Zwischen dem letzten und diesem Bericht sind Wochen vergangen. Ich hatte eine größere Operation, nicht alles verlief optimal, und ich verbrachte viele Tage fast nur im Liegen.
In dieser Zeit hatte ich viel Zeit zum Nachdenken – über sehr vieles.
Auch über diesen Blog.
Mache ich weiter mit dem Bloggen?
Oder gebe ich elly-unterwegs nach über zehn Jahren auf?
Ein Reisebericht entsteht nicht nebenbei. Fotos sichten und bearbeiten. Schreiben. Recherchieren. Strukturieren. SEO. Verlinken. Das ist keine Sache von zwei Abenden. Und ich arbeite daran nur abends – wenn Hausarbeit erledigt ist, Tiere versorgt sind und noch genug Energie bleibt.
Dazu kommen noch die Kosten wie zB für den Server.
Seit 2022 verloren laut Auswertungen rund 78 Prozent der untersuchten Reiseblogs deutlich an organischem Traffic. Das habe ich auch gemerkt. Weniger Sichtbarkeit. Weniger Rückmeldungen. Die Frage, ob sich all die Arbeit und auch das Geld, das ich in diesen Blog stecke, noch lohnt.
Ich habe ernsthaft darüber nachgedacht, aufzuhören.
Den Blog aufzugeben. Mein Baby.
Ich habe es meiner Familie erzählt. Keiner wollte mir glauben. Jeder wusste, wie sehr ich das liebe. Und sie sagten: Starke Schmerzen und wochenlanges Liegen sind vielleicht keine Grundlage für so eine endgültige Entscheidung.
Sie hatten recht.
Und dann wurde mir etwas klar:
ChatGPT und Co. können vieles.
Aber persönliche Erfahrungen und echte Emotionen können nur wir Reiseblogger erzählen.
Ich habe noch so viele persönliche Erfahrungsberichte. Von Australien. Von Sizilien. Von Afrika. Von Bosnien und Herzegowina. Von Montenegro. Von Deutschland.
Vom Reisen mit Teenagern. Von all dem, was wir auf Reisen erlebt haben.
19 Jahre Reisen mit Kindern.
Seit 13 Jahren nur in den Ferien unterwegs.
30 Länder. 5 Kontinente.
So viel erlebt. So viel gelernt. So viel, was ich noch erzählen möchte.
Und so viele Fotos, die ich noch zeigen könnte.
Und wenn du das hier liest, dann bist genau du der Beweis:
Ich werde noch gesehen.
Und genau deshalb lohnt es sich, weiterzumachen.
Einige Veränderungen habt ihr vielleicht schon bemerkt. Neues Theme. Neues Logo. Neue Struktur. Einiges ist bereits sichtbar, vieles läuft im Hintergrund.
Aber dieser Beitrag ist mein Zeichen:
Ich bin noch da.
Und ich mache weiter.
Wenn du meine Arbeit unterstützen möchtest, teile gern einen Beitrag, der dir gefallen hat. Manchmal reicht genau das.
| Reisezeit: Sommer 2025. Sydney – Rotes Zentrum – Ostküste Meine 3 Teenager und ich
|
Seiteninhalt
- Eine kleine Auszeit am Palmenstrand, Mission Beach
- Mittags kamen wir mit dem Greyhound in Mission Beach an
- Mission Beach – Infos kompakt
- Mission Beach auf der Karte
- Das Zimmer war riesig, und dann kam der Balkonmoment
- Erst einmal auf dem Balkon sitzen und einfach nur da sein
- Eis und Kuchen unter Palmen, mit Meeresrauschen inklusive
- Spaziergang unter Palmen am Strand von Mission Beach
- Sonnenuntergang vom Balkon, ein Traum
- Essen im Hotel und Mensch ärgere dich nicht
- Früh aufgestanden für den Sunrise, kaum Menschen, nur Palmen und Meer
- Der Morgen, an dem Uber einfach nicht kam
- Fazit, diese Pause tat uns allen gut
- Praktische Infos für Mission Beach, ohne Stress, auch mit Teenagern
- Anreise
- Reiseplanung für Australien
- Unterkünfte in Australien finden
- Touren & Ausflüge in Australien
- Weitere hilfreiche Links zur Planung
- Ellys Eleven: 11 Schritte zur Planung von einem Roadtrip
- Fliegen mit Kindern: 11 erprobte Tipps für Baby, Kleinkind und Langstrecke
- 11 Tipps – (mit Kindern) Sicher auf Reisen
- Reiseplanung: Slowenien – Bratislava – unterwegs mit 3 Generationen
- Meine Lieblings-Reisegadgets für Langstrecke
Eine kleine Auszeit am Palmenstrand, Mission Beach
Mission Beach. Bekannt für seinen traumhaften Palmenstrand.
Ich hatte diesen Stopp in unsere straffe Rundreise gebaut, weil ich irgendwann beim Reise planen selbst gemerkt habe: So schön das alles geplant ist, wir bräuchten einmal einen Tag Urlaub mitten drin. Palmen, Meer, Eis, Sonnenuntergang. Einmal durchatmen und den Akku aufladen
Passend dazu: Mit Greyhound durch Australien, unsere Erfahrungen ohne Auto |

Mission Beach – Infos kompakt
Mission Beach liegt an der Cassowary Coast in Queensland, zwischen Cairns und Townsville. Der Ort ist klein und entspannt, bekannt für seinen langen Palmenstrand und als ruhige Pause zwischen zwei größeren Stopps. Für uns war es genau das: ein Tag ohne Programm, ohne „wir müssen“, einfach nur Strand, Meer und einmal durchatmen – auch mit Teenagern absolut machbar.
Anreise klappt gut per Greyhound. Direkt nach Ankunft gibt es vor Ort Shuttle-Optionen, viele Unterkünfte helfen beim Transfer. Wer mit Zeitplan unterwegs ist, sollte Fahrten am Morgen nicht zu knapp planen, weil Taxi/Uber nicht in jeder Situation zuverlässig verfügbar sind.
Beste Reisezeit ist in der Regel die Trockenzeit (ungefähr Mai bis Oktober). In der Regenzeit kann es sehr feucht werden, und je nach Saison gilt an der Küste Quallen-Schutz (Stinger Season) – dann wird häufig mit Stinger Suits oder in geschützten Bereichen gebadet.
Mission Beach auf der Karte
Hinweis: Beim Laden der Karte werden Inhalte von Google Maps nachgeladen.
Mittags erreichten wir nach einer entspannten Fahrt mit dem Greyhound unser Tages-Urlaubsziel: Mission Beach


Ein Shuttle stand bereit und brachte uns für ein paar Dollar zum Castaways Resort.
Wir hatten im Hotel angefragt, wie wir dorthin kommen und erfuhren schon vor der Reise von diesem Shuttleservice. Ansonsten hätte ich uns ein Uber bestellt.
Apropos Uber, dazu schreibe ich später noch was.
Angekommen im Castaway Resort direkt am Strand.
Ihr kennt mich, ich brauche keinen Luxus. Aber dieses Hotel haben wir uns ausnahmsweise einmal gegönnt.

Das Zimmer war riesig, und dann kam der Balkonmoment
Ein großes Viererzimmer wartete auf uns.
Auf Instagram habe ich ein kurzes Video mit unserem persönlichen kleinen Gänsehautmoment hochgeladen.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Der Balkon des Zimmers war mein persönliches Highlight.

Meerblick. Palmen. Ein breiter Strand, leuchtend blaues Wasser. Ein Traum.
Palmen machten mich einfach glücklich, das war schon immer so.
Die Kinder schauten raus und einer sagte: „Wow. Das ist ja wie aus dem Reisemagazin.“


Blick aus meinem Schlafzimmer. Und dazu das Meeresrauschen.
Ich war glücklich. Und sofort tiefenentspannt.
Erst einmal auf dem Balkon sitzen und einfach nur da sein
Statt sofort loszuziehen, saßen wir erst einmal auf dem Balkon und tranken etwas.
Bzw, ich saß auf dem Balkon. Die Kids chillten auf ihren Betten, schrieben mit Freunden, surften durchs Internet.
Ich hetze auf Rundreisen gerne durchs Programm. Und ich lerne es leider nicht, es anders zu machen. Im Gegenteil: vor allem nicht bei Reisezielen, von denen ich ziemlich sicher weiß: Da komme ich nicht so schnell wieder hin. Dann will ich immer alles mitnehmen, was geht.
Aber eines habe ich inzwischen gelernt (ich werde ja auch nicht jünger): Zwischendurch braucht man auch mal eine Pause.
Mission Beach war genau diese Pause.
Einmal durchatmen. Einmal ohne Zeitstress. Einmal nichts planen.
Eis und Kuchen unter Palmen, mit Meeresrauschen inklusive
Später bekamen wir etwas Hunger und gingen ins Café im Garten. Dieser Palmengarten war ein Traum. Über uns wehten Palmenblätter, der Himmel war knallblau, und man hörte das Meer rauschen.

Eis und Kuchen unter Palmen – wir genossen diesen Moment.
Die Kinder schrieben Postkarten (finde ich schön, dass sie das trotz WhatsApp, Snapshat und Co noch machen) und einer meiner dreien sagte dann: „Okay, das ist wirklich schön.“ In Teenager Sprache war das ein Kompliment.
Spaziergang unter Palmen am Strand von Mission Beach
Danach chillten die Zwillinge im Zimmer, und meine Älteste und ich wollten einen Supermarkt suchen, um uns etwas für das Abendessen zu kaufen.
Wir liefen noch Richtung Ort. Mission Beach war klein, und gefühlt eine Großbaustelle.
Einen Supermarkt fanden wir nicht, zumindest nicht so, dass wir dachten: „Super, schnell noch was holen und gut.“ Also liefen wir wieder zurück. War auch okay. Einmal im Restaurant essen würde diesen perfekten Chilltag schön abrunden.
Daher reservierten wir einen Tisch im Hotel.
Eine Entscheidung, die auf Reisen manchmal einfach die beste ist, weil sie Stress spart und Zeit schenkt.

Und dann gingen wir beiden zum Strand.
Der Sand war weich, und wir fanden immer wieder Korallenstücke. Immer wieder lagen Kokosnüsse im Sand, aus manchen trieben schon kleine Minipalmen.




Sand Bubbler Krabben filtern den feinen Strandsand nach winzigen Futterpartikeln und formen den „gereinigten“ Sand anschließend zu kleinen Kügelchen.
So entstehen diese hübschen, oft sternförmigen Muster am Strand – wie hingezaubert.

Eine andere Krabbenart. Bzw der Panzer davon.









Mama-Tochter-Zeit







Sonnenuntergang vom Balkon, ein Traum
Abends kam der Moment, auf den ich mich den ganzen Tag gefreut hatte. Der Sonnenuntergang war vom Balkon aus zu sehen. Vom Balkon.
Ich lauschte dem lauten Gezwitscher der Lorikeets
Das Licht wurde wärmer, das Meer dunkler, der Himmel bunter. Ein Traum war das.



Vielleicht überrascht es euch nicht …. ich blieb nicht auf dem Balkon. Ich ging doch noch einmal kurz zum Strand.



Auch hier flogen wieder viele Flughunde durch den Abendhimmel

Essen im Hotel und Mensch ärgere dich nicht


Danach aßen wir im Hotel. Das Essen war gut, irgendwie hatten wir so einen Hunger, dass ich nur den Burger meines Sohnes fotografiert habe.
Später liehen wir uns ein Spiel aus. Mensch ärgere dich nicht.
Ich war so tiefenentspannt wie lange nicht mehr. Mir war es sogar egal, dass meine drei Kinder eine Allianz gegen mich gebildet hatten und es nur darum ging, mich zu schmeißen. Ich genoss es einfach. Und schmunzelte über die schadenfreudige Lache, wenn ich wieder geworfen wurde.


Gute Nacht aus Mission Beach
Früh aufgestanden für den Sunrise, kaum Menschen, nur Palmen und Meer
Früh am nächsten Morgen stand ich auf, machte mir einen Kaffee (ich liebe es, dass es in jeder Unterkunft Wasserkocher, Kaffee, Zucker und sogar Milch im Kühlschrank gab) und setzte mich auf den Balkon. Die Luft war frisch, aber herrlich klar. Das Meer rauschte so schön, und langsam begann die Morgendämmerung.

Eigentlich wollte ich den Sonnenaufgang vom Balkon aus genießen. Aber – ihr ahnt es – ich ging dann doch an den Strand. Nur wenige Menschen waren dort. Ein paar Jogger, ein paar Hundebesitzer. Und auch ein paar Leute mit Kamera, die wie ich den schönen Sonnenaufgang festhalten wollten.
Meer, Sonnenaufgang, Palmen … Ich war so glücklich.














Wir frühstückten im Zimmer, ein paar Snacks hatten wir noch. Unterwegs würden wir dann eine längere Pause machen.
Und dann hieß es auschecken.

Bye Bye kleines Paradies….
Noch ein letzter kurzer Walk zum Strand

Und dann war es Zeit für unser Uber.
Der Morgen, an dem Uber einfach nicht kam
Am Vorabend hatte ich ein Uber bestellt, das uns morgens zum Greyhound bringen sollte. Bestätigung kam, alles sah gut aus. Abholung 8:15 Uhr.


8:15 Uhr war kein Uber da. 8:20 Uhr auch nicht. 8:25 Uhr ebenfalls nicht.
Und dann kam die Nachricht: Sorry, kein Fahrer, Uber kommt nicht. Genau mein Humor….

Taxi gab es dort nur wenige.
Und in meinem Kopf liefen sofort die Folgen durch, wie so eine Kettenreaktion, die man nicht mehr stoppen konnte. Wenn wir den Bus verpassen, kommen wir zu spät in Townsville an, und dann verpassen wir die Fähre nach Magnetic Island. Ich kann sehr viele Dinge, aber entspannt bleiben, wenn Zeitpläne kippen, gehört nicht zu meinen Top Skills.
Ich ging zur Rezeption. Dort wurde völlig gelassen ein Shuttle bestellt. „No worries.“ Es war 8:35 Uhr. Der Greyhound fuhr um 9:00 Uhr. Ich war nicht „no worries“.
8:40 Uhr war immer noch kein Shuttle da. Ich wieder zur Rezeption. Wieder „no worries“, er sei unterwegs. Ich fragte noch einmal nach, und die Rezeptionistin wirkte sichtbar genervt. Auch da wieder: „No worries.“ So sehr ich die Entspanntheit der Australier liebe – in dem Moment brodelte es sehr in mir …..
Dann kam er endlich. Wir fuhren im eiligsten Tempo zum Greyhound, und als wir ankamen, war der Bus praktisch schon abfahrbereit. Der Shuttlefahrer absolut gelassen „Guck, er ist noch da. No worries“ … uff …
Gepäck war schnell verstaut, der Fahrer wollte los. Knapp, knapper, wir…
Aber wir hatten es geschafft. Gott sei Dank. Next stop: Magnetic Island.

Fazit, diese Pause tat uns allen gut
Dieser Tag in Mission Beach war genau die Pause, die wir gebraucht hatten. Danach wurden die nächsten Tage wieder voll, schön, abwechslungsreich und anstrengend, weil ich eben wieder einmal nicht lernfähig war und ein strammes Programm geplant hatte. Umso besser tat diese Auszeit.
Am Nachmittag ging es weiter nach Magnetic Island. Koalas in freier Wildbahn zu sehen stand ganz oben auf der Wunschliste.
Praktische Infos für Mission Beach, ohne Stress, auch mit Teenagern
Anreise
Die Ankunft klappte gut mit dem Greyhound. Ein Shuttle stand bereit und brachte uns für ein paar Dollar zum Castaways Resort. Mit Teenagern und Gepäck war das Gold wert.
Reiseplanung für Australien
Unterkünfte in Australien finden
Kleiner Klick nötig: „Inhalt entsperren“ (Datenschutz). Die Karte startet in Sydney – einfach rauszoomen oder zur Wunschregion verschieben.
Danach siehst du Preise, Verfügbarkeit und Unterkünfte im ganzen Land.
*Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung –
so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.
Touren & Ausflüge in Australien
Geführte Touren, Tickets und besondere Erlebnisse für eure Australienreise.
*Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung –
so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.
Weitere hilfreiche Links zur Planung
Hier findest du langjährig erprobte Tipps, Tools und Grundlagen, die bei der Planung wirklich helfen.










Schreibe einen Kommentar