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Australien ohne Mietwagen: allein mit 3 Teenagern im Greyhound

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Australien ohne Mietwagen – geht das auch mit Kindern und Teenagern?  Wir sind mit meinen drei Teenagern einen großen Teil unserer Australienreise mit Greyhound Australia gefahren: von Cairns über Mission Beach, Townsville, Airlie Beach und Mackay bis Hervey Bay. Hier findest du unsere persönlichen Erfahrungen und aktuelle Informationen zu Streckennetz, Whimit Pass, Alice Springs und Outback, Gepäck, WC, Pausen, Nachtfahrten sowie zum Reisen mit Kindern und Teenagern.

Mich haben nach meinem Insta-Reel sehr viele Nachrichten zum Thema Greyhound erreicht.
Deshalb bekommt dieses Thema nun einen eigenen Beitrag, in dem ich die Fragen beantworte, die mir am häufigsten gestellt wurden.

Seiteninhalt

 

Kleines Vorwort, wie es überhaupt dazu kam. 

Warum wir Australien ohne Mietwagen geplant haben

Australien war seit über 25 Jahren mein Traum. So ein Traum, der die ganze Zeit im Hinterkopf umherschwirrt. Einer, der einen begleitet, während das Leben passiert. Mal rückt er näher, mal weiter weg. Aber immer schwebt dieses eine Wort darüber: irgendwann.

Irgendwann, wenn es passt. Wenn meine Kinder älter sind. Wenn ich genug gespart habe.
Irgendwann, wenn mehr Zeit da ist. Wenn ich jobtechnisch nicht mehr eingebunden bin. 
Irgendwann, wenn alles ruhiger wird. Wenn ich weniger Unruhen in meinem Leben habe.
Irgendwann.

Und dann kam der Herbst 2024. Und plötzlich wurde alles anders.

Auf einmal wurde mir klar, wie schnell sich das Leben ändern kann.
Wie schnell aus einem „irgendwann“ ein „nie“ werden kann.
Arzttermine, neue Medikamente, ein Fahrverbot für unbestimmte Zeit.
Auf einmal war nichts mehr selbstverständlich.

Und genau in diesem Moment, an einem Zeitpunkt, an dem ich mich gesundheitlich weiter weg von Australien fühlte als je zuvor, wurde der Wunsch, diesen Traum endlich zu verwirklichen, größer als jemals zuvor.

Denn in diesem Durcheinander wurde mir etwas schmerzhaft klar:

Das Leben wartet nicht auf deine Träume.

Australien wurde auf einmal konkret. Aus dem Wunsch heraus, nicht länger zu verschieben, was mich so lange begleitet hatte.

Die Ärzte gaben grünes Licht fürs Reisen. Auto fahren durfte ich allerdings weiterhin nicht.
Also musste diese Reise von Anfang an anders funktionieren.

Australien ohne Auto.
Endlose Straßen, Weite, Nationalparks, Regenwald, Küste.
Bilder, die man automatisch mit einem Roadtrip verbindet.

 

 

Wie soll Australien ohne Mietwagen funktionieren?

Wie Greyhound überhaupt auf meinem Radar landete

 

 

Also begann ich zu recherchiere. Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt?
Japan  haben wir mit dem Zug bereist und sind mit dem Shinkansen von Ort zu Ort gefahren.
Aber gab es so etwas überhaupt in Australien?!
Ich durchforstete das Internet. Checkte Flugrouten, Strecken, Verbindungen.
Und irgendwo zwischen Planung, Routenüberlegungen und dieser leisen Unsicherheit („Vielleicht verschiebe ich es doch wieder …“) tauchte ein Name auf, den ich schon einmal gehört hatte: Greyhound.

Gehört hatte ich den Namen schon einmal. Mehr aber auch nicht. Also begann ich, mich einzulesen.

Greyhound ist Australiens nationales Fernbusnetz mit festen Routen und mehr als 180 Stopps in allen Bundesstaaten und Territorien auf dem australischen Festland. Ich hatte bei meiner Planung zunächst vor allem die Ostküste im Blick, denn genau dort lagen viele Ziele unserer Reise: Cairns, Mission Beach, Townsville, Airlie Beach und weiter Richtung Süden.
Je länger ich mir das Streckennetz ansah, desto klarer wurde:
Die wichtigsten Orte unserer Route waren abgedeckt. Abgelegene Abzweigungen zu einzelnen Nationalparks oder Sehenswürdigkeiten gehören trotzdem nicht automatisch dazu. Für unsere Strecke passte es.

Greyhound Australien: Das Streckennetz

Greyhound Australien Streckennetz mit Fernbusverbindungen

Greyhound ist nicht nur an der Ostküste unterwegs. Das aktuelle Netz umfasst mehr als 180 Stopps und reicht durch alle Bundesstaaten und Territorien auf dem australischen Festland. Besonders dicht ist das Netz an der Ostküste zwischen Melbourne, Sydney, Brisbane und Cairns – genau in dem Bereich, in dem wir selbst unterwegs waren.

Greyhound fährt aber auch weit ins australische Inland und Outback. Zu den aktuellen Verbindungen gehören unter anderem Adelaide – Coober Pedy – Alice Springs – Tennant Creek – Katherine – Darwin. In Queensland werden außerdem Orte wie Longreach und Mount Isa angefahren. Im Norden von Western Australia reicht das Netz unter anderem über Broome, Derby, Fitzroy Crossing, Halls Creek und Kununurra.

Wichtig für die Westküste: Greyhound fährt zwar im nördlichen Western Australia, aber nicht als durchgehendes Fernbusnetz über Perth entlang der kompletten Westküste. Deshalb immer die konkrete Strecke prüfen.

Aktueller Netzplan: Greyhound Australia Network Map & Stop Locations (Netzplan laut Greyhound aktuell gültig ab Juli 2026).

Mit Greyhound nach Alice Springs und ins Outback?

Ja, Greyhound fährt nach Alice Springs und durch große Teile des australischen Outbacks. Alice Springs liegt auf der Nord-Süd-Verbindung zwischen Adelaide und Darwin. Auch Coober Pedy, Tennant Creek und Katherine werden angefahren. Wer nicht nur die Ostküste bereisen möchte, sollte sich deshalb den National Whimit Pass und das komplette Streckennetz ansehen.

Direkt bis Uluru beziehungsweise Yulara fährt Greyhound aktuell jedoch nicht. Yulara ist im aktuellen Greyhound-Netzplan nicht als Halt aufgeführt. Wer mit Greyhound nach Alice Springs fährt und anschließend zum Uluru möchte, braucht für die rund 450 Kilometer lange Weiterreise eine Tour, einen Transfer oder eine andere Transportlösung.

Wir selbst sind zum Roten Zentrum geflogen. Unsere Erlebnisse dort findest du zum Beispiel in meinem Bericht über Wintjiri Wiru und den Sonnenuntergang am Uluru.

Der Whimit Pass und die ganz normalen Fragen im Kopf

Beim Weiterlesen stieß ich auf einen Pass, der sich direkt sehr interessant anhörte: den 15-Day East Coast Whimit Travel Pass.
Das Prinzip ist einfach.
Ein festgelegter Zeitraum von 15 Tagen, innerhalb dessen beliebig viele Fahrten auf den Strecken der Ostküste möglich sind.
Jede Fahrt wird vorab reserviert, Sitzplätze lassen sich auswählen, Umbuchungen sind auch kurzfristig möglich, sofern noch Plätze frei sind.

Trotzdem blieben Fragen.
Australien mit dem Bus bereisen?
Funktioniert das wirklich zuverlässig?
Wie bequem sind die Sitze auf langen Strecken?
Wie fühlt sich das an, wenn der Takt vorgegeben ist und man nicht einfach losfahren kann, wann man möchte?
Und was passiert, wenn sich ein Plan plötzlich ändert?

Zweifel waren da. Wieder einmal.
Aber irgendetwas in mir trieb mich immer wieder an, meinen Traum nicht schon wieder zu verschieben. Dieses Wissen, dass der richtige Zeitpunkt nicht irgendwann kommt.
Sondern jetzt da ist.

Also hörte ich auf mein Bauchgefühl und begann, tiefer zu recherchieren.
Ich las Reiseberichte, klickte mich durch Foren und Gruppen und suchte nach Erfahrungen von Menschen, die genau so unterwegs gewesen waren.
Je mehr ich las, desto mehr konnte ich mir vorstellen, so zu reisen.

Auch die Kinder bezog ich mit ein.
Ihre Reaktion war überraschend eindeutig.
„Dann hast du nicht immer Stress mit dem Autofahren.“
Die Erinnerungen an unsere (recht nervenaufreibenden) Autofahrten wenige Wochen zuvor in Palermo (Sizilien) waren noch sehr präsent.
„Dann kannst du beim Fahren auch mal entspannen.“

Auch aus der Familie kam Rückenwind.

„Das ist doch ideal.“

„Überleg mal, wie entspannt das für dich ist.“

Und irgendwann blieb dieser schlichte Gedanke hängen:

Anders geht es ohnehin nicht.

Also warum nicht so?

Erst danach begann ich, etwas konkreter zu planen.
Welche Orte wollen wir sehen?
Was ist mit Greyhound realistisch machbar?
Welche Strecken passen zusammen?
Schritt für Schritt nahm die Planung Form an.

 

Whimit Pass – Buchung und Ablauf

Der 15-Day East Coast Whimit Travel Pass wird vorab online bei Greyhound gekauft.
Innerhalb von 15 Tagen können beliebig viele Fahrten auf den Strecken der Ostküste genutzt werden.
Jede einzelne Fahrt muss reserviert werden, Sitzplätze lassen sich dabei direkt auswählen.
Umbuchungen sind auch kurzfristig möglich, sofern noch Plätze verfügbar sind.
Das Ticket wird digital genutzt, beim Einstieg reicht der Buchungsnachweis auf dem Smartphone.
Der 15-Tage East Coast Whimit Pass kostet aktuell 405 AUD pro Person (Stand August 2026). Preise können sich ändern.

East Coast Whimit oder National Whimit?
Der East Coast Whimit gilt für unbegrenzte Fahrten zwischen Melbourne und Cairns. Der National Whimit gilt innerhalb seiner Laufzeit für das gesamte Greyhound-Netz – also auch für Outback-Strecken wie Adelaide, Alice Springs und Darwin. Beide Passarten erlauben Fahrten in beide Richtungen. Welche Variante sinnvoller ist, hängt deshalb komplett von eurer Route ab.

Die maximale Strecke, die mit dem 15-Day East Coast Whimit Pass theoretisch möglich ist, ergibt sich aus der längsten zusammenhängenden Route im Greyhound-Netz an der Ostküste.

Cairns → Melbourne ist dabei die längste klassische Ostküstenverbindung.

• Entfernung: ca. 3.400–3.600 Kilometer
• Reine Fahrzeit (ohne Pausen, Stopps, Umstiege): rund 48–55 Stunden Busfahrt, je nach Verbindung

Mit dem 15-Tage-Pass könnte man diese Strecke komplett fahren – und sogar noch Teilabschnitte zurück, solange alles innerhalb der 15 Tage liegt und die Fahrten reserviert sind.

Realistisch heißt das für euch

z. B.:

Cairns → Townsville → Airlie Beach → Mackay → Rockhampton → Hervey Bay → Brisbane → Byron Bay → Sydney → Canberra → Melbourne
mit Stopps, Pausen, Übernachtungen und Abstechern – ohne Kilometerlimit.

Aber das ist nur die Theorie, in 15 Tagen macht man so zwar viel Strecke, sieht aber nix von Australien.

Wir sind gefahren:

Cairns → Mission Beach

Mission Beach → Townsville

Townsville → Airlie Beach

Airlie Beach → Mackay

Mackay → Nachtfahrt → Hervey Bay

Der Pass begrenzt nicht die Entfernung, sondern nur die Zeit.

Buchung direkt über:
Greyhound Australia

Warum Planung hier besonders wichtig war

Genaue Planung war mir immer wichtig.
In diesem Fall mehr denn je.
Die Etappen sollten von zu Hause aus feststehen, um die Unterkünfte und Touren zu buchen. Im Bus mit meinen Kindern zusammen sitzen war mir sehr wichtig.
Und am liebsten möglichst weit vorne, um nach vorne auf die Straße sehen zu können.
Schilder lesen, Ortsnamen entdecken, Landschaft beobachten.

Und dann war er da, dieser Moment.

Wir machen es!

Australien. Ohne Mietwagen. Nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Dieser Gedanke fühlte sich im ersten Moment fast absurd an. So anders als alles, was sich über Jahre in meinem Kopf festgesetzt hatte. Kein Roadtrip, kein eigenes Lenkrad, kein spontanes Abbiegen irgendwo ins Nichts wie wir es zB damals an der Westküste der USA oder auch bei unseren vielen Touren in Europa gemacht haben.

Nach all den Jahren, in denen Australien immer nur ein „irgendwann“ gewesen war, wurde dieser Traum endlich Wirklichkeit. Nicht so, wie ich ihn mir früher ausgemalt hatte. Aber genau so, wie er jetzt möglich war.

Diese Art zu reisen war für uns nicht völlig neu. Auch Japan hatten wir komplett mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereist.

Aus anderen Gründen, in einem ganz anderen Land. Aber es hat funktioniert.
Und auch in Australien – ein Land viel größer als Japan und mit soviel mehr endloser Weite – würde es funktionieren!

Greyhound buchen – der Buchungsprozess

Der Buchungsprozess bei Greyhound ist überraschend übersichtlich und gut planbar.
Zuerst wird der passende Pass online ausgewählt, in unserem Fall der 15-Day East Coast Whimit Travel Pass.
Wir brauchten alle unseren eigenen Pass, ich konnte sie aber in einer Buchung bündeln.
Der Pass wird direkt beim Kauf bezahlt. Kurz danach kommt eine Bestätigung per E-Mail mit der Buchungsnummer.
Der 15-Tage East Coast Whimit Pass kostet aktuell 405 AUD pro Person (Stand August 2026) und beinhaltet unbegrenzt viele reservierte Greyhound-Fahrten zwischen Melbourne und Cairns innerhalb der 15 aufeinanderfolgenden Reisetage, auch Nachtfahrten. Preise können sich ändern.

Mit dieser Buchungsnummer lassen sich anschließend die einzelnen Fahrten zum Pass hinzufügen.
Das funktioniert über den Bereich „Manage Booking“ oder über ein eigenes Greyhound-Konto.
Dort gibt man einfach die Buchungsnummer und die E-Mail-Adresse ein.

Für jede Strecke wird dann eine konkrete Fahrt reserviert. Start, Ziel und Datum auswählen, verfügbare Verbindungen anzeigen lassen und die gewünschte Fahrt hinzufügen.
Wenn Sitzplätze auswählbar sind, können sie direkt reserviert werden, was besonders angenehm ist, wenn man zusammen sitzen möchte.

Änderungen sind online möglich, solange noch Plätze verfügbar sind. Sogar bis 1 Stunde vor Abfahrt ist eine Umbuchung noch möglich.
Fahrten lassen sich löschen, verschieben oder neu hinzufügen.
Das gab mir viel Flexibilität, falls sich unterwegs doch etwas ändern sollte.

Beim Einsteigen muss nichts ausgedruckt werden. Ein elektronisches Ticket auf dem Smartphone reicht aus. Greyhound empfiehlt, etwa 20 Minuten vor Abfahrt am Stopp zu sein, damit das Gepäck verladen werden kann. Ticket beziehungsweise Buchungsnummer und ein Lichtbildausweis sollten griffbereit sein.
Insgesamt fühlte sich der gesamte Ablauf unkompliziert und sehr entspannt an.

Kurz gesagt: Pass online kaufen, Buchungsnummer erhalten, Fahrten reservieren, Sitzplätze sichern, bei Bedarf anpassen und einfach einsteigen.

So sieht das dann im Account aus:

Greyhound Australia Buchung im Online-Account

Und ein toller Service von Greyhound Australia:

Vor allem in der Regenzeit gibt es oft Straßensperrungen.

Auf der Instagram-Seite von Greyhound wird man immer direkt mit Karten (und oft sehr unterhaltsam) darüber informiert.

Greyhound Australien mit Kindern und Teenagern

Wir waren mit meinen drei Teenagern unterwegs. Für mich war deshalb von Anfang an wichtig, dass wir unsere Fahrten gut planen und möglichst zusammensitzen konnten. Bei einem Whimit Pass wird jede einzelne Strecke reserviert; dabei kann man verfügbare Sitzplätze auswählen. Wenn ihr als Familie zusammensitzen möchtet, würde ich die Fahrten nicht unnötig spät reservieren – besonders in australischen Schulferien und an langen Wochenenden können Verbindungen gut gebucht sein.

Für Teenager war diese Art des Reisens bei uns unkompliziert: Kopfhörer, Handy, Ladekabel, Snacks, Nackenhörnchen und Reisedecke gehörten sowieso ins Handgepäck. Und für mich hatte es einen sehr großen Vorteil: Ich musste auf den langen Strecken nicht selbst fahren.

Greyhound mit Babys und Kindern – die wichtigsten Regeln

• Kinder von 3 bis 14 Jahren erhalten aktuell 17,5 % Rabatt auf den Standard-Erwachsenentarif.
• Kinder unter 15 Jahren dürfen Greyhound nicht allein nutzen und müssen während der gesamten Reise einschließlich Umstiegen und Aufenthalten begleitet werden.
• Kindersitze und Sitzerhöhungen, die im Auto vorgeschrieben wären, sind im Greyhound-Bus nicht erforderlich. Alle Fahrgäste – auch Kinder – müssen während des Sitzens den Sicherheitsgurt benutzen.
• Babys von 0 bis 2 Jahren können als „Nursed Infant“ ohne eigenen Sitz kostenlos mitreisen. Für einen eigenen Sitz mit zugelassener Babyschale berechnet Greyhound 50 % des Standard-Erwachsenentarifs.
• Kinderwagen dürfen laut Greyhound kostenlos mitgenommen werden, unabhängig von der übrigen Gepäckmenge.

Wichtig: Die Kinderermäßigung bezieht sich auf den Standardtarif. Bei Travel Pässen wie dem Whimit Pass würde ich nicht automatisch von derselben Ermäßigung ausgehen, sondern den jeweils aktuellen Preis direkt bei Greyhound prüfen.


„Du fährst mit Greyhound?! Da siehst du doch nur Städte!“

„Viel Spaß, wirst nix schönes sehen von Australien“

„Dann kannst du auch in Deutschland bleiben und mit der Bahn durchs Ruhrgebiet fahren“

Diese und ähnliche Sprüche bekam ich vor allem in australischen Reisegruppen bei Facebook öfters zu hören.

Und dazu habe ich dann ein Reel gemacht.

 
 
 
 
 
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Die erste Fahrt: Ankommen am Stopp und losfahren

Und dann kam der Tag, an dem die Reise mit Greyhound begann.

Für jede Fahrt lag die genaue Adresse vor, an der der Bus hält. Und weil es offenbar mehr Menschen wie mich gibt, die trotz genauer Adresse erst einmal ziellos umherirren, war alles gut ausgeschildert. Pfeile, Hinweise, klare Treffpunkte.

Die Busse waren pünktlich. Der Fahrer checkte die Namen und fragte kurz nach, wo es hingeht. Je nach Ziel wurde das Gepäck im Laderaum sortiert. Größere Taschen verschwanden unten. Rucksäcke durften mit an den Platz genommen werden.

Alltag im Bus: Pünktlichkeit, Pausen, USB und WLAN

Nach dem Einsteigen richteten wir uns erst einmal auf unserem Platz ein. Nackenhörnchen, eine kleine Reisedecke. Ein paar Snacks im Netz am Vordersitz. Die Sitze waren bequem, auch auf längeren Strecken. An jedem Platz gab es einen USB-Anschluss, was unterwegs wirklich hilfreich war, allerdings brauchten wir dafür etwas längere Kabel. In vielen Bussen funktionierte auch das WLAN, mal stabiler, mal weniger, aber für Nachrichten und kurze Recherchen ausreichend. Nur zum Streamen war es manchmal zu langsam.

Aktueller Hinweis zum WLAN: Greyhound weist inzwischen ausdrücklich darauf hin, dass WLAN nur auf East-Coast-Verbindungen und nur innerhalb der Telstra-Abdeckung verfügbar ist. USB-A-Ladeanschlüsse gibt es laut Greyhound an jedem Sitz.

Eine Toilette gibt es direkt an Bord. Greyhound gibt für seine regulären Coaches eine Bordtoilette an – für lange Strecken und gerade auch beim Reisen mit Kindern ein ziemlich wichtiger Punkt.

Auf unseren Fahrten haben wir ungefähr alle zwei Stunden eine Pause gemacht. Das war unsere persönliche Erfahrung, aber kein fester Greyhound-Rhythmus. Offiziell hängt es von Strecke und Fahrplan ab, ob und wann längere Essens- beziehungsweise Rest Stops eingeplant sind. Solche Pausen dauern laut Greyhound normalerweise etwa 15 bis 30 Minuten. Zeit für Toiletten, etwas zu essen oder kurz die Beine zu vertreten.

Essen und Trinken sind im Bus grundsätzlich erlaubt. Laut Greyhound sind allerdings heißes Essen und Getränke ohne Deckel nicht erlaubt; heiße Getränke dürfen mit einem fest verschließbaren Deckel mitgenommen werden.

Ein paar Impressionen von unterwegs

Greyhound meets Greyhound

Vorne mit Blick auf die Straße zu sitzen hat sich gelohnt, habe nun ein paar Fotos mehr für meine Tierschild-Sammlung

Ein Symbolfoto. Soll zeigen, dass man mit Kissen und Nackenhörnchen gut schlafen kann, sogar besser als in der Flugzeug-Holzklasse. Ich habe tatsächlich bei jeder Fahrt eine Runde geschlafen.

Gepäck bei Greyhound Australien

Eine der Fragen, die mich nach diesem Beitrag direkt erreicht hat, war: Was passiert eigentlich mit dem großen Gepäck? Bei uns kamen die größeren Taschen beziehungsweise Koffer unten in den Gepäckraum des Busses, kleinere Rucksäcke nahmen wir mit an den Platz.

Offiziell darf jede Person aktuell zwei aufgegebene Gepäckstücke mit jeweils maximal 20 kg sowie ein Handgepäckstück bis maximal 8 kg mitnehmen. Bis zu zwei zusätzliche normale Gepäckstücke bis jeweils 20 kg können gegen Gebühr dazugebucht werden. Kinderwagen dürfen kostenlos mitgenommen werden.

Die Nachtfahrt von Mackay nach Hervey Bay

Eine unserer Etappen war eine Nachtfahrt. Von Mackay nach Hervey Bay. Bei der Planung gab es kurz Zweifel. Nachtfahrt im Bus klingt erst einmal nach wenig Schlaf und müdem Ankommen. Aber auf der anderen Seite hatte es auch Vorteile: Wir sparten eine Nacht in einer Unterkunft und konnten so über Nacht eine große Strecke zurück legen.

Vor der Abfahrt hatten wir noch Zeit, in Ruhe Abendessen zu gehen. Eine Ausnahme auf dieser Reise, denn um die Kosten klein zu halten, wurde meist selbst gekocht. An diesem Abend gab es einen Burger, Süßkartoffeln und gebackenen Blumenkohl. Und genau das tat gut, einfach mal in Ruhe sitzen, lecker essen, durchatmen, bevor die Nacht beginnt.

Wir waren zeitig am Bus, mit uns stiegen noch viele andere Gäste ein. Für die 11 Stunden Fahrt hatte ich mir ein kleines Kulturtäschchen gepackt. Zahnbürste, Cremes, Reinigungstücher & Co. Alles, um sich am Morgen frisch zu machen. Bei Langstreckenflügen mache ich es immer genauso.

Die Fahrt ging los, das Licht wurde gedimmt. Wir hatten für die Nachtfahrt Plätze in der Mitte des Busses. Hier schaukelt es weniger. Mit Kissen, Nackenhörchen und Kuscheldecke schlummerte ich sogar relativ schnell ein. Ein Trick half dabei: ein Lieblingslied in Dauerschleife, mit Noise-Canceling-Kopfhörern. Ich hatte es vorher versucht, meine Playlist durchzuhören, bin aber dauernd bei neuen Liedern wieder wach geworden. Also gab es nur ein ruhiges Lied in Dauerschleife und das ließ mich erstaunlich gut schlummern, trotz Bus und trotz Sitzen.

Auch nachts haben wir alle 2 Stunden eine Pause gemacht. Niemand musste aussteigen. Wer wollte, blieb einfach sitzen. Der Bus fuhr weiter, während draußen die Nacht vorbeizog. 700 km Strecke schafften wir so, halbwegs schlafend über Nacht.

Am Morgen kamen wir in Hervey Bay an. Müde, ja. Aber nicht zerschlagen. Und da war dieser angenehme Gedanke: Strecke geschafft, über Nacht vorangekommen, eine Hotelnacht gespart.

Wo Greyhound an Grenzen stößt und wie wir damit umgegangen sind

Greyhound bringt einen zuverlässig von Ort zu Ort. Abgelegene Nationalparks, spontane Abstecher ins Hinterland und Ziele fernab der Hauptstrecken gehören nicht dazu. Man ist weniger Flexibel als mit einem eigenen Fahrzeug. Das war vorher klar, deshalb wurde die Route von Anfang an entlang der Greyhound-Strecke geplant. Und auch dort gibt es, wie ihr in den kommenden Wochen hier noch lesen könnt, richtig viel zu sehen und zu erleben.

Unterkünfte buchte ich möglichst zentral. Orte, von denen aus vieles zu Fuß erreichbar war oder die gut angebunden waren. Für Ziele außerhalb dieser Reichweite wurden Uber oder geführte Touren genutzt. Gerade bei wenig Zeit sieht man so viel.

Australien Kosten: Greyhound, Mietwagen oder Camper

Viele von euch haben mich gefragt, wie das mit den Kosten ist.

Die Preise schwanken je nach Saison, Anbieter und Verfügbarkeit. Um trotzdem ein Gefühl für die Größenordnungen zu bekommen, habe ich unsere Route mit Greyhound einmal grob gegengerechnet: Cairns – Mission Beach – Townsville – Airlie Beach – Mackay – Hervey Bay. Das ist keine exakte Berechnung, sondern eine grobe Orientierung.

Als Autofahrt liegt diese Strecke bei rund 1.500 Kilometern. Beim Sprit hängt viel vom Fahrzeug ab. Ein normaler Mietwagen liegt oft bei etwa 7 bis 9 Litern auf 100 Kilometer, ein Camper eher bei 12 Litern. Damit landet man grob bei etwa 190 bis 250 AUD Spritkosten (ca. 115–150 €) für einen Mietwagen, beim Camper eher um die 330 AUD (ca. 200 €), je nach Verbrauch und regionalem Benzinpreis. Greyhound ist am einfachsten zu kalkulieren. Der 15-Day East Coast Whimit Pass kostet aktuell 405 AUD pro Person (Stand August 2026). Für zwei Personen sind das 810 AUD, für vier Personen 1.620 AUD. Der Euro-Gegenwert schwankt mit dem Wechselkurs. Dazu kommen vor Ort noch Transfers, Ubers oder geführte Touren, je nachdem, wie man unterwegs ist. Beim Mietwagen ist die Spannbreite groß. In Cairns lagen die Preise je nach Anbieter und Zeitpunkt grob zwischen etwa 35 und 70 AUD pro Tag (ca. 20–42 €). Für 15 Tage ergibt das ungefähr 525 bis 1.050 AUD (ca. 315–630 €) für den Wagen, dazu Sprit und eventuell Versicherungs-Upgrades. Zu zweit kann Greyhound preislich ähnlich liegen oder sogar günstiger sein. Zu viert wirkt der Mietwagen oft attraktiver, vorausgesetzt mehrere Personen dürfen fahren. Ein Camper kombiniert Auto und Unterkunft, ist aber selten die günstige Variante. Je nach Fahrzeug und Saison liegen die Preise grob zwischen etwa 100 und 400 AUD pro Tag (ca. 60–240 €). Für 15 Tage landet man damit schnell bei 1.500 bis deutlich über 6.000 AUD (ca. 900–3.600 €), plus Sprit und Campingplätze. Das kann sich lohnen, wenn man konsequent im Camper schläft, ist aber preislich eine andere Liga.

Preis-Fazit für unsere Route:

Greyhound (15-Day East Coast Whimit Pass)
• 405 AUD pro Person (Stand August 2026)
• 2 Personen: 810 AUD
• 4 Personen: 1.620 AUD
(+ ggf. Transfers/Uber/Touren vor Ort)

Mietwagen
• Tagespreis ca. 35–70 AUD (20–42 €)
• 15 Tage: ca. 525–1.050 AUD (≈ 315–630 €)
• Sprit: ca. 190–250 AUD (≈ 115–150 €)
→ Gesamt grob:
• 2 Personen: ca. 715–1.300 AUD (≈ 430–780 €)
• 4 Personen: gleicher Fahrzeugpreis, aber 4 Mitfahrende
→ Mietwagen pro Person günstiger, wenn mehrere Fahrer vorhanden sind

Camper / Wohnmobil
• Tagespreis ca. 100–400 AUD (60–240 €)
• 15 Tage: ca. 1.500–6.000+ AUD (≈ 900–3.600 €)
• Sprit: ca. 330 AUD (≈ 200 €)
• ggf. Campingplätze zusätzlich
→ Gesamt: schnell deutlich über 2.000 AUD, oft erheblich mehr

Kurz gesagt

• Greyhound: am einfachsten zu kalkulieren, preislich lohnenswert für 1–2 Personen
• Mietwagen: preislich günstiger bei 3–4 Personen
• Camper: komfortabel, aber preislich eine andere Liga


Fazit zu Greyhound Australien mit Teenagern 

Greyhound war für uns eine sehr gute Lösung. Australien ließ sich erleben, ohne selbst hinter dem Steuer sitzen zu müssen. Ich wäre die einzige Fahrerin gewesen. Meine Älteste hatte zwar schon Führerschein, aber hat sich das Fahren mit Linksverkehr nicht zugetraut. Und ich war mir auch unsicher. 

Ein Aspekt wurde unterwegs immer mehr bewusst: Nachhaltigkeit. Wenn man schon um die halbe Welt fliegt, kann man zumindest vor Ort versuchen, den eigenen CO₂-Abdruck kleiner zu halten. Mit dem Bus zu reisen bedeutet weniger Fahrzeuge, weniger Verkehr und weniger Emissionen pro Person. Das ändert nichts an der Flugstrecke, aber es verändert, wie man sich danach im Land bewegt.

Greyhound ist an der Ostküste besonders dicht vertreten, aber das Netz reicht deutlich weiter: bis ins Outback, nach Alice Springs und Darwin sowie in den Norden von Western Australia bis unter anderem Broome und Kununurra. Was es derzeit nicht gibt, ist eine durchgehende Greyhound-Verbindung über Perth entlang der gesamten Westküste. Für jede geplante Route lohnt deshalb ein Blick in den aktuellen Netzplan.

Ob Greyhound für euch die richtige Wahl ist, lässt sich nicht pauschal sagen.

Aber wenn ihr von Australien träumt – und aus welchen Gründen auch immer kein Fahrzeug mieten könnt / möchtet oder euch den Linksverkehr nicht zutraut oder ihr – wie ich – gesundheitlich eingeschränkt seid und kein Auto fahren dürft, dann ist Greyhound eine tolle Möglichkeit, Australien zu bereisen.

Für uns hat es gepasst. Zu diesem Zeitpunkt, mit diesen Rahmenbedingungen und genau so, wie diese Reise möglich war.

Das Leben verläuft selten nach Plan. Es stellt Dinge um, zieht Grenzen, zwingt zu neuen Wegen.

Auch beim Reisen geht es nicht immer darum, alles so machen zu können, wie man es sich wünscht. Manchmal geht es darum, einen Weg zu finden, der unter den gegebenen Umständen funktioniert.

Heute bin ich froh, dass ich mich vom Fahrverbot nicht habe entmutigen lassen. Dass ich meinen Traum nicht noch einmal auf „irgendwann“ verschoben habe, sondern ihn genau so gelebt habe, wie es möglich war.

Denn das Leben wartet nicht auf deine Träume.

Mehr zu unserer Australienreise ohne Mietwagen

Wenn du unsere Route genauer nachvollziehen möchtest, findest du hier die Übersicht unserer Australienreise. Besonders passend zu Greyhound sind außerdem unsere Berichte über Mission Beach, Townsville, Magnetic Island, Airlie Beach und unsere Whitsundays-Tour. Japan haben wir ebenfalls komplett mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereist – allerdings mit einem völlig anderen Verkehrssystem.

FAQ zu Greyhound Australien

Wo fährt Greyhound in Australien überall?

Greyhound fährt nicht nur an der Ostküste, sondern durch alle Bundesstaaten und Territorien auf dem australischen Festland. Das Netz umfasst aktuell mehr als 180 Stopps. Besonders dicht ist die Strecke Melbourne – Sydney – Brisbane – Cairns; weitere wichtige Verbindungen führen durch Queensland ins Inland, von Adelaide über Alice Springs nach Darwin und im Norden von Western Australia bis Broome und Kununurra.

Wo kann ich das aktuelle Streckennetz von Greyhound Australia sehen?

Den aktuellen Netzplan findest du direkt auf der offiziellen Greyhound-Webseite. Dort sind die einzelnen Stops, Karten und Fahrpläne verlinkt: Greyhound Network Map & Stop Locations.

Fährt Greyhound nach Alice Springs und ins Outback?

Ja, Greyhound fährt nach Alice Springs und durch das australische Outback. Alice Springs liegt auf der Verbindung Adelaide – Coober Pedy – Alice Springs – Tennant Creek – Katherine – Darwin. Auch weitere Outback-Orte in Queensland und im Northern Territory werden bedient.

Kann man mit Greyhound direkt zum Uluru fahren?

Nein, Yulara beziehungsweise Uluru ist im aktuellen Greyhound-Netzplan nicht als Halt aufgeführt. Mit Greyhound kannst du bis Alice Springs fahren; für die Weiterreise zum rund 450 Kilometer entfernten Uluru brauchst du eine Tour, einen Transfer oder eine andere Transportmöglichkeit.

Was ist der Unterschied zwischen East Coast Whimit und National Whimit?

Der East Coast Whimit gilt für unbegrenzte Greyhound-Fahrten zwischen Melbourne und Cairns, der National Whimit für das gesamte Greyhound-Netz. Beide Pässe gelten für eine festgelegte Zahl aufeinanderfolgender Reisetage und erlauben Fahrten in beide Richtungen. Der National Pass ist sinnvoll, wenn auch Alice Springs, Darwin oder andere Strecken außerhalb der Ostküste auf deiner Route liegen.

Muss ich mit einem Whimit Pass jede Greyhound-Fahrt reservieren?

Ja, auch mit einem Whimit Pass wird jede einzelne Strecke reserviert. Die Fahrten lassen sich über My Greyhound beziehungsweise Manage Booking hinzufügen, ändern oder löschen. Online sind Änderungen laut Greyhound bis eine Stunde vor Abfahrt möglich, sofern Plätze verfügbar sind.

Ist Greyhound Australien mit Kindern und Teenagern geeignet?

Für uns hat Greyhound mit drei Teenagern sehr gut gepasst. Wir konnten die langen Strecken gemeinsam zurücklegen, ohne dass ich selbst fahren musste, und haben unsere Sitzplätze bei den einzelnen Fahrten ausgewählt. Mit jüngeren Kindern würde ich die Länge der Tagesetappen besonders im Blick behalten; Bordtoilette, Pausen und die Möglichkeit, Geräte über USB zu laden, machen lange Fahrten aber deutlich einfacher.

Brauchen Kinder im Greyhound-Bus einen Kindersitz?

Nein, Kinder, die im Auto einen Kindersitz oder Booster benötigen würden, müssen diesen im Greyhound-Bus nicht benutzen. Greyhound schreibt jedoch vor, dass alle Fahrgäste einschließlich Kinder während des Sitzens den vorhandenen Sicherheitsgurt tragen.

Was kosten Kinder bei Greyhound Australia?

Kinder von 3 bis 14 Jahren erhalten aktuell 17,5 % Rabatt auf den Standard-Erwachsenentarif. Babys von 0 bis 2 Jahren können als „Nursed Infant“ ohne eigenen Sitz kostenlos mitreisen; für einen eigenen Sitz mit zugelassener Babyschale werden 50 % des Standard-Erwachsenentarifs berechnet. Für Whimit-Pässe sollte der aktuelle Preis separat geprüft werden.

Dürfen Kinder allein mit Greyhound Australia fahren?

Nein, Kinder unter 15 Jahren dürfen Greyhound nicht allein nutzen. Sie müssen während der gesamten Reise einschließlich Transfers und Aufenthalten von einer verantwortlichen Person begleitet werden.

Gibt es im Greyhound-Bus eine Toilette?

Ja, Greyhound-Coaches haben eine Bordtoilette. Das ist bei langen Strecken und Nachtfahrten besonders praktisch und war für uns zusätzlich zu den eingeplanten Pausen angenehm.

Wie oft macht Greyhound Pause?

Es gibt keinen allgemein festgelegten Zwei-Stunden-Rhythmus für alle Greyhound-Strecken. Auf unseren Fahrten machten wir ungefähr alle zwei Stunden Pause. Offiziell hängen Essens- und Rest Stops von der jeweiligen Verbindung ab; längere Pausen dauern laut Greyhound meist etwa 15 bis 30 Minuten.

Wie viel Gepäck darf man bei Greyhound Australia mitnehmen?

Pro Person sind aktuell zwei aufgegebene Gepäckstücke bis jeweils 20 kg plus ein Handgepäckstück bis 8 kg erlaubt. Zwei weitere Gepäckstücke bis jeweils 20 kg können gegen Gebühr mitgenommen werden. Kinderwagen sind kostenlos.

Gibt es WLAN und USB-Anschlüsse im Greyhound-Bus?

USB-A-Ladeanschlüsse gibt es laut Greyhound an jedem Sitz; WLAN ist dagegen nicht im gesamten nationalen Netz verfügbar. Greyhound weist aktuell darauf hin, dass WLAN auf East-Coast-Verbindungen und innerhalb der Telstra-Abdeckung verfügbar ist. Auf unseren Fahrten war die Verbindung mal besser und mal schlechter.

Wie früh sollte man vor der Greyhound-Abfahrt am Stopp sein?

Greyhound empfiehlt, etwa 20 Minuten vor der Abfahrt am Stopp zu sein. So bleibt genug Zeit zum Verladen des Gepäcks. Ein elektronisches Ticket auf dem Smartphone ist ausreichend; Buchungsnummer und Lichtbildausweis sollten griffbereit sein.

Kann man als Familie Sitzplätze nebeneinander reservieren?

Ja, bei der Buchung einer Fahrt lassen sich verfügbare Sitzplätze auswählen. Bei einem Travel Pass wird der Sitz jeweils beim Hinzufügen der einzelnen Fahrt gewählt. Greyhound weist allerdings darauf hin, dass Sitzplatzzuweisungen aus betrieblichen Gründen geändert werden können. Wenn euch gemeinsame Plätze wichtig sind, würde ich die Fahrten möglichst früh reservieren.

Kann man Australien komplett ohne Mietwagen mit Greyhound bereisen?

Viele große Strecken lassen sich ohne Mietwagen mit Greyhound bereisen, aber nicht jede Sehenswürdigkeit liegt direkt an einer Busroute. Für unsere Ostküstenreise kombinierten wir Greyhound mit Fähren, Uber, Flügen und geführten Touren. Gerade Nationalparks, Inseln und abgelegenere Ziele brauchen häufig eine zusätzliche Verbindung. Genau deshalb ist die Routenplanung wichtiger als bei einem klassischen Roadtrip.

Stand der Greyhound-Fakten: August 2026. Fahrpläne, Preise, Rabatte und Beförderungsbedingungen können sich ändern. Vor der Buchung deshalb bitte die aktuellen Angaben direkt bei Greyhound Australia prüfen.


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5 Kommentare zu „Australien ohne Mietwagen: allein mit 3 Teenagern im Greyhound“

  1. Oxana

    Ein wunderschönes Bericht. Ich plane gerade eine Reise mit dem Bus durch Ostküste im September allein. Es hat mir viel Sorge und Angst weggenommen. Ich habe noch Frage. Wie hat ihr mit dem grossen Gepäck umgegangen? Gab’s irgendwo an einem Ort das Problem diesbezüglich oder gibt es ein Paar Tipps zu beachten?Herzlichen Dank

    1. Elly unterwegs

      Hallo Oxana,
      Das freut mich sehr zu hören 🤗
      Meinst du das große Gepäck bei den Busfahrten? Die kommen unten in den Gepäckraum, der Busfahrer guckt immer wo man aussteigt und packt dann die Koffer so ein, dass man sie beim Aussteigen auch vorne hat. Das hat wirklich sehr gut geklappt 👍🏻 Handgepäck nimmt man mit in den Bus wenn man möchte, man kann seinen Rucksack aber auch in den Kofferraum packen. Liebe Grüße und noch viel Spaß bei der Planung.
      Meine Australien-Berichte gehen auch bald weiter.
      Bin gerade in Nordmazedonien unterwegs, aber sobald ich zu Hause bin, geht es mit den Berichten weiter 🤗
      Liebe Grüße, Elly

  2. […] Passend dazu: Mit Greyhound durch Australien, unsere Erfahrungen ohne Auto […]

  3. Wow, was für ein toller und umfassender Bericht.
    Ich hatte vorher noch nie etwas von Greyhound gehört und Australien war bisher in meinem Kopf immer mit „Roadtrip im Camper“ verknüpft. Dass es auch anders geht, finde ich sehr gut, denn auch wir sind am liebsten ohne Mietwagen unterwegs.
    Übrigens auch in Japan komplett mit dem Zug ;)

    Falls es uns also mal dorthin zieht, werde ich definitiv an deinen Guide erinnern und es für uns durchrechnen.

    Liebe Grüße, Lisa

    1. Elly unterwegs

      Hallo Lisa,
      vielen Dank.
      In Japan waren wir auch nur mit den Öffentlichen unterwegs.
      Australien wollte ich eigentlich mit dem Camper bereisen, aber irgendwer „da oben“ hatte was dagegen …
      Im Nachhinein bin ich sehr froh, denn es war eine sehr angenehme Art zu reisen
      Liebe Grüße aus dem Münsterland
      Elly

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