Nationalpark Plitvicer Seen
Seiteninhalt
- Nationalpark Plitvicer Seen
- Nationalpark Plitvicer Seen
- Unser Besuch bei den Plitvicer Seen
- FAQ zu den Plitvicer Seen
- Wie kommt man zu den Plitvicer Seen?
- Wo parkt man an den Plitvicer Seen?
- Wie lange läuft man im Nationalpark?
- Sind die Plitvicer Seen mit Kinderwagen geeignet?
- Kann man die Plitvicer Seen mit Rollstuhl besuchen?
- Gibt es Restaurants oder Cafés im Nationalpark?
- Muss man Tickets vorab online buchen?
- Sind Boot und Panoramazug im Ticket enthalten?
- Darf man an den Plitvicer Seen baden?
- Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?
Nationalpark Plitvicer Seen
Hinweis zu diesem Artikel
Dieser Bericht basiert auf unserem Besuch im Jahr 2021 und wurde inhaltlich überarbeitet. Persönliche Erfahrungen und Fotos stammen weiterhin von unserer Reise, praktische Informationen wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Parken wurden aktualisiert.
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Dieser Beitrag gehört zu unserer Kroatienreise. Hier geht es zur Oberseite mit allen Berichten: Kroatien mit Kindern – alle Reiseberichte
Hallo zusammen,
schön, dass ihr wieder dabei seid.
Wir sind in Kroatien.
Nach einer erholsamen Nacht in den Weinbergen im Norden (-> Nacht in den Weinbergen im Norden) des Landes geht es heute für uns Richtung Süden und Richtung Meer – mit einem Zwischenstopp – und genau darum geht es im heutigen Bericht.
Nationalpark Plitvicer Seen
Heute nehme ich euch mit in den Nationalpark Plitvicer Seen im Herzen von Kroatien.
Knapp 300 km² misst der Nationalpark und ist gekennzeichnet durch seine 16 kaskadenförmig angeordneten Seen, welche durch zahlreiche Wasserfälle miteinander verbunden sind.
Es gibt 12 obere und 4 untere Seen. Im unteren Bereich befindet sich mit 78 Meter Höhe auch der höchste Wasserfall im Nationalpark (und auch der höchste Wasserfall in Kroatien): Der Veliki Slap.
Durch das stete Eindringen von Wasser entwickelten sich die Sinterbarrieren. Das sind die Stufen entlang der Seen. Da diese noch aktiv sind, verändert sich das Aussehen auch fortlaufend.
Man geht davon aus, dass dieses Seensystem vor 12.000 bis 15.000 Jahren entstanden sein muss.
Der Teil der Seen ist auch der für Touristen erschlossene Teil. Es gibt viele Wanderrouten mit unterschiedlichen Längen, welche an den Seen entlang führen. Die längste Route davon ist knapp 19 km und mit einer Dauer von ca 6 – 8 Stunden veranschlagt.
Und trotzdem macht der Bereich mit den Seen gerade mal 1 % des gesamten Nationalparks aus.
Der Rest ist bewaldet und ein paar kleinere Flächen sind mit Gräsern bewachsen.
Der Nationalpark Plitvicer Seen ist der größte und älteste von Kroatien. Am 8. April 1949 wurde er zum ersten Nationalpark von Kroatien erklärt.
Am 26. Oktober 1979 bekam der Nationalpark die internationale Anerkennung und den Eintrag in die UNESCO-Liste des Welterbes.
Wo liegen die Plitvicer Seen?
Er liegt in den Bergen etwas im Hinterland der Küste in den Gespanschaften Lika-Senj und Karlovac.
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Anreise zu den Plitvicer Seen
Mit dem Auto erreicht man den Park vor allem über die Straßen D429 und D52.
Es gibt zwei Haupteingänge:
Eingang 1 – Rastovača
Eingang 2 – Hladovina
An beiden Eingängen gibt es kostenpflichtige Besucherparkplätze. Auch Busse halten direkt in der Nähe der Eingänge.
Aktuelle Öffnungszeiten, Eintritt und Parken
Eingang 1 – Rastovača: 08:00 – 15:00
Eingang 2 – Hladovina: 08:00 – 15:00
Nebeneingang 2 – Flora: 08:00 – 15:00
Ticketverkauf: bis 13:00
Parkplatz Eingang 1: 07:00 – 17:00
Parkplatz Eingang 2: 07:00 – 17:00
Tagesticket Erwachsene: 10 € / 23 € / 40 € je nach Saison
Tagesticket Kinder 7–18 Jahre: 4 € / 6 € / 15 € je nach Saison
Kinder bis 7 Jahre: kostenlos
Parken Auto: 1,50 € pro Stunde in Vor- und Nachsaison
Parken Auto: 2,00 € pro Stunde von 1.6. bis 30.9.
Wichtig: Tickets am besten online reservieren, besonders in der Hauptsaison.
Offizielle Infoseiten
Unterkünfte und Campingplätze im Nationalpark
Es lohnt sich, hier mehrere Tage zu verbringen. Nicht nur Naturfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten. Der Nationalpark ist eine grüne Oase und in der Hauptsaison abseits des Bereiches am Eingang auch eine Ruheoase.
Im Nationalpark gibt es mehrere Hotels und Campingplätze.
Unser Besuch bei den Plitvicer Seen
Am späten Vormittag kamen wir am Hauptparkplatz an.
Dieser ist in ein Waldgebiet rein sehr verzweigt.
Wir bekamen eine Ahnung, wie voll es werden würde, denn es war auch nach einer gefühlten Ewigkeit mit Kurverei über die Parkplätze keine freie Lücke zu sehen.
„Gleich sind wir wieder zurück bei der Pension“ scherzte ich
Auf der anderen Seite dachte ich: Muss sich ja wohl lohnen, wenn so viele Menschen hier sind.
Der Parkplatz ist sehr weitläufig und je weiter wir ihn fuhren, desto mehr freie Parkplätze gab es.

Der Hauptparkplatz am Eingang 1. Der rote Pfeil zeigt, wo wir ungefähr standen.
Parkplatz 1 auf Google Maps -> Parkplatz 1

Eine Brücke führt über die Straße und zum Eingang. Und auch da … Menschenmassen. …
1 Stunde Wartezeit und insgesamt 7 Eis und 4 Wasser später konnten wir in den Park hinein.
Aber keine Sorge – so voll ist es wohl nur in der Hauptsaison. Ich habe in der Facebook – Kroatiengruppe Fotos vom Park im September oder Mai gesehen und da war fast nichts los.

Kleine Orientierung. Das Gelände ist sehr weitläufig. Wer möchte, geht nur bis zum Aussichtspunkt. Und der ist auf gleicher Höhe direkt hinter dem Eingang. Von da beginnen dann die Wanderwege, dafür geht man zunächst bergab Richtung See und wählt dann seine Route. Diese sind sehr gut beschriftet. Wanderweg A ist der Kürzeste. 3,5 km, 2 – 3 Stunden. Bei Wanderweg K läuft man hingegen 18 km und ist 6 – 8 Stunden unterwegs. Bei B und C fährt man einen Teil mit dem Boot, der Preis ist im Ticket inklusive. Aus Zeitgründen – immerhin mussten wir noch weiter zur Unterkunft – wählten wir Wanderweg A.
Alle Wanderwege in der Übersicht
Schon wenige Meter nach dem Eingang 1 erreicht man die Aussichtsplattform.
Der Anblick ist grandios! Kaum zu beschreiben und mit Fotos nicht wiederzugeben.
Man sieht von hier schon mehrere Seen und viele Wasserfälle stürzen laut tosend in die Tiefe.


Wanderweg A führt uns automatisch auf den Weg mittig im Bild, direkt zu den höchsten Wasserfällen im Nationalpark.

Wir starten unsere Wanderung. Der Weg geht zunächst abwärts Richtung See.

Die Seen sind kaskadenartig angeordnet, dazwischen befinden sich kleinere oder größere Wasserfälle. Baden ist in den Seen verboten.

Und auch diesen Weg würden wir gleich noch laufen – und freuten uns schon sehr, denn schon von hier oben sah man, wie klar das Wasser ist.


Wunderschön anzusehen!
Unser 1. Stop: Kroatiens höchster Wasserfall

Mittig sieht man den Weg von der Aussichtsplattform zum See runter.
Foto oben, wenn man in der Hochsaison kurz auf dem Weg wartet und auch mal einen Stau hinter sich riskiert, um ein realitätsfremdes Instagram- Foto zu machen ….
…
Foto unten, wie es tatsächlich fast die ganze Zeit im ersten Teil zwischen Aussichtsplattform und Wasserfall war:

Noch problematischer war es Richtung Wasserfall. Ein paar mal drehte sich vor uns jemand mit großem Rucksack um und hätte damit beinahe einen von uns vom Steg runtergeworfen ….
Also: Lieber etwas aufpassen beim gehen. In Anbetracht der Tatsache, dass es auf dem Weg keinerlei Abgrenzung rechts und links zum Wasser gibt, ist das ohnehin sinnvoller.
Aber meine große Kamera packte ich weg. Mal eben stehen bleiben für ein Foto war ohnehin kaum möglich und so entstanden 99 % der Fotos an diesem Tag mit Handy. Im Laufen. Argh…

Der Weg zum Wasserfall ist leider eine Sackgasse, daher knubbelte es sich da.

Diese Farben!!! Es ist wirklich so blau-türkis wie auf dem Foto und mit Sonnenschein leuchtet das Wasser noch kräftiger in den verschiedensten Türkistönen.
Wie erwartet gab es ein Getümmel auf dem engen Weg Richtung Wasserfall. …

Ungeschönte Wahrheit, …. aber auch nur, wenn man wie wir in der absoluten Hochsaison (und zur Mittagszeit) die Plitvicer Seen besucht. Darum: Fahrt nach Möglichkeit in der Nebensaison hin, dann habt ihr mehr davon! Oder direkt zur Parköffnung.
Aber: Es lohnt sich! Die Ausblicke sind immer wieder wunderschön. Wie auch auf dem Weg Richtung Wasserfall. Traumhaft!


Nach kurzem Fußweg erreichten wir den Veliki slap – dem höchsten Wasserfall in Kroatien!


Im Sommer ist er etwas wasserarm, aber deswegen nicht weniger schön anzusehen.

Unter meinen Lesern sind doch bestimmt Winnetou-Fans, oder?
Wusstet ihr, dass die Filme zum größten Teil in Kroatien gedreht wurden?
Mein Vater ist großer Winnetou – Fan und eigentlich war geplant, dass meine Eltern uns auf diese Reise begleiten und wir uns die Drehorte von Winnetou ansehen.
Leider hat dies nicht geklappt.
Der berühmte Silbersee liegt inmitten des Nationalparks Plitvicer Seen und auch die Höhle mit dem Schatz kann man hier sehen.
Hier gibt es eine tolle Seite mit den Drehorten von den einzelnen Winnetou – Filmen
https://www.kroati.de/kroatien-infos/drehorte-winnetou-filme.html
Vom Wasserfall aus gingen wir zurück zur Abzweigung. Von hier kann man entweder wieder zurück zur Aussichtsplattform gehen oder aber – so wie wir – die Wanderoute A weiter gehen.

Schattige Wege führten entlang des Sees
Es verwundert nicht, dass man sich für diesen Ort zum Dreh entschieden hat.
Es ist malerisch. Nach jeder Kurve gab es neue Ausblicke auf die Seen im Nationalpark. Die oft im kühlen Schatten liegenden Wege führten entlang des Wassers, vorbei an Wasserfällen oder imposanten Felswänden und wir bereuten es, nur auf der Durchreise zu sein, denn gerne wären wir noch die weitere Route gegangen …. selbst die Kids waren begeistert!
Und je weiter wir liefen, desto mehr verteilten sich die Menschenmassen.
Ein schöner Spaziergang durch die idyllische Natur.
Da Worte das ohnehin kaum beschreiben können, lasse ich Bilder sprechen
























Auf dem Hinweisschild sieht man die Anordnung der Seen. Wir waren leider nur im unteren Bereich (Siehe Pfeil), wenig später führte unser Weg wieder Richtung Ausgang, … die Zeit wurde knapp, wir hatten noch eine lange Fahrt vor uns.


Der Wanderweg A führte uns lange am See entlang, dann aber kam der Abzweig nach links und wir gingen wieder bergauf.

Wieder gab es eine tolle Aussichtsplattform – und siehe da, kaum Menschen. Wie ich bereits schrieb, verteilte es sich auf dem Weg immer mehr.
Knubbelpunkte waren die Wege vom Eingang 1 Richtung Wasserfall.



Der Weg führte am Cafe Rapajinka und von dort zurück zum Park-Eingang 1. Dort am Parkplatz stand unser Auto.
Am Cafe machten wir eine Pause mit kühlen Getränken und einem Eis zur Stärkung.

Der Boden am Cafe Rapajinka
Auf dem Weg zwischen dem Cafe Rapajinka und dem Eingang 1 führte immer wieder an lohnenswerten Aussichtspunkten vorbei, welche uns wundervolle Blicke auf den Nationalpark boten.


Diesen Weg dort unten sind wir ‚vorhin‘ noch gegangen.
Das ist der Weg Richtung Wasserfall rechts oder die Wanderwege links.
Nach einem weiteren kurzen Fußmarsch kamen wir an unserem Ausgangspunkt wieder an.
Und nochmals genossen wir die Aussicht auf die Landschaft und die Wasserfälle.

Wir hielten uns nicht mehr sehr lange auf, da wir noch einen längeren Fahrtweg zur nächsten Unterkunft vor uns hatten.
Dazu schreibe ich beim nächsten mal was und stelle euch wieder eine weitere Unterkunft in Kroatien vor, dieses mal eine Ferienwohnung mit Pool in Podstrana.
Übrigens: Dieses Warnschild steht am Eingang zu den Parkplätzen.
Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten:
Am Ende des Urlaubes würden wir auch noch einen in der Natur frei lebenden Bären sehen!
Dazu dann aber später im entsprechenden Bericht!

Unser persönliches Fazit
Ein Ausflug zu den Plitvicer Seen lohnt sich.
Es ist eine kaum zu beschreibende, abwechslungsreiche und malerisch-schöne Landschaft mit einer riesigen Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Das Wasser ist glasklar, so sieht man auch die vielen verschiedenen Fischarten, welche in den Seen leben.
Durch die Sinterbarrieren gibt es unzählige kleinere und größere Wasserfälle, welche plätschernd oder rauschend in das türkisblaue Wasser der Seen fließen.
Ich rate euch: Nehmt euch viel Zeit, wandert die längeren Routen und nehmt das Boot, um den Nationalpark kennen zu lernen.
Wir bekamen einen ersten Einblick und haben uns vorgenommen: Wenn wir mal irgendwann wieder in Kroatien sind, werden wir hier 1 – 2 Tage verbringen.
FAQ zu den Plitvicer Seen
Wie kommt man zu den Plitvicer Seen?
Am einfachsten mit dem Auto über die Straßen D429 oder D52. Es gibt zwei Haupteingänge, Eingang 1 und Eingang 2. Auch Busse halten direkt an beiden Eingängen.
Wo parkt man an den Plitvicer Seen?
Es gibt offizielle, kostenpflichtige Besucherparkplätze an Eingang 1 und Eingang 2. Bezahlt wird bei der Ausfahrt. Im Sommer ist es sinnvoll, möglichst früh da zu sein.
Wie lange läuft man im Nationalpark?
Das hängt stark von der Route ab. Route A ist mit 3,5 km und 2–3 Stunden die kürzeste der klassischen Rundwege. Es gibt aber deutlich längere Programme bis zu einem ganzen Tagesausflug.
Sind die Plitvicer Seen mit Kinderwagen geeignet?
Ehrlich gesagt: nur sehr eingeschränkt. Der Park selbst sagt offiziell, dass nicht alle Wege barrierefrei sind. Mit Kinderwagen ist das deshalb eher mühsam. Für Babys und Kleinkinder würde ich eher Trage als Buggy empfehlen.
Kann man die Plitvicer Seen mit Rollstuhl besuchen?
Nicht komplett. Laut offiziellem FAQ sind die normalen Seenrouten nicht durchgehend rollstuhlgerecht. Am Eingang kann aber die jeweils am besten zugängliche Route empfohlen werden.
Gibt es Restaurants oder Cafés im Nationalpark?
Ja. Es gibt mehrere gastronomische Angebote im Park und an den Eingängen, zum Beispiel Lička kuća, Kozjak Caffe & Pastry, Bistro Hladovina oder Poljana / Black River.
Muss man Tickets vorab online buchen?
Es wird klar empfohlen, die Tickets vorab online zu kaufen. Vor Ort kann es in der Hauptsaison deutlich länger dauern, und es kann auch sein, dass Zeitfenster schon ausgebucht sind.
Sind Boot und Panoramazug im Ticket enthalten?
Ja. Laut offiziellem FAQ sind die Fahrten mit Elektroboot und Panorama-Fahrzeug im Ticketpreis enthalten.
Darf man an den Plitvicer Seen baden?
Nein. Baden in den Seen ist strikt verboten.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?
Aus meiner Sicht nicht mitten am Tag in der Hochsaison. Wenn möglich, lieber früh morgens oder in der Nebensaison. Dann ist es entspannter und die Wege sind deutlich leerer.
Schön, dass ihr wieder dabei ward!
Bis zum nächsten mal – und dann gehts endlich ans Meer!
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