Allein mit drei Teenagern in Australien: Vom Uluru nach Cairns
Auf unserer Australienreise war ich allein mit meinen drei Teenagern unterwegs.
Nach drei Tagen im Roten Zentrum hieß es Abschied nehmen vom Uluru: Von Yulara flogen wir über Brisbane weiter nach Cairns – vom trockenen Outback direkt in den tropischen Norden Queenslands.
Auch diese Etappe unserer Reise organisierten wir ohne Mietwagen.
Seiteninhalt
- Frühstück am Wagen & Sonne im Gesicht
- Noch einmal: Imalung Lookout
- Tschüss Uluru.
- Zum Flughafen: Shuttle & Connellan Airport
- Videotelefonat im Terminal
- Flugstrecke: Yulara – Brisbane – Cairns
- Flugdaten & Zeitverschiebung
- Preise für Snacks bei Virgin Australia
- Ankunft in Cairns & Ausblick
- In Cairns gibt es die süßesten Kofferbänder, die ich je gesehen habe
- FAQ zur Route zwischen Uluru und Cairns
- Wie weit ist es von Uluru nach Cairns?
- Kann man von Uluru nach Cairns mit dem Auto fahren?
- Kann man von Uluru nach Cairns mit Bus oder Zug fahren?
- Welcher Flughafen ist für Uluru besser: Ayers Rock Airport oder Alice Springs?
- Sind Ayers Rock Airport und Connellan Airport derselbe Flughafen?
- Kann man Uluru und Cairns sinnvoll auf einer Australienreise kombinieren?
- Wie viele Tage sollte man für Uluru und Cairns einplanen?
- Kann man Sydney, Uluru und Cairns in zwei Wochen bereisen?
- Ist die Kombination Uluru und Cairns auch mit Teenagern geeignet?
- Weitere Reiseberichte, die zu diesem Tag passen
- Reiseplanung für Australien
- Weitere hilfreiche Links zur Reiseplanung
– Tag 5 in Australien –
Ort: Yulara, Ayers Rock Resort
Uhrzeit: viel zu früh am morgen
Wieder einmal überraschte mich, wie laut es im Outback sein kann. Noch keine sieben Uhr, und draußen war ein echtes Konzert – die Vögel zwitscherten so laut, dass wir eigentlich keinen Wecker gebraucht hätten.

Wir mussten erst um 10 Uhr auschecken. Daher ließen wir es ruhiger angehen. Ich blieb noch etwas unter meiner mollig warmen Decke liegen und lauschte dem Konzert der Vögel. Das würde ich vermissen, wenn wir ab morgen an der Ostküste sind. (Spoiler: An der Ostküste sind die Vögel noch lauter, aber das wusste ich da ja noch nicht)
Was wir nicht vermissen würden, war der morgendliche Gang zu den Sanitärgebäuden. Im Juli ist Winter im Outback. Nachts und früh morgens sinken die Temperaturen auf wenige Grad über Null. Um es auf westfälisch zu sagen: saukalt!
Und die Sanitärgebäude sind offen gebaut. Schon einmal bei 4 Grad geduscht? Sich nach dem Duschen bei 4 Grad abtrocknen und anziehen …. das war nichts für mich Frostbeule. Aber zumindest habe ich so erfahren, wie schnell die Teenager tatsächlich duschen können. Zu Hause brauchen sie immer ewig.
Zurück in der Cabin machten wir uns erst einmal heiße Getränke.
Es war Abreisetag. Also machten wir uns an die letzten Aufräumarbeiten: Tassen spülen, abtrocknen, in den Schrank stellen, den Müllbeutel aus dem Eimer holen und alles ein letztes mal durchfegen.

Bye bye Campingkabine.

Die rechte Hälfte von dem Gebäude war unsere Camping-Kabine
Mit den Koffern gingen wir dann zur Campground-Rezeption, checkten aus und deponierten unser Gepäck in einem gesicherten Raum.
Frühstück am Wagen & Sonne im Gesicht
Mein Kaffee von heute früh hatte nicht gewirkt. (Ich erkenne Parallelen zu jetzt grade) Und die heiße Dusche bei gefühlt arktischen Temperaturen auch nicht. Ich war sooo müde und brauchte noch einen zweiten Kaffee. Direkt an der Rezeption stand ein Frühstückswagen. Dort gab es Getränke und Snacks. Ein ungesundes Frühstück mit Heißgetränk. Egal, manchmal muss das sein.
Für mich gab es Kaffee zum Muffin, für die Kinder Kakao.


Die Becher hatten ein hübsches Design
Die Sonne schien vom strahlend blauen Himmel. Es fühlte sich so gut an. Es war Winter in Australien, und trotzdem saßen wir ohne Jacken draußen und frühstückten. Die kalte Dusche war vergessen und wir genossen die Sonne und die letzten Stunden im Roten Zentrum.
Noch einmal: Imalung Lookout
Kurz darauf machten wir noch einen letzten Abstecher zum Imalung Lookout, dem Uluru ‚tschüss‘ sagen. Ich wollte so lange wie möglich dort oben bleiben, den Blick genießen, den ich mir so lange gewünscht hatte. Es war mein Sehnsuchtsort, mein Herzensziel. Deshalb hatten wir ihn auch ganz bewusst am Anfang unserer Reise eingeplant. Wir wollten sicherstellen, dass wir ihn erleben, nachdem wir vor Jahren eine Reise abbrechen mussten und damals so viel unentdeckt geblieben war.


Noch einmal durch den feinen, roten Sand laufen




Jeder genoss auf seine Art. Meine Tochter chillte unter der Outback-Sonne.
Und ich genoss es sitzend auf einer Bank. Den Blick auf den Uluru. Tief durchatmend versuchte ich, diesen Moment zu genießen und tief in mein Gedächtnis zu verankern.
Und nun saß ich auf dieser Bank. Und schaute ihn an. Und konnte es trotzdem nicht glauben. Auch nach 3 Tagen an diesem wundervollen Ort fühlte es sich noch unreal an.
Ich inhalierte diesen Moment. Er sollte für immer bleiben.

„Na Mama, bist du traurig, dass wir heute wegfliegen?“ Meine Tochter, grad noch chillend auf der Bank neben mir, hatte sich zu mir gesetzt. Traurig? Ja. Aber ich war auch unfassbar glücklich und dankbar, es erlebt haben zu dürfen.

… und noch dankbarer, es mit meinen 3 Kindern erlebt zu haben!
Tschüss Uluru.
Danke für die berührende Zeit.
Zum Flughafen: Shuttle & Connellan Airport
Zurück am Camp holten wir unsere Koffer ab. An der Rezeption hingen die Shuttlezeiten aus, sodass wir genau wussten, wann wir losmüssen.


Der Bus kam pünktlich und brachte uns in wenigen Minuten zum Connellan Airport.


…. tschüss, rotes Zentrum!
Der kleine Flughafen war sehr übersichtlich. An diesem Tag gab es nur fünf Abflüge – so etwas liebe ich. Einfach kleine Flughäfen. Ich weiß noch 2015, vom Flughafen Dubai zum Flughafen auf den Malediven. Wie eine Reise zwischen zwei Welten. Wir würden auf dieser Reise auch noch einen ganz seltsamen / lustigen Moment an einem noch viel kleineren Flughafen erleben, dazu dann aber später im entsprechenden Bericht.


Videotelefonat im Terminal
Da wir noch etwas Zeit bis zum Boarding hatten, entschlossen wir uns, das WLAN zu nutzen. Kein Vergleich zum WLAN auf dem Campground – hier funktionierte es wirklich gut. Mein Bruder hatte in den letzten Tagen schon öfter gefragt, ob wir mal wieder einen Videoanruf machen könnten. Inzwischen ist das schon fast eine kleine Tradition geworden: Immer wenn ich in weitweitweg bin, machen wir ein Video-Telefonat, sofern das WLAN es zulässt.
Im Airport war sehr gutes WLAN. Fast keine Verzögerung, die Verbindung war klar. Schon crazy. Ich stand im Terminal, am anderen Ende der Welt, sah meinen Bruder gestochen scharf auf dem Handy und wir zeigten uns, was um uns herum geschah. In der Ferne konnte man sogar die obere Kante vom Uluru erkennen.
Er im Büro, früh am Morgen, kurz vor seinem Start in den Dienst. Wir, im Outback von Australien, am anderen Ende der Welt, früher Nachmittag. Und trotzdem konnten wir uns klar und deutlich hören und sehen.
Ja, diese Technik ist eigentlich nix besonderes. Aber mich bzw. uns fasziniert diese Technik trotzdem immer wieder aufs Neue.

Auch Günther wartete geduldig auf den Abflug.
Und dann wurde schon das Boarding aufgerufen. Vom Terminal lief man zum Flugzeug. Nix Bus oder Gate-Finger.

Flugstrecke: Yulara – Brisbane – Cairns
Virgin Australia – pünktlich, unkompliziert und freundlich. Es war unser erster Flug mit dieser Airline, und ich war angenehm überrascht. Beim Start warf ich noch einen letzten Blick auf den Uluru, der immer kleiner wurde, bis er schließlich ganz aus dem Blickfeld verschwand. Es war ein schöner Moment. Ich war traurig und glücklich zugleich – und voller Vorfreude auf die Ostküste mit Regenwald und dem Great-Barriere-Riff, wo wir zwei Schnorcheltouren gebucht hatten.
In Brisbane angekommen, hatten wir eine Stunde Umsteigezeit, genug für eine kurze Pause.

Der Anschlussflug nach Cairns wurde bald aufgerufen. Australien ist riesig, das merkt man, wenn man fast den ganzen Tag unterwegs ist und trotzdem immer noch im selben Land bleibt.
Flugdaten & Zeitverschiebung
✈ Yulara (AYQ) → Brisbane (BNE): ca. 2 Std 35 Min
✈ Brisbane (BNE) → Cairns (CNS): ca. 2 Std 10 Min
Queensland liegt +30 Min vor dem Northern Territory.
Aktueller Hinweis für die Reiseplanung: Wir flogen 2025 mit Virgin Australia über Brisbane. Aktuell listet Qantas zwischen Ayers Rock/Uluru (AYQ) und Cairns (CNS) auch eine saisonale Direktverbindung; die reine Flugzeit liegt laut Qantas bei ungefähr 2 Stunden 30 Minuten. Flugpläne ändern sich, deshalb vor der Buchung immer die aktuellen Verbindungen prüfen. Aktuelle Verbindung bei Qantas prüfen.

Preise für Snacks bei Virgin Australia
8,50 AUD entsprachen zum damaligen Wechselkurs etwa 5,10 €
20 AUD etwa 12,00 €
(Stand: November 2025, gerundet).


…. einfach mal etwas dösen … so richtig schlafen kann ich im Flieger nicht gut.
Ankunft in Cairns & Ausblick

Landeanflug auf Cairns
Wir landeten um 23 Uhr in Cairns. Die Luft war tropisch-warm.

In Cairns gibt es die süßesten Kofferbänder, die ich je gesehen habe


Mit dem Uber fuhren wir in nur sieben Minuten zur Unterkunft. Der Self-Check-in per Code funktionierte reibungslos, die Koffer abgestellt, schnell abgeduscht, und dann waren wir einfach nur müde.


Ein langer Tag lag hinter uns – vom roten Sand bis in die tropische Nacht.
Der Wecker war auf sechs Uhr gestellt, denn am nächsten Morgen sollte es weitergehen – diesmal in den Regenwald nach Kuranda.
Ja, richtig gelesen.
War die Idee klug, das so zu planen? Nein.
Wurde mir davon in der Australien-Gruppe abgeraten? Ja.
Habe ich darauf gehört? Natürlich nicht…
Haben die Kinder gemeutert, als wir Wecker gestellt haben? Ja.
Konnte ich sie verstehen? … ehrlich gesagt: ja ….
Ich plane ja gern alles durch – am liebsten 30 Stunden Programm pro Tag. Aber als ich an diesem Abend, beziehungsweise eher in dieser Nacht, endlich im Bett lag, kamen doch Zweifel auf, ob das wirklich so klug gewesen war. War es nämlich nicht. Aber: Zu spät zum Umplanen, die Tour war gebucht und bezahlt – also: nicht grübeln, sondern schnell schlafen!
Gute Nacht aus Cairns!
Über die Tour und unsere persönliche Meinung zu Kuranda lest ihr dann im nächsten Bericht über Kuranda, Scenic Railway und Skyrail.
FAQ zur Route zwischen Uluru und Cairns
Wie weit ist es von Uluru nach Cairns?
Zwischen Uluru und Cairns liegen rund 1.800 Kilometer Luftlinie. Auf der Straße ist die Strecke mit ungefähr 2.700 Kilometern deutlich länger. Genau diese Entfernungen zeigen, wie riesig Australien tatsächlich ist – auf der Landkarte wirken das Rote Zentrum und der tropische Norden schnell näher beieinander, als sie wirklich sind.
Kann man von Uluru nach Cairns mit dem Auto fahren?
Ja, aber das ist kein Transfer für einen einzelnen Reisetag. Die Straßenstrecke beträgt ungefähr 2.700 Kilometer und die reine Fahrzeit liegt bei rund 28 Stunden. Wer daraus einen Roadtrip macht, sollte dafür mehrere Tage einplanen und die langen Distanzen im australischen Outback nicht unterschätzen.
Kann man von Uluru nach Cairns mit Bus oder Zug fahren?
Eine einfache direkte Bus- oder Zugverbindung zwischen Yulara am Uluru und Cairns gibt es nicht. Greyhound fährt zwar durch Teile des australischen Outbacks und unter anderem nach Alice Springs, Yulara beziehungsweise Uluru gehört aber nicht zum regulären Greyhound-Streckennetz. Für eine direkte Weiterreise zwischen Uluru und Cairns ist das Flugzeug deshalb die wesentlich praktischere Variante.
Welcher Flughafen ist für Uluru besser: Ayers Rock Airport oder Alice Springs?
Für einen Aufenthalt direkt am Uluru ist Ayers Rock Airport (AYQ) eindeutig näher. Der Flughafen liegt nur etwa 10 bis 15 Fahrminuten vom Ayers Rock Resort in Yulara entfernt. Alice Springs liegt dagegen rund 450 Kilometer entfernt. Wer – wie wir – direkt in Yulara übernachtet, spart mit einem Flug nach oder ab Ayers Rock Airport daher sehr viel Transferzeit.
Sind Ayers Rock Airport und Connellan Airport derselbe Flughafen?
Ja. Ayers Rock Airport wird auch Connellan Airport genannt und hat den Flughafencode AYQ. Er liegt bei Yulara und ist der nächstgelegene Flughafen für das Ayers Rock Resort sowie den Uluru-Kata Tjuta National Park.
Kann man Uluru und Cairns sinnvoll auf einer Australienreise kombinieren?
Ja – gerade der Kontrast macht diese Kombination spannend: erst rotes Outback und Uluru, danach tropischer Norden, Regenwald und Great Barrier Reef. Wegen der großen Entfernung sollte man die beiden Regionen aber mit einem Inlandsflug verbinden und nicht unterschätzen, dass auch ein Flugtag einen erheblichen Teil des Reisetages beanspruchen kann.
Wie viele Tage sollte man für Uluru und Cairns einplanen?
Als grobe Planung würde ich für beide Regionen jeweils mehrere Tage vorsehen. Tourism Australia empfiehlt wegen der großen Entfernungen zwischen Australiens wichtigsten Regionen grundsätzlich mindestens etwa drei Tage pro Region. Für Uluru gibt das Zeit für Sonnenaufgang, Kata Tjuta und weitere Erlebnisse; rund um Cairns braucht man ebenfalls mehrere Tage, wenn Great Barrier Reef, Kuranda oder der Daintree Rainforest auf dem Programm stehen.
Kann man Sydney, Uluru und Cairns in zwei Wochen bereisen?
Ja, mit Inlandsflügen ist diese Kombination in zwei Wochen grundsätzlich machbar. Entscheidend ist, nicht zu viele weitere Stationen dazwischenzuquetschen. Gerade mit Kindern oder Teenagern würde ich nach langen Flug- und Reisetagen bewusst Luft im Programm lassen – unsere späte Ankunft in Cairns mit einem bereits für sechs Uhr gestellten Wecker am nächsten Morgen würde ich heute nicht mehr so planen.
Ist die Kombination Uluru und Cairns auch mit Teenagern geeignet?
Aus unserer Erfahrung ja. Ich war allein mit meinen drei Teenagern unterwegs und gerade der extreme Wechsel zwischen Outback, tropischem Queensland, Regenwald und später Great Barrier Reef machte unsere Australienreise sehr abwechslungsreich. Der wichtigere Punkt ist weniger das Alter der Kinder als eine realistische Planung der Reise- und Flugtage.
Weitere Reiseberichte, die zu diesem Tag passen
- Vom Sunrise bis zum Sunset am Uluru – unser letzter kompletter Tag im Roten Zentrum.
- Wintjiri Wiru am Uluru – unser besonderer Abend mit der Drohnen- und Lichtinszenierung.
- Kata Tjuta und Sunset im Outback – ein weiterer Tag im Roten Zentrum.
- Australien ohne Mietwagen mit Greyhound – wie ich allein mit meinen drei Teenagern unsere Weiterreise ohne eigenes Auto organisiert habe.
- Kuranda Scenic Railway, Rainforestation und Skyrail – am nächsten Morgen ging es direkt weiter in den Regenwald.
- Daintree Rainforest – noch mehr tropischer Regenwald im Norden Queenslands.
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