintergrund ist eines der bekanntesten Fotomotive.
Von Heiligenblut aus kann man zu zahlreichen Wanderungen aufbrechen. Eine der bekanntesten Wanderungen ist die zur Kaiser Franz Josefs Höhe , welche knapp 4 Stunden dauert. Auf den 11 km langen Wanderweg hat man eine Höhendifferenz von ca 1200 m. Man kann auch morgens mit dem Shuttle aus Heiligenblut hochfahren und wandert dann zurück nach Heiligenblut. Das wäre zum Beispiel eine Wanderung, welche wir mit den Kindern beim nächsten mal andenken, denn sie hatten zum Schluss sehr viel Spaß beim Wandern, erst recht, wenn es dabei über “Stock und Stein” ging.
Der Ort an sich ist weit über die Grenzen Österreichs bekannt, dennoch ist er nicht groß. Auf 193,53 km² wohnen knapp 1000 Einwohner.
Unser Hotel in Heiligenblut:
Unsere Unterkunft liegt mitten im Zentrum von Heiligenblut, es ist das 4**** Hotel “Nationalpark Lodge Großglockner” In meinem vorherigen Bericht habe ich es euch vorgestellt. Von dort aus starteten wir einige Unternehmungen zur Erkundung von Heiligenblut und der Umgebung.
Als erstes nehme ich euch auf einen kleinen Spaziergang durch das beschauliche Zentrum von Heiligenblut mit.
Vom Hotel aus gehen wir über den Platz im Zentrum mit seinem schönen Kristallbrunnen bis zur Talstation der zur Bergbahn, welche uns dann in 2 Etappen auf den Schareck (2600 m Seehöhe) fahren wird.
Unser Hotel, das 4**** Hotel “Nationalpark Lodge Großglockner”
Das Zentrum von Heiligenblut mit dem Großglockner im Hintergrund. Hier befinden sich mehrere Souvenirshops, Bars, Cafés, Restaurants und Hotels. Auf dem großen Platz finden regelmäßig Veranstaltungen statt. Kleiner Tipp: Im Laden links gibt es richtig guten Leberkäse!
Der schöne Kristallbrunnen. Im richtigen Winkel sieht man den Großglockner mittig vom Brunnen.
Die Bergbahn Heiligenblut-Schareck
Der erste Ausflug, zu dem ich euch nun mitnehme, ist eine Fahrt mit der Bergbahn auf den Schareck. Wir fahren auf 2600 m Höhe und genießen einen wundervollen Blick auf die Bergwelt des Großglockner Nationalparks mit über 40 Dreitausender
Öffnungszeiten der Bergbahn Heiligenblut-Schareck
7. Juli bis 30. August 2020
jeweils Di., Fr. und So. von 9:30 bis 16:00 Uhr (letzte Talfahrt)
zusätzlich 4., 6., 11. und 13. September 2020 von 9:30 bis 16:00 Uhr (letzte Talfahrt)
Preise der der Bergbahn Heiligenblut-Schareck für Berg- und Talfahrt (Stand Sommer 2020) :
€ 23,50 pro Erwachsenen € 12,– pro Kind
Die Fotos entstanden mit meinem Foto-Handy. Meine Kamera hatte ich ja gar nicht erst mit in den Urlaub genommen …. großer (großer) Fehler,….. das habe ich sooft in diesem Urlaub bereut,….. auch wenn ein Handy inzwischen passable Fotos macht – es kommt niemals an die Qualität einer selbst einfachen Kamera ran.
Zusammen mit meinem Vater starteten wir bei schönem Sommerwetter Richtung Gipfel des Scharecks
Malerisches Bergpanorama, welches selbst mir als Strand- und Meer-Typ sehr gefällt
Oben angekommen gibt es von jedem der Kinder und auch von uns ein Erinnerungsfoto mit dem Großglockner im Hintergrund
Auch bei Regen eine schöne Aussicht. Wie toll muss dieses Panorama bei Sonnenschein und blauem Himmel erst sein?
Blick auf die Großglockner Hochalpenstrasse links und mittig (Hochtor – der höchste befahrbare Punkt der eigentlichen Großglockner-Hochalpenstrasse) . …. Leider zogen dicke Regenwolken auf ….
„Mama, das ist so schön hier!“
Trotz des zunehmend schlechten Wettern hatten die Kinder Spaß daran, den Gipfel des Schareck zu erkunden. Es gab Kletterwege, Aussichtspunkte, Infotafeln – und für die Jüngste einen Hüpfberg direkt am Restaurant.
Unterhalb lag an mehreren Stellen noch etwas Schnee. Es bezog sich aber immer mehr und der Wind wurde frisch und eisig.
Das war einer der Momente, in denen es uns etwas schwer fiel zu glauben, dass wir tatsächlich im Sommerurlaub waren.
Unten lag Heiligenblut – im Tal und in der Sonne. Und ich fror hier oben …..
Wir brachen die geplante Wanderung ab. Die Regenwolken hatten uns inzwischen gefunden und es wurde ungemütlich.
Zusammen mit meinem Vater kehrten wir in das Restaurant an der Bergstation der Bergbahn ein und wärmten uns mit einem heissen Kakao bzw Milchkaffee auf und machten uns dann auf den Rückweg.
Bei der Rückfahrt zur Talstation sahen wir Murmeltiere auf der Wiese unter der Bergbahn
Das Tal von Heiligenblut – im Hintergrund zieht grad eine Regenwolke durch
Das Zentrum von Heiligenblut
Der Ausflug auf den Schareck hat sich gelohnt. Durch die Bergbahn kommt man ohne Anstrengung auf den Gipfel, was vor allem für meinen Vater sehr gut war. Von oben hat man einen tollen Blick auf zig Dreitausender inkl. dem Großglockner, dem höchsten Berg von Österreich. Oben kann man sich im Restaurant stärken oder zum Gipfelkreuz wandern. Zahlreiche Infotafeln geben tolle und nützliche Informationen zu der Region.
–
–
Wanderung von Heiligenblut aus: Der Natura Mystica und der Gößnitz-Wasserfall
.
An einem anderen Tag starteten wir mit den 5 Kids eine kleine Wanderung direkt vom Hotel aus.
Zunächst führte unser Weg durch den Ort Richtung Tal und machen einen ersten kleinen Stopp an dem glasklaren Bächlein – der Möll.
Am Startpunkt des Natura Mystica gibt es einen Parkplatz
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Vom Hotel aus sind es zum Parkplatz / Startpunkt knapp 1,5 km zu laufen.
Er startet beim Parkplatz direkt an einer großen Steinspirale und dem Eingangsportal.
Der Natura Mystica ist ein 3,6 km langer Natur- Erlebnis- Rundwanderweg. Von dem Wanderweg führt ein steiler Stichweg zur Aussichtskanzel mit einem fantastischen Blick auf den 70 Meter hohen Gößnitz-Fall.
Das Besondere an diesem Rundwanderweg sind seine 20 Stationen. Hier erklären die Hollaleitisch die Besonderheiten der Flora und Fauna in dem Gebiet und erzählen auch von vergangenen Zeiten, als sie noch mit den Menschen zusammen gelebt haben. Im Mittelalter begannen die Menschen, die Wälder für Äcker und Wiesen zu roden. Sie verbrannten das Holz, um Gold und Silber aus den Erzen zu lösen – und die Hollaleitisch zogen sich vom Menschen zurück. Es gibt Stationen zum Fühlen, zum Riechen, zum Horchen, zum Sehen.
Infotafeln erklären das Besondere der Station und so gibt es viel zu entdecken und zu lernen.
Über Stock und über Stein – das macht Groß und Klein Spaß!
Dem leisen Plätschern des kleinen Bächleins lauschen
„Ich habe die nächste Station entdeckt!“
„Berühre“ – die Felswände waren ganz glatt
Der Natura Mystica führt am Kachlmoor vorbei. Hier leben viele Amphibien und wir entdeckten auch einige. Vor allem Frösche bzw. Kaulquappen in den verschiedensten Entwicklungsstadien. Die verschiedenen Stadien der Metamorphose von den im Gewässer lebenden Fröschen live in der Natur, das ist besser (und spannender) als jeder Biologieunterricht in der Schule
Dieser Mini-Frosch ist ca. 2,5 – 3 Monate alt. Er hat schon Beine, aber auch noch seinen Kaulquappenschwanz
Der Duft von Waldmoos. Das ist Natur pur. Und es erinnerte mich sehr an meine Kindheit, denn jedes Jahr habe ich viele Wochen im Schwarzwald verbracht und wir waren fast jeden Tag in den Wäldern dort unterwegs.
Holzwürmer haben dieses schöne Muster in den Stock gebaut
1981 wurde der Nationalpark Hohe Tauern gegründet – und ist somit ganz genau so alt wie ich. Ähm, JUNG, ich meinte so jung wie ich!
Weiter führt der Wanderweg am Gößnitzbach entlang
Man hörte schon das Tosen vom Gößnitz-Wasserfall
Der Weg zur Aussichtskanzel ist steil und das letzte Stück ist auch durch den Wasserfall nass und rutschig. Ca 15 Minuten läuft man, bis man oben ist. Unsere 5 Kinder haben es nicht alle bis nach oben geschafft, sondern auf einer Bank zusammen mit meinem Lebensgefährten Pause gemacht, während ich mit dem Rest bis nach oben gewandert bin. Später ist dann mein Lebensgefährte noch nach oben gewandert, um auch einmal den Ausblick genießen zu können. Wenn schon – Denn schon!
Die Aussicht entschädigt den etwas mühsamen Aufstieg!
Angekommen am 70 Meter hohen Gössnitzfall
Als hätte jemand eine Kerbe in die Felsen geschlagen – Der Gößnitzbach suchte sich seinen Weg durch die 100 Meter hohe Felswand.
4k – Video vom Wasserfall. Hochkant, sorry, …. ich gelobe beim nächsten Urlaub Besserung.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Dieser kleine Freund lebt in der Nähe der Aussichtskanzel
Etwas nass durch die Gischt vom Wasserfall liefen wir den Weg wieder zurück und kamen nach ca 20 Minuten am Ausgangspunkt direkt am Bach an. Der Rückweg führt zum größten Teil an der anderen Seite des Baches entlang
Wir waren mehrere Stunden unterwegs. Die Kinder fanden es sehr gut, vor allem, wenn die Wege steil und / oder mit vielen Wurzeln waren. Am besten waren neben den Kletterwegen natürlich die Erlebnisstationen und die Geschichte der Hollaleitisch
Also klare Empfehlung für Familien mit (etwas älteren) Kindern.
–
–
Die berühmte Wallfahrtskirche St. Vinzenz in Heiligenblut
Die malerisch gelegene Kirche ist ein sehr bekanntes Postkartenmotiv und eine der schönsten und berühmtesten Kirchen Österreichs.
Die Geschichte der Kirche ist zugleich auch der Grundstein für die Entstehung von Heiligenblut.
Im Jahre 914 verunglückte ein dänischer Prinz (gläubiger Christ und erfolgreicher Feldherr) namens Briccius in den Bergen an der Stelle, an welcher heute, etwas oberhalb von Heiligenblut, die Bricciuskapelle steht, durch eine Lawine tödlich.
Er war auf dem Weg von Konstantinopel, wo er im Dienst des byzantinischen Kaisers gegen die Sarazenen kämpfte, zu seiner Heimat Dänemark, wo er leider nie ankam.. .
Gefunden wurde er, weil aus seinem Körper 3 Ähren durch den Schnee wuchsen.
Auf einem Ochsenkarren wurde sein Leichnam runter ins Dorf gebracht. Die Ochsen blieben an der Stelle stehen, an welcher heute die Kirche steht. Dort wurde er beerdigt. Nach der Beerdigung ragte auf einmal sein Bein aus dem Grab und das ganze wiederholte sich dann nochmals. Man fand dann bei ihm die Heiligenblutreliquie – ein Fläschchen mit dem Blut Christi – eingenäht in seine Wade… zum Schutz vor Diebstahl.
Es handelte sich um eine Reliquie aus der Hagia Sophia in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul. Der Herrscher von Konstantinopel wollte sie eigentlich gar nicht hergeben – aber er hatte Briccius versprochen, ihm einen Wunsch zu erfüllen und er wünschte sich eben diese Reliquie …. und so setzte der Herrscher seine Leute auf Briccius, um sie zurück zu holen. Durch das Einnähen in die Wade gelang ihnen das nicht und das „Heilige Blut“ blieb in Heiligenblut.
1273 wurde zum ersten mal über eine Wallfahrt zum „Heiligen Bluet“ geschrieben. Rund 100 Jahre später beschloss man den Bau der heutigen Kirche, da die Bricciuskapelle für die vielen Wallfahrer und Pilger zu klein geworden war. Nach nochmals 100 Jahren wurde die neue Wallfahrtskirche am 1. November 1491 eröffnet. Die Legende des Briccius ist im Inneren der Kirche dargestellt.
Blick von unserem Balkon auf die Kirche
Der Friedhof an der Kirche. Rechts oben sieht man unsere beiden Balkone von unserem Hotelzimmer Das Grab von einem Bergsteiger
Wir gehen ins Innere der Wallfahrtskirche:
Unser Ritual: Wir zünden eine Kerze an und beten
Vor dem Altarraum führt eine Treppe in die Krypta Altar in der Krypta
Der Sarkophag des Briccius
Links im Bild sieht man das 1496 errichtete 13 Meter hohe Sakramentshaus. In diesem wird das Fläschchen mit dem heiligen Blut und die drei Ähren aufbewahrt. In der Mitte ist der imposante, 11 Meter hohe Hochaltar, die Fertigstellung war 1520. Es zeigt die Marienkrönung, Assistenzfiguren sind die Heiligen Vinzenz, Petrus und Brictius. In den Zwickeln der Bogenrahmung wird die Verkündigung an Maria dargestellt. Die Figur im Rechteckpostament unter der Hauptgruppe ist der schlafende Jesse, aus dessen Brust der Stammbaum Christi wächst. Die Reliefs der inneren Altarflügel zeigen auf der rechten Seite Christi Geburt und die Auferstehung und links sieht man die Anbetung der heiligen drei Könige und die Himmelfahrt Christi.
Die prunkvolle Kanzel aus dem letzten Viertel des 17. Jahrhunderts
Die Orgel wurde im Jahre 1908
Beide Zugänge zur Kirche sind nur über Treppen möglich. An der Rückseite gibt es einen Rollstuhl- Lifter
An der Kirche befindet sich eine Gedenkstätte für die auf der Heiligenbluter Seite des Großglockners tödlich verunglückten Bergsteiger – mit dem Großglockner im Hintergrund
Das schmiedeiserne Gedenkbuch an die Opfer des Großglockners
Wer möchte, kann sich im folgenden Video das Sonntags- Läuten der Kirche anhören:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Ausblick von dem Weg an der Kirche Richtung Großglockner
Unser Sommerurlaub in Heiligenblut am Großglockner – Und: Kleine Wanderausflüge mit 5 Kids!
.
.
Wanderung am Jungfernsprung
Der Jungfernsprung ist ein Wasserfall südlich von Heiligenblut. Man kann von Heiligenblut aus dorthin wandern. Für die knapp 12 km hin und zurück benötigt man ca 3-4 Stunden. Eine andere Möglichkeit ist, bis zum Fuße des Wasserfalles zu fahren, dort zu parken um dann von dort aus zu wandern.
Wir wählten Variante 2, da wir an dem Tag mehrere Ziele in der Region bis hin zu Lienz auf dem Plan hatten.
Der Weg von Heiligenblut zum Jungfernsprung führt vorbei an der Kirche Pockhorn. Sie ist ist eine Filialkirche der Pfarrkirche Heiligenblut und ist dem heiligen Martin geweiht.
Am Fuße des Wanderweges / Wasserfalles gibt es einen Parkplatz mit einem kleinen Café / Bistro
Schon vom Parkplatz aus konnten wir den Wasserfall sehen und hören. Es sah auch eigentlich gar nicht so wild aus …. Aber der Aufstieg war stellenweise ziemlich steil. Für unsere 5 Kids (Alter 7 – 13) aber dennoch gut zu schaffen (wenn auch mit etwas Gemecker)….
Am Anfang des Weges ist eine kleine Brücke über die malerische Möll
Dort oben ist der Jungfernsprung. Höhendifferenz von hier bis zur Aussichtsplattform: 100 Meter
Aussicht vom Wanderweg
Große Teile vom Wanderweg waren mit diesem Zaun gesichert
„Mama, müssen wir da bis nach ganz oben???“ – „Ja!“ – „Och neeeee…..“ Auf dem schmalen Weg konnte man nur hintereinander laufen. Und ja, für uns Flachlandtiroler war das auch etwas anstrengend. Später im Urlaub fiel es uns von Tag zu Tag leichter und machte immer mehr Spaß! Ca 1,5 Stunden dauert der Aufstieg vom Parkplatz bis zur Aussichtsplattform
Die Aussichtsplattform! Die Gischt spritzte bis zum Zaun. Nach der kurzen, aber doch etwas anstrengenden Wanderung war das eine willkommene Erfrischung
130 Meter hoch!
Kurzes Video ( …. und wieder in Hochkant …. Sorry an alle, die am Tablet oder Monitor gucken – beim nächsten Urlaub denke ich an das Querformat)
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
An der Aussichtsplattform steht auch die Sage vom Jungfernsprung: Oberhalb des heutigen Wasserfalles lebte eine schöne Sennerin. Sie war von allen jungen Männern begehrt und auch der Teufel erfuhr von ihrer Schönheit und wollte sie für sich haben. Obwohl er verkleidet war, flüchtete die Sennerin vor ihm wie auch vor allen Männern zuvor. Bald schon stand sie jedoch am Abgrund und aus Angst vor dem sich nähernden verkleideten Teufel sah sie nur einen Ausweg: Sie sprang die Felswand hinunter! Mehrere Engel fingen sie auf und brachten sie unverletzt und wohlbehalten ins Tal. Genau an der Stelle entspringt nun der Wasserfall: Der Jungfernsprung
Nach einer Picknick-Pause auf der Aussichtsplattform machten wir uns auf den Rückweg. Ich persönlich finde bergab-laufen anstrengender als bergauf laufen und auch die Kids meckerten hier und da ein wenig. Dann aber entdeckten sie rechts und links wieder viel Interessantes am Wegesrand wie zum Beispiel Rüsselkäfer, Schmetterlinge oder aber ein neuer schöner Ausblick auf den Wasserfall oder die Berglandschaft.
Seht ihr die Kreise mittig im Bild? Das sind Feenringe / Hexenringe. Sie entstehen, weil ein Pilz ringförmig ausstreut. Auch bei uns im Teutoburger Wald kann man so etwas oft entdecken, dann aber mit größeren Pilzen
Am Parkplatz angekommen gab es im Hexenstadl eine verdiente Stärkung für uns. Die Kinder und mein Lebensgefährte entschieden sich für ein Eis, mir reichte ein Latte Macchiato – den wunderschönen Ausblick auf die Möll und dem Jungfernsprung gab es inklusive.
Zum Abschluss: Ein letzter kleiner Spaziergang an der Möll in Heiligenblut
Die Möll ist ein linker Nebenfluss der Drau in Oberkärnten. Sie entspringt am Fuß des Großglockners durchfließt das Mölltal und somit auch als ersten Ort Heiligenblut. Die Möll mündet nach 80 km bei Möllbrücke in die Drau, welche wiederum in die Donau mündet.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Die Möll verläuft unterhalb vom Ortskern von Heiligenblut
Kurzes Mini-HD-Video:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mit diesen Bildern aus dem sommerlichen Heiligenblut verabschiede ich mich für heute von euch.
Es hat mich gefreut, dass ihr wieder mit dabei ward.
Schaut bald wieder rein, dann gibt es noch mehr von unserem Sommerurlaub in Österreich. Zum Beispiel: Im Sommerurlaub rodeln im Schnee! Und außerdem berichte ich euch noch von unserem Abenteuer Wildwasserrafting mit 5 Kids und noch einiges mehr.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von GetYourGuide. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.