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Monat: November 2018

Der Vättern: Jönköping- Grenna- Insel Visingsö – Hästholmen

Der Vättern: Jönköping- Grenna- Insel Visingsö – Hästholmen


Der Vättern: Jönköping- Grenna- Insel Visingsö – Hästholmen

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Die beiden größten Seen von Schweden heissen Vänern und Vättern. Beide Seen liegen sogar recht nah beieinander und sind mit dem Göta- Kanal miteinander verbunden.

In diesem Bericht gehts um den zweitgrößten See, dem Vättern. Wir waren 2x dort, ich fasse in diesem Bericht die Highlights zusammen.
Diese wären: Gränna und die Fahrt zur Insel Visingsö, die Panoramastrasse (gilt als eine der schönsten Strassen in Schweden) und der Aussichtsberg Omberg.
Edit: Eigentlich sollte es ein einzelner Bericht werden, aber aufgrund der Info- und Fotomenge habe ich es nun doch auf zwei Berichte aufgeteilt. 

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Bevor die virtuelle Reise losgeht, werde ich euch etwas über den See erzählen.
Der Vättern: Jönköping- Grenna- Insel Visingsö – Hästholmen

 

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Der Vättern entstand vor ca 600 Millionen Jahren.
Der Ursprung für diesen See ist eine lange Verwerfung am heutigen Ostufer. Dadurch ist der See auch sehr länglich, er erstreckt sich auf 135 km, die breiteste Stelle misst aber grad mal 31 km. Der ca 1900 km²große See ist das Trinkwasserreservoir für knapp 1/4 Millionen Menschen!

Möchte man ihn einmal komplett umfahren, sind es ca 300 km.
Die Tiefe weist ein Nord- Süd- Gefälle auf, so ist der See ca 25 Meter tief, im Süden sind es schon über 120 Meter. Das Wasser ist auch im Sommer eher kühl und sehr klar, die Sichttiefe beträgt bis zu 17 Meter. Über 30 Fisch-Arten findet man im Vättern.

Bereits 1220 wurde er das erste mal erwähnt, damals jedoch noch unter dem Namen “Wetur”. Nach und nach siedelten sich viele Menschen am Seeufer an und es entstanden die ersten Städte.
Heute ist Jönköping (zusammen mit Huskvarna) die größte Stadt am See.Weitere große / bekannte Städte sind Motola, hier findet man u.a. übrigens Nordeuropas längsten Binnensee- Strand, Gränna, Karlsborg oder Askersund.

Gränna gilt als das Zentrum für Zuckerstangen. Schon beim durchfahren fielen uns die Geschäfte mit den klassischen rot-weissen Zuckerstangen als Deko auf. Und natürlich blieb das auch von den Kindern nicht unbemerkt. Wir haben aber darauf verzichtet, mit 5 Kindern eines dieser Geschäfte aufzusuchen, auch, wenn sie sehr gequengelt haben. 5 Kinder + Zucker = keine gute Kombi….
In Gränna fiel uns aber auch direkt der große Ballon am Kreisverkehr auf und auch ein Museum mit Ballons entdeckten wir, hatten jedoch keine Zeit, dort anzuhalten, weil wir zur Fähre wollten.
Hintergrund für die Ballons: Der bekannte Ballonfahrer Salomon August Andrée kam gebürtig aus dem kleinen Städtchen. Am 11. Juli 1897 startete er zusammen mit zwei weiteren Männern in einem Gasballon zum Nordpol. Diese große Expedition endete für die drei Männer leider mit dem Tod. Ihnen zum Gedenken gibt es über diese Expedition ein Museum im Örtchen Gränna.

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Als erstes gibt es ein paar Impressionen von unserer Fahrt aus Norden kommend Richtung Huskvarna (Fahrt an der Ostseite entlang)

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Die gelbe Fähre, welche zwischen Gränna und der Insel Visingsö pendelt

 

 

Die Strasse Richtung Huskvarna führt immer wieder malerisch am Ufer entlang

 

 

Ausblick von Huskvarna im Süden der Insel auf den Vättern

 

Huskvarna und der Vättern

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Gränna und Visingsö


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achdem wir Huskvarna erkundet hatten, fuhren wir Richtung Gränna, um von dort zur Insel überzusetzten. Uns ging es dabei mehr um das Erlebnis für die Kinder, denn die Autofähren sind schon etwas größer als die kleine Minifähre am Sommensee, als um die Insel selber. Aus dem Grund sind wir auch nicht mit dem Auto, sondern lediglich zu Fuß auf die Fähre gegangen. Die lange Autoschlange vor der Fähre hat unsere Entscheidung dann bestätigt.  In der Hauptsaison sollte man seine Überfahrt mit dem Auto (oder Wohnmobil) vorab > HIER < buchen

 

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Der Vättern: Jönköping- Grenna- Insel Visingsö – Hästholmen

 

Vielleicht kann mir einer meiner Leser erklären, worum es sich bei dieser Figur genau handelt

 

 

Eine weitere Statue am rechten Strassenrand. 

 

 

Der Ballon am Kreisverkehr in Gränna als Erinnerung an die leider so tragisch geendete Polarexpedition. PS: Liebe Grüße an B. !

 

Gränna ist die Hauptstadt der Zuckerstangen.

 

 

 

 

 

Gränna hat einen sehr malerischen Stadtkern

 

 

 

 

Brahehus ist die Ruine von einem alten Herrenhaus

 

 

 

 

1637 begannen die Bauarbeiten, wegen Bauschwierigkeiten wurde es jedoch erst um 1655 fertiggestellt. Im Jahr 1708 brannte das Herrenhaus bis auf die Grundmauern nieder. Von dort oben hat man einen tollen Ausblick auf den Vättern

 

Am Hafen in Gränna gibt es einen sehr großen Parkplatz . Dort brauchte ich das erste mal meine Kreditkarte, denn bezahlen konnte man nur via App oder Kreditkarte. Mit VPay ging es hier nicht.

 

Übrigens: Direkt am Hafen gibt es auch einen kleinen Freizeitpark mit Hüpfburgen, Golf, Bootsverleih inkl. Wasserspiele etc.

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http://www.appelvikensaventyrspark.se/

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Am Hafen von Gränna

 

 

 

 

Am Kassenhäuschen direkt am Schiff kauften wir unsere Fahrkarten für die Fahrt mit der Fähre.  Zu Fuß zahlten wir pro Erw um die 5 €, pro Kind 2,50 €.
Übrigens: Man zahlt nur für die Fahrt zur Insel. Der Rückweg ist kostenlos (Stand 08/2018)

Da kommt die Fähre. In der Hauptsaison fahren die beiden Fähren insgesamt  2x / Stunde.

 

Ab nach oben, um beim ablegen zuzuschauen

 

Hafenanlage von Gränna

 

 

Gränna vom See aus

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Die Überfahrt dauert ca 25 Minuten

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Anlegen auf Visingsö

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Visingsö

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Visingsö liegt im südlichen Teil vom Vättern, ca 6 km nördlich von Jönköping. Die Insel ist ähnlich wie der See länglich und schmal.  Sie ist 14 km lang, aber nur 3 km breit. Es leben an die 800 Einwohner auf der 25 km² Insel.

Wie sooft gibt es auch für die Insel eine Sage, welche die Entstehung der Insel erklärt. Vor langer langer Zeit lebte am Vätternsee ein Riese namens Vist mit seiner Ehefrau. Eines Tages wollten sie den Vättern überqueren, aber für die Riesen gab es keine Brücken oder Boote.  Also rupfte Vist Grasbüschel aus und warf sie in den Vättern. Auf der so entstandenen Insel konnte seine Frau nun treten, um trockenen Fußes auf die andere Seite des Ufers zu gelangen.

Die tatsächliche Geschichte der Insel lässt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen, denn bereits damals schien die Insel bewohnt zu sein. Zwischen dem 12. und dem 13. Jahrhundert war Visingsö das Zentrum für die königlichen Machthaber. Ganz am unteren Ende der Insel ließen sie eine Burg errichten, denn diese Stelle ließ sich durch den kompletten Rundumblick auf den See und auf die Insel besonders gut verteidigen. Die höchste Erhebung der Insel (von Berg möchte ich da gar nicht sprechen) ist nämlich nur 14 Meter.
Ein weiteres Schloss entstand im 17 Jahrhundert in der Nähe zum Hafen, wobei zu dem Zeitpunkt die Burg am Inselzipfel bereits eine Ruine war. Das Grafengeschlecht der Brahe errichtete um 1575 das Schloss Visingsborg, zunächst nur als Viereck mit vier Türmen sowie dem Wallgraben. Nach und nach wurde es dann von den Söhnen erweitert und so entstand ein zwar kleines, aber sehr schönes Schloss  mit 6 Türmen, welche von vergoldeten Spitzen verziert wurden. In der Rüstkammer waren Waffen für 800 Mann, obwohl die Armee nur 200 Mann umfasste und die Wälle waren mit Kanonen ausgestattet.

In der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember brannte das Schloss leider nahezu vollständig ab.

Wenn man die Insel erkunden möchte, kann man dies am besten entweder mit einem Fahrrad tun, welches man sich an einer der vielen Stationen ausleiht oder aber man nutzt das für die Insel typische Gefährt: Eine Remmalag – Kutsche. Das sind lange Kutschen mit zwei länglichen Sitzbänken in der Mitte.
Eine Rundfahrt dauert 2 Stunden und man sieht die wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
Eine Erkundung mit dem Auto ist nicht zu empfehlen.
Es gibt viele kleine Cafés, Restaurants und auch Unterkünfte auf der Insel.

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Der Hafen von Visingsö. Im Hintergrund erkennt man die Ruine vom Schloss ‘Visingsborg’

 

 

 

 

Wir entschieden uns gegen eine Rundfahrt oder ähnliches. Statt dessen schlenderten wir gemütlich Richtung Schlossruine. Auf dem Weg dorthin machten wir einen Stop in einem Restaurant mit schöner Aussenterasse und Blick auf den See.

 

Kleine Stärkung mit Panoramaaussicht

 

Unterhalb von dem Restaurant entdeckten die Kinder diese Rutsche

 

Was für ein wunderschönes Haus

 

Gut gestärkt gingen wir zur Ruine

 

 

 

 

 

Visingsborg

 

 

Der alte Wall

 

Wenn ich solche Ruinen sehe, stelle ich mir immer automatisch vor, wie es hier wohl damals ausgesehen haben könnte und wie sich hier das Leben abgespielt hat

 

 

Die Kinder konnten rennen und alles erkunden. Und es gab einiges zu entdecken

 

Anschliessend waren wir noch eine Weile am Strand, bevor es Zeit wurde, zurück zur Fähre zu gehen

… und ab ins Wasser, abkühlen!

 

 

 

 

 

…. auf dem Weg zurück zur Fähre ….

 

 

Unsere geplante Fähre fuhr leider nicht. Die 1/2 Stunde Wartezeit verbrachten wir am direkt neben dem Hafen liegenden Strand

 

 

 

 

 

 

Da kommt sie endlich!!!

 

 

Die Jungs zählten die Autos, welche auf die Fähre fuhren

 

 

Und wieder zurück in Gränna

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Nach einem erfrischendem Eis im Hafen fuhren wir 1/2 Stunde am See entlang Richtung Norden.

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Unser Ziel: Der Leuchtturm Hästholmen

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Der Hafen ist sehr schön, aber das war nicht das, was wir uns für den Sonnenuntergang vorgestellt hatte. Es ging steilweise steil hinunter oder aber direkt ins Wasser, was uns mit den 5 Kindern zu gefährlich war. Daher blieben wir nicht lange

Ein Paar Impressionen von Hästholmen:

 

Der Hafen von Hästholmen

 

 

 

Der Leuchtturm von Hästholmen

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Rasselbande

 

 

Sonnenuntergang am Vättern

Die Sonne stand schon sehr tief.
Es wurde also Zeit für unseren letzten und spontan ausgewählten Stop des Tages. Etwas südlich von Hästholmen liegt ein Wanderweg. Vom Parkplatz sind es ca 10 Min (über Stock und Stein)
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Karte: -> HIER <-

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Die Kinder freuten sich auf eine Kletterpartie und wir uns auf einen schönen Sonnenuntergang

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300 km weiter nördlich brannten die Wälder. Es war ungewöhnlich heiß und trocken. Auch in dem Wald lagen Feuerwehrschläuche, vermutlich schon bereit gelegt für den Ernstfall.

 

 

 

 

Die Kinder suchten sich einen Platz zum Sonnenuntergang gucken

 

Meine Älteste fand noch einen besseren Platz

 

Atemberaubend schönes Panorama!

 

 

 

 

 

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Das war ein sehr schöner Abschluss von einem tollen Tag am Vättern!

Im nächsten Bericht sind wir wieder beim Vättern, dieses mal klettern wir auf den Omberg zum Aussichtsturm und fahren die Panoramastrasse entlang! 

 

 

Schön, dass ihr wieder dabei ward. Ich hoffe, es hat euch gefallen.
Über Feedback, Kommentare und übers teilen freue ich mich immer sehr!

 

 

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Schweden: Huskvarna- Die Stadt, die eine Marke ist! 


[ Unbezahlte Werbung, weil Markennennung! ]

 

Schweden: Huskvarna- Die Stadt, die eine Marke ist!

Schweden: Huskvarna- Die Stadt, die eine Marke ist! 

 

Viele Menschen kennen die Marke Husqvarna. Aber nur die wenigsten wissen, dass Huskvarna ein kleines Städtchen in Schweden ist.
Ich war mit 3 ( and two Half ) Männern in Schweden, es stand also ausser Frage, dass das Husqvarna Firmenmuseum auf unserer Must-See-Liste steht!

 

 

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In Schweden fährt man immer wieder an irgendeinem See vorbei, richtig malerisch!

 

Ortseingangschilder in Schweden

 

…. und Ortsausgangsschilder

 

Die Fahrt führte uns einen Teil am Vätternsee entlang, dem zweitgrößten See von Schweden. Dieser gefiel uns so gut, dass wir an dem Tag beschlossen, einen Ganztagesausflug zur Ostseite vom Vätternsee zu planen.

Der Vätternsee. Der kleine gelbe Punkt ist die Fähre zur Insel Visingsö. Dazu im nächsten Bericht dann mehr

 

 

Die Strasse führte teilweise direkt am Ufer entlang. Zu Recht eine in meinem Atlas als besonders malerische Strecke gekennzeichnet

 

Das Firmenmuseum in Huskvarna ist sehr gut ausgeschildert. Bereits etliche Kilometer vor der Stadt stehen die ersten Wegweiser.

 

Wir brauchten unsere Navinia gar nicht, sondern folgten einfach der Beschilderung. ……. Na, wer weiß noch, was die Vårdcentral ist?

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Sehr nette Begrüßungs- Infotafel, sogar auf Deutsch. Aber …… findet den Fehler!!!

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Das Husqvarna Firmenmuseum

 

Lage:

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Website: http://husqvarnamuseum.se/en/home/

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Öffnungszeiten vom Husqvarna Firmenmuseum:

Oktober – April: 
Montag – Freitag: 10:00 Uhr – 15:00 Uhr
Samstag und Sonntag: 12:00 Uhr – 16:00 Uhr

Mai – September:
Montag – Freitag:  10:00 Uhr –  17:00 Uhr

Samstag und Sonntag:  12:00 Uhr – 16:00 Uhr

 

Eintrittspreise vom Husqvarna Firmenmuseum: 

Erwachsene: 70 SEK   (also umgerechnet knapp 7 €)
Senioren: 50 SEK
Studenten: 50 SEK
12-18 Jahre: 30 SEK
Unter 12 Jahre: frei

 

 

Das Husqvarna Firmenmuseum

 

 

Schon zur Gründungszeit gab es hier eine Wasserkraftanlage vom Fluss Huskvarnaån, welcher mit seinem natürlichen Gefälle dafür geradezu prädestiniert war

 

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Durch diese riesigen Rohre fliesst das Wasser
Was bedeutete die Firma Husqvarna für die Entwicklung von dem Örtchen Huskvarna?

Früher wurde der Name der Stadt “Husqvarna” geschrieben. Auch nach der Schreibweisenänderung in Huskvarna blieb “Husqvarna” der Firmenname.
Das Logo der Firma beruht auf die Gründungsgeschichte der Firma, denn es zeigt einen von vorne betrachteten Gewehrlauf.
Denn bereits im Jahr 1689 begann die Geschichte der Firma mit der Herstellung von Musketen (langes Vorderladergewehr mit einem glattem zuglosem Lauf)

Ab 1872 wurden in der Firma Nähmaschinen und gusseiserne Haushaltsgeräte hergestellt.
1896 kam das erste Fahrrad von Husqvarna auf den Markt. Im Folgejahr wurde Husqvarna zur AG.
1903 wurden Motorräder gebaut und so stieg die Produktpalette stetig weiter.
1943: Automobil mit 3 Rädern mit luftgekühltem Zweitaktmotor, jedoch kam es nie zur Markteinführung von dem Automobil
1959: Erste Kettensägen werden gebaut . Ausserdem wurden in diesem Jahr eine der ersten Mikrowellenherde entwickelt und auf den Markt gebracht

So ging es stetig weiter, die Firma wurde immer größer und bedeutender. Sie kauften andere Firmen auf, erweiterten noch weiter ihre Produktpalette
Heute hat die Firma Produktionsstandorte in Europa, Amerika und Asien, beschäftigt über 14.000 Menschen und ist weltweit  in 40 Ländern bekannt.
Der Deutsche Unternehmenssitz befindet sich in Ulm.

Im Museum kann man auf ca. 2.400qm viele Produkte von früher und heute sehen und erfährt viel über die Entwicklung der Firma.

Hier gibt es mehr von der Geschichte der Firma:
https://www.soll-galabau.de/aktuelle-news/ansicht-aktuelles/datum/2014/05/13/husqvarna-feiert-sein-325-jaehriges-jubilaeum.html 

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Fußläufig kann man vom Firmenmuseum noch ein paar schöne Orte entdecken.

Wir sind an dem kleinen Fluß etwas flussaufwärts gelaufen, fast immer entlang der riesigen Rohre vom Wasserkraftwerk. Wir hatten die Hoffnung auf einen schönen Panoramablick von oben, aber wurden was das betrifft ein wenig enttäuscht.
Ein schöner Spaziergang war es aber trotzdem – vor allem schön schattig, denn es war schon wieder sehr warm an diesem Tag.

Rechts das alte Fabrikgebäude, mittig der kleine Wasserfall direkt am Museum. Seht ihr oben die Brücke? Genau dort wollten wir hin!

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Es gibt dort ganz andere Eissorten als bei uns in D – wir haben viele probiert – lecker!!

 

Genau an dem Tag, an welchem wir dort waren, starb zu Hause unsere ebenfalls schwarz weiße Katze. Dazu schreibe ich demnächst noch einen gesonderten Bericht. Die Kinder deuteten es als Zeichen, dass wir dort nun auch eine schwarz-weiße Katze sahen, welche sich einmal zu uns umdrehte und dann im dunklen Gebüsch verschwand

 

 

 

 

Der Ausblick von der Brücke

 

 

Es ging noch weiter nach oben!

 

 

Aussicht auf den Vätternsee

 

 

Einen Teil des Weges begleitete uns eine Ameisenstraße. Wir haben uns lange das geordnete Gewusel angesehen und die Kinder waren imponiert, welch große Insekten und auch kleine Ästchen die Ameisen tragen konnten

 

Aufgrund der lang anhaltenden Hitze war der Fluss ziemlich ausgetrocknet

 

 

Oben angekommen führte eine Treppe auf die Strasse. Ausblick war nett, aber wir hatten uns mehr versprochen

 

 

Wir gingen wieder zurück, den gleichen Weg. An der Strasse entlanglaufen haben wir aus zwei Gründen nicht gemacht: 1) Wir hatten 5 Kinder dabei und 2) gab es dort kaum Schatten

 

Am Museumsparkplatz gibt es noch eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt: Smedbyn

Diese kleine, urige Siedlung zeigt die Häuschen, in welchem im 18. Jahrhundert die Waffenschmiede aus der Fabrik mit ihren Familien gewohnt haben.
Heute beherbergen sie viele kleine Künstlerwerkstätten und Galerien.

 

 

Smedbyn

 

 

 

 

 

 

 

Wir gingen die Strasse komplett durch, am Ende bogen wir rechts ab und liefen an einem kleinen See entlang zurück Richtung Parkplatz.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurz vor dem Parkplatz gibt es einen kleinen Spielplatz, nur als kleiner Hinweis für alle Eltern

 

Auf dem Rückweg fuhren wir noch einmal zum heutigen Firmengelände. Fast eine eigene kleine Stadt und wie bei vielen großen Firmen üblich mit eigener Werksfeuerwehr

 

 

Stadshus von Huskvarna

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Nun kennt ihr einen kleinen Teil der Stadt hinter dem berühmten Namen. Es freut mich sehr, dass ihr wieder dabei ward!!

Beim nächsten mal zeige ich euch mehr vom wunderschönen Vätternsee, kitschige Sonnenuntergangsfotos vom See inklusive

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Die Trolle von Schweden


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Die Trolle von Schweden

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In ganz Skandinavien gibt es viele Troll-Mythen und dadurch finden sich in Norwegen, Schweden, Dänemark und Island auch viele Spuren dieser Sagen. So finden sich viele Orte mit dem Begriff “Troll”, Strassen wurden nach ihnen benannt und sogar ein norwegisches Erdölfeld heisst  “Troll”

Unter den Ländern unterscheiden sich die Trolle jedoch. So haben die norwegischen Trolle z.B. eine lange Nase, während die schwedischen Trolle eher eine Kartoffelnase haben und auch vom Charakter her sind sie etwas unterschiedlich. Es heisst, die nettesten Trolle leben in Schweden.

In Schweden, so sagt man, leben die Trolle im Wald. Und so verwundert es nicht, dass etliche zunächst unerklärbare Naturphänomene dem Wirken der Trolle zugeschrieben wird. Viele Berge sind zum Beispiel eigentlich Trolle, welche manchmal mehre Hundert Jahre schlafen. Schlafen sie nicht, helfen sie den Tieren bei der Futtersuche. Und ebenfalls sollen es Trolle sein, welche den berühmten Topf voll Gold am Ende des Regenbogens bewachen, sie lieben Gold. Sie sind nur in der Dämmerung oder nachts unterwegs, denn das Sonnenlicht lässt sie zerbrechen oder zu Stein werden (da gibt es verschiedene Sagen zu). Der Donner beim Gewitter kann sie töten, daher mögen sie keine Gewitter und ihr Verhalten den Menschen gegenüber ist immer ein Spiegel des Verhaltens des Menschen zu ihnen und zu der Natur.

Die schwedischen Trolle wollen den Menschen keinen Schaden zufügen. Sie sind manchmal seltsam und sehr unzuverlässig. Manch einer Sage nach stehlen Trolle kleine Kinder und tauschen sie gegen ein Trollkind aus. Das ganze nennt sich “Wechselbalg” (schrecklicher Begriff, wie ich finde) und ich finde schon, dass man das als “Schaden zufügen” bezeichnen könnte. Abwehren bzw sein Kind schützen kann man durch eine Taufe. Aber es gibt auch sehr viele weitere Sagen über die kleinen Zwerge oder Riesen. In anderen Sagen sind sie flink und hilfreich, nicht nur den Tieren gegenüber.
Fakt ist jedenfalls, dass man manchmal in Skandinavien kleine Mini-Häuser in Vorgärten sieht. Das sind Wohnhäuser, erbaut für die Trolle. In manchen Orten gibt es sogar Miniaturkirchen, denn bis heute glauben viele Menschen an die unzähligen Sagen und Mythen rund um die geheimnisvollen Wesen.

 

Ich habe im Netz eine tolle Karte von Skandinavien entdeckt, welche ganz besondere Troll- Orte markiert:

http://www.dietrolle.de/trollspuren.php?

Die Trolle von Schweden

Nördlich von Tranås gibt es einen besonders ungewöhnlichen Trollstein.
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– Die Trollstenen –

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Das Gebiet liegt mitten im schattenspendenden Wald. Angesichts der anhaltenden und ungewöhnlichen Hitzewelle in diesem Sommer 2018 sehr verlockend. Und im Wald gibt es immer viel zu klettern und zu entdecken, aus dem Grund brauchten wir die Kinder gar nicht lange überreden.
Einzige Voraussetzung: nach dem Ausflug dürfen sie noch in den Pool.
Also alles wie immer. Wir waren selber gerne im Pool und nach einem Ausflug mit unseren Kindern im Pool zu toben wurde unser täglicher #smallhappyhomemoment , auf den wir uns jeden Tag richtig freuten!
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Gut ausgeschildert ist der Weg zu den Trollstenen nicht …..
Der Weg zu den Trollstenen. Soviel zum Thema Schatten im Wald und so …..
Eine Fußgänger – Eisenbahnunterführung liegt auch auf dem Weg

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Und am Wegesrand gibt es soviel zu entdecken! Meine Kinder hatten ganz verschiedene Ziele, was sie finden wollten. Die einen wollten einen Troll sehen, die anderen einen Elch (beides bei sengender Sommerhitze wohl eher unwahrscheinlich) und dann dachten sie sich schon Geschichten zu den Trollen aus. Ausserdem haben die Kinder abgestimmt, wer von ihnen denn wohl ein Troll sein könnte.
Ergebnis: Keiner, denn Trolle seien ja alle hässlich!   (Puh.)

Es war herrlich, durch die Natur zu laufen. Oder nein, Moment, ich korrigiere: Es wäre bestimmt herrlich gewesen, durch die Natur zu laufen, wären nicht die schwedischen Killermücken in Scharen auf uns geflogen.
Ja, da waren sie tatsächlich. Wir waren ja bislang wirklich verschont geblieben und ich konnte diese Hysterie über die schwedischen Mücken nicht verstehen. Aber das änderte sich an diesem Nachmittag.
Geschuldet war das wohl der Tatsache, dass es hier mehrere kleine Seen um uns herum gab. Seen, welche am schattigen Waldrand lagen, aber genug Sonne ab bekamen, um zu einer idealen Brutstätte für diese kleinen Plagegeister zu werden …..

Besser wurde es erst, als wir tiefer im Wald waren.

Andere Insekten erfreuten uns da dann wesentlich mehr.

Die Bienen waren harmlos. Die Wespen waren um einiges aggressiver …..

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“Schirme für die Trolle!”

Ich liebe die Phantasie der Kinder. Sie lassen uns sooft die Welt anders sehen, als wir sie als Erwachsener sehen..

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Manchmal konnte man es nur erahnen, was auf dem Schild steht. Die Kinder fanden das spannend und wir überliessen es ihnen, den Weg zu finden. Und so hatten wir 5 kleine Detektive, welche akribisch Hinweise für den richtigen Wanderweg suchten, sich untereinander absprachen und so zu einem tollen Wege-Finde-Team wurden!

 

…. und wir gingen einfach neugierig hinterher.

.In den Wäldern findet man oft einen weichen Teppich aus Moos, welcher alles überwuchert, als hätte ihn jemand einfach über den Waldboden gelegt

 

 

Nach einem ca 1/2- stündigen und sehr kurzweiligen Spaziergang erreichten wir die Trollstenen. Schon auf dem Weg dorthin fiel uns auf, dass rechts und links vom Weg riesige Steinblöcke lagen.

Und auch der Trollstein ist so ein riesiger Felsbrocken. Das Besondere: Er liegt fast schwebend auf 3 kleinen Steinchen.

Das wirkt fast unwirklich und man fragt sich, wie so etwas zustande kommt.

Es ist kein Wunder, dass sich die Menschen in Schweden so etwas gerne mit Sagen über Trolle erklärten. Denn beim Trollstein in Tranås – so erzählen die Geschichten – war es ein Troll, welcher den großen Stein auf die 3 kleinen gelegt hat.

Tatsächlich kam dieses Gebilde natürlich anders Zustande: Als das Eis der Eiszeit zu schmelzen begann, riss das von Norden kommende Schmelzwasser die riesigen Steinbrocken mit sich. Zwischen den beiden großen Steinbrocken war eine Erdschicht, welche weg gespült wurde. Nur die 3 kleinen Steine blieben und so entstand der Trollstein.

Das hält! Man fragt sich zwar, wie – aber es hält!

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“Wir grillen Marshmallows!” Die Marshmallows waren Tannenzapfen und das Feuer natürlich nicht an. Die Phantasie der Kinder.

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Drumherum gibt es überall Steine und Baumwurzeln, für die Kinder war das ein riesiger Kletterspielplatz und trotz der Hitze waren sie kaum zu bremsen.

Natürlich habe ich als Mutter da immer Angst, dass den Kindern dabei was passieren könnte. Aber die Kinder wussten sehr genau, was sie können und was sie lieber sein lassen und so habe ich so manches mal lieber nicht ganz so genau hingeschaut, statt dass ich als “Helikoptermutter” die Kinder ewig nur zur Vorsicht mahne und sie somit in ihrer Abenteuerlust ausbremse ….. Aber zugegeben, es fiel mir schwer …. mein Partner ist da wesentlich relaxter. Vielleicht ist das nur so ein Mütter-Ding, ….. die Kinder hatten jedenfalls Spaß und riefen immer wieder “Guck mal Mama, wo ich stehe!” oder “Papa, ich spring jetzt hier runter!” …..

Kurz bevor mein Blutdruck gefährliche Höhen erreichte, traten wir den Rückweg an. Sicher ist sicher.

Bin wohl doch ein ganz klein wenig Helikoptermutter,…..

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Unser Urlaub in Schweden neigte sich langsam dem Ende zu …..

Ein paar Berichte kommen aber noch. So nehme ich euch z.B. mit nach Husqvarna. Was viele nur als Marke für viele Gartengeräte kennen, ist nämlich auch eine Stadt in Schweden und diese steht ganz im Zeichen der berühmten Firma! Und ausserdem haben wir uns noch die komplette Ostseite vom Vätternsee angesehen, dem zweitgrößten See von Schweden mit malerischer Panoramastrasse und einer kleinen Insel mittendrin.

Es hat mich gefreut, dass ihr wieder dabei gewesen seid!!! Danke.

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