Wichtiger Hinweis zu diesem Bericht
Dieser Reisebericht stammt aus dem Jahr 2017 und schildert unseren Besuch im Neandertal während der Tour de France. Den Erlebnisbericht habe ich bewusst so belassen, die praktischen Infos zu Öffnungszeiten, Eintritt und offiziellen Websites wurden aber aktualisiert. Zusätzlich habe ich den Fokus dieses Beitrags stärker auf das Neanderthal Museum gelegt, weil genau das heute das dauerhaft spannendere Ausflugsziel ist.
Neanderthal Museum im Neandertal bei Düsseldorf
Das Neandertal bei Düsseldorf gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen in Nordrhein-Westfalen. Berühmt wurde die Region durch den Fund des Neandertalers, heute ist vor allem das Neanderthal Museum in Mettmann ein spannendes Ziel für Familien, Geschichtsinteressierte und Tagesausflügler. Unser Besuch fiel damals auf einen ganz besonderen Tag, denn während unseres Ausflugs führte die Tour de France durch das Neandertal.
Ein Ereignis, was ich mit den Kindern einmal live erleben wollte.
Warum das Neandertal so bekannt ist
Vor rund 170 Jahren wurden im Neandertal die fossilen Überreste eines Urmenschen gefunden. Damit wurde das Tal weltweit bekannt. Später kamen weitere bedeutende Funde hinzu, unter anderem Steinwerkzeuge und Knochenfragmente. Bis heute ist das Neandertal deshalb nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch ein Ort mit großer wissenschaftlicher und historischer Bedeutung.
Das Neanderthal Museum greift genau diese Geschichte auf und macht sie für Besucher greifbar. Gerade mit Kindern ist das ein spannendes Ziel, weil hier Natur, Geschichte und anschauliche Vermittlung zusammenkommen. Dass an unserem Besuchstag zusätzlich noch die Tour de France direkt vorbeiführte, war natürlich ein ziemlich einmaliger Bonus.
Das Neanderthal Museum kurz vorgestellt
Das Neanderthal Museum gehört zu den bekanntesten Museen rund um das Thema Menschheitsgeschichte in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die eigentlich jeder sofort versteht: Woher kommen wir, wie hat sich der Mensch entwickelt und was unterscheidet uns von unseren frühesten Vorfahren? Genau das macht die Ausstellung auch für Familien so interessant, denn sie ist modern aufgebaut und nicht trocken wie ein Schulbuch kurz vor den Sommerferien.
Für uns war der Museumsbesuch richtig spannend. Vor allem der Bereich zur Evolution war toll dargestellt und sehr stimmig aufgebaut.
Dazu gab es mehrere Bereiche, in denen die Kinder selbst etwas ausprobieren konnten. Genau diese Mischung aus verständlich erklärter Geschichte und Mitmachstationen hat das Museum für uns so positiv gemacht.
Wer im Raum Düsseldorf, Mettmann oder Wuppertal nach einem besonderen Ausflug sucht, findet hier also nicht einfach nur ein Museum, sondern ein Ziel, das Wissen, Familienausflug und Natur miteinander verbindet.
Und genau deshalb passt das Neanderthal Museum auch heute noch perfekt auf jede Liste mit lohnenden Ausflügen in NRW.
Öffnungszeiten, Eintritt und Website
Aktuelle Infos für euren Besuch
Adresse:
Neanderthal Museum, Talstraße 300, 40822 Mettmann
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10:00 bis 18:00 Uhr
In den NRW-Ferien und an Feiertagen: Montag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr
Neujahr: 13:00 bis 18:00 Uhr
Geschlossen: 24.12., 25.12. und 31.12.
Eintritt Museum & Erlebnisturm Höhlenblick, Normaltarif:
Erwachsene: 14,00 €
Kinder von 6 bis 16 Jahren: 9,50 €
Mini von 4 bis 5 Jahren: 8,00 €
Familientarif ab 1 Erwachsenem + 1 Kind oder Mini:
Erwachsene: 11,90 €
Kinder von 6 bis 16 Jahren: 8,08 €
Mini von 4 bis 5 Jahren: 6,80 €
Offizielle Website:
neanderthal.de/de
Regionale Infos zum Neandertal:
neanderland.de
Offizielle Fotos aus dem Neanderthal Museum

Darstellung zur Evolution des Menschen im Neanderthal Museum
Copyright ©Neanderthal Museum

Karte: Neanderthal Museum
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Weitere InformationenKarte: Lage des Neandertals
Hier liegt das Neandertal bei Mettmann in der Nähe von Düsseldorf:
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Weitere InformationenUnser Besuch im Neandertal während der Tour de France
Von uns aus sind es gerade mal etwa 1,5 Stunden Fahrt. Für einen Tagesausflug ist das also absolut machbar. Das einzige Manko war der Wecker. Sonntagmorgen, 6:30 Uhr. Allein dafür hätte ich schon gern eine kleine Ehrenmedaille entgegengenommen.
Um 8 Uhr waren wir bereits auf der Autobahn.

Vorteil, wenn man an einem Sonntag so früh unterwegs ist? Leere Autobahnen. Hätte ich nicht so einen PS-schwachen Clio gehabt, wäre meine innere Rennfahrerin vermutlich kurz sehr motiviert gewesen.
Unterwegs erklärte ich meinen Kindern, was es mit der Tour de France auf sich hat. Im Radio liefen ständig Meldungen über Straßensperrungen in Düsseldorf, und die Kinder riefen jedes Mal begeistert: „Da sind wir gleich!“
Wie erwartet kamen wir gut durch. Nur beim Parken hatten wir nicht ganz so viel Glück. In der Nähe des Museums war nichts mehr frei, also parkten wir etwas weiter entfernt an der Bahnstation Hochdahl. Von dort führt ein schöner Weg durch den Wald und entlang der Düssel direkt zum Museum.
Anreise und Spaziergang zum Museum




Direkt am Museum.

Die Düssel.
Um 10 Uhr erreichten wir die Straße am Museum und waren ziemlich erstaunt, wie viele Menschen dort schon warteten. Die Radsportler sollten erst gegen 12:50 Uhr durchs Neandertal fahren. Eigentlich wollten wir vorher noch das Museum anschauen, entschieden uns dann aber lieber für einen der wenigen freien Plätze direkt an der Straße.

Warten an der Strecke
Wer jetzt denkt, zwei Stunden Warten am Straßenrand mit Kindern müsse unerquicklich sein, irrt. Auf der abgesperrten Strecke war ständig etwas los. Die Stimmung war ausgesprochen ausgelassen. Ein kleiner Apfel, der auf die Fahrbahn rollte, bekam zeitweise fast mehr Aufmerksamkeit als alles andere. Die Menschen jubelten, als eine Frau ihn wieder von der Straße holte. Große Unterhaltung. Für einen Apfel.

Dann tauchten auch noch zwei Neandertaler mit riesigen Keulen auf und alberten mit den Zuschauern herum. Die Kinder hörten gar nicht mehr auf zu lachen.


Natürlich hatten die Neandertaler auch ein Fahrrad dabei. Ist bei so einem Event schließlich Pflicht.



Aufgeregt, aber auch müde. Sonntagmorgen um 6:30 Uhr aufstehen ist eben kein Freizeitvergnügen. Gelohnt hat es sich trotzdem.

Der Werbetross
Gegen 11 Uhr kam eines der Vor-Highlights: der Werbetross. Lustige Fahrzeuge, Musik, kleine Geschenke und eine Stimmung irgendwo zwischen Jahrmarkt und Karneval auf Rädern. Die Kinder waren begeistert.


Ja, dieses Ding fuhr wirklich.




Liebling der Kinder.







Teilweise waren die Fahrzeuge wirklich ziemlich flott unterwegs.



Da bekam man Hunger.






Diese fahrenden Reifen fand Marc mit am besten.




Schnell ein Foto und dann die Kamera lieber kurz wegpacken, bevor es eine Dusche gibt.


Dieser Mann malte zwei Sicherheitsstriche auf die Verkehrsinsel und ließ sich dafür bejubeln. Die Menschenmenge machte begeistert mit. Langweilig war hier wirklich nichts.

Die Neandertaler sicherten sich übrigens die Pole-Position auf dem Dach des Buswartehäuschens.
Als die Radfahrer kamen
Auf einer großen Leinwand direkt vor dem Museum konnten wir verfolgen, wo sich die Fahrer gerade befanden. Neben uns standen ortskundige Menschen, die sofort erkannten, dass es nun nur noch wenige Minuten dauern konnte.
Und dann kamen sie tatsächlich. Erst eine kleine Gruppe, dann der eigentliche Tross. Genauso schnell, wie sie auftauchten, waren sie auch wieder verschwunden. Dieses Tempo live zu sehen, ist schon beeindruckend.

Erst kam nur eine kleine Gruppe.

Einer der Kameramänner fuhr auf dem Motorrad nebenher.

Und dann kam der eigentliche Tross.


Die Zuschauer jubelten und feuerten die Sportler lautstark an. Diese Stimmung riss auch die Kinder sofort mit. Es wurde geklatscht, gerufen und mitgefiebert.




Der Fernsehhubschrauber flog mehrfach über uns hinweg. Er filmte auch die Neandertaler auf dem Dach des Buswartehäuschens, die die Fahrer auf „Neandertalisch“ anfeuerten. O-Ton meiner Kinder. Sehr fachkundige Einordnung.

Gefolgt wurde der Radtross von den ganzen Teamwagen mit den Ersatzrädern.


Und auch die freuten sich sichtbar über den Jubel.
Video 1:
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Weitere InformationenVideo 2:
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Weitere InformationenDer Abschluss vom Tross. Wir haben uns scheckig gelacht.

Rund ums Museum nach dem Rennen
Kaum war der Tross vorbei, fingen die Neandertaler wieder an, die Zuschauer zu necken. Rund ums Museum war weiterhin unglaublich viel los.


Es waren so viele Menschen unterwegs. Wirklich Wahnsinn.

Kinder, vielleicht können wir ein Foto von euch und den Neandertalern machen.

Mein Sohn schnappte sich die Keule.

Zur Strafe sabotierte der Neandertaler dann unser Foto.

Ein Foto bekamen wir dann aber doch noch hin und der Neandertaler bekam seine Keule wieder.

Auf der Leinwand lief weiter live die Tour de France.

Rund um das Museum gab es Aktionsstände. Die Mädchen wollten sich schminken lassen, anschließend machten wir im Foto-Bulli lustige Bilder von uns.

Das Museum schauten wir uns im Anschluss an.
Gegen 15:30 Uhr brachen wir langsam Richtung Heimat auf. Vor der Leinwand war es inzwischen deutlich leerer geworden.

„Mama, guck mal, die fahren ja immer noch!“
Während wir in der Sonne noch ein Stück Kuchen aßen, wurde das Rennen weiter von einer Regenwolke begleitet. Zurück ging es dann wieder entlang der Düssel zum Parkplatz.

Gegen 18:30 Uhr trafen wir wieder zu Hause ein. Das war ein erlebnisreicher Tag im Neandertal.
Die Kinder und ich waren uns einig, bald wieder ins Neandertal zu fahren, weil wir aus Zeitgründen längst nicht alles geschafft hatten.
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