Mein zweitliebster Strand auf Fehmarn ist der Strand am Niobe-Denkmal ganz im Norden der Insel. Genau diese Mischung aus Geschichte, Wind, Naturstrand und weitem Blick mag ich dort sehr. Der Strand ist ursprünglicher als der Südstrand, rauer auch, und genau das macht für mich seinen Reiz aus.
Wer einen klassischen Komfortstrand mit Strandkörben, Promenade und viel Infrastruktur sucht, ist hier eher falsch. Wer Natur mag, gerne Steine sammelt, Drachen steigen lässt oder einfach am Meer sitzen möchte, ist hier dagegen genau richtig.
Seiteninhalt
- Der Strand am Niobe-Denkmal
- Warum Niobe?
- Das Denkmal am Strand
- Hinweise für euren Besuch am Niobe
- Ankommen am Naturstrand
- Der Blick übers Wasser
- Unser Nachmittag am Meer
- Zum Schluss noch auf den Spielplatz
- Fazit: Naturstrand mit Geschichte
- Dresden mit Kindern: Frauenkirche, Moritzburg und Altstadt
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Der Strand am Niobe-Denkmal
Es ist ein Naturstrand, wird nicht durch Rettungsschwimmer überwacht und Strandkörbe gibt es hier auch nicht.
Der Sand ist mit vielen Steinen durchsetzt, der Strand fällt nicht so seicht ins Wasser wie am Südstrand.
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Weitere InformationenHinter diesem Ort steckt natürlich auch Geschichte. Gerade das macht den Strand besonders. Man fährt nicht einfach nur an irgendeinen Küstenabschnitt, sondern an einen Platz, der bis heute an ein schweres Unglück erinnert.
Warum Niobe?
Am 26. Juli 1932 kenterte in Sichtweite von dem Strand das Schulschiff Niobe und riss 69 Seeleute mit in den Tod. Ursache war eine nicht vorhersehbare Gewitterböe. Das Schiff sank binnen weniger Minuten, Ursache dafür war unter anderem der Umstand, dass aufgrund der zuvor guten Wetterlage sämtliche Bullaugen und Luken geöffnet waren und das Schiff so schnell mit Wasser volllief.
Der damalige Kommandant überlebte das Unglück, er wurde der fahrlässigen Tötung angeklagt und bekam ein Kriegsgerichtsverfahren, bei welchem er jedoch freigesprochen wurde.
Das Wrack wurde im August 1932 gehoben und nach Kiel geschleppt. 50 Tote konnten geborgen und bestattet werden, 19 Seeleute blieben auf See.
Nach eingehender Untersuchung wurde das Wrack im September 1933 durch einen Torpedo zerstört und versenkt, dabei war ein Großteil der Flotte anwesend.
An jedem Jahrestag des Unterganges wird am Niobe-Denkmal ein Kranz niedergelegt.
Das Denkmal selbst wirkt schlicht, aber genau das passt zu diesem Ort. Es steht dort nicht laut oder inszeniert, sondern erinnert still an das, was hier passiert ist.
Das Denkmal am Strand
Praktisch ist an diesem Strand, dass er zwar natürlich und ruhig wirkt, man dort aber trotzdem nicht völlig ohne Infrastruktur dasteht. Gerade mit Kindern fand ich das angenehm.
Hinweise für euren Besuch am Niobe
Der Strand ist jederzeit frei zugänglich.
Am Strand beim Niobe-Denkmal gibt es einen Campingplatz, daher gibt es auch einen Kiosk mit kleinem Supermarkt, in welchem man Snacks, Eis, Getränke oder auch warme Gerichte bekommen kann. Auch sanitäre Anlagen sind dort vorhanden. Im Wald neben dem Strand befindet sich ein schattiger weitläufiger Spielplatz.
Ausreichend Parkplätze sind vorhanden.
Nützlich für die Planung
Stand 2026
Parkplatz: Parkplatz Gammendorf Strand/Niobe
Campingplatz direkt am Strandbereich
Kiosk / kleiner Imbiss vor Ort
WC vorhanden
Spielplatz im Wald direkt beim Campingplatz
Schon der Weg vom Parkplatz Richtung Strand gefiel mir. Diese Mischung aus Dünen, Grün und dem offenen Blick aufs Meer hat etwas angenehm Unaufgeregtes.
Ankommen am Naturstrand
Was ich an diesem Strand besonders mag: Er wirkt weiter, ruhiger und natürlicher als viele andere Ecken auf Fehmarn. Dazu kommt dieser Blick übers Wasser. An klaren Tagen schaut man tatsächlich bis nach Dänemark.
Der Blick übers Wasser
Natürlich blieb es nicht beim Herumlaufen und Gucken. Irgendwann hatten wir unseren Platz gefunden und machten es uns erst einmal gemütlich.
Unser Nachmittag am Meer
Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten, breiteten wir erst einmal unsere Picknickdecke in den Dünen aus. Von dort aus hatten wir einen schönen Blick auf das Meer und den Strand. Genau solche Momente mag ich sehr: einfach sitzen, durchatmen und das Meer anschauen, ohne dass es viel Programm braucht.
Mit meiner Jüngsten ließ ich noch den Drachen steigen. Bei dem Wind dort oben ging das wunderbar, und es passte einfach perfekt zu diesem Strand. Während der Drachen über uns kreiste, roch es nach Meer, es war angenehm sonnig und für einen Moment war alles ganz leicht.
Wind, Drachen und Picknickdecke
Es war windig an dem Tag, als wir dort waren, also ideales Wetter, um unseren Drachen steigen zu lassen.
Irgendwann meldete sich dann doch der kleine Hunger. Also holten wir uns eine Stärkung vom Imbiss am Campingplatz. Für die Kinder gab es etwas Kleines zu essen, für uns etwas zu trinken, und damit war die Laune sowieso gesichert.
Stärkung aus dem Imbiss
Gerade an so einem Naturstrand fand ich das praktisch. Man hat nicht das Gefühl von großem Trubel, muss aber eben auch nicht alles von zu Hause mitschleppen.
Danach wurde natürlich wieder gebaut. Die Kinder waren sofort im Sand beschäftigt, sammelten Steine und machten daraus ihre Burg weiter. Die Steine aus dem Sand wurden mit verbaut, und am Ende verbanden sie sogar die Mädchenburg und die Jungsburg miteinander.
Meine Begleitung und ich machten es uns in der Zeit auf der Picknickdecke bequem und genossen einfach die Sommersonne. Genau das mochte ich an diesem Nachmittag so sehr: Die Kinder waren beschäftigt, der Strand war weit und ruhig, und wir konnten einfach da sitzen und den Moment genießen.
Sandburgen und Sommersonne
Eigentlich wollten wir irgendwann zurück zur Ferienwohnung. Wir mussten noch einkaufen und wollten abends noch gemeinsam kochen. Der Plan stand also eigentlich längst.
Aber wie das mit Kindern eben so ist: Kurz bevor wir wirklich loswollten, entdeckten sie noch den Spielplatz im Wald neben dem Strand. Und damit war klar, dass aus dem schnellen Aufbruch erst einmal nichts werden würde.
Zum Schluss noch auf den Spielplatz
Praktisch fanden wir auch den Spielplatz im Wald direkt am Campingplatz. Gerade wenn Kinder nach dem Strand noch nicht genug haben, ist das eine gute Kombination.
Die Kinder tobten dort noch eine ganze Weile, rutschten, kletterten und wollten natürlich noch längst nicht nach Hause. Also saßen wir noch ein bisschen im Schatten, sahen ihnen zu und nahmen es, wie es kam. Manchmal sind gerade diese ungeplanten Verlängerungen am Ende die schönsten Momente.
Irgendwann schafften wir es dann aber doch zurück zur Ferienwohnung. Es musste noch eingekauft werden, und gekocht werden wollte schließlich auch noch. Ein voller, aber richtig schöner Nachmittag am Meer lag hinter uns.
Nach so einem Nachmittag passt ein kurzer Schluss ganz gut. Denn am Ende ist der Strand am Niobe-Denkmal genau das, was wir dort erlebt haben: unkompliziert, schön und angenehm unaufgeregt.
Fazit: Naturstrand mit Geschichte
Der Strand am Niobe ist ein Naturstrand ohne Strandkörbe oder Sonnenschirme. Es gibt die Möglichkeit, aufs WC zu gehen und sich kleine Snacks oder Getränke zu holen.
Ansonsten ist es einfach ein schöner Strand für einen Tag am Meer. Wer es etwas natürlicher mag und keinen durchgestylten Komfortstrand braucht, ist hier genau richtig.
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