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Kategorie: Australien-Vorbereitung

  • Australien ohne Mietwagen – unsere Reise mit Greyhound | elly-unterwegs

    Australien ohne Mietwagen – unsere Reise mit Greyhound | elly-unterwegs


    Australien ohne Mietwagen – unsere Reise mit Greyhound

    Mich haben nach meinem Insta-Reel sehr viele Nachrichten zum Thema Greyhound erreicht.
    Deshalb bekommt dieses Thema nun einen eigenen Beitrag, in dem ich die Fragen beantworte, die mir am häufigsten gestellt wurden.

    Kleines Vorwort:

    Australien war seit über 25 Jahren mein Traum. So ein Traum, der die ganze Zeit im Hinterkopf umherschwirrt. Einer, der einen begleitet, während das Leben passiert. Mal rückt er näher, mal weiter weg. Aber immer schwebt dieses eine Wort darüber: irgendwann.

    Irgendwann, wenn es passt. Wenn meine Kinder älter sind. Wenn ich genug gespart habe.
    Irgendwann, wenn mehr Zeit da ist. Wenn ich jobtechnisch nicht mehr eingebunden bin. Wenn auf dem Hof weniger Arbeit ist.
    Irgendwann, wenn alles ruhiger wird. Wenn ich weniger Unruhen in meinem Leben habe.
    Irgendwann.

    Und dann kam der Herbst 2024. Und plötzlich wurde alles anders.

    Auf einmal wurde mir klar, wie schnell sich das Leben ändern kann.
    Wie schnell aus einem „irgendwann“ ein „nie“ werden kann.
    Arzttermine, neue Medikamente, ein Fahrverbot für unbestimmte Zeit.
    Auf einmal war nichts mehr selbstverständlich.

    Und genau in diesem Moment, an einem Zeitpunkt, an dem ich mich gesundheitlich weiter weg von Australien fühlte als je zuvor, wurde der Wunsch, diesen Traum endlich zu verwirklichen, größer als jemals zuvor.

    Denn in diesem Durcheinander wurde mir etwas schmerzhaft klar:
    Das Leben wartet nicht auf deine Träume.

    Australien wurde auf einmal konkret. Aus dem Wunsch heraus, nicht länger zu verschieben, was mich so lange begleitet hatte.

    Die Ärzte gaben grünes Licht fürs Reisen. Auto fahren durfte ich allerdings weiterhin nicht.
    Also musste diese Reise von Anfang an anders funktionieren.

    Australien ohne Auto.
    Endlose Straßen, Weite, Nationalparks, Regenwald, Küste.
    Bilder, die man automatisch mit einem Roadtrip verbindet.

    Und dann diese einfache, hartnäckige Frage:
    Wie soll das ohne Mietwagen funktionieren?

    Wie Greyhound überhaupt auf meinem Radar landete

    Also begann ich zu recherchiere. Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt?
    Japan haben wir mit dem Zug bereist und sind mit dem Shinkansen von Ort zu Ort gefahren.
    Aber gab es so etwas überhaupt in Australien?!
    Ich durchforstete das Internet. Checkte Flugrouten, Strecken, Verbindungen.
    Und irgendwo zwischen Planung, Routenüberlegungen und dieser leisen Unsicherheit („Vielleicht verschiebe ich es doch wieder …“) tauchte ein Name auf, den ich schon einmal gehört hatte: Greyhound.

    Gehört hatte ich den Namen schon einmal. Mehr aber auch nicht. Also begann ich, mich einzulesen.

    Greyhound ist ein Fernbusnetz mit festen Routen, vor allem entlang der australischen Ostküste. Genau dort lagen viele Ziele dieser Reise. Cairns, Mission Beach, Townsville, Airlie Beach, weiter Richtung Süden.
    Je länger ich mir das Streckennetz ansah, desto klarer wurde:
    Die wichtigsten Orte unserer Route waren abgedeckt. Abgelegene Abzweigungen ins Hinterland gehören nicht dazu. Für unsere Strecke passte es.

    Greyhound – Das Streckennetz

    Greyhound Australien: Streckennetz. Quelle: https://www.greyhound.com.au/


    Das Greyhound-Streckennetz deckt große Teile Australiens ab und folgt klaren Hauptverbindungen zwischen Städten und regionalen Zentren. Besonders dicht und zuverlässig ist das Netz entlang der Ostküste ausgebaut. Also genau unsere angedachte Strecke.

    Dort verbindet Greyhound viele Reiseorte in Queensland und New South Wales mit regelmäßigen Fahrten und festen Haltestellen. Die Ostküste eignet sich deshalb besonders gut für Reisen ohne eigenes Auto.

    In anderen Regionen Australiens, vor allem an der Westküste, ist das Netz deutlich weniger ausgebaut oder nicht durchgängig vorhanden.

    Der Whimit Pass und die ganz normalen Fragen im Kopf

    Beim Weiterlesen stieß ich auf einen Pass, der sich direkt sehr interessant anhörte: den 15-Day East Coast Whimit Travel Pass.
    Das Prinzip ist einfach.
    Ein festgelegter Zeitraum von 15 Tagen, innerhalb dessen beliebig viele Fahrten auf den Strecken der Ostküste möglich sind.
    Jede Fahrt wird vorab reserviert, Sitzplätze lassen sich auswählen, Umbuchungen sind auch kurzfristig möglich, sofern noch Plätze frei sind.

    Trotzdem blieben Fragen.
    Australien mit dem Bus bereisen?
    Funktioniert das wirklich zuverlässig?
    Wie bequem sind die Sitze auf langen Strecken?
    Wie fühlt sich das an, wenn der Takt vorgegeben ist und man nicht einfach losfahren kann, wann man möchte?
    Und was passiert, wenn sich ein Plan plötzlich ändert?

    Zweifel waren da. Wieder einmal.
    Aber irgendetwas in mir trieb mich immer wieder an, meinen Traum nicht schon wieder zu verschieben. Dieses Wissen, dass der richtige Zeitpunkt nicht irgendwann kommt.
    Sondern jetzt da ist.

    Also hörte ich auf mein Bauchgefühl und begann, tiefer zu recherchieren.
    Ich las Reiseberichte, klickte mich durch Foren und Gruppen und suchte nach Erfahrungen von Menschen, die genau so unterwegs gewesen waren.
    Je mehr ich las, desto mehr konnte ich mir vorstellen, so zu reisen.

    Auch die Kinder bezog ich mit ein.
    Ihre Reaktion war überraschend eindeutig.
    „Dann hast du nicht immer Stress mit dem Autofahren.“
    Die Erinnerungen an unsere (recht nervenaufreibenden) Autofahrten wenige Wochen zuvor in Palermo (Sizilien) waren noch sehr präsent.
    „Dann kannst du beim Fahren auch mal entspannen.“

    Auch aus der Familie kam Rückenwind.

    „Das ist doch ideal.“

    „Überleg mal, wie entspannt das für dich ist.“

    Und irgendwann blieb dieser schlichte Gedanke hängen:

    Anders geht es ohnehin nicht.

    Also warum nicht so?

    Erst danach begann ich, etwas konkreter zu planen.
    Welche Orte wollen wir sehen?
    Was ist mit Greyhound realistisch machbar?
    Welche Strecken passen zusammen?
    Schritt für Schritt nahm die Planung Form an.

    Whimit Pass – Buchung und Ablauf

    Der 15-Day East Coast Whimit Travel Pass wird vorab online bei Greyhound gekauft.
    Innerhalb von 15 Tagen können beliebig viele Fahrten auf den Strecken der Ostküste genutzt werden.
    Jede einzelne Fahrt muss reserviert werden, Sitzplätze lassen sich dabei direkt auswählen.
    Umbuchungen sind auch kurzfristig möglich, sofern noch Plätze verfügbar sind.
    Das Ticket wird digital genutzt, beim Einstieg reicht der Buchungsnachweis auf dem Smartphone.
    Der 15-Tage East Coast Whimit Pass kostet derzeit rund 395 AUD pro Person (ca. 240 €)

    Die maximale Strecke, die mit dem 15-Day East Coast Whimit Pass theoretisch möglich ist, ergibt sich aus der längsten zusammenhängenden Route im Greyhound-Netz an der Ostküste.

    Cairns → Melbourne ist dabei die längste klassische Ostküstenverbindung.

    • Entfernung: ca. 3.400–3.600 Kilometer
    • Reine Fahrzeit (ohne Pausen, Stopps, Umstiege): rund 48–55 Stunden Busfahrt, je nach Verbindung

    Mit dem 15-Tage-Pass könnte man diese Strecke komplett fahren – und sogar noch Teilabschnitte zurück, solange alles innerhalb der 15 Tage liegt und die Fahrten reserviert sind.

    Realistisch heißt das für euch

    z. B.:

    Cairns → Townsville → Airlie Beach → Mackay → Rockhampton → Hervey Bay → Brisbane → Byron Bay → Sydney → Canberra → Melbourne
    mit Stopps, Pausen, Übernachtungen und Abstechern – ohne Kilometerlimit.

    Aber das ist nur die Theorie, in 15 Tagen macht man so zwar viel Strecke, sieht aber nix von Australien.

    Wir sind gefahren:

    Cairns → Mission Beach

    Mission Beach → Townsville

    Townsville → Airlie Beach

    Airlie Beach → Mackay

    Mackay → Nachtfahrt → Hervey Bay

    Der Pass begrenzt nicht die Entfernung, sondern nur die Zeit.

    Buchung direkt über:
    Greyhound Australia

    Warum Planung hier besonders wichtig war

    Genaue Planung war mir immer wichtig.
    In diesem Fall mehr denn je.
    Die Etappen sollten von zu Hause aus feststehen, um die Unterkünfte und Touren zu buchen. Im Bus mit meinen Kindern zusammen sitzen war mir sehr wichtig.
    Und am liebsten möglichst weit vorne, um nach vorne auf die Straße sehen zu können.
    Schilder lesen, Ortsnamen entdecken, Landschaft beobachten.

    Und dann war er da, dieser Moment.

    Wir machen es!

    Australien. Ohne Mietwagen. Nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

    Dieser Gedanke fühlte sich im ersten Moment fast absurd an. So anders als alles, was sich über Jahre in meinem Kopf festgesetzt hatte. Kein Roadtrip, kein eigenes Lenkrad, kein spontanes Abbiegen irgendwo ins Nichts wie wir es zB damals an der Westküste der USA oder auch bei unseren vielen Touren in Europa gemacht haben.

    Nach all den Jahren, in denen Australien immer nur ein „irgendwann“ gewesen war, wurde dieser Traum endlich Wirklichkeit. Nicht so, wie ich ihn mir früher ausgemalt hatte. Aber genau so, wie er jetzt möglich war.

    Diese Art zu reisen war für uns nicht völlig neu. Auch Japan hatten wir komplett mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereist.

    Aus anderen Gründen, in einem ganz anderen Land. Aber es hat funktioniert.
    Und auch in Australien – ein Land viel größer als Japan und mit soviel mehr endloser Weite – würde es funktionieren!

    Greyhound buchen – der Buchungsprozess

    Der Buchungsprozess bei Greyhound ist überraschend übersichtlich und gut planbar.
    Zuerst wird der passende Pass online ausgewählt, in unserem Fall der 15-Day East Coast Whimit Travel Pass.
    Wir brauchten alle unseren eigenen Pass, ich konnte sie aber in einer Buchung bündeln.
    Der Pass wird direkt beim Kauf bezahlt. Kurz danach kommt eine Bestätigung per E-Mail mit der Buchungsnummer.
    Der 15-Tage East Coast Whimit Pass kostet derzeit rund 395 AUD pro Person (ca. 240 €) und beinhaltet alle Fahrten in dieser Zeit, auch die Nachtfahrten.

    Mit dieser Buchungsnummer lassen sich anschließend die einzelnen Fahrten zum Pass hinzufügen.
    Das funktioniert über den Bereich „Manage Booking“ oder über ein eigenes Greyhound-Konto.
    Dort gibt man einfach die Buchungsnummer und die E-Mail-Adresse ein.

    Für jede Strecke wird dann eine konkrete Fahrt reserviert. Start, Ziel und Datum auswählen, verfügbare Verbindungen anzeigen lassen und die gewünschte Fahrt hinzufügen.
    Wenn Sitzplätze auswählbar sind, können sie direkt reserviert werden, was besonders angenehm ist, wenn man zusammen sitzen möchte.

    Änderungen sind online möglich, solange noch Plätze verfügbar sind. Sogar bis 1 Stunde vor Abfahrt ist eine Umbuchung noch möglich.
    Fahrten lassen sich löschen, verschieben oder neu hinzufügen.
    Das gab mir viel Flexibilität, falls sich unterwegs doch etwas ändern sollte.

    Beim Einsteigen muss nichts ausgedrucktes vorgezeigt werden.
    Die Buchungsnummer auf dem Smartphone reicht aus.
    Ein Ausweis kann sinnvoll sein, falls nachgefragt wird.
    Insgesamt fühlte sich der gesamte Ablauf unkompliziert und sehr entspannt an.

    Kurz gesagt: Pass online kaufen, Buchungsnummer erhalten, Fahrten reservieren, Sitzplätze sichern, bei Bedarf anpassen und einfach einsteigen.

    So sieht das dann im Account aus:

    Und ein toller Service von Greyhound Australia:

    Vor allem in der Regenzeit gibt es oft Straßensperrungen.

    Auf der Instagram-Seite von Greyhound wird man immer direkt mit Karten (und oft sehr unterhaltsam) darüber informiert.


    „Du fährst mit Greyhound?! Da siehst du doch nur Städte!“

    „Viel Spaß, wirst nix schönes sehen von Australien“

    „Dann kannst du auch in Deutschland bleiben und mit der Bahn durchs Ruhrgebiet fahren“

    Diese und ähnliche Sprüche bekam ich vor allem in australischen Reisegruppen bei Facebook öfters zu hören.

    Und dazu habe ich dann ein Reel gemacht.

     
     
     
     
     
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    Die erste Fahrt: Ankommen am Stopp und losfahren

    Und dann kam der Tag, an dem die Reise mit Greyhound begann.

    Für jede Fahrt lag die genaue Adresse vor, an der der Bus hält. Und weil es offenbar mehr Menschen wie mich gibt, die trotz genauer Adresse erst einmal ziellos umherirren, war alles gut ausgeschildert. Pfeile, Hinweise, klare Treffpunkte.

    Die Busse waren pünktlich. Der Fahrer checkte die Namen und fragte kurz nach, wo es hingeht. Je nach Ziel wurde das Gepäck im Laderaum sortiert. Größere Taschen verschwanden unten. Rucksäcke durften mit an den Platz genommen werden.

    Alltag im Bus: Pünktlichkeit, Pausen, USB und WLAN

    Nach dem Einsteigen richteten wir uns erst einmal auf unserem Platz ein. Nackenhörnchen, eine kleine Reisedecke. Ein paar Snacks im Netz am Vordersitz. Die Sitze waren bequem, auch auf längeren Strecken. An jedem Platz gab es einen USB-Anschluss, was unterwegs wirklich hilfreich war, allerdings brauchten wir dafür etwas längere Kabel. In vielen Bussen funktionierte auch das WLAN, mal stabiler, mal weniger, aber für Nachrichten und kurze Recherchen ausreichend. Nur zum Streamen war es manchmal zu langsam.

    Etwa alle zwei Stunden haben wir eine Pause gemacht. Zeit für Toiletten, etwas Warmes zu essen oder kurz die Beine zu vertreten. Essen und Trinken waren im Bus erlaubt, auch Kaffee to go.

    Ein paar Impressionen von unterwegs

    Greyhound meets Greyhound

    Vorne mit Blick auf die Straße zu sitzen hat sich gelohnt, habe nun ein paar Fotos mehr für meine Tierschild-Sammlung

    Ein Symbolfoto. Soll zeigen, dass man mit Kissen und Nackenhörnchen gut schlafen kann, sogar besser als in der Flugzeug-Holzklasse. Ich habe tatsächlich bei jeder Fahrt eine Runde geschlafen.

    Die Nachtfahrt von Mackay nach Hervey Bay

    Eine unserer Etappen war eine Nachtfahrt. Von Mackay nach Hervey Bay. Bei der Planung gab es kurz Zweifel. Nachtfahrt im Bus klingt erst einmal nach wenig Schlaf und müdem Ankommen. Aber auf der anderen Seite hatte es auch Vorteile: Wir sparten eine Nacht in einer Unterkunft und konnten so über Nacht eine große Strecke zurück legen.

    Vor der Abfahrt hatten wir noch Zeit, in Ruhe Abendessen zu gehen. Eine Ausnahme auf dieser Reise, denn um die Kosten klein zu halten, wurde meist selbst gekocht. An diesem Abend gab es einen Burger, Süßkartoffeln und gebackenen Blumenkohl. Und genau das tat gut, einfach mal in Ruhe sitzen, lecker essen, durchatmen, bevor die Nacht beginnt.

    Wir waren zeitig am Bus, mit uns stiegen noch viele andere Gäste ein. Für die 11 Stunden Fahrt hatte ich mir ein kleines Kulturtäschchen gepackt. Zahnbürste, Cremes, Reinigungstücher & Co. Alles, um sich am Morgen frisch zu machen. Bei Langstreckenflügen mache ich es immer genauso.

    Die Fahrt ging los, das Licht wurde gedimmt. Wir hatten für die Nachtfahrt Plätze in der Mitte des Busses. Hier schaukelt es weniger. Mit Kissen, Nackenhörchen und Kuscheldecke schlummerte ich sogar relativ schnell ein. Ein Trick half dabei: ein Lieblingslied in Dauerschleife, mit Noise-Canceling-Kopfhörern. Ich hatte es vorher versucht, meine Playlist durchzuhören, bin aber dauernd bei neuen Liedern wieder wach geworden. Also gab es nur ein ruhiges Lied in Dauerschleife und das ließ mich erstaunlich gut schlummern, trotz Bus und trotz Sitzen.

    Auch nachts haben wir alle 2 Stunden eine Pause gemacht. Niemand musste aussteigen. Wer wollte, blieb einfach sitzen. Der Bus fuhr weiter, während draußen die Nacht vorbeizog. 700 km Strecke schafften wir so, halbwegs schlafend über Nacht.

    Am Morgen kamen wir in Hervey Bay an. Müde, ja. Aber nicht zerschlagen. Und da war dieser angenehme Gedanke: Strecke geschafft, über Nacht vorangekommen, eine Hotelnacht gespart.

    Wo Greyhound an Grenzen stößt und wie wir damit umgegangen sind

    Greyhound bringt einen zuverlässig von Ort zu Ort. Abgelegene Nationalparks, spontane Abstecher ins Hinterland und Ziele fernab der Hauptstrecken gehören nicht dazu. Man ist weniger Flexibel als mit einem eigenen Fahrzeug. Das war vorher klar, deshalb wurde die Route von Anfang an entlang der Greyhound-Strecke geplant. Und auch dort gibt es, wie ihr in den kommenden Wochen hier noch lesen könnt, richtig viel zu sehen und zu erleben.

    Unterkünfte buchte ich möglichst zentral. Orte, von denen aus vieles zu Fuß erreichbar war oder die gut angebunden waren. Für Ziele außerhalb dieser Reichweite wurden Uber oder geführte Touren genutzt. Gerade bei wenig Zeit sieht man so viel.

    Kosten: Greyhound, Mietwagen oder Camper

    Viele von euch haben mich gefragt, wie das mit den Kosten ist.

    Die Preise schwanken je nach Saison, Anbieter und Verfügbarkeit. Um trotzdem ein Gefühl für die Größenordnungen zu bekommen, habe ich unsere Route mit Greyhound einmal grob gegengerechnet: Cairns – Mission Beach – Townsville – Airlie Beach – Mackay – Hervey Bay. Das ist keine exakte Berechnung, sondern eine grobe Orientierung.

    Als Autofahrt liegt diese Strecke bei rund 1.500 Kilometern. Beim Sprit hängt viel vom Fahrzeug ab. Ein normaler Mietwagen liegt oft bei etwa 7 bis 9 Litern auf 100 Kilometer, ein Camper eher bei 12 Litern. Damit landet man grob bei etwa 190 bis 250 AUD Spritkosten (ca. 115–150 €) für einen Mietwagen, beim Camper eher um die 330 AUD (ca. 200 €), je nach Verbrauch und regionalem Benzinpreis. Greyhound ist am einfachsten zu kalkulieren. Der 15-Day East Coast Whimit Pass kostet 395 AUD pro Person (ca. 235 €). Für zwei Personen also etwa 790 AUD (ca. 470 €), für vier Personen rund 1.580 AUD (ca. 950 €). Dazu kommen vor Ort noch Transfers, Ubers oder geführte Touren, je nachdem, wie man unterwegs ist. Beim Mietwagen ist die Spannbreite groß. In Cairns lagen die Preise je nach Anbieter und Zeitpunkt grob zwischen etwa 35 und 70 AUD pro Tag (ca. 20–42 €). Für 15 Tage ergibt das ungefähr 525 bis 1.050 AUD (ca. 315–630 €) für den Wagen, dazu Sprit und eventuell Versicherungs-Upgrades. Zu zweit kann Greyhound preislich ähnlich liegen oder sogar günstiger sein. Zu viert wirkt der Mietwagen oft attraktiver, vorausgesetzt mehrere Personen dürfen fahren. Ein Camper kombiniert Auto und Unterkunft, ist aber selten die günstige Variante. Je nach Fahrzeug und Saison liegen die Preise grob zwischen etwa 100 und 400 AUD pro Tag (ca. 60–240 €). Für 15 Tage landet man damit schnell bei 1.500 bis deutlich über 6.000 AUD (ca. 900–3.600 €), plus Sprit und Campingplätze. Das kann sich lohnen, wenn man konsequent im Camper schläft, ist aber preislich eine andere Liga.

    Preis-Fazit für unsere Route:

    Greyhound (15-Day East Coast Whimit Pass)
    • 395 AUD pro Person (ca. 235 €)
    • 2 Personen: ca. 790 AUD (≈ 470 €)
    • 4 Personen: ca. 1.580 AUD (≈ 950 €)
    (+ ggf. Transfers/Uber/Touren vor Ort)

    Mietwagen
    • Tagespreis ca. 35–70 AUD (20–42 €)
    • 15 Tage: ca. 525–1.050 AUD (≈ 315–630 €)
    • Sprit: ca. 190–250 AUD (≈ 115–150 €)
    → Gesamt grob:
    • 2 Personen: ca. 715–1.300 AUD (≈ 430–780 €)
    • 4 Personen: gleicher Fahrzeugpreis, aber 4 Mitfahrende
    → Mietwagen pro Person günstiger, wenn mehrere Fahrer vorhanden sind

    Camper / Wohnmobil
    • Tagespreis ca. 100–400 AUD (60–240 €)
    • 15 Tage: ca. 1.500–6.000+ AUD (≈ 900–3.600 €)
    • Sprit: ca. 330 AUD (≈ 200 €)
    • ggf. Campingplätze zusätzlich
    → Gesamt: schnell deutlich über 2.000 AUD, oft erheblich mehr

    Kurz gesagt

    • Greyhound: am einfachsten zu kalkulieren, preislich lohnenswert für 1–2 Personen
    • Mietwagen: preislich günstiger bei 3–4 Personen
    • Camper: komfortabel, aber preislich eine andere Liga


    Fazit

    Greyhound war für uns eine sehr gute Lösung. Australien ließ sich erleben, ohne selbst hinter dem Steuer sitzen zu müssen.

    Ein Aspekt wurde unterwegs immer mehr bewusst: Nachhaltigkeit. Wenn man schon um die halbe Welt fliegt, kann man zumindest vor Ort versuchen, den eigenen CO₂-Abdruck kleiner zu halten. Mit dem Bus zu reisen bedeutet weniger Fahrzeuge, weniger Verkehr und weniger Emissionen pro Person. Das ändert nichts an der Flugstrecke, aber es verändert, wie man sich danach im Land bewegt.

    Greyhound ist vor allem an der Ostküste stark vertreten und verbindet dort viele Orte zuverlässig miteinander. An der Westküste ist das bislang leider nicht so. Ein vergleichbares, flächendeckendes Netz gibt es dort noch nicht, und aktuell sind auch keine konkreten Ausbaupläne bekannt. Schade, denn gerade dort würde diese Art des Reisens ebenfalls gut passen.

    Ob Greyhound für euch die richtige Wahl ist, lässt sich nicht pauschal sagen.

    Aber wenn ihr von Australien träumt – und aus welchen Gründen auch immer kein Fahrzeug mieten könnt / möchtet oder euch den Linksverkehr nicht zutraut oder ihr – wie ich – gesundheitlich eingeschränkt seid und kein Auto fahren dürft, dann ist Greyhound eine tolle Möglichkeit, Australien zu bereisen.

    Für uns hat es gepasst. Zu diesem Zeitpunkt, mit diesen Rahmenbedingungen und genau so, wie diese Reise möglich war.

    Das Leben verläuft selten nach Plan. Es stellt Dinge um, zieht Grenzen, zwingt zu neuen Wegen.

    Auch beim Reisen geht es nicht immer darum, alles so machen zu können, wie man es sich wünscht. Manchmal geht es darum, einen Weg zu finden, der unter den gegebenen Umständen funktioniert.

    Heute bin ich froh, dass ich mich vom Fahrverbot nicht habe entmutigen lassen. Dass ich meinen Traum nicht noch einmal auf „irgendwann“ verschoben habe, sondern ihn genau so gelebt habe, wie es möglich war.

    Denn das Leben wartet nicht auf deine Träume.


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    Hier findest du langjährig erprobte Tipps, Tools und Grundlagen, die bei der Planung wirklich helfen.



  • Australien – Die Reise beginnt

    Australien – Die Reise beginnt

    Australien – Die Reise beginnt

     

    Australien – Die Reise beginnt

    Es ist manchmal verrückt, welche Zufälle es gibt.  Ich war am Wochenende vor der Abreise mit meinem Mann Stephan einen Kaffee trinken. 

    Guckt euch mal die Keksverpackung an: 

    Sydney. Und da würde ich bald schon sein. 

    .

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    Ich bin etwas spät dran mit dem Bericht. Aber schon in Australien hatte ich befürchtet, dass mir mein Körper das zugegeben doch ein wenig straffe Programm und die nahtlose Rückkehr an den Arbeitsplatz vielleicht nicht so ganz verzeihen würde. Und leider hatte ich mit dieser Vorahnung recht…
    Vielleicht sollte ich nächstes Mal doch zumindest einen Tag Erholung nach der Rückkehr einplanen…

    Aber jetzt geht’s los!

    i

    Die Nacht vor der Abreise war unruhig. Mein Kopf konnte einfach nicht abschalten… wie eigentlich vor jeder (Fern-)Reise. Kennt ihr das auch?!
    Mein Gehirn war hellwach und spulte ein Katastrophen-Szenarium nach dem nächsten ab:

    • „Was ist, wenn wir den Zug verpassen?“

    • „Und wenn er Verspätung hat – kommen wir dann überhaupt rechtzeitig zum Flughafen?“

    • „Hast du wirklich den Personalausweis eingepackt?“

    • „Oder die Kreditkarte? Stell dir vor, du stehst in Frankfurt und merkst, dass sie fehlt.“

    • „Und bist du dir überhaupt sicher, dass wir gebucht sind? Vielleicht ist der Anbieter gar nicht so seriös…“

    Ich drehte mich von einer Seite auf die andere, murmelte „Liebes Gehirn, bitte lass mich schlafen“ – und hörte nur: „Du weißt doch, dass Züge ständig ausfallen. Wie kommst du dann nach Frankfurt?“
     „Das war vielleicht doch eine blöde Idee, am Abflugtag erst nach Frankfurt zu fahren!“

    Schlafen? Keine Chance.

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    Übliches Packchaos und letzte Vorbereitungen

    Am Abend vorher hatte ich noch bis 18:30 Uhr gearbeitet. Es ist bei mir fast schon Tradition: direkt nach Feierabend ins Auto oder in den Flieger zu steigen – und nach der Landung in Deutschland quasi direkt wieder zur Arbeit zu fahren. Maximale Ausnutzung der Urlaubszeit. Ja, man kann darüber diskutieren. Und ja, dieses Mal hat mir mein Körper auch gezeigt, dass er das nicht ganz so toll fand…

    .

    Vorabend der Abreise: Theorie: Mittwoch Abend 19 Uhr sind alle Koffer fertig und stehen im Flur bereit.
    Tatsächlich Mittwoch Abend, 19 Uhr: Da stand nix im Flur. Kein Koffer. Nicht mal von den Teenagern.
    Dabei hatten sie Ferien! … am Vorabend nix fertig. Also alles wie immer. Selbst das Chaos kann Routine werden.

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    Abreisetag – Emotionales Totalchaos

    Der Wecker klingelte und sofort schoss mir durch den Kopf: Heute geht’s los. Nach Australien. Noch war es still im Haus. Ein kleiner Moment Ruhe. Noch einmal durchatmen. Und dann auf in den Abreise-Trubel!  Ich hasse und liebe es gleichzeitig.
    Bevor ich den ersten Kaffee in der Hand haben würde, stand eine kleine Herausforderung an: die Teenies wecken. Sie freuten sich zwar auf die Reise, aber eigentlich ist es bei den Dreien wie bei allen Teenagern – Ferien bedeuten für sie eher Ausschlafen und Chillen. Ihren Unmut über das wecken „mitten in der Nacht“ haben sie auch kundgetan… 

    Ich checkte die Bahn-App. Zug fährt. Sehr gut!  
    Ok, meine Packliste, wo hatte ich sie?! Ich rannte wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Wohnung, konfus, kopflos. Tausend Gedanken im Kopf, zwischendurch zig Fragen der Teenies beantworten,… Dürfen wir dies mitnehmen? Müssen wir jenes einpacken? „Sagt mal, fliegt ihr heute zum ersten mal?!“ 

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    Dieses nette Widget war ganz praktisch, vor allem als wir in Australien waren und zu Hause anrufen wollten

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    In der Küche wartete mein Mann Stephan bereits mit einer Tasse Kaffee auf mich – mein persönlicher Ruhepol im morgendlichen Chaos. Er hatte längst bemerkt, dass ich etwas hibbelig war, was vermutlich nicht einmal schwer zu bemerken war. Also hat er das einzig richtige getan: Mir einen Kaffee gemacht, denn den brauche ich eigentlich morgens. Und danach hat er sich einen Cappuccino gemacht und sich zu mir an den Tisch gesetzt. Für ein paar Minuten fühlte es sich fast normal an, als würden wir einfach nur in den Tag starten. Als hätten wir Urlaub und würden gleich besprechen, wie wir den Tag gestalten könnten. Dann kam der Blick auf die noch nicht ganz geschlossenen Koffer. Auf den Kleinkram, der noch überall verteilt lag und eingepackt werden musste… Und trotzdem genoss ich den Kaffee. Mit ihm. Ganz in Ruhe. Drei Teenager wirbelten um uns herum, packten hier was ein, suchten da noch was. Egal. Dieser Moment gehörte Stephan und mir. Ein letztes mal für die kommenden 24 Tage. 

    Während ich die letzten Kleinigkeiten in unseren Koffer und Handgepäck packte – Ladegeräte, Medikamente, die Dinge, die man abends noch braucht und deshalb nie rechtzeitig einpackt –, suchten die Teenager ihre letzten Sachen zusammen. Meine Große hing dabei gefühlt in einer Dauerleitung mit ihrem Freund. Sie war auch traurig, dass sie so lange getrennt bleiben würden. Aber soviel vorweg: Ihrer Liebe hat das nicht geschadet. Die beiden sind auch 3 Wochen nach der Reise verliebt wie am ersten Tag.

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    Der emotionale Abschied

    Bevor wir das Haus endgültig verließen, folgte unser kleines Ritual: ein Rundgang zu allen Tieren. Ein letztes „Tschüss“ an Ponys, Hund, Katzen und mein Huhn Barny. Noch ein paar Leckerli zum Abschied.  Die Tiere waren gut versorgt, alles organisiert, es würde ihnen an nichts fehlen – aber trotzdem gehört dieser Moment einfach dazu. Für mein Herz unverzichtbar.

    Zurück im Haus holte ich meinen Rucksack und meine Handtasche, der Koffer stand schon unten. Und auch die Teenager hatten alles fertig. Der Gepäckberg, den ich mir zu gestern Abend schon gewünscht hatte, stand zumindest nun im Flur. 5 Minuten vor der Abreise.

    Stephan begann, die Koffer und Rucksäcke ins Auto zu packen. Kurz darauf stand meine Mama in der Tür – und nahm mich noch einmal fest in den Arm. Wir drückten uns so lange, bis die ersten Tränen liefen. 24 Tage weg – so lange war ich seit meiner Kindheit nicht mehr fort.

    Und plötzlich wurde mir bewusst, wie groß diese Reise wirklich war.

    Mich stach der Gedanke an meinen Papa wie ein kleiner Nadelstich. Er war ein paar Tage vor unserer Abreise in die Reha gekommen. Heute war sein Geburtstag. Wir wollten heute zusammen einen Geburtstags-Kaffee trinken, bevor wir losgefahren wären. Genau deshalb hatten wir extra eine Bahn später gebucht, um diesen Moment vor der Abreise noch mitzunehmen. Statt Geburtstagsfrühstück und der gewohnten Abschieds-Umarmung gab es nur ein kurzes Telefonat.   

    Dann war der Moment gekommen: Stephan packte die letzten Kleinigkeiten ins Auto, wir stiegen ein und fuhren vom Hof. Der Zug fuhr lt App – je näher wir dem Bahnhof kamen, desto nervöser wurde ich. Die Vorfreude kribbelte. Aber gleichzeitig war da der Gedanke, dass ich mich gleich auch von Stephan verabschieden müsste. 24 Tage voneinander getrennt …

    Apropos 24 Tage:  Wisst ihr, was er gesagt hat, als ich meinte, ich würde ihm einen Adventskalender kaufen? 
    „Wenn du das 24. Türchen öffnest, bin ich wieder daheim.“
    Und er daraufhin: „Und wenn ich das 24. Türchen einfach nicht öffne – bleibst du dann in Australien?“

    Wir necken uns gerne, und auch in diesem Moment musste ich lachen. 

     
    Vielleicht möglicherweise, also eigentlich nur bei ganz genauem hinsehen, habe ich das Foto leicht überarbeitet. Wie gesagt, die Kids waren nur so semigut drauf und dann kommt Mama noch und will ein Foto ....
    Vielleicht möglicherweise, also eigentlich nur bei ganz genauem hinsehen könnte man eventuell erahnen, dass ich das Foto minimal überarbeitet habe. Wie gesagt, die Kids waren nur so semigut drauf und dann kommt Mama noch und will ein Foto ….
       

    Im Zug nach Frankfurt

    Unser Zug erreichte unser Gleis so gut wie pünktlich. Und als er dann hielt und wir einsteigen mussten, bekam ich einen Kloß im Hals. Vor dem Abschied gab es noch einen Kuss von Stephan und eine gaaaanz feste Umarmung – und dann stiegen wir ein. Meine Kinder setzten sich direkt hin. Stöpsel in die Ohren, Handy an. Ich blieb an der Tür stehen und schaute zu Stephan. Der Zug setzte sich langsam in Bewegung und er winkte uns zu. Ich winkte so lange zurück, bis ich ihn nicht mehr sehen konnte. 24 Tage ohne meinen Mann. Dieser Abschied tat weh. Ich habe sowieso Probleme mit Abschieden. Dieses emotionale Chaos überforderte mich… 

    Die Landschaft zog am Fenster vorbei: Felder, Wälder, kleine Orte – und in meinem Kopf tobte das reinste Gefühlschaos. Ich wollte mich freuen, wirklich. Schließlich wartete mein lang ersehnter Traum auf mich: Australien. Aber gleichzeitig nagte das schlechte Gewissen gegenüber Stephan, welcher sich nun 24 Tage alleine um alles kümmern musste. Und ich war traurig, weil mein Papa seinen Geburtstag allein in der Reha verbrachte, ohne unser gemeinsames Frühstück, das wir uns beide so sehr gewünscht hätten. Kaum gedacht, schossen mir Tränen in die Augen.  Abschiedsschmerz, Vorfreude, Sehnsucht, Sorgen, Aufregung – alles gleichzeitig – und ich war völlig überfordert damit und kam mit diesen vielen gegensätzlichen Emotionen irgendwie gar nicht klar …. 

     

    In diesem Moment realisierte ich, dass wir inzwischen in Köln waren. Und dann sah ich ihn: den Kölner Dom. ‚Meinen‘ Dom. Eines der faszinierendsten Bauwerke, die ich kenne.  

    Ich hatte viel zu viel Zeit mit irgendwelche Emotionsirritationen verbracht. Wir waren schon in Köln! Dabei hatte och noch was zu tun!

    Während meine Kinder mit Musik auf den Ohren in ihrer eigenen Welt waren, packte ich seelenruhig diverse Antragsunterlagen auf den Zugtisch. Mein Sohn nahm die Kopfhörer ab: „Hast du ernsthaft Papierkram mitgenommen?!“ Meine älteste Tochter schaute nur kurz auf, schüttelte den Kopf und lehnte sich wieder zurück. Einen Tag vor der Abreise kam Post vom Amt, und vier Stunden Zugfahrt sind schließlich nicht zum Nichtstun da. Also lud ich Nachweise hoch, stellte noch schnell eine Vollmacht fertig usw. Ein gutes Gefühl, wenn alles erledigt ist.

     

    Ankunft am Flughafen Frankfurt

    Wir kamen pünktlich in Frankfurt an. Natürlich. Gerade heute, wo ich mehr als fünf Stunden Puffer eingeplant hatte, um ja keinen Stress zu haben. Wir waren viel zu früh. Aber besser so als anders. 

    Interessante Architektur am Bahnhof des FRA
    Interessante Architektur am Bahnhof des FRA
    Der Frankfurter Flughafen. Genau dort haben wir damals gesessen, als wir mit 5 Kids unseren Anschlussflug verpasst hatten, weil unser Zubringerflug Verspätung hatte …
    Kunst? Die Kids fanden es lustig.
    Die Fallblattanzeigen – das Wahrzeichen vom FRA. Und auch die einzige bzw letzte Anzeigetafel dieser Art in Deutschland.

    Wir warteten gespannt, bis die Fallblattanzeigen anfingen zu rattern. Video gibt es nicht, dankt es dem Typen, der mir komplett in mein Video reingelaufen ist und mich dann noch angepöbelt hat,… 

    .

    .

    Und dann? Nicht einmal die Koffer konnten wir abgeben, wir waren einfach zu früh 

    Die Kinder hatten eine Idee, wo und wie wir die Zeit überbrücken könnten. Ratet ….

    Das goldene M hatte grad irgendeine Aktion und auf jedem Becher waren Kängurus. Das steigerte die Vorfreude!!! 

    Der Plan der Kinder hat funktioniert. Als wir mit Essen und dann noch ein Eis als Nachtisch fertig waren, konnten wir zum Koffer abgeben gehen. 

    An meinem Koffer war wieder mein kleiner Hello-Kitty-Anhänger. Ich winkte meinem Koffer und der Kitty hinterher: „Wir sehen uns in Sydney wieder“. In Sydney. In Australien. In meinem Körper kribbelte es wieder vor Aufregung.

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    Sicherheitskontrolle und Boarding

    Dann der Sicherheitscheck. Wir haben da inzwischen eine Routine. Die Anspannung bleibt trotzdem. Vor ein paar Jahren hatte ich – auch hier in Frankfurt – einen positiven Sprengstofftest! DAS ist nicht witzig… Im Nachhinein stellte sich heraus, dass er wohl angeschlagen hatte, weil ich ein paar Wochen vorher beim Königsschießen fotografiert hatte.

    Meine Kinder packten ihre Sachen routiniert in die Wannen, standen an den Kontrollbändern, während ich nebenan meine Technik ausbreitete. Alles wurde gründlich durchgecheckt. Zwei unserer Taschen bekamen einen Extra-Check. Es war alles okay und verlief stressfrei. Puh. 

    Kneift mich: Sydney ruft

    Und dann passierte es. Nicht am Gate, sondern direkt nach dem Sicherheitscheck. Ich wollte nur schauen, zu welchem Gate wir überhaupt müssen. Ich nahm meine Bordkarten in die Hand und erwischte die für den 2. Flug, Bangkok–Sydney. Und da las ich meinen Namen und darunter: Sydney. Australien.

    Ich las es wieder und wieder. Es war, als würde es langsam in mein Bewusstsein durchsickern. Sydney. 25 Jahre Vorfreude. Dazu die ganzen Emotionen dieses Tages, der wenige Schlaf, die Aufregung – alles brach gleichzeitig über mich herein. Mir kamen die Tränen. Diesmal vor Glück. Vor Dankbarkeit. Vor purer Ungläubigkeit. Ich konnte es einfach nicht glauben. Wir fliegen wirklich nach Australien.

    So stand ich da und realisierte das alles erst so richtig. Ich wischte mir die Tränen aus dem Gesicht – da war sie endlich: die Vorfreude!
    Erst zaghaft, doch dann stieg sie immer weiter in mir auf. Abschiedsschmerz, Sorgen, Müdigkeit – alles weg. Einfach nur noch die pure, unverfälschte Vorfreude! Endlich!

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    Ready fürs Boarding !!! 

    ES GEHT LOS!!!!!!! 

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    Startklar für Australien

    Als wir schließlich im Flieger saßen, war es, als würde die Zeit für einen Moment stillstehen. Endlich. Nach monatelanger Vorbereitung, tagelangem Packen, einem tränenreichen Abschied, vier Stunden Zugfahrt, Sicherheitscheck und Emotionsachterbahn. Jetzt saßen wir endlich im Flieger.

    2 Ringelsocken von Condor waren auch auf dem Rollfeld 

    Wir rollten auf die Startbahn.  Das Kribbeln im Bauch war unbeschreiblich. Aufregung über das, was vor uns lag. Erleichterung, weil wir endlich im Flieger saßen. Unser bislang größtes Abenteuer begann genau in diesem Moment.

    Und während wir zur Startbahn rollten, schrieb ich meiner Familie noch schnell: „Wir sitzen im Flieger. Es geht los.“ Mein Bruder bekam die Flugnummer – er liebt es, unseren Start bei Flightradar zu verfolgen. Auch meine Eltern schauten an diesem Abend nach.

    Später schrieb er mir, dass er gleich am nächsten Morgen nachgesehen hatte, wo wir gerade unterwegs waren. Und ganz ehrlich? Ich mache das auch gern, wenn Freunde oder Familie fliegen. Irgendwie fühlt man sich so ein kleines Stück verbunden und reist ein klein wenig mit. 

    Wir starteten im Sonnenuntergang – und verließen Deutschland mit dem letzten Licht des Tages. 

    .  

    So endete unser erster Tag: chaotisch, voller unterschiedlichster Emotionen – und trotzdem stimmig. Dieses Abreisechaos empfinde ich zwar als stressig, aber irgendwie positiv stressig. Große Reisen beginnen selten entspannt.

    Ich konnte mich endlich zurücklehnen und etwas entspannen, denn jetzt startet tatsächlich unser großes Abenteuer!!! .

    .

    Next Stop: Bangkok! Seid ihr dabei? 






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  • Australien: Ein kleines Vorwort

    Australien: Ein kleines Vorwort

    Australien: Ein kleines Vorwort


    Australien: Ein kleines Vorwort

    Australien.
    Ein Wort – was bei mir immer ein Kribbeln verursacht hat.  Australien. Mein Traum. Mein Sehnsuchtsort. 
    25 Jahre lang.

    Kein „irgendwann vielleicht“, sondern dieses eine Ziel, das ich unbedingt mal bereisen wollte. Aber letzendlich dann doch „irgendwann“ und „vielleicht“ Dieses eine Ziel, welches auf meiner Bucketlist seit Jahren auf Platz 1 stand. Dieses eine Ziel, was so weit entfernt war. Und so riesig groß ist. Australien. Irgendwann vielleicht …

    .

    Wer mir hier schon länger folgt, der weiß, dass wir schon viele tolle Reisen gemeinsam erlebt haben.

    Reisen mit Kindern – Unser Familien-Luxus

    Seit über zwölf Jahren reise ich mit meinen Kindern. Fast 30 Länder haben wir gemeinsam entdeckt – vom Spreewald bis Namibia, von Dänemark bis Japan.

    Wir haben gemeinsam neue Sprachen gehört, fremde Städte erkundet, atemberaubende Landschaften gesehen und uns fremde Kulturen erlebt. Die Kinder haben die Reisen in vielerlei Hinsicht positiv geprägt und ich bereue keine einzige unserer Reisen, im Gegenteil. Nachwievor bin ich froh, meinen Fokus im Leben darauf gesetzt zu haben, meinen Kindern möglichst viel von ihrem Heimatland, von Europa und auch ein klein wenig von der Welt zu zeigen.

    Reisen ist mein Luxus. Kein Schrank voller Handtaschen, kein riesiger Fernseher, keine wöchentlichen Shoppingtouren können das ersetzen, was wir unterwegs erleben. Gegenstände sind vergänglich. Erinnerungen bleiben. Viele schöne Momente, die meine Kinder hoffentlich ein Leben lang in sich tragen.

    Die ersten Reisen als Familie

    Unsere erste Flugreise als Familie führte uns nach Mallorca. Die Zwillinge waren eineinhalb Jahre alt, meine Tochter vier. Fliegen mit einjährigen Zwillingen …. ich sag mal so: Wir haben uns bei den Mitpassagieren entschuldigt. Ansonsten war es ein Traumurlaub, vor allem für die Große. Jeden Tag Kinderdisco, toller Kinderpool mit Rutschen und einem Sandstrand direkt am Hotel.

    Unsere Reise nach Mallorca

    2013 wagten wir den Sprung über den Atlantik nach Florida. Die Zwillinge waren drei Jahre alt, meine Tochter sechs, und der Urlaub war so, wie man ihn sich für dieses Alter am besten gestaltet: viel Strand, viele Spielplätze, ein bisschen Sightseeing. Alles war entspannt und doch konnten wir zum ersten mal die USA erleben.

    Unsere Reise nach Florida

    Doch wie das Leben so spielt, veränderte sich unser Leben. 2015 habe ich mich vom Vater meiner Kinder getrennt. Ich stand alleine da und musste dieses für mich neue Leben erst einmal sortieren. Unsere erste Reise nach der Trennung führte uns nach Mecklenburg-Vorpommern – und sie war richtig schön. Und vor allem hat sie mir gezeigt: Ich kann auch alleine mit drei Kindern reisen. Ein paar Monate später haben wir eine weitere Reise probiert, wir fuhren in die Schweiz in die Region „Heidiland“.

    Unsere Reise in die Schweiz

    2017 kam dann das ganz große Abenteuer: Drei Wochen mit dem Wohnmobil durch Kalifornien, Utah, Arizona und Nevada – meine Kinder waren 7, 7 und 10 Jahre alt. Wir hatten eine unvergessliche Zeit. Jeden Tag on the Road. San Francisco, L.A., Grand Canyon, Monument Valley, Route 66, Las Vegas und so vieles mehr! Dieses Abenteuer hat uns gezeigt, wie stark wir sind, was wir zusammen schaffen können und wie viel Kraft und Mut auch in mir steckt.

    Unsere Reise an der Westküste der USA

    Im selben Jahr trat ein neuer Mensch in unser Leben: mein heutiger Ehemann. Mit ihm wurde unsere Reisegruppe größer – plötzlich waren wir Patchwork mit fünf Kindern. Mehr Organisation war gefragt: Die Wahl der Unterkunft wurde komplizierter, das Auto zu klein, und manchmal gab es diese schiefen Blicke oder blöden Sprüche an Rastplätzen. Aber viel wichtiger waren die unzähligen schönen Momente – vor allem zu erleben, wie sich die fünf Kinder untereinander verstanden. Die gemeinsamen Reisen haben uns zu einer Einheit gemacht, sie haben uns zusammengeschweißt. Im Urlaub hat man die Zeit füreinander, die im hektischen Alltag oft fehlt.

    Unsere Wege führten uns weiter: Familienwanderungen in Österreich zu den Murmeltieren, Wildpferde in Bosnien&Herzegowina, wilde Natur in Kroatien, endlose Strände in Dänemark, Elche in Schweden, Höhlenburg in Slowenien, eine unglaubliche Kulisse in der Bucht von Montenegro, einmal All Inkl. Urlaub in der Türkei, Disneyland in Paris, die Ausstellung im Atomium in Brüssel und noch viele Reisen mehr. Mal mit allen 5 Patchwork-Kindern, mal mit den vieren, die bei uns leben. Ich liebe es so sehr, mit den Kindern neue Orte zu entdecken.

    2022 erfüllte ich mir einen kleinen Lebenstraum: 14 Tage Namibia. Unsere vier bei uns lebenden Kinder und mein Mann waren mit dabei. Safaris, die wilden Tiere, die wir sonst nur aus dem Zoo kannten, erlebten wir nun in ihrem natürlichen Lebensraum. Dazu die unendlich weite, unberührte Landschaft und der Sternenhimmel mit so viel mehr Sternen, als ich es von unserem Wohnort sehen kann.

    Unsere Reise nach Namibia

    2023 dann ein ganz anderes, intensives Abenteuer – nur meine drei Teenager und ich: Singapur und Japan. Diese Reise war einfach unglaublich. Eine andere Kultur, so viel Neues. Tokyo- eine Stadt soweit das Auge reicht, Menschen über Menschen. Tempelanlagen, welche wir mit viel Respekt betreten haben. Und apropos Respekt: Der wird in Japan sehr groß geschrieben. Kein Gedrängel am Bahnsteig, kein Gebrüll oder lautes Gerede in der Straßenbahn, kein Müll auf den Straßen usw.

    Unsere Reise nach Singapur und Japan

    . . .

    Es waren in 12 Jahren so viele unvergessliche Reisen. Jede Einzelne hat uns als Familie geprägt, uns sprachlich gefördert, kulturell geöffnet und unseren Horizont erweitert.

    .

    Aber warum nie Australien?

    Knappe Antwort: Weil es irgendwie nie passte. Irgendwas war immer. Die Kinder waren zu klein, die Urlaubszeiten passten nicht, ich bekam keine 3 Wochen Urlaub, … Es passte halt nie. … und so schob ich diesen Traum immer weiter auf. Jahr für Jahr für Jahr. …

    .

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    Plötzlich wurde mir klar: Wie schnell aus „irgendwann“ ein „nie“ werden kann …

    Dann kam im Oktober der Warnschuss meines Körpers. Mitten in der Nacht wachte ich auf, starke Schmerzen, Krankenhaus, Notoperation am Feiertag, Komplikationen, eine Nacht auf der Intensivstation.

    In diesen Tagen wurde mir bewusst, wie schnell aus Träumen ein „hätte ich doch“ werden kann – und wie schnell aus einem „irgendwann einmal“ ein „nie“

    … das hat mich nachdenklich gemacht.

    Nach meiner Entlassung aus dem Krankenhaus habe ich meinen Alltag neu sortiert, 25 Kilo abgenommen, vieles verändert – und vor allem aufgehört, Träume aufzuschieben. Und der größte davon war eine Reise nach Australien. . .

    Ein Licht im Dunkeln

    Im Dezember 2024 sprach ich mit meinem Mann, meinen Kindern und meinen Eltern über meine Pläne. Sofort bekam ich Unterstützung. Körperlich und emotional war ich noch nicht fit, hatte weiterhin Einschränkungen, konnte nicht so, wie ich wollte …  doch plötzlich war da dieses kleine Licht am Ende des Tunnels.  Mein nächster Schritt war dann, alles mit meinen Ärzten zu besprechen. Ende Januar 2025 bekam ich (endlich) grünes Licht!

    Die Aussicht auf diese Reise fühlte sich wie eine Befreiung aus der Dunkelheit an. Endlich wieder etwas, auf das ich mich freuen konnte. Ein Ziel, das mich motivierte, durchzuhalten. Egal, welche Einschränkungen ich zu dem Zeitpunkt noch hatte. Australien. Es tat so gut, so unbeschreiblich gut.

    Vielleicht musste alles so kommen, weil ich es sonst wieder aufgeschoben hätte auf „irgendwann“ .

    Die Route – Vorbereitung auf unser Abenteuer

    Australien ist riesig. Auf meiner Wunschliste standen Sydney, Rotes Zentrum, Westaustralien, Darwin, der tropische Norden, Melbourne bis Adelaide. Viel zu viel für 3 Wochen. Ich entschied mich für drei grobe Ziele: Sydney, Rotes Zentrum, tropischer Norden – und dann entlang der Ostküste zurück nach Sydney.

    Die Flüge zu planen war ein Puzzle aus internationalen Verbindungen, Inlandsflügen und Zeitfenstern, damit wir alles erleben konnten, ohne uns zu hetzen. Kleiner Spoiler: Das mit dem „nicht hetzen“ hat nur so semigut geklappt,…. 

    Unsere Route: Frankfurt – Bangkok – Sydney – Rotes Zentrum – Tropischer Nordosten (Cairns) – Sydney – Seoul – Frankfurt.

    Ich habe zwei Beiträge, die für eure Planung evtl. interessant sein könnten

    Ellys 11: In 11 Schritten zum fertig geplanten Roadtrip Ellys 11: Sicher reisen, auch mit Kindern . . Wir sind zurück aus Australien – und ich werde euch jetzt Schritt für Schritt mitnehmen auf unsere Reise – zu unseren Highlights, unseren großen und kleinen Abenteuern, zu Gänsehautmomenten und Pannen, die wir unterwegs gemeistert haben.

    Kommt mit nach Sydney, ins endlose Outback, zu Kängurus und Koalas, an Traumstrände und in den ältesten Regenwald der Welt.
    Ich zeige euch unsere Route, verrate Tipps, stelle Anbieter vor und erzähle, was sich an den Touren am meisten gelohnt hat.

    Das wird kein Reiseführer, sondern ein Reisetagebuch. Ehrlich und authentisch. Mit vielen Tipps für eure Reise, mit vielen Fotos für euer Fernweh oder eure Erinnerungen und mit den Stimmen meiner drei Teenager, welche zusammen mit mir 3 Wochen Australien mit wirklich viel Programm erlebt haben.
    Ein Video zur Einstimmung

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    So, Koffer packen, denn die nächste Fahrt führt uns zum Flughafen! Wir freuen uns auf euch !!




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