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Ein Nachmittag in München

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Ein Nachmittag in München


Wir verbrachten unseren Herbsturlaub in Bayern.

Einiges hatten wir schon unternommen. Wir haben uns zum Beispiel Schloss Neuschwanstein angesehen, sind durch die Partnachklamm gewandert und waren auf der Zugspitze.

Schloss Neuschwanstein von der Marienbrücke aus gesehen
Schloss Neuschwanstein von der Marienbrücke aus
Das Gipfelkreuz auf der Zugspitze
Das Gipfelkreuz auf der Zugspitze
Die Partnachklamm in Garmisch-Partenkirchen
Die Partnachklamm in Garmisch-Partenkirchen
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Wir ließen es an dem Morgen daher etwas ruhiger angehen und genossen unser reichhaltiges Hotelfrühstück in aller Ruhe.

Frühstück im Hotel in Lenggries

Weil wir in Lenggries Hotelgäste waren, beinhaltete das eine Gästekarte, mit der wir einiges kostenlos oder günstiger unternehmen konnten.

So überlegten wir beim Frühstück gemeinsam, was wir unternehmen könnten, woran auch alle Spaß hätten. Die Entscheidung fiel auf eine Fahrt auf das Brauneck, sozusagen den Hausberg von Lenggries.

Für den Abend hatten wir uns mit meiner in München lebenden Cousine und ihrer Familie verabredet. Um 18 Uhr wollten wir sie im Englischen Garten treffen.

Somit stand unser Tagesplan und ich genoss in Ruhe noch einen weiteren Kaffee. Etwas Urlaub musste schließlich auch mal sein.

Bericht: Unser Hotel Arabella Brauneck in Lenggries und die Fahrt auf dem Brauneck

Als wir oben auf dem Brauneck waren, sahen wir am Horizont München und mit dem Fernglas sogar die Allianz-Arena.

Relaxen auf dem Brauneck
Relaxen auf dem Brauneck
Heiße Schokolade mit Panorama-Ausblick bis zur Zugspitze
Heiße Schokolade mit Panorama-Ausblick bis zur Zugspitze
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Und als wir dort oben auf dem Brauneck im Café saßen und uns nach einer kleinen Miniwanderung mit einer heißen Schokolade belohnten, überlegten die Kinder und ich, ob wir nicht etwas früher nach München fahren sollten, um uns einmal den Marienplatz mit seinem pittoresken Rathaus anzusehen.

Eigentlich wird ein Nachmittag dieser schönen Stadt natürlich niemals gerecht, aber für einen ersten Eindruck erschien uns das trotzdem gut.

So viel sei schon an dieser Stelle gesagt: Wir kommen auf jeden Fall wieder, und dann nehmen wir uns auch ein paar Tage Zeit, um die Stadt in Ruhe zu erkunden.

Wir verabschiedeten uns von unseren Eltern, die noch weiter oben auf der Panoramaterrasse bleiben wollten. Mit der nächsten Bahn fuhren wir wieder zurück ins Tal und starteten von dort am frühen Nachmittag bei nicht mehr ganz so schönem Herbstwetter Richtung München.

Fahrt Richtung München am frühen Nachmittag

Etwas über eine Stunde dauerte die Fahrt.

Wir parkten in der Tiefgarage Hofbräukeller APCOA. So mussten wir nicht direkt ins Zentrum fahren, waren aber dennoch schon recht zentral und auch nicht allzu weit vom Englischen Garten entfernt.

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Weitere Informationen

Das Maximilianeum in München

Von dort liefen wir durch die durch den Herbst malerisch verfärbten Grünanlagen zum Maximilianeum.

Weg durch herbstliche Grünanlagen zum Maximilianeum in München

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Seit 1876 beherbergt das Maximilianeum die gleichnamige Stiftung für begabte Studierende aus Bayern und der Pfalz.

Von den vielen Abiturientinnen und Abiturienten mit Spitzennoten werden jährlich nur sehr wenige aufgenommen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten freie Kost und Logis für die Dauer ihres Studiums sowie weitere Fördermöglichkeiten wie Sprachkurse oder Auslandsaufenthalte.

Seit 1949 ist das Maximilianeum außerdem Sitz des Bayerischen Landtags.

Der Grundstein wurde am 6. Oktober 1857 durch König Maximilian II. gelegt. Erst 1874 war der Bau nach mehreren Nachbesserungen aufgrund statischer Probleme endgültig fertiggestellt. König Maximilian II. erlebte die endgültige Fertigstellung allerdings nicht mehr.

Noch am Todestag seines Vaters bestieg sein 18-jähriger Sohn den Thron: Ludwig II., den du spätestens seit meinem Bericht über Schloss Neuschwanstein kennst.

Bis 1918 war nicht nur die Stiftung im Maximilianeum untergebracht, sondern auch die königliche Pagenschule. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Großteil des Gebäudes zerstört, nach Kriegsende aber wieder aufgebaut. Da auch das historische Gebäude des Bayerischen Landtags schwer beschädigt worden war, zog der Landtag 1949 mit in das Maximilianeum.

Beim Bau einer Tiefgarage machte man 1998 einen sensationellen Fund: den ursprünglichen Grundstein des Maximilianeums. Darin befanden sich unter anderem Porzellantafeln mit Porträts von König Maximilian II. und Marie von Preußen, ein Modell einer Dampflokomotive, Baupläne und verschiedene Münzen.

Die Gegenstände sind heute teilweise restauriert im Maximilianeum ausgestellt.

Baustelle vor dem Maximilianeum in München
Leider große Baustelle vor dem Maximilianeum
Feuerwehrfahrzeuge vor dem Maximilianeum
… und im Maximilianeum eine Veranstaltung mit sehr viel Feuerwehr. Schade, dass mein Lebensgefährte nicht dabei war, denn er ist ebenfalls bei der Feuerwehr aktiv und hätte an den Fahrzeugen rund um das Gebäude sicher seine Freude gehabt.
Siegesgöttin Nike auf dem Maximilianeum
Mittig oben thront die Siegesgöttin Nike
Ausblick vom Maximilianeum über München
Ausblick vom Maximilianeum

Eine weitere Besichtigung als von außen war nicht möglich, also machten wir uns auf den Weg über die Maximiliansbrücke Richtung Innenstadt.

Blick zurück auf das Maximilianeum
Blick zurück auf das Maximilianeum
Die Isar mit Fischtreppe in München
Die Isar, links erkennt man die Fischtreppe
Bürgermeister-Erhardt-Brunnen auf der Brücke in München
Mittig auf der Brücke befindet sich der Bürgermeister-Erhardt-Brunnen als Andenken an Alois von Erhardt
Große Kaskaden in München
Große Kaskaden
Der Friedensengel in München
Der Friedensengel
König-Maximilian-II.-Denkmal in München
König Maximilian II. Denkmal
Museum Fünf Kontinente in München
Museum Fünf Kontinente, ein Museum mit Kunst- und Kulturausstellungen aus Nord- und Südamerika, Afrika, Asien und Ozeanien
Gebäude der Regierung von Oberbayern
Gegenüber vom Museum befindet sich das ebenfalls architektonisch schöne Gebäude der Regierung von Oberbayern

Maximilianstraße in München

Und dann standen wir plötzlich in einer anderen Welt.

Die Maximilianstraße beherbergt die teuersten Geschäfte von München. Die Kinder entdeckten direkt die Nobelautos, die vor den Geschäften parkten. Und ich als Touri-Frau mit Rucksack und vier Kindern kam mir in dieser für mich fremden Welt aus Luxus und Dekadenz völlig deplatziert vor.

Luxusautos in der Maximilianstraße in München
„Wow, Mama, guck mal!“

Schaufenster in der Maximilianstraße

In den Schaufenstern entdeckte ich Artikel, für die ich mehrere Monate arbeiten müsste, um sie mir zu kaufen.

Luxusartikel und Statussymbole sind allerdings nicht meine Welt. Lieber investiere ich mein Geld in Reisen mit den Kindern, denn das füllt mein Herz sehr viel mehr als jede teure Handtasche.

Also liefen wir recht schnell weiter, auch wenn vor allem die Jungs sich das ein oder andere Auto gern noch länger angesehen hätten.

Wir erreichten dann den Max-Joseph-Platz. Gleich mehrere Gebäude dominieren dort die Ansicht.

Die Fotos entstanden an dieser Stelle der Einfachheit halber mit meinem Handy.

Bayerische Staatsoper am Max-Joseph-Platz
In unseren Augen ist das beeindruckendste Gebäude die Bayerische Staatsoper
Königsbau und Schatzkammer der Münchner Residenz
Handy-Weitwinkel-Foto. Es zeigt den Königsbau und die Schatzkammer. Die Münchner Residenz war von 1508 bis 1918 Wohn- und Regierungssitz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige.
Palais Toerring-Jettenbach in München
Palais Toerring-Jettenbach, das zum Zeitpunkt der Errichtung das größte Münchner Adelspalais war
Blick über den Max-Joseph-Platz
Blick über den Max-Joseph-Platz

Wir waren nun schon eine ganze Weile auf den Beinen. Mir war nach Kaffee. Und was fällt einem Kaffeeliebhaber bei der Kombination Kaffee und München ein? Natürlich Dallmayr.

Das Dallmayr-Haus liegt gleich um die Ecke vom Max-Joseph-Platz in Richtung Innenstadt.

Dallmayr-Haus in München

Leider hatten aber offenbar sämtliche Kaffeedurstigen aus der Umgebung dieselbe Idee. Keine Chance für mich und die vier Kinder, einen Platz zu bekommen. Es war laut, wuselig und voll. Sehr voll. Tragisch, denn es duftete herrlich nach Kaffee.

Es nützte nichts, wir verließen den Laden wieder.

Und gingen weiter Richtung Marienplatz. Denn wir hatten ein Ziel: einmal hoch auf den Rathausturm. Das war der eigentliche Grund, warum wir schon am Nachmittag nach München gefahren waren, obwohl wir erst am Abend dort verabredet waren.

Wegweiser zum Ratskeller in München
Hier geht’s zum Ratskeller, wir sind also schon fast am Marienplatz

Und nur wenig später erreichten wir den Marienplatz.

Für eine Weile waren wir etwas sprachlos. Sprachlos wegen der schönen Gebäude, vor allem wegen des Rathauses. Sprachlos wegen der vielen Menschen. Es dauerte ein paar Minuten, bis wir uns orientiert hatten.

Das Rathaus, der Marienplatz, die Frauenkirche, die Mariensäule. Alles Orte, die man schon zigmal im Fernsehen gesehen hat – und nun standen wir selbst dort. Das war schon ein kleiner Wow-Moment.

Altes Rathaus am Marienplatz in München
Das Alte Rathaus an der Ostseite vom Marienplatz. Darin ist heute unter anderem das Spielzeugmuseum.
Neues Rathaus mit Glockenturm und Frauenkirche in München
Das Neue Rathaus mit seinem pittoresken Glockenturm und im Hintergrund die Türme der Frauenkirche

Wir konnten aber nicht direkt auf den Rathausturm. Es fehlte etwas. Genau: Kaffee. Ich brauchte wirklich dringend einen.

Eine ruhige Ecke und einen leckeren Snack mit Kakao und Kuchen für die Kinder und Kaffee für mich fanden wir schließlich im Galeria Kaufhof. Den schönen Ausblick gab es gratis dazu.

Ausblick aus dem Kaufhaus am Marienplatz

Nach der angenehmen Stärkung waren wir motiviert genug, uns zurück ins Getümmel des Marienplatzes zu stürzen.

„Mama, können wir uns nicht erst die Kirche angucken? Wir sind doch jetzt ganz nah!“

Manchmal überraschen mich meine Kinder. Vielleicht liegt es auch an meiner Vorliebe für sakrale Bauten. Also gingen wir zuerst zur Frauenkirche, ebenfalls ein weltberühmtes Wahrzeichen von München.

Die Frauenkirche in München

Die Dom- und Stadtpfarrkirche heißt eigentlich „Zu Unserer Lieben Frau“. Den Namen verdankt sie ihrer Schutzherrin, der Gottesmutter Maria.

Gebaut wurde sie von 1468 bis 1488. Die markanten Hauben auf den beinahe 100 Meter hohen Türmen wurden erst 1525 aufgesetzt. Sie sind an den Felsendom in Jerusalem angelehnt. Grund für die verspätete Fertigstellung waren Geldmangel und der Tod des Baumeisters Jörg von Halspach.

Das Kirchenschiff ist knapp 110 Meter lang, 40 Meter breit und 37 Meter hoch.

Normalerweise ist der Südturm begehbar und bietet nicht nur einen schönen Ausblick über München, sondern auch einen Blick auf die großen Glocken. Bei unserem Besuch war er wegen Bauarbeiten geschlossen.

Dazu gibt es zwei interessante Fakten. Erstens: Viele behaupten, der Nordturm sei einen Meter höher als der Südturm. Tatsächlich unterscheiden sich die Türme nur minimal. Zweitens: Seit einem Bürgerentscheid von 2004 dürfen im Münchner Stadtgebiet keine Gebäude höher als die Frauenkirche gebaut werden.

Und noch etwas, was viele Besucher nicht wissen: In der Eingangshalle gibt es den berühmten Teufelstritt. Der Sage nach soll der Teufel dort gestanden haben, weil er sich davon überzeugen wollte, dass man in der Kirche keine Fenster sehen könne. Von genau dieser Stelle aus sind die Fenster wegen der Säulen tatsächlich verdeckt.

Innenraum der Frauenkirche in München

Gotische Architektur in der Frauenkirche
Gotische Bauart
Eingang der Frauenkirche in München
Der Eingang in die Frauenkirche
Gedenkstätte für Kaiser Ludwig den Bayern in der Frauenkirche
Die Gedenkstätte für Kaiser Ludwig den Bayern
Kerzen in der Frauenkirche
Wie in jeder Kirche zündeten wir auch hier eine Kerze an.
Hauptschiff der Frauenkirche in München
Das große Hauptschiff der Frauenkirche
Innenraum der Frauenkirche mit Blick zur Orgel
Die Dommusik ist an Sonn- und Feiertagen und zu besonderen Anlässen zu hören.

Wir blieben leider nicht lange in der Frauenkirche. Wie ich bereits sagte: Ein Nachmittag ist für diese wundervolle Stadt eigentlich viel zu wenig.

Es wurde Zeit für uns, zum Rathausturm zu gehen.

Balkon des Münchner Rathauses
Auf dem Balkon des Rathauses finden Empfänge und Ehrungen statt.

Fassade des Neuen Rathauses in München

Das Rathaus von München mit Glockenturm und Panoramaaussicht

Auch wenn man es beim ersten Anblick nicht vermutet: Das Neue Rathaus ist vergleichsweise jung. Fertiggestellt wurde es 1905 im damals sehr beliebten neugotischen Stil.

Über 600 Menschen arbeiten dort, es hat rund 400 Zimmer und ist normalerweise nur an besonderen Tagen zu besichtigen.

Anders ist das beim Rathausturm. Der ist ganzjährig zugänglich und die Aussicht von oben lohnt sich wirklich.

Turmauffahrt und Eintrittspreise für den Rathausturm München

Die folgenden Angaben stammen aus dem Zeitpunkt unseres Besuchs und können sich inzwischen geändert haben. Bitte prüfe die aktuellen Zeiten und Preise vor deinem Besuch sicherheitshalber noch einmal direkt vor Ort oder auf den offiziellen Seiten.

Damals galten diese Zeiten: 1.10. bis 30.4. Montag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage geschlossen. 1.5. bis 30.9. täglich 10 bis 19 Uhr. Letzte Auffahrt 15 Minuten vor Schließung.

Damals galten diese Preise: 4 Euro für Erwachsene, 3 Euro für Rentner, Studierende und Gruppen ab 10 Personen, 1 Euro für Jugendliche bis 18 Jahre, Kinder unter 6 Jahren frei.

Mariensäule und Rathausturm am Marienplatz in München
Die Mariensäule und der Rathausturm mit seinem Glockenspiel

Für uns kostete der Eintritt für den Aussichtsturm gerade einmal 8 Euro. Da habe ich schon ein Vielfaches für andere Aussichtstürme bezahlt.

Innenhof des Münchner Rathauses
Der Innenhof vom Rathaus
Architektur am Münchner Rathaus
Unfassbar schöne Architektur

Der Aufzug brachte uns bequem nach oben und wir konnten den Blick über München genießen.

Achtung, jetzt kommt eine kleine Fotoflut.

Marienplatz und Altes Rathaus von oben
Der Marienplatz und das Alte Rathaus. Im Hintergrund erkennt man die Alpen.
Blick vom Rathausturm Richtung Königsbau und Theatinerkirche
Das markante Gebäude rechts mittig ist der Königsbau am Max-Joseph-Platz. Die gelbe Kirche mittig ist die Theatinerkirche am Odeonsplatz.
Innenhof des Rathauses und Marienhof-Baustelle
Der Innenhof vom Rathaus und die Baustelle vom Marienhof
Blick vom Rathausturm bis zur Allianz-Arena
In weiter Ferne überragt die Allianz-Arena die anderen Gebäude
Blick auf Teile des Olympiaparks
Und auch Teile vom Olympiapark sind zu sehen
Siegestor vom Rathausturm aus gesehen
Das Tor mittig im Foto ist das Siegestor. Und: Entdeckst du die Allianz-Arena?
Maximilianeum und St. Lukas vom Rathausturm aus
Mittig links erkennt man das Maximilianeum, rechts St. Lukas am Isarufer.
Frauenkirche mit den beiden Türmen von oben
Und da ist sie: die Frauenkirche mit den beiden berühmten Türmen.
Selfie auf dem Rathausturm in München
Obligatorisches Selfie
Marienplatz von oben
Der Marienplatz

Ausblick vom Münchner Rathausturm

Sonnenuntergang über München mit Peterskirche
Sonnenuntergang über München. Im Vordergrund die Peterskirche, die älteste Kirche Münchens.

Abendstimmung über München

Bye Bye Marienplatz.

Wir waren glücklich, dass wir uns spontan entschieden hatten, uns den Marienplatz noch anzusehen. Das hatte sich wirklich gelohnt.

Nun war es aber Zeit, zum Englischen Garten zu gehen, denn dort wollten wir uns um 18 Uhr mit meiner Cousine und ihrer Familie treffen.

Wir entschieden uns, die Theatinerstraße am Rathaus entlang Richtung Odeonsplatz zu gehen.

Gebäude mit Hinweis auf Mozart in München
Hier musizierte 1777 Wolfgang Amadeus Mozart
Tor am Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Das Tor gehört zum Gebäude des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
Feldherrnhalle am Odeonsplatz
Die Feldherrnhalle am Odeonsplatz
Odeonsplatz und Theatinerkirche
Der Odeonsplatz und die Theatinerkirche

Vom Odeonsplatz aus gelangt man in den Hofgarten, Münchens historischen Stadtpark, der im 17. Jahrhundert Hofgarten der Fürstenresidenz war.

Residenz München
Residenz München. Auch das steht bei unserem nächsten Besuch auf der Liste.
Dianatempel im Hofgarten
Der 1615 errichtete Dianatempel mittig im Park
Symmetrischer Hofgarten in München
Man erkennt es auf Fotos kaum, aber der Garten ist exakt symmetrisch angelegt.

Spaziergang durch den Hofgarten

Gebäude mit Galerien und Museen am Hofgarten
In diesem Gebäude zwischen Hofgarten und Galeriestraße befinden sich unter anderem mehrere Galerien und Museen.
Spaziergang an der Bayerischen Staatskanzlei
Weiter geht unser Spaziergang durch den Finanzgarten vorbei an der Bayerischen Staatskanzlei
Prinz-Carl-Palais in München
… und am Prinz-Carl-Palais
Köglmühlbach und Bayerische Staatskanzlei
Der Köglmühlbach und die Seitenansicht der Bayerischen Staatskanzlei

Der Englische Garten

Und dann erreichten wir auch schon den Englischen Garten. Wir gingen am Japanischen Teehaus vorbei, an dem bereits einige Menschen anstanden.

Japanisches Teehaus im Englischen Garten

Treffpunkt war an der Eisbachwelle, auf der das ganze Jahr über gesurft werden kann.

Leider hatten wir kein Glück, es waren keine Surfer mehr dort.

Eisbachwelle in München

In direkter Nähe zur Eisbachwelle gibt es ein tolles kleines Imbisshäuschen. Bei Fräulein Grüneis gibt es Snacks aus Bioprodukten, Eis, selbst gemachte Kuchen und wirklich guten Kaffee.

Nach der kleinen Stärkung trafen wir uns mit meiner Cousine und ihrer Familie. Gemeinsam spazierten wir durch den Englischen Garten zum Chinesischen Turm und plauderten über Gott und die Welt.

Der Eisbach im Englischen Garten
Der Eisbach
Grüne Wiese im Englischen Garten
Eine grüne Oase. Ein wenig erinnerte mich das an den Central Park in New York.

Spaziergang durch den Englischen Garten

Parklandschaft im Englischen Garten
Der Englische Garten entstand nach dem Vorbild der englischen Landschaftsarchitektur und ist heute eine der beliebtesten grünen Oasen Münchens.

Bäume und Wege im Englischen Garten

Der Chinesische Turm im Englischen Garten

Chinesischer Turm im Englischen Garten
Und dann erreichten wir den Chinesischen Turm. Rundherum gibt es sehr viel Gastronomie und einen riesigen Biergarten.
Chinesischer Turm von unten
25 Meter hoch ist der Chinesische Turm und eines der bekanntesten Wahrzeichen des Englischen Gartens.

Ein Nachmittag in München

Den Abend im Englischen Garten ließen wir schließlich am Monopteros ausklingen. Die Kinder spielten miteinander mit extra mitgebrachten Legosteinen und wir plauderten über alles Mögliche.

Der Monopteros im Englischen Garten
Der Monopteros

Der Monopteros im Englischen Garten

Als Monopteros bezeichnet man einen kleinen Rundbau mit Säulen, also einen kleinen runden griechischen Tempel.

Der Monopteros im Englischen Garten ist neben dem Chinesischen Turm eines der bekanntesten Wahrzeichen der Parklandschaft. Er wurde auf einem künstlich angelegten 15 Meter hohen Hügel gebaut und ist bei Besucherinnen und Besuchern vor allem wegen der Aussicht beliebt.

Errichtet wurde der Tempel in den Jahren 1832 bis 1837 durch König Ludwig I. von Bayern.

Verzierungen der Kuppel im Monopteros
Die schönen Verzierungen der Kuppel
Ausblick vom Monopteros auf München
Ausblick vom Monopteros auf München. Wir sind an dem Tag wirklich viel gelaufen.
Kinder spielen am Monopteros
Die Kinder hatten sich Spielzeug mitgenommen und spielten vertieft.
Abendstimmung am Monopteros
… und weg ist die Sonne …

Der Tag und später auch der Abend vergingen leider viel zu schnell. Wir mussten uns verabschieden – von meiner Cousine und ihrer Familie, vom Englischen Garten und von München.

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Weitere Informationen

Unsere Füße taten zwar etwas weh, aber der Nachmittag hatte sich wirklich gelohnt.

Die Kinder haben nicht einmal gequengelt, obwohl wir wirklich viel gelaufen sind. Zwischendurch machten wir immer wieder kleine Pausen. Mal gab es Kakao, mal eine Brezel.

Was für Kinder übrigens immer gut funktioniert: ihnen die Karte in die Hand drücken und den Weg suchen lassen. Heute heißt das bei uns natürlich eher, dass sie Google Maps auf dem Handy öffnen. Im Grunde bleibt es aber dieselbe Idee.

Und zwischendurch erzähle ich ganz viel zu den Sehenswürdigkeiten oder die Kinder fragen mir Löcher in den Bauch. In der Frauenkirche zum Beispiel: „Mama, wie heißen die Eltern von Gott?“

Meine Kinder kennen es inzwischen ohnehin, dass wir Städte zu Fuß erkunden. Das Einzige, was sie dabei regelmäßig doof finden, sind Aussichtstürme mit sehr vielen Stufen.

Ein Nachmittag in München

Abendlicher Spaziergang in München

Und so endet unser Nachmittag in München.

Wir haben einiges gesehen und uns vieles für den nächsten Besuch vorgemerkt.

Nützlich für die Planung

Offizielle Website der Stadt München: muenchen.de

Weitere Infos für die Reiseplanung: muenchen.travel

Häufige Fragen zu einem Nachmittag in München

Kann man München mit Kindern an einem Nachmittag erkunden?

Ja, für einen ersten Eindruck funktioniert das sehr gut. Viele bekannte Sehenswürdigkeiten liegen relativ nah beieinander und lassen sich zu Fuß miteinander verbinden. Für die ganze Stadt reicht ein Nachmittag natürlich nicht, aber für Marienplatz, Frauenkirche, Rathausturm und den Englischen Garten ist es ein schöner Einstieg.

Welche Sehenswürdigkeiten in München liegen nah beieinander?

Gut kombinieren lassen sich zum Beispiel Maximilianeum, Max-Joseph-Platz, Frauenkirche, Marienplatz, Odeonsplatz, Hofgarten und der Englische Garten. Wer gern läuft, kann daraus eine sehr schöne Route machen.

Lohnt sich der Rathausturm am Marienplatz?

Ja, absolut. Die Aussicht über München ist toll und man spart sich im Vergleich zu manchen anderen Aussichtspunkten viele Stufen, weil ein Aufzug nach oben fährt.

Ist der Englische Garten mit Kindern empfehlenswert?

Definitiv. Der Park ist riesig, grün und abwechslungsreich. Eisbach, Chinesischer Turm, Wiesen, Wege und Spielmöglichkeiten machen ihn gerade mit Kindern zu einer sehr angenehmen Pause vom Trubel der Innenstadt.



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Vielen Dank, dass ihr wieder mit dabei wart.

War heute zwar etwas im Eildurchgang, aber für einen kleinen ersten Eindruck hat es definitiv gereicht.

Bis zum nächsten Mal, dann zeige ich euch die Bierstadt Bamberg.

In diesem Sinne …

Ein Nachmittag in München
Prost-Bild zum Abschluss des München-Berichts
… prost!

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