Projekt „Gesundes Essen“ an einer Grundschule in Namibia
Im April 2024 startete Andreas Tomek ein neues Projekt an einer Grundschule in Namibia.
Wie in Khorixas auch geht es auch hier um gesunde Mittagsverpflegung sowie dem Erlernen von Obst- und Gemüse-Anbau im schuleigenen Garten.
Die standardmäßige Mittagsverpflegung besteht aus wenig nahrhaftem Maisbrei – jeden Tag!
Ein großer Teil von der Ernte wird für die Schüler für die gesunde Mittagsverpflegung verwendet. Ein kleiner Teil wird verkauft, um neues Saatgut zu kaufen oder Arbeitsmaterialien anzuschaffen.
Die Schüler helfen tatkräftig mit und erlernen so den Gemüseanbau, um sich später, wenn sie erwachsen sind, selber zu Hause für die Familie Gemüse anzubauen.
Ich unterstütze ihn dabei mit gesammelten Spenden aus Deutschland.
Andreas ist regelmäßig vor Ort und informiert mich über den aktuellen Stand.
Wie ihr spenden könnt:
Ihr könnt auch diesen QR-Code nutzen :
Update vom 10.01.2025
In Namibia gibt es die langen Ferien um Weihnachten und Silvester, vergleichbar wie unsere Sommerferien.
Vorher waren die Helfer und auch die Schüler der Schule aber sehr fleissig und haben weiter am Gartenprojekt gearbeitet
Hier ein paar neue Fotos, damit ihr sehen könnt, wie es dort voran geht und was mit euren Spenden ermöglicht wird
Alle packen mit an
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Danke an alle, die das Projekt mit Spenden unterstützen.
Ich halte euch hier weiter auf dem Laufenden
Update vom 04.09.2024
Der Bau des Gemüsegartens geht weiter. Dank vieler Spenden konnten weitere Geräte und Materialien angeschafft werden und der Gemüsegarten vergrößert werden
Danke an alle Spender, jeder Cent kommt diesem Projekt zu Gute !!!
Hier werden Bäume angepflanzt
Update vom 14.05.2024 – neue Fotos
Wieder habe ich neue Fotos von dem Projekt bekommen. Alle helfen fleissig mit, es fehlt nur noch Erde und Wasser (das Wasser kommt aus der Stadt von der namwater https://namwater.com.na/ )
Aktuell fehlen noch knapp 1000 Euro, unter anderem für die Beschaffung der Pflanzen und des Saatgutes
Update 28.04.2024 – neue Fotos
Andreas hat mir neue Fotos geschickt. Wie ihr sehen könnt, geht das Projekt gut voran, alle packen mit an, auch die Schüler!
Update 16.04.2024 – (mit Fotos) – die Arbeiten haben begonnen
Die Arbeiten an dem Schulgarten haben begonnen. Von dem gespendeten Geld wurden u.a. die Arbeitsmaterialien angeschafft. In den kommenden Wochen / Monaten entsteht hier ein großer Garten, in welchem die Schüler gemeinsam mit den Lehrern Obst und Gemüse anbauen. So lernen sie, wie man einen Gemüsegarten bewirtschaftet. Ein Teil der Ernte wird für die gesunde Mittagsverpflegung verwendet. Seitens der Schule gibt es aus Kostengründen sonst nur Maisbrei, jeden Tag… Ein kleiner Teil wird aber auch verkauft, von dem Erlös wird neues Saatgut und ggfls. neue Arbeitsmaterialien angeschafft. In Namibia ist jetzt Herbst, im Sommer (wenn bei uns Winter ist) regnet es viel und Namibia ist satt-grün – auch dem Schulgarten hat das Sommerwetter viel (ungewolltes) Grün beschert.
Update 18.03.2024 – Danke für die Spenden!!!!!
Am 16. März durfte ich Andreas Projekt bei der Katholischen Frauengemeinschaft bei uns im Ort vorstellen.
Es wurden während meines Vortrages Spenden gesammelt und eine Summe von 300 Euro ist dabei zusammen gekommen!!
Dafür an dieser Stelle nochmals vielen vielen Dank, auch im Namen von Andreas und von der Schule in Otavi.
Anfang April geht’s los mit dem Projekt Gemüse-Anbau im schuleigenen Garten, ich halte euch hier auf dem Laufenden
Update 01.03.2024 – (mit Fotos) – Das Projekt steht in den Startlöchern
Das Projekt steht in den Startlöchern, es werden noch Spenden zur Anschaffung der Arbeitsmaterialien gesammelt
mein Projekt für die Grundschule in Khorixas / Namibia hat durch die vielen teils neu aufgetretenen Baumängel (u.a. großer Wasserschaden) so einen großen Umfang angenommen, dass ich es als Privatperson so nicht mehr geschafft hätte, die dafür benötigte Summe an Spenden zusammen zu bekommen.
Wir konnten einen kompletten Schlafblock sanieren, viele Kinder können Dank eurer Spenden wieder windgeschützt / warm schlafen! Gerne hätten wir alle Schlafblöcke saniert, aber durch massive Wasserschäden sind da nun erst einmal andere Arbeiten auf der Prio-Liste weit oben, deren finanziellen Umfang meine Spendenkampagne leider um ein Vielfaches übersteigt.
Das bereits gespendete Geld ist in die Sanierung des Schlafblockes geflossen.
Es ist noch ein kleiner Restbetrag übrig. Dieser wird ebenfalls der Schule bzw den Kindern dort zukommen und in Decken investiert.
Wer hier mehr zu wissen möchte, darf mich gerne kontaktieren.
Der Verein Lilli e.V.
Während mein Projekt lief, lernte ich den Verein Lilli e.V. kennen, welcher in Afrika bereits viele Projekte für Kinder erfolgreich umsetzten konnte. Auch aktuell laufen viele Projekte und diese werden alle durch Spenden finanziert.
In den letzten Monaten habe ich sehr viel mit Sylvia von dem Verein Lilli e.V. telefoniert und geschrieben. Sie hat mich mit ihrem Verein auch bei meinem Projekt unterstützt, wenn ich z.B. Spendenquittungen benötigte und haben auch einen Teil zu dem Projekt gespendet. Dafür an dieser Stelle auch noch einmal einen ganz lieben Dank!!!!
Was dieser Verein bereits aufgebaut und geleistet hat ist wirklich beachtlich, manches hat mir Tränen in die Augen getrieben. Es gibt soviel zu tun in Afrika und sooft sind es Kinder, die so dringend Hilfe benötigen. So viele Kinder, die unter schlimmsten Bedingungen aufwachsen.
Der Verein hilft direkt und ohne Umwege und sorgt persönlich dafür, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie wirklich gebraucht wird. Dabei engagieren sich alle Mitglieder ausschließlich ehrenamtlich. Es gibt keine Verwaltungskosten. Alle Beiträge und Spenden können somit zu 100 % für die Kinder in Afrika eingesetzt werden.
Aktuell ist Sylvia wieder in Namibia vor Ort und hat mir schon von mehreren Projekten Fotos geschickt.
Oft höre ich „Ich würde ja spenden, aber das Geld kommt ja nie da an, wo es hinsoll….“ oder „… man weiß ja nie genau, was mit dem Geld passiert….“
Bei Lilli e.V kommt jeder Cent da an, wo er gebraucht wird!
Wenn ihr den Kindern in Afrika helfen möchtet, kann ich euch Lilli e.V. sehr ans Herz legen. Hier kommt jeder Cent genau da an, wo er gebraucht wird.
Lilli e.V. unterstützt in Not geratene, kranke und elternlose Kinder in Afrika in ihrem Alltag, bei medizinischer Versorgung sowie ihrer Bildung und Ausbildung. Durch Spenden, Sachspenden, Veranstaltungen u.a. in Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen, Vorträge, Ausstellungen und Zusammenarbeit mit Firmen, die Geschäftsbeziehungen in afrikanische Länder haben, werden die finanziellen Mittel für die genannten Vorhaben bereitgestellt.
Woher stammt der Name Lilli e.v.?
Lilli ist ein junges Mädchen in Namibia und inzwischen schon 15 Jahre alt. Bereits ein paar Tage nach ihrer Geburt am 7. Januar 2008 verlor sie leider ihre Mama. Viele hilfsbereite und afrikabegeisterte Menschen aus Deutschland spendeten für Lilli und ermöglichten ihr so einen materiell unbeschwerten Start ins Leben. Ihre Mama wird sie aber niemals kennen lernen und kein Mensch wird sie jemals wirklich ersetzen können. Selten ist es aber so deutlich, wie oft Licht und Schatten beisammen liegen. Das Schicksal der kleinen Lilli hat viele Menschen motiviert auch anderen benachteiligten und hilfebedürftigen Kindern in Afrika zu helfen.
Ein paar Beispiele für die Projekte von Lilli e.V.
Das Behindertenzentrum CBR und die integrative Kindertagesstätte (Day Care) in Grootfontein
2017 begannen die Planungen und die Umsetzung für ein Behindertenzentrum in Grootfontein. In zwei umgebauten Containern wurde ein erstes Rehazentrum errichtet. Hier kommen Kinder, Jugendliche und Erwachsene zusammen für Therapien, Sport oder einfach gemütliches Zusammensein. Die behinderten Menschen erhalten physiotherapeutische Behandlung und es wird Sport gemacht, mit denen, die es können. 2021 kam die integrative Kindertagesstätte hinzu. Die ersten Kinder werden nach ihren Fähigkeiten und individuellen Bedürfnissen hier stundenweise betreut, gefördert und können entsprechend ihrer zum Teil schwersten Behinderungen an einem gemeinschaftlichen Leben teilhaben.
Durch selbst angefertigte Handarbeiten wird der Unterhalt für das Zentrum (Wasser, Strom usw) finanziert. Das ganze steht unter der Schirmherrschaft von Cornelia Reimann, wird aber von dem Verein Community Based Rehabilitation betrieben und bewirtschaftet.
Die inklusive Schule „TrainOccasion Primary School“ in Otjiwarongo
TrainOccasion bedeutet: “Du hast die Gelegenheit zu trainieren und dich dadurch zu entwickeln.“
Seit 2013 unterstützt Lilli e.V. die inklusive Schule „TrainOccasion Primary School“ in Otjiwarongo. Gemeinsam mit anderen Kindern können hier Schüler und Schülerinnen mit besonderen Bedürfnissen lernen. Die Klassenverbände sind extra klein gehalten. Eigentlich wird Inklusion in Namibia groß geschrieben, aufgrund des ohnehin schon desolaten Schulsystems ist dies in der Praxis leider kaum möglich. Allein schon die Klassengröße von ca 40 Schüler pro Klasse macht eine individuelle Betreuung im Unterricht nicht möglich.
Die Schule möchte besonders ein Platz für alle sein, die im „normalen Leben“ momentan nicht die geeignete Förderung bekommen können. Ziel ist es, jedem die entsprechende Förderung zu geben die er braucht, so dass im günstigsten Fall eine Wiedereingliederung in eine normale Schule erfolgen kann. Dies kann möglich werden, wenn Kinder mit Entwicklungsdefiziten lang genug individuell gefördert werden und dadurch ihre Rückstände aufholen. In den Bereichen der Behinderung, wo dies nicht möglich ist, sollen soziale und kommunikative Entwicklung sowie die grundsätzlichen Kulturtechniken im Vordergrund stehen.
2020 wurde ein zusätzliches wichtiges Programm entwickelt, durch das den Schülern jeden Tag ein selbst hergestelltes Mittagessen gemacht werden kann. Dieses wird von den größeren Schülern zubereitet. Es soll ihnen helfen, Unabhängigkeitsfähigkeiten und Lebensfähigkeiten zu entwickeln.
Für den Verein vor Ort in Grootfontein ist seit vielen vielen Jahren Cornelia Reimann. Mit der finanziellen Unterstützung durch Lilli e.V. ist sie vor Ort mit viel Elan, unermüdlich und ehrenamtlich für die Kinder in der Kleinstadt im Nordosten des Landes im Einsatz.
Es gab bei einem Besuch 2011 durch Mitglieder des Vereines in der Stadt schon einige Kindergärten, aber diese waren in einem katastrophalen baulichen und hygienischen Zustand.
Der Verein beschloss, auch hier zu helfen. Viele Höhen und Tiefen warteten in der darauffolgenden Zeit auf alle im Projekt involvierten, aber es hat sich gelohnt.
Neben umfangreichen Baumaßnahmen an den einzelnen Kindergärten hat der Verein die Einrichtungen seit 2011 immer wieder mit Möbeln, Lern- und Spielmaterial und mit Obst und Milch unterstützt. Inzwischen sind die 8 unterstützten Kindergärten auf einem sehr guten namibischen Niveau und auch weiterhin wird sich der Verein für das Wohl und die Bildung der Kinder in Grootfontein engagieren.
Was mir sehr ans Herz gegangen ist, ist das Schicksal von Johannes
Johannes ist ohne Arme und Beine geboren und lebt zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester in Namibia in einer kleinen Wellblechhütte.
Die Hütte und das Grundstück gehören seiner Mutter nicht. Er, sein Schwesterchen Sunday und Mutter Laimy sind dort nur geduldet. Sie schlafen auf Pappkartons auf unbefestigtem staubigem Boden. Mobiliar ist hier ebenso nicht vorhanden.
Es gibt kein fließendes Wasser oder gar Strom.
Im Sommer ist es in der Wellblechhütte heiß und stickig, im Winter eisig kalt. Von „behindertengerecht“ kann schon gar keine Rede sein. Zur Fortbewegung wird Johannes getragen oder in einem Kinderwagen geschoben. Das Gelände um die Hütte ist unbefestigt, der Boden nur Sand und Schotter.
Eine Wellblechsiedlung bei Windhoek
Johannes hat sich die beste Mutter ausgesucht, die man haben kann. Sie steht hinter ihrem Sohn. Für sie kommt es absolut nicht in Frage, ihr Kind in eine Einrichtung zu geben, in der er monatelang von ihr getrennt wäre und von fremden Menschen erzogen werden würde. Leider ist es in Namibia auch immer noch so, dass viele schwer behinderte Kinder versteckt werden und keine Förderung bekommen.
Johannes wird von seiner Mutter seit zwei Monaten zur Gymnastik und Förderung ins Behindertenzentrum CBR in Grootfontain gebracht, hier macht er beeindruckende Fortschritte in seiner Entwicklung!
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Gesammelt wird nun für eine behindertengerechte Unterkunft, in welcher Johannes sich frei bewegen kann, außerdem wäre es schön, wenn er irgendwann Prothesen bekäme.
Wenn ihr an Lilli e.V. spenden möchtet und das Geld direkt für Johannes sein soll, gebt im Verwendungszweck „Johannes“ ein. Das Geld kommt zu 100 % Johannes und seiner Familie zu Gute!
Auf der Website von Lilli e.V. werdet ihr zudem regelmäßig über Johannes und alle anderen Projekte auf dem aktuellen Stand gehalten.
Sylvia hat mir ganz frisch Fotos geschickt, welche ich hier verwenden darf
Schön bunt und kindgerecht
Sylvia und ihre Begleiter bekamen zur Begrüßung ein Lied vorgesungen
Wenn ihr die Arbeit von Lilli e.V. unterstützen möchtet, findet ihr hier weitere Informationen:
Wir wissen, wie schwer die Zeiten im Moment sind und unsere (…) Regierung hatte mit ihrer Ankündigung auch kein schönes Weihnachtsgeschenk für ihr Volk….
Aber wenn ihr vielleicht zu Weihnachten etwas Gutes tun wollt, dabei aber die Sicherheit haben möchtet, dass euer Geld wirklich da ankommt, wo es hinsoll, dann kann ich euch Lilli e.V. ans Herz legen.
Lilli e.V. und ich bedanken uns für jeden Cent und versprechen:
Er kommt zu 100 % da an, wo er wirklich gebraucht wird!
Es gibt auch andere Möglichkeiten, den Verein zu unterstützen
Namibiareisende
Lilli e.V. würde sich freuen, wenn sich Touristen melden, die nach Namibia reisen und die einen kleinen Teil Sachspenden mitnehmen könnten. Die Übernahme der Sachen in der Hauptstadt Windhoek ist gewährleistet.
Partnerschaften
Welche Kindereinrichtung hat Interesse eine Partnerschaft mit einen Kindergarten in Namibia abzuschließen? Lilli e.V. unterstützt euch selbstverständlich beim Aufbau und bei der Durchführung dieser Partnerschaft und hält euch mit Fotos und Videos regelmäßig auf den aktuellen Stand
Firmenkontakte
Lilli e.V. sucht Unternehmen in Deutschland, die Geschäftsbeziehungen zu Firmen in Namibia unterhalten, um Transportmöglichkeiten nach Namibia zu koordinieren.
Altkleidercontainer
Lilli e.V. stellt Altkleidercontainer in Städten und Gemeinden deutschlandweit auf. Der Erlös aus diesen Containern kommt dem Verein und damit den Hilfsprojekten in Afrika zu Gute. Wenn ihr dem Verein einen Containerstellplatz (ca. 2,5 x 2,5m) zur Verfügung stellen könnt, kontaktiert Lilli e.V. bitte überdie Website
Im Juli 2022 waren wir mit unseren 4 Teenager-Kids in Namibia.
Der Reisebericht hat sich etwas in die Länge gezogen, was den vielen Ereignissen bei mir im Privatleben geschuldet ist. Unser schönstes Ereignis war natürlich unsere Hochzeit im Oktober, aber auch sonst war es in den vergangenen Monaten sehr turbulent bei uns.
Aus dem Grund habe ich mir überlegt, als Abschluss für die Namibia-Bericht-Serie meine Lieblingsfotos zu zeigen. Die Auswahl fiel mir nicht leicht, daher sind es auch nicht immer nur 11 Fotos geblieben.
Die einzelnen Foto-Berichte und unsere Reiseroute als Übersicht findet ihr hier:
(Ich konnte mich einfach nicht entscheiden, welche 11 Fotos es denn nun sein sollen, also sind es 11+5 )
Delphin vor der Küste von Walvis BayEine Schlange in der Wüste zwischen Walvis Bay und SwakopmundEin Namibgecko in der Wüste zwischen Walvis Bay und SwakopmundEine Giraffenherde auf der Otjisazu-Gästefarm bei WindhoekEin erst wenige Wochen altes Giraffenbaby auf der Otjisazu-Gästefarm bei WindhoekZebras im Etoscha NationalparkZebras und eine Hyäne am Wasserloch in Okaukuejo im Etoscha NationalparkElefant am Wasserloch in Okaukuejo im Etoscha NationalparkGiraffen im Sonnenuntergang am Wasserloch in Okaukuejo im Etoscha NationalparkGiraffen im Etoscha NationalparkElefanten am Wasserloch im EtoschaElefantenherde im EtoschaEine Hyäne und ihre Beute – die Antilope hat die Hyäne jedoch bemerkt und ist davon gelaufenEin Nashorn und ein Nashorn-Jungtier an einem Ort südlich von Windhoek (Ort wird bewusst nicht genannt wg Wilderer)Ein Leopard in NaankuseUnd ‚mein‘ Löwe in Naankuse (siehe Bericht)
(Ich konnte mich wieder nicht für nur 11 Fotos entscheiden)
Landschaft bei TwyfelfonteinDüne in SossusvleiAusblick von der Düne 45 im SossusvleiToter Baum im DeadvleiIm Juli war im kleinen See am Fuße der Big Mamma Dune noch etwas WasserAm Shuttle-Parkplatz vom DeadvleiSossusvleiSossusvleiSossusvleiAusgetrockneter Fluss in der Region Maltahöhe
Am Kuiseb PassAussicht vom VingerklipDie Dünen zwischen Swakopmund und Walvis Bay sind heller als im SossusvleiSpuren im Sand Sonnenuntergang in der Kalahari
Vollmond über dem Gelände der Otjisazu-Gästefarm bei Windhoek
Elly’s Eleven – Meine Lieblingsfotos aus Afrika: Sonstige
Das Wahrzeichen von Windhoek: Die malerische Evangelisch-Lutherische Christuskirche
Die endlosen Straßen von Namibia. Die wenigsten sind asphaltiert
Typische Schotterstraße und grandiose Landschaft Die Schilder am Straßenrand warnen nicht zu UnrechtManche Wege sehen auch so aus wie dieser hier in der Kalahari
SolitaireDie Himba – ein Urvolk, welches noch heute oft traditionell lebt
Für die Kinder wie für uns eine interessante Begegnung
Überquerung vom Südlichen Wendekreis (Der Wendekreis des Steinbocks)
F R E I H E I T
Farbenfroher SonnenaufgangSonnenuntergang bei Swakopmund
Abendstimmung auf der Otjisazu-Gästefarm. Die Farben vom Sonnenuntergang waren jeden Abend atemberaubend schön
….. Abschied von Namibia – mit schönem Sonnenaufgang aus dem Flugzeug
Elly’s Eleven – Meine Lieblingsfotos aus Afrika
Werbung:
Wenn ihr in Namibia lieber geführte Touren unternehmen möchtet, empfehle ich euch Get Your Guide. Wir haben darüber schon in vielen Ländern Touren gebucht, zuletzt vor ein paar Wochen in Lissabon.
Elly’s Eleven – Meine Lieblingsfotos aus Afrika
*Affiliate-Links. Wenn ihr darüber eure Touren bucht, bekomme ich pro Buchung ein paar Cent gutgeschrieben. Für euch kostet die Tour dadurch nicht mehr, aber ihr helft mir, die Kosten für diesen Blog etwas zu deckeln
Wir mussten erst am Nachmittag zum Flughafen, unser Rückflug war für den frühen Abend gebucht, daher konnten wir den Tag mit einem tollen Frühstück auf der Otjisazu Gästefarmbeginnen
Ein letztes mal frühstücken auf der Otjisazu-Gästefarm
Anschließend packten wir unsere Sachen und weil wir, nachdem wir fertig waren, noch etwas Zeit hatten, fuhren wir zum Holzmarkt in Okahandja
Der Okahandja Mbangura Woodcarvers Craft Market
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Holzschnitzkunst ist eine jahrhundertalte Tradition in der Region.
Wir wollten uns das einmal ansehen und noch ein paar Mitbringsel für unsere Familie kaufen.
Eine Weile haben wir fasziniert zugesehen, wie die Figuren aus Holz entstehen
Dann wollten wir etwas über den Markt bummeln und Mitbringsel kaaufen
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Das ist der Markt. Eine kleine Gasse, rechts und links verschiedene Verkaufsstände aus Blech, Holz, Planen und Tüchern
Schon beeindruckend, wie filigran hier teilweise gearbeitet wurde
Eine von den Oryx-Antilopen von dem Foto steht nun bei uns zu Hause in unserer Vitrine
Diese Esstisch-Gruppe hat uns am meisten beeindruckt! Das ist Kunst, schaut euch mal die Details an.
Hinter den Verkaufsständen waren Blechhütten, in denen die Verkäufer wohnten.
Und dann machten wir einen Anfänger-Fehler …. wir kauften direkt am Anfang an einem Stand etwas und ab da wurden fast alle Verkäufer teilweise sehr aufdringlich. Sie kamen zu uns und wollten, dass wir als nächstes zu ihrem Verkaufsstand gehen, machten wir das nicht, riefen sie uns teilweise sehr penetrant und kamen immer wieder zu uns, zeigten uns was und sagten, als nächstes sollen wir zu ihnen und nicht woanders hingehen usw,…
Weil wir uns unwohl fühlten, so bedrängt zu werden, traten wir den Rückzug an. Wir gingen gar nicht mehr bis zu den letzten Ständen, sondern zurück zum Auto.
Schade, denn wir hätten eigentlich noch was kaufen wollen.
Die geschnitzten Figuren oder bemalten Schalen waren wirklich sehr schön und wir wussten auch, dass der Verkauf deren einzige Existenzquelle ist. Wir haben ein paar Figuren und Schüssel gekauft, zB ein Oryx und ein Zebra, welche nun in unserer Urlaubsvitrine stehen.
Wir fuhren zurück zur Gästefarm
Einmal noch diese Straßen – ich genoss es sehr
Auf der Gästefarm aßen wir noch eine Kleinigkeit, beluden das Auto – und machten uns (wehmütig…) auf dem Weg zum Flughafen
Mir fällt es immer schwer, nach einer tollen Reise zum Flughafen zu fahren. Aber auf der anderen Seite freue ich mich auch immer auf zu Hause.
Aber dieses mal fiel mir der Abschied sehr sehr schwer. Und schon zu dem Zeitpunkt überlegte ich, wie ich etwas ‚zurückgeben‘ kann als Dankeschön für die teilweise so herzliche und liebevolle Gastfreundschaft – und zeitgleich gingen mir viele Eindrücke nicht aus dem Kopf …
In Windhoek verkaufen fliegende Händler Getränke und Obst an die vor der roten Ampel wartenden Autofahrer
An diese Art des Personentransportes kann ich mich nicht gewöhnen…
Die Windhoeker Stadtmusikanten
Angekommen am Flughafen. Sehr zeitig. Aber drei Stunden vor Abflug bei Fernstrecke ist immer meine Mindestzeit. Vor allem, wenn wir die Kids dabei haben
Der Flughafen ist nicht sehr groß, nur 4 Flüge an diesem Nachmittag. Unser Flug nach Frankfurt wurde auch schon angezeigt
Wieder etwas Bürokratie … Ausreisebescheinigung oder sowas
Weil wir sehr früh am Flughafen und wir mit Sicherheitscheck und Co schnell durch waren, hatten wir noch Zeit, unsere letzten Namibischen Dollar auszugeben.
Witzigerweise trafen wir dort Gäste, welche wir ca 1 Woche vorher auf der Otjisazu Gästefarm kennen gelernt hatten. Wir waren zeitgleich eine Nacht dort und verbrachten einen tollen Grillabend mit Andreas. Dass sie auch an dem Tag zurück flogen, wussten wir gar nicht. Wir unterhielten uns über unsere Woche nach unserem Treffen auf der Gästefarm, was wir so unternommen haben und auch die Familie hat noch viel tolles gesehen und erlebt!
Sehr lecker! Aber auch in Windhoek am Flughafen sind die Preise recht hoch ….
Der Sonnenuntergang war schön, aber leider gab es nirgends eine Möglichkeit, ihn richtig zu sehen
In Windhoek führen keine ‚Finger‘ (Gangway) zum Flieger.
Die Tür öffnet sich fürs Boarding und man läuft über das Rollfeld zum Flieger. Sicherheitspersonal sorgt dafür, dass man direkt zum (richtigen) Flieger geht.
Mit Eurowings Discover nonstop von Windhoek nach Frankfurt
Wir auf dem Weg zu unserem Eurowings Discover – Flieger, welcher uns nonstop von Windhoek nach Frankfurt bringen würde
Auf den ISE-Monitoren konnten wir die aktuelle Position sehen 10 Stunden Flug lagen nun vor uns. Leider ein Nachtflug. Ursprünglich gebucht war ein Flug tagsüber… Nach dem Start durchstöberte ich die Bibliothek vom ISE und stellte mir was zusammen. Auch ein Film mit einem meiner Lieblingsschauspieler Owen Wilson war dabei. Vom Anspruch her war dieser eher was für das letzte Drittel des Fluges
Irgendwie verliere ich beim Fliegen, vor allem bei Langstrecke, regelmäßig das Gefühl für Zeit… Irgendwann vermutlich gegen 22 Uhr gab es Abendessen
Für Flugzeugessen in der Holzklasse war das Abendessen wirklich lecker Das Frühstück, irgendwann gegen 4 Uhr, dagegen nicht ….
Ein traumhafter Sonnenaufgang über Deutschland
Und dann begann er… einer der schönsten Sonnenaufgänge, welche ich je gesehen habe
Über Frankreich hatten wir wieder europäisches Festland unter uns
Der Bodensee Und da kommt sie … durch die Wolkendecke, … die Sonne! Wow
Leider gibt das Foto das kaum wieder
Der Flieger ging langsam runter, die Sonne ging auf
Die ganze Flugzeugkabine leuchtete lila-rot Wir waren im Landeanflug und zwischen zwei Wolkenschichten – wie die Sonne Landeanflug auf FrankfurtSicher gelandet. Deutschland hatte uns wieder. Hallo Deutschland. Hallo Alltag. Hallo Hamsterrad …. Ich wollte zurück, jetzt sofort,…in den nächsten Flieger steigen und zurück. Zurück auf den Aussichtsberg, um den Sonnenuntergang über die nahezu unendliche Weite zu sehen. Zurück in die Wildnis, um Zebras, Giraffen und Großkatzen entdecken. Zurück, einfach nur zurück ….
Sehr viele tolle Gespräche vor allem mit Andreas und viele wertvolle Begegnungen mit den Menschen dort haben mich sehr nachdenklich gemacht. Und mir auch vieles bewusst gemacht.
Die Kids haben fast den ganzen Flug verschlafen. Stephan übrigens auch. Nur ich konnte nicht schlafen, … dabei war ich so müde…. Aber vieles der letzten Wochen hallte in mir nach.
Die Prozedur nach dem Aussteigen lief wie immer ab. Aussteigen, Passkontrolle, hoffen, dass alle Koffer mit angekommen sind und dann zum Auto gehen bzw zum Treffpunkt, wir hatten Valet-Parking und als wir unsere Koffer hatten, riefen wir beim Parkplatz an und der Fahrer machte sich auf dem Weg.
Und so waren wir schon einige Zeit später auf der Autobahn …
Wir entdeckten dieses tolle Auto, lt. Google ein Ford Hot Rod
Ford Hot Rod auf der Autobahn
Eigentlich wollte ich die Burg fotografieren – den LKW sah ich gar nicht. Aber das Ergebnis ist irgendwie witzig..
Als wir einige Kilometer hinter uns hatten, suchten wir einen Rastplatz, um in Ruhe zu frühstücken. Das Frühstück im Flieger war den Namen nicht wert.
Zeit, die vergangenen Wochen Revue passieren zu lassen.
Wir haben so viel gesehen und erlebt. Für die Kids am beeindruckendsten waren neben den vielen Tiersichtungen der Besuch bei den Himba und der Besuch in der Schule. Die Schlafsituation der Schüler*innen beschäftigte die Kids. Und die Kids hatten einen ähnlichen Gedanken wie ich. „Können wir da nicht helfen?“ In den Wochen nach der Reise überlegten wir, was wir machen könnten. Auch von den Kindern kamen viele tolle Vorschläge. Vom privaten Garagenflohmarkt bis zum Spenden ihren Geldes, welches sie von einigen Verwandten zu Weihnachten bekommen würden. Letztendlich wurde es eine Spendenkampagne, welche inzwischen so viele Spenden eingebracht hat, dass kommende Woche die ersten Fenster in den Schlafsälen erneuert werden können.
Die Safarifahrten haben uns allen gut gefallen. Die Giraffenherde, welche vor uns über den Weg gerannt ist, die vielen Zebras am Wasserloch, die große Elefantenfamilie mit ihrem niedlichen Nachwuchs oder die Nashörner im Licht der untergehenden Sonne.
Es war eine unglaublich tolle Zeit!!
Vielen Dank Andreas für die unvergessliche Zeit auf der Gästefarm, für die vielen Tipps und Gespräche! Danke für die Möglichkeit, auch abseits der Touristenpfade Namibia kennen zu lernen. Danke, dass du den Kids und uns durch Deine lebendigen Erklärungen die Flora und Fauna von Namibia spielerisch so nah gebracht hast!
Danke für eine Reise, an welche wir uns unser Leben lang gerne zurück erinnern werden!
Schaut euch mal die Wandbemalung in dem Restaurant in der Nähe der Spielecke an.
Gibt es Zufälle?
Zufälle gibt es nicht!
Für uns stand es aber ohnehin schon längst fest:
Namibia, wir kommen wieder!
Bye Bye Namibia – wir kommen wieder
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AfriCat vs. Naankuse (N/a’an ku sê ) – Tagesausflug zu den Großkatzen Afrikas
N A M I B I A
AfriCat vs. Naankuse (N/a’an ku sê ) – Tagesausflug zu den Großkatzen Afrikas
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Unsere Reise nach Namibia war fast zu Ende.
Und nun mal eine Frage an alle, die meine Berichte hier verfolgt haben:
Was fehlt noch? Woran denkt man, wenn man von einer Safari-Reise nach Afrika hört?
Richtig: Löwen!
Und wie viele Löwen sind bislang in meinen Berichten aufgetaucht?
Richtig: Keiner!
Wir hatten nämlich noch keinen Löwen in Afrika gesehen. Und das machte uns ein klein wenig traurig.
Und in wenigen Tagen ging unser Flieger nach Hause.
Aber eine Garantie hat man eben nicht, alle Tiere seiner persönlichen Bucketlist zu sehen. Die Tiere leben in freier Wildbahn und es ist auch immer etwas Glückssache, die Tiere dann zu entdecken.
Es ist eben die Natur, kein Zoo.
Aber genau das macht es auch so aufregend.
Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen. Dieses Glücksgefühl bei jedem Tier, welches man entdeckt.
Vielleicht waren wir sogar in der Nähe eines Löwen, aber haben ihn nicht gesehen, weil er im hohen Gras lag und somit für uns nicht zu sehen war.
Dass wir manchmal den Raubkatzen sehr nah waren, das wussten wir. Wir haben zum Beispiel die Beute eines Leoparden im Baum entdeckt. Aber der Leopard war nicht zu sehen. Wir haben nachts diverse Raubkatzen hören können. Sie waren manchmal ganz nah, auf der anderen Seite des Sicherheitszaunes der Farm. Wir haben einen Geparden aus der Nähe sehen dürfen.
Aber wie gerne hätte ich einen Löwen gesehen.
Nein, das ist ganz sicher kein Jammern! Wirklich nicht! Wir haben bei unseren Safari-Fahrten soviel gesehen und erlebt, dass mir das bis heute manchmal noch unwirklich erscheint. Wir hatten das Glück, Hyänen bei der Jagd beobachten zu können, auch wenn diese nicht erfolgreich war. Und in Okaukuejo am Wasserloch trank eine Hyäne mitten zwischen einer (nervösen) Herde Zebras. Wir sahen eine große Elefantenherde mit Jungtiere am Wasserloch, eine Herde Giraffen überquerte direkt vor uns die Straße, wir sahen Spitzmaul- und Breitmaulnashörner mit Jungtiere, nahezu alle Antilopenarten – und so viele Tiere mehr. Daher möchte ich überhaupt nicht undankbar klingen, im Gegenteil: All diese Begegnungen waren atemberaubend, unbeschreiblich, faszinierend, beindruckend! Dass wir das erleben durften, erfüllt mich bis heute mit soviel Glück und Dankbarkeit. Und auch bei den Kindern waren diese Eindrücke nachhaltig beeindruckend und haben auch zum Nachdenken angeregt – das habe ich gemerkt, als wir kurz nach der Rückkehr von Afrika mit meiner Bonustochter, welche leider nicht mitkonnte nach Afrika, im Zoo waren und die anderen Kinder überhaupt keine Freude daran hatten. „Wir wissen jetzt, wie diese Tiere normalerweise leben, dass ist doch alles viel zu klein hier!“
Aber trotz aller Dankbarkeit für alles, was wir in Namibia erleben durften: So eine süße kleine Löwenmietzekatze wäre das Tüpfelchen auf dem i
Unsere letzten Tage in Namibia verbrachten wir wieder auf Otjisazu bei Andreas. Und er hatte eine Idee, wo wir vielleicht doch einen Löwen sehen könnten:
AfriCat in Okonjima. AfriCat! Das hörte sich toll an! Andreas hatte mal Gäste, welche vorher dort waren und einige Großkatzen dort sehen konnten. Er selber war noch nie dort und konnte uns daher nicht mehr dazu sagen als das, was seine Gäste ihm berichteten. Eine Übernachtung dort ist sehr teuer, aber man hat die Möglichkeit, AfriCat als Tagesgast zu besuchen.
Ungefähr 2 Stunden fährt man von der Otjisazu -Farm bis nach Okonjima / AfriCat.
185 km, welche sich hoffentlich lohnen würden.
Wir nahmen das in Kauf, denn wir wollten gerne Geparden, Leoparden und im besten Fall auch Löwen aus der Nähe und doch in ihrem natürlichen Lebensraum sehen. Laut Internet waren dort zu dem Zeitpunkt auch Löwen und wir freuten uns auf den Tag in Okonjima!
Die AfriCat Foundation
Lage der AfriCat Foundation Okonjima
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Die AfriCat Foundation befindet sich auf dem Gelände der Okonjimafarm. Der Sitz der Stiftung ist in Otjiwarongo. Gegründet wurde die Stiftung 1992 zum Schutz für Geparden und Leoparden. Bei AfriCat handelt es sich um eine nicht-profitorientierte Organisation.
Die Population von Geparden und Leoparden ist in der Vergangenheit drastisch zurückgegangen. Wilderrei, Fell-Jäger, Einengung der Lebensräume und vor allem Farmer sorgten für immer weiter sinkende Zahlen der Population.
Während Löwen in den Nationalparks wie zum Beispiel im Etoscha geschützt leben, sind Leoparden und Geparden überall in Namibia, also auch auf den oft viele Hektar großen Farmen, anzutreffen. Die Farmer sahen in den Raubkatzen eine Gefahr für ihre Wildbestände und daher wurden die Großkatzen gefangen und erschossen.
Und auch auf Jagdfarmen sind die Großkatzen sehr lukrative Ziele für Jagd-Touristen, welche diesen Farmen sehr viel Geld einbringen. Eine Großkatze zu erschießen kostet sehr viel mehr als zB ein Zebra oder eine Antilope.
AfriCat betreibt hier großflächige Aufklärungsarbeit, vor allem bei den Farmern, welche die Tiere erschossen, um ihren Tierbestand zu schützen. Verletzte Tiere werden durch die Stiftung versorgt und entweder freigelassen oder aber, wenn die Tiere nicht mehr jagen können, auf dem gesicherten Gelände freigelassen. Auch Jungtiere, deren Eltern zu früh starben, werden dort aufgenommen.
Preise für Tagesbesucher der AfriCat Foundation
Erwachsene 730 N$ Kinder 365 N$
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Kühe auf der Straße – kennen wir ja inzwischen schon
Endlose Straßen durch die weite Landschaft. Wir Erwachsenen genossen es immer wieder, die Kids daddelten oder schliefen, sie fanden die Fahrten irgendwann langweilig.
Aber kurze Strecken gibt es in Namibia nur wenige.
Unser Besuch bei AfriCat
Nach 2 Stunden Fahrt erreichten wir das Gelände der Okonjima-Farm.
Die Aufregung auch bei den Kids stieg.
Wir sind daaaaa!
Vielversprechende Straßenschilder mit Geparden
Vielversprechende Straßenschilder! Die Vorfreude stieg!!!!
Nach mehreren Kilometern zwischen Eingangstor und Hauptgebäude erreichten wir den Parkplatz.
Für die 4 Teenies und 2 Erwachsenen zahlten wir umgerechnet ca 180 Euro Eintritt.
Außerdem mussten wir einiges an Papiere, zB ein Entschädigungsformular ausfüllen.
Extra für diesen Tag das passende T-Shirt. Ich habe seit meiner Kindheit Katzen und liebe diese Tiere. Nun die großen Artverwandten hier in Afrika zu erleben würde einen langgehegten Traum von mir erfüllen
Bei einigen Aktivitäten suchen die Guides die Tiere mit Peilsendern. Die Tiere haben den Sender um den Hals.
Und dann fuhren wir endlich los!
Spuren im roten Sand
Vorfreude!!!!
Antilopen lagen in der wärmenden Winter-Sonne
Wir erreichten einen Bereich mit mehreren Gebäuden
Hier erklärte unser Guide sehr ausführlich alles über die Organisation.
Das einzig für uns Interessante war das Behandlungszimmer.
….. ausgestopfte Tiere in einer weiteren Halle, in welche wir geführt wurden. Die Kinder waren genau wie wir sehr irritiert und schauten uns fragend an …
„Ich dachte, wir sehen heute echte Geparden und so?!“
– „Ja, gleich im Anschluss!“
Da war ich noch guter Hoffnung,….
Die Kids langweilten sich…
Insgesamt dauerte der Vortrag und die Führung durch diverse Räumlichkeiten etwa eine Stunde. Die gesamte Tour war mit 1,5 Std angegeben und so langsam begann ich im Kopf zu rechnen…. Nur 1/2 Std für die Tour zu den Geparden und Co ….
Unser Guide erklärte und erklärte …. er redete in sehr schnellem englisch, welches ich teilweise nur schwer verstehen konnte.
In unserer Gruppe waren insgesamt 7 Kinder, auf diese wurde überhaupt nicht eingegangen, obwohl sich vor allem die kleineren Kinder sichtlich langweilten nach 1 Stunde Dauervortrag über die Stiftung, den Aufbau, der Geschichte, der Unter-Organisationen usw,…
Ok, das war jetzt halt sehr ausführlich – aber jetzt fahren wir raus zu den Großkatzen!
Wir fuhren in das erste Gehege hinein.
Und da schliefen 3 Geparden.
Der Wagen hielt direkt dort an, damit wir alle Fotos machen konnten.
Und dann hielt er wieder einen ca 15 Minütigen Vortrag in sehr schnellem englisch und wir standen da. ….
Da ich gedanklich abgeschaltet hatte, weil ich ohnehin vieles nicht verstand und sich einiges doppelte, fotografierte ich halt weiter …
Aber dann bekamen wir eine Ansage, denn wir sollten keinesfalls Fotos machen, auf denen die Tiere mit Zäunen zu sehen seien und diese in Social Media o.ä. veröffentlichen.
Bitte was???
Wer sich etwas mit AfriCat beschäftigt, der weiß, dass die nicht mehr auszuwildernden Katzen in großzügigen geschützten Arealen leben.
Niedlich waren sie ja, aber nach 15 Minuten wurden wir doch alle etwas ungeduldig …
Wir fuhren endlich weiter und hielten bei einem weiteren schlafenden Geparden. Aber nur kurz.
Wir hofften darauf, im nächsten Gehege endlich Leoparden oder vielleicht sogar Löwen zu sehen.
Aber:
Wir fuhren zurück zum Eingang.
Ich fragte nach, warum wir nicht zu den Leoparden fahren. Und zu den Löwen, ich konnte sie zwischendurch hören.
Antwort: Das war die Tour für die Tagestouristen!
Die Touren, bei denen zB die Geparden gefüttert werden oder auch die Leoparden-Treckings seien den Übernachtungsgästen vorbehalten.
Eine Stunde Theorie, dann keine 10 Minuten Fahrt durch das Gehege um 4 schlafende Geparden zu sehen.
In der Beschreibung der Tour klang das deutlich anders!
AfriCat war für uns eine große Enttäuschung
Wir, vor allem die Kids, waren traurig, enttäuscht und fühlten uns veräppelt…
Insgesamt 4 Stunden Hin- und Rückfahrt, 180 Euro Eintritt – nur um 4 schlafende Geparden zu sehen?!
Wir baten um ein Gespräch mit der Managerin.
Ich erklärte, wie enttäuscht wir waren und das wir gerne auch die Leoparden und die Löwen gesehen hätten. Aber auch hier die Aussage: Die besonderen Programme sind nur den Übernachtungsgästen vorbehalten. Das Tourprogramm auf der Seite sei veraltet und müsste noch überarbeitet werden. Dabei hatten wir nur daraufhin überhaupt die Tour gebucht.
Und obwohl wir grad dabei waren, das zu besprechen, dass wir sehr enttäuscht waren, zumal auf der Seite noch veraltete Informationen standen, kam dann noch die Angestellte der Kasse zu uns, wir hätten zu wenig bezahlt und sollten noch bitte nachzahlen!
…
Ich schreibe hier unsere persönlichen Erfahrungen und Meinungen. Der Bericht ist also subjektiv geschrieben.
AfriCat leistet sehr gute Arbeit rund um den Schutz der Raubkatzen. Auch die Aufklärungsarbeit ist wichtig. Viele Geparden und Leoparden hätten nicht überlebt, wenn AfriCat sie nicht medizinisch versorgt hätte.
Es wird wohl so sein, dass Übernachtungsgäste hier ganz andere Erlebnisse geboten bekommen, aber wir als Tagesgäste bekamen eine ganze Stunde ausführlichst die Foundation erklärt, sahen die Tierklinik, sehr sehr viele Schautafeln, viele ausgestopfte Tiere – und sahen dann 4 Geparden, welche irgendwo dösten und die wir nur fotografieren sollten, wenn keine Zäune im Hintergrund zu sehen sind, zumindest, wenn man die Fotos veröffentlichen möchte….
Für uns war die Tages-Tour nach AfriCat nicht das Richtige, denn wir wollten nicht nur Geparden, sondern auch andere ‚Katzen‘ sehen.
Wir fuhren zurück,….
Die Geparden waren niedlich, aber das hätten wir auch näher an Windhoek haben können. Wir hofften ja auch auf die anderen Großkatzen,…. die Enttäuschung war groß …
Landschaftlich liegt AfriCat toll
Antilopen am Wegesrand noch auf dem Gelände von Okonjima
… und etwas weiter auch Zebras. Mit Streifen bis zu den Hufen und keine Schattenstreifen zwischen den schwarzen Hauptstreifen – also waren dies Bergzebras.
Steppenzebras sind über dem Huf weiß.
Folgend ein Vergleichsfoto mit den Zebras, welche wir im Etoscha gesehen haben, denn diese waren über den Hufen weiß – also Steppenzebras.
Zebras im Etoscha- Nationalpark
Steppenzebras: Oberhalb der Hufe weiß. Bergzebras: Oberhalb der Hufe auch Streifen
Es gibt noch viele weitere Merkmale, um die Zebraarten zu unterscheiden. Aber das wäre jetzt zu viel hier an dieser Stelle.
Die Zebras in Okonjima hatten niedliche Jungtiere.
Wie schon sooft sahen wir auch an dem Tag wieder Warzenschweine am Straßenrand
AfriCat vs. Naankuse (N/a’an ku sê) – Tagesausflug zu den Großkatzen Afrikas
Das Naankuse (N/a’an ku sê) Wildlife Sanctuary
Zurück auf der Otjisazu- Farm berichteten wir von der sehr enttäuschenden Tour und Andreas begann zu recherchieren. Es gibt einige Farmen mit Löwen, aber keiner bot Touren für Tagesgäste an. Irgendwie verständlich, denn die Gäste dort zahlen sehr viel Geld für eine Übernachtung.
Dann fiel ihm eine Möglichkeit ein: Das Naankuse (N/a’an ku sê) Wildlife Sanctuary südlich von Windhoek. Er selber war noch nie dort, wir wussten also nicht genau, was uns dort erwarten würde. Wir schauten uns die Seite und die Touren an. Eine Safari wurde an dem Tag nicht angeboten. Wohl aber die Fütterungstour. Und die reservierten wir für unseren letzten Tag in Namibia. Die Full Carnivore Feeding Tour – also im wahrsten Sinne „die Fütterung der Raubtiere“.
Zwar nicht unbedingt das, was wir uns vorstellten, nämlich mit dem Safari-Wagen ins Gehege oder durch den Nationalpark, aber wir würden Leoparden, Geparden und mit Glück auch Löwen sehen.
Die Fütterung der Raubtiere
Lage von Naankuse (N/a’an ku sê)
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Auch hier dreht sich alles um den Schutz der Geparden und Leoparden. Aber auch um die San, die Ureinwohner Namibias. Heute leben nur noch ca 38.000 San in Namibia. Sie bekommen dort medizinische Versorgung und die Kinder die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen.
Vorab ein paar Infos zu Naankuse (N/a’an ku sê)
N/a’an ku sê bedeutet „Gott wird uns beschützen“
Gegründet wurde die Naankuse Stiftung 2006. Grund für die Gründung war, die Ureinwohner und Wildtiere Namibias zu unterstützen und zu schützen, vor allem auch darin, friedlich nebeneinander zu existieren.
Naankuse (N/a’an ku sê) – die einzige Charity Lodge Namibias!
Inzwischen gibt es auch eine dazugehörige Lodge, deren Gewinne zu 100 % an die Stiftung gehen. Sie ist damit die einzige Charity Lodge Namibias! Außerdem befinden sich auf dem Gelände ein Naturreservat, eine Rettungsstation für Wildtiere, eine Schhule, welche kostenlose Bildung für die San-Kinder ermöglicht und eine Klinik, welche die San kostenlos behandeln.
Die Stiftung schafft Wohnraum und Arbeitsplätze.
Angelina Jolie und ihre Tochter Shiloh sind berühmte Paten von Naankuse (N/a’an ku sê)
Seit 2011 hat Naankuse (N/a’an ku sê) prominente Unterstützung: Angelina Jolie und Brad Pitt haben Naankuse (N/a’an ku sê) in ihre Jolie-Pitt-Foundation aufgenommen und Angelina Jolie war auch schon mehrmals vor Ort. Sie haben sich für die Stiftung zu Ehren ihrer 2006 in Namibia (Swakopmund) geborenen Tochter Shiloh entschieden. In einem Interview sagte Angelina Jolie im Jahr 2011 „Wir kennen Rudie und Marlice seit vielen Jahren und sind weiterhin beeindruckt von ihrer harten Arbeit und ihrem Engagement für die Menschen und die Erhaltung des Landes und der Tierwelt Namibias. Der neue Teil des Projekts wird unter Naankuse und in Shilohs Namen geführt. Ich möchte, dass sie sehr engagiert ist und mit dem Verständnis ihres Geburtslandes aufwächst.“
Die Geparden von Angelina Jolie
Auf der Tour sagte jemand, die Geparden gehören Angelina Jolie und es gäbe zB ein berühmtes Cover einer Modezeitschrift mit ihr und „ihren“ 3 Geparden. Ob es nun tatsächlich ihre Geparden sind, kann ich nicht sicher sagen.
Auf jeden Fall lohnt sich ein Besuch, egal ob als Tagesgast oder als Übernachtungsgast.
Übrigens: Die Lodge ist gerade mal 30 Minuten vom Flughafen Windhoek entfernt.
AfriCat vs. Naankuse (N/a’an ku sê) – Tagesausflug zu den Großkatzen Afrikas
Unser Besuch in N/a’an ku sê
Um ganz sicher zu gehen, möglichst viele Tiere, vor allem Großkatzen, zu sehen, buchten wir die Fütterungstour. Wenn die afrikanischen Großkatzen bei der Fütterung auch nur ansatzweise so reagieren wie ihre kleinen artverwandten Stubentiger bei uns zu Hause beim Öffnen einer Futterdose, sollten wir heute Leoparden, Geparden und im besten Fall auch Löwen zu Gesicht bekommen.
Von der Otjisazu-Farm sind es entweder 104 oder 142 km, je nachdem, ob man asphaltierte Straße oder Schotterpiste fährt.
Für den Hinweg wählten wir die asphaltierte Straße, um auch noch in Windhoek zu tanken.
Wieder tummelten sich viele Paviane auf der Schnellstraße
Die palmengesäumte Straße am Anfang von Windhoek
Straßennamen in Windhoek
Die letzten Kilometer führten über Schotterpiste
Angekommen!
Blick über die weite Landschaft
Die Nachmittags-Fütterungstour startet um 15 Uhr.
Wir hatten noch Zeit bis dahin und beschlossen, uns im Restaurant zu stärken.
Das Restaurant in Naankuse (N/a’an ku sê)
Das Essen war lecker und auch von den Preisen her in Ordnung.
Durch die Fenster des Restaurants sahen wir viele Klippschliefer
Sie erinnerten uns an die Murmeltiere in Österreich, die Ähnlichkeit ist aber nur äußerlich.
Nach dem Essen erkundeten wir noch etwas den interessanten Außenbereich.
Der tolle Außenbereich mit Klippschliefern und Echsen
Vom Restaurant geht ein Weg zu einer Terrasse und von dort führt ein Weg zum Pool.
Am Pool entlang führte ein Weg weiter nach unten und dann standen wir plötzlich vor dieser imposanten Kulisse
Wow, das hatten wir nicht erwartet.
Na, seht ihr die farbenfrohe Eidechse?
Wir entdeckten noch weitere Echsen
Unten in dem Tal liefen immer wieder Klippschliefer
Auf diesem Foto verstecken sich ein Klippschliefer und zwei Eidechsen
Wir entdeckten einen Klippschliefer aus der Nähe
Und dann startete unsere Tour!!!! Endlich, wir freuten uns sehr
Giraffen am Straßenrand. Immer wieder schön zu sehen und absolutes Afrika-Feeling!
Der Ablauf der Feeding-Tour in Naankuse (N/a’an ku sê)
Bei der Fütterungstour fährt man von Gehege zu Gehege. Die Tiere haben riesige Ausläufe und es kann vorkommen, dass man die Tiere gar nicht zu Gesicht bekommt, weil die Anlage sehr weitläufig ist.
Mit dem Safari-Wagen fährt man nicht in die Gehege, sondern bleibt davor stehen.
Unser Guide erklärte uns jedes mal kurzweilig und humorvoll alles Wissenswerte zu den jeweiligen Tieren und obwohl sie gefüttert wurden, dauerte es manchmal, bis sie sich zeigten.
Wir starteten bei den Pavianen. Mit einer Zoomkamera kann man gut durch den Zaun fotografieren.
Paviane
Bei den Pavianen sollte man allerdings mit der Kamera Abstand vom Zaun halten, ansonsten wollen sie diese auch mal klauen
Ein Luchs auf Schmusekurs
Als nächstes fuhren wir zum Wüstenluchs, eigentlich aber Karakal genannt, mit seinen lustigen Pinselohren. Die Pinsel beim Karakal sind länger als beim Luchs.
Karakale sind Einzelgänger, nur in der Paarungszeit suchen sie sich einen Gefährten. Sie jagen hauptsächlich nachts, gelegentlich auch in der Dämmerung. Ihre Beutetiere sind mittelgroße Säuger, also Nagetiere / Hasen, aber auch Zwergantilopen und auch Vögel. Sie schleichen sich nahe an die Beute an und springen dann schnell auf das Beutetier.
Der Karakal kam angerannt, als er das Auto hörte und wartete auf sein Futter
… das mit dem Futter ging ihm wohl nicht schnell genug ….
Endlich.
Auf diesem Foto sieht man auch die langen Pinsel an den Ohren.
Wildhunde
Als nächstes waren wir bei den Wildhunden.
Auch sie warteten schon ungeduldig am Tor.
Der afrikanische Wildhund ist der größte wildlebende Hund in der afrikanischen Savanne.
Tagsüber jagen sie im Rudel ihre Beutetiere, verschiedene Antilopenarten. Und auch die Jungtiere werden gemeinsam im Rudel aufgezogen, wobei die Rudelgröße um 10 Tiere umfasst. Es sind sehr soziale Tiere, sie verhalten sich still und auch wenn es in jedem Rudel ein Alpha-Paar gibt, kommt es nur sehr selten zu Aggressionen oder Kämpfen. Auch verletzte oder kranke Hunde werden vom gesamten Rudel versorgt. Eine Besonderheit innerhalb des Rudels ist die Fortpflanzung, denn nur das Alpha-Paar darf Nachwuchs zur Welt bringen. Durch eine Besonderheit im Hormonhaushalt werden die anderen Mitglieder im Rudel unfruchtbar. Ändert sich jedoch das Sozialgefüge, können sich auch zuvor unfruchtbare Tiere wieder paaren und Nachwuchs zeugen. Schon verrückt, was die Natur sich da ausgedacht hat. Das Tiere vorübergehend unfruchtbar werden, damit sich nur die Alpha-Paare vermehren können, habe ich bis dahin noch nie gehört. Ein Rudel besteht meistens aus verwandten Männchen, geschlechtsreife Weibchen verlassen das Rudel. Noch eine Besonderheit, denn sonst sind es eher Männchen, welche ein Rudel verlassen, um ein eigenes zu gründen oder ein neues zu suchen.
Die Jagd wird durch das Rudel organisiert, das Alphatier führt es dabei an. Sie sind Hetzjäger und treiben ihre Beuute bis zu 5 km durch die Stepppe, dabei erreichen sie bis 55 km/h. Irgendwann ist das Beutetier müde und dann so durch die Wildhunde erlegt werden.
Weil viele Farmer ihre Tiere bedroht sahen, wurden Wildhunde oftmals erschossen. Dadurch gibt es nur noch ca 200 freilebende Wildhunde in Namibia. Daher sorgt man in Naankuse für Schutz und den Erhalt dieser gefährdeten Tierart.
Als nächstes fuhren wir zu den Geparden!
Wir waren sehr gespannt, sie in Action zu sehen. Schlafende Geparden hatten wir ja schon gesehen.
Dass der Gepard das schnellste Landtier der Welt ist, ist allgemein bekannt. Innerhalb von nur drei Sekunden können sie eine Geschwindigkeit von ca. 95 km/h erreichen Aber hier kommen ein paar Fakten über Geparden, die vielleicht nicht jeder weiß: Geparden sind die einzigen Katzen, die ihre Krallen nicht einziehen können. Sie sind tagaktiv, damit sie nicht zur gleichen Zeit jagen wie die anderen Raubkatzen. Und streng genommen ist der Gepard gar keine afrikanische Großkatze. Er gehört zu einer eigenen Unterart der Kleinkatzen an, was man bei einer Körperlänge von 150 cm, einer Schulterhöhe von 80 Zentimetern und einem Gewicht von maximal 75 Kilogramm kaum glauben möchte. Sein Fell ist orange/gelb mit schwarzen Tupfen und charakteristisch sind im Gesicht die beiden schwarzen Streifen Beim Jagen rennen sie ihrem Beutetier in die Beine und bringen es so zu Fall. Mit einem Biss in die Kehle wird es dann direkt getötet. Die Jagd ist aufgrund der hohen Geschwindigkeit anstrengend für Geparden und wenn sie die Beute nicht schnell genug fressen, wird sie von anderen Raubtieren geklaut, denn die wissen, dass sich die grazilen Geparden nur schwer gegen sie wehren können.
Geparden schnurren – wie unsere Hauskatzen, nur lauter.
Wir konnten es deutlich hören.
In ihren Bewegungsabläufen sind sie Hauskatzen sehr ähnlich. Auch das Spielverhalten erinnerte mich an die heimischen Artverwandten.
Bei Katzen bedeutet diese Körperhaltung absolutes Vertrauen.
Wir hätten ihnen stundenlang zusehen können – aber die Miezekatzen hatten Hunger!
Die Fütterung der Geparden
Und dann kam das Futter!
Stolz zog er mit seiner Beute davon
Hier wird nix geschenkt!
Der stärkere zog mit dem Fleisch davon – aber Nr. 4 wusste genau, dass es für jeden was gibt und wartete nach dem verlorenen Kampf um das Futter wieder am Zaun auf die nächste Portion.
Und nach kurzer Zeit waren alle versorgt und zogen sich zum Fressen zurück.
Wow, das war ein Erlebnis! Erst waren die Geparden verspielt, haben geschnurrt und sich wie unsere heimischen Wohnungskatzen verhalten. Als es ums Futter ging, zeigte sich, dass es eben doch große afrikanische Wildkatzen sind. Schnell, wendig und dann doch nicht mehr so wirklich sozial ging es einzig darum, für sich das erste Stück Fleisch zu sichern. Spannend anzusehen.
Dankbar für diese tolle Erfahrung fuhren wir direkt weiter – nächstes Ziel:
Die Leoparden
Die Fütterung war nicht so actionreich wie bei den Geparden.
An dieser Stelle möchte ich sagen, dass unser Guide fantastisch war!
Er nahm sich Zeit, alles in Ruhe zu erklären – und man spürte seine Begeisterung und seine Liebe zu den Tieren. Er ging immer wieder toll auf die Kinder ein und hat immer wieder nachgefragt, ob wir als Gruppe alles verstanden haben und ob wir noch Fragen haben. Es war kein runterrattern, sondern ein lebendiges Erklären mit viel Leidenschaft – es machte Spaß, ihm zuzuhören!
Die Leoparden sind vom Körperbau her stämmiger als die Geparden. Außerdem gehören sie zu den Großkatzen. Sie können bis zu 1,90 m groß werden, den Schwanz nicht mit einberechnet und bringen bis zu 90 kg auf die Waage.
Auf ihrem Fell sind anders als beim Geparden keine schwarzen Punkte, sondern rosettenförmige Flecken.
Anders als die Geparden ist der Leopard ein fauler Jäger. Zwar schafft er auch eine Geschwindigkeit bis 60 km/h, bevorzugt aber energisparende Arten der Jagd: Er schleicht sich an seine Beute an und packt sie dann mit einem gezielten Sprung. Oder aber er legt sich auf die Lauer und schnappt sich ein zufällig vorbeilaufendes Beutetier.
Der Leopard jagt am Abend, wenn es sich abgekühlt hat. Seine Beute, zu welcher Antilopen und andere ähnlich große Säugetiere zählen, schleppt er dann auf Bäume, um sie dort in Ruhe zu fressen.
Eines hat er dann aber doch mit dem Geparden gemeinsam: Er zählt zu den bedrohten Tieren Afrikas.
Auch hier steht man wieder am Zaun, kann aber mit etwas Zoom durch den Zaun durchfotografieren:
Tschüss Leoparden, ich würde euch sehr gerne noch länger einfach nur zusehen, aaaber unser nächstes Ziel sind die LÖWEN!
Unser Guide hatte aus mir unerfindlichen Gründen mitbekommen, dass ich unbedingt die Löwen sehen wollte und sagte zu mir, dass es sein könne, dass wir sie vielleicht nicht sehen würden. Das Gehege ist riesig und dicht bewachsen und bei der Vormittagstour haben sie sich nicht gezeigt.
Nein, jetzt war ich meinem Traum so nah – wenn auch etwas anders, als ich es mir vorgestellt hatte…. bitte liebe Löwen, zeigt euch, bitte!
Ich schickte Tausend Stoßgebete gen Himmel, ….
Leider keine Löwen zu sehen ….
Wir waren am Gehege – aber: Keine Löwen zu sehen!
Unser Guide rief die Löwen und hatte das Futter bereit. Wie gebannt starrten wir auf da riesige Areal, warteten auf irgendeine Regung, aber: Nichts… Jedes rascheln, jede Bewegung im Gebüsch weckte Hoffnung – welche dann direkt wieder zerschlagen wurde. Unser Guide gab sich wirklich sehr viel Mühe. Er rief sie immer wieder, suchte mit Fernglas… aber konnte sie nicht entdecken. Er erklärte: Kurz vor unserem Besuch starb eine der Löwinnen. Die beiden noch verbliebenen Löwen trauerten wohl und zogen sich zurück.
Ok. Soll halt nicht so sein, sagte ich mir gedanklich selber. Wir hatten eine so aufregende und tolle Zeit in Afrika. Und wir kommen definitiv wieder. Und dann würden wir Löwen sehen. Wir haben soviel erlebt, und überhaupt,… … mennooooo, das ist so schade, ich liebe Katzen,… nein Elly, sei jetzt nicht undankbar, wir haben echt viel gesehen und ….. Ein aufgeregtes, aber leises „Hey, look there!“ hinter mir riss mich aus meinem Selbst-tröst-versuch. Der Guide kam zu mir, flüsterte „There are the lions“ Mein Blick irrte ziellos umher. „Where?“ fragte ich den Guide. Und er deutete auf einen Busch. Wow, da saß er. Ein ausgewachsener Löwe. Ich sah seine Mähne. Er hatte dort wohl geschlafen / gedöst, aber nun seinen Kopf gehoben. Mit etwas Glück würde er sogar komplett aufstehen. Aber ohne den Hinweis vom Guide hätte ich ihn niemals im Leben entdeckt.
Na, seht ihr die Löwen-Mähne?
Und dann zeigten sich die Löwen doch noch!
Und dann stand der Löwe tatsächlich noch auf!
Wow wow wow!!! Ich bekam eine Gänsehaut und hatte Freudentränen im Auge.
Und dann zeigte sich auch die Löwin.
Sprachlos stand ich am Zaun und beobachtete. Der Guide freute sich mit mir.
Der Löwe schaute etwas argwöhnisch in unsere Richtung…
… ging dann aber zur Wasserstelle
So ein tolles Tier.
Vor lauter Begeisterung fast vergessen, ein paar Infos zum König der Tiere zu schreiben: Sowohl Männchen als auch Weibchen haben ein schlichtes, sandfarbenes Fell. Das Männchen hat die imposante Löwenmähne. Funfact am Rande: Löwenmähne ist auch ein in der traditionellen Medizin vielseitig eingesetzter Baumpilz (Hericium erinaceus) Für das Wachstum der Mähne spielen viele Faktoren eine Rolle, für die Löwen in Afrika gilt im Allgemeinen, dass eine lange und dunkle Mähne ein Zeichen für eine gute Verfassung des Löwen ist. Und weil die Evolution es so eingerichtet hat, dass sich bevorzugt gesunde und starke Tiere paaren, ziehen Löwinnen Löwen mit ausgeprägter Mähne vor. Löwinnen sind etwas kleiner und leichter als Löwen. Sie haben eine Körperlänge von ca 158 cm – 250 m, Löwinnen wiegen 110 – 192 kg, Löwen sogar bis 225 kg! Sehr stattliche Maße! Sie leben in Rudeln, wobei die Männchen die Anführer sind. Ihre Jungtiere werden gemeinsam im Rudel aufgezogen. Die Weibchen im Rudel sind meistens miteinander verwandt, die bis zu drei Männchen hingegen nicht. Wenn die Männchen ca zwei bis drei Jahre alt sind, werden sie vertrieben und suchen sich ein neues Rudel. Wenn sie sich stark genug fühlen, greifen sie die Männchen eines anderen Rudels an. Gewinnen sie, gehören die Weibchen dann ihnen. Ihre Beutetiere sind Säugetiere, also Antilopen, Zebras usw. Gejagt wird bevorzugt nachts.
„König der Löwen“ war damals mein 1. Kinofilm. Vielleicht hat das meinen Wunsch ein wenig geprägt, diese majestätischen Tiere einmal in Afrika zu sehen? Was auch immer diesen Wunsch geprägt hat – er wurde erfüllt und ich war / bin so glücklich. Wir waren den Löwen so nah, wie es in keinem Zoo der Welt möglich ist.
Die Löwin ließ ihn nicht aus den Augen.
So schön, so imposant, so majestätisch!
Dann kam die Löwin direkt zum Zaun. Unsere Anwesenheit schien ihr zu missfallen. Das machte sie sehr klar deutlich. Ich konnte fast ihren Atem spüren, so nah war sie. Und auch wenn ich diese Drohgebärde ähnlich von unseren Hauskatzen kenne, konnte ich meinen Blick nicht von den beiden lassen.
Und dann zogen die beiden wieder zurück ins Dickicht
Ich schaute den Löwen hinterher, bis sie nicht mehr zu sehen waren.
…. ohne Worte. Einfach nur völlig hin und weg, dankbar, geflasht, imponiert, … alles auf einmal. Eine nicht zu beschreibende Gefühlskirmes und ich ging nicht zurück zum Wagen, sondern schwebte vor Glück.
Unser letzter Tag in Namibia ging zu Ende. Und wir hatten Löwen gesehen!
Als wir zurück zur Otjisazu-Farm fuhren, senkte sich die Sonne langsam Richtung Horizont.
Naankussee liegt in Flughafennähe. Auf dem Weg zurück konnten wir ihn sehen.
Und das erinnerte uns unweigerlich daran, dass wir in nicht einmal 24 Stunden Namibia von genau dort verlassen würden……
Unser letzter Sonnenuntergang in Afrika
Ein letztes mal sahen wir die wundervollen Farben eines afrikanischen Sonnenunterganges
Zwar aus dem fahrenden Auto, aber dafür mit einem weiteren tollen Erlebnis im Reisegepäck.
Ein letztes mal ….
Ein letztes mal …
Unser letzter Abend brach an. Ich wäre gerne länger geblieben….
Auf der Otjisazu-Farm wartete bereits unser Abendessen.
Wir durften uns ein Gericht wünschen. Zum Abschied.
Sieht unscheinbar aus, war aber unser Lieblingsgericht. Gefüllte Teigtasche mit Oryx-Antilopen-Hackfleisch. Die Antilope hatte ein glückliches Leben auf 20 ha Weideland und nur natürlichem Futter. Tut mir leid an alle Vegetarier unter meinen Lesern…..
Es ist lecker und mit dem Fleisch in Deutschland nicht zu vergleichen.
Unsere letzte Nacht brach an …. eine schlaflose Nacht.
Namibia hat mich sehr nachdenklich gemacht, in vielerlei Hinsicht.
Und auch die Kinder haben viel von dieser Reise mitgenommen.
Mehr dazu im nächsten Beitrag.
Im nächsten Beitrag heißt es daher Abschied nehmen von Namibia. Aber vor allem: Abschied nehmen von neu gewonnenen Freunden!
Es gibt ein Resümee und auch den aktuellen Stand meiner Spendenkampagne, denn da gibt es gute Neuigkeiten!
Walvis Bay: Wüste & Meer, bunte Eidechsen, Wale – und ganz viel Spaß beim Dünensurfen
Walvis Bay: Wüste & Meer, bunte Eidechsen, Wale – und ganz viel Spaß beim Dünensurfen
Hallo zusammen,
Es tut mir leid, dass es hier im Moment etwas ins Stocken gerät. Privat lief es in den letzten Wochen nicht so gut. Inzwischen ist wieder Licht am Horizont.
Wir sind noch immer mitten im Namibia-Bericht. Wobei … mitten drin stimmt eigentlich nicht, denn er neigt sich dem Ende entgegen. Die Küstenstadt Swakopmund war unsere letzte Station unserer Namibia-Reise.
Kein anderer Ort in Namibia bietet eine so große Anzahl an möglichen Aktivitäten. Wir hatten auch die Qual der Wahl … Zusammen mit den Kindern entschieden wir uns für … … eine Bootsfahrt zu den Seehunden und Delphinen … eine Wüstensafari zu den“Little 5″ … Düne 7 – Dünensurfing und eine Quadtour durch die Dünen
Aufgrund des Nebels entschieden wir uns gegen eine Tour zu Sandwich Harbour. Auch wenn ich das gerne gesehen hätte, wie die Dünen im Meer enden … Walvis Bay: Wüste & Meer, bunte Eidechsen, Wale – und ganz viel Spaß beim Dünensurfen
Ich starte mit unserer Bootstour.
Das Wetter war bescheiden. Ja, im Juli ist Winter in Namibia, aber es war so nass-kalt an diesem Morgen, dass wir alle schon beim warten auf das Boot völlig durchgefroren waren.
Unsere Bootsfahrt zu den Delphinen, Robben, Flamingos und….
…. kaaaaaaalt ……
Wir waren pünktlich in Walvis Bay und unser Boot wurde bereits startklar gemacht
Unser Boot hieß „Harry“. Lustiger Zufall, denn wenige Wochen nach unserer Reise bekam ich einen Pflegekater namens „Harry“
Wir warteten noch auf ein anderes Pärchen. Die Kid vertrieben sich die Wartezeit mit Muscheln sammeln und fanden sehr schöne Exemplare.
Zum aufwärmen gab es heißen Kaffee und Kakao. Wir nahmen dankend an!
Wenig später durften wir dann auf das Boot.
Vom Gefühl her war es noch nebliger und noch kälter
Vielleicht kam uns das aber nur so vor, weil die Kälte uns schon gefühlt bis in die Knochen gezogen war ….
Egal, wir freuten uns auf die Tour und hofften auf viele tolle Tiersichtungen
An Board lernten wir unseren Captain kennen, die Chemie stimmte von Anfang an. Wir hatten sehr viel Spaß zusammen
Der Hafen ist ein wenig trostlos…
… aber wir sahen wieder Flamingos!
Ein paar Möwen folgten uns. Wir hatten Fisch an Board, das wussten sie offensichtlich
…. ab aufs Meer ….
im Nebel tauchte auf einmal dieses Wrack auf. Mystisch!
Es lagen Decken auf dem Bootbereit, die Kids mummelten sich ein.
… und dann erfuhren wir den Grund, warum wir einen Eimer Fisch dabei hatten, denn eine zahme Robbe kam vorbei, um sich einen Fisch abzuholen.
Eine Robbe im Boot
Guten Morgen! Gibt’s hier Frühstück?
Die Kids durften die Robbe streicheln und mit Fisch füttern, während uns der Captain viel Wissenswertes zu den Tieren erklärte.
Spannend, diese Tiere aus direkter Nähe sehen zu dürfen
Ein tolles Erlebnis und ein schöner Start für unsere Tour
Als es keinen Fisch mehr für die Robbe gab, verabschiedete sie sich wieder.
Eine Möwe freute sich über einen kleinen Snack
Ein Kriegsschiff im Nebel… Eine unwirkliche Szenerie, fast wie aus einem Film
DELPHINE!!!!
Wir fuhren entlang der Küste …
… und dann tauchten die ersten Delphine auf!!!!!
Und mitten in der Delphinschule schwamm eine kleine Robbe mit und sprang mit den Delphinen um die Wette. Ein tolle Bild!
Sie schwammen rechts und links vom Boot, ganz nah!
Mein Bonussohn hat zum ersten mal Delphine in freier Wildbahn erleben dürfen, mit meinen Kindern habe ich in Florida und Kalifornien schon Delphin-Touren gemacht.
Die Begeisterung war dennoch bei allen die Gleiche, geht mir nicht anders. Delphine im Meer zu sehen ist immer ein wundervoller Moment.
In Kroatien hatten wir vor zwei Jahren leider kein Glück, trotz extra gebuchter Bootstour. Und auch damals auf den Malediven sahen wir bei der ersten Delphin-Bootstour nicht einen einzigen Delphin….. Es sind eben Tiere in freier Wildbahn, welche sich nicht auf Kommando zeigen oder in kleinen Becken stets sichtbar für die Zuschauer schwimmen. Sie haben das ganze Meer, manchmal zeigen sie sich, manchmal aber auch nicht.
Umso glücklicher waren wir, dass es dieses mal geklappt hat!
Ich liebe Delphine so sehr und freue mich jedes mal über die Begegnungen!
Drei Pelikane zum anfassen nah
Und dann kamen drei Pelikane angeflogen ….
… und landeten auf unserem Boot!
Ich war für einen Moment überfordert, denn rings um uns herum sprangen die Delphine immer wieder wundervoll posierend aus dem Wasser und hinter mir hörte ich nur „Mama, guck mal, MAMA, da ist ein Pelikan direkt über dir!“
Die sind wirklich groß!
Guten Tag! Ich hätte gern ’n Fisch!
Über uns ein Pelikan, vorne auf dem Boot ein Pelikan und hinten landete auch noch einer. Eine kleine Pelikan-Invasion. Die Delphine sprangen munter um unser Boot herum immer wieder aus dem Wasser.
Das ist wieder einer dieser Momente, wo man mal kurz die Zeit anhalten möchte, um das alles zu erfassen
Wieder erfuhren wir viel über die Tiere. Vor allem über die Besonderheit mit dem Schnabel, mit welchem er wie mit einem Kescher die Fische aus dem Beer „heraussiebt“
Biologieunterricht live! Besser kann man nicht lernen!
Nachdem sie sich alle einen Fisch abgeholt haben, flogen sie wieder davon.
Wow, das war mal ein Erlebnis!
Hunderte Robben am Strand
Wir drehten um und fuhren zu den Robben
Eine riesige, also wirklich riesige Kolonie lebt hier am Strand. Seid froh, dass Fotos keine Gerüche übertragen können, denn der Duft dort war sehr speziell….
Ach guck mal, er schon wieder. Gab aber keinen Fisch mehr.
Und dann sagte der Captain auf einmal: Festhalten, wir fahren kurz ein Stück weiter!
Und dann gab er Gas.
Warum?
Das Partnerboot hatte ihn angerufen, denn vor ihnen tauchten auf einmal zwei Wale auf!
Wale! Wow wow wow!!!
Wale!!! Wow, wir konnten unser Glück kaum fassen.
Leider kommt auf den Fotos nicht rüber, wie riesig sie waren. Immer wieder tauchten sie kurz auf. Wir hofften auf einen Sprung aus dem Wasser, aber der kam leider nicht.
Imposant war es trotzdem
Ihre riesigen Schwanzflossen präsentierten sie immer wieder!
Die Wale zogen weiter. Hinterherfahren machen die Touranbieter nicht, um die Wale in Ruhe zu lassen.
Wir fuhren wieder zurück zu den Robben.
Unser Boot hatte mal wieder einen tierischen Begleiter, dieses mal eine Möwe, welche beharrlich auf dem Boot wartete, bis sie einen Fisch bekam
Eine Weile beobachteten wir die Robben. Das war ein großes Gewusel, sehr schön anzusehen. Man durfte halt nur nicht so tief einatmen…..
Als letztes fuhren wir zu den Flamingos
Ein kleines Stück weiter döste eine größere Flamingo-Kolonie.
Wir fuhren leise daran vorbei, um sie nicht zu stören.
Bye Bye Flamingos, Robben, Pelikane und Wale!
Wir hatten eine wirklich tolle Tour, erlebnisreich, lehrreich, kurzweilig, lustig. Viel gelacht, viel gesehen, viel erlebt!
Zum Abschluss gab es ein Sektfrühstück
Auf dem Weg zurück zum Hafen gab es ein Sektfrühstück mit leckeren Häppchen und Saft für die Kids.
In der Ferne sahen wir den Leuchtturm vom Pelikan Point, leider halb im Nebel.
Zurück im Hafen entdeckten wir noch mehr Flamingos.
Die Muschelfischer kamen zurück und waren sehr erfolgreich.
Viele Katzen und Möwen hofften auf einen Snack.
Nachmittags stand auf Wunsch der Kids Action auf unserem Programm. Wenn wir schon in der Wüste sind, dann auch mit Action!
Düne 7 – Ein Ort für Action-Freunde
Unser Ziel:
Dune 7 Adventures
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Lageplan Dune 7
Lageplan Dune 7
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Angekommen an deren Basestation direkt unterhalb der imposanten ca 130 Meter hohen Düne 7 verschafften wir uns einen Überblick. Angeboten wurde vieles, die Kids entschieden sich fürs Sandboarding und eine Quad-Tour. „Und Mama, du kommst auch mit auf dem Quad!“ Okeeee. Mit etwas mulmigen Gefühl meinerseits starteten wir unseren Nachmittag in den Dünen, nicht genau wissend, was mir mehr Sorgen bereitete: Die Vorstellung, dass die Kids gleich Kopfüber auf einem Brett die Dünen runtersausen würden oder wir bzw in diesem Fall auch ich mit dem Quad durch den Sand pflügen würden. Erinnerungen wurden wach an unsere Tour durch die Wüste damals in Qatar. Auf vier Rädern durch den feinen Sand ist ein seltsames Gefühl. Dünen hoch, Dünen runter. Damals nur Beifahrer wurde mir ganz flau in der Magengegend. Zumindest hatte ich nun die Kontrolle über die 4 Räder unter mir. Ich grübelte zu viel. „Mama, komm, es geht los!“ Die Kids freuten sich, waren aufgeregt, konnten es kaum abwarten.
…. kopfüber die Dünen herunter!
Mit Quads wurden die Kids die Dünen hochgefahren
… da oben stehen sie ….
… und dann sprangen sie kopfüber auf die Bretter und sausten die Dünen herab!
Wieder hoch mit den Quads
Und wieder runter!
Die Kids hatten einen riesigen Spaß!
Angst? Nicht die Spur! Im Gegenteil, immer und immer wieder wollten sie die Sanddünen runtersausen. Und wurden jedes mal mutiger, bremsten weniger, nahmen die Kurven schärfer. Das ging auch mal schief, aber im Sand landeten die Kids sehr weich.
Nachdem unsere Kinder von oben bis unten sandgezuckert waren, fuhren wir zurück zum Basecamp.
Walvis Bay Quad Boot Wale Delphine Kinder
Mit dem Quad durch die Namib-Wüste
Nach einem kurzen Theorie-Kurs durften wir auf die Quads!
Und los geht’s!!!!
Walvis Bay Quad Boot Wale Delphine Kinder
Die Dünen hoch und runter. Erst ganz langsam wurden wir schnell mutiger.
Und wisst ihr was? Es macht echt Spaß!
Am Horizont zogen ein paar Regenwolken durch, ein paar Tröpfchen bekam wir ab.
War nicht viel, bald schien wieder die Sonne und der blaue Himmel bildeten einen tollen Kontrast zu den gelben Dünen!
Irgendwo mittendrin hielten wir an. Unser Guide stieg aus und zog – zu unserer Verwunderung – einen großen Magneten aus der Tasche. Damit ging er über den Sand und zog kleine Eisenpartikelchen aus dem Sand. Wow, das dunkle im Sand war keine Verschmutzung, sondern tausende kleine Eisenpartikelchen.
Mit dem großen Magneten demonstrierte er uns, wieviel Eisenteilchen sich im Sand befanden – erstaunlich!
Die Kids durften es auch mal ausprobieren
Und weiter auf den Quads durch die endlosen Dünen!
Ohne die Kids wäre ich nicht auf die Idee gekommen, mit dem Quad durch die Dünen zu cruisen – dabei macht das soviel Spaß! Hätte ich nicht gedacht. Danke an unsere Kids fürs Überreden!
Bei nächster Gelegenheit wiederholen wir das!
Walvis Bay Quad Boot Wale Delphine Kinder
Ab in die Wüste: Die Little – 5 – Tour
Walvis Bay Quad Boot Wale Delphine Kinder
Ab in die Wüste: Die Little – 5 – Tour
Am nächsten Morgen wurden wir früh abgeholt. Dem schlechten Wetter zum Trotz wartete ein sehr gut gelaunter Maik mit seinem Geländewagen pünktlich auf die Minute um 8 Uhr auf uns.
Unsere Tour startete an dem zu dem Zeitpunkt trockenen Flußbett der Mündung des Swakops. Wenn hier Wasser fließt, ist das ein großes Event, die Leute feiern das Wasser. Es kommt nur ganz selten in den Namibischen Sommermonaten ( Regenzeit) vor.
Walvis Bay Quad Boot Wale Delphine Kinder
Was sind die Little 5 ?
Was sind die Little 5 ?
Wir suchen heute nicht die großen Bewohner Afrikas, sondern die ganz kleinen. Käfer, Spinnen, Schlangen, Echsen und Skorpione.
Es gibt wie auch bei den klassischen Safaris hier keine Garantie, alle Tiere zu sehen. Und auch wir werden leider nicht alle zu Gesicht bekommen. Beeindruckend ist es dennoch.
Mit viel Witz und Humor erklärte Maik kurzweilig alles Wissenswerte zum Leben in der Wüste. Wir haben das damals schon im Valley of Fire in den USA bemerkt, in dem trockenen roten Sand bei unmenschlichen Temperaturen entdeckten wir damals viele blühende Blumen und Eidechsen.
Und auch hier in dieser endlosen Weite aus Dünen soll viel Leben existieren. Ermöglicht wird das durch den Nebel, welcher von der Küste zur Wüste zieht.
Die Welt ist nur ein Dorf!
Wie wir auch in Namibia wieder einmal feststellten ist die Welt nur ein Dorf.
Wir stehen hier in Afrika. In der ältesten Wüste der Welt. Umgeben von Sanddünen, welche bis zum Horizont reichen. Jenseits des Äquators. Über 8000 km von der Heimat entfernt. Und stellen fest: Maik und ich sind in der gleichen Stadt geboren. Und auf einmal plaudern wir nicht nur über die kleinsten Bewohner Afrikas, sondern auch über unsere Heimat, über die kleinen Dörfchen bei uns zu Hause. Hier, an diesem Ort. … … verrückt!
Mit viel Wissen gehen Maik und sein Kollege durch die Wüste, suchen Spuren – und entdecken viele Tiere, welche uns mit unseren ungeübten Auge verborgen geblieben wären.
So schön. So unberührt. Und voller Leben!
Überall darf man sich nicht so frei in der Wüste bewegen.
An bestimmten Stellen können wir aber ohne Gefahr die Wüste auf eigene Faust erkunden.
Spuren im Sand.
Wer genau hinsieht, entdeckt die Spuren im Sand.
Und dann werden wir gerufen.
Eine Wüstenschlange
Das erste Tier ist eine kleine sehr gut getarnte Schlange. Sie buddelt sich im Sand ein, nur der Kopf schaut raus.
Die Schlange bemerkt uns und zeigt sich. Nicht ganz freiwillig. Aber das Team der Little 5 Tour geht ganz behutsam und respektvoll mit den Tieren um.
Nach kurzer Zeit buddelt sie sich wieder in den Sand ein und war fast unsichtbar. Obwohl wir wussten, wo sie ist, mussten wir sehr genau hinsehen, um sie zu entdecken.
Die Luft war frisch und klar. Oben auf einer kleinen Düne stehend genoss ich diese Weite, schloss meine Augen – und atmete tief ein. Im Hintergrund hörte ich die Kids lachen und toben. Momente wie diese genieße ich sehr. Voller Dankbarkeit, sie erleben zu dürfen.
Noch einmal tief einatmen. Augen wieder auf – und weiter geht unsere spannende Tour!
Während unsere Guides nach weiteren Spuren suchten, tobten sich die Kids aus. Sie rannten die Dünen hoch und runter. Wenn man die Dünen runter rennt, fühlt es sich an, als sei man ein Astronaut, erklärten sie uns, wie schwerelos. Große Schritte, die im Sand versinken.
Und wir Erwachsenen probierten es auch aus.
Ein riesiger Abenteuerspielplatz – für den man nie zu alt ist.
Wie pflege ich immer zusagen, wenn ich wieder einmal kritisiert werde, weil ich zum Beispiel mit den Kindern im Sommer eine Wasserschlacht auf unserem Hof gemacht habe?
Man ist nie zu alt, um jung zu sein!
Schade, dass manche Erwachsenen das vergessen.
Dabei ist die Zeit mit unseren Kindern ein Geschenk!
Ein dazu passender Auszug aus einem meiner Lieblingslieder:
„Und ein kleiner Junge nimmt mich an die Hand Er winkt mir zu und grinst „Komm hier weg, komm hier raus Komm, ich zeig dir was Das du verlernt hast – vor lauter Verstand
Komm mit Komm mit mir ins Abenteuerland Auf deine eigene Reise Komm mit mir ins Abenteuerland Der Eintritt kostet den Verstand Komm mit mir ins Abenteuerland Und tu’s auf deine Weise Deine Phantasie schenkt dir ein Land Das Abenteuerland“
Ich mag die Farbspiele zwischen Sand, Himmel und den kleinen Schatten der Sandwellen.
Maik rief uns zu sich. Er zeigte uns die kleinen kugeligen Käfer, welche den Nebeltau geschickt als Wasser trinken können
Ein Vögelchen beobachtete uns. Vermutlich hielten wir seinen Zwischensnack in der Hand.
Im Sand waren relativ frische Spuren einer Blindschleiche, welche sich wenige mm unterhalb der Sandoberfläche fortbewegt.
Winzig klein. Entdeckt hätten wir sie ohne Guide niemals.
Der Sand schimmerte in verschiedenen rot und gelb – Tönen
Ein kleiner bunter Gecko, den es nur hier gibt
Dass wir keine Skorpione und größere Echsen zu sehen bekamen, fand ich schade. Aber ich persönlich hoffte darauf, einen Wüstengecko, auch als Namibgecko bekannt, zu sehen.
Und tatsächlich, wir fanden einen frischen Bau und für einen kurzen Moment holte unser Guide ihn nach draußen, damit wir ihn sehen konnten. Er ist Nachtaktiv und darf tagsüber nur für einen kurzen Moment aus seinem schützenden Bau.
Nur ca 14 cm klein, wovon 6 cm schon alleine auf den Schwanz fallen, wirkt er zart und zerbrechlich. Die Haut ist bunt, aber teilweise durchscheinend
Das Besondere an ihm ist, dass er keine Augenlider hat. Eine feine Haut schützt die Augen und ab und zu reinigt er die Augen mit seiner langen Zunge.
Ich war so glücklich, dass wir ihn sehen durften. Ist er nicht niedlich?
Ich erwischte mit der Kamera den Moment, als er sich mit der Zunge die Augen säubert..
Skeptisch betrachtete er uns noch kurz ….
… und verschwand dann wieder in seinem Bau.
Hier sieht man schön, wie durchscheinend er ist.
Trotz genauer Suche fanden die Guides leider keine größeren Echsen und Skorpione. Es ist eben die Natur und kein Zoo.
Wir waren dennoch sehr glücklich und zufrieden und haben viel gelernt über das Leben in der Wüste.
Zum Abschluss gab es eine kurze Picknickpause mit selbst gebackenen Müsli-Keksen. Sehr lecker!
Und damit endete unser toller Ausflug in die Wüste.
Vielen Dank Maik und das gesamte Team für die tolle, lehrreiche und unterhaltsame Tour!
So ihr Lieben, das war’s mit unser eigentlichen Namibia- Rundreise.
Swakopmund war unsere letzte Station.
Von dort fuhren wir zur Otjisazu- Farm, wo wir unsere Reise ausklingen ließen. Dort, wo alles begann, endete auch unsere eindrucksvolle und einmalige und vor allem unvergessliche Reise.
Es wird noch einen Bericht über einen Tagesausflug zu den Katzen geben und noch einen ganz Allgemeinen – aber dann startet unser Flieger zurück Richtung Heimat.
Meine Spendenaktion für Kinder in Namibia
An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf mein Spendenprojekt hinweisen. Es sind schon viele Spenden zusammen gekommen und die ersten Fenster werden in den kommenden Wochen eingebaut! Mit eurer Hilfe können wir es aber schaffen, das in allen Räumen die Fenster renoviert werden können und die Kinder jetzt im in Namibia jetzt bevorstehenden Winter warm schlafen können.
Swakopmund: Wüste & Meer, bunte Eidechsen, Wale – und ganz viel Spaß beim Dünensurfen
Aktivitäten ab Swakopmund
Hier eine kleine Auswahl an möglichen Aktivitäten ab Swakopmund *)
Wir haben drei davon auch unternommen, die stelle ich euch im nächsten Beitrag vor!
*) Affiliate-Links. Bei Buchung eurer Touren über diese Links zahlt ihr keinen Cent mehr, aber ich bekomme pro Buchung ein paar Cent gutgeschrieben, mit denen ich die Kosten für meinen Blog wie zB die Serverkosten etwas deckeln kann
Walvis Bay: Wüste & Meer, bunte Eidechsen, Wale – und ganz viel Spaß beim Dünensurfen
Swakopmund: Die Stadt zwischen Wüste und Meer – und die deutscheste Stadt außerhalb von Europa
Swakopmund:
Die Stadt zwischen Wüste und Meer – und die deutscheste Stadt außerhalb von Europa
Hallo zusammen,
schön, dass ihr wieder dabei seid.
Ich hänge etwas leider etwas hinterher. Das liegt zum einen daran, dass ich kurz vor Weihnachten einen Autounfall hatte (mir hat jemand die Vorfahrt genommen und ist mir ins Auto gefahren) und die ganze Abwicklung nicht ganz so reibungslos abläuft, wie ich es mir eigentlich gewünscht hätte …
… zum anderen habe ich seit 2 Wochen ein kleines Sorgenkind, welches viel Zeit und Aufmerksamkeit benötigt.
Aber jetzt ist es Abend und ich finde endlich mal wieder Zeit, den Bericht weiter zu schreiben.
Unsere Namibia-Reise: Swakopmund
Heute zeige ich euch das Küstenstädtchen Swakopmund, die deutscheste Stadt außerhalb von Europa
Wo genau liegt Swakopmund?
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Einwohnerzahl: Ca 50.000, da es keine Meldepflicht gibt, ist die Zahl vermutlich nicht genau
Größe: knapp 197 km²
Einwohnerdichte: 228 Einw./km²
(Zum Vergleich Berlin 4.127 Einwohner je km², Münster 1048 Einwohner je km2 )
Wir waren vom ersten Moment an fasziniert von diesem kleinen Städtchen. Ein bunter und interessanter Kolonial-Stilmix aus alten deutschen und afrikanischen Gebäuden. Ein Leuchtturm, wie er auch an der Nordsee stehen könnte.
Endlich wieder den Duft des Meeres, endlich wieder Möwen hören und die salzige Luft schmecken. Palmengesäumte Straßen, tropische Vegetation in den Gärten – und immer wieder deutsche Namen. Bismarckstraße, Hotel Deutsches Haus, Biergarten, Kaiserstraße und vieles mehr
Schon fast etwas unwirklich nach unseren Tagen in der Wüste und nach den vielen Safarifahrten mit tollen Tiersichtungen durch die Landschaften Namibias nun in diesem Städtchen zu sein. Noch immer in Afrika und doch irgendwie doch schon wieder etwas Deutschland.
Warum findet man hier, auf dem afrikanischen Kontinent, soviel Deutsch?
Swakopmund wurde 1892 von Deutschen gegründet, damals, als Namibia zwischen 1884 – 1915 noch „Deutsch-Südwest-Afrika“ hieß. In der Gründungszeit der deutschen Kolonie brauchte man noch einen guten Hafen, um die Ware aus der Heimat zu bringen, um hier die neue deutsche Kolonie aufzubauen. Es gab bereits einen guten Hafen, Walvis Bay / Walfischbucht – aber dieser war seit 1878 von den Engländern besetzt. Und diese nahmen Zoll für eingeführte Ware. Man suchte einen neuen geeigneten Ort, um einen eigenen Hafen zu bauen, um keine Zollgebühr zahlen zu müssen. Dort, wo der Fluss Tsoakhaub ins Meer mündete, schien ein guter Ort zu sein, um eine deutsche Stadt in „Deutsch-Südwest-Afrika“ zu gründen. Tsoakhaub war schwierig auszusprechen, also nannte man das kleine zunächst nur aus Bretterbuden bestehende Dörfchen Swakop-Mund. Es wuchs schnell und 1909 bekam Swakopmund das Stadtrecht. Es blieb nicht lange eine deutsche Kolonie-Stadt, denn im September 1914 wurden sie von südafrikanischen Schiffen bombardiert und die Stadt wurde komplett evakuiert.
Seitdem war Swakopmund keine Hafenstadt mehr, lebt aber jetzt vom Tourismus.
Denn Swakopmund gilt als der „Kühlschrank von Namibia“ In den heißen Sommermonaten Dezember und Januar flüchten viele in die Küstenstadt, um der Hitze im Inland zu entfliehen.
Und wieviel Deutsch ist noch geblieben?
In Namibia gibt es noch heute eine deutsche Tageszeitung mit Büro in Swakopmund, zudem kann man in Namibia mit „Hitradio Namibia“ deutsches Radio hören. In Swakopmund bestehen einige deutsche Vereine, wie zum Beispiel ein Sportverein und auch ein Karnevalsverein. Eine deutsche Schule gibt es hingegen schon seit Jahren nicht mehr.
Swakopmund und der Nebel
Der kalte Benguela Meeresstrom und der Südwester-Wind mit kühler Antarktis-Luft sorgen nicht nur dafür, dass es im Sommer rund 10 Grad kühler ist als im Inland, sie bringen auch viel Nebel mit sich bzw. er entsteht beim Zusammentreffen der kalten Atlantikluft und der heißen Wüstenluft. An rund 150 Tagen im Jahr liegt Swakopmund im Nebel. Dafür regnet es hier nur sehr selten Funfact: Ratet, wer natürlich in Swakopmund Regen hatte,…
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Sonnenuntergang zwischen Walvis Bay und Swakopmund
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Als wir von Walfischbucht bzw. Walvis Bay nach Swakopmund fuhren, führte die palmengesäumte Straße zwischen Wüste und Meer entlang und uns begleitete ein wundervoller Sonnenuntergang.
Nachdem die Sonne farbenfroh im Meer versunken war, erreichten wir Swakopmund
.
Die gleiche Straße am Tag. Schon beeindruckend irgendwie. Die Dünen grenzen direkt an der Straße und bei starkem Wind wird auch die Straße zugeweht
Auch das haben wir in Namibia oft gesehen: Jesus als Schriftzeichen im Sand. 90% der Einwohner Namibias gehören einer der verschiedenen christlichen Kirchen an. Wohngebiet am Eingang von Swakopmund
Ein paar (Handy-) Fotos aus Swakopmund
Lest mal die Namen auf dem Schild
Die katholische Rosenkranzkirche
Swakopmund liegt direkt an der Wüste. Und daher ist oft Sand auf den Straßen
Deutsch Evangelisch Lutherische Kirche Swakopmund
Wie ihr aus meinen früheren Berichten vielleicht wisst, zünde ich in Urlaubsorten in Kirchen gerne eine Kerze an.
Das hätte ich in dieser Kirche auch sehr gerne getan, aber ….
…Schade
Auf den weiten Schotterpisten in der weiten Landschaft Namibias vergisst man es manchmal – aber in Namibia ist Linksverkehr!
Der alte Bahnhof von Swakopmund ist heute ein Hotel
Überall Palmen
Das Straßenschild steht nicht zu Unrecht dort – überall tummelten sich die niedlichen Perlhühner
Kriegsgedenkstätte
…und überall Perlhühner.
Museum am Strand
Die Enttäuschung bei den Kindern war groß – wie gerne wären sie auf einem Dinosaurier am Strand entlang geritten …. Aber: In Swakopmund leider verboten …
Und da ist er. Der Strand. Und der Nebel.
Das Wahrzeichen von Swakopmund: Der Leuchtturm
Der Leuchtturm von Swakopmund wurde 1902 errichtet und 1910 erhöht. Er leuchtet noch bis heute, war damals aber besonders wichtig, als Swakopmund noch eine Hafenstadt war. Daher wurde der Leuchtturm damals ergänzt durch ein Lichtsignal am Ende der Mole. 1982 wurde ein neues Leuchtfeuer installiert und sendet alle 10 Sekunden 2 Lichtblitze, welche bis zu 33 km weit zu sehen sind. Damals war die Reichweite ’nur‘ 14 km. Im Café „Zum Leuchtturm-Wärter“ direkt unterhalb des Turms gibt es eine besondere Spezialität des Hauses: Schwarzwälder Kirschtorte.
Die Brandung war enorm. In Kombination mit dem flachen Gewässer vor Swakopmund und dem vielen Nebel sind hier schon viele Schiffe gekentert.
Das Schauspiel haben wir uns lange angeschaut
Abendspaziergang vom Strand zurück zu unserem Hotel
Am nächsten Morgen: Regen!
Und dazu: Nebel und Wind.
Und wir hatten eine Bootsfahrt gebucht. … Bingo!
Zu unseren Aktivitäten in Swakopmund schreibe ich einen gesonderten Bericht, denn das war so einiges. Kein Ort in Namibia bietet so viele Ausflugsmöglichkeiten und Aktivitäten wie Swakopmund. Sogar Kamelreiten wäre möglich gewesen, aber dafür fehlte uns die Zeit.
Unser (deutsches) Hotel in Swakopmund
Wir waren im Hotel Rapmund im strandnah und im Zentrum von Swakopmund untergebracht.
Sonja und Enjo Müller betreiben seit 2008 dieses Hotel und wie der Name vermuten lässt, sind sie Deutsche. Daher findet man hier auch viele deusche (Stamm-) Gäste. Wir wurden herzlich empfangen und uns wurden die Zimmer gezeigt. Stephan und ich bekamen ein Doppelzimmer und die Kinder ein sehr großes Familienzimmer mit 4 Betten.
Lage
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Man konnte das Meer rauschen hören – das ist die Aussicht vom Balkon des Hotels
Afrikanisches Sonnenuntergangsleuchten, Palmen und Meeresrauschen – ich genoss diesen Moment so sehr.
Ich kann euch dieses Hotel für Swakopmund wirklich sehr empfehlen! Es ist einfach eingerichtet, aber alles sauber und mit Liebe eingerichtet. Die Lage ist top, zu Fuß kann man zum Strand und auch zum Pier oder zu den Geschäften und Bars in Swakopmund. Es wird familiär geführt und das spürt man. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.
Das Hotel bietet kein Abendessen an. Daher waren wir an beiden Abenden in Swakopmund essen.
Eins der beiden Restaurants hat uns sehr gut gefallen, daher gibt es das von mir als Tipp
Mein Restauranttipp für Swakopmund
The Tug
Direkt am Jetty, direkt am Strand
Das Besondere: Das Restaurant wurde rund um den originalen ölbefeuerten Schlepper Danie Hugo gebaut und Teile vom Restaurant sind quasi im alten Schiff.
Tolle Athmosphäre, leckeres Essen, gute Preise.
Vor allem oben der Bereich der Bar ist toll, denn dieser befindet sich in einem Originalen alten Schiff
Seit Beginn des Restaurants 1993 haben bereits über 3 Millionen Gäste dieses außergewöhnliche Restaurant besucht. 6 davon waren wir
Abends am Strand
Mitten im Restaurant erkennt man das alte Schiff. Hinter dieser Tür befindet sich die Bar
Und nun zeige ich euch unser Essen – ja, es war genauso lecker, wie es aussieht
Wir waren noch kurz auf dem Jetty, aber es war so windig und stürmisch, dass wir dann doch zeitig zurück zum Hotel gegangen sind.
So, Swakopmund kennt ihr jetzt, im nächsten Bericht zeige ich euch unsere Touren. Es geht aufs Meer und in die Wüste. Beides ab Swakopmund sogar an einem Tag möglich!
Bis zum nächsten mal !!!!
Swakopmund: Die Stadt zwischen Wüste und Meer – und die deutscheste Stadt außerhalb von Europa
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Aktivitäten ab Swakopmund
Hier eine kleine Auswahl an möglichen Aktivitäten ab Swakopmund *)
Wir haben drei davon auch unternommen, die stelle ich euch im nächsten Beitrag vor!
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Bereits veröffentlichte Beiträge zu unserer Reise nach Namibia
Apfelkuchen in Solitaire, der Gaub Pass und ein besonderes Schild in der Wüste: Tropic of Capricorn
Apfelkuchen in Solitaire, der Gaub Pass und ein besonderes Schild in der Wüste: Tropic of Capricorn
Hallo zusammen,
weiter geht’s in meinem Bericht von Namibia.
Mit etwas Verzögerung, aber so langsam musste ich auch mal an die Urlaubsplanung 2023 denken. Wir haben immer nur feste Termine, zu denen wir wegfahren können – und tatsächlich war vieles schon ausgebucht.
Unser erster Urlaub führt uns in die wundervolle Stadt Lissabon!
.
Hier im Bericht sind wir aber weiterhin in Namibia, unsere aufregende Reise neigt sich langsam dem Ende ….
Nun aber geht’s von den Bergen und von der Wüste zum Meer! Und da haben wir uns ordentlich was vorgenommen, das Programm war straff, aber ich hätte auf keinen einzigen Punkt verzichten wollen. Und die Kids? Hatten gleich mehrere Highlights in Swakopmund geplant, dazu aber in den späteren Berichten.
Wegen der Fotoflut nehme ich euch heute auf ein Teilstück mit zwischen Sossusvlei und Swakopmund.
Zwischen Sossusvlei und Swakopmund
Die Dünen von Sossusvlei
Grandiose Dünen. Unglaubliche Farbenspiele des Sandes. Eine unwirkliche und bizarre Landschaft, welche fasziniert und einlädt, mehr zu sehen, hochzukraxeln, durch den feinen Sand zu laufen.
Kurzum: Ein Abstecher, der sich gelohnt hat!
Fahrt durchs Sossusvlei-Eingangs- bzw für uns Ausgangs- Tor in Sesriem
Und wieder on the Road again!
Tolle Berglandschaften lagen vor uns.
„Guckt mal Kinder, die Berge, wie hoch die…. ähm… Kinder?!“
Na, ratet mal …. Kaum saßen wir im Auto, gab es Musik auf die Ohren und manchmal auch die Augen zu …. Teenager…
Wir Erwachsenen genossen die Landschaft und die holperige Schotterpiste. Naja, letzteres genossen wir eher weniger. Es ist halt so gegeben. Normal hier in Namibia. Gehört dazu.
Keine Ahnung, wie die Kids bei dem Gerappel und Geruckel schlafen können …
Vielleicht aber auch gerade deswegen?!
Bergige Landschaft auf dem Weg nach Solitaire
Schon vom Sandstaub der ‚Straße‘ fein eingepudert erreichten wir den Namib-Naukluft-Park.
Tiere entdeckten wir leider keine.
Die Berge am Horizont waren sehr imposant.
Gegenverkehr!!!! Schnell, Fenster zu!!!!
Wobei …. ob Fenster auf oder zu machte im Grunde keinen Unterschied. Der Staub zog auch durch die Lüftung und war einfach überall… Gehört dazu, wenn man in Namibia Urlaub macht.
Ich lasse mal ein paar Bilder aus dem Namib-Naukluft-Park sprechen
Die Berge hatten teilweise interessante Formen. Wie frisch aufgeschichtet
Die letzten Ausläufer der Dünenlandschaft
Eines meiner Lieblingsfotos der Fahrt
Noch 11 Kilometer bis Solitaire – endlich, so langsam bekamen wir Hunger
Solitaire
Solitaire ist ein kleiner, wirklich winzig kleiner Wüstenort mit nur rund 100 Einwohnern. Entstanden ist er auf dem Gelände der gleichnamigen Farm um 1848. Die ältesten Gebäude sind der 1849 errichtete Laden und die 1851 errichtete Kirche mit einer Orgel aus dem Jahr 1879
Der Ort lebt von seiner Abgeschiedenheit, aber dennoch verkehrsgünstigen Lage, denn er liegt an der Kreuzung der Hauptstraßen C14 (Walvis Bay–Bethanien) und an der Straße von Sossusvlei kommend Richtung Windhoek / Rehoboth, beiden vor allem von Touristen gut frequentierte Verkehrswege.
In Solitaire gibt es die einzige Tankstelle zwischen Windhoek und der Küste und auch für das leibliche Wohl wird hier sehr gut gesorgt. Vor allem der Apfelkuchen ist weit bekannt
Lage von Solitaire
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Wie ihr sehen könnt, ist das wirklich kein besonders großer Ort – aber auf jeden Fall einen Abstecher wert.
Wir näherten uns Solitaire und langsam und behutsam holte ich die Kids aus ihren fremden Sphären zurück in die Realität. „Handys aus, wir sind sofort da!“
Angekommen fielen uns direkt die alten Autowracks auf.
Meine Kinder und mich erinnerte Solitaire sehr an Hackberry an der Route 66 Ein uriger Store, alte und sehr alte Autos, teilweise als Wracks und Wüsten-Vegetation.
Die Autowracks von Solitaire
Ich glaube, das könnte noch das ursprüngliche Ortschild sein. Urig. Mir gefällt sowas sehr.
Überall auf dem Gelände befinden sich Autowracks. Interessant anzusehen.
Erinnerte uns etwas an „Cars“ Irgendwie auch etwas schade um die schönen Autos. Die alte Zapfsäule von früher.
Das Lieblingsfoto von meinem Sohn.
Wir hätten noch ewig stöbern können, aber wir hatten etwas die Zeit im Nacken, denn es war schon früher Nachmittag und wir wollten noch bis vor Sonnenuntergang nach Swakopmund.
Der Eingang zum Laden.
Ich bekam Heimatgefühle, denn wir haben auch noch sehr viele landwirtschaftliche Geräte von damals. Mir kam in Solitaire die Idee, diese auch dekorativ in irgendwelche Beete einzubauen. Kommt auf unsere ToDo – Liste für 2023.
Es war sehr voll im Laden, daher habe ich keine Fotos von der Inneneinrichtung.
Obwohl es sonnig und warm war, saßen überraschend wenig Gäste auf der schön angelegten Terrasse
Die Kinder und ihr Katzensensor…
Der legendäre Apfelkuchen aus der McGregor’s Bakery in Solitaire
Und dann bekamen wir unsere Bestellung, für Stephan und mich der legendäre Apfelkuchen und ein heißer Kakao.
Pro Tag gehen im Schnitt 200 Apfelkuchen über den Thresen.
Man sagt ihm nach, es sei der beste von Namibia.
Ja, ist er! Wirklich lecker! Aber machte auch pappsatt.
Die Kids hatten Muffins, sie sagten, die waren ebenfalls sehr gut.
Schade, dass wir nicht viel Zeit hatten.
Na, wer sieht das Auto?
Ich glaube, das steht schon etwas länger hier
Wie niedlich! Und das mitten auf dem Parkplatz!
Der Gründer der Bäckerei („Moose McGregor Desert Bakery“), Percy „Moose“ McGregor, hat Solitaire mit seinem Apfelkuchen berühmt gemacht. In Namibia kann man auch auf Farmen beerdigt werden und so befindet sich sein Grab nun mitten hier auf der ehemaligen Farm.
Es gibt eine Lodge in Solitaire. Sie bieten u.a. auch Sundowner-Fahrten und Safari-Ausfahrten und geführte Ausflüge zu den Dünen an.
Gäste der Lodge dürfen übrigens das Cheetah Sanctuary in einer geführten Tour besuchen. Diese muss vorher reserviert werden.
Wir blieben nicht über Nacht, sondern fuhren gut gestärkt weiter Richtung Küste.
Und wieder unterwegs
Und wieder unterwegs.
Dieses mal schauten sich die Kinder die Landschaft an, denn es sollten nun direkt mehrere kleine Strecken-Highlights folgen.
Ein paar Berge …
… und dann wieder Straßen bis zum flachen Horizont.
Wir fuhren auf einer Hochebene.
Berge rechts der Straße am Horizont
… und dann sahen wir das Schild!
Endlich, darauf hatte ich schon gewartet.
Tropic of Capricorn
Tropic of Capricorn!
Der südliche Wendekreis.
Der „Wendekreis des Steinbocks“ ist die südlichste Stelle der Erde, an dem die Sonne zur Sonnenwende zum Mittag im Zenit steht.
Er liegt ungefähr 2600 km südlich des Äquators und verläuft auf 36.700 Kilometer Länge durch 10 Länder: Namibia, Botswana, Südafrika, Mosambik, Madagaskar, Australien, Chile, den nördlichsten Zipfel Argentiniens, Paraguay und Brasilien
Überfahren haben wir es schon, als wir Richtung Süden führen. Zwischen Rehoboth und Kalkrand steht auch ein solches Schild. Aber bei diesem hier kann man viel besser anhalten und auch der Hintergrund ist bedeutend schöner.
Kurz nach dem Schild fängt eine malerische Strecke an:
Der Gaub-Pass
Eine aufregende Strecke, viele Kurven und immer wieder spannende Aussichten über die Landschaft
Bergab ins Tal hinein
Juli – Winterzeit in Namibia = Trockenzeit. Das Flussbett war komplett trocken.
Atemberaubende Einblicke in die Schlucht
Entlang schroffer Felsen führte die Straße wieder hoch auf die Plateauebene
Manchmal sehe ich Landschaften, aber kann sie nicht richtig begreifen. Was ich sehe, was ich erlebe – manchmal erscheint es so unwirklich. Nie zuvor habe ich eine vergleichbare Landschaft gesehen. Es überrascht mich immer wieder, was die Natur kann und wie viele unterschiedliche Landschaften es auf unser einen Erde gibt.
Es gab von der kurvigen Tal- und Bergfahrt ein wenig Erholung.
Wenn in Namibia so ein Schild aufgestellt wird, ist es absolut berechtigt.
Offizieller Eingang zum Namib-Naukluft-Nationalpark. Das andere Schild stand schon weit vor Solitaire
Der Kuiseb-Pass
Der Kuiseb-Pass
Weiche Steppengras-bewachsene Hügel, dazwischen immer wieder tiefe Schluchten
Wieder fuhren wir in ein Tal
Eine unberührte Landschaft. Eines der Kinder meinte „Wow, da fehlen ja nur noch die Dinosaurier!“ Ja, irgendwie stimmte es. Nirgendwo sonst habe ich soviel unberührte, weite Natur gesehen wie in Namibia
Die Brücke über dem Kuiseb River, dem tiefsten Punkt der Strecke.
Auch dieser Fluss war ausgetrocknet.
Die Strecke führt ein Stück am Fluss entlang ….
… dann gehts wieder bergauf.
Diese Landschaft auf dem Rücken der Pferde zu entdecken stelle ich mir toll vor. Wieder ein weiterer Punkt auf meine Never-ending-Bucket-List. (Um die „abzuarbeiten“, bräuchte ich eine Million auf dem Konto und müsste mindestens 150 Jahre alt werden.)
Nach den aufregenden Gebirgspässen folgte eine wirklich langweilige und eintönige Strecke bis zur Küste…
Nanu, was ist denn das auf unserem Auto?!
Interessant. Wie das wohl zustande kam?!
Fahrt durchs Niemandsland
Am Anfang sahen wir zumindest ab und zu mal Tiere wie zB diese Herde Springböcke
Aber dann führte die Strecke durch Niemandsland. Einfach nichts. Keine Häuser. Keine Bäume. Keine Tiere. Nichts.
Doch, ein paar Strommasten sorgten für einen kleinen Moment für Abwechslung ….
Zumindest war die Strecke irgendwann asphaltiert. Nach stundenlangem durchgerüttel und zugestaube wirklich sehr angenehm.
Vor dem Sonnenuntergang würden wir Swakopmund nicht erreichen.
Ein Zug. Auf Gleisen. In voller Fahrt. Das hatten wir bislang noch nicht gesehen.
Wohl aber einen neben den Schienen liegenden entgleisten Zug.
Wir erreichten die Küste zum Sonnenuntergang.
Die Straße führt nach Walvis Bay – und von dort zwischen Sanddünen und Meer entlang nach Swakopmund, von Palmen gesäumt. Wie schon öfters am heutigen Tage war ich sprachlos vor Schönheit, welche sich mir landschaftlich bot. Der Sonnenuntergang toppte das alles noch!
Palmen und Sonnenuntergang
So schöööön …. Meer, Palmen, Sonnenuntergang.
Kurz nachdem die Sonne im Meer versunken war, erreichten wir Swakopmund. Dort hatten wir einiges an Programm geplant. Unter anderem zwei Safarifahrten der etwas anderen Art:
Die erste auf einem kleinen Boot
und die andere in die Wüste auf der Suche nach den little 5.
Mehr dazu aber dann im nächsten Beitrag.
Es freut mich, dass ihr wieder dabei ward! Bis zum nächsten mal !!!!
Apfelkuchen in Solitaire, der Gaub Pass und ein besonderes Schild in der Wüste: Tropic of Capricorn
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Bereits veröffentlichte Beiträge zu unserer Reise nach Namibia
Sossusvlei und Deadvlei – Rote Dünen, Sand in den Schuhen – und viele tolle Fotospots
NAMIBIA
Sossusvlei und Deadvlei – Rote Dünen, Sand in den Schuhen – und viele tolle Fotospots
Hallo zusammen,
Schön, dass ihr wieder dabei seid. Wir starten direkt, denn heute steht viel auf dem Programm.
Namibia. Hammerstein-Lodge. Ein Morgen im Juli.
Unser Tag begann sehr früh…
Noch vor Sonnenaufgang saßen wir am Frühstückstisch. Um 6.30 Uhr.
Die armen Kids? Nö, die waren bestens gelaunt. Ehrlich! Sie freuten sich auf die Dünen und auf den nun vor uns liegenden Teil der Reise, der für die Kids gleich mehrere Highlights bereithielt, denn die Kids haben beim Programm fleissig mitbestimmt!
Außerdem gab es ein wirklich tolles Frühstück in der Hammerstein-Lodge.
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Heute hatten wir viel auf dem Plan: Fahrt zu den höchsten Dünen der Welt, einen Apfelkuchen essen im legendären Solitaire und dann noch die Weiterfahrt bis zur Küstenstadt Swakopmund.
500 Kilometer, 6 Stunden reine Fahrtzeit.
Direkt nach dem sehr frühen Frühstück starteten wir Richtung Dünen.
Wir verabschiedeten uns von der Lodge und von Oliver.
Und schon waren wir wieder on the Road!
Die Kids machten sich wieder Musik auf die Ohren und schliefen noch eine Runde.
Eigentlich schade, denn die Landschaft war sehenswert. „Mama, wir haben schon soviel schöne Landschaft gesehen und gleich sehen wir die Dünen, wir schlafen jetzt, Autofahren ist langweilig.“
Ok, ein Nachteil in Namibia sind die Entfernungen zwischen den vielen sehenswerten Orten.
Wir hätten noch weiter in den Süden fahren können zum Fischriver Canyon zum Beispiel, dem Grand Canyon von Namibia. Oder hätten länger in der Gegend zwischen Hammerstein und Solitaire bleiben können… Oder hätten noch mehr Zeit im Etoscha verbringen können ….. Hätte hätte …. Wir haben eine Rundreise gemacht mit vielen Highlights, aber in 18 Tagen muss man sich überlegen, was ist einem wichtig und was weniger wichtig und vor allem was auch machbar ist. Wir wollten von allem etwas – etwas Tiere im Norden, etwas Dünen im Süden, etwas Meer im Westen – und im Nachhinein betrachtet ist uns das gut gelungen. Beim nächsten mal werden wir zum Beispiel mehr Richtung Norden reisen bis zum Caprivi-Streifen und auch im Etoscha mehr Zeit einplanen.
Für den heutigen Tag stand wieder einmal ein Highlight an: Die höchsten Dünen der Welt!
Aber erst einmal mussten wir dort hinfahren.
Von der Hammerstein-Lodge bis zu den Dünen im Sossusvlei sind es 130 km.
Die Sonne war noch nicht lange aufgegangen, die vielen Wolken ließen sie kaum durch …
Der Horizont war diesig.
Dann aber entfaltete die Namibische Wintersonne ihre ganze Kraft, die Wolken wurden weniger und das Sonnenlicht kam durch.
Die Landschaften in Namibia sind unglaublich. Atemberaubende Schlucht-Landschaften, massive Berge, unendlich scheinende Weite. Manchmal, wenn man einen Tag on the Road ist, wechselt die Landschaft im stündlichen Wechsel. Immer wieder wundervoll, die Straßen entlang zu fahren und die Gegenden an sich vorbeiziehen zu lassen.
Ich genoss es jedes mal aufs Neue und auch an diesem Morgen bleib meine Handykamera im Dauer-On-Modus.
Einfach nur wow, … schade, dass die Kinder das verschliefen.
Eine Oryx-Antilope am Wegesrand
Irgendwann erkannte man schon die ersten roten Dünen am Horizont!
Eintritt zum Sossusvlei
Um zu den Dünen zu kommen, muss man in Sesriem beim Office Eintritt zahlen. Dort kann man auch direkt Getränke kaufen, was ich nur empfehlen kann.
Der Eintritt war angemessen. Pro Person waren es ca 10 Euro und für das Auto um 3 Euro.
Das ist der Eingang zum Bereich des Sossusvlei.
Bis zum Endpunkt sind es 61 km asphaltierte Straße. Man bekommt hier auch direkt die tagesaktuelle Uhrzeit genannt, bis wann man den Naturpark wieder verlassen haben muss. Generell gilt als Öffnungszeit: Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang.
Lageplan Sossusvlei und Deadvlei
Um euch das besser zu erklären, zeige ich euch das auf zwei Karten
Auf der ersten Karte seht ihr den Weg vom Ort Sesriem zum Hauptparkplatz vom Sossusvlei. Von dort starten die Shuttle zum zweiten Parkplatz am Deadvlei. Ein lohnender Zwischenstopp auf diesen 60 km von Sesriem zum Parkplatz ist die Düne 45. Düne 45 ist eine der Dünen, auf denen es erlaubt ist, hochzukraxeln.
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Auf der nächsten Karte seht ihr den Bereich um den Hauptparkplatz. Dieser ist auf der Karte ganz rechts.
Parkplatz, Shuttle und WC am Sossusvlei
Dort gibt es den großen Parkplatz und auch ein sauberes WC (Kleingeld mitnehmen) . Und von dort starten die Shuttle zum zweiten Parkplatz, von welchem man zum Deadvlei wandern kann. Man kann theoretisch auch selber mit Auto zu diesem zweiten Parkplatz fahren, aber das ist nicht zu empfehlen. Der Sand ist sehr fein und tief auf diesem Weg und nicht zu unterschätzen.
Die Fahrt mit dem Shuttle kostete im Juli knapp 12 Euro hin und zurück.
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Man fährt von Sesriem mit dem Auto 60 km zum Hauptparkplatz. Von dort nimmt man am Besten das Shuttle zum zweiten Parkplatz. Die Fahrt dauert 10 Minuten.
Wandermöglichkeiten Sossusvlei
Vom 2. Parkplatz kann man dann zum Deadvlei wandern. Die Wanderung ist durch die Dünenlandschaft und dadurch anstrengend, daher unbedingt Wasser mitnehmen und diese Wanderung nicht in der Mittagshitze machen. Obwohl im Juli in Namibia Winter ist, brannte die Sonne wie bei uns im Sommer. Die Wanderung zum Deadvlei dauert ca 20 Minuten pro Weg.
Die Wanderung auf die höchste Düne, der Big Daddy Düne, dauert ca 2 Stunden und ist sehr anstrengend.
Eine weitere kurze Wanderung vom Parkplatz aus führt zur Big Mamma Dune, dort ist auch ein kleiner See, welcher zu meiner Überraschung im Juli sogar noch etwas Wasser hatte.
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Ok, alle bereit?
Wir haben wir die Gebühr bezahlt und starten nun die 60 Kilometer Straße zwischen den roten Dünen!
Mit ihren 80 Millionen Jahren ist die Namib Wüste die älteste Wüste der Welt!
Immer wieder sahen wir rechts und links der Straße Oryx-Antilopen …
…und Strauße
Die Landschaft wechselt irgendwann von schroffen Felsen zu weichen Sanddünen.
Vom Auto aus fotografierte ich die ersten Dünen.
Die Dünen bestehen aus reinem Quarzsand und schimmern deswegen so rötlich. Je intensiver das rot schimmert, desto älter ist die Düne.
Egal wie alt, fotogen sind sie alle.
Unser Hochgekraxel auf die Düne 45
Wir machten einen Zwischenstop an der Düne 45.
Sie liegt ca 45 km nach Einfahrt in den Park auf der linken Seite.
Wir parkten und starteten den Aufstieg
Sehr fotogen, diese Düne
Und auf geht’s!
Die Kids probierten verschiedene Wege, um nach oben zu kommen.
Es sieht leicht aus, ist aber sehr anstrengend, denn bei jedem Schritt sinkt man tief in den feinen Sand ein.
Kurze Verschnaufpause.
Ich habe es tatsächlich noch gemerkt, dass ich 8 Wochen vorher Corona hatte, meine Puste war weg…..
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Kleines Video
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Der Aufstieg lohnt sich, die Aussicht ist phänomenal!
Aber seht selbst:
Der Abstieg hat riesigen Spaß gemacht, einfach riesige Schritte machen und man fühlt sich fast wie ein Astronaut auf dem Mond!
Unten am Fuß der Düne entdeckten wir viele Spuren.
Zu welchen Tieren sie gehören, würden wir später noch erfahren
Bye Bye Düne 45, es war eine tolle Erfahrung und ein einmaliges Erlebnis. Die Anstrengung vom Aufstieg lohnt sich!
Weiter geht die Fahrt Richtung Deadvlei!
Vorbei an weiteren malerischen Dünen
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… und wieder ein Oryx.
Die letzten 15 km …
…. dann erreichten wir den Parkplatz …
… und waren geflasht! Wow, unbeschreiblich! Eine völlig andere Welt, in der wir gefühlt angekommen sind. Rote Dünen, spärliche Vegetation. Eine Landschaft wie gemalt – schon jetzt hat sich die Fahrt gelohnt!
Lange brauchten wir nicht auf das Shuttle zu warten, gefühlt alle 10 Minuten fuhr eins. Bezahlt wurde in einem kleinen Containeroffice am Parkplatz. Auch das WC-Häuschen ist dort am Parkplatz.
Sehr viele Spuren im Sand!
Gut bereifte und PS – Starke Shuttle zogen die Besucher durch den Sand
Dieses Pärchen wollte auf eigene Faust zum 2. Parkplatz fahren, blieb aber im Sand stecken. Es kostet etliche Talers, wenn man sich befreien lassen muss.
Wir konnten entspannt die vorbeiziehende Landschaft genießen.
Manchmal schaue ich mir die Fotos an und kann nicht glauben, dass ich wirklich dort war ….
Unvergesslich!
Angekommen am 2. Parkplatz starteten wir direkt unseren Walk durch die Dünen. Gut ausgestattet mit Wasser. Der Weg ist nicht weit, pro Strecke ca 20 Minuten zu Fuß. Aber durch den feinen Sand zu laufen ist anstrengend, erst recht, wenn es warm ist.
Diese kleinen Käfer sahen wir überall, sie hinterließen lustige Spuren.
Die Kids brauchten zwischendurch einiges an Motivation, sie waren dann aber froh, es geschafft zu haben und das mit eigenen Augen zu sehen.
Angekommen!!!!! Puh ….
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Was ist das Deadvlei?
Das Deadvlei ist ein bizarrer Baumfriedhof.
Unzählige tote Kameldornbäume ragen aus der trockenen Tonpfanne heraus. Dank des ausgetrockneten Teil des Flusses, der Sonne und des trockenen Windes sind sie nicht vermodert, sondern stehen seit Hunderten Jahren in dieser Tonpfanne im Schutz der Dünen drumherum. Die berühmteste davon ist die Big Daddy – Düne, die höchste Düne der Welt. Mit ihren 300 – 350 Metern ist sie fast so hoch wie das Empire State Building. Man darf sie hochkraxeln, für den Aufstieg sollte man ca 2 Stunden einplanen und über körperliche Fitness verfügen.
Da wir an Düne 45 schon merkten, dass uns letzteres ohnehin fehlt, blieben wir unten und bewunderten diese unwirkliche Umgebung.
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Wir blieben ca 20 Minuten dort, bevor wir uns auf den Rückweg machten.
Wer genau hinsieht, entdeckt die kleinsten Wüstenbewohner
Mein Sohnemann auf Abwegen, Dünen hoch und danach wieder runter rennen machte den Kids riesigen Spaß.
Ich konnte mich nicht sattsehen …
Im Schatten der alten knorrigen Bäume stehen Bänke und Tische.
Zurück am 2. Parkplatz machten die anderen eine Pause.
Im Schatten der alten knorrigen Bäume stehen Bänke und Tische.
Wanderung zur Big Mamma Düne
Unser Bekannter und ich machten uns auf dem Weg zur Big Mamma Düne, in der Hoffnung, dass der See noch etwas Wasser haben würde.
Es war Winter. Und es war trotzdem heiß! Die Sonne brannte, unsere Getränke waren aufgebraucht, trotzdem wollten wir den eigentlich kurzen Spaziergang zur Big Mamma machen. Aber ich spürte an diesem Tag doch, dass ich noch nicht wieder richtig fit war,…
Als wir uns so durch den feinen Sand quälten, hielt auf einmal ein Auto neben uns an. Ein Shuttle von einem Reiseanbieter. „Kommt, steigt ein, das letzte Stück nehme ich euch mit! Hier, nehmt euch jeder ein kaltes Getränk. „ Ich dankte Gott für diesen Engel, er kam wirklich wie vom Himmel gesandt, denn den eigentlich kurzen Weg hatte ich doch etwas unterschätzt.
Nach kurzer Zeit erreichten wir den Bereich um die Big Mamma.
Etwas Wasser war noch in dem kleinen See und wir entdeckten sogar ein paar blühende Blumen
Ein kleiner See in der Wüste
Und da ist sie, die Big Mamma, auch eine der höchsten Dünen der Welt.
Ist schon surreal – Wüstendünen, die sich im Wasser spiegeln. Ein tolles Bild, welches ich so schnell nicht vergessen werde!
Zurück liefen wir dann wieder. Die Getränke haben wirklich gut getan.
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Wieder ein Oryx
Am 2. Parkplatz trafen wir uns wieder mit den anderen und nahmen das nächste Shuttle zurück zum Hauptparkplatz. Mit Kiloweise Sand in unseren Schuhen, schmerzenden Beinen, aber voller aufregender, toller, atemberaubender und unvergesslicher Eindrücke!!!!
Ein Oryx. Die sind hier wirklich überall
Ich mag diese Weichheit der Dünen.
Sonnenbrand. Im Winter. Deswegen: Unterschätzt die Sonne nicht! Auch nicht im Juli / August.
Ein paar Fotos gibt’s noch, bevor wir die Rückfahrt antreten
Gegen Mittag brachen wir auf Richtung Sesriem. Unser Ziel war ein Mittagsstopp in Solitaire
Wieder vorbei an Düne 45.
„Na Kinder, wollen wir noch einmal hoch?“ Und im Chor kam: „NEIN! Heute nicht mehr!“ Man merkt es nach einer Weile in den Waden, wenn man viel durch feinen Sand läuft.
Trotzdem würden wir es jederzeit wieder so machen, ein einmaliges Erlebnis!
60 landschaftlich kurzweilige Kilometer zurück nach Sesriem
Ein letzter Blick zurück …. Bye bye rote Dünen!!!
Und schon waren wir zurück in Sesriem …
Bye Bye Sossusvlei.
Nächstes mal bewundere ich Deine Schönheit von einem Heißluftballon. Viele Anbieter bieten Fahrten zum Sonnenaufgang an.
Unser Fazit:
Auch mit Teenagern lohnt sich ein Ausflug zu den Dünen im Sossusvlei und auch eine kleine Wanderung zum Deadvlei. Nehmt genug Getränke mit. Plant Zeit ein für die Düne 45, lauft einmal hoch und rennt dann die Dünen runter. Während ich mich beim Aufstieg fühlte wie eine Oma, wurde ich beim runter-rennen schlagartig wieder zum Kind! Ein riesiger Spaß für alle.
Wie sage ich immer: Man ist nie zu alt, um jung zu sein
Nach der Fotoflut beende ich den Beitrag hier und zeige euch die Fotos von Solitaire und die Fahrt nach Swakopmund im nächsten Beitrag.
Sossusvlei und Deadvlei – Rote Dünen, Sand in den Schuhen – und viele tolle Fotospots
Safarifahrt in der Nähe vom NamibRand Naturreservat
Safarifahrt zwischen NamibRand und Kalahari
Wie versprochen zeige ich euch hier in einem gesonderten Bericht die Fotos unserer Safari-Fahrt irgendwo zwischen NamibRand und Kalahari
Ausgangspunkt war die Hammerstein-Lodge, in welcher wir eine Nacht blieben
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Die Safarifahrt / Pirschfahrt haben wir direkt bei Oliver in der Lodge gebucht, umgerechnet kostete sie ca 22 Euro inkl. Getränke zum Sundowner
Einsteigen, es geht los!!!!
Wir fuhren eine ganze Weile, bis wir unser Ziel erreichten. Von der Straße ging es auf schmale sandige Feldwege
Wie genau das Gebiet heißt weiß ich gar nicht, aber es liegt irgendwo zwischen dem NamibRand Naturreservat und der Kalahari
Rote Sandwege
Roter Sand und schöne Landschaft. Fehlen nur noch schöne Tiersichtungen
Die ersten ließen nicht lange auf sich warten
Die ersten Tiersichtungen ließen nicht lange auf sich warten
Zwei Löffelhunde durchstreiften die Steppe
Wenig später entdeckten wir eine Herde Zebras. Durch den roten Sand wurden die weißen Stellen leicht orange
Zebras und eine einsame Giraffe
Eine einsame Giraffe genoss ihr Abendessen
Eine Weile konnten wir keine Tiere in der Nähe unseres Wegen ausmachen. Aber auch die Landschaft war lohnenswert.
Wie fühlt sich das an, auf Safari zu sein?
Ich kann das gar nicht so wirklich beschreiben. Man fährt im offenen Safari-Fahrzeug durch diese wundervolle Landschaft und die ganze Zeit halten die Kids und wir Ausschau nach Tieren. Was raschelt da im Gebüsch? Sind das Ohren im Gras? Ist dahinten eine Giraffe? Wow, guckt mal da, Zebras!!!!! Es ist so spannend und aufregend, wir haben mehrere Safarifahrten / Pirschfahrten gemacht und jede einzelne war einzigartig und hatte ihren ganz besonderen Highlights. Eine laufende Giraffenherde, Hyänen bei der Jagd, eine Gruppe Elefanten mit Jungtiere… Und das Highlight der heutigen Safarifahrt hatten wir noch vor uns. Aber das ahnten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Wir genossen die Landschaft und hielten Ausschau nach Tieren
Fast hätten wir sie nicht gesehen – 2 Löffelhunde, gut getarnt im hohen Gras Mit Windrädern wird Wasser in die Wasserlöcher gepumpt Lodgehäuser einer benachbarten Lodge
Afrika!!! Afrika!
Muss das Horn dieser Antilope so? Irgendwie sah es unnatürlich aus
Sehr lässige Antilope
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Etwas weiter zog eine Herde Gnus durch die Weite
Weite Landschaft
Wieder ein Löffelhund
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Und wieder viel malerische Landschaft
Wir trafen wieder auf eine Zebraherde und eine Antilopenherde
Zebras und Antilopen
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Etwas weiter entfernt tummelten sich jede Menge Springböcke
Weiter ging die Fahrt. Die Sonne senkte sich und die afrikanische Landschaft wurde in ein warmes Licht getaucht
Glücklich!!!!!
Einfach nur glücklich. Ich bin so dankbar, dass wir all das mit den Kindern erleben durften! Erneut treffen wir auf eine große Gnu-Herde
Wir fuhren mindestens eine halbe Stunde durch die Landschaft. Sahen immer wieder Antilopen, Zebras und Gnus.
Und dann war geplant, dass wir zum Sonnenuntergang-Point fahren. Die Sonne war schon dicht am Horizont.
Aber dann wurde unser Fahrer auf einmal schnell! Er bog in eine Seitenstraße ein und gab Gas! Irgendetwas hatte er mit seinem Fernglas entdeckt, wir sahen erst noch nichts …
… aber dann …
Unser absolutes Highlight
Nashörner!
Drei ausgewachsene Tiere und ein Jungtier.
Soooo niedlich!
Wir konnten unser Glück kaum fassen
Bei der Nashornart handelt es sich um Breitmaul-Nashörner.
Es war so schön, so lieblich, so niedlich – wir hätten fast den Sonnenuntergang verpasst!
Leuchtend Orange geht die Sonne unter
Wir fuhren zum Sonnenuntergangspunkt. Als wir ihn erreichten, war die Sonne schon untergegangen und das wundervolle namibische Abendhimmelleuchten begann
Bei einem kühlen Getränk und ausgelassener Stimmung sahen wir uns das Farbspektakel am Himmel an.
Dieses Leuchten. Dieses Licht. Es faszinierte mich jeden Abend aufs Neue. Ich genoss es, atmete tief ein und aus, versuchte, diese Stimmung aufzusaugen. Diese Freiheit um mich herum, die Sonnenuntergänge als leuchtender Abschluss unserer schönen Tage in diesem so wundervollen Land. Und auch die Kinder waren entspannter als zu Hause. Hauptthema an diesem Abend waren die Nashörner, vor allem das Jungtier.
… und dann war es Zeit für die Rückfahrt. Eine halbe Stunde im offenen Wagen. Und es war frisch. Sobald die Sonne weg war, kühlte es auf wenige Grad über Null ab. Wir kannten das schon und zogen unsere Winterjacken an.
Zurück in der Hammerstein-Lodge gab es direkt Abendessen.
Die Hammerstein-Lodge kann ich euch sehr empfehlen. Die Zimmer waren sauber, das Essen sehr gut, Oliver kümmert sich um jeden Wunsch mit Engagement und Herzblut und Spaß kann man auch mit ihm haben!
Direkt nach dem sehr frühen Frühstück starteten wir Richtung Dünen.
Wir verabschiedeten uns von der Lodge und von Oliver. Obwohl wir nur eine Nacht dort waren, fühlte es sich schon alles familiär an.
On the Road again!
Na, seht ihr die Oryx-Antilope? Wir hätten sie auch fast übersehen
Im nächsten Teil nehme ich euch mit in die Wüste! Dort, wo es die höchsten Sanddünen der Welt gibt!
Bis zum nächsten mal !!
Safarifahrt in der Nähe vom NamibRand Naturreservat
Von Windhoek Richtung Süden – unendlich scheinende Straßen und grandiose Berglandschaften
Von Windhoek Richtung Süden – unendlich scheinende Straßen und grandiose Berglandschaften
Hallo zusammen,
schön, dass ihr wieder dabei seid.
Nach unserer tollen Tour in den Norden Namibias waren wir für 2 Nächte auf der Otjisazu- Farm in der Nähe von Windhoek. Die Kids hatten sich einen Erholungstag gewünscht und wollten einfach nur chillen.
Danach aber hieß es wieder Taschen packen für unsere nächste Mehrtages-Tour, dieses mal Richtung Süden!
„Kinder, packt eure Sachen bitte schon heute Abend, morgen müssen wir um 7 Uhr losfahren.“ sagte ich wissentlich vorsichtig nach dem Abendessen auf den Weg zu unseren Zimmern.
„7 Uhr morgens?!“ Entrüstung pur. „Mama, ernsthaft, wir haben Ferien!“
Ja, manchmal haben wir diese Diskussionen. Und dann gilt es einen Kompromiss zu finden. Aber gibt es für Teenager einen Kompromiss, wenn sie um 6.30 Uhr in den Ferien aufstehen müssen? „Können wir nicht später fahren?“
„Nein, wir haben eine längere Strecke vor uns. Aber das erste Stück ist komplett asphaltiert, da könnt ihr im Auto weiter schlafen.“ – „Fahren wir dann zu den Dünen?“ „Jep!“ – „Jaaaaaaa, endlich!“
Darauf freuten sich die Kids sehr. Unser Ausflug in die Dünen zwischen Swakopmund und Walvisbay.
Vorher aber fuhren wir Richtung Maltahöhe und Sossusvlei, die Wüste mit den höchsten Sanddünen der Welt.
Ihr lest es – es lagen einige tolle Abenteuer vor uns!
Abstauben lohnte sich nicht, denn auch die Wege Richtung Süden sind wieder teilweise Schotterpisten. Staubige Schotterpisten.
Windhoek, ein Morgen im Juli 2022. 6.29 Uhr. In den Gästezimmern 5, 6 und 7 schlummern alle tief und fest. 6.30 Uhr. Aus allen drei Zimmern ertönen mindestens zwei verschiedene Handywecker. Schweigendes Gewusel beginnt. Die Koffer können wir auf der Farm lassen, da wir hier auch unsere letzten beiden Nächte verbringen werden. Wir packen unser Handgepäck fertig und gehen zum Frühstücksraum. 6:50 Uhr. Frühstück! Der Kakao steht schon bereit. Und das frisch gebackene Brot. Wieder werden wir mit süßem Gebäck verwöhnt. Joghurt, frisches Obst – obwohl wir so früh dran sind, ist schon alles vorbereitet – und lecker wie immer, ein toller Start in einen lange Tag. 7.15 Uhr. Wir sind zur Abfahrt bereit. Um 7.20 Uhr sind wir unterwegs Richtung Süden! Die Kids schnappen sich ihr Nackenhörnchen, machen sich Musik auf die Ohren und schlafen. Eine lange Fahrt liegt vor uns.
Wir nehmen einen kleinen Umweg und fahren den Pass an der Maltahöhe. Andreas hat ihn uns empfohlen.
Unsere Tages-Route
Karte:
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500 km, knapp 6 Stunden reine Fahrtzeit. So eine Strecke ist eigentlich zuviel, aber auf dieser Strecke ist ein Großteil asphaltiert, somit ist das in diesem Fall machbar. Nur auf Schotterstraßen würden wir so eine weite Strecke definitiv nicht empfehlen!
Das erste Stück von der Otjisazu-Farm Richtung Windhoek.
Paviane mitten auf der Straße!
Kurz vor Windhoek trafen wir auf eine Pavian-Herde mitten auf der Straße
Nur 781 km bis Süd-Afrika!
Nachdem wir Windhoek verließen, wurde die Landschaft hügelig und sehr malerisch.
Die Kids verschliefen das leider.
Hinter Windhoek begannen die Berge
Ist das nicht schön? Ich genoss es sehr, diesen Teil der Strecke zu fahren.
Kleiner Tankstop in Rehoboth
In Namibia gibt es übrigens nicht nur deutsches Radio, sondern auch eine deutsche Tageszeitung.
Interessante Strommasten-Konstruktion
Wir fuhren die B1 bis Kalkrand.
In Kalkrand bogen wir rechts ab – und hatten eine langweilige, eintönige Schotterpistenstrecke vor uns.
Nur geradeaus durch die weite Landschaft
Brücke über den Fluss Vis, welcher in den trockenen Wintermonaten nur wenig Wasser führt
Im Flußbett waren viele Tiere
Viele Tiere tranken an den kleinen Wasserlöchern
Die Fahrt durch die eintönige flache Landschaft dauerte um 2 Stunden, genau weiß ich es nicht mehr, es zog sich wie Kaugummi….
Eine willkommene Abwechslung: Gegenverkehr, in diesem Fall ein typischer Tiertransport
Danach wieder nichts. Nur eine Straße und weite Landschaft. Die C21 ist wahrlich nicht spektakulär…
Und dann hatten wir es endlich geschafft, die Schotterpiste endet und geht wieder in eine asphaltierte Straße über: Die C19 Richtung Maltahöhe
Wir fahren durch den Ort Maltahöhe
Kaum sind wir durch den Ort durch, wird aus der asphaltierten Straße wieder Schotterpiste Dafür gibt es ein eigenes Straßenschild
Ein kleiner Canyon mit besonderen Steinen
Wir fuhren weiter auf der C19 und erreichten einen kleinen Canyon. Das besondere hier ist die Gesteinsart.
Wir parkten das Auto für einen kleinen Spaziergang
Schaut euch mal die Steine an, so etwas habe ich nie zuvor gesehen.
Die seltsam geformten Steine sind Schwarzkalk. Hierbei handelt es sich um ein unter Sauerstoff-Ausschluss abgelagerten Sediment. Schwarz ist es, weil das Sediment aufgrund des fehlenden Sauerstoffs nicht zersetzt wurde, sondern vermoderte. Die Rillen und Vertiefungen entstehen durch Regenwasser, welche das Kalk beim abfließen ‚ablösen‘
Tolle Landschaft!
Und so sehen die kleineren Steine aus, welche dort zu Tausenden liegen.
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Etwas weiter entdeckten wir Tiere:
Felsenantilopen!
Diese Antilopenart haben wir bislang noch gar nicht gesehen.
Leider liefen sie direkt weg. Schade.
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Die Landschaft wurde immer schöner!
Und dann beginnt er endlich, unser Grund für diesen Umweg: Der Zaris-Pass!
Wow, unbeschreiblich! Als würde man durch ein Bild aus einem Reiseführer fahren, es war so schön! Andreas hat nicht zuviel versprochen – aber er versprach, dass wir auf dem Weg nach Swakopmund eine weitere ähnlich schöne Landschaft durchfahren würden. Dass dies hier zu toppen sei glaubte ich nicht!
Die Jungs „Hey, guckt mal, da hat ein Riese Minecraft gespielt!“
Irgendwie wirkte das so, als dürfte das schwerkrafttechnisch gar nicht so stehen bleiben. Tat es aber, wie auch immer. Die Natur kann sowas halt!
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Ein kleiner künstlicher Affe zeigte uns den Weg – denn hier mussten wir abbiegen, um zur nächsten Lodge zu kommen:
Die Hammerstein-Lodge
Angekommen! Gegen 14.30 Uhr erreichten wir die Hammerstein- Lodge
Lage:
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Andreas hatte uns die Lodge empfohlen. Sie lag gut auf unserem Weg, ist sauber, hat sehr gute Preise und bietet auch Pirschfahrten an.
Außenansicht der Lodge – in diesem Gebäude sind Rezeption, Restaurant, Bar, Aufenthaltsraum und einer von mehreren Zugängen zur Terrasse
Wir wurden sehr herzlich von Oliver begrüßt. Er ist ein deutscher Auswanderer und führt nun die Lodge mit sehr viel Liebe und Engagement.
Als erstes zeigte er uns die Zimmer. Wir hatten drei Doppelzimmer in einem Nachbargebäude. Die Zimmer lagen nebeneinander.
Die Zimmer waren sauber und gut eingerichtet.
Anschließend zeigte uns Oliver die Lodge.
Die Bar…
… und eine Art Wintergarten.
Direkt angrenzend zu der großzügigen Terrasse.
Es gibt einen Pool mit vielen Sonnenliegen und was wir bislang selten in Namibia gesehen haben: Einen kleinen Spielplatz im Garten
Die ganze Anlage ist sauber und gepflegt mit viel Liebe zu Details.
Wir haben einen kleinen Bauernhof, deswegen bekam ich Heimatgefühle. Wir haben auch einen Oldtimer-Trecker – und auch so einen Pflug zum Schieben.
Dieses Foto habe ich direkt in unsere Familiengruppe geschickt. Bei uns im Ort finden regelmäßig Oldtimer-Trecker-Treffen und Ausfahrten statt. Ich liebe es!
Auf dem Bereich der Terrasse gibt es sogar einen kleinen Brunnen / Teich
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Wir hatten noch kein Mittagessen und fragten Oliver, ob wir noch eine Kleinigkeit essen könnten. Die Mittagstisch-Küche war aber schon zu – aber dann sagte er zu uns: „Setzt euch mal dort hin, ich überlege mir was! Mögt ihr Schinken und Käse?“ Daumen nach oben, Nicken oder „Jaaaa!“ – einstimmig. „Ok, bin gleich zurück!“ Und schon verschwand Oliver Richtung Haupthaus. Wenig später bekamen wir dann alle Schinken-Käse-Toast und kühle Getränke. Toller Service!
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Bei einem Spaziergang über das Lodge-Gelände sahen wir ein großes verwaistes Gehege und fragten Oliver, was es damit auf sich hat.
Früher gab es in der Lodge einen zahmen Geparden. Auf vielen Postkarten und Fotos in der Lodge ist „Lisa“ noch zu sehen.
Leider ist sie inzwischen verstorben und eigentlich wollte Oliver gerne wieder Katzen in seiner Lodge halten. Das Gelände drumherum ist riesig. Leider ist dies nicht mehr erlaubt. Schade, ich hätte gerne endlich mal eine Raubkatze gesehen, denn im Etoscha hatten wir leider kein Glück.
Oliver bot uns eine Pirschfahrt an, zum Sonnenuntergang. Da würden wir zwar keine Löwen oder Geparden sehen, aber viele andere Tiere.
Wir würden, weil wir 6 Personen sind, einen eigenen Wagen bekommen, da wir in dem größeren Safari-Wagen keinen Platz mehr haben würden. Preis: Umgerechnet 22 Euro p.P. inkl. Getränke beim Sonnenuntergang.
Wir buchten die Tour, bis dahin konnten wir uns noch etwas im Zimmer ausruhen oder auf der Terrasse bei kühlen Getränken die Sonne genießen.
Weil auf der Pirschfahrt viele tolle Fotos entstanden, mache ich daraus einen eigenen Bericht.
Ein kleiner Vorgeschmack:
Weiter geht’s hier mit dem Abendessen.
Gereicht wird es im großen Restaurant als Buffett.
Rindfleisch, Gemüse, Reis, Nudeln auf Wunsch auch vorher eine Suppe. Es fehlte an nichts.
Das war besonders lecker.
Als Nachtisch gab es verschiedene Sorten Eis und Kuchen. Leider habe ich davon heute kein Foto für euch. Es war lecker, dass muss an dieser Stelle reichen. ;-)
Die Deckenkonstruktion und Beleuchtung
Dieses Bild hätte ich am liebsten auch zu Hause.
Ein ereignisreicher Tag lag hinter uns.
Eine lange Fahrt durch viele verschiedene Landschaften, eine tolle Pirschfahrt im afrikanischen Sonnenuntergang und ein reichhaltiges Essen.
Nachdem die Sonne weg war, wurde es wieder sehr frisch.
Wir suchten uns in der Bar einen Platz am kuschelig-wärmenden Kaminfeuer und ließen den Tag mit ein paar kühlen Drinks ausklingen.
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Der nächste Morgen… Wie immer begann unser Tag früh.
Guten Morgen aus der Hammerstein-Lodge! Was für ein Himmel, alleine dafür hat sich das frühe aufstehen gelohnt!
Die Kids standen trotz der Uhrzeit voller Vorfreude auf.
Denn heute würden wir in die Dünen fahren, darauf freuten sie sich sehr!
Erst einmal gab es aber Frühstück!
Auch das Frühstück gab es in Buffetform. Es gab Toast, frisches Brot, Aufschnitt, Käse, Gemüse und Obst. Auf Wunsch auch Ei und Bacon und für die Kinder Kakao. Gestern hatte ich vergessen, den Spielplatz zu fotografieren, das holte ich schnell nach.
Im nächsten Bericht nehme ich euch wieder mit auf eine Safarifahrt – afrikanischer Sonnenuntergang inklusive, wobei wir den fast verpasst hätten, aus einem sehr niedlichem Grund
Bis zum nächsten mal!
Von Windhoek Richtung Süden – unendlich scheinende Straßen und grandiose Berglandschaften
Ausflugstipp: das Monument Valley von Namibia und der Vingerklip
Ausflugstipp: das Monument Valley von Namibia und der Vingerklip
Hallo zusammen,
Bevor wir im Reisebericht weiter Richtung Süden von Namibia fahren, habe ich noch einen kleinen Ausflugstipp bei Khorixas für euch
Es ist ein lohnenswerter Zwischenstop von ca 1 Std Wer möchte, kann aber auch Wanderungen von 3 Stunden unternehmen.
Wir haben dort einen Stop gemacht, als wir von Khorixas zurück nach Windhoek fuhren.
Vingerklip – die einzig noch verbliebene Felsnadel in Namibia
Lage:
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Der Weg führt wieder einmal über staubige Schotterpisten durchs malerische Damaraland
Von der C39 sind es nach dem Abbiegen ca 24 km zur Vingerklip Lodge
Schon nach kurzer Zeit sieht man die ersten Tafelberge des Ugab-Tals.
Die Tafelberge entstanden vor über 30 Millionen Jahren. Ein paar Millionen Jahre später schufen Wind, Wetter und der Fluss Ugab dann dieses malerische Tal.
Ein paar wenige größere oder kleinere Tafelberge sind noch heute zu sehen, der bekannteste davon ist eigentlich nur noch ein kleiner Erosionsrest eines einst stolzen Tafelberges: Der Vingerklip.
Auf einem 929m über dem Meeresspiegel hohem Hügel steht die Felsnadel. Ca 35 Meter hoch, aber nur einem Umfang von gerade mal 44 Metern und schon jetzt lässt sich die Stelle erahnen, an welcher diese imposante Naturwerk irgendwann einmal zusammenbrechen wird, so wie eine weitere Felsnadel, welche bis 1988 in der Nähe von Keetmanshoop stand.
Die Tafelberge im Ugab- Tal
Uns erinnerte das sehr an unserem Besuch im Monument Valley in den USA
Möchte man zu der ‚Fingerklippe‘ wandern, muss man in der Vingerklip- Lodge eine Art Eintritt zahlen. Eine sehr geringe Gebühr, ca 1 Euro p.P.
Die Vingerklip Lodge hat eine tolle Lage inmitten der Tafelberge und rundherum nur Natur und Weite. Im Privatreservat mit eigenen Wasserlöchern sieht man regelmäßig Giraffen, Antipolen und Zebras. Vom Preisniveau ist es schon gehoben, was nicht zuletzt der Lage geschuldet ist.
Die Vingerklip-Lodge als Ausgangspunkt für Wanderungen
Das ist die Vingerklip Lodge. Von hier aus starten verschiedene Wandermöglichkeiten durch das Tal. Von hier bis zum Vingerklip wandert man ca 45 Minuten. Oben auf dem Tafelberg gibt es einen tollen Aussichtspunkt, ebenfalls ein Wanderziel von der Lodge aus.
Wir gingen zur Rezeption der Lodge und wurden auf deutsch empfangen. Die Betreiber haben die Anlage toll hergerichtet, ein Ort zum Wohlfühlen
Aussicht von der LodgeDer Vingerklip. Von dieser Perspektive aus weiß man auch, warum er so genannt wird: Vingerklip heißt übersetzt Fingerklippe – und es sieht wirklich aus wie ein Finger, der in den Himmel zeigt
Wir hatten nicht die Zeit für eine Wanderung und fuhren mit dem Auto zum Parkplatz am Fuße des Vingerklips
Dort angekommen wanderten wir hoch zum Vingerklip. Nicht alle Kids hatten darauf Lust.
Es gibt einen einfachen Weg von der Rückseite und einen steilen von der Vorderseite.
Drei der Kids hatten „Bock auf klettern“ und wählten die zweite Variante
Die Aussicht von oben ist atemberaubend! Tafelberge und weite Landschaft, ohne Worte, einfach nur wow!
Kurzes Video von der Aussicht
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Wir hielten kurz inne. Und genossen. Einfach nur schauen. In diese Weite. Selbst die Kinder nahmen sich die Zeit, um das alles auf sich wirken zu lassen. Wir waren alleine am Vingerklip. Es war eine Ruhe, welche uns alle erfasste. So laut und ausgelassen die Kinder vorhin noch waren, so ruhig waren sie jetzt – und ließen ihre Blicke über die Landschaft schweifen
Ich tat es ihnen gleich.
Diese Ruhe, diese Weite … Dinge, nach denen ich mich im stressigen Alltag jetzt oft sehne
Irgendwann aber war es Zeit für den Rückweg. Um heile unten anzukommen, wählten wir dafür den längeren, aber weniger steilen weg. Hochkraxeln ist das eine, aber bergab ist der kürzere Weg doch zu gefährlich gewesen.
Schaut euch diese Weite an!
Man erkennt deutlich, wo der Fluss damals mit seinen reißendem Wasser eine Schneise durch die Sedimentsgesteinsschichten fraß.
Und wir standen grad auf einer Insel von damals. Damals, als es noch ein stolzer Tafelberg war.
Mal sehen, wie lange es den Vingerklip in dieser Form noch gibt. Hoffentlich noch sehr lange, damit sich noch viele Menschen daran so erfreuen können wie wir.
Das ist der längere Weg, welchen man auch für den Aufstieg nutzen kann. Befestigt und teilweise mit angelegten Stufen.
Nach einer kurzen Wanderung erreichten wir das Auto.
Und da endete unsere 1. Tour in Namibia mit dem Etoscha-Nationalpark und die Region um Khorixas.
Bye Bye Vingerklip. Bye Bye Ugab- Tal.
Bye Bye Damaraland!
Es war schön hier, landschaftlich und kulturell gab es im Damara-Land viel zu sehen und erleben. Ein letzter Blick zurück.
Nun aber stand die nächste Etappe unserer Namibia-Reise an:
Die Fahrt zu den Dünen im Süden!
Himba-Stand an der Straße. Hier verkaufen sie vor allem selbstgemachten Schmuck.
Auf dem Weg zurück nach Windhoek
Wir blieben nach dem Ausflug in den Etosha und nach Khorixas für 2 Tage bei Andreas auf der Otjisazu- Farm, bevor wir dann Richtung Süden starteten.
Freut euch auf die nächsten Berichte, dann gehen wir unter anderem auch wieder auf Safari!
Ausflugstipp: das Monument Valley von Namibia und der Vingerklip
Ausflugstipp in Namibia: Zu Besuch bei den Damara und Himba
Ausflugstipp in Namibia: Zu Besuch bei den Damara und Himba
Hallo zusammen,
das Jahr neigt sich dem Ende zu. Wo es geblieben ist, weiß ich nicht. Die Zeit rennt so schnell, dass ich manchmal das Gefühl habe, nicht mehr mitzukommen.
Es ist viel passiert in diesem Jahr. Ein emotional extremes Jahr. Extreme Höhen wie zB unsere Hochzeit. Unsere Traumreise nach Afrika. Extreme Tiefen. Abschied von geliebten Menschen. Zweimal Corona, zuletzt mit Folgen. Manchmal wollte ich die Zeit einfach nur anhalten.
Zum Durchatmen. Zum Mitkommen. Zum Begreifen. Manchmal habe ich mir gewünscht, dass die Zeit nie endet.
Manchmal habe ich mir gewünscht, dass dieses Jahr endlich vorbei ist!
Nun ist es bald vorbei. Und ein neues Jahr steht uns bevor.
Eine ungewisse Zeit in unruhigen Zeiten.
Und trotz allem planen wir nun doch eine Reise im neuen Jahr.
Denn wenn 2022 mir eines wieder einmal deutlich gemacht hat, dann das hier:
Geniesse deine Zeit, denn du lebst nur jetzt und heute.
Morgen kannst du Gestern nicht mehr nachholen.
‚Später‘ kommt früher als du denkst
… und ‚Irgendwann‘ ist irgendwann zu spät.
.
.
Im heutigen Bericht stelle ich euch zwei Ausflugsziele in der Nähe von Khorixas vor.
Als ich mit Andreas unsere Reise plante, äußerte ich den Wunsch, auch mehr von der Kultur Namibias zu erfahren. Er hatte direkt mehrere Vorschläge.
Zwei tolle Möglichkeiten mehr von der Kultur in Namibia zu erfahren bieten sich im Damara Living Museum und im Dorf der Himba.
Fahrt von Khorixas durch das Damaraland
Schon alleine der Landschaft wegen lohnt sich eine Fahrt durch das Damaraland. Gefühlt irgendwo im Niergendwo fährt man durch die abwechslungsreiche Landschaft mit wenig Verkehr und kaum Anzeichen menschlicher Zivilisation, abgesehen von der Schotterstraße.
Die Kids fanden die Fahrten meistens langweilig. Sie beschäftigten sich mit ihren Handys, meistens beschränkt auf Musik hören, denn Spiele daddeln bei den ruckeligen Straßen ist eher weniger zu empfehlen.
Von der iGowati Lodge in Khorixas sind es ca 90 km bis zum Damara Living Museum, die Fahrt dauert etwas über 1 Std.
Lage vom Damara Living Museum
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Von Khorixas: ca 90 km, Fahrtzeit ca 1 1/4 Std Von Windhoek: ca 420 km, Fahrtzeit ca 5 Std Von Okaukuejo: ca 335 km, Fahrtzeit ca 4 Std
Was genau ist das Damara Living Museum?
Die Damara gelten als die Ureinwohner Namibias. Trotz dieser Tatsache drohte ihre Kultur „verlorenzugehen“ , daher entstand Anfang des Jahrtausends die Idee für dieses Museum. 2010 öffnete es und zieht seitdem viele Besucher an, welche in diesem „lebenden Museum“ viel über die ursprüngliche Kultur der Damara lernen. Wie man dem Namen entnehmen kann, handelt es sich um ein Museum. Die Damara leben dort nicht. Durch das Museum können sie Geld verdienen und ihre Kultur erhalten / weitergeben. Im Living Museum erfährt man, wie die Damara vor der Zeit der Kolonisation Namibias lebten. Es wird sehr großen Wert darauf gelegt, damit alles authentisch ist, daher findet man nichts aus dem modernen Leben. Sie tragen die damalige traditionelle Kleidung, zeigen das Handwerk, wie sie es damals praktizierten und erzählen vom Leben und Alltag früher. Übrigens auch auf Deutsch. Es ist ein Mitmach-Museum, die Menschen dort verdienen auf diese Weise ihr Geld, um den Besucher die Kultur näher zu bringen. Neben dem Eintrittspreis kann man die Damara auch durch Kauf der eigens dort hergestellten Schmuckstücke oder Werkzeuge unterstützen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise des Damara Living Museum
Öffnungszeiten: Täglich von 08:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Eintrittspreise: Es gibt 3 Kategorien:
Das traditionelle Dorfleben Hier bekommt man einen Einblick in das traditionelle Leben der Damara. Gezeigt werden zB Herstellung von Waffen, Gerben von Leder, Herstellung des Damara-Bieres, Gesänge, Schmuckherstellung, Tänze und vieles mehr) Kosten pro Person: 90 NAD
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Die Buschwanderung Hier wird einem die traditionelle Jagd gezeigt, außerdem gibt es viele Informationen zur heimischen Pflanzenwelt Kosten pro Person: 70 NAD
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Kombi Programm 1 und 2 als Kombipaket Kosten pro Person: 150 NAD
Währungsrechner NAD in Euro
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Wichtiger Hinweis: Eintritt und evtl. auch Souvenire müssen in bar bezahlt werden. Es gibt keine Möglichkeit für eine Zahlung mit EC Karte. Man erhält nach Zahlung eine Quittung.
Man kann zu den Öffnungszeiten zu jeder Zeit kommen, die Programme werden dann individuell zeitlich angepasst.
Unser Besuch im Damara Living Museum
Angekommen am Parkplatz
Wir wurden direkt sehr herzlich begrüßt.
Meine älteste Tochter hatte in der gemeinsamen Zeit mit der Lehrerin ein paar Sätze in der Klicksprache der San gelernt. Ich bat sie, dieses einmal zu zeigen – sie kam meiner Bitte nach und unser Guide für unseren Besuch dort schloss sie sofort ins Herz. Und so bekamen wir eine ganz persönliche und spannende Führung durch das Dorf.
Der Eingang zu dem Museum führt durch eine Felsspalte
Auf geht’s in ein weiteres Abenteuer in Namibia
Im Dort angekommen startete unser Besuch mit einem traditionellen Tanz und Gesang. Und obwohl wir bei den Safaris und Fahrten durch die Landschaft Namibias schon oft das „Wow, wir sind wirklich in Afrika!“ – Gefühl hatten, vermittelte uns das noch einmal dieses Gefühl auf einer ganz anderen Ebene! Wir setzten uns auf eine der Bänke und schauten fasziniert zu.
Dann begann der eigentliche Rundgang durch das Dorf, in welchem uns viel über das damalige, traditionelle Leben der Damara erklärt und gezeigt wurde.
Schmiedekunst für Werkzeug und Waffen zum Anfassen.
In dieser Hütte wird Alkohol hergestellt. Ich habe zwar noch den sauren-alkoholischen Geruch in der Nase, wenn ich die Bilder sehe, aber wie genau das hergestellt wird, weiß ich nicht mehr. In Erinnerung geblieben ist mir, dass Ameiseneier eine große Rolle spielen.
An der nächsten Station wurde Feuer gemacht. Das Werkzeug dafür kann man sich im Shop übrigens auch kaufen.
Und dann war es Zeit für den Buschwalk. So viele Eindrücke, und es folgen noch viele weitere
Als erstes erfuhren wir viel über die Pflanzen der Umgebung.
Aus unserer Gruppe wurden drei Jungs / Männer ausgewählt, um mit auf die fiktive Jagd zu gehen. Mein Bonussohn war mit dabei.
Gejagt wurde damals mit Pfeil und Bogen.
Anpirschen ….
… da ist die Beute!
Der Springbock ist ausgestopft. Es wurde gezeigt, wie man sich anschleicht und dann den Bock schießt.
Die Jungs durften es selber ausprobieren, hinterher gab es für jeden ein Erinnerungsfoto mit Beute.
Tolle Landschaft
Zurück im Dorf schauten wir uns die anderen Stationen an.
Die Mädchen interessierte besonders die Schmuckherstellung aus Steinen und Schalen der Straußeneier.
Die Kinder der Damara sind mit dabei. So lernen sie auch direkt ihre kulturelle Geschichte. Die nächste Station war wieder eine Mitmach-Station. Die Kids haben das Angebot gerne angenommen und sich selber mal daran versucht. Natürlich mit dem Werkzeug von damals – gar nicht so einfach Mit allen Sinnen erleben. Anfassen, Riechen, Fühlen, Schmecken.
So macht Museum sehr viel Spaß! Wusstet ihr, dass getrockneter Elefanten-Dung ein wahres Wundermittel für viele Krankheiten ist? Wir bekamen das alles erklärt und staunten, wie man damals Krankheiten behandelte.
Sehr viel Spaß hatten die Kids beim Owela-Spiel, dem traditionellen Spiel in Namibia. Das Spiel konnten wir nicht zu Ende spielen, es hätte viel zu lange gedauert.
Fazit Damara Living Museum
Wir verbrachten ca 2 – 3 Stunden im Damara Living Museum, welche sehr schnell vergingen. Es hat allen Spaß gemacht und wir haben viel über die Kultur der Damara gelernt. Unser Guide war mit Herzblut dabei, das spürte man. Er hatte Freude, dass wir uns für vieles interessierten und viel ausprobiert haben. Ein kurzweiliger und lehrreicher Besuch, welcher jeden Cent wert ist. Daher klare Empfehlung für einen Besuch im Living Museum!
Im Shop haben wir noch einiges gekauft. Andenken für uns, aber auch Mitbringsel für die Familie. Einige von den Stücken auf dem Foto sind jetzt bei uns in unserer Urlaubs-Vitrine. Auch damit kann man die Damara unterstützen.
Und auch zum Abschluss gab es wieder einen Tanz und Gesang.
Toller Abschluss mit 100 % Afrika-Feeling!
Video unseres Besuches:
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Die iGowati Lodge, in welcher wir in Khorixas ein paar Nächte verbrachten, unterstützt ein Himba-Dorf und bietet den Lodge-Gästen Besuche dort an.
Im Grunde hielt ich das für eine tolle Möglichkeit, auch die Kultur der Himba kennenzulernen. Und die Kids wollten auch mit. Freiwilliger Erdkundeunterricht. In der Schule undenkbar, aber in Afrika was anderes und kam schon des Öfteren auf dieser Reise vor, was mich sehr freute.
Die Himba
Die Hima sind das letzte halbnomadische Volk in Namibia. Sie leben nahezu unberührt von der modernen Welt ohne Strom und Wasser in einfachen Hütten. Viele besitzen nicht einmal einen Ausweis Ihr Reichtum sind Tiere und eine gute Ernte, sie leben bescheiden und benötigen keinen Reichtum. Dennoch heißt der Name „Himba“ übersetzt Bettler. Grund dafür ist, dass vor ca 100 Jahren der Stamm überfallen und ausgeraubt wurde. Zum Überleben mussten sie bei den Nachbarn um Almosen bitten. Seitdem nennt man sie „Himba“
Die meisten Himba leben ursprünglich im sehr dünn und nicht gut zu erreichenden Norden des Landes. Es gibt aber im Land verteilt vereinzelt Himbadörfer und auch in Windhoek sieht man ab und zu Himba, wie sie ihren Schmuck verkaufen.
Ein Himbadorf ist immer ähnlich aufgebaut. Es gibt einen meist eingezäunten Bereich, in welchem die einfachen Hütten, bestehend aus Wasser, Sand und Kuhdung, stehen. Mittig ist ein eingezäunter Bereich für die Tiere. Der Zaun besteht aus Ästen und Zweigen. Es gibt einen Stammesführer. Die Männer haben zwei Frauen. Es herrscht eine klare Hierarchie, so dürfen am Feuer zB nur Männer sitzen. Die Frauen haben dann ihr eigenes Feuer. Auffallend sind die Frisuren der Himba-Frauen. Mädchen tragen zwei nach vorne geflochtene Zöpfe mit Perlen, erst mit Eintritt der Periode bekommen sie die klassischen Zöpfe, welche mit Ocker eingerieben werden. Eine ‚vollkommene‘ Frau sind sie erst mit Geburt des 1. Kindes.
Unser Besuch im Himbadorf
Wir wussten nicht so recht, was uns erwarten wurde. Empfohlen wurde uns, ein paar Gastgeschenke in Form von Essen / Naturalien mitzubringen. Eintrittsgeld möchten die Himba dafür nicht. Wir hatten einen Dolmetscher dabei, welcher uns bei der Verständigung helfen sollte. Organisiert wurde das über die iGowati Lodge.
Anders als das Damara Living Museum ist dies ein richtiges Dorf, in welchem die Himba auch leben. Das war für uns anfangs sehr befremdlich, daher habe ich auch erst einmal keine Fotos gemacht. Es erschien mir nicht richtig, denn wir waren in ihrem ganz persönlichen Lebensbereich. Uns trennten Welten und auch wenn wir schon fast aufgefordert wurden, in eine der Hütten zu gehen, kam es uns irgendwie seltsam vor.
Abgesehen davon war es sehr interessant und wir lernten viel über das Leben der Himba.
Und auch Fotos sollten wir machen.
Erst hinterher verstand ich, was wir damals besser hätten machen können, nämlich sich auf all das einlassen. Sie wollten mit uns tanzen, haben uns soviel von ihnen gezeigt, haben gesungen für uns – sie waren bereit, uns ihr Leben und ihre Kultur zu zeigen, aber die Berührungsangst war wie eine unsichtbare Mauer stets zwischen uns. Eine Distanz, die mir im Nachhinein sehr sehr leid tut. Und auch bei den Kindern war es ähnlich. Sie suchten den Kontakt zu den Kindern der Himba, auf der anderen Seite war eine Mischung aus Angst vor dem Unbekannten und kindliche Neugierde. Einen gemeinsamen Nenner fanden sie nicht. Vielleicht hätten wir dafür einfach länger bleiben müssen.
Das Himbadorf. In der Mitte ist der eingezäunte Bereich für die Tiere Der Katzensensor der Kinder funktioniert einfach überall Hühner mit Nachwuchs Selbst die Hühner haben eine kleine Hütte bekommen Diese Hütte ist inzwischen verlassen. Es wurde einfach ein paar Meter weiter eine neue errichtet
Einladung in die Hütte
Die (erwachsenen) Himba waschen sich nicht mit Wasser. Sie zerreiben die roten Ochre-Steine und vermischen das Pulver mit Ziegenfett. Damit reiben sie sich ein, was ihnen die rote Farbe verleiht. Das ganze dient auch als Schutz vor Mücken und als Sonnenschutz. Und es riecht sehr gut. Wir bekamen auch etwas davon auf den Handrücken gerieben. Die Haut fühlte sich damit sehr weich an und die rote Farbe sah man noch nach Stunden auf unserer weißen Haut.
Die blonden Haare meines Sohnes weckten bei den Kindern großes Interesse.
Wir entdeckten ein Solarbetriebenes Radio.
Und das machte mich nachdenklich.
Wenn die Himba Gäste in ihre Dörfer einladen und vor allem die Kinder dann die Kleidung sehen, die technischen Geräte wie Handy und Kamera, wie will man die Tradition weiter aufrechterhalten? Ich stelle mir das sehr schwierig vor, zumindest in den Dörfern, welche von Gästen besichtigt werden.
(K)ein Fazit
Der Besuch war sehr interessant, trotzdem sehe ich ihn noch immer mit gemischten Gefühlen.
Wir wurden von den meisten herzlich begrüßt, manche schienen aber gar keine Lust zu haben. Was ich auch verstehen kann. Ich würde es auch nicht wollen, dass ich dauernd Besucher in meinen eigenen 4 Wänden hätte. Auf der anderen Seite können sie so den Menschen ihre Kultur zeigen und verdienen zudem Geld damit. Auch ihren Schmuck verkaufen sie im Dorf an einem Stand. Aber so ganz sicher bin ich mir bis heute nicht, wie ich diesen Besuch einordnen soll … Und wie mein Fazit dazu ist und vor allem, ob ich das empfehlen kann und möchte …. Es war auf jeden Fall eine bereichernde Erfahrung, aber schöner fände ich es, wenn es wie im Living Museum der Damara aufgezogen würde. Vielleicht hätten wir uns dann auch mehr darauf einlassen können …
Eine Schale vor den Himba, damit wir für Tanz und Gesang ein Dankeschön-Obolus hinein legen. Haben wir gerne getan.
Ein kleines Video von unserem Besuch bei den Himba:
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Ausflugstipp in Namibia: Die Felsgravuren von Twyfelfontein und die versteinerten Bäume
Ausflugstipp in Namibia:
Die Felsgravuren von Twyfelfontein und die versteinerten Bäume
Hallo zusammen,
Vielen Dank für eure Genesungswünsche!!!
Ihr habt es vielleicht bemerkt, auf meinen Social- Media- Seiten und hier auf dem Blog ist es grad etwas ruhig. Danke auch an dieser Stelle für die lieben Nachrichten und Nachfragen.
Das 2. mal Corona in diesem Jahr hat mich etwas ausgeknockt. Seit mehreren Wochen bin ich unkonzentriert, sehr müde und schlapp und habe Muskelschmerzen vor allem in den Beinen und Armen. In den vergangenen Tagen habe ich mich sehr oft an meinen PC gesetzt, um meinen Namibia-Bericht weiter zu schreiben – aber es fällt mir momentan sehr schwer, mich auf Formulierungen und Gestaltung zu konzentrieren. Auch längere Texte lesen macht mir noch immer etwas Probleme…
Und dann hatten wir ja im November unseren alljährlichen Geburtstagsmarathon. Im November haben Geburtstag: Meine Zwillinge, mein Bonussohn (klingt viel schöner als ‚Stiefsohn‘), meine Älteste und meine Wenigkeit. Also 5 der 6 Kernfamilienmitglieder. Mein Mann tanzt da ein wenig aus der Reihe, er hat im Februar Geburtstag. Anfang des Monats November ziehen wir unseren Esstisch auf 3,60 m auseinander und dekorieren das Wohnzimmer mit Girlanden und dann wird jede Woche mindestens 1 Geburtstag gefeiert. In diesem Jahr ist alles sehr klein ausgefallen. Die Gäste brachten Kuchen mit und Abendessen gab es in diesem Jahr ausnahmsweise nicht. Nur den traditionellen ganz eigenen Geburtstagskuchen für das Geburtstagskind habe ich mir nicht nehmen lassen selber zu backen. Seit nun 15 Jahren bekommt jedes Kind zum Geburtstag einen ganz eigenen und besonderen kleinen Geburtstagskuchen.
Nun geht’s hier aber weiter mit meinem Namibia- Reisebericht
Heute gibt es einen Ausflugstipp: Die Felsgravuren von Twyfelfontein und die versteinerten Bäume
Das Frühstück ist ausbaufähig. Oder sagen wir mal so: Es war nicht einmal angerichtet. Wurde irgendwie vergessen. Das, was dann in hektischer Eile angerichtet wurde, war ok. Man wurde satt und es gab auch frisches Obst. Leider keinen Kakao für die Kids.
Relativ zeitig brachen wir auf zu unserem 1. Tagesziel heute: Die Felsgravuren von Twyfelfontein
Warum so früh? Man muss einiges kraxeln dort und je wärmer es wird, desto unangenehmer wird es.
Im Juli ist zwar Winter in Namibia, aber trotzdem können am Tag um 25 Grad erreicht werden (und nachts friert es bzw gehen die Temperaturen Richtung Null)
Achtung, Elefanten kreuzen die Straße!
Leider haben wir sie nicht gesehen.
Staubige Straßen durch malerische Landschaften
Die Fahrt durch das Damaraland war für mich schon das erste Highlight des Tages Angekommen!
Wir waren durch die Fahrt wieder ordentlich zugestaubt.
Informationen zu den Felsgravuren von Twyfelfontein
Lage
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Twyfelfontain ist afrikaans und bedeutet übersetzte ‚zweifelhafte Quelle‘. 1947 siedelten die ersten weißen Farmer in dem Gebiet an, jedoch war deren Wasserquelle nicht sehr zuverlässig. Immer wieder versiegte sie.
Die Farmen wurden um 1964 wieder aufgegeben.
Den Namen behielt das Gebiet aber.
Ein guter Ausgangspunkt für den Besuch der Felsgravuren (und auch vom Damara Living Museum, dazu aber in einem späteren Bericht) ist das kleine Städtchen Khorixas.
Eintrittspreis Felsgravuren von Twyfelfontein
Besuchen kann man die Felsmalereien und Felsgravuren nur mit einem Guide. Nach einem kurzen Spaziergang vom Parkplatz zum Eingangshäuschen bezahlt man dort die umgerechnet ca 5 – 6 Euro Eintritt p.P. und wird dann einem Guide zugewiesen, welcher dann durch das Gelände führt und viel dazu erklärt und erzählt.
Auch im Namibischen Winter unbedingt Getränke mitnehmen und noch wichtiger: Gutes, festes Schuhwerk. Der Weg führt buchstäblich über Stock und Stein.
Unser Besuch der Felsgravuren von Twyfelfontein
Sich in Listen eintragen zu lassen scheint eine Art Nationalsport in Namibia zu sein
Und los geht’s!
Unser weiblicher Guide führte uns durch das Gelände. Es war Juli. Es war Winter. Und es war trotzdem extrem warm.
Die Kids: „Hey, guckt mal, da ist was von Minecraft!“
Ja, sieht so aus, hat aber die Natur so erschaffen!
Schaut euch mal die Steine links vom Weg an! Faszinierend, was die Natur so zaubert.
Kraxeln! Den Kids gefiel es!
Schon bald erreichten wir die ersten Felsgravuren
Im gesamten Gebiet entdeckte man bereits über 2500 Bilder auf 200 Felsplatten. Das Alter wird auf 1000 – 10.000 Jahre geschätzt! Die meisten wurden in den Fels geritzt, manche wurden aber auch aufgemalt. Durch Felsstürze sind noch vermutlich viele unentdeckte dabei.
Bereits 1921 entdeckte Reinhard Maack dieses Gebiet und seinen historischen Schatz. Obwohl er es in seinen Notizen vermerkte, gerieten die Felsgravuren zunächst wieder in Vergessenheit. Die ersten Farmer (Familie Levin) entdeckten auf der Suche nach einer zuverlässigeren Quelle dann die Malereien und Felsgravuren. 1950 reiste dann ein Experte an, um die Gravuren zu dokumentieren und nach weiteren zu suchen. Familie Levin führte damals bereits die ersten wenigen Besucher durch das Gebiet. Da es immer wieder (leider) zu Vandalismus kam, wurde das Gebiet 1986 zum Schutzgebiet erklärt und kann bis heute nur mit einem Guide besichtigt werden.
Viele Bilder stellen die Tiere aus der Umgebung dar, welche früher dort von den Menschen gesehen und gejagt wurden. Auch das inzwischen sehr selten gewordene Breitmaulnashorn wurde dargestellt. Und sogar eine Robbe, obwohl das Meer ca 100 km entfernt liegt. Oft sieht man Jagdszenen oder eine Art Karte mit Wasserlöchern. Man vermutet, dass einige Zeichnungen auch zum Unterricht für Kinder erstellt wurden. Und auch einige Rituale wurden hier dargestellt.
Hier sieht man eine Art Karte mit Wasserlöchern
Wir haben mehrere Echsen zwischen den Felsen gesehen
… und immer wieder schweifte mein Blick von den Felsgravuren hinüber über die wundervolle Landschaft des Damaralandes …
Man muss sich das mal vorstellen: Vor 1000 – 10.000 Jahren (!!!) standen dort Menschen und haben diese Zeichnungen erstellt – und wir können sie heute noch sehen! Weit vor Christi Geburt entstanden die ältesten Gravuren und Malereien. Menschen haben damit ihre Kinder unterrichtet – vor Tausenden Jahren! Und das ist bis heute erhalten! Es ist so schwer, sich das vorzustellen, so faszinierend, so unbeschreiblich!
Wie viele Malereien und Gravuren hier wohl noch unentdeckt sind…
Die Landschaft ist so atemberaubend! So eine kaum zu beschreibende Weite bis zu den Bergen am Horizont – und nicht eine einzige Spur menschlicher Zivilisation!
Immer wieder lagen an der Seite Felsen mit Gravuren oder Malereien.
Die „Löwenplatte“, eine der bekanntesten Gravuren-Platten
Mein Lieblingsmotiv: Der Löwe! Dazu gibt es eine ganz besondere Geschichte, welche von einem Guide spannend erzählt wird, so dass selbst die Kids neugierig lauschten.
Oryx-Antilopen und Giraffen
Die Stunde verging wie im Fluge und wir hätten noch locker eine weitere Stunde dranhängen können. Es war interessant und kurzweilig. Und so faszinierend!
Deswegen ist festes Schuhwerk so wichtig
Das Krokodil am Ausgang
Unser Fazit zu den Felsgravuren von Twyfelfontein
Lohnenswert, denn die Tour ist kurzweilig und sehr interessant. Wenn ihr in der Ecke seid, macht einen Abstecher.
Für mich ist das ein ganz wertvoller Schatz, welchen uns die Menschen vor Tausenden Jahren geschenkt haben.
Zurecht gehören die sehr gut erhaltenen Felsgravuren und Felsmalereien inzwischen zum Weltkulturerbe!
(In einen der nächsten Beiträge stelle ich euch dann ein weiteres Ausflugsziel in der Nähe von Khorixas vor: Das Damara Living Museum)
Wenn ihr schon in der Ecke seid und ihr euch für die Natur interessiert, empfehle ich euch einen weiteren kleinen Abstecher:
Ein weiteres Ausflugsziel:
Der versteinerte Wald (Petrified Forest) und die Welwitschia-Pflanzen
Ca 50 km von Twyfeltontein entfernt (also für Namibia-Verhältnisse ein Katzensprung) liegt der Petrified Forest. Mehrere versteinerte Baumstämme kann man hier aus nächster Nähe sehen und außerdem auch die Welwitschia, die Nationalpflanze Namibias, entdecken. Entdecken ist eigentlich nicht das richtige Wort, denn die Pflanzen wachsen hier teilweise mitten auf dem Weg.
Auf einer Fläche von rund 300 × 800 m sind um 60 größere versteinerte Baumstämme verstreut, die zwischen 240 und 300 Millionen Jahre alt sind.
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Der Eintritt ist in Ordnung (umgerechnet wenige Euro) , zudem kann man an einem kleinen Kiosk kühle Getränke kaufen.
Auch hier darf man das Gelände nur mit einem Guide betreten, welcher wieder viel Wissenswertes erklärt
Anfassen an dieser Stelle am Eingang erlaubt und erwünscht.
280 Millionen Jahre alte Erdgeschichte zum Anfassen!
Die Welwitschia-Pflanze – ein lebendes Fossil
Die Welwitschia-Pflanze. Nicht sehr hübsch anzusehen, dafür aber ein faszinierender Überlebenskünstler. Bis zu 1000 Jahre alt kann sie werden! 1000 Jahre!!! Daher auch ihr Name, welcher übersetzt soviel heißt wie: „Zwei-Blatt-kann-nicht-sterben“
Die Welwitschia- Pflanze ist nur in wenigen Regionen Namibias zu entdecken und ist auf dem Staatswappen von Namibia zu sehen
Sie überleben, indem das verbreitete Wurzelwerk den morgendlichen Nebeltau aufnimmt. Reicht das nicht, bilden die Pflanzen bis zu 3 Meter tiefe Pfahlwurzeln, mit welchem sie dann Grundwasser aufnehmen können.
Ein versteinerter Baumstamm. Das Alter wird auf ungefähr 280 Millionen Jahre geschätzt!!! Bei mir überstiegen schon die mehrere Tausend Jahre alten Felsgravuren ein wenig mein Vorstellungsvermögen, um das alles zu erfassen. Aber die Bäume toppten das noch.
Diese Bäume wuchsen noch vor der Zeit der Dinos!
Damals, als diese Bäume wuchsen, gab es nur einen riesigen Kontinent und es gab noch nicht einmal Dinosaurier – aber diese Bäume existierten schon. Ich konnte kaum erfassen, was ich da sah. So einen tiefen Blick in die Geschichte unserer Erde bekommt man selten.
Die Bäume wuchsen damals nicht in dem Gebiet, in welchem sie heute liegen, sondern wurden durch eine riesige Flut am Ende der Eiszeit dort hingespült. Zusammen mit den riesigen Stämmen spülte die Flut auch jede Menge Schlamm mit, welcher die Baumstämme luftdicht verschloss. Der große Druck der weiteren Schichten über den luftdicht-eingeschlossenen Stämmen bewirkte so die Versteinerung.
Die Erosionen haben viele Stämme nun wieder freigelegt, sogar zwei vollständige Bäume, sie sind bis zu 45 Meter lang.
Selbst die Rinde kann man noch sehr gut erkennen. Vor 280 Millionen Jahren gewachsen …. unfassbar.
Zwischen den Steinen tummeln sich immer wieder kleine Echsen
Die Jahresringe im versteinerten Baum
Versteinerter Baumstamm und Welwitschia. Zwei Fossile, welche schon ganz andere Zeiten erlebten.
Hier wuchs mal ein Ast aus dem Baumstamm. Erstaunlich, wie gut selbst das noch zu erkennen ist!
Zurück am Eingang gönnten wir uns erst einmal etwas zu trinken. Kalte Getränke in Dosen für umgerechnet 1 Euro.
In Dosen.
An diesem Tag machte mich das besonders nachdenklich. Wir haben soviel Geschichte gesehen. Geschichte der Menschen, welche mit der Natur gelebt haben. Voll Respekt und Ehrfurcht vor dem, was sie vorfanden. Geschichte der Entstehung der Erde. Unserer Erde. Unserer einzigen Erde.
Vielleicht sollten wir alle lernen, wieder mehr mit ihr zu leben.
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Unser nächstes Ziel: Das Damara Living Museum.
Weil das so umfangreich ist, bekommt das einen eigenen Beitrag.
Einen kleinen Teil nehme ich euch noch mit Richtung Damara Living Museum.
Die Straßen werden regelmäßig geräumt, damit nicht Zuviel Schotter auf der Straße liegt.
Ok, Fenster schließen, gleich wird es richtig staubig!
… das macht mir schon beim bloßen Betrachten Atemprobleme …
Und so sieht die Maschine aus. Fast wie ein Schneepflug, welcher den losen Schotter einfach zur Seite schiebt.
Im nächsten Beitrag geht’s dann weiter.
Wir besuchen das Damara Living Museum und lernen viel über das Leben und die Traditionen des Damara Stammes
Danke, dass ihr wieder dabei ward!
Ich freue mich immer sehr über euer Feedback!!! Vielen Dank euch!
Ausflugstipp in Namibia: Die Felsgravuren von Twyfelfontein und die versteinerten Bäume
Weitere bereits veröffentlichte Berichte unserer Namibia-Reise
Weiter geht’s: Fahrt zur iGowati-Lodge in Khorixas
Weiter geht’s: Fahrt zur iGowati-Lodge in Khorixas
Tut mir leid, dass der Bericht nun etwas auf sich hat warten lassen … Ich hatte zum 2. mal in diesem Jahr C. … Zwar war ich schnell wieder negativ, aber dafür hänge ich seitdem ziemlich in den Seilen …. Der Husten will nicht weggehen und meine Konzentration lässt auch noch immer zu wünschen übrig.
Und dazu kommt eine anhaltende Müdigkeit, nach Feierabend bin ich komplett platt und verbringe meinen Feierabend – für mich eigentlich untypisch – auch mal einfach auf dem Sofa,…mich nervt das extrem, denn es gibt immer genug zu tun,… ich hoffe, es wird bald wieder besser ….
Wir sind seit einer Woche in Namibia. Unsere erste Tour führte uns in den Norden von Namibia- in den Etoscha Nationalpark und hier konnten wir viele Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum sehen und beobachten.
Schweren Herzens verabschiedeten wir uns vom Etoscha Nationalpark.
Gemessen an der wenigen Zeit, welche wir dort verbrachten, hatten wir viele tolle Tier-Begegnungen. Wir fuhren mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das weinende, da wir doch gerne länger im Etoscha geblieben wären. Das lachende, weil wir wussten, dass wieder eine neue spannende Erfahrung vor uns liegen würde. Oder sogar gleich mehrere. In den kommenden 3 Tagen stand Erdkunde und Völkerkunde auf dem Stundenplan. Und alle, die mir auf meinen social-media Kanälen folgen, haben schon einen kleinen Einblick bekommen, was zu dem Zeitpunkt noch vor uns lag. Kleiner Fact am Rande: Weil ich in einer Namibia-Gruppe Fotos des Himba- Stammes gepostet habe, hat Facebook mein Konto gesperrt. Ich habe Widerspruch eingelegt, Facebook hat weiterhin mein Konto gesperrt und nun liegt das ganze bei einer unabhängigen Schiedsstelle, welche für Facebook in solchen Fällen Entscheidungen trifft,… Das betrifft bislang nur meine private Seite, meine elly-unterwegs-Seite zum Glück nicht.
Es war schon nachmittags, als wir uns von Okaukuejo auf den Weg zur nächsten Lodge machten. Bis zur letzten Minute hatten wir unsere Zeit im Etoscha ausgereizt.
Von Okaukuejo zu unserer nächsten Lodge in Khorixas war es nicht weit.
Knapp 120 km geradeaus nach Outjo, in Outjo rechts abbiegen und wieder 130 km geradeaus.
Straßen, einfach nur geradeaus, hindurchführend durch die weite Landschaft Namibias. Die Kids fanden es langweilig und haben entweder geschlafen oder mit ihren Handys und Tablets gedaddelt – ich dagegen konnte mich nicht sattsehen an dieser Weite. Es löste in mir ein unbeschreibliches Gefühl der Freiheit aus, ein Gefühl, welches ich hier in D sehr vermisse.
Und auch wenn unser nächster Stop, Khorixas, gar nicht so weit entfernt vom Etoscha liegt, erwartete uns landschaftlich dort wieder eine völlig neue Umgebung mit roten Felsen und rotem Sand.
Wir freuten uns auf die vor uns liegende Zeit – aber ich spürte zu diesem Zeitpunkt zum ersten mal diese Sehnsucht und Wehmut beim Fahren der Straßen. Ein Teil von mir ist in Namibia geblieben, ein Teil davon im Etoscha.
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Unterwegs entdeckten wir ein sehr seltenes Tier. Das sieht man wirklich sehr selten in Namibia.
Einen sogenannten „Drahtesel“
Dieser hier schien eine Verletzung zu haben. Man sieht sie nicht sehr häufig, denn Drahtesel sind recht anspruchsvoll, was die Untergrundbeschaffung ihres Lebensraumes betrifft. Schotterpisten, wie sie sehr häufig in Namibia vorkommen, belasten ihre zarten Gummireifen und machen eine sichere Fortbewegung sehr schwierig. Daher sieht man sie nur in den Ballungszentren, in denen die Straßen gut ausgebaut sind. Und dann auch eher einzeln vorkommend, große Herden wie zB bei den Zebras gibt es in Namibia bei den Drahteseln nicht.
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Am späten Nachmittag erreichten wir die iGowati Lodge in Khorixas
Inmitten des Wüstenortes wirkt das iGowati-Gelände fast wie eine kleine Oase.
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In dieser kleinen Hütte vor der Rezeption arbeitet ein Holzkünstler, welcher zauberhafte Artikel aus Holz zaubert und auch zum Kauf anbietet
Ein kleiner See liegt zwischen der Rezeption und den Gebäuden mit den Zimmern im Motel-Stil
In zwei Reihen stehen die Häuser mit den Zimmern, teilweise doppelte Doppelzimmer auf 2 Ebenen in offener Bauweise
Unser Zimmer in der iGowati-Lodge
Zwei kleine Elefanten begrüßten uns und hatten kleine Gastgeschenke
Eine Treppe führte in die obere Ebene, welche wir aber eigentlich gar nicht brauchten. Gebucht waren 3 Doppelzimmer, alle drei hatten noch ein weiteres Doppelbett auf der oberen Ebene, also 12 Betten. Ganz viel Platz, großzügige Schlafräume. Die Zimmer waren allerdings recht dunkel und spartanisch eingerichtet, aber es war sauber.
Von der oberen Ebene hatte man einen netten Blick auf den palmengesäumten Weg zwischen den Gästehäusern
Das Badezimmer war altbacken und abgewohnt, aber zumindest auch sauber.
Die Kids wollten im Zimmer „chillen“, Stephan und ich beschlossen, im Garten des Restaurants was zu trinken
Kleiner Spaziergang durch den Lodge-Garten
Blick von der Eingangstür
Ging man um das Hauptgebäude herum, stand man im offenen Restaurant. Es gab innen und außen Tische
Unser Tisch war schon für das Abendessen vorbereitet
Auf dem Hotelareal wohnt übrigens ein Springbock. Im ersten Moment waren wir sehr überrascht, denn er war auch nicht scheu – aber wir gewöhnten uns daran bzw freuten uns sogar, dass im Garten und auch bei uns am Zimmer ab und an mal ein Springbock vorbei kam Einzelnester vom Webervogel. Sie bauen die Nester, um Weibchen für sich zu gewinnen. Manche bauen sogar zwei bis drei Nester, damit sich Weibchen das schönste aussuchen können.
Sonnenuntergang in Khorixas. Auch wieder wundervoll farbintensiv.
Wir haben bei der Übernachtung Halbpension mitgebucht. Das Abendessen gab es in dem offenen Restaurant. Ja, es war genauso lecker, wie es aussieht!
Im Hotel gab es nicht nur einen Springbock als Haustier, sondern auch eine Katze – und die durfte sich über sehr viele Streicheleinheiten der Kinder freuen.
Kurz nach unserer Reise nach Namibia bekam ich zwei Katzen aus einem Tierheim. Das Tierheim brauchte dringend Platz und es wurde eine Hofstelle für die beiden gesucht, da sie sehr scheu waren. Die eine Katze sah fast so aus wie die Katze in der Lodge – und weil sie auch eine schöne, der Savannah-Katze ähnliche Fellzeichnung hat (allerdings in grau-weiß) , haben wir sie „Cheetah“ ( = englisch „Gepard“) getauft. Inzwischen sind die beiden richtige Schmusetiger und es gibt noch eine ganz besondere niedliche Geschichte, welche ich in einem späteren Beitrag erzähle.
Ein neuer Tag in Namibia. Nur wenige Grad über Null. Die Luft ist herrlich klar.
Das Frühstück in der iGowati-Lodge
Das Frühstück war unorganisiert, an beiden Tagen. Es war zunächst nichts vorbereitet, dann wurde im Eiltempo aufgetischt. Eine riesige Auswahl gab es nicht, aber es war frisch und in Ordnung, allerdings gab es hier keinen Kakao, dafür Kaffee und Tee.
Im Garten des Hotels wächst ein Flammenbaum. Steht er in voller Blüte, wirken seine roten Blüten wie lodernde Flammen. Die Schoten sind getrocknet hart und braun – und eine schöne Deko. Wir haben zwei davon in unsere Urlaubs-Vitrine gelegt.
Wir waren den ganzen Tag unterwegs (dazu mehr im nächsten Beitrag), abends gab es dann wieder ein leckeres Abendessen.
… wieder ein leckeres Abendessen
Das Servicepersonal verabschiedete sich – und ließ uns alleine dort sitzen!
Und dann saßen wir noch gemütlich zusammen, tranken noch was und wollten eigentlich nachbestellen, als die Servicekraft sagte, sie mache jetzt Feierabend, wir könnten dann ja gleich durch den Garten zurück gehen. Ähm, was?! Wir wollten eigentlich noch etwas zu trinken?! Aber … die Dame war weg, unsere Gläser leer – und wir schauten uns fragend an. Ist sie wirklich gegangen?! Ne, das ist doch jetzt ein Witz, hier sind noch Gäste (und zwar 9 Gäste!) Nein. Die Tür zur Rezeption war zu, in der Küche war auch alles dunkel.
Ja, da waren wir ein wenig fassungslos …. soetwas habe ich auf meinen vielen Reisen tatsächlich noch nie erlebt. Ist man hier auf das Geld der Gäste nicht angewiesen?! Möchte man nicht, dass Gäste auch mal irgendwann wiederkommen?
…. ohne Worte ….
Dafür bekamen wir wieder einmal tierischen Besuch.
„Stephan, stell mal bitte Deine Füße daneben, man sieht gar nicht, wie riesig das Ding ist!“
Ein Hundertfüßer. Imposantes Tierchen.
Die Schilder mit den Elefanten
Rund um Khorixas leben die Wüstenelefanten. Sie sind nicht sehr beliebt, denn wo sie herziehen, hinterlassen sie ziemlich viel Chaos. Und Zäune halten sie nicht auf.
Daher findet man auch im Umland häufig entsprechende Schilder.
Gegenüber vom Hotel gibt es einen kleinen Supermarkt. Die Kinder wollten unbedingt ein Eis und entschieden sich für dieses hier. Ja, es ist mindestens so süß, wie es aussieht ….
Unser Fazit zur iGowati-Lodge
Zum Übernachten ist es ok. Es ist eine einfache Unterkunft, aber bei unserem Besuch war alles sauber. Das Abendessen ist sehr lecker, das Frühstück ist ok. Der Service hat noch sehr viel Luft nach oben, da war einiges, was nicht gut gelaufen ist.
Wir würden es wieder buchen, wenn wir in der Ecke sind. Für das Damara-Living-Museum, die Felsgravuren und das Himba-Dorf ist das ein guter Ausgangspunkt.
Weiter geht’s: Fahrt zur iGowati-Lodge in Khorixas
Bereits veröffentlichte Berichte zu unserer Namibia-Reise
nachdem wir im letzten Bericht nur in Okaukuejo waren, geht’s heute wieder on the Road – wir fahren etwas durch den Etoscha und sehen hoffentlich viele Tiere.
Also, einsteigen – es geht los!
Im Nachhinein habe ich es schon etwas bereut, dass wir nicht länger im Etoscha waren. Aber wir wollten auch noch die Dünen weiter im Süden und die Küste bei Swakopmund erkunden und alles geht nicht in der kurzen Zeit. Ok, geht vielleicht wohl – aber wenn man wie wir 4 Kids dabei hat, ändert sich das Reisetempo. Außerdem wollen wir sowieso mal irgendwann wieder nach Namibia, wir haben soviel noch nicht gesehen – und dann bleiben wir mind. 3 Tage im Etoscha, um auch den östlichen Teil zu erkunden.
So waren wir nur im Süd-Westen.
Wir sind vom Okaukuejo Camp bis zum Halali Camp gefahren, einfacher Weg theoretisch 70 km über Schotterpiste. Klingt nicht viel.
Wenn man dann aber wie wir auch mal zu den Wasserlöchern abbiegt oder irgendwo lange stehen bleibt zum Beobachten, dauern diese 70 km pro Weg auch mal mehrere Stunden
Auf der Karte gut zu erkennen: Obwohl wir stundenlang unterwegs waren, haben wir nur einen minikleinen Teil vom Etoscha erkundet. Nächstes mal – und ich hoffe sehr, das klappt irgendwann – geht’s dann in den östlichen Teil.
Bevor wir zur Pirschfahrt aufgebrochen sind, waren wir noch am Wasserloch von Okaukuejo.
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Wow, wir hätten hier noch stundenlang beobachten können. So viele Tiere!
Die Kids konnten immer noch die Antilopenarten bestimmen. Vor ein paar Tagen bekamen sie auf der von Andreas betriebenen Gästefarm Antilopenkunde inkl. verschiedener Hörner zum Anfassen und einer direkten Safari-Fahrt im Anschluss, um das Gelernte zu testen – und sie wussten noch alles!
Wir hofften, auf unserer Pirschfahrt noch andere Tiere zu entdecken wie zB Elefanten, Nashörner, Giraffen – und Raubkatzen.
Vorbei am Aussichtsturm verlassen wir das Okaukuejo-Areal
Der Name Etoscha hat seinen Ursprung in der Ovambo-Sprache und heißt so viel wie „großer weißer Platz“. Und weiß sind auch die Schotterpisten und selbst die Termitenhügel sind hier hell. Weiße staubige Schotterpisten. Wir werden auf dieser Reise auch noch die roten Sandstraßen fahren, welche zumindest für mich immer so typisch für Afrika waren. Eben bis zu dem Tag, als ich einen ganzen Tag lang im Etoscha von den staubigen Pisten weiß-gepudert wurde. Die Haare fühlten sich abends an, als wären sie aus genau dem trockenen Steppengras, welches wir an dem Tag im Etoscha soviel gesehen haben. In meinem Kamera-Rucksack war gefühlt ein Kilo reiner Schotterpistenstaub und meine gute Kamera habe ich gar nicht erst ausgepackt. Mein Zoom-Objektiv hatte ich ohnehin nicht. Es ist 3 Wochen vor der Reise kaputt gegangen, konnte nicht mehr repariert werden und ein neues war im Sommer nicht lieferbar. … Die Fotos an diesem Tag entstanden mit meinem Handy und mit meiner Bridge-Kamera Panasonic Lumix FZ 1000 II *
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Das ist die Straße, welche raus in den Nationalpark führt
Weiße, staubige Schotterstraßen führen durch den Park
Vorfreude!!!!!!
Kleine Betonpoller weisen die Wege zu den anderen Camps oder zu den Wasserlöchern
Das imposante Gemeinschaftsnest von Webervögeln.
Die Männchen bauen Einzelnester – manche Arten aber auch wie auf dem Foto riesige Gemeinschaftsnester, um die Weibchen zu beeindrucken. Manche Männchen bauen sogar mehrere Nester, um ganz sicher ein Weibchen für eines der Nester zu gewinnen. In Namibia sieht man oft die Gemeinschaftsnester. Es kann eine Höhe von etwa drei Metern und eine Breite von etwa 4,5 Metern erreichen und somit kommt es immer wieder mal vor, dass Äste dem Gewicht nicht standhalten.
Schon bald sahen wir die ersten Tiere
Springböcke. Vorne links auf dem Foto sieht man ein junges Männchen, die Hörner sind noch relativ kurz.
Durch die weißen staubigen Straßen sind auch die Büsche an den Straßen weiß. Wirkte manchmal etwas surreal, manchmal aber auch irgendwie frostig-winterlich. Bei angenehmen 20 Grad und blauem Himmel.
Ein Straßenposten kontrolliert den vorbeifahrenden Verkehr.
Auf Pirschfahrt durch den Etoscha Nationalpark
Eine Riesentrappe
Der Strauß wollte noch schnell vor unserem Auto die Straße überqueren
Und dann sahen wir endlich die ersten Giraffen
Immer wieder fegten Staubteufel über die trockene Landschaft
Oryx-Antilopen und Springböcke
Von den Elefanten leider keine Spur.
Wir fuhren weiter von Wasserloch zu Wasserloch.
An welchem Wasserloch man welche Tiere sieht, ändert sich jeden Tag. Daher lässt sich da pauschal wirklich keine Aussage treffen. Die Tiere ziehen durch den Nationalpark und manchmal hat man Glück – und manchmal eben nicht.
Immer wieder interessant zu sehen, wie Giraffen trinken
Man muss mal überlegen, wie viele Höhenmeter der Kopf beim Trinken überwinden muss. Giraffen werden bis zu 6 Meter groß. Überhaupt ist die Giraffe ein sehr faszinierendes Tier. Sie schlafen zB kaum. Sie dösen zwar öfter mal, aber Forscher haben herausgefunden, dass sie immer nur für ein paar Minuten fest schlafen. Dafür in mehreren Phasen jede Nacht. Dazwischen wird auch mal gefressen. Tiefschlaf ist für Giraffen lebensgefährlich. Ebenso die Trinkpausen. Damit Giraffen nicht oft trinken müssen – denn so sind sie leichter angreifbar für Fressfeinde – nehmen sie auch aus den Akazienblättern Flüssigkeit zu sich.
Und dann kamen sie: Elefanten!!
Wir standen mit dem Auto auf dem kleinen Parkplatz am Wasserloch und konnten sie sehr gut beobachten.
Ein so toller Moment, unbeschreiblich, diese Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen.
Nach einer Weile zogen sie wieder weiter. Und wir waren wirklich geflasht, sie waren so nah und wir konnten sie ohne Probleme beobachten, wie sie tranken oder sich mit dem Wasser nass-spritzten.
Meine Tochter hat ihrer besten Freundin versprochen, Fotos und Videos von Elefanten zu machen, denn sie liebt Elefanten. Und als wir dann wieder weiter fuhren, hörte ich von hinten „Oh, mein Speicher ist voll! Aber ich hab ganz viele Fotos für N. gemacht!“
Und weiter, zum nächsten Wasserloch. Die Kids packten sich wieder ihre Musikstöpsel in die Ohren und wir hielten Ausschau, vor allem nach Raubkatzen, Elefanten und Nashörner
Die entdeckten wir zwar nicht, dafür aber viele andere Tiere.
Ein ‚Großer Singhabicht‘
Da hinten ist die große Salzpfanne.
Und wieder Zebras! Wir konnten uns daran nicht sattsehen.
Wir wohnen selber sehr ländlich, bei uns sind grad jetzt im Herbst in der Dämmerung Rehe, Fasane und Kaninchen / Hasen auf den Straßen zu sehen und erfordern hohe Aufmerksamkeit beim Fahren. Und in Namibia sind es Zebras, Giraffen, Warzenschweine usw
Die kleine Elefantenherde vom Wasserloch vorhin zog weiter
Auf Pirschfahrt durch den Etoscha Nationalpark
Und wieder Zebras! Die gibt es im Etoscha wirklich überall
Und wir hatten zwischendurch Sorge, vielleicht keine zu sehen. ..
Ein kleiner Giraffenkampf
Etwas weiter bevölkerte eine Herde Springböcke die Straße. Wir fuhren in Schrittgeschwindigkeit und sie machten Platz. Ein paar Impalas folgten den Springböcken … der hat wohl irgendwie den Anschluss verpasst
Wir entdeckten eine Rote Kuh-Antilope (In Namibia Red Hartebeest genannt) , wow! So eine hatten wir bislang noch nicht gesehen.
Und Zebras! Yeah!!!!
Ein Schakal Und wieder Blick Richtung Salzpfanne
Wir sahen eine Menge Autos am Straßenrand. Also gab es da was zu sehen.
Und was?!
Wir suchten – und dann entdeckten wir sie sie: 3 Hyänen im Gras
… und ihre Beute!
Die Antilope fraß nichtsahnend. Hinten im Gras lauern die Hyänen
Im Auto starteten wilde Diskussionen, flüsternd natürlich. Und dann waren die Lager gespalten. Die einen hofften, dass die Hyänen den Springbock packen. „Endlich mal Action!“ Die anderen hofften, dass er es überlebt. „Oh nein, der arme!“ „Können wir den nicht einfach wegjagen?“ – „Nein!!! Bist du doof?!“ „Aber guck doch mal, wie süß der ist!“ – „Ja, und lecker!“
Gespanntes Beobachten. . . . . . . . . .
Und dann sagte keiner mehr was. Alle schauten gespannt auf die sich vor uns gebotene Szenerie.
Lange passierte erst einmal gar nichts. Der Springbock lief immer mehr in Richtung der Hyänen. Von der Rückbank kam ein verzweifeltes-flüsterndes „Neeeeeiiiiiiin!“ gefolgt von einem ebenfalls leiste flüsternden „Jaaaa, lauf noch weiter….“
Aber:
Normalerweise jagen sie gegen den Wind. In diesem Fall nicht – und dadurch bemerkt der Springbock die drei – und läuft davon Die Hyäne guckt hinterher … … und geht zu den anderen beiden. Man beriet sich scheinbar kurz …
… hielt Ausschau nach neuer Beute ….
… und jeder ging wieder auf seinen Platz.
Lager 1 freute sich, Lager 2 war enttäuscht.
Aber überhaupt so eine Situation mal live zu erleben war schon spannend!
Auf dem Weg nach Rietfontain sahen wir wieder Elefanten.
Erst nur drei …
… und dann eine große Herde. Sie schienen auf dem Weg zum Wasserloch zu sein.
Eine riesige Elefantenherde zog zum Wasserloch
Mir fehlen die passenden Worte, um das zu beschreiben. Eine riesige Elefantenherde, darunter viele Jungtiere, läuft durch Landschaft. Zwischendurch trötet einer und alle anderen Tiere wie zB Zebras machen Platz.
Früher haben wir den Kindern immer ein Lied vorgesungen:
Text
Was müssen das für Bäume sein Wo die großen Elefanten spazieren geh’n Ohne sich zu stoßen?
Links sind Bäume, rechts sind Bäume In der Mitte Zwischenräume Wo die großen Elefanten spazieren geh’n Ohne sich zu stoßen
Was müssen das für Flüsse sein Wo die großen Elefanten spazieren geh’n Ohne Badehose?
Links sind Flüsse, rechts sind Flüsse In der Mitte Regengüsse Wo die großen Elefanten spazieren geh’n Ohne Badehose
Was müssen das für Brücken sein Wo die großen Elefanten spazieren geh’n Ohne sich zu bücken?
Links sind Brücken, rechts sind Brücken Und dazwischen große Lücken Wo die großen Elefanten spazieren geh’n Ohne sich zu bücken
Was müssen das für Berge sein Wo die großen Elefanten klettern geh’n Ohne abzustürzen?
Links sind Berge, rechts sind Berge In der Mitte tanzen Zwerge Wo die großen Elefanten klettern geh’n Ohne abzustürzen
Und genau dieses Lied sangen wir jetzt! Es passte perfekt. Elefanten, Bäume und gleich auch ein Gewässer.
Dieses Lied machte mir aber auch bewusst, wie groß die Kids schon sind.
Meine Älteste startet bald mit ihrem Führerschein und ich frage mich sooft, wo die Zeit nur geblieben ist … Wenn ich jetzt meine kleine Nichte bei mir habe, denke ich an die Zeit, als meine Kinder so klein waren. Das ist gefühlt schon so lange her …
Kinderlieder haben wir schon länger nicht mehr gesungen. Aber den Text konnten sie noch alle. Wieder so ein toller Moment, eine Situation, die man so nicht planen konnte und mich so mit Glück erfüllte, das alles mit meinem Mann und den Kids erleben zu dürfen.
Schaut euch mal diese wundervollen Tiere an. Und ihre niedlichen Jungtiere. Wir schmolzen dahin. Auch von den anderen kam nur ein „Ohhhhhhh sind die süüüüüüüß.“ „Guck mal, der ist ja noch ganz klein!“
Die Zebras dösten da bis grad noch – nun standen sie auf und machten Platz, um die Herde passieren zu lassen Die Jungtiere waren immer nah bei den Großen, meistens sogar mitten drin in der Herde
Endlich sah man auch das Kleinste der Jungtiere. Meine Tochter bedauerte in dem Moment, dass ihr Handyspeicher schon voll war. „Mama, ich weiß ja, dass Du auch ein Foto machst!“
Jep, ein (!) Foto. Evtl, ganz vielleicht, auch ein paar mehr….
In den Rüssel von ausgewachsenen Elefanten passen bis zu acht Liter Wasser! Elefanten trinken bis zu 200 Liter Wasser am Tag.
In der Schule würde jetzt eine mathematische Textaufgabe daraus werden. Mathe stand aber an dem Tag nicht auf dem Stundenplan, sondern Biologie, und davon jede Menge!
Trinkt der große da noch Milch bei der Mutter?!
Vor lauter Glück über die Elefanten übersah ich fast, dass auf der anderen Seite eine Herde Kudus am trinken war. Ich mag diese majestätischen Tiere sehr.
Das mit den Elefanten war aber auch so toll anzusehen. In keinem Zoo der Welt bekommt man so eine Herde zu sehen mit so vielen Jungtieren.
Viel zu schnell waren die Elefanten mit ihrer Trinkpause fertig und zogen weiter. Wir hätten ihnen noch stundenlang zusehen können.
Ahhh, wieder ein Zebra. Posieren die eigentlich absichtlich immer so Richtung Kamera?
Und noch ein Kudu! Sogar ein männlicher mit seinen tollen Hörnern!!!
…. und wieder Zebras. Die sind wirklich überall.
… oha… ist aber gut gegangen! Eine Herde Impalas
Und wieder Elefanten und wieder mit Jungtier!!!! Wahnsinn, was haben wir für ein Glück!!!
Und dann entdeckten wir noch 2 Nashörner, direkt am Straßenrand. Sie waren so nah, unbeschreiblich.
Wow, das war ein toller Tag im Etoscha, wir haben so viele Tiere gesehen. Auch wenn wir keine Raubkatzen gesehen haben (wobei ich mir sicher bin, wir sind an vielen vorbei gefahren, sie verstecken sich immer sehr gut) – waren wir glücklich über den ereignisreichen Tag im Etoscha und den vielen Tiersichtungen.
Aber eines weiß ich jetzt schon:
Sollte ich irgendwann mal wieder nach Namibia kommen, würde ich 3 Tage im Etoscha bleiben. Einmal komplett Süden und Osten.
Bye Bye Okaukuejo.
Und zum Abschied kreuzte noch eine Giraffe den Weg zwischen Okaukuejo und dem Etoscha-Ausgang.
So, das wars jetzt erst einmal mit den Tieren Afrikas. In den kommenden Tagen steht Kultur und Erdkunde auf dem Stundenplan. Aber keine Sorge, es wird sicherlich nicht langweilig!
Bis zum nächsten mal, bye!
Linktipps zu anderen Reisebloggern mit Berichten aus dem Etoscha- Nationalpark
Einen sehr schönen und übersichtlichen Guide hat Sebastian auf seinem Blog verfasst. Hier findet ihr alle Informationen zu den Camps, Lodges, Reisezeit, Tiersichtungen und vieles mehr
Thomas und Melanie haben sich bei ihrer Namibia-Reise auf den Etoscha-Nationalpark konzentriert. Herausgekommen sind dabei jede Menge toller Fotos und viele nützliche Infos für euren ersten Besuch im Etoscha
Ihr möchtet den Etoscha erkunden, möchtet aber nicht selber fahren, um noch besser nach den Tieren Ausschau zu halten? Geführte Touren gibts zB von GetYourGuide*
*Affiliate-Links. Wenn ihr darüber bucht, bekomme ich eine kleine Provision, welche mir hilft, die Serverkosten und Softwarekosten für diesen Blog zu tragen. Vielen Dank !!!!
Heute bleiben wir allerdings an einem Ort – nämlich im Okaukuejo Resort im Etoscha Nationalpark.
Und es gibt wenig Text, wenig Infos, dafür viele Fotos und ein paar Videos.
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Im Etoscha-Nationalpark sind viele Tiere heimisch wie zum Beispiel Zebras, Nashörner, Giraffen, Elefanten, Raubkatzen, sehr viele Antilopenarten und noch einige Tiere mehr.
In Okaukuejo gibt es ein eigenes Wasserloch, welches vor allem während der trockenen namibischen Wintermonate (Juni – September) von vielen Tieren / Tierherden besucht wird.
An einer Seite des Wasserlochs sind hinter einer Absicherung Bänke und wenn man im Resort oder auf dem Campingplatz übernachtet, kann man zu jeder Tages- und Nachtzeit zum Wasserloch, welches nachts übrigens auch beleuchtet ist.
Und weil ich an diesem Wasserloch viele Stunden gesessen und beobachtet habe, entstanden so viele Fotos, dass es dafür einen eigenen Beitrag gibt.
Vorweg: Leider haben wir keine Raubkatzen beobachten können. Dafür aber viele andere Tiere.
Einige Infos zum Okaukuejo-Resort gab es schon im vorherigen Bericht:
Unser Doppelzimmer im Okaukuejo Resort. Die beiden Doppelzimmer der Kids sahen nahezu identisch aus.
Der Aussichtsturm in Okaukuejo
Damit ihr einen kleinen Überblick über die Umgebung bekommt, kraxeln wir als erstes hoch auf den Aussichtsturm, welcher direkt auf dem großen Platz nach dem Eingangstor zum Okaukuejo-Resort steht. Dieser kostet keinen Eintritt und kann von jedem Besucher zu den Öffnungszeiten besucht werden. Direkt am Parkplatz gibt es übrigens auch einen kleinen Supermarkt, in welchem man zB kühle Getränke kaufen kann. Und auch Toiletten befinden sich dort.
Der Turm steht mitten auf dem großen Parkplatz des Okaukuejo Resorts
Blick Richtung Poolterrasse, dort befindet sich auch das Restaurant fürs Abendessen und Frühstück
Das ist das Eingangstor zum Okaukuejo Resort vom Anderson Gate kommend
Hinter den Hütten ist das Wasserloch, dahinter eine weite Landschaft bis hin zu den Bergen am Horizont
Der Bereich zwischen Zufahrtsstraße und Wasserloch
Eine Kudu-Herde ist auf dem Weg zum Wasserloch
In der Ferne erkannten wir eine Herde Gnus.
Die Kids hielten Ausschau nach Elefanten. Leider waren keine in Sichtweite. Dafür Antilopen, Gnus und jede Menge Zebras
Diese Weite ist unbeschreiblichDas ist das Eingangstor zum eigentlichen Nationalpark
Und jetzt gehen wir zum Wasserloch
… vorbei am Pool ….
… durch den Bereich der exklusiveren Waterhole-Chalets
Und da ist es: Das Wasserloch. Wir setzten uns erst auf die schattigen überdachten Plätze und beobachten die Tiere.
Kurzes Video:
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Nach ca 1/2 Stunde brechen wir dann auf zu unserer 1. Ausfahrt in den Etoscha- Nationalpark. Die Fotos davon gibt es im nächsten Beitrag. Heute bleiben wir in diesem Bericht in Okaukuejo.
Nach unserer Rückkehr machten wir uns etwas frisch und wer wollte, ging mit uns zum Wasserloch.
Eine kleine Herde Springböcke trank dort grad …
… eine Orxy-Antilope gesellte sich hinzu
Kleiner Kampf zwischen zwei Böcken
Eine größere Zebraherde auf dem Weg zum Wasserloch
Die Zebraherde
Den Kids gab ich die Aufgabe, die Zebras zu zählen. Das ist aufgrund der Streifen gar nicht so einfach, wenn sie dicht an dicht stehen und sich leicht bewegen. Und genau das ist der Sinn der Streifen: Vor allem in der Dämmerung können Fressfeinde innerhalb der Herde kaum ein einzelnes Tier ausmachen, es verschwimmt alles zu einer schwarz-weißen Fläche. Aktiver Biologieunterricht am lebenden Objekt, so lernt es sich viel besser als in der Schule.
In Namibia gibt es zwei Arten von Zebras:
Die einen sind weiß mit schwarzen Streifen, die anderen schwarz mit weißen Streifen.
Nein, so ganz stimmt das natürlich nicht. Aber es hilft, die beiden Arten zu unterscheiden.
Denn beim Steppenzebra, welche man vor allem im Etoscha antrifft, sind die Beine über den Hufen weiß. Beim Bergzebra hingegen gehen die Streifen bis zu den Hufen. Diese trifft man eher in der Namib-Region. Sie fühlen sich in höheren Lagen wohler als die Steppenzebras.
Es gibt noch einige Merkmale mehr, Vanessa hat es auf ihrem Blog sehr schön zusammengefasst und bebildert:
Als geschlossene Herde verlassen die Zebras das Wasserloch wieder Kleiner Machtkampf auch bei den Zebras
Und dann riefen die Kids auf einmal:
„Da ist Pumbaaaaaaaaaa!“
Und stimmt, wir hätten ihn fast übersehen. Er fraß und trank ganz gemütlich und ließ sich von nichts stören….
… auch nicht von den Springböcken, welche zum Wasserloch kamen.
Ein Abend am Okaukuejo Wasserloch
Die anderen gingen dann zurück auf ihre Zimmer, um sich „für das Abendessen vorzubereiten“ – also eigentlich, um sich noch etwas hinzulegen. Müde war ich auch, … das frühe aufstehen, die Fahrerei, die vielen Eindrücke. Aber an so einem Ort legt man sich nicht schlafen. Schon gar nicht zum Sonnenuntergang. Weil die anderen diese Meinung offenkundig nicht teilten, saß ich dann alleine dort. Also nicht ganz alleine, alle Bänke am Wasserloch waren besetzt. Und trotzdem war es ruhig. Keiner redete laut, jeder verhielt sich möglichst leise – um die Tiere nicht zu verschrecken. So viele Menschen – und trotzdem so eine Ruhe.
Und immer den Blick auf das Wasserloch und die weite Landschaft dahinter gerichtet.
Die Sonne senkte sich wieder farbenfroh zum Horizont
Das ist auch ohne Tiere am Wasserloch ein so wundervolles Naturschauspiel.
Aber dann kamen doch noch ein paar Tiere. Leider nicht meine sooo erhofften Raubkatzen.
Dafür unter anderem ein Elefant und ein Nashorn! Unbeschreiblich! Ich saß da, wenige Meter vom Wasserloch, sah dem Elefanten zu und konnte es kaum glauben. So unwirklich, vor allem auch durch die Lichtstimmung. Aber es war real. Und dann kam noch ein Nashorn dazu. So nah, ich hätte es anfassen können. Und später am Abend erreichten noch 3 Giraffen das Wasserloch! Ich kam gar nicht mehr klar mit diesen Eindrücken, war glücklich, überfordert, alles auf einmal.
Elefant und Nashorn. Einfach so. In freier Wildbahn. In Afrika. Und ich sitze hier und schaue zu. Nicht mit Worten zu beschreiben. Damit ihr mal seht, wie nah man am Wasserloch ist
Hinter den Bänken konnte man auch Tiere sehen.
Aber den Elefanten und das Nashorn fand ich in dem Moment irgendwie reizvoller
Vorne schläft das Nashorn
Das Nashorn stand dann auch irgendwann auf und trank erst einmal ….
… und kam dann zur Begrenzung. Einmal Hallo sagen.
Seht ihr meine Hand? So nah war es. Gänsehaut!!!!
Und noch ein kurzes Video vom Nashorn:
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Video von den Perlhühnern (wurde zwischendurch angerempelt…)
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Nach dem Sonnenuntergang trafen wir uns am Restaurant.
Vom Wasserloch zum Restaurant ist es nicht weit
Der Ablauf dort war absolut chaotisch … Lange Wartezeiten, bis man überhaupt mal bestellen konnte, nochmals lange Wartezeiten selbst für die Getränke. Mehrere Speisen von der Karte waren ausverkauft, auch der Nachtisch war trotz Bestellung nicht mehr verfügbar. Der Seifenspender auf dem WC war eine alte Fanta-Plastikflasche, sauber war es leider auch nicht. Service nicht gut, chaotisch und unorganisiert – und das bei den Preisen!
Okaukuejo profitiert von der Lage und vom Wasserloch.
On Top kam hinzu, dass man sich WLAN trotz der vergleichsweisen teuren Übernachtungspreise noch teuer dazukaufen musste. Und dann verschickte man ein Foto und das Datenvolumen war aufgebraucht. Die Kids waren gefrustet und ich ehrlich gesagt auch ….
Ein Steak kostete im Juli 2022 280 N$ – das entspricht ca 15 Euro.
Lecker war es, aber es daaaaauuuuuueeeeerrrrteeeeeeeeeeeee …
In Okaukuejo trafen wir uns mit einer Bekannten. Sie ist Lehrerin an einer Schule in der Nähe und wir haben gemeinsam mit ihr zu Abend gegessen. Wir erfuhren so sehr viel von Land & Leute. Sie gehört zum Stamm der San und diese sprechen die „Klick“- Sprache, das ist die Sprache, in welcher zusätzlich vier verschiedene Schnalzlaute genutzt werden.
Beispiel:
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Meine Älteste ist sprachlich sehr talentiert, sie macht ihren Schulabschluss zweisprachig, lernt aktuell 4 Sprachen und war mit Eifer dabei, auch die Sprache der San zu lernen. Da wir sehr lange auf die Getränke und auf das Essen warten mussten, konnte sie nach diesem Abend schon drei Sätze sprechen. Ich bin sehr stolz auf meine Große.
Ganz früh morgens, die Sonne schlief noch
Früh am nächsten Morgen stand ich auf, in der Hoffnung, die Löwen am Wasserloch anzutreffen. Es war noch stockdunkel, als ich mich, angezogen wie zu einer Arktis-Expedition, aus dem Zimmer schlich und zum Wasserloch ging.
Das hätte ich mir sparen können und einfach im warmen Bett liegen bleiben können …. denn das einzige halbwegs größere Tier, was dort war, war ein Reiher, welcher Selbstgespräche führte …
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Die führte ich auch, innerlich. „Jetzt sitzt du hier und frierst und starrst mitten in der Nacht auf ein Wasserloch, wie bekloppt ist das eigentlich…. „ Beruhigend fand ich, dass sehr viele andere auch die Idee hatten, die Bänke waren zum größten Teil besetzt. Die anderen hatten aber Decken dabei und Thermoskannen mit heißen Getränken.
… ich bekam Gesellschaft. Eine Maus kletterte über die Mauer und weil ich meine Beine dort hoch gelegt habe, kletterte sie auch über meine Beine, hielt kurz inne (wunderte sich wahrscheinlich) und lief dann auf den Boden. Zum Glück war es eine Maus und keine Spinne, sonst hätte ich mit meinem Urschrei sämtliche Tiere für den Rest des Tages vom Wasserloch verscheucht. Aber die Maus war ok und störte mich nicht.
Die Stimmung war toll. So ruhig. So friedlich. Ganz weit weg von allen Sorgen
Ich war ganz weit weg von meinen Sorgen, von meinem Alltagsstress, von allem, was in den letzten Monaten und Jahren passiert ist …
Wundervoll. Das frühe Aufstehen hat sich doch gelohnt. Auch wenn es an diesem Morgen keine Raubkatzen oder andere größere Tiere am Wasserloch gab, so hat sich alleine für diesen Moment der Ruhe und des Friedens gelohnt.
Kleines Video, um euch die Stimmung zu zeigen:
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Und zwar nahezu gleichzeitig eine Zebraherde und eine Tüpfelhyäne
Die Zebras behielten die Hyäne genau im Auge
Schon ein interessantes Bild. Normalerweise stehen Zebras auf dem Beuteplan der Hyänen
Erst als die Hyäne weg war, tranken auch die Zebras
Im Video zu sehen: Die Zebras waren durch die Anwesenheit der Hyäne (zu Recht) nervös
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Das Frühstück beschreibe ich an dieser Stelle gar nicht erst … Kantinenflair, chaotisch …. Egal. Wir wurden satt, die Kids bekamen ihren Kakao und wir unseren Kaffee.
Bevor wir zur Pirschfahrt aufbrachen, wollte ich gerne noch einmal zum Wasserloch.
Zebras!!!! Ich liebe sie sooo sehr. Eigentlich liebe ich fast alle Tiere in Afrika. Giraffen, Elefanten, Nashörner, die vielen Antilopen- Arten, die bunten Vögel – und auch die Raubkatzen, aber leider habe ich bislang keine gesehen …
Eine Herde Gnus war auf dem Weg zum Wasserloch. Sehr imposant! Wir blieben, um zu beobachten, wie zum Wasserloch kommen.
Zebras, Springböcke, Impalas, hinten links sieht man noch die Kudus und im Hintergrund kommt eine große Herde Gnus
So viele Tiere waren am Wasserloch, es war fantastisch! Rechts mittig seht ihr eine Oryx- Antilope, mittig links weibliche Kudus. Vorne Springböcke, weiter hinten ein Zebra und die Gnu- Herde
Nur ein Wort: Glücklich!
Das Wasserloch von Okaukuejo hat übrigens eine Live-Cam.
Nachdem wir zurück in Deutschland waren, lief der bei uns in Dauerschleife im Background, schon allein der Geräusche wegen.
Wenn man die Augen schließt, ist man wieder dort. Auf der Bank. Am Wasserloch. Man spürt die Ruhe. Den Frieden dort. Die Freiheit. Die Aufregung für jedes Tier, welches man entdeckt.
Mir fehlt das Land mit seinen herzlichen und freundlichen Menschen, mit seinen vielen tollen Tieren und mit seiner unglaublichen Landschaft so sehr …..
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frisch aus unserem Herbsturlaub in der im Herbst wunderschön bunt gefärbten sächsischen Schweiz zurück geht’s hier direkt mit dem Afrika- Berichten weiter.
Wir sind angekommen in Afrika und haben die ersten Tage bei Andreas auf derOtjisazu – Gästefarm sehr genossen.
Trotzdem freute ich mich wie ein kleines Kind auf den heutigen Tag, denn unser Ziel lautet: Etoscha Nationalpark
Wo liegt der Etoscha?
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Der Etoscha NP ist mit 22.935 qkm der größte Nationalpark in Namibia. Herz des Nationalparks ist die 4760 km² große Etoscha- Pfanne, einer vegetationslosen Salzpfanne / ausgetrockneter See, welche vor ca 100 Millionen Jahren entstanden ist.
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Auf dem Satelliten-Bild erkennt man deutlich die große Salzpfanne
Rund herum befinden sich Wasserlöcher. Zu ihnen ziehen die Tiere, welche im Etoscha Nationalpark heimisch sind, regelmäßig. Große Elefantenherden, unzählige Zebras, Giraffen, Gnus, Springböcke, aber auch Nashörner, Hyänen, Löwen und viele viele weitere Tiere kann man im Etoscha sehen, manchmal braucht man allerdings auch etwas Glück.
Für die Beobachtung von Tieren eignen sich die namibischen Wintermonate am besten, also Mai /Juni – August. In dieser Zeit regnet es wenig, die Natur ist braun und verdorrt. Die Tiere zieht es daher regelmäßig zu den Wasserlöchern. In den Sommermonaten von September – ca April regnet es sehr viel in Namibia. Die Natur ist üppig bewachsen, alles grünt und dies erschwert das Entdecken der Tiere. Auch gibt es eine Vielzahl kleinerer Wasserlöcher inmitten der Büsche, daher besuchen weniger Tiere die großen Wasserlöcher an den Straßen.
Unsere Fahrt zum Etoscha
Unser Tag begann früh. Sehr früh.
Um die Kids zu zitieren: „Mitten in der Nacht!“
Nun, den Sonnenaufgang genoss ich mit Stephan alleine, also ganz so ‚mitten in der Nacht‘ war es nicht.
Gepackt haben wir unsere Taschen schon am Vorabend. Die Koffer konnten wir bei Andreas auf der Farm lassen und reisten so mit kleinem Gepäck statt mit den großen Koffern, was wir als sehr angenehm empfanden.
Jeder hatte einen Rucksack mit Kleidung für 3 Tage dabei, denn im Anschluss an der Reise Richtung Norden würden wir wieder für 2 Nächte bei Andreas bleiben.
Eine kleine Auszeit, um die Eindrücke zu verarbeiten und einfach mal abzuschalten, sozusagen einen Tag Urlaub während dieser Reise.
Beim Frühstück war die Laune der Kids schon besser. Leckere Pancakes, Joghurt mit frischem Obst, selbstgebackenes Brot und natürlich der – Zitat der Kids – ‚grandios leckere Kakao‘ ließ die Laune steigen und somit auch die Vorfreude auf den heutigen Tag.
Wir alle hofften auf viele tolle Tiersichtungen, meine Jüngste freute sich auf die Zebras und mein Sohn hoffte auf Raubkatzen.
Unsere nächste Tour in den Süden würde uns nicht so viele Tiersichtungen ermöglichen – dachten wir zumindest zu dem Zeitpunkt noch.
Ein Irrglaube, wie wir im Laufe dieser Reise noch erfahren durften!
Direkt nach dem Frühstück starteten wir Richtung Etoscha!
Es geht los!!!!!
Knapp 400 km lagen vor uns, Fahrtzeit ca 3,5 – 4 Stunden, da die Strecke von der Farm bis zum Etoscha komplett asphaltiert ist.
Wir starteten extra so früh am Morgen, um am Nachmittag schon die erste Erkundungsfahrt im Etoscha zu unternehmen
… diese Endlosstraßen …. ich liebe und vermisse sie ….
Ich „sammel“ Fotos von Tier-Hinweisschildern an der Straße. In Namibia kamen einige dazu
Linksherum in den Kreisverkehr
Erster Zwischenstop: Otjiwarongo
Wir hielten an einem Supermarkt, um ein paar Snacks und Getränke zu kaufenTiertransport in Namibia
Die sehen schon nach Zuckerschock aus.
Probiert haben wir sie nicht (…. was ich jetzt ein wenig bedaure)
Im Supermarkt volle Regale, voller als aktuell viele Regale in Deutschland.
Wenn man in Namibia in einen Supermarkt geht , sieht man direkt Kontrolleure am Eingang / Ausgang.
Wir mussten jedes mal, wenn wir einkaufen waren, unseren Bon und die Einkäufe vorzeigen. Es reichte, die Tüte kurz zu öffnen.
Weiter geht die Fahrt Richtung Norden!
… einfach nur geradeaus ,…
Zweiter Zwischenstop: Outjo
Unseren nächsten Stop machten wir in Outjo, der letzten Stadt vor dem Etoscha-Nationalpark.
Es war Mittagszeit und wir hatten Hunger. Andreas hatte uns eine Bäckerei empfohlen, in welcher es mittags auch warme Speisen gibt.
Auch hier wieder deutsche Spuren.
So transportieren viele hier ihre Waren: Einfach auf dem Kopf.
Unseren Essens-Stop machten wir in der Outjo-Bakkery (> LINK)
Es war lecker. Können wir empfehlen!
Meine Älteste ergänzt hier noch: Es gibt auch Gratis-WLAN ! Kids happy, Snapchat-Flammen und Duolingo-Streak gerettet und den Freunden Nachrichten geschickt. Satt und zufrieden fuhren wir weiter, Endspurt Richtung Etoscha!!!
Warzenschweine haben wir sehr häufig an und auf den Straßen gesehen. Ich war nur leider nie schnell genug mit der Kamera ….
… und dann: ENDLICH !!!!!
Wir sind daaaaaa!!! Das ist eines von 4 Eingangstoren zum Etoscha Nationalpark, das Anderson Tor. Es ist das nächste zum Okaukuejo Camp / zur Okaukuejo Lodge, in welcher wir übernachtet haben.
Im Osten befindet sich das von Lindequist Tor in der Nähe zum Namutoni Camp und zur Stadt Tsumeb. Im Südwesten liegt das Galton Tor und am nördlichen Ende das King Nehale Lya Mpingana Tor.
Unsere Pässe wurden geprüft, wir wurden in Listen eingetragen und bekamen einen Eintrittsbeleg mit Uhrzeit.
Eintrittspreise für den Etoscha
Wie wir es von den Reisen in den USA kannten kostet auch der Etoscha Nationalpark Eintrittsgeld.
Preise für Touristen des Etoscha NP Stand Oktober 2022:
Erwachsene: 150 NAD / Tag (Das sind ca 10 – 11 Euro) . Das ‚Tag‘ bezieht sich inzwischen tatsächlich auf exakt 24 Stunden. Fährt man um 16 Uhr in den Park ein und zahlt für einen Tag, muss man am kommenden Tag bis 16 Uhr den Park verlassen haben. Kinder unter 16 Jahre sind kostenlos. Fahrzeuge mit weniger als 10 Sitze kosten 50 NAD / Tag.
Die Zeiten der Öffnung / Schließung der Tore ändert sich wöchentlich mit Sonnenauf- und Sonnenuntergang.
Wer nicht im Nationalpark in einem der Camps oder Lodges übernachtet, muss dann den Park verlassen haben.
Deswegen empfehle ich mind. eine Übernachtung im Park in einem Camp mit eigenem Wasserloch, denn dort kann man dann bis spät abends oder schon früh weit vor Sonnenaufgang am Wasserloch sitzen und die Tiere beobachten.
Zwischen dem Etoscha-Eingangstor und der Einfahrt in das Okaukuejo Camp liegen ca 18 km und tatsächlich auch schon die ersten Wasserlöcher.
Der gesamte Etoscha Nationalpark besteht aus vielen größeren und kleineren Wasserlöchern. Diese fährt man an, an den Wasserlöchern gibt es Parkplätze, damit auch mehrere Fahrzeuge dort stehen und Tiere beobachten können. Aussteigen darf man nicht, mit Außnahme an den extra gekennzeichneten Picknickplätzen.
Ein Freund von mir hat einen tollen Guide zum Etoscha geschrieben. Er war gleich mehrere Tage dort unterwegs und hat wertvolle Tipps für euch:
Direkt nach der Einfahrt in den Etoscha hielten wir Ausschau nach den ersten Tieren.
Vor allem Zebras standen ganz weit oben auf der Wunschliste.
Andreas hatte uns empfohlen, schon vor dem Okaukuejo Camp links zu einem Wasserloch zu fahren, da wären oft Zebras und auch viele andere Tiere.
Die Wasserlöcher sind durch Betonkegel gut ausgeschildert.
Und dann waren wir an der Abzweigung – bogen ab – und es kribbelte vor Aufregung, ob wir Glück hätten und gleich wirklich unsere ersten Zebras in Afrika zu sehen.
Die Kids klebten ebenso wie ich an der Scheibe – und es dauerte gar nicht lange, bis wir das Wasserloch erreichten.
Die erste Herde Zebras!!!!
Und TATSÄCHLICH: ZEBRAS !!!!!
Wooooow!!!
Wir fuhren näher heran, bis zum Parkplatz. Und die Zebras störte es gar nicht. Sie schauten zwischendurch mal, ließen sich dann aber nicht weiter von uns oder dem Auto stören.
Auch Oryxe und andere Antilopen waren am Wasserloch. Aber unser Fokus lag auf den Zebras. Es waren so viele – unbeschreiblich.
Als würde er uns zulachen. Extra fürs Foto. Nicht alle Tiere waren so vertraut mit den Touristenautos, aber die Zebras scheinbar schon. Da brauchte es nicht einmal einen großen Zoom.
Wir waren happy. Das war so ein toller Einstieg in unsere Etoscha- Tour.
Kurze Zeit später erreichten wir dann Okaukuejo
Das Okaukuejo Camp
Der weithin sichtbare Aussichtsturm auf dem großen Parkplatz vom Camp. Hier starten auch die geführten Touren in den Etoscha-Nationalpark für alle, die nicht selber fahren möchten.
Okaukuejo von oben
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Einfahrt vom Süden kommend. Die Straße nach rechts ist schon die Straße im Nationalpark, das Tor ist auf dem Okaukuejo Gelände. Gut zu erkennen das Wasserloch, drumherum sind Bänke, teilweise überdacht.
Okaukuejo war ursprünglich ein 1901 gegründeter Militäraußenposten, der Turm wurde 1963 errichtet.
Wir meldeten uns an der Rezeption und bekamen die Schlüssel für unsere Hütte. Sie lagen etwas zurück vom Wasserloch. Direkt am Wasserloch sind die Unterkünfte sehr teuer, verständlicherweise. Teilweise haben die Chalets Balkone mit direktem Blick zum Wasserloch.
Da wir zu sechst unterwegs waren, war uns das dann doch zu teuer.
Wir haben 3 Doppelzimmer gebucht.
Das Doppelzimmer kostete pro Person pro Nacht N$ 1780 (ca 100 Euro) In den Chalets direkt am Wasserloch lagen die Preise bei N$ 4454 (240 Euro) pro Nacht pro Person.
Unser Zimmer:
Groß, geräumig, mit Wasserkocher und Tee, aber sehr kleines Bad, was zudem unter Wasser stand. Und in der Badezimmer-Scheibe war ein Loch. Dadurch war es nachts sehr frisch,.. bei dem Preis erwarte ich soetwas eigentlich nicht, wir haben aber nichts reklamiert, denn insgesamt erschien uns das alles etwas unorganisiert und daher wollten wir uns das sparen und die wenige Zeit dort genießen. Letzendlich waren wir nur zum schlafen dort, bei mir waren das grad mal 4 Stunden, denn die restliche Zeit verbrachte ich am Wasserloch.
Wir starteten einen 1. Erkundungsgang durch die Anlage.
Der Poolbereich Die Chalets Richtung Wasserloch. Da kam direkt n och mehr Afrika- Feeling auf!
Und dann erreichten wir das Wasserloch. Um das Wasserloch sind viele Bänke und sogar eine Art überdachte Tribüne.
Und auch hier wieder viele Zebras.
Wir setzten uns und genossen diesen Anblick.Wie die Zeit verging merkten wir nicht, zu fasziniert waren wir von dem Anblick der Tiere. Eine große Zebraherde erfrischte sich dort und mit dabei waren auch viele Fohlen.
Immer wieder gingen die Tiere und es kamen neue.
Auf geht’s zum Etoscha Nationalpark
Angekommen in Okaukuejo, angekommen im Etoscha.
Weil es zu viele Fotos wären, zeige ich euch die Fotos vom Okaukuejo- Wasserloch und vom Aussichtsturm im nächsten Beitrag.
Es würde mich freuen, wenn ihr dann wieder dabei wärt.
Zum Abschluss noch zwei Zebra-Fotos
Linktipps zu anderen Reisebloggern mit Berichten aus dem Etoscha- Nationalpark
Einen sehr schönen und übersichtlichen Guide hat Sebastian auf seinem Blog verfasst. Hier findet ihr alle Informationen zu den Camps, Lodges, Reisezeit, Tiersichtungen und vieles mehr
Thomas und Melanie haben sich bei ihrer Namibia-Reise auf den Etoscha-Nationalpark konzentriert. Herausgekommen sind dabei jede Menge toller Fotos und viele nützliche Infos für euren ersten Besuch im Etoscha
Ein Tag in Windhoek – Shopping und Sightseeing in Namibias Hauptstadt mit deutscher Geschichte
Ein Tag in Windhoek
– Shopping und Sightseeing in Namibias Hauptstadt mit deutscher Geschichte
Hallo zusammen,
Erst einmal möchte ich mich ganz herzlich für die vielen Glückwünsche zu unserer Hochzeit bedanken!!! Wir waren ganz überwältigt von den vielen Kommentaren und persönlichen Nachrichten.
Am Vortag hatten wir schon unsere ersten Highlights:
Eine tierreiche Safari-Fahrt und einem fantastischen Sonnenuntergang auf dem Aussichtsberg der Otjisazu-Gästefarm.
Es war frisch an diesem Morgen. Wie an jedem Morgen in diesem Juli. Mit Pullover und Winterjacke ging ich nach draußen, genoss einen tiefen Atemzug der frischen namibischen Winterluft und klopfte dann an die Zimmertüren der 4 Kids, um sie zu wecken.
Sie verschliefen einen wundervollen Sonnenaufgang. Er war farbenfroh und wurde akustisch untermalt von den Rufen der Frühaufsteher-Tiere auf und um der Farm.
.
Für einen Moment schloss ich meine Augen, lauschte den Tieren und inhalierte diesen wundervollen Moment der Ruhe.
Hört selber einmal.
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Kaffeeduft zog mir in die Nase. Ich freute mich auf das Frühstück gleich. Simba, der Farmhund, lief zu mir und begrüßte mich. In der kurzen Zeit war er mir schon richtig ans Herz gewachsen und so bekam er erst einmal eine ordentliche Kraul-Portion. Andreas, Betreiber der Otjisazu-Gästefarm, auf welcher wir die ersten Tage verbrachten, rief mir fröhlich „Guten Morgen, Frühstück ist schon fast fertig!“ zu.
Einfach mal genießen
Ein so wundervoller, entspannter und friedlicher Moment. Einer jener Momente, an denen man die Zeit eigentlich mal kurz anhalten möchte. Ein Glücks-Moment.
Die Zeit verging viel zu schnell. Schon Tag 3. … und unser letzter ganzer Tag auf der Otjisazu- Gästefarm, den morgen früh startete unsere Tour Richtung Norden, unter anderem zum Etoscha-Nationalpark.
Unser Frühstück war schon angerichtet.
Von dem Rest meiner Familie leider keine Spur. Wo steckten sie nur??
Ich ging zurück zu unseren Zimmern. Stephan kam mir entgegen. „Die Kinder hab ich grad schon geweckt!“
…. ja, schön – aber hatte ich doch auch schon vorhin?!
In der deutschen Sommerzeit gibt es keine Zeitverschiebung zu Namibia
Am Jetlag kann es nicht liegen, denn den hat man in Namibia während der deutschen Sommerzeit nicht. Wenn es 7 Uhr in Deutschland ist, ist es auch 7 Uhr in Namibia, und das, obwohl man soweit weg ist von der Heimat
Wir gingen noch kurz aufs Zimmer und warteten dort auf die Kids, um gemeinsam zum Frühstück zu gehen.
In den Zimmern der Kids tat sich jedoch nichts… Wir gingen wieder rüber, weckten sie mit den Worten, dass das Frühstück schon fertig ist. „Häh? Wieso weckt ihr uns nicht früher? Jetzt haben wir voll den Stress!“ maulte eines der Kids durch die geschlossene Tür. Alle vier lagen immer noch verschlafen im Bett. Stephan und ich schauten uns an und mussten schmunzeln in Kombination mit Kopfschütteln … Früher, als die Kinder noch kleiner waren, standen sie oft schon um 5 Uhr am Elternbett und fragten ungeduldig, wann wir aufstehen würden. Mit Vorliebe Sonntags. Und jetzt ist es – Zitat von einem der Jungs: „Folter“, dauernd schon so früh aufstehen zu müssen.
Für mich ist es jedes mal ein wunderschöner Beginn eines meistens aufregenden Tages. Der Sonnenaufgang mit diesen fantastischen Farben und Geräuschen, die frische, klare Luft und dann an den gedeckten Frühstückstisch setzten. Ich genoss diese Kombination jeden Morgen aufs Neue. Es erfüllte mich jedes mal aufs neue mit Glück – und auch mit Dankbarkeit, das erleben zu dürfen.
„Wisst ihr was, macht euch in Ruhe fertig, wir gehen schon einmal vor!“
Immerhin konnte ich so in Ruhe ein Foto vom Frühstückstisch machen: Frisch gebackenes Brot, Aufschnitt, Käse, süße Aufstriche und süßes Gebäck, Quark, Joghurt, Müsli, frisches Obst und wenn man möchte auch Spiegelei, Rührei und Bacon.
Nach und nach trudelten dann auch die Kids ein. Der Kakao war schon vorbereitet. Andreas musste immer schmunzeln, wenn er in die Küche kam und dann standen da schon 5 Tassen mit Kakaopulver in einer Reihe. Kamen die Kinder und mein Lebensgefährte, wurde er dann frisch mit heißer Milch zubereitet. Manchmal standen da auch 6 Tassen. Die 6. Tasse war dann für mich. Der Kakao war wirklich lecker!
Im Urlaub brauche ich viel weniger Kaffee als zu Hause, warum auch immer… Für die Kinder war das am 2. Tag in Namibia etwas beunruhigend. Ich hörte eines der Kinder flüstern „Guck mal, Mama trinkt keinen Kaffee, sondern Kakao!“ – „Oh nein, dann hat sie gleich schlechte Laune….!“ Danke…, das habe ich dann mal überhört. Zumal die Urlaubs-Elly selten mal schlechte Laune hat,…
Es war Tag 3 und die Kids wollten auch mal einen Tag bestimmen.
Und wenn ihr jetzt denkt, sie haben sich eine weitere Safari-Fahrt gewünscht, dann irrt ihr euch gewaltig… Die Kids sind 12,12,13 und 15 und was machen Kids in diesem Alter am liebsten, abgesehen vom ausschlafen und am Handy daddeln: Richtig, shoppen! Andreas runzelte etwas die Stirn, als er den Wunsch der Kinder hörte und wir ihn fragten, wo das am besten ginge … Meine Tochter schritt ein: „Moooooooment, Mama hat gesagt, hier ist Winter und ich habe keine kurze Hose dabei und jetzt muss ich bei der Hitze tagsüber mit langer Hose rumlaufen!“ Ok, 1:0 für die Teenie-Tochter,…. Ich habe die Temperaturen des namibianischen Winters tatsächlich unterschätzt. Tagsüber T-Shirt und kurze Hose ist kein Problem.
„Tja Elly, da hat deine Tochter wohl Recht!“ lachte Andreas und gemeinsam planten wir, wie wir unseren Tag in Windhoek gestalten könnten, eine schöne Mischung aus Shopping und Sightseeing. Er gab uns Tipps und empfahl uns eine gute Mall zum shoppen.
Zufrieden mit dem Tagesplan frühstückten wir in Ruhe und fuhren dann Richtung Windhoek.
Die Fahrt Richtung Windhoek
Die Straße von der Otjisazu-Farm nach Windhoek ist komplett asphaltiert.
Sie führt vorbei an trockenen Flussbetten. Für uns schwer vorstellbar, dass hier in Regenzeiten auch mal reißende Flüsse entstehen können.
Rinder an der Straße. Keine Seltenheit in Namibia. Manchmal stehen sie auch auf den Straßen, machen den Autos aber Platz. Ein Rinderhüter ist aber immer irgendwo in der Nähe.
Einfach nur der Straße nach. Die Landschaft ist wundervoll
Paviane sahen wir häufig am Straßenrand
Deutsche Spuren. Es werden noch viele weitere heute folgen
Angekommen in Windhoek
Lage von Windhoek
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Das merkt man, wenn man durch das Land fährt und manchmal stundenlang durch weite Landschaften fährt und nur ab und zu mal ein Haus zu sehen ist oder Gegenverkehr kommt.
Lebenserwartung Männer: Namibia Ø 61 Jahre ; Deutschland Ø 79 Jahre Lebenserwartung Frauen: Namibia Ø 67 Jahre ; Deutschland Ø 83 Jahre
Windhoek ist die Hauptstadt von Namibia und zudem auch das wirtschaftliche und politische Zentrum des Landes. In Windhoek leben ca 322.500 Einwohner. Die Gesamtfläche der Stadt beläuft sich auf 5.133 km², dadurch hat man hier eine Einwohnerdichte von 62,82 Einwohner/km²
Viele hohe Gebäude, teilweise neu und sehr modern. Es erweckt den Anschein, als sei Windhoek eine sehr wohlhabende Stadt.
Windhoek profitiert von der Lage. Sie ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und daher das bedeutendste Wirtschaftszentrum des Landes. Trotzdem leben ca 50.000 (!!!) der ca 322.500 Einwohner im Armenviertel Katutura in Wellblechhütten unter ärmsten Bedingungen.
Die 1902 gebaute Kaiserliche Landesvermessung dient heute als Lager und Bürogebäude.
High Court of Namibia
… mit einem Kudu davor!
Professor Fritz Behn hat die lebensgroße Statue in München entworfen, modelliert und gegossen. 1960 wurde die Statue enthüllt.
Independence Ave ACME – woran erinnert uns das? Richtig, Looney Tunes. Vor allem wenn der Kojote für seine Jagd auf den Roadrunner wieder irgendwas bestellt Der historische Erkrath-Gathemann-Kronprinz-Gebäudekomplex ist ein 1910 bzw. 1913 errichtetes und 1927/28 erweiterter Gebäudekomplex. Es handelt sich um die markantesten Bauwerke aus Zeiten Deutsch-Südwestafrikas, wie Namibia von 1884 bis 1915 hieß. So hat es also früher hier ausgesehen – die deutschen Spuren sind deutlich zu erkennen.
Die modernen Gebäude im Hintergrund bilden einen unschönen Kontrast.
Der Parlament- Garten und der Tintenpalast im Hintergrund.
Der Tintenpalast ist der Sitz des Unterhauses des Parlaments von Namibia, der Nationalversammlung.
Er gilt als typisches Beispiel eigenständiger deutscher Kolonialarchitektur.
„Tintenpalast“ wurde der spöttische Spitzname für das Gebäude durch die deutsche Bevölkerung als Anspielung auf die zahlreichen Schreiberlinge und ihren hohen Tintenverbrauch.
Unser 1. Ziel:
Die deutsche Evangelisch Lutherische Christuskirche, das Wahrzeichen von Windhoek
Die deutsche Evangelisch Lutherische Christuskirche
Sie ist das Wahrzeichen von Windhoek: Die pittoreske Kirche wurde von 1907–1910 von deutschen Missionaren gebaut und am 16.10.1910 geweiht.
Funfact: Nach dem langen Transport der Fenster baute man diese falschherum ein, also mit der Innenseite nach außen. Erst vor ca. 25 Jahren fiel dieser Fehler auf und die Fenster wurden ausgebaut und richtig herum wieder eingesetzt.
Windhoek selber liegt schon mit 1700 mÜn sehr hoch. Die Kirche steht wiederum auch auf einem Hügel.
Blick vom Parkplatz der Kirche Richtung Zentrum
Wunderschönes Gebäude.
Die Kirche ist eine malerische Symbiose aus dem neoromanischen Stil und dem Jugendstil.
Die Kirche mit dem Independence Memorial Museum im Hintergrund. In dem Museum gibt es oben ein Restaurant, von dort hat man eine schöne Aussicht auf die Kirche.
Wir wollten uns aber erst einmal die Kirche von innen ansehen
Deutsche Geschichte – Deutsche Schilder
Mindestabstand brauchten wir nicht halten, denn wir waren die einzigen Besucher.
Jeden Sonntag um 10 Uhr findet hier ein deutscher Gottesdienst statt
Der Innenraum ist hell, die Naturfarben wirken mit den Holzbänken und Holzelementen einladend. Wie die evangelischen Kirchen in Deutschland kommt auch diese Kirche ohne Prunk und Protz aus. Obwohl ich selber katholisch bin, stört mich unter anderem (!) auch das sehr an der katholischen Kirche. Als seien Gebete zu Gott wertiger, wenn sie in einer Kirche voller Prunk gebetet werden….
Wir verließen die Kirche wieder, um zu dem Museum zu gehen.
Unser nächstes Ziel liegt direkt neben der Kirche:
Das Independence Memorial Museum
Welch ein architektonischer Kontrast.
Meine Jüngste ist K-Pop Fan, lernt sogar koreanisch und freute sich somit auf die Besichtigung des markanten Gebäudes, welches vom (nord-) koreanischen Bauunternehmen Mansudae Overseas Projects geplant und errichtet wurde. Die Eröffnung war 2014, seit 2016 befindet sich im oberen Bereich das Panorama-Restaurant.
Auf dem schwarz-gelben Dortmund-Trikot meines Sohnes landete ein gelb-schwarzer Marienkäfer. Ein BVB – Käfer, wie die Kids ihn direkt begeistert nannten und so durfte er noch eine Weile auf dem Trikot wohnen bleiben.
–
Das Museum war geschlossen, aber zumindest das Panorama- Restaurant war geöffnet. Es war warm an diesem Tag.
Meine Töchter erinnerten mich mal wieder daran, dass wir gleich shoppen gehen müssten, damit sie mit ihren langen Hosen bei dieser Hitze nicht wegschmelzen würden …. „Jaaaaahaaaaa, ich habs’s kapiert …. „
Erst einmal erfrischten wir uns im Restaurant mit angenehm kühlen Getränken und genossen die Panorama-Aussicht auf Windhoek.
Aussicht von dem Panoramarestaurant im Independence Memorial Museum
Blick Richtung Kirche ….
…. und zur anderen Seite.
Hier sieht man die alte Feste.
Sie wurde von der deutschen Schutztruppe errichtet, um den Frieden zwischen den sich bekämpfenden Nama und Herero zu sichern.
Als am 18. Oktober 1890 mit dem Bau begonnen wurde, siedelten sich viele Mitarbeiter rund um die Feste an. Daher gilt der Baubeginn auch als die Grundsteinlegung von Windhoek.
Im Innenhof steht nun das Reiterdenkmal, welches damals vor der Feste stand.
Blick Richtung Zentrum. Die Kids hielten schon einmal Ausschau nach der Mall, damit wir sie gleich leichter finden würden …
Blick zum Luxushügel. Ja, er heißt tatsächlich so. Der Stadtteil wird von den drei Windhoeker Stadtburgen Heinitzburg (mittig mit kleinem weiß-braunem Turm), Sanderburg und Schwerinsburg (oben links das weiße Gebäude mit Turm) dominiert. Ansonsten sind hier große Villen und Einzelhäuser zu finden. Der Luxushügel ist, wie der Name es schon vermuten lässt, einer der teuersten Stadtteile Windhoeks.
Das dominante Gebäude links ist die Bank of Namibia.
Das runde Gebäude ist das Hilton Windhoek.
Schade, dass da alles so zuwuchert
Links neben dem Luxushügel liegt die Kirche der NG-Gemeinde Windhoek-Oos, sie ist eine Gemeinde der Niederländisch-reformierten Kirche in Namibia
Das große weiße Gebäude weiter hinten mit der Kuppel ist das State-House, der Amts- und Wohnsitz des Präsidenten von Namibia und ist Sitz der namibischen Regierung. Das Gelände vom State-House ist 25 Hektar groß und wurde mit einem zwei Kilometer langen Stahlzaun eingefasst. An jeder Ecke der Einzäunung befinden sich dunkel verglaste Wachtürme, an jedem der vier Tore zudem große Wachstuben. Seit 2016 sind alle Grenzzäune kameraüberwacht.
Nach ca einer halben Stunde und zwei kühlen Getränken verließen wir das Restaurant wieder. Mit dem Panorama-Aufzug fuhren wir wieder nach unten
Der Turm von unten
Blick zur Feste
Wir gehen zurück zum Parkplatz an der Kirche. Vorbei an der Sam Nujoma Statue, er war vom 21. März 1990 bis zum 20. März 2005 Gründungsstaatspräsident von Namibia.
Auf dem Weg zur Mall fuhren wir etwas durch Windhoek
Wir entdeckten viele deutsche Straßennamen
Die reicheren Bewohner wohnen hier in Hanglage auf gut gesicherten Grundstücken
Zurück im Zentrum fuhren wir dann endlich zur Mall. Die Kids waren auch schon leicht ungeduldig von unserer kleinen Sightseeingtour, immerhin war es schon „megaspät“ und „kochendheiß“ und überhaupt …. leichte Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation
Die Wernhil – Mall
In der Wernhill- Mall gab es einen großen Supermarkt. Schon die Obst- und Gemüseabteilung war gigantisch. Und auch der Rest. Zu Kaufen gab es hier alles.
Dass es so viele arme Bewohner in Windhoek gibt, lässt sich bei dem Anblick kaum vermuten. Einzig die Care-Pakete am Eingangsbereich von jedem Supermarkt erinnern daran, dass es viele Menschen hier in Namibia gibt, die nicht einfach so im Supermarkt kaufen können, was sie möchten. Für wenige Dollar gibt es einen Sack Maismehl, ein großes Paket Nudeln, ich meine, auch ein Paket Reis, ein Paket Zucker und eine Flasche Öl. Eine Monatsration für eine Familie. Viel ist das nicht ….
In der Obstabteilung konnte man sich frischen Obstsalat oder Gemüse selber zusammenstellen. Die Kids und auch wir packten uns jeder einen Becher mit frischem Obst.
Von der Mall selber habe ich keine Fotos. Mich wundert das selber.
Ich meine mich zu erinnern, dass die Kids sich überall verteilten und am liebsten die halbe Mall leergekauft hätten und ich mit Kids etwas ausbremsen beschäftigt war … Am Ende gab es für jeden eine Kleinigkeit.
Und für uns alle noch ein paar Getränke für die Fahrt. Es gibt 5 Malls in Windhoek. Wir waren im Wernhil Park. Das liegt zentral und man kann dort sehr gut parken.
Preise sind wie immer einiges günstiger als in Deutschland.
Im Anschluss daran fuhren wir wieder etwas durch Windhoek. Unser Ziel: Chinatown. Unsere Erwartung: Ein Chinatown wie wir es damals in San Francisco gesehen haben.
Kreisverkehr bei Linksverkehr führt auch linksherum.
Wir sind irgendwo falsch abgebogen und fuhren durch Katutura, dem Armenviertel von Windhoek.
Die Blechhüttensiedlung von Katutura
Das Feuer schien keinen wirklich zu interessieren. Löscharbeiten sahen wir keine.
Die Blechhütten von Katutura. Ohne Fenster, ohne Türen. Welche hygienischen Bedingungen da herrschen, lässt sich erahnen.
Irgendwann waren wir dann wieder auf dem richtigen Weg.
Und die Kids? Waren erstaunlich ruhig und wirkten nachdenklich. Die Fragen kamen kurze Zeit später. „Warum müssen die Menschen in diesen Hütten wohnen?“ „Wovon leben die Menschen?“ „Warum schenkt man denen nicht einfach Geld?“ und viele weitere Fragen. Dazu später noch ein paar Zeilen
Dortmundstraße – unseren BVB-Fan im Auto freute das.
Chinatown von Windhoek
Angekommen in Chinatown. Und ein Feuerwehrauto, sehr zu Freude unserer beiden Feuerwehrmänner an Board.
Der Eingang zu Chinatown. Daneben saßen ein paar Himbafrauen und boten selbstgemachten Schmuck zum Kauf an. Die Kids waren über die traditionelle Stammeskleidung irritiert. Dazu schreibe ich in einem späteren Beitrag noch sehr ausführlich was.
Es war anders als das Chinatown von San Francisco. Mehr wie eine Laden-Straße mit vielen Lagern.
Die Läden sahen aus wie die Lager von Wish oder Shein. Alles war quitschbunt, viel Glitzer, noch mehr Kitsch, es roch nach Plastik und Weichmacher. Die Kids waren begeistert!
Die Kids durchstöberten wirklich jeden Laden! Und sie haben einiges gefunden. Stifte im Mangastil, Handyhüllen, Malblöcke im Asia-Stil, ein Brautkleid für mich….“MAMA, das MUSST du kaufen!!!“ „Ähm… leider haben wir nicht soviel Platz im Koffer….“ Ja, leider passte dieses weiße Riesentülldings mit viel Bling und Pailletten und Rüschenzeugs nicht in meinen Koffer. Bis zur Hochzeit hatte ich noch etwas Zeit, ca 2 Monate.
Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnte: Selbst 2 Wochen vor der Hochzeit fehlte mir noch mein Outfit. Obwohl ich schon ein paar mal shoppen war, fand ich nichts, was mir gefiel UND passte,… Vielleicht hätte ich doch auf die Kinder hören sollen und mir dort eins kaufen…
Das ganze ist in U-Form aufgebaut und auch am Ausgang ist ein imposantes Tor. Trotzdem ist es kein Vergleich zu, China Town in SF. Man bekommt hier vieles sehr günstig und es ist nett zu stöbern, aber kein Musst-See in Windhoek.
Wir haben ein Feuerwehrauto gesehen, also gibts auch eine Feuerwehrstation. Und bei zwei Feuerwehrleuten im Auto könnt ihr euch denken, wohin wir dann fuhren.
Erste vielversprechende Schilder
Leider gab es dann aber nicht viel zu sehen. Die ganze Feuerwehrwache ist eingezäunt inkl. teilweise Sichtschutzzaun und viel Grün drumherum
Der Bahnhofsbereich von Windhoek. Zug fahren würde ich da allerdings nicht unbedingt. Uns schien das nicht sehr vertrauenserweckend.
Wir haben irgendwo unterwegs sogar einen entgleisten Zug gesehen. Lag halt neben der Gleise.
Schönes Aussichtspanorama über Windhoek. Mittig sieht man auf dem Hügel die Christuskirche und das Independence-Museum. An roten Ampeln bekommt man öfter mal was zum Kauf angeboten, wie zB kühle Getränke oder frisches Obst für kleines Geld.
Die Menschen versuchen auf verschiedensten Wegen, sich ein paar Dollar dazuzuverdienen. Sehr beliebt sind die handgeschnitzten Makalani-Nüsse. Eine echte und typische namibische Handarbeit, mit welchen man die Menschen dort unterstützen kann. Oft trifft man sie auf Parkplätzen, vor Einkaufszentren oder Touri-Spots. In wenigen Minuten schnitzen sie deinen Wunschname oder Wunschtier in die Kastaniengroßen Nüsse. Diese sind dann tolle Mitbringsel.
Auf dem Rückweg entdeckten wir die namibischen Bremer Stadtmusikanten
Und dann machten wir uns endgültig auf dem Weg zurück zur Farm. Ca 1 Stunde dauert die Fahrt von Windhoek zur Otjisazu- Gästefarm.
Die Eindrücke des Tages waren vielfältig und die Kids ziemlich platt. Dementsprechend still war es ausnahmsweise mal auf der Rückbank.
Der Von Bach Dam bei Okahandja. Dort kann man Boote mieten und auf dem See fahren. Es gibt auch ein Resort am Ufer. Eigentlich hatten wir das auch angedacht und am letzten Tag einen Ausflug dorthin geplant.
Da aber unser Ausflug zu Okonjima / Africat so eine große Enttäuschung war, fuhren wir statt dessen an dem Tag zum N/a’an ku sê Wildlife Sanctuary. Dazu aber mehr in einem späteren Beitrag.
Die Straße von Okahandja zurück zur Farm. Ich liebe diese Landschaft, diese langen Straßen ohne Kreuzungen und mit kaum Gegenverkehr …. ich merke grad, wie sehr ich das alles vermisse ….
Es war ein Tag voller Gegensätze. Wir sahen die Malls mit viel neuer Kleidung, sahen die Geschäfte mit den vollen Regalen. Spielzeug, Süßigkeiten, Kitsch in Chinatown. Ein Übermaß an Konsum. Wir sahen die Himba, ein Ur-Stamm, welcher von und mit der Natur lebt und die moderne Welt ablehnt. Wir sahen die Blechhütten von Katutura, wo die Menschen kaum genug haben zum Leben. Wo Hoffnungslosigkeit und Armut herrscht.
Das macht nachdenklich. Und dann sinnierten wir gemeinsam. Über Besitz. Über Glück. Und über das Glücklich sein. Ein Gespräch wie ein Brainstorming entstand.
Die Kids fragten sich, wie es ist, in so einer Blechhütte zu leben. Ohne fließend Wasser, ohne Schutz vor Hitze oder Kälte. Vor allem für die Kinder, welche sie gesehen haben. Und ob sie wohl glücklich sind. Aber ist Glück an materiellen Dingen geknüpft?
Vielleicht sind die Menschen in den Blechhütten zwar arm, aber nicht automatisch auch direkt unglücklich?
Es gibt viele reiche Menschen, welche in der Gesamtheit betrachtet arm sind.
Und es gibt viele Menschen, die zwar kein Geld haben, aber deswegen nicht arm sind, sondern sehr reich.
Es überraschte mich, wie sehr die Kids darüber nachdachten. Auch kam von den Kids mehrfach die Frage auf, warum man den Menschen nicht hilft. Es gibt schon einige Hilfsprojekte wie zB das Projekt „Suppenküche“, für welches mehrere ehrenamtliche Helfer mehrmals in der Woche für die Kinder von Katutura kochen.
„Geh mir aus der Sonne!“ , sagte Diogenes einst, als Alexander der Große versprach, ihm jeden Wunsch zu erfüllen. Dem Philosophen aber war das, was er hatte, genug. – „Geh mir aus der Sonne“ war sein einziger Wunsch, welcher ihn dann glücklich machte.
Wir redeten noch lange, aber eine Antwort auf die Ausgangsfrage bekamen wir nicht.
Dieser Tag ließ uns nachdenklich zurück.
Warum knüpfen so viele Menschen Glück an materielle Dinge?
Ist es wirklich der Besitz, der glücklich macht?
Was macht Dich glücklich?
Unser vorerst letzter Abend auf der Otjisazu- Gästefarm neigte sich farbenfroh dem Ende entgegen.
Danke, dass ihr wieder dabei ward.
Im nächsten Bericht starten wir Richtung Etoscha Nationalpark und verbringen den ersten Abend und den ersten Morgen im Etoscha am Wasserloch, wo wir schon viele Tiere sehen!
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Unsere Gästefarmkennt ihr ja nun, wie versprochen folgen jetzt die Fotos unserer sog. Game-Drives (so nennt man die Safaris in Namibia) und auch die Fotos von den Sundownern.
Auf dem 10 ha großen Areal, auf welchem sich auch das Gästehaus und die Farmgebäude befinden, leben viele Tiere:
Antilopenarten, viele verschiedene Vogelarten, eine Herde Giraffen und auch Leoparden, doch diese zu sehen ist Glückssache.
Wie läuft ein Game Drive ab?
Wir haben mehrere GameDrives gemacht, nicht nur auf der Otjisazu- Gästefarm. Der Ablauf ist immer ähnlich: Mit einem geländefähigen, offen „Kleinbus“ fährt mal in das Gelände hinein. Manchmal sitzt vorne am Auto ein „Späher“, welcher mit seinem geübten Auge nicht nur Ausschau nach Tieren hält, sondern auch die Wege im Auge hat und vor tieferen Schlaglöchern warnt. Die Guides wissen, wo sich die Tiere meistens aufhalten, deswegen sieht man immer irgendwelche Tiere, nur braucht man manchmal auch etwas Geduld.
Wann ist die beste Jahreszeit für Game-Drives?
Man sagt ganz grob: Im namibianischen Winter (Juni / Juli / August/ September) ist Trockenzeit, daher ist das Gras hell und verdorrt und die Tiere ziehen zu den Wasserlöchern. Aus dem Grund sieht man dann an den Wasserlöchern meistens mehr Tiere als im Sommer. Im Etoscha-Nationalpark zB ist dann an den Wasserlöchern meistens mit Tieren zu rechnen.
Das Wetter ist tagsüber angenehm. Meistens blauer Himmel und sonnig um 20 – 25 Grad. Nachts kann es aber auch frieren.
Im Sommer (November / Dezember / Januar / Februar) ist es zwar heiß, es regnet aber auch viel, dadurch ist die Landschaft grün und dicht bewachsen. Da es dann überall Wasserquellen gibt, sind die Wasserlöcher eher weniger gut besucht und im dichten grünen Busch entdeckt man die Tiere nicht ganz so leicht. Tiere sieht man aber auch dann, meine Freundin hat im Januar sogar Löwen im Etoscha gesehen, dieses Glück hatten wir leider nicht.
Mit diesem Wagen waren wir auf der Otjisazu-Guestfarm unterwegs.
Ich weiß nicht, wer aufgeregter war … wir oder die Kids?
So ganz realisieren konnte ich das alles ohnehin noch nicht, was vielleicht auch meinem Schlafmangel geschuldet war – nach unserem Nachtflug hatte ich kaum geschlafen.
Wir saßen wirklich in einem Gelände-Jeep und gleich würden wir unsere erste Safari-Fahrt in Afrika erleben!
Inzwischen gibt es übrigens einen neuen Wagen auf der Farm:
Und dann starteten wir in das riesige Gelände.
Festhalten und los gehts!
Die Fahrt war holperig, denn die Wege führten über Stock und Stein, durch das trockene Flussbett, durch die Büsche. Für die Kids schon das erste kleine Abenteuer, denn Anschnallgurte gibt es in den Game-Drive-Fahrzeugen nicht. Die Landschaft imponierte uns, vor allem diese unbebaute Weite. Und Andreas erklärte und viel zu Flora und Fauna. Die Kids lauschten gespannt.
Biologieunterricht und Geographieunterricht live vor Ort, viel interessanter als in der Schule.
Der Winter in Namibia ist sehr gut auszuhalten. Blauer Himmel mit ein paar Schönwetter-Wölkchen und um 20 Grad. Grün ist im namibianischen Winter kaum etwas, eher gelb, verdörrt, trocken.
Umso besser konnten wir aber die Tiere sehen – aber wo waren sie denn nun?!
„Mama, wo sind denn die Tiere?“ – „Hier überall, haltet die Augen offen.“
Manchmal sind sie etwas versteckt, aber wir haben bei jedem GameDrive viele Tiere gesehen. Und manchmal sogar ganz nah, dazu aber später
Termitenhügel
Überall in der Landschaft rund um Windhoek sieht man Termitenhügel
Termiten gehören nicht zu den Ameisen, sondern zu den Schaben. Ihre Bauten sind kleine architektonische Meisterwerke. Mit einem ausgeklügelten Belüftungssystem schaffen sie es, Tag wie Nacht und Sommer wie Winter ungefähr die gleiche Temperatur von ca 32 °C zu halten. Für die Termiten überlebenswichtig.
Der Hügel ist sehr fest, fast wie mit Zement gebaut.
Der Hauptbau der Termiten ist im Erdinnern unterhalb von dem Termitenhügel. Der Hügel dient dazu, die Temperatur zu halten. Wenn die Temperatur sich außerhalb des Hügels erhöht, wird die Luft in den äußeren Kanälen im Termitenbau wärmer und steigt nach oben. Da Termitenhügel so gut wie keine Öffnungen besitzen, kann die Luft jedoch zum Großteil nicht entweichen. An der Spitze des Kegels angekommen, fließt sie stattdessen im Schornstein des Hügels nach unten. Die kältere Luft, die sich dort befindet, wird weiter geschoben. Ist sie unten angelangt, fließt sie über Kanäle zur Außenseite und der Kreislauf beginnt erneut. Wird es abends um den Hügel herum wieder kälter, dreht sich der Zyklus um. Dann kühlt die Luft in den äußeren Kanälen ab, fällt hinab und warme Luft steigt im Schornstein auf. Über winzige Poren gelangt Sauerstoff in den Luftstrom und CO2 und Methan werden laufend entsorgt. Im Bau leben die Tiere. Sie ziehen ihren Nachwuchs auf und züchten ihre eigenen Pilze zur Ernährung.
Die Kids waren ebenso wie wir beeindruckt, was die kleinen Tierchen da bauen. Und wenn Interesse da ist, kann man sich Schulstoff auch viel besser merken. Die Kids konnten auch nach 2 Wochen noch erklären, was es mit den Termitenbauten auf sich hat.
Dieser Termitenbau wurde von den Termiten verlassen – hat aber schon einen neuen Untermieter gefunden.
Die Fahrt durch die Landschaft war spannend. Es ruckelte und schaukelte – und wir hielten gespannt Ausschau nach den ersten Tieren
Nach der Antilopenkunde ….
…. konnten die Kids es kaum erwarten, die ersten Antilopenarten zu sehen und zu bestimmen.
Die erste Antilope
Und es dauerte tatsächlich gar nicht so lange, bis der Späher nach links zeigte:
Die erste Antilope – wow!
Wir waren während dieser Reise dreimal bei Andreas auf der Otjisazu-Farm. Am Anfang, mittendrin und zum Schluss vor der Heimreise.
Daher folgen nun die gesammelten Fotos aller Game-Drives und auch der Sundowner – das sind Fahrten zum Sonnenuntergang auf einem kleinen Hügel auf der Farm. Dort gibt es kalte Getränke, während die Sonne in einem wundervollen Farbspektakel hinter dem Horizont verschwindet.
Die Fotos von unseren Gamedrives auf der Otjisazu – Farm
Fotos von unserem Game-Drives
Kudu – Weibchen
Strauße
Habicht
Auch hier auf der Farm leben die Baboons, die nicht ganz ungefährliche Pavianart. Zum Glück kamen sie uns nie sehr nahe
Kudus!!! Ich mag diese majestätischen Tiere, vor allem die Männchen mit ihren imposanten Hörnern
Das sind Akazienbäume, das Lieblingsfressen der Giraffen. Mit ihrer langen und lederartigen Zunge umschließen sie den Zweig und ziehen die Knospen und Blätter ab, ohne sich zu stechen. Wenn der Mensch sich an den Dornen sticht, ist das sehr unangenehm.
Die Zunge einer Giraffe kann bis zu 25 cm lang werden. Der vordere Teil ist dunkel – das ist ein Sonnenschutz, damit die Tiere beim stundenlangen Blätterzupfen unter der Sonne Afrikas keinen Sonnenbrand auf der Zunge bekommen.
Impalas
Die Go-Away-Vögel erinnern uns mit ihrer Stehmähne an den Dart-Spieler Peter Wright
Ihr Ruf klingt wie ein Feueralarm
Eine Herde Blessböcke im trockenen Flussbett
Manchmal war es nicht einfach, aus dem fahrenden Auto auf die Tiere scharf zu stellen ….
Ein Dik Dik
Und ein weiteres Dik Dik Pärchen. Sie sind die kleinsten Antilopen und sehr scheu
Ein frecher Springbock – streckt er uns doch tatsächlich die Zunge raus und geht
Fahrt über das riesige Farm-Gelände
Wir hielten Ausschau nach den Giraffen. Die müsste man doch eigentlich gut sehen, dachten wir
Niedliche Erdmännchen
Springböcke
Springböcke sieht man sehr häufig
Rappenantilopen Springböcke mit der Farm im Hintergrund
Leoparden
Es gibt Raubkatzen auf der Farm. Direkt gesehen haben wir sie nicht.
Aber abends gehört – und auch ihre Spuren gefunden. Mitten beim Gamedrive hielt Andreas an.
„Kommt mal mit, ich zeige euch was!“ Im Vorfeld hat er mir gesagt, worum es geht, und gefragt, ob die Kids so etwas sehen dürfen. Wir haben selber mehrere Katzen und manchmal bringen sie uns ’nette‘ Geschenke. Und auf dem Bauernhof erlebt man ohnehin so einiges, was abhärtet – also: Lets go!
Leoparden schleppen ihre Beute in die Bäume, um sie so vor diebischen Hyänen und Löwen zu verstecken.
Das Foto ist bewusst sehr klein, wer es größer sehen möchte, braucht es nur anzuklicken
Wir waren fasziniert, die Kids haben sich das ganz genau angesehen – und direkt an den Hörnern bestimmt, welches Tier es mal war, sehr zur Freude von Andreas, welcher ihnen das alles wenige Stunden vor dem Gamedrive alles erklärt hat.
Wenn man sich die Größe der Beute ansieht, kann man sich vorstellen, dass es ein Kraftakt für den Leoparden sein muss, seine Beute da hoch zu hieven.
Und das ist die Natur, genau das ist es, was man im Zoo nicht zu sehen bekommt.
Aber man hat eben auch keine Garantie, die Tiere zu sehen.
Der Leopard war sicherlich nicht sehr weit weg, wir konnten ihn nachts ein paar mal hören – aber gesehen haben wir ihn nicht.
Die Giraffenherde auf der Otjisazu-Farm
Die Giraffen haben wir nicht bei jeder Ausfahrt gesehen.
Dafür hatten wir bei einem Gamedrive das unglaubliche Glück, die ganze Herde zu sehen.
Sie standen zwischen den Büschen, gut versteckt. Etwas weiter standen mehrere Oryx-Antilopen und Springböcke.
Während wir auf der Straße standen und die Giraffenherde samt niedlichen Nachwuchs beobachteten, bemerkten wir nach einer Weile, dass sich die ganze Herde in Bewegung setzte – genau in Richtung Straße!
Andreas gab Gas, um etwas näher an die Herde heranzukommen.
Und dann, innerhalb von Sekunden, überquerten ca 20 Tiere direkt vor uns die Straße! Das Ganze ging so schnell, dass wir mit filmen / fotografieren kaum hinterher kamen.
Es war ein unglaublich, wie im Film, aber live und direkt vor uns!
Diesen Anblick werden wir wohl nie vergessen
Ist das nicht toll?
Wir stehen in der weiten Landschaft von Afrika und vor uns eine ganze Herde Giraffen inklusive Jungtiere.
Von diesem Anblick waren wir schon ganz geflasht und konnten unser Glück kaum fassen.
Sie schienen uns nicht einmal zu bemerken. Und wir konnten in Ruhe beobachten – und vielleicht hätten wir da auch noch eine Weile gestanden …
… aber dann liefen sie alle auf einmal los, direkt vor unserem Auto her. Unbeschreiblich!!!
Es ist beeindruckend, wie die Tiere ihre 1,50 m langen Beine beim laufen so perfekt koordinieren
Das Jungtier (Kalb) ganz hinten ist erst wenige Wochen alt
Kurzes Video inkl SloMo meiner Tochter
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Bei einem GameDrive eine Wochen später trafen wir die Herde wieder
Seht ihr das kleine Jungtier? Es verschwindet fast im Gras
Sooo niedlich. Und die Giraffe vorne zeigt uns ihre ledrige Zunge. Biologieunterricht perfekt.
Wenn in Afrika die Sonne untergeht …..
Immer wieder ein Highlight: Ein Sonnenuntergang in Namibia
Wenn wir bei Andreas auf der Farm waren, fuhren wir fast jeden Abend zu einem kleinen Berg. Dort gab es kühle Getränke – und man hatte einen fantastischen Ausblick über die weite Landschaft, über welche sich die Sonne farbenfroh senkte.
Der Sonnenuntergang im Juli ist um 18.30 Uhr.
Und danach ist es immer direkt frisch.
So frisch, dass wir unsere Winterjacken angezogen haben.
Der fantastische Ausblick über das Land. Unten mittig sieht man ein kleines Wasserloch, welches immer mit Wasser gefüllt ist
Elands und Oryxe am Wasserloch
Wer möchte, kann bis an die Spitze des Hügels laufen, von oben ist die Aussicht unbeschreiblich
Die Kids, in Deutschland eher mal genervt, wenn ich unterwegs irgendwo anhalte, um einen schönen Sonnenuntergang zu fotografieren, ließen nun hier am Berghang in Namibia ihre Handykameras glühen.
Fotos der untergehenden Sonne, Selfies im gold-orangenen Abendlicht, Spielerei mit den Kontrasten.
Dieses Licht ist fast surreal
Ein kleiner Kameraschwenk, nur um einmal kurz diese unendliche Weite zu zeigen – und diese Ruhe
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Bevor es zu dunkel wurde, stiegen wir wieder den Berg hinab und gingen zum Auto.
Glücklich über diesen unvergesslich schönen 1. Sonnenuntergang in den scheinbar unendlichen Weite Namibias.
Wenn die Sonne hinter den Bergen verschwunden ist, dauerte es nicht mehr lange, bis der Himmel sich in ein leuchtendes und knalliges Orange verwandelte
Eine Stimmung, so magisch wie die Farben des Himmels.
Die einzigen Geräusche, welche man hier oben hört, sind die Zikaden, welche nach Sonnenuntergang in ihr Lied einstimmen.
Eine Ruhe, welche einen binnen kürzester Zeit den stressigen Alltag zu Hause vergessen lässt.
Man ist ganz weit weg von den ganzen schlechten Nachrichten der letzten Zeit.
Die Welt hier oben ist einfach nur friedlich.
Ich vermisse es. Sehr sogar.
.
Und dann ging der Vollmond auf. Und schien hell über die Landschaft.
Die Fahrt zurück zur Farm im fast dunklen hat auch was Besonderes. Beim Schreiben der Zeilen spüre ich allerdings auch direkt wieder die Kälte.
Rückkehr auf die Farm.
Das Abendessen war bereits vorbereitet und das Feuer im Kamin brannte, an welchem wir uns aufwärmen konnten.
.
Gut in Erinnerung geblieben ist mir auch eine Fahrt in der Nacht, mit dem Nachtsichtgerät haben wir uns zum Beispiel die Termitenhügel angesehen. Was jetzt vielleicht langweilig klingt, war hoch interessant, denn es zeigte uns wieder einmal, was für ein imposantes Bauwerk so ein Termitenhügel ist. Und auch die Fahrt durch die dunkle Nacht war ein besonderes Erlebnis.
Sonnenuntergang auf der Farm
An einem Abend fuhren wir nicht zu dem Sundowner-Berg, sondern blieben auf der Farm. Und während die Kids das WLAN nutzten, um ihre Flammen und Duolingopunkte zu erhalten und ihren Freunden Fotos schickten („Wir haben schon zwei Sonnenuntergänge auf dem Berg gesehen, jetzt möchten wir mal chillen!“ „Genau. Wir fahren doch heute eh nicht raus, also!“ Also – genauso ein bekräftigendes Argument wie ‚Darum‘ …) … jedenfalls nutzten mein Lebensgefährte und ich die Zeit vor dem Abendessen für einen Spaziergang auf der Farm.
….. ein wunderbarer Ort.
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Angekommen in Afrika: Die ersten Tage auf der Otjisazu Gästefarm
Angekommen in Afrika: Die ersten Tage auf der Otjisazu Gästefarm
Erst einmal möchte ich mich für das tolle Feedback zum 1. Beitrag bedanken.
Das Schreiben macht gleich mindestens doppelt soviel Spaß, wenn man so liebe Nachrichten bekommt! Vielen Dank an euch!!!!
Ein langer Flug lag hinter uns und den 4 Kindern bzw. Kids … ein Nachtflug, gut geschlafen hat jedoch keiner von uns
Aber schon bei der Landung verflog die Müdigkeit blitzschnell
Mehrere Leser haben sich das vollständige Video zur Landung gewünscht. Daher wird es nun sozusagen „nachgereicht“
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So ganz glauben konnten wir es noch nicht. So viele Jahre war das ein großer Traum von uns …. einmal Giraffen, Zebras, Elefanten und die großen Verwandten unserer Stubentiger in ihrem natürlichen Lebensraum sehen und erleben.
Jetzt war es endlich soweit und knapp 3 Wochen Rundreise in Namibia lagen vor uns.
Wenn ich mir jetzt die Fotos ansehe, kann ich es trotzdem manchmal nicht so wirklich glauben, dass diese Fotos auf unserer Reise entstanden sind. Das wir so tolle Erlebnisse und Tiersichtungen hatten, es ist unbeschreiblich und erfüllt uns mit soviel Glück und Dankbarkeit
Schon auf dem Weg zur Farm haben wir die ersten Tiere gesehen
Die ersten Tage verbrachten wir auf der Otjisazu Gästefarm in der Nähe von Windhoek.
Natürlich hätten wir direkt nach der ersten Nacht mit der Rundreise beginnen können, aber wir wollten uns und den Kids erst einmal die Zeit geben, anzukommen in Afrika – und zudem auch etwas Puffer haben, denn die Flug-Situation im Sommer 2022 war teilweise sehr chaotisch.
Gegen 10 Uhr erreichten wir die Otjisazu Gästefarm und Andreas Tomek hieß uns herzlich willkommen.
Andreas betreibt die Gästefarm seit Januar 2022
Auch der Farmhund Simba begrüßte uns herzlich
Wo genau liegt die Farm?
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Luftlinie ca 70 km nördlich von Windhoek liegt die Farm.
Es gibt zwei Wege zur Otjisazu Gästefarm.
Weg 1 ist komplett über asphaltierte Straßen. 130 km, Fahrtzeit 1,5 Std.
Weg 2 ist nur 106 km, dafür über Schotterpisten.
Vorteil von Weg 2: Landschaftlich schöner und mit etwas Glück sieht man auch schon die ersten afrikanischen Tiere.
Die Geschichte von Otjisazu
Otjisazu heißt in der Hererosprache Platz der roten Ochsen. Die Herero sind ein Völkerstamm von Namibia.
In diesem Jahr feiert Otjisazu sein 150-jähriges Bestehen, also schon eine lange Geschichte, auf welche dieser Ort zurückblickt.
Im Jahr 1872 gründete der junge deutsche Missionar Johann Jakob Irle (1843 – 1924) an diesem Ort eine Missionar-Station der Rheinischen Mission. Ziel war es, die Herero und Mbanderu unter Häuptling Kukuri zum christlichen Glauben zu bekehren. Schon die Anreise damals war abenteuerlich, 12 Ochsen zogen den Karren durch teilweise reinen Wüstensand, bis der richtige Platz für die Missionarsstation gefunden wurde. Oft nur im Schritttempo, die Strapazen waren enorm.
Johann Jakob Irle blieb mit seiner Frau 31 Jahre auf Otjosasu, wie es damals erst hieß. In dieser Zeit gewann er tiefe Einblicke in das Leben und die Traditionen der Herero, was ihn zum besten Kenner der Herero-Kultur seiner Zeit machte. Als sich die Herero 1904 gegen die deutsche Kolonialmacht erhoben, war Johann Jakob Irle einer der wenigen Menschen aus Afrika, die die Öffentlichkeit in Deutschland über die Gründe und Ursachen des Aufstandes informierten.
Johann Jakob Irles Nachfolger auf Otjisazu war Missionar Heinrich Brockmann (1873-1951). Er lebte ab 1903 auf der Otjisazu-Farm und erlebte den Herero-Aufstand 1904.
Am 29. Januar 1904 wurde der Missionar Heinrich Brockmann von den Herero aufgefordert, Otjisazu zu verlassen und nach Okahandja zu gehen.
Wie alle umliegenden Missionsstationen wurde auch Otjisazu geplündert und zerstört, ein Händler und ein Soldat verloren dabei ihr Leben, sie wurden auf dem Gelände der Farm beerdigt. Ihre Gräber sind heute noch zu sehen.
Ebenso wie einige Hererogräber sowie Gräber der Missionarsfamilien und von früheren Farm- Besitzern.
In Namibia darf man auf seiner Farm bestattet werden. Daher gibt es auf vielen Farmen kleine Friedhöfe.
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So war dieser Ort schon vieles …. Missionar- Station, 1904 Schauplatz des Hereroaufstandes, Operationsbasis des Deutschen Gouverneurs gegen die Herero, Lazarett, Poststation der Deutschen Schutztruppe bei der Schlacht am Waterberg, Polizeistation, Rinderfarm – und heute ist Otjisazu eine Gästefarm.
Die damalige Kirche wurde mehrfach umgebaut, heute befindet sich in dem Gebäude der Empfangsbereich der Gästefarm. Im Empfangsbereich ist eine Mauer der ursprünglichen Kirche zu sehen.
Viele historische Bilder helfen, die Geschichte dieses Ortes und des Landes zu verstehen.
(Postkarte von der Farm)
Beide Fotos entstanden an ungefähr der gleichen Stelle. Zwischen den Fotos liegt ein ganzes Jahrhundert. Auf dem unteren Foto ist der Signalberg von den Bäumen verdeckt.
Die heutige Gästefarm
Inmitten von einem 20 ha großen Gelände liegen die Gebäude der Farm. Diese bestehen aus dem Hauptgebäude mit Empfang, Küche und Speisezimmer, den Gebäuden mit den Zimmern und der eigentlichen Hofanlage mit Ställen und den Häusern der Angestellten.
Einen Teil der Farm nutzen die Herero zur Rinderzucht.
Auf dem anderen Teil befinden sich die Gebäude und zudem der Signalberg, welcher früher mit Hilfe von Feuer auf der Hügelspitze zur Kommunikation genutzt wurde. Auf der Farm leben sehr viele der in Namibia vorkommenden Antilopenarten, mehrere Strauße und eine große Herde Giraffen.
Seit Januar 2022 leitet Andreas Tomek die Gästefarm.
Es gibt 10 Zimmer, darunter auch zwei Familienzimmer mit je einem Doppelbett und variabler Anzahl an Einzelbetten.
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Mitten durch das Gelände führt der kleiner Fluss Otjisazu, welcher jedoch aufgrund der Trockenheit die meiste Zeit des Jahres wasserlos ist.
In diesem Jahr führte der Fluss grade mal 4 Stunden Wasser …
“ Willkommen auf der Otjisazu Gästefarm,
der Heimat einer Vielzahl von Wildtieren wie Giraffen, Kudu, Oryx und Rappenantilopen. Übernachten Sie in unserer schönen Gästefarm, genießen Sie den Pool, speisen Sie köstlich und erleben Sie die Wunder Afrikas.“
*) keine Werbung, sondern eine Empfehlung, weil es uns wirklich sehr gut dort gefallen hat
Ein kleiner virtueller Rundgang über die Farm
Das Eingangstor zur Farm an der Straße
Die Gästefarm
Der Parkplatz vor dem Hauptgebäude
Das Hauptgebäude, in welchem sich auch die Rezeption befindet
In diesem Gebäude sind 5 Zimmer, auch wir hatten unsere 3 Doppelzimmer hier. Hinter dem Gebäude verläuft der Fluss, daneben gibt es ein kleines, die meiste Zeit trockenes Wasserloch. Ein weiteres Wasserloch, welches immer mit Wasser gefüllt und nachts beleuchtet ist, befindet sich im Poolbereich
Einer unserer Zimmerschlüssel
Nach dem langen Nachtflug erwartete uns ein leckeres Frühstück mit vielen hausgemachten Leckereien
… danach war dann aber erst einmal eine Runde Schlafen angesagt ….
Mir reichte ein kurzes Nickerchen – ich war viel zu gespannt auf die Farm und so ließ ich die anderen schlafen und startete einen ersten Erkundungsspaziergang.
Die Rezeption
Der Speisebereich
„Unser“ Tisch, hier bekamen wir Frühstück und Abendessen und an den Tagen, an denen wir nicht unterwegs waren, auch Mittagessen und Kaffee / Kuchen
Der Außenbereich mit Grill und Feuerstelle. Hier haben wir viele schöne Stunden verbracht
Farmleben
Auch ein paar Tiere habe ich entdecken können
Ein Rotschnabeltoko (gehört zu den Nashornvögeln) hat es auf das Hühnerfutter abgesehen
In einem der Bäume im Gästefarm- Garten entdeckte ich diese kleine Pearlspotted Owl, eine Perleule Im trockenen Wasserloch saß eine kleine Herde Borstenhörchen / Erdhörnchen … … und im Baum daneben viele bunte Vögelchen Rotschnabeltokos sieht man häufiger in Namibia Und auch die Glanzstare sind nicht selten, aber mit ihrem leuchtend-blauen Gefieder immer wieder schön anzusehen
Der Pflanzenbestand ist teilweise schon sehr alt. Im Garten wachsen Palmen, verschiedenen Gräser, Aloe Vera, Kakteen und weitere alte Bäume.
Wenn ich die Fotos sehe und die Zeilen schreibe, spüre ich meine Sehnsucht,… wie gerne würde ich jetzt wieder dort sein. …
Unser Zimmer, es ist alles neu renoviert.
Wasserkocher, Kaffee, Tee, Wasser, Obst und Kekse in jedem Zimmer
Später, als alle ausgeschlafen waren, gab es Mittagessen für uns, bestehend aus Pommes und den Otjisazu- Burgern mit Rinderfleisch von der Farm.
Und danach waren die Kids nicht mehr zu bremsen: Sie wollten unbedingt in den Pool! Auch wenn es sonnig war, die Temperaturen liegen im Juli tagsüber bei „nur“ 20 – 25 Grad, nachts kühlt es auf unter 5 Grad ab und es kann auch frieren.
Die Kids argumentierten: „Es sind Sommerferien, es gibt einen Pool – also wird er auch genutzt!“
Diskutieren bringt in dem Alter (die Kids sind 12, 12, 13 und 15 Jahre) ohnehin nichts, also ließen wir sie.
Keine 2 Minuten später standen sie mit Badesachen und Handtüchern am Pool.
Mein Lebensgefährte und ich suchten uns einen Stuhl an der Poolbar und wetteten, wie viele Minuten die Kids wohl aushalten würden.
Während die Kids langsam in den Pool stiegen (wir vernahmen ein leises „Man, das ist ja echt kalt!“) , kam einer der Angestellten vorbei – mit Winterjacke und Pudelmütze auf dem Kopf. Er schaute zu den Kids, welche inzwischen schon bis zum Knie im Pool waren und schüttelte lachend den Kopf. Das war schon ein witziges Bild: Der Angestellte mit Daunenjacke und Pudelmütze direkt neben den Kids im Pool!
Es ist halt Winter in Namibia. Pudelmützentragende Namibianer würden wir in den kommenden Tagen noch häufiger sehen, dazu eine dicke Daunenjacke und eine kurze Hose.
„Mama, mach mal schnell ein Foto, das Wasser ist megakalt!“
Das Foto war im Kasten, die Kinder blaugefroren, aber glücklich. „Na, wie waren die 5 Minuten im Pool?“ fragte ich sie grinsend, während sie sich in ihre von der Sonne aufgewärmten Handtücher einkuschelten. „Cool! Morgen gehen wir wieder in den Pool und dann für 6 Minuten!“ Cool – im wahrsten Sinne des Wortes.
Am Poolbereich ist auch das Wasserloch und ab und zu kam auch mal ein Tier vorbei.
Na, seht ihr es?
Direkt am ersten Tag in Afrika erwartete uns schon das erste Highlight: Eine Safari auf dem Farm-Gelände!
Vorher gab es aber etwas Theorie. Geweih- und Hornkunde. Immerhin sollten die Kids (und wir natürlich auch) wissen, welche Antilopenart wir sahen.
Auf dem Stundenplan heute: Biologie / Tierkunde
Andreas erklärte die Unterschiede zwischen Horn und Geweih und hatte dann die verschiedenen Antilopenhörner zum anfassen dabei. Die Kids lauschten gespannt und aufmerksam zu. Sie stellten Fragen, waren mit Eifer dabei – und konnten hinterher anhand der Hörner die Antilopenarten voneinander unterscheiden.
Und nach der Theorie ging es zum praktischen Teil.
Kudus
Wir haben mehrere Safari-Fahrten – oder wie es in Namibia heißt: Game Drives – gemacht, es entstanden so viele Fotos, die zeige ich im nächsten Beitrag.
Den Sonnenuntergang schauten wir uns mehrmals beim Sundowner mit kühlen Getränken am Berghang an. Dort überblickten wir das Farmgelände bis zu den Bergen, eine kaum zu beschreibende Weite und eine entspannende Ruhe herrscht dort oben.
Einer meiner neuen Sehnsuchtsorte ….
Die Farben beim Sonnenuntergang sind intensiv und farbenfroh, viel intensiver als bei uns in Deutschland.
Die gesamte Landschaft wird in ein wundervolles warmes Licht getaucht, bis die Sonne am Horizont verschwunden ist. Und dann beginnt das eigentliche Farbspektakel am afrikanischen Himmel. Leuchtend Orange verfärbt sich der Himmel, bevor die Dunkelheit wie eine Glocke das letzte Licht der untergegangenen Sonne endgültig schluckt.
Und dann wird es direkt kalt. So kalt, dass wir uns regelmäßig nach Sonnenuntergang Strickjacken, Winterjacken und Schal angezogen haben.
Mittags Pool, abends Winterkleidung. Ein wenig erinnerte mich das an unsere Reise in den USA, wo wir auch an manchen Tagen zwischen Tag und Nacht Temperaturunterschiede von bis zu 25 Grad hatten.
Die Kids, in Deutschland eher mal genervt, wenn ich unterwegs irgendwo anhalte, um einen schönen Sonnenuntergang zu fotografieren, ließen nun hier auf dem Berg in Namibia ihre Handykameras glühen.
Fotos der untergehenden Sonne, Selfies im gold-orangenen Abendlicht, Spielerei mit den Kontrasten.
Und dann brach die erste Nacht rein.
Nach dem Sonnenuntergang gab es Abendessen
Auf das Abendessen freuten wir uns immer sehr. Die Küche zauberte jeden Abend tolle Gerichte mit Vorspeise, Hauptgang und Dessert.
Es wurden landestypische Speisen in Kombination mit vertrauten Gerichten serviert. Wenn es Rind gab, kam es von der Farm und auch das Wild war aus der Region. Schwein und Hähnchen gab es eher selten, es gab meistens Rind oder Antilope oder Gnu, welche eigentlich auch zu den Antipolen zählen. In Deutschland esse ich ungerne Wild bzw Fleisch generell, aber in Namibia wusste man, wie artgerecht die Tiere gehalten wurden, bevor sie geschlachtet wurden. Mastställe gibt es nicht, die Tiere leben auf riesigen Geländen unter dem Himmel Afrikas und fressen den ganzen Tag frisches Gras, nur selten muss mit Heu zugefüttert werden – und das schmeckt man.
Dazu wurde Salat und als Beilage mal Nudeln, mal Peanutbutter-Potato, mal Reis gereicht. Lecker war es immer!
Weil in Namibia im Juli / August Winter ist, gab es oft ein warmes Dessert mit Vanille und / oder Zimt.
Am offenen Kaminfeuer haben wir uns oft wieder aufgewärmt. Die Sonnenuntergänge in Namibia sind fantastisch, aber im Namibianischen Winter auch sehr frisch
Regelmäßig organisiert Andreas Grillabende für seine Gäste
Auch als wir dort waren, fand an einem Abend ein Grillabend statt. An diesem Abend waren 3 deutsche Familien zu Gast und wir tauschten uns über das aus, was wir schon in Namibia erlebt und gesehen haben oder noch planen. Wir haben uns gegenseitig vom Handy Fotos und Videos gezeigt und Maari und ihre Kollegen zauberten uns in der Zeit ein kulinarisches Highlight in diesem Urlaub. Es gab Wild von der Farm, Salate, Auflauf und sehr leckeres Grillbrot.
Ein unvergesslicher Abend, welcher viel zu schnell vorbei ging ….
Nach dem Essen gingen wir auf den Parkplatz von der Gästefarm. Andreas schaltete die Lichter aus – und über uns erstreckte sich die Milchstraße so deutlich, wie ich sie noch nie zuvor gesehen habe. Die Milchstraße zog sich als großer Bogen bis zum Horizont, unglaublich!
Der Sternenhimmel ist unbeschreiblich
Und auch eine besondere Sternenkonstellation konnte man über dem Haupthaus der Gästefarm toll erkennen: Das Kreuz des Südens. Es ist ein kleines, aber markantes Sternbild des Südhimmels, auf welches ich mich sehr gefreut habe, denn man kann es nur auf der Südhalbkugel sehen. Die senkrechte Achse zeigt immer Richtung Süden und diente den europäischen Seefahrern im 16. Jahrhundert als wichtige Orientierungshilfe. Außerdem erinnerte sie das Sternbild an das Kreuz der Christen.
Die Poolbar nach Sonnenuntergang. Im Hintergrund sieht man das beleuchtete Wasserloch
So farbenfroh wie die Sonnenuntergänge sind auch die Sonnenaufgänge.
Da lohnte sich das frühe aufstehen.
Und nicht nur optisch ist der Sonnenaufgang ein Genuss, auch akustisch ist morgens um 7 Uhr auf der Farm schon viel los. Ein wundervoller Wecker, welcher einlädt, direkt erst einmal vor die Tür zu gehen um diesem Konzert zu lauschen. Warm eingepackt – im Juli ist es morgens sehr frisch.
Ein kleines ergänzendes Video. Und ja, ich weiß, Kameraführung ist ausbaufähig
Bin halt Bloggerin und kein Vloggerin ^^
Einfach Augen schließen und den Geräuschen lauschen
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Auf dem Video leider nicht zu „zeigen“: Zum einen die Frische an diesem wundervollen Juli- Morgen, zum anderen der Duft des Frühstücks, welcher in der Luft lag. Kaffee, heißer Kakao und frisch gebackenes machten einem das manchmal doch sehr frühe Aufstehen auf dieser Reise um einiges angenehmer
Zum Frühstück gab es jedes mal eine leckere Besonderheit.
Mal kleine Küchlein, mal Pancakes.
Dazu gab es verschiedene Sorten Brot, Aufschnitt, Käse, Rührei, Bacon, Spiegeleier, Cornflakes, Honig, Joghurt mit frischem Obst, Kakao, Tee und Kaffee.
Das Frühstück war immer ein toller Start in einen weiteren aufregenden Tag in Afrika!
Jetzt kennt ihr die Farm, auf welcher wir die meiste Zeit verbracht haben. Am Anfang der Reise, am Ende der Reise und zwischendurch auch – als wir vom Etoscha-Nationalpark im Norden zu den Dünen in den Süden fuhren. Für uns war die Farm ein toller Einstieg für die Reise durch Namibia.
Lieber Andreas, Liebes Team der Otjisazu-Farm,
Vielen Dank für alles, ihr habt uns einen grandiosen Auftakt und einen wundervollen Abschied von unserer Reise nach Namibia ermöglicht
Vielen Dank !!!!
Im nächsten Bericht nehme ich euch mit auf unsere erste Safari!
Afrika, wir kommen!! Unsere Afrika-Reiseplanung und der Flug mit Eurowings Discover nach Windhoek in Namibia
Unser Sommerurlaub 2022 in Afrika
Afrika …. davon träumten wir schon sehr lange. Einmal auf Safari fahren und die Tiere, welche man sonst nur aus dem Zoo kennt, in freier Wildbahn sehen und erleben.
Geäußert haben die Kinder den Wunsch schon häufiger, aber ich wollte warten, bis sie etwas älter sind.
Später, irgendwann mal …..
Aber in den letzten Monaten und Jahren ist viel passiert und ein Spruch hat sich tief in mir gefestigt:
Geniesse deine Zeit, denn du lebst nur jetzt und heute.
Auf meinen Bericht zu Ugandabekam ich viel Feedback. Am meisten kam die Frage, ob wir dorthin reisen würden. Ja, es stand im Raum. Wir hätten mit unseren 4 Kids eine Rundreise mit einem Tourguide angedacht. Warum es nicht geklappt hat? Darauf möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen.
Manchmal bringt das Patchwork-Familienleben auch ein paar „Komplikationen“ mit sich ….
Aber das Thema Afrika war auf einmal überall präsent. Im Schaufenster hingen Pullover mit Giraffen, eine Patientin schenkte mir (nichtsahnend) eine Tasse mit Zebramuster, im Fernsehen beim durchzappen landete ich ständig bei irgendwas rund um das Thema Afrika, beim Discounter gab es Plüsch-Löwen, im Kino stand ich vor einem Plakat mit einigen Tieren Afrikas und im Radio liefen gefühlt viel häufiger als sonst Lieder mit Bezug zu Afrika und selbst bei meinem Wartezimmer-Handyspiel drehte sich auf einmal alles um das Thema „Safari“ … . Meine Kids lachten schon jedes mal, wenn uns im Alltag wieder einmal Afrika begegnete.
Sicherlich kein Wink des Universums, sondern wohl vielmehr psychologisch mit selektiver Wahrnehmung erklärbar, zeigte es mir aber, wie tief die Sehnsucht in mir schlummerte … und somit stand nun doch wieder eine Reise nach Afrika im Raum.
Und nach vielen vielen Gesprächen stand unser neues Afrika- Reiseziel fest, mit dem alle Beteiligten einverstanden waren:
NAMIBIA!
Und dann begann die Planung. So ein riesiges Land. Soviel zu entdecken. Und nur 15 Tage Zeit.
Namibia liegt im Süden von Afrika.
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Die Flüge haben wir trotz unserer schlechten Erfahrungen über Lufthansa gebucht. Sie boten zu unserem Reisezeitpunkt als einzige Airline eine Direktverbindung und in Hinblick auf die noch bestehende C-Pandemie erschien es uns sinnvoller, keine Umstiege in anderen Ländern zu haben.
Unsere Flugroute war somit: Frankfurt – Windhoek – Frankfurt ; mit Eurowings Discover
Und dann begann die Planung.
Wir nahmen nur unsere 4 großen Kids mit nach Afrika. Für die Tochter meines Lebensgefährten wäre diese Reise zu anstrengend geworden. (Sie war auf Atlantik- Kreuzfahrt mit ihrer Mutter und hatte ebenfalls eine tolle Zeit.)
Wenn wir mit unseren Kindern reisen, ist mein 1. Schritt bei der Planung, die Kids nach ihren Wünschen zu fragen. Gemeinsam mit ihnen informierten wir uns über die Möglichkeiten in Namibia. Und dann durfte jeder seine Wünsche äußern. An dieser Stelle nochmals die Altersstruktur der Kids: 12, 12, 13 und 15 -> 4 Kids in der Pupertät,…
Wünsche der Kids, Top 3:
Platz 1 (4 Stimmen mit beiden Armen oben also im Grunde 8 Stimmen) : WLAN!
„Ernsthaft?! Wir fliegen nach Afrika und euer einziger Wunsch ist WLAN???“ –
„Ja, ganz wichtig, weil wir mit unseren Freunden in Kontakt bleiben möchten!“
Ok, das lasse ich mal gelten. Die meisten Unterkünfte werden wohl WLAN haben…
Platz 2:
WLAN!
„Das hattet ihr doch schon!!“ – „Ja, aber es ist halt voll wichtig! Wir wollen unsere Flammen bei Snapchat nicht verlieren. Und unsere Duolingo-Punkte auch nicht!“ „Eure was?! …. Ach, egal, ich frage gar nicht weiter, sondern notiere es mir…..“
Platz 3: Viele Tiere in ihrer freien Wildbahn sehen!
Naja, …dieser Wunsch, welcher bei meinem Lebensgefährten und mir auf Platz 1 war, schaffte es bei den Kids zumindest in den Top 3 ….
Es gab dann noch Wünsche wie Gammeltage, Pooltage („In Namibia ist Winter!“ – „Egal, wir haben Sommerferien, also gehen wir in den Pool!“ ) irgendwas cooles machen, nicht nur im Auto rumfahren, jeden Tag Nudeln essen, keine großen Spinnen sehen, …. usw … das kann ja heiter werden ….
Als nächsten Schritt bei der Reiseplanung durchsuche ich gezielter das Netz, vor allem in den entsprechenden Facebook-Gruppen und auf Reiseblogs bekommt man tolle Infos und Inspirationen. Ich habe parallel immer einen Word-Tab offen, um mir Notizen zu machen. Die Word-Seite füllte sich dann sehr schnell und wir Erwachsenen mussten uns dann selber die Frage stellen: Was möchten wir eigentlich? Nur Tiere sehen? Landschaft und Kultur erleben?
In einer Namibia- Facebook- Gruppe lernte ich Andreas kennen. Er ist aus Deutschland nach Namibia ausgewandert und betreibt eine Gästefarm in der Nähe von Windhoek.
Und er bot mir an, mir bei der Planung zu helfen.
In mehreren Video-Telefonaten lernte ich ihn und die Gästefarm kennen, welche er betreibt. Weil uns das alles sehr gut gefallen hat, buchten wir direkt die ersten beiden Nächte nach der Ankunft bei ihm.
In den kommenden Tagen / Wochen planten wir zusammen mit Andreas unsere Tour. Er kennt viele Unterkünfte persönlich, kennt die Straßen, die Sehenswürdigkeiten, die Entfernungen und war uns so eine große Hilfe. Auch kennt er ein (deutschsprachiges) Reisebüro in Windhoek, über welches wir dann die Unterkünfte im Etosha-Nationalpark, in der Wüste und in der Küstenstadt Swakopmund buchten. Und auch diverse Ausflüge wie zB eine Bootstour in der Walfischbucht oder die „Little 5 Desert Tour“ in den Dünen bei Swakopmund buchte das Reisebüro in Windhoek dann für uns.
Alles hat völlig reibungslos geklappt
Welche Formulare braucht man zur Einreise nach Namibia? Vor allem als Patchworkfamilie?
Neben der Routenplanung gab es auch einiges Formelles im Vorfeld zu erledigen. Die aktuellen Einreisebestimmungen findet ihr -> HIER (Auswärtiges Amt)
Neben einem noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass benötigt man für die Kinder weitere Dokumente:
Für die Kinder benötigten wir vom jeweils anderen Elternteil eine Reisevollmacht
Für die Einreise nach Namibia mussten wir die Unterschriften des anderen Elternteil amtlich beglaubigen lassen. Die Mutter von meinem Stiefsohn hat dies in ihrem Wohnort beim Amt erledigt, ich war mit dem Vater meiner Kinder beim Notar. Zusätzlich benötigten wir noch zu der beglaubigten Vollmacht eine Kopie des Ausweises vom jew. anderen Elternteil.
2. Eine englisch-sprachige beglaubigte Kopie der Geburtsurkunden der Kinder
Diese haben mein Lebensgefährte und ich bei dem Rathaus anfordern müssen, in welchem damals die Geburtsurkunde ausgestellt wurde. Bei allen 4 Kindern ging dies problemlos online. Bezahlen konnten wir es mit Paypal, die Gebühren lagen pro Urkunde zwischen 12 und 15 Euro. Nach einigen Tagen wurden die Dokumente per Post zugestellt.
Die Dokumente wurden bei der Einreise sehr genau geprüft. Also schaut bitte, dass ihr wirklich alles zusammen habt, wenn es Richtung Flughafen geht! Um auf Nummer sicher zu gehen (Falls unser Handgepäck verschwindet), habe ich alle Dokumente und auch unsere Ausweise abfotografiert und in zwei verschiedene Clouds hochgeladen.
Im Sommer 2022 waren zudem noch die Impfdokumente wichtig, wir sind alle vollständig geimpft (und teilweise schon zweimal genesen…) – war also alles kein Problem und einen PCR Test benötigten wir nicht.
Auto fahren in Namibia
In Namibia herrscht Linksverkehr, Lenkrad ist entsprechend auf der rechten Seite. Es gibt wenig asphaltierte Straßen, die meisten Straßen sind Schotterpisten. Zu den Regenzeiten im namibischen Sommer (Dezember / Januar) können sie auch mal überflutet sein. Daher benötigt man immer mehr Zeit für Strecken als in D.
Der Verkehr ist abgesehen von den Knubbelpunkten bei Windhoek und Swakopmund immer recht überschaubar gewesen. Es gab Strecken, die führten stundenlang geradeaus und uns kam kaum ein Auto entgegen. Jedoch empfanden wir das Fahren auf den Schotterstraßen nach einigen Stunden als anstrengender als asphaltierte Straßen. Und es ist sehr staubig.
Daher plant eure Tages-Etappen nicht mit zu weiter Strecke ein.
Grundsätzlich eignet sich Namibia super für Selbstfahrer-Reisen.
Man kann dann von Lodge zu Lodge fahren oder aber sich ein Auto mit Dachzelt mieten, um damit dann zu den Campgrounds zu fahren. Auch davon gibt es sehr viele und die Lagen der Campgrounds sind oft sehr attraktiv.
Kleiner Nachteil: Während der deutschen Sommerferien ist in Namibia Winter und nachts kann es auch mal frieren, daher ist diese Reisezeit weniger fürs Reisen im Dachzelt geeignet.
Da wir mit 6 Personen unterwegs waren, hätten wir 2 Dachzelte benötigt. Von den Kosten her waren wir somit fast identisch mit einem „normalen“ Mietwagen und Übernachtungen in Lodges. Daher haben wir aufgrund der Kälte nachts und der geringen Kostenersparnis die Variante mit den Lodge- Übernachtungen gewählt und auch immer direkt Mahlzeiten dazu gebucht.
Es ist aktuell empfohlen, sich sehr frühzeitig um einen Mietwagen zu kümmern, denn diese sind zur Zeit knapp.
Unsere Route
Nach der Ankunft in Windhoek waren wir die ersten 2 Nächte bei Andreas auf der Farm, um erst einmal anzukommen. Dann folgten ein paar Tage Etosha Nationalpark / Khorixas. Auf dem Weg zurück Richtung Süden wieder 2 Nächte auf seiner Farm (Chill-Tag dem Wunsch der Kids entsprechend) und danach Richtung Süden zu den Dünen und an der Küste entlang wieder zurück Richtung Windhoek. Das ist nicht ganz die klassische Runde, aber für uns mit den Kids war es genau richtig.
Die Zeit bis zur Abreise verging sehr schnell.
Am Tag vor unserer Abreise rief mich mein Reisebüro an und empfahl, am besten schon 4 – 5 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. An den Flughäfen war Chaos. Viele Flüge fielen aus und beim Koffer abgeben / Sicherheitscheck waren Schlangen teilweise bis nach draußen.
Das war genau das, was ich jetzt brauchte …..
Bevor wir in den Urlaub fahren, bin ich immer ein Nervenwrack. Es ist so viel zu organisieren…. packen, alle Papiere checken, alle Tiere noch einmal versorgen und alles für die Tiersitter vorbereiten, auch entsprechend das ganze Futter bereiten usw …. Jeder wuselt rum, Gepäckstapel laufen durch die Wohnung, die Katze muss drölfzigmal wieder aus dem Koffer geholt werden, an jedem Stecker in der Wohnung wird irgendwas geladen, alles, was an Handys, Tablets, Konsolen, Powerbanks Kameras, Akkus verfügbar ist, die Koffer sind grundsätzlich immer zu klein, und überhaupt … Chaos auf der ganzen Linie.
Ist ja für uns nichts neues, daher habe ich bereits 3 Tage vorher das Handgepäck für jeden vorbereitet
Und auch für unsere liebe liebe Katzensitterin stellte ich was in den Kühlschrank und legte ihr ein paar Leckereien auf den Tisch. Sie mag gerne Kokos, sieht man das?
Und dann wurde es Abend …. der Abend vor der Abreise …. Die Koffer standen bereit, das Handgepäck war vorbereitet. Es gab Essen vom Lieferdienst. Die Kids waren aufgeregt und überdreht. Der Plan vom frühen Schlafen gehen scheiterte …
Wenn nur am Flughafen alles gut geht …. Es bereitete uns Sorgen, denn die Medien berichteten in Dauerschleife von dem Chaos an deutschen Flughäfen …..
Abreisetag: Endlich ist er da – heute geht’s los!!!!!
Geschlafen habe ich in der Nacht kaum. Habt ihr das auch vorm Urlaub? Die ganze Zeit das Gefühl, was vergessen zu haben und wenn man dann doch schläft, träumt man von Autopannen und verpassten Fliegern ….
Und grad Frankfurt hatten wir in schlechter Erinnerung …. Letztes Jahr verpassten wir unseren Anschlussflug in Frankfurt und Lufthansa hat sich dabei und auch danach nicht mit Ruhm bekleckert, als es darum ging, dass wir irgendwie zu dem Flughafen kommen mussten, an welchem unser Auto stand,….
Mein Lebensgefährte ist auch an Abreisetagen immer recht tiefenentspannt, so auch dieses mal …
Er hatte gut geschlafen, war fit und die personifizierte gute Laune! Und das morgens um 6 Uhr …. Ich brauchte erst einmal einen Kaffee, weckte die Kids und relativ wortkarg bereitete sich jeder für sich auf die Abreise vor. Handgepäck wurde gepackt, Handys verstaut, was halt so kurz vor Abreise noch anliegt… – und eine Stunde später waren alle abfahrbereit. 5 Morgenmuffel und mein bestens gelaunter Lebensgefährte.
Die Kids verabschiedeten sich von ihren Großeltern, von den Katzen, von unserem Hund, noch einmal von den Katzen, von den Ponys und zum Schluss dann auch noch einmal von den Katzen.
Vielleicht würden wir in Afrika ihre großen Artverwandten sehen!
Es geht los! Es geht tatsächlich los! Hoffentlich klappt am Flughafen alles …..
Vom Münsterland fährt man ca 4 Stunden zum Frankfurter Flughafen. Die Kids schliefen während der Fahrt oder daddelten mit ihren Handys.
Und ich spürte den wenigen Schlaf der Nacht ….
Der Sanifairbon hatte die passende Lösung zum Problem
Den Kaffee nahm ich mir mit, wir wollten nicht unnötig Zeit verschwenden, denn im Hinterkopf hatte ich die Bilder vom Flughafenchaos …..
Und dann näherten wir uns immer mehr dem Frankfurter Flughafen
Meine Anspannung stieg mit jedem Kilometer ….. Nicht nur die Sorge vor dem angekündigten Chaos, sondern auch die Impf- Regelung machte mir Sorgen, denn eines der Kinder hatte erst eine statt der eigentlich erforderlichen Impfungen, da diese wie ein Booster nach Genesung zählte … aber würde man das auch bei der Einreise so akzeptieren?
Von meinem Reisebüro bekam ich eine Email. Sie hatte uns schon eingecheckt, uns die Bordkarten geschickt und uns eine gute Reise gewünscht. Toller Service!
….. tief durchatmen ….
Wie beim letzten mal auch schon nutzen wir auch dieses mal wieder das Valet Parking. Wir fuhren bis Terminal 1, riefen den Fahrer an, packten unser Gepäck aus und übergaben dem Fahrer das Auto. Mit 4 Kids ist das definitiv entspannter als damals, als wir noch 20 Minuten mit Koffer und Gepäck erst mit Bus und dann mit der Bahn zum Flughafen mussten….
*) Affiliate – Link , dass heißt, wenn ihr euren Parkplatz darüber bucht, bekomme ich eine kleine Provision, welche ich nutze, um die Blog-Kosten wie zb Server oder Software zu zahlen
…. 5 Stunden vorm Boarding waren wir am Flughafen! Das sollte eigentlich reichen ….
Wir waren bereit für das Flughafen-Chaos!
Am Flughafen dann die Überraschung. An unserem Schalter war absolut nichts los. Wir konnten direkt durchgehen und ich fragte ganz irritiert, ob überhaupt schon geöffnet sei. Ja, war es und so gingen keine 10 Minuten nach Betreten des Airports unsere Koffer bereits auf Reise und wir bekamen die Bordkarten ausgedruckt
Das hat super geklappt!
Die Kids hatten Hunger, aber wir wollten erst den Sicherheitscheck hinter uns bringen. Vielleicht ist da ja das angekündigte Chaos?!
Chaos nicht, aber mein übliches „Glück“ ….
Irgendwas stimmte mit meinem Rucksack nicht und ich wurde rausgewunken. Aus dem Grund musste ich vor der Sicherheitsbeamtin meinen Rucksack auspacken. Sie nahm meine Kamera und machte einen Wisch-Test auf Sprengstoff. Und kurz darauf hörte ich sie zum Kollegen sagen „Oh guck mal, positiv, das haben wir auch nicht oft…“ WHAAAT??? Mein Puls stieg schlagartig auf ein ungesundes Niveau …..
Und wie zu erwarten kam die Beamtin zu mir. „Ja, der ist positiv!“ und ich stammelte in einem von nervöser Sprachlosigkeit negativ beeinflusstem Deutsch „Ne, …. das kann ja gar nicht sein, … das ist meine …. normale Kamera.“ Es folgten ein paar weitere Tests und dann bekam ich grünes Licht. Meine Kamera konnte ich wieder einpacken, vernahm noch ein „Gute Reise!“ und ging dann zurück zu meiner Familie, welche das ganze ebenso nervös beobachtete …
Als mein Lebensgefährte mein schweißnasses Gesicht sah, musste er laut loslachen. „Das ist einfach nur gerecht! Ich sag nur Taschenmesser!“ sagte er grinsend zu mir und ich war noch immer sprachlos und auch grad noch viel zu aufgebracht und jetzt auch noch wütend auf meinen zukünftigen Göttergatten für seine Schadenfreude – und somit sagte ich nichts, sondern ging wortlos Richtung Gate. Was war letztes Jahr passiert? Kurzfassung: Flughafen Düsseldorf. Ich gab ihm einen Rucksack von mir für sein Handgepäck. Nur hatte ich irgendwie mein Taschenmesser im Rucksack vergessen und folglicherweise wurde er dann beim Sicherheitscheck rausgewunken und musste erklären, warum er ein Messer mit an Board nehmen wollte ….
Ja, war doof gelaufen, aber er fand das damals gar nicht witzig
Ok, tief durchatmen. Ist ja alles gut gegangen.
Ich frage mich bis heute, warum dieser Test positiv war?!?
Mein liebreizendes Kind meinte, das läge daran, weil ich manchmal so explosiv geladen wäre … Danke Kind, ….
Wie auch immer …. wir waren 4 Stunden vor Abflug bereits mit allem durch.
Wow, damit hätten wir nicht gerechnet!
Wir fuhren mit der Bahn ins andere Terminal, um in Ruhe zu essen. Die Kids durften sich aussuchen, wo wir essen. Mir war eigentlich nur nach einem Kaffee….
… ratet, wo wir gelandet sind ….
Nach dem Essen fuhren wir zurück zu unserem Terminal und gingen zu unserem noch leeren Gate
Endlich wieder dieser Ausblick!!!! Ich liebe es
Ich war sooo erleichtert, das alles so gut geklappt hat – und mein Blutdruck hatte nach dem Schreck beim Sicherheitscheck inzwischen auch wieder seinen Normalwert erreicht …. und nun kam die Müdigkeit wieder durch …. Fit war ich zu dem Zeitpunkt ohnehin nicht … . Später habe ich mich quer über die Bänke gelegt und kurz geschlafen. Die Kids waren gut beschäftigt
Via Flightradar erfuhr ich, dass unsere Maschine aus Afrika kam und konnte dann auch sehen, dass sie bald landen würde.
Und da war sie, unsere Maschine, welche uns in der kommenden Nacht jenseits des Äquators fliegen würde.
Boardingtime !!!!! Woah, es geht los! Endlich!!!!
Kennt ihr dieses Kribbeln vor lauter Aufregung?
….. wir saßen im Flieger! Ich konnte es kaum fassen! Bald würde sich unser großer Traum einer Safari- Reise erfüllen! Unbeschreibliches Glücksgefühl!
Noch schnell ein Whats App Gruß an unsere Family und Freunde – bevor wir in den Flugmodus wechselten.
Mondaufgang über dem Frankfurter Flughafen – und wir rollten Richtung Startbahn!
Bye Bye Frankfurter Flughafen
Und Abflug!!!!!
Vor uns lag ein Nachtflug. Leider …. Ich schaue sehr gerne aus dem Fenster beim fliegen, liebe es, wenn man die Landschaft unter dem Flieger erkennt … aber nun flogen wir in die dunkle Nacht hinein …
10 Stunden Flug lagen vor uns
Die Alpen konnte man kaum noch erkennen
Die Küste Frankreichs
Bevor es in der Kabine abgedunkelt wurde, gab es ein Abendessen.
Im Flieger herrschte Maskenpflicht, aber zu den Mahlzeiten durften wir unsere Masken ausziehen, um zu essen. Über die Sinnhaftigkeit könnte man an dieser Stelle sicherlich diskutieren …
Tun wir aber nicht, denn wir genießen unser Abendessen in über 10.000 Meter Höhe irgendwo zwischen Europa und Afrika
Das Essen bei Eurowings Discover
Es gab Brötchen mit Butter und Käse Salat und in warmes Hauptgericht
Sieht eventuell nicht appetitlich aus – war aber wirklich sehr lecker!! Das fanden auch die Kinder, welche das gleiche Gericht bekamen. Es gab die Wahl zwischen Fleisch und vegetarisch, vegetarisch war das gleiche Gericht, nur eben ohne Fleisch
Irgendwann tief in der Nacht überquerten wir den Äquator ….
… und dann näherten wir uns unserem Ziel.
Endlich … die Nacht im Flieger war unbequem … ich hatte ein großes, aufblasbares Nackenhörnchen dabei, dazu Ohrenstöpsel und eine Schlafmaske …. aber Holzklasse ist eng und unbequem, egal, wie man sich umsetzte …..
Noch ein Grund mehr, warum ich Nachtflüge doof finde ….
Das Nackenhörnchen war aber sehr bequem, kann ich wirklich empfehlen. Sonst hatte ich nach längeren Flügen oft Nackenschmerzen, dieses mal aber nicht.
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Nach dem guten Abendessen wir guter Dinge, was das Frühstück betraf … aber das schmeckte uns allen nicht. Ein üppig belegtes, sehr kaltes Brot mit allem, was die Küche hergab …. Unter anderem Karotte, Zucchini, Basilikum, Käse und noch einiges mehr …..
Der Vollmond ging unter, die Sonne ging auf.
Unseren ersten afrikanischen Sonnenaufgang genossen wir aus dem Flieger
Video von der Ladung in Windhoek (Zeitraffer):
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Nach der Landung stiegen wir aus dem Flieger und liefen zu Fuß zum Terminal. Dort füllten wir das Einreiseformular aus, die Pässe bekamen ihre Einreisestempel, die Impfdokumente wurden geprüft, die Dokumente für die Kids wurden geprüft – und dann hörten wir so etwas in der Art wie „Have a great time in Namibia!“
Wir waren so happy!!!!!
Eines der Kids fragte „Sind wir jetzt richtig in Afrika?“ – „Ja, sind wir! Unsere Safari-Reise kann losgehen!“
Beim Kofferband bekamen wir schnell die Koffer und schon kurze Zeit später waren wir „On the Road!“ auf den Straßen von Namibia
Die Müdigkeit war wie weggepustet.
Die Fahrt vom Flughafen zur Gästefarm
Es gibt zwei Wege zu Andreas Gästefarm.
Weg 1 ist komplett über asphaltierte Straßen. 130 km, 1,5 Std. Weg 2 ist nur 106 km, dafür über Schotterpisten.
Vorteil von Weg 2: Landschaftlich schöner und mit etwas Glück sieht man auch schon die ersten afrikanischen Tiere.
Der erste Teil ist in beiden Fällen asphaltiert. An den Linksverkehr muss man sich erst gewöhnen ….
Das Schild ist ernst zu nehmen! Uns sind mehrfach Warzenschweine über die Straße gelaufen, meistens sogar noch mit niedlichem Nachwuchs
Afrika, wir kommen!! Unsere Afrika-Reiseplanung und der Flug mit Eurowings Discover nach Windhoek in Namibia
Nach kurzer Fahrt führte der Weg rechts ab, …Schotterpiste und eine grandiose Landschaft!
Und dann sahen wir die ersten Tiere!
Das sind Perlhühner. Die kleinen Punkte auf ihrem Gefieder sehen aus wie kleine Perlen, daher der Name
Ein Kudu – Weibchen!!! Kudus standen auf meiner Wunsch-to-see-Liste und nun sah ich den ersten Kudu schon bei der Anreise! Wow!
Es gibt viele Baboons überall in Namibia. Das ist eine Pavian-Art ohne den roten Hintern. Bei den Farmern sind sie verhasst. Auf der Suche nach Futter richten sie oft Schaden an.
Wir fuhren weiter, die Landschaft war traumhaft und das Winter-Wetter in Namibia gut auszuhalten. Es waren um 20 Grad und blauer Himmel.
Und dann gab es das erste Highlight. Wir fuhren über eine Kuppel und dahinter ….
„Da steht eine Giraffe auf der Straße!!!! Eine Giraffe!!!“ rief ich total geflasht.
Die Kids waren ebenso begeistert und konnten es kaum glauben.
Wir fuhren langsam weiter und entdeckten eine kleine Herde, welche neugierig zu uns rüberschaute.
Wow!!! Einfach nur WOW!!! Giraffen, einfach so in der Landschaft. Jetzt waren wir wirklich in Afrika angekommen! Dieses Foto schickte ich später in unsere Whats-App- Familiengruppe als ersten Foto- Gruß aus Afrika.
Die obligatorische „Wir sind gut angekommen“- Nachricht schickte ich per SMS, da ich nach der Landung kein Internet hatte.
Wenig später dann die nächste Giraffe, einfach auf der Straße, wie bei uns manchmal Hasen, Rehe oder Fasane
Ist das nicht toll? Diese weite Landschaft und die Giraffe in ihrem natürlichen Lebensraum.
Schwer zu beschreiben, wir waren unbeschreiblich glücklich über diese tollen ersten Eindrücke
Aber auch ohne Tiere war die Landschaft traumhaft. Vor allem die Weite ohne irgendwelche Häuser oder sonstige Bauten ist wundervoll
Rinder sahen wir ständig auf oder an den Straßen, hier waren es neben den Rindern auch noch etliche Pferde
Die Straßen lassen ohnehin kein schnelles Fahren zu, von daher konnten wir immer mehr als rechtzeitig bremsen
Nach ca 1,5 Std Fahrt erreichten wir die Gästefarm, welche von Andreas betrieben wird. Eine alte Rinderfarm mit 20 ha Land
Vorbei am Hauptgebäude führte ein hübsch durch den Garten angelegter Weg zum Gästehaus, in welchem sich unsere 3 Doppelzimmer befanden.
Und das Bett … nach über 24 Stunden auf den Beinen freute ich mich aktuell darauf dann doch, denn die Müdigkeit kam direkt zurück, als ich das Bett sah. Aber erst einmal wartet noch ein tolles Frühstück auf uns
Wir sind angekommen!
Unser Abenteuer Namibia startet!!!!!
In den kommenden Wochen gibt es hier dann die Berichte zu unseren Touren und viele Infos dazu.
Afrika, wir kommen!! Unsere Afrika-Reiseplanung und der Flug mit Eurowings Discover nach Windhoek in Namibia
Für alle, die sich nicht zutrauen, selber in Namibia zu fahren, gibt es tolle Möglichkeiten für geführte Touren
Mehrtagestouren ab Windhoek:
Geführte Ausflüge ab Swakopmund:
Bereits veröffentlichte Berichte unserer Namibia- Reise
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