Drei USA-Reisen. Zwei davon als USA-Reisen mit Kindern, eine davon ohne Kinder. Florida mit drei kleinen Kindern. New York zur Weihnachtszeit ohne Kinder. Und ein Wohnmobil-Roadtrip durch Kalifornien, Nevada, Utah und Arizona mit sieben- und zehnjährigen Kindern.
Hier beantworte ich die Fragen, die mir seit Jahren gestellt werden.
Ellys 11: Häufige Fragen zu unseren USA-Reisen
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- Ellys 11: Häufige Fragen zu unseren USA-Reisen
- 1. Ist eine USA-Reise mit Kindern wirklich machbar?
- 2. Welche Region eignet sich besonders gut für Familien?
- 3. Ist ein Wohnmobil-Roadtrip mit Kindern stressig?
- 4. Warum war das Wohnmobil für euch ideal?
- 5. Was ist der Unterschied zwischen Florida und Westküste für Familien?
- 6. Wie viel Zeit sollte man für eine USA-Rundreise einplanen?
- 7. Ist New York zur Weihnachtszeit überlaufen?
- 8. Sind Nationalparks für Kinder geeignet?
- 9. Wie plant man einen USA-Roadtrip sinnvoll?
- 10. Wie managt man einen Langstreckenflug mit Kindern?
- 11. Was war euer emotionalster USA-Moment?
- Ist die USA aktuell ein sicheres Reiseziel?
Hier kommen meine Antworten – aus drei Reisen, mit ganz unterschiedlichen Reisekonstellationen.

1. Ist eine USA-Reise mit Kindern wirklich machbar?
Ja. Und zwar nicht nur machbar, sondern oft entspannter als gedacht. Die USA sind insgesamt sehr kinderfreundlich. In Restaurants gab es bei uns fast immer Malblätter, Stifte oder kleine Rätsel für Kinder. Das klingt banal, macht aber einen riesigen Unterschied. Kinder sind beschäftigt, die Atmosphäre bleibt entspannter – und man sitzt nicht permanent angespannt am Tisch.
Insgesamt empfand ich es sehr entspannt mit Kindern. Es gab sehr viele Spielplätze, oft mit Sonnensegel. Und da spielten auch um 22 Uhr noch Kinder und niemanden hat es interessiert. In Deutschland undenkbar. Und es gab so viel mehr Situationen, wo ich mir bewusst wurde, wie kinderunfreundlich Deutschland leider an vielen Stellen ist.
2. Welche Region eignet sich besonders gut für Familien?
Florida war für uns der perfekte Einstieg. Überschaubare Flugzeit, angenehmes Klima im Mai, viele Strände und ein entspannter Rhythmus. Die Florida Keys bedeuteten vor allem relaxen. Am Golf von Mexiko war mehr Action mit Bootsfahrten und unterschiedlichen Stränden. Und überall diese sauberen, gut ausgestatteten Spielplätze. Die Westküste dagegen war intensiver: mehr Landschaft, mehr Strecke, mehr Eindrücke. Beides funktioniert – aber ich persönlich finde, Florida ist ideal für den ersten USA-Trip mit Kindern.

3. Ist ein Wohnmobil-Roadtrip mit Kindern stressig?
Stress entsteht nicht durch das Wohnmobil, sondern durch zu viele Kilometer. Kinder wollen nicht nur fahren – sie wollen auch rennen, klettern und Zeit haben. Wir haben bewusst kurze Etappen geplant. Genau dadurch konnten wir spontan am Fred-Feuerstein-Park anhalten. Für die Kinder ein echtes Highlight. Wenig Kilometer und öfter die Möglichkeit fürs Rennen, Bewegen und Entdecken zu haben machen den Unterschied.

4. Warum war das Wohnmobil für euch ideal?
Snacks immer griffbereit. Kalte Getränke im Kühlschrank. Wir haben eine Tour durchs Valley Of Fire gemacht und es war wirklich sehr heiß. Zurück am Parkplatz warteten im Wohnmobil kalte Getränke und selbstgemachtes Joghurt-Eis auf uns, bevor die Fahrt dann weiterging. Absolut top!
Und eine eigene Toilette an Bord – ein Segen. Jeder, der mit Kindern unterwegs ist, kennt dieses Zusammenzucken, wenn man mit Auto irgendwo auf weiter Flur unterwegs ist und dann von hinten „Ich muss auf Klooooo!“ kommt.
Campingplätze in Nationalparks sind oft ohne Strom und Wasser – und genau deshalb ist es dort so ruhig. Feuerstelle, Picknickbank, Lagerfeuer, Marshmallows. Wir erinnern uns gerne an diese besonderen Abende zurück.

5. Was ist der Unterschied zwischen Florida und Westküste für Familien?
Florida war für uns weniger Input und mehr Entspannung. Die Florida Keys bedeuteten vor allem Strand und runterkommen, zwischendurch etwas Sightseeing, aber ohne Druck. Am Golf von Mexiko war mehr Bewegung mit Bootsfahrten und vielen unterschiedlichen Stränden. Und immer wieder diese richtig guten, sauberen Spielplätze. Orlando mit Disney & Co haben wir bewusst ausgelassen.
Die Westküste und der Südwesten waren anders: mehr Strecke, mehr Abwechslung, mehr unterwegs sein. Dafür gab es auch deutlich mehr zu sehen. Beides funktioniert mit Kindern – aber Florida ist ideal für den Einstieg in die USA.

6. Wie viel Zeit sollte man für eine USA-Rundreise einplanen?
Letztendlich gibt es dafür keine pauschale Antwort. Je mehr Zeit, desto besser. Für New York hatte ich „nur“ 5 Tage. Reicht für einen guten ersten Eindruck. Es ist immer die Zeit ideal, die man hat. Der Rest ist gute Planung.
Im Südwesten kann man z.B. auch in einer Woche viel erleben, wenn man klug priorisiert und nicht versucht, alles mitzunehmen.
Eine mögliche Route ab Las Vegas könnte so aussehen:
Tag 1: Flug nach Las Vegas
Tag 2: Las Vegas
Tag 3: Fahrt nach Grand Canyon Village (ca. 450 km), Sonnenuntergang am Grand Canyon
Tag 4: Grand Canyon Erkundung in beide Richtungen, Shuttle empfohlen
Tag 5: Route 66 mit Stopps in Williams, Seligman, Hackberry und Kingman
Tag 6: Hoover Dam und zurück nach Las Vegas
Tag 7: Las Vegas oder Rückflug
Tag 8: Rückflug nach Deutschland
Intensiv, ja. Aber machbar, wenn man realistisch plant.

7. Ist New York zur Weihnachtszeit überlaufen?
Überlaufen ist noch nett formuliert. Ich stand dort und dachte: Warum tue ich mir das an. Und dann stand er vor mir – der Weihnachtsbaum am Rockefeller Center. Genau deshalb. Die Stadt ist zur Weihnachtszeit voll, laut und eng, aber diese Stimmung ist einmalig.
8. Sind Nationalparks für Kinder geeignet?
Ja. Viele Nationalparks bieten das Junior Ranger Programm an. Kinder bekommen im Visitor Center ein Aufgabenheft, lösen unterwegs kleine Aufgaben und erhalten am Ende ein Abzeichen. Das motiviert enorm.
Und dann kommen diese Abende auf den Campingplätzen in den Nationalparks. Oft ohne Strom und Wasser, dafür leise und mitten in der Natur. Feuerstelle, Picknickbank, Lagerfeuer, Marshmallows. Wundervoll. Genau diese Erinnerungen bleiben.
9. Wie plant man einen USA-Roadtrip sinnvoll?
Mit realistischen Strecken und mit Blick darauf, was Kindern gut tut. Wir haben Unterkünfte und Campgrounds vorab gebucht und gezielt geschaut, wo es Pool oder Spielplatz gibt. Die Spielplätze in den USA waren bei uns durchweg top sauber und oft mit schattenspendenden Segeln ausgestattet.
Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du hier:
11 Schritte zur Planung eines Roadtrips

10. Wie managt man einen Langstreckenflug mit Kindern?
Struktur, Snacks, Beschäftigung und realistische Erwartungen machen den Unterschied. Perfekt muss es nicht sein – praktikabel ist wichtiger.
Meine 11 Tipps dazu findest du hier:
11 Tipps: Fliegen mit Kindern

11. Was war euer emotionalster USA-Moment?
Die Route 66. Dieses Gefühl von Freiheit. Und Seligman – so anders als alles andere. Wie gerne wäre ich dort länger geblieben. Was Angel dort geschaffen hat, ist beeindruckend und berührend.
Die bewegende Geschichte von Angel und der Route 66 habe ich hier aufgeschrieben:
Die Geschichte vom Engel der Route 66
Ist die USA aktuell ein sicheres Reiseziel?
Die USA sind riesig, und die Sicherheitslage kann sich je nach Region und Stadt deutlich unterscheiden. Unruhen oder Demonstrationen betreffen meist einzelne Orte und bestimmte Stadtbereiche, nicht automatisch ganze Bundesstaaten oder klassische Reiserouten. Wer informiert reist, lokale Hinweise beachtet und größere Menschenansammlungen meidet, ist in touristischen Regionen in der Regel gut unterwegs.
Vor einer Reise lohnt sich ein kurzer Check der Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts sowie ein Blick auf aktuelle lokale Meldungen für die konkrete Route.

Dreimal USA. Unterschiedliche Ziele, unterschiedliche Reisekonstellationen, unterschiedliche Lebensphasen. Zwei Reisen mit Kindern, eine ohne. Und jedes Mal war es anders.
Viel Planung. Mit Kindern reist man anders. Aber deswegen wird es nicht weniger schön. Meine Kinder reden heute noch oft von unseren USA-Erlebnissen. Von Lagerfeuerabenden auf Campgrounds, von Spielplätzen, von den Pancakes, von der Tierwelt und von dieser Weite, die man in Europa so nicht kennt.
Die Natur ist atemberaubend, und die Städte sind nicht einfach nur „Städte“, sondern jede für sich eine eigene Welt.
Als ich damals zum ersten Mal alleine mit meinen drei Kindern in die USA geflogen bin, wollten mir das viele ausreden. Zu weit, zu groß, zu kompliziert. Rückblickend war es eine der besten Entscheidungen. Die USA sind kinderlieb, und wir haben die Menschen als sehr hilfsbereit erlebt. Wir waren nicht abseits der touristischen Routen unterwegs, und wir haben uns keine Sekunde unsicher gefühlt. Ich bin froh, dass wir diese gemeinsame Zeit hatten. Das war nicht nur eine Reise. Das war ein Stück Familiengeschichte mit so vielen unvergesslichen Momenten.


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