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Endlich angekommen in Sydney! Unser erster Abend in Australien

Zuletzt geändert:

Sydney war die erste Station unserer dreiwöchigen Australienreise – und ich war allein mit meinen drei Teenagern unterwegs.  Nach dem langen Flug über Bangkok kamen wir endlich in Australien an. Unser erster Abend führte uns zu den Wahrzeichen, die ich seit Jahren nur von Bildern kannte: Sydney Harbour Bridge, Sydney Opera House, Luna Park und die beleuchtete Skyline. Für mich war dieser Abend noch mehr: Nach 25 Jahren stand ich wirklich in Sydney.


Sommer 2025.
3 Wochen Australien.
Meine 3 Teenager und ich.
Sydney – Rotes Zentrum – Ostküste


Seiteninhalt

Von Bangkok nach Sydney – der letzte Flug nach Australien

Der heutige Blog-Beitrag startet in Bangkok. Es ist bereits 22 Uhr.

Hinter uns liegt ein Stop-Over- Nachmittag in Bangkok mit zwei Tempelbesichtigungen.

Terminal am Flughafen Bangkok vor unserem Weiterflug nach Sydney
Abflugbereich am Flughafen Bangkok vor dem Flug nach Australien

Die Luft draußen war noch immer schwer und schwül – im Terminal dagegen eisig. Während meine Kinder entspannt im T-Shirt auf den Bänken saßen, hatte ich Strickjacke und Jacke übereinander gezogen und fror trotzdem.

Zur Stärkung gab es Süßigkeiten aus dem 7Eleven. Lecker, aber selbst mir Zuckerjunkie zu süß!

Snacks und Getränke aus dem 7Eleven am Flughafen Bangkok

„Mama, sollten wir nicht mal langsam zum Sicherheitscheck?“

Recht hatten sie. Eigentlich war noch Zeit, aber dieser Moment sorgt bei mir immer für Nervosität: Technik raus, Jacken aus, alles in die Kisten – und das Gefühl, für alle anderen zu langsam zu sein.

Und seit meinem positiven (!) Sprengstofftest vor ein paar Jahren, den mir meine Familie bis heute liebend gerne unter die Nase reibt, bin ich zusätzlich angespannt.

Diesmal lief aber alles zum Glück reibungslos.

Nur bei den Getränken habe ich wieder nichts gelernt. Schon in Singapur hatte ich nach dem Sicherheitscheck neue Getränke für uns gekauft – nur um sie kurz vorm Gate wegen der Sicherheitsbestimmungen wieder abzugeben.

Und was soll ich sagen? In Bangkok lief es ähnlich … Auch hier haben wir nach dem Sicherheitscheck Getränke zum Preis einer halben Niere gekauft – aber am Gate angekommen mussten wir sie abgeben. Oh man Elly …. Eigentlich wollte ich mich jetzt darüber ärgern, aber dann stand er da: unser Flieger, der uns nach Australien bringen würde!

Und plötzlich war der Rest völlig egal.

Gate C7 in Bangkok für den Thai-Airways-Flug TG471 nach Sydney

Beim Boarding raste mein Herz vor Aufregung. 25 Jahre hatte ich davon geträumt, gespart und geplant – und jetzt war es so weit. Wie immer schickte ich noch schnell eine WhatsApp in die Familiengruppe, mit Flugnummer und Foto von uns. Meine Familie verfolgt unsere Flüge immer gerne live bei Flightradar.

Bordkamera im Thai-Airways-Flugzeug vor dem Abflug nach Sydney

Im Flieger entdeckten wir die Bordkameras. Irgendwie witzig, den eigenen Flieger von außen zu beobachten, während man selbst darin sitzt.

Bordkamera im Flugzeug auf dem Weg von Bangkok nach Sydney

Nachdem das Handgepäck einigermaßen in den viel zu kleinen Fächern verstaut war und ich mich auf meinem halben Quadratmeter organisiert hatte, lehnte ich mich zurück – und kurz darauf hoben wir ab.

Elly müde aber glücklich im Flugzeug von Bangkok nach Sydney
Müde, aber glücklich

Bye bye Bangkok! Irgendwann komme ich wieder!!!

Nächtlicher Blick aus dem Flugzeug auf dem Weg nach Sydney

Bald nach dem Start gab es Abendessen. Nudeln mit Huhn und noch einiges dabei, es schmeckte alles sehr gut. Außer das Höllen-Wasabi-Zeug, darüber freute sich dann aber unser Sitznachbar.

Für meine Tochter hatte ich im Vorfeld etwas Vegetarisches vorbestellt.

Abendessen bei Thai Airways auf dem Flug von Bangkok nach Sydney

Nach dem Abendessen wurde das Licht in der Kabine gedimmt und die meisten Passagiere versanken im Schlaf. Ich nicht. Immer noch nicht. Ich sah immer wieder hinaus in die Dunkelheit und lauschte völlig gedankenverloren dem monotonen Brummen der Triebwerke.

Die Kinder machten es sich mit Nackenhörnchen, Decken und Musik auf den Ohren bequem, schafften es irgendwie, in den seltsamsten Körperhaltungen einzuschlafen. Economy eben – eng, aber okay, wenn man wie wir passenderweise Economy-Größe hat.

Bei mir siegte dann aber doch irgendwann die Müdigkeit nach über 24 Stunden auf den Beinen.

Über den Äquator – und immer näher an Sydney

Flugroute von Bangkok nach Sydney auf dem Bordmonitor beim Überqueren des Äquators
Der Flug über den Äquator

Wach wurde ich, als das Licht in der Kabine wieder heller wurde und ein geschäftiges Treiben begann: Frühstückszeit.

Frühstück bei Thai Airways vor der Landung in Sydney

Je näher wir Sydney kamen, desto klarer wurde die Sicht. Erste Küstenlinien tauchten auf, schroffe Felsen, gegen die tiefblaues und türkisfarbenes Wasser brandete.

Bordmonitor kurz vor der Landung in Sydney
Australische Küste beim Landeanflug auf Sydney

Dann die vertraute Ansage aus dem Lautsprecher: „Cabin crew, prepare for landing.“ – und plötzlich war alles ganz nah, so greifbar, endlich da. Fast zumindest.

Flugzeuge von Qantas und Jetstar nach der Landung am Flughafen Sydney

Gelandet in Sydney!!!!! Ein Moment, von dem ich seit 25 Jahren geträumt habe.

Willkommen in Australien – Einreise in Sydney

Die Einreise war halb automatisch, halb manuell. Eigentlich hatte ich alles perfekt vorbereitet, doch trotzdem raste mein Herz, als wir am Schalter standen. Irgendwas könnte ja immer noch schiefgehen. Da kam prompt der Spruch meiner Kinder: „Man, Mama, chill mal!“ Den würde ich in Australien noch öfter hören. Aber manchmal bekamen die Kids diesen Spruch auch von mir zurück.

Im Grunde hatten sie Recht. Unsere Reisepässe sind gültig, auf dem zu Hause bereits beantragten Visum steht „Granted“ – genehmigt!

Ausgedruckte eVisitor-Genehmigung bei der Einreise nach Australien

Wo beantrage ich das eVisitor-Visum für Australien?

Das eVisitor-Visum (Subclass 651) wird direkt über die australische Einwanderungsbehörde beantragt. Die aktuellen Voraussetzungen und die Antragstellung findet ihr bei Australian Home Affairs. Welche Einreisegenehmigung benötigt wird, hängt vom jeweiligen Reisepass ab – deshalb vor der Reise immer die aktuellen Bedingungen prüfen.

Und natürlich klappte alles. Ich und meine Paranoia manchmal,… aber ich habe halt 25 Jahre … und so weiter, wisst ihr ja inzwischen…

Kurz darauf sahen wir sie: drei pinke Buchstaben. SYD.

„Mama, ich freue mich so für dich!“, sagte meine älteste Tochter. „Ich weiß genau, wie glücklich du dich fühlst, weil so ging es mir damals in Tokyo!“ Japan war damals ihr großer Traum.

2023 war es soweit und wir sind 10 Tage in Japan mit meinen Teenagern unterwegs gewesen.

Ankunft in Sydney: Elly vor dem pinken SYD-Schriftzug am Flughafen

Vom Flughafen Sydney mit Uber zur Unterkunft – und über die Harbour Bridge

Draußen wartete schon unser UberXL – ich hatte es im Terminal per App bereits bestellt. Mit vier Personen und einer beachtlichen Menge Gepäck war die größere Variante auch dringend nötig.

Es gibt am Flughafen Sydney einen eigenen Uber-Abholbereich. Dank guter Beschilderung war der zum Glück schnell gefunden. Denn wenn ein Uber länger als 5 Minuten warten muss, fährt es wieder.

Wir waren pünktlich, Gepäck in den Kofferraum gepackt, … meine Kamera dabei auf den Boden fallen lassen. Klar, an Tag 1 in Australien. An Tag 24 wäre es auch langweilig gewesen … Den Schaden schaute ich mir später an, jetzt wollten wir einfach nur endlich zur Unterkunft.

Wir fuhren los, Richtung Sydney. Unsere Unterkunft war auf der anderen Seite von Downtown und ich hatte die leise Hoffnung, dass wir über die Harbour Bridge fahren würden.

Die Kinder waren platt von der Anreise. Ich eigentlich auch, aber an Schlafen war bei mir nicht zu denken.

Ich sah die ersten Hochhäuser und den Sydney Tower.

Fahrt vom Flughafen Sydney in Richtung Innenstadt
Straßenschilder bei der Fahrt über die Sydney Harbour Bridge

Und dann näherten wir uns tatsächlich der Harbour Bridge!!

Sydney Harbour Bridge bei unserer ersten Fahrt über die Brücke

Die Fahrt über diese gewaltige Stahlkonstruktion war ein Erlebnis: 503 Meter Spannweite, 49 Meter Breite und 134 Meter hoch über dem Wasser. Die Sydney Harbour Bridge gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Australiens und trägt wegen ihrer markanten Form den Spitznamen „Kleiderbügel“.

Die Brücke ist insgesamt 1.149 Meter lang und verbindet das Stadtzentrum mit der North Shore. Errichtet wurde sie von der britischen Firma Dorman Long, die Bauarbeiten begannen 1923 und nach fast neun Jahren war es soweit: Am 19. März 1932 wurde sie feierlich eröffnet. Damals sollte der Premierminister das Band zur Einweihung zerschneiden – doch ein patriotischer Reiter kam ihm zuvor, galoppierte mit gezogenem Schwert nach vorn und durchtrennte das Band, bevor die Zeremonie offiziell beginnen konnte.

Ein spektakulärer Moment, der in die Geschichtsbücher eingegangen ist.

Screenshot aus dem Video unserer Fahrt über die Sydney Harbour Bridge
Sorry für die „nicht so ganz optimale“ Foto-Qualität, es ist ein Screenshot aus einem Video, weil ich vor lauter Aufregung vergessen habe, auch Fotos zu machen.

Das Video mit unserer Fahrt über die Harbour Bridge

Jetlag in Sydney – erst einmal schlafen

In Sydney ist der Juli ein Wintermonat, und das merkten wir sehr schnell: Tagsüber sind es um 15 °C, nachts fallen die Temperaturen auf etwa 8–9 °C.

Wir hatten ein 4-Bett-Zimmer und es war wirklich eisigkalt. Und um euch eine ungefähre Ahnung zu geben, wie kalt es war: Selbst die Teenager haben gefroren! Also wollte ich die Heizung höher stellen.

Aber: Keine Heizung zu finden.

Eine klassische Heizung hatten wir übrigens in keiner einzigen Unterkunft – überall lief das über die Klimaanlage. Und auch in dieser Unterkunft war es wohl so und ich versuchte es auf „warm“ umzustellen – nur lief das Ding nicht richtig. Es wurde einfach nicht warm. Lag vermutlich am Bediener,… die Mitarbeiter waren aber schnell zur Stelle, als wir fröstelnd vor ihnen standen. Sie stellten die Klimaanlage kurzerhand auf „heiß“.

Klingt absurd, funktionierte aber erstaunlich gut. Binnen weniger Minuten wurde das Zimmer angenehm muckelig warm. Unser Blick fiel auf die Betten – und plötzlich überkam uns die Müdigkeit mit voller Wucht. Nacheinander duschten wir uns erst einmal und während ich wartete, bis ich „an der Reihe“ war, checkte ich meine Kamera.

Ich hatte zwei Kameras dabei, meine Lumix S9 und noch eine Lumix TZ1000II mit einem 1-Zoll-Sensor als Backup-Kamera. (Link* zur Kamera https://amzn.to/4pJW2LT) Und ich hatte Glück, denn die Kamera ist genau auf den Filter gefallen. Der war dadurch gebrochen, aber die Kamera war voll funktionsfähig! Puh!

Unser Vierbettzimmer in Sydney für mich und meine drei Teenager

Obwohl wir es kaum erwarten konnten, Sydney zu entdecken, schliefen wir erst einmal ein paar Stunden tief und fest. Wir hätten wohl noch länger liegen bleiben können, aber nachmittags zwangen wir uns aus dem Bett. Die Müdigkeit war noch da, aber der Hunger größer, und die Neugier auf Sydney riesig. Vor allem das Opernhaus wollte ich unbedingt sehen. Und noch einmal die Harbour Bridge.

Unsere Unterkunft hatte ich extra fußläufig zum Ufer gebucht.

Unsere Reise startete und endete in Sydney. Und somit habe ich jeweils eine Unterkunft auf beiden Seiten gebucht.

Wir liefen die Straße hinunter. Und dann war sie auf einmal da:

Die Harbour Bridge.

Sydney Harbour Bridge am ersten Abend unserer Australienreise

Das erste Mal Sydney Opera House – nach 25 Jahren stand ich wirklich davor

Wir spazierten weiter zur Uferpromenade, dorthin, wo man direkt auf das Opernhaus blickt. Die Sonne stand tief, das Licht war warm, und dann sahen wir es: das Opernhaus, das ich jahrelang nur aus Reisekatalogen und von Google Maps kannte.

Ich stand da und schaute es mir an, die ganze Zeit. Und ich war so unfassbar glücklich!!! Mir standen tatsächlich die Tränen in den Augen. Ich konnte mich kaum sattsehen.

Und meine Teenager? Die standen genauso da: „Wow.“ Immer wieder zückten sie ihre Handys und machten Fotos. Ich machte Fotos. Wir machten Selfies. Dann schauten wir wieder einfach nur hin.

Meine Tochter fasste es kurz zusammen: „Crazy, da steht einfach mal das Opernhaus von Sydney!“

Erster Blick auf das Sydney Opera House vom gegenüberliegenden Ufer
Sydney Opera House im warmen Abendlicht

… und plötzlich stehst du wirklich dort – an dem Ort, den du auf Google Maps schon tausendmal voller Sehnsucht angeschaut hast. Diesmal kein Bildschirm, kein flaches Bild, sondern Realität. Du stehst mittendrin. Du siehst dich um, hörst die Geräusche, atmest die Luft. Alles, was vorher nur auf dem Bildschirm existierte, ist real, greifbar, echt. Du siehst die Wellen auf dem Wasser, siehst die Vögel über Dir fliegen. Du siehst die anderen Menschen um Dich herum.

Angler auf dem Pier, ein Pärchen auf einer Bank. Du atmest tief ein und aus. Es ist real. Du bist mittendrin. Das Gefühl ist so überwältigend, dass dir die Tränen kommen, ohne dass du es merkst. Endlich da!

Ein Traum, der plötzlich Wirklichkeit geworden ist.

Und dann machten wir erst einmal ganz viele Fotos und Selfies.

Die Sonne ging unter, das Licht war so schön. Und machte diese für mich ohnehin noch nicht ganz greifbare Szenerie noch ein wenig mehr surreal.

Sydney Opera House und Skyline am Sydney Harbour am ersten Abend
Sydney Opera House bei Sonnenuntergang hinter Palmen
Blick unter der Sydney Harbour Bridge auf die Skyline
Sydney Harbour Bridge mit Opera House und Skyline in der Abenddämmerung

Das Sydney Opera House gehört übrigens seit 2007 zum UNESCO-Welterbe. Für mich war an diesem Abend aber vor allem eines wichtig: Ich stand endlich davor.

Zu Fuß unter der Harbour Bridge zum Luna Park

Nach einer Weile der Begeisterung meldete sich der Hunger zurück.

Wir liefen unter der Harbour Bridge hindurch Richtung Luna Park.

Meine drei Teenager auf dem Weg zum Luna Park am Sydney Harbour

Eintritt kostet der Park an sich nicht, man kann einfach durch das etwas bizarre Eingangstor laufen, für die Fahrgeschäfte braucht man allerdings separate Tickets. Die Kinder fanden den Eingang sehr spooky. Keine Ahnung, wer sich so ein architektonisches Design ausgedacht hat. Zumindest ist dieser Eingang weltweit bekannt. Schafft auch nicht jeder.

Berühmter Eingang des Luna Park Sydney mit Riesenrad
Großes Gesicht am Eingang des Luna Park Sydney mit meinem Sohn davor

Der Luna Park Sydney am Abend

Riesenrad und Fahrgeschäfte im Luna Park Sydney am Abend

Wir schlenderten zwischen Karussells, Imbissständen und quietschbunten Lichtern hindurch und landeten schließlich in einem Selbstbedienungsrestaurant mit leichtem Kantinenflair. Es war laut, wuselig, aber irgendwie fröhlich – vielleicht, weil neben uns ein Kindergeburtstag gefeiert wurde.

Weil wir so spät waren, war auch fast alles ausverkauft, was wir bestellen wollten. Wir sagten dann, dass wir das nehmen, was noch da sei. Wir bekamen eine einfache Margarita-Pizza (umgerechnet um 11,50 €) und Pommes.

Unser erstes Abendessen in Australien – und selbst das „einfache“ schmeckte so besonders.

Unser erstes Abendessen in Australien mit Pizza und Pommes im Luna Park

Sydney bei Nacht – Skyline, Harbour Bridge und Opera House

Die Sonne war untergegangen, die Lichter der Stadt gingen an. Wir liefen ein Stück durch den Park und dann am Ufer zurück zu einem Pier.

Mond über dem Hafen von Sydney am Abend
Der Mond über Sydney
Beleuchteter Luna Park Sydney bei Nacht
Luna Park by night

Am Pier blieben wir stehen, um die Skyline anzusehen. Ein toller Anblick! Die beleuchtete Harbour Bridge spiegelte sich im Wasser, die Stadt glitzerte rundherum.

Wir kauften uns ein paar Getränke, setzten uns auf die Bänke am Pier und genossen den Moment.

Elly am Sydney Harbour vor Harbour Bridge, Opera House und Skyline
Sydney Harbour Bridge und Opera House in der blauen Stunde

Sydney bei Nacht fotografieren – meine ersten Versuche mit der Lumix S9

Panasonic Lumix S9 auf dem Stativ bei der Nachtfotografie in Sydney
Making of: Meine ersten Gehversuche mit der neuen Kamera. Ich wollte sie eigentlich schon vor der Reise „einfotografieren“, aber mir fehlte die Zeit.

Wer sich für das Stativ interessiert: Hier ist der Link* dazu.

Und das Ergebnis:

Sydney bei Nacht mit Opera House, Skyline und Harbour Bridge
Beleuchtete Skyline von Sydney mit Opera House bei Nacht
Sydney Harbour Bridge und Skyline bei Nacht mit Spiegelungen im Wasser
Sydney Opera House und beleuchtete Skyline bei Nacht

Irgendwann merkten wir die Müdigkeit. Wir liefen langsam zurück, entschieden uns aber, nicht den direkten Weg zur Unterkunft zu nehmen, und kamen zu einem winzig kleinen Park.

Vor uns leuchtete die Skyline, die Harbour Bridge und gegenüber das Opernhaus. Und da war dieses Gefühl wieder mit voller Wucht: Wir waren da. Wir waren wirklich in Sydney. Ich mit meinen drei Teenagern. 25 Jahre hatte ich davon geträumt – und jetzt standen wir gemeinsam vor genau diesem Anblick.

Die Kids machten wieder Fotos, ich natürlich auch. Alles war beleuchtet, das Wasser lag vor uns, dahinter die Skyline und das Opernhaus. So oft hatte ich Sydney auf Bildern gesehen. Jetzt waren diese Lichter wirklich vor uns.

Ich wollte noch ein paar Fotos machen – bei den übermüdeten Kindern stieß das eher auf mäßige Begeisterung.

Aber sie wussten, wie sehr ich davon geträumt habe und setzten sich auf eine Bank, damit ich in Ruhe ein paar Fotos machen konnte. Danke Kinder für eure Geduld!!!!

Elly mit ihren drei Teenagern am Sydney Harbour vor dem beleuchteten Opera House und der Skyline

Kommentar der Teenies, nachdem sie diesen Bericht gelesen hatten: „Mama, wieso verpixelst du uns? Brauchst du nicht, passt schon.“ 

Mir fehlte hier eindeutig mein Weitwinkel-Objektiv. Bewusst hatte ich es zu Hause gelassen – weniger Schlepperei, weniger Kamerazeug. Genau aus diesem Grund hatte ich mich auch von der etwas klobigen (aber wirklich großartigen) Panasonic Lumix S5 verabschiedet. In meinem Job im Fotoladen hatten wir irgendwann die S9 reinbekommen – und die hat mir direkt gefallen. Klein, handlich, und zusammen mit dem 28–200er Objektiv eine wirklich gute Reisekombi: viel Brennweite, wenig Gewicht.

Doch in solchen Momenten fragte ich mich, ob ich nicht doch zu sparsam mit meinem Fotogepäck gewesen war.

Wobei ich sagen muss, dass mir diese Kombi ansonsten sehr gefallen hat. Kleine kompakte Vollformat-Kamera mit einem Allrounder-Reiseobjektiv.

Wer sich für die S9 oder das Objektiv interessiert – hier die Links*:
Panasonic Lumix S9 |
Panasonic Lumix 28–200

Eine Pfütze – und plötzlich wollte mein Sohn doch noch fotografieren

Dann entdeckten wir eine kleine Pfütze mit einer fast perfekten Spiegelung der Skyline – und plötzlich war mein Sohn Feuer und Flamme. Wir knieten nebeneinander über der Pfütze, suchten den besten Winkel und machten ein paar Fotos, während die Mädchen leise vor sich hin moserten, weil sie zurück zur Unterkunft wollten.

Mein Sohn und ich waren auch müde. Wir beeilten uns. Aber diese Spiegelung war zu verlockend für ein „etwas anderes Foto“ von Sydney.

Spiegelung der beleuchteten Skyline von Sydney in einer Pfütze
Spiegelung der Sydney Harbour Bridge bei Nacht in einer Pfütze

(Beide Fotos mit dem Handy – für den besten Winkel hätten wir die Kamera fast ins Wasser halten müssen, das war mir dann doch zu riskant.)

Unser erstes wildes Tier in Australien – ein Possum mitten in Sydney

Eigentlich waren wir dann mit unseren Fotos fertig. Mein Sohn hatte noch etwas mit Format und Einstellungen experimentiert, aber wir beschlossen, uns dann doch auf den Rückweg zur Unterkunft zu machen. Ich packte meine Kamera in meinen Rucksack und war gedanklich schon im kuscheligen Bettchen.

Bis meine jüngste auf einmal aufgeregt sagte: „Mama, da hinten war was, ein Tier, was größeres!“

Ich – direkt wieder hellwach – antworte leicht panisch: „Wie viele Beine?!“

„Nein, keine Spinne, sowas wie eine Katze oder so.“

Eine Katze?! Hier? Nein, die hätte mein angeborener Katzensensor registriert. Aber was war es? Und dann, ganz leise, huschte plötzlich etwas hinter uns vorbei. Tatsächlich groß wie eine Katze, mit rundem Gesicht und buschigem Schwanz. Ein Possum! Kein Opossum – die leben in Amerika –, sondern ein echtes australisches Possum.

Es sah uns neugierig an, schien aber gleichzeitig Angst zu haben, und war im nächsten Moment schon unterwegs zum nächsten Baum.

Fotografiert natürlich ohne Blitz, dem Tier zuliebe.

Das zu dunkle Foto musste ich dann mit meinem Fotoprogramm irgendwie halbwegs retten.

Wildes Possum an einem Baum mit Sydney Opera House im Hintergrund

Unser erstes „wildes“ Tier in Australien. Nativ wäre eigentlich der korrekte Ausdruck.

Possums kommen häufig selbst in den Städten vor. Das hätte ich gar nicht gedacht.

Und: Es war Abend, der erste Tag war vorbei – wir waren schon seit acht Stunden hier – und hatten noch keine einzige Spinne gesehen. Das musste ich dann auch direkt meiner Familie schreiben. Denn meine liebreizende Familie hatte intern Wetten abgeschlossen, wann wir die erste große Spinne sehen würden. An Tag 1 haben wir keine gesehen. Irgendwie war zu mir durchgesickert, dass jemand direkt auf Tag 1 gesetzt hat. Ätsch, verloren! Zum Glück. Ich hoffte, wir würden die ganze Zeit keine sehen.

Aber ich spoilere mal: Ein Mitglied unseres Reise-Quartetts würde nur wenige Tage später einer Spinne sehr viel näher kommen, als ihr/ihm lieb war.

Unser erster Abend in Sydney – wir waren wirklich da

Wir waren müde. Der Jetlag kickte.

Daher gingen wir zurück zur Unterkunft.

Es war der erste Abend in Australien – und schon so wundervoll. Und mir wurde klar: Drei Wochen lagen jetzt vor uns – voller Abenteuer, voller Touren, auf die wir uns schon lange freuten – Outback, Regenwald, Great Barrier Reef. Alles wartete auf uns, alles lag noch vor uns.

Ich stand da, atmete die Luft, hörte die Geräusche der Stadt, spürte den kühlen Wind auf der Haut. Die Vorfreude mischte sich mit einem Kribbeln im Bauch. Alles, was wir sehen, erleben, riechen, schmecken würden, lag noch vor uns – wie ein leeres Buch, was wir jetzt mit unseren Erlebnissen füllen würden.

Es ist dieses besondere Gefühl. Der erste Abend. Der erste Abend von einem großen Abenteuer!

Nächtlicher Abschiedsblick auf Sydney Opera House, Skyline und Harbour Bridge

Bye bye Harbour Bridge und Opera House, wir sehen uns in 3 Wochen wieder!!!

Unser Zimmer war mollig warm. Schnell noch alle Handys und Powerbanks laden, kurz die Abflugzeiten für den Folgetag checken, Uber vorbestellen – und dann ab in die Heia. Wir schliefen tief und fest.

Am nächsten Morgen weiter ins Rote Zentrum

Unser Wecker klingelte am nächsten Morgen früh. Und erbarmungslos.

Wir flogen zu unserem nächsten Ziel: Yulara, mitten im Roten Zentrum von Australien.

Und am frühen Nachmittag hieß es für uns:

Palya!

„Palya“ ist ein Wort aus der Sprache der Anangu, den Aboriginal People, welche in der Gegend rund um den Uluru leben. Es bedeutet „Hallo“, „Willkommen“ oder „Alles gut“ – also ein freundlicher Gruß oder Ausdruck von Zustimmung.

Palya-Schild im Ayers Rock Resort in Yulara im Roten Zentrum Australiens

Häufige Fragen zum ersten Abend in Sydney und zur Anreise nach Australien

Was kann man am ersten Abend in Sydney machen?

Für einen ersten Abend in Sydney reicht oft schon ein Spaziergang am Harbour mit Blick auf Opera House und Harbour Bridge. Wir waren nach der langen Anreise völlig müde und haben deshalb kein großes Programm geplant. Von unserer Unterkunft liefen wir zum Wasser, schauten uns das Opera House bei Sonnenuntergang an, gingen unter der Harbour Bridge zum Luna Park und blieben später noch für die beleuchtete Skyline. Gerade nach einem Langstreckenflug war diese Mischung für uns genau richtig: viel Sydney, aber ohne straffen Zeitplan.

Was hilft gegen Jetlag nach dem Flug nach Australien?

Hilfreich ist, den Körper möglichst schnell an die Ortszeit anzupassen.  Tageslicht, Bewegung draußen, ausreichend Flüssigkeit und bei Bedarf kurze Nickerchen als Möglichkeiten, die innere Uhr bei Jetlag zu unterstützen. Wir waren nach mehr als 24 Stunden Anreise so müde, dass wir nach der Ankunft erst ein paar Stunden geschlafen haben – am Nachmittag haben wir uns dann bewusst wieder aus dem Bett gezwungen und sind raus nach Sydney.

Was ist der Luna Park Sydney?

Der Luna Park Sydney ist ein Vergnügungspark direkt am Sydney Harbour in Milsons Point, unmittelbar neben der Harbour Bridge. Bekannt ist er vor allem für den riesigen Gesichtseingang, das Riesenrad, Fahrgeschäfte und die Lage mit Blick auf die Skyline. Der Park ist aktuell ein Free Entry Park: Man kann also ohne Eintrittsticket hineingehen; für Fahrgeschäfte werden separate Ride-Pässe oder Tickets benötigt. Öffnungszeiten und Ticketmodelle ändern sich, deshalb vor dem Besuch direkt beim Luna Park Sydney prüfen.

Lohnt sich der Luna Park Sydney auch mit Teenagern?

Bei uns war es vor allem ein spontaner Stopp auf dem Abendspaziergang. Meine Teenager fanden schon den berühmten Eingang ziemlich spooky, wir liefen durch den beleuchteten Park und aßen dort unser erstes Abendessen in Australien. Für die Fahrgeschäfte hätten wir einen Pass kaufen müssen – aber dafür waren wir zu müde.

Wo bekommt man australische Dollar in Sydney?

Australische Dollar (AUD) bekommt man am Flughafen, an Geldautomaten und bei Wechselstuben oder Banken. Sydney Airport hat im internationalen Terminal T1 Geldautomaten und Wechselmöglichkeiten; auch in Sydney selbst sind ATMs weit verbreitet. Tourism Australia weist außerdem darauf hin, dass Kartenzahlung in Australien sehr verbreitet ist. Gebühren und Wechselkurse können je nach Bank, Karte und Anbieter unterschiedlich sein. Aktuelle Informationen findet ihr bei Sydney Airport und Tourism Australia.

Kann man in Sydney mit Kreditkarte oder Debitkarte bezahlen?

Ja, Kartenzahlung und kontaktloses Bezahlen sind in Sydney weit verbreitet. Das gilt auch für den öffentlichen Nahverkehr: In Sydney kann man auf vielen Verbindungen direkt mit einer geeigneten kontaktlosen Debit- oder Kreditkarte beziehungsweise einem digitalen Wallet ein- und auschecken. Für Bus, Bahn, Metro, Fähren und Light Rail gibt es außerdem die Opal Card. Informationen zu den aktuellen Zahlungsmöglichkeiten gibt es bei Transport for NSW.

Wie kommt man vom Flughafen Sydney in die Innenstadt?

Vom Sydney Airport kommt man unter anderem mit Zug, Taxi oder Rideshare wie Uber in die Stadt. Die Airport Line verbindet die Flughafenterminals mit dem Bahnnetz; für die Flughafenstationen fällt zusätzlich zum normalen Fahrpreis eine Station Access Fee an. Wir waren zu viert mit viel Gepäck unterwegs und haben deshalb direkt am Terminal ein UberXL bestellt. Für uns war das nach der langen Anreise die bequemste Lösung. Aktuelle Informationen zu Bahn, Bus und Tarifen findet ihr bei Transport for NSW.

Braucht man für Sydney einen Mietwagen?

Für die klassischen Sehenswürdigkeiten rund um den Sydney Harbour braucht man nicht zwingend einen Mietwagen. Wir waren auf unserer Australienreise komplett ohne Mietwagen unterwegs. Unsere erste Unterkunft hatte ich bewusst so gewählt, dass wir Harbour Bridge, Opera House und Luna Park zu Fuß erreichen konnten; vom Flughafen nahmen wir ein Uber. Für längere Strecken in Sydney stehen außerdem Bahn, Bus, Metro, Fähren und Light Rail zur Verfügung.

Braucht man für Australien ein Visum?

Für die Einreise nach Australien benötigen ausländische Reisende grundsätzlich eine passende Einreisegenehmigung beziehungsweise ein Visum; welche Variante passt, hängt vom Reisepass ab. Für viele europäische Reisepässe kommt das eVisitor-Visum (Subclass 651) infrage. Es muss vor der Reise beantragt und genehmigt sein. Verbindlich sind ausschließlich die aktuellen Angaben von Australian Home Affairs.

Weiter ins Outback: unser nächster Australien-Bericht

Auf uns warteten ganze vier Tage mitten im Outback – rote Erde, endlose Weite und magische Momente beim Sonnenauf- und untergang.

Weiter zum nächsten Bericht: Wintjiri Wiru und Sonnenuntergang am Uluru →

Danke, dass ihr uns heute begleitet habt 💕 In den nächsten Berichten erzähle ich euch weiter von unserer Australien-Reise – mit allem, was dazugehört: große Highlights, kleine Tiefpunkte und Momentaufnahmen, die euch das Gefühl geben, direkt dabei zu sein.

Bis zum nächsten Mal,
eure Elly





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