Startseite » Europa » Portugal » Sintra ab Lissabon: Pena Palace, Quinta da Regaleira, Cabo da Roca & Cascais

Sintra ab Lissabon: Pena Palace, Quinta da Regaleira, Cabo da Roca & Cascais

Zuletzt geändert:

Portugal: Sintra – Ausflug in eine Märchenwelt


Seiteninhalt

Sintra ab Lissabon: Pena Palace, Quinta da Regaleira, Cabo da Roca & Cascais

Sintra gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen ab Lissabon – und das völlig zu Recht. Zwischen märchenhaften Palästen, geheimnisvollen Gärten und einer spektakulären Küstenlandschaft erwartet euch eine der abwechslungsreichsten Regionen Portugals.

In diesem Beitrag zeige ich euch unseren kompletten Tagesausflug nach Sintra mit dem Pena Palace, der Quinta da Regaleira, Cabo da Roca und Cascais. Ihr bekommt einen ehrlichen Eindruck vom Ablauf, konkrete Tipps zur Planung, Hinweise zu Tickets und erfahrt, was sich wirklich lohnt.

In den Osterferien waren meine drei Kids und ich in Lissabon.

Dabei stand nicht Lissabon auf meiner Bucketlist, sondern vielmehr Sintra. Ein kleiner, bezaubernder Ort nordwestlich von Lissabon.

Seitdem ich davon auf einem Reiseblog gelesen hatte, wollte ich unbedingt dorthin, um mir Sintra und seine Paläste anzusehen.

Die Kids konnte ich im Vorfeld auch davon überzeugen. Da sie bei unseren Reisen seit einigen Jahren Mitspracherecht haben, ist das nicht ganz unwichtig. Immerhin würden wir für Sintra einen ganzen Tag unterwegs sein.

Wenn ich vor den Ferien von unseren Urlaubsplänen erzählte, kamen viele Reaktionen wie diese:

„Lissabon, das ist so eine schöne Stadt!“

„Ja, ich möchte aber hauptsächlich nach Sintra.“

„Sintra?! Wo ist das denn? Was ist daran so besonders?!“

Euch nehme ich in diesem Beitrag mit und zeige euch Sintra: das wundervolle, märchenhafte Städtchen nordwestlich von Lissabon.

Lage von Sintra

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Sintra – kurz erklärt

Sintra liegt nordwestlich von Lissabon und gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen in Portugal. Berühmt ist die Region für ihre Paläste, Herrenhäuser, Gärten, die Küstenstraße Richtung Atlantik und das oft deutlich kühlere, frischere Klima im Vergleich zu Lissabon.

Die Geschichte von Sintra

Die Geschichte ausführlich zu erzählen, würde den Rahmen sprengen. Dieser Beitrag ist ohnehin schon recht lang geworden. Daher hier die Kurzversion:

Besiedelt war das Gebiet um Sintra bereits in der Altsteinzeit. Ungefähr ab dem Jahr 700 gewann das Gebiet zunehmend an Bedeutung, was sich anhand arabischer Aufzeichnungen feststellen lässt. Seit dem 8. Jahrhundert erlebte das Gebiet einige christliche Eroberungen und arabische Rückeroberungen.

1147 nahm Portugals erster König Alfons I. den Landstrich endgültig ein.

1154 erhielt Sintra erste Stadtrechte.

Die Böden in der Region waren ertragreich, und so siedelten sich dort im 12. und 13. Jahrhundert mehrere Klöster an.

1348 wütete die Pest auch in Sintra und forderte sehr viele Todesopfer.

Ende des 15. Jahrhunderts nahm König Manuel I. eine weitreichende Neugestaltung der Stadt vor.

Ab dem 16. Jahrhundert wurde Sintra bei der Oberschicht zunehmend beliebter. Die Luft im Sintra-Gebirge, das sich bis zur Küste zieht, ist deutlich angenehmer als in Lissabon.

Selbst im Sommer weht oft eine milde Brise, und durch den Regen im Frühjahr und Herbst ist das Umland sattgrün. Viele adelige Familien errichteten prächtige Herrenhäuser.

Auch die portugiesische Königsfamilie besaß in Sintra ihre Sommerresidenz.

Beim Erdbeben 1755 wurden viele Gebäude in Sintra zerstört, es folgten umfangreiche Wiederaufbauarbeiten.

Seit dem 19. Jahrhundert wurde Sintra zunehmend ein beliebtes Ziel für Großbürger.

Mehrere Schriftsteller, darunter auch Hans Christian Andersen, haben ihre Begeisterung für Sintra in ihren Werken festgehalten.

Was ist das Besondere an Sintra?

In Sintra steht eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Landes: der Palácio Nacional da Pena. Ein buntes Märchenschloss, malerisch auf einem Berg gelegen.

Aber auch die anderen Schlösser und Herrenhäuser sind sehenswert, zum Beispiel der Palácio de Monserrate, der direkt aus 1001 Nacht entsprungen zu sein scheint, oder das prächtige Herrenhaus Quinta da Regaleira mit seinem fast verwunschen-mystisch anmutenden Park. Lohnenswert sind außerdem die Kirche Igreja de São Martinho im Zentrum von Sintra, die Ruine des Castelo dos Mouros oder auch das Ende des Sintra-Gebirgszuges an der Küste: Cabo da Roca.

Ihr merkt es schon: Zu sehen gibt es in Sintra sehr viel, und es ist auch nicht alles fußläufig erreichbar.

Wie kommt man am besten von Lissabon nach Sintra?

Vom Rossio in Lissabon fährt zweimal pro Stunde ein Zug nach Sintra. In etwa 40 Minuten ist man dort und kann dann mit der Linie 434 von Schloss zu Schloss fahren.

Weil ich aber gelesen hatte, dass dieser Bus oft überfüllt ist und die Osterferien eine beliebte Reisezeit sind, entschieden wir uns für etwas anderes.

Über GetYourGuide buchte ich eine private Tour.

Unser Tagesausflug nach Sintra

Am Tag nach unserer Ankunft in Lissabon war der Ausflug nach Sintra geplant.

Schon ein paar Tage vorher bekam ich von unserem Guide eine E-Mail, in der er fragte, was wir uns alles ansehen möchten.

Nach einem kurzen Mailverkehr stand unsere Route fest, und unser Guide schickte mir noch einen Link, um bereits vorab Tickets für den Pena-Palast zu kaufen. Denn die Zahl der Besucher pro Tag ist beschränkt, und zudem muss man sich ein festes Zeitfenster buchen.

Unser Guide schrieb mir, welches Zeitfenster für unsere Tour am besten passen würde, und ich bestellte online die Karten. Für meine drei Teenie-Kids und mich machte das knapp 50 Euro.

Wenn ihr auch die Guided Touren machen wollt:
Unten am Ende dieser Seite ist ein Button für Touren mit GetYourGuide, wie wir sie gemacht haben.

Online-Tickets für den Palácio Nacional da Pena

Link für die Online-Tickets für den Pena Palace: Hier geht es zur offiziellen Ticketseite.

Pena Palace – praktische Infos

Stand 03/2026: Für den Palast gilt ein festes Zeitfenster. Der Park ist täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist um 18 Uhr. Der Palast ist von 9.30 bis 18.30 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist um 17.30 Uhr. Das Ticket für Park und Palast kostet 20 € für Erwachsene und 18 € für Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren. Der Park allein kostet 10 € für Erwachsene. Der Shuttle-Zusatz vom Parkeingang bis zum Palast kostet 4,50 € hin und zurück.



Der Tag begann recht früh.

Die Teenie-Kids, ohnehin die meiste Zeit eher minimalkommunikativ, moserten leise, während sie sich anzogen und ihren Rucksack für den Tag packten. Ich hörte sie tuscheln, irgendwas mit Ferien und früh aufstehen und doof, aber das ignorierte ich heute einmal. Weil ich so voller Vorfreude war, ignorierte ich auch die Wetterprognose. Zumindest halb. Ich wies die Kids darauf hin, sich eine dünne Jacke einzupacken, weil Regen angekündigt war. „Mama, es ist Regen gemeldet und du hast trotzdem gute Laune?“ „Jep, wir fahren heute nach Sintra. Aber jetzt gehen wir erst einmal frühstücken“, trällerte ich fröhlich in die verschlafene Runde. Ich freute mich wirklich, dass es heute endlich klappen würde mit Sintra.

Das Frühstück wurde im asiatischen Restaurant nebenan serviert.

Frühstück im asiatischen Restaurant neben dem Hotel in Lissabon

Der Kaffee schmeckte nicht, die Brötchen waren steinhart. Egal. Erstens gab es auch Küchlein, und zweitens freute ich mich sehr auf den heutigen Tag.

Portugiesische Küchlein zum Frühstück
Küchlein zum Frühstück. Im Urlaub erlaubt.

Unser Guide Gonçalo war pünktlich auf die Minute am Hotel. Die Chemie stimmte direkt von Anfang an.

Mit dem Auto fuhren wir etwa 45 Minuten bis zum Parkplatz des Pena Palace.

Fahrt von Lissabon nach Sintra am Morgen

Auf dem Weg erzählte uns Gonçalo ganz viel zur Geschichte von Lissabon.

Zum Beispiel über die Statue im Kreisverkehr in der Nähe unseres Hotels, am Ende der Prachtstraße Avenida da Liberdade, über die ich im letzten Beitrag schon geschrieben habe.

Bericht: Lissabon – mit dem TukTuk zum Tejo

Sie zeigt das Denkmal des Marquês de Pombal.

1755 gab es ein schreckliches Erdbeben in Lissabon. In einem späteren Beitrag thematisiere ich das genauer. Sebastião José de Carvalho e Mello, der Marquês de Pombal, war damals der Stadtplaner und plante nach dem Beben ein völlig neues Lissabon. Mehr dazu erzähle ich auch in meinem Beitrag über das Quake Museum in Lissabon.

Auf dem Sockel sieht man seine wichtigsten Bauten sowie an das Beben erinnernde zerbrochene Steine.

Unser Guide Gonçalo erzählte dies mit so einer Begeisterung, dass auch die Kids gebannt zuhörten.

Von dem großen Beben in Lissabon hatten sie bis dahin auch noch nichts gehört.

Was lernen die Kids eigentlich in der Schule?

Blick aus dem Auto auf dem Weg nach Sintra

Erste Eindrücke von Sintra während der Anfahrt

Sintra. Yippieh.

Landschaft bei Sintra mit Blick in Richtung Hügel

Ganz oben auf dem Hügel links sieht man schon, ganz klein, den Pena Palace.

Straßen und Häuser in Sintra

Die Straßen von Sintra erinnerten mich etwas an Rothenburg ob der Tauber.

Enge Gassen in Sintra

Malerische Straßen in Sintra

Die Straßen waren eng, und wir waren froh, nicht selbst fahren zu müssen. Wir erfuhren viel über Sintra und bekamen hilfreiche Tipps für unseren Besuch dort.

Häuserzeile in Sintra

Straßenszene in Sintra

Wir erreichten den Ort von oben kommend, und direkt fielen uns die kleinen weißen Zipfelhüte auf.

Palácio Nacional de Sintra mit den markanten weißen Schornsteinen

Diese gehören zum Palácio Nacional de Sintra. Er wurde bereits im 10. Jahrhundert unter muslimischem Einfluss gebaut und war vom 14. bis zum 20. Jahrhundert die Sommerresidenz der königlichen Familie. Die beiden „Zipfel“ sind Schornsteine, die sich über der großen Palastküche befinden. Inzwischen gehören sie zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Sintra.

Die Fahrt führte uns weiter durch die malerisch verwinkelten Gassen der Stadt.

Gasse im historischen Zentrum von Sintra

Straßenansicht in Sintra

Links hinauf auf den Berg, auf dem der Pena Palace thront.

Blick Richtung Pena Palace

Häuser und Hänge in Sintra

Für Portugal typisch sind die gekachelten Hauswände, aber auch vor allem ältere Straßenschilder sind oft gekachelt.

Wir kamen an einem großen Parkplatz an. Die Schlange am Ticketschalter war lang.

Wir hatten unsere Tickets bereits und konnten direkt zum Kontrolleur durchgehen. Das hat viel Zeit gespart.

Von dort führte ein steiler, aber malerischer Weg durch den Park hinauf zum Palast.

Weg durch den Park hinauf zum Pena Palace

Nach einem kurzen Spaziergang sahen wir ihn auf einmal vor uns: den Palácio Nacional da Pena.

Schon so oft auf Bildern gesehen, ist der Anblick, wenn man davorsteht, trotzdem ein echter Wow-Moment. Einer von mehreren, die uns beim Besichtigen noch erwarten sollten.

Es wirkte fast surreal. Diese Farben. Die vielen bunten Türmchen. Dazu der blaue Himmel mit den weißen Wölkchen.

„Wow, das ist ja genauso schön wie Schloss Neuschwanstein.“

Dort waren wir vor zwei Jahren. Wir haben es damals von der Marienbrücke und bei einem Spaziergang angeschaut, und die Disney-verwöhnte Bande war verzaubert von Neuschwanstein.

Und eben jetzt auch vom Pena-Palast. „Nee, das ist noch schöner, weil das viel bunter ist“, ergänzte meine Tochter.

„Ist das wirklich alles so echt oder wurde das für einen Film gebaut?“, fragte mich mein Sohn.

Nun, dazu schreibe ich gleich noch etwas.

Kurze Zeit später kam die erste Ernüchterung: Wir waren etwas zu früh. Einlass ist tatsächlich exakt wie auf dem Ticket angegeben.

Für die verschiedenen Zeitfenster gibt es verschiedene Warteschlangen.

Warteschlange vor dem Eintritt in den Pena Palace

Wir standen trotz Zeitfenster sehr lange in der Warteschlange, bis wir endlich an der Reihe waren und das Palastgelände betreten durften.

Klar, dass ein paar Tage nach Ostern viele Menschen Urlaub haben und sich eines der schönsten und berühmtesten Bauwerke Portugals ansehen möchten. Genau wie wir.

Wir warteten geduldig und ungeduldig zugleich.

Warten vor dem Eingang des Pena Palace

Besucher vor dem Pena Palace

Erste Eindrücke nach dem Eintritt in den Pena Palace

Endlich durften wir hinein. Die Aufregung war groß, der erste Anblick schon so vielversprechend.

Bunte Fassaden und Türme des Pena Palace

Innenhof und Architektur des Pena Palace

Warum sind im Pena Palace mehrere Baustile zu finden?

Man findet viele Baustile im Pena Palace: Türme wie von mittelalterlichen Burgen, verzierte Torbögen wie aus dem Orient, gotische Fensterelemente, romantische Verzierungen und auch die für Portugal typischen Kachelfassaden. Alles in bunten, leuchtenden Farben.

Damals, im 14. Jahrhundert, stand hier ein Kloster. Der Legende nach soll hier die Jungfrau Maria erschienen sein. Es war ein schlichtes Klosteranwesen.

1755 wurde dies beim verheerenden Erdbeben nahezu völlig zerstört.

Es wurde von den Mönchen nicht mehr wieder aufgebaut und verfiel mit der Zeit.

Im 19. Jahrhundert beschloss Prinz Ferdinand, diesen Ort zum Sitz seiner Königsfamilie zu machen. Er war begeistert von der Lage und dem angenehmen Klima hier oben auf dem Berg und kaufte die Ruine und die Anlagen drumherum. Als Liebesbeweis für seine Frau wollte er hier einen prächtigen Palast errichten.

Er übergab dem Architekten Ludwig von Eschwege den Auftrag, einen Palast zu bauen, der von überall gesehen werden sollte.

Bedauerlicherweise erlebte seine Frau die Fertigstellung nicht mehr.

1854 wurde der Pena Palace fertiggestellt. Prinz Ferdinand, später König Ferdinand, heiratete erneut, und seine zweite Frau, die Gräfin von Edla, richtete den Palast später mit ein.

Bis 1910 wohnte hier die Königsfamilie.

Den Namen hat man vom damaligen Kloster übernommen, das der Nossa Senhora da Pena gewidmet war.

Auch von innen kann man den Palast besichtigen, und das lohnt sich. Die Einrichtung ist noch original aus dem 19. Jahrhundert. Pompös, elegant, bunt, farbenfroh.

Leider ist das Fotografieren im Innenbereich verboten.

Damit ihr es euch etwas besser vorstellen könnt: Bild bei Wikipedia: Das königliche Esszimmer

Ausblick bis zum Tejo, der Brücke und der Cristo-Rei-Statue.

Ausblick vom Pena Palace bis zum Tejo

Terrasse und Aussicht am Pena Palace

Kennt ihr das, wenn ihr etwas seht, aber das gar nicht so recht erfassen könnt?

So erging es uns.

Wir standen einfach nur eine Weile, schauten und staunten.

Fasziniert waren wir von den vielen Türmchen, Winkeln, Nischen, Farben und Baustilen. Einfach von allem. Aber die Zeit drängte, denn wir hatten nur zwei Stunden Zeit von unserem Guide bekommen, wenn wir die anderen Punkte auch noch sehen wollten. Wollten wir. Also starteten wir unseren Rundgang.

Blick auf die Architektur des Pena Palace

Die Aussicht ist fantastisch, und dann kam sogar noch die Sonne raus und ließ die Farben noch mehr leuchten.

Die Sonne blieb nicht lange, unserer Faszination für diesen prächtigen Bau tat das keinen Abbruch.

Gelbe Fassade und Türme des Pena Palace

Blick auf den Pena Palace mit bunten Mauern

Aussichtsterrasse am Pena Palace

Bunte Architektur des Pena Palace in Sintra

Wir beschlossen, den Wall Walk zu gehen. Dieser führt einmal komplett um das Schloss herum.

Weg des Wall Walk rund um den Pena Palace

Hier entlang führt der Weg, einmal komplett drumherum.

Die Aussicht war unbeschreiblich, aber wir genossen sie nicht so ausgiebig, wie wir es gern getan hätten. Schade eigentlich, wenn man schon an diesem Ort ist. Aber zum einen hatten wir wegen unseres straffen Programms nicht ganz so viel Zeit, zum anderen sahen wir bedrohlich dunkle Wolken am Horizont aufziehen, die sicherlich nicht nur Regen bringen würden.

Aussicht vom Wall Walk am Pena Palace

Pfeif auf Zeit und Wolken. Wie soll man bei dieser Aussicht nicht stehen bleiben? Auch wenn man die Zeit nicht ganz aus den Augen verlieren durfte.

Wir genossen also etwas schneller.

Mauerweg und Aussicht beim Pena Palace

Auf einem Hügel unterhalb des Pena Palace thront eine alte Ruine.

Auch diese kann man mit dem Touribus besuchen und besichtigen.

Castelo dos Mouros unterhalb des Pena Palace

Bei der Ruine handelt es sich um die Festung Castelo dos Mouros, auf Deutsch Maurenburg. Den Namen hat die militärische Festung durch ihre damaligen Erbauer: die Mauren, Muslime aus Nordafrika. Sie bauten die Anlage im 8. oder 9. Jahrhundert. Die Lage auf dem 412 Meter hohen Berg war ideal. Als Festung diente sie jedoch nicht lange, lediglich bis zur Eroberung durch Alfons I. im 12. Jahrhundert. Er ließ auf dem Berg eine christliche Kapelle bauen.

Aber auch hier dauerte die Nutzung nicht sehr lange, und die Gemäuer begannen zu verfallen.

Das große Beben von 1755 zerstörte große Teile der Festungsanlage.

Im 19. Jahrhundert fanden umfangreiche Renovierungsarbeiten statt.

Die Ruine gehört zur Kulturlandschaft Sintra, die 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.

Mauern des Castelo dos Mouros

Mauer und Türme der Maurenburg in Sintra

Blick auf das Castelo dos Mouros

Aussicht auf Sintra und die Umgebung

Geschafft. Und trotz zwischenzeitlich schnellen Genießens sogar noch gut in der Zeit.

Die Kids wollten noch einmal durch das Tor zur Rückseite. Sie waren wie ich vorhin so beeindruckt und begeistert, dass wir es uns noch einmal ansehen wollten.

Wie ein Schloss aus unseren geliebten Disney-Filmen. Mit seinen leuchtend bunten Farben trotzte es dem inzwischen zunehmenden Regenwetter.

Rückseite des Pena Palace mit bunten Fassaden

Und als wir dann zurück zum Ausgang gingen, blinzelte für einen Moment sogar die Sonne durch die Wolken.

Pena Palace im Sonnenlicht nach dem Regen

Ist das nicht schön?

Der Pena Palace gehört zur Kulturlandschaft Sintra und damit zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Übrigens: Mit knapp einer Million Besucher pro Jahr ist der Palácio da Pena die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in ganz Portugal. Er war zudem Vorbild für Schloss Neuschwanstein und sogar für das Disney-Schloss, das wir vor ein paar Jahren leider nur teilverhüllt gesehen haben.

Meine Frage an die Kids, welches der drei Schlösser denn am schönsten sei?

Dieses hier, weil es so bunt ist.

Der Pena Palace in voller Pracht

Ja, ich war sehr glücklich, dass unser Besuch geklappt hat. Und ein weiteres Highlight wartete noch auf uns.

Pena Palace auf Google Maps in 3D

Wir machten uns schweren Herzens auf den Rückweg.

Unser Guide hatte uns genau erklärt, auf welchem Parkplatz er warten würde.

Dort angekommen war Chaos. So viele Autos. Gehupe, Gemotze, Beinahe-Crashs. Bäm, von der Märchenwelt zurück in die Realität.

Wenn ihr dorthin wollt: Nehmt den Bus. Tut euch das nicht an, mit dem Auto hinzufahren.

Unser Guide war die Entspannung in Person. Er fragte uns, wie es war, plauderte mit uns über unser nächstes Ziel und navigierte dabei mit stoischer Ruhe das Auto aus dem Verkehrschaos.

Abgesetzt hat er uns dann im historischen Zentrum von Sintra.

Wir hatten Hunger, und er empfahl uns eine kleine Bäckerei direkt gegenüber vom Palácio Nacional de Sintra, also diesem Gebäude mit den beiden Zipfeltürmen.

Wir fanden den Bäcker. Und bei den vielen portugiesischen Leckereien fiel uns die Auswahl schwer. Ein kleiner Snack zum Mitnehmen, zu wertvoll war unsere Zeit in Sintra.

Umso ärgerlicher, dass uns ein ordentlicher Regenschauer erwischte.

Die dicke dunkle Wolke, die wir schon vorhin vom Pena Palace aus gesehen hatten, war nun da. Wir stellten uns unter und konnten so zumindest in Ruhe unsere Snacks essen.

Nur der geplante Spaziergang durch das historische Zentrum fiel buchstäblich ins Wasser, und wir machten uns ohne Umwege direkt auf den Weg zum nächsten Ziel. Vom Zentrum aus war es nur ein kurzer Fußweg dorthin.

Quinta da Regaleira und der mystische Garten

Kleine Gasse in Sintra auf dem Weg zur Quinta da Regaleira

Kleine Gasse in Sintra.

Es brauchte keine Wegweiser. Wir folgten einfach den Menschenmassen.

Besucher auf dem Weg zur Quinta da Regaleira

Das erinnerte uns ein wenig an den Walk of Fame in Los Angeles. Damals waren wir auch in den Osterferien unterwegs. Unglaublich, dass das schon sechs Jahre her ist.

See auf dem Weg zur Quinta da Regaleira

Kleiner See auf dem Weg zum Eingang. Es fehlte eigentlich nur noch ein Dino in dieser Kulisse.
(Ein klein wenig sieht das aus wie im Daintree Rainforest in Australien.)

Blick auf die Quinta da Regaleira in Sintra

Links ist schon die Quinta da Regaleira.

Hauptgebäude der Quinta da Regaleira

Das ist das Hauptgebäude der Quinta da Regaleira. Sehr malerische und interessante Architektur. Aber das Gebäude war nicht unser Hauptziel.

Eingangstor der Quinta da Regaleira

Das Eingangstor zur Quinta da Regaleira.

Quinta da Regaleira – kurz erklärt

Die Quinta da Regaleira ist vor allem wegen ihres verwunschen wirkenden Gartens berühmt. Zu sehen sind unter anderem Türme, Grotten, Brücken, Tunnel, Wasserfälle und der bekannte Poço Iniciático. Gerade mit Kindern oder Teenagern ist dieser Ort oft deutlich spannender, als man vorab denkt.

Was ist die Quinta da Regaleira?

Die Quinta da Regaleira ist ein großes Anwesen in der Nähe des Ortszentrums von Sintra.

Auch dieses Anwesen gehört zur Kulturlandschaft Sintra und damit zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier ist aber nicht nur das 1910 fertiggestellte Gebäude im neugotischen Stil sehenswert, sondern vor allem der vier Hektar große Garten drumherum.

Er wirkt wie eine unwirkliche, fast mystische Welt, bestehend aus vielen kleinen Seen, Grotten, verwunschenen Türmen, romantischen Brücken, unterirdischen Tunnelsystemen und Wasserfällen, und das alles über mehrere Ebenen.

Unser Guide erzählte uns, dass der damalige Besitzer und Auftraggeber für die Gärten ein Mitglied des Templerordens gewesen sein soll. In den Gärten soll er geheime Zeremonien abgehalten haben.

Passend zum mystischen Ambiente bezog sich der Himmel, es fielen ein paar Tropfen. Uns war das tatsächlich egal. Dieser Garten war so faszinierend, so spannend, es gab so viel zu entdecken. Wen interessieren da schon ein paar Tropfen?

Es gab aber trotz der vielen interessanten Ecken ein ganz besonderes Highlight, auf das wir uns alle am meisten freuten. Es trägt den Namen Poço Iniciático. Gleich nehme ich euch mit dorthin.

Man kann Tickets online kaufen, um die Warteschlange zu umgehen.

Ich vermute, dank des kräftigen Regens vorhin war die Schlange nicht lang. Wir kauften uns die Tickets an der Kasse und bekamen einen Plan ausgehändigt.

Plan der Quinta da Regaleira

Öffnungszeiten und Eintrittspreise für die Quinta da Regaleira

Quinta da Regaleira – praktische Infos

Stand 03/2026: Von Januar bis März sowie von Oktober bis Dezember ist die Quinta da Regaleira von 10 bis 18.30 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist um 17.30 Uhr. Von April bis September ist sie von 10 bis 19.30 Uhr geöffnet, ebenfalls mit letztem Einlass um 17.30 Uhr. Erwachsene zahlen 20 €, Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren 15 €, Kinder bis 5 Jahre haben freien Eintritt. Der Lageplan kostet 0,50 €, ein Audioguide 5 €. Parkplätze direkt vor Ort gibt es nicht.

Wir wählten die Tour ohne Führung, kauften uns aber für 1 € einen Parkplan.

Poço Iniciático bei der Quinta da Regaleira – der Turm, der in die Tiefe geht

Mein Sohnemann schnappte sich den Plan, und unser erstes Ziel sollte der Poço Iniciático sein.

Verwunschene Wege im Garten der Quinta da Regaleira

Brücke und Gartenanlage der Quinta da Regaleira

Mystische Gartenanlage der Quinta da Regaleira

Türme und Wege im Garten der Quinta da Regaleira

Unbeschreiblich. Vor lauter Staunen vergaßen wir fast unser Hauptziel.

Wir fühlten uns wie in einer anderen Welt.

Unglaublich, dass diese Gärten mal jemandem privat gehörten.

Wege und Vegetation im Garten der Quinta da Regaleira

Steinerne Brücke und Gartenarchitektur in der Quinta da Regaleira

Der Garten war fast wie ein Labyrinth.

Labyrinthartige Wege in der Quinta da Regaleira

Steinerne Treppen in der Quinta da Regaleira

Die Wege sind teilweise steil, also falls ihr dorthin möchtet: Flip-Flops sind nicht gerade die beste Idee.

Solche Wege durch Felsen und enge Durchgänge erinnerten mich später ein wenig an die Liechtensteinklamm in Österreich, auch wenn die Stimmung dort natürlich eine ganz andere ist.

Steinerner Aussichtspunkt in der Quinta da Regaleira

Architekturdetails im Garten der Quinta da Regaleira

Symmetrische Gartenarchitektur in der Quinta da Regaleira

Der Erbauer dieses Bauwerks war eindeutig ein Symmetriefan.

Symmetrisches Bauwerk in der Quinta da Regaleira

Brücke und Steinturm in der Quinta da Regaleira

Mit viel Zeit kann man wirklich alles erkunden. Jeden Turm, jede Brücke, jede Grotte, jeden verschlungenen Weg durch diesen zauberhaften Garten.

Unser Ziel, der Poço Iniciático, ist das Highlight in diesem Garten.

Und nun wusste ich auch, wo die ganzen Menschenmassen geblieben waren: Sie standen an, um ihn zu sehen.

Was ist der Poço Iniciático?

Eine ewig lange Schlange, also habe ich etwas Zeit, euch zu erklären, was das überhaupt ist.

Auf Deutsch nennt man den Poço Iniciático die Einweihungsbrunnen.

Aber im Grunde handelt es sich nicht um Brunnen, auch wenn es weit in die Tiefe ragt. Es sind zwei umgekehrte Türme. Über eine Wendeltreppe an der Außenseite betritt man diesen Turm und wandelt so hinab in die Tiefe, von wo aus ein unterirdisches Grottensystem nach draußen führt.

Geschafft, wir sind endlich am Eingang.

Eingang zum Poço Iniciático in der Quinta da Regaleira

Nachteil der vielen Besucher an diesem Tag war leider, dass wir da ziemlich durchgehetzt wurden. Wir durften nicht stehen bleiben für Fotos und sollten ohne Stopp die Treppen nach unten steigen. Die Fotos entstanden daher im Gehen mit dem Handy.

Ein erster Blick nach unten. Wow. Ohne Worte.

Blick in den Poço Iniciático von oben

Schon ein komisches Gefühl, diesen Turm hinabzusteigen. Es nieselte, dadurch fühlten sich die Wände nass und kalt an, und wir schraubten uns mit der Wendeltreppe immer tiefer.

Wendeltreppe im Poço Iniciático

Im Stern erkennt man das Kreuz der Templer. So sagte man uns das zumindest.

Sternförmiger Boden im Poço Iniciático

Wände und Treppen im Poço Iniciático

Ein Moment, der mir bis heute Gänsehaut macht

Kennt ihr eigentlich den Film Tribute von Panem? Da gibt es so einen Ruf, mit dem sich Katniss und Rue mithilfe der Spotttölpel verständigen.

Nun, ich dachte mir: Mal schauen, was passiert, wenn ich diese Melodie einmal pfeife.

Okay, ich habe das sogar laut gedacht, und die Kids begannen zu protestieren.

„Komm, nur einmal, mal sehen, was passiert.“

Und dann pfiff ich die Melodie und bekam eine Antwort, von weiter oben. Und kurze Zeit später von ganz unten.

Oha, damit hatte ich etwas in Gang gesetzt. Die ganze Zeit wurde nun diese kurze Melodie gepfiffen. Von oben, von unten. Und wir zwischendurch auch wieder. So ging das die ganze Zeit, selbst als wir schon unten in der Grotte waren, hörten wir von weit oben noch Menschen diese Melodie pfeifen.

Wow, das war wieder ein Gänsehautmoment. All diese Menschen, aus welchen Ländern sie auch immer kamen, hatten diesen Film gesehen. In ihrer Sprache, aber die Melodie war immer die gleiche.

Was wohl alle gedacht haben, die den Film nicht kannten.

Als wir wenige Tage später im Flieger nach Hause saßen, meinten die Kids, ob diese Melodie dort wohl noch immer gepfiffen wird.

Die Kulisse, in der wir uns befanden, wirkte auch wie ein Film. Diese alten, moosbedeckten Mauern. Surreal. Aber wir mitten drin.

Das hat sich gelohnt, auch wenn wir ohne Stopp durchgehen mussten.

Wir gingen weiter den Turm hinab.

Abstieg im Poço Iniciático

Treppenabschnitt im Poço Iniciático

Unten angekommen: Blick nach oben.

Und dann führte der Weg in die unterirdische Grotte.

Unterirdische Grotte in der Quinta da Regaleira

Tunnel und Grotte unter der Quinta da Regaleira

Tunnelweg in der Grotte der Quinta da Regaleira

Wasserfall im Grottensystem der Quinta da Regaleira

Ausgang aus dem unterirdischen Grottensystem

Vorbei an Wasserfällen. Ausgang gefunden. Was für ein Erlebnis.

Wir hatten noch etwas Zeit und schauten uns noch weiter den Garten an.

Gartenweg in der Quinta da Regaleira

Brücke und Steinbogen in der Quinta da Regaleira

Grotten und Wege im Garten der Quinta da Regaleira

Wir entdeckten die anderen Grotten und beschlossen, auch diese zu besichtigen.

Dunkle Grotte in der Quinta da Regaleira

Der Weg in der Grotte führt vorbei an einem unterirdischen See.

Zwischendrin war es darin wirklich stockdunkel. Gut, dass wir unsere Handytaschenlampen dabeihatten.

Unterirdischer See in der Grotte der Quinta da Regaleira

Weg durch die dunkle Grotte in der Quinta da Regaleira

Ein kleines Video von den Grotten. Es war so dunkel. Mit Handytaschenlampe sah man zwar den Weg, aber ab und zu auch die kleinen niedlichen Höhlenspinnen.

#spinnenphobie

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Unbeschreibliches Erlebnis. So etwas hatten wir noch nie zuvor gesehen.

Dann war es aber doch Zeit, zum Ausgang zu gehen.

Wege im Garten der Quinta da Regaleira auf dem Rückweg

Steinerne Figur und Wege in der Quinta da Regaleira

Die Löwenstatue. Mir bescherte sie etwas Fernweh nach Namibia.

Löwenstatue in der Quinta da Regaleira

Ausgangsbereich der Quinta da Regaleira

Der Ausgang liegt unterhalb des Eingangs und unterhalb der Parkanlage.

Unser Guide war pünktlich am vereinbarten Treffpunkt.

Wir waren übersättigt mit Eindrücken. Was wir an diesem Tag bis dahin gesehen hatten, war unbeschreiblich: den märchenhaften Pena Palace, den verwunschen wirkenden und mystischen Garten der Quinta da Regaleira. Und noch ein weiteres Highlight wartete auf uns.

Dazu fuhren wir entlang des Sintra-Gebirgszuges Richtung Küste.

Fahrt Richtung Küste bei Sintra

Das Meer.

Atlantikküste bei Cabo da Roca

Meer und dunkle Regenwolken. Wir fuhren ein Stück entlang der Küste.

Cabo da Roca – der westlichste Punkt des europäischen Festlands

Cabo da Roca – kurz erklärt

Cabo da Roca ist der westlichste Punkt des europäischen Festlands. Die Klippen fallen hier steil in den Atlantik ab. Es ist dort oft deutlich windiger und kühler als in Lissabon oder Sintra. Eine Jacke ist also fast immer eine vernünftige Idee.

Leuchtturm und Klippen am Cabo da Roca

Hier endet also das europäische Festland Richtung Westen.

Der westlichste Punkt ist sehr malerisch.

Klippen am Cabo da Roca

Es war so kalt. Der Wind pustete uns eisig um die Ohren, es begann zu nieseln und war richtig ungemütlich.

Wir machten unsere obligatorischen Fotos und waren ganz schnell wieder im warmen Auto.

Wolken über den Hügeln bei Sintra

Wir sahen, welches Glück wir am Vormittag mit dem Wetter gehabt hatten, denn inzwischen war der Pena Palace komplett in Regenwolken gehüllt und nicht mehr zu sehen.

Regenwolken über den Bergen von Sintra

Da oben ist eigentlich irgendwo der Pena Palace.

Und weiter geht’s, von einem Highlight zum nächsten. Auf dieser Tour lässt sich das alles prima und bequem an einem Tag kombinieren.

Unser Guide hatte sich im Vorfeld mit uns in Verbindung gesetzt und mit uns die Tour durchgesprochen. So hatten wir eine ganz individuelle Tour und bekamen zudem sehr viele Informationen zu Sintra und auch zu Lissabon.

Vom Cabo da Roca fuhren wir entlang der Küste Richtung Süden.

Boca do Inferno – imposante Wellen, die an den Felsen brechen

Nächstes Ziel: ein imposantes Naturschauspiel mit dem eindrucksvollen Namen Boca do Inferno, auf Deutsch Höllenmund.

Es gehört zur Stadt Cascais.

An den Klippen der Atlantikküste werden die Wellen bei Flut in die senkrechten Felsschlote gepresst und dabei weit nach oben an Land geschleudert.

Lage vom Boca do Inferno

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Boca do Inferno – kurz erklärt

Der Boca do Inferno gehört zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten bei Cascais. Besonders eindrucksvoll ist der Felsbogen, an dem die Atlantikwellen mit Wucht gegen die Küste schlagen. Je nach Wetterlage wirkt der Ort friedlich oder ziemlich dramatisch.

Beim Boca do Inferno gibt es einen natürlichen Felsbogen, unter dem imposant die Wellen an den Felsen brechen. Ein sehenswertes Naturschauspiel.

Boca do Inferno mit Felsen und Wellen

Felsformationen am Boca do Inferno

Wellen am Boca do Inferno

Atlantik am Boca do Inferno

Brandung am Boca do Inferno in Cascais

Küstenlandschaft am Boca do Inferno

Felsbogen und Meer am Boca do Inferno

Ein kleines Video vom Boca do Inferno

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Cascais – das kleine Fischerdorf vor den Toren Lissabons

Im Anschluss machten wir noch einen Mini-Stopp in Cascais, einem kleinen charmanten Fischerörtchen.

Blick auf Cascais mit Strand und Häusern

Leuchtturm in Cascais

Im Santa-Marta-Leuchtturm in Cascais befindet sich ein kleines Leuchtturm-Museum.

Blick auf Cascais

Seixas Palace in Cascais

Das schöne Gebäude mit dem dunkelblauen spitzen Türmchen ist der Seixas Palace.

Wir schlenderten entlang der palmengesäumten Alameda Combatentes da Grande Guerra Richtung Strand.

Promenade in Cascais

Platz und Gebäude in Cascais

Straßenszene in Cascais

Interessantes Mosaik am Boden. Stellt euch das mal vor, wenn ihr etwas getrunken habt.

Bodenmosaik in Cascais

Souvenirstände in Cascais

Platz am Strand in Cascais

Strand von Cascais

Auf dem Platz direkt am Strand waren mehrere Buden mit Souvenirs und Snacks aufgebaut. Wir gönnten uns ein Gebäck auf die Hand und gingen an den Strand.

Einfach nur genießen.

Der Tag war wundervoll. Für uns alle. Die Kids, anfangs etwas moserig, als sie hörten, dass wir den ganzen Tag unterwegs sein würden und nicht nur das bunte Schloss besichtigen würden, waren inzwischen auch ganz hin und weg von Sintra und von allem, was wir heute gesehen und erlebt hatten.

Unsere Füße taten weh, aber wir waren glücklich über diesen tollen Tag, der sich nun dem Ende neigte.

Es war Zeit für die Rückfahrt zum Hotel.

Wieder pünktlich auf die Minute war der Guide am zuvor vereinbarten Treffpunkt.

Über die Küstenorte fuhren wir nun zurück nach Lissabon

Küstenstraße bei Cascais

Küstenlandschaft auf dem Rückweg nach Lissabon

Forte de São Julião da Barra

Das Forte de São Julião da Barra, eine Küstenfestung aus dem 16. Jahrhundert. Eine von vielen kleineren und größeren Festungen entlang der Küstenlinie.

Küstenstraße bei Oeiras

Küstenblick Richtung Lissabon

Leuchtturm in der Tejomündung

Der Leuchtturm in der Mündung des Tejo, das Forte de São Lourenço da Cabeça Seca, auch Farol do Bugio genannt.

Brücke des 25. April in Lissabon

Eines der Wahrzeichen von Lissabon: die Brücke des 25. April.

Forte de São Bruno

Wieder eine alte Festung: das Forte de São Bruno, gebaut 1647. 1649 wurde es mit einer Kanone ausgestattet.

Farol da Gibalta

Der rote Leuchtturm Farol da Gibalta.

Erster Blick auf den Torre de Belém

Ein erster Blick auf den Torre de Belém. Ihn werden wir uns die Tage noch in Ruhe ansehen.

Padrão dos Descobrimentos in Lissabon

Vorbei am Entdeckerdenkmal Padrão dos Descobrimentos. Oben befindet sich eine mit Aufzug erreichbare Aussichtsplattform.

Unter der Brücke des 25. April hindurch

Unter der Brücke des 25. April hindurch.

Straßenbahn in Lissabon

Die für Lissabon typische Straßenbahn.

Und dann fuhr uns unser Guide durch diese tolle Straße.

Straße in Lissabon auf dem Rückweg zum Hotel

Häuserfassaden in Lissabon

Straßenszene in Lissabon

Gebäude und Straße in Lissabon

Rückfahrt durch Lissabon

Und wieder zurück am Hotel.

Unser Guide gab uns noch viele Tipps, zum Beispiel empfahl er uns das Quake Museum in Lissabon, das wir direkt am nächsten Tag besichtigten. Außerdem verriet er, wo es die besten kleinen Miniküchlein gibt.

Die Tour war jeden Euro wert. Unser Guide hat uns so viel Wissenswertes erzählt, uns viele Tipps gegeben und die Tour auch für die Kids toll zusammengestellt.

Für uns hieß es nur noch: im asiatischen Restaurant neben unserem Hotel Abendessen und dann ab ins Bett.

Ein unvergesslicher Tag geht zu Ende.

Im nächsten Bericht nehme ich euch mit in ein ganz besonderes Museum, und den Sonnenuntergang schauen wir uns auf einem Boot auf dem Tejo an.

Abendstimmung nach einem Ausflugstag in Portugal

Bis zum nächsten Mal. Danke, dass ihr dabei wart.


Häufige Fragen zu Sintra

Wann sollte man Tickets für den Pena Palace buchen?

Am besten mehrere Tage im Voraus. Besonders in Ferienzeiten und am Wochenende sind viele Zeitfenster schnell ausgebucht. Ohne Ticket kann es passieren, dass ihr gar nicht mehr hineinkommt oder lange warten müsst.

Lohnt sich eine geführte Tour oder lieber auf eigene Faust?

Beides funktioniert. Mit Guide bekommt ihr viele Hintergrundinfos und spart Zeit bei der Planung. Auf eigene Faust seid ihr flexibler, müsst euch aber selbst um Route, Tickets und Transport kümmern.

Kann man Sintra an einem Tag schaffen?

Ja, aber nur mit klarer Planung. Der Pena Palace und die Quinta da Regaleira sind gut an einem Tag machbar. Für zusätzliche Stopps wie Cabo da Roca oder Cascais wird es zeitlich eng.

Was sollte man in Sintra unbedingt sehen?

Der Pena Palace ist das Highlight. Die Quinta da Regaleira mit dem Initiationsbrunnen ist ebenfalls ein absolutes Muss. Wer Zeit hat, sollte zusätzlich Cabo da Roca oder das Castelo dos Mouros einplanen.

Ist Sintra barrierefrei?

Nur eingeschränkt. Viele Wege sind steil, uneben oder führen über Treppen. Der Pena Palace ist teilweise zugänglich, aber nicht komplett barrierefrei. Für Kinderwagen oder Rollstuhl ist der Besuch anstrengend.

Gibt es Toiletten, Wickelmöglichkeiten und Verpflegung?

Ja, sowohl am Pena Palace als auch in der Quinta da Regaleira gibt es Toiletten. Wickelmöglichkeiten sind vorhanden, aber nicht überall. Kleine Cafés und Snackstände gibt es ebenfalls, besonders im Zentrum von Sintra.

Wie kommt man am besten durch Sintra?

Am einfachsten mit dem Bus 434, der die wichtigsten Sehenswürdigkeiten verbindet. Alternativ Taxi, TukTuk oder geführte Tour. Zu Fuß ist vieles möglich, aber oft sehr anstrengend.

Kann man mit dem Auto nach Sintra fahren und dort parken?

Theoretisch ja, praktisch schwierig. Parkplätze sind knapp und schnell voll. Die Straßen sind eng und oft chaotisch. Viele empfehlen, mit dem Zug anzureisen und vor Ort Bus oder Taxi zu nutzen.

Lohnt sich Sintra mit Kindern oder Teenagern?

Ja, absolut. Besonders die Quinta da Regaleira mit Tunneln, Grotten und dem Turm ist für Kinder und Teenager spannend. Der Pena Palace wirkt wie ein Märchenschloss und kommt ebenfalls gut an.


So planst du deinen Tag in Sintra

Wenn du nur einen Tag Zeit hast, solltest du dich auf die wichtigsten Highlights konzentrieren und den Tag gut strukturieren.

Starte früh am Morgen und fahre direkt zum Pena Palace. Hier ist es am vollsten, daher lohnt sich ein frühes Zeitfenster.

Plane für den Besuch etwa zwei bis drei Stunden ein, inklusive Weg durch den Park.

Anschließend geht es ins Zentrum von Sintra oder direkt weiter zur Quinta da Regaleira. Dort solltest du ebenfalls mindestens zwei Stunden einplanen, vor allem für den Garten und den Initiationsbrunnen.

Wenn noch Zeit bleibt, kannst du Richtung Küste weiterfahren, zum Beispiel zum Cabo da Roca oder nach Cascais, wie wir es gemacht haben.
Unser Tag war voll, aber wir haben unsere persönlichen Highlights gesehen.

Wichtig: Versuche nicht, alles an einem Tag zu sehen. Sintra ist größer, als man denkt, und die Wege kosten Zeit.

Wenn ihr Guided Touren machen wollt:
Unten ist ein Button für Touren mit GetYourGuide, wie wir sie gemacht haben.





Reiseplanung für Portugal


Touren und Ausflüge in Portugal buchen

Hier findet ihr unvergessliche Erlebnisse und Touren in Lissabon

Hier findest du Touren, Tickets und besondere Ausflüge für Portugal, vor allem für Lissabon und Sintra.*

*Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung – so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.


Unterkünfte in Portugal finden

Unterkünfte in Lissabon. Vom B&B bis zum Sterne-Hotel
– findet hier eure passende Unterkunft

Kleiner Klick nötig: „Inhalt entsperren“ wegen Datenschutz. Danach kannst du die Karte verschieben oder herauszoomen und Unterkünfte in Portugal ansehen.*

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

*Affiliatelinks. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung – so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.

Ein Kommentar zu „Sintra ab Lissabon: Pena Palace, Quinta da Regaleira, Cabo da Roca & Cascais“

  1. […] und eingespielten 4er Reiseteam unterwegs.  Unser Ziele waren zum Beispiel Portugal (Lissabon und Sintra) und Sizilien (Bericht folgt)  Größtes Highlight war unsere Reise nach Singapur und […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert