Die 3 Sumatra – Tigerbabys vom Naturzoo Rheine

 


 

 

Am 8. Januar 2019 haben im Naturzoo Rheine  3 kleine Sumatra- Tiger- Babys das Licht der Welt erblickt.  Die 3 Sumatra – Tigerbabys vom Naturzoo Rheine

Tigermama “Naga”  wurde als Handaufzucht im Zoo von Lissabon groß und lebte seitdem nur mit ihrer Schwester “Aguja”  zusammen. 2012 kamen  “Naga” und “Aguja” in den Naturzoo in Rheine.

Im August 2018 zog der bereits zuchterprobte Tigerkater “Kabus” von Belfast nach Rheine. Im Rahmen des Europäische Zuchtprogramm (EEP) erhoffte man sich Nachwuchs, um den Bestand zu sichern.
Die Tierpfleger entschieden, dass “Naga” die bessere Partnerin für “Kabus” sei und “Aguja” reiste daraufhin zu einem anderen Tiger-Männchen nach England.
Bereits Ende September kam es zur Paarung und im Januar kamen die drei Nachwuchs-Tigerchen zur Welt.

Für die Geburt hat der Zoo eine sog. Wurfbox hergerichtet, das ist ein abgedunkelter Raum im hinteren, ruhigen Teil des Tiger- Hauses.
Dort ließ man die Mutter “Naga”  in den ersten Wochen in Ruhe und überwachte den Raum lediglich mit einer Kamera.
Somit war auch zunächst nicht genau bekannt, welches Geschlecht die drei Tigerchen haben, man sah aber, dass sich die Mutter sehr fürsorglich um ihren Nachwuchs kümmerte.
Selbstverständlich war das nicht, denn es war ihr erster Wurf und das im Alter von bereits fast 10 Jahren.

Die Zoo-Besucher bekommen im Tigerhaus auf einem Monitor live einen Einblick in das Wurfhaus.
Zum ersten mal verlassen haben sie es dann Mitte Februar und waren somit für die Besucher zwar noch hinter einer Scheibe und einem Gitter, aber dennoch live zu sehen!

Mein Terminplan ließ es in den Folgetagen nicht zu, den Tigern einen Besuch abzustatten.
Als wir dann endlich an einem sonnigen Sonntag Nachmittag zum Zoo fahren konnten, sahen wir schon bei der Zufahrt zum Zoo, dass gefühlt das halbe Münsterland die gleiche Idee hatten und drehten wieder ab.
Tatsächlich waren alleine an diesem einen Sonntag 6600 Besucher im Zoo und das Gedrängel am Tigerhaus entsprechend groß.
Die Kinder hatten danach am Papa- Wochenende mehr Glück, es war nicht so voll und sie konnten die Tigerbabys live sehen. Schockverliebt schickte mir meine Älteste direkt danach schon die ersten Fotos der süßen Jungtiere.

Am Donnerstag, 21. März durften die drei dann zum ersten mal in das kleine, vorgelagerte Aussengehege.
Die Presse war zugegen und bei diesem Anlass wurden auch die Namen für die 3 bekannt gegeben:
Der Kater heisst „Leopold“ und die 2 Katzen „Tipah“ und „Zuma“.
Namensgeber waren 3 Paten, welche gegen eine großzügige Spende die Namen aussuchen durften. Das Geld geht direkt an die WildCats Conservation Alliance zur Unterstützung von Schutzprojekten von den Tigern auf Sumatra

Vergangenen Freitag hatte ich zwei Termine in Rheine. Termin 1 ging schneller als gedacht und ich hatte 1 Stunde “Leerlauf” bis zu Termin 2.
Die Sonne schien vom blauen Himmel und spontan überlegte ich mir, die Tiger nun endlich einmal live anzusehen.

Im Zoo angekommen ging ich direkt zu dem Tigerhaus.

 

Der Live-Monitor im Tigerhaus. Die drei schliefen tief und fest und es sah nicht so aus, dass sie allzubald draussen rumtollen würden….

 

Geduldig und zusammen mit ein paar Fotografen warteten wir am Tigerhaus. Ich hoffte sehr, dass die drei vielleicht doch bald aufwachen würden und nach draussen gehen.
So ganz viel Zeit hatte ich ja nicht.

Blauer Himmel und Sonnenschein. Die Störche klapperten um die Wette und bauten ihre Nester

 

Abgetrennt von seinem Nachwuchs genoss der Tigerpapa die warme Frühlingssonne

Tiger – Kater „Kabus“

 

Und dann war es tatsächlich soweit, die kleinen waren wach und tappsten nach draussen.

Weil ich das gar nicht geplant hatte, lag meine ‘große’ Kamera natürlich (leider) zu Hause.
Die Fotos entstanden mit meiner kleinen “immer-Dabei-Knipse”  und zudem durch eine Scheibe.

Im Vorraum der Wurfbox, bevor es dann nach draussen in die Sonne ging

Papa und Nachwuchs

Immer in der Nähe von Mama

.

Neugierig wird die noch relativ neue Umgebung erkundet

 

 

 

 

 

 

Das hatte sich gelohnt! Endlich habe ich die drei kleinen auch mal gesehen. Sie sind so niedlich, erinnern mich mit ihrem spielerischen Verhalten sehr an die drei kleinen Stubentiger, welche ich zur Zeit bei mir zu Hause wohnen habe.

Nächste Woche fahre ich mit den Kindern hin, hoffentlich spielen die kleinen dann auch wieder so niedlich draussen.