Last updated on 3. Januar 2026
Click here to opt-out.Dieser Bericht hat etwas länger auf sich warten lassen. Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass die letzten Wochen nicht ganz einfach waren. Ich musste mich erst einmal sortieren.
Jetzt geht es hier weiter – mit Australien.
Port Douglas: Schnorcheln am Great Barrier Reef und Ausflug zu den Low Isles
Seiteninhalt
- Port Douglas: Schnorcheln am Great Barrier Reef und Ausflug zu den Low Isles
- Der Morgen in Port Douglas: Wetter App und Kaffee
- Zu Fuß zur Crystalbrook Marina
- Tickets – und die Sache mit der Sonnencreme
- Infobox: Great Barrier Reef und Sonnencreme
- Schnorchel Vorfreude: Türkei, Kroatien, Malediven
- An Bord der Wavedancer: Boarding und Abfahrt
- Infobox: Schiff und Tour in 30 Sekunden
- Sicherheit an Bord: Savety first
- Die Fahrt zu den Low Isles: Danke Wetter…
- Ankunft auf Low Isles: Ein kleines Paradies
- Infobox: Low Isles, die wichtigsten Fakten
- Low Isles: Geschichte, Leuchtturm und warum das mehr ist als „nur eine Insel“
- Erstes Schnorcheln am Great Barrier Reef
- Mittagessen an Bord und die zweite Runde
- Low Isles und Steve Irwin: Trauriger Teil der Inselgeschichte
- Infobox: Low Isles, Leuchtturm, Grab und Steve Irwin
- Die Schildkröte und ich
- Rückfahrt: Snacks, Champagner und endlich ruhigeres Wasser
- Port Douglas danach: 4 Mile Beach, Rex Smeal Park und kurz durchatmen
- Bei Instagram habe ich ein Video zu den Geräuschen hochgeladen:
- Wenn ihr diese Tour auch buchen wollt:
- Die Tour gibt es auch bei Get Your Guide*:
- Hier könnt ihr eure Port Douglas Touren buchen.
- Unterkünfte in Port Douglas (und wenn ihr auszoomt für die ganze Ostküste) *
Der Morgen in Port Douglas: Wetter App und Kaffee
Der Wecker klingelte früh an diesem Morgen in Port Douglas.
Zum Frühstück gab es Kaffee und den obligatorischen Blick aufs Handy. In der Wetter App stand das, was man für einen Ausflug ins Great Barrier Reef nicht lesen will: Wind. Regen. Wolken. Genau das Paket, das man sich dafür wirklich nicht wünscht.
Draußen sah es tatsächlich nicht nach Postkarten Himmel aus. Meine Laune war etwas im Keller. Gestern hatten wir nur Regen. Und auch heute sah es nicht besser aus. Der Ausflug war gebucht. Bezahlt. Fix. Das Wetter konnte man nicht planen. Wir hofften einfach, dass es nicht so wild werden würde.
Zu Fuß zur Crystalbrook Marina
Zu Fuß ging es von unserer Ferienwohnung rüber zum Hafen. Keine zehn Minuten, Google Maps hatte nicht gelogen. Trotzdem waren wir viel zu früh da. Bei So etwas bin ich aber generell gerne früh am Zielort, zumal wir noch die Vouchers in Tickets umtauschen mussten.
Port Douglas war um diese Uhrzeit noch recht verschlafen. Viele Menschen sahen wir nicht, dafür aber ein paar exotische Vögel.


Tickets – und die Sache mit der Sonnencreme
Am Crystalbrook Marina gaben wir unseren Voucher ab und bekamen die Tickets für die Tour. Beim Check in kam direkt ein Hinweis: keine normale Sonnencreme, bitte rifffreundlich. …. Rifffreundlich?! Wir zeigten unsere Sonnencreme.
Natürlich hatten wir genau die falsche dabei. Man hatte in der Marina die Möglichkeit, andere Sonnencreme zu kaufen.
Infobox: Great Barrier Reef und Sonnencreme
- Das Great Barrier Reef ist ein sehr empfindliches Ökosystem.
- Viele klassische Sonnencremes nutzen chemische UV Filter wie Oxybenzon oder Octinoxat.
- Diese Stoffe können Korallen schaden und die Erholung nach Stress wie Korallenbleichen erschweren.
- In sensiblen Regionen am Riff wird deshalb riff freundliche Sonnencreme ohne diese Inhaltsstoffe empfohlen.
Wir liefen noch etwas im Hafenbereich herum, um uns die Wartezeit zu vertreiben.

Die ersten Boote starteten schon Richtung Riff.
Der Strand an der Marina. Im Nieselregen. Irgendwie zog ich das Regenwetter an in diesen Tagen an ….. 
Und überall waren die Kakadus. Wie bei uns die Tauben.
Wir beschlossen, nun doch wieder zum Hafen zu gehen, um unser Boot schon einmal zu suchen. Es war Dank guter Ausschilderung schnell gefunden.


Beim warten entdecken wir schon die ersten Fisch, sie schwammen im Hafenbecken direkt unter der Oberfläche. Das reichte völlig, um die Spannung hochzuschieben. Wenn das hier schon so aussah, wie würde es erst direkt am Riff sein, mit Maske auf und beim Schnorcheln mittendrin?
Schnorchel Vorfreude: Türkei, Kroatien, Malediven
Schnorcheln war bei uns nicht ganz neu. Mit den Kindern war ich schon zweimal schnorcheln, einmal in der Türkei und einmal in Kroatien. Dort sahen wir schon viele Meeresbewohner.
2015 war ich mit meinem damaligen Mann auf den Malediven.
Ich hatte damals vor der Abreise die Sorge, dass ich mit Schnorcheln eh nix sehen würde. Tauchen darf ich leider nicht. Aus dem Grund hatte ich Schnorcheln eher in die Kategorie „kann man mal machen“ einsortiert.
Und dann war ich dort zum ersten Mal schnorcheln und es catchte mich sofort. Es fühlte sich an, als würde man in einem Aquarium schnorcheln. Nur ohne Glas dazwischen. Man war mittendrin.
Und jetzt war da das Great Barrier Reef. Dieses riesige Riff, von dem man schon als Kind irgendwie gehört hat und bei dem man sofort Bilder im Kopf hat, auch wenn man selbst noch nie hier war.
Wir waren so aufgeregt, was uns erwarten würde.

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An Bord der Wavedancer: Boarding und Abfahrt
Gegen 9.30 Uhr begann das Boarding auf den Wavedancer Katamaran. Pünktlich um 10 Uhr legten wir ab und Port Douglas blieb langsam hinter uns zurück.
Gebucht haben wir direkt beim Anbieter: wavedancerlowisles.com.
Meine beiden Töchter waren ein paar Wochen vor der Abreise in Amsterdam bei „Stray Kids“ , einer K-Pop Band. Das sind die Tour-Shirts. Was meine Jüngste zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste: Auf der Reise würden wir noch einen sehr bekannten K-Pop Ort sehen, wo ihr „Idol“ ein Video gedreht hat.
Die Fahrt geht los.
Erst einmal im ruhigen Hafenbecken.
So könnte es bleiben, dachte ich bei mir. …. blieb es aber nicht.

Nach dem Ablegen gab es an Bord ein kleines Frühstück mit Kaffee, Tee, Gebäck, Keksen und frischem Obst.
Das Schaukeln merkte ich allerdings schneller als mir lieb war. Also blieb es bei einer Kleinigkeit, sicher ist sicher.

Kurz darauf folgte die Einführung. Eine Meeresbiologin erklärte sachlich, worauf wir achten sollten, wie die Abläufe sind und was uns draußen am Riff erwartet.
Infobox: Schiff und Tour in 30 Sekunden
- Tour: Tagesausflug ab Port Douglas zu den Low Isles im Great Barrier Reef.
- Schiff: Wavedancer, 30 Meter Luxus Segelkatamaran von Quicksilver Cruises.
- Fahrtzeit: ungefähr 1 Stunde von Port Douglas bis Low Isles.
- An Bord: Marine Biologist Präsentation, Einweisungen, klare Sicherheitsabläufe.
- Low Isles: flache Lagune, ruhiges Wasser, ideal zum Schwimmen und Schnorcheln.
Sicherheit an Bord: Savety first
Während der Fahrt mussten alle Gäste einen medizinischen Fragebogen ausfüllen. Abgefragt wurden unter anderem Schnorchelerfahrung und gesundheitliche Einschränkungen. Wegen meiner chronischen Erkrankungen wurde gezielt nachgefragt und ich hatte ein Gespräch mit den Guides. Gäste mit gesundheitlichen Einschränkungen oder wenig Erfahrung erhielten einen andersfarbigen Schnorchel, damit die Lifeguards sie im Wasser schneller erkennen konnten und ein besonderes Auge auf sie hatten.
Safety first.
Rettungswesten waren obligatorisch. Eine zu tragen fühlte sich für uns richtig an, auch weil es entspannter war, sich aufs Schauen zu konzentrieren statt auf Technik und Körperspannung.
Die Fahrt zu den Low Isles: Danke Wetter…
Das Wetter war bescheiden. Wind, leichter Regen, noch mehr Wind.
Die Überfahrt war extrem schaukelig. Sehr schnell war klar, dass das für empfindliche Mägen eine echte Herausforderung werden würde.
Tabletten gegen Seekrankheit lagen bereit und wurden auf Wunsch an die Gäste verteilt.
Meiner Tochter ging es nicht sehr gut. Aber die Guides waren sehr aufmerksam. Ich glaube, ihr Auge war geschult für die Gäste mit Seekrankheit. Daher kamen sie direkt zu meiner Tochter und versorgten sie. Kühle Umschläge für den Nacken halfen ein wenig, später kamen sogar Eiswürfel zum Lutschen dazu. Das brachte spürbare Erleichterung. Ein sehr toller und fürsorglicher Service
„Mama, wir machen aber keine Bootsfahrten mehr auf dieser Reise!“ sagte sie dann irgendwann. Ich weiß nicht, wie ich geguckt habe, aber direkt danach kam „Haben wir etwa noch welche gebucht?!“ Ich schaute sie an. Mein Gesicht redet manchmal deutlicher als Worte. „Ernsthaft? Wie viele?“ Hm, ich überlegte kurz. Es waren tatsächlich noch 4. Eine Fahrt zu den Whitsundays, die Überfahrt zu Magnetic Island, die Fahrt zu K’Gari Island und noch eine ganztägige Bootsfahrt zu den Walen. Meine Tochter rollte mit den Augen. „Ganz toll…“
Aber vorweg: Die anderen Bootsfahrten waren allesamt angenehmer.
Und auch die Fahrt zu den Low Isles ist normalerweise weniger schaukelig. Wir hatten einfach Pech mit dem Wetter.
Die Fahrt dauerte ca. 1 Stunde. Dann war endlich Land in Sicht!!!

Ankunft auf Low Isles: Ein kleines Paradies
Gegen 11.15 Uhr erreichten wir Low Isles. Zwei kleine Inseln, ein gemeinsames Riff.
Keine Hotelanlagen, keine große Infrastruktur. Stattdessen Sand, Lagune und schattenspendende Strohdächer, falls die Sonne scheint und das Riff, welches man vom Strand erreichen kann.
Ich hatte diese Tour damals gebucht, falls mein Sohn nicht schnorcheln dürfte. Denn beim Wavedancer gibt es auch die Möglichkeit, mit einem Glasbodenboot das Riff zu erkunden. Aber beim Arztbesuch kurz vorher kam die gute Nachricht: Schnorcheln ist eingeschränkt erlaubt. Wir waren so happy!
Infobox: Low Isles, die wichtigsten Fakten
- Lage: ca. 15 km nordöstlich von Port Douglas
- Größe: etwa 4 Acre Koralleninsel, umgeben von großem Riffbereich
- Besonderheit: Korallen liegen sehr nah an der Insel, dadurch tolles Schnorchelgebiet
- Heritage: seit 2008 auf der Commonwealth Heritage List, inklusive historischer Leuchtturm
- Indigene Bedeutung: als Wungkun wichtiger Ort im Sea Country der KuKu Yalanji und Yiragandi
Low Isles: Geschichte, Leuchtturm und warum das mehr ist als „nur eine Insel“
Schon vorab wurde uns erklärt, dass die Riffe hier stark unter den extremen Überschwemmungen durch Zyklon Jasper im Dezember 2023 gelitten haben. Große Mengen Sediment wurden ins Meer gespült, und gerade flache Riffbereiche können dadurch massiv beeinträchtigt werden.
Der historische Leuchtturm auf Low Isles wurde im 19. Jahrhundert gebaut und ist bis heute ein markanter Punkt. Spannend fand ich, dass hier seit sehr langer Zeit Wetterdaten gesammelt werden und Low Isles sogar eine Rolle in der frühen Korallenriff Forschung spielte.
Erstes Schnorcheln am Great Barrier Reef
Der Katamaran konnte nicht direkt an den Strand fahren. Er hielt an einem gesicherten Ponton, von dort startete das Glasbodenboot und die Tenderboote zum Strand. Und dort bekam man auch die Neoprenanzüge ausgehändigt. Die sollten wir wegen der Quallen tragen. Wichtig, aber modisch echt … nunja… seit unserem Wildwasserrafting in Österreich nenne ich liebevoll „Leberwurst Anzüge“.

Am Strand waren Lifeguards stationiert, und alles lief sehr organisiert ab.
Aufgrund der Niedrigwasser Phase durften wir nicht überall schnorcheln. Teile des Riffs lagen sehr nah an der Wasseroberfläche. Es wurde genau erklärt, wo wir unbesorgt schnorcheln durften.

Die Unterwasserwelt war unglaublich schön.
So viele bunte Fische, so viel Bewegung, ….so viele Farben?
Irgendwie fehlte mir trotzdem was.
Das war nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Durch das Wetter war das Wasser trüb, die Sonne schien nur ab und zu mal.
Und man sah deutlich die gravierenden Schäden am Korallenriff.
Vieles kaputt, vieles ohne Farben.
Und trotzdem – es war beeindruckend. Wir haben so viele verschiedene Fische und andere Meeresbewohner entdeckt, … unbeschreiblich schön.
Aber schaut selbst.




Normalerweise lasse ich mich beim Schnorcheln gerne treiben. Auf den Malediven mochte ich genau dieses Gefühl. Hier ging das nicht. Die Strömung schob einen immer wieder Richtung gesperrte Bereiche. Dort liegen Korallen so nah an der Wasseroberfläche, dass man sich ernsthaft verletzen kann.
Eine Hoffnung lief die ganze Zeit mit: eine Schildkröte sehen. Leider zeigte sie sich nicht ….
Mittagessen an Bord und die zweite Runde
Zurück auf dem Katamaran wartete ein kaltes Buffet. Verschiedene Salate, Fisch, Hähnchen, dazu Meeresfrüchte wie Tintenfisch und Garnelen. Sah alles gut aus, aber Essen war an diesem Tag so eine Sache. Mir war immer noch etwas flau von der Bootsfahrt .. Trotzdem tat etwas Solides gut.
Danach wurde angeboten, entweder eine geführte Inselrunde zu machen oder noch einmal ins Wasser zu gehen. Die Zwillinge blieben auf dem Katamaran. Was wünschen sich Teenager im Urlaub? Einfach sitzen, chillen, auf den Bänken ein bisschen dösen. Schnorcheln hatte ihnen gut gefallen, aber eine zweite Tour wollten sie nicht.
Meine Große entschied sich für die Inseltour. Diese dauerte ca. eine Stunde und habe sich sehr gelohnt, sagte sie hinterher.
Ein paar Fotos von ihr:

Low Isles und Steve Irwin: Trauriger Teil der Inselgeschichte
Irgendwann fiel dann dieser Satz, der einem kurz einen Knoten im Bauch macht:
In diesem Gebiet verunglückte Steve Irwin, der weltbekannte „Crocodile Hunter“, bei Unterwasseraufnahmen am 4. September 2006 tödlich. Er wurde anschließend zur Low Island gebracht und dort für tot erklärt. Puh. Das wusste ich nicht. Ich war damals beeindruckt von seiner Art, mit Tieren umzugehen. Dass ihm das zum Verhängnis wurde, hat mich damals sehr berührt.
Infobox: Low Isles, Leuchtturm, Grab und Steve Irwin
- Lage: Low Isles liegt rund 15 km nordöstlich von Port Douglas, ein kleiner Korallen-Cay in einer geschützten Lagune.
- Warum viele hier so gern schnorcheln: Die Korallen liegen sehr nah an der Insel, das Wasser in der Lagune ist oft ruhig und klar. Ideal zum Schwimmen und für Einsteiger.
- Heritage: Low Isles und der historische Leuchtturm stehen seit 2008 auf der Commonwealth Heritage List, wegen ihrer kulturellen und indigenen Bedeutung.
- Indigene Bedeutung: Für die Aboriginal People ist der Ort als Wungkun bekannt. Er gehört zum Sea Country der KuKu Yalanji und Yirrganydji, deren Meeresgebiete sich hier überlappen.
- Leuchtturm: Der Leuchtturm ist historisch und bis heute ein prägender Teil der Inselgeschichte.
- Ein kleines, stilles Detail: Auf der Westseite befindet sich ein historisches Grab, das Jane Ann Owen zugeschrieben wird, der Frau des ersten Leuchtturmwärters. Das Grab liegt sehr nah an der Küste und war zeitweise durch Erosion bedroht.
- Wissenschaft: Low Isles war schon früh ein Ort für Forschung, unter anderem als Basis für eine sehr frühe Korallenriff-Studie.
- Steve Irwin: Der „Crocodile Hunter“ verunglückte am 4. September 2006 bei Unterwasseraufnahmen im Great Barrier Reef. In diesem Zusammenhang fällt Low Isles oft, weil er nach dem Unfall in Richtung Low Island gebracht wurde.
Die Schildkröte und ich
Ich gab die Hoffnung nicht auf, doch noch einmal die Schildkröte zu sehen. Also quetschte ich mich wieder in den feuchten (und kalten) Neoprenanzug. Alleine schnorcheln war an dem Tag ausnahmsweise erlaubt. Normalerweise gilt Partnerregel, aber es waren jetzt nur wenige im Wasser und die Ansage war klar: in Sichtweite bleiben. Das nahm ich auch ernst.
Von diesen riesigen Muscheln sahen wir sehr viele

Ein paar Flossenschläge hier, ein Blick nach unten da, und plötzlich stimmt die Richtung nicht mehr. Die Strömung schob mich Stück für Stück weiter, ohne dass ich es merkte. Erst als ich hochschaute, war klar: Ups. Hier darf ich gar nicht mehr schnorcheln. Und auch der Guide hatte es bemerkt und pfiff mich zurück. Ich machte meine Kamera aus (Fehler!) und sah zu, dass ich wieder in den erlaubten Bereich kam.
Und dann passierte es. Da lag sie. Eine Schildkröte. Sie ruhte auf dem Riff und bemerkte mich nicht einmal. Für einen Moment war alles andere vergessen.
Der Guide rief inzwischen sehr energisch, ich solle zurückkommen. Ich hörte es auch. Aber ich wollte noch schnell ein Foto machen.
Und weil alles so schnell gehen musste, war die Kamera im falschen Modus. Foto ja, Farben naja.
Egal. Ich hatte sie gesehen – und war überrascht, wie riesig sie ist.
Auf den Fotos kommt das nie so rüber.
Sie war so groß. Und ich so happy, sie gesehen zu haben!!!!

Auf dem Weg zurück begegnete ich dann noch diesem Kollegen:
Ein kleiner Hai.
Zum Glück kannte ich Riff-Haie bereits von den Malediven und wusste, dass sie absolut ungefährlich sind. Dennoch beeindruckte mich diese Begegnung wieder sehr.

Und als hätte der Hai das gespürt, tauchte er wenig später am Boot wieder auf.

Und dann kam sogar die Sonne wieder durch. Und direkt sah alles so anders aus.

Direkt hatte ich das Lied „Santiano“ im Kopf.
„Die Segel aufgespannt und vor dem Wind – Leinen los, volle Fahrt, Santiaaaanooo“

Happy Elly mit Schildkrötenfoto
Rückfahrt: Snacks, Champagner und endlich ruhigeres Wasser
Die Rückfahrt war gemütlicher. Snacks wurden angeboten, es gab Champagner, und auch die Überfahrt war viel ruhiger.
Am Kiosk konnte man Softdrinks kaufen, stilles Wasser gab es gratis, Kaffee und Tee ebenfalls.

Nach einer ruhigen und entspannten Überfahrt erreichten wir wieder den Hafen von Port Douglas

Port Douglas danach: 4 Mile Beach, Rex Smeal Park und kurz durchatmen


Dieser Weg wirkte fast surreal. Eine andere Welt. Eigentlich wollte ich nur kurz schauen, wie der Weg ist, aber dann lief ich ihn immer weiter. Durch die natürlichen Tunnel der Feigenbäume. Später durch einen Dschungelwald. Und immer sah man zwischen den Bäumen und Sträuchern das Meer.
Das hat richtig Spaß gemacht.


In diesem Leben werde ich kein Selfie-Profi mehr …. Und ja, ich war müde. Der Tag war toll, aber die vielen Eindrücke, die Bootsfahrt, das Schnorcheln – und jetzt noch der Walk hoch auf den Aussichtshügel. Und ich war ohnehin nicht ganz fit.
Und doch war ich unfassbar glücklich, dort zu sein. Ohne Regen. Mit einem so farbenfrohen Sonnenuntergang.
Es war traumhaft.



Ich lief den Aussichtshügel auf der anderen Seite wieder runter. Zurück zur Zivilisation.

Bei Instagram habe ich ein Video zu den Geräuschen hochgeladen:
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Grüße von zu Hause und kurz Heimweh
Zu Hause in Deutschland hatte mein Mann die ganze Familie zum Fußballgucken versammelt: Beamer auf der Terrasse, Grill an, perfektes Sommerwetter. Er schickte mir ein kurzes Video per WhatsApp. Liebe Grüße von allen.
Ich sah meine Family, unsere Terrasse, unseren Garten, eine meiner Katzen lief durch das Video.
Und dann war es da. Heimweh. Kurz und heftig.
Wir waren am anderen Ende der Welt. In Australien. So weit weg von zu Hause wie noch nie zuvor.
Genau in diesem Moment kam der Gedanke, der mich sofort wieder ein bisschen glücklicher gemacht hat: Australien war nicht irgendeine Reise. Australien war mein großer Traum. Seit 25 Jahren. Einer von diesen Träumen, die man durch Alltag, durch „irgendwann“, durch Wochen und Jahre trägt, in denen man oft einfach nur funktioniert. Und jetzt war es wahr. Nicht nur im Kopf und nicht mit Google Maps, sondern wirklich dort. Vor Ort. In echt.
Das größte Geschenk war, dass meine drei Kinder dabei waren. Meine drei, die irgendwie viel zu schnell groß geworden sind. Drei Kinder, mit denen ich durch viele Höhen und leider auch durch viele Tiefen gegangen bin. All das hat uns zu einem tollen Team zusammengeschweißt, mit Vertrauen, einem offenen Austausch, das Gefühl, wirklich über alles reden zu können – was mich sehr glücklich macht.
Und genau diese drei waren jetzt mit mir in Australien. So weit weg von zu Hause. Gemeinsam. Wir vier waren über Jahre ein eingespieltes Reiseteam, immer wieder unterwegs, immer wieder zusammen.
5 Kontinente. 30 Länder. So viele Erlebnisse, so viele tolle Momente. Und genauso viele Situationen, die uns kurz den letzten Nerv gekostet haben. Trotzdem haben wir es immer zusammen hingekriegt.
Aus all diesen Reisen entstanden so viele „Weißt du noch?“-Momente.
Aber dann wurde ich wehmütig, weil Australien vermutlich unsere letzte große Reise in dieser Form war.
Meine Älteste ist inzwischen für ihr Studium ausgezogen, die drei gehen ihre eigenen Wege, und bei mir wartet eine große OP, nach der ich erst einmal nicht reisen darf.
Dass sie anstehen würde, wusste ich bereits in Australien. In welcher Form ahnte ich da noch nicht…
Genau deshalb fühlte sich diese Reise wie ein riesiges Geschenk an. Wir haben lange gespart und oft low budget gewohnt. Der Luxus war nie das perfekte Hotel. Der Luxus war die Reise selbst. Zusammen unterwegs sein, staunen, lachen, auch mal durchziehen, wenn es anstrengend wurde.
Das ist unser Schatz.
Erinnerungen, die für immer bleiben.
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Zurück in der Unterkunft machten wir uns ein schnelles Abendessen. Ich wusch noch einmal ein paar Klamotten, wir packten schon die ersten Sachen in die Koffer.
Morgen startete unsere Greyhound-Tour.
Plan für morgen: Mission Beach
Als nächstes stand Mission Beach auf dem Zettel.
Ein Tag Strandurlaub, ganz ohne Programm. Einfach nur Meer und Pause. Das war zumindest der Plan.
Danke, dass ihr wieder mit dabei war.
Der nächste Bericht wird nicht so lange auf sich warten lassen.

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Unterkünfte in Port Douglas
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