Seiteninhalt
- Shinkansen von Tokyo nach Hiroshima mit Hotel-Tipp
- Wie findet man den Shinkansen-Bahnsteig?
- Darf man im Shinkansen essen?
- Regenfahrt mit dem Shinkansen
- Umsteigen in Shin-Osaka
- Die schönen Gullideckel in Japan
- Hiroshima mit deutschsprachigem Guide
- Unser zentral gelegenes Hotel in Hiroshima
- Essen gehen in Hiroshima: Restaurant-Tipp
- Unterschied zwischen Shinto-Schrein und buddhistischem Tempel
- Strohbänder und Zickzack-Anhänger an den Bäumen
- Wie funktioniert eigentlich eine japanische Waschmaschine?
- Reiseplanung für Japan
Shinkansen von Tokyo nach Hiroshima mit Hotel-Tipp
In diesem Reisebericht geht es um unsere Fahrt mit dem Shinkansen von Tokyo nach Hiroshima, den Umstieg in Shin-Osaka, unsere Ankunft am Abend und unser Familienzimmer im FAV Hotel Hiroshima Heiwa Odori. Der Beitrag gehört zu meiner Japanreise mit Teenagern, alle Berichte und die komplette Route findet ihr in der Japan-Übersicht.
Soooooo, jetzt geht’s endlich mit den Japan-Berichten weiter.
Wir verlassen Tokyo. Am Abend vorher waren wir noch in Shinjuku bei der großen 3D-Katze und im 2D-Café. Heute stand ein Reisetag auf dem Plan. Mit dem Shinkansen fuhren wir von Tokyo nach Hiroshima.
Knapp 5 Stunden dauerte die Fahrt – inkl. einmal umsteigen.
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Wir mussten von Shibuya erst einmal zu einem anderen Stadtteil von Tokyo: Shinagawa.
Von dort startete der Shinkansen.
Von Shinagawa aus fuhren wir bis Shin-Osaka, dort mussten wir umsteigen und fuhren von da weiter nach Hiroshima.
Mit der Navitime-App konnten wir uns ganz genau anzeigen lassen, mit welchem Zug wir mit dem Japan Rail Pass fahren konnten. Diese App hat uns sehr oft sehr zuverlässig geholfen, mit der richtigen Bahn zu fahren. Weitere Hinweise zu Route, Apps und Planung habe ich in meinem Beitrag Unsere Japan-Reise kompakt: Tipps, Touren und Erlebnisse gesammelt.

Wir hatten inzwischen überhaupt keine Bedenken mehr, die ÖPVs zu nehmen.
Von Shibuya aus fuhren wir nach Shinagawa.
Wir starteten erst mittags, denn an diesem Vormittag habe ich etwas ganz Besonderes gemacht, aber für den Bericht über meinen Ausflug an diesen Vormittag muss ich noch etwas recherchieren, daher folgt er in den kommenden Wochen irgendwann.


Selbst die Baustellen wirken in Japan sehr clean.
Wie findet man den Shinkansen-Bahnsteig?

In Shinagawa mussten wir uns erst einmal kurz orientieren. Aber im Grunde ist der Shinkansen gut ausgeschildert. Er hat seine eigenen Bereich im Bahnhof und man muss nur den Wegweisern folgen.

Wenn man in Japan mit der Bahn fährt, löst man die Tickets immer vor dem Betreten des Bahnsteiges. Erst dann öffnen sich die Schranken und man kann zum Bahnsteig gehen.
Das ist bei allen Tickets so, egal ob Einmalticket oder JR-Pass oder sonstige Bahntickets.

Wir wussten, dass wir den Shinkansen Richtung Shin-Osaka nehmen mussten. Und fanden es dann auch relativ schnell.
Die App sagt aber auch genau, zu welchem Gleis man muss.
Wir hatten für diese Fahrt feste Plätze reserviert. Das haben wir gemacht, als wir in Tokyo unseren Voucher gegen den echten Rail-Pass eingetauscht haben.
Das ist nur an bestimmten Stationen oder am Flughafen möglich.
Zum umtauschen muss man die Voucher, welche man per Post zugestellt bekommen hat, und die Reisepässe vorlegen.
Wir waren viel zu früh am Bahnsteig. So konnten wir aber zumindest schon einmal einen Shinkansen mit seiner typischen langen Nase aus der Nähe sehen

Meine Älteste ist großer Japan-Fan und probiert auch gerne viele japanische Speisen und Süßigkeiten.
Nicht alles schmeckte ihr ….

Viele vermeidlich japanische Speisen, welche wir aus Deutschland kannten, schmeckten in Japan übrigens ganz anders, zB Matcha-Eis.
Und dann kam unser Shinkansen. Absolut pünktlich auf die Minute.

Ich hatte mich gefreut auf die Fahrt, denn bei gutem Wetter kann man den Fuji sehen. Wir hatten den Fuji ein paar Tage vorher bei unserem Tagesausflug zum Fujiyama zum Glück schon gesehen.
Wie gesagt … bei gutem Wetter ….

Da ich in den letzten Beiträgen immer meine kunstvollen Fehlfotografieren eingebunden habe, führe ich diese neue Tradition hier fort …

Darf man im Shinkansen essen?
Man darf im Shinkansen essen und trinken, es gibt sogar Tische, die man runterklappen kann, wie im Flugzeug.
Und während wir diese zuckersüßen Bärchen gegessen haben (Australien-Vibes in Japan) ….

…. hat unser Sitznachbar auf der anderen Gangseite dieses hier gegessen,ich vermute, es war ein Onigiri, in Japan ein beliebter (und gesunder) Fast-Food-Snack. Vom Geruch her erinnerte es an Sushi, es gibt aber sehr viele verschiedene Variationen.


Wir hatten das absolut perfekte Wetter für einen Nachmittag im Zug ….
Regenfahrt mit dem Shinkansen





Irgendwo da hätte der Fuji sein sollen …..


Sun Marine Bridge
Umsteigen in Shin-Osaka
Nach einer kurzweiligen Fahrt erreichten wir die Station Shin-Osaka, an welcher wir umsteigen mussten.




Und der Regen hörte nicht auf …..

Man kann im Shinkansen spezielle Plätze reservieren, wenn man viel Gepäck hat.
Wir haben das nicht getan und hatten Glück, dass wir nicht so groß sind, denn da alle Gepäckablagen voll waren, mussten wir die Koffer zwischen unseren Sitzen parken. Das war sehr eng.

Insgesamt ist das Reisen mit dem Shinkansen sehr angenehm.
Pünktlich, schnell und man sitzt sehr komfortabel.
Für uns war der Shinkansen in Japan genau die richtige Wahl: schnell, verlässlich und mit Kindern deutlich entspannter, als ich vorher gedacht hatte. Spannend finde ich im Rückblick, wie unterschiedlich unsere Reisen je nach Land waren. In Australien waren wir ohne Mietwagen mit dem Greyhound unterwegs, an der Westküste der USA mit dem Wohnmobil und in New York hauptsächlich mit U-Bahn und Taxi. Jede Reiseart hatte ihre Eigenheiten. Und ja, manchmal auch ihre ganz eigenen kleinen Nervenproben.
Als wir in Hiroshima ankamen, war es schon dunkel. Vom Sonnenuntergang haben wir kaum was mitbekommen, es war die ganze Zeit wolkenverhangen und am regnen
Mit der S-Bahn fuhren wir vom Bahnhof in Richtung unseres Hotels, welches relativ zentral in Hiroshima lag

Die schönen Gullideckel in Japan
In Japan wussten wir oft nicht, wohin wir zuerst schauen sollten.
Vor allem Tokyo ist eine permanente Reizüberflutung.
Deswegen ist es uns wahrscheinlich auch entgangen, dass es in Japan wunderschöne Kanaldeckel gibt.
Den ersten haben wir in Hiroshima entdeckt und seitdem auch mehr darauf geachtet.
Schaut mal, ist der nicht schön?

Achtet mal darauf, wenn ihr in Japan seid, so schön verzierte Gullydeckel sind in Japan häufiger zu sehen
Hiroshima mit deutschsprachigem Guide
Wir hatten für unseren Tag in Hiroshima einen Guide. Ulla, eine deutsche Auswanderin, welche seit vielen Jahren in Hiroshima lebt und seit einiger Zeit Touren in Hiroshima und auch nach Miyajima, einer kleinen wunderschönen Insel vor Hiroshima, anbietet.
Kennengelernt habe ich sie bei Facebook.
Warum ein privater Guide? – Wir hatten wenig Zeit, nämlich nur einen einzigen Tag, deswegen erschien uns das sehr sinnvoll.
Hiroshima hatte ich ursprünglich gar nicht eingeplant. Es war der Wunsch meiner Ältesten, das noch irgendwie in unser Programm reinzupacken, weil sie unbedingt in das Museum und zu der Friedensglocke wollte.
Also habe ich von Tokyo und Kyoto jeweils einen Tag abgezwackt und Hiroshima in unseren ohnehin schon straffen Tourplan reingebastelt.
Und im Nachhinein kann ich sagen: Es hat sich gelohnt, auch, wenn es ein sehr emotionaler Vormittag werden sollte….
An unser Ausstiegs-Haltestelle trafen wir uns mit Ulla, ein erstes Kennenlernen.
Die Chemie passte direkt von Anfang an und schon auf dem Weg zum Hotel hat sie uns viel über Hiroshima erzählt.
Ulla hatte noch Zeit und wir beschlossen, nach dem einchecken im Hotel zusammen irgendwo essen zu gehen. Sie kannte ein uriges Restaurant, welches wir zu Fuß erreichen konnten.
Aber erst einmal wollten wir unsere schweren Koffer abgeben und einchecken.

Unser zentral gelegenes Hotel in Hiroshima
FAV Hotel Hiroshima Heiwa Odori*
Das einchecken ging schnell. Am Automaten mit etwas Hilfe der Angestellten war das nach wenigen Minuten erledigt.
Gebucht habe ich wieder ein Vierbettzimmer. Die Bilder auf der Hotelseite sahen toll aus und ich war gespannt auf unser Zimmer
Wie immer in Japan gilt es, die Schuhe am Eingang auszuziehen.
Direkt an der Eingangstür zum Zimmer standen schon die Pantoffel bereit.

Ganz ehrlich: So ein tolles Hotelzimmer hatte ich schon lange nicht mehr.
Schaut selbst:

Für jeden von uns ein riesiges Bett. Das Licht war von jedem Bett aus steuerbar, in dem Regal waren USB-Ladestationen eingebaut.

Außerdem gab es eine kleine Küchenzeile




Das Badezimmer war mehr eine Nasszelle. Quasi eine riesige begehbare Dusche mit eingebauter Badewanne. Geduscht wurde in dem Bereich vor der Badewanne.
Und: Es gab eine Waschmaschine!
Wir waren inzwischen schon eine Woche unterwegs und hatten einiges an Wäsche zum waschen.
Damit würden wir uns dann aber später beschäftigen, denn Ulla wartete unten auf uns.

Während die Kids noch alle einmal das WC nutzten, nutzte ich die Zeit zum Aussicht fotografieren.
Endlich hatten wir wieder eine, in Tokyo waren unsere Fenster mit schwarzer Folie verklebt gewesen….Dabei liebe ich es so sehr, in Städten aus dem Hotel-Fenster über die Dächer der Stadt zu schauen


Essen gehen in Hiroshima: Restaurant-Tipp
Unser Hotel war das
FAV Hotel Hiroshima Heiwa Odori*
Wir liefen durch die gut beleuchteten Straßen von Hiroshima. Zum Glück hatte es aufgehört zu regnen.
Es war früher Abend, viele Menschen waren unterwegs. Es wurde geredet, gelacht, irgendwo hat jemand gesungen. Eine schöne Abendstimmung.
Kaum zu glauben, was hier damals passiert ist.




Das hätte ich gerne mal ausprobiert. Ich spiele e-Dart, mit meiner Mannschaft nehmen wir regelmäßig an Turnieren teil und ich hätte mir die japanische Variante gerne mal angesehen.
Aber mit Kindern in eine Spielehalle ist schon in Las Vegas schief gegangen, ….Daher habe ich das in Japan gar nicht erst versucht.
Nach ca 15 Minuten erreichten wir diese Mall. Die Hiroshima Hondori Shotengai Mall.



Mitten in der Mall entdeckten wir diesen Schrein.
Na, was ist es? Shinto oder Buddhistisch?
Wisst ihr noch, wie man das unterscheiden kann?

Strohseil (Shimenawa) und Zickzack-Anhänger, das sind eindeutige Zeichen für einen Shinto-Schrein
Wenn ihr das noch einmal nachlesen möchtet:
Unterschied zwischen Shinto-Schrein und buddhistischem Tempel
Shinto-Schrein oder buddhistischer Tempel: so haben wir es in Tokyo erklärt
Strohbänder und Zickzack-Anhänger an den Bäumen
Was Strohbänder und Zickzack-Anhänger in Japan bedeuten
Wir sind inzwischen angekommen am Restaurant
Es ist das Chamonix Mont Blanc, seit vielen vielen Jahren in Familienbesitz und ebenso familiär betrieben.

Wie in Japan üblich sind die Speisen als Modell am Eingang ausgestellt.

Und wenig später saßen wir alle am Tisch und bekamen unsere Gerichte. Essen gehen ist in Japan übrigens etwas günstiger als in Deutschland.
Standardmäßig werden Stäbchen gereicht, auf Nachfrage bekommt man aber auch europäisches Besteck.



Nach dem Essen passierte der Kellnerin leider ein kleines Missgeschick. Ein leeres Glas mit Eiswürfeln und etwas Wasser kippte auf dem Tablett um und mein Sohn bekam den ganzen Segen ab. Sie hat sich mindestens tausendmal entschuldigt, brachte Tücher, hat sich nochmal entschuldigt, ein Getränk gab es dann gratis und beim Abschied bekam mein Sohn dann noch eine Tüte mit japanischen Süßigkeiten.




Wie funktioniert eigentlich eine japanische Waschmaschine?
Zurück im Hotel wollten wir waschen.
Puh, eine Anleitung auf englisch gab es nicht. Aber Waschmittelpods lagen zumindest bereit. Und die rochen sooooo gut, aber auch sehr intensiv, wie eine Blumenwiese und ein Rosengarten und die Waschmittelabteilung in der Drogerie zusammen.
Ja, die Waschmaschine … hm…..

…. zum Glück gibt es Google Lens!

Das half uns dann tatsächlich weiter. Und zack, startete die Maschine! Yes!

Die Maschine war Waschmaschine und Trockner zusammen. Das hatten wir damals in Quatar auch.
Problematisch ist es, weil eigentlich nicht alles in den Trockner darf. Zu Hause kommen nur Jeans, Wäsche, Bettwäsche und Handtücher in den Trockner, alles andere wird luftgetrocknet.
Ich hatte aber überhaupt keine Ahnung, wie man das Ding unterbrechen könnte, bevor der Trocknervorgang startet…
Ich fasse kurz zusammen: Meine Jüngste hatte ab diesem Abend eine Strickjacke mehr im Reisegepäck…
Während die Waschmaschine lief, schauten wir uns die Unterlagen von Ulla an.
Wir bekamen von ihr einen kleinen Reiseführer und alles an Gelder für Museum und Schifffahrt passend in jeweils einem Umschlag.

| Kontakt zu Ulla |
Unser Tag morgen war gut durchgeplant:
Vormittags das Zentrum von Hiroshima mit dem Friedensdom, Museum usw. Den ausführlichen Bericht dazu findet ihr hier: Der Friedenspark von Hiroshima. Nachmittags ging es mit dem Schiff zur Insel Miyajima. Auch dazu gibt es einen eigenen Bericht: Ein Nachmittag auf Miyajima. Ich hoffte so sehr, dass wir dann wieder besseres Wetter haben würden.
Laut Wetterbericht sah es gar nicht so schlecht aus …

Wir gingen früh schlafen. Unser Wecker war für 6.30 Uhr gestellt.
Gute Nacht aus Hiroshima

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