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  • Österreich: Wildwasser-Rafting mit 5 Kindern

    Österreich: Wildwasser-Rafting mit 5 Kindern

    Österreich: Wildwasser-Rafting mit 5 Kindern


    Österreich: Wildwasser-Rafting mit 5 Kindern 

    Unser letzter Urlaubstag in Heiligenblut am Großglockner sollte etwas ganz Besonderes werden.
    Ein echtes Highlight. Eins, an das wir alle noch lange zurückdenken würden.
    Ein Besuch in einem besonderen Freibad oder nochmals eine Tour zu den süßen Murmeltieren am Großglockner. Irgendwie sowas.

    Die Kinder hatten aber eine andere Idee …

    Wildwasserrafting? Nicht euer Ernst

    Ganz ehrlich: Von selbst wäre ich auf diese Idee niemals gekommen.
    Wildwasserrafting.
    Mit fünf Kindern.
    „Nein!“ Mein Mama-Kopfkino hatte direkt die schlimmsten Szenarien abgespielt: In einer hohen Welle werden die Kinder aus dem Boot geworfen und fallen in die tosenden Stromschnellen des wilden Flusses und dann  … zum Glück wurde mein Gedankenkino unterbrochen: „Mama, bitte, wir haben das schon sooft hier gesehen!“ „Ja, und da waren auch Kinder im Boot!“ „Das ist safe!“
    „NEIN! Wir machen das nicht! Viel zu gefährlich.“
    „Boah Mama, du bist so eine Helikopterin!“ 

    Eltern unter Beschuss

    Wer Kinder / Teenager hat, weiß, wie hartnäckig sie sein können, wenn sie etwas möchten. In den Folgetagen wurden mein Mann und ich von den Kids bearbeitet. Aber zugegeben: sie gaben sich sehr viel Mühe dabei: sie googelten Anbieter, legten uns Berichte vor, wie die Sicherheitsvorkehrungen sind, zeigten Videos von anderen Familien mit Kindern, die das gemacht haben, haben sogar Preise recherchiert usw.
    Wenn sie in der Schule auch so einen Elan und diese Ausdauer hätten…. 

    …an Tag sechs gaben wir uns geschlagen.

    „Ok Kinder, ich rufe mal bei ein paar Anbietern an und erkundige mich…“  Scheinbar haben die Kids was anderes verstanden, denn direkt danach jubelten sie „Jaaaaa, wir machen das!“
    „Moment, ich sagte, ich erkundige mich erst einmal nur!“ …

    In der Hotelrezeption von unserem Hotel bekam ich mehrere Adressen diverser Anbieter. Südlich von Heiligenblut gibt es einige Anbieter, die Wildwasserrafting anbieten.
    Ich telefonierte mehrere Anbieter ab und informierte mich über Preise und Ablauf.

    Ein Anbieter sagte mir dann besonders zu. Er hatte extra ruhigere Touren für Familien mit Kindern im Programm.
    Außerdem erklärte er mir genau den Ablauf und nahm Bezug auf meine vielen Bedenken, was mich so überzeugte, dass ich einen Termin vereinbarte. Und natürlich musste ich als Sorgeberechtigte auch mit auf Boot. Natürlich. Was auch sonst… 

    Unser letzter Urlaubstag bekam so das gewünschte Urlaubshighlight. Anders als geplant. Aber ein Highlight. Zumindest für die Kinder. Ich war immer noch skeptisch… und mein Mann? War schon seit Tag 2 auf der Seite der Kinder. …

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    Dann war er da, unser letzter Urlaubstag.

    Und wir auf dem Weg zum Wildwasserrafting mit 5 Kindern. „Was machst du da eigentlich?“ hallte es in meinem Kopf. ..

    Die Fahrt von Heiligenblut zum Treffpunkt war sehr malerisch und auch das Wetter meinte es gut mit uns. 

    Angekommen! 

    Wenn die Stammleser und Follower von Insta und Facebook jetzt denken: Sind die Kinder nicht schon größer?! – Ja, sind sie, der Bericht stand schon länger auf meiner Agenda, aber mir fehlte einfach die Zeit und ich hatte viele aktuellere Projekte, welche ich zuerst bearbeitet habe.

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    Am Treffpunkt, der Adventurenpark in Ainet,  wurden wir freundlich empfangen.

    Link zu unserem Anbieter: 
    https://www.ota.at/de/sport-2/rafting

    Gebucht haben wir die „First-Step-Tour“, welche uns der Anbieter beim Telefonat empfohlen hatte. 

    Wir waren noch etwas zu früh und gingen nach der Anmeldung zum Flussufer, um uns schon einmal etwas mit dem Gewässer vertraut zu machen. 
     

    Österreichische Postkartenidylle 

    Diese Gruppe war grad gestartet. Die Kindern waren aufgeregt. „Da sind wir gleich in einer halben Stunde!!!“ 

    Glasklares Wasser, aber auch sehr kalt. 8 Grad hatte die Isel an diesem Sommertag nur. 

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    Der Leberwurst-Anzug 


    Es war Zeit, zurück zu gehen. Es gab feste Startzeiten mit einer festen Anzahl an Personen. Wir waren 7 Personen, 10 Personen passten auf ein Boot – wir waren gespannt auf die anderen drei Mitfahrer.

    Unser erster Programmpunkt: Neoprenanzüge anziehen.

    Und was soll ich sagen?
    Eng. Sehr eng. Ich fühlte mich wie … tja …
    Wie eine Leberwurst 

    Daher gab ich dem ganzen den Namen „Leberwurstanzug“
    Ein Begriff, der inzwischen in unserer Familie sowas wie ein Running-Gag geworden ist.
    Bis heute reicht ein „Weißt du noch, der Leberwurstanzug…“ – und alle lachen.

    Dazu kamen noch Helme und Rettungswesten. 

    Wir lernten die anderen drei Mitfahrer kennen: ein Vater mit seinen zwei Kindern.
    Also waren von 10 Personen 7 Kinder auf dem Boot.

    Nachdem wir uns alle in unsere Leberwurstanzüge geschraubt hatten und mit Helmen und Schwimmwesten ausgestattet waren, brachten wir das Boot zum Flussufer. 

     

    Spritzige Wellen und pures Vergnügen

    Zusammen hoben wir das Schlauchboot ins Wasser und stiegen ein. 
    Wir saßen auf dem Rand des Schlauchbootes.
    Halt hatten wir durch Schlaufen am Boden, in welche wir unsere Füße stecken konnten. Festhalten ging nicht, jeder bekam ein Ruder in die Hand.

    Wir starteten eher ruhig 

    Der Vater der anderen beiden Kinder hatte eine Helmkamera dabei – und er hat mir hinterher die Fotos geschickt! Lieber D., nochmals an dieser Stelle vielen lieben Dank!!!!!
    Die anderen Fotos kamen teils von mir, teils direkt vom Anbieter. Der Anbieter hat Fotos von einer Brücke gemacht. Nach der Fahrt hatte man die Möglichkeit, diese dann auf einem USB-Stick zu kaufen.
    Ich hatte ebenfalls meine Unterwasserkamera dabei, habe aber damals leider nur Fotos von unserer Tour gemacht, inzwischen mache ich ja auch gerne – ihr habt es bei Insta vielleicht schon gesehen – Videos oder Video-Zusammenschnitte.  

    Schon nach wenigen Minuten ging’s ordentlich zur Sache:

    Wellen hoben das Boot an, dann tauchte unser Boot vorne im Wasser wieder ab. Schon nach den ersten Minuten hatten wir alle eine Dusche vom 8 Grad kalten Wasser abbekommen.

    Mein Mann Stephan bekam direkt die erste kalte Dusche Vor allem die Kinder fanden es lustig 


    Nachfolgend bekamen wir allerdings alle mindestens einmal so eine Dusche ab

    Dank der Leberwurstanzüge spürten wir das kalte Wasser nur im Gesicht und an den Händen. 
    Die Kinder hatten riesigen Spaß.
    Und: Ich auch! Es hat wirklich riesig Spaß gemacht!
    Unser Guide sagte uns, wann und wie wir paddeln mussten, um das Boot sicher durch die Strömung zu steuern.

    Und wir freuten uns alle auf die nächsten Stromschnellen!

        

    An einer ruhigeren Stelle steuerten wir ans Ufer und konnten aussteigen – vom Ufer gingen wir mit den Rettungswesten ins Wasser und ließen uns einfach treiben.
    Es war ein tolles Gefühl. So frei.

    Ein Abenteuer für die ganze Familie

    Nach rund einer Stunde und ca 8 km war es leider schon vorbei. Ich hätte wirklich Lust gehabt, noch eine Stunde dranzuhängen.
    Hätte nicht gedacht, dass das soooviel Spaß macht.
    Ich habe mich hinterher bei den Kindern bedankt, denn ohne ihre Hartnäckigkeit hätte ich das nie gemacht. Das ist einer der vielen positiven Aspekte, warum ich so gerne mit meinen Kindern reise. Neues entdecken, was ich persönlich ohne die Kinder nicht entdeckt hätte!  

    Ein Bulli brachte uns samt Boot zurück zum Startpunkt, wo unser Auto wartete.

    Fazit:
    Ein großartiges Erlebnis, das uns alle begeistert hat.
    Auch wenn ich anfangs skeptisch war – ich würde es jederzeit wieder machen.

    Und mit einem geeigneten Anbieter, guter Vorbereitung und der passenden Tour ist Wildwasserrafting auch mit Grundschul-Kindern absolut machbar!

    Wildwasserrafting war für uns alle ein riesiger Spaß – und bleibt garantiert unvergessen.


    Tipps für euer Wildwasser-Abenteuer mit Kindern

    ✅ Familienfreundlichen Anbieter wählen: Achtet auf spezielle Familientouren mit ruhigerem Verlauf.
    ✅ Mindestalter erfragen: Bei unserer Tour lag es bei 6 Jahren (je nach Anbieter unterschiedlich).
    ✅ Wetter checken: Auch im Sommer kann’s kühl werden – aber mit Leberwurstanzug kein Problem.
    ✅ Trockene Sachen mitbringen: Nach der Tour ist man froh sich umzuziehen!
    ✅ GoPro oder wasserdichtes Handy-Case: Wenn ihr Erinnerungen festhalten wollt.
    ✅ Frühzeitig buchen: Besonders in der Hochsaison sind gute Zeiten schnell ausgebucht.


    Wenn ihr in der Region am Großglockner / Heiligenblut / Lienz seid, empfehle ich euch unseren Anbieter. Es war alles top organisiert, wir wurden vor der Tour gut informiert und die Fahrt auf der Isel war kurzweilig und lustig. Die Option, von der Tour hinterher Fotos zu kaufen, finde ich auch toll, denn so hat man eine schöne Erinnerung an dieses Erlebnis

    Link zu unserem Anbieter *: 
    https://www.ota.at/de/sport-2/rafting

    Unsere Tour war die „First-Step-Tour“, welche uns der Anbieter beim Telefonat empfohlen hatte.

    * unbezahlte Werbung  – ich empfehle es euch, weil wir gute Erfahrungen damit gemacht haben


    Linktipp: Touren und weitere Erlebnisse

     

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    Österreich: Wildwasser-Rafting mit 5 Kindern

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  • Österreich: Hoch hinaus mit der Rosnerköpflbahn – Ein Sommertag in Werfenweng

    Österreich: Hoch hinaus mit der Rosnerköpflbahn – Ein Sommertag in Werfenweng

    Hoch hinaus mit der Rosnerköpflbahn – Ein Sommertag in Werfenweng


    Hoch hinaus mit der Rosnerköpflbahn – Ein Sommertag in Werfenweng

    Im Sommer 2024 waren wir wieder mit meinen Eltern und unseren Kindern in Österreich.
    Unser Hotel lag zentral in Werfenweng, einem kleinen Ort in der Nähe von Bischofshofen im Pongau, nicht weit entfernt von der deutschen Grenze.

    Reisen mit drei Generationen  – also mit den eigenen Kindern und den Eltern – ist etwas ganz Besonderes. Doch gerade wenn die Eltern nicht mehr so gut zu Fuß sind, aber die Teenager-Kids auch mal Action möchten, braucht es bei der Planung ein gewisses Fingerspitzengefühl, um alles zur Zufriedenheit aller unter einem Hut zu bekommen. 

    Meine Eltern nehmen zum Beispiel nicht mehr an jeder Tour teil. Bei unseren letzten beiden Ausflügen – zur Eisriesenwelt und durch die Klamm – haben sie bewusst pausiert, weil die Wege zu anstrengend waren. Damit sie ihren Urlaub trotzdem genießen können, achte ich bei jeder Reise darauf, ein zentral gelegenes Hotel zu buchen. So haben sie die Möglichkeit, im Ort zu bummeln, sich spontan irgendwo niederzulassen und den Tag in aller Ruhe zu erleben.

    Wie meine Mutter neulich sagte:
    „Wir genießen dann unseren freien Tag!“
    Und genau das soll Urlaub doch auch sein.

    Vor allem am Tag nach der Anreise wollen meine Eltern es lieber ruhig angehen lassen – und das ist völlig verständlich. Sie möchten auch nicht mehr täglich Programm. Deshalb wechseln wir inzwischen ab: an einem Tag planen wir actionreiche Aktivitäten zu zweit oder mit den Kindern, am nächsten unternehmen wir gemütlichere Ausflüge gemeinsam mit den Großeltern.

    Denn: Reisen mit drei Generationen bedeutet Kompromisse – und zwar für alle. Jeder hat unterschiedliche Bedürfnisse und ein anderes Tempo. Doch wir haben mittlerweile einen Weg gefunden, wie der Familienurlaub für alle zum Erlebnis wird:
    ✔️ ein zentrales Hotel,
    ✔️ gemeinsame Mahlzeiten,
    ✔️ und eine offene Tagesplanung, bei der jeder mitreden darf.

    Diese Mischung aus Rücksicht, Flexibilität und gemeinsamer Zeit funktioniert für uns wunderbar – und deshalb planen wir auch schon die nächste Familienreise im Herbst!

    Wir warteten auf einen sonnigen Tag für unseren Ausflug auf den Berg

    Bei der Ankunft im Hotel wenige Tage zuvor bekamen wir die Information, dass in der Gästekarte auch eine Fahrt mit der Gondelbahn im Ort inkludiert sei.
    Diese lag direkt gegenüber vom Hotel und vor allem mein Vater liebt es, auf diesem Wege zu schönen Panoramaaussichten hinaufzufahren.
    Wir warteten aber dafür einen Tag ab, der etwas mehr Sonne versprach und nicht wie die Tage zuvor schon ab 16 Uhr Regen und Gewitter.

    Und an Tag 4 war es dann endlich soweit.

     

    Mit der Rosnerköpflbahn auf den Gipfel

    Die moderne Seilbahn bringt einen bequem auf das Rosnerköpfl – den Hausberg von Werfenweng. 

    Die Lage vom Rosnerköpfl

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    Weitere Informationen

    Schon die Fahrt hinauf auf den Berg mit der Bahn ist sehr schön – man schwebt den Hang hinauf und genießt dabei den Blick über das idyllische Salzachtal, blickt über grüne Wiesen mit Kühen.
    Eigentlich so das typische Bild von Österreich.

    Das Hotel in der Mitte war unser Hotel. 

    https://www.werfenweng-hotel.com/

    Postkartenidylle 

    Café Auszeit – Einkehr mit Aussicht

    Direkt an der Bergstation lädt das gemütliche Café Auszeit zum Verweilen ein.
    Meine Eltern gönnten sich eine kleine Stärkung, wir anderen wollten lieber einfach nur etwas Kühles zu trinken.


    – keine bezahlte Werbung – Ich kannte bis dato keine Tirola Kola, aber sie schmeckte sehr gut und vor allem war sie eiskalt!!!

    Der Blick von der Terrasse über das Tal war einfach traumhaft

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    Ein kleines Stück weiter – Natur pur

    Mein Sohn wollte etwas mehr von der Natur sehen – also sind wir vom Café aus noch ein Stück weiter den Hang hinaufgewandert.
    Die Wiesen blühten und wir hatten einen traumhaften Blick in das Tal.

    Etwas oberhalb entdeckten wir eine Schaukelbank mit Panoramablick.
    Dort saßen wir eine ganze Weile, schaukelten ganz leicht vor uns hin, ließen die Sommersonne ins Gesicht scheinen und schauten einfach nur ins Tal.
    So simpel, so schön – eine kleine Entspannungsauszeit. Die gönne ich mir im Urlaub eigentlich viel zu selten… Und auch die Kinder wollten einfach mal nichts machen. Die Hitze und die doch etwas für die Beine sehr anstrengenden Ausflüge der letzten Tage machte uns alle irgendwie träge.

     


    Urlaub

    Wunderbar entspannt machten wir uns einige Zeit später wieder auf dem Rückweg, denn im Hotel wartete um 18 Uhr wie jeden Abend ein leckeres Abendessen aus uns. 

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    Freizeitangebote auf dem Rosnerköpfl

    Wer lieber etwas mehr Action möchte: Es wird einiges angeboten: 

    • Seilgarten & Flying X Area mit 6 verschiedenen Parcours, geeignet für Kinder
      ab 1,10 m Körpergröße

    • KöpflFlitzer – Mit dem Geländekart zurück zum Tal 

    • FunLiner – Eine 400 Meter lange Zipline

    • Puschl´s Rätselberg – ein ca 1 Std Wanderweg mit Rätselstationen für Kinder

       

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    Tipps für euren Besuch am Rosnerköpfl

    Gästekarte checken: In vielen Unterkünften in Werfenweng ist eine kostenlose Berg- und Talfahrt enthalten.
    Früh fahren: Gerade an heißen Tagen ist es oben angenehmer – und der Blick am Vormittag oft klar.
    Bequeme Schuhe: Auch wenn ihr nicht wandert – ein kleiner Spaziergang lohnt sich auf jeden Fall!
    Kamera oder Handy bereithalten: Es gibt viele schöne Fotomotive und einen Insta-Spot 
    Zeit mitbringen: Ob schaukeln, einkehren oder einfach nur auf einer Bank sitzen und den Ausblick genießen – oben kann man wunderbar entschleunigen.

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    Öffnungszeiten und Eintrittspreise

    Sommer:
    Täglich von 10:00 – 16:00 Uhr
    Mittwoch & Donnerstag Ruhetag, in den Monaten Juli und August kein Ruhetag
    Bei Regen am Morgen kein Fahrbetrieb!

    Winter:
    Täglich von 08:30 – 16:00 Uhr, wetterabhängig.

    Die aktuellen Öffnungszeiten und die Eintrittspreise findet ihr hier:

    https://www.deinberg.at/tarife

     

     

    Website mit Karten, Wanderwegen und Beschreibung aller Angebote für die ganze Familie

    https://www.deinberg.at/

     

    Tourismusseite vom Ort Werfenweng:

    https://www.werfenweng.eu/

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    Unser Fazit

    Die Rosnerköpflbahn ist nicht nur ein bequemer Weg nach oben, sondern auch ein tolles Sommer-Ausflugsziel für alle, die Natur, Aussicht und eine kleine Auszeit vom Alltag suchen – ganz ohne große Wanderung.


    Uns hat dieser Tag richtig gut getan. Einfach mal hochfahren, durchatmen, nichtstun und genießen.

     

     


    Ausflugstipps* für die Urlaubsregion rund um Salzburg

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    Zudem freue ich mich immer sehr darüber, denn in diesem Blog steckt viel (Frei-) Zeit, Arbeit und Herzblut. Danke für eure Unterstützung!!!! 


    Österreich
  • Österreich: Ausflugstipp – Die Liechtensteinklamm. Wandern, Treppen – und eine sehr beeindruckende Klamm

    Österreich: Ausflugstipp – Die Liechtensteinklamm. Wandern, Treppen – und eine sehr beeindruckende Klamm


    Österreich: Ausflugstipp – Die Liechtensteinklamm. Wandern, Treppen – und eine sehr beeindruckende Klamm


    Abenteuer in der Liechtensteinklamm – Naturwunder in Österreich erleben

    Schon lange stand die Liechtensteinklamm auf unserer Wunschliste.
    Zu sehen, wie sich über hunderten von Jahren das Wasser durch das harte Gestein frisst ist immer wieder beeindruckend.
    Im vergangenen Jahr haben wir es endlich geschafft, die Liechtensteinklamm zu besuchen!

    Was uns dort erwartete: Naturgewalt, eindrucksvolle ausgespülte Felswände, tosendes Wasserrauschen – und wieder viele Stufen.
    Kannten wir ja schon von unserem Besuch der Eisriesenwelt mit schlappen 1400 Stufen + Bergauf / Bergablaufen

     

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    Wo liegt die Liechtensteinklamm?

    Die Liechtensteinklamm befindet sich bei St. Johann im Pongau im schönen Salzburger Land.
    Sie ist eine der tiefsten und längsten Klammen der Alpen

    Lage:

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    Weitere Informationen

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    Infos zur Liechtensteinklamm

    Die Entstehungsgeschichte der Klamm reicht weit zurück: Über mehrere Jahrhunderte hat sich die Großarler Ache durch das harte Gestein gegraben und dabei eine bis zu 300 Meter tiefe Schlucht geformt.
    Erstmals begehbar gemacht wurde sie 1875, das Bauvorhaben wurde dann aber wegen Geldmangel zunächst eingestellt. Mit finanzieller Unterstützung durch Fürst Johann II. von Liechtenstein, der der Klamm auch ihren Namen gab, war es dann möglich, die Klamm für die Öffentlichkeit begehbar zu machen.

    • Länge: ca 4 km, etwa 1 Kilometer ist begehbar

    • Tiefe: bis zu 300 Meter

    • Alter: mehrere Tausend Jahre

    • Höhenunterschied: rund 100 Meter von Anfang bis Ende des Weges

    • Neuheit: Seit Mai 2020 führt eine spektakuläre Wendeltreppe – die sogenannte „Helix“ – tief in die Klamm hinab.
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    Warum gibt es jetzt die große Wendeltreppe?

    2017 gab es einen größeren Felssturz, bei dem Teile des alten Weges zerstört wurden. In Folge dessen wurden die Wege nicht nur neu gesichert, sondern auch teilweise komplett neu gebaut: Entstanden ist die „Helix“, eine moderne, 30 Meter hohe Wendeltreppe aus Stahl.
    2020 waren die Arbeiten abgeschlossen und die Klamm wurde wiedereröffnet.

    Sie bietet nicht nur sicheren Zugang, sondern ist selbst schon ein echter Hingucker.
    Aber so toll das alles klingt: Es sind auch viele Stufen. Und auch in der Klamm gibt es mehrere Treppen. Wer nicht gut zu Fuß ist, sollte die Klamm daher (leider) meiden. 

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    Öffnungszeiten und Eintrittspreise

    Öffnungszeiten (je nach Wetterlage):

    • Mitte Mai bis Ende Oktober

    • täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr (letzter Einlass um 16:30 Uhr) bzw 9:00 – 16:00 im Oktober.

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    Eintrittspreise (Stand 2025):

    • Erwachsene: 15 € Tageskasse, 14 € Online

    • Kinder (6–18 Jahre): 8,50 € Tageskasse, 7 € online

    • Kinder unter 6 Jahren: frei

    • Familienkarten und Gruppenrabatte sind verfügbar.

    • Mit der SalzburgerLand Card: einmalig kostenlosen Tageseintritt
      Mit der Salzburger Sportwelt Card (Gästekarte der Region) ermäßigter Eintrittspreis

     

    HIER könnt ihr Online-Tickets kaufen

     

     

    Link mit allen aktuellen Infos zur Klamm 

    https://www.josalzburg.com/de/aktivitaeten/liechtensteinklamm.html

     

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    Unser Besuch in der Liechtensteinklamm

     

    Schon der Weg vom Parkplatz zur Klamm war für uns ein kleines Warm-up: Einige Höhenmeter und viele Stufen waren zu bewältigen, bevor wie die eigentliche Klamm erreichten. Das war schon anstrengend bei der Sommerhitze…
    Viel wichtiger war aber die Vorfreude auf das, was uns erwartete!

    Die neue Helix-Treppe sieht wirklich spektakulär aus. Aber darauf freuten wir uns trotzdem eher weniger. 

    Eine architektonische Augenweide ist sie auf jeden Fall! 

    Unten an der Klamm sind die ersten Felsen. Auch wenn es dazu verleitet: Anfassen sollte man sie nicht unbedingt – oder zumindest vorher genau hinschauen

    Na, wer sieht es?? 

    Ratet, wer vorher nicht genau hingeschaut hat….

    …. ich habe eine sehr ausgeprägte Spinnenphobie… 
    Meine Familie findet es amüsant, dass ich im Sommer ausgerechnet nach Australien fliege. 

    Sie ziehen mich dauernd damit auf, wie groß da die Spinnen sind und es laufen schon Wetten, wann uns die erste große oder giftige Spinne begegnet….

    Ich hoffe, das bleibt uns erspart …. 

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    Endlich erreichten wir die Klamm. 

    Und sie brachte eine willkommene Abkühlung: kühle Temperaturen, erfrischende Gischt und das ständige Rauschen des wilden Wassers begleiteten uns.

    Der Weg ist gut zu laufen, wenn man entsprechendes Schuhwerk hat. Auch die Stufen sind selbst für Sportallergiker wie mich gut machbar.
    Zwischendurch führt der Weg durch Tunnel und auch mal über die Klamm drüberher.

    Unseren vier Teenager hat es auch gefallen.
    Anfangs waren sie vielleicht noch etwas genervt („Stufen laufen… suuuper…“), aber kurze Zeit später sah ich, dass sie ihre Handys zückten und Fotos und Videos machten. Eine gewisse Grundnöligkeit blieb aber, vielleicht ist das bei Teenagern einfach so. Oder nur bei Teenagern, die in den Ferien „unmenschlich viel wandern“  und  „dauernd dämliche Treppen“ laufen müssen und jeden Tag schon „mitten in der Nacht“ aufstehen müssen, damit sie sich um 9 Uhr an den gedeckten Frühstückstisch im Hotel setzten dürfen. Und dann muss man auch noch „stundenlang Bergstraßen rumkurven“ (Vom Hotel bis zur Klamm waren es 25 Minuten Fahrtweg) und irgendwelche Ausflüge machen wo man noch mehr wandern muss und nicht einmal WLAN hat …..

    … irgendwann wird mir das sehr fehlen ….

    Und im Grunde wissen die Kinder es schon sehr zu schätzen, wie viele Reisen wir schon gemacht haben und was sie schon gesehen haben und erleben durften.
    Erst vor ein paar Tagen hat mir meine Tochter gesagt, dass sie es toll findet, dass wir viel reisen, weil „dann weiß man, wie das wirklich irgendwo ist und reist keine blöden Sprüche wie die aus meiner Klasse“

    Genau das ist meine Intention.

     

    “Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben.“


    Ok, für Österreich trifft das vielleicht nicht so ganz zu.
    Aber die Klamm hat ihnen gut gefallen.

     

    Übrigens: Ich hatte diesmal auch nur mein Handy dabei – aus Sorge um meine Kamera, die nicht wasserfest ist. Und das war auch gut so, denn in der engen Klamm regnet es immer wieder in feinen Tropfen von oben. Für sensible Technik wirklich nicht optimal.

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    Ein paar Fotos von unserem Besuch in der Klamm

    Ich bin kein Freund von Hochkantfotos, aber bei der Klamm ging es oft nicht anders …

    An den guten Fotospots staute es sich immer wieder mal

                  

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    Am Ende des Weges wartet ein kleiner, offener Picknickplatz mit Blick auf einen Wasserfall – ein schöner Ort zum Durchatmen, Staunen und natürlich auch zum Pausemachen.

    Kurzes Video aus der Liechtensteinklamm


    Dann geht es auf dem gleichen Weg wieder zurück – eine Rundtour ist in der Liechtensteinklamm aktuell nicht möglich.

    Nach etwa 1,5 bis 2 Stunden (je nachdem, wie oft man stehen bleibt, fotografiert oder sich das Naturschauspiel einfach anschaut) waren wir zurück am Ausgang. 

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    Ein Besuch lohnt sich sehr, vor allem an heißen sonnigen Sommertagen bringt es eine schöne Abkühlung. 

    Ein Nachteil sind dann die starken Kontraste zwischen Licht und Schatten, was man an bedeckten Tagen nicht hat.


    Tipps für euren Besuch in der Liechtensteinklamm

    Damit euer Besuch perfekt wird, hier ein paar persönliche Tipps:

    Trittfeste Schuhe: Sehr wichtig! Der Weg ist teilweise nass und rutschig.
    Etwas Kondition: Der Auf- und Abstieg und die vielen Stufen sind machbar, aber fordern ein wenig.
    Getränke mitnehmen: Gerade im Sommer: denkt an ausreichend Wasser!
    Snacks für die Pause: Am Ende der Klamm gibt es einen Picknickplatz mit Tischen und Stühlen (Aber kein WC oder Gastronomie).
    Schutz für Kamera/Handy: Wenn ihr eine empfindliche Kamera habt, packt sie sicher ein oder nehmt lieber ein wasserdichtes Gerät mit.
    Zeit einplanen: Für den Weg durch die Klamm und zurück solltet ihr etwa 1,5 bis 2 Stunden einrechnen. Mit Kindern oder vielen Fotostopps entsprechend mehr.
    Früh kommen: Gerade an heißen Tagen kann es voll werden – wer früh dran ist, hat die Klamm noch fast für sich alleine.


    Ich hoffe, ich konnte euch mit unserem Besuch Lust machen, die Liechtensteinklamm selbst zu entdecken.
    Uns hat dieses Naturwunder auf jeden Fall tief beeindruckt – und ich kann euch sagen: Jeder Schritt hat sich gelohnt!


    Ausflugstipps* für die Region Pongau in Österreich

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    Vorab erst einmal ein paar Infos: 

    Die Eisriesenwelt Werfen ist die größte Eishöhle der Welt und befindet sich etwa 40 Kilometer südlich von Salzburg in Österreich.
    Entdeckt wurde sie 1879 von Anton Posselt-Czorich, einem Salzburger Naturforscher.
    Die Höhle erstreckt sich über eine Gesamtlänge von beeindruckenden 42 Kilometern, wobei der erste Kilometer von gewaltigen Eisformationen bedeckt ist.
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    Die wichtigsten Infos zur Eisriesenwelt

    • Lage: Hoch über dem Salzachtal bei Werfen, 50 km südlich von Salzburg in Österreich

    • Entstehung: vor etwa 100 Millionen Jahren
    • Entdeckung: 1879, touristische Erschließung ab 1920

    • Größe: ca. 42 km, davon 1 km mit spektakulären Eisformationen

    • Temperatur: Ganzjährig ca. 0°C

    • Stufenanzahl: ca. 700 Stufen bis zum höchsten Punkt (und dann das ganze wieder hinab)

    • Führungsdauer: ca. 70 Minuten

    • Fotografieren: in der Höhle verboten


    Karte – Wo liegt die Eisriesenwelt?

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    Weitere Informationen


    Öffnungszeiten und Eintrittspreise

    Die Eisriesenwelt ist nur in der Sommerzeit geöffnet:

    • Saison: 1.Mai bis 31.Oktober

    • Tägliche Öffnungszeiten: 08:30 Uhr bis 15:00 Uhr (letzter Einlass)

    Wichtig:
    Bei schlechtem Wetter (z. B. starkem Regen, Gewitter) kann der Betrieb eingeschränkt sein.

    Eintrittspreise (Stand 2024)

    • Erwachsene: Online 38 Euro , Tageskasse 42 Euro

    • Jugendliche (15-18 Jahre): Online 27 Euro , Tageskasse 27 Euro

    • Kinder (5-14 Jahre): Online 19 Euro , Tageskasse 21 Euro

    • Preise beinhalten die Seilbahnfahrt und die Führung durch die Höhle.

    (Preise am besten vor dem Besuch nochmal auf der offiziellen Website prüfen.)


    Unser Besuch in der Eisriesenwelt

     

    Anreise und der erste Anstieg

    Unser Tagesausflug zur Eisriesenwelt begann früh.
    Nach einer kurzen Fahrt durch das wunderschöne Salzachtal parkten wir auf dem Parkplatz unten im Tal, fast am Fuße der Burg Hohenwerfen (Darüber werde ich auch noch berichten)

    Die Burg Hohenwerfen


    Von dort brachte uns ein Shuttlebus die 5 Kilometer Zufahrtstraße mit vielen Serpentinen hoch bis zum Besucherzentrum.

    Das Besucherzentrum liegt auf 1000 m Höhe.
    Merkt euch das ruhig mal für später.

    Wir hatten Online-Tickets. Das war gut, denn für den Tag waren sämtliche Tickets ausverkauft.

    Rucksäcke, Taschen und Co konnte man in einem Schließfach verstauen. 
    Da wir aber Getränke dabei hatten, nahmen wir eine Tasche mit 

    Und dann begann für uns die erste kleine Herausforderung:
    Ein steiler, etwa 20-minütiger Fußmarsch bis zur Seilbahnstation.
    Meine Familie – mein Mann und unsere vier Kinder (zwischen 11 und 17 Jahren) – waren noch sehr motiviert und freuten uns auf die Eishöhle. Aber ich merkte schon da, dass es mit meiner körperlichen Fitness nicht sehr gut aussah… und die vielen Corona-Kilos, die sich hartnäckig hielten, taten ihr übriges …

    An der Seilbahnstation fand eine Ticketkontrolle statt 

     


    Mit der Seilbahn in luftige Höhen

    Die Seilbahnfahrt war kurz, nur ein paar Minuten, aber wunderschön.
    Wir überwanden ca. 500 Höhenmeter und konnten dabei die atemberaubende Aussicht auf das Salzachtal genießen. Und einmal durchatmen … , denn danach ging es erneut bergauf: etwa 15-20 Minuten Weg mit leichter Steigung bis zum Höhleneingang. Wobei diese Zeitangabe nur für sportliche Menschen galt, wir brauchten dann doch etwas länger.

    Der Weg bot schöne Aussichten ins Tal

    .

    Weniger motivierend war dann der Blick Richtung Höhleneingang

    Zwischendurch hörte ich immer wieder:

    „Mama, warum genau tun wir uns das eigentlich an?“

    Tja… gute Frage.
    Dass sich der Besuch der Eishöhle absolut lohnt, steht außer Frage – und dass meine körperliche Verfassung eher suboptimal war, war meine eigene Schuld.
    Aber nun, da musste ich jetzt durch. Ich war konditionell und motivationsmäßig inzwischen auf dem Niveau eines Faultieres angekommen. Eines sehr alten Faultieres. Mit Arthrose. …
    Und die Kinder? Denen war einfach nur heiß und sie wollten eigentlich den ganzen Tag im Hotelzimmer chillen… Aber ich Rabenmutter zwinge meine Kinder zu einem so besonderen Erlebnis. Schlimm…..

    Fast geschafft


    Aber: ich war nicht die Einzige: Auch andere Besucher schienen spätestens jetzt etwas aus der Puste zu geraten.


    Die Führung durch die Eisriesenwelt

    Schließlich erreichten wir den großen Eingang zur Höhle. Sie liegt auf 1641 Meter.


    …. ohne viele Worte …. Fitnesslevel liegt bei mir bei  minus10 …. egal ob chronisch krank oder nicht, dass habe ich mir selber eingebrockt durch meine coronabedingte Trägheit –  und daran werde ich auch arbeiten.
    BtW: Der Urlaub in Österreich liegt ja schon eine Weile zurück, 20 Kilo sind schon runter! 

    Ok,…. 1400 Stufen. …. 

    Am Eingang warteten unsere Guides bereits auf uns – ausgestattet mit traditionellen Karbidlampen, die in der Höhle ein magisches Licht verbreiteten.


    Die Tour selbst war sowohl informativ als auch sehr unterhaltsam.
    Unser Guide führte uns mit viel Humor durch die eisige Welt und erklärte anschaulich, wie sich die Eisformationen über Jahrtausende gebildet hatten.

    Gigantische Dimensionen, die man kaum erfassen kann

    Bereits beim Betreten der Höhle wird klar: Hier ist alles größer, als man es von Fotos kennt.


    Einige Highlights der Tour:

    • Großes Eisportal: Das beeindruckende Eingangsportal.

    • Posselthalle und der Posselt-Turm: Eine riesige, freistehende Eisformation.
      Hier sieht man auch das schwarze Kreuz, mit welchem Posselt damals markierte, bis wohin er die Höhle erkundete. Er scheiterte damals an der riesigen Eiswand
    • Hymirhalle: Eine riesige Kammer mit gewaltigen Eisgebilden.

    • Alexander-von-Mörk-Dom: Eine große Halle, 60 Meter lang, 30 Meter breit und 35 Meter hoch! Hier befindet sich auch die Urne von Mörk, welcher im 1. WW gefallen ist.
    • Eispalast: Majestätische Eisskulpturen in einer kühlen Kathedrale.

    Die Luft war kalt, aber klar, und trotz der körperlichen Anstrengung fühlte es sich unglaublich an, durch diese Naturwelt zu laufen.


    Durchhalten war angesagt

    Ja, die 1400 Stufen waren anstrengend. Ich schwitzte und fror gleichzeitig.
    Aber die Anstrengung war es wert –  diese imposante Höhle in natura zu sehen war mehr als beeindruckend. Als wir die ersten Eissäulen und -formationen entdeckten, staunten wir nicht nur über ihre Größe, sondern auch über die teils bizarren Formen, die sich über die Jahrhunderte gebildet hatten. Eissäulen, Eiswände, … Gebilde, die an eine Theaterbühne oder Elefanten erinnerten. Die Natur erstaunt mich immer wieder.
    Die Größe der Höhle war einfach gigantisch – man konnte kaum fassen, dass diese eisigen Riesen und Felsen hier seit Tausenden von Jahren existieren.
    Wie müssen sich die Menschen damals gefühlt haben, die diese Höhle entdeckten und erkundeten?  

    In der Höhle ist fotografieren verboten, aber manchmal gibt es eine Ausnahme, allerdings verbunden mit ein paar Auflagen. 

    Ja, es sind viele viele Stufen …. insgesamt um 1400.

            
    Ein Wasserfall aus Eis

    Hier sieht man eindrucksvoll die einzelnen Schichten – sie sind wie Baumringe und erzählen viel über die Entstehung

    Wir waren total fasziniert von der Vielfalt der Eisstrukturen, die uns fast überall entgegenkamen – jedes Detail schien anders, jede Ecke hatte etwas Neues zu bieten. 

    Tut mir leid für die Qualität, es war teilweise ziemlich dunkel. Nicht umsonst hatte jede Gruppe etliche Lampen bekommen

    Jede Stufe war es wert, dieses Naturwunder zu erleben.

    Eis und Geröll aus längst vergangenen Zeiten …

    Der Ausgang hatte es noch einmal in sich, denn durch den natürlichen Kamineffekt wurde man wortwörtlich aus der Höhle gepustet. Für unsere Jüngste war das das beste Highlight der Tour und sie redet noch heute oft davon

    Nach der Höhle ging es den gleichen Weg wieder zurück. 


    Gut gelaunte, aber etwas müde Teenager 

    Auf ungefähr halber Höhe, vor der Seilbahn,  gibt es ein Bistro. Wir machten dort einen Stopp zur Stärkung

    Nach soviel Eis, Steine, Dunkelheit und Kälte wirkten die Blumen und der Schmetterling noch viel bunter und lebendiger 


    Tipps für euren Besuch in der Eisriesenwelt


    Was ihr unbedingt beachten solltet:


    Vorbereitung

    • Tickets am besten rechtzeitig vorher online kaufen. Wir hätten an der Tageskasse keine Tickets mehr bekommen, der Tag war komplett ausgebucht
    • Frühzeitig anreisen – Parkplatzsituation kann schwierig werden.

    • Ausreichend Getränke und kleine Snacks für den Aufstieg mitnehmen (in der Höhle selbst ist Essen verboten).

    • Kinder ab ca. 6 Jahren schaffen die Tour gut, solange sie trittsicher sind.

    Kleidung und Ausrüstung

    • Warme Kleidung (Jacke, Mütze) – trotz Sommer draußen!

    • Bequeme Wanderschuhe mit gutem Profil.

    • Handschuhe sind angenehm, besonders für Kinder.

    Sonstiges

    • Fotografieren ist in der Höhle verboten – ihr braucht eure schwere Kamera nicht mitnehmen 

    • Den Shuttlebus nutzen, der euch vom Tal hochfährt. Der Parkplatz unten ist weitaus größer als der Parkplatz oben

    • Insgesamt sollte man für den Besuch ca 3 – 4 Std einplanen

    .

    .

    Link zur Website der Eisriesenwelt mit wichtigen Infos und die Möglichkeit, die Tickets online zu kaufen

    https://www.eisriesenwelt.at/de/

     


    Mein persönliches Fazit

    Die Eisriesenwelt ist nicht nur ein beeindruckendes Naturwunder, sondern auch ein Ort, an dem man seine eigenen Grenzen spüren und überwinden kann – egal ob jung oder alt, sportlich oder eher „couch-affin“ wie ich.
    Trotz aller Höhenmeter, schmerzender Oberschenkel und keuchender Lungen:
    Es lohnt sich.

    Wir sind froh, diese Tour gemacht zu haben 

    Wer noch überlegt, ob er die Eisriesenwelt besuchen soll – tut es unbedingt! Dieser Ort nimmt einem definitiv den Atem – aber auf die schönste Art und Weise. (mehr …)

  • Unser 3-Generationen-Ausflug von Bratislava nach Wien – Sightseeingtour und Stephansdom

    Unser 3-Generationen-Ausflug von Bratislava nach Wien – Sightseeingtour und Stephansdom

    Unser 3-Generationen-Ausflug von Bratislava nach Wien – Sightseeingtour und Stephansdom


     

    Unser 3-Generationen-Ausflug von Bratislava nach Wien – Sightseeingtour und Stephansdom

     

    Hallo zusammen,

    schön, dass ihr wieder dabei seid

     

    Unser letzter Tag in Bratislava ist angebrochen. Und den verbringen wir in …
    …. Wien!

    Von Bratislava aus ist Wien in weniger als 1 Std zu erreichen.

    Sie sind (wenn man Rom und Vatikanstadt mal ausschließt) Europas am nächsten zusammenliegende Hauptstädte.

    An dieser Stelle gibt es kurz etwas Geschichte.
    Wer da keine Lust drauf hat, einfach weiterscrollen bis zum 1. Foto, da startet der eigentliche Bericht

     

    Die frühen Anfänge von Wien

    Die Geschichte der Stadt reicht zurück bis in die Antike. Ursprünglich war das Gebiet von keltischen Stämmen besiedelt, bevor die Römer hier im 1. Jahrhundert n. Chr. das strategisch wichtige Militärlager Vindobona errichteten. Dieses Lager schützte die Grenze des Römischen Reichs entlang der Donau.  

     

    Die Habsburger Dynastie und Sisi

    Im Mittelalter wurde Wien durch seine Lage an der Donau und an den Handelswegen zu einer bedeutenden Stadt. Ab dem 13. Jahrhundert regierte hier die Habsburger Dynastie, die Wien zu ihrer Residenzstadt machte. Die Stadt wuchs, wurde ein politisches und kulturelles Zentrum Europas und war über Jahrhunderte hinweg das Zentrum der Monarchie im Habsburgerreich. Wien war Schauplatz zahlreicher prägender Ereignisse. Besonders eng verbunden mit der Stadt wird Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als „Sisi“. Ihre Tragödie und Schönheit faszinierten die Welt (und mich) und machen sie zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten der österreichischen Geschichte. Ihr Leben und ihre Rolle im Habsburgerreich sind in Wien noch immer allgegenwärtig, sei es im Sisi-Museum oder im Schloss Schönbrunn.

    Der Wiener Hof, mit seinen prunkvollen Bällen und kulturellen Höhepunkten, zog Künstler, Musiker und Denker an. Hier schrieb beispielsweise Mozart viele seiner Werke und auch Beethoven komponierte in der Stadt.

    Im 20. Jahrhundert änderte sich jedoch sehr viel in Wien.

    Am Anfang des 20. Jahrhunderts war Wien noch die Hauptstadt von Österreich-Ungarn.
    Das änderte sich nach dem 1. Weltkrieg.

    Wien im 1. Weltkrieg

    Der Erste Weltkrieg begann 1914, nachdem der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo ermordet wurde. Dieses Ereignis löste eine Kette von Bündnissystemen und Konflikten aus. Österreich-Ungarn erklärte Serbien den Krieg, wissentlich von einer möglichen Stärkung Serbiens von russischer Seite.
    Es brodelte schon lange unter den Großmächten, jeder wollte seine Macht und seinen wirtschaftlichen Einfluss auf den Weltmärkten stärken. Daher verbündeten sich viele Staaten entweder für Österreich-Ungarn oder dagegen.
    40 Staaten waren letztendlich am 1. Weltkrieg beteiligt. 70 Millionen Menschen kämpften mit Waffengewalt, 10 Millionen Menschen verloren ihr Leben.

    Für Wien hatte der 1. Weltkrieg weitreichende Folgen:
    Der Krieg endete 1918 mit der Niederlage Österreich-Ungarns.
    Das Reich Österreich-Ungarn zerfiel. Wien war fortan „nur noch“ die Hauptstadt von Österreich.
    Und lag in Schutt und Asche. Von dem einstigen Prunk der Monarchie war nichts mehr übrig.
    Viele Menschen waren arbeitslos, es herrschte eine große Hungersnot, viele Familien hatten Menschen im Krieg verloren.
    Wenig später grassierte die spanische Grippe in Europa, auch in Wien forderte die Pandemie zwischen 1918 und 1920 mehrere Tausend Todesopfer.

    In den 1920er Jahren begann ein Wandel: Die Stadt wurde zu einem Zentrum sozialer Reformen. Es entstanden viele neue Wohnbauten, wie die berühmten Gemeindebauten, die bis heute das Stadtbild prägen. Man nannte diese Zeit sogar die Ära des „Roten Wien“, weil die sozialdemokratische Regierung große Fortschritte für die Arbeiterklasse brachte.

    Wien im 2. Weltkrieg

    Nach der Errichtung der Ersten Republik Österreich und den turbulenten Jahren der Ersten Republik, die von politischen Spannungen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten geprägt waren, wurde Österreich 1938 im sogenannten „Anschluss“ von Nazi-Deutschland übernommen. Österreich und somit auch Wien gehörten somit ab 1939 zum Deutschen Reich. 

    Während des Zweiten Weltkriegs war Wien schwer von den Auswirkungen des Krieges betroffen. Die Stadt war Schauplatz von Naziterror und Verfolgung, insbesondere gegen die jüdische Bevölkerung.  Österreicher, die sich gegen das Regime auflehnten, wurden ermordet.
    1942 wurde die „Juden-Aktion“ in Wien organisiert, bei der Tausende jüdische Bürger in Konzentrationslager deportiert wurden. Insgesamt wird von einer Zahl um 65.000 österreichischen Jüdinnen und Juden gesprochen, welche im 2. WK ermordet wurden. Der Großteil davon lebte in Wien.

    Die Aufteilung von Wien in die 4 Besatzungszonen

    1945, am Ende des Krieges, war Wien von den Alliierten besetzt.
    Auch nach dem Kriegsende war Wien unter alliierter Besatzung und blieb bis 1955 in 4 Besatzungszonen (Sowjetisch, US-amerikanisch, britische und französische Truppen) geteilt, bevor es seine politische Unabhängigkeit wiedererlangte. Zudem gab es eine internationale Zone im Stadtzentrum.
    Die oberste Gewalt hatten die Alliierten inne.
    Die Menschen benötigten einen viersprachigen Ausweis und eine Reiseerlaubnis, wenn sie durch eine oder mehrere Zonen reisen wollten / mussten.
    Die Bewohner von Wien hassten und liebten die Besatzungstruppen. Auf der einen Seite herrschte viel Kontrolle und Gewalt, auf der anderen Seite halfen sie beim Wiederaufbau der Stadt.
    Im Jahr 1955 endete die Aufteilung von Wien mit dem Österreichischen Staatsvertrag, welches Österreich zu einem unabhängigen und demokratischen Land erklärte. Als Gegenleistung musste Österreich volle und dauerhafte Neutralität versichern.

    1955: Das neue Wien wird geboren

    In beiden Weltkriegen erlebte Wien dramatische Umbrüche, die die Stadt und ihre Bevölkerung nachhaltig prägten. Der Erste Weltkrieg beendete die Ära der Monarchie, während der Zweite Weltkrieg das Land in die Hände des Nationalsozialismus führte und die Stadt bis zur Nachkriegszeit unter Besatzung hielt. Heute zeugt die Stadt von dieser Geschichte in zahlreichen Denkmälern und Museen, die an die Leiden und den Widerstand der Bevölkerung erinnern.

    Im Ballungsraum Wien leben heute knapp 3 Millionen Menschen, jährlich besuchen 7,5 Millionen Menschen die malerische Stadt an der Donau.

     

    Unser Tagesausflug nach Wien

     

    Ein Tag in Wien – das ist natürlich viel zu wenig. Gerade genug für einen ersten Eindruck, aber kaum Zeit für Ausstellungen, Museen oder ausführliche Besichtigungen. Mein persönlicher Wunsch war: einmal den Stephansdom besichtigen und auf den Aussichtsturm des Stephandomes – um den Ausblick über Wien zu genießen. 

    Mein Vater hatte ebenfalls einen Wunsch: Er wollte die barocken Gebäude im Zentrum Wiens bewundern. Vor allem die Hofburg wollte er sich anschauen.
    Glücklicherweise ließ sich das perfekt miteinander verbinden, denn auch der Stephansdom liegt mitten im Herzen der Stadt.

    Uns war von Anfang an bewusst, dass mehr an einem einzigen Tag auch nicht möglich sein würde.

    Unser Tag begann mit einem gemütlichen Frühstück im Hotel, bei dem wir die letzten Details für den Tagesplan besprachen. Allerdings war eines schon sicher: Es würde heiß werden. Temperaturen jenseits der 30 Grad waren vorhergesagt.

    Meine Mutter entschied sich daher, im Hotel zu bleiben. Sie hatte Wien vor einigen Jahren bereits in aller Ruhe erkundet und wollte die Zeit lieber entspannt verbringen. Mein Vater wollte uns sehr gerne begleiten – und zu meiner Freude beschlossen auch alle Kinder, mitzukommen.

    Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg. Die Fahrt von unserem Hotel in Bratislava nach Wien dauerte knapp eine Stunde.

    Da wir befürchteten, mit unserem großen Familien-Bulli Schwierigkeiten beim Parken zu bekommen, hatte ich im Vorfeld den Parkplatz am Ernst-Happel-Stadion ausgewählt. Zwar fiel dort eine Gebühr an, doch der Parkplatz war fast leer, sodass wir problemlos einen passenden Parkplatz fanden.
    Vom Stadion aus machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum nahegelegenen Bahnhof, um mit der Bahn ins Zentrum von Wien zu fahren. 

    Abfahrt nach Wien

     

    Direkt am Stephansplatz gibt es eine U-Bahn-Station.

    Es war heiß und mein Vater ist nicht mehr so gut zu Fuß.
    Während der Fahrt habe ich gelesen, dass es am Stephansdom mehrere Anbieter für Stadtrundfahrten gibt. Unter anderem mit Kutsche, aber das wollten wir den Tieren nicht antun.

    Wir entdeckten E-Fahrrad-Tuk-tuks und mein Vater fand die Idee direkt sehr gut, sich damit Wien anzusehen. Wir handelten einen guten Preis aus, immerhin benötigten wir aufgrund unserer Personenzahl mehr als ein Tuk-tuk. Nicht alle der Kinder waren davon begeistert, aber ihrem Opa zuliebe fuhren sie dann mit. Bereut haben sie es nicht, denn auch sie erkannten schon bald, wie schön Wien ist. 

    Endlich starteten wir unsere Sightseeing-Tour durch Wien im Tuk-tuk.

    So sah das aus:

    Und ein Foto von meinem Vater und mir, sozusagen ein Selfie.

     

    Es würde hier den Rahmen sprengen, wenn ich zu allem nun ausführlich etwas schreibe.
    Dabei gäbe es soviel über diese schöne Stadt und ihre beeindruckenden Bauwerke zu schreiben.

     

    Reformierte Stadtkirche
    Gebaut: 1783 bis 1784, bei einem Umbau 1887 bekam die Kirche die neobarocke Einturm-Fassade

     

    Blick auf die Wiener Staatsoper vom Helmut-Zilk-Platz

     

    Am Helmut-Zilk-Platz befindet sich auch das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus

     

    Nochmals die Wiener Staatsoper

    Das Albertina-Kunstmuseum

     

    Die Wiener Hofburg

     

    Kurze Zeit später erreichten wir den Burggarten der Wiener Hofburg. Mein Vater freute sich, sie endlich einmal ‚live‘ zu sehen, dauernd sagte er zu mir „Mach davon mal ein Foto.“ „Und hast du das schon fotografiert?“  „Papa, ich fotografiere sowieso alles.“ sagte ich ihm irgendwann lachend. Eigentlich weiß er das, immerhin waren es meine Eltern, die mir damals immer die Filmentwicklungen nach dem Urlaub bezahlen ‚durften‘
    Damals gab es noch keine Digital-Fotografie, man musste einen Film einlegen und nach spätestens 36 Fotos war der Film voll und musste entwickelt werden, was mehrere Tage gedauert hat.
    Deswegen fragt er mich auch immer wieder lachend, ob ich auch an den Film gedacht hätte.
    Meine Jüngste – von mir erst jüngst mit dem Sisi-Virus infiziert, als sie mit mir die Serie geschaut hat – war ebenfalls ganz fasziniert von dem prächtigen Bauwerk.

     

    Die Wiener Hofburg, eines der bedeutendsten historischen Bauwerke Österreichs, wurde ab dem 13. Jahrhundert erbaut und über die Jahrhunderte erweitert. Sie war die Residenz der Habsburger und diente Kaisern, Königen und Erzherzögen als Wohn- und Regierungssitz. Kaiserin Elisabeth, bekannt als Sisi, lebte dort nach ihrer Hochzeit mit Kaiser Franz Joseph I. im Jahr 1854.
    Heute beherbergt die Hofburg mehrere Museen, darunter die Kaiserappartements, die Sisi-Museen und die Schatzkammer, sowie den Amtssitz des Bundespräsidenten von Österreich.

    Auch wenn die neue Sisi-Serie von vielen Kritikern zerrissen wurde – ich fand sie sehr gut. Auf vergangenen Reisen sind mir Baudenkmäler und Erinnerungsplätze von Kaiser Franz und Kaiserin Elisabeth zwar schön öfter begegnet (vor Jahren war ich mit meinen Eltern z.B. bei Sisis Schloss auf Korfu / Griechenland) , aber das Interesse an ihrer Geschichte war bei mir nie so da. Nach der Serie habe ich mich doch mehr damit befasst und hätte mir daher das Sisi-Museum gerne angeschaut.
    Aber irgendwann möchte ich ohnehin noch einmal nach Wien.
    Steht auf meiner Bucketlist. Meiner so langen Bucketlist….

     

    Der Doppelkopfadler auf der Hofburg. Im Spätmittelalter eingeführt diente er als Unterscheidung zwischen königlicher und kaiserlicher Würde. Nur Könige, welche die Krönung und Segnung vom Papst in Rom erhielten, durften den Doppelkopfadler als Symbol führen.
    Später haben die Habsburger den Doppeladler mit einem Herzschild mit dem Wappen ihrer Länder ergänzt.
    1806 verlor der Doppeladler mit der Auflösung des römischen Reiches den Heiligenschein und bekam stattdessen eine über den Köpfen schwebende Kaiserkrone sowie das Wappen derer von Habsburg-Lothringen.
    Als 1867 Österreich-Ungarn gegründet wurde, sagte man, die doppelten Köpfe stünden für diese beiden nun zusammengehörigen Länder

     

    Majestätischen Eleganz mit vielen prachtvollen Details. Wir waren beeindruckt!

    Das Mozart-Denkmal in Wien wurde 1896 im Burggarten enthüllt. Es steht dort, um das musikalische Genie von Wolfgang Amadeus Mozart zu ehren, der einen Großteil seines Lebens in Wien verbrachte und auch in Wien verstorben ist. 

    Ein Notenschlüssel aus Blumen.

    Noch einmal fast komplett. Unbeschreiblich!

     

    Wir fuhren zu dem vorderen Bereich der Wiener Hofburg

    Mir war gar nicht bewusst, dass hier ein großer Parkplatz ist

    Dem Prunk der Hofburg tat dies keinen Abbruch

    Und auch hier entdeckten wir wieder den Doppeladler

     

    Davor steht das Prinz-Eugen-Reiterdenkmal, enthüllt 1865 auf dem Heldenplatz.
    Dieser wurden quasi erschaffen durch Napoleon, denn dieser Platz selbst entstand erst, als Napoleon 1809 die Sprengung der Burgbastei befohlen hatte, welche einst an der Stelle stand.

    Am 15. März 1938 verkündete Adolf Hitler sozusagen als Geste seines Triumphes über die Vorgängerregierung vom Balkon der Neuen Burg aus den versammelten Massen auf dem Heldenplatz den „Anschluss Österreichs“ an das Deutsche Reich.

    .

    .

    Der Brunnen hat einen Namen! Originelle Idee

     

    Und weiter ging die Fahrt mit unserem Fahrrad-Tuk-tuk durch Wien

     

    Hoch über den Baumkronen ragt das Rathaus von Wien empor

    Wir fuhren aber erst einmal zur Inneren Burgplatz der Hofburg

     

    Das Kaiser-Franz-Denkmal (1846 errichtet)

    In der Kuppel befindet sich der Eingang zum Sisi Museum

     

    Wieder zurück auf dem Heldenplatz

    Das Bundeskanzleramt

    Wäre das Auto nicht dagewesen, hätte man sich in eine andere Zeit hineinversetzt gefühlt.

    Die Kirche ist die Minoritenkirche aus dem 13. Jahrhundert

     

    Das prächtige Parlamentsgebäude.

    Es wurde von 1874 bis 1883 gebaut und von Juli 2017 bis Januar 2023 generalsaniert

    Mein Talent mal wieder. Ich möchte was fotografieren und zack, irgendwas davor. Dieses mal war es halt eine Straßenbahn.
    Das Problem war, dass unser Tuk-tuk eigentlich nicht auf dem Weg stehen bleiben konnte. Und es kamen direkt mehrere Straßenbahnen.

    Einen Versuch bekam ich dann aber doch noch. Und: Geklappt!

    So, jetzt könnt ihr es in voller Pracht sehen:

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    Das Rathaus von Wien

    Kurz danach fuhren wir dann direkt am Rathaus vorbei und da sahen wir erst einmal die ganze Pracht des Bauwerks.

    Gebaut wurde das Rathaus im neogotischen Stil von 1872 bis 1883.
    Mit der Statue und deren Sockel ist der Turm 103,3 m hoch und gehört damit zu den höchsten Bauwerken von Wien.

    Auf der Spitze des 98 m hohen Hauptturms steht der Rathausmann in Form eines Standartenträgers in Rüstung.
    Dieser ist das Symbol für Wien, daher trifft man in Wien öfters auf die Figur des Rathausmannes in seiner Rüstung. Auf den Feuerwehrautos kann man ihn auch sehen (ich weiß allerdings nicht, ob das er auf allen Fahrzeugen abgebildet ist) 

    Liebenberg-Denkmal

    Johann A. von Liebenberg war 1680 – 1683 Bürgermeister von Wien.
    1679 bekämpfte er die Pestepidemie.
    Das Denkmal ist aber seiner anderen großen Leistung gewidmet: Die Verteidigung gegen die zweite Wiener Türkenbelagerung 1683, als er u.a. eine Bürgerwehr organisierte.
    Er förderte das Durchhaltevermögen der Bürger.
    Zwei Tage vor der entscheidenden Schlacht des Entsatzheeres starb er und erlebte den Sieg leider nicht mehr mit.
    Das Denkmal ist ihm als Sieger über die Türken gewidmet.

     

     

    Die im neogotischen Stil gehaltene Votivkirche wurde als Dank für ein fehlgeschlagenes Attentat (18.02.1853) auf Kaiser Franz Joseph gebaut und am 24.04.1879, dem Tag von der Silberhochzeit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth, geweiht

    Die Universität von Wien

    Die Schottenkirche

    Was mir an Wien – abgesehen von den wunderschönen Bauwerken, noch gefallen hat: An jedem besonderen Bauwerk waren 2 österreichische Fahnen und darunter ein Schild mit Erklärungen zu dem jeweiligen Gebäude. Dadurch wirkte es – wie die Gebäude an sich auch – irgendwie festlich.

     

    Gegenüber der Schottenkirche liegt der Palais Daun-Kinsky

    Hier kann man u.a. heiraten und sich einen Tag wirklich wie eine Prinzessin fühlen, wenn die Gäste im Prunksaal empfangen werden
    Ein Besuch, um die Innenräume mit den wundervollen Deckenmalereien und die prächtigen Dekorativen Elemente zu sehen, lohnt sich.

    Das Eingangsportal des 1713 bis 1719 erbauten Gebäude ist sehr imposant.

    Ich entdeckte über dem Eingang ein kleines Detail, konnte aber leider im Netz nichts dazu finden

     

    Die Kirche am Hof

    Die Kirche am Hof, ursprünglich im 14. Jahrhundert als gotische Kirche der Karmeliter erbaut, wurde später barock umgestaltet und ist bekannt für ihre beeindruckende Fassade und ihre Bedeutung als geistliches Zentrum.

    Am Hof – hier befindet sich auch ein Parkhaus

    Mariensäule und die Kirche am Hof im Hintergrund

    Die Mariensäule am Hof in Wien wurde 1667 von Kaiser Ferdinand III. errichtet, um der Jungfrau Maria für die Rettung Wiens vor der schwedischen Belagerung im Dreißigjährigen Krieg zu danken.

     

    Direkt an diesem Platz ist auch die Feuerwehr – und zur Freude meines Mannes (ebenfalls Feuerwehrmann) fuhren sie grad aus. Natürlich hoffen wir trotzdem, dass der Grund nichts Schlimmes war, vielleicht sogar nur ein Fehlalarm einer BMA

    Wir konnten sogar einen kleinen Blick ins Feuerwehrgebäude erhaschen

     

     

    Eingang zur katholischen Kirche Maria am Gestade

     

    Die Ankeruhr   

    Die Ankeruhr ist angebracht an einer Brücke, welche 2 Gebäude verbindet.
    Gebaut wurde die Ankeruhr von 1911 – 1914. Das Besondere an der Uhr ist, dass während der 12 Stunden 12 Figuren oder Figurenpaare aus der Wiener Geschichte an der Uhr entlang laufen.
    Um 12 Uhr mittags kann man alle Figuren mit Musikbegleitung sehen.
    In der Adventszeit werden jeden Tag um 17 Uhr Weihnachtslieder gespielt.
    Den Namen hat sie von dem Auftraggeber für diesen außergewöhnlichen Hingucker: Damals hatte die Versicherungsgesellschaft „Der Anker“ in den Räumen ihre Büros.

    Unsere Tour näherte sich dem Ende.

    Neue und moderne Gebäude vor dem Regensburger Hof – Gebäude

    Die imposante Kuppel von der katholischen Kirche St. Peter

     

    In der Milchgasse befindet sich dieses Haus, das Mozartmuseum ist an anderer Stelle

    Unsere Tour endete, wo sie gestartet ist: Am Stephansdom.

    Wir haben die wichtigsten Highlights sehen dürfen und wissen so, was wir uns beim nächsten mal genauer ansehen möchten. Auf meiner Liste steht zum Beispiel das „Sisi-Museum“. Kommentar meines Mannes dazu „Aber bestimmt nicht mit mir!“ … Männer…..

    Wir hatten Hunger und die vier Kids wünschten sich …. asiatisch. Sie hatten ein Restaurant namens „Japanika“ entdeckt. 

    Das war das „richtige“  für meinen Vater, aber er ergab sich dem Bitteln und Betteln seiner Enkelkinder.
    „Opa, du findest da bestimmt auch was!“ „Genau, da gibt es auch was anderes als Sushi“ Seufzend betrat mein Vater mit uns das Asia-Restaurant. Und auch mein Mann ist (leider) kein Fan vom asiatischen Essen. Ich habe es in Japan lieben gelernt, außer Sushi. Trotz unserer Japanreise kann ich mich damit einfach nicht anfreunden. 

    Für meinen Vater (und für mich) wählte ich dann Fleischspieße und Gyoza, welche zu meiner Überraschung frittiert, aber trotzdem lecker, waren.

    Mehr (die Kids und ich) oder weniger (Mein Mann und mein Vater) gut gestärkt liefen wir zurück zum Stephansdom.

     

    Der Stephansdom in Wien

    Von außen schon mehr als beeindruckend waren wir gespannt, wie er von innen aussehen würde – und natürlich wollten wir auch hoch auf den Turm.
    Mein Vater war etwas geknickt, dass er nicht auch nach oben mit konnte. Die Treppen würde er nicht schaffen.
    Wir suchten ein Café in der Nähe, wo er dann zusammen mit meinem Sohn, welcher nicht hochwollte, warten konnte. Der Rest von unserer kleinen Reisetruppe suchte die Kasse, um Karten für den Turmaufstieg zu kaufen.

    Der Stephansdom in Wien, auch „Steffl“ genannt, ist ein Meisterwerk der Gotik, eines der bekanntesten Bauwerke Österreichs und das Wahrzeichen von Wien.
    Sein Bau begann 1137 im romanischen Stil, wurde im 14. Jahrhundert erweitert und ab 1359 im gotischen Stil umgestaltet.
    Der Stephansdom bietet Platz für etwa 8.000 Menschen.

    Wenn ich vor solchen Sakralbauten stehe, bin ich immer wieder fasziniert davon, wie die Menschen soetwas früher gebaut haben. Berechnungen ohne Computer und die Bauarbeiten ohne Maschinen.
    Schaut es euch mal an. Ist das nicht unglaublich, was die Menschen damals erschaffen haben?
    Wenn man das vergleicht … heute haben wir so viele Hilfsmittel. Computer, die uns alles berechnen und 3D-Modelle erstellen lassen können, moderne Maschinen, die uns die kraftaufwendigen Arbeiten erleichtern.
    Und trotzdem bekommen wir manche Bauwerke nicht hin oder es dauert Ewigkeiten, bis sie endlich fertiggestellt werden, alleine in Deutschland fallen mir da spontan grad drei Großprojekte ein,…
    Ich glaube, man hat damals „einfach gemacht“. Jeder wusste, was er zu tun hat und alle haben an einem Strang gezogen. Heute verköcheln oft zu viele Köche den Brei ….

    Der Stephansdom von Innen

    Von Innen ist der Dom nicht weniger imposant. Und auch hier ging mein Blick erst einmal zur Deckenkonstruktion. Wie konnten die Menschen das damals alles so bauen?! Ich bin immer wieder aufs neue tief beeindruckt.

    Die Kasse für die Turmbesteigung befindet sich im Dom auf der linken Seite.
    Achtung: Hier ist nur Barzahlung möglich!

    Zu meiner Überraschung führte auf den Nordturm ein Lift! Nur beim Südturm muss man Treppen laufen, 343 Stufen führen nach oben.

    Ich bat die anderen, dort zu warten, damit ich meinen Vater holen konnte. 

    Im Café angekommen, blickte mich mein Vater überrascht an. „Seid ihr etwa schon fertig?“ fragte er, während sein Kaffee noch halbvoll vor ihm stand. „Nein, Papa, du kannst mit nach oben – es gibt einen Fahrstuhl.“
    Mein Vater freute sich und leerte mit einem großen Schluck seine Kaffeetasse. 
    Nur kurze Zeit später später machten wir uns gemeinsam auf den Weg zurück zum Dom.

    Auch mein Vater war imponiert vom Kircheninnern.

     

    Aktuelle Preise und Infos zur Besichtigung des Stephandomes und zur Turmbesteigung findet ihr hier:
    https://www.stephanskirche.at/info.php

     

    Wir schauten uns erst noch einmal etwas den Dom von Innen an.

    Schaut euch mal die vielen bunten Fenster an!
    Davor steht der Barocke Hochaltar, 1647 geweiht

    Wiener Neustädter Altar  (1447) Er ist ein typisch gotischer Flügelaltar, welcher Szenen aus dem Leben der heiligen Jungfrau Maria zeigt.

    Uns war es zu voll im Dom, wir beschlossen, nun den Turm hinauf zu fahren.

    Der Nordturm ist mit 68,3 Metern etwas niedriger als der Südturm, eine schöne Aussicht hat man von oben trotzdem.
    Und es gibt noch eine Besonderheit im Nordturm:
    Die Pummerin – eine der größten, freischwingenden Glocken Europas!
    Die Glocke hat einen Durchmesser von 314 cm wiegt 21110 kg!
    Da wir in unserer Familiengeschichte einen bekannten Glockenbauer haben (Wir haben auch in Japan eines seiner Werke sehen dürfen), hat mich das Thema Glockengießerei schon immer interessiert. Und auch die Architektur drumherum. Überlegt mal, 21.000 Kilogram schwingen – und sind nur an einem Holzbalken befestigt. Unglaublich.

    Der Fahrstuhl zum Nordturm ist innerhalb vom Stephansdom.
    Nach dem Eingang muss man sich links halten, dann erreicht man die Tür zum Eingang.

    Wien von oben

    Oben angekommen!
    68 Meter hören sich gar nicht so hoch an, wie sie tatsächlich sind!

    Die Votivkirche überragt die Dächer

    Der Hundertwasserturm

    Die Wappen der Republik Österreich und der Stadt Wien (Wieder ein Doppeladler)  am Albertinischen Chordach des Stephansdoms
    1950 steht für die Fertigstellung des Daches nach der Renovierung/ Restaurierung der Kriegsschäden

    Kranparade

     

    Jesuitenkirche – Universitätskirche

     

    Meine Wenigkeit.

     

    Ca. 230.000 Dachziegel bilden in insgesamt 10 verschiedenen Farbtönen das bekannte Zickzack-Muster.
    Jeder einzelne Ziegel wiegt ca 2,5 kg und ist nicht nur mit 2 Nägeln an den Sparren befestigt, sondern liegt zusätzlich noch in Mörtel.

    Auch den Wiener Prater konnte man von oben gut erkennen

     

    Anhand von Panoramatafeln wurde erklärt, was man sah

       

     

    Wir blieben eine ganze Weile oben und genossen die Aussicht.

    Aber dann wurde es doch langsam Zeit, zurück zum Auto zu fahren.

    Uhr am Stephansdom

    .

    Auf dem Weg zur Bahnstation haben wir noch ein paar schöne Ecken von Wien gesehen, wie zB diesen Straßenzug

     

     

    Und zurück am Stadion …

     

    … in unsere fahrende Sauna.

     

    Wir sind rechtzeitig wieder im Auto, denn am späten Nachmittag gab es wieder starke Gewitter

    Am Hotel holten wir meine Mutter ab und fuhren in ein uriges Restaurant in der Nähe vom Hotel in Bratislava. 
    Das Gewitter zog ebenfalls von Wien Richtung Bratislava. 

    Ich schaue da immer gerne auf https://www.lightningmaps.org 
    Jeder rot-gelbe Punkt ist ein „frischer“ Blitz, je dunkler der Punkt wird, desto länger ist der Blitz her. So kann man auch die Zugrichtung gut erkennen. 

    Und ebenfalls gut zu erkennen: Das war ein sehr blitz-intensives Gewitter.

    Abschluss mit Gewitter und Grillplatte

    Von außen sah das Restaurant nicht sehr vielversprechend aus – der erste Eindruck täuschte aber, wie wir kurze Zeit später feststellten. 

    Da dieses Restaurant wohl eher für Einheimische gedacht ist, gibt es keine englische Karte. 

    Aber zum Glück gibt es ja Google Lens! 

    Google Lens funktioniert auch nicht immer perfekt …. Zahnpasta mit Soße Hollandaise oder gebratene Zahnstocher. 
    Auf gut Glück bestellten wir etwas, bei dem wir uns sicher waren, dass die Übersetzung stimmte. 

    Und siehe da: Eine große Grillplatte, leckeres Gemüse, Pommes, 3 Soßen, Brot. Absolut top! 

    Auch der Außenbereich ist sehr gemütlich, wenn nicht grad ein Gewitter über einen tobt…

    Das war ein schöner Abschluss unserer kleinen Reise nach Bratislava, ab morgen startet der Urlaubsmodus! 

    .

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    Am Abend packten wir unsere Koffer, denn am nächsten Morgen nach dem Frühstück fuhren wir in den Pongau im Salzburger Land.

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    Danke, dass ihr wieder dabei ward, auch wenn es nur einen kleinen Einblick in die schöne Stadt Wien gab.
    Uns hat sie sehr gefallen und hat 100 % Lust auf mehr gemacht!!

     

    Im nächsten Bericht nehme ich euch mit nach Hallstatt. Sagt euch nichts?
    Ich bin mir sicher, ihr kennt es, vor allem ein bestimmtes Bild davon.
    Mehr dazu dann im nächsten Bericht! 

     

    Bis zum nächsten mal !!!

    Unser 3-Generationen-Ausflug von Bratislava nach Wien – Sightseeing mit Hindernissen

     


    HIER könnt ihr besondere Erlebnisse für Wien buchen

    Alle bereits veröffentlichten Berichte unseres Sommerurlaubes in der Slowakei, in Ungarn und in Österreich

     

     

     


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    Unser 3-Generationen-Ausflug von Bratislava nach Wien – Sightseeingtour und Stephansdom

  • Ausflugstipp: Die Krimmler Wasserfälle – Der höchste Wasserfall Europas (Österreich)

    Ausflugstipp: Die Krimmler Wasserfälle – Der höchste Wasserfall Europas (Österreich)

    Ausflugstipp Österreich: Die Krimmler Wasserfälle – Der höchste Wasserfall Europas

    Ausflugstipp Österreich: Die Krimmler Wasserfälle – Der höchste Wasserfall Europas

     

    Hallo zusammen,

    heute gibt es einen Ausflugstipp für alle, die in Österreich im Nationalpark Hohe Tauern Urlaub machen.

    Unseren Sommerurlaub verbrachten wir in Heiligenblut und hatten daher eine etwas weitere Anreise – aber die Fahrt am Großglockner entlang
    (entweder die Großglockner Hochalpenstrasse oder aber die Felberntauernstrasse) lohnt sich und so wird selbst der Weg schon irgendwie zum Ziel

    Jeden Morgen genoss ich den Sonnenaufgang vom Balkon unseres Zimmers aus. Die 5 Kids und mein Lebensgefährte schliefen dann meistens noch und ich genoss die Ruhe.
    Wenn man mit 5 Kindern / Teenies unterwegs ist, hat man tagsüber nicht so viele Möglichkeiten für kleine Ruheinseln. Aber der Morgen und der Sonnenaufgang gehörten mir ganz alleine!

    An diesem Morgen war das zunächst ein zwar irgendwie faszinierender, aber auch recht trister Anblick… Wolkenschwaden hingen bis tief ins Tal hinein.

     

    Mit einem Kaffee in der Hand genoss ich morgens die ersten Sonnenstrahlen des Tages

     

    Die Sonne wollte sich an diesem Morgen jedoch irgendwie nicht so recht zeigen…

     

     

    Beim ausgedehnten Frühstück in unserem wunderbaren Hotel Großglockner Lodge in Heiligenblut überlegten wir, was wir an diesem Tage unternehmen könnten. Das Interessante bei einem Urlaub am Großglockner ist ja, dass Vorschläge wie „Rodeln im Schnee“ direkt gleichzeitig kommen wie „Zum Freibad fahren“ – und tatsächlich wäre beides möglich.

    Im Schnee gerodelt haben wir bereits – am Kitzsteinhorn – und das mitten im Sommer.

    Nach einigem Hin- und Herüberlegen und mit Blick auf die nicht so sommerliche Wetterprognose beschlossen wir, zu dem Krimmler Wasserfällen zu fahren, denn da wird man ohnehin nass. Wenn dann die Gischt vom Wasserfall von der Seite kommt, stören ein paar Regentropfen von oben auch nicht.

    Der Plan stand, wir frühstückten – und machten uns dann auch bald auf dem Weg.

     

    An dieser Stelle gibt es ein paar Infos zu den Krimmler Wasserfällen

    .
    Die Krimmler Wasserfälle sind mit einer Fallhöhe von insgesamt 380 Metern die höchsten von Europa.

    5,6 mWasser pro Sekunde rauschen hier in einem eindrucksvollen Naturschauspiel durch das Gestein und lassen den Besucher auf mehreren Ebenen mit Aussichtsplattformen die unbändige Kraft des Wassers spüren. Im Schnitt besuchen jedes Jahr 400.000 Touristen die Krimmler Wasserfälle, damit gehören sie zu den Top 10 Sehenswürdigkeiten in Österreich.

    Vor 30 Millionen Jahren kollidierten die afrikanische und die eurasische Platte. Es entstanden die Aufwölbungen der zentralen Alpenteile, zurück blieb u.a. das obere Salzachtal. Dieser Höhenunterschied wurde während der Eiszeit durch einen mächtigen Eisstrom, der die Haupttäler tief ausschürfte, noch verstärkt.
    Weil sich hier besonders hartes Gestein (Granit) befindet, sind die Wasserfallstufen trotz der rauschenden Wassermassen erhalten geblieben.

    Die Krimmler Ache bildet den Ursprung der Krimmler Wasserfälle. Zunächst fließt die ca 20 km durch die ebene Almgegend, erreicht dann als wilder Gletscherbach den Talausgang und stürzt von dort tosend über 3 Stufen die Krimmler Wasserfälle hinab.
    Typisch für einen Gletscherbach führt die Krimmler Ache im Juni und Juli das 30- bis 40- fache der Wassermenge im Februar. Für den Weg von den Gletschern bis zu den Wasserfällen braucht das Wasser 9 – 12 Stunden.

     

    Wo liegen die Krimmler Wasserfälle?

     

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    Weitere Informationen

     

    Der Krimmler Wasserfallweg

    Es gibt mehrere gut ausgeschilderte und große Parkplätze, die Parkplätze für Gehbehinderte befinden sich nahe am Fußweg Richtung Wasserfall.
    Vom den Parkplätzen aus führt ein Fußweg in ca 10 bis 15 Minuten zum Startpunkt des Krimmler Wasserfallweges.
    Meine Eltern konnten aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mit uns wandern, aber am Fußweg kurz hinter der Unterführung gibt es ein Restaurant mit tollem Blick auf den Wasserfall.
    Sie wollten dort in Ruhe zu Mittag essen und die Aussicht genießen.
    Der Weg zum untersten Wasserfall ist behindertengerecht angelegt, es gibt zudem auch behindertengerechte Toilettenanlagen.

    Der Sprühnebel der Wasserfälle enthält Millionen von negativen Ionen. Das Einatmen stärkt das Immunsystem und lindert erwiesenermaßen Asthma sowie Allergien, daher kann man auch Dauerkarten für den Bereich der Gesundheitsarena bekommen, um hier regelmäßig den Sprühnebel zu inhalieren.

    Vom Fuß des Wasserfalls führt serpentinenartig ein Fußweg am Wasserfall entlang nach oben.
    Immer wieder hat man von den Aussichtskanzeln einen tollen Blick auf das tosende Wasser. An manchen wird man durch die Gischt auch etwas nass.
    Der Weg ist steil, aber gut zu laufen.

     

    Quelle: https://www.wasserfaelle-krimml.at/

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    Öffnungszeiten und Eintrittspreise für die Krimmler Wasserfälle (Stand 02/2021)

    Täglich von 09:00 – 17:00 Uhr (letzter Einlass 16:30 Uhr)

    Erwachsene 5 Euro
    Kinder (6 – 15 J ) 2 Euro

     

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    Website der Krimmler Wasserfälle mit allen aktuellen Infos: 

    https://www.wasserfaelle-krimml.at/

     

     

     

    Unser Besuch bei den Krimmler Wasserfällen

     

    Tief hingen die Wolken an den Bergen

     

    Nach einer Fahrt durchs Bilderbuchpanorama der Felbertauernstrasse mit dem Antipanorama-Regenwetter erreichten wir am späten Vormittag die Parkplätze der Krimmler Wasserfälle.

    Aufgrund des Wetters und auch der Gischt vom Wasserfall entstanden die Fotos lediglich mit meinem Handy.
    Aber für unseren nächsten Urlaub habe ich mir endlich mal eine wasserfeste Kamera zugelegt. 

     

    Ankunft in Krimml

     

     

    Tief hängende Wolkendecke, aber der Regen hatte aufgehört

     

    Im August 2020 waren die Preise noch etwas günstiger. Aber wenn man sieht, wieviel Arbeit in der Instandhaltung der Wege und sanitären Anlagen steckt, ist der Preis absolut angemessen

     

    Der untere Wasserfall

     

    Kurzes Handyvideo:

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    Weitere Informationen

     

    Mit den 5 Kindern bzw. 4 Kindern und unserem Teenie machten wir uns auf den Krimmler Wasserfallweg los Richtung oben.

     

    Panoramablick auf den Wasserfall. Als würde er direkt aus den Wolken entspringen.

     

    Kleines Handyvideo dazu:

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    Weitere Informationen

     

    Durch das stets feuchte Klima in Wasserfallnähe kann man zwischen den Farnen oder den nassen Steinen, welche die Wege säumen, mit etwas Glück auch kleine Salamander entdecken.
    Obwohl wir genau hinschauten, haben wir leider keinen gesehen.

     

    Der 1. Ausblick auf den Wasserfall auf dem Krimmler Wasserfallweg. Und zu unserem Glück verzogen sich die Wolken und die Sonne kam heraus.

     

     

    Der Sprühnebel vom Wasserfall zauberte im Sonnenlicht einen Regenbogen. Im Hintergrund sahen wir noch die Regenwolken.

     

     

     

    Ausblick von der ersten Aussichtskanzel:
    Schwer zu begreifen, welche Wassermassen hier jede Stunde so laut tosend in den Fluss stürzen.

     

     

    Kurzes Handyvideo (etwas verwackelt,… hat seinen Grund, warum ich einen Foto-Blog betreibe und keinen Video-Chanel … )

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    Weitere Informationen

     

    Und weiter … immer den Weg entlang nach oben 

     

    Kleinere und manchmal auch größere Felsen am Weg

     

     

    Wir überquerten einen weiteren, jedoch sehr kleinen Wasserfall

     

     

    Schaut mal, wie der Baum gewachsen ist. Die Natur erstaunt uns immer wieder

     

    Ich lasse nun einfach mal ein paar Fotos sprechen. 

     

     

    Die Aussichtskanzel heisst „Regenkanzel“ – nicht ohne Grund, wie wir bald merkten. 

    Da unten am Fluss haben wir vorhin noch gestanden und uns den Wasserfall von unten angesehen. Der Höhenunterschied ist beachtlich.

     

    Noch ein Mini – Video (Einfach nur der Geräuschkulisse wegen): 

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    Weitere Informationen

     

     

    Der feine Sprühnebel vom Wasserfall wehte direkt zu uns

     

     

    Und einmal noch als Panorama

     

    Nach einer Weile waren wir ziemlich nass …

     

    Wir brachen den Aufstieg des Wasserfallweges bald nach der Regenkanzel ab. Ich war nicht fit und für mich war der Spaziergang bis dort oben schon recht anstrengend. Und auch die Kinder waren nicht böse drum, als wir sagten, dass wir uns auf dem Rückweg machten. 
    Vorher gab es noch eine kleine Picknickpause auf einer der vielen Bänke, stets mit dem lauten Tosen des Wasserfalles im Hintergrund. Ich liebe es! 

     

     

    Der Bronzesteinbock am Krimmler Wasserfall

     

     

    Wir hatten uns eine kleine Pause verdient und gesellten uns zu meinen Eltern in das Restaurant mit Blick auf den Wasserfall.

     

     

     

    Nach der kleinen Stärkung machten wir uns auf dem Rückweg zum Hotel, wo wieder ein leckeres Abendessen auf uns wartete. 

    Wieder war ein Tag vorüber. Im Urlaub geht das immer so schnell… 

    Ein großes Highlight hatten wir uns zum Abschluss für unseren Urlaub aufgespart: 

    Wildwasserrafting. 

    Und ich weiß nicht, wer sich mehr darauf freute – unsere 5 Kids oder wir. 

     

    Dazu aber mehr im nächsten Bericht. 

     

    Schön, dass ihr wieder dabei ward. Bis zum nächsten mal !!! 

     

    Und denkt dran: 
    Haltet die Ohren steif, ihr seid nicht alleine!!! 

    Ausflugstipp Österreich: Die Krimmler Wasserfälle – Der höchste Wasserfall Europas

     


    Österreich

     

     

     

     

     

     

  • Österreich: Das Kitzsteinhorn – Rodeln im Schnee mitten im Sommer 

    Österreich: Das Kitzsteinhorn – Rodeln im Schnee mitten im Sommer 


    Österreich: Das Kitzsteinhorn – Rodeln im Schnee mitten im Sommer

     

    Österreich: Das Kitzsteinhorn – Rodeln im Schnee mitten im Sommer

     

     


    Hinweis: 

    Warum hat dieser Bericht so lange auf sich warten lassen? 
    -> Der Bericht war längst fertig. Aber natürlich verfolge ich die Nachrichten und habe mitbekommen, dass viele Touristen trotz Corona- Einschränkungen die Wintergebiete gestürmt haben, u.a. auch das Kitzsteinhorn. Daher fand ich es nicht richtig, in diesen Zeiten über diese Region zu schreiben. Es ist schon schlimm genug, dass so viele Menschen offensichtlich vergessen haben, dass Corona aktueller ist denn je und so dennoch ihren eigenen Interessen nachgehen…  
    Wir sind normalerweise auch immer im Januar in Winterberg und natürlich vermissen wir es sehr in diesem Jahr – aber wenn wir nicht endlich alle vernünftig werden, wird uns Corona noch sehr lange begleiten…. 
    Daher habe ich mit diesem Bericht gewartet, bis sich die Situation in den Ski- und Rodelgebieten etwas beruhigt hat…
    Und noch etwas: Wie ihr lesen könnt, ist hier selbst im Sommer im Schnee rodeln möglich, also verschiebt euern Rodelurlaub um ein paar Monate in den Sommer und bleibt jetzt einfach mal zu Hause …. So wie wir auch (… auch, wenn es uns schwer fällt).
    Gemeinsam schaffen wir diese Krise!!! 

     

     

     

    Österreich, Juli 2020.

    Es ist ein warmer Sommertag in Heiligenblut. Von den Bäumen trällern Vögel fröhlich ihre Lieder.  Sonnenstrahlen glitzern im Wasser des kleinen Baches. Touristen schlendern in kurzen Hosen und T-Shirts durch die Gassen, trinken Kaffee auf der Sonnenterasse unseres Hotels oder genießen ein Eis in der Sonne.

    Vor unserem Hotel in Heiligenblut stehen 5 Kinder mit Mütze, Schal, Handschuhe und Winterschuhe.

    Ok, von Anfang an…

     

    Bereits Anfang 2020 ist unser traditioneller Rodelurlaub in Winterberg ausgefallen.  Urlaubssperre und samstags arbeiten verhinderten es leider. Und für einen Tag ins Sauerland fahren lohnte auch nicht wirklich….
    Die Kinder waren traurig, denn für sie ist es immer das erste Highlight im neuen Jahr: Auf dem Schlitten die Schneepisten runterrodeln. Immer und immer wieder, von morgens bis abends.

    „Wir holen das nach! Im Sommerurlaub!“ versprach ich seinerzeit den Kindern. Diese antworteten nur mit lauten Lachen. „Klar Mama, Schnee im Sommer. Sehr witzig….“

    Als es dann an die Reiseplanung für Österreich ging, haben wir uns mit den Kids durch diverse Reiseberichte geklickt. Und dann sahen sie es: Ice Arena auf dem Kitzsteinhorn. Rodeln im Schnee das ganze Jahr über möglich. Begeisterung pur!

    Beim Packen vor der Reise wanderten also wie selbstverständlich neben Sandalen, kurze Hosen und T-Shirts die Thermoleggins, Mütze, Schal und Handschuhe ins Sommerurlaub-Reisegepäck.

     

    Den ersten Schnee sahen wir schon auf der Hinfahrt bei der Fahrt über die Großglockner- Hochalpenstrasse ( -> Bericht https://www.elly-unterwegs.de/2020/09/25/oesterreich-die-grossglockner-hochalpenstrasse-in-bildern )

    Ich möchte nun nicht schreiben, dass die Kinder was unseren Schneeausflug betraf ungeduldig waren, aber sie haben jeden Tag mehrmals nachgefragt, ob wir „endlich in den Schnee fahren“
    Nun, theoretisch hätten wir das schon direkt am Anfang machen können, aber das Wetter hat uns da etwas in die Planung hineingepfuscht (….. kennen wir ja inzwischen…. ) – aber in der 2. Woche gab es endlich einen Tag, welcher Sonne bis zum späten Nachmittag vorhersagte.

    Und genau für diesen Tag planten wir unseren Ausflug auf das Kitzsteinhorn.

    Österreich: Das Kitzsteinhorn – Rodeln im Schnee mitten im Sommer

    Wie immer gibt es erst einmal ein paar Infos zum Kitzsteinhorn

    Lage:

    Das Kitzsteinhorn liegt nördlich vom Großglockner im Gemeindegebiet von Kaprun im österreichischen Bundesland Salzburg.
    Er ist 3203 m ü. A. hoch.
    Die Zufahrt zu den Liften erfolgt über Kaprun.

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    Weitere Informationen

     

     

    Lifte bis auf den Gipfel am Kitzsteinhorn und zum „Top Of Salzburg“

    Es gibt mehrere Möglichkeiten um auf den Gipfel und zur Aussichtsplattform vom Kitzsteinhorn zu gelangen.
    Eine Möglichkeit sind die Lifte im Zentrum von Kaprun.
    Von dort fährt man zunächst hoch auf den Maiskogel. Eine Panoramaseilbahn führt dann vom Maiskogel weiter bis zum Gipfel.

    Auch von der Talstation Gletscherjet, außerhalb von Kaprun, fährt man in mehreren Etappen zum Gipfel.
    Die schräge Bahn, welche viele vielleicht aus früheren Besuchen kennen, ist zur Zeit leider geschlossen.

    Die Adressen zu den Talstationen findet ihr weiter unten.

     

     

    Hier gibt es eine Übersicht der Lifte auf den Gipfel des Kitzsteinhorns:

    https://www.kitzsteinhorn.at/de/winter/informationen/pistenplan-oeffnungszeiten 

     

     

    Top Of Salzburg

    In der Gipfelstation des Kitzsteinhorns auf 3.029 Metern liegt die Aussichtsplattform „Top of Salzburg“. Er ist der höchste für jedermann einfach erreichbare Aussichtspunkt im Salzburger Land und der gesamten Nationalpark-Hohe-Tauern-Region. Von dort hat man einen grandiosen Ausblick auf die umliegenden 3000er einschließlich dem Großglockner.

    Für die Fahrt bis zum Top Of Salzburg ist eine weitere Fahrt mit einer Seilbahn notwendig – die Aussicht und die Gipfelwelt 3000 lohnt aber das Anstehen und die weitere Fahrt

    Die Ice Arena

    Für Schneehungrige gibt es auf 3000 m Höhe sommertags die Ice Arena. Hier kann man auch im Sommer im Schnee rodeln oder Schneeballschlachten machen. Und während die Kids noch weiter auf den gratis auszuleihenden Rodelschalen immer wieder den Abhang hinuntersausen, können es sich die Eltern in den bequemen Sonnenstühlen mit einem Kaffee oder Tee aus der Snackbar gemütlich machen.

     

    Kosten für die Auffahrt bis zum Top Of Salzburg auf 3.029 m, Berg & Talfahrt

    (Stand Sommer 2020)
    Erwachsene:  47 €

    Jugendliche: 42,50 €
    Kinder: 35 €
    Kleinkinder: In Begleitung eines Erwachsenen kostenfrei

    Wer nicht bis nach ganz oben fahren möchte, kann auch günstigere Tickets bekommen.

     

     

    Unser Tag auf dem Kitzsteinhorn

    Die Kinder wussten, dass es heute in den Schnee ging. Schon am Vorabend haben sie alles bereit gelegt und ihre Rucksäcke gepackt. Gepackt für eine mehrtägige Expedition am Nordpol. Inklusive Verpflegung. Zumindest war auch Obst dabei, nicht nur Freggeleien. Dennoch mussten wir das ganze etwas aussortieren.
    Oder aber wir wünschten eine plausible Erklärung, warum in einem der Rucksäcke zum Beispiel 5 Barbies inkl. 10 Wechseloutfits und 2 Teddys waren. Und auch über die Konsole samt 6 Spielen wunderten wir uns …. „Falls uns langweilig wird!“ …. Die Sorge konnte ich dann schnell nehmen und zugleich die Vorfreude steigern, als ich aktuelle Fotos aus der Ice Arena zeigte. Eine Barbie musste dann aber doch mit. „Die hat noch nie Schnee gesehen!“

    Am nächsten Morgen funktionierte der in Kindern serienmäßig eingebaute Früh- Wecker wie schon sooft gut. Viel zu gut.  5.40 Uhr. „Wann fahren wir endlich los?“  „Nerv Mama nicht, sie braucht doch erst einen Kaffee!“ hörte ich Kind 2 im Hintergrund flüstern. „Komm, wir spielen noch eine Runde!“ …. Ein Auge halb öffnend nahm ich wahr, das 3 der Kids schon bereit waren für die Abfahrt. ….  Die anderen 2 Kinder wurden ebenfalls geweckt und irgendwann ergaben mein Lebensgefährte und ich uns und machten uns auch bereit fürs Frühstück. Ausschlafen ist im Urlaub sowieso völlig überbewertet, da verpasst man viel zu viel vom Tag ….

    Nach einem sehr schnellen Frühstück starteten wir.

    Die Kinder warteten abfahrbereit vor dem Hotel, während wir noch schnell unsere Rucksäcke holten.

    Und das war er, eben jener Moment, …. die Kinder in Winterbekleidung inmitten von Sommerurlaubern. Etwas verdutzt schauenden Sommerurlaubern. Aber auch nur für den ersten Moment. Denn wenn man ständig die schneebedeckten Gipfel der Alpen vor Augen hat, wundert es dann eben doch nicht mehr so sehr, wenn man mitten im Sommer Kinder mit Mütze, Schal und Winterschuhen antrifft.
    Neben gutem Schuhwerk und einer warmen Jacke empfehle ich unbedingt eine Sonnenbrille, denn der Schnee ist im Sonnenlicht recht grell. 

     

    Unsere Route führte uns zunächst einmal auf die andere Seite vom Großglockner.

    Für die Hinfahrt wählten wir die Felbertauernstraße
    ( -> Bericht https://www.elly-unterwegs.de/2020/12/12/oesterreich-die-felbertauernstrasse-eine-weitere-panoramastrasse-am-grossglockner/ )

    Die Felbertauernstraße

     

    Für unseren Auffahrt Richtung Gipfel wählten wir den Gletscherjet 1.
    Parkplatz: https://goo.gl/maps/dMmbmLDESPSwwz9D9

    Dieser Ort hat in der Geschichte von Kaprun leider einen traurigen Hintergrund. Dazu schreibe ich aber später was.

    An der Talstation konnten wir sämtliche Tickets für die Fahrt nach oben kaufen. Bis zum Top Of Salzburg, also der Aussichtsplattform, waren das immerhin 4 Bahnen.
    Für uns mit 5 Kids war das kein günstiger Spaß,… Über 200 Euro waren wir los. Aber es würde sich lohnen. Wir waren uns davor schon sicher und im Laufe des Tages bestätigte sich das auch.

     

     

    Die Maiskogelbahn von Kaprun mit dem Großglockner im Hintergrund

     

    Die Maiskogelbahn von Kaprun mit dem Großglockner im Hintergrund

     

    Sonne im Tal, alles grün ….. das wird sich für uns in ca 1 Stunde ändern

     

     

    Die Talstation vom „Gletscherjet 1“ Direkt nebenan gibt es reichlich Parkplätze.

     

     

    Und schon geht es für uns Richtung Gipfel. Wir genießen die Aussicht von der Panoramabahn

     

    Imposant-schöner Anblick – selbst für mich als „Meer-Typ“. Leider schien es doch etwas diesig zu sein.

     

     

    Es geht steil nach oben

     

     

     

    In den Gondeln war Maskenpflicht. Auch dann, wenn man wie wir,  alle aus einem Haushalt kommen.

     

     

    Oben angekommen gäbe es die Möglichkeit für einen Snack. Es gibt einen Spielplatz, Shoppingmöglichkeiten für Wanderkleidung, es starten mehrere Panoramawanderwege von der „Gletscherjet 1 Bergstation“
    Entgegen meiner Vermutung blieb keines der Kinder irgendwo stehen, sondern es gingen alle direkt zur nächsten Gondelbahn. „Ja, gleich können wir rodeln!“

    Mit runden und knallroten Gondeln fuhren wir nun die nächste Etappe nach oben.
    Die Landschaft wurde karger und der Schnee mehr.

     

     

     

    Und auch in der nächsten Station steigen wir direkt um in die Bahn Nr. 3

     

    Fast im ewigen Schnee angekommen

     

     

    So. Da wären wir. Im Schnee. Mitten im Sommer.

     

    Bevor wir zur Ice Arena gingen, war der Aussichtspunkt unser Ziel.

    Von der Bergstation aus ging man durch einen Stollen, welcher dann zur nächsten Bahn führte

     

     

     

    Die Bahn zur Gipfelwelt

     

    Oben sieht man schon die Aussichtsplattform

     

    Top of Salzburg –  Salzburgs höchstgelegener Aussichtspunkt direkt am Kitzsteinhorn auf 3029 Meter Höhe. Von hier hat man einen traumhaften Blick zum Zeller See, zum Großglockner und zum Watzmann. Selbst die Zugspitze kann man von hier oben sehen – und außerdem die vielen umliegenden Gipfel im Nationalpark Hohe Tauern

    Zum Vergleich: Die Zugspitze ist 2962 m ü. NHN hoch. 

     

    Das kostenlose Guckrohr zeigt an, welchen Berg man da grad vor sich hat

     

     

     

    Traum-Panorama über die malerische Berglandschaft 

    Im Tal eingebettet von den Bergen: Zell am See

     

    Da unten ist die Rodelpiste der Ice- Arena

     

     

    Erinnerungsfoto

     

    Kurz nach diesem Foto passierte etwas, was mir seit der Maskenpflicht ständig passiert: Die Maske verhäddert sich in einem meiner Hängeohrringe und ich reiße ihn beim Maske abziehen raus.
    Normalerweise kein Problem.
    Problematisch wird es erst, wenn man oben auf einem Berg steht und es keinen festen Boden unter den Füßen gibt, sondern nur Gitterrost …

     

    „Da unten ist er, glaube ich. Da, im Schnee!“  Mit anderen Worten: Weg, für immer. Im ewigen Eis. Oh man ….

     

    Oben an der Spitze gibt es einen Foto-Point. Wie wir es schon an der Zugspitze und am Großglockner kennengelernt haben.

     

     

     

     

    Video vom Top Of Salzburg

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    Weitere Informationen

     

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    Mit der Bahn fuhren wir dann wieder eine Station runter, um zur Ice- Arena zu gehen. Eigentlich gäbe es noch eine zweite Aussichtsplattform. Ein 360 Meter langer Stollen verbindet die Gipfelstation mit der anderen Aussichtsplattform. An 6 Infostationen gibt es lohnenswerte Einblick in den Nationalpark Hohe Tauern. Die Ausstellung erzählt von der Entstehung des Nationalparks, von den Schätzen und der Technik am Kitzsteinhorn.  Aber die Kinder wollten gerne rodeln und weil sich entgegen der Wetterprognose doch am Horizont eine Unwetterwolke aufbäumte, verzichteten wir auf Aussichtsplattform Nr. 2 und gingen mit den Kindern zur Ice- Arena. 

     

     

    Oben sieht man die Aussichtsplattform

     

     

    Beide Aussichtsplattformen. Zu erreichen mit der Bahn zum „Top Of Salzburg“

     

    Schneeeeballschlaaaacht!!!!!! Absolut egal, dass wir mitten im Juli sind.

     

    Kleine Ruhe-Oase direkt bei der Snackbar

     

    Die Rodelteller und Schlitten kann man sich kostenlos ausleihen

     

     

     

    Die Rodelteller drehten sich während der Abfahrt, machte den Kids doppelt Spaß!

     

     

    Dieses Foto hatte ich in meinem Whats-App Status: „Schöne Grüße aus unserem Sommerurlaub und aus dem Schnee“

     

    Aussicht von der oberen Kante der Ice – Arena. Es war alles mit Zäunen abgesichert

     

    Die Kinder hatten richtig viel Spaß und im Grunde war es auch gar nicht so kalt, wie wir dachten. Die Jacken wurden uns schnell zu warm.

     

     

    Ein Rodel-Wettrennen durfte natürlich nicht fehlen!

     

    Unsere Kinder sind etwas verwöhnt, denn im Sauerland haben wir an den Bahnen immer Lifte, welche einen nach oben zum Start der Rodelpiste bringen. Hier war Beinarbeit angesagt

     

     

     

    Zufallsfoto. Schaut es euch genau an.

     

    Irgendwann mussten wir zurück zu den Liften, wenn wir nicht zu Fuß hinab laufen wollten.

    Eine letzte Runde noch:

     

    Müde, glücklich, …. und auch nass vom Schnee saßen wir dann bald wieder in den Gondeln auf den Weg zurück ins Tal.

     

     

     

     

    Bahn 1, Bahn 2 …. und zu guter Letzt Bahn Nr. 3, die letzte der Bahnen, welche uns zurück zur Talstation brachte.

     

    Auf dem Weg dorthin passierten wir eine Stelle mit sehr trauriger Geschichte ….

     

    Am 11. November 2000 geschah genau dort eine der schlimmsten Katastrophen in der österreichischen Nachkriegsgeschichte, bei welcher 155 Menschen ihr Leben verloren.

     

     

    Gletscherbahn Kaprun 2. im Jahr 2000 ;  Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/User:Arpingstone

     

    Der Zug der Gletscherbahn Kaprun 2 geriet im Tunnel in Brand.
    Bereits kurz nach der Abfahrt bemerkten Augenzeugen Rauch aus dem talseitigen Führerstand. Nach 1.132 Metern Fahrt blieb der Zug stehen. Durch ein Leck in der Bremshydraulik wurde die automatische Bremsung aktiviert. Der Zug geriet vollständig in Brand. Die Türen ließen sich nur durch den Zugführer öffnen, außerdem gab es in dem Zug weder Feuerlöscher noch Nothämmer, daher starben die meisten noch im Zug.  Ein paar Passagiere schafften es dennoch, die Scheiben einzuschlagen, leider liefen sie in Panik in dem Tunnel nach oben, direkt in die tödliche Rauchgaswolke. Nur 12 Menschen überlebten, weil sie im Tunnel entgegen der Kaminwirkung nach unten liefen.

    Mein Lebensgefährte verbrachte in seiner Kindheit seinen Urlaub jeden Sommer in Kaprun, ist oft mit der Bahn gefahren. Er selber kannte Menschen, welche eine Bahn vorher genommen hatten oder eine Bahn später nehmen wollten-  und somit diesem Unglück knapp entkamen. Bei der Fahrt zurück zur Talstation spürte ich, dass ihn die Erinnerung noch immer sehr berührte.
    Auch bei den Menschen in Kaprun ist dieses schreckliche Unglück  immer noch eine große Wunde, wie ich wenig später bei einem Besuch bei Bekannten meines Lebensgefährten spürte. Mit Tränen in den Augen erzählten sie, wie sie das ganze damals erlebten.

     

    Auch nach 20 Jahren kann man den Verlauf der alten Bahnstrecke noch gut erkennen

     

    Vor der Rückfahrt besuchen wir die Gedenkstätte direkt an der Talstation am Parkplatz

     

     

     

    Die bunten Farben überraschten uns beim Eintreten. Jede Farbe steht für ein Opfer. In den kleinen Nischen ist Platz für Fotos, Andenken, Blumen

     

     

    Teilweise starben mehrere Kinder einer Familie, teilweise auch mit einem Elternteil… wie schrecklich ist das für die Hinterbliebenen …. Wir hatten alle einen Kloß im Hals und selbst die Kinder gingen schweigend durch den Raum. 

     

     

    Hilfreiche Links für euren Besuch vom Kitzsteinhorn 

    Website: 
    https://www.kitzsteinhorn.at/de

    Betriebszeiten und Öffnungszeiten der Lifte und Seilbahnen:  
    https://www.kitzsteinhorn.at/de/service/informationen/betriebs-oeffnungszeiten

    Wetter und Webcams vom Kitzsteinhorn und vom Maiskogel 
     https://www.kitzsteinhorn.at/de/service/informationen/wetter-webcams

    Geführte Ranger-Touren am Kitzsteinhorn
    https://www.kitzsteinhorn.at/de/gipfelwelt-3000/top-of-salzburg/gefuehrte-touren

    Adresse Talstation Lift Gletscherjet / Panoramabahn:
    Kesselfallstraße 60
    5710 Kaprun

    GPS: N47 13.754, E12 43.598

    Adresse Talstation  Maiskogel / Maisi Flitzer direkt in Kaprun:
    KAPRUN CENTER

    Kitzsteinhornplatz 1a
    5710 Kaprun
    GPS: N47 16 26.128, E12 45 25.288

     

     

    Nicht weit von der Gedenkstätte entfernt stand unser Auto.

    Unser Fazit vom Kitzsteinhorn: 

    Auch wenn es nicht ganz günstig ist, bis zum Top Of Salzburg zu kommen – es lohnt sich! Die Aussicht ist fantastisch und für die Kinder war das Rodeln im Schnee eines der besten Highlights im Österreich- Urlaub. 

     

    Auf dem Rückweg besuchten wir noch die damalige Vermieterin meines Lebensgefährten. Er war in seiner Kindheit jeden Sommer mit seinen Eltern dort und die Vermieterin freute sich, nun seine Kinder kennen zu lernen.

    Sie führt eine kleine Pension in Kaprun mit schönem Blick auf die Berge
    https://www.zellamsee-kaprun.com/de/kaprun/fruehstueckspension/pension-bergblick_dr27268

    Nach einem kleinen Plausch im Garten fuhren wir bald weiter Richtung Hotel, denn wir wollten unbedingt den Rückweg über die Großglockner Hochalpenstrasse fahren, es zogen jedoch bedrohliche Wolken auf.

     

    Berichte von der Großglockner Hochalpenstrasse:  

    Großglockner Hochalpenstrasse: Einmal von Ferleiten bis Heiligenblut  

    Großglockner Hochalpenstrasse: Abstecher zu den Murmeltieren und zur Edelweißspitze 

     

    Fahrt über die Großglockner Hochalpenstrasse. Von rechts kommend sieht man schon die dunklen Wolken. Wir hatten glücklicherweise nur noch auf den letzten Kilometern heftigen Regenfall

     

     

    Abendstimmung von unserem Hotel- Balkon mit Blick auf den Großglockner. Auf der anderen Seite ist das Kitzsteinhorn.

     

    Passend zum üppigen Abendessen bestehend aus einem 5-Gänge-Menü waren wir wieder im Hotel. 

     

    Unser Hotel in Heiligenblut: 

    https://www.elly-unterwegs.de/2020/10/18/unser-hotel-in-heiligenblut-die-nationalpark-lodge-grossglockner/

    Unser Hotel in Heiligenblut: Die Nationalpark Lodge Großglockner

     

    Nach dem Abendessen saßen wir noch mit den Kindern auf dem Balkon. Sie schickten ihren Freunden Fotos vom Schnee und waren auf die Reaktionen gespannt. 
    Ganz im Gegensatz zu den Schneefotos meiner ältesten Tochter kamen dann zum Beispiel Fotos von Sonne, Strand und Palmen. 
    Das machen wir 2021 vielleicht auch wieder, wenn wir dürfen. 

     

    Es freut mich, dass ihr wieder mit dabei ward. 

    Haltet die Ohren steif, wir sitzen alle im gleichen Boot! 

    Bleibt gesund  (oder werdet es ganz schnell wieder) 

    Bis zum nächsten mal. Dann wird es nicht so kalt wie heute, aber es könnte etwas nass werden. 

     

     

     


     

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    Österreich: Das Kitzsteinhorn – Rodeln im Schnee mitten im Sommer

     


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  • Österreich: Die Felbertauernstraße – Eine weitere Panoramastrasse am Großglockner

    Österreich: Die Felbertauernstraße – Eine weitere Panoramastrasse am Großglockner


     

     

    Österreich: Die Felbertauernstraße – Eine weitere Panoramastrasse am Großglockner

     

    Österreich: Die Felbertauernstraße – Eine weitere Panoramastrasse am Großglockner

    Hallo zusammen,

    Es tut mir leid, dass ihr etwas länger auf die Fortsetzung meiner Österreich- Reiseberichte warten musstet, ich bin im Moment etwas angeschlagen und komme daher nicht sooft zum Schreiben, wie ich eigentlich gerne würde ….. Einige haben mich bereits angeschrieben, ob noch weitere Österreich- Berichte kommen. 
    Geplant sind noch einige, zum Beispiel von einem unserer Highlights: Im Schnee rodeln mitten im Sommerurlaub. 

    .

     

    Heute berichte ich euch von einer weiteren malerischen Panoramastrasse am Großglockner in Österreich: Der Felbertauernstraße  / Felbertauern Strasse

    Sie liegt ebenfalls am Großglockner, ist jedoch weniger bekannt als die Großglockner Hochalpenstrasse, über welche ich auch bereits geschrieben habe:

    Bericht 1: Die Großglocknerstrasse und der Mankai-Wirt mit seinem zahmen Murmeltier

    Bericht 2: Die Edelweißspitze und die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit dem Gletscher und den niedlichen Murmeltieren

     

    Auch an den beliebtesten Reisetagen ist es hier nicht überfüllt. 
    Viele kennen die Felbertauernstrasse schlichtweg gar nicht, wenn es um das Thema Alpenüberquerung geht. 
    Dabei führt sie sehr idyllisch durch den Nationalpark Hohe Tauern, eingerahmt von mehreren Dreitausendern. Wasserfälle plätschern von den Felsen, Almhütten komplettieren das wunderbare Bild einer typischen Österreich-Landschaft. 

     

    Die Lage der Felbertauernstraße:

    Quelle: https://www.google.de/maps

     

    Wie ihr auf der Karte sehen könnt, eignet sich die Felbertauernstrasse in Kombination mit der Großglockner Hochalpenstrasse sehr gut für eine Runde um den Großglockner.
    Wir haben das auch einmal gemacht und das mit dem Ausflug auf das 3.029 m Hohe Kitzsteinhorn verbunden, Rodeln im Schnee inklusive.  (Bericht folgt!)

    Zahlen und Fakten zur Felbertauernstrasse:

    Eröffnung: 25. Juni 1967
    Strecke: Lienz – Mittersill
    Länge: knapp 70 km
    Höchster Punkt: 1650 m ü. A.

    Die Felbertauernstrasse ist ganzjährig geöffnet, jedoch kann es im Winter auch dort zu kurzfristigen Schließungen der Strasse kommen (Wie zum Beispiel aktuell Anfang Dezember 2020 nach massiven Schneefällen) Sie hat eine maximale Steigung von 9% und ist an vielen Stellen mehrspurig ausgebaut. Dadurch ist sie vor allem für Wohnmobile und Wohnwagengespanne eine gute Alternative zur Großglockner Hochalpenstrasse.

     

    Mautgebühr der Felbertauernstrasse

    Von Mittersill bis vor den Tunnel ist die Felbertauernstrasse eine Privatstraße in Besitz der Felbertauernstrasse AG, für die eine Maut erhoben wird.


    Stand: Sommer 2020

    PKW:

    – 11 € / 1 Weg
    – 16,50 € / Mehrfachnutzung an einem Tag (zB Hin- und zurück)
    – Kombiticket Felbertauerntunnel und Großglockner- Hochalpenstrasse: 43,50 €

    Aktuelle Tarife für PKM, Motorräder, Wohnmobile & Co findet ihr hier: http://www.felbertauernstrasse.at/ticketstarife/

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    Die Felbertauernstrasse in Bildern

    Gestartet sind wir in Heiligenblut (Bericht von Heiligenblut -> https://www.elly-unterwegs.de/2020/11/10/unser-sommerurlaub-in-heiligenblut-am-grossglockner-unsere-wanderausfluege-mit-5-kids/Unsere Fahrt führte dann erst Richtung Süden durch Großkirchheim nach Lienz.
    Es ist imposant, wenn auf dieser Strecke nach einer Weile die hohen Berge der “Lienzer Dolomiten” (eigentlich Gailtaler Alpen) auftauchen.
    Es macht eigentlich nicht viel Sinn, wenn man von Heiligenblut nach Kaprun fährt, den Umweg über die Felberntauernstrasse zu nehmen, aber so bekamen wir noch etwas mehr von der Region zu sehen und lohnenswert ist diese Strecke auf jeden Fall. Da waren sich auch die Kinder einig.
    „Wir können hier gerne noch einmal herfahren!“  „Ja, unbedingt!“  …. sie haben in Lienz einen McD…  entdeckt und hinter Lienz entdeckten sie mehrere Schilder mit „Rafting“. Möglicherweise (!)  hat das die Entscheidung geringfügig (!)  beeinflusst. Letzteres haben wir sogar noch ausprobiert, am letzten Urlaubstag waren wir mit den 5 Kids beim Wildwasserrafting. Dazu schreibe ich beizeiten auch noch was.
    Den Fluss dazu haben wir auf der Fahrt der Felbertauernstrasse hinter Lienz schon gesehen, denn der Fluss Isel läuft über mehrere Kilometer an der Strasse entlang und bildet mit den “Lienzer Dolomiten”  an mehreren Stellen ein tolles Fotomotiv.

     

    Kleiner Hinweis: Wir sind die Strecke zweimal gefahren. Einmal bei Sonnenschein, einmal bei Regen/ Sonne- Mix.

     

    Kirche bei Sagritz zwischen Heiligenblut und Lienz

     

    Bei Iselberg beginnt die Region „Osttirol“. Im Hintergrund ragen die “Lienzer Dolomiten” in den Himmel

     

    Blick über die Region Lienz

     

    Die “Lienzer Dolomiten”. Der höchste Berg ist 2770 m

     

     

    Kreisverkehr in Lienz.  ….. Palmen = glückliche Elly :)   Zitat meiner Familie „Egal wo du bist, du findest jede Palme! Sogar in Schweden!“  Ja, stimmt. Ich liebe Palmen und habe selbst in meinem Wohnzimmer mehrere stehen. 

     

     

    Die Isel

     

    Als dieses Foto entstand, ahnte ich noch nichts von unserem Abenteuer „Wildwasserrafting“, welches uns mit dem Schlauchboot genau unter dieser Brücke hindurch führen sollte.

     

    Sonne auf der einen Seite, Regenwolken auf der anderen Seite. Nichts ungewöhnliches in den Bergregionen.

     

    Bei St. Johann im Walde

     

     

    Kurz vor Matrei

     

     

    Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Alban in Matrei ist mit ihrem 86 Meter hohen Turm die größte Landkirche Tirols. Mit dem Auto fährt man fast in Kirchturmuhrhöhe an der Kirche vorbei

     

     

     

    Hinter Matrei beginnt der bergige Teil. Die Steigung ist max 9 % , die Kurven langgezogen und oft mehrspurig.

     

     

     

    Landschaftlich hat mir persönlich die Landschaft zwischen Lienz und dem Felbertauern besser gefallen. Meinem Lebensgefährten hingegen die Strecke nach dem Tunnel Richtung Mittersill. Einig waren wir uns, dass im Grunde die gesamte Strecke malerisch und sehenswert ist.

     

    Wir nähern uns dem Felbertauerntunnel

    Seht ihr die Strasse rechts oben? Die fahren wir gleich. Etwas Steigung und ein paar Serpentinen / Kehren gibt es auch auf der Felbertauernstrasse

     

     

     

    Der Felbertauerntunnel

     

    Vor dem Südportal ist die Mautstation. Das heisst, von Norden kommend zahlt man erst nach der Tunnelpassage

     

    Das Südportal vom Felbertauerntunnel liegt auf liegt auf einer Seehöhe von 1632 m

     

     

    Der Tunnel ist 5282 m lang

     

    Apropos Tunnel. …..

    Die Kinder hatten ein tolles Spiel, wenn wir durch eine Unterführung oder eben durch einen Tunnel fahren. Sie riefen ganz laut „Uuuuluuuuuluuuuuuuluuuuu…..luuuuluuuuu“ oder irgendwie so etwas, auf jeden Fall laut und auf der gesamten Länge des Tunnels. Auch beim Felbertauerntunnel,… und auch sonst bei jedem, wirklich JEDEM Tunnel…..  Die Felbertauernstrasse hat übrigens ungefähr 15 kurze oder etwas längere oder / und teilweise halboffene Tunnel…

     

    Nordportal vom Tunnel

     

    Etwas nach dem Felbertauerntunnel Fahrtrichtung Mittersill kommt ein ganz besonderer See. Der Elisabeth-See. Also quasi „mein“ See. Logisch, dass wir dort einen kleinen Zwischenstopp eingelegt haben.
    Leider erst bei unserer 2. Fahrt, bei welcher wir nicht so gutes Wetter hatten ….

    Der Elisabethsee

    Theoretisch kann man von dort zu schönen Wanderungen aufbrechen. Dafür fehlte uns die Zeit und den Kindern die Lust.
    Am Parkplatz gibt es ein WC- Häuschen und da es eine Weile dauert, bis 5 Kinder fertig sind, nutzte ich die Zeit für einen kleinen Spaziergang zum See.
    Nur ich ganz alleine.  Ungewohnt, aber auch mal ganz schön.

    Ein paar schnelle Handyfotos aus Zeitmangel. Soll man ja eigentlich nicht machen, aber manchmal gehts nicht anders.

     

    Ruhe. Idylle.
    Einmal ganz tief durchatmen

     

     

    Links im Bild sieht man die Strasse. Und dennoch ist es dort am See erstaunlich ruhig. Ich schloss die Augen und atmete tief ein ….

     

     „Maaaaamaaaaaaa, wo bleibst du?“ unterbrach die Stille.

     

    „Bin sofort bei euch. Geht schon einmal zum Auto!“ (Dort wartete mein Lebensgefährte und nutze die Pause zum schmöken. Jedem das seine)

    Lieber See mit dem wundervollen Namen, ich komme irgendwann mal wieder und bringe mehr Zeit mit (und auch vielleicht etwas besseres Wetter)

     

    Es dauert immer eine Weile, bis alle 5 Kinder wieder angeschnallt im Auto sind und sämtliches Spielzeug wieder beim richtigen Besitzer ist. Teddy da, Barbie dort,… „Ey, das ist mein Kissen!“ „Du sitzt auf meinem Anschnaller!“ „Mach den Sitz weiter nach vorne, ich hab hier kaum Platz!“ . Eltern kennen es… 

    Das Schöne ist aber, dass die Kinder die ganze Zeit aus dem Fenster sehen und einiges entdecken, was ich, obwohl ich vorne sitze, nicht gesehen hätte. Wie zum Beispiel die vielen Wasserfälle, welche aus den Bergen ins Tal plätschern

     

     

    Nach dem Tunnel geht es langsam wieder bergab. Anders als auf der Großglockner Hochalpenstrasse gab es hier keinen Schnee rechts und links der Strasse. Wohl aber auf den Gipfeln zu sehen und bei einer unserer Fahrten auf der Felbertauernstrasse war ja auch genau so ein schneebedeckter Gipfel unser Ziel.

     

     

    „Wow, dass die Kühe gar nicht umfallen, wenn die dauernd so schräg stehen!“ staunte die Tochter meines Lebensgefährten. Für sie war es der erste Urlaub in den Bergen und sie konnte sich nicht satt sehen an den schönen Bergpanoramen

     

    „Schatz, halt die die Ohren zu, da kommt der nächste Tunnel….“ Keine 2 Sekunden später kam von den beiden Rückbänken wieder ein 5-faches lautes „Huuuluuuluuuluuuluuuluuuluuuuullluuuuuuuuluuuuu“ , unterbrochen von Gekichere.  Ich schmunzelte. Irgendwann wird mir das fehlen. Wenn die Kinder nicht mehr mit uns auf Reisen gehen, sondern ihre eigenen Wegen gehen werden.

     

    Fast in Mittersill

    Österreich- Idylle.
    Vor uns liegt Mittersill.

     

     

    Angekommen in Mittersill. Nach soviel Natur und Panoramaaussichten auf den ersten Metern ungewohnt. …..

     

     

    Gewöhnungsbedürftig ist auch die Begrüßung im Kreisverkehr ….. 

    Zwar Oide Prunzer (Die zwei Steh- Pinkler)

     

     

    Unser Fazit zur Felberntauernstrasse


    Wir sind die Felberntauernstrasse zweimal gefahren und finden sie sehr malerisch und durch die weniger steilen Serpentinen (Kehren) und die geringere Steigung auch einfacher zu fahren als die Großglockner- Hochalpenstrasse.

    Während bei der Großglockner- Hochalpenstrasse die schneebedeckten Gipfel dominieren, ist es bei der Felberntauernstrasse mehr die Natur mit den grünen Tälern und den Flüssen, welche sich malerisch durch die Landschaft schlängeln.

    Zwei unterschiedliche Panoramastrassen um den Großglockner, welche sich aber wunderbar kombinieren lassen. 
    Fährt man beide Strassen als Rundfahrt, sollte man ohne Zwischenstopps für die ca 185 km lange Strecke eine reine Fahrtzeit von ca 4 Stunden einplanen.

     

     

    Linktipp zur Felbertauernstrasse

     
    Die offizielle Website mit aktuellen Infos zu eventuellen Strassensperren und den aktuellen Mautgebühren: http://www.felbertauernstrasse.at/

     

     

    Zum Schluss noch ein paar Wetterimpressionen auf unserer Fahrt zwischen Mittersill – Lienz – Heiligenblut. Denn wir hatten eine Unwetterwolke im Schlepptau 

     

    Kurz vor Lienz aus Matrei kommend

     

     

    Bei Winklern südlich von Heiligenblut

     

    Kurze Zeit später, der Regenbogen ist ungefähr auf unserer Höhe

     

    Heiligenblut

     

    Heiligenblut

     

     

    Heiligenblut

    Österreich: Die Felbertauernstraße – Eine weitere Panoramastrasse am Großglockner

    Und genau hier in Heiligenblut endet auch mein heutiger Bericht. 

    Danke, dass ihr wieder mit dabei ward! Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr. Vielen Dank dafür !!! 

     

    Bis zum nächsten mal. Dann bitte besonders warm anziehen, denn wir fahren auf über 3000 Meter Höhe in den Schnee zum Rodeln. 

     

     


     

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  • Ausflugstipp: Die Sigmund-Thun-Klamm in Kaprun (Österreich)

    Ausflugstipp: Die Sigmund-Thun-Klamm in Kaprun (Österreich)

    Ausflugstipp: Die Sigmund-Thun-Klamm in Kaprun (Österreich)


     

    Ausflugstipp: Die Sigmund-Thun-Klamm in Kaprun (Österreich)

     

    Hallo zusammen,

    nachdem mein letzter Bericht von Heiligenblut etwas länger geworden ist, gibt es heute dafür einen etwas kürzeren:

    Ich nehme euch mit auf einen Spaziergang durch die Sigmund-Thun-Klamm bei Kaprun.

    Was ihr dafür braucht?

    Rutschfeste Schuhe und regenfeste Kleidung, denn es wird zwischendurch auch mal etwas nass.

    Da meine große Kamera ja (wie ihr aus den vorherigen Berichten inzwischen wisst) zu Hause geblieben ist und die kleine Kamera nicht wasserfest ist, entstanden die Fotos heute mit meinem Handy.

     

    Was ist die Sigmund-Thun-Klamm?

    Seit der Eiszeit hat sich das Schmelzwasser mehrerer Gletscher durch das Gestein gearbeitet und hat dabei an den Felswänden markante Glättungen und Strudeltöpfe hinterlassen.
    Inzwischen ist die Klamm bis 32 Meter tief und ca. 300 Meter lang, jedoch wenige Meter breit.
    Ein Weg aus hölzernen Stegen und Brücken führt durch die Klamm.
    Begleitet vom tosenden Wassergeräusch der Kapruner Ache erkundet man so die Klamm, beeindruckend ist so etwas immer wieder.
    Letztes Jahr im Herbst waren wir in der Partnach- Klamm ( -> Bericht Partnach- Klamm)  und 2017 war ich mit meinen 3 Kindern im Antelope Canyon ( -> Bericht Antelope Canyon) in Arizona, einer meist trockenen Klamm.

    Namensgeber für die Klamm ist der Statthalter von Salzburg, Sigmund von Thun-Hohenstein.

    Am Ende der Klamm liegt etwas erhöht der zur Energiegewinnung genutzte Speichersee Klammsee. Inzwischen ist die Seeregion auch ein Naherholungsgebiet.

     

    Öffnungszeiten und Eintrittspreise der Sigmund-Thun-Klamm:

    In den Wintermonaten ist die Klamm geschlossen.
    Wann sie wieder geöffnet wird, könnt ihr auf der Website nachlesen:
    https://www.klamm-kaprun.at/preise-oeffnungszeiten/oeffnungszeiten/ target=“_blank“ rel=“noopener noreferrer“

     

    Eintrittspreise:

    Erwachsene 4,50 €
    Erwachsene mit Gästekarte 4,00 €

    Kinder (6 – 15 Jahre) 3,10 €
    Kinder (6 – 15 Jahre) mit Gästekarte  2,80 €

    Familien 10,70 €
    Familien mit Gästekarte 9,60 €
    (2 Erwachsene & Kinder bis 15 Jahre)

     

    Die Lage der Klamm

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    Weitere Informationen

     

     

    Unser Besuch in der Sigmund- Thun- Klamm
    Von Heiligenblut aus fuhren wir dieses mal nicht über die Großglockner Hochalpenstrasse, sondern über die ebenso schöne Felbertauernstraße. Hierrüber berichte ich in einem späteren Bericht
    Kleiner Fußmarsch vom Parkplatz zum Eingang der Klamm.

     

    Dort angekommen gingen wir zu dem neu errichteten und sehr modernen Kassenhäuschen. Es standen alle vorbildlich mit Abstand an, Hände desinfizieren war Pflicht.

    Und dann waren wir an der Reihe.

    „Eine Familienkarte bitte“

    –  „Ja, ….. wie viele der Kinder gehören denn zu ihnen?“

    „Alle 5.“

    – „… …. Ja?! Äh, okeee. ….. Alsooo,….. eine Familienkarte, bitteschön. Viel Spaß!“

    Eine Reaktion, die wir inzwischen schon kennen und schmunzeln.
    Ebenso wie die Blicke mancher Menschen, wenn wir z.B. irgendwo geparkt haben und dann 5 Kinder aus dem Auto steigen.
    Einmal hat eine Frau etwas lauter mitgezählt, als sie es vermutlich wollte. Ich habe ihr dann gesagt „Danke fürs durchzählen, dann brauche ich das nicht mehr machen!“ Ihr Blick war unbezahlbar. Aber dann fing sie an zu lachen und ich lachte mit.
    Es gibt immer mehr Familien mit mehr als 3 Kindern. Sei es wie bei uns durch Patchwork oder aber, weil es zumindest mir persönlich so scheint, als ginge der Trend doch langsam wieder zu mehr als 2 Kinder.

     

     

     

    Es gibt nur ein kurzes Video, denn die Klamm war an dem Tag gut besucht und mir sind ständig sehr viele Leute ins Bild gelaufen. Ist an sich nicht schlimm, aber aus datenschutzrechtlichen Gründen verboten, ein Video mit fremden Menschen hier hochzuladen.

     

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    Das Dach schützt nicht komplett vor einer kleinen Gischt- Dusche

     

     

    Es erinnerte uns sehr an den Antelope Canyon und an die Partnach- Klamm

     

    Der Holzweg besteht aus vielen kleinen Treppchen – daher nicht mit dem Kinderwagen begehbar.

     

    Mit lautem Getöse sucht sich das Wasser seit Jahrtausenden seinen Weg durch das Gestein

     

     

    An vielen Stellen hat das Wasser den Felsen ausgehöhlt

     

     

     

    Oben im Bild ist die Brücke, welche die Klamm überquert. Sie ist gleich für den Rückweg unser Ziel.

     

    Aufgrund der zunehmenden Schlechtwetterlage entschieden wir uns gegen einen Besuch des Klammsees und liefen den Weg oberhalb der Klamm direkt zurück Richtung Parkplatz.
    Nicht mehr lange, und ein Unwetter würde Kaprun treffen und bis dahin wollten wir gerne zurück im Auto sein.

     

    Das Wasser vom Klammsee stürzt am Ende der Sigmund-Thun- Klamm tosend in die Klamm

     

     

    Von dort führt eigentlich links ein Weg nach oben zum Klammsee, den wir eigentlich auch angedacht hatten.
    Jedoch kamen die ersten Vorwarnungen meiner Wetterapp rein und wir sahen zu, dass wir zurück zum Auto kamen und nahmen den Weg rechts, welcher auch über die Brücke über die Klamm führt

    Ausblick von der Brücke in die Klamm

     

    Der Blick von der Brücke hinunter in die Klamm Richtung Eingang
    Der Blick von der Brücke hinunter in die Klamm Richtung Ausgang und Klammsee

     

    Kleines Unwetter in Kaprun …. daher leider keine Sommerrodelbahn …

     

    Auch das war für heute noch etwas auf unserem Ausflugsplan: Eine Fahrt hoch auf den Maiskogel und von dort mit der Sommerrodelbahn wieder zurück. Wegen Schlechtwetter fiel das auch leider aus.

     

    Das Unwetter war fast da. Wir waren froh, dass wir schon wieder im Auto saßen ….

     

     

    Im strömenden Regen fuhren wir zurück nach Heiligenblut.

    Und auch dort gab es am Abend noch Unwetter.

     

    Heiligenblut. So sieht ein Regenbogen aus, wenn die Sonne schon hinter einem Berg steht und der Regenbogen bereits etwas im Schatten liegt

     

    Gewitter in Heiligenblut.

    Und am nächsten Morgen Sonnenschein und blauer Himmel. Als wäre nichts gewesen

     

    Unser Hotel: Die Nationalpark Lodge Großglockner ( https://www.elly-unterwegs.de/2020/10/18/unser-hotel-in-heiligenblut-die-nationalpark-lodge-grossglockner/ )

     

     

     

    Das war’s für heute.

    Im Moment komme ich leider nicht so regelmäßig zum Schreiben, wie ich es eigentlich gerne würde.

    Daher bitte ich um eure Geduld und euer Verständnis, wenn es ein paar Tage länger bis zum nächsten Bericht dauert.

    Danke

    Es hat mich gefreut, dass ihr wieder mit dabei ward.

    Bis zum nächsten mal !!!!!

     

     

     

    Website der Sigmund-Thun-Klamm 

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    Weitere Berichte aus Österreich  
    Österreich

     

  • Unser Sommerurlaub in Heiligenblut am Großglockner – Und: Kleine Wanderausflüge mit 5 Kids!

    Unser Sommerurlaub in Heiligenblut am Großglockner – Und: Kleine Wanderausflüge mit 5 Kids!


    Unser Sommerurlaub in Heiligenblut am Großglockner – Und: Kleine Wanderausflüge mit 5 Kids!

     

     

    Unser Sommerurlaub in Heiligenblut am Großglockner – Und: Kleine Wanderausflüge mit 5 Kids!

     

    Weiter geht es mit meiner Österreich – Reihe

     

    Heute stelle ich euch den Ort Heiligenblut vor.

     

    Lage von Heiligenblut: 

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    Das Bergsteigerdorf Heiligenblut liegt an der Großglockner-Hochalpenstrasse und gehört zu Kärnten.
    Der Ort liegt mitten im Nationalpark Hohe Tauern auf knapp 1300 m Seehöhe und ist umgeben von einer malerischen Berglandschaft am Fuße des Großglockners.
    Es wird als das schönste Bergdorf im Alpenraum bezeichnet.

     

    Der Ort mit der gotischen Kirche und dem Großglockner im Hintergrund ist eines der bekanntesten Fotomotive.

     

    Von Heiligenblut aus kann man zu zahlreichen Wanderungen aufbrechen.
    Eine der bekanntesten Wanderungen ist die zur Kaiser Franz Josefs Höhe , welche knapp 4 Stunden dauert. Auf den 11 km langen Wanderweg hat man eine Höhendifferenz von ca 1200 m. Man kann auch morgens mit dem Shuttle aus Heiligenblut hochfahren und wandert dann zurück nach Heiligenblut.
    Das wäre zum Beispiel eine Wanderung, welche wir mit den Kindern beim nächsten mal andenken, denn sie hatten zum Schluss sehr viel Spaß beim Wandern, erst recht, wenn es dabei über “Stock und Stein” ging.

    Der Ort an sich ist weit über die Grenzen Österreichs bekannt, dennoch ist er nicht groß. Auf 193,53 km² wohnen knapp 1000 Einwohner.


    Unser Hotel in Heiligenblut:

    Unsere Unterkunft  liegt mitten im Zentrum von Heiligenblut, es ist das 4**** Hotel “Nationalpark Lodge Großglockner” 
    In meinem vorherigen Bericht habe ich es euch vorgestellt. 

    Von dort aus starteten wir einige Unternehmungen zur Erkundung von Heiligenblut und der Umgebung.

     

     

    Als erstes nehme ich euch auf einen kleinen Spaziergang durch das beschauliche Zentrum von Heiligenblut mit.

    Vom Hotel aus gehen wir über den Platz im Zentrum mit seinem schönen Kristallbrunnen bis zur Talstation der zur Bergbahn, welche uns dann in 2 Etappen auf den Schareck (2600 m Seehöhe)  fahren wird.

    Unser Hotel, das 4**** Hotel “Nationalpark Lodge Großglockner”

     

    Das Zentrum von Heiligenblut mit dem Großglockner im Hintergrund. Hier befinden sich mehrere Souvenirshops, Bars, Cafés, Restaurants und Hotels. Auf dem großen Platz finden regelmäßig Veranstaltungen statt. Kleiner Tipp: Im Laden links gibt es richtig guten Leberkäse!

    Der schöne Kristallbrunnen. Im richtigen Winkel sieht man den Großglockner mittig vom Brunnen.

     

    Die Bergbahn Heiligenblut-Schareck

    Der erste Ausflug, zu dem ich euch nun mitnehme, ist eine Fahrt mit der Bergbahn auf den Schareck. Wir fahren auf 2600 m Höhe und genießen einen wundervollen Blick auf die Bergwelt des Großglockner Nationalparks mit über 40 Dreitausender

    Öffnungszeiten der Bergbahn Heiligenblut-Schareck

    • 7. Juli bis 30. August 2020
      jeweils Di., Fr. und So. von 9:30 bis 16:00 Uhr (letzte Talfahrt)
    • zusätzlich 4., 6., 11. und 13. September 2020
      von 9:30 bis 16:00 Uhr (letzte Talfahrt)

     

    Preise der der Bergbahn Heiligenblut-Schareck für Berg- und Talfahrt (Stand Sommer 2020) :

    € 23,50 pro Erwachsenen
    € 12,– pro Kind

    Die Fotos entstanden mit meinem Foto-Handy. Meine Kamera hatte ich ja gar nicht erst mit in den Urlaub genommen …. großer (großer) Fehler,….. das habe ich sooft in diesem Urlaub bereut,….. auch wenn ein Handy inzwischen passable Fotos macht – es kommt niemals an die Qualität einer selbst einfachen Kamera ran.

     

    Zusammen mit meinem Vater starteten wir bei schönem Sommerwetter Richtung Gipfel des Scharecks

     

    Malerisches Bergpanorama, welches selbst mir als Strand- und Meer-Typ sehr gefällt

     

    Oben angekommen gibt es von jedem der Kinder und auch von uns ein Erinnerungsfoto mit dem Großglockner im Hintergrund

     

    Auch bei Regen eine schöne Aussicht. Wie toll muss dieses Panorama bei Sonnenschein und blauem Himmel erst sein?

     

    Blick auf die Großglockner Hochalpenstrasse links und mittig (Hochtor – der höchste befahrbare Punkt der eigentlichen Großglockner-Hochalpenstrasse) .  …. Leider zogen dicke Regenwolken auf …. 

     

    „Mama, das ist so schön hier!“

    Trotz des zunehmend schlechten Wettern hatten die Kinder Spaß daran, den Gipfel des Schareck zu erkunden.  Es gab Kletterwege, Aussichtspunkte, Infotafeln – und für die Jüngste einen Hüpfberg direkt am Restaurant.

    Unterhalb lag an mehreren Stellen noch etwas Schnee.
    Es bezog sich aber immer mehr und der Wind wurde frisch und eisig.

    Das war einer der Momente, in denen es uns etwas schwer fiel zu glauben, dass wir tatsächlich im Sommerurlaub waren.

    Unten lag Heiligenblut – im Tal und in der Sonne. Und ich fror hier oben …..

     

    Wir brachen die geplante Wanderung ab. Die Regenwolken hatten uns inzwischen gefunden und es wurde ungemütlich.

    Zusammen mit meinem Vater kehrten wir in das Restaurant an der Bergstation der Bergbahn ein und wärmten uns mit einem heissen Kakao bzw Milchkaffee auf und machten uns dann auf den Rückweg.

     

    Bei der Rückfahrt zur Talstation sahen wir Murmeltiere auf der Wiese unter der Bergbahn

     

     

    Das Tal von Heiligenblut – im Hintergrund zieht grad eine Regenwolke durch

     

    Das Zentrum von Heiligenblut

     

    Der Ausflug auf den Schareck hat sich gelohnt. Durch die Bergbahn kommt man ohne Anstrengung auf den Gipfel, was vor allem für meinen Vater sehr gut war.
    Von oben hat man einen tollen Blick auf zig Dreitausender inkl. dem Großglockner, dem höchsten Berg von Österreich.
    Oben kann man sich im Restaurant stärken oder zum Gipfelkreuz wandern.
    Zahlreiche Infotafeln geben tolle und nützliche Informationen zu der Region.

     

     

     

    Wanderung von Heiligenblut aus: Der Natura Mystica und der Gößnitz-Wasserfall

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    An einem anderen Tag starteten wir mit den 5 Kids eine kleine Wanderung direkt vom Hotel aus.

    Zunächst führte unser Weg durch den Ort Richtung Tal und machen einen ersten kleinen Stopp an dem glasklaren Bächlein – der Möll.

     

    Am Startpunkt des Natura Mystica gibt es einen Parkplatz

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    Vom Hotel aus sind es zum Parkplatz / Startpunkt knapp 1,5 km zu laufen.

     

    Er startet beim Parkplatz direkt an einer großen Steinspirale und dem Eingangsportal.

     

    Der Natura Mystica ist ein 3,6 km langer Natur- Erlebnis- Rundwanderweg.
    Von dem Wanderweg führt ein steiler Stichweg zur Aussichtskanzel mit einem fantastischen Blick auf den 70 Meter hohen Gößnitz-Fall.

    Das Besondere an diesem Rundwanderweg sind seine 20 Stationen. Hier erklären die Hollaleitisch die Besonderheiten der Flora und Fauna in dem Gebiet und erzählen auch von vergangenen Zeiten, als sie noch mit den Menschen zusammen gelebt haben. Im Mittelalter begannen die Menschen, die Wälder für Äcker und Wiesen zu roden. Sie verbrannten das Holz, um Gold und Silber aus den Erzen zu lösen – und die Hollaleitisch zogen sich vom Menschen zurück.
    Es gibt Stationen zum Fühlen, zum Riechen, zum Horchen, zum Sehen.
    Infotafeln erklären das Besondere der Station und so gibt es viel zu entdecken und zu lernen.

     

    Über Stock und über Stein – das macht Groß und Klein Spaß!

     

     

    Dem leisen Plätschern des kleinen Bächleins lauschen

     

     

     

    „Ich habe die nächste Station entdeckt!“

     

     

    „Berühre“ – die Felswände waren ganz glatt

     

     

     

    Der Natura Mystica führt am Kachlmoor vorbei. Hier leben viele Amphibien und wir entdeckten auch einige. Vor allem Frösche bzw. Kaulquappen in den verschiedensten Entwicklungsstadien. Die verschiedenen Stadien der Metamorphose von den im Gewässer lebenden Fröschen live in der Natur, das ist besser (und spannender) als jeder Biologieunterricht in der Schule

     

     

    Dieser Mini-Frosch ist ca. 2,5 – 3 Monate alt. Er hat schon Beine, aber auch noch seinen Kaulquappenschwanz

     

    Der Duft von Waldmoos. Das ist Natur pur. Und es erinnerte mich sehr an meine Kindheit, denn jedes Jahr habe ich viele Wochen im Schwarzwald verbracht und wir waren fast jeden Tag in den Wäldern dort unterwegs.

     

    Holzwürmer haben dieses schöne Muster in den Stock gebaut

     

    1981 wurde der Nationalpark Hohe Tauern gegründet – und ist somit ganz genau so alt wie ich. Ähm, JUNG, ich meinte so jung wie ich!

     

     

     

    Weiter führt der Wanderweg am Gößnitzbach entlang

     

     

     

     

    Man hörte schon das Tosen vom Gößnitz-Wasserfall

     

     

    Der Weg zur Aussichtskanzel ist steil und das letzte Stück ist auch durch den Wasserfall nass und rutschig. Ca 15 Minuten läuft man, bis man oben ist.
    Unsere 5 Kinder haben es nicht alle bis nach oben geschafft, sondern auf einer Bank zusammen mit meinem Lebensgefährten Pause gemacht, während ich mit dem Rest bis nach oben gewandert bin. Später ist dann mein Lebensgefährte noch nach oben gewandert, um auch einmal den Ausblick genießen zu können. Wenn schon – Denn schon!

    Die Aussicht entschädigt den etwas mühsamen Aufstieg!

     

     

    Angekommen am 70 Meter hohen Gössnitzfall

     

     

     

     

    Als hätte jemand eine Kerbe in die Felsen geschlagen – Der Gößnitzbach suchte sich seinen Weg durch die 100 Meter hohe Felswand.

     

     

     

     

     

     

    4k – Video vom Wasserfall. Hochkant, sorry, …. ich gelobe beim nächsten Urlaub Besserung.

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    Weitere Informationen

     

     

     

    Dieser kleine Freund lebt in der Nähe der Aussichtskanzel

     

     

    Etwas nass durch die Gischt vom Wasserfall liefen wir den Weg wieder zurück und kamen nach ca 20 Minuten am Ausgangspunkt direkt am Bach an. Der Rückweg führt zum größten Teil an der anderen Seite des Baches entlang

     

     

     

     

    Wir waren mehrere Stunden unterwegs. Die Kinder fanden es sehr gut, vor allem, wenn die Wege steil und / oder mit vielen Wurzeln waren. Am besten waren neben den Kletterwegen natürlich die Erlebnisstationen und die Geschichte der Hollaleitisch

    Also klare Empfehlung für Familien mit (etwas älteren) Kindern.

     

     

    Die berühmte Wallfahrtskirche St. Vinzenz in Heiligenblut

     

    Die malerisch gelegene Kirche ist ein sehr bekanntes Postkartenmotiv und eine der schönsten und berühmtesten Kirchen Österreichs.

     

    Die Geschichte der Kirche ist zugleich auch der Grundstein für die Entstehung von Heiligenblut.

    Im Jahre 914 verunglückte ein dänischer Prinz (gläubiger Christ und erfolgreicher Feldherr) namens Briccius in den Bergen an der Stelle, an welcher heute, etwas oberhalb von Heiligenblut, die Bricciuskapelle steht, durch eine Lawine tödlich.

    Er war auf dem Weg von Konstantinopel, wo er im Dienst des byzantinischen Kaisers gegen die Sarazenen kämpfte, zu seiner Heimat Dänemark, wo er leider nie ankam.. .

    Gefunden wurde er, weil aus seinem Körper 3 Ähren durch den Schnee wuchsen.

    Auf einem Ochsenkarren wurde sein Leichnam runter ins Dorf gebracht. Die Ochsen blieben an der Stelle stehen, an welcher heute die Kirche steht. Dort wurde er beerdigt. Nach der Beerdigung ragte auf einmal sein Bein aus dem Grab und das ganze wiederholte sich dann nochmals.
    Man fand dann bei ihm die Heiligenblutreliquie – ein Fläschchen mit dem Blut Christi – eingenäht in seine Wade… zum Schutz vor Diebstahl.

    Es handelte sich um eine Reliquie aus der Hagia Sophia in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul. Der Herrscher von Konstantinopel wollte sie eigentlich gar nicht hergeben – aber er hatte Briccius versprochen, ihm einen Wunsch zu erfüllen und er wünschte sich eben diese Reliquie …. und so setzte der Herrscher seine Leute auf  Briccius, um sie zurück zu holen. Durch das Einnähen in die Wade gelang ihnen das nicht und das „Heilige Blut“ blieb in Heiligenblut. 

    1273 wurde zum ersten mal über eine Wallfahrt zum „Heiligen Bluet“ geschrieben. Rund 100 Jahre später beschloss man den Bau der heutigen Kirche, da die Bricciuskapelle für die vielen Wallfahrer und Pilger zu klein geworden war. Nach nochmals 100 Jahren wurde die neue Wallfahrtskirche am 1. November 1491 eröffnet.
    Die Legende des Briccius ist im Inneren der Kirche dargestellt.

     

    Blick von unserem Balkon auf die Kirche

     

     

    Der Friedhof an der Kirche. Rechts oben sieht man unsere beiden Balkone von unserem Hotelzimmer
    Das Grab von einem Bergsteiger

     

     

    Wir gehen ins Innere der Wallfahrtskirche:

     

    Unser Ritual: Wir zünden eine Kerze an und beten

     

     

     

    Vor dem Altarraum führt eine Treppe in die Krypta
    Altar in der Krypta

     

    Der Sarkophag des Briccius

     

    Links im Bild sieht man das 1496 errichtete 13 Meter hohe Sakramentshaus. In diesem wird das Fläschchen mit dem heiligen Blut und die drei Ähren aufbewahrt. In der Mitte ist der imposante, 11 Meter hohe Hochaltar, die Fertigstellung war 1520. Es zeigt die Marienkrönung, Assistenzfiguren sind die Heiligen Vinzenz, Petrus und Brictius. In den Zwickeln der Bogenrahmung wird die Verkündigung an Maria dargestellt. Die Figur im Rechteckpostament unter der Hauptgruppe ist der schlafende Jesse, aus dessen Brust der Stammbaum Christi wächst. Die Reliefs der inneren Altarflügel zeigen auf der rechten Seite Christi Geburt und die Auferstehung und links sieht man die Anbetung der heiligen drei Könige und die Himmelfahrt Christi.

     

    Die prunkvolle Kanzel aus dem letzten Viertel des 17. Jahrhunderts

     

    Die Orgel wurde im Jahre 1908

     

    Beide Zugänge zur Kirche sind nur über Treppen möglich. An der Rückseite gibt es einen Rollstuhl- Lifter

     

     

    An der Kirche befindet sich eine Gedenkstätte für die auf der Heiligenbluter Seite des Großglockners tödlich verunglückten Bergsteiger – mit dem Großglockner im Hintergrund

     

     

    Das schmiedeiserne Gedenkbuch an die Opfer des Großglockners

     

     

     

    Wer möchte, kann sich im folgenden Video das Sonntags- Läuten der Kirche anhören: 

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    Ausblick von dem Weg an der Kirche Richtung Großglockner

    Unser Sommerurlaub in Heiligenblut am Großglockner – Und: Kleine Wanderausflüge mit 5 Kids!

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    Wanderung am Jungfernsprung

    Der Jungfernsprung ist ein Wasserfall südlich von Heiligenblut. Man kann von Heiligenblut aus dorthin wandern. Für die knapp 12 km hin und zurück benötigt man ca 3-4 Stunden.
    Eine andere Möglichkeit ist, bis zum Fuße des Wasserfalles zu fahren, dort zu parken um dann von dort aus zu wandern.

    Wir wählten Variante 2, da wir an dem Tag mehrere Ziele in der Region bis hin zu Lienz auf dem Plan hatten.

     

    Der Weg von Heiligenblut zum Jungfernsprung führt vorbei an der Kirche Pockhorn. Sie ist ist eine Filialkirche der Pfarrkirche Heiligenblut und ist dem heiligen Martin geweiht.

     

     

    Am Fuße des Wanderweges / Wasserfalles gibt es einen Parkplatz mit einem kleinen Café / Bistro

    Hier befindet sich der Parkplatz ->  Karte Parkplatz

    Schon vom Parkplatz aus konnten wir den Wasserfall sehen und hören. Es sah auch eigentlich gar nicht so wild aus ….  Aber der Aufstieg war stellenweise ziemlich steil. Für unsere 5 Kids (Alter 7 – 13) aber dennoch gut zu schaffen (wenn auch mit etwas Gemecker)….

    Am Anfang des Weges ist eine kleine Brücke über die malerische Möll

     

    Dort oben ist der Jungfernsprung. Höhendifferenz von hier bis zur Aussichtsplattform: 100 Meter

     

    Aussicht vom Wanderweg

     

    Große Teile vom Wanderweg waren mit diesem Zaun gesichert

     

     

    „Mama, müssen wir da bis nach ganz oben???“ – „Ja!“ – „Och neeeee…..“
    Auf dem schmalen Weg konnte man nur hintereinander laufen. Und ja, für uns Flachlandtiroler war das auch etwas anstrengend. Später im Urlaub fiel es uns von Tag zu Tag leichter und machte immer mehr Spaß!
    Ca 1,5 Stunden dauert der Aufstieg vom Parkplatz bis zur Aussichtsplattform

     

    Die Aussichtsplattform! Die Gischt spritzte bis zum Zaun. Nach der kurzen, aber doch etwas anstrengenden Wanderung war das eine willkommene Erfrischung

     

     

    130 Meter hoch!

     

     

     

    Kurzes Video ( …. und wieder in Hochkant …. Sorry an alle, die am Tablet oder Monitor gucken – beim nächsten Urlaub denke ich an das Querformat)

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    An der Aussichtsplattform steht auch die Sage vom Jungfernsprung:
    Oberhalb des heutigen Wasserfalles lebte eine schöne Sennerin. Sie war von allen jungen Männern begehrt und auch der Teufel erfuhr von ihrer Schönheit und wollte sie für sich haben. Obwohl er verkleidet war, flüchtete die Sennerin vor ihm wie auch vor allen Männern zuvor. Bald schon stand sie jedoch am Abgrund und aus Angst vor dem sich nähernden verkleideten Teufel sah sie nur einen Ausweg: Sie sprang die Felswand hinunter! Mehrere Engel fingen sie auf und brachten sie unverletzt und wohlbehalten ins Tal.
    Genau an der Stelle entspringt nun der Wasserfall: Der Jungfernsprung

     

     

    Nach einer Picknick-Pause auf der Aussichtsplattform machten wir uns auf den Rückweg. Ich persönlich finde bergab-laufen anstrengender als bergauf laufen und auch die Kids meckerten hier und da ein wenig.
    Dann aber entdeckten sie rechts und links wieder viel Interessantes am Wegesrand wie zum Beispiel Rüsselkäfer, Schmetterlinge oder aber ein neuer schöner Ausblick auf den Wasserfall oder die Berglandschaft.

    Seht ihr die Kreise mittig im Bild? Das sind Feenringe / Hexenringe. Sie entstehen, weil ein Pilz ringförmig ausstreut. Auch bei uns im Teutoburger Wald kann man so etwas oft entdecken, dann aber mit größeren Pilzen

     

     

    Am Parkplatz angekommen gab es im Hexenstadl eine verdiente Stärkung für uns. Die Kinder und mein Lebensgefährte entschieden sich für ein Eis, mir reichte ein Latte Macchiato – den wunderschönen Ausblick auf die Möll und dem Jungfernsprung gab es inklusive.

     

     

     

     

    Zum Abschluss: Ein letzter kleiner Spaziergang an der Möll in Heiligenblut

     

    Die Möll ist ein linker Nebenfluss der Drau in Oberkärnten. Sie entspringt am Fuß des Großglockners durchfließt das Mölltal und somit auch als ersten Ort Heiligenblut.
    Die Möll mündet nach 80 km bei Möllbrücke in die Drau, welche wiederum in die Donau mündet.

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    Die Möll verläuft unterhalb vom Ortskern von Heiligenblut

     

     

    Kurzes Mini-HD-Video: 

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    Mit diesen Bildern aus dem sommerlichen Heiligenblut verabschiede ich mich für heute von euch. 

    Es hat mich gefreut, dass ihr wieder mit dabei ward. 

    Schaut bald wieder rein, dann gibt es noch mehr von unserem Sommerurlaub in Österreich. Zum Beispiel: Im Sommerurlaub rodeln im Schnee! Und außerdem berichte ich euch noch von unserem Abenteuer Wildwasserrafting mit 5 Kids und noch einiges mehr. 

    Bis bald!!!

     

    Linktipps für Heiligenblut: 
    Website von Heiligenblut 

     https://www.heiligenblut.at/de/

     

    Informationsseite vom Nationalpark Hohe Tauern

    https://hohetauern.at/de

     

    Live- Webcams rund um Heiligenblut 

    https://www.heiligenblut.at/de/

     

    Touren- Portal in der Region rund um den Großglockner 

     Touren Portal

     

     

     

    Unser Sommerurlaub in Heiligenblut am Großglockner – Und: Kleine Wanderausflüge mit 5 Kids!


     

    Österreich

     

     

     

     

     

     

     

     

     



     

  • Unser Hotel in Heiligenblut: Die Nationalpark Lodge Großglockner

    Unser Hotel in Heiligenblut: Die Nationalpark Lodge Großglockner

    Unser Hotel in Heiligenblut: Die Nationalpark Lodge Großglockner


     

    Unser Hotel in Heiligenblut: Die Nationalpark Lodge Großglockner

     

    Sommer 2020.

    Die Welt steckt inmitten einer Pandemie, deren Ausmaß niemand ahnen konnte …

    Unser Sommerurlaub stand lange auf der Kippe. Fahren? Nicht fahren?

    Genau das beschrieb ich in meinem Vorwort zu dieser Österreich- Berichte-Serie:
    https://www.elly-unterwegs.de/2020/09/09/urlaub-in-corona-zeiten-ein-kleines-vorwort/

     

    Sommer 2020.

    Unser Sommer-Urlaub musste nicht storniert werden.
    Wir freuten uns. Endlich den schon seit Wochen leeren Akku wieder aufladen. In den Monaten zuvor war ich im Dauerspagat zwischen Homeschooling mit 4 bzw. teilweise auch 5 Kinder, 2 Jobs und die Versorgung meiner Eltern, welche als Risikopatienten möglichst das Haus nicht verlassen sollten. 4 Kinder, Haushalt, Tiere, Garten ……. 150 % über mehrere Monate. Mein Akku war längst leer. …. Ok, jetzt jammere ich ein wenig  … ich war ausgelaugt. Angespannt. Müde. Es brauchte nicht viel, dass ich gereizt reagierte. Dabei saßen wir alle in einem Boot. ….
    Mein Lichtblick war die ganze Zeit der bevorstehende Urlaub in Österreich.
    Ein schönes Hotel inmitten eines tollen Naturparks. Morgens ausgedehnt frühstücken, tagsüber mit den Kindern Ausflüge in die Natur unternehmen und abends ein leckeres 5-Gänge-Menü.
    Ständig schaute ich mir die Fotos auf der Website an und hoffte, dass wir überhaupt fahren könnten. Planen konnte man im Jahr 2020 nicht wirklich….. Schon gar nicht Urlaub,….

    Erst wenige Tage vorher ist klar:
    Ja, wir können fahren. Es wird Einschränkungen geben. Aber die sind zu verschmerzen.
    Wir freuen uns auf die malerische Natur, Spaziergänge, Wanderungen, Verwöhnprogramm im Hotel.
    Kurzum: Die Akkus wieder aufladen!

    Die Anreise Teil 1:
    Von Nürnberg bis Österreich
    https://www.elly-unterwegs.de/2020/09/20/zwischenstopp-an-der-allianz-arena-eine-ganz-besondere-herausforderung-und-kaffeepause-am-chiemsee/

    Die Anreise Teil 2:
    Die Fahrt über die Großglockner-Hochalpenstrasse bis Heiligenblut
    https://www.elly-unterwegs.de/2020/09/25/oesterreich-die-grossglockner-hochalpenstrasse-in-bildern/

     

    Unser Hotel in Heiligenblut: Die Nationalpark Lodge Großglockner

    Lage:

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    Weitere Informationen

     

    Mitten im Bergsteigerdorf Heiligenblut liegt das 4**** Hotel „Nationalpark Lodge Großglockner“, direkt neben der Wallfahrtskirche  „St. Vinzenz“ ,  welche mit dem Großglockner-Bergpanorama im Hintergrund ein beliebtes Fotomotiv ist

     

    Das Hotel liegt rechts neben der Kirche

     

    Wir haben uns in dem Hotel sehr wohl gefühlt. Der Service ist exzellent und das Essen herausragend.
    Die Zimmer sind sauber und gemütlich, aber einfach eingerichtet. Im Hotel mischt sich der 4**** Komfort mit dem Flair und der Tradition einer alpinen Unterkunft.

    Das Wohl der Gäste wird hier groß geschrieben, egal ob im SPA mit Wildkräuterduft und tollem Panoramablick, im Restaurant bei einem ausgezeichneten 5 Gänge Menü oder in der Pionierbar am offenen Kaminfeuer.

    Ich lasse nun einfach mal meine Fotos sprechen

    Außenansicht. Im Hintergrund sieht man die Kirchturmspitze der Wallfahrtskirche

     

     

    Der Rezeptionsbereich

     

     

    Die Pionierbar
    Die Pionierbar

     

     

    Das Restaurant
    Das war unser Tisch während unseres Aufenthaltes – mit Panoramablick ins Tal.

     

    Unser Zimmer:
    https://www.nationalparklodge.at/rooms/suite-premium-glocknerblick/

     

     

     

     

     

    Das Beste an der Suite waren aber die beiden Balkone.

    Wir hatten somit sowohl Talblick als auch Großglocknerblick.

     

    Ausblick zum Tal
    Und der traumhafte Blick zum Großglockner. Dieser Balkon war mein Lieblingsplatz. Oft saß ich nach dem Aufstehen mit einer Tasse Kaffee dort und genoss diese wunderschöne Aussicht.
    Etwas Zoom

     

    Ich muss leider gestehen, dass wir der Kinder wegen den SPA- Bereich nicht getestet haben.
    Wohl aber natürlich das Hallenbad, das Highlight der Kinder!
    Im Wellness- und SPA – Bereich gibt es den Indoor-Pool, eine Finnische Panorama-Sauna, ein Sole-Dampfbad, eine Bio-Kräutersauna und einen Ruheraum.  Außerdem kann man Massagen, Körperpackungen und Kosmetikbehandlungen buchen.
    Im 1. OG befindet sich ein Fitnessraum.

     

     

     

     

    Und auch im Spielezimmer haben die Jüngeren öfters gespielt und gebastelt

     

     

     

     

     

    Das fand ich soooo toll. Wir haben es auf das Bett der Mädchen gelegt und als Dankeschön gab es dann von der lieben Zimmerfee ein Herz aus Bonbons.

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    Die Verpflegung im Hotel „Nationalpark Lodge Großglockner“

    Bei unserer Zimmerbuchung war Verwöhnpension dabei.

    Das hieß morgens ein gutes Frühstück, nachmittags die sog. Jause, also Kuchen, Salat, Brot oder jeweils eine Suppe und am Abend ein 5 Gänge Menü.
    Das Essen war herausragend! Vom Allerfeinsten.

    Schaut euch einfach die Fotos an und stellt euch vor, wie lecker es geschmeckt hat

     

    Frühstück

     

     

     

     

     

     

     

     

    Das Rührei wurde nach Wunsch zubereitet.

     

    Morgens beim Frühstück stand auf dem Tisch schon die Menükarte für das Abendessen. Bei dem Hauptgang konnte man zwischen zwei Gerichten wählen. Sagte einem beides nicht zu, wählte man ein Gericht aus der Karte.

     

    Vor jedem Gang wurde gefragt, wer die Speise möchte.

    Der 1. Gang bestand immer aus frischem Salat, welchen man sich selber zusammenstellen konnte

     

     

     

     

     

    Hamburger aus der Karte

     

     

    Ofenkartoffel

     

    Ja, es schmeckte so gut wie es aussieht!

     

     

    Durch die 5 Gänge und den Pausen dazwischen zog sich das Abendessen oft auf 2 Stunden. Die Kinder nahmen sich daher oft Spiele oder Malsachen mit.
    Wir haben jeden einzelnen Gang sehr genossen, es war sehr lecker und wir haben auch öfters neue Dinge probieren können, welche wir in einem  À-la-carte-Restaurant so wohl nicht bestellt hätten. Die Kinder durften so z.B. mal Kaviar probieren und eines der Kinder meinte hinterher „Bäh, hoffentlich werde ich nie richtig reich, sonst muss ich sowas schon zum Frühstück essen!“

     

    Der Service war sehr freundlich und zuvorkommend. 

    Sehr gefreut haben wir uns über die Geburtstagsüberraschung für meinen Vater beim Frühstück.

    Mein Vater hatte im Urlaub Geburtstag und vom Hotel gab es einen Geburtstagkuchen, Sekt und ein Ständchen.

     

    Zum Schluss gibt es noch ein paar Impressionen vom Hotel und vor allem vom Balkon mit seiner unbeschreiblich schönen Aussicht

     

    In diesem Sommerurlaub hatten wir wettertechnisch alles dabei. Sommersonne, Schmuddelwetter und sogar Rodeln im Schnee war möglich

     

    Früh am Morgen
    Der Marktplatz mit dem Kristallbrunnen direkt am Hotel

     

     

     

    Als hätten sich im Himmel sämtliche Schleusen geöffnet. Auf dem Balkon saßen wir trocken und geschützt und konnten uns das Naturschauspiel ansehen

     

    Regenwetter ….. zum Glück hatten wir das große Spielezimmer und den Indoor-Pool …..

     

    …… und die Spielekonsole,…..

     

     

    Mein Lieblingsausblick. Früh morgens, tagsüber, abends in der Dämmerung. Einfach immer schön!
    Morgenstimmung auf 1.288 m Höhe

     

     

    …. ihr merkt es schon. Mein Lieblingsplatz war auf dem Balkon bzw auf beiden Balkonen. Die Aussicht war so wundervoll, zu jeder Tages- und Nachtzeit. 

     

    Ortskern von Heiligenblut. Nur wenige Schritte vom Hotel entfernt. Und der Großglockner überragt alles!

     

     

    Wir haben 10 entspannte Tage in dem Hotel verbracht.
    Nach dem Frühstück sind wir meistens mit den Kindern wandern gegangen oder rausgefahren, meistens waren wir gegen 16.30 Uhr zurück. Dann gab es einen kleinen Snack (Nachmittagsjause), meistens Suppe oder Baguette mit Salat. Wenn das Wetter mitgespielt hat, saßen wir auf der Terrasse und genossen die Sonne und die Aussicht ins Tal.
    Im Anschluss daran machten wir uns im Zimmer frisch – und dann war es auch schon bald Zeit für das Abendessen.

    Das Hotel kann ich euch ohne Weiteres empfehlen. Vor allem für Wanderfreunde ist die Lage perfekt.

    So wandert man vom Hotel aus (nur als Beispiel) zur Kaiser Franz Josefs Höhe knapp 4 Stunden. Auf den 11 km langen Wanderweg hat man eine Höhendifferenz von ca 1200 m. Man kann auch morgens mit dem Shuttle aus Heiligenblut hochfahren und wandert dann zurück zum Hotel.
    Das wäre zum Beispiel eine Wanderung, welche wir mit den Kindern beim nächsten mal andenken, denn sie hatten zum Schluss sehr viel Spaß beim Wandern, erst recht, wenn es dabei über „Stock und Stein“ ging.

     

    Im nächsten Beitrag zeige ich euch mehr von Heiligenblut und was man von dort fußläufig alles unternehmen kann (und das ist so einiges)

     

     

    Schön, dass ihr wieder dabei ward.

     

    Bis zum nächsten mal !!!!

     

     

     

     

     

     


     

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  • Das Goldgräberdorf in Heiligenblut am Großglockner

    Das Goldgräberdorf in Heiligenblut am Großglockner

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    Das Goldgräberdorf in Heiligenblut am Großglockner


     

    Das Goldgräberdorf in Heiligenblut am Großglockner

     

    „In Heiligenblut am Großglockner gibt es ein Goldgräberdorf. „

    Dies antwortete die freundliche Dame von der Hotelrezeption auf meiner Frage nach kinderfreundlichen Ausflugstipps in der Gegend.
    Naja,  wohl so ein Museumsdorf mit ein paar alte Gebäuden ….. Kennt man ja …..  dachte ich so bei mir, auch die Gesichtsausdrücke der Kinder ablesend.
    Und als ob die Dame von der Rezeption meine Gedanken gelesen hat, ergänzte sie:  „Und die Kinder und auch sie können da auch selber nach Gold suchen!“

    Nach echtem Gold. Denn im Fluss kommt noch immer Gold vor.

    Okeeeee, das klingt dann ja dann doch spannend. „Kinder, wollen wir dahin fahren?“ – Einstimmiges JA.

    Wenig später saßen wir mit den 5 Kindern im Auto.

    „Ich kaufe mir den Lego Technik Raupenbagger mit Motor!“ überlegte mein Sohn. „Und ich mir ein Tablet und das Harry Potter Schloss!“ stieg dann meine Jüngste im Gespräch ein.
    „Leute, meint ihr wirklich, ihr findet heute einen riesigen Klumpen Gold oder was?“ meine Älteste versuchte, ihre jüngeren (Stief-) Geschwister in die Realität zurück zu holen. Aber zu spät – Das Auto war voll mit Traumblasen mit den tollsten Spielzeugen und Technikkram. „Mama, du bekommst ein Wohnmobil!“

    … Kinder ….. Glauben die ernsthaft, sie würden Gold finden?! Also richtig viel Gold. Wie naiv

    ….. wo ich doch dabei bin und selbstverständlich würde ICH einen großen Klumpen Gold finden und dann endlich nach Australien fliegen. Was interessiert denn dieser technische Schnickschnack, wenn man andere Kulturen kennen lernen kann?
    Oder Moment, direkt eine Weltreise, mit den Kindern. Das ist mein größter Traum!
    Deutschland- Namibia – Seychellen – Singapur – Peking – Tokio – Australien – Neuseeland – Südsee – Patagonien – Hawaii – Kanada ….. So oder so ähnlich. Wieviel Gold müsste ich dafür finden?!

    1 Gramm Gold hat aktuell einen Wert von ca. 50  –  55 Euro.

    Für eine Weltreise rechnet man pro Person ca. 1000 Euro pro Monat. Wären dann bei uns 7000 Euro pro Monat. Das ganze x 6 Monate macht also round about um die 45.000 € .

    Ein Goldnugget ist niemals ganz rein, man rechnet ca. 83 % – 96 % reinen Gold / Feingoldanteil beim Goldnugget.

    Ok, mit ca. 1,5 kg Goldnuggets ist die Weltreise safe!

    Und so träumte auch ich mich in ferne Welten…. Viel Zeit hatten wir für unsere Luftschlösser allerdings nicht. 

    Von unserem Hotel in Heiligenblut liegt das Goldgräberdorf nur knapp 6 km entfernt. Es liegt eingebettet zwischen den hohen Bergen direkt am Kleinfleißbach, jenem Fluss, welcher mir an diesem Tage endlich ganz viel Reichturm bescheren sollte!

    Die Fotos von dem Tag entstanden alle mit Handy.

     

    Kind 1: „Guckt mal, da ist ein riesiger Elefant mit Kussmund!“  Kind 2: „Ja, stimmt. und ein Hummer, der zeigt, wie stark er ist!“

    Immer wieder schön, die Welt aus der phantasievollen Sicht der Kinder zu sehen. Und dann frage ich mich, wann auf dem Weg zum erwachsen werden geht das verloren? Denn ich sah nur Wolken. …. Keine küssenden Elefanten oder superstarke Hummer. 

     

     

    Der Weg führt durch einen Hof

     

    Und wurde recht eng.

     

     

    „Kinder, Köpfe einziehen!“

     

    Fast da

     

    Hier befindet sich das Goldgräberdorf:

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    Weitere Informationen

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    Wir parkten unterhalb vom Goldgräberdorf auf dem kostenlosen Parkplatz und liefen das letzte Stück hoch zum Dorf.
    Der Spaziergang führte durch eine wundervolle Berglandschaft mit einem plätschernden Bach und den hohen Bergen um uns herum.
    Ein Traum!

     

     

    Einmal tief durchatmen …..

     

     

    Rechts und links gab es einiges zu entdecken. Wasserfälle, Schneereste einer Lawine vom Winter, blühende Blumen und farbenfrohe Schmetterlinge.

    Drei der Kinder planten weiterhin, was sie mit ihrem ab heute vorhandenen Reichtum anstellen würden. Der schönste Wunsch der Kinder war ein Gnadenhof für Tiere, die sonst keiner will.
    Und über die Wünsche von einem der Jungs rede ich mal lieber nicht ….. Fußballmannschaft kaufen,….. jedem das seine.

     

     

     

     

    Ein paar Informationen zum Goldgräberdorf bei Heiligenblut

    Das sogenannte Tauerngold wurde schon während vieler Jahrhunderte von den Kelten und Römern und später von den Gewerken abgebaut.
    Im Spätmittelalter holten die Bergarbeiter unter schwersten Bedingungen in der gesamten Region bis zu einer Tonne pures Gold pro Jahr aus dem Boden.
    Die deutsche Bergbaufirma Preussag baute noch 1944 etwa 98 kg Gold und 455 kg Silber aus den Bergen ab.
    Ab 1945 wurde das Abbauen jedoch eingestellt, da die Erträge nicht mehr ausreichend waren.
    Seit 1974 wird in Heiligenblut das Goldwaschen als Ferienhobby angeboten. Noch immer gibt es in dem kleinen Fluss ein vergleichbar hohes Goldaufkommen.

    Um die alte Atmosphäre perfekt zu machen, wurde direkt am Bach das erste europäi­sche Goldgräber-Freilichtmuseum im Stil des ausgehenden 16. Jahrhunderts errichtet.
    Auf 1800 m Höhe kann man nun inmitten der wundervollen Natur in die Geschichte eintauchen.

    Im Goldgräberdorf wird gezeigt, wie damals das Golderz in harter Arbeit in den Stollen abgebaut und wie es aus den Hochgebirgslagen im Winter in Sackzügen zu Tal gebracht wurde.
    Eine Goldgräberhütte und eine Bergschmiede, ein Bruchhof und der Röststadel informieren über die Weiterverarbeitung.
    Inmitten des Goldgräberdorfes ist ein wiedererrichtetes Pochwerk zum Zerkleinern der Erze, welches sogar in Betrieb ist.

    Der Eintritt in das Freilichtmuseum ist kostenlos.

    Wer dann sein Glück beim Gold suchen ausprobieren möchte, kann sich für 8 Euro eine Ausrüstung leihen.
    Diese beinhaltet Stiefel, eine Schippe, ein Aufbewahrungsgefäß und natürlich die Schale.
    Auch kleine Snacks und Getränke kann man dort kaufen und ein WC gibt es ebenfalls.

    Öffnungszeiten vom Goldgräberdorf

    Juli und August 10 Uhr – 17 Uhr (wetterabhängig)
    September  11 Uhr – 16 Uhr (wetterabhängig)

    Website:

    http://www.goldgraeberdorf-heiligenblut.at/index.php/de/

     

     

    Unser Besuch im Goldgräberdorf

    Nach einem 10-minütigen Fußmarsch erreichten wir das Goldgräberdorf. (In Österreich dauert immer alles 10 Minuten. Wenn wir wandern waren und andere Wanderer gefragt haben, wie lange man ungefähr noch läuft, war die Pauschalantwort generell immer 10 Minuten) 

     

    Hallo Goldnuggets, gleich bin ich bei euch!!!

    Wie bereits oben geschrieben ist der Eintritt im Museum kostenlos – wer aber Gold suchen möchte, kann sich eine Ausrüstung leihen.

    Wir haben dann 7x eine Ausrüstung geliehen und uns auch noch ein paar Getränke eingepackt.

    Nachdem ich bezahlt habe, bekamen wir dann auch die Gefäße, in welche wir unser gefundenes Gold sammeln konnten.

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    Ähm …..

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    „Eigentlich wollte ich einen Eimer haben, für das ganze Gold, welches ich heute hier finde!“ meinte ich zur der Damen an der Kasse.
    Diese lächelte nur müde….. Vermutlich hört sie diesen Spruch ständig. …

    Egal, wir hatten ja einen Rucksack dabei.

    Eine Station weiter wurden wir dann ausgestattet. Gummistiefel (Können auch selber mitgebracht werden, aber zwischen Sommergepäck und Wintergepäck und Sandalen und Turnschuhen und Wanderausrüstung hatten wir dafür im Gepäck keinen Platz mehr) , eine Schippe und die Goldwäscherschale.

    Bevor wir nun zum Bächlein gehen durften, gab es eine Einweisung.

    Wir bekamen genau gezeigt, wie man das Gold aus dem Kies des Baches wäscht. Und wir sahen, wie winzig klein die Goldnuggets waren, welche im Bach vorkamen.

    Und dann durften wir uns einen Platz suchen. Der Bach ist eingegrenzt, außerhalb darf man nicht suchen.

    Wir gingen weiter nach oben, denn unten waren schon mehrere Besucher eifrig am Goldwaschen.

     

    Das Goldgräberdorf in seiner idyllischen Lage, eingebettet zwischen den hohen Bergen auf 1800 m Höhe. Man fühlte sich direkt in die Vergangenheit zurück versetzt.
    Alle auf der Suche nach Gold
    Die Kinder hatten großen Spaß. Neben Gold konnte man auch zum Beispiel Bergkristalle und andere Edelsteine finden.
    Mit der Schippe holte man Kies vom Bachboden und schippte es in die Goldwäscherschale, um es dann langsam zu waschen
    Riesige Goldnuggets findet man natürlich nicht
    So sieht es nach den ersten Waschgängen in der Schale aus
    Winzig kleine Goldstückchen, Bergkristalle, Katzensilber usw. Es gab einiges zu finden

     

    Ok, jetzt mal unter uns: Natürlich war uns klar, dass man dort, wenn überhaupt, nur winzige Mengen finden kann.
    Uns ging es einfach um das Erlebnis –  und das war sehr schön. Kann ich empfehlen. 

    Im Vorfeld war ich gespannt, wie lange die Kinder wohl Lust daran hätten, im 8 Grad kalten Fluss nach Ministückchen Gold zu suchen –  und ich war überrascht, dass sie nach einer knappen Stunde immer noch mit Eifer dabei waren und immer wieder zu meinem Lebensgefährten und mir kamen, um ihre gefundenen Schätze zu zeigen. Und manchmal muss ein Schatz gar nicht wertvolles Gold oder ein Kristall sein, sondern einfach nur ein besonders schön gemusterter Stein.

    Nach etwas mehr als einer Stunde wurde es dann aber doch kalt an den Füßen. Das Wasser aus den hohen Bergen hat nur ca. 8 Grad und man ist permanent mit den Stiefeln im Wasser. Und nach einer Stunde fängt die Kälte an, langsam aufzusteigen.

    Daher mein Tipp an euch: Nehmt selbst im Sommer dicke Socken mit und leiht Stiefel in 1-2 Nummern größer!
    Auch Wasserhosen für Kinder sind zu empfehlen, da das mit der Goldwäscherschale und dem Gold auswaschen nicht immer so wie aus dem Lehrbuch klappt.

    Unsere Ausbeute neben diversen bestimmt super wertvollen weil bunt gemusterten Steinen war dann doch überschaubar. Etwas Gold, Katzensilber und diverse Edelsteine.

    Wir alle hatten hinterher unsere Röhrchen gut gefüllt
    Mit einer 5 Cent Münze demonstriere ich euch die Größe der Steinchen
    Goldstaub

     

    Es hat auf jeden Fall allen sehr viel Spaß gemacht!

    Die Atmosphäre ist toll und hinterher, wenn man seine Ausrüstung abgibt, wird einem noch genau erklärt, was man da gefunden hat!

    Das Goldgräberdorf ist also sehr gut geeignet für einen tollen Ausflug mit der Familie.

     

    Wir haben uns anschließend noch im Dorf umgesehen. Mit Infotafeln wurde alles verständlich erklärt und die Kinder verstanden schnell, was Gold suchen damals für eine Knochenarbeit gewesen ist

    Das WC – mit gewissen Details
    Man beachte die Symbole für Männer und Frauen
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    Das ist das Pochwerk. Genutzt wurde es zum Zerkleinern von Erzen

     

    Minivideo:

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    Weitere Informationen

     

     

    Eines der Informationsschilder

     

    Irgendwie entstehen beim Handy in der Weitwinkelfunktion immer etwas verwaschene Fotos,…. Nächstes mal nehme ich die Kamera mit, auch wenn sie auf Dauer schwer ist …..

     

    In dem See konnten die Kinder Frösche in verschiedenen Entwicklungsstadien beobachten

     

     

    Einblick in die alte Bergschmiede. Sie war unverzichtbar für die die Herstellung der Werkzeuge, für die permanente Pflege und für laufende Reparaturarbeiten. Die Kinder waren beeindruckt von dem riesigen Blasebalg

     

    Die einzelnen Stationen werden auch auf der Website sehr gut erklärt

    http://goldgraeberdorf-heiligenblut.at/index.php/de/stationen-des-goldgraeberdorfes-5

     

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    Am anderen Ende vom Goldgräberdorf angekommen

     

     

    Dort liegt der Alpengasthof „Alter Pocher“, ein Gasthaus mit Gaststube und 10 Zimmern mit insgesamt 33 Betten ( * unbezahlte Werbung! )
    Monika Rösler führt hier eine kleine Oase für Wanderer in ruhiger Atmosphäre und in traumhafter Kulisse auf 1800 m Höhe.

    Website:

    https://www.alterpocher.at/

     

     

     

    Die Kinder waren sich einig, dass man nach soviel anstrengender Goldsucherrei doch bestimmt ein Eis verdient hat und außerdem bräuchte ich doch gaaaanz bestimmt einen Kaffee , …. gut, mit letzterem hatten sie recht. Die Kinder kennen mich einfach zu gut ….. 

     

     

     

    Für die Kinder gab es einen großen Eisbecher, für meinen Lebensgefährten ein leckeres Schnitzel mit Kartoffeln und für mich einen wirklich guten Kaffee, welchen ich in dieser wundervollen Umgebung auch ganz in Ruhe genossen habe.

     

    Vom Gasthaus aus kann man zu mehreren sehr schönen Wanderungen starten und neben der Vielfalt der Alpenblumen auch Adler, Gämse, Rehe und Murmeltiere beobachten.

     

     

     

     

     

    Etwas unterhalb vom Gasthof befindet sich die Kristallaustellung nach Dr. Georg Kandutsch, hier werden verschiedene Mineralien ausgestellt und erklärt sowie ein Dokumentationsfilm präsentiert

     

     

    Malerische Brücke am alten Pocher

     

     

    Gut gestärkt machten wir uns dann auf den Rückweg zum Parkplatz. Gut gelaunt, wenn auch nicht reich geworden.
    Kind 1 zu Kind 2: „Och menno, ich wollte mir doch die neue Playstation kaufen!“ Kind 3 mischt sich ein, bevor Kind 2 antworten konnte: „Hey, das ist doch nicht schlimm, dass wir nicht soviel Gold gefunden haben. Wir hatten einen tollen Tag mit der Familie und das ist viel mehr wert als Gold!“  …. da schmolz mein Mamaherz dahin.

    Es war wirklich ein sehr schöner und entspannter Tag mit den 5 Kindern. Ohne Action. Ohne Medien. Ohne Remmidemmi. Einfach nur Natur, aber davon ganz viel.
    Glück ist eigentlich ganz einfach

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Kinder sind ja neugierig. Sie schauen beim Weg auch nach rechts und links. Das finde ich ja auch immer so schön, denn dadurch sehe ich als Erwachsener oft Dinge, die mir sonst vielleicht verborgen geblieben wären.
    Die Welt aus Sicht der Kinder ist eine tolle Welt, eine offene Welt, neugierig auf alles Neue und ohne Vorurteile.

    Soweit, so gut ….

    Anders wird das aber, wenn sie mir Dinge zeigen, die ich definitiv nicht sehen möchte.

    Kommt auch manchmal vor.

    Und auch an diesem Tage, an dem ich entspannt war wie lange nicht mehr, passierte das.

    Eigentlich hätte ich am Kichern der Jungs schon merken müssen, dass es dieses mal keine schöne Blume, kein glitzernder Stein oder ein farbenfroher Schmetterling ist.

    Nein, war es nicht.

    „Guck mal, wir haben was ganz tolles entdeckt!“

    Und weil ich trotz innerer Alarmsirene des Kicherns wegen trotzdem als gute Mama geschaut habe, erwartete mich das:

    …..

     

     

    * schock * …. was ist das für eine riesige Spinne?????

     

    „JUNGS! Warum zeigt ihr mir sowas?“ ….. Die Jungs kicherten und liefen etwas vor. Ich hätte es besser wissen müssen…

    Die Mädchen schauten auch einmal alle. Und liefen dann schnell weiter. Und ich auch …. Würde mich aber trotzdem interessieren, welche Spinnenart das ist. 

     

     

    Auf dem Foto sieht man es nicht, aber es kamen schon wieder dicke Wolken hinter den Bergen ….

     

    Nach einer kurzen Wanderung erreichten wir das Auto.

    Die Kinder stiegen ein und wir fuhren los.

    Richtung Heiligenblut, Richtung Hotel.

    Soweit so gut ….

    Plötzlich Unruhe auf der Rückbank.

    Ich hörte ein „Nein, nicht schreie..:“ – aber unterbrochen wurde dieser Satz durch einen schrei. „ANHALTEEEEEEENNNNNN! SOFOOOOORT!!!!!“
    Mein Lebensgefährte am Steuer zuckte leicht zusammen. „Was ist los?“ rief ich nach hinten und suchte schon eine Spucktüte. Kurvige Straßen und so…

    Aber es war kein Kind, welchem übel war.

    Es war schlimmer.

    Viel schlimmer.

    Denn wir hatten einen blinden Passagier.

    Einen unerwünschten Gast.

    Zumindest in den Augen von einem der Mädchen.

     

     

    Mein Sohn meinte nur trocken „Wieso? Die ist doch süß!“ und ergänzte seufzend „… Jaaaaa, ich mache sie weeeeeeg ….. „

    Gesagt getan.

    Und weil das schon Spinne 2 an dem Tage war, suchten Jungs vorsorglich noch im Auto nach weiteren blinden Passagieren. Sie wollten zurück zum Hotel, zur Nachmittagsjause, da sie Hunger hatten – und daher keinen weiteren Stopp riskieren wollten.

    Und so konnten wir nach wenigen Minuten spinnenfrei weiter fahren.
    Das ist eben die Natur.

     

     

     

     

     

     

    Heiligenblut früher beim Bau der Großglockner Hochalpenstrasse und 2020

     

     

    Direkt neben der Kirche sieht man „unser“ Hotel, das „Nationalparklodge Grossglockner“  ( https://www.nationalparklodge.at )

    Im nächsten Beitrag zeige ich euch Heiligenblut und das Hotel.

    Schön, dass ihr wieder dabei ward!

    Bis zum nächsten mal, bleibt gesund!


     

    Österreich

     

     

     

     

     

     

     

  • Österreich: Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 2 – Die Edelweißspitze und die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

    Österreich: Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 2 – Die Edelweißspitze und die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe


    Österreich: Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 2 – Die Edelweißspitze und die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe


    Österreich: Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 2

    – Die Edelweißspitze und die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

     

     

    Schön, dass ihr wieder dabei seid.

    Im ersten Teil habe ich euch schon einiges von der Großglockner Hochalpenstrasse gezeigt und auch erzählt
    https://www.elly-unterwegs.de/2020/09/25/oesterreich-die-grossglockner-hochalpenstrasse-in-bildern/

    Heute fahren wir auf den höchsten mit dem Auto erreichbaren Punkt und dann wird es ganz besonders niedlich.

    Aber von Anfang an:

    Mein Lebensgefährte und ich sind mit meinen drei und seinen beiden Kindern, meinen Eltern und einem guten Bekannten in Heiligenblut.
    Von dort aus haben wir ein paar Ausflüge auf die Großglockner Hochalpenstrasse unternommen.

     

    Was man auf dem Screenshot gut erkennt: Sie schlängelt sich über die Alpen. Die Großglockner Hochalpenstraße ist die höchste befestigte Passstraße in Österreich; eigentliche Passhöhe 2576 m ü. A. In 36 Serpentinen bzw. Kehren schlängelt sie sich bergauf und bergab und bietet einen grandiosen Panoramablick auf die auch im Sommer schneebedeckten Berggipfel. Für die 34 km benötigt man etwas mehr als eine 3/4 Stunde. Theoretisch. Denn eigentlich ist die Straße ein kompletter Tagesausflug. Mindestens. Es gibt überall kleine Parkplätze mit Picknicktischen und auch ein paar Restaurants finden sich auf der Strecke. Von der eigentlichen Verbindungsstrasse zweigen zudem noch ein paar Straßen ab, so kann man zum Beispiel zum höchsten Punkt – der Edelweißspitze – fahren oder aber auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe den Gletscher sehen und Murmeltiere beobachten (und mit etwas Glück auch füttern) oder zum Gletscher wandern. Und genau davon werde ich euch heute schreiben

     

     

    Wir beginnen in dem Örtchen Heiligenblut

    Heiligenblut liegt in ca.1288 m Seehöhe am Fuße des Großglockners (3798 m) und direkt an der Großglockner Hochalpenstrasse. Demnächst gibt es darüber einen separaten Beitrag.

     

    Das bekannte Motiv von Pfarrkirche Heiligenblut (Hl. Vinzenz) und dem Großglockner im Hintergrund 

     

    Von Heiligenblut zur Edelweißspitze

     

    Entfernung: ~ 23 km
    Fahrtzeit: ~ 45 Minuten 

    Höhendifferenz: Heiligenblut (1.288 m) – Edelweißspitze ( 2.572 m ü. A) -> Höhendifferenz 1284 m 

    Die Mautstation oberhalb von Heiligenblut

     

     

    Dieses nachfolgende Schild fasst den heutigen Beitrag schön zusammen:
    1. Abzweigung – Die Edelweißspitze
    2. Abzweigung – Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

    3. Abzweigung – Das Goldgräberdorf – nicht auf dem Schild und noch nicht in diesem Bericht. Wegen der Fotoflut. Das hätte sonst den Rahmen gesprengt. Und außerdem ist das Goldgräberdorf auch einen eigenen Beitrag wert.

     

    Von der Straße aus führt eine schmale, 1,7 km lange gepflasterte Stichstrasse nach oben. Die Parkplätze oben sind rar. Die Aussicht atemberaubend.

     

    Der Weg zur Edelweißspitze führt über das Hochtor und am Fuscher Törl vorbei. Direkt dahinter geht es dann von Heiligenblut aus kommend rechts ab.
    Die Höhendifferent zwischen Fuscher Törl und der Edelweißspitze beträgt 177 Meter auf einer Länge von ca 2 km.

     

    Die Gedenkstätte am Fuscher Törl. Im Hintergrund sieht man die Edelweißspitze

     

    Die Edelweißspitze ist der höchste befahrbare Punkt der Großglockner Hochalpenstraße auf 2.571 m. Von oben hat man eine großartige Aussicht auf 37 Dreitausender und 19 Gletscher.
    Außerdem befindet sich dort eine Pension und ein Berggasthof mit Sonnenterasse. Ursprünglich hatte die Edelweißspitze eine Höhe von 2.577 m, die zur heutigen Höhe fehlenden 6 Meter wurden beim Bau des Gipfelparkplatzes abgetragen. Ursprünglich hieß die Edelweißspitze Ponek, wurde aber vom Ingenieur Wallack umbenannt. Die ersten Planungen sahen eine Stichstraße zum Gipfel gar nicht vor.  Als jedoch am Ende der Bauarbeiten noch Geld vorhanden war, entschied man sich, zusätzlich noch diese Straße zu bauen, um einen weiteren Panorama-Aussichtspunkt zu haben.

    Meine Eltern waren schon mehrfach auf der Großglockner Hochalpenstrasse. Aber noch nie auf der Edelweißspitze. Das sollte sich in diesem Urlaub ändern.
    Wir hatten einen Tag in der Wetterprognose, welcher dazu absolut perfekt war. Blauer Himmel und Sonne! Sonst war jeden Tag Regen voraus gesagt.
    Wir haben diesen schönen sonnigen Sommertag jedoch nicht für einen Besuch der Edelweißspitze genutzt, sondern sind mit den Kindern im Schnee gerodelt. (Dieser Satz klingt irgendwie lustig ^^) Im Schnee zu rodeln war der große Wunsch der Kinder und wir erfüllten ihn gerne. 

    Meine Eltern aber fuhren hoch zur Edelweißspitze.
    Von ihnen stammen auch die folgenden Fotos:

     

     

    Bestes Wetter für einen Besuch auf der Edelweißspitze! Der Weg nach oben. Im Hintergrund (und ganz weit unten) sieht man Fuscherlacke mit See und Mankaiwirt

     

     

    Vielen Dank für die Fotos!

    Beim nächsten Urlaub in der Großglockner – Region besuchen wir auch die Edelweißspitze. Das haben wir uns direkt überlegt, als wir die Fotos gesehen haben. Das Wetter ließ das in dem Urlaub leider nicht mehr zu ….
    Aber wir wissen ohnehin schon, dass wir wiederkommen werden. Und dann wandern wir von Heiligenblut zum Gletscher und an einem anderen Tag den kompletten Gamsgrubenweg und werden die Gegend dort noch intensiver erkunden. Und die Kinder? Sind von der Idee begeistert, nicht zuletzt wegen der Murmeltiere – und zu denen geht es nun im nächsten Abschnitt.

     

    Und weiter geht’s ….

    Nächstes Ziel: Die Kaiser- Franz- Josefs- Höhe

     

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    Und täglich grüßt das Murmeltier!

     

    Soviel vorweg: Wir waren mehrfach auf der Kaiser- Franz- Josefs- Höhe. Dafür haben wir andere Ausflüge gestrichen. Die Kinder waren verliebt in die Murmeltiere.
    Deswegen auch die Murmeltier- Kuscheltiere vom Mankai-Wirt / Fuscherlacke.

    Aber von Anfang an, denn wir müssen ja erst einmal dort hinfahren.

    Vom Kreisverkehr sind es noch ca 8 km. Von Heiligenblut aus kommend braucht man dafür nicht das Hochtor passieren.

     

     

    Lohnende Zwischenstopps auf dem Weg zur Kaiser- Franz- Josefs- Höhe:

     

    1. Stopp: Energiedusche Wasserfall

    Nicht zu übersehen, da er direkt an der Straße ist. Davor ist ein kleiner Parkplatz mit Picknicktischen. Der Wasserfall gilt als Kraftdusche. Die Luft wird durch das auf die Felsen plätschernde Wasser mit negativ geladenen Ionen angereichert. Dies soll reinigend für die Lunge wirken und außerdem das Nervensystem positiv beeinflussen.
    Einfach mal sitzen und dem Wasser lauschen wirkt auf jeden Fall entspannend und beruhigend. Selbst dann, wenn 3 der 5 Kiddies im 10-Sekunden-Takt fragen, wann es endlich weiter geht. 

     

     

    2. Stopp:  Naßfeldspeicher

    Das ist ein kleiner Gletschersee ein paar hundert Meter hinter dem Glocknerhaus.

    Es fühlte sich an, als sei man in eine andere Welt eingetaucht. Ein wenig surreal, aber wunderschön. Wie aus einem Bilderbuch. Und wir standen inmitten dieser grandiosen Natur. Fotos geben das gar nicht wieder, aber es lässt sich erahnen, wie malerisch es dort ist.
    Wenn ihr dort seid: Macht dort unbedingt einen kleinen oder größeren Stopp und inhaliert dieses wundervolle Fleckchen Erde!

    Wir haben dort auf dem Rückweg angehalten und hatten leider (leider leider) daher keine Zeit mehr zum Wandern.

     

     

     

     

    Gleich sind wir bei den Murmeltieren!!!! Im Hintergrund und mit dem Gipfel in Wolken gehüllt ist der Großglockner

     

     

    Oben am Hang sieht man schon die Gebäude der Kaiser-Franz- Josefs- Höhe. Und man sieht auch die Straße, welche wir gleich fahren werden

     

     

     

    Wir parkten unterhalb der Kaiser- Franz- Josefs- Höhe auf dem Parkplatz neben dem Wohnmobilparkplatz -> Parkplatz

     

    Etwas oberhalb von dem Parkplatz befindet sich das Panoramarestaurant Kaiser Franz-Josefs-Höhe. Ein Fahrstuhl fährt vom Parkplatz nach oben zum Restaurant und zu einem kleinen Souvenirshop.

    Und von dort startet dann auch der Murmeltierweg.

    Der Murmeltierweg auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe 

    .

     

    Das ist die Kaiser- Franz – Josefs – Höhe. Ein riesiger Bereich mit einer Breite von 1/2 km. Es gibt mehrere Restaurants, Souvenirshops und die Möglichkeiten für außergewöhnliche Wanderungen zb zum Gletscher

     

    Das ist das Panoramarestaurant Kaiser Franz-Josefs-Höhe mit dem markanten grünen Lift, welcher hoch zum Restaurant und zum Murmeltierweg führt 

     

    Festes Schuhwerk ist für den Murmeltierweg empfehlenswert

     

    Wir hatten gleich beim ersten Besuch richtig Glück:
    Direkt am Anfang ist ein kleines Plateau und dort tummelten sich gleich mehrere Murmeltiere

     

    Der Nachteil, wenn man immer hinter der Kamera ist: Es gibt kaum Fotos, auf denen man selbst auch mal zu sehen ist ….. Hier eines der wenigen. Und im Vordergrund die süßen kleinen Tierchen

     

     

     

    Ein paar Informationen über die Murmeltiere vom Großglockner

    Gesunde Männchen wiegen mindestens 3 Kg , die Weibchen sind etwas leichter. Damit sind sie nach dem Biber und dem Stachelschwein das drittgrößte in Europa vorkommende Nagetier. Murmeltiere leben in Gruppen mit bis zu 20 Tieren. Sie verlassen den Familienverband frühestens nach 3 Jahren, wenn sie ihre Geschlechtsreife bekommen. Sie können bis zu 12 Jahre alt werden.

    Sie leben in den Hochalpen, da sie nur hier geeignete Umweltbedingungen finden. Der natürliche Lebensraum des Alpenmurmeltiers umfasst die Alpen, die Karpaten und die Hohe Tatra, wobei das Murmeltier in keinem dieser Gebiete flächendeckend vertreten ist.  Sie leben wegen der Temperaturen nicht unter 800 mÜnN und mit wenigen Ausnahmen stets oberhalb der Baumgrenze. Wichtig ist, dass sie an den Berghängen ihre unterirdischen Bauten anlegen können, diese bestehen aus einem weit verzweigten System von Kammern und Tunneln mit einer Tiefe von bis zu 7 Metern, dafür bevorzugen sie Südhänge, da sie zum einen früher schneefrei sind und zum anderen auch dort nach dem Winter die Vegetation schneller anfängt zu wachsen. Murmeltiere ernähren sich von Wurzeln, Blättern und Blüten. Interessant ist, dass sie in ihren Bauten eigene Kammern zum Absetzten der Exkremente bauen, damit die anderen Kammern sauber bleiben.
    Den Winter überstehen sie mit reichlich Fettreserven und einem 6-7 monatigem Winterschlaf, welchen sie alle 3-4 Wochen unterbrechen, um Exkremente abzusetzen.

    In den Sommermonaten halten sich die tagaktiven Tiere an heißen Tagen den Großteil des Tages im kühlen Bau auf, da sie schnell an Überhitzung leiden. Dadurch haben sie weniger Zeit zum fressen und können aus dem Grund weniger für den Winterschlaf so wichtige Fettreserven anlegen, was wiederum dazu führt, dass immer wieder Murmeltiere den Winter nicht überleben.
    Daher ist die Klimaerwärmung auch für diese putzigen Tiere eine große Gefahr. 

    Bei der Fortpflanzung gibt es feste Regeln, welche jetzt den Rahmen sprengen würden. Aber eines fand ich interessant: Die Weibchen machen nach 2 Würfen eine Pause bis zu 4 Jahren.
    Außerdem zehren die Murmeltierweibchen bis in die Säugezeit von den Vorjahresfettreserven, daher können sie nur trächtig werden, wenn ihr Körper ein Mindestgewicht überschreitet!

    Sie bekommen nach ca 5 Wochen Trächtigkeit zwei bis sechs nur 30 Gramm leichte nackte, zahnlose, blinde und taube Junge. Erst nach 24 Tagen öffnen sie die Augen und verlassen mit ca 6 Wochen zum ersten mal den Bau.

    Trotz ihrer Größe haben sie Fressfeinde wie zB der Steinadler. Entdecken sie Gefahr, warnen sie sich mit schrillen Pfiffen. Sie sind sehr weit zu hören und somit werden auch die Nachbarfamilien mitgewarnt.
    Beim Steinadler ist das Murmeltier die Hauptbeute. Während einer Brutsaison fängt er ca. 70 Murmeltiere.
    Aber auch Baummarder, Rotfüchse und Kolkraben gehören zu den Fressfeinden, jedoch schlagen diese nur Jungtiere.

    Schon interessant, wie sich die Murmeltiere an das hochalpine Klima angepasst haben.

    In dem Souvenirshop haben wir bei unserem ersten Besuch nach Futter gefragt. Die Verkäuferin erklärte, dass sie das früher angeboten haben, aber die Touristen die Murmeltiere lieber mit Süßigkeiten und Keksen angelockt haben. Das hatte zur Folge, dass die Tiere das eigentliche Futter nicht mehr wollten.
    Es ist für die Murmeltiere absolut nicht gesund, wenn man sie mit Industriekram anlockt und füttert!!

    Beim zweiten Besuch waren wir vorbereitet und hatten Möhrenstifte dabei. Damit konnten wir sie bei einem Besuch so anlocken, dass sie uns aus der Hand fraßen.
    Eine Garantie ist aber auch das nicht, zweimal waren wir (nachmittags) am Plateau, trafen aber kein Murmeltier an.

     

    Hallo Menschenkind, hast du was Leckeres für mich?

     

    Möhren schmecken den Murmeltieren und schaden ihnen nicht

     

    Meine große Kamera lag zu Hause. Also nicht im Hotel, sondern tatsächlich zu Hause im Münsterland. Das sollte nicht das einzige mal sein, dass ich diese Entscheidung bereuen würde …..
    Aber es ist auch immer viel zu tragen, erst recht, wenn ich noch ein anderes Objektiv dabei habe. …
    Daher entschied ich mich, sie zu Hause zu lassen. Fehler, …. großer Fehler…. Nicht nur, wenn wir bei den Murmeltieren waren …..

    Ein kleines, kurzes Video:

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    Ausblick vom Murmeltierweg. Der Felsen zwischen den beiden Seen heißt Elisabethfelsen. Er markiert das damalige Gletscher-Ende der Pasterze um 1856 herum, also zu der Zeit, als Kaiser Franz und Kaiserin Elisabeth zum ersten mal zur Pasterze wanderten.

     

    Die Mädchen hatten irgendwann „genug Murmeltiere gesehen“. Und während mein Sohn gar nicht mehr dort wegwollte, beschäftigten sich die Mädchen lieber mit ihrem Spielzeug, was sie immer (wirklich immer!) dabei haben. Nein, rechts war kein Abhang, sondern es ging nur etwas schräg hinab auf eine ca 50 cm darunter liegende Ebene ….

     

    Nach einer Weile auf dem Plateau gingen wir den Murmeltierweg hinauf. Klettern war an einigen Stellen angesagt, den Kindern hat das sehr gut gefallen.

     

    Der Murmeltierweg ist stellenweise steil.

     

    Der Weg führt rauf zum Kaiser Franz Josefs Haus, einem Restaurant mit Außenterasse. Von dort geht dann der Weg zur Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte bis hin zu dem Aussichtsplateau am Gletscher und dem Start des Gamsgrubenweges.

     

     

     

    Ein riesiger Steinbock thront am Kaiser-Franz-Josefs-Haus. Im Hintergrund sieht man schon die Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte

     

    Die Straße unten führt zur eigentlichen Kaiser Franz Josefs Höhe. Dort gibt es ein Parkhaus. Der Fußweg oben führt ebenfalls dorthin, vorbei an der Wilhelm- Swarovski- Beobachtungsstation.
    Leider habe ich kein besseres Foto von der Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte ohne andere Menschen. Sie wurde 1998 in Form eines Bergkristalles errichtet. Innen befindet sich die Ausstellung „Tierwelt des Hochgebirges“, ein Souvenirshop sowie mehrere Ferngläser. Beobachten kann man hier mit etwas Glück Steinböcke oder aber auch Kletterer auf dem Weg zum Gipfel des Großglockners.

     

    Am Wegesrand gibt es keine Abgrenzung.
    Und auch auf dem Weg zur Wilhelm Swarovski Beobachtungswarte sahen wir wieder mehrere Murmeltiere
    Alpendohlen – und auch ein Murmeltier ist auf dem Foto zu sehen. Wer entdeckt es?
    Die Kaiser-Statue und Inschrift am Kaiserstein erinnern an den Besuch von Kaiser Franz Joseph I. am 07.09.1856. Von Heiligenblut aus wanderte er mit Gefolge von Heiligenblut aus 4 Stunden lang, um einmal die Pasterze zu sehen.

     

    Auf dem Weg nach der Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe gab es ebenfalls Murmeltiere zu sehen. Und wieder kamen sie uns ganz nahe und ließen sich sogar streicheln.

     

     

     

     

    ….. kleine Pause …..

     

    Und weiter geht’s! Der Weg weiter Richtung Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Zu sehen ist das obere Parkdeck und im Hintergrund sieht man den Gletscher. Schaut ihn euch mal ganz genau an ….

     

     

    Und nun zeige ich euch ein Foto von ca 1935.

    Fotoquelle:  https://www.grossglockner.at 

     

    Seht ihr, wie weit der Gletscher bereits zurück gegangen ist? Ist das nicht erschreckend?
    Wir sprechen hier von einem Zeitraum von nicht einmal 100 Jahren ……
    Nach Angaben der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) verlor der Gletscher zwischen 1969 und 2012 über die gesamte Fläche im Schnitt 37 Meter an Eisdicke!!
    In der Dicke verliert der Gletscher jährlich 10 Meter! Und das betrifft nahezu alle Gletscher weltweit. Eine sehr erschreckende Entwicklung….

    Wer weiß, wie der Gletscher aussehen wird, wenn unsere Kinder mit ihren Kindern oder Enkelkindern den Grossglockner besuchen …..

    ….

     

    Wir beschließen, nach einer Stärkung ein kleines Stück vom Gamsgrubenweg zu laufen.

     

    Der Gamsgrubenweg am Großglockner

    Der Gamsbrubenweg ist ein Naturlehr- und Sagenweg und verläuft oberhalb des Gletschers (Pasterze) genau gegenüber vom Grossglockner. Er beginnt direkt am Besucherzentrum und führt zunächst durch sechs Tunnel, welche immer wieder den Blick auf das Bergpanorama des Großglockners freigeben.
    Auf einer Länge von 650 m hat die Kärntner Designerin Michaela Fink Installationen aus Stein, Licht, Ton und Malerei errichtet und an den sieben interaktiven Stationen taucht man so auf wundervolle Weise in die Welt der Sagen ein.
    Namensgebend ist der Weg aufgrund des gleichnamigen Schutzgebietes, durch welches der Wanderweg verläuft. Er ist Lebensraum für einige der seltensten Pflanzen in ganz Europa. Der Weg endet am Rand des ewigen Eises, das Wasserfallwinkel Kees. Wer möchte, kann von hier noch auf andere Wanderrouten weiter wandern, das erfordert dann aber schon Kondition und Übung.

    Um den Gamsgrubenweg komplett zu wandern, benötigt man für den Hin- und Rückweg insgesamt ca 3-4 Stunden. Bei der relativ leichten Wanderung spürt man die Höhendifferenz von ca 200 Metern kaum, daher ist er auch mit Familien zu wandern, jedoch möchte ich darauf hinweisen, dass es außerhalb vom Tunnel keine Gehwegbegrenzung gibt.

     

     

     

    Video zum Wasser-Musik-Klangspiel in einem der Tunnel:

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    Eine kleine Grotte mit ruhiger, mystischer Musik

     

    Meine Tochter hat ein Video zur kleinen Grotte in einem der Tunnel gemacht:

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    Am Ende des letzten Tunnels. Nun geht es am Hang weiter – mit traumhaften Blick auf den Gletscher und die Berggipfel

     

    Seht ihr diese „unsichtbare Linie“, bei welcher nur oberhalb das Gras wächst und unterhalb nur Felsgestein ist? Genau das war der höchste Stand vom Gletscher um 1856, als Kaiser Franz Joseph I. bis zu der nach ihm benannten Kaiser-Franz-Josefs-Höhe aufgestiegen ist. 
    Links mittig sieht man das Besucherzentrum der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

     

     

    Der Verlauf vom Gamsgrubenweg. Ganz oben sieht man die Oberwalderhütte, eine Schutzhütte des Alpenverein Austria auf 2.973 m
    Das Naturschutzgebiet am Gamsgrubenweg und Lebensraum der Steinböcke

     

     

     

     

     

    Auf dem Weg zurück zum Parkplatz liegt die historische Gletscherbahn

    Die Historische Gletscherbahn

    Der Eingang führt ein paar Stufen vom Besucherzentrum hinab.
    Die Gletscherbahn ist eine Standseilbahn. Auf einer Länge von 212 Metern überwindet sie einen Höhenunterschied von 150 Metern!
    Sie wurde im September 1963 in Betrieb genommen, damals endete die Bahn am Gletscherende.
    Da dieser schon so weit geschmolzen ist, muss man nun ca 1 Stunde laufen (pro Weg). Geeignet sein soll diese Wanderung für Kinder ab ca 10 Jahren.
    Wir sind nicht bis zum Gletscher gewandert, da sich das Wetter zunehmend verschlechterte.
    Trittsicherheit haben unsere 5 Kinder schon genug in diesem Urlaub bewiesen, da hatten wir keine Bedenken.

     

     

    Ziemlich steil …

     

     

    Blühende Blumen und schneebedeckte Gipfel – eine schöne Komposition

     

     

    Die Kinder lieben solche „Kletterwege“

     

    Die Gletscherbahn 

     

    Mit Winterjacke und Pudelmütze im Sommerurlaub …. aber der Wind pfiff uns frisch um die Ohren

     

     

    Das wäre eigentlich unser Wunschziel gewesen …

     

     

     

    Mein Sohn liebt es, Steintürmchen zu bauen

     

    Kleine Eisbrocken im Gletschersee

     

    Der Gletscher im Hintergrund – und leider auch Regenwolken ….. nach einer kurzen Pause traten wir daher schweren Herzens den Rückweg an

     

    Wir machten uns auf den Rückweg Richtung Parkplatz.

    Auf der Suche nach Steinböcken und Murmeltieren

     

    Und da sah ich dann auch endlich einen Steinbock. Auf der anderen Seite und in weiter Ferne, aber immerhin….

     

    Nah, seht ihr ihn?

     

    Oben mittig links

     

     

     

    Die Möllnschlucht

    Und hier endet nun der 2. Teil von der Großglockner Hochalpenstrasse.

     

    Wobei …… Moment, ……

     

    Nicht ohne einen letzten Gruß von den Murmeltieren.

    Auf dem Weg zum Parkplatz sahen wir wieder welche. Unter anderem ein Muttertier mit seinem Jungtier.

     

     

     

     

    Ein wirklich toller und niedlicher Abschluss für unseren letzten der Besuche der Kaiser- Franz- Josefs- Höhe und auch für diesen Bericht!

    Und beim nächsten mal nehme ich euch mit ins Goldgräberdorf.
    Natürlich haben wir dort auch unser Glück versucht.
    Dazu dann aber mehr im nächsten Bericht .

     

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    Tschüssiiiiiii, bis zum nächsten mal !!!!!

     

     

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    Links

    Die Website mit allen Infos rund um den Großglockner

    https://www.grossglockner.at/

     

    Preise & Öffnungszeiten zur Grossglockner Hochalpenstrasse

    https://www.grossglockner.at

     

    Ausflugstipps mit Kindern

    https://www.grossglockner.at/

     

    Übersicht aller Restaurants und Pensionen an der Grossglockner Hochalpenstrasse

    https://www.grossglockner.at/gg/de/gastronomie-und-uebernachten/gastro1

     

     

    Live-Webcams vom Grossglockner

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    Österreich

     

  • Österreich: Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 1 – Die Strasse von Ferleiten bis Heiligenblut

    Österreich: Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 1 – Die Strasse von Ferleiten bis Heiligenblut

     


    Österreich: Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 1 – Die Strasse von Ferleiten bis Heiligenblut


     

    Österreich: Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 1 – Die Strasse von Ferleiten bis Heiligenblut

     

     

    Heute nehme ich euch mit auf eine der schönsten Straßen Europas:  Die Großglockner Hochalpenstraße in Österreich

     

    Eigentlich wäre in meiner Österreich-Reihe dieser Bericht noch gar nicht an der Reihe, aber mich haben nun schon mehrere Personen angesprochen, wann der Bericht endlich online geht und dass ich auch viele Fotos posten soll. Letzteres dürfte kein Problem sein. Alleine von der Großglockner Hochalpenstraße hatte ich nach unserem Urlaub mehrere Tausend Fotos ….
    Und aus dem Grund habe ich mir auch überlegt, den Bericht in zwei Teile zu unterteilen.
    In Teil 1 fahren wir von Ferleiten bis Heiligenblut.
    In Teil 2 machen wir sehr lohnenswerte Abstecher auf die Edelweißspitze, auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und in ein echtes Goldgräberdorf

    Also, einsteigen, anschnallen – auf gehts!

     

    Die Großglockner Hochalpenstraße Teil 1 – Die Straße von Ferleiten bis Heiligenblut

    Karte:  https://goo.gl/maps/QJRLZK3RAE79Fvg97

    Zusätzlich zu der Karte gibt es ausnahmsweise einen Screenshot, denn die Straße ist von November bis April/ Mai gesperrt und ich weiß nicht, ob Google Maps es dann hier noch richtig darstellt.

     

    Was man auf dem Screenshot gut erkennt: Sie schlängelt sich über die Alpen. Die Großglockner Hochalpenstraße ist die höchste befestigte Passstraße in Österreich; eigentliche Passhöhe 2576 m ü. A.
    In 36 Serpentinen bzw. Kehren schlängelt sie sich bergauf und bergab und bietet einen grandiosen Panoramablick auf die auch im Sommer nicht selten noch schneebedeckten Berggipfel.
    Für die 34 km benötigt man etwas mehr als eine 3/4 Stunde. Theoretisch. Denn eigentlich ist die Straße ein kompletter Tagesausflug. Mindestens. Es gibt überall kleine Parkplätze mit Picknicktischen und auch ein paar Restaurants finden sich auf der Strecke. Von der eigentlichen Verbindungsstrasse zweigen zudem noch ein paar Straßen ab, so kann man zum Beispiel zum höchsten Punkt – der Edelweißspitze – fahren oder aber auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe Murmeltiere beobachten (und mit etwas Glück auch füttern) oder zum Gletscher wandern. Dazu schreibe ich dann im zweiten Teil.

    Erst einmal etwas zur Geschichte der Großglockner Hochalpenstraße

    Schon die Kelten und Römer nutzten vor 3500 Jahren den Weg über die Gebirgskette, um Handel zu treiben. Es war die kürzeste Nord-Süd Verbindung und gehandelt wurde u.a. mit Gewürzen aus dem Süden und Metall oder Pelze aus dem Norden. Am höchsten Punkt der eigentlichen Strecke – dem Hochtor – riefen die Menschen zu ihren Göttern, um sie gnädig zu stimmen, denn der Weg war nicht ungefährlich.

    In den 1920er Jahren wurden in der Tages- und Fachpresse viele mehr oder weniger aussichtsreiche Vorhaben erörtert, die Alpen für den touristischen Verkehr zu erschließen. Die Arbeitslosigkeit war damals groß und man wollte mit dem Bau der Straße zum einen viele Arbeitsplätze schaffen und zum anderen wohlhabende Touristen ins Land locken. Ein eigenes Auto war damals ein luxuriöses Vergnügen und durch Mautgebühr und Urlaube der Wohlhabenden in der Region sollte Geld in die leeren Kassen gespült werden.

    Tatsächlich umgesetzt wurde dieses riesige Mammutprojekt dann durch die Durchsetzungsfähigkeit des damaligen Salzburger Landeshauptmannes Franz Rehrl und der genialen Planung des jungen Bauingenieurs Franz Wallack und somit begannen am 30. August 1930 die Bauarbeiten. Nur 5 Jahre später, am 3. August 1935, wurde die Großglockner Hochalpenstraße von Bundespräsident Wilhelm Miklas feierlich eröffnet.
    Immer wieder stießen die Arbeiter beim Bau der Straße auf Bronzestatuetten, viele römische Kupfermünzen sowie zahlreiche keltische Silbermünzen, welche Aufschlüsse über die Geschichte dieses Passweges gaben.
    Begleitet wurden die Bauarbeiten durch zahlreiche Schwierigkeiten, auch finanzieller Art.
    Das Bauwerk verschlang Kosten von umgerechnet 65 Mio. Euro, jedoch ca 510.000 Euro weniger als ursprünglich veranschlagt, nur befand sich das Land in schwerster Depression, so dass die Großglockner-Hochalpenstraßen Aktiengesellschaft (GROHAG) liquidiert werden musste.
    Insgesamt waren 3200 Mitarbeiter am Bau beteiligt, 13 von ihnen starben leider.  Ihnen zum Gedenken gibt es am Fuscher Törl eine Gedenkstätte.

    Bau der Straße bei Heiligenblut. Fotoquelle:  https://www.grossglockner.at  . Vielen Dank, dass ich die Fotos verwenden darf!

     

    Ein weiteres Foto der Bauarbeiten . Fotoquelle:  https://www.grossglockner.at  . Vielen Dank, dass ich die Fotos verwenden darf!
    Fotoquelle:  https://www.grossglockner.at
    Fotoquelle:  https://www.grossglockner.at

     

    Der Plan, Touristen ins Land zu bringen, ging voll auf! In den Wirtschaftswunderjahren stieg die Motorisierung und immer mehr Menschen konnten sich ein eigenes Auto leisten und immer mehr Menschen wollten einmal diese wunderschöne Panoramastrasse fahren. Die Straßen wurden in den Folgejahren verbreitert, es entstanden Aussichtsparkplätze und auch mehrere Gastronomiebetriebe und Pensionen siedelten sich an die Grossglockner Hochalpenstrasse an.

    Heute besuchen ca. 900.000 Menschen jährlich die malerische Strecke und somit gehört sie neben Schloss Schönbrunn und der Festung Hohensalzburg zu den Top-3-Sehenswürdigkeiten Österreichs

     

     

    Der heutigen Bericht startet in Ferleiten, denn dort ist die nördliche Mautstation. Die andere befindet sich am Ende der Grossglockner Hochalpenstrasse oberhalb von Heiligenblut. 

    Die Mautstation in Ferleiten

     

    Die Mautgebühren und die Öffnungszeiten der Großglockner Hochalpenstrasse (Stand: Sommer 2020)

    Die Großglockner Hochalpenstrasse ist eine Mautstraße.
    Die Mautgebühren betrugen im Sommer 2020:

    Tageskarte
    PKW: 37,00 €  E-PKW: 27,00 €
    Für Fahrten nach 18.00 Uhr wird die Tageskarte für PKW auf 27,00 € ermäßigt.

    Aufzahlung Tageskarte 2. Tag: 12,50 € (Gilt im selben Kalenderjahr bei Vorlage des Tickets der Erstfahrt und ist kennzeichengebunden).

    3-Wochen-Ticket: 59,00 €

    Rundfahrtkarte: 43,50 € (Rundfahrtkarten gelten für je eine Fahrt auf der Großglockner Hochalpenstraße und auf der Felbertauernstraße innerhalb von 30 Tagen).

    Bezahlt werden kann mit Karte oder Bar.
    Die Tickets können auch online bestellt werden:  https://www.grossglockner.at/gg/de/onlineticketing/ticketing

    Die Öffnungszeiten der Großglockner Hochalpenstrasse (Stand: Sommer 2020)

    Anfang Mai bis Anfang November
    bis 31. Mai 6:00 bis 19:30 Uhr,
    1. Juni – 31. August 5:30 bis 20:30 Uhr,
    ab 1. September 6:00 bis 19:30 Uhr
    Letzte Einfahrt jeweils 45 Minuten vor der Nachtsperre

     

    36 Kehren gibt es insgesamt. Sie sind alle mit Name und Höhe beschriftet

     

    Mich haben nach dem Urlaub mehrere Bekannte gefragt, wie das war, diese kurvenreiche Straße mit 5 Kindern zu fahren.
    Wir sind ja inzwischen reiseerfahren und daher waren wir bestens vorbereitet. An der Mautstation in Ferleiten bekam jedes Kind einen Reisekaugummi und Spucktüten lagen auch in jeder Sitzreihe bereit.
    Gebraucht haben wir sie nicht.
    Die Kinder waren beeindruckt von der Strecke und fasziniert von den hohen Bergen, insbesondere die Tochter meines Lebensgefährten, welche noch nie vorher so hohe Berge gesehen hat, konnte sich gar nicht sattsehen und der Speicher ihrer Kamera war schon nach den ersten Kilometern voll.
    Wir sind aufgrund dieser erfreulichen Tatsache in den darauffolgenden Tagen noch dreimal die Straße gefahren bzw. Teilstücke, um uns z.B. den Gletscher anzusehen oder im Goldgräberdorf nach echtem Gold zu suchen.

    Es gibt mehrere tolle Spielplätze entlang der Strecke, welche auch ausgeschildert sind:

    Die Grossglockner Hochalpenstrasse hat ein eigenes Masskottchen: „Murmi“, das Murmeltier

     

    Weiter geht die Fahrt.

    Leider geben es die Fotos überhaupt nicht wieder, es ist atemberaubend, diese Straße durch das Alpenpanorama zu fahren. Und apropos Fotos: Die Fotos in diesem Bericht entstanden fast alle mit Handy aus dem Auto heraus. 

     

    Schnee auch noch im Juli. Rodeln im Sommerurlaub ist so kein Problem
    Wunderschöner Ausblick vom Hochmais
    Als fährt man durch ein Urlaubsposter – unbeschreiblich malerisch
    Immer wieder hat man die Möglichkeit anzuhalten, um den Panoramablick in Ruhe geniessen zu können
    Straßenverlauf. Wir waren unschlüssig, wie wir das finden sollten. Zwischen „Juchu, Achterbahn!“ und „Och neee, mein armer Magen…“ war alles dabei.
    Die Grossglockner Hochalpenstrasse zeigte sich von seiner schönsten Seite

     

    Ganz oben relativ mittig sieht man das Fuscher Törl (2428 m ü.M.). Hier befindet sich die Gedenkstätte für die an / auf der Großglockner-Hochalpenstrasse Verstorbenen

     

     

     

    Wie fährt man eigentlich so eine kurvenreiche Strecke mit großem Höhenunterschied?

    Darüber habe ich mir wirklich im Vorfeld den Kopf zerbrochen ….. Mein Auto hat grad mal 115 PS, ist groß und schwer und würde bei der ersten Fahrt nicht nur mit 7 Personen, sondern auch noch mit Reisegepäck bepackt sein ……
    In Vorbereitung auf diese lange Autofahrt war ich wie immer vorher zum Urlaubscheck in der Werkstatt. Vor allem die Bremsen sollten überprüft werden und ich habe sie dann direkt erneuert, da sie doch schon relativ abgefahren waren.
    Viel bremsen darf man beim bergab- fahren nicht, aber erst einmal hochkommen dachte ich die ganze Zeit ,….

    Mein Lebensgefährte zeigte mir ständig Fotos von Oldtimern „Siehst du? Sogar die kommen hoch!“ Meine Sorge im Vorfeld blieb.
    Aber: Unberechtigt. Unser Auto hat es super gemeistert.

    Man fährt langsam hoch, in einem niedrigen Gang. Drehzahlen um 3000 sind da durchaus normal, auch, wenn das sehr ungewohnt ist und man eigentlich immer direkt einen Gang höher schalten möchte …
    Schaltet man zu früh hoch, belastet das den Motor und er kann überhitzen.
    Wir sind dann zwar nicht sehr schnell geworden, aber sind gut bis auf den höchsten Punkt gekommen.
    Dann kam die nächste Herausforderung: Über viele Kilometer die kurvenreiche Strecke bergab fahren.
    Hier gilt: Die gleiche Geschwindigkeit wie beim bergauffahren sollte man auch beim bergabfahren beibehalten.
    Gebremst wird mit Motorbremse. Reicht das nicht, bremst man kurz, aber heftig ab. Bremst man die ganze Zeit kontinuierlich, überhitzen die Bremsen, verklumpen bzw. verformen sich und funktionieren nicht mehr richtig.

    Wir sahen mehrmals Abschleppwagen. Da wir mit unserem Auto auch einmal in die Werkstatt mussten (zum Glück nichts schlimmes), habe ich dort einmal nachgefragt: Im Schnitt sind in den Sommermonaten jeden Tag 5 Autos mit ausgebrannten Bremsen dort.

    An einem Tag hatten wir ein Auto vor uns, bei welchem über 7 Kilometer lang permanent die Bremsleuchten leuchteten. Es roch dann auch schon dementsprechend….

    Und noch ein Hinweis: Es gibt an der Grossglockner Hochalpenstrasse zwischen Ferleiten und Heiligenblut keine Tankstelle – aber der Benzinverbrauch ist durch die Bergauffahrt erhöht. Daher unbedingt auf ausreichend Sprit im Tank achten!

    Und weiter gehts. Wir nähern uns dem Fuscher Törl.

    Auch hier gibt es wieder einen Parkplatz. Am Anreisetag sind wir hier vorbei gefahren, haben uns aber ein paar Tage später die Gedenkstätte angesehen.

    Die Gedenkstätte Fuscher Törl wurde für 13 Arbeiter errichtet, welche beim Bau der Straße ums Leben kamen.

     

    „SAXA TERRAE LOQUUNTUR GLORIAM TUAM“ – „Die Steine der Erde verkünden deinen Ruhm“

     

     

      

     

    Panoramablick auf die Berggipfel und die Straße. Das Fuscher Törl liegt auf 2.428 m Höhe.

     

     

     

    Blick zur Edelweißspitze, dem höchsten mit dem Auto erreichbarer Punkt der Großglockner Hochalpenstraße in 2.571 m Höhe

     

    Der Gasthof Fuscher Lacke, wo sich der Mankei-Wirt mit seinem zahmen Murmeltier befindet und die Ausstellung „Bau der Straße“ in dem kleinen Häuschen am See angesiedelt ist. Eine wirklich interessante Ausstellung, welche einem verdeutlicht, was für ein unglaubliches Bauprojekt die Grossglockner Hochalpenstrasse war bzw ist. Von dort geht es wieder etwas bergauf bis zum höchsten Punkt der eigentlichen Transitstrecke Ferleiten-Heiligenblut: Dem Hochtor.

     

    Nächster Stop: Der Mankai- Wirt

     

    Der See beim Rastplatz Fuscherlacke beim Mankai- Wirt

     

    Ausblick vom Parkplatz. Satt sehen kann man sich davon nicht! Es ist unbeschreiblich schön

     

    Wir besuchten den Mankai- Wirt an einem regnerischen Tag. Vormittags haben wir mit den Kindern den Wellnessbereich in unserem Hotel in Heiligenblut genossen (Bericht folgt), zum Mittag fuhren wir hoch zum Mankai – Wirt.
    Obwohl wir zu dem Zeitpunkt schon Murmeltiere an der Kaiser Franz Josefs Höhe gesehen haben (Bericht folgt), hofften wir, dass wir auch dort das Murmeltier aus nächster Nähe sehen konnten. Und auch meine Eltern sowie unser Bekannter begleiteten uns, sie hatten bis dato leider noch kein Murmeltier gesehen und waren daher ebenfalls sehr gespannt.

    Der Mankai – Wirt. Am Tag unseres Besuches war es nebelig und regnerisch, aber für den Besuch dort spielte das keine Rolle, denn wir wollten so gerne einmal das Murmeltier sehen – und die Kinder den Murmeltierbecher probieren. Was das genau ist zeige ich euch gleich

     

     

    Kindgerechte Darstellung vom Bau der Straße mit dem Maskottchen “ Murmi“  
    Kleine Stärkung.
    Und das ist es – der Murmeltierbecher. Mit einem Murmeltier aus Schokolade! Die Kinder liebten es!

     

    Der Murmeltierspielplatz. Unten sieht man die Tafel, welche kindgerecht die Lebensweise der Murmeltiere erklärt
    In der Hütte am See befindet sich die Ausstellung zum Bau der Straße. Der Eintritt ist kostenlos und lohnt sich, denn es wird vieles rund um die Zeit des Straßenbaus gut und anschaulich erklärt

    Im Souvenirshop durften sich die Kinder jeder ein Kuschel- Murmeltier aussuchen. Von dem Tag an war das ganze Rudel Murmeltierkuscheltiere dann auch bei jedem Ausflug dabei.

     

     

    Und dann war es endlich soweit: Das Murmeltier war wach und bereit, gefüttert zu werden.

    Es ist bei der „Vorführung“ auf den Schultern vom Mankai- Wirt Herbert Haslinger und wird dabei gefüttert.
    Und wir hatten ganz besonderes Glück, denn vor ein paar Wochen gab es Nachwuchs und eines der Jungtiere durften wir auch kurz sehen. Es war sehr niedlich. Fotos gibt es davon leider keine Guten, wirklich mal still halten können Murmeltierkinder einfach nicht und wuseln die ganze Zeit.

    Herbert Haslinger mit seinem Murmeltier.

     

    „Guten Tag! Hast Du Leckerli für mich?“

     

    Meine Älteste durfte es einmal füttern

    Und auch meine Eltern und unser Bekannter durften es sich aus der Nähe ansehen. Sie waren von der Größe überrascht. Es ist nach dem Biber und dem Stachelschwein das drittgrößte in Europa vorkommende Nagetier.

    Irgendwann fing das Murmeltier an, sich in der Jacke verstecken zu wollen. Das ist das Zeichen, dass er nicht mehr möchte und somit brachte der Mankai – Wirt es dann zurück zu seinem Gehege.

    Ich konnte spüren, wie sehr er seine Tiere liebt. Stolz beantwortete er alle Fragen der Gäste, aber immer bedacht, dass es seinem Tier gut geht. Mit Herzblut führt er bereits seit vielen Jahren den Mankai- Wirt und kümmert sich mit viel Liebe um kranke oder schwache Murmeltiere  – und wurde so selber schon eine kleine Berühmtheit –  doch nun sucht er einen Nachfolger. In diesem Sommer feierte er gleich 2 Jubiläen: Seit 30 Jahren führt er den Gasthof Fuscherlacke (Mankai – Wirt)  und seit 50 Jahren arbeitet er in der Gastronomie.
    Ich sprach ihn darauf an, was mit seinen Murmeltieren passieren würde, wenn er einen Nachfolger hat. Die Murmeltiere könne er nicht mitnehmen antwortete er spürbar traurig. Aber er hat schon einen Platz für sie gefunden und dort dürfe er sie jederzeit besuchen. Das ihm das wichtig ist, kann ich sehr gut verstehen. Wenn man sein Tier weggeben muss, ist es beruhigend, es in allerbeste Hände zu wissen, das habe ich selber schon erleben müssen.

    An dieser Stelle möchten wir uns beim gesamten Team vom Mankai – Wirt für den tollen Nachmittag bedanken.

    Wir wünschen Herrn Haslinger und seiner Familie alles Gute!

     

     

    Wir blieben ca 3,5  Stunden beim Mankai – Wirt, es war ein sehr schöner Stopp und wir wären bestimmt noch länger geblieben, wenn es sich nicht mehr und mehr zugezogen hätte.
    Aber bei Regen und Nebel wollten wir die Strecke nach Heiligenblut nicht zurück fahren.

     

    Der 117m lange Mittertörltunnel befindet sich auf 2.373m und führt durch das Große Woazköpfl. Sowohl vor als auch nach dem Tunnel befinden sich Parkplätze, von denen man eine schöne Fernsicht hat.

     

     

    Ein Jahr Bauzeit, Fertigstellung 1935
    Wir nähern uns dem höchsten Punkt der Strecke. Die Landschaft ist karg, im Winter liegen hier mehrere Meter Schnee und auch jetzt im Juli finden sich noch an mehreren Stellen Reste vom Schnee
    Hier ist er – der höchste Punkt der Strecke: Das Hochtor. 2504 m hoch. Außerdem ist der Tunnel am Hochtor gleichzeitig die Grenze zwischen Kärnten und dem Salzburger Land. Auch hier befinden sich auf beiden Seiten des Tunnels Parkplätze, ein Stopp lohnt sich auch hier wieder. Wir hatten es zweimal, dass auf der einen Seite des Tunnels anderes Wetter herrschte als auf der anderen. Wir kamen von Heiligenblut bei schönstem Wetter und fuhren in eine Nebelsuppe. Am Hochtor liegt nahezu immer Schnee und wir haben öfters Familien mit Kindern getroffen, welche dort auf den kleinen Schneebrettern gerodelt sind.

     

    Eine der Schneeräummaschinen. Sie werfen den Schnee bis zu 40 Meter weit an die Seite

     

    Es geht nun ca. 15 km bergab

     

    Ankunft in Heiligenblut mit dem bekannten Fotomotiv

     

    Bau genau dieser Straße

     

    Weitere Impressionen von der Grossglockner Hochalpenstrasse von Heiligenblut aus in Richtung Kaiser Franz Josefs Höhe

     

    Die Mautstelle oberhalb von Heiligenblut, von Heiligenblut aus kommend

     

    Die Spitze vom Grossglockner ist in Wolken gehüllt
    Ganz nebenbei angemerkt: Mittig im Bild ist eine extrem seltene Wolkenformation zu sehen -> Eine sog. Hufeisenwolke.

     

    Blühende Mauern
    Achtung, Murmeltiere. Und tatsächlich kann man sie mit etwas Glück auch schon auf den Wiesenhängen an der Strasse sehen. Im Hintergrund und etwas in der Wolke versteckt: Der Großglockner
    Viele Wasserfälle säumen die Grossglockner Hochalpenstrasse. Es sind Energieduschen. Beim Fall über die Steilwand zerstäubt das Wasser, sodass die Luft mit negativ geladenen Ionen angereichert wird und dies hat eine extrem positive Wirkung auf den Menschen.
    Am Ende dieser Strasse befindet sich die Kaiser Franz Josefs Höhe

    Schön zu erkennen: Der Höhenunterschied. Strasse links und Strasse ganz rechts. Das Gebäude links mittig ist das Glocknerhaus Kärnten. Von dort starten viele lohnenswerte Wanderwege

     

    Die kleine Kapelle beim Pasterzenhaus oberhalb vom Glocknerhaus

     

     

     

    Ausblick auf Heiligenblut

     

    Und genau dort endet mein Bericht: In Heiligenblut . Diesem schönen Örtchen widme ich demnächst einen eigenen Beitrag, denn von Heiligenblut kann man gleich mehrere schöne Tagestouren starten. Zwei davon haben wir mit den Kindern ausprobiert.

    Mehr dazu dann in einem späteren Bericht.

     

    Links:

    Die Website mit allen Infos rund um den Großglockner

    https://www.grossglockner.at/

     

    Preise & Öffnungszeiten zur Grossglockner Hochalpenstrasse

    https://www.grossglockner.at

     

    Ausflugstipps mit Kindern

    https://www.grossglockner.at/

     

    Übersicht aller Restaurants und Pensionen an der Grossglockner Hochalpenstrasse

    https://www.grossglockner.at/gg/de/gastronomie-und-uebernachten/gastro1

     

     

    Vielen Dank fürs Mitreisen. Ich hoffe sehr, die Fotos konnten die eindrucksvolle Schönheit dieser malerischen Panoramastrasse wiedergeben.

    Im nächsten Teil nehme ich euch unter anderem mit zu den Murmeltieren auf der Kaiser Franz Josefs Höhe und zum Goldschürfen im glasklaren, aber eiskalten Gebirgsbach. Ob wir Gold gefunden haben? Das verrate ich euch dann auch!

    Bis zum nächsten mal !!! 

     

     

     

     

     


     

    Österreich

     

     

     

     

     

  • Zwischenstopp an der Allianz – Arena, eine ganz besondere Herausforderung und Kaffeepause am Chiemsee

    Zwischenstopp an der Allianz – Arena, eine ganz besondere Herausforderung und Kaffeepause am Chiemsee


    Unser Urlaub in Österreich.

    Die Anreise: Münsterland – Nürnberg – Allianz-Arena – Chiemsee – Großglockner-Hochalpenstraße – Heiligenblut am Großglockner

    Zwischenstopp an der Allianz-Arena, eine ganz besondere Herausforderung und Kaffeepause am Chiemsee

    Guten Morgen aus Nürnberg.

    Unsere Nacht im Novotel war sehr erholsam.

    Für alle, die jetzt erst zugestiegen sind: Wir waren mit fünf Patchwork-Kindern auf dem Weg vom Münsterland nach Österreich. In Heiligenblut in Kärnten, direkt am Großglockner, wollten wir die nächsten zehn Tage verbringen und mit den Kindern vor allem viel spazieren gehen und wandern.

    Im Gepäck waren Klamotten für alle Jahreszeiten. Wir waren vorbereitet auf laue Sommerabende auf der Hotelterrasse, auf nasskalte Wanderungen direkt am höchsten Wasserfall Österreichs und auf Rodeln im Schnee. Wanderschuhe, Winterstiefel und Sandalen. Mütze, Schal und Handschuhe direkt neben Sommerkleidern, T-Shirts und kurzen Hosen. So ein verrücktes Gepäck hatten wir noch nie.

    Auf das Rodeln im Schnee freuten sich die Kinder am meisten, denn unser traditioneller Winterurlaub im Sauerland war wegen Urlaubssperre leider ausgefallen. Die Kinder hatten Nachholbedarf.

    Bevor wir weiterfuhren, stärkten wir uns erst einmal am Frühstücksbuffet im Novotel Nürnberg Messezentrum.

    Frühstück im Novotel Nürnberg Messezentrum

    Frühstücksbuffet im Hotel vor der Weiterfahrt nach Österreich

    Frühstück im Hotel in Nürnberg

    Blick ins Hotelzimmer in Nürnberg

    So, jetzt aber ab ins Auto. Heute ging es nach Österreich.

    Abfahrt vom Novotel Nürnberg
    Bye Bye Novotel.
    Autobahn Richtung München
    Berlin oder München? Ganz klar, München. Dass wir die bayerische Hauptstadt so schnell wiedersehen würden, hätten wir auch nicht gedacht. Dieses Mal ging es aber nicht ins Zentrum, sondern zuerst an einen ganz anderen Ort.

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    Weitere Informationen

    Hopfenfelder entlang der Autobahn
    Die Autobahn führte direkt durch unzählige Hopfenfelder.

    Zwischenstopp an der Allianz-Arena

    Ankunft an der Allianz Arena in München
    Unser erster Zwischenstopp: die Allianz-Arena. Die Kinder freuten sich. Alle Kinder? Nein, ein schwarz-gelb angezogener Junge auf der Rückbank atmete tief durch, denn wir hatten eine kleine Wette mit ihm abgeschlossen.
    Allianz Arena von außen
    Mit Bundesliga habe ich persönlich nicht viel am Hut. Länderspiele schaue ich zwar, aber mehr auch nicht. Zweimal war ich inzwischen schon im Dortmunder Stadion, also im Signal Iduna Park. Das ist einfach nicht meine Welt.
    Wegweiser an der Allianz Arena
    FC Bayern Erlebniswelt: links abbiegen. GSB Sonderabfall-Entsorgung: ebenfalls links abbiegen. Zitat vom kleinen BVB-Fan auf der Rückbank: „Wieso, passt doch.“ Und auch unser FC-St.-Pauli-Fan stimmte zu.
    Familie vor der Allianz Arena
    Wir sind da.

    Ein paar Fakten zur Allianz-Arena

    Baubeginn: 21. Oktober 2002

    Baukosten: 340 Millionen Euro

    Eröffnung: 19. Mai 2005

    Kapazität: 75.021 Plätze, international 70.000 Plätze

    Offizielle Website: allianz-arena.com

    Ruhiger Vorplatz an der Allianz Arena
    Nichts los heute. Gut für uns.
    Allianz Arena wirkt wie ein Ufo
    Wie ein Ufo. Einmal davor stehen zu können, ist schon ein tolles Gefühl, auch für Nicht-Fußballfans.
    Imbisswagen vor der Allianz Arena
    Damals war das Bistro coronabedingt geschlossen. Vor dem Stadion gab es einen Imbisswagen mit Snacks, Eis und kühlen Getränken. Was uns etwas fehlte, waren schattenspendende Sonnenschirme, denn es war sehr heiß an diesem Tag. Mein Vater ging mit uns auf Erkundungstour, meine Mutter wartete auf einer Bank.
    Fassade der Allianz Arena
    Eine spektakuläre Konstruktion. Mehr als 300.000 LEDs machen es möglich, dass die Außenfassade an Spieltagen komplett rot leuchtet. Auch andere Farben sind möglich. Insgesamt umfasst die Beleuchtung 16 Millionen Farben. Die Arena besitzt eine der markantesten Membranhüllen überhaupt.
    Allianz Schriftzug am Stadion
    Die Membranhülle ist über 35 Meter hoch und hat eine Außenfläche von 29.000 Quadratmetern. Der Allianz-Schriftzug ist vier Meter hoch und fast 40 Meter lang.

    Mein Vater schaute sich die Stahl- und Betonkonstruktion ganz genau an. Er hatte viele Jahre in einem Betonwerk gearbeitet, also war die Frage fast schon zu erwarten: „Wie viel Beton hier wohl verbaut wurde?“ Kein Problem. Handy gezückt, Frage eingetippt, Antwort gefunden. „Papa, hier wurden ungefähr 120.000 Kubikmeter Beton verbaut.“ Überrascht über die schnelle Antwort kamen direkt weitere Fragen. Wie viel Stahl? Welche Traglast? Was passiert bei viel Schnee? Wie funktioniert die Beleuchtung? Die gesamte Stahlmenge beträgt rund 22.000 Tonnen. Weitere Zahlen und Fakten findest du auf der offiziellen Seite der Arena: Detaillierte Zahlen zur Allianz-Arena.

    Eigentlich wollten wir uns das Stadion auch von innen ansehen. Das war damals allerdings nur im Rahmen einer Stadiontour möglich, und diese hätte uns für fünf Kinder und vier Erwachsene 131 Euro gekostet.

    Für eine richtige Tour war das sicher ein fairer Preis. Für unseren kurzen Zwischenstopp, bei dem wir nur einmal hineinschauen wollten, war es uns an diesem Tag aber zu teuer.

    Aktuelle Tickets und Touren findest du direkt auf der offiziellen Website: Arena-Touren und Kombi-Tickets.

    Blick in den Innenraum der Allianz Arena
    Zumindest etwas vom Innenraum konnten wir sehen.
    Abgesperrter Bereich in der Allianz Arena
    Dieser Bereich war durch Bauzäune abgesperrt. Ein Spiel dort live zu erleben, hätte mich irgendwann doch einmal gereizt.
    Blick Richtung Tribünen in der Allianz Arena
    Kleiner Blick Richtung Tribünen. Plötzlich hatte ich die Jubelschreie von Tausenden Fans direkt im Kopf. Im Signal Iduna Park war ich schon zweimal und auch in der Veltins-Arena auf Schalke habe ich bereits ein Event erlebt: Stefan Raabs letzte TV total Stock Car Crash Challenge 2015. Den Bericht dazu findest du hier.

    Detailfoto an der Allianz Arena

    Blick nach oben an der Allianz Arena

    Beim Spaziergang durch das Stadion trafen wir einen Familienvater. Er sah den Sohn meines Lebensgefährten im BVB-Trikot, knuffte ihn an und meinte: „Das ist der richtige Verein. Wer mag denn bitte die Bayern?“ Irritiert schauten wir ihn an. Er deutete unsere Blicke richtig und erklärte direkt: „Mein Sohn ist Bayern-Fan, deswegen sind wir hier. Ich weiß auch nicht, was da schiefgelaufen ist.“

    Nach einer kurzen Unterhaltung in bestem Fußballisch trennten sich unsere Wege wieder.

    Männer und Fußball. Vermutlich werde ich das nie verstehen.

    Der Sohn meines Lebensgefährten schmunzelte noch eine ganze Weile.

    Denn er hatte an diesem Tag noch etwas vor.

    Er fühlte sich leicht verloren, umgeben von Logos, Farben und Fans des Erzrivalen.

    Aber Wette war Wette, und er war fest entschlossen, sie durchzuziehen.

    Seine Aufgabe: im BVB-Trikot in den FC-Bayern-Fanshop gehen und dort einen FC-Bayern-Fanartikel kaufen.

    Nie im Leben hätten wir gedacht, dass er das wirklich macht. Aber:

    BVB Fan im FC Bayern Fanshop

    Die Blicke der anderen Kunden: unbezahlbar.

    Ausgesucht hatte er sich am Ende Kekse. Welche übrigens sehr lecker waren.

    Der Blick vom Kassierer: bühnenreif.

    Wette verdient gewonnen.

    Übrigens war mein Sohn damals Bayern-München-Fan. Inzwischen mag er den BVB genauso. Insgesamt hat er es aber nicht so mit Fußball. Zu einem BVB-Spiel hatten wir ihn einige Monate vorher mitgenommen, begeistert war er davon eher nicht. Sein Lieblingsspieler ist Manuel Neuer. Meiner übrigens auch. Seine Leistungen in den Länderspielen waren phänomenal.

    Mein Sohn wünschte sich ein Trikot von Neuer, das ich ihm dann auch kaufte. Jedes Kind durfte sich etwas aussuchen. Die beiden Jüngsten wollten Basecaps von Bayern, und meine Älteste kaufte sich lediglich ein paar Lollis. Den Rest vom Budget wollte sie lieber „für etwas Richtiges“ ausgeben.

    Zwei Jungs Arm in Arm vor der Allianz Arena
    Trotzdem beste Freunde. Oder wie die beiden selbst immer sagten: Brüder.
    Erinnerungsfoto vor der Weiterfahrt
    Ein letztes Erinnerungsfoto, dann ging unsere Fahrt schon weiter.

    Unser nächstes Ziel war eine kleine Strandbar am Chiemsee.

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    Weitere Informationen

    Die Kinder redeten noch eine ganze Weile von dem Stopp an der Allianz-Arena.

    Und von dem LKW-Fahrer, der zuvor verdutzt in unser Auto geschaut hatte, als er einen BVB-Fan und einen Bayern-Fan nebeneinander sitzen sah, und dann grinsend auf seinen Schalke-Wimpel im Führerhaus deutete.

    Am Horizont sah man die Berge immer deutlicher. Erst lagen sie nur im Dunst, dann wurden sie mit jedem Kilometer klarer und die Urlaubsfreude stieg spürbar.

    Zwischenstopp und kleine Kaffeepause am Chiemsee

    Erste Berge am Horizont Richtung Chiemsee
    Am Horizont tauchten die ersten hohen Berge auf. Handyfoto aus dem Auto.
    Willkommen im Chiemgau
    Wenn eine Region schon nach Urlaub klingt, ist man direkt entspannter. Auch mit fünf Kindern im Auto.

    Am Chiemsee hatte ich uns ein kleines Café direkt am Seeufer ausgesucht.

    Eine kurze Kaffeepause mit einem Stück Kuchen für die Erwachsenen und Eis für die Kinder. Genau das Richtige nach so vielen Kilometern im Auto.

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    Weitere Informationen

    Damals gab es coronabedingt keinen Service am Tisch. Innen war die Schlange lang, und wir kamen natürlich auch noch mit zehn Personen. Das klang erst einmal nach Geduldsprobe.

    Am Ende klappte aber alles erstaunlich gut, und kurze Zeit später saßen wir draußen im Schatten mit Blick auf den See und genossen Kaffee, Kuchen und Eis.

    Kaffeepause am Chiemsee

    Anschließend spazierten wir noch ein Stück am Ufer entlang und genossen Sonne und Ausblick. Es war herrlich. Direkt am Wasser ließ sich die Hitze deutlich besser aushalten.

    Uferweg am Chiemsee

    Blick über den Chiemsee

    Sommerstimmung am Chiemsee

    Irgendwann war es Zeit für die Weiterfahrt. Auch wenn wir gern noch geblieben wären.

    Denn es lag noch eine ordentliche Strecke vor uns, inklusive der Großglockner-Hochalpenstraße.

    Abschied vom Chiemsee
    Bye Bye Chiemsee. Es war wieder einmal schön hier.

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    Weitere Informationen

    Wir wählten den Weg durch Zell am See. Auch wenn unser Navi anderer Meinung war.

    Ankunft in Österreich
    Angekommen in Österreich. Eigentlich bin ich eher der Strand- und Meertyp, aber dieser Anblick war schon großartig.
    Sommerwetter in Österreich
    Österreich begrüßte uns mit wunderschönem Sommerwetter.

    An dieser Stelle endete der heutige Beitrag.

    Denn die Großglockner-Hochalpenstraße bekam natürlich einen eigenen Bericht. Eigentlich sogar mehr als einen, denn wir fuhren diese Panoramastraße mehrfach. Ein Traum.

    Vielen Dank, dass ihr mitgereist seid.


    Häufige Fragen zu unserem Zwischenstopp an der Allianz-Arena und am Chiemsee

    Lohnt sich ein Zwischenstopp an der Allianz-Arena mit Kindern?

    Ja, vor allem dann, wenn Fußballfans dabei sind oder ihr auf einer längeren Autofahrt einen spannenden Halt sucht. Schon von außen ist das Stadion beeindruckend, und rundherum gibt es genug zu sehen, ohne dass man dafür direkt eine komplette Tour buchen muss.

    Kann man die Allianz-Arena spontan von innen besichtigen?

    Das hängt vom jeweiligen Tag und vom aktuellen Angebot ab. Bei unserem Besuch war ein Blick ins Innere nur im Rahmen einer offiziellen Stadiontour möglich. Deshalb lohnt es sich, vorab auf der offiziellen Website nach aktuellen Touren und Preisen zu schauen.

    Ist der Chiemsee ein guter Zwischenstopp auf dem Weg nach Österreich?

    Definitiv. Der Chiemsee eignet sich hervorragend für eine Pause auf dem Weg in Richtung Österreich. Ein kurzer Spaziergang am Wasser, Kaffee, Kuchen oder Eis und einmal tief durchatmen – genau das war für uns nach der langen Fahrt Gold wert.


  • Urlaub in Corona- Zeiten …. ein kleines Vorwort

    Urlaub in Corona- Zeiten …. ein kleines Vorwort

    Urlaub in Corona- Zeiten …. ein kleines Vorwort


     

    Urlaub in Corona- Zeiten …. ein kleines Vorwort

     

    Urlaub in Corona- Zeiten …. ein kleines Vorwort, bevor ich mit meinem Bericht hier starte.

    Wir sind bereits seit 4 Wochen zurück aus unserem Sommerurlaub in Österreich – aber um ehrlich zu sein ….. die Lust, darüber zu bloggen, ist mir erst doch ein wenig vergangen…

    „Wie könnt ihr nur an Urlaub denken?! Es ist doch CORONA!“

    Einer von vielen Vorwürfen, welche wir uns in den letzten Wochen anhören mussten. Aber mal vernünftig nachgefragt hat kaum jemand. Denn dann hätte ich erklärt, dass wir nicht ohne weiteres stornieren konnten. Österreich ist kein Risikogebiet. Wir hätten also die volle Gebühr zahlen müssen. 6000 Euro. Und ich hätte auch erklärt, dass wir nicht an den Touri- Hotspots, sondern mit den 5 Kindern viel in der Natur unterwegs waren.  Möglichst kein Risiko eingehen – das war unsere Devise. Das wollten aber nur die wenigsten wissen, lieber gab es verbale Dresche für unseren Urlaub –  der doch eigentlich so schön war.

    Verstehen kann ich es aber auch, denn hinter den Vorwürfen steckt oft Unsicherheit und Angst.

    Es ist für viele – für mich auch – immer noch nicht so ganz begreifbar, was die Pandemie mit uns macht. Täglich schaue ich Nachrichten, sehe die Bilder der Kranken auf der Intensivstation, sehe Bilder der Demos von den Corona- Leugnern.

    Gestern hatten wir unsere Schulpflegschaftssitzung.
    In NRW ist seit letzter Woche die Maskenpflicht im Unterricht abgeschafft.
    Auf der Schule von zwei meiner Kinder gab es einen Corona- Fall. Also weiterhin Maskenpflicht. In der Schule von meinem Stiefsohn gibt es viele ältere Lehrer. Also weiterhin Maskenpflicht.
    In der Schule von Kind Nr.4 gibt es keinen Corona- Fall und wenig ältere Lehrer. Dafür umso mehr Diskussion bei der Schulpflegschaftssitzung. Maske ja? Maske nein?
    Man darf es den Kindern nicht empfehlen. Auch nicht darum bitten. Die Kinder sollen es selber entscheiden. Mein Gefühl ist eher, dass weniger die Kinder als manche Eltern damit ein großes Problem haben.
    Aber im Bus auf jeden Fall Maske. Abstand scheint nicht so wichtig. Die Schulbusse aller 4 Kinder sind am Morgen so voll, dass schon teilweise Kinder an der Bushaltestelle stehen gelassen werden mussten.
    Was bringt da noch die Maske. Das habe ich auch bei der Schulpflegschaftssitzung gefragt. Die Gelder für weitere Busse sind da. Was fehlt, sind die Busse und die Fahrer. Sie wieder anzumelden bzw einzustellen bedeutet viel Bürokratie…. Zu Lasten der Gesundheit unserer Kinder. Auch das ist Deutschland….
    Die Kinder nehmen es hin. Sie machen es so toll! Es ist inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Sie haben ihre Maske immer dabei. Ratet, wer ständig zum Auto zurück laufen darf, weil er sie vergessen hat,…?! ….
    Verunsichert werden sie durch das Anti-Masken-Gerede in den Medien und im Elternhaus. Da machste nix gegen,…..

    Das Geld, was man zur Zeit nicht für Kino und Co ausgeben kann bzw möchte, investiert man in Masken. Desinfektionsmittel gibt es inzwischen wieder zu normalen Preisen.
    Es wird normal. Unser Leben. Unser Alltag. Eine neue Normalität. Längst hat man sich an den Anblick der vielen Menschen mit Maske gewöhnt. Man wird vorsichtig, hält Abstand.
    Überall in den Läden sind Linien und Pfeile auf den Boden gemalt – und wir halten uns dran. Muss ja. Und die Zahlen in Deutschland sprechen für sich. Es bringt also was.
    Aber wer redet denn in dieser doch etwas seltsamen, aber normalen neuen Welt von Reisen? Urlaub in Corona- Zeiten….. Unnötig. Gefährlich! LEBENSMÜDE!

    Aber leider war es wirklich so, dass viele Reisende das Virus im Gepäck hatten. Schaut man sich Bilder der vollen Strände oder der Strandbars an, wundert es einen nicht.
    Die Leichtigkeit im Urlaub, vielleicht noch begossen mit reichlich Alkohol, lässt die Menschen unvorsichtig werden.
    Die Konsequenzen spüren wir nun alle.
    Wehe, man redet von Urlaub!
    Man will einen weiteren Lockdown verhindern. Einen zweiten Lockdown würden viele kleine inhabergeführte Betriebe nicht überstehen. Das weiß man. 
    Und auch in den Hotel- und Gastronomiebetrieben spürt man weiterhin die Auswirkungen von Corona.
    Eine neue Normalität. Mit Maske. Mit Abstand. Ohne Partys. Ohne Konzerte. Ohne Stadienbesuche.
    Ohne Reisen?
    Und selbst ich bin schon nachdenklich geworden, was Urlaube betrifft.
    Auch, was unseren Herbsturlaub betrifft.
    Gleich drei europäische Hauptstädte stehen bei uns auf dem Plan.
    Die Option, kostenlos zu stornieren, habe ich schon beim Umbuchen beachtet.
    Eine Reisebloggerin, die darüber nachdenkt, erst einmal nicht mehr zu reisen?
    Warum?
    Ich selber kann aufpassen. Halte Abstand. Trage Maske. Wasche mir ganz oft die Hände und unterwegs desinfiziere ich sie immer zwischendurch. Ebenso halten es mein Lebensgefährte und die Kinder.
    Sorgen machen mir die Covidioten. Die Maskengegner. Die Coronaleugner.
    Diejenigen, die mit ihren dummen Ideen – wie zum Beispiel Demos veranstalten  – alle anderen gefährden.
    Menschen, die trotz Symtome einkaufen gehen. „Ich hab doch ne Maske!“  Oder Menschen, die meinen, eine Maske helfe ohnehin nicht und keine tragen wollen. Menschen, die Partys veranstalten. Menschen, die nicht wissen, wieviel 1,50 m ist …. 
    Kurzum: Menschen, welche die Gefahr des Virus‘ verharmlosen. Und gefühlt werden es immer mehr.
    Vor allem in den Städten.
    Und auch an beliebten Reisezielen.
    Gegen die Dummheit mancher Menschen hilft keine Maske. Kein Desinfektionsmittel. Kein Hände waschen.
    Und auch keine guten Argumente. Das haben wir versucht – jedoch irgendwann resigniert ….
    Menschen werden aggressiv, weil sie in der Bahn die Maske nicht tragen wollen….
    In unserem Einkaufszentrum klebten vor Kurzem überall Sticker, dass Corona eine große Lüge der Regierung sei.
    Dabei geht es uns in Deutschland doch sehr gut. Schaut mal in andere Länder…..
    Wir dürfen uns draussen frei bewegen. Ohne Maske. Wir können einkaufen gehen und haben ein gutes Gesundheitssystem.

    …… und dennoch …. es liegt eine Schwere auf unserem Land. Die Leichtigkeit und das Unbeschwerte bei vielen ist verschwunden.
    Das spüre ich oft, wenn ich mich mit unseren Patienten (Job 1) oder Kunden (Job 2) unterhalte ….

    Und irgendwie möchte ich auch am liebsten dieses Jahr schon abschliessen, sehne Silvester herbei in der Hoffnung, dass 2021 besser wird. Aber je mehr Monate verstreichen, desto mehr wird mir bewusst, dass wir uns daran gewöhnen müssen.
    An diese Pandemie – und an ihre Covidioten.
    Egal ob im Ausland oder hier bei uns in Deutschland.

    Und vielleicht finden wir einen neuen Weg fürs Reisen.
    Urlaub im eigenen Land und die Nachbarländer, wie es in diesem Jahr viele schon gemacht haben, ist doch ein guter Anfang. 
    Oder aber Reisen mit Bedacht. Nicht mehr für ein Wochenende mit dem Flieger nach Barcelona oder London, sondern alle paar Jahre – und dafür vielleicht eine schöne Fernreise.
    Bedacht reisen. Verantwortungsbewusst reisen.

    Anfang der Woche waren meine Tochter und ich zum Coronatest. Unser erster.
    Aber nicht, weil wir im Urlaub waren – sondern weil es einen Fall an der Schule gab. Eine Lehrerin hatte Corona, ohne irgendwelche Symptome zu haben.
    Daraufhin wurden Schüler und Eltern getestet.
    Und eben auch meine Tochter, ihr Papa und ich.
    Nicht wegen Urlaub, sondern wegen der Schule!
    Er war übrigens negativ.

    Masken schützen eben doch!!!! 

    Statt zur Nordsee gehts nun mit dem Rad zu einem See in der Nähe. Oder zum Teutoburger Wald. Waren wir dort sonst meistens alleine bzw trafen vielleicht mal ein paar andere Spaziergänger, ist es nun dort vor allem am Wochenende extrem voll. Selbst auf den einsamsten Waldwegen trifft man Menschen im Minutentakt.
    Meine Beiträge zum Lengericher Canyon und zum Zwillbrocker Venn hatten in den letzten Monaten sehr viele Klicks. Mit Abstand sind das in diesem Jahr mit die meistgelesenen Beiträge.
    Urlaub im eigenen Land. Tagestouren. Zumindest wird das akzeptiert.

    Natürlich ist im Urlaub, wo viele Menschen aus verschiedenen Regionen aufeinander treffen, die Gefahr einer Ansteckung da. Aber wenn man seinen gesunden Menschenverstand nutzt, kann man die Gefahr auf ein Minimum reduzieren. Denn dann ist die Ansteckungsgefahr genauso groß/klein wie zu Hause beim einkaufen oder beim Gang zum Arzt oder in die Apotheke. Ober eben im Schulalltag …. Vor allem Abstand – großen Abstand – zu den Covidioten hilft!

    Wäre Österreich ein Risikogebiet gewesen, wären wir dennoch nicht gefahren. Und wir haben wirklich wochenlang überlegt, was am sinnvollsten sei. Wir haben mit FTI gesprochen, unsere Bedenken geäußert. Und auch mit dem Hotel habe ich mehrfach geschrieben, welche Maßnahmen dort für die Gäste getroffen würden.
    Kostenlos stornieren konnten wir nicht. 6000 Euro in den Wind schiessen wollten wir auch nicht. Dafür arbeite ich nicht in 2 Jobs,….
    Also haben wir nach langem abwägen mit der ganzen Familie uns dazu entschlossen, doch zu fahren.

    Freut euch in den kommenden Wochen auf ein paar schöne virtuelle Reisen an schöne Plätze in Österreich. Freut euch auf Bergpanoramen und ganz knuddelige (wilde) Tiere uvm.
    (Und habt Nachsicht, wenn es mal ein paar Tage länger dauert, ich bin sowohl jobtechnisch als auch privat zur Zeit sehr eingebunden)

    Ich hatte meine große Kamera nicht dabei, aber auch mit Handy lassen sich inzwischen sehr gute Fotos machen.
     
    Wir haben es nicht bereut, gefahren zu sein und die Einschränkungen, welche wir hatten, waren spätestens dann vergessen, wenn wir inmitten der grandiosen Natur vom Grossglockner- Nationalpark standen.
    Eine Bilderbuchkullisse, selbst, wenn wie bei uns, das Wetter nicht immer so mitgespielt hat.
    Aber hey, die Kinder konnten im Sommerurlaub im Schnee rodeln, das ist doch auch mal lustig!

     

    Als kleine Einstimmung fahre ich nun mit euch vom Münsterland aus los Richtung Nürnberg.

     

     

    Bereit für die Abfahrt

     

    …. noch einmal vor der Abfahrt den Tieren ‚Tschüss‘ sagen ….

     

    Wie eigentlich fast immer gab es keinen planmäßigen Start in den Urlaub ….. Routiniert wurde die Vorgehensweise überlegt, unser VW wurde dann von den Nachbarn überbrückt und dann ging es los. Die Überbrückungskabel nahmen wir mit. Vorweg: Einen Werkstattbesuch in Österreich ersparten sie uns leider nicht …..

     

    Unsere Corona-Vorsichtsmaßnahme auf der Anreise: Komplette Selbstverpflegung. Mit frisch gebackenem Brot, guter Butter, Kaffee und Tee, Brötchen, Aufstriche und viel gesundes Gemüse. Weiterer Vorteil: Es spart mit 5 Kindern auch einiges an Geld.

     

    In Bamberg waren wir letztes Jahr. Darüber blogge ich auch beizeiten.

     

    Am Abend kamen wir in Nürnberg an.

     

    Unser Hotel in Nürnberg:

    Hotel Novotel Nürnberg Messezentrum  [ Klick Hier ]

    Es liegt verkehrsgünstig und ist ein ideales Hotel für einen Zwischenstop zwischen Nord- und Süddeutschland.

    Check In in Corona-Zeiten …. Im Hotel galt natürlich Maskenpflicht.
    Zum ausfüllen gab es einen frisch desinfizierten Kulli. Ich musste ihn dann zurück in eine Dose mit gebrauchten Kullis stellen.

    Und auch im Zimmer hatte sich durch Corona einiges verändert.
    Im Zimmer fehlte jegliche Deko, die Minibar war leer, der Kaffeeautomat nicht zu benutzen, da keine Tassen oder Kaffee-Kapseln vorhanden waren, die Fernbedienung für den Fernseher war eingetütet. .

    Die Zimmer waren geräumig und sauber. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und sind am nächsten Tag ausgeruht Richtung Österreich gestartet.

     

    Fotos vom Hotel Novotel Nürnberg Messezentrum 

    .

    Der Eingangsbereich

     

    An der Rezeption
    Unser Zimmer. Bei uns schliefen die kleine Tochter meines Lebensgefährten sowie die beiden Jungs. Meine beiden Töchter schliefen bei meinen Eltern im Zimmer, welches ebenso ausgestattet war. Mit 5 Kindern ein Hotelzimmer für nur eine Nacht zu finden ist nicht einfach …..

     

    Im Hotel gibt es ein Restaurant. Dort haben wir nach dem einchecken zu Abend gegessen. Es war keine typische Küche, aber sehr lecker.

    Eine der Vorspeisen
    Heublumenkäse – ein 3 Monate in Heublumen gereifter Schnittkäse, welcher nur 4x im Jahr hergestellt wird
    Während wir auf das Essen warteten, konnten sich die Kinder auf dem kleinen Spielplatz vom Hotel austoben

     

    Sehr leckeres Essen!

     

    Dips gab es im Extra- Schälchen

     

    Nach einer erholsamen Nacht wartete in dem Hotelrestaurant das Frühstück auf uns.
    Auch hier mit einschränkenden Maßnahmen.

    Jeder Gast musste beim Gang zum Buffet Maske und Einmalhandschuhe tragen und natürlich galten die Abstandsregeln

     

    Wahre Worte …..
    Brötchen, Joghurt, Früchte, Müsli …..
    … Pancakes, was die Kinder sehr freute, Brotaufstriche, Kuchen. Es fehlte an nichts
    Die Einmalhandschuhe bekam man am Beginn des Buffets und musste sie nach einmaligen Gebrauch entsorgen
    Auch der Kaffeeautomat durfte nur mit Handschuhen bedient werden

     

     

    Auch auf dem Parkplatz galt Abstandspflicht – nur jeder 2. Parkplatz war nutzbar. Die Parkplatzsperren waren äusserst niedlich!

     

    Kleines Fazit: Das Hotel Novotel Nürnberg Messezentrum  [ Klick Hier ] kann ich für einen Zwischenstop empfehlen. Die Zimmer sind sauber, das Frühstücksangebot sehr gut, die Angestellten freundlich (und lustig zu den Kindern)  und auch das Abendessen im Hotelrestaurant war einwandfrei! 
    [Anmerkung: unbezahlte Werbung und den regulären Preis haben wir auch bezahlt]

    Vom guten Frühstück gestärkt fuhren wir dann weiter Richtung Süden.

    Unser 1. Ziel: München. Und da wartete auf eines der Kinder eine ganz besondere Wette!

    Dazu aber mehr im nächsten Bericht.