Unsere Whitsundays Tour ab Airlie Beach führte uns zum Hill Inlet Lookout, zum Schnorcheln am Great Barrier Reef und an den Whitehaven Beach. Auf genau diesen Tag hatte ich mich während unserer Australienreise besonders gefreut.
Am Tag zuvor sind wir mit dem Greyhound in Airlie Beach angekommen. Unsere Anreise, die Ferienwohnung und den ersten Abend findet ihr im Beitrag Airlie Beach und Whitsundays – unsere Anreise ohne Mietwagen.

Seiteninhalt
- Unsere Tour zu den Whitsundays
- Früher Start in Airlie Beach
- Viel zu früh am Treffpunkt der Whitsundays Tour
- Mit der Whitsunday Bullet durch die Whitsunday Islands
- Whitsunday Island und der Weg zum Hill Inlet Lookout
- Hill Inlet Lookout: Aussicht auf den Whitehaven Beach
- Schnorcheln am Great Barrier Reef bei den Whitsundays
- Schnorcheln mit meinem Sohn am Great Barrier Reef
- Buffet-Mittagessen während der Whitsundays Tour
- Whitehaven Beach: Sand, der wie Schnee knirscht
- Unser Nachmittag am Whitehaven Beach
- Rückfahrt durch die Whitsunday Islands
- Buckelwale mit Jungtier auf der Rückfahrt nach Airlie Beach
- Abend in Airlie Beach: Lagoon, NightOwl und wieder Nudeln
- Fotos sichern und Taschen für die Weiterreise packen
- Vorschau auf den nächsten Bericht:
- Ein besonderes Abitur-Highlight mit meiner Tochter
- Mit Greyhound von Airlie Beach zur nächsten Etappe
- Touren auf den Whitsundays*
- Unterkünfte in Airlie Beach*
- FAQ zur Whitsundays Tour ab Airlie Beach
- Wie lang und anstrengend ist der Weg zum Hill Inlet Lookout?
- Wie viele Aussichtsplattformen gibt es am Hill Inlet?
- Wann sieht man die Sandverwirbelungen besonders gut?
- Besucht jede Whitehaven-Beach-Tour den Hill Inlet Lookout?
- Was ist das Besondere am Sand des Whitehaven Beach?
- Wann braucht man in den Whitsundays einen Stinger Suit?
- Gibt es am Hill Inlet Lookout oder am Whitehaven Beach Toiletten und Geschäfte?
- Reiseplanung für Australien
Unsere Tour zu den Whitsundays
Unsere Tour zu den Whitsundays
Gebucht haben wir unsere Tour direkt bei
Whitsundays Sailing Adventures
Der Ablauf der Buchung war unkompliziert, der Kontakt sehr nett.
Vor der Buchung konnte man Allergien angeben, um das beim Essen auf dem Boot zu berücksichtigen.
Früher Start in Airlie Beach
Der Wecker bimmelte um 6:30 Uhr. Also eine ganz normale Uhrzeit, wenn man mit Elly unterwegs ist. Meine Kinder kennen das inzwischen und sie machen es tatsächlich meistens mit. Gott sei Dank. Vielleicht, weil sie es nicht anders gewohnt sind. Vielleicht wissen sie aber auch, dass an solchen Tagen meistens ein richtig schöner Programmpunkt auf uns wartet.
Manchmal mosern sie. Es sind Teenager und in den Ferien um 6.30 aufstehen ist nicht unbedingt das, was sie sich unter Ferien vorstellen.
Wir finden dann immer einen Kompromiss. Zum Beispiel auch mal Tage ganz ohne Programm oder für den Tag zB die Option, auf dem Boot zu bleiben und nicht an allen Punkten teilzunehmen. Spoiler: Alle drei haben bei dieser Tour alles mitgemacht.
Wir frühstückten in unserer Ferienwohnung. Am Abend vorher hatte ich im NightOwl eingekauft, einem Convenience Store in Airlie Beach.
Für mich gab es einen Kaffee. Mehr brauche ich morgens nicht. Für die Kinder gab es Brot, Aufschnitt und Aufstrich und etwas Müsli hatten wir auch noch.
Bei einer (längeren) Reise kann man mit Selbstversorgung richtig viel Geld sparen, vor allem bei vier Personen
Wobei ich gestehen muss, dass ich es eigentlich sehr mag, mich morgens im Hotel an den Frühstückstisch setzen zu können.
Aber für Australien nahm ich das gerne in Kauf: selber einkaufen, kochen und spülen. Und die Kinder auch. Wir waren inzwischen ein super eingespieltes Team.
Weiterer Vorteil einer Ferienwohnung: Oft gibt es Waschmaschinen.
Damals bei unserer Wohnmobiltour in den USA mussten wir immer extra Waschsalons aufsuchen und dort dann auch rumhängen, bis alles fertig war.
Leider war nach dem Frühstück nicht mehr genug übrig, um daraus noch eine ordentliche Verpflegung für unterwegs zusammenzustellen. Etwas verkalkuliert …
Also packten wir einfach das ein, was noch da war. Badesachen anziehen, normale Klamotten drüber, Handtücher, Kamera, Handy und Powerbank in die Tasche – und los ging es. Endlich!!!!!
Um 7:15 Uhr liefen wir zu Fuß zum Hafen. Für uns eine absolut normale Uhrzeit.

Eigentlich wäre bei unserer Tour sogar ein Shuttle inklusive gewesen. Aber wir hatten genug Zeit und wollten uns vor der Bootsfahrt noch ein bisschen bewegen.
Unsere Tour fand im August statt.
Die Whitsunday Bullet sollte um 8:30 Uhr an der Coral Sea Marina ablegen.
Als wir über einen Hügel gingen, konnten wir irgendwann den Hafen und all die Schiffe sehen. Mein Gedanke war nur: Eines dieser Schiffe bringt uns gleich ins Paradies.
Seit Jahren hatte ich davon geträumt, einmal auf den Whitsundays zu sein.

Viel zu früh am Treffpunkt der Whitsundays Tour
An der Marina fanden wir relativ schnell den Bereich, an dem wir uns anmelden sollten. Der Schalter war noch geschlossen. Wir waren viel zu früh. Natürlich. Ich und meine Zeitpuffer. … Egal. Lieber so als zu stressig.
Rund um die Marina gab es mehrere kleine Geschäfte und Cafés. Außerdem entdeckten wir einen kleinen Bäcker mit richtig leckeren Sachen. Obwohl bei unserer Tour Verpflegung enthalten war, kauften wir dort vorsichtshalber noch ein paar Snacks. Ich hatte bei der Buchung zwar die Allergien und Essenswünsche der Kinder angegeben und war zu 99 Prozent sicher, dass darauf Rücksicht genommen würde. Aber besonders eine meiner Töchter ist beim Essen seeeehr wählerisch. Picky Eater und Allergien sind auf Ausflügen eine manchmal etwas herausfordernde Kombination. Also lieber noch ein paar Snacks kaufen. Danach setzten wir uns an das Hafenbecken und schauten ins Wasser. Bereits dort entdeckten wir die ersten ziemlich großen Fische.


Irgendwann öffnete unser Schalter und wir konnten uns anmelden. Dabei lernten wir auch einige Leute aus unserer Gruppe kennen, darunter erstaunlich viele Deutsche. Eigentlich bin ich ein geselliger Mensch. Auf Reisen brauche ich allerdings keine langen Gespräche mit anderen Urlaubern. Ein bisschen Smalltalk ist völlig in Ordnung, mein Fokus liegt aber bei meinen Kindern, den Erlebnissen und natürlich beim Fotografieren.
Am Schalter lagen schon die Neoprenanzüge fürs Schnorcheln bereit.

Vorfreude!!!!!!!!

Mit der Whitsunday Bullet durch die Whitsunday Islands
Dann durften wir endlich an Bord. Die Whitsunday Bullet war ein Katamaran. Im vorderen Bereich gab es neben den Sitzplätzen Folien, die vor dem Spritzwasser schützen sollten. Hinten war alles offen.
Natürlich setzte ich mich mit den Kindern nach hinten. Durch Folie fotografieren? Nein. Dann lieber etwas Spritzwasser und dafür vernünftige Fotos.
Um 8:30 Uhr legten wir ab. Und dann saß ich wirklich dort. Auf einem Boot. Auf dem Weg zu den Whitsundays. Ich war unfassbar glücklich, aufgeregt,… alles auf einmal… Ein einziges Gefühlschaos.
Ich hatte so lange auf diesen Tag gewartet und konnte kaum glauben, dass er nun wirklich begonnen hatte.
Und die Kinder? Kannten die Whitsundays von einem Foto, welches ich ihnen bei der Routenplanung gezeigt habe. Ok, vielleicht waren es etwas mehr Fotos. Vielleicht so an die Tausend. „Guckt mal, da sind wir bald!!“ Irgendwann gab es nur noch ein „Ja Mama, wissen wir…“
Aber gespannt waren sie auch. Nur ein kleines Highlight vom Strand hatte ich ihnen verschwiegen.

Vor dem Start gab es ein paar Infos zum Tagesablauf
Wir fuhren zwischen den Inseln hindurch. Rechts und links lagen kleine grüne Berge, felsige Küstenabschnitte und helle Strände. Dazu dieses türkisblaue Wasser. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte. Unterwegs bekam jeder ein kleines Stück Kuchen. Kuchen am Morgen. Genau mein Ding. Kuchen und auf dem Weg zu einem der schönsten Orte dieser Erde.



Glücklich!!!!





Whitsunday Island und der Weg zum Hill Inlet Lookout
Irgendwann erreichten wir den Strand, von dem aus der Weg zum Hill Inlet Lookout begann. Wir mussten ein kurzes Stück durch das Wasser laufen, um an Land zu kommen.
Am Strand stand ein Schild mit der Aufschrift „Whitsunday Island“.
Ich war wirklich da. Vor mir das türkisblaue Wasser, hinter mir das Schild und rundherum diese Landschaft, die ich vorher nur von Fotos kannte. Ich war einfach nur glücklich. Und ratet, was ich vor lauter Happysein vergessen habe… Ein Foto von mir vor dem Schild. Ist mir erst jetzt aufgefallen, wo ich den Beitrag schreibe.

Vom Strand führte ein Weg durch den Wald nach oben. Der größte Teil lag im Schatten, was sehr angenehm war. Es gab viele Stufen, Wurzeln, Steine und kleinere Hindernisse auf dem Boden. Anstrengend fand ich den Weg nicht, man musste nur ein bisschen darauf achten, wo man hintrat.


Irgendwann sah ich die ersten Schilder, die zu den Aussichtspunkten führten. Und ab diesem Moment war ich völlig hibbelig.

Hill Inlet Lookout: Aussicht auf den Whitehaven Beach
Dann kamen wir oben an. Und es war brechend voll. Man kam zunächst kaum in den Bereich hinein, von dem aus man die Aussicht sehen konnte.
Ich habe ein riesengroßes Problem mit Menschenmengen. Ich brauche um mich herum einen gewissen persönlichen Abstand. Ich kann es überhaupt nicht haben, wenn mir fremde Menschen sehr nahe kommen, mich berühren oder von hinten anschubsen. Und genau das passierte dort ständig. Ich war genervt, gestresst und gereizt.

Trotzdem schafften wir es irgendwann bis nach vorne. Als wir ankamen, lagen noch einige Wolken vor der Sonne. Trotzdem waren die Farben bereits beeindruckend: Türkis, Blau, fast weißer Sand und dazwischen diese hellen Sandverwirbelungen, die sich durch das Wasser zogen.
Dann wanderten die Wolken langsam weiter und die Sonne kam heraus. Plötzlich sah die gesamte Landschaft noch einmal anders aus. Das Wasser leuchtete viel kräftiger, die verschiedenen Blau- und Türkistöne waren noch deutlicher zu erkennen und der helle Sand hob sich stärker davon ab. Solche Farben hatte ich im Meer vorher noch nie gesehen.








Leider wurde ich ziemlich schnell wieder zurück in die Realität geholt. Traumhafte, fast unwirkliche Kulisse – aber auch eine sehr volle Aussichtsplattform.
Natürlich wollten wir trotzdem Fotos machen: Landschaftsfotos, Bilder von den Kindern, Fotos von mir und kurze Videosequenzen für Reels. Das war dort vorne kaum möglich. Ständig wurde man angerempelt oder jemand schob sich dazwischen. Die Kinder hatten irgendwann keine Lust mehr auf „diese blöde Fotosession“ und wir haben dann irgendwann abgebrochen.
Ich verstehe natürlich, warum so viele Menschen zu diesem Aussichtspunkt wollen. Man schaut schließlich auf einen Strand, der regelmäßig als einer der schönsten Strände der Welt bezeichnet wird. Und wir waren selbst Teil dieser Menschenmenge. Manchmal erreichen gleich mehrere Boote den Strand, von wo aus man zum Aussichtspunkt geht. Und es lohnt sich!!! Der Ausblick ist unbeschreiblich!!! Trotzdem war es anstrengend mit so vielen Menschen.
Was wir erst später merkten: Es gibt insgesamt drei Aussichtsplattformen. Wenn es an der ersten brechend voll ist, lohnt es sich, einfach zur zweiten oder dritten Plattform weiterzugehen. Bei uns war es dort deutlich ruhiger.
Irgendwann mussten wir zurück und liefen denselben Weg wieder hinunter.

Schnorcheln am Great Barrier Reef bei den Whitsundays
Unser nächster Stopp war ein Schnorchelspot am Great Barrier Reef. Bevor wir ins Wasser durften, mussten wir Neoprenanzüge anziehen. Es gab dort viele Quallen und der Anzug schützte einen großen Teil der Haut. Außerdem war australischer Winter. Das Wetter war sonnig und schön, aber das Wasser hatte keine Badewannentemperatur.
Seit unserer Wildwasserrafting-Tour in Österreich nenne ich diese Dinger Leberwurstanzüge. Denn genauso fühlen wir uns darin …
Daher habe ich an dieser Stelle kein Foto für euch. Glaubt mir, das wollt ihr nicht sehen …
Viel lieber zeige ich euch die Unterwasser-Fotos vom Great Barrier Riff
Ich habe inzwischen an verschiedenen Orten geschnorchelt, unter anderem auf den Malediven und bei unserem Ausflug ab Port Douglas. Beim Ausflug von Port Douglas hatten wir deutlich schlechteres Wetter. Das Licht fehlte und dadurch wirkten auch die Farben unter Wasser ganz anders.
Hier schien die Sonne. Das Riff war bunt, überall wuchsen neue Korallen und zwischen ihnen schwammen sehr viele farbige Fische. Unter Wasser war überall etwas los. Es war ein Traum.

Schnorcheln mit meinem Sohn am Great Barrier Reef
Für mich war dieser Schnorchelstopp noch einmal etwas ganz Besonderes. Mein Sohn hatte schon vor vielen Jahren gesagt, dass er davon träumt, einmal am Great Barrier Reef zu schnorcheln. Lange war nicht klar, ob das aus diversen Gründen für ihn überhaupt möglich sein würde. Erst wenige Wochen vor unserer Reise bekamen wir grünes Licht.
Und nun waren wir wirklich gemeinsam im Wasser. Schnorcheln. Am Great Barrier Riff. Ohne Worte … Glücklich wäre noch untertrieben.
Meine Mädchen entdeckten irgendwann Quallen, bekamen Angst und schwammen zum Strand, wo sie sie einfach mal etwas chillten. Im Urlaub am Strand liegen. Soll ganz nett sein, habe ich mal irgendwo gehört.
Mein Sohn blieb bei mir und wir schnorchelten noch eine ganze Weile und sahen gemeinsam all diese Fische, die Korallen, die Seegurke und kurz die Riffkante. Ich war so unglaublich glücklich, dass wir das zusammen erleben durften. Wir hatten so lange darauf gehofft. Gebangt. Und nun waren wir wirklich dort. Zusammen. Und er konnte diese wunderschöne Unterwasserwelt mit eigenen Augen sehen und erleben.
Und dann rief unser Guide uns. Wir sollten zurück zum Boot. … Ich wollte nicht und schnorchelte noch eine Weile, bis ich sah, dass alle anderen schon zurück am Boot waren. Somit kam ich als Letzte aus dem Wasser. Die Kinder riefen schon: „Mama, jetzt komm endlich!“ Ich war da bereits auf dem Weg zurück zum Boot, aber ich hätte noch acht Stunden weiterschnorcheln können. Ich wollte gar nicht raus …. Mir war inzwischen aber auch etwas kalt und ich war trotz Neoprenanzug ziemlich durchgefroren.
Egal. Das war es wert.






























Buffet-Mittagessen während der Whitsundays Tour
Während der Tour gab es auf dem Boot ein Buffet mit einer kleinen, aber guten Auswahl. Es waren keine einzelnen fertigen Gerichte, sondern verschiedene Sachen, von denen sich jeder nehmen konnte. Auch die Kinder fanden etwas.
Auf die vorher angegebenen Allergien wurde Rücksicht genommen. Genau davor hatte ich am Morgen noch etwas Sorge gehabt. Die zusätzlichen Snacks vom Bäcker waren trotzdem keine schlechte Idee. Mit wählerischen Kindern weiß man schließlich nie.


Whitehaven Beach: Sand, der wie Schnee knirscht
Danach ging es zum Whitehaven Beach.
Endlich!!!!!

Schon vom Boot aus sah das so traumhaft aus.
Und je näher wir kamen, desto schöner wurde es. Und umso mehr kribbelte es in mir vor Aufregung. 
Ihr kennt mich, ich liebe Palmen. Palmenstrände machen mich so glücklich.
Am Whitehaven Beach gibt es keine Palmen. Und trotzdem ist es der schönste Strand, an dem ich jemals war.
Das große Boot fuhr nicht direkt bis an den Strand, deshalb wurden wir mit kleinen Tenderbooten an Land gebracht.
Vom Boot bekamen wir alle einen wasserdichten, gut verschließbaren Beutel für unsere Sachen. Handy, Kamera und Co. konnten wir damit sicher (wegen des feinen Sandes) und trocken mit an den Strand nehmen.
Und dann waren wir dort. Ich stand am Whitehaven Beach.
Ich hatte den Kindern vorher nicht erzählt, was das Besondere an diesem Sand ist. Sie sollten es selbst entdecken. Der fast weiße Sand besteht zu etwa 98 Prozent aus Silica, also Quarz. Er war unglaublich weich, extrem fein und überraschend kühl. Und beim Laufen knirschte und quietschte er.
Die Kinder waren sofort begeistert. Wir liefen erst einmal eine Weile durch den Sand und hörten uns dieses Geräusch an. Man konnte ihn auch in die Hand nehmen, etwas zusammendrücken und dann dieses Knirschen hören.
Auf dem Boot hatten wir uns noch kalte Softdrinks gekauft. Wasser war kostenlos, aber wir gönnten uns zusätzlich richtig kalte Getränke. Damit suchten wir uns einen Platz am Strand.
Unser Nachmittag am Whitehaven Beach
Ich setzte mich in den Sand und schaute auf das Meer. Ich hörte die Möwen, lauschte den Wellen – und konnte kaum glauben, dass ich wirklich dort war. So lange hatte ich davon geträumt. Ich hatte fast Tränen in den Augen, weil ich einfach so glücklich war, endlich an diesem Strand sitzen zu dürfen.





Die Kinder saßen zunächst noch bei mir. Wir ließen den weichen Sand durch unsere Hände rieseln und kneteten ihn ein bisschen zusammen, damit er wieder dieses besondere Geräusch machte.
Irgendwann gingen die Kinder, um den Strand zu erkunden. Ich blieb ich weiter sitzen und schaute aufs Meer.
Nach einer Weile dachte ich: Was machen eigentlich die Kinder? Tja. Was machen drei Geschwister gemeinsam an einem Strand? Einen der Geschwister einbuddeln. Was auch sonst.
Mein Sohn lag inzwischen im Sand, nur sein Kopf schaute noch heraus. Alle drei hatten richtig Spaß. Ich fragte nur: „Was macht ihr da?“ Als Antwort kam nur lachen. Mein Fehler. Was frage ich auch…

Meine Älteste hatte außerdem den Kuscheltierhai ihres Freundes dabei. Ihr Freund konnte schließlich nicht mit nach Australien reisen. Also reiste der kleine Hai stellvertretend mit und brauchte natürlich ebenfalls ein Foto am Whitehaven Beach. Und noch ein Foto mit dem Sand. Und ein Foto mit dem glasklaren Wasser. Und ein Foto mit dem Boot. Ich glaube, von diesem Hai gibt es mehr Fotos aus Australien als von mir.
Irgendwann wurde uns zugerufen, dass wir zurück zum Boot mussten. Ich nahm das letzte Tenderboot. Natürlich. Ich wollte so lange wie möglich am Whitehaven Beach bleiben und eigentlich gar nicht mehr weg.


Tschüss kleines Paradies …
Rückfahrt durch die Whitsunday Islands
Zurück auf der Whitsunday Bullet begann die Fahrt nach Airlie Beach. Auf dem Rückweg gab es noch einmal Kuchen. Zweimal Kuchen während einer Bootstour. Why not?
Ich saß wieder hinten und genoss die Fahrt durch die Whitsundays. Überall lagen kleine Inseln. Manche waren dicht und sattgrün bewachsen, andere hatten schroffe Felsabschnitte. Dazwischen entdeckten wir helle Strände. Und überall dieses klare, türkisfarbene und blaue Wasser.
Ich schaute einfach nur nach draußen und versuchte, so viel wie möglich davon aufzunehmen.

Buckelwale mit Jungtier auf der Rückfahrt nach Airlie Beach
Irgendwann hielt das Boot plötzlich mitten auf dem Wasser an. Zunächst wussten wir nicht, warum. Dann sagte unser Guide: „Leute, da sind Wale.“
Und tatsächlich waren dort zwei Buckelwale. Ein erwachsenes Tier und ein Jungtier. Wir fuhren nicht besonders nah an die beiden heran, damit sie nicht gestört wurden. Trotzdem konnten wir sie gut beobachten.
Das Jungtier spielte im Wasser und kam immer wieder ein Stück heraus. Den Kopf sahen wir leider nicht, aber mehrfach tauchte seine kleine Schwanzflosse auf. Daneben war das Elterntier und auch davon sahen wir immer wieder die großen Flossen.
Wir blieben bestimmt 20 Minuten dort, vielleicht sogar eine halbe Stunde. Eigentlich waren wir dadurch längst außerhalb des Zeitplans. Aber das schien in diesem Moment niemanden zu interessieren. Auch unser Guide war völlig begeistert.
Wir hatten vorher schon Wale in Namibia und Kalifornien gesehen. Dort konnten wir beobachten, wie sie auftauchten und ihre Atemluft ausstießen. Einmal hatte ich auch eine Schwanzflosse gesehen. Aber so viel wie bei diesen beiden Buckelwalen hatten wir vorher noch nie beobachten können. Für mich war das bis dahin unser bestes Erlebnis mit Walen.


Damit hatte dieser Tag wirklich alles: Hill Inlet, Schnorcheln mit meinem Sohn, Whitehaven Beach und auf der Rückfahrt auch noch einen Buckelwal mit Jungtier. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Ein perfekter Tag. Zusammen mit meinen Kindern.
Ich war so unbeschreiblich glücklich.
Abend in Airlie Beach: Lagoon, NightOwl und wieder Nudeln
Gegen 17:00 Uhr erreichten wir wieder die Coral Sea Marina. Von dort brachte uns der kostenlose Shuttle zurück zu unserer Unterkunft. Wir machten uns ein bisschen frisch und aßen eine Kleinigkeit.
Danach gingen wir noch einmal hinunter nach Airlie Beach. Ich wollte den Kindern die Lagoon zeigen und diesen Tag gemeinsam mit ihnen dort ausklingen lassen.

Wir entdeckten mehrere Deutsche Aufkleber. ….
Werde das nie verstehen …

Wir sahen uns den Strand an und bekamen noch den Rest des Sonnenuntergangs mit. Die Sonne ging zwar an einer anderen Stelle unter, aber der Himmel sah trotzdem schön aus.




Wir hatten einen unglaublich schönen Tag hinter uns. Sogar die Kinder waren völlig begeistert: vom Schnorcheln, vom Whitehaven Beach und von den Whitsundays insgesamt. Das Wetter hatte ebenfalls perfekt mitgespielt. Ich war einfach richtig glücklich.
Auf dem Rückweg kamen wir wieder am NightOwl vorbei. Dort kauften wir Snacks und kleinere Getränkeflaschen für den nächsten Tag. Außerdem brauchten wir noch etwas zum Abendessen.
Ich fragte die Kinder: „Was wollt ihr essen?“ Die Antwort kam erwartungsgemäß: „Nudeln.“ Ich sagte: „Leute, wir können doch nicht immer nur Nudeln essen.“ Meine Älteste hatte sofort eine Lösung: „Wir stimmen einfach ganz demokratisch ab.“
Wer war für Nudeln? Drei Personen. Wer war dagegen? Ich. Damit hatte ich die Abstimmung wie immer mit 3:1 verloren. Demokratische Abstimmung … ich hätte es besser wissen müssen, ist ja nicht meine erste Reise mit den Dreien … Wenn meine Kinder das Essen bestimmen dürfen, gibt es wirklich immer Nudeln. Oder auf dieser Reise auch mal Tiefkühlpizza eines deutschen Herstellers. Am anderen Ende der Welt.
Aber gut.
Dafür mussten sie dieses Mal auch selbst kochen. Ich trat in den Streik.
Fotos sichern und Taschen für die Weiterreise packen
Während die Kinder das Essen machten, kümmerte ich mich um meine Fotos. Die Aufnahmen von diesem Tag wollte ich unbedingt noch auf einer Festplatte sichern, bevor wir weiterreisten. Bei so vielen Bildern vom Hill Inlet, vom Schnorcheln, vom Whitehaven Beach und von den Walen wollte ich kein Risiko eingehen.
„Mama, jetzt pack doch mal den Laptop weg, ich decke den Tisch!“ Weil ich das – wie es sonst die Teenies tun – ignorierte, stellte meine Tochter meinen Teller auf die Tastatur vom Laptop. Woher hat sie das nur?!
Danach aßen wir gemeinsam.
Anschließend packten wir unsere Sachen, luden Akkus und stellten wie immer unsere Wecker.
Auf 5.30Uhr.
Also alles wie immer. 

Vorschau auf den nächsten Bericht:
…. und damit geht es im nächsten Bericht weiter:
Ein besonderes Abitur-Highlight mit meiner Tochter
Der nächste Morgen begann wieder sehr früh. Um 5:30 Uhr bimmelte unser Wecker. Wir packten die letzten Sachen zusammen und machten uns fertig. Unser Uber holte uns, soweit ich mich erinnere, kurz vor 7 Uhr ab.
Bevor unsere Reise mit Greyhound weiterging, hatten wir noch ein ganz besonderes Ziel. Meine Tochter hatte kurz vor unserer Australienreise ihr Abitur gemacht, und ich hatte deshalb etwas Besonderes mit ihr geplant.
Danach ging es für uns weiter zur Greyhound-Haltestelle.
Mit Greyhound von Airlie Beach zur nächsten Etappe
Von Airlie Beach ging unsere Reise entlang der australischen Ostküste mit Greyhound weiter.
Unser nächster Stopp sollte deutlich ruhiger werden. Für den Nachmittag hatte ich tatsächlich kein Programm geplant. Gar nichts. Wir sollten einfach ankommen und etwas ausruhen.
Denn das eigentliche Highlight dieses Stopps wartete bereits am frühen nächsten Morgen auf uns. Dafür mussten wir den Wecker auf 5 Uhr stellen. Was es war? Seid gespannt!!!
Mehr im nächsten Bericht.
Touren auf den Whitsundays*
Ihr möchtet ebenfalls den Whitehaven Beach, Hill Inlet oder die Unterwasserwelt rund um die Whitsundays erleben? Hier findet ihr verschiedene Touren ab Airlie Beach.
Unterkünfte in Airlie Beach*
Airlie Beach war für uns der Ausgangspunkt für die Tour zu den Whitsundays. Über den Banner könnt ihr nach Hotels, Apartments und anderen Unterkünften in Airlie Beach suchen.
Unterkünfte in Airlie Beach ansehen*
* Affiliate-Link: Wenn ihr darüber eine Tour oder Unterkunft bucht, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich der Preis nicht.
FAQ zur Whitsundays Tour ab Airlie Beach
Wie lang und anstrengend ist der Weg zum Hill Inlet Lookout?
Der Rundweg zu den Aussichtspunkten ist ungefähr 1,4 Kilometer lang. Queensland Parks empfiehlt, für Hinweg, Aussichtspunkte und Rückweg rund 40 Minuten einzuplanen. Der Weg gilt als leicht bis moderat. Wir fanden ihn nicht besonders anstrengend, allerdings führt er über Stufen, Wurzeln, Steine und teilweise unebenen Untergrund.
Wie viele Aussichtsplattformen gibt es am Hill Inlet?
Am Hill Inlet gibt es insgesamt drei Aussichtsplattformen. Wenn die erste Plattform sehr voll ist, lohnt es sich, einfach zur zweiten oder dritten weiterzugehen. Bei unserem Besuch war es dort deutlich ruhiger. Zwischen dem späten Vormittag und frühen Nachmittag kommen häufig mehrere Tagestouren an, die genaue Auslastung hängt aber vom Tagesablauf der Anbieter ab.
Wann sieht man die Sandverwirbelungen besonders gut?
Besonders deutlich sind die weißen Sandverwirbelungen meist bei mittlerer bis niedriger Tide zu sehen. Eine feste Uhrzeit gibt es dafür nicht, weil sich die Gezeiten jeden Tag verschieben. Bei Hochwasser sind größere Teile der Sandbänke bedeckt, bei extremem Niedrigwasser fehlt stellenweise das türkisblaue Wasser zwischen den Sandflächen. Bei einer normalen Tagestour kann man den Zeitpunkt meistens ohnehin nicht selbst bestimmen.
Besucht jede Whitehaven-Beach-Tour den Hill Inlet Lookout?
Nein. Manche Touren fahren nur den südlichen Teil des Whitehaven Beach an. Wer den bekannten Blick auf die Sandverwirbelungen sehen möchte, sollte vor der Buchung prüfen, ob die Tour ausdrücklich einen Stopp an der Tongue Bay beziehungsweise am Tongue Point und den Weg zum Hill Inlet Lookout enthält.
Was ist das Besondere am Sand des Whitehaven Beach?
Der fast weiße Sand am Whitehaven Beach besteht zu etwa 98 Prozent aus Silica, also Quarz. Er ist extrem fein, weich, bleibt selbst bei warmem Wetter erstaunlich kühl und quietscht beziehungsweise knirscht beim Laufen. Weil der feine Sand schnell in Taschen, Kameras und Handys gelangt, ist ein gut verschließbarer Beutel sinnvoll. Bei unserer Tour bekamen wir alle einen wasserdichten Beutel vom Boot.
Wann braucht man in den Whitsundays einen Stinger Suit?
Marine Stingers kommen in den Whitsundays besonders häufig zwischen Oktober und Mai vor. In dieser Zeit wird beim Schwimmen im Meer und am Riff ein Ganzkörper-Stinger-Suit empfohlen. Bei vielen organisierten Touren wird der Anzug gestellt. Maßgeblich sind immer die Hinweise der Crew vor Ort. Bei unserer Tour im August stellte der Anbieter ebenfalls Neoprenanzüge zur Verfügung.
Gibt es am Hill Inlet Lookout oder am Whitehaven Beach Toiletten und Geschäfte?
Im Bereich des Hill Inlet beziehungsweise am Zugang zum Wanderweg bei Tongue Point werden öffentliche Toiletten ausgewiesen. Auch am südlichen Whitehaven Beach gibt es beim Tages- und Campingbereich einfache, nicht spülende Toiletten. Geschäfte, Cafés oder Möglichkeiten, Essen und Getränke zu kaufen, gibt es dort nicht. Nehmt deshalb ausreichend Wasser und alles mit, was ihr unterwegs benötigt.
Reiseplanung für Australien
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